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Autor Thema: � Wortklären - TraningsÜbungen  (Gelesen 3825 mal)

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Offline ★ Ronald

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� Wortklären - TraningsÜbungen
« am: 10. Januar 2021, 01:56:13 »
WICHTIGE ANMERKUNG
Achten Sie beim Studieren dieses eBuch sehr, sehr sorgfältig darauf, dass Sie niemals über ein Wort hinweggehen, das Sie nicht vollständig verstehen. Der einzige Grund warum jemand ein Studium aufgibt verwirrt oder lernunfähig wird liegt darin dass er über ein nicht verstandenes Wort oder eine nicht verstandene Redewendung hinweggegangen ist. Wenn der Stoff verwirrend wird oder Sie ihn anscheinend nicht begreifen können wird es kurz davor ein Wort geben das Sie nicht verstanden haben. Gehen Sie nicht weiter sondern gehen Sie VOR den Punkt zurück wo Sie in Schwierigkeiten gerieten finden Sie das missverstandene Wort und sehen Sie zu, dass Sie seine Definition bekommen. Am Ende des eBuches finden Sie ein Verzeichnis der Ausdrücke, die Ihnen vielleicht nicht vertraut sind, mit den Definitionen, die im Rahmen dieses eBuches zutreffen. Die Fachausdrücke der Wissenschaft sind außerdem bei ihrem ersten Auftreten im Text jeweils durch Kursivschrift hervorgehoben und entweder in einer Klammer, im Kontext oder in einer Fußnote erklärt.


Bei den TraningsÜbungen zeigen wir dir, wie du mehr Wissen schneller abrufen kannst und damit einen Vorteil gegenüber allen anderen in den meisten Situationen deines Lebens hast. Egal ob du als Arbeiter oder Angestellter auf der Karriereleiter aufsteigen möchtest, selbstständig bist und deinen Expertenstatus deutlich ausbauen möchtest oder gerade erst auf dem Weg in die Selbstständigkeit bist und alle Informationen richtig sortieren und abspeichern möchtest - wir helfen dir zum gefragtesten Anbieter deiner Nische zu werden. Wenn du in deinem Gehirn Ordnung schaffst und nach einem klaren und einfach zu lernenden System neue Informationen ablegst, findest du sie wieder wenn du sie brauchst.
Wenn du es aber wie die meisten machst und neue Informationen wie in einen dunklen Raum wirfst und dann vergisst - oder noch schlimmer, du versuchst auswendig zu lernen - dann wird es schwierig diese Informationen wiederzufinden.
Und mit weniger abrufbaren Informationen machst du es dir schwerer, als nötig. Sei es, dass du deinem Chef nicht die richtigen Daten nennen kannst. Dass du im Verkaufsgespräch oder einer Präsentation den Faden verlierst. Oder dass du Informationen falsch abgespeicherst hast und in Gruppen doof da stehst.

:o Vielleicht verschwendest du aber auch nur deine Zeit, da du dir die Sachen, die du liest oder hörst sowieso nur kurzfristig merkst.

Was ist aber, wenn du die richtigen Verbindungen in deinem Kopf machst?
Was ist, wenn du zu jedem Zeitpunkt die Sicherheit hast, im Zweifelsfall schlagartig die notwendige Information parat zu haben?
Dann bist du nicht nur selbstsicher. Du bist schlichtweg im Vorteil gegenüber allen, die nicht auf ihr gesamtes Wissen zugreifen können. Du wirst zum gefragtesten Anbieter deiner Nische. Du kannst noch heute die ersten Techniken lernen und erleben, dass dein Gehirn weit mehr kann, als du gerade nutzt.
Ich habe eine kostenlose Fallstudie aufgenommen, in der ich dir Techniken zeige mit denen du Informationen sofort sortiert abspeichern kannst und dann auch wie auf Knopfdruck abrufen kannst.


Zitat
EINFACHE WÖRTER
Man könnte zunächst annehmen, daß es die großen Wörter oder die technischen Ausdrücke sind, die am häufigsten mißverstanden werden. Das ist nicht der Fall. Tatsächlichen Untersuchungen zufolge waren es einfache Wörter, die das Verstehen verhinderten. Aus irgendeinem Grunde begreift man Wörter leichter als einfaches Deutsch. Wörter wie “ein”, “der”, “existieren”, “solch” und andere Wörter, die “jeder kennt”, tauchen mit großer Häufigkeit bei Wortklären auf. Sie ergeben eine Anzeige. Man braucht ein großes Wörterbuch, um diese einfachen Wörter vollständig zu definieren. Dies ist eine weitere Eigentümlichkeit. Die kleinen Wörterbücher gehen ebenfalls davon aus, daß jeder diese Wörter kennt. Es ist fast unglaublich, einen Hochschulabsolventen zu erleben, der jahrelang schwierige Fächer studiert hat und dennoch nicht weiß, was “oder”, “durch” oder “ein” bedeutet. Man muß es gesehen haben, um es zu glauben. Aber wenn mit seinen Mißverständnissen aufgeräumt wird, verwandelt sich seine gesamte Ausbildung von einer festen Masse aus Fragezeichen in eine klare, nutzbringende Übersicht.
Ein Test mit Schulkindern in Johannesburg hat einmal ergeben, daß die Intelligenz mit jedem neuen Schuljahr abnahm! Die Antwort zu diesem Rätsel lag einfach darin, daß sie jedes Jahr ein paar weitere Dutzend zerschmetternde mißverstandene Wörter zu einem ohnehin schon verwirrten Wortschatz hinzubekamen, die sie niemals jemand nachschlagen ließ. Dummheit ist das Ergebnis mißverstandener Wörter. In den Bereichen, die der Menschheit die größten Schwierigkeiten bereiten, findet man die meisten Abänderungen von Fakten, die meisten verworrenen und einander widersprechenden Ideen und natürlich die größte Zahl mißverstandener Wörter.
Nehmen Sie als Beispiel nur die “Wirtschaftswissenschaften”.
Das Gebiet der Psychologie begann seine Schriften, indem es sagte, man wisse nicht, was das Wort bedeute. Somit gelangte das Fachgebiet selbst nie zum Erfolg. Professor Wundt von der Universität Leipzig verdrehte 1879 den Begriff. Eigentlich bedeutet er nichts weiter als “Studium (ologie) der Seele (Psyche)”. Aber Wundt, der unter den Augen Bismarcks des größten deutschen Militärfaschisten auf dem Höhepunkt des deutschen Kriegsehrgeizes arbeitete, mußte ableugnen, daß der Mensch eine Seele habe.
So ging das ganze Fachgebiet vor die Hunde! Von da an waren die Menschen Tiere (es ist in Ordnung, Tiere zu töten), und der Mensch hatte keine Seele; das Wort “Psychologie” konnte also nicht mehr definiert werden. Das früheste mißverstandene Wort in einem Gebiet ist ein Schlüssel zu späteren mißverstandenen Wörtern in diesem Gebiet.
Dann kommen Wörter wie “ein”, “der” und andere einfache deutsche Wörter. Sie sind die nächsten Wörter, die oft eine Anzeige ergeben. Beim Studium einer Fremdsprache zeigt sich oft, daß die Grammatikausdrücke der eigenen Sprache, die die Grammatik der Fremdsprache beschreiben, die Grundlage dafür sind, daß jemand unfähig ist, die Fremdsprache zu lernen. Die Probe, ob jemand ein Wort versteht, ist: “Ergibt das Wort in Form eines Falls, wenn er es in dem Material, das geklärt wird, liest.”
Es wird nicht akzeptiert, wenn jemand sagt, er kenne die Bedeutung. Lassen Sie es ihn nachschlagen, egal wie einfach das Wort ist.
Zitat
GRAMMATIK Bei allem Wortklären sollten alle Grammatikausdrücke und kleinen Wörter in einem einfachen Grammatiklehrbuch nachgesehen werden. Sehr wenige Wörterbücher haben vollständige Definitionen für solche Wörter, und sie enthalten keine Beispiele. Wörter wie “ein”, “der” oder “und” sind wirklich Teile des Sprachgefüges, und sie sind komplexer, als sie anfangs erscheinen. Ein Wortklärungsauditor sollte sowohl ein einfaches Grammatikbuch als auch Wörterbücher zur Hand haben. Die besten Grammatiklehrbücher sind jene, die für Leute zusammengestellt wurden, denen eine Sprache fremd ist, wie z.B. Einwanderer. Bei diesen Büchern wird nicht von der Annahme ausgegangen, dass der Student bereits ein Deutschprofessor ist. Viele Beispiele – das ist das wirkliche Kriterium für eine gute Grammatik. Es kann einen Studenten wirklich aus der Bahn werfen, die Vorträge über das Studieren oder den Studentenhut ohne ein einfaches Grammatiklehrbuch zu studieren. Diese “einfachen” Wörter können riesige Felsbrocken sein, die einen auf dem Weg zum Wortclear behindern. Eine Grammatik ist also erforderlich. Wenn ein Student die Grammatik sehr unzulänglich beherrscht, ist es das beste, ihn ein einfaches Grammatikbuch von vorne bis hinten durcharbeiten zu lassen, bevor er beginnt, sich rein mit Wörtern zu befassen. Die Wörter werden für ihn in keinem Zusammenhang miteinander stehen. Es nimmt weniger Zeit in Anspruch, ein kurzes Grammatikbuch durchzuarbeiten, als sich die ganze Zeit mit der Grammatik herumzuschlagen.
Grammatik kann einem wie ein schreckliches Gebiet vorkommen – bis man es sich einmal wirklich anschaut. Dann ist es einfach.

VERWORRENE VORSTELLUNGEN
Jedesmal, wenn jemand eine verworrene Vorstellung von etwas hat oder glaubt, es gebe einen Widerspruch zwischen Ideen, so gilt immer, dass es an der Wurzel dieser Verwirrung ein missverstandenes Wort gibt.
Beispiel: „Ich verstehe diese Vorstellung von den entgegengesetzten Kräften einfach nicht. Ich finde, das sollte alles neu geschrieben werden, und ...“ Methode2Wortklärer: ,,Gibt es da irgendein Wort, das du nicht verstehst?“ Anzeige!
Student: ,,Oh nein, ich verstehe alle Wörter. Es ist...“ „Welches Wort ist es, das anzeigt?“
,,Äh...äh...Kräfte?“
,,Ja, das ergibt eine Anzeige und einen Blowdown. Schlagen wir's mal nach.“
,,Ach nein, ich weiß, was es bedeutet. Es ist die Vorstellung, daß...“
,,Schlagen wir es nach!“
„Na gut. Also I...J...K...KR...KRÄFTE.
Hier ist es: ‘Die Größe, die die Bewegung eines Körpers verändert, auf den sie einwirkt.’“
Wortklärer: ,,Verwende es einige Male in Sätzen.“
Der Student macht das. ,,...hm...äh. Ich hab's! Zum Teufel, ich dachte, es bedeutet Brutalität der Polizei! Ich konnte mir nicht vorstellen, warum zwei Polizeikräfte sich bekämpfen sollten!“
Wortklärer: „Wie fühlst du dich nun über diese Vorstellung der entgegengesetzten Kräfte?“
,,Na, mal sehen. Ja, es ist völlig klar. Als ob ich es noch nie gelesen hätte!“ Jede Gruppe unerfahrener Studenten wird über Vorstellungen oder Verwirrungen in den Anleitungen oder Materialien, die ihnen zum Lesen gegeben werden, diskutieren und viel Aufhebens machen. Sie werden seltsame Vorstellungen und falsche Auffassungen davon entwickeln, was der Text besagt. Sie machen Dinge falsch und sagen, im Text sei das so angegeben.
Sie stellen ihren Ausbildern Fragen über merkwürdige Vorstellungen.
Sie schreien nach „Klarstellungen“.
Und an der Wurzel all dessen liegen einfach missverstandene Wörter!
Es gibt nicht außerdem auch mißverstandene Vorstellungen.
Es gibt nur das mißverstandene Wort, das sich riesig auftürmende falsche Vorstellungen erzeugt.
Ein missverstandenes Wort erzeugt seltsame Vorstellungen.
Zitat
Verworrene Auffassungen oder Vorstellungen vom Material
Super – Überlegenheit in Größe, Qualität, Anzahl oder Ausmaß.
Literatentum – Die Fähigkeit, zu lesen und zu schreiben.*Heutzutage ist fast jeder in der Lage, zu lesen und zu schreiben. Dies galt vor einem Jahrhundert noch nicht, aber aufgrund der Bedeutung, die der Ausbildung heute beigemessen wird, stimmt es nun. Aber reicht das heutzutage? Dies ist eine Welt der Betriebsanleitungen.
Die Zivilisation, in der wir leben, ist hochgradig technisiert. Ausbildung dauert heute bis in die Zwanziger. Das ist ein Drittel des Lebens einer Person.
Und was passiert, wenn jemand die Schule verlässt?
Kann er tun, was er studiert hat?
Hat er all seine Ausbildung, oder ließ er sie zurück?
Literatentum ist nicht genug. Die Schulen und die Welt von heute erfordern eine neue Fähigkeit – die Fähigkeit, eine Seite anzuschauen, ohne jede Anstrengung, und das aufzunehmen, was dort steht, und es sofort ohne irgendwelche Mühe anzuwenden.
Und ist das möglich?
Rede ich von Schnelllesen?
Nein. Dies bedeutet nur die Fähigkeit, schnell zu lesen. Es verbessert nicht den Grad davon, wie bequem man liest, und es verbessert nicht die Fähigkeit anzuwenden. Was wirklich gebraucht wird, ist die Fähigkeit, bequem und schnell Daten von einer Seite zu nehmen und in der Lage zu sein, sie sofort anzuwenden.
* Anm.d.Übs.: Das Wort existiert mit dieser Definition im Deutschen nicht. Das engl. „literacy“ hat genau die angegebene Bedeutung, besitzt aber keine deutsche Entsprechung. Als zugehöriges Eigenschaftswort wird hier „literat“ verwendet, d.h. jemand der lesen und schreiben kann, ist „literat“.
Person, die dies tun könnte, wäre superliterat.
Was passiert?
Die durchschnittliche Person – literat – ist fähig, Wörter zu lesen und Wörter geistig aufzuzeichnen.
Etwa so: Wenn sie schreibt, schreibt sie: In ihrem Verstand werden Wörter als andere Wörter „verstanden“, etwa so: Wenn man Superliterat ist, passiert das folgende: WörterWörterWörterWörterBegriffe WörterDieselben Wörter,jetzt in seinemVerstand.
Da man aufgrund von Begriffen (Ideen oder Dinge, die man versteht) handelt, kann dies geschehen: Und die Person denkt in Begriffen, denen sie Worte leicht zuordnen kann, und daher kann sie klar schreiben.
Anders ausgedrückt, wenn jemand ein Superliterat ist, dann liest er nicht Wörter, sondern Verständnisse.
Und somit kann er handeln.
BEGRIFFE
Die Idee, Wortbedeutungen begrifflich zu erfassen, ist etwas Neues im Gebiet der Linguistik. Die endlosen semantischen Kreise, denen Korzybski und Co nachgingen, führten niemals wirklich zu der Erkenntnis, dass ein Wort und seine Bedeutungen in dem zugrundeliegenden Begriff oder der Idee enthalten sind, die von diesem Wort symbolisiert werden. Dass das begriffliche Fassen von Bedeutungen den Wörterbuchschreibern und den „Experten“ fremd ist, wird von der Tatsache bewiesen, dass Definitionen im Laufe der Zeit so starkem AlterIs und Veränderungen unterworfen sind.
Beispielsweise sind moderne Definitionen des Wortes „verstehen“ weitgehend unzulänglich.
Eine wirklich vollständige und bedeutungsvolle Definition dafür konnte erst in der ersten Ausgabe des „Webster’s Dicitionary of Synonyms“ von 1942 gefunden werden: „Verstehen: eine klare und wahre Idee oder Vorstellung von etwas oder ein vollständiges und genaues Wissen über etwas haben. Allgemein kann man sagen, dass verstehen sich auf das Ergebnis eines geistigen Prozesses oder von Prozessen bezieht (eine klare und genaue Idee oder Vorstellung, oder vollständiges Wissen). Verstehen impliziert die Fähigkeit, einen klaren und wahren Eindruck zu empfangen und zu registrieren.“
GEKLÄRTE WÖRTER
Da die Studiertechnologie in einer Gesellschaft operiert, die tief in missverstandene Wörter und MissDefinitionen verstrickt ist, ist sie Willkürlichkeiten ausgesetzt.
Daher wird ein Geklärtes Wort wie folgt definiert: Ein Wort, das bis zum Punkt vollständigen begrifflichen Verstehens geklärt worden ist.
Das Wort in Sätzen zu benutzen, bis die Bedeutung begrifflich erfasst wird, ist die am häufigsten verwendete. Zeichnungen, Demos, Knete, tatsächlich der gesamte Umfang der Studiertechnologie und ihre Methoden können angewendet werden.
Dies sind lebenswichtige Werkzeuge.
Sie sollen benutzt werden.

Das erste Hindernis Abwesenheit von Masse
Wenn man versucht, jemanden ohne die Masse (oder die Sache), um die es geht, auszubilden, kann das Studium äusserst schwierig werden.
Wenn zum Beispiel jemand etwas über Traktoren studiert, sind die gedruckte Seite und das gesprochene Wort kein Ersatz für einen wirklichen Traktor. Die Abwesenheit eines Traktors oder zumindest der Bilder eines Traktors, denen man die geschriebenen Worte zuordnen kann, wird es jemandem unmöglich machen, den Gegenstand vollständig zu begreifen.
Wenn man versucht, jemanden auf einem Gebiet auszubilden, ohne den Gegenstand zur Verfügung zu haben, treten bestimmte physiologische Reaktionen auf. Ein Schüler, der auf dieses Hindernis stösst, wird dazu neigen, sich in gewisser Weise zerdrückt, verbogen, schwindlig, irgendwie tot, gelangweilt oder gereizt zu fühlen. Es kann damit enden, dass sein Gesicht sich zerdrückt anfühlt, dass er Kopfschmerzen und ein komisches Gefühl im Magen hat. Von Zeit zu Zeit wird er sich vielleicht schwindlig fühlen, und noch öfter können seine Augen wehtun. Diese Reaktionen sind nicht ungewöhnlich, werden aber fälschlicherweise schlechter Beleuchtung, Studieren spät in der Nacht oder verschiedenen anderen inkorrekten Gründen zugeschrieben. Der wirkliche Grund ist die Abwesenheit von Masse in bezug auf das Fachgebiet, das man studiert. Die Abhilfe für dieses Hindernis ist, den Gegenstand zur Verfügung zu stellen im Beispiel oben den Traktor oder einen angemessenen Ersatz dafür.
Einige Ausbilder haben dies instinktiv gewusst, aber gewöhnlich wurde es nur bei jüngeren Schülern berücksichtigt, und man hat dieser Barriere sicherlich nie die Bedeutung beigemessen, die ihr zusteht, gleichgültig, auf welchem Ausbildungsniveau man sich befindet.
Das zweite Hindernis ein zu steiler Gradient
Das nächste Hindernis ist der zu steile Gradient. Wenn ein Schüler gezwungen wird, eine neue Aktion zu beginnen, ohne die vorherige verstanden zu haben, resultiert daraus Verwirrung.
Es gibt eine Reihe anderer physiologischer Reaktionen als Folge dieses Hindernisses. Wenn man auf einen zu steilen Gradienten stösst, erlebt man eine Art Verwirrtsein oder einen taumeligen Zustand.
Gewöhnlich wird dann dieses Problem der neuen Aktion zugeschrieben, obwohl es sich in Wirklichkeit aus der vorherigen Aktion herübergezogen hat. Man hatte das Frühere noch nicht völlig verstanden, und das neu Gelernte bringt einen jetzt restlos durcheinander. Dieses Studierhindernis ist in Fachgebieten sehr deutlich, die Tätigkeit beinhalten.
Nehmen wir beispielsweise jemanden, der Autofahren lernt. Er kann seine Füsse und Hände nicht richtig aufeinander abstimmen, um den Wagen manuell in einen anderen Gang zu schalten und ihn gleichzeitig auf der Fahrbahn zu halten. Sein Problem damit wird in einer früheren Aktion zu finden sein, die mit der Gangschaltung zu tun hat. Möglicherweise konnte er nicht einmal bei abgestelltem Motor und stehendem Wagen die Gänge problemlos wechseln. Sobald man das erkennt, kann man den Gradienten zurücknehmen und jemanden zu einem Punkt bringen, wo er die Gänge in einem stehenden Wagen leicht wechseln kann, bevor er die gleiche Aktion im Fahren ausführt.
Das dritte Hindernis das missverstandene Wort
Das dritte Hindernis beim Studieren ist das wichtigste der drei. Es ist der Hauptfaktor, der Dummheit und viele andere unerwünschte Zustände nach sich zieht.
Diese dritte Barriere ist das missverstandene Wort. Eine missverstandene Definition oder eine nicht verstandene Definition oder ein nicht definiertes Wort kann restlos verhindern, dass jemand ein Fachgebiet versteht, und kann ihn sogar dazu veranlassen, dieses Gebiet vollständig aufzugeben.
Dieser Meilenstein auf dem Gebiet der Ausbildung betrifft ein riesiges Anwendungsgebiet, wurde jedoch von jeder Lehrkraft der Geschichte übersehen.
Ein Wort oder Symbol zu übergehen, das man nicht korrekt definieren kann, verursacht ein deutlich spürbares Gefühl der Leere oder des Völlig-fertig-Seins. Man wird das Empfinden bekommen, nicht da zu sein, sowie beginnen, eine Art nervöser Hysterie zu fühlen. Diese Anzeichen unterscheiden sich von den beiden anderen Hindernissen.
Die Barriere, die das missverstandene Wort darstellt, ist schon deshalb weit wichtiger als die anderen beiden, weil sie sehr viel mit menschlichen Beziehungen, dem Verstand und anderen Themen zu tun hat. Dieses Hindernis ist für die Fähigkeit oder den Mangel daran verantwortlich und ist der Schlüssel zu dem, was Psychologen seit Jahren zu analysieren versuchten, ohne zu erkennen, was es war.
Jemand mag den Scharfsinn eines Computerprogrammierers haben oder nicht, aber seine Fähigkeit, die Tätigkeit eines Computerprogrammierers durchzuführen, hängt einzig und allein von den verschiedenen Definitionen ab. Es gibt irgendein Wort auf dem Gebiet des Programmierens, das jemand, der ungeschickt ist, nicht definiert oder verstanden hat, und darauf folgte dann die Unfähigkeit, im Bereich des Computerprogrammierens zu arbeiten.
Das ist ausserordentlich wichtig, da es uns verdeutlicht, was mit der Fähigkeit zum Agieren passiert, und dass die Wiederherstellung dieser Fähigkeit nur davon abhängt, dass man alle Wörter, die auf einem Gebiet missverstanden wurden, findet und bis zum Verstehen definiert.
Haben Sie je am Ende einer Seite bemerkt, dass Sie sich nicht daran erinnerten, was Sie gerade gelesen hatten? Das ist das Phänomen eines missverstandenen Wortes, und man wird immer eines finden, kurz bevor der Stoff in Ihrem Verstand inhaltsleer wurde.
Diese weitreichende Entdeckung trifft auf jedes Betätigungsfeld zu und öffnet das Tor zur Ausbildung.
WORTKLÄREN MIT VORLESEN
Eine höchst effektive Methode, um die Wörter zu finden, die jemand in einem Buch oder anderem schriftlichen Material nicht versteht, heisst Wortklären mit Vorlesen.
Ein Student, der für sich liest, weiss oft nicht, dass er über missverstandene Wörter hinweggegangen ist. Aber jedes Mal, wenn er über missverstandene Wörter hinweggeht, wird er bei seiner Lektüre Schwierigkeiten haben. Beim Wortklären mit Vorlesen lässt man die Person den Text vorlesen. Die Person, der vorgelesen wird, hilft dem Studenten dabei, jegliche missverstandenen Wörter zu finden und sie zu klären, und wird dementsprechend als Wortklärer bezeichnet.
Wortklären mit Vorlesen wird üblicherweise von zwei Leuten durchgeführt, die sich gegenseitig abwechseln; ein Student ist der Wortklärer und gibt dem anderen Studenten Wortklären, und dann wechseln sie sich ab, und der Student, der gerade Wortklären erhalten hat, wird zum Wortklärer und klärt die Wörter an seinem Partner.
Ein Wort kann auf viele verschiedene Arten missverstanden werden, und es ist wichtig, dass jemand, der Wortklären mit Vorlesen macht, die unterschiedlichen Arten von Missverständnissen kennt. Ein Wort kann aus folgenden Gründen missverstanden sein:
1. Eine falsche (völlig verkehrte) Definition: Die Person liest oder hört das Wort Katze und denkt, dass es Kiste bedeutet. Falscher geht es nicht mehr.
2. Eine erfundene Definition: Als der Betreffende sehr jung war, wurde er von seinen Kameraden immer ein Mädchen genannt, wenn er sich weigerte, etwas Wagemutiges zu tun. Er erfindet die Definition, dass Mädchen eine feige Person bedeutet.
3. Eine inkorrekte Definition: Jemand liest oder hört das Wort Computer und denkt, es bedeute Schreibmaschine. Das ist eine inkorrekte Bedeutung für das Wort Computer, obschon eine Schreibmaschine und ein Computer beides Arten von Maschinen sind.
4. Eine unvollständige Definition: Jemand liest das Wort Büro und denkt, es bedeute Raum. Die Definition des Wortes Büro ist: Ein Arbeitsraum, in dem schriftliche oder verwaltungstechnische Arbeiten eines Betriebes, einer Organisation o. ä. erledigt werden. Die Person hat eine unvollständige Definition für das Wort Büro.
5. Eine nicht passende Definition: Jemand sieht ein bis-Zeichen im Satz: Ich habe die Nummern 3-7 heute abgeschlossen. Er denkt, dass ein bis-Zeichen ein Minuszeichen ist, erkennt, dass man 7 nicht von 3 abziehen kann, und kann es daher nicht verstehen.
6. Eine Definition eines Homonyms (ein Laut oder ein Symbol, das zwei oder mehrere eindeutig verschiedene Bedeutungen hat): Jemand hört das Wort Kapelle in dem Satz: Für die Abschlussfeier des Tanzkurses war eine sehr gute Kapelle ausgewählt worden, und da er weiss, dass das Wort Kapelle ein kleineres einfaches Gotteshaus bedeutet, nimmt er an, dass die Abschlussfeier in einem Gotteshaus stattfand.
7. Eine Definition durch ein Ersatzwort (Synonym): Jemand liest das Wort behäbig und denkt, die Definition des Wortes sei langsam. Langsam ist ein Synonym für das Wort behäbig. Die Person hat ein Missverständnis, denn das Wort behäbig bedeutet: sich langsam, gemessen, geruhsam, gemütlich, phlegmatisch, schwerfällig bewegend.
8. Eine ausgelassene (fehlende) Definition: Jemand hört den Satz: Der Kommissar versuchte in seinem Büro, den Verdächtigen durch geschickte Fragen zu fangen. Diese Person kennt zwei Definitionen für das Wort fangen. Sie weiss, dass fangen festnehmen, fassen, gefangen nehmen und etwas, das durch die Luft auf einen zukommt, fassen und festhalten bedeutet. Keine von diesen zwei Definitionen ergibt für sie in dem Satz, den sie gerade gehört hat, viel Sinn. Sie kann nicht begreifen, was geschickte Fragen mit der Handlung des Festnehmens zu tun haben, wenn sich der Verdächtige doch schon beim Kommissar im Büro befindet. Sie weiss nicht, dass fangen in diesem Sinn überlisten bedeutet.
9. Keine Definition: Keine Definition ist ein nichtverstandenes Wort oder Symbol. Die Person liest den Satz: Er sehnt sich nach seinem Zuhause, denn in der Fremde ist er verratzt. Es kommt zu keinem Verstehen, weil die Person keine Definition für verratzt hat. Das Wort bedeutet: in einer schwierigen, aussichtslosen Lage verloren sein.
10. Eine abgelehnte Definition: Die Person weigert sich, die Definition für ein Sternchen (*) nachzuschauen. Bei einer Besprechung stellt sich heraus, dass sie jedes Mal, wenn sie ein Sternchen auf der Seite sieht, weiss, dass das Material sehr schwer verständlich sein wird und dass es im Sprachgebrauch gehoben, schwierig und superintellektuell ist.
Ist jemand beim Lesen oder in der Ausbildung gewohnheitsmässig über sehr viele missverstandene Wörter hinweggegangen (was in unserer gegenwärtigen Kultur bei fast jedem der Fall ist), so wird nicht nur seine Lesefertigkeit, sondern auch seine Intelligenz verringert. Was er schreibt und sagt, wird nicht verstanden werden, und er wird nicht verstehen, was er liest und hört und wird daher nicht mehr in Kommunikation sein. Sehr wahrscheinlich wird die Welt ihm als ein sehr merkwürdiger Ort erscheinen, er wird das Gefühl haben, dass ihn keiner versteht (wie wahr!), und das Leben sieht für ihn recht trist aus. Er könnte anderen sogar kriminell erscheinen. Bestenfalls wird er zu einer Art Roboter oder Zombie. Sie sehen also, dass es sehr wichtig ist, missverstandene Wörter zu klären.
    Es gibt gute Bücher, die Kindern beim Studium helfen:
    Grammar and Communication for Children
    (Grammatik und Kommunikation für Kinder)

Dieses einfache englische Grammatikbuch wurde geschrieben und illustriert, um das Interesse der Kinder aufrechtzuerhalten. Sein Zweck ist es, den jungen Schüler in die Grundlagen der Grammatik einzuführen, damit er gut verstehen und kommunizieren kann und weder Angst noch Abneigung diesem Thema gegenüber entwickelt.
Der "Duden"! Das Vermitteln von Ideen von einem Verstand zu einem anderen basiert auf Wörtern, Symbolen, Geräuschen, Bildern, Emotionen und auch früheren Assoziationen.
Vorrangig ist in jeder entwickelten Kultur das geschriebene oder gesprochene Wort.
Obwohl es ganze Fachgebiete, teilweise sehr gebildet und lohnend, über die Entwicklung und Bedeutung von Wörtern gibt, hat man praktisch nichts hinsichtlich der Wirkung der Worte oder der Konsequenzen ihres Missbrauchs oder des Nicht-Verstehens ausgearbeitet.
Vor autodidakten Entwicklung der Studiertechnologie war es nicht untersucht worden oder bekannt, dass der Fluss der Ideen in jeder Mitteilung oder jedem Lerngebiet derart blockiert werden kann, dass das weitere Verstehen und Begreifen von diesem Punkt an abgeschnitten ist. Ausserdem kann das missverstandene Wort sogar so wirken, dass es Dummheit, Apathie und eine Revolte im Klassenzimmer herbeiführt und am Arbeitsplatz die Produktivität senkt.
Es gab auch keine Technologie, um das Problem zu lösen, aber es gibt sie!
Um es zu ermöglichen, die Auswirkung von missverstandenen Wörtern zu beheben, haben Menschen das Fachgebiet Wortklären entwickelt. Es ist Teil des breiteren Feldes der Studiertechnologie, aber Wortklären als solches hat viele Anwendungs- und Einsatzmöglichkeiten. Es kann definiert werden als das Gebiet und die Aktion, die Unkenntnis, Missverständnisse und falsche Definitionen von Wörtern zu klären, so dass ihrer Verwendung nichts mehr im Wege steht.
In der Beobachtungen der Gesellschaft hat man und frau festgestellt, dass in diesem Jahrhundert die Kenntnisse im Lesen und Schreiben nachgelassen haben. Diese Schlussfolgerung ist unvermeidlich, wenn man die politischen Reden und die Literatur vor einhundert oder sogar fünfzig Jahren mit den heutigen vergleicht. Es fiel auf, dass die öffentlichkeit immer abhängiger von Radio, Film und Fernsehen geworden war, Bereiche, die alle gesprochene Worte enthalten, und er zog die Möglichkeit in Betracht, dass diese Mitteilungen nicht vollständig aufgenommen oder verstanden werden. Die Umfrage einer Werbegesellschaft bewies, dass Fernsehzuschauer zwischen einem Viertel und einem Drittel des Gesehenen missverstehen Ergebnisse von alarmierender Tragweite, die Beobachtungen bestätigen.
Wie die Studie hervorhob, hat dies nicht nur ernste wirtschaftliche Konsequenzen, da die öffentlichkeit die Werbung nicht versteht und daher bis zu einem Drittel der Werbeausgaben verschwendet werden, sondern auch was noch wichtiger ist dass ein so hohes Mass an Nicht-Verstehen Abneigung und sogar Aggression bei den Zuschauern hervorrufen kann.
Wenn man sich schriftlich oder verbal ausdrückt, hat man den anderen gegenüber auch die Verantwortung, das verständlich zu tun. Ausserdem schuldet man sich selbst, sicherzustellen, dass man versteht, was man sieht und hört. Jede beschreibt eine andere Möglichkeit, Bereiche des Nicht-Verstehens zu finden, dies auf die missverstandenen Wörter, die dem Problem zugrunde liegen, zurückzuführen und dann dafür zu sorgen, dass diese vollständig begriffen werden, so dass die Person sie in ihren eigenen Wortschatz aufnehmen kann.
Tausende von Forschungsstunden an Hunderttausenden von Fällen wurden in die Entwicklung dieser neuen Methoden investiert.
In den zwölf, sechzehn oder mehr Jahren, die ein Schüler in der Schule verbringt, kann die unbewusste Anhäufung nicht definierter Wörter und Symbole ein ernsthaftes Hindernis darstellen, das dem Wissen und der Produktivität im Leben im Wege steht. Natürlich trifft man auch ausserhalb des Klassenzimmers auf Wörter und Symbole, die man nicht versteht, und auch diese schwächen die eigenen Fähigkeiten.
Mit den Techniken des Wortklärens können ganze Fachgebiete und Ausbildungen, die früher nicht verstanden wurden und infolgedessen später nicht angewandt werden konnten, wiedergewonnen und gebraucht werden so wirkungsvoll ist das Klären missverstandener Wörter.
Wo auch immer Kommunikation stattfindet, ob man sie aussendet oder erhält, kann man die Technologie des Wortklärens nutzbringend einsetzen.

https://www.duden-institute.de/
Die Duden Institute für Lerntherapie helfen Kindern und Jugendlichen mit einer Rechenschwäche (Dyskalkulie), Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS, Legasthenie) oder LRS in Englisch. Grundlage der Förderung ist das Konzept der integrativen Lerntherapie. Es verbindet die jeweilige Fachdidaktik mit passenden Methoden aus der Spiel-, Ergo- und Familientherapie.

Studenten Buch: https://bodhie.eu/simple/index.php/board,23.0.html

https://bodhie.eu/simple/index.php/topic,454.msg598.html

Zitat
1. DEFINITION VON STUDENT
2. DIE ABSICHT DES STUDENTEN
3. HINDERNISSE BEIM STUDIEREN
4. DAS KLÄREN VON WÖRTERN
5. DAS MISSVERSTANDENE WORT DEFINIERT
6. WÖRTERBÜCHER
7. WAS IST EIN CHECKSHEET?
8. TWINNING
9. DEMONSTRATIONEN
10. DEMONSTRATION
11. DEMO-KITS
12. AUSBILDUNG MIT KNETMASSE
13. KNETTISCHARBEIT IN DER AUSBILDUNG
14. AUSBILDUNG TWIN-CHECKOUTS
15. WIE MAN THEORIE-CHECKOUTS UND -PRÜFUNGEN DURCHFÜHRT
16. DIE ANHEBUNG DES STANDARDS VON AUSBILDUNG UND PRÜFUNG
17. DATEN ÜBER THEORIE-CHECKOUTS
18. FEHLER BEI STERNRANGIGEN CHECKOUTS
19. DAS GEBEN VON STERNRANGIGEN CHECKOUTS
20. EINFACHE WÖRTER
21. GRAMMATIK
22. FEHLER BEI MISSVERSTANDENEN WÖRTERN
23. VERWORRENE VORSTELLUNGEN
24. SUPERLITERATENTUM UND DAS GEKLÄRTE WORT
25. WORTKLÄREN METHODE
26. TRAINIEREN
27. RICHTIG GEMACHTES WORTKLÄREN
28. PINKSHEETS
29. WICHTIGE DATEN ÜBER DAS STUDIEREN
30. EINFÜHRUNG IN DAS STUDIEREN
31. STUDIEREN - DATENANEIGNUNG
32. EINE ZUSAMMENFASSUNG ÜBER DAS STUDIEREN
33. STUDIEREN - GRADIENTEN UND NOMENKLATUR
34. KONFRONTIEREN
35. STUDIEREN - EINSCHÄTZUNG VON INFORMATIONEN
36. STUDIEREN UND AUSBILDUNG
37. EINE ÜBERSICHT ÜBER DAS STUDIEREN
38. STUDIEREN UND ABSICHT
39. AUSBILDUNG UND DUPLIKATION
40. AUSBILDUNG
41. WAS IST EIN KURS?
42. KURSE - IHRE IDEALE SZENE
43. ERFOLGREICHER AUFBAU DER AUSBILDUNG
44. RICHTSCHNUR FÜR STUDENTEN FÜR ANGEMESSENES VERHALTEN
45. PRÜFUNGEN
46. ETHIK UND STUDIERTECHNOLOGIE
47. DIE FUNKTIONSFÄHIGKEIT ERHALTEN
48. HERABSETZUNGEN DER TECHNOLOGIE
49. ZUM SCHUTZ DER TECHNOLOGIE
50. KURSABSCHLUSS INDIKATOREN VON STUDENTEN
51. LANGSAMKEIT BEIM STUDIEREN
52. DIE VERBORGENE DATENLINIE
53. OUT TECH
54. WIE MAN MÜNDLICHE TECH ÜBERWINDET
55. MÜNDLICHE TECH: STRAFEN

Checksheet für den Studentenhut
NAME:
BEGINN:
ABSCHLUSS:

Hut: Bei der Eisenbahn tragen der Lokomotivführer und der Schaffner jeweils eine unterschiedliche Art von Hut. Verschiedene Aufgaben in der Gesellschaft werden durch unterschiedliche Hüte gekennzeichnet. Daher der Slang-Ausdruck Hut, was soviel bedeutet wie jemandes spezialisierte Aufgaben oder Pflichten. Dies ist jemandes Hut. Ein Student hat auch einen Hut. Als Student hat er bestimmte Pflichten zu erfüllen, und es gibt bestimmte Methoden und Techniken des Studierens, denen er folgen muss, um etwas zu lernen. Dies wird auf diesem Kurs gelehrt. Jeder Hut hat ein Produkt. Das Produkt eines Studenten ist die Fähigkeit, die Materialien, die er studiert, geschickt anzuwenden, und die feste Absicht, die Materialien anzuwenden. Das Endergebnis dieses Hutes ist ein Student, der das Know-How und die Werkzeuge hat, um in der Lage zu sein, einen Kurs zu n, damit er die Materialien dieses Kurses dann anwenden kann, und die feste Absicht, dies auch zu tun. Der Studentenhut ist eine Vorbedingung für jeden grösseren Kurs der Dianetik oder der Lehre. R-Faktor: Es wird von Dir erwartet, die Studiertechnologie in dem Masse, wie Du sie lernst, auf Dein unmittelbares Studium anzuwenden.
VON DIR WIRD ERWARTET, DEINE FÄHIGKEIT, DIE KURSMATERIALIEN ANZUWENDEN, DURCH DIE VERWENDUNG DER STUDIERTECHNOLOGIE AUF DEM KURS SELBST ZU DEMONSTRIEREN.
Du musst durch direkte Anwendung für dich selbst herausfinden, ob diese Daten wahr sind oder nicht. Ein Datum ist wahr, weil es funktioniert und weil Du gesehen hast, dass es wahr ist, nicht einfach, weil jemand sagt, dass es wahr ist. Dein Erfolg bei zukünftigen Studien hängt davon ab, wie gut Du diesen Kurs studierst. Ein gutes, praktisches Verstehen dieser Materialien wird Dir garantieren, dass Du bei all Deinen zukünftigen Studien erfolgreich sein wirst.

Abschnitt A: Grundlegende Daten über das Studieren
1. DEFINITION VON STUDENT
2. DIE ABSICHT DES STUDENTEN
3. Aufsatz Durchdenke für Dich ganz ehrlich, welche Absicht Du dabei haben willst, wenn Du diesen Kurs machst. Schreibe Sie im Detail auf.
4. Schaue das Wort sternrangig in den Technischen Definitionen nach.
5. Schaue das Wort sternrangiges Checkout in den Technischen Definitionen nach.
6. R-Faktor: Von hier ab werden alle Texte, die Du studierst, von Deinem Twin, dem Überwacher oder von einem anderen Studenten sternrangig ausgecheckt.
7. HINDERNISSE BEIM STUDIEREN
8. Aufgabe Im HCOB vom 25. Juni 1971R und in den folgenden Texten werden alle möglichen Erscheinungsformen der drei Hindernisse beim Studieren erwähnt. Nimm ein Blatt, unterteile es in drei Spalten - für jedes Hindernis eine - und schreibe alle Erscheinungen, von denen Du liest, zum entsprechenden Hindernis. Am Ende des Kurses wirst eine vollständige Sammlung von Erscheinungen beim Studieren haben.
9. DAS KLÄREN VON WÖRTERN
10. Übung Der Überwacher findet ein Wort, das Du nicht verstehst (dieses Wort könnte z.B. aus einem Wörterbuch genommen werden.) Der Überwacher benutzt das Wort in einem Satz, um Dir zu zeigen, in welchem Zusammenhang das Wort gebraucht wird. Du klärst dann das Wort laut für den Überwacher. Wenn Du dies nicht richtig machst, lässt der Überwacher Dich das erneut studieren und gibt Dir dann nochmals ein Checkout.
11. Übung Gehe zurück zur ersten Seite dieses Checksheets und schaue das Checksheet selbst und die Materialien, die Du bisher auf dem Kurs studiert hast, durch, um zu sehen, ob es darin irgendwelche Wörter gibt, die Du nicht vollständig verstehst. Kläre jegliche Wörter, die Du nicht verstehst, und die Materialien, soweit erforderlich, nochmals.
12. DAS MISSVERSTANDENE WORT DEFINIERT
13. Aufsatz Schreibe für jede Art, wie jemand ein Wort missverstehen kann, ein oder mehrere Beispiele auf. Lasse diesen Aufsatz von Deinem Überwacher prüfen.
14. WÖRTERBÜCHER
15. Übung Lasse Dir vom Überwacher die Wörterbücher zeigen, die im Kursraum verfügbar sind. Gehe sie mit ihm durch und finde heraus, welche Unterschiede es zwischen ihnen gibt. Probiere im weiteren Verlauf des Kurses die verschiedenen Wörterbücher aus, so dass Du ein Gefühl für ihre jeweiligen Stärken und Schwächen bekommst.
16. WAS IST EIN CHECKSHEET?
17. TWINNING
18. Aufsatz Was Deine Verantwortlichkeiten als Twin sind. Gib den Aufsatz Deinem Überwacher ab.
19. DEMONSTRATIONEN
20. DEMONSTRATION
21. DEMO-KITS
22. Demo Wie man die Strasse sicher überquert.
23. Demo Jedes der drei Hindernisse beim Studieren, so wie sie unter Punkt A4 des Checksheets aufgeführt sind.
24. Demo Demonstration in Form eines Schaubildes: Verwende Papier und Bleistift, um Deinem Twin den Weg zu demonstrieren, den Du nimmst, um von dort, wo Du dich jetzt befindest, nach Hause zu kommen.
25. Demo Demonstration in Form eines Schaubildes: Was man bei einem zu steilen Gradienten macht.
26. AUSBILDUNG MIT KNETMASSE
27. KNETTISCHARBEIT IN DER AUSBILDUNG
28. Knetdemo Ein Bleistift
29. Knetdemo Ein Mann
30. Knetdemo Ein Mann, der an einen Baum denkt.
31. Knetdemo Ein Mann, der einer Frau sagt, dass der Stuhl kaputt ist.
32. Knetdemo Ein Student, der ein Wort missverstanden hat.
33. Knetdemo Ein Student, der ein Wort bis zum vollen begrifflichen Verstehen geklärt hat.
Sternrangige Checkouts R-Faktor: Alle sternrangigen Checkouts in diesem Abschnitt, einschliesslich der Checkouts auf die Knetdemonstrationen, müssen vom Überwacher gegeben werden.
34. TWIN-CHECKOUTS
35. Knetdemo Das erste Phänomen
36. Knetdemo Das zweite Phänomen
37. WIE MAN THEORIE-CHECKOUTS UND -PRÜFUNGEN DURCHFÜHRT
38. DIE ANHEBUNG DES STANDARDS VON AUSBILDUNG UND PRÜFUNG
39. Demo Alle Theorie-Checkouts müssen sich an das Verstehen des Studenten richten.
40. DATEN ÜBER THEORIE-CHECKOUTS
41. FEHLER BEI STERNRANGIGEN CHECKOUTS
42. DAS GEBEN VON STERNRANGIGEN CHECKOUTS
43. Übung Der Student muss jetzt dem Überwacher auf ein mindestens zwei Seiten langes Bulletin oder Policy Letter ein Checkout geben. Der Überwacher streut bei diesem Checkout Fehler ein, wie z.B. Kommunikationsverzögerung, Zungenfertigkeit, armselige Definitionen, schlechte Demonstrationen usw. Der Student muss dann sofort Flunk sagen, ansonsten erhält er selbst ein Flunk und wird zum erneuten n der PolicyLetters zurückgeschickt. Der Student hat bestanden, wenn er ohne jegliches Zögern ein 100% standardgemässes Checkout geben kann. (Das Policy Letter, das der Student für diese Übung wählt, darf nicht aus diesem Abschnitt des Checksheets sein.)
44. Übung Gib Deinem Twin oder einem anderen Studenten ein standardgemässes Checkout, wobei der Überwacher darauf achtet, dass Du alles richtig machst.
45. EINFACHE WÖRTER
46. GRAMMATIK
47. FEHLER BEI MISSVERSTANDENEN WÖRTERN
48. VERWORRENE VORSTELLUNGEN
49. SUPERLITERATENTUM UND DAS GEKLÄRTE WORT
50. WORTKLÄREN
51. TRAINIEREN
52. Übung Wortklären. Der Trainer spielt die Rolle des Studenten, der beim Studieren in Schwierigkeiten geraten ist. Der Student wendet Methode 3 beim Trainer an, und er wird so lange trainiert, bis er es richtig machen kann. Diese Übung wird vom Überwacher ausgecheckt.
53. RICHTIG GEMACHTES WORTKLÄREN
54. Übung Wortklären. Der Trainer spielt die Rolle des Studenten, der Wortklären erhält, und trainiert den Studenten so lange, bis er Wortklären korrekt gemäss dem Bulletin durchführen kann. Diese Übung wird vom Überwacher ausgecheckt.
55. Übung Mache mit Deinem Twin. Hinweis Wortklären Methode 3 und 9 soll von den Twins während des Kurses reichlich gebraucht werden, soweit es erforderlich ist. Auf diesem Kurs soll Methode auch vom Überwacher auf Pink Sheets, die er ausstellt, grosszügig gebraucht werden.
56. PINK SHEETS
57. WICHTIGE DATEN ÜBER DAS STUDIEREN
58. Knetdemo Die Anzahl der Durchgänge durch das Material entspricht Gewissheit und Resultaten.
59. R-Faktor Die Studiervorträge werden anhand der Transskripte studiert und ausgecheckt.
61. Knetdemo Studieren ist die Bereitschaft zu wissen.
62. Knetdemo Auf welche Weise Technologie verloren geht.
63. Demo Der Weg von fixierten Ideen in bezug auf ein Fachgebiet bis hin zu der Fähigkeit, auf diesem Fachgebiet Urteilskraft auszuüben.
64. Aufsatz Alle grossen Erfolge bauen darauf auf, dass man den Grundlagen Aufmerksamkeit schenkt.
65. Demo Jemand muss deswegen eine fixierte Idee haben, weil er es in Wirklichkeit überhaupt nicht verstanden hat, und um sich zu schützen.
67. Knetdemo Warum jemand denkt, ein Fachgebiet sei unverständlich.
68. Demo Was man tut, wenn man etwas, was man gerade studiert hat, nicht glauben kann.
69. Aufsatz Warum wurde in der Lehre nicht die Nomenklatur von einem ähnlichen Fachgebiet genommen, z.B. die der Psychologie?
70. Übung Nimm die Abschrift des nächsten Studiervortrages und schaue sie auf alle Wörter hin durch, die Du nicht kennst. Erstelle eine Liste dieser Wörter und schlage die Definitionen davon nach.
71. Vortrag
72. Knetdemo Ausbildung
73. Demo Warum einseitige Ausbildung - nur Theorie oder nur Praxis - in eine Sackgasse führt.
74. Vortrag
75. Knetdemo Ein Gradient.
76. Knetdemo Ein übersprungener Gradient.
77. Knetdemo Was man tut, wenn ein Student Schwierigkeiten mit irgendwelchen Materialien hat.
78. KONFRONTIEREN
79. Demo Der erste Gradient zum Studieren ist, dass der Student da sein muss.
80. Vortrag
81. Knetdemo Je weniger direkt die Beobachtung ist, desto besser muss das Verstehen sein.
82. Aufsatz Zusätzlich dazu, dass man mit Tun etwas erreicht, ist es auch eine Methode, um Verstehen zu erlangen.
83. Aufsatz Nach welchen Kriterien muss man die Informationen eines Gebietes einordnen?
84. Vortrag
85. Demo Ein lebendiges Studiengebiet.
86. Demo Ein totes Studiengebiet.
87. Demo Die Anzahl der Gelegenheiten zum Scheitern ist direkt proportional zur Länge des Anlaufs.
88. Knetdemo Die Reaktionen bei einem zu steilen Gradienten.
89. Knetdemo Die Reaktionen bei fehlender Masse.
90. Vortrag
91. Demo Der Fortbestand einer Kultur hängt ganz und gar davon ab, dass sie eine Studiertechnologie besitzt.
92. Vortrag
93. Demo Demonstriere Deinem Twin, wie Du eine unterdrückerische Darbietung eines Fachgebietes erkennen würdest.
94. Demo Was passiert, wenn Du etwas studierst, ohne geklärt zu haben, welche Absicht Du damit verbindest.
95. Demo Der Unterschied zwischen praktischem und akademischem Studieren.
96. Vortrag
97. Knetdemo Duplikation
98. Übung Mache mit Deinem Twin den Ausbildungsprozess, der in dem obigen Vortrag beschrieben ist, und zwar bis sowohl Du als auch Dein Twin einen guten Gewinn haben.
99. Studiervortrag - Referat
100. Aufsatz Denke an einen Freund oder Bekannten, finde eine persönliche Schwierigkeit bei ihm und schreibe auf, mit welchen Daten ihm geholfen werden könnte, bessere Kontrolle über ein besseres Leben zu haben.
101. WAS IST EIN KURS?
102. KURSE - IHRE IDEALE SZENE
103. ERFOLGREICHER AUFBAU DER AUSBILDUNG
104. RICHTSCHNUR FÜR STUDENTEN FÜR ANGEMESSENES VERHALTEN
105. PRÜFUNGEN
106. ETHIK UND STUDIERTECHNOLOGIE
107. DIE FUNKTIONSFÄHIGKEIT ERHALTEN
108. Knetdemo Wie Du jeden einzelnen der zehn Punkte in Deiner Situation anwenden kannst.
109. HERABSETZUNGEN DER TECHNOLOGIE
110. ZUM SCHUTZ DER TECHNOLOGIE
111. KURSABSCHLUSS, INDIKATOREN VON STUDENTEN
112. LANGSAMKEIT BEIM STUDIEREN
113. DIE VERBORGENE DATENLINIE
114. Knetdemo Die verborgenen Datenlinie
115. OUT TECH
116. WIE MAN MÜNDLICHE TECH ÜBERWINDET
117. Demo Demonstriere Deinem Twin, wie man mündliche Tech überwindet.
118. MÜNDLICHE TECH: STRAFEN
119. Aufsatz Warum und wie Du dazu beitragen wirst, die Funktionsfähigkeit zu erhalten.
ENDE DES CHECKSHEETS

Der Student macht eine schriftliche Prüfung.
Abschluss
Ich bescheinige, dass ich die obigen Materialien studiert habe und sie anwenden kann.
Student:___________
Datum:________
Ich bestätige, dass der Student die Materialien studiert hat und anwenden kann.
Kursleiter:__________
Datum:________
Der Student schreibt einen Erfolgsbericht.

DEFINITION VON STUDENT
Ein Student ist jemand, der studiert. Er ist ein aufmerksamer und systematischer Beobachter. Ein Student ist jemand, der ins Einzelne gehend liest, um zu lernen und dann anzuwenden. Während ein Student studiert, weiss er, dass es sein Vorhaben ist, die Materialien, die er studiert, durch Lesen, Beobachten und Demonstrieren zu verstehen, um sie dann zur Erreichung eines bestimmten Ergebnisses anzuwenden. Er verbindet das, was er studiert, mit dem, was er tun wird.

DIE ABSICHT DES STUDENTEN
Die Geisteshaltung, mit der ein Student an das Studieren herangeht, bestimmt die Ergebnisse, die dieser Student mit dem Studieren erzielen wird. Der Student muss festlegen, was er mit den Materialien machen will, die er studiert. Er muss festlegen, was er mit den Informationen machen will, die er aufnimmt. Wenn die Absicht des Studenten darin besteht, die Materialien zu studieren, damit er die Prüfung bestehen kann, wird er, wenn die Prüfung einmal vorbei ist, ganz und gar unfähig sein, mit dem Fachgebiet irgend etwas zu tun. Er mag ein grosser Theoretiker sein, aber er wird nicht in der Lage sein, das Fachgebiet zu verwenden. Einige Studenten haben keinerlei Absichten, ausser durch den Kurs zu kommen. Sie sitzen einfach da und studieren vor sich hin. Sie weisen es von sich, Demos oder Kneten zu machen oder Wörter nachzuschlagen, um ihre genaue Bedeutung herauszufinden. Selbst wenn sie gezwungen werden, etwas zu demonstrieren, halten sie die Einstellung aufrecht, dass es nichts mit ihnen zu tun hat. Das ist alles sehr interessant zu lesen, aber... Nichts damit zu tun haben ist das grundlegende Hindernis für die Fähigkeit, das Material eines Kurses anzuwenden. Es kann viele Gründe geben, um zu studieren. Noten, Prüfungen, Status, Geschwindigkeit, Ruhm, was auch immer. Es gibt nur einen gültigen Grund: Studieren zum Zwecke des Verstehens, der Anwendung und der Praxis.

HINDERNISSE BEIM STUDIEREN
Es gibt drei verschiedene Gruppen physiologischer und geistiger Reaktionen, die von drei verschiedenen Aspekten des Studierens herrühren.
Dies sind drei verschiedene Gruppen von Symptomen.
(1) Ausbildung in Abwesenheit der Masse, mit der die Technologie zu tun haben wird, ist für den Studenten sehr hart. Tatsächlich verursacht es bei ihm, dass er sich zerquetscht fühlt. Es verursacht, dass er sich verbogen fühlt, gewissermassen schwindlig, gewissermassen tot, gelangweilt, aufgebracht. Wenn der Student die Doingness von etwas studiert, dessen Masse fehlt, so wird dies das Ergebnis sein. Photographien helfen, und Filme würden einen ziemlich guten Dienst leisten, weil sie eine Art Versprechen oder Hoffnung auf die Masse sind; aber die gedruckte Seite und das gesprochene Wort sind kein Ersatz für einen Traktor, wenn der Student etwas über Traktoren studiert. Sie müssen dieses Datum in seiner Reinheit verstehen: Die Ausbildung einer Person in einer Masse, die sie nicht hat und die nicht verfügbar ist, erzeugt physiologische Reaktionen. Das ist es, was ich Ihnen beizubringen versuche. Es ist einfach eine Tatsache. Sie versuchen, diesem Burschen alles über Traktoren beizubringen, und Sie geben ihm keine Traktoren; nun, er wird am Ende ein Gesicht haben, das sich zerquetscht anfühlt, er wird Kopfschmerzen haben und ein komisches Gefühl im Magen. Von Zeit zu Zeit wird er sich schwindlig fühlen, und sehr häufig werden ihm seine Augen weh tun. Es ist ein physiologisches Datum, das mit Auditing und mit dem Gebiet des Verstand zu tun hat. Man könnte daher die höchste Selbstmord - oder Krankheitsrate in dem Gebiet von Ausbildung erwarten, das sich am intensivsten mit dem Studium fehlender Massen beschäftigt. Dieser eine Punkt, etwas zu studieren, ohne dass seine Masse jemals greifbar ist, erzeugt die am deutlichsten erkennbaren Reaktionen. Würde sich ein Kind hinsichtlich des Gebietes von Studieren krank fühlen, und würde man die Sache auf diesen Punkt zurückführen können, so bestände die konkrete Abhilfe darin, die Masse zur Verfügung zu stellen - den Gegenstand oder einen vernünftigen Ersatz - und das würde die Sache in Ordnung bringen.
(2) Es gibt noch eine weitere Reihe physiologischer Phänomene, die auf der Tatsache eines zu steilen Gradienten beim Studieren beruhen. Das ist eine weitere Quelle physiologischer Reaktion im Zusammenhang mit dem Studieren, hervorgerufen durch einen zu steilen Gradienten. Es ist eine Art Verwirrung oder ein taumeliger Zustand, der damit einhergeht. Sie sind auf einen zu steilen Gradienten gestossen. Es gab einen zu grossen Sprung, denn die Person verstand das, was sie machte, nicht, und sie sprang zur nächsten Sache, und dieser Sprung war zu steil; sie ging zu schnell voran, und sie wird alle ihre Schwierigkeiten dieser neuen Sache zuschreiben. Hier müssen Sie nun unterscheiden, denn Gradienten, das hört sich fürchterlich ähnlich an wie die dritte dieser Studierschwierigkeiten, Definitionen; aber denken Sie daran, dass diese zwei Dinge ganz eindeutig voneinander verschieden sind. Gradienten sind ausgeprägter auf dem Gebiet der Doingness, aber sie reichen dennoch hinüber in das Gebiet des Verstehens. Bei Gradienten sind es jedoch die Aktionen, an denen wir interessiert sind. Wir haben einen festgelegten Ablauf aufeinanderfolgender Aktionen. Wir stellen fest, dass jemand bei der zweiten Aktion, die er ausführen sollte, fürchterlich verwirrt war. Wir müssen dann annehmen, dass er niemals wirklich über die erste Aktion hinaus gekommen ist. Die Abhilfe für diesen Punkt eines zu steilen Gradienten ist, zurückzublenden. Finden Sie heraus, wann die Person auf dem Gradienten nicht verwirrt war, und dann, welche neue Aktion sie unternahm. Finden Sie heraus, welche Aktion die Person gut verstand. Direkt bevor sie vollkommen durcheinander war, was verstand sie da gut - und dann finden wir heraus, dass sie es nicht gut verstand. Es ist wirklich am Ende dessen, was die Person verstand, und dann ging sie zu dem Gradienten, den Sie sehen. Es ist am deutlichsten erkennbar und am besten anwendbar auf dem Gebiet der Doingness. Das ist das Hindernis des Gradienten, und eine vollständige Gruppe von Phänomenen begleitet es.
(3) Dann gibt es dieses dritte Hindernis. Es ist eine ganz andere Gruppe physiologischer Reaktionen, hervorgerufen durch - eine übergangene Definition. Eine übergangene Definition verursacht, dass jemand ein eindeutiges Gefühl der Leere oder ein Gefühl, erschöpft zu sein, empfindet. Ein Gefühl, nicht da zu sein, und eine Art nervöse Hysterie werden darauf folgen. Die Erscheinung des Blowens (Abhauens) rührt von diesem dritten Aspekt des Studierens her: die missverstandene Definition oder die nicht begriffene Definition, das undefinierte Wort. Das ist dasjenige, das das Blowen hervorbringt. Die Person blowt nicht notwendigerweise bei diesen anderen beiden - sie sind keine ausgesprochenen Blow-Phänomene. Es sind einfach physiologische Phänomene. Dieses Hindernis der missverstandenen Definition ist so viel wichtiger. Diese Sache ist entscheidend für die Art und Weise, wie sich menschliche Beziehungen, der Verstand und Fachgebiete aufbauen. Sie bestimmt Begabung und Mangel an Begabung, und sie ist es, was Psychologen seit Jahren zu testen versuchen, ohne zu erkennen, was es war. Es ist die Definition von Wörtern. Das missverstandene Wort. Das ist alles, worauf es zurückgeht, und dies bringt ein derartig weites Panorama geistiger Wirkungen hervor, dass es selbst der Hauptfaktor ist, der mit Dummheit zu tun hat, und der Hauptfaktor, der mit vielen anderen Dingen zu tun hat. Wenn eine Person keine Missverständnisse hätte, könnte ihr Talent vorhanden sein oder nicht, aber ihre Doingness wäre vorhanden. Wir können nicht sagen, dass Joe ebenso gut wie Bill malen würde, wenn beide auf dem Gebiet der Kunst unaberriert wären, aber wir können sagen, dass Joes Unfähigkeit zu malen, verglichen mit Joes Fähigkeit, die Bewegungen des Malens auszuführen, ausschliesslich und einzig von Definitionen abhängt - ausschliesslich und einzig von Definitionen. Es gibt auf dem Gebiet der Kunst irgendein Wort, das die Person, die unfähig ist, nicht definierte oder nicht verstand, und das wird von einer Unfähigkeit gefolgt, auf dem Gebiet der Kunst tätig zu werden. Das ist sehr wichtig, denn es sagt Ihnen, was mit der Doingness geschieht und dass die Wiederherstellung der Doingness nur von der Wiederherstellung des Verstehens des missverstandenen Wortes, der missverstandenen Definition, abhängt. Dies ist sehr schnelles Auditing. Man kann damit ein sehr schnelles, umfassendes und grosses Resultat erzielen. Es hat eine Technologie, die sehr einfach ist. Es wird auf den unteren Stufen gemacht, weil es dort gemacht werden muss. Dies bedeutet nicht, dass es unwichtig ist, sondern es bedeutet, dass es an den Eingangstoren der Lehre stehen muss. Es ist eine durchschlagende, phantastische Entdeckung auf dem Gebiet der Ausbildung. Ignorieren Sie sie nicht. Sie können das Fachgebiet zurückverfolgen, in dem eine Person dumm ist, oder jedes verwandte Fachgebiet, das damit durcheinandergebracht wurde. Der Psychologe versteht die Lehre nicht. Er hat nie ein Wort in der Psychologie verstanden, und somit versteht er die Lehre nicht. Nun, das öffnet das Tor zur Ausbildung. Obwohl ich das Hindernis des missverstandenen Wortes zuletzt aufgeführt habe, ist es das wichtigste.

DAS KLÄREN VON WÖRTERN
In Forschungsarbeiten über Wortklären, Studieren und Ausbildung, die im Verlaufe der jüngst vergangenen Monate mit verschiedenen Gruppen durchgeführt worden sind, ist es nur allzu offensichtlich geworden, dass ein missverstandenes Wort missverstanden bleibt und eine Person später aufhalten wird, wenn sie nicht die Bedeutung des Wortes im Zusammenhang der gelesenen oder studierten Materialien klärt und das Wort ausserdem in allen seinen verschiedenen Verwendungsweisen in der allgemeinen Kommunikation klärt. Wenn ein Wort mehrere verschiedene Definitionen hat, kann man sein Verstehen des Wortes nicht auf nur eine Definition einschränken und das Wort dann als verstanden bezeichnen. Man muss imstande sein, das Wort zu verstehen, wenn es zu einem späteren Zeitpunkt auf eine andere Weise verwendet wird.

WIE MAN EIN WORT KLÄRT
Um ein Wort zu klären, schlägt man es in einem guten Wörterbuch nach. Empfohlene Wörterbücher (für den englischen Sprachraum) sind The Oxford English Dictionary oder The Shorter Oxford Dictionary und Funk and Wagnalls Standard English Dictionary. (Anm. d. Übs.: Für den deutschsprachigen Raum empfehlen wir Duden, Deutsches Universalwörterbuch.) Der erste Schritt ist, rasch die Definitionen durchzusehen, um diejenige zu finden, die auf den Textzusammenhang, in dem das Wort missverstanden war, Anwendung findet. Man liest die Definition und verwendet das Wort in Sätzen, bis man einen klaren Begriff von dieser Bedeutung des Wortes hat. Dazu könnten zehn oder mehr Sätze erforderlich sein. Dann klärt man jede der anderen Definitionen des Wortes, wobei man jede so lange in Sätzen verwendet, bis man ein begriffliches Verstehen jeder Definition hat. Als nächstes muss man die Etymologie klären - das ist die Erklärung, woher das Wort ursprünglich kam. Dies wird dazu beitragen, ein grundlegendes Verständnis des Wortes zu bekommen.
Klären Sie nicht die technischen oder spezialisierten Definitionen (Mathematik, Biologie usw.) oder die veralteten (nicht länger verwendeten) oder die altertümlichen (aus alter Zeit stammenden und nicht länger allgemein verwendeten) Definitionen, es sei denn, das Wort wird in dem Zusammenhang, in dem es missverstanden wurde, so verwendet. Die meisten Wörterbücher geben die Idiome eines Wortes an. Ein Idiom ist eine Wortkombination oder ein Ausdruck, dessen Bedeutung nicht von den normalen Bedeutungen der Wörter her verstanden werden kann. Zum Beispiel: etwas geht ins Auge ist ein deutsches Idiom für etwas endet schlecht, hat üble Folgen. Ziemlich viele Wörter der deutschen Sprache, haben idiomatische Verwendungen, und diese sind normalerweise in einem Wörterbuch nach den Definitionen des Wortes selbst aufgeführt. Diese Idiome müssen geklärt werden. Man muss ebenfalls jede andere Information klären, die über das Wort angegeben ist, wie z.B. Anmerkungen zur Verwendung des Wortes, Synonyme usw., damit man ein vollständiges Verstehen des Wortes erreicht. Wenn man in der Definition eines Wortes, das man klärt, einem missverstandenen Wort oder Symbol begegnet, muss man es sofort klären, wobei man dieselbe Verfahrensweise verwendet; dann kehrt man zu der Definition zurück, die man gerade klärte. (Die im Wörterbuch verwendeten Symbole und Abkürzungen werden normalerweise vorne im Wörterbuch erklärt.)
BEISPIEL
Sie lesen den Satz Der Pfarrer stand auf der Kanzel, und Sie sind sich nicht sicher, was das Wort Kanzel bedeutet. Sie finden es im Wörterbuch und sehen die Definitionen nach derjenigen durch, die hier zutrifft. Es heisst dort: Kleine Plattform auf einer Säule oder erhöht an einem Pfeiler, von der aus der Geistliche in der Kirche seine Predigt hält. Sie sind sich nicht sicher, was das Wort Kirche bedeutet, also schauen Sie es nach. Es heisst dort im Wörterbuch: Gotteshaus, Gebäude zur Abhaltung des Gottesdienstes. Das passt, und es ergibt Sinn, also benutzen Sie es in ein paar Sätzen, bis Sie einen klaren Begriff davon haben. Kirche hat in diesem Wörterbuch noch andere Definitionen. Sie würden jede davon klären und das Wort Kirche in jeder dieser Definitionen jeweils in Sätzen verwenden. Schauen Sie die Etymologie des Wortes Kirche nach. Gehen Sie jetzt zurück zu Kanzel. Die Definition kleine Plattform auf einer Säule oder erhöht an einem Pfeiler, von der aus der Geistliche in der Kirche seine Predigt hält ergibt jetzt Sinn. Sie benutzen also das Wort Kanzel in dieser Definition in Sätzen, bis Sie ein begriffliches Verstehen davon erlangt haben. Dann klären Sie die anderen Definitionen. In einem Wörterbuch findet sich eine veraltete Definition und eine Definition aus dem Bereich des Bergsteigens. Sie würden diese beiden Definitionen auslassen, weil sie nicht allgemein gebräuchlich sind.
Klären Sie nun die Etymologie des Wortes. Man findet in den etymologischen Angaben, dass das Wort Kanzel ursprünglich von dem lateinischen Wort cancelli hergekommen ist, was Einzäunung oder Schranken bedeutet. Wenn es zu dem Wort irgendwelche Angaben über Synonyme, Hinweise zum Gebrauch oder Idiome gäbe, dann würden diese ebenfalls alle geklärt werden. Damit wäre das Klären des Wortes Kanzel beendet.

UNBEKANNTER TEXTZUSAMMENHANG
Wenn Sie den Textzusammenhang des Wortes nicht kennen, wie z.B. bei den Wortklärungsmethoden 1, 5 (wenn das Wortklären anhand einer Liste gemacht wird), 6 oder 8, dann sollten Sie mit der ersten Definition anfangen und alle Definitionen, die Etymologie, Idiome usw. wie oben beschrieben klären.

WORTKETTEN
Wenn Sie feststellen, dass Sie viel Zeit damit verbringen, Wörter innerhalb der Definitionen von Wörtern zu klären, dann sollten Sie sich ein einfacheres Wörterbuch besorgen. Ein gutes Wörterbuch wird Ihnen ermöglichen, ein Wort zu klären, ohne dabei eine Menge anderer Wörter nachschlagen zu müssen.

GEKLÄRTE WÖRTER
Ein geklärtes Wort ist eines, das bis zum Punkt vollständigen begrifflichen Verstehens geklärt worden ist, indem man jede der gewöhnlichen Bedeutungen dieses Wortes geklärt hat, sowie jegliche technischen oder spezialisierten Definitionen dieses Wortes, die zu dem Gebiet gehören, um das es geht. Dies ist ein geklärtes Wort. Es ist ein Wort, das verstanden ist. Beim Wortklären am E-Meter wäre dies von einer Schwebenden Nadel und VGIs begleitet. Es kann mehr als eine F/N pro Wort geben. Das Klären eines Wortes muss mit einer F/N und VGIs enden. Ohne EMeter wäre es von VGIs begleitet.
Das Obige ist die Art und Weise, wie ein Wort geklärt werden sollte. Wenn Wörter verstanden werden, kann Kommunikation stattfinden; und mit Kommunikation kann jedes beliebige Gebiet verstanden werden.

DAS MISSVERSTANDENE WORT DEFINIERT
Missverständnis oder Nicht-Verständnis sind Ausdrücke, die verwendet werden, um jeglichen Fehler oder Unterlassung im Begreifen eines Wortes, einer Vorstellung, eines Symbols oder eines Status exakt zu bezeichnen. (Beispiele für einen missverstandenen Status: Man könnte die Position eines Gegenstandes im Raum oder seinen Zeitfaktor missverstehen, oder den Zustand oder die Verfassung von jemandem oder etwas.) Die meisten Leute laufen herum und denken, dass ein Missverständnis einfach etwas ist, was sie offensichtlicherweise nicht wissen - ein Nicht-Verständnis. Ein Nicht-Verständnis ist ein Missverständnis, aber es gibt noch andere Arten, wie jemand ein Wort missverstehen kann.
Ein missverstandenes Wort oder Symbol ist definiert als Wort oder Symbol, für das der Student eine der folgenden hat:
1. Eine Falsche (total verkehrte) Definition: Eine Definition, die überhaupt keine Beziehung zur wirklichen Bedeutung des Wortes oder Symbols hat.
Beispiel: Die Person liest oder hört das Wort Katze und denkt, dass Katze Kiste bedeutet. Falscher gehts nicht mehr.
Beispiel: Jemand sieht ein Gleichheitszeichen und glaubt, es bedeutet, etwas zweimal zu subtrahieren.
2. Eine erfundene Definition: Eine erfundene Definition ist eine Version der falschen Definition. Die Person hat die Definition selber zusammengebastelt, oder es wurde ihr eine erfundene Definition gegeben. Da sie die tatsächliche Definition nicht weiss, erfindet sie eine dafür. Dies ist manchmal schwer zu entdecken, weil die Person sich sicher ist, dass sie die Definition weiss; schliesslich hat sie sie selber erfunden. Zeitlich vor der Erfindung der Definition liegt genug Protest, um das Wort auf dem E-Meter eine Anzeige ergeben zu lassen. In einem solchen Fall wird sich die Person sicher sein, dass sie die Definition des Wortes oder Symbols kennt.
Beispiel: Als der Betreffende sehr jung war, wurde er von seinen Kameraden immer ein Mädchen genannt, wenn er sich weigerte, etwas Wagemutiges zu tun. Er erfindet die Definition, dass Mädchen eine feige Person bedeutet.
Beispiel: Jemand kannte nie die Bedeutung des Symbols für ein Ausrufezeichen (!), aber da er das Symbol in Comics sieht, wo es für Flüche steht, erfindet er dafür die Definition ein übler Fluch und betrachtet es in allem, was er liest, dementsprechend.
3. Eine inkorrekte Definition: Eine Definition, die nicht richtig ist, jedoch eine gewisse Beziehung zu dem Wort oder Symbol haben oder in eine ähnliche Kategorie fallen mag.
Beispiel: Die Person liest oder hört Computer und denkt, es bedeutet Schreibmaschine. Das ist eine inkorrekte Bedeutung für das Wort Computer, obgleich eine Schreibmaschine und ein Computer beides Arten von Maschinen sind.
Beispiel: Jemand denkt, dass ein Punkt (.) nach einer Abkürzung bedeutet, dass man beim Lesen an dieser Stelle haltmacht.
4. Eine unvollständige Definition: Eine Definition, die unzulänglich ist.
Beispiel: Die Person liest das Wort Büro und denkt, es bedeutet Arbeitsraum. Die Definition des Wortes Büro ist: Ein Arbeitsraum, in dem schriftliche oder verwaltungstechnische Arbeiten eines Betriebes, einer Organisation o.ä. erledigt werden. (aus: Duden, Das grosse Wörterbuch der deutschen Sprache in 6 Bänden) Die Person hat eine unvollständige Definition für das Wort Büro.
Beispiel: Die Person sieht einen Apostroph und weiss, dass damit ein Besitz oder eine Zugehörigkeit ausgedrückt wird, wie zum Beispiel bei Rubens Gemälde, weiss aber nicht, dass damit eigentlich die Auslassung des Genetiv-s und durch den Apostroph ganz allgemein die Auslassung eines oder mehrerer Buchstaben angegeben wird. Sie sieht die Wortkombination Wills in dem Satz: Wills mir mal überlegen und beginnt sofort auszutüfteln, wer Will ist.
5. Eine nicht passende Definition: Eine Definition, die für das Wort, so wie es im Zusammenhang des Satzes verwendet wird, den man gehört oder gelesen hat, nicht passt.
Beispiel: Die Person hört den Satz: Wir müssen die Steine zurichten, bevor wir sie verkaufen können. Das Verständnis, das die Person von zurichten hat, ist: in einen schlechten Zustand bringen, stark beschädigen, abnutzen. Das ist eine Definition von zurichten, aber es ist eine nicht passende Definition für das Wort, so wie es in dem Satz verwendet wird, den die Person gehört hat. Weil sie eine nicht passende Definition hat, denkt sie, dass hier jemand Steine beschädigt oder abnutzt, um sie dann zu verkaufen. Das Ergebnis ist, dass der Satz, den sie gehört hat, für sie nicht wirklich einen Sinn ergibt. Die Definition für zurichten, die in dem Satz, den sie gehört hat, in korrekter Weise zutrifft, lautet: Etwas für einen bestimmten Zweck vorbereiten, bearbeiten, zurechtmachen. (Quelle dieser Definition: Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache, Akademieverlag Berlin, DDR) Die Person wird nur dann wirklich verstehen, was sie hört, wenn sie das Wort zurichten vollständig in all seinen Bedeutungen geklärt hat, weil sie dann auch die Definition haben wird, die in diesem Satzzusammenhang korrekt zutrifft. Beispiel: Die Person sieht ein bis-Zeichen (-) in dem Satz. Ich habe die Nummern 3-7 heute abgeschlossen. Sie denkt, dass ein bis-Zeichen ein Minuszeichen ist, erkennt, dass man 7 von 3 nicht abziehen kann, und kann es daher nicht verstehen.
6. Eine Definition eines Homonyms: Ein Homonym ist ein Wort, das benutzt wird, um mehrere verschiedene Dinge zu beschreiben, die total verschiedene Bedeutungen haben; oder ein Homonym kann eines von zwei oder mehreren Wörtern sein, die genauso klingen, manchmal auch genauso geschrieben werden, sich jedoch in der Bedeutung unterscheiden.
Beispiel: Die Person liest den Satz: Er wurde von einem Lama angespuckt. Die Person versteht bei diesem Satz, dass jemand von einem tibetanischem Mönch oder Priester angespuckt wurde. Die Person hat die richtige Bedeutung für das Wort Lama, aber sie hat das falsche Wort! Es gibt noch ein anderes Wort Lama, und das wird in dem Satz, den die Person gerade gelesen hat, benutzt, und dieses andere Wort hat die Bedeutung: Ein in Südamerika, besonders in den Anden, heimisches, als Haustier gehaltenes, höckerloses Kamel, mit kurzem Schwanz, das Milch, Fleisch und Wolle liefert. (aus Duden, Das grosse Wörterbuch der deutschen Sprache in 6 Bänden) Die Person hat ein Missverständnis, weil sie eine Definition eines Homonyms für das Wort Lama hat, und sie wird das zweite Wort Lama klären müssen, bevor sie den Satz versteht.
Beispiel: Die Person sieht ein Pluszeichen (+), und da dieses Zeichen einem Kreuz ähnelt, denkt sie, es sei etwas Religiöses. Beispiel: Die Person hört das Wort Kapelle in dem Satz: Für die Abschlussfeier des Tanzkurses war eine sehr gute Kapelle ausgesucht worden, und da sie weiss, dass das Wort Kapelle ein kleines, einfaches Gotteshaus bedeutet, nimmt sie an, dass die Abschlussfeier in einem Gotteshaus stattfindet.
Beispiel: Missverständnisse mit Homonymen können auch auftreten, wenn jemand den umgangssprachlichen oder den Slanggebrauch eines Wortes nicht kennt. Die Person hört jemanden im Radio singen: Wenn mein Baby durch die Strassen geht. Die Person denkt, ein Säugling, ein Kleinkind im ersten Lebensjahr, geht durch die Strassen! Sie kennt die umgangssprachliche Definition für Baby nicht, welche lautet: Schätzchen, Liebling; Kosewort, und in dieser Bedeutung wird das Wort in dem Schlager verwendet. (Quelle für die Definitionen: Duden, Das grosse Wörterbuch der deutschen Sprache in 6 Bänden)
7. Eine Definition durch ein Ersatzwort (Synonym: ein Wort, das eine ähnliche, aber nicht dieselbe Bedeutung hat): Eine Definition durch ein Ersatzwort tritt auf, wenn jemand ein Synonym zur Definition eines Wortes benutzt. Ein Synonym ist keine Definition. Ein Synonym ist ein Wort, das eine Bedeutung hat, die der eines anderen Wortes ähnlich ist. Beispiel: Die Person liest das Wort behäbig und denkt, die Definition des Wortes sei langsam. Langsam ist ein Synonym für das Wort behäbig. Die Person hat ein Missverständnis, denn das Wort behäbig bedeutet: sich langsam, gemessen, geruhsam, gemütlich, phlegmatisch, schwerfällig bewegend. (Gemäss: Duden, Das grosse Wörterbuch der deutschen Sprache in 6 Bänden) Die Person hat nicht die vollständige Bedeutung des Wortes behäbig, wenn sie glaubt, dass es einfach langsam bedeutet. Wenn Sie Synonyme für Wörter wissen, so steigert das Ihren Wortschatz, aber es bedeutet nicht, dass Sie die Bedeutung eines Wortes verstehen. Lernen Sie die vollständige Definition für ein Wort, und ausserdem seine Synonyme.
8. Eine ausgelassene (fehlende) Definition: Eine ausgelassene Definition ist eine Definition eines Wortes, die der Person fehlt oder die in dem Wörterbuch, das sie verwendet, ausgelassen wurde.
Beispiel: Die Person hört den Satz: Der Kommissar versuchte in seinem Büro, den Verdächtigen durch geschickte Fragen zu fangen. Diese Person kennt zwei Definition für das Wort fangen. Sie weiss, dass fangen festnehmen, fassen, gefangennehmen und etwas, das durch die Luft auf einen zukommt, fassen und festhalten bedeutet. Keine der beiden Definition ergibt für sie in diesem Satz, den sie gerade gehört hat, viel Sinn. Sie kann nicht begreifen, was geschickte Fragen mit der Handlung des Festnehmens zu tun haben, wenn sich der Verdächtige schon beim Kommissar im Büro befindet. Ausgelassene Definitionen können dadurch entstehen, dass man kleine Wörterbücher benutzt. Wenn die Person das Wort fangen in einem kleinen, taschenbuchformatigen Wörterbuch nachgeschaut hätte, so würde sie wahrscheinlich immer noch an ihrem Missverständnis festhängen. Ein kleines Wörterbuch wird ihr wahrscheinlich nicht die Definition geben, die sie braucht. Um das Wort zu verstehen, müsste sie sich ein Wörterbuch von geeigneter Grösse besorgen, um sicherzustellen, dass das Wörterbuch ihr die ausgelassene Definition angibt, welche lautet: überlisten, überführen. (Duden, Das grosse Wörterbuch der deutschen Sprache in 6 Bänden)
Beispiel: Die Person liest: Er hat während seiner Mitgliedschaft bei einer französischen SA sehr viel Gutes vollbracht. Sie kann sich nicht zusammenreimen, was dieses SA ist. So schaut sie es im Wahrig, Deutsches Wörterbuch nach, und fragt sich, ob es etwas mit Samstag, mit der Summe oder etwa mit der Sturmabteilung der Kampftruppe der Nazis zu tun hat. In dem vorliegenden Text geht es jedoch nicht um die Nazi-Zeit, und es passt nicht zusammen mit der Aussage, dass jemand dort viel Gutes vollbracht habe. Was im Wahrig, Deutsches Wörterbuch fehlt, ist die Definition einer SA in Frankreich. Im Grossen Dudenlexikon finden wir, dass SA die Abkürzung für Societe Anonyme, die französische Bezeichnung für eine Aktiengesellschaft ist. Die Moral davon ist, dass man genügend Wörterbücher verfügbar haben sollte. Hinweis: Es kann passieren, dass eine genaue Definition für ein bestimmtes Wort in keinem Wörterbuch zu finden ist, was ein Fehler in der Sprache selbst ist.
9. Keine Definition: Keine Definition bedeutet ein nicht-verstandenes Wort oder Symbol.
Beispiel: Die Person liest den Satz: Als im Radio angesagt wurde, dass die Före über das Wochenende ausgezeichnet sei, machten sich Tausende in die Berge auf. Es kommt zu keinem Verstehen, weil die Person keine Definition für Före hat. Das Wort bedeutet: Die Eignung des Schnees zum Skisport (aus: Wahrig, Deutschen Wörterbuch). Es ist nicht so, dass die Person das Wort in inkorrekter Weise, in nicht passender Weise oder auf irgendeine andere Weise definiert hat, sie hat überhaupt keine Definition dafür. Sie hat das Wort niemals nachgeschaut und eine Definition dafür bekommen. Daher versteht sie es nicht. Die Definition existiert für die Person nicht, bis sie sie nachschaut und dafür sorgt, dass sie sie klar versteht. Beispiel: Die Person sieht einen runden, kleinen Tupfen am Ende eines Wortes auf einer gedruckten Seite, und da sie keine Definition für einen Punkt (.) hat, neigt sie dazu, all ihre Sätze in einem einzigen langen Gefüge verschmelzen zu lassen.
10. Eine abgelehnte Definition: Eine abgelehnte Definition ist eine Definition eines Wortes, die eine Person nicht zu akzeptieren bereit ist. Die Gründe, warum sie sie nicht akzeptieren will, basieren gewöhnlich auf emotionalen Reaktionen, die damit zusammenhängen. Die Person findet die Definition auf irgendeine eingebildete Weise herabsetzend für sich selbst oder ihre Freunde oder ihre Gruppe, oder sie findet sie auf irgendeine Weise restimulierend. Obgleich sie ein totales Missverständnis in Bezug auf das Wort haben mag, kann es sein, dass die Person sich weigert, sich das Wort erklären zu lassen oder es nachzuschauen.
Beispiel: Die Person weigert sich, das Wort Mathematik nachzuschauen. Sie weiss nicht, was es bedeutet, sie will nicht wissen, was es bedeutet, und sie will nichts damit zu tun haben. Eine Besprechung des Grundes, wieso sie sich weigert, es nachzuschauen, enthüllt, dass sie die Schule verlassen musste, weil sie im ersten Halbjahr Mathematikunterricht mit Pauken und Trompeten versagt hatte. Würde sie erkennen, dass sie deshalb versagte, weil sie nicht wusste, was sie studieren sollte, dann wäre sie bereit, das Wort nachzuschauen.
Beispiel: Die Person weigert sich, die Definition für ein Sternchen () nachzuschauen. Bei einer Besprechung stellt sich heraus, dass sie jedesmal, wenn sie ein Sternchen auf der Seite sieht, weiss, dass das Material sehr schwer verständlich sein wird und dass es im Sprachgebrauch gehoben, schwierig und super-intellektuell ist. Die Besprechung des Grundes, aus dem sie nicht bereit ist, es nachzuschauen, enthüllt und befreit gewöhnlich die emotionale Ladung, die damit verbunden ist, auf welche die Person nie zuvor geschaut haben mag. Nach richtiger Handhabung wird sie jetzt den Wunsch haben, es nachzuschauen, da sie jetzt eine Einsicht darüber gewonnen hat, warum sie es nicht nachschauen wollte.
Jedes Wort, auf das sie stossen und das in eine oder mehrere der obigen Kategorien eines missverstandenen Wortes oder Symbols fällt, muss unter Verwendung eines Wörterbuches von geeigneter Grösse (oder von mehr als einem Wörterbuch) oder unter Verwendung eines Lehrbuches oder einer Enzyklopädie vollständig geklärt werden. Es ist katastrophal, über ein missverstandenes Wort oder Symbol hinwegzugehen oder ein missverstandenes Wort oder Symbol zu ignorieren, weil man einfach das, was man studiert, nicht verstehen wird. Ein Student muss sich selbst eine gewisse Disziplin auferlegen, nicht über missverstandene Wörter hinwegzugehen. Er sollte lernen, anhand seiner Reaktionen auf das, was er liest - insbesondere anhand der geistigen Leere, die gewöhnlich direkt auf ein missverstandenes Wort oder Symbol folgt , zu erkennen, dass er über ein Missverständnis hinweggegangen ist. Er sollte diese Wörter nachschauen und eine vollständige Definition dafür bekommen, bevor er weiterliest. Die Studenten müssen davon überzeugt werden, dies zu tun. Es ist eine Selbstdisziplin, die erlernt werden muss. Die Definitionen von Missverständnis und Nicht-Verständnis und ihre verschiedenen Arten müssen von jemandem, der danach strebt, solche Wörter und Symbole bei sich und bei anderen zu klären, klar verstanden werden. Der häufigste Fehler beim Wortklären ist, dass die Person, bei der Wortklären durchgeführt wird, glaubt, ein Missverständnis sei etwas, was sie einfach nicht weiss. Mit dieser begrenzten Definition kann bei der Person kein angemessenes Wortklären durchgeführt werden, und sie kann auch nicht in angemessener Weise mit anderen Wortklären machen. Diese Definitionen von Missverständnis und Nicht-Verständnis sollte man also sehr gut beherrschen, weil es sehr häufig notwendig sein wird, sie der Person, bei der man Wortklären durchführt, klarzumachen. Viel Spass beim Lesen.

WÖRTERBÜCHER
Ein Wörterbuch ist ein Buch, das die Wörter einer Sprache (oder eines bestimmten Fachgebietes) enthält - normalerweise alphabetisch angeordnet - und Informationen über die Bedeutungen der Wörter, ihre Aussprache, Etymologie usw. gibt. Wörterbücher sind unerlässliche und wichtige Hilfsmittel beim Studieren oder Erlernen eines jeden Fachgebietes. Die Genauigkeit und Nützlichkeit der heutigen Wörterbücher ist jedoch unterschiedlich, und viele dieser modernen Wörterbücher sind praktisch nutzlos und können den Benutzer durch ihre falschen oder ausgelassenen Definitionen und durch grammatikalische oder sonstige Fehler tatsächlich verwirren. Es ist also wichtig, welches Wörterbuch ein Student sich zum Gebrauch auswählt, und diese Entscheidung kann tatsächlich Auswirkungen auf seinen Erfolg als Student haben. Da Wörterbücher einen dermassen wichtigen Faktor beim Erlernen und bei der Anwendung der Lehre (oder irgendeines anderen beliebigen Gebietes) darstellen, dachte ich, ich sollte lieber einige Wörterbücher empfehlen, die sich als die besten unter denen herausgestellt haben, die gegenwärtig erhältlich sind. Ich habe auch einige zusätzliche Daten über die Verwendung von Wörterbüchern beim Klären von Wörtern mit aufgenommen.

EINIGE BRAUCHBARE WÖRTERBÜCHER
Die folgenden Wörterbücher werden empfohlen, da sie sich als besser, genauer und brauchbarer als andere herausgestellt haben. Es wurde kein Wörterbuch gefunden, das für alle Studenten ideal wäre. Welches Wörterbuch ein Student verwendet, wird durch seine persönliche Vorliebe bestimmt und hängt in gewissem Masse von seinem Wortschatz und seiner Beherrschung der Sprache ab. Wenn ein Student das falsche Wörterbuch verwendet, kann das dazu führen, dass ihm das Studieren viel schwerer fällt und er viel länger für einen Kurs braucht. Wenn ein Student feststellt, dass er innerhalb der Definitionen, die er klärt, viele Wörter nachschlägt und dass er in lange Wortketten gerät, dann sollte er zu einem einfacheren Wörterbuch überwechseln. Ein Wörterbuch mit einem zu hohen Gradienten kann das Wortklären und das Studieren unnötig erschweren. College-Wörterbücher sind zum Beispiel oft ziemlich kompliziert, und einige Studenten werden feststellen, dass sie zuviel Zeit damit verbringen, im Wörterbuch von einem Wort zum anderen zu jagen, in dem Versuch, Missverständnisse innerhalb der Definitionen der zu klärenden Wörter aufzuklären. Dies kann zeitraubend und frustrierend sein. Wenn Sie das Wort Vogel in einem einfachen Wörterbuch für Anfänger nachschlagen, steht darin so etwas wie: ein zweibeiniges Tier, das mit Federn bedeckt ist und Eier legt. Wenn man dasselbe Wort nun in einem College-Wörterbuch nachschlägt, wird daraus: jegliches warmblütige Wirbeltier (Tier mit einem Rückgrat) der Klasse Aves (lateinisches Wort für,Vögel), das einen mit Federn bedeckten Körper hat, bei dem die Vordergliedmassen (Vorderbeine) zu Flügeln modifiziert (in gewisser Weise verändert) sind. (Die Erklärungen in Klammern sind natürlich nicht in der Wörterbuchdefinition enthalten. Sie wurden hier hinzugefügt, damit man diese Darstellung der Definition von Vogel leicht verstehen kann.) Dies würde den Studenten wahrscheinlich zu den Definitionen von Wirbeltier, Aves, Vordergliedmassen und modifiziert führen. Nach einer Weile ist der Student unter 45 Wörtern, die er nachschlagen muss und die er noch nie zuvor gehört hat, auf dem Tisch zusammengebrochen. Die Lösung für diese Situation ist, ihm sein College-Wörterbuch wegzunehmen und ihm ein einfacheres Wörterbuch zu geben; dann wird er beginnen, einen gewissen Fortschritt zu machen. Andererseits werden einige Studenten mit den Wörterbüchern für Fortgeschrittene gut zurechtkommen und die zusätzlichen Daten nützlich finden. Unter den hier empfohlenen Wörterbüchern sollte es einem Studenten möglich sein, eines zu finden, das ihm und seinem Wortschatz angemessen ist. (Anmerkung: Wenn das Wörterbuch, für das sich ein Student entscheidet, die Herkunft der Wörter (Etymologie) nicht enthält, dann sollte er, nachdem er das Wort in diesem Wörterbuch geklärt hat, die Etymologie des Wortes in einem grösseren Wörterbuch nachschlagen und klären. Einige der besseren einfachen Wörterbücher enthalten leider keine etymologischen Angaben zu den Wörtern.)
Websters New World Dictionary for Young Readers: (Websters Wörterbuch der Neuen Welt für junge Leser) Dies ist ein sehr einfaches amerikanisches Wörterbuch. Es wurde von William Collins herausgegeben. Es ist eine gebundene Ausgabe und enthält keine Angaben über die Etymologie. Wenn ein Student dieses Wörterbuch benutzt, darf er nicht vergessen, die Etymologie in einem grösseren Wörterbuch zu klären. Die Definitionen in diesem Wörterbuch sind recht gut.
Oxford American Dictionary: (Amerikanisches Oxford-Wörterbuch) Dies ist ein sehr gutes amerikanisches Wörterbuch, einfacher als die College-Wörterbücher, aber doch anspruchsvoller als das oben angeführte Wörterbuch für Anfänger. Es gibt die Etymologie der Wörter nicht an. Es ist ein wirklich hervorragendes Wörterbuch und sehr beliebt bei Studenten, die ein mittelschweres Wörterbuch benutzen wollen. Es wurde als Paperback von Avon Books veröffentlicht, einer Abteilung der Hearst Corporation, 959 Eighth Avenue, New York, New York 10019, und als gebundene Ausgabe von Oxford University Press, New York.
The Random House College Dictionary Revised Edition: (Die revidierte Ausgabe des Random House College-Wörterbuches) Dies ist ein College-Wörterbuch, und es hat einen etwas höheren Gradienten als die oben angeführten Wörterbücher. Es ist ein einbändiges amerikanisches Wörterbuch, das in den USA von Random House Inc., New York, und in Kanada von Random House of Canada Limited, Toronto, herausgegeben wird. Dieses Wörterbuch von Random House enthält eine grosse Anzahl von Slang-Definitionen und Idiomen und gibt auch gute Angaben zur Etymologie.
The Websters New World Dictionary of the American Language College Edition: (Websters Wörterbuch der Neuen Welt der amerikanischen Sprache, Collegeausgabe) Dies ist ein amerikanisches College-Wörterbuch, das von Simon & Schuster in New York herausgegeben wurde. Es ist ein einbändiges Wörterbuch und enthält die meisten Slang- Definitionen und Idiome. Es hat ebenfalls gute Angaben zur Etymologie. Funk and Wagnalls New Comprehensive Dictionary of the English Language International Edition: (Funk und Wagnalls neues umfassendes Wörterbuch der englischen Sprache, Internationale Ausgabe) Dieses Wörterbuch wurde früher unter dem Titel Britannica World Language Edition of Funk and Wagnalls Standard Dictionary (von Encyclopedia Britannica Inc. Chicago) herausgegeben und später dann als Funk and Wagnalls Standard Dictionary of the English Language International Edition (von J.G. Ferguson Publishing Co. Chicago). Derzeit ist es unter dem Namen Funk and Wagnalls New Comprehensive Dictionary of the English Language International Edition von der Publishers International Press erhältlich. Die Publishers International Press hat ihren Sitz in New York City, 9 Madison Avenue, und in Los Angeles am 1543 West Olympic Boulevard, 90015. (Diese neueste Ausgabe wird von der Publishers International Press verkauft, nicht in Buchhandlungen, und kann direkt schriftlich oder telefonisch bei diesen Adressen bezogen werden.) Dies ist eines der grammatikalisch korrektesten Wörterbücher, die es gibt, und es ist wahrscheinlich das beste amerikanische Wörterbuch, das erhältlich ist. Es ist eine zweibändige Ausgabe auf einigermassen fortgeschrittenem Niveau.
Chambers Twentieth Century Dictionary: (Chambers Wörterbuch des 20. Jahrhunderts) Dies ist ein in Edinburgh in Schottland gedrucktes englisches Wörterbuch. Es ist recht gründlich und enthält die meisten der englischen Idiome und Slangausdrücke. Es ist jedoch ein Wörterbuch auf einem ziemlich hohen Gradienten und wird Studenten mit höherem Bildungsniveau empfohlen. Die Definitionen sind sehr gründlich, es werden aber nur wenige Beispiele angegeben.
The Concise Oxford Dictionary: (Das Oxford Handwörterbuch) Dies ist ein sehr knappes englisches Wörterbuch, es ist aber weder einfach noch ein Wörterbuch für Anfänger. Es ist ein kleines, einbändiges Wörterbuch. Es verwendet eine Menge Abkürzungen, an die man sich vielleicht erst gewöhnen muss, aber sobald man die Abkürzungen beherrscht, werden die Studenten feststellen, dass dieses Wörterbuch genauso einfach zu verwenden ist wie jedes andere vergleichbare Wörterbuch für Fortgeschrittene. In seinen Definitionen ist es weniger kompliziert als die üblichen College-Wörterbücher und bietet den zusätzlichen Vorteil, dass die angegebenen Definitionen gut formuliert sind; in anderen Worten, es gibt nicht dieselbe Definition in umformulierter Weise als verschiedene Definitionen an, wie es einige Wörterbücher machen. Dieses Wörterbuch wird in Grossbritannien und in den Vereinigten Staaten von der Oxford University Press gedruckt.
The Shorter Oxford English Dictionary: (Kurzausgabe des englischen Oxford-Wörterbuches) Dies ist ein zweibändiges englisches Wörterbuch und eine kürzere Version des Oxford English Dictionary. Es ist ziemlich auf dem neuesten Stand und ein ideales Wörterbuch für Studenten mit recht gutem Bildungsniveau. Selbst wenn es nicht regelmässig benutzt wird, stellt dieses Wörterbuch ein sehr gutes Nachschlagewerk dar. Die Definitionen, die in den Oxford-Wörterbüchern angegeben werden, sind gewöhnlich genauer und geben dem Studenten eine bessere Vorstellung von der Bedeutung des Wortes als die in irgendeinem anderen Wörterbuch. Dieses Oxford-Wörterbuch wird ebenfalls von der Oxford University Press gedruckt. The Oxford English Dictionary (Das englische Oxford-Wörterbuch) Das ist das bei weitem grösste englische Wörterbuch, und es ist das bedeutendste Wörterbuch der englischen Sprache. Es besteht aus 12 Bänden und mehreren Ergänzungsbänden. (Es gibt eine Compact Edition of the Oxford English Dictionary (Kompaktausgabe des englischen Oxford-Wörterbuches), in der der gesamte Text des Oxford English Dictionary in sehr kleiner Schrift wiedergegeben ist, die man dann mit einem Vergrösserungsglas liest. Auf diese Weise verkleinert, passt die ganze Sache in zwei Bände.) Für viele Studenten mag dieses Wörterbuch zur regelmässigen Verwendung zu umfassend sein. (Für einige Studenten können riesige Wörterbücher verwirrend sein, da die in ihren Definitionen verwendeten Wörter oft zu gross oder zu selten sind und die Person dazu bringen, 20 neuen Wörtern nachzujagen, um die Bedeutung des ursprünglichen Wortes zu verstehen.) Obwohl viele Studenten es nicht als ihr einziges Wörterbuch verwenden werden, ist es für jeden Kursraum unerlässlich und wird sich beim Klären bestimmter Wörter sehr nützlich erweisen, oder auch zum Verifizieren von Angaben aus anderen Wörterbüchern, usw. Es ist ein sehr wertvolles Nachschlagewerk, und manchmal ist es das einzige Wörterbuch, das ein bestimmtes Wort korrekt definiert. Auch diese Oxford-Wörterbücher werden von der Oxford University Press gedruckt. Wenn Ihre nächste Buchhandlung sie nicht auf Lager hat, können Sie sie von dort bestellen.
An guten deutschen Wörterbüchern können wir aus unserer Erfahrung die folgenden Werke empfehlen (vom kleinsten zum grössten geordnet:
1. Duden Band 1, Das Bedeutungswörterbuch: Gute, klare und einfache Definitionen. Ein Band mit ca. 24.000 Stichwörtern und etwa 800 Illustrationen; es enthält jedoch keine etymologischen Angaben. Verlag: Bibliographisches Institut Mannheim/Wien/Zürich.
2. Der Sprachbrockhaus: Ebenfalls klare und einfache Definitionen, aber umfangreicher als das Bedeutungswörterbuch. Ein Band mit ca. 62.000 Stichwörtern und 572 Bildgruppen und Übersichten; auch der Sprachbrockhaus enthält keine etymologischen Angaben. Verlag: F.A. Brockhaus, Wiesbaden.
3. Duden, Deutsches Universalwörterbuch: Das beste Wörterbuch seiner Grössenklasse mit 120.000 Stichwörtern auf 1500 Seiten. Dieser Duden enthält keine Abbildungen, aber dafür etymologische Angaben. Verlag: Bibliographisches Institut Mannheim/Wien/Zürich.
4. Duden, Das grosse Wörterbuch der deutschen Sprache: Das wohl umfassendste Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. Klare, präzise und vollständige Definitionen, allerdings manchmal auf etwas anspruchsvollerem Sprachniveau. 6 Bände, ca. 500.000 Stichwörter. Verlag: Bibliographisches Institut Mannheim/Wien/Zürich.
Wenn sich der Wortschatz des Studenten verbessert und er die Sprache besser beherrscht, wird er sich häufig zu einem Wörterbuch mit höheren Niveau weiterentwickeln. Dieses Phänomen, aus Wörterbüchern herauszuwachsen, wurde auf einem Versuchskurs beobachtet, dessen Ziel es war, das Niveau der Sprachbeherrschung einer Person anzuheben. Während die Studenten durch den Kurs hindurch voranschritten, wechselten sie von einem Anfängerwörterbuch zu einem Wörterbuch mit höherem Niveau über und begannen früher oder später damit, sich in das Oxford English Dictionary hineinzugraben. Der entscheidende Punkt ist folgender: Verwenden Sie ein Wörterbuch, das so vollständig und fortgeschritten wie möglich ist, ohne dass es ihnen über den Kopf wächst. Und zögern Sie nicht, ein einfacheres zu verwenden, wenn es besser für Sie ist. (Einige Studenten stellten fest, dass sich Ihre Studiergeschwindigkeit einfach dadurch enorm steigerte, dass Sie zu einem einfacheren Wörterbuch überwechselten.) (Anmerkung: Wenn ein Student, der ein einfaches Wörterbuch verwendet, ein grösseres heranziehen muss, um eine Definition zu finden, die er sucht, die aber nicht in seinem Wörterbuch enthalten ist, dann würde er diese spezielle Definition in dem grösseren Wörterbuch klären und dann wieder zu seinem einfacheren Wörterbuch gehen, um den Rest der Definitionen dieses Wortes zu klären. Anderenfalls könnte ihm diese Sache über den Kopf wachsen.) Aus den hier empfohlenen Wörterbüchern sollte ein Student eines finden können, das für ihn angemessen ist. Egal, welches Wörterbuch jemand wählt - es sollte der richtige Gradient für ihn sein. Zum Beispiel würde man einem fremdsprachigen Studenten, der kaum Englisch kann, niemals das grosse Oxford-Wörterbuch zur Verwendung beim Studieren geben.

KLEINE WÖRTERBÜCHER
Ein kleines Wörterbuch ist ein Wörterbuch, das Ihnen Definitionen angibt, die für ein wirkliches Verstehen des Wortes nicht ausreichen. Manchmal bemerkt man, dass in solchen Wörterbüchern ganze Definitionen einfach fehlen. Kleine Wörterbücher sind diejenigen, die Sie in Ihre Tasche stecken können. Es sind meist Paperbacks, die in der Buchabteilung von Warenhäusern oder den Zeitschriftenständen in Supermärkten verkauft werden.
Verwenden Sie kein kleines Wörterbuch.

WÖRTERBÜCHER UND DIE EIGENE SPRACHE DER PERSON
Englische Wörterbücher unterscheiden sich von amerikanischen in einigen ihrer Definitionen, da Amerikaner und Engländer einige Wörter anders definieren. (In einem amerikanischen Wörterbuch finden wir zum Beispiel pavement (Pflaster) als eine hart gepflasterte Oberfläche definiert, meist bezogen auf einen Weg oder eine Strasse. In einem englischen Wörterbuch wird es als gepflasterter Fussweg an der Seite der Strasse definiert, was in Amerika als sidewalk (Bürgersteig) bekannt ist. Es könnte also passieren, dass ein Amerikaner mit einer Dampfwalze die Strasse hinunter donnert und brüllt: Räumt das Pflaster!, und ein Engländer, der gerade auf dem Bürgersteig die Strasse entlanggeht, hört dies und glaubt, dass er den gepflasterten Fussweg an der Seite der Strasse verlassen soll. Also springt er auf die Fahrbahn und wird überfahren! Und Sie werden feststellen, dass das Wort sidewalk in dem englischen Wörterbuch nicht einmal erscheint, obwohl es ein sehr gebräuchliches amerikanisches Wort ist.) Ein englisches Wörterbuch wird verschiedene Verwendungen von Wörtern angeben, die spezifisch britisch sind. Diese Verwendungen wird man nicht unbedingt auch in amerikanischen Wörterbüchern finden, da sie nicht zur amerikanischen Version der englischen Sprache gehören. Verschiedene Wörterbücher enthalten Dinge, die einmalig für die jeweilige Sprache sind. Neben dem Oxford English Dictionary ist das oben erwähnte Chambers Twentieth Century Dictionary ein gutes Beispiel für ein englisches Wörterbuch für Engländer. Im allgemeinen sollte das Wörterbuch eines Studenten seiner eigenen Sprache entsprechen. Das heisst nicht, dass ein Amerikaner kein englisches Wörterbuch verwenden sollte (und umgekehrt), aber wenn er es verwendet, sollte er sich des oben Erwähnten bewusst sein und Wörter in einem Wörterbuch seiner eigenen Sprache überprüfen, wenn es notwendig wird.

SYNONYME
Bei der Verwendung von Wörterbüchern und beim Wortklären muss man sich darüber im klaren sein, dass man den Fehler machen kann, ein Wort durch die Verwendung von Synonymen zu definieren. Ein Synonym ist ein Wort, das das gleiche oder fast das gleiche wie ein anderes Wort derselben Sprache bedeutet. Es ist nicht die Definition des Wortes. Beispiel: dick als korpulent zu definieren wäre ein Wort durch ein Synonym zu definieren. Die Definition von dick würde dagegen lauten: von beträchtlichem, mehr als normalem Umfang; massig. Eine Definition ist eine präzise Aussage über die tatsächliche Natur einer Sache; eine exakte Erklärung der Bedeutung eines Wortes oder Ausdrucks. Ein Synonym ist keine Definition. Ein Student, der ein Wort mit seinem Synonym definiert, versteht nicht unbedingt die verschiedenen Schattierungen dieses Wortes. Die korrekte Vorgehensweise hierfür wäre, dass er das Wort definiert und es dann in Sätzen verwendet, bis er es begrifflich verstanden hat. Wenn ein Student ein Wort nur mit seinen Synonymen definiert, wird ihm das wirkliche Verstehen des Wortes fehlen.

FALSCHE UND AUSGELASSENE DEFINITIONEN
Es wurde herausgefunden, dass manche Wörterbücher Definitionen auslassen oder sogar falsche Definitionen enthalten können. Falls ein Student bei der Verwendung eines Wörterbuches auf etwas stösst, wovon er vermutet, dass es eine falsche Definition ist, gibt es ein bestimmtes Verfahren, mit dem er das lösen kann. Zunächst muss er sicherstellen, dass es in der fraglichen Definition keine Missverständnisse gibt, und dann sollte er in einem anderen Wörterbuch nachschlagen und dessen Definition für das zu klärende Wort nachprüfen. Dazu braucht man vielleicht mehrere Wörterbücher. Auf diese Weise kann das Problem aller falschen Definitionen gelöst werden. Andere Wörterbücher, Enzyklopädien und Lehrbücher sollten zum Nachschlagen zur Hand sein. Falls ein Student auf eine ausgelassene Definition stösst oder den Verdacht hat, dass es da eine ausgelassene Definition gibt, sollten andere Wörterbücher oder Nachschlagewerke hinzugezogen und die ausgelassene Definition gefunden und geklärt werden.

ETYMOLOGIE
Die Etymologie ist eine Aussage über den Ursprung eines Wortes. Wörter sind irgendwo entstanden und haben ursprünglich irgend etwas bedeutet. Mit der Zeit veränderten sich ihre Bedeutungen manchmal. Die Etymologie ist wichtig, um ein vollständiges Verstehen von Wörtern zu bekommen. Durch das Verstehen des Ursprungs eines Wortes wird man eine weitaus bessere Vorstellung vom begrifflichen Inhalts dieses Wortes bekommen. Studenten stellen fest, dass es ihnen beim vollständigen und begrifflichen Verstehen eines Wortes enorm hilft, wenn sie die Etymologie des Wortes kennen. Ein Student muss immer die Etymologie eines jeden Wortes, das er nachschlägt, klären. Man wird gewöhnlich feststellen, dass ein Student nicht weiss, wie er die Etymologie der Wörter in den meisten Wörterbüchern lesen soll. Der häufigste Fehler, den sie machen, besteht darin, nicht zu verstehen, dass ein Wort in der Etymologieangabe, das ganz in Grossbuchstaben geschrieben ist, darauf hinweist, dass dieses Wort an einer anderen Stelle im Wörterbuch erscheint und dass dort unter diesem Eintrag wahrscheinlich mehr Informationen über die Etymologie enthalten sind. (Beispiel: Die Etymologie von Thermometer wird in einem Wörterbuch als THERMO + METER angegeben. Wenn man bei der Etymologie von thermo nachschaut, steht da, dass es eine kombinierte Form aus den griechischen Wörtern thermos, was heiss bedeutet, und therme, was Hitze bedeutet, ist. Und die Etymologie von meter besagt, dass es von dem französischen metre her kommt, das vom griechischen metron kommt und Mass bedeutet. Durch das Verstehen und Verwenden dieser Wörter in Grossbuchstaben kann ein Student ein vollständiges Bild der Etymologie eines Wortes bekommen. (Anm.d.Übs.: Der Duden verwendet nicht diese hier angegebene Konvention, hat aber zahlreiche eigene Symbole und Abkürzungen, die in seinen Etymologieangaben auftauchen. Der Student muss diese mit Hilfe der Angaben vorne im Wörterbuch oder mit Hilfe anderer erhältlicher Bezugsmaterialien klären. Ende der Anmerkung.) Wenn ein Student mit Etymologieangaben Schwierigkeiten hat, liegt die Ursache davon sehr wahrscheinlich im Obigen und ausserdem einem missverstandenen Wort oder Symbol in der Etymologieangabe. Diese Dinge können ziemlich leicht geklärt werden, wenn sie Schwierigkeiten verursachen. Ein ausgezeichnetes Etymologiewörterbuch ist das Oxford Dictionary of English Etymology (Oxford-Wörterbuch der englischen Etymologie), das auch von Oxford University Press gedruckt wird. (Anm.d.Übs.: Für die deutsche Sprache gibt es den Duden Band 7: Das Herkunftswörterbuch. Verlag: Bibliographisches Institut Mannheim/Wien/Zürich. Daneben gibt es zahlreiche umfangreichere Werke verschiedener Verlage. Ende der Anmerkung.)
Wir kennen die Wichtigkeit des Wortklärens schon lange, und so ist es nur einleuchtend, dass auch das Wörterbuch, das man dafür verwendet, sehr wichtig ist. Ich bin sicher, dass diese Daten von Nutzen sein werden.

WAS IST EIN CHECKSHEET?
Das Checksheet ist eine Entwicklung der Lehreauf dem Gebiet des Studierens. Ein Checksheet ist ein Formular, auf dem die genaue Reihenfolge von Punkten angegeben ist, die ein Student auf einem Kurs der Reihe nach, Punkt für Punkt studieren oder durchführen muss. Es führt All die Materialien des Kurses in der Reihenfolge auf, wie sie studiert werden sollen, wobei es einen Freiraum für den Studenten (oder, im Falle eines sternrangigen Checkouts, für die Person, die den Studenten auscheckt) gibt, in den er immer dann, wenn ein Punkt auf dem Checksheet studiert, durchgeführt oder ausgecheckt worden ist, seine Initialen und das Datum einträgt. Ein Checksheet ist das Programm, dem der Student folgt, um den jeweiligen Kurs abzuschliessen. Das Studieren der Daten auf dem Kurs und das Durchführen der Übungen erfolgt in der Reihenfolge, wie sie auf dem Checksheet angegeben ist. Der Student springt nicht herum oder studiert das Material in irgendeiner anderen Reihenfolge. Die Materialien sind auf dem Checksheet in der für das Studium des Studenten optimalen Reihenfolge angeordnet, so dass er das ganze Material in einer logischen Abfolge durcharbeitet. Des weiteren hat das Befolgen der exakten Reihenfolge auf dem Checksheet eine disziplinierende Funktion, die den Studenten beim Studieren unterstützt. Die Initialen eines Studenten neben einem Punkt sind eine Bescheinigung, dass er das in diesem Bulletin, Policy Letter oder Tonband enthaltene Material genau kennt und anwenden kann oder dass er diese Übung gemacht hat und durchführen kann. Die Initialen des Überwachers oder eines anderen Studenten bei einem sternrangigen Punkt sind eine Bescheinigung von ihm, dass er dem Studenten ein sternrangiges Checkout auf diesen Punkt gegeben hat und dass der Student bestanden hat. Der Kursüberwacher muss die Checksheets der Studenten täglich untersuchen, um sicherzustellen, dass alle Studenten sich an die auf dem Checksheet angegebene Reihenfolge halten und dass der Student darauf gut vorankommt. Durch ein Checksheet bedeutet durch das ganze Checksheet - Theorie, praktischer Teil, alle Übungen , und zwar in der richtigen Reihenfolge gemacht.

RETRAINING
Retraining oder zurück auf den Kurs für ein Retraining bedeutet, dass der Student zum Cramming geschickt wird, damit er genau das klärt, was er nicht mitbekommen hat, und dann zum Kurs zurückgeschickt wird und den ganzen Kurs noch einmal macht. Bei einem Retraining sind keine verkürzten Verfahren und kein schluderiges Arbeiten erlaubt, denn ein Student, der darin versagt, einen Aspekt des Kurses anzuwenden, hatte ein Missverständnis, welches ihn bei früheren Durchgängen durch das Checksheet daran gehindert haben wird, das restliche Material voll zu erfassen und zu verstehen. Ebenfalls gilt: Die Anzahl der Durchgänge durch das Material entspricht Gewissheit und Resultaten (ein wichtiges Datum im Bereich des Studierens, dessen Richtigkeit in der Dianetik und der Lehre über jeden Zweifel hinaus erwiesen wurde).

HINZUFÜGEN VON MATERIALIEN ZU CHECKSHEETS
Jedem Studenten wird zu Beginn des Kurses ein vollständiges Checksheet gegeben. Diesem Checksheet wird nichts hinzugefügt, nachdem der Student begonnen hat, daran zu arbeiten. Es ist in seiner endgültigen Form, wenn es dem Studenten ausgehändigt wird. Es darf für diejenigen etwas hinzugefügt werden, die sich später für den Kurs einschreiben, aber während des Kurses darf nichts hinzugefügt werden. Die Materialien, die einem Kurs hinzugefügt werden dürfen, sind diejenigen, bei denen die ausdrücklich im Verteilerschlüssel angegeben ist. . Sie müssen speziell für den Kurs gekennzeichnet sein. Wenn es auf dem Verteilerschlüssel einer Ausgabe beispielsweise einfach heisst Auditoren, dann wird die Ausgabe diesen Kursen nicht hinzugefügt. Diese Ausgabe wäre zur Verteilung an die Absolventen dieser Kurse da. Kurs angegeben ist, dürfen Checksheets von Kursen hinzugefügt werden. Keine anderen Ausgaben dürfen hinzugefügt werden. Das wahllose Hinzufügen von Materialien zu Kurs-Checksheets ist in hohem Masse dafür verantwortlich gewesen, dass Ausbildungszeiten sich in die Länge gezogen haben. Anmerkung: Hut-Checksheets stellen eine Ausnahme zu dem Obigen dar. Sie müssen mit allen neuen Materialien, die auf den Hut Anwendung finden, vollständig auf den neusten Stand gebracht werden, egal, ob dies im Verteilerschlüssel der Ausgaben steht oder nicht. Dies bedeutet, dass alle neuen Materialien, die auf das Checksheet gehören, hinzugefügt werden, bevor der Student mit seinem Hut beginnt.

MASTER-CHECKSHEETS
Der Kursverwalter muss für jeden Kurs, für den er verantwortlich ist, ein Master- Checksheet aufbewahren. Diese Master-Checksheets müssen auf dem neuesten Stand gehalten werden, d.h. alle Aufhebungen, alle Revisionen, Hinzufügungen und Korrekturen müssen darauf vermerkt werden. Somit kann einem Studenten, der einen Kurs beginnt, ein Checksheet ausgehändigt werden, das gemäss dem Master-Checksheet vollständig auf den neuesten Stand gebracht worden ist.
Checksheets sind eine ungeheure grosse Hilfe für das Studieren, und sie sind ein wesentlicher Teil einer jeden Ausbildung. In der Dianetik und der Lehre ist es verboten, irgendeinen Kurs auf einem Gebiet ohne Checksheet abzuhalten.

TWINNING
Aufhebung von Ausgaben, die das Twinning aufheben
1. Fast Flow in der Ausbildung, geschrieben vom Adjutanten für Ausbildung und Dienstleistung. Obwohl die Ausgaben, die von diesem PL aufgehoben wurden, aufgehoben bleiben, wurde es selbst vom BPL vom 10. Oktober 1975 X, Aufhebung von Policy Letters aus dem Jahr 1972, aufgehoben und bleibt es auch.
2. Fast-Flow-Ausbildung wiedereingesetzt, das Twin-Ausbildung oder - Checkouts ausser Kraft setzte, wurde kürzlich aufgehoben und bleibt es auch.
3. Dringend - Wichtig - Erfolgreicher Aufbau der Ausbildung, aufgehoben und ersetzt worden.
Twinning bedeutet, dass man zwei Studenten, die auf demselben Gebiet ausgebildet werden, einander als Partner zuteilt, damit sie gemeinsam an ihren Materialien arbeiten. Es ist eine Neuerung, die durch die Lehre auf dem Gebiet der Ausbildung eingeführt wurde. Es wurde jahrelang benutzt und war sehr erfolgreich, wenn es korrekt und als Standardaktion bei Kursen durchgeführt wurde. Kürzlich entdeckte ich ein wichtiges Warum für das Scheitern von Kursen. Es ist die Tatsache, dass das Twinning als Gebiet und Praktik verworren wurde und missbraucht oder überhaupt nicht mehr gebraucht wurde; und einer der Gründe dafür ist, dass eine Reihe von HCOBs über Twinning aufgehoben wurden und kein Bulletin existiert, welches das ganze Gebiet des Twinnings behandelt. Dieses Schriftstück führt das Twinning wieder fest ein - und zwar mit Nachdruck. Es wird nicht mehr aufgehoben. Es beschreibt vollständig den Zweck von Twinning, die Grundlagen, die Regeln und die korrekte Verwendung des Twinnings, wann und wie es gemacht wird, die Verantwortung von Twins und die Verantwortung des Überwachers und gibt an, wie man Schwierigkeiten beim Twinning behebt. Es macht Twinning bei allen praktischen Kursen (wie z.B. dem TRs-Kurs) oder den praktischen Abschnitten eines Kurses (wie z.B. den E-Meter-Übungen) wieder zur Pflicht. Es behandelt auch Twinning in einigen Bereichen des Theoriestudiums, in denen es offensichtlich nötig ist, wie z.B. beim Wortklären , wenn es von Studenten aneinander gemacht wird.

HINTERGRUND
Wir fanden heraus, dass, wenn man Studenten von vergleichbarer Fallstufe und vergleichbarem Können einander als Partner zuteilte, diese Studenten dann Fortschritte machten. Wenn wir etwas derartig gut Funktionierendes finden, wenden wir es an. Twinning wurde zum grundlegenden Bestandteil des Systems der Ausbildung gemacht, und es steigerte sofort und auf eindrucksvolle Weise das Mass an Beteiligung und Aktivität von ganzen Kursräumen voller Studenten. Die Studenten begriffen die Anwendung der Materialien schneller. Twinning lieferte uns Resultate. Ursprünglich wurde Twinning fast ausschliesslich bei praktischen Übungen verwendet. Später, in den frühen 60er Jahren, wurde es auf Theorie-Checkouts durch einen Twin ausgedehnt. Noch später wurde Twinning als umfassende Pflichtaktion für alle Studenten beim Theoriestudium mit der Einführung von Wortklären, angewandter Studiertechnologie und dem Fast-Flow-System aufgehoben. Dennoch setzten einige Orgs das Twinning von Studenten unnötigerweise bei Verwaltungskursen und einigen Theoriekursen fort und setzten Twinning bei Kursen, bei denen es Pflicht ist (wie z.B. bei einem TRs-Kurs), nicht durch. Das Twinning bei praktischen Kursen und praktischen Aktionen wurde nie von mir aufgehoben, und es war auch nie beabsichtigt, es aufzuheben. Dringend - Wichtig - Erfolgreicher Aufbau der Ausbildung) lautete jedoch: Die Erfordernisse von Ausbildung mit einem Twin oder Checkouts durch einen Twin sind für die Akademie aufgehoben; es bewirkte, dass Twinning in einigen Gebieten auch bei praktischen Übungen nicht mehr verwendet wurde, und schuf in anderen Gebieten Verwirrung in Bezug auf diese Sache. Dringend - Wichtig - Erfolgreicher Aufbau der Ausbildung ersetzt worden. Und dieses Bulletin gibt dem Twinning wieder seinen rechtmässigen Platz in der Ausbildung als das äusserst wichtige Hilfsmittel zurück, das es ist.

WARUM TWINNING?
Ein Grund dafür, warum Twinning so äusserst wichtig ist, ist die Tatsache, dass es jene Leute, die in ihre Erste Dynamik zurückgesunken sind, aus der Ersten Dynamik heraus und auf die Dritte Dynamik bringt. Twinning gibt dem Studenten ein Terminal, mit dem er arbeiten kann. Es bringt Studenten in Kommunikation miteinander und bewirkt bei ihnen Aktivität und Beteiligung. Man lernt nicht, indem man ein Zuschauer ist. Twinning bewirkt bei Studenten nicht nur Extroversion, sondern bringt sie auch dazu, etwas Verantwortung für ihre Mitmenschen zu übernehmen. Dies sind Faktoren, die der modernen, permissiven Ausbildung bedauerlicherweise fehlen.

EINE GEGENÜBERSTELLUNG VON TWINNING UND MODERNER PERMISSIVITÄT
Mit Twinning machen wir das genaue Gegenteil von modernem, permissiven Unterricht. Die Tendenz unserer Tage ist es, einfach jeden das tun zu lassen, was er will, und seine Aufmerksamkeit auf das richten zu lassen, wozu er gerade Lust hat. Dies ist das moderne Denken; es wohnt den meisten grundlegenden Schulsystemen inne und hat sich auch auf viele verschiedene Bereiche ausgedehnt. Wahrscheinlich dachte irgend jemand irgendwo, dass es viel schneller ginge, leichter wäre und weniger Konfrontieren verlangen würde, wenn man einen Studenten einfach so dasitzen lassen würde, wie er will, wobei seine Aufmerksamkeit in der reinen Bedeutung des Ganzen umherschweift und er dann behauptet, er habe das Fachgebiet bestanden, wenn er sich ihm noch nicht einmal genähert hat. Es ist ein Symptom von Leuten, die nicht konfrontieren können, dass sie auch keinen anderen dazu bringen, zu konfrontieren. Wir akzeptieren das nicht. Es ist völlig verrückt. Die schleichende Krankheit von Permissivität, Nicht-Konfront und Zuschauertum ist einfach Teil der schönen Welt der verantwortungslosen Schlampigkeit. Sie hat in der Ausbildung der Lehrenichts zu suchen. Wirkliches Twinning, das durchgesetzt wird, holt den Studenten in wirksamer Weise schnurstracks aus der vagen Permissivität des modernen Denkens heraus und gibt ihm gleich von Anfang an eine gewisse Verantwortung. Damit kann er wirklich ausgebildet werden.

URSACHE UND WIRKUNG
Jemand, der ausgebildet wird, arbeitet hauptsächlich auf einer Basis von Inflow. Tag für Tag erhält er Inflow, Inflow, Inflow. Dies hat die Tendenz, ihn zur Wirkung zu machen. Beim Twinning kann er seinen Inflow mit Outflow ausgleichen. Dies verhindert, dass er vollständig zur Wirkung wird. Es bringt ein wenig Ursache in die Angelegenheit. Jemand muss natürlich Ursache sein, wenn man von ihm erwartet, Wissen oder Fertigkeiten anzuwenden. Wenn er bei der Ausbildung vollständig Wirkung ist, kann er in das sogenannte Phänomen des steckengebliebenen Flows geraten, bei dem er auf dem entsprechenden Gebiet keinen Outflow machen kann. Und doch muss er auf dem Gebiet Outflow machen, wenn er es je anwenden soll. Twinning hat den Vorteil, ein Gleichgewicht zwischen Inflow und Outflow zu schaffen. Man wird feststellen, dass jemand, wenn er zum Anwenden der Tech kommt, schon in der Lage ist, Outflow zu machen, falls er unter Verwendung von Twinning ausgebildet wurde.

WANN MAN TWINNING BENUTZT
Es ist nicht notwendig, ein Twinning der Studenten auf Verwaltungskursen oder allgemein auf Tech-Theoriekursen durchzuführen. Man stellt sicher, dass der Student die Studiertechnologie anwendet und nicht über missverstandene Wörter hinweggeht, und lässt ihn damit vorankommen. Praktische Abschnitte eines Kurses und praktische Kurse sind etwas anderes.

TWINNING ALS PFLICHT
Twinning ist bei jenen Kursen Pflicht, bei denen der wesentliche Aspekt darin liegt, dass der Student in der praktischen Anwendung der Daten geschult wird. Dazu würden der TRs-Kurs, jeder Kurs über die TRs der höheren Schulung und Objektive Prozesse, ein spezieller Kurs über E-Meter-Übungen und ähnlich geartete Kurse gehören. Obwohl solche Kurse auch Theorie beinhalten, ist das Endziel eines solchen Kurses jemand, der im damit verbundenen Tun geschult ist und es geübt hat, und Twinning ist unbedingt notwendig, um dieses Ziel zu erreichen. Daher werden bei einem solchen Kurs Twins einander am Anfang des Kurses zugeteilt, und sie bleiben einander bis zum Abschluss dieses Kurses zugeteilt. Wir nennen dies festes Zuweisen von Twins. Sobald die Twins einmal einander zugeteilt sind, spielt man mit ihnen nicht Die Reise nach Jerusalem und gestattet ihnen auch nicht, von einem Twin zum anderen zu wechseln. Das ganze Wesen des Twinnings besteht daraus, zwei Studenten dazu zu bringen, miteinander zu arbeiten, einander zu helfen und Verantwortung dafür zu übernehmen, dass sie einander erfolgreich durch den Kurs bringen.

TWINNING BEI PRAKTISCHEN ABSCHNITTEN VON KURSEN
Bei bestimmten Kursen, die sowohl Theorieabschnitte als auch praktische Abschnitte enthalten, wie z.B. bei den Akademiestufen, würde man Studenten einander nicht unbedingt beim Theorieabschnitt des Kurses als Twins zuweisen. Man würde sie jedoch ganz bestimmt bei den praktischen Abschnitten als Twins zuweisen; dies ist eine verpflichtende Regel. Beispielsweise ist Twinning unbedingt nötig bei E-Meter-Übungen oder solchen Aktionen wie Assessment-Übungen, dem Üben des Verfahrens für einen bestimmten Rundown, wenn dies verlangt ist, Lernübungen, Obnosis-Übungen und anderen praktischen Anwendungen.

TWINNING BEIM WORTKLÄREN
Man weist Studenten einander immer als Twins zu, wenn Methode-Wortklären von den Studenten selbst und nicht von einem Wortklärer gemacht werden soll. In ähnlicher Weise wird bei Methode-8-Wortklären Twinning mit genau derselben Methode des Abwechselns gemacht, wie sie bei Methode beschrieben ist. Ein Beispiel für das Abwechseln bei Methode 8 wäre: Der erste Twin klärt das Wort a. Der zweite Twin klärt dann das Wort a und das Wort b. Der erste Twin klärt dann das Wort b und das Wort c usw. Man macht jedesmal zwei Aktionen hintereinander. Twins können einander auch zugewiesen werden, um sich auf diese Weise gegenseitig durch andere Methoden des Wortklärens hindurchzubringen. Von nun an ist Twinning auf Kursen wie dem Elementaren Rundown, wo Wortklären der wesentliche Aspekt des Kurses ist, Pflicht.
Egal, wo Twins einander zugewiesen werden - ob für einen ganzen Kurs oder für praktische Abschnitte eines Kurses - , es gelten die Regeln des Twinnings.

DAS ZUWEISEN VON TWINS
Der Überwacher ist für das Zuweisen von Twins verantwortlich. Er sollte darauf achten, soweit wie möglich Studenten von vergleichbarer Fallstufe und Ausbildung und vergleichbaren Fähigkeiten einander als Partner zuzuweisen. Auf diese Weise machen beide Twins den besten Fortschritt. Man sollte möglichst vermeiden, einen sehr schnellen Studenten und einen langsamen Studenten einander zuzuweisen, da dies für beide Studenten frustrierend sein und sie verstimmen kann. Diese Regel darf nie als Entschuldigung dafür verwendet werden, Studenten NICHT in Paare von Twins einzuteilen. Im Idealfall jedoch weist man die Studenten einander so zu, dass sie in ihren Fähigkeiten zueinander passen, und das Twinning geht reibungslos und liefert die besten Resultate, wenn es so gemacht wird. In einigen wenigen Fällen kann es nötig sein, Twins, die nicht zu ihrem Partner passen, neuen Partnern zuzuweisen. Aber dies sollte nicht nötig sein, wenn darauf geachtet worden ist, die Studenten von vornherein richtigen Partnern zuzuweisen. Ansonsten arbeiten Twins, sobald sie einander zugeteilt sind, miteinander, bis sie den Kurs oder die Aktion erfolgreich abgeschlossen haben.

ABWECHSELN
Die Regel beim Twinning ist, dass es auf einer Basis des Abwechselns gemacht wird. Das Abwechseln wird folgendermassen durchgeführt: Ein Student trainiert seinen Twin durch eine Übung oder einen Abschnitt einer Übung. Dann drehen sie um, und der andere Twin macht dieselbe Übung bzw. denselben Abschnitt dieser Übung und die nächste Übung bzw. den nächsten Abschnitt der Übung. Dann drehen sie wieder um, und der erste Student macht die Übung, die sein Twin gerade gemacht hat, und die darauffolgende Übung. Dasselbe System findet bei Methode-Wortklären Anwendung: Der eine Twin klärt ein Wort oder macht einen Absatz oder Abschnitt des Textes. Sie drehen um, und der zweite Twin klärt das Wort bzw. macht auf den Absatz oder Abschnitt und macht dies auch mit dem nächsten. Sie drehen wieder um, und der erste Twin klärt jetzt das Wort bzw. macht M9 auf den Abschnitt, den sein Twin gerade gemacht hat, und macht dies auch mit dem nächsten. Das gegenseitige Abwechseln findet auch bei sternrangigen Checkouts Anwendung, wenn diese verlangt werden. Man kann es so durchführen, dass der eine Twin dem anderen ein Checkout über ein ganzes Bulletin gibt, bevor sie einander abwechseln. Wenn ein sehr langer Text durch ein sternrangiges Checkout überprüft werden muss, kann man es auch so machen, dass die Twins einander nach jedem Abschnitt abwechseln. Wenn man das System des Abwechseln verwendet, ist nicht eine Person stets in Führung, und die Twins greifen ihre Missverständnisse stets gegenseitig auf. Die Twins halten miteinander Schritt, es gibt keine unausgeglichenen Flows, und beide Studenten machen ständig Fortschritte.

DIE VERANTWORTUNG DES TWINS
Es ist die Verantwortung eines Twins, dafür zu sorgen, dass sein Studierpartner die Materialien, die er studiert hat, kennt und anwenden kann. Den Twins muss diese Verantwortung gleich am Anfang des Kurses klargemacht werden. Der Twin macht mit seinem Mitstudenten Wortklären. Er hört sich seine Sätze an und achtet darauf, dass sie richtig sind und zur Definition des Wortes passen, die geklärt wird. Er stellt sicher, dass sein Twin die Materialien versteht. Wenn der Student sie nicht aus dem Effeff beherrscht, hilft der Twin ihm, seine missverstandenen Wörter zu finden, und bringt ihn durch jegliche Schwierigkeiten hindurch. Twins machen praktische Übungen miteinander. Sie trainieren einander bis zu einem Gewinn und der Gewissheit, die Materialien 100%ig korrekt anwenden zu können. Wenn ein Student bei einem Checkout durch den Überwacher auf Materialien, auf die ihm sein Twin ein bestanden gegeben hat, einen Flunk bekommt, bekommen beide Studenten einen Flunk. Der Twin muss selbst ein Missverständnis haben, wenn er den Fehler des anderen Studenten übersehen hat.

MORAL UND PRODUKTION
Moral hängt von Produktion ab. Produktion ist in der Ausbildung der Beweis der Demonstration von Kompetenz. Die Moral ist gut, wenn Kompetenz demonstriert wird. Die Moral ist gut, wenn die Produktion hoch ist. Gute Moral wird nicht unbedingt dadurch geschaffen, dass man nett ist. Twinning- Aktionen werden mit gutem ARK durchgeführt, aber nett zu sein ist nicht genug. Ein Student, der von seinem Twin gutes, hartes Training bekommt und die Übung besteht (oder ein gutes, schwieriges Checkout bekommt und es besteht), fühlt sich grossartig. Er hat wirklich etwas erreicht. Er weiss, dass er die Daten oder die Übung beherrscht. Ein Student, der armseliges oder nicht standardgemässes Training oder solche Checkouts erhält, fühlt sich betrogen und weiss, dass er betrogen worden ist. Wenn sein Twin einfach nur nett ist, macht er keine Gewinne und wird das Checkout nicht würdigen. Seine Moral wird schlecht sein. Man sorgt dafür, dass die Moral und die Produktion seines Twins gut sind. Man gibt ihm hartes, standardgemässes Training, so dass er kompetent wird. Man gibt ihm strenge, standardgemässe Checkouts, so dass er weiss, dass er seine Kompetenz in den Materialien demonstriert hat. Es wird immer mit gutem ARK gemacht. Für Studenten wie für Überwacher muss es real sein, dass Twinning keine windelweiche, oberflächliche Aktivität ist. Man ist dafür verantwortlich, seinen Twin durch den Kurs zu bringen. Wenn ein Twin zu Review geschickt wird, geht auch der andere zu Review. Wenn ein Twin zur Ethiksektion geschickt wird, geht auch der andere zur Ethiksektion. Wenn ein Twin blowen sollte, muss der andere Twin losgehen und ihn zurückholen. Man ist dafür verantwortlich, seinen Twin durch den Kurs zu bringen. Es gab in der Vergangenheit Fälle, wo ein Twin wie verrückt daran arbeitete, den anderen Twin durch einen umfangreichen Abschnitt genau am Ende des Kurses zu bringen. Der andere Twin ging dann einfach weg und machte nicht dasselbe mit dem ersten Studenten, damit auch dieser den Kurs abschliessen konnte. Es ist jetzt eine feste Richtlinie, dass in einem solchen Fall der Student, der seinen Twin im Stich liess, nur weil er selbst fertig war, kein Zertifikat erhalten darf und den Kurs nicht abschliessen darf, bis er seinen Twin zum Abschluss gebracht hat. Twins sind dafür verantwortlich, einander durch den Kurs zu bringen.

DIE VERANTWORTUNG DES ÜBERWACHERS
Es ist die Verantwortung des Überwachers, Twinning gemäss den Angaben in diesem Bulletin durchzusetzen. Er weist Twins einander zu, wobei er die Teams entsprechend ihren Fähigkeiten bildet. Er stellt sicher, dass Twinning durchgeführt wird, wie es im Buche steht, mit gegenseitigem Abwechseln, so dass beide Twins Fortschritte machen. Er sorgt dafür, dass die Twins ihre Hüte als Twins tragen und Verantwortung dafür übernehmen, einander durchzubringen, genau so, wie es in den Kursmaterialien festgelegt ist. Ein Doppelflunk wird gegeben, wenn ein Student bei einem Überwacher-Checkout auf Materialien einen Flunk bekommt, auf die ihm sein Twin ein bestanden gegeben hat. Doppelflunk bedeutet, dass in einem solchen Fall sowohl der Student als auch sein Twin einen Flunk bekommen, weil der Twin, wenn er den Fehler des Studenten übersehen hat, selber Missverständnisse haben muss. Der Überwacher hält hohe Tech-Standards aufrecht, indem er sich streng an dieses System hält. Und wenn er einen Doppelflunk gibt, dann sorgt er dafür, dass beide Studenten in Bezug auf den Fehler gehandhabt werden. Es kann zu einer Situation kommen, in der ein Student und sein Twin miteinander ein einen Spielezustand geraten. Dies ergibt eine Problemsituation ohne Fortschritt. Die Studenten, die einander als Twins zugewiesen worden sind, arbeiten nicht beide in Richtung auf dasselbe Ziel, sondern der eine arbeitet auf irgendeine Art und Weise gegen den anderen. Dies führt dazu, dass es keinen Fortschritt gibt, keine Gewinne, keine Produktion, keine Demonstration von Kompetenz wird zugelassen und die Moral ist schlecht. Es ist ebenso die Verantwortung des Überwachers wie die der Twins, dass eine solche Situation nicht auftritt. Bei jedem Versagen eines Twins, ein Twin zu sein und diese Verantwortung zu übernehmen, lässt der Überwacher den Studenten auf dieses Bulletin und gegebenenfalls andere anwendbare Kursmaterialien auschecken und stellt sicher, dass der Student vollständig gehandhabt wird. Um die Kursmoral hoch zu halten, müssen Überwacher auf Produktion und auf der Demonstration von Kompetenz in Bezug auf alle Materialien bestehen, und zwar seitens des Studenten und seines Twins. In einem Fall, in dem ein Student zu Review oder Ethik geschickt wird, muss der Überwacher für die Einhaltung der Regel sorgen, dass dessen Twin immer ebenfalls dorthin geschickt wird. Er stellt sicher, dass jeder geblowte Student von seinem Twin zurückgeholt wird. In allen solchen Fällen bleibt der Überwacher bezüglich seiner Studenten auf dem Laufenden und sorgt dafür, dass sie gehandhabt werden und schnell zurück auf den Kurs gebracht werden. Ein Überwacher, der das Warum des Twinnings versteht und dafür sorgt, dass es standardgemäss durchgeführt wird, wird ursächliche, verantwortliche Kursabsolventen hervorbringen, die das anwenden können, was sie gelernt haben.

NACHDRUCK: KEINE MÜNDLICHEN DATEN
Allen Studenten sollte vom Anfang ihrer Ausbildung an bewusst gemacht werden, dass die Antworten auf ihre Fragen in ihren Kursmaterialien oder anderen Quellmaterialien stehen. Die Ausgaben über mündliche Tech, das HCOB vom 9. Februar 1979, Wie man mündliche Tech überwindet, und das HCOB vom 15. Februar 1979, Strafen für mündliche Tech, sollten im Kursraum wohlbekannt sein. Selbst dann geraten Studenten (besonders wenn sie neu sind) beim Twinning manchmal in einen Austausch von mündlichen Daten oder Meinungen. Ein Überwacher muss davor auf der Hut sein und sofort einschreiten, wenn er beobachtet, dass dies passiert. Er benutzt Studiertechnologie, um die Angelegenheit in Ordnung zu bringen, und weist die Studenten immer auf die oben erwähnten HCOBs über mündliche Tech hin. Einander als Twins zugewiesene Studenten tragen natürlich eine Verantwortung dafür, keine mündliche Tech zu verbreiten, untereinander nicht, und übrigens auch an niemanden sonst. Ein Twin verweist seinen Mitstudenten immer auf Quellmaterialien.

WIE MAN PROBLEME BEIM TWINNING IN ORDNUNG BRINGT
Die Hauptprobleme, die beim Twinning auftreten können, sind diejenigen, die früher auf dem Speziellen Unterweisungskurs auftauchten. Ein Twin wurde zu Ethik oder Cramming oder Review geschickt, und der andere hatte dann keinen Twin mehr. Auf diese Weise könnte Twinning etwas unbeliebt werden und jemanden davon abhalten, den Kurs abzuschliessen, bis diese Faktoren gehandhabt sind. Die Abhilfe für diese Sache besteht darin, beide Twins zu Ethik zu schicken, beide Twins zu Cramming zu schicken, beide Twins zu Review zu schicken, und wenn jemand blowt, dann schickt man seinen Twin hinter ihm her. Anders ausgedrückt, wir akzeptieren die Idee nicht, dass in dieser wundervollen Welt der ersten Dynamik jedermann überhaupt keine Verantwortung für alle anderen trägt. Dies ist keine blosse Frage der Zweckdienlichkeit. Man muss nur einen scharfen, direkten Blick auf den Zweck und das WARUM des Twinnings werfen, um den Wert dieses Systems zu erkennen. Diejenigen, die seinen Wert erkennen, werden es durchsetzen und aufrechterhalten. Es gibt noch eine Situation, die ein Problem beim Twinning bewirken könnte. Was passiert, wenn ein Twin wirklich völlig von der Bildfläche verschwindet, trotz aller Checkouts und Crammings und Ethik? Was macht man mit dem übriggebliebenen Twin? Wenn man sich nicht darum kümmert, dann kann ein Student dadurch auf seinem Kurs gestoppt werden, also muss die Sache gehandhabt werden, und zwar ohne Zeit zu verlieren. Man lässt den überzähligen Twin nicht sehr lange alleine herummachen. Wenn er auf dem Kurs noch nicht zu weit fortgeschritten ist, dann kann er einen neuen Studenten als Twin zugewiesen bekommen. (In einem gut geführten Kursraum schreiben sich ständig neue Studenten ein.) Man scheut dann keine Anstrengung, um den Neuling so schnell wie möglich auf den Stand seines Twins zu bringen.
Aber was ist mit dem weiter fortgeschrittenen Studenten, der einen Twin verliert? Wenn es absolut kein anderes Einzelterminal gibt, mit dem man ihn zusammenbringen kann, dann gibt es immer noch eine Lösung, die weit besser ist, als ihn alleine weitermachen zu lassen. Man weist ihn einem Twin-Paar zu, das ähnlich fähig und in etwa gleich weit auf dem Kurs ist wie er, und macht das Paar auf diese Weise zum Trio. Wenn es einmal gebildet ist, wird dieses Trio genauso straff geführt wie jedes Twin-Paar. Das System des gegenseitigen Abwechselns würde durch eine Art Kreisverkehr ersetzt. (Beispiel: A trainiert B, B trainiert C, C trainiert A.) Und dann ginge es umgekehrt.
Dies ist leichter in Form eines Diagramms zu verstehen:
A trainiert B auf die erste Aktion (Übung, Definition usw.)
B trainiert C auf die erste Aktion
C trainiert A auf die erste Aktion
Und dann dreht es sich um.
C trainiert B auf die zweite Aktion
B trainiert A auf die zweite Aktion
A trainiert C auf die zweite Aktion
Und jetzt dreht es sich wieder um.
A trainiert B auf die dritte Aktion
B trainiert C auf die dritte Aktion
C trainiert A auf die dritte Aktion
Und jetzt würde es sich wieder umdrehen (C trainiert B usw.), und so weiter durch die ganze Übung, die Definitionen oder die Abschnitte bei M9 hindurch. Alle Regeln des Twinnings finden dann auf diese Drei Anwendung. Man weist das Trio fest zu und sorgt dafür, dass sie ständig vorankommen. Wiederum ist der Punkt, auf den es ankommt, dass wir auf der dritten Dynamik operieren, wenn jemand eine gewisse Verantwortung für seinen Mitmenschen übernimmt.

WIE MAN FESTGEFAHRENE STUDENTEN UND IHRE TWINS HANDHABT
Wenn ein festgefahrener Student nicht im Kursraum mit Standardwortklären und -studiertechnologie gehandhabt werden kann und zu Cramming, Review oder, wo es angezeigt ist, Ethik geschickt wird, dann wird auch sein Twin mitgeschickt. Die Idee dahinter ist nicht nur, dass die Twins zusammenbleiben und füreinander Verantwortung übernehmen sollen, sondern auch alle beide zu korrigieren und zu reparieren, soweit es nötig ist.
Anders gesagt, der eine Twin sitzt nicht einfach herum und schaut zu, wie der andere Twin gehandhabt wird. Der Twin eines festgefahrenen Studenten wird selber eine Handhabung in Review, Ethik oder Cramming benötigen. Wenn ein Student auf Review-Linien gelandet ist, muss man annehmen, dass der Twin als Twin gepatzt hat und Missverständnisse auf die Kursmaterialien hat. Dies muss genau herausgefunden werden und vom Direktor von Review gelöst werden, wenn die Twins zu Review kommen. Der Direktor von Review stellt mit Hilfe eines Interviews fest, wo die Schwierigkeit liegt und wie sie gelöst werden sollte. Dies wird für jeden Twin individuell durchgeführt. Zum Beispiel braucht der festgefahrene Student vielleicht Wortklären oder eine Wortklärungs-Korrekturliste, und sein Twin muss vielleicht dieses Twinning-Bulletin oder andere Kursmaterialien erneut studieren. In Ethik mag es zum Beispiel sein, dass ein Student in irgendeine Art von Out-Ethik- Situation verwickelt ist, etwa dass er ständig zu spät auf Kurs kommt. Bei jeder Ethiksituation würde man nach möglichen gemeinsamen Out Ruds zwischen Twins Ausschau halten. Ob es nun gemeinsame Out Ruds gibt oder nicht, der Twin würde immer irgendeine Handhabung in Bezug auf seine Verantwortung im Hinblick auf die Situation erhalten. Im obigen Beispiel könnte es sein, dass der Ethikbeauftragte den Studenten mit Hilfe eines Wiedergutmachungsprojektes handhabt. Er würde dann mit dem Twin dessen Verantwortung durchsprechen und welche Schritte er unternehmen könnte, um sicherzustellen, dass der Student pünktlich auf Kurs kommt. Der Twin würde dann den Studenten durch seine Wiedergutmachung bringen, seine eigene Handhabung durchlaufen, welcher Natur sie auch sein möge, und dann würden alle beide zurück auf Kurs gehen. Der Twin hilft dem Studenten durch sein Review, Cramming oder seinen Ethikzyklus, und wann immer das machbar ist, wird er eingesetzt, um den Studenten aktiv dabei zu unterstützen hindurchzukommen. Er erhält ausserdem selber eine passende Handhabung. Die Regel lautet: wenn ein Student sich festfährt, dann wird sein Twin immer mit ihm zusammen zu Cramming, Review oder Ethik geschickt. In dem seltenen Fall, dass ein Student einer ausgedehnten Handhabung in Review oder in Ethik bedarf, etwa einer Fallhandhabung oder einer Suspendierung vom Kurs, wo dies wirklich gerechtfertigt ist, kann der Direktor von Review oder der Ethikbeauftragte den anderen Twin zurück auf Kurs schicken, damit er einen anderen Studenten als Twin zugewiesen bekommt.
Der Überwacher prüft immer nach, was mit Studenten los ist, die vorübergehend vom Kurs heruntergenommen wurden. Er muss immer informiert sein, wo sie sich aufhalten und wie es um ihren Fortschritt auf den Korrekturlinien steht, und er muss dafür sorgen, dass sie so schnell wie möglich korrigiert auf den Kurs zurückgeschickt werden. Er lässt es nicht zu, dass irgendein Student oder Twin einfach mit einem unabgeschlossenen Kurs von seinen Linien herunterfällt, ohne Erklärung und ohne dass es gehandhabt wird. Und ebenso hat jeder Twin die Verantwortung, sich selber und seinen Mitstudenten zurück auf den Kurs zu bringen.
Wenn die Studenten einmal die Vorstellung begreifen, dass ihr eigener Fortschritt auf einem Kurs völlig von der Qualität ihres Twinnings abhängt, dann werden Sie beginnen, einige ziemlich magische Ergebnisse zu Gesicht zu bekommen. Sie stecken jetzt nicht mehr in der allumfassenden Verantwortungslosigkeit und operieren auf der dritten Dynamik. Dafür sind einfach Standardüberwachung plus wirkliches Twinning erforderlich. Das ist die Kombination, die gewinnt. Also setzen Sie Twinning durch. Es wird sich in F/Nenden Studenten und einer hohen Zahl echter Kursabschlüsse widerspiegeln, auf die jeder Überwacher, jede Org, jeder Absolvent stolz sein kann. Und ich werde auch auf Sie stolz sein.
Zur Studiertechnologie der Lehregehört die Verwendung von Demonstrationen, wenn ein Student Begriffe und Vorstellungen studiert. Vom Studenten wird oft verlangt, Dinge wie Definitionen von Fachausdrücken, grundlegende Prinzipien usw. zu veranschaulichen. Das folgende sind zwei Arten von Demonstrationen, die gewöhnlich verwendet werden:
1. Demonstration mit Demo-Kit: Dies bedeutet, dass verschiedene kleine Gegenstände wie Korken, Flaschendeckel, Büroklammern, Batterien usw. verwendet werden. Diese Gegenstände werden in einer Schachtel oder einem Behälter aufbewahrt, der Demo-Kit (= Demo- Zeug oder Demo-Ausrüstung) genannt wird. Jeder Student sollte ein Demo-Kit haben. Die Gegenstände werden während des Studierens verwendet, um Dinge in dem gelesenen Material darzustellen. Das Demonstrieren hilft, Begriffe und Vorstellungen realer zu machen. Ein Demo-Kit fügt der Bedeutung Masse (körperhafte Materie), Realität und Tun hinzu und hilft auf diese Weise dem Studenten beim Studieren. Wenn von einem Studenten verlangt wird, eine Demonstration mit seinem Demo-Kit zu machen, nimmt er einfach beliebige Teile seines Demo-Kits und lässt sie die Vorstellungen darstellen, die er studiert.
Beispiel: Der Student liest darüber, wie ein Student und sein Twin einander gegenübersitzen sollten, wobei jeder ein Wörterbuch und ein Demo-Kit hat. Um dies zu demonstrieren, nimmt er eine blaue Batterie und beschliesst, dass sie den Studenten darstellt. Er nimmt eine rote Batterie und beschliesst, dass diese den Twin darstellt. Er stellt die Batterien einander gegenüber. Dann nimmt er zwei Pfennigstücke, von denen er beschliesst, dass sie die Demo-Kits darstellen werden, und legt je ein Pfennigstück (Demo- Kit) neben jede der Batterien (Studenten). Dann nimmt er zwei Büroklammern, von denen er beschliesst, dass sie die Wörterbücher darstellen werden, und legt je eine neben jede der Batterien (Studenten). Der Student hat jetzt wirkliche Gegenstände vor sich, die darstellen, was er gelesen hat, und er fühlt sich viel besser, weil die Informationen nicht nur in seinem Kopf sind. Wenn der Student etwas über eine Aktivität oder Aktion studiert, kann er die Teile des Demo-Kits umherbewegen. Wenn eine Demonstration für einen Twin oder den Überwacher gemacht wird, erklärt der Student, was die Gegenstände darstellen und was er mit ihnen macht (aber die Idee hierbei ist, dass jede Aktion wirklich durch die Gegenstände gezeigt wird, nicht durch die Erklärungen des Studenten).
2. Knetdemonstration: Bedeutet, dass die Verwendung von Knetmasse beim Demonstrieren oder Darstellen von Tatsachen, Vorstellungen und Verfahrensweisen der Bedeutung Masse, Realität und Tun hinzufügt und auf diese Weise dem Studenten beim Studieren hilft. Knetdemonstrationen geben ein angemessenes Gleichgewicht von Masse und Bedeutung. Sie werden verwendet, um einem Studenten beizubringen, wie man anwendet. Dem Studenten wird ein Wort, eine Auditingaktion oder eine Situation gegeben, die er demonstrieren soll. Er stellt diese Sache dann in Knetmasse dar, wobei er jeden Teil mit einem Schildchen versieht. Die Knetmasse zeigt die Sache. Es ist nicht einfach ein Klumpen Knetmasse mit einem Schildchen daran. Verwenden Sie für die Schildchen kleine Papierstreifen. Die ganze Demonstration erhält dann ein Schild, auf dem steht, was sie darstellt. Beim Checkout entfernt der Student das Gesamtschild. Der Student darf nichts sagen. Der Prüfer darf keinerlei Fragen stellen. Der Prüfer schaut einfach und überlegt, was es ist. Er sagt es dem Studenten, der dann dem Prüfer das Schild zeigt. Wenn der Prüfer nicht gesehen hat, was es war, ist es ein Flunk. Knetdemonstrationen dürfen nicht auf Bedeutung reduziert werden, indem der Student etwas erklärt oder Fragen beantwortet. Sie dürfen auch nicht dadurch auf Bedeutung reduziert werden, dass einzelne Teile langatmige Schilder tragen. Die Knetmasse zeigt es, nicht das Schild. Die Knetmasse demonstriert es. Der Student muss den Unterschied zwischen Masse und Bedeutung lernen. Der Student soll zum Beispiel einen Bleistift demonstrieren. Er stellt eine dünne Rolle aus Knetmasse her, die von einer anderen Schicht Knetmasse umgeben ist, wobei die dünne Rolle an einem Ende ein wenig herausragt. An das andere Ende kommt ein kleiner Zylinder aus Knetmasse. Die Rolle wird mit Graphit beschriftet. Die äussere Schicht wird mit Holz beschriftet und der kleine Zylinder mit Radiergummi. Dann wird ein Schild für das Ganze gemacht: Bleistift. Beim Checkout entfernt der Student das Schild, auf dem Bleistift steht, bevor der Prüfer es sehen kann. Wenn der Prüfer die Demonstration anschauen kann und sagen kann: Es ist ein Bleistift, hat der Student bestanden. Wenn das Durchführen von Knetdemonstrationen beim Studenten nicht bewirkt, dass er munterer wird, wird das Obige nicht gemacht. Jemand ist so in Eile, dass aus Geschwindigkeitsgründen auf wirkliches Lernen verzichtet wird.
Das Wort Demo auf einem Checkblatt bezieht sich normalerweise auf das Verwenden eines Demo-Kits. Das Wort Knetdemo auf einem Checkblatt bezieht sich auf das Verwenden von Knetmasse zum Demonstrieren nach dem oben beschriebenen Verfahren. Eine gut gemachte Demonstration, die wirklich etwas demonstriert, wird bei einem Studenten eine grossartige Veränderung bewirken. Und er wird die Daten behalten.

DEMONSTRATION
Die richtige Verwendung von Demonstrationen ist im HCO, Daten über Theoriecheckouts enthalten. Der Zweck von Demonstrationen war nach dieser Policy das Ausfindigmachen von Glibness bei Checkouts. Eine Person, die eine Sache nicht mit einigen Gummibändern oder Büroklammern demonstrieren kann, ist offensichtlich glib - sie kann Wörter zitieren, die Daten aber nicht anwenden. Die Lösung wäre, herauszufinden, warum diese Person die Studiertechnologie nicht anwendet, sie auf Anwendung hin zu orientieren, jegliche missverstandenen Wörter in den Materialien zu finden und zu klären und die Materialien erneut studieren und auschecken zu lassen. Die Verwendung von Demo-Kits wurde erweitert und verändert ausgelegt als das ständige Herumspielen mit kleinen Gegenständen während des Studierens. Dies dient keinem sinnvollen Zweck und ist kein Demonstrieren. Der Twin oder Supervisor lässt den Studenten bei einem sternrangigen Checkout wesentliche Regeln der Materialien demonstrieren. Das bedeutet nicht, dass der Student während des Checkouts ständig herumspielt. Es bedeutet das Demonstrieren von ganz bestimmten Daten, die in den Materialien enthalten sind und nach denen die Person, die das Checkout gibt, gefragt hat. Wenn sich ein Student während des Studierens über etwas nicht im klaren ist oder sehen will, wie etwas funktioniert, kann er ein Demo-Kit verwenden, um es auszuarbeiten. Die Verwendung des Demo-Kits wird nicht verlangt. Sie wird dem Studenten selbst überlassen. Die erwartete Aktion in solch einem Fall ist, dass der Student zum Knettisch geht und es gemäss den HCOBs über Knetdemonstrationen richtig mit Knetmasse ausarbeitet. Das Prinzip der Demonstration ist von unschätzbarem Wert, um etwas auszuarbeiten, was man entwickelt. Ein Mitarbeiter, der an seinem Schreibtisch arbeitet, wird wohl kaum eine Knetdemonstration machen. Er kann jedoch ohne weiteres Kugelschreiber und Papier verwenden. Eine Anwendung des Prinzips der Demonstration ist das Zeichnen einer Sache in zwei Dimensionen. Eine Regel, die sich in der Praxis als brauchbar erweist, ist: Wenn Sie etwas nicht in zwei Dimensionen demonstrieren können, so stimmt damit etwas nicht. Diese Regel wird in der Technik und der Architektur verwendet. Wenn es nicht einfach und klar in zwei Dimensionen ausgearbeitet werden kann, dann ist irgend etwas falsch, und es könnte nicht konstruiert werden. In diesen Berufszweigen würde niemand in Erwägung ziehen, die Beschreibungen (schriftlichen Instruktionen) zu schreiben, ohne die Sache zuerst vollständig in Form einer graphischen Darstellung auf Papier ausgearbeitet zu haben. Dies findet nicht nur bei Konstruktionsdetails Anwendung, sondern auch bei der gesamten Abfolge koordinierter Aktionen, die zum Bau eines Gebäudes im physikalischen Universums erforderlich sind. Es ist ein komplettes Programm, das als graphische Darstellung mit Richtungspfeilen auf Papier ausgearbeitet wird; sie zeigt die Koordination der Abfolgen, Terminale, Materialien, Unterprodukte usw. entlang der Zeit. Mit Leichtigkeit und Genauigkeit kann man anhand dieser graphischen Darstellung spezifische schriftliche Instruktionen für die Ausführung abfassen. Eine solche graphische Demonstration bringt jegliche Out-Points und Verwirrungen unverzüglich ans Licht und ist eine wichtige Anwendung von Demonstrationen. Wenn eine graphische Demonstration zu kompliziert wird oder eine Sache überhaupt nicht graphisch dargestellt werden kann, so stimmt damit etwas nicht. Gewöhnlich wird das Schaubild zeigen, was verkehrt ist, und führt selbst schon zur Lösung hin. Ein deutliches Beispiel hierfür ist ein Navigationsoffizier, der, anstatt zu versuchen, mit einer nebelhaften Vorstellung seiner Position alles im Kopf auszuarbeiten, einfach den geplanten und tatsächlichen Kurs auf einer Karte graphisch darstellt. Org-Boards (Organisierungstafeln) und statistische Schaubilder sind auf ihre eigene Art ebenfalls Beispiele. Es gibt noch eine andere Art der Demonstration, die, wenn anwendbar, bei weitem die beste ist: der Person den tatsächlichen Gegenstand (die Sache) zu zeigen. Sie ist auf solche Dinge beschränkt, die gegenwärtig existieren und erreichbar sind. Sie können einer Hausfrau eine Waschmaschine zeigen, aber Sie können jemandem nicht in der gleichen Weise einen menschlichen Verstand zeigen. Der menschliche Verstand kann jedoch gut in Knetmasse demonstriert werden. Daten in Knetmasse zu demonstrieren ist eine zu langsame Methode, um bei Checkouts Glibness zu entdecken; deshalb verwendet man dabei Gummibänder, Büroklammern usw. Das Demonstrieren mit Demo-Kit ist nicht immer ein einfacher Weg, um etwas auszuarbeiten, was neu entwickelt wird; daher verwendet man in solchen Fällen einen Kugelschreiber und stellt es graphisch in Form eines Schaubildes dar. Auch lassen sich mit der graphischen Form der Demonstration Daten viel leichter an andere verbreiten, während sich Knetdemos nur schwerlich an Wände hängen, mit der Post verschicken oder in Hats einordnen lassen.

ZUSAMMENFASSUNG Es gibt vier grundlegende Methoden der Demonstration, die in der Lehreverwendet werden.
1. Demonstration durch Zeigen des tatsächlichen Gegenstandes (z.B. Was ist das EMeter?
Das ist ein E-Meter. Oder Wie hört sich eine Auditingsitzung eigentlich an?
2. Knetdemonstration. Wird angewendet, um existierende Daten usw. zu demonstrieren. Fügt Masse zu der Bedeutung hinzu und ist von unschätzbarem Wert, wenn die Sache selbst nicht verfügbar ist oder nicht sichtbar gezeigt werden kann.
3. a) bei Checkouts: Demo-Kits unter Verwendung von Gummibändern, Büroklammern usw. werden bei sternrangigen Checkouts verwendet, um Glibness zu entdecken.
b) beim Studieren: Demo-Kit wird vom Studenten verwendet, um ihm die Studiermaterialien realer zu machen.
4. Graphische Demonstrationen wird verwendet, um Abfolgen, Linien, Flows, das Funktionieren oder Zusammenwirken von Dingen usw. zu entwickeln oder klarzustellen und Mängel darin ausfindig zu machen. Eine brauchbare, schnelle Art, etwas Neues zu entwickeln und Vorstellungen, Abfolgen und Anordnungen an andere zu kommunizieren. Alle vier Methoden sind zur Anwendung bestimmt und sind Teil der Studiertechnologie.

DEMO-KITS
Es wird von den Studenten erwartet, dass sie ein eigenes Demo-Kit haben. Ein Demo-Kit ist eine Anzahl von verschiedenen kleinen Gegenständen wie z.B. Gummibänder, Batterien, Sicherungen, Korken, Flaschendeckel, Büroklammern, Münzen oder was immer dafür geeignet ist. Diese Dinge werden in einer Dose oder Schachtel aufbewahrt. Ein Demo-Kit wird bei allen Arten von Studieren gebraucht - es wird beim Trainieren, bei Checkouts, wenn man alleine studiert oder beim Hören von Vorträgen regelmässig verwendet. Ein Demo-Kit fügt der Bedeutung Masse, Realität und Doingness hinzu. Die Teile des Demo-Kits stellen die Dinge, die man demonstriert, dar. Sie helfen, Vorstellungen und Ideen am Ort zu behalten. So wird die Idee von einem Auditor, einem PreClear und einem E-Meter an Hand von zwei Münzen und einem Kärtchen real. Man kann sie sehen und fühlen. Demo-Kits sind dazu da, verwendet zu werden. Man erzielt damit viel bessere Ergebnisse.

AUSBILDUNG MIT KNETMASSE
ZWECK:
1.) Dem Studenten die Materialien, die er studiert, real zu machen, indem man sie ihn in Knetmasse demonstrieren lässt.
2.) Das richtige Gleichgewicht zwischen Masse und Bedeutung herzustellen.
3.) Dem Studenten das Anwenden beizubringen. Dem Studenten wird ein Wort, eine Auditingaktion oder eine Situation zum Demonstrieren gegeben. Er stellt dies dann in Knetmasse dar, wobei er jeden Teil mit einem Schildchen versieht. Die Knetmasse zeigt die Sache. Es ist nicht nur ein Klumpen Knetmasse mit einem Schildchen darauf. Verwenden Sie kleine Papierstreifen als Schilder. Die ganze Demonstration erhält dann ein Schild, auf dem steht, was sie darstellen soll. Beim Checkout entfernt der Student das Gesamtschild. Der Student darf nichts sagen. Der Prüfer darf keinerlei Fragen stellen. Der Prüfer schaut sich die Sache nur an und überlegt sich, was es darstellt. Daraufhin sagt er es dem Studenten, der dann dem Prüfer das Gesamtschild zeigt. Wenn der Prüfer nicht erkennen konnte, was es war, so ist dies ein Flunk. Knetdemonstrationen dürfen nicht auf Bedeutung reduziert werden, indem der Student Erklärungen abgibt oder Fragen beantwortet. Sie dürfen auch nicht durch langatmige Schilder für einzelne Teile auf Bedeutung reduziert werden. Die Knetmasse zeigt es, nicht das Schild. Die Knetmasse demonstriert es. Der Student muss den Unterschied zwischen Bedeutung und Masse lernen.
Der Student soll beispielsweise einen Bleistift demonstrieren. Er fertigt eine dünne Rolle aus Knetmasse an, die von einer weiteren Schicht Knetmasse umgeben ist, wobei die dünne Rolle an einem Ende herausschaut lässt. An das andere Ende kommt ein kleiner Zylinder aus Knetmasse. Die Rolle wird mit Mine beschriftet. Die äussere Schicht wird mit Holz beschriftet. Der kleine Zylinder erhält das Schildchen Radiergummi. Dann wird ein Schild für das Ganze gemacht: Bleistift. Beim Checkout entfernt der Student das Gesamtschild Bleistift, ehe der Prüfer es sehen kann. Kann der Prüfer das Ganze anschauen und sagen: Es ist ein Bleistift, so hat der Student bestanden. Es sei hier noch erwähnt, dass auch bei Checkouts von Bulletins Demonstrationen zu verlangen sind. Verwenden Sie Büroklammern, Gummibänder usw. Der Prüfer sollte Fragen stellen, die eine Fähigkeit zur Anwendung verlangen. Geben Sie dem Studenten eine Situation, und lassen Sie sich erklären, wie er mit ihr umgehen würde. Fragen der Art, wie Regel A lautet, decken den zungenfertigen Studenten nicht auf. Langwierige Erklärungen bei Knetdemonstrationen lassen sie auf die Stufe der Bedeutung zurückfallen, verhindern, dass der Student anzuwenden lernt, verhindern, dass er das richtige Gleichgewicht von Bedeutung und Masse erhält, und bringen Verwirrung nicht zum Verschwinden. Bei allen Checkouts muss man im Auge behalten, dass der Zweck Anwendung ist, und nicht einfach, dass das Checkblatt bald abgeschlossen wird. Wenn Ausbildung mit Knetmasse nicht bewirkt, dass der Student aufgeweckter wird und strahlt, dann wurde das Obige nicht getan. Jemand ist in solcher Eile, dass wirkliches Lernen um der Schnelligkeit willen beiseite geschoben wird. Dieser Student muss mit seinen Materialien auditieren. Lassen Sie ihn nicht durch lausige Checkouts und schlechte Demonstrationen auf die Nase fallen. Eine gut gemacht Knetdemonstration, die die Sache wirklich demonstriert, wird eine erstaunliche Veränderung bei diesem Studenten hervorbringen. Und er wird die Daten behalten.

KNETTISCHARBEIT IN DER AUSBILDUNG
Der einzige Grund, warum ein Student langsam ist oder blowt, liegt darin, dass er die Wörter, die in seiner oder ihrer Ausbildung verwendet werden, nicht versteht. Sie werden feststellen, dass Studenten - egal auf welcher Stufe oder auf welchem Kurs sie sich befinden - grossen Nutzen aus Knettischarbeit in Bezug auf Definitionen ziehen werden. Die Wichtigkeit dieser Sache wird Ihnen einleuchten, wenn Sie unsere Ausbildungstechnologie studieren, die jetzt hauptsächlich in den Vorträgen über das Studieren zu finden ist.

DER KNETTISCH
Ein Knettisch ist eine Arbeitsplatte, an der ein Student - im Stehen oder im Sitzen bequem arbeiten kann. In einer Akademie kann sie 1m x 1m oder 1,70 x 1m gross sein, oder auch grösser. Kleinere Platten sind nicht vorteilhaft. Die Oberfläche muss glatt sein. Ein Tisch, der aus rohem Bauholz angefertigt ist, wird den Zweck erfüllen, aber die Oberfläche, auf der gearbeitet wird, sollte mit Wachstuch oder Linoleum bedeckt sein. Ansonsten bleibt die Knetmasse daran haften, und der Tisch kann nicht gereinigt werden; dies wird nach kurzer Zeit dazu führen, dass man nicht mehr klar erkennen kann, was gemacht wird, da die Tischoberfläche mit Knetresten beschmutzt ist. In der Akademie können unter den Beinen des Knettisches und auch des Behälters für die Knetmasse Laufrollen (Räder) angebracht werden, da sie viel umherbewegt werden. In grossen Kursräumen sollte es mehrere Knettische geben.

KNETMASSE
Es sollte Knetmasse in verschiedenen Farben beschafft werden. Die beste Quelle dafür ist ein Geschäft für Schulbedarf, wo Lehr- und Lernmittel verkauft werden. Modellierton ist nicht so gut wie die Schulknete. (Fragen Sie nach Kindergartenknete.) Ein Behälter (ebenfalls aus Holz oder Metall), der einen eigenen Ständer oder ein eigenes Gestell beliebiger Art hat, ist ebenfalls nützlich. Er sollte Unterteilungen für die verschiedenfarbige Knetmasse haben. Die Menge an Knetmasse einer jeden Farbe ist nicht wichtig, solange es in einem kleinen Kursraum mindestens ein oder zwei Pfund Knetmasse von jeder Farbe gibt. In der Akademie werden verschiedene Farben nur deshalb benutzt, damit ein Student den Unterschied zwischen den verschiedenen Gegenständen sehen kann; die verschiedenen Farben haben keine weitere Bedeutung, da die Dinge im Verstand keine einheitlichen Farben haben. Ridges sind zwar schwarz, können aber weiss werden. Was Engramme betrifft - in einem einzigen Engramm kann eine Vielzahl von Farben enthalten sein, ebenso wie ein Technicolor- Film viele Farben hat. Es gibt jedoch Leute, die Engramme nur in Schwarz/Weiss sehen. Farbige Knetmasse in der Akademie ist also nur für Lehrzwecke da, um dabei zu helfen, den Unterschied zwischen einem Gegenstand und einem anderen ersichtlich zu machen.

VERWENDUNG AUF KURSEN
JEDER TEIL DES VERSTAND UND JEDER FACHAUSDRUCK KANN AUF EINEM KNETTISCH DEMONSTRIERT WERDEN.
Dies ist ein wichtiger Punkt, den man begreifen muss. Der Knettisch soll nicht nur für die Demonstration einiger weniger Ausdrücke verwendet werden. Er kann für alle Definitionen verwendet werden. Bei der Arbeit am Knettisch liegen die einzigen Beschränkungen im Einfallsreichtum des Studenten und in seinem Verstehen der Begriffe, die demonstriert werden. Der entscheidende Punkt ist Einfachheit. Nichts ist zu unbedeutend oder unwichtig, um auf einem Knettisch demonstriert zu werden. Alles kann auf diese Weise demonstriert werden, wenn man nur daran arbeitet. Und einfach das Arbeiten daran, wie man es demonstriert oder in Knetmasse mit Beschriftungen darstellt, bringt ein neues Verstehen hervor. Der Satz Wie stelle ich es in Knetmasse dar? enthält das Geheimnis, wie man jemandem wirklich etwas beibringt. Wenn man es in Knete darstellen kann, versteht man es. Kann man es nicht, so versteht man nicht wirklich, was es ist. Das Verfahren des Darstellens in Knetmasse mit Beschriftungen funktioniert nur dann, wenn der Begriff oder die Dinge wirklich verstanden sind. Und arbeitet man sie in Knetmasse aus, dann bringt dies ein Verstehen von ihnen hervor. Daher kann man vorhersagen, dass das Verfahren des Demonstrierens am Knettisch am meisten in einer Praktik oder Organisation verwendet werden wird, die am meisten versteht, und es wird am wenigsten in einer Organisation verwendet werden, die am wenigsten versteht (und die am wenigsten erfolgreich ist). Lassen Sie uns einmal den Grad der Einfachheit der Begriffe anschauen, die in einem Ausbildungskurs verwendet werden sollen. Nehmen wir den Begriff Körper. Gut, machen Sie ein paar Klumpen, nennen Sie es einen Körper und versehen Sie ihn mit einem Schild Körper. Das sieht nun nicht so aus, als ob da viel dabei wäre. Es hat aber eine Menge mit dem Fördern des Verstehens zu tun. Lassen Sie uns einen gelben Ring aus Knetmasse machen und ihn neben, auf oder in den Körper legen und mit einem Schildchen ein Thetan versehen. Wir können daraufhin die Beziehung zwischen den beiden meistverwendeten Begriffen in der Lehresehen, Körper und Thetan. Und Erkenntnisse werden sich daraus ergeben. Die Aufmerksamkeit des Studenten wird direkt in diesen Raum und auf das Thema gerichtet. Bringt man den Studenten dazu, dies selbst zu tun , so bringt das ein neues Ergebnis hervor. Bringt man den Studenten dazu, dies fünfundzwanzigmal mit seinen eigenen Händen zu tun, so exteriorisiert es ihn beinahe. Wird der Student dazu gebracht, auszutüfteln, wie es in Knetmasse noch besser dargestellt werden kann, so macht ihm dies die ganze Idee der Position des Thetans im Körper klar. Künstlerische Darstellung ist kein Ziel bei der Arbeit am Knettisch. Die Formen sind grob. Nehmen Sie ein grosses Stück Knetmasse beliebiger Farbe und bedecken Sie sowohl Thetan als auch Körper damit - und Sie haben den Verstand. Nehmen Sie jeden Teil des Verstand und stellen Sie es in Knete dar, indem Sie einen Thetan, einen Körper und einen oder mehrere Teile des Verstand (Maschine, Faksimile, Ridge, Engramm, Lock und was es noch so alles an Ausdrücken gibt) darstellen, und lassen Sie den Studenten in Knetmasse demonstrieren, was es ist, und wir beginnen klarzustellen, worum es bei uns geht. Lassen Sie einen Studenten ein gegenwärtiges Problem kneten. Lassen Sie es ihn in all seinen Teilen (Chef, Mutter, sich selbst) in Knetmasse darstellen, und lassen Sie ihn jede der Personen mit einem Körper, einem Thetan und einem Verstand darstellen - und einige recht bemerkenswerte Einsichten werden sich zu zeigen beginnen. Die Menge der Dinge, die in Knetmasse dargestellt werden kann, ist unbegrenzt.

DAS BESCHRIFTEN VON KNETDEMONSTRATIONEN
Jeder Teil des Verstand kann durch ein Stück Knetmasse und ein Schildchen dargestellt werden. Die Teile, die Masse sind, werden in Knetmasse gemacht, und die Bedeutungs- oder Gedankenteile werden durch Schilder dargestellt. Gewöhnlich wird für jeden Teil des Verstand sowohl ein Stück Knetmasse als auch ein Schild verwendet. Ein dünner Ring aus Knetmasse mit einem grossen Loch in der Mitte wird gewöhnlich verwendet, um eine reine Bedeutung zu zeigen. Alles, was auf einem Knettisch gemacht wird, wird beschriftet, egal, wie plump das Schild ist. Studenten machen die Schilder gewöhnlich aus Papierstückchen, auf die mit Kugelschreiber geschrieben wird. Das Verfahren sollte folgendermassen ablaufen: Der Student fertigt einen Gegenstand an und beschriftet ihn, fertigt einen weiteren Gegenstand an und beschriftet ihn, fertigt einen dritten Gegenstand an und beschriftet ihn und so weiter, in dieser Abfolge. Wenn ein Student all die Masseteile seiner Demonstration auf einmal macht, ohne sie mit Schildern zu versehen, so sitzt er da mit all diesen Bedeutungen, die sich in seinem Verstand anhäufen, anstatt jede einzelne (in Form eines Schildchens) niederzuschreiben, während er seine Knetdemonstration macht. Das korrekte Verfahren ist, jede einzelne Masse sofort dann zu beschriften, wenn man sie angefertigt hat.

DIE GRÖSSE VON KNETDEMONSTRATIONEN
Die Grösse der Demonstration kann wichtig sein. Eine Knetdemonstration sollte recht gross sein. (Eine Höhe von 2 bis 5 Zentimetern ist in der Regel nicht ausreichend.) Grosse Demonstrationen helfen dabei, die Realität des Studenten darüber, was er demonstriert, zu vergrössern. Mehr Realität bedeutet mehr Affinität und mehr Kommunikation und daher mehr Verstehen.

CHECKOUTS
Die Knetdemonstration muss zeigen, dass der Student die Materialien, die demonstriert werden, versteht. Die Knetmasse zeigt die Sache, nicht die Schilder oder die Phantasie. Ist die Knetdemonstration eines Studenten nicht korrekt gemacht oder zeigt sie nicht das, was demonstriert werden soll, dann muss ihm ein Flunk gegeben werden, wobei Bezug auf das Material genommen wird. Der Student muss in einem solchen Fall auf das korrekte Bulletin, das korrekte Policy Letter oder das korrekte Buch oder Tonband aus den Materialien des Kurses verwiesen werden. Man verweist nie auf die Demonstration eines anderen Studenten oder benutzt sie als Beispiel.

DER UMGANG MIT KNETMASSE
Knetmasse ist unsauber. Bis wir eine völlig ölfreie Knetmasse gefunden haben, müssen Vorkehrungen getroffen werden, damit sich die Studenten nicht schmutzig machen und, falls dies doch geschieht, dass sie sich hinterher wieder säubern. Zu diesem Zweck kann der Kursverwalter grosszügig bemessene Mengen von billigen Reinigungstüchern und geruchlosem Lösungsmittel zur Verfügung stellen. Zu stark haftende oder klebrige Knetmasse und der Geruch von schlechten Lösungsmitteln können dem grossen Wert von Knettischarbeit ein Ende bereiten. Sichern Sie sich also dagegen.
Das Wichtigste ist, den einzelnen Studenten jeden Fachausdruck in Knetmasse und Schildern darstellen zu lassen. Sie werden sehen, wie in der Ausbildung eine neue Ära anbricht. Sie werden beobachten, dass die Blows von der Akademie ausbleiben und in vielen Fällen die Zeit, die auf dem Kurs verbracht wird, auf ein Fünftel absinkt. Es ist für jeden Kurs wünschenswert, dies zu erreichen, und somit ist die Arbeit am Knettisch eine ernstzunehmende Tätigkeit in der Akademie. Einfallsreichtum und Verstehen sind die einzigen Beschränkungen bei der Verwendung des Knettisches und dem Erzielen von hervorragenden Ergebnissen damit.

TWIN-CHECKOUTS
In der Ausbildung arbeiten wir mit einem System, das TWINCHECKOUTS genannt wird. Jedem Studenten wird vom Kursleiter ein Twin zugewiesen, mit dem er zusammenarbeitet. Der Studierende arbeitet das ihm zugeteilte Material durch, wobei ihm von seinem Twin, falls erforderlich, über die schwierigen Stellen hinweggeholfen wird. Wenn der Studierende sein Material kann, bekommt er von seinem Twin ein Checkout. Erhält der Studierende einen Flunk, so muss er sein Material noch einmal durcharbeiten. Wenn er damit fertig ist, wird er von neuem überprüft. Hat er bestanden, so zeichnet der Twin das Checkblatt entsprechend ab, womit er bestätigt, dass der Studierende sein Material verstanden hat. Am Ende der Studierperiode wird das Checkblatt dem Kursleiter vorgelegt.

SCHLECHTE ANGEWOHNHEITEN BEIM STUDIEREN
Frühere Ausbildungsformen leiden unter einer Angewohnheit. Diese stammt aus all den Jahren formeller Schulausbildung, wo man nach diesem Fehler lebt. Wenn der Student die Wörter kennt, nimmt der Lehrer an, dass er auch die Melodie kennt. Es wird einem Studenten niemals irgend etwas nützen, einige Fakten zu kennen. Von einem Studenten wird nur erwartet, Fakten zu verwenden. Es ist so leicht, Gedanken zu konfrontieren, und so schwer, Aktion zu konfrontieren, dass der Ausbilder oft in zufriedener Weise den Studenten Wörter und Ideen äussern lässt, die dem Studenten nichts bedeuten. Alle Theorie-Checkouts müssen das Verstehen des Studenten im Auge haben. Wenn sie das nicht tun, sind sie zwecklos und werden den Studierenden schliesslich verstimmen. Schwierigkeiten auf einem Kurs stammen ausschliesslich daher, dass der Student Wörter oder Daten nicht begriffen hat. Wenn dies auch durch Auditieren wieder behoben werden kann - warum soll man das eigentlich immer wieder tun, wenn es schon von vornherein durch sachgemässe Theorie- Checkouts vermieden werden kann?
Es gibt hier zwei Phänomene.
ERSTES PHÄNOMEN
Wenn ein Studierender es versäumt, ein Wort zu verstehen, so ist der Abschnitt, der diesem Wort folgt, in seinem Gedächtnis wie ausgelöscht. Sie können dies immer bis zu dem Wort zurückverfolgen, das vor der leeren Stelle liegt. Sorgen Sie dafür, dass der Studierende das entsprechende Wort versteht. Dann werden Sie feststellen, dass wie auf wunderbare Weise die zuvor leere Stelle im Text nun nicht mehr leer ist. Dies ist pure Magie.
ZWEITES PHÄNOMEN Das zweite Phänomen tritt auf, nachdem der Studierende über viele missverstandene Wörter hinweggegangen ist. Er fängt an, das Thema, das er studiert, immer weniger zu mögen. Dies wird gefolgt von verschiedenartigen geistigen und körperlichen Zuständen sowie Beschwerden, Nörgeleien und Seht nur, was ihr mir angetan habt. Das rechtfertigt ein Sichentfernen oder Blowen vom Thema, das studiert wird. Aber das Erziehungssystem, das Blows missbilligt, bewirkt, dass sich der Studierende selbst wirklich von seinem Studierthema zurückzieht (egal, was er gerade studierte) und an seiner Stelle einen Schaltkreis errichtet, der Sätze und Zitate aufnehmen und wiedergeben kann. Jetzt haben wir den schnellen Studenten, der irgendwie das, was er lernt, nie anwendet. Das daraus resultierende besondere Phänomen besteht darin, dass solch ein Student einige Wörter studieren und anschliessend wiedergeben kann, und doch an der ganzen Sache nicht wirklich beteiligt ist. Beim Examen bekommt er eine 1+, aber anwenden kann er die Daten nicht. Der Schlüssel ist hier das Demonstrieren. In demselben Augenblick, in dem Sie solch einen Studenten auffordern, eine Regel oder eine Theorie zu demonstrieren, sei es mit seinen Händen oder mit Heftklammern auf ihrem Tisch, wird seine Zungenfertigkeit zerschellen. Das kommt daher, dass ein Student, wenn er Wörter oder Ideen auswendig lernt, immer noch die Auffassung aufrechterhalten kann, dass dies alles nichts mit ihm zu tun habe. Dies ist ganz und gar eine Schaltkreisaktion und daher sehr zungenfertig. In dem Augenblick, in dem Sie ihn auffordern, ein Wort, eine Idee oder ein Prinzip zu demonstrieren, muss der Student etwas damit zu tun haben. Und fliegt auf. Der Student, der durch und durch schwer von Begriff ist, ist lediglich in der Leere des Nichtverstehens steckengeblieben, die irgendeinem missverstandenen Wort folgte.
Der äusserst kluge Student, der aber die Daten nicht anwenden kann, ist überhaupt nicht da. Er hat lange zuvor aufgehört, den Stoff oder das Gebiet zu konfrontieren. Die Lösung für beide Fälle - den des klugen Nichtverstehens und den des Schwer von Begriff Seins - besteht darin, das fehlende Wort zu finden. Diese Zustände können jedoch von vornherein verhindert werden, indem man einen Studenten nicht über das übergangene Wort hinwegstudieren lässt, bevor dessen Bedeutung verstanden wurde. Und das ist die Pflicht des Twins.

THEORIETRAINING
Theorietraining heisst, einen Studierenden alle Wörter definieren zu lassen, alle Regeln angeben zu lassen, mit seinen Händen oder kleinen Gegenständen Angaben aus einem Text demonstrieren zu lassen, und es kann auch Definitionen von Fachausdrücken beinhalten. Die gewöhnliche Aktion des Kursüberwachers wäre, jeden Studierenden, der Schwierigkeiten hat oder der langsam oder zungenfertig ist, mit einem Twin mit vergleichbaren Schwierigkeiten zusammenzusetzen und beide miteinander abwechselnd Theorietraining machen zu lassen. Dann, wenn sie den zugewiesenen Text durchtrainiert haben, geben sie ihrem Twin ein Checkout. Dieses Checkout ist eine stichprobenartige Überprüfung, ein paar Definitionen oder Regeln und einige Demonstrationen davon.

DEMONSTRATIONEN
Wenn man beim Überprüfen eines Textes nur danach trachtet, ob dieser wörtlich oder umformuliert wiedergegeben werden kann, beweist das rein gar nichts. Dies gibt keine Garantie dafür, dass der Student die Daten kennt, sie benutzt oder anwenden kann, noch dafür, dass der Student überhaupt gegenwärtig ist. Weder der kluge Student noch der, der schwer von Begriff ist (die beide unter demselben Übel leiden) werden von einer solchen Prüfung profitieren. Daher ist es völlig falsch, bei einer Prüfung danach Ausschau zu halten, ob jemand den Text kennt und ihn wörtlich oder umformuliert wiedergeben kann, und darf nicht gemacht werden.
Korrektes Überprüfen besteht ausschliesslich darin, den Betreffenden:
a) beantworten zu lassen, was die Wörter bedeuten (indem man ihn die Wörter mit seinen eigenen Worten noch einmal definieren und ihn den Gebrauch dieser Wörter durch selbstgebildete Sätze demonstrieren lässt) und
b) demonstrieren zu lassen, wie die Daten angewendet werden. Der Twin kann fragen, was die Wörter bedeuten. Und der Twin kann nach Beispielen fragen, wie man das tut oder anwendet.
Zu fragen: Wie lautet der erste Abschnitt?, wäre so ungefähr das äusserste Mass an Stumpfsinn, das man erreichen könnte. Ich selbst würde mir nie die Mühe machen zu fragen: Welche Regeln sind hier über - angegeben?. Durch keine dieser beiden Fragen kann ein Twin herausfinden, ob er es mit einem klugen Nichtanwender oder mit einem Studenten, der schwer von Begriff ist, zu tun hat. Derlei Fragen fordern Nörgeln und Blows von einem Kurs geradezu heraus.
Ich würde mir den ersten Abschnitt eines jeden Materials, auf das ich einen Studenten überprüfen würde, vornehmen und einige seltener vorkommende Wörter herausgreifen. Ich würde den Studenten bitten, jedes einzelne zu definieren und dessen Gebrauch in einem eigenen Satz zu demonstrieren. Ich würde beim allerersten Nun - äh - lassen Sie mich überlegen! - einen Flunk erteilen, womit dieses Checkout beendet wäre. Ich würde nicht ausschliesslich Fachwörter herausgreifen. Ich würde Wörter wie Vorteil, permissiv, kalkulieren ebenso wie Engramm nehmen. Studenten, die ich selbst überprüfte, pflegten einen gehetzten Gesichtsausdruck zu bekommen und mit einem Wörterbuch unter dem Arm herumzulaufen - aber sie fingen nicht an zu nörgeln, krank zu werden oder zu blowen. Und sie wendeten das, was sie gelernt hatten, an. Vor allem würde ich mich selbst vergewissern, dass ich weiss, was die Wörter bedeuten, bevor ich anfange, jemanden zu überprüfen. Weil wir mit einer neuen Technologie und der Notwendigkeit, den Dingen Namen zu geben, zu tun haben, müssen wir besonders wachsam sein. Bevor Sie unsere Fachausdrücke verwünschen, denken Sie daran, dass ein Fehlen von Fachausdrücken, um Phänomene zu beschreiben, doppelt so unverständlich sein kann wie komplizierte Fachausdrücke, die sich schliesslich doch verstehen lassen. Wir kommen eigentlich ausgezeichnet voran, besser als irgendeine andere Wissenschaft oder ein anderes Fachgebiet. Wir haben noch kein Wörterbuch, aber wir können dem abhelfen. Aber um damit fortzufahren, wie man jemanden überprüft: Wenn der Student die Wörter gekonnt hat, dann würde ich die Musik verlangen. Welche Musik spielen diese Wörter? Ich würde sagen: Nun gut, was können Sie mit diesem Schriftstück anfangen?. Solche Fragen wie: Warum gibt es diese Regel hier, dass Preclears beim Auditieren keine Süssigkeiten essen dürfen? Falls es sich der Student nicht vorstellen könnte, würde ich zu den Wörtern zurückgehen, die direkt vor dieser Regel stehen, um dasjenige Wort herauszufinden, das er nicht verstanden hat. Ich würde fragen: Wie heissen die drei Teile des ARK-Dreiecks? Wenn der Student mir diese genannt hätte, hätte ich dann immer noch die Pflicht, mich zu vergewissern, dass er verstanden hat, warum es gerade diese drei Teile sind. Ich würde, nachdem er sie mir genannt hat, fragen: Wieso? oder: Was werden Sie damit anfangen? Aber wenn ein Student in seinem Studium noch nicht auf der Stufe angelangt ist, wo seine Materialien beinhalten, warum er das ARK-Dreieck gebraucht, so würde ich ihn auch nicht danach fragen. Denn all die Daten darüber, dass man nicht auf einem höheren Niveau als dem gerade studierten überprüft, sind bei Theorie-Checkouts ebenso strikt anzuwenden wie beim Überprüfen der praktischen Übungen und im allgemeinen Unterricht. Ich könnte auch ein Häufchen Büroklammern oder Gummibänder vor mir haben, um mir von den Studenten zeigen zu lassen, dass sie die Wörter und Ideen begriffen haben. Die Theorie-Abteilung behauptet oft: Also, in der praktischen Abteilung kümmert man sich darum. Oh nein, das tut man nicht. Wenn Sie eine Theorie-Abteilung haben, die das glaubt, dann kann die praktische überhaupt nicht funktionieren. Die praktische Abteilung geht durch die einfachen Bewegungen. Die Theorie umfasst, warum man durch die Bewegung geht.
Ich glaube nicht, dass ich Ihnen dies noch länger vorkauen muss.
Sie haben es kapiert.

WÖRTERBÜCHER
Wörterbücher sollten beim Theorie-Studieren zur Verfügung stehen und ebenso bei Twin-Checkouts benutzt werden, wobei vorzugsweise dieselbe Ausgabe verwendet werden sollte. Wörterbücher stimmen nicht immer miteinander überein. Kein Twin sollte versuchen, deutsche (bzw. englische) Wörter aus dem Stegreif zu definieren, wenn er einen Studenten korrigieren muss, da dies zu zu vielen Diskussionen führt. Wenn Sie Wörter definieren, so nehmen Sie ein Wörterbuch hinzu. Ein Wörterbuch wird in wenigen Monaten nach dem Erscheinen dieses Bulletins erhältlich sein, da gerade im Moment mit Hochdruck an der Veröffentlichung eines solchen gearbeitet wird.

WIE MAN THEORIE-CHECKOUTS UND -PRÜFUNGEN DURCHFÜHRT
Die wichtigen Punkte bei einem Bulletin sind:
1. Die spezifischen Regeln, Axiome, Maximen oder stabilen Daten;
2. Die Einzelheiten der Doingness, wie etwas genau durchgeführt wird; und
3. Die Theorie darüber, warum es gemacht wird.
Alles andere ist unnötig. Alles, was Sie verlangen müssen, sind die oben genannten Punkte:
1. Der Student muss die Regeln, Axiome, Maximen und stabilen Daten kennen, und er muss in der Lage sein zu zeigen, dass er auch deren Bedeutung kennt.
2. Man muss die Reihenfolge und Aktionen der Doingness genau kennen, aber nicht wörtlich (mit den gleichen Wörtern wie im Text).
3. Die Theorie muss als logischer Gedankengang, als Begründung oder als aufeinander bezogene Daten genau beherrscht werden, aber nicht wortwörtlich. Das Datum des Vortrages, Bulletins oder Policy Letters ist verhältnismässig unwichtig, und nach anderen Einzelheiten dieser Art sollte niemals gefragt werden. Wenn ein Student oder Mitarbeiter jemals die Daten anwenden soll, so muss er den obigen Punkt 1 aus dem Effeff beherrschen werden, Punkt 2 muss vom Studenten in der Praxis erlebt werden können, und des Punktes 3 muss er sich vollständig bewusst sein. Fragt man die Person, die man prüft, nach irgend etwas anderem, so weist man dadurch ihr Interesse zurück und gibt ihr ein Gefühl von Versagen. Ein Examiner oder Twin sollte Punkt 1 exakt prüfen, Punkt 2 wachsam prüfen und schauen, ob der Student Punkt 3 versteht. Ein Prüfer oder Twin sollte nicht über diese Punkte hinausgehen und Fragen stellen wie z.B. welche Person genannt wurde, wer den Test gemacht hat, was das Copyrightdatum ist, wie die ersten Worte lauten usw. Kursabschlüsse müssen beschleunigt werden. Und gleichzeitig müssen die Daten, die wichtigen Daten, beherrscht und verstanden werden. Gute, vernünftige Überprüfung ist hier die Antwort. Irrelevante Prüfungsfragen verlangsamen den Studenten nur und verlängern den Kurs. Es sei hier noch erwähnt, dass bei Checkouts von Bulletins auch nach Demonstrationen gefragt werden muss. Verwenden Sie Büroklammern, Gummibänder usw. Der Examiner oder Twin sollte Fragen stellen, die eine Fähigkeit zur Anwendung verlangen. Geben Sie dem Studenten eine Situation, und lassen Sie ihn erklären, wie er mit ihr umgehen würde. Seien Sie so hart, wie Sie wollen, aber nur in Bezug auf die oben genannten Punkte 1, 2 und 3.

DIE ANHEBUNG DES STANDARDS VON AUSBILDUNG UND PRÜFUNG
Der eigentliche Grund dafür, dass Studenten lange auf Kursen bleiben, liegt in unangebrachter Kritik der Ausbilder hinsichtlich dessen, was vom Studenten erwartet wird. Es gibt eine Technologie der Kunstkritik, wie sie in der von Focal Press veröffentlichten Enzyklopädie sehr schön beschrieben steht. In diesem Artikel wird betont, dass ein Kritiker, der ebenso ein erfahrener Künstler ist, dazu neigt, seinen eigenen Perfektionismus (sowie seine Vorurteile und Frustrationen) auf unfaire Weise mit in seine Kritik einzubeziehen. Wir leiden darunter auf allen unseren Kursen in erstaunlichem Grade. Ich hatte es nicht eher bemerkt, weil ich von einem Studenten auf den unteren Stufen nicht erwarte, dass er Resultate erzielt, die erst auf oberen Stufen zu finden sind. Sie können das oberflächlich unter den Studenten Gewinne haben lassen zusammenfassen, aber wenn Sie das tun, schiessen Sie total am Ziel vorbei.
Beispiel: Ein Student, der bereit ist, sein Stufe zu bestehen, bekommt darauf einen Flunk, weil er nicht bestätigen konnte. Aber einem Studenten auf der Stufe ist noch gar nicht beigebracht worden, wie man bestätigt.
Ein solcher Student hat die Daten über Bestätigung noch nicht einmal gelesen. Auf diese Weise kann der Student die Stufe nicht bestehen und kommt somit niemals zu der Stufe, wo Bestätigung gelehrt wird - falls er es dennoch schafft, so wäre er selbst nie überzeugt davon, die Itsa-Stufe wirklich bestanden zu haben, und hat also keine Fortschritte gemacht.
Und so bleiben all unsere Studenten hängen und daher lernen sie nicht.
Wie geschieht das?
Wie kann es dazu kommen?
Der Ausbilder ist ein erfahrener Auditor. So sollte es auch sein. Aber als erfahrenen Auditor schmerzt es ihn, wenn der Student eine höhere Stufe als diejenige, die er gerade studiert, schlecht ausführt. Also gibt er dem Studenten einen Flunk, weil das Auditing schlecht aussieht. Aber schauen Sie - der Student wurde nicht als Auditor geprüft. Der Student wurde nur auf Itsa geprüft. Dazu kommt, dass das Auditieren als ganzes dem Ausbilder als erfahrenem Auditor so leicht fällt, dass er es versäumt, es für Unterrichtszwecke in einzelne Bestandteile aufzugliedern. Anhand des folgenden Beispiels werden Sie dies noch besser verstehen, weil es einfach lächerlich wirkt: Der Student ist bereit, TR 0 zu bestehen. Der Ausbilder schaut sich den Studenten bei der Überprüfung an und sagt: Du hast nicht bestanden. Student: Warum nicht? Ausbilder: Du hast nicht die Aktionen gemacht, um den PreClear von allen seinen GPMs zu befreien. Nun gut, es ist uns allen klar, dass so etwas albern wäre. Aber Ausbilder tun dies tagtäglich, wenn auch auf eine weniger drastische Weise. Der Ausbilder führt Zusätze ein. Als erfahrenem Auditor erscheint es ihm ganz natürlich zu sagen: Du hast deine Prüfung für Itsa nicht bestanden, weil du den PreClear nie bestätigt hast. Verstehen Sie das jetzt. Das ist wirklich genauso verrückt und überspannt wie in dem unsinnigen Beispiel oben. Was hat Bestätigung mit Itsa zu tun? Nichts! Da der Ausbilder ein erfahrener Auditor ist, besteht für ihn das Auditieren nicht mehr aus verschiedenen Einzelteilen, sondern ist für ihn ein untrennbares Ganzes. Einverstanden. Ein guter Auditor hat diese Einstellung. Aber der arme Student kann keinen der einzelnen Teile erfassen, weil von ihm das Ganze auf einmal verlangt wird. Was bedeutet Itsa? Es bedeutet Zuhören. Ist der Student in der Lage zuzuhören? In Ordnung, er kann zuhören; aber der Experte sagt: Er hat nicht 15 TA-Abschnitte pro Stunde erreicht. Auf was denn? Auf dem E-Meter natürlich. Was für ein E-Meter? Das gehört doch zu Stufe II, und Itsa ist Stufe 0. Ja, protestiert der Experte, aber der PreClear hat sich nicht verbessert! In Ordnung, von welchem PreClear wird denn auf Stufe 0 erwartet, dass er sich verbessert? Es ist gewöhnlich ein Zufall, wenn das geschieht. Besteht nun dieser Student die Prüfung? Nein! Er kann den PreClear noch nicht einmal anschauen! Nun, das ist TR 0 von Stufe I. Aber er muss doch wie ein Auditor aussehen! Wie kann er das? Ein Auditor muss einen Kommunikationskurs absolvieren, bevor man ihn wirklich Auditor nennen kann. Na schön, ich werde meine Standards senken - , fängt der Experte an. Zum Teufel, nein, Experte! Sie sollten lieber Ihre Standards für jede einzelne Stufe und für jeden kleinen Teil des Auditings anheben. Wie heisst es auf Stufe 0? Es heisst Zuhören. Okay, wenn der Student in der Lage ist, dazusitzen und zuzuhören, ohne einen PreClear mit Gequassel zum Schweigen zu bringen, dann, verdammt noch mal, hat er bestanden. Und das E-Meter? Lassen Sie sich lieber nicht von mir dabei erwischen, auf Stufe 0 das Arbeiten mit dem E-Meter zu unterrichten. Und so geht es geradewegs weiter hinauf durch die Stufen und die Teilstücke innerhalb der Stufen. Indem man Itsa geheimnisvoll und schwierig macht und indem man umfangreiche neue Standards wie TA und Bestätigung hinzufügt, ist das Endergebnis nur, dass man dem Studenten niemals Itsa beibringt! Auf diese Weise macht er weiter und auditiert dann auf Stufe IV miserabel. Er kann keinen PreClear kontrollieren. Er kann kein E-Meter handhaben - nichts. Der Experte versucht also, einen Studenten am ersten Tag Auditing durchführen zu lassen, und der Student wird niemals dazu ausgebildet, auf Stufe 0 zu auditieren. Dieser Unsinn wird auf Stufe I wiederholt (indem man ein E-Meter hinzufügt und vom Standpunkt des Perfektionisten aus Flunks erteilt, weil der PreClear einen ARK-Bruch nicht handhaben konnte) und wiederum auf Stufe II wiederholt (weil der PreClear nicht assessieren konnte) und auf Stufe III usw. usw. Nun, wenn Sie die ganze Zeit Dinge ausserhalb der Reihenfolge hinzufügen und etwas verlangen, was zu einer Stufe gehört, die der Student noch nicht erreicht hat, wird der Student in einem Knäuel voller Verwirrungen enden, so wie die Katze im Garn. So bilden wir nicht aus. Wir verhindern ein klares Erkennen der Teile des Auditings, indem wir die Standards und Aktionen von höheren Stufen den Tätigkeiten auf unteren Stufen hinzufügen. Dies verbraucht Zeit. Es schafft ein Durcheinander. An seinem ersten Abend zu Hause versucht der frischgebackene HCA immer, seiner Gruppe einen ganzen HCA-Kurs auf einmal abzuhalten. Nun, das heisst noch lange nicht, dass altgediente Veteranen dies auf unseren Kursen machen müssen. Die Leute werden ewig auf unseren Kursen bleiben und wir werden keine Auditoren haben, wenn Sie niemals einen Studenten Stufe 0 lernen lassen, weil er einen Flunk bekommt, wenn er nicht zuerst Stufe VI macht. Die Ausbilder dürfen nicht aus ihrer eigenen vollen Sachkenntnis heraus lehren, sondern müssen die gemäss Lehrbuch erwarteten Aktionen der Stufe unterrichten, auf der der Student ausgebildet wird. Über diese Stufe hinauszugehen, wie etwa Assessment auf Stufe II oder Bestätigung und das E-Meter auf Stufe 0 zu behandeln, bedeutet, dem Studenten jegliches klare Erkennen der Dinge, die von ihm erwartet werden, zu verweigern. Und wenn er niemals die einzelnen Teile lernt, wird er niemals das Ganze ausführen können. Und das ist alles, was an unserer Ausbildungsweise oder an unseren Ausbildern verkehrt ist. Als fachmännische Auditoren hören sie auf, den einzelnen Teil anzuschauen, den der Student allein für sich beherrschen muss, und sie bilden den Studenten nicht darin aus und lassen ihn nicht darauf eine Prüfung bestehen. Statt dessen verwirren sie den Studenten, indem sie mehr als den Teil verlangen, den er gerade lernt.
Ausbildung wird auf einer Gradientenskala durchgeführt. Lernen Sie jeden Teil für sich allein genommen gut. Und nur dann können die Teile zusammengesetzt werden und das ergeben, was wir wollen - einen gut ausgebildeten Studenten. Dies bedeutet nicht, irgendwelche Standards zu senken. Es bedeutet, sie in der gesamten Ausbildung anzuheben.

CHECKOUTS AUF BULLETINS
Die andere Seite der Medaille, die Theorie, leidet unter einer Angewohnheit. Diese stammt aus all den Jahren formeller Schulausbildung, wo man nach diesem Fehler lebt. Wenn der Student die Wörter kennt, nimmt der Theorieausbilder an, dass er auch die Melodie kennt. Es wird einem Studenten niemals irgend etwas nützen, einige Fakten zu kennen. Von einem Studenten wird nur erwartet, Fakten zu verwenden. Es ist so leicht, Gedanken zu konfrontieren, und so schwer, Aktion zu konfrontieren, dass der Ausbilder oft in zufriedener Weise den Studenten Wörter und Ideen äussern lässt, die dem Studenten nichts bedeuten. Alle Theorie-Checkouts müssen das Verstehen des Studenten im Auge haben. Wenn sie das nicht tun, sind sie zwecklos und werden den Studierenden schliesslich ARK-brechen. Nörgeln auf Kurs stammt ausschliesslich daher, dass der Student Wörter oder Daten nicht versteht. Wenn dies auch durch Auditieren wieder behoben werden kann - warum soll man das eigentlich immer wieder tun, wenn es schon von vornherein durch sachgemässe Theorie- Checkouts vermieden werden kann?
Es gibt hier zwei Phänomene.
ERSTES PHÄNOMEN Wenn ein Studierender es versäumt, ein Wort zu verstehen, so ist der Abschnitt, der diesem Wort folgt, in seinem Gedächtnis wie ausgelöscht. Sie können dies immer bis zu dem Wort zurückverfolgen, das vor der leeren Stelle liegt. Sorgen Sie dafür, dass der Studierende das entsprechende Wort versteht. Dann werden Sie feststellen, dass wie auf wunderbare Weise die zuvor leere Stelle im Text nun nicht mehr leer ist. Dies ist pure Magie.
ZWEITES PHÄNOMEN Das zweite Phänomen ist der Overtzyklus, der einem missverstandenem Wort folgt. Wenn ein Wort nicht verstanden wird, verfällt der Student in ein Nichtverstehen (eine Leere) der Dinge direkt danach. Dies wird gefolgt von der Lösung des Studenten für den Zustand der Leere, nämlich sich davon zu individuieren - sich davon abzusondern. Jetzt, wo er etwas anderes ist als die leere Stelle, begeht der Student Overts gegen den allgemeineren Bereich. Diese Overts werden natürlich davon gefolgt, dass er sich selbst davor zurückhält, Overts zu begehen. Dies zieht Flows in Richtung auf die Person und lässt sie begierig nach Motivatoren verlangen. Dies wird gefolgt von verschiedenartigen geistigen und körperliche Zuständen sowie Beschwerden, Nörgeleien und Seht nur, was ihr mir angetan habt. Das rechtfertigt ein Sich-entfernen oder Blowen vom Thema, das studiert wird. Aber das Erziehungssystem, das Blows missbilligt, bewirkt, dass sich der Studierende selbst wirklich von seinem Studierthema zurückzieht (egal, was er gerade studierte) und an seiner Stelle einen Schaltkreis errichtet, der Sätze und Zitate aufnehmen und wiedergeben kann. Jetzt haben wir den schnellen Studenten, der irgendwie das, was er lernt, nie anwendet. Das daraus resultierende besondere Phänomen besteht darin, dass solch ein Student einige Wörter studieren und anschliessend wiedergeben kann, und doch an der ganzen Sache nicht wirklich beteiligt ist. Beim Examen bekommt er eine 1+, aber anwenden kann er die Daten nicht. Der Student, der durch und durch schwer von Begriff ist, ist lediglich in der Leere des Nichtverstehens steckengeblieben, die irgendeinem missverstandenen Wort folgte. Der äusserst kluge Student, der aber die Daten nicht anwenden kann, ist überhaupt nicht da. Er hat lange zuvor aufgehört, den Stoff oder das Gebiet zu konfrontieren. Die Lösung für beide Fälle - den des klugen Nichtverstehens und den des Schwer von Begriff Seins - besteht darin, das fehlende Wort zu finden. Diese Zustände können jedoch von vornherein verhindert werden, indem man einen Studenten nicht über das übergangene Wort hinwegstudieren lässt, bevor dessen Bedeutung verstanden wurde. Und das ist die Pflicht des Theorieausbilders.

DEMONSTRATIONEN
Wenn man beim Überprüfen eines Bulletins oder Tonbandvortrags nur danach trachtet, ob dieser wörtlich oder umformuliert wiedergegeben werden kann, beweist das rein gar nichts. Dies gibt keine Garantie dafür, dass der Student die Daten kennt, sie benutzt oder anwenden kann, noch dafür, dass der Student überhaupt gegenwärtig ist. Weder der kluge Student noch der, der schwer von Begriff ist (die beide unter demselben Übel leiden) werden von einer solchen Prüfung profitieren. Daher ist es völlig falsch, bei einer Prüfung danach Ausschau zu halten, ob jemand den Text kennt und ihn wörtlich oder umformuliert wiedergeben kann, und darf nicht gemacht werden.
Korrektes Überprüfen besteht ausschliesslich darin, den Betreffenden:
a) beantworten zu lassen, was die Wörter bedeuten (indem man ihn die Wörter mit seinen eigenen Worten noch einmal definieren und ihn den Gebrauch dieser Wörter durch selbstgebildete Sätze demonstrieren lässt) und
b) demonstrieren zu lassen, wie die Daten verwendet werden.
Der Examiner muss kein Knettisch-Auditing durchführen, nur um einen Studenten zum Bestehen zu bringen. Aber der Examiner kann fragen, was die Wörter bedeuten. Und der Examiner kann nach Beispielen fragen, wie man das tut oder anwendet. Zu fragen: Wie lautet der erste Abschnitt dieses HCO Bulletins?, wäre so ungefähr das äusserste Mass an Stumpfsinn, das man erreichen könnte. Ich selbst würde mir nie die Mühe machen zu fragen: Welche Regeln sind hier über - angegeben?. Durch keine dieser beiden Fragen kann ein Twin herausfinden, ob er es mit einem klugen Nichtanwender oder mit einem Studenten, der schwer von Begriff ist, zu tun hat. Derlei Fragen fordern Nörgeln und Blows von einem Kurs geradezu heraus. Ich würde mir den ersten Abschnitt eines jeden Materials, auf das ich einen Studenten überprüfen würde, vornehmen und einige seltener vorkommende Wörter herausgreifen. Ich würde den Studenten bitten, jedes einzelne zu definieren und dessen Gebrauch in einem eigenen Satz zu demonstrieren. Ich würde beim allerersten Nun - äh - lassen Sie mich überlegen! - einen Flunk erteilen, womit dieses Checkout beendet wäre. Ich würde nicht ausschliesslich Fachwörter herausgreifen. Ich würde Wörter wie Vorteil, permissiv, kalkulieren ebenso wie Engramm nehmen. Studenten, die ich selbst überprüfte, pflegten einen gehetzten Gesichtsausdruck zu bekommen und mit einem Wörterbuch unter dem Arm herumzulaufen - aber sie fingen nicht an zu nörgeln, krank zu werden oder zu blowen. Und sie wendeten das, was sie gelernt hatten, an. Vor allem würde ich mich selbst vergewissern, dass ich weiss, was die Wörter bedeuten, bevor ich anfange, jemanden zu überprüfen. Weil wir mit einer neuen Technologie und der Notwendigkeit, den Dingen Namen zu geben, zu tun haben, müssen wir besonders wachsam sein. Bevor Sie unsere Fachausdrücke verwünschen, denken Sie daran, dass ein Fehlen von Fachausdrücken, um Phänomene zu beschreiben, doppelt so unverständlich sein kann wie komplizierte Fachausdrücke, die sich schliesslich doch verstehen lassen. Wir kommen eigentlich ausgezeichnet voran, besser als irgendeine andere Wissenschaft oder ein anderes Fachgebiet. Wir haben noch kein Wörterbuch, aber wir können dem abhelfen. Aber um damit fortzufahren, wie man jemanden überprüft: Wenn der Student die Wörter gekonnt hat, dann würde ich die Musik verlangen. Welche Musik spielen diese Wörter? Ich würde sagen: Nun gut, was können Sie mit diesem Bulletin (oder Tonband) anfangen?. Solche Fragen wie: Warum gibt es diese Regel hier, dass Preclears beim Auditieren keine Süssigkeiten essen dürfen? Falls es sich der Student nicht vorstellen könnte, würde ich zu den Wörtern zurückgehen, die direkt vor dieser Regel stehen, um dasjenige Wort herauszufinden, das er nicht verstanden hat. Ich würde fragen: Wie lauten die Anweisungen von 8C? Wenn der Student mir diese genannt hätte, hätte ich dann immer noch die Aufgabe, mich zu vergewissern, dass er verstanden hat, warum es gerade diese Anweisungen sind. Ich würde, nachdem er sie mir genannt hat, fragen: Wieso? oder: Was werden Sie damit anfangen? Einen PreClear damit auditieren, könnte er sagen. Ich würde sagen: Gut, warum diese Anweisungen? Aber wenn ein Student in seinem Studium noch nicht auf der Stufe angelangt ist, wo seine Materialien beinhalten, warum er diese Anweisungen gebraucht, so würde ich ihn auch nicht danach fragen. Denn all die Daten darüber, dass man nicht auf einem höheren Niveau als dem gerade studierten überprüft, sind bei Theorie-Checkouts ebenso strikt anzuwenden wie beim Überprüfen der praktischen Übungen und im allgemeinen Unterricht. Ich könnte auch einen Knettisch neben meinem Examiner-Tisch haben (und ich hätte ganz bestimmt einen, wenn ich HCO-Hutüberprüfungen geben würde, auf die all diese Daten ebenfalls Anwendung finden), um mir von den Studenten zeigen zu lassen, dass sie die Wörter und Ideen begriffen haben. Die Theorie-Abteilung behauptet oft: Also, in der praktischen Abteilung kümmert man sich darum. Oh nein, das tut man nicht. Wenn Sie eine Theorie-Abteilung haben, die das glaubt, dann kann die praktische überhaupt nicht funktionieren. Die praktische Abteilung geht durch die einfachen Bewegungen. Die Theorie umfasst, warum man durch die Bewegung geht. Ich glaube nicht, dass ich Ihnen dies noch länger vorkauen muss. Sie haben es kapiert.

DATEN ÜBER THEORIE-CHECKOUTS
Beim Überprüfen von technischen Materialien an Studenten und Mitarbeitern wurde festgestellt, dass das neue System gemäss dem HCO PL vom 24. September 1964, Die Anhebung des Standards von Ausbildung und Prüfung, zu langwierig ist, wenn dabei das ganze Bulletin behandelt wird.
Daher ist das System wie folgt zu verwenden:
1. Verwenden Sie nicht die alte Methode, bei der jedes Bisschen erfasst wird, zusammen mit der neuen Methode.
2. Verwenden Sie nur die neue Methode.
3. Machen Sie eine Stichprobenüberprüfung der Wörter und Materialien; versuchen Sie nicht, das ganze Material zu behandeln. Dies wird auf dieselbe Weise gemacht, wie bei Abschlussprüfungen in Schulen: Nur ein Teil des Materials wird von der Prüfung erfasst, wobei man annimmt, dass der Student - wenn er diesen Teil beherrscht - das ganze Material beherrscht.
4. Geben Sie einen Flunk, wenn der Student beim Versuch zu antworten eine Kommunikationsverzögerung zeigt. Wenn der Student Hm - äh - nun - sagt, dann geben Sie einen Flunk, denn er beherrscht das Material bestimmt nicht gut genug, um es verwenden zu können. (Dies gilt nicht für Stotterer.)
5. Fahren Sie nie mit der Überprüfung eines Bulletins fort, nachdem der Student einen Fehler gemacht hat.
6. Betrachten Sie alle Materialien entweder als sternrangig oder als nullrangig. Hören Sie damit auf, 75%ige Beherrschung von Materialien zu verlangen. Mit anderen Worten, damit ein Student einen Checkout besteht, muss er 100% richtige Antworten gegeben haben. Sind seine Antworten nur zu 75% richtig, besteht er das Checkout nicht. Wenn Sie ein Bulletin oder Tonband für zu unwichtig erachten, um ein 100%iges Bestehen zu verlangen, dann verlangen Sie nur den Nachweis, dass es gelesen wurde, und überprüfen Sie es überhaupt nicht. Mit anderen Worten: Verlangen Sie bei den Materialien, die Sie auschecken, 100% richtige Antworten, und überprüfen Sie weniger wichtiges Material überhaupt nicht, sondern verlangen Sie nur den Nachweis, dass es gelesen wurde.
Sie werden feststellen, dass Sie oft sehr zungenfertige Studenten haben, bei denen Sie keinerlei Fehler finden können und die dennoch nicht in der Lage sein werden, die Daten anzuwenden, bei denen sie die Prüfung bestehen. Dieser Student ist als der kluge Student beschrieben. Demonstration ist hier der Schlüssel. In dem Augenblick, wo Sie solch einen Studenten auffordern, eine Regel oder Theorie mit seinen Händen oder mit den Büroklammern auf Ihrem Tisch zu demonstrieren, wird seine Zungenfertigkeit zerbrechen. Der Grund dafür liegt darin, dass der Student beim Auswendiglernen von Wörtern oder Ideen immer noch die Einstellung aufrechterhalten kann, dass es nichts mit ihm zu tun habe. Es ist ganz und gar eine Schaltkreisaktion und daher sehr zungenfertig. In dem Moment, wo Sie sagen: Demonstriere dieses Wort, diese Idee oder dieses Prinzip, muss der Student etwas damit zu tun haben. Und fliegt auf. Ein Student bestand das Thema Itsa in der Theorie jedesmal mit fliegenden Fahnen, selbst bei unterschiedlich ausgerichteten Fragestellungen, aber es war bekannt, dass er noch nie zugehört hatte. Als ihn der Theorie-Ausbilder aufforderte: Demonstriere mir, was ein Student tun müsste, um Itsa zu bestehen, ging die ganze Sache in die Luft. Es gibt zu viele Arten, Itsa zu auditieren! sagte der Student. Im Bulletin hiess es jedoch einfach: Zuhören. Als er das als zungenfertige Antwort gab, war noch alles in Ordnung. Aber das Demonstrieren brachte zum Vorschein, dass der Student keine Ahnung davon hatte, was es heisst, einem Preclear zuzuhören. Als er es demonstrieren sollte, zeigte sich, dass er an dem Material, das er studierte, überhaupt nicht beteiligt war. Bekommen Sie jetzt nicht die Idee, dass das Demonstrieren eine Aktion ist, die in die praktische Abteilung gehört. In der praktischen Abteilung werden die Übungen gemacht. Diese Demonstrationen in der Theorie sind keine Übungen. Ein Theorie-Examiner soll keine Knetdemonstrationen verlangen. Demonstrationen mit den Händen oder mit Büroklammern oder Zeichnungen reichen gewöhnlich völlig aus!

THEORIETRAINING
Theorietraining heisst, einen Studierenden alle Wörter definieren zu lassen, alle Regeln angeben zu lassen, mit seinen Händen oder kleinen Gegenständen Angaben aus dem Bulletin demonstrieren zu lassen, und es kann auch beinhalten, Definitionen von Fachausdrücken in Knete darzustellen. Das alles gehört zum Theorietraining. Es ist mit dem Trainieren von Übungen im praktischen Teil vergleichbar. Aber es wird bei Bulletinsgemacht, die später geprüft werden müssen. Trainieren ist keine Überprüfung. Der Examiner, der anstelle zu prüfen trainiert, wird den Fortschritt aller Studenten auf dem Kurs aufhalten. Die gewöhnliche Aktion des Kursüberwachers wäre, jeden Studierenden, der Schwierigkeiten hat oder der langsam oder zungenfertig ist, mit einem anderen Studenten mit vergleichbaren Schwierigkeiten zusammenzusetzen und beide miteinander abwechselnd Theorietraining machen zu lassen, ähnlich wie beim Trainieren von Übungen im Praktischen Teil. Dann, wenn sie ein Bulletin, Tonband oder Policy Letter durchtrainiert haben, bekommen sie ein Checkout. Dieses Checkout ist eine stichprobenartige Überprüfung wie oben angegeben, ein paar Definitionen oder Regeln und einige Demonstrationen davon.

WÖRTERBÜCHER
Wörterbücher sollten für die Studenten in der Theoriesektion verfügbar sein, und sie sollten auch bei Theorieprüfungen verwendet werden - vorzugsweise dieselbe Ausgabe. Wörterbücher stimmen nicht immer miteinander überein.
Kein Überwacher sollte versuchen, deutsche (oder auch englische) Wörter aus dem Stegreif zu definieren, wenn er einen Studenten korrigiert, da es zu zu vielen Diskussionen führt. Schlagen Sie ein Wörterbuch auf, wenn Sie die Definition eines Wortes brauchen.
Denken Sie daran, dass, wenn die Dauer von Kursen kürzer wird, auch die Anzahl von Bulletins, die der Student 100%ig beherrschen muss, geringer wird. Bei umfassenden schriftlichen Prüfungen für Klassifizierungen gilt weiterhin als Grundlage, dass 85% für ein Bestehen genügen.
Stellen Sie auch sicher, dass Studenten, die ständig schlechte Noten bekommen, in Review in Ordnung gebracht werden, und zwar vorzugsweise dadurch, dass Definitionen von Wörtern geklärt werden, die sie in einem früheren Fachgebiet nicht verstanden haben. Die Lehre ist niemals die Ursache für beständige Zungenfertigkeit oder beständiges Schwer-von- Begriff-sein. Prozessing dieser Art kann auf der Grundlage von Itsa durchgeführt werden. Es muss nicht am Knettisch stattfinden. Einfach dadurch, dass man durch ein Gespräch das frühere Fachgebiet findet und die Wörter darin erörtert, wird der Zustand gewöhnlich zum Verschwinden gebracht. Ich habe gesehen, wie nur 5 oder 10 Minuten Auditing auf der Grundlage von Finde das Fachgebiet und das Wort die gesamte Einstellung einer Person verändert haben. Es gibt also Arbeit mit Definitionen auf den Stufen 0 und I, aber nicht mit dem Knettisch oder mit Hilfe von Assessments, sondern nur mit Itsa. Sie wären erstaunt, wie gut und wie schnell das funktioniert. Fachgebiete, die du nicht mochtest, Wörter, die du nicht begriffen hast - das sind die zu behandelnden Fragen.
Das Thema Falsche Definitionen bewirken Dummheit oder Schaltkreise, auf welche dann Overts und Motivatoren folgen ist nicht leicht zu übermitteln, denn es ist unter den Menschen so weit verbreitet. Es ist durchaus möglich, dass die Erinnerung an frühere Leben durch einen Wechsel der Sprache ausgelöscht wird, egal ob es sich nun um dieselbe Sprache handelt, die sich im Laufe der Jahre verändert, oder um einen Wechsel der Nationalität. Aber wie es auch immer sein mag - lassen Sie sich nicht durch die Schwierigkeiten entmutigen, die Sie vielleicht dabei haben werden, durchzusetzen, dass dieses Prinzip verstanden und in den verschiedenen Bereichen der Lehreverwendet wird; die Person, die Sie zu überzeugen versuchen, hat auch irgendwo ein paar fehlende Definitionen!

FEHLER BEI STERNRANGIGEN CHECKOUTS
Das Folgende ist eine Liste der häufigsten Fehler, die bei sternrangigen Checkouts gemacht werden. Diese Liste wurde ursprünglich auf meine Bitte hin zusammengestellt und wird nun wieder herausgegeben, um ihr die volle Wirksamkeit eines HCO zu verleihen.
1. Bei einer Kommunikationsverzögerung nicht sofort zu flunken, sondern vernünftig zu werden und dem Studenten zu erlauben, mit dem Checkout fortzufahren. Dies kommt daher, dass man den Grund für Flunks bei Kommunikationsverzögerungen nicht kennt.
2. Bei einem Studenten keine Stichprobenüberprüfung auf ein Policy Letter oder Bulletin zu machen. Dies kommt daher, dass man nicht weiss, was der Zweck von Stichprobenüberprüfungen ist oder warum es in Ordnung ist, an einem Studenten eine Stichprobenüberprüfung vorzunehmen.
3. Nicht zu wissen, dass Theorietraining bedeutet, den Studenten alle Wörter definieren und alle Regeln angeben zu lassen. Dieses Missverständnis kommt daher, dass man den Zweck von Theorietraining nicht kennt.
4. Den Studenten nicht aufzufordern, mit dem Wort einen Satz zu machen, nachdem man ihn gebeten hat, das Wort mit seinen eigenen Worten zu definieren. Sie fragen nach der Bedeutung des Wortes und nach der Verwendung des Wortes in einem selbstgebildeten Satz.
5. Nicht zu wissen, dass ein begriffsstutziger Student in der leeren Stelle direkt nach dem missverstandenen Wort festhängt, und dass man einen begriffsstutzigen Studenten auf dieselbe Weise handhabt, wie man einen zungenfertigen Studenten handhaben würde
6. Keine Fragen zu stellen, die eine Fähigkeit zur Anwendung der Daten verlangen, in der Annahme, dass man den Studenten, wenn man ihn zu demonstrieren auffordert, damit auch gleich aufgefordert hätte, die Daten anzuwenden. Dies ist der wichtigste Punkt beim Geben eines Checkouts und ist der Zweck eines Checkouts. Er darf beim Geben eines Checkouts niemals vernachlässigt werden.
7. Einen Studenten nicht zum Studieren zurückzuschicken, wenn er auf das Policy Letter oder Bulletin geflunkt wird, sondern es ihm statt dessen zu zeigen und dann mit dem Checkout weiterzumachen. Dasselbe gilt, wenn ein Student auf ein Wort geflunkt wird und Sie ihn nur das Wort nachschauen lassen und mit dem Checkout fortfahren, ohne ihn das Wort nachschauen und die Materialien nochmals studieren zu lassen. Dies kommt daher, dass man nicht weiss, was geschieht, wenn ein Student über ein missverstandenes Wort hinweggeht.
Anmerkung: Einen Studenten zum Studieren zurückzuschicken bedeutet, dass der Student seine Missverständnisse findet und klärt und die Materialien vom frühesten aufgefundenen missverstandenen Wort an oder von Anfang an noch mal studiert. Es bedeutet volle Anwendung der Studiertechnologie. Studenten, die die Vorgehensweise bei sternrangigen Checkouts nicht vollständig begriffen haben, haben einen oder mehrere der obigen Punkte nicht verstanden. Diese Punkte sind alle in den Policy Letters enthalten, die am Anfang dieser Ausgabe als Bezugsmaterialien aufgeführt sind, und diese Policy Letters müssen gleichermassen von Überwachern wie von Studenten beherrscht und angewendet werden. Nur wenn nachlässige, nicht standardgemässe Checkouts (oder überhaupt keine) gegeben werden, gibt es schlechte Ergebnisse. Strenge, standardgemässe Checkouts sind der Weg, um die Funktionsfähigkeit zu erhalten.

DAS GEBEN VON STERNRANGIGEN CHECKOUTS
Die einzigen Bedingungen, die jemand erfüllen muss, um ein sternrangiges Checkout geben zu können, sind:
1. Er hat den Abschnitt über sternrangige Checkouts im Studentenhut oder im Grundlegenden Studierleitfaden studiert, und
2. er hat die Materialien studiert, auf die er ein Checkout gibt. Optimal ist es, wenn die Person, die das Checkout gibt, selber ein sternrangiges Checkout auf die Materialien bekommen hat. Dies ist jedoch nicht obligatorisch. Studenten geben sich gegenseitig sternrangige Checkouts. Sie werden nicht vom Kursüberwacher durchgeführt. Die einzigen sternrangigen Checkouts, die ein Überwacher Studenten gibt, sind Checkouts auf die Policy Letters, die mit dem Verfahren und der Technologie von Checkouts zu tun haben. Dies wird am Anfang und, falls nötig, zu jedem späteren Zeitpunkt gemacht, um sicherzustellen, dass seine Studenten wissen, wie Checkouts standardgemäss und ganz exakt nach Vorschrift gegeben werden. Der Überwacher beobachtet seine Studenten, wenn sie sich gegenseitig Checkouts geben. Er achtet auf die Qualität dieser Checkouts. Wenn die Checkouts ausgezeichnet sind, lässt er die Studenten damit weitermachen. Falls eine Korrektur erforderlich ist, händigt er dem Studenten einen Rosa Zettel aus, damit dieser die entsprechenden Policy Letters über Checkouts wortklärt und nochmals studiert; dann gibt der Überwacher dem Studenten auf diese Policy Letters und das Verfahren persönlich ein Checkout. Die einzigen Materialien, die der Überwacher am Studenten persönlich überprüft, sind die über Checkouts. Die Abhilfe für nicht richtig gegebene Checkouts ist Wortklären und erneutes Studieren der Materialien über Checkouts, und nicht, dass der Überwacher die Checkouts aller Kursmaterialien selbst übernimmt. Nur auf diese Weise können Sie effektive Checkouts und einen Überwacher haben, der ungehindert und wirksam überwachen kann.

EINFACHE WÖRTER
Man könnte zunächst annehmen, dass es die grossen Wörter oder die technischen Ausdrücke sind, die am häufigsten missverstanden werden. Das ist nicht der Fall. Tatsächlichen Untersuchungen zufolge waren es einfache Wörter und nicht Dianetikoder Wörter, die das Verstehen verhinderten. Aus irgendeinem Grunde begreift man Dianetik- und Wörter leichter als einfaches Deutsch. Wörter wie ein, der, existieren, solch und andere Wörter, die jeder kennt, tauchen mit grosser Häufigkeit bei Wortklären mit Methode 2 auf. Sie ergeben eine Anzeige. Man braucht ein grosses Wörterbuch, um diese einfachen Wörter vollständig zu definieren. Dies ist eine weitere Eigentümlichkeit. Die kleinen Wörterbücher gehen ebenfalls davon aus, dass jeder diese Wörter kennt. Es ist fast unglaublich, einen Hochschulabsolventen zu erleben, der jahrelang schwierige Fächer studiert hat und dennoch nicht weiss, was oder, durch oder ein bedeutet. Man muss es gesehen haben, um es zu glauben. Aber wenn mit seinen Missverständnissen aufgeräumt wird, verwandelt sich seine gesamte Ausbildung von einer festen Masse aus Fragezeichen in eine klare, nutzbringende Übersicht. Ein Test mit Schulkindern in Johannesburg hat einmal ergeben, dass die Intelligenz mit jedem neuen Schuljahr abnahm! Die Antwort zu diesem Rätsel lag einfach darin, dass sie jedes Jahr ein paar weitere Dutzend zerschmetternde missverstandene Wörter zu einem ohnehin schon verwirrten Wortschatz hinzubekamen, die sie niemals jemand nachschlagen liess. Dummheit ist das Ergebnis missverstandener Wörter. In den Bereichen, die der Menschheit die grössten Schwierigkeiten bereiten, findet man die meisten Abänderungen von Fakten, die meisten verworrenen und einander widersprechenden Ideen und natürlich die grösste Zahl missverstandener Wörter. Nehmen Sie als Beispiel nur die Wirtschaftswissenschaften. Das Gebiet der Psychologie begann seine Schriften, indem es sagte, man wisse nicht, was das Wort bedeute. Somit gelangte das Fachgebiet selbst nie zum Erfolg. Professor Wundt von der Universität Leipzig verdrehte 1879 den Begriff. Eigentlich bedeutet er nichts weiter als Studium (-ologie) der Seele (Psyche). Aber Wundt, der unter den Augen Bismarcks - des grössten deutschen Militärfaschisten - auf dem Höhepunkt des deutschen Kriegsehrgeizes arbeitete, musste ableugnen, dass der Mensch eine Seele habe. So ging das ganze Fachgebiet vor die Hunde! Von da an waren die Menschen Tiere (es ist in Ordnung, Tiere zu töten), und der Mensch hatte keine Seele; das Wort Psychologie konnte also nicht mehr definiert werden. Das früheste missverstandene Wort in einem Gebiet ist ein Schlüssel zu späteren missverstandenen Wörtern in diesem Gebiet.
Dann kommen Wörter wie ein, der und andere einfache deutsche Wörter. Sie sind die nächsten Wörter, die oft eine Anzeige ergeben. Beim Studium einer Fremdsprache zeigt sich oft, dass die Grammatikausdrücke der eigenen Sprache, die die Grammatik der Fremdsprache beschreiben, die Grundlage dafür sind, dass jemand unfähig ist, die Fremdsprache zu lernen. Die Probe, ob jemand ein Wort versteht, ist: Ergibt das Wort am E-Meter eine Anzeige in Form eines Falls, wenn er es in dem Material, das geklärt wird, liest. Es wird nicht akzeptiert, wenn jemand sagt, er kenne die Bedeutung. Lassen Sie es ihn nachschlagen, egal wie einfach das Wort ist.

GRAMMATIK
Bei allem Wortklären sollten alle Grammatikausdrücke und kleinen Wörter in einem einfachen Grammatiklehrbuch nachgesehen werden. Sehr wenige Wörterbücher haben vollständige Definitionen für solche Wörter, und sie enthalten keine Beispiele. Wörter wie ein, der oder und sind wirklich Teile des Sprachgefüges, und sie sind komplexer, als sie anfangs erscheinen. Ein Wortklärungsauditor sollte sowohl ein einfaches Grammatikbuch als auch Wörterbücher zur Hand haben. Die besten Grammatiklehrbücher sind jene, die für Leute zusammengestellt wurden, denen eine Sprache fremd ist, wie z.B. Einwanderer. Bei diesen Büchern wird nicht von der Annahme ausgegangen, dass der Student bereits ein Deutschprofessor ist. Viele Beispiele - das ist das wirkliche Kriterium für eine gute Grammatik. Es kann einen Studenten wirklich aus der Bahn werfen, die Vorträge über das Studieren oder den Studentenhut ohne ein einfaches Grammatiklehrbuch zu studieren. Diese einfachen Wörter können riesige Felsbrocken sein, die einen auf dem Weg zum Wortclear behindern.
Eine Grammatik ist also erforderlich. Wenn ein Student die Grammatik sehr unzulänglich beherrscht, ist es das beste, ihn ein einfaches Grammatikbuch von vorne bis hinten durcharbeiten zu lassen, bevor er beginnt, sich rein mit Wörtern zu befassen. Die Wörter werden für ihn in keinem Zusammenhang miteinander stehen. Es nimmt weniger Zeit in Anspruch, ein kurzes Grammatikbuch durchzuarbeiten, als sich die ganze Zeit mit der Grammatik herumzuschlagen. Grammatik kann einem wie ein schreckliches Gebiet vorkommen - bis man es sich einmal wirklich anschaut. Dann ist es einfach.

FEHLER BEI MISSVERSTANDENEN WÖRTERN
Es ist mir aufgefallen, dass Wörter, die ein Student missversteht und nachschlägt, ihm dennoch weiterhin Schwierigkeiten bereiten können, und dass die Materialien unter demselben Schicksal leiden, wenn die E-Meter-Aktivität nachlässt. Es geht folgendermassen: Der Student stösst auf ein Wort, das er oder sie nicht versteht. Er oder sie schlägt es in einem Wörterbuch nach, findet ein Ersatzwort und verwendet nun dieses. Natürlich ist damit das erste Wort immer noch missverstanden und bleibt eine Quelle von Schwierigkeiten. Beispiel: Der Satz im Text lautet: Die Grösse war liliputanisch. Der Student schlägt liliputanisch nach und findet: Liliput betreffend, winzig. Er verwendet winzig als Synonym und liest den Satz im Text als: Die Grösse war winzig. Ein Weilchen später stellt sich heraus, dass er immer noch nicht in der Lage ist, den Absatz im Text nach liliputanisch zu verstehen. Der Student zieht nun daraus den Schluss: Nun, es funktioniert eben nicht. Die Grundregel ist, dass man begriffsstutzig wird, nachdem man über ein Wort, das man nicht versteht, hinweggegangen ist, und in dem Augenblick wieder auflebt, wenn man das Wort entdeckt, das nicht verstanden wurde. Tatsächlich tritt das Wiederaufleben unabhängig davon ein, ob man das Wort definiert oder nicht. Setzt man aber ein anderes Wort an die Stelle des vorhandenen Wortes, so bringt man alles durcheinander - egal ob dies nun auf Stufe 0 oder auf Stufe VI geschieht. Nehmen wir das obige Beispiel: Winzig ist nicht liliputanisch. Es sind Synonyme. Der Satz heisst: Die Grösse war liliputanisch. Der Satz hiess nicht: Die Grösse war winzig. Sie können wirklich weder auf Stufe 0 noch auf Stufe VI ein Wort durch ein anderes ersetzen, ohne zwangsläufig eine Abänderung zu erhalten. Auf Stufe 0 bleibt auf diese Weise etwas nicht verstanden, und auf Stufe VI stoppt das E-Meter. Es ist einfach nicht das, was gesagt wurde oder gemeint war. Das richtige Verfahren besteht darin, das Wort, das verwendet wurde, zu untersuchen, eine gute Definition dafür zu erhalten und es zu verstehen: In diesem Fall war das Wort liliputanisch. Schön, was ist das? Laut Wörterbuch bedeutet es: Liliput betreffend. Wer oder was war Liliput? Im Wörterbuch heisst es: Name eines fiktiven Landes mit sehr kleinen Menschen in dem Roman Gullivers Reisen des englischen Schriftstellers Jonathan Swift. Hurra!, denkt der Student, der Satz heisst also: Die Grösse war die eines sehr kleinen Menschen. Hoppla! Das ist wieder derselbe Fehler wie bei winzig. Doch wir kommen der Sache schon näher. Was tut man also? Verwenden Sie liliputanisch in mehreren von Ihnen selbst gebildeten Sätzen, und - Bingo! Mit einem Mal verstehen Sie das Wort, das verwendet wurde. Jetzt lesen Sie die Stelle richtig: Die Grösse war liliputanisch. Und was bedeutet das? Es bedeutet: Die Grösse war liliputanisch. Und nichts anderes. Verstehen Sie? Es lässt sich nicht ändern, mein Lieber - Sie werden richtiges Deutsch lernen müssen, nicht nur das aus 600 grundlegenden Wörtern bestehende Deutsch der Schulkinder, bei dem ein paar Synonyme alle grossen Wörter ersetzen
Und als eine beiläufige Bemerkung: Meine Güte! Manche Leute geben sich wirklich Mühe, Fehler zu finden, die sie machen können.

VERWORRENE VORSTELLUNGEN
Jedesmal, wenn jemand eine verworrene Vorstellung von etwas hat oder glaubt, es gebe einen Widerspruch zwischen Ideen, so gilt immer, dass es an der Wurzel dieser Verwirrung ein missverstandenes Wort gibt. Beispiel: Ich verstehe diese Vorstellung von den entgegengesetzten Kräften einfach nicht. Ich finde, das sollte alles neu geschrieben werden, und ... Methode-2-Wortklärer: Gibt es da irgendein Wort, das du nicht verstehst? Anzeige! Student: Oh nein, ich verstehe alle Wörter. Es ist... - Welches Wort ist es, das am E-Meter anzeigt? - Äh...äh...Kräfte? - Ja, das ergibt eine Anzeige und einen Blowdown. Schlagen wir's mal nach. - Ach nein, ich weiss, was es bedeutet. Es ist die Vorstellung, dass... - Schlagen wir es nach! - Na gut. Also I...J...K...KR...KRÄFTE. Hier ist es: Die Grösse, die die Bewegung eines Körpers verändert, auf den sie einwirkt. Wortklärer: Verwende es einige Male in Sätzen. Der Student macht das. ...hm...äh. Ich hab's! Zum Teufel, ich dachte, es bedeutet Brutalität der Polizei! Ich konnte mir nicht vorstellen, warum zwei Polizeikräfte sich bekämpfen sollten! Wortklärer: Wie fühlst du dich nun über diese Vorstellung der entgegengesetzten Kräfte? - Na, mal sehen. Ja, es ist völlig klar. Als ob ich es noch nie gelesen hätte! E-Meter: F/N.
Jede Gruppe unerfahrener Studenten wird über Vorstellungen oder Verwirrungen in den Anleitungen oder Materialien, die ihnen zum Lesen gegeben werden, diskutieren und viel Aufhebens machen.
Sie werden seltsame Vorstellungen und falsche Auffassungen davon entwickeln, was der Text besagt. Sie machen Dinge falsch und sagen, im Text sei das so angegeben. Sie stellen ihren Ausbildern Fragen über merkwürdige Vorstellungen. Sie schreien nach Klarstellungen. Und an der Wurzel all dessen liegen einfach missverstandene Wörter! Es gibt nicht ausserdem auch missverstandene Vorstellungen. Es gibt nur das missverstandene Wort, das sich riesig auftürmende falsche Vorstellungen erzeugt. Ein missverstandenes Wort erzeugt seltsame Vorstellungen.

SUPERLITERATENTUM UND DAS GEKLÄRTE WORT
Super - Überlegenheit in Grösse, Qualität, Anzahl oder Ausmass.
Literatentum - Die Fähigkeit, zu lesen und zu schreiben.
Heutzutage ist fast jeder in der Lage, zu lesen und zu schreiben. Dies galt vor einem Jahrhundert noch nicht, aber aufgrund der Bedeutung, die der Ausbildung heute beigemessen wird, stimmt es nun.
Aber reicht das heutzutage?
Dies ist eine Welt der Betriebsanleitungen. Die Zivilisation, in der wir leben, ist hochgradig technisiert. Ausbildung dauert heute bis in die Zwanziger. Das ist ein Drittel des Lebens einer Person. Und was passiert, wenn jemand die Schule verlässt? Kann er tun, was er studiert hat? Hat er all seine Ausbildung, oder liess er sie zurück? Literatentum ist nicht genug. Die Schulen und die Welt von heute erfordern eine neue Fähigkeit - die Fähigkeit, eine Seite anzuschauen, ohne jede Anstrengung, und das aufzunehmen, was dort steht, und es sofort ohne irgendwelche Mühe anzuwenden. Und ist das möglich? Rede ich von Schnelllesen? Nein. Dies bedeutet nur die Fähigkeit, schnell zu lesen. Es verbessert nicht den Grad davon, wie bequem man liest, und es verbessert nicht die Fähigkeit anzuwenden. Was wirklich gebraucht wird, ist die Fähigkeit, bequem und schnell Daten von einer Seite zu nehmen und in der Lage zu sein, sie sofort anzuwenden. Anm.d.Übs.: Das Wort existiert mit dieser Definition im Deutschen nicht. Das engl. literacy hat genau die angegebene Bedeutung, besitzt aber keine deutsche Entsprechung. Als zugehöriges Eigenschaftswort wird hier literat verwendet, d.h. jemand der lesen und schreiben kann, ist literat. Jede Person, die dies tun könnte, wäre super-literat.
Was passiert?
Die durchschnittliche Person - literat - ist fähig, Wörter zu lesen und Wörter geistig aufzuzeichnen.
Etwa so:
Wenn sie schreibt, schreibt sie:
In ihrem Verstand werden Wörter als andere Wörter verstanden, etwa so:
Wenn man Superliterat ist, passiert das folgende:
Wörter
Wörter
Wörter Wörter
Begriffe
Wörter
Dieselben Wörter, jetzt in seinem Verstand.
Da man aufgrund von Begriffen (Ideen oder Dinge, die man versteht) handelt, kann dies geschehen: Und die Person denkt in Begriffen, denen sie Worte leicht zuordnen kann, und daher kann sie klar schreiben. Anders ausgedrückt, wenn jemand ein Superliterat ist, dann liest er nicht Wörter, sondern Verständnisse. Und somit kann er handeln.

BEGRIFFE
Die Idee, Wortbedeutungen begrifflich zu erfassen, ist etwas Neues im Gebiet der Linguistik. Die endlosen semantischen Kreise, denen Korzybski und Co nachgingen (siehe Daten-Serie 1, Die Anatomie des Denkens), führten niemals wirklich zu der Erkenntnis, dass ein Wort und seine Bedeutungen in dem zugrundeliegenden Begriff oder der Idee enthalten sind, die von diesem Wort symbolisiert werden. Dass das begriffliche Fassen von Bedeutungen den Wörterbuchschreibern und den Experten fremd ist, wird von der Tatsache bewiesen, dass Definitionen im Laufe der Zeit so starkem Alter-Is und Veränderungen unterworfen sind. Beispielsweise sind moderne Definitionen des Wortes verstehen weitgehend unzulänglich. Eine wirklich vollständige und bedeutungsvolle Definition dafür konnte erst in der ersten Ausgabe des Websters Dicitionary of Synonyms von 1942 gefunden werden: Verstehen: eine klare und wahre Idee oder Vorstellung von etwas oder ein vollständiges und genaues Wissen über etwas haben. Allgemein kann man sagen, dass verstehen sich auf das Ergebnis eines geistigen Prozesses oder von Prozessen bezieht (eine klare und genaue Idee oder Vorstellung, oder vollständiges Wissen). Verstehen impliziert die Fähigkeit, einen klaren und wahren Eindruck zu empfangen und zu registrieren.

GEKLÄRTE WÖRTER
Da die Studiertechnologie in einer Gesellschaft operiert, die tief in missverstandene Wörter und Miss-Definitionen verstrickt ist, ist sie Willkürlichkeiten ausgesetzt. Daher wird ein Geklärtes Wort wie folgt definiert: Ein Wort, das bis zum Punkt vollständigen begrifflichen Verstehens geklärt worden ist. Beim Wortklären mit E-Meter bedeutet dies: F/N, VGIs. Es gibt viele Methoden und Kombinationen, um dieses EP zu erreichen. Das Wort in Sätzen zu benutzen, bis die Bedeutung begrifflich erfasst wird, ist die am häufigsten verwendete. Zeichnungen, Demos, Knete, tatsächlich der gesamte Umfang der Studiertechnologie und ihre Methoden können angewendet werden. Dies sind lebenswichtige Werkzeuge. Sie sollen benutzt werden. Beschützen Sie sie und Erhalten Sie die Funktionsfähigkeit.

WORTKLÄREN METHODE Methode ist die Methode, das missverstandene Wort eines Studenten zu finden, indem man ihn früher im Text als dort, wo er Schwierigkeiten hat, nach einem Wort Ausschau halten lässt, das er nicht versteht. Der Student sucht einfach nach dem Wort, und das Wort wird gefunden und dann unter Verwendung eines guten Wörterbuches geklärt. Methode 3 wird als Routineaktion vom Überwacher verwendet. Sie wird von Twins aneinander durchgeführt, wenn es nötig ist. Und natürlich sollte der Student sie immer dann, wenn er in irgendwelche Schwierigkeiten gerät, an sich selbst verwenden. Methode 3 ist sehr einfach durchzuführen. Es ist kein E-Meter dafür erforderlich. Sie erfordert jedoch eine Fähigkeit, eine gute Kommunikation mit dem Studenten aufzubauen, und ein Verständnis ihrer Theorie.
THEORIE Ein Student, der seine Studiertechnologie beherrscht, wird jedes Wort, auf das er stösst und das er nicht versteht, nachschlagen. Stösst er auf etwas, was er nicht begreift, so wird er es sorgfältig auf jegliche missverstandenen Wörter hin durchsehen und diese klären. Hat ein Student jedoch all die Wörter geklärt und kann es immer noch nicht verstehen oder stimmt nicht damit überein, oder bleibt ein Student stecken, wird schwerfällig oder ist einfach nicht mehr ganz so munter wie vorher, so liegt dies daran, dass er, bevor er in Schwierigkeiten geraten ist, über ein Wort hinweggegangen war, das er nicht verstand. Dies wird Ihnen sehr klar sein, wenn Sie folgendes Prinzip verstehen: Wenn es sich nicht lösen lässt, ist die Sache, mit der der Student scheinbar Schwierigkeiten hat, nicht die Sache, mit der er Schwierigkeiten hat. Andernfalls würde es sich lösen, nicht wahr? Die Schwierigkeit liegt früher. Wenn er wüsste, was er nicht verstanden hat, könnte er es selbst lösen. Es bringt also überhaupt nichts, wenn Sie mit ihm über das sprechen, was er seiner Meinung nach nicht versteht. Gutes Wortklären ist ein System des Zurückverfolgens. Sie müssen vor dem Punkt schauen, wo der Student schwerfällig oder verwirrt wurde, und Sie werden feststellen, dass es irgendwo, bevor die Schwierigkeiten begannen, ein Wort gibt, das er nicht versteht. In dem Moment, in dem der Student das Wort entdeckt, wird er lebhafter werden - und zwar sogar noch bevor das Wort geklärt wird. Und wenn er nicht lebhafter wird, dann wird es noch vor diesem ein anderes missverstandenes Wort geben.

VERFAHREN
Der Student ist nicht mehr so munter wie vorher, oder er fühlt sich schwerfällig oder hat das Interesse verloren, oder er gerät in Dope-Off, hat sich festgefahren oder kommt langsamer voran; oder er kann irgend etwas einfach nicht verstehen oder stimmt nicht damit überein, und er hat all die üblichen Aktionen wie das Klären der Wörter in diesem Teil des Materials unternommen, aber es lässt sich nicht lösen. Der Student wird gebeten, früher im Text nach dem missverstandenen Wort zu suchen. Es gibt immer eines. Es gibt keine Ausnahmen. Vielleicht liegt das missverstandene Wort zwei Seiten oder noch weiter zurück, aber es liegt immer an einer früheren Stelle im Text als dort, wo sich der Student jetzt befindet. Das Wort wird gefunden. Der Student wird lebhafter. Das missverstandene Wort wird in einem guten Wörterbuch nachgeschlagen. Das Klären von Wörtern, geklärt. Der Student liest den Text, der das Wort enthält, welches missverstanden war. Wenn der Student jetzt nicht munter ist, dann gibt es noch früher im Text ein missverstandenes Wort, das gefunden werden muss. Wenn der Student munter und fröhlich ist, wird ihm gesagt, er solle weitermachen, indem er den Text bis zum Bereich des Themas, das er nicht verstanden hat, noch einmal studiert. Die Schwierigkeit, die er hatte, sollte sich jetzt lösen. Wenn sich die Schwierigkeit nicht löst, dann gibt es vor diesem Bereich noch immer ein oder mehrere missverstandene Wörter, die gefunden werden müssen. Wenn das Wort mit Methode 3 nicht gefunden werden kann, ist es zulässig, eine oder mehrere der anderen Wortklärungsmethoden zu verwenden, um das Wort zu finden.

EINGRENZEN DES WORTES
Die Methode besteht darin, herauszufinden, wo der Student noch keinerlei Schwierigkeiten hatte, und herauszufinden, wo der Student jetzt Schwierigkeiten hat. Das missverstandene Wort wird zwischen diesen beiden Punkten liegen. Es wird am Ende dessen liegen, wo er keine Schwierigkeiten hatte. Falls nötig, kann man dem Studenten auch eine Stichprobenüberprüfung auf die Wörter in dem Bereich geben, um ihm zu helfen, das Wort zu finden. Der Student wird nach den Definitionen verschiedener Wörter in dem Bereich gefragt, und alle Wörter, bei deren Definition der Student sich unsicher ist oder die er nicht kennt, werden nachgeschlagen. Wenn man Methode macht, besteht das Endergebnis darin, dass der Student jetzt munter ist und dass alle Schwierigkeiten, die er hatte, geklärt sind. Methode ist ungeheuer wirksam, wenn sie so gemacht wird, wie in diesem Bulletin beschrieben. Wenn sie jedesmal angewendet würde, wenn ein Student steckenbleibt, langsamer wird, schwerfällig wird oder seine Studierstatistiken absinken, würden Ihre Studenten nach und nach immer schneller und immer munterer werden. Die Studierstatistiken würden in die Höhe schiessen, und die Akademie würde immer mehr Auditoren und andere ausgebildete Leute hervorbringen, auf die die Org wirklich stolz sein könnte. Machen Sie sich dies wirklich real, und werden Sie ein Experte in der Verwendung von Methode. Verwenden Sie sie, um die Funktionsfähigkeit der Lehrezu erhalten.

TRAINIEREN
Nachfolgend werden Sie ein paar Daten finden, die Ihnen dabei helfen werden, auf dem Kurs ein möglichst guter Trainer zu sein.
1. Trainieren Sie mit einem Ziel. Setzen Sie sich beim Trainieren zum Ziel, dass der Student die Trainingsübung richtig versteht. Arbeiten Sie entschlossen auf dieses Ziel hin. Wenn Sie als Trainer den Studenten korrigieren, so sollten Sie es nie ohne Grund oder ohne ein damit verbundenes Ziel tun. Behalten Sie das Ziel vor Augen, dass der Student ein besseres Verständnis der Trainingsübung erreicht und sie nach besten Kräften durchführt.
2. Trainieren Sie wirklichkeitsnah. Seien Sie bei Ihrem Trainieren wirklichkeitsnah. Wenn Sie einem Studenten gegenüber eine Origination äussern, lassen Sie die Origination echt klingen und nicht einfach als etwas, das ihnen von einem Blatt Papier aufgetragen wurde zu sagen. Machen Sie es so, dass der Student die Origination genau so handhaben muss, als hätten Sie sie unter wirklichen Umständen und Bedingungen geäussert. Das heisst jedoch nicht, dass Sie jene Dinge, die Sie als Trainer äussern, wirklich verspüren sollen, etwa wenn Sie sagen: Mein Bein tut mir weh. Das bedeutet nicht, dass Ihr Bein wirklich weh tun soll. Sie sollen es jedoch in solch einer Weise vorbringen, dass dem Studenten die Vorstellung vermittelt wird, dass Ihr Bein weh tut. Ein weiterer Punkt hierzu ist, dass Sie keine Erfahrungen aus Ihrer eigenen Vergangenheit beim Trainieren benutzen sollen. Seien Sie in der Gegenwart erfinderisch.
3. Trainieren Sie mit einer Absicht. Hinter all Ihrem Training sollte die Absicht stehen, dass Ihr Student sich am Ende der Sitzung bewusst ist, dass er die Übung nun besser beherrscht als zu Beginn. Der Student muss das Gefühl haben, dass er bei dem Trainingsschritt etwas erreicht hat, egal, wie wenig es auch ist. Beim Trainieren ist Ihre Absicht (und es sollte stets so sein), dass der Student, den Sie trainieren, eine fähigere Person wird und ein grösseres Verstehen dessen erhält, worauf er trainiert wird.
4. Greifen Sie beim Trainieren immer nur eine Sache auf einmal auf. Nehmen wir zum Beispiel TR 4: Sobald der Student das für TR 4 gesetzte Ziel erreicht hat, überprüfen Sie nacheinander die vorhergehenden TRs. Konfrontiert er Sie? Stellt er seine Frage jedesmal als seine eigene, und beabsichtigt er wirklich, dass die Frage bei Ihnen ankommt? Beenden seine Bestätigungen jedesmal die Kommunikationszyklen?, usw. Aber trainieren Sie diese Dinge immer nur einzeln, niemals zwei oder mehrere auf einmal. Stellen Sie sicher, dass der Student jeden Trainingsschritt, auf den Sie ihn trainieren, korrekt ausführt, bevor Sie zum nächsten übergehen. Je besser der Student eine bestimmte Übung oder einen bestimmten Teil einer Übung ausführen kann, desto höher sollte der Massstab sein, den Sie als Trainer an seine Fähigkeiten anlegen. Das heisst nicht, dass Sie nie zufrieden sein sollten. Es bedeutet, dass eine Person immer noch besser werden kann, und wenn Sie beim Studenten ein bestimmtes Fähigkeitsniveau erreicht haben, sollten Sie auf ein höheres Niveau hinarbeiten. Als Trainer sollten Sie immer auf ein noch besseres und präziseres Training hinarbeiten. Gestatten Sie es sich niemals, schlampig zu trainieren, denn Sie würden Ihrem Studenten einen schlechten Dienst erweisen, und Sie würden es selbst sicherlich nicht mögen, wenn Ihnen ein solcher schlechter Dienst erwiesen würde. Wenn Sie jemals im Zweifel darüber sind, ob das, was er tut oder was Sie tun, korrekt ist, so fragen Sie am besten den Überwacher. Er wird Ihnen gern behilflich sein, indem er Sie auf die korrekten Materialien hinweist. Geben Sie beim Trainieren niemals eine Meinung als solche, sondern geben Sie Ihre Anweisung als direkte Aussage und nicht in der Form: Ich glaube oder Nun, vielleicht könnte es so ein usw. Als Trainer sind in erster Linie Sie für das Training und für die Ergebnisse, die beim Studenten erzielt werden, verantwortlich. Das heisst natürlich nicht, dass Sie die ganze Verantwortung tragen, aber Sie haben eine Verantwortung für den Studenten und das Training. Stellen Sie sicher, dass Sie immer gute Kontrolle über den Studenten haben und ihm klare Anweisungen geben. Hin und wieder wird der Student, wenn er etwas falsch gemacht hat, anfangen, dies rational zu erklären und zu rechtfertigen. Er wird Ihnen alle möglichen Ursachen und Gründe angeben. Durch langes Reden über solche Dinge erreicht man nicht viel. Das einzige, was zum Ziel des TRs führt und alle Meinungsverschiedenheiten löst, ist das Ausführen der Trainingsübung selbst. Sie werden weiter kommen, wenn Sie die Übung ausführen, als wenn Sie darüber reden. Während der Trainingsübungen soll der Trainer das unter Trainingsnachdruck und Zweck angegebene Material zum Trainieren benutzen. Diese Trainingsübungen haben gelegentlich die Tendenz, den Studenten zu verstimmen. Es kann passieren, dass ein Student während einer Übung ärgerlich oder äusserst verstimmt wird oder eine Missemotion verspürt. Sollte dies geschehen, so darf der Trainer keinen Rückzieher machen. Er sollte mit der Trainingsübung fortfahren, bis der Student sie ohne Anstrengung oder Zwang ausführen kann und sich gut darüber fühlt. Machen Sie also keinen Rückzieher, sondern bringen Sie den Studenten durch jede Schwierigkeit, in die er geraten mag, hindurch. Es gibt eine kleine Sache, die die meisten Leute vergessen, nämlich, es dem Studenten zu sagen, wenn er die Übung richtig gemacht hat oder einen bestimmten Schritt gut ausgeführt hat. Man sollte nicht nur Fehler korrigieren, sondern auch die richtige Ausführung loben. Sie geben dem Studenten ganz bestimmt ein Flunk für alles was auf Selbsttraining hinausläuft. Der Grund dafür liegt darin, dass der Student sonst dazu neigen wird, zu introvertieren und zu sehr darauf zu achten, wie er es tut und was er tut, anstatt es einfach zu tun. Halten Sie als Trainer Ihre Aufmerksamkeit auf den Studenten gerichtet und darauf, wie er mit der Übung zurechtkommt, und interessieren Sie sich nicht so sehr für das, was Sie selbst machen, dass Sie den Studenten vernachlässigen und seine Fähigkeit oder Unfähigkeit, die Übung richtig auszuführen, nicht bemerken. Es ist leicht, sich für den Studenten interessant zu machen, ihn zum Lachen zu bringen und sich ein bisschen zur Schau zu stellen. Aber Ihre eigentliche Aufgabe als Trainer besteht darin, darauf zu achten, wie gut der Student bei jeder Trainingsübung werden kann; darauf sollten Sie Ihre Aufmerksamkeit richten, und darauf, wie gut er die Übung ausführt. Der Fortschritt des Studenten wird in hohem Masse durch das Niveau des Trainings bestimmt. Als guter Trainer bringt man Auditoren hervor, die wiederum ihrerseits gute Ergebnisse bei ihren Preclears erzielen werden. Gute Ergebnisse bringen bessere Menschen hervor.

RICHTIG GEMACHTES WORTKLÄREN METHODE
Die Wortklärungsserie Nr. 46RB war das erste HCOB, das die vollständige und richtige Verwendung und Handhabung von Methode angab. Es wurde revidiert, um neue Entwicklungen darüber aufzunehmen, wie man an das Klären eines Wortes herangeht. Diese Revision befindet sich auf Seite 10, Abschnitt 7, Klären Sie das Wort. Es gab fünf weitere Änderungen, die alle von geringerer Bedeutung sind. Diese Revision dient als eine Klarstellung und ausführliche Darlegung der Tatsache, dass Wortklären Methode so gemacht werden muss, dass das Material, das wortgeklärt wird, begriffen wird. Frühere Niederschriften über dieses Thema, die nicht von mir stammten, sagten aus, dass jemandes Missverständnis dasjenige Wort sei, bei dem er ins Stocken gerät oder sich verhaspelt. Das ist nicht der Fall. Nur gelegentlich ist dasjenige Wort missverstanden, bei dem er ins Stocken gerät oder sich verhaspelt. Wie schon seit langem in der Studiertechnologie dargelegt, ist es das frühere Wort oder Symbol, das das Hängenbleiben, das Zucken, das Blinzeln, die Auslassung oder den Versprecher - oder was immer auch auftritt - verursacht.

HISTORISCHES Ursprünglich wurde Wortklären Methode in einem Versuchsprojekt entwickelt, in dem Leuten das Lesen in einer anderen Sprache als ihrer Muttersprache beigebracht werden sollte. Die ersten Versionen von Methode wurden nicht korrekt niedergeschrieben, aber der Gebrauch der Technologie begann sich nichtsdestoweniger zu verbreiten. Es stellte sich heraus, dass nicht nur fremdsprachige Studenten nicht wussten, was sie lasen, sondern dass mit dem Verfall des Ausbildungsniveaus der Kultur auch Leute, die in ihrer Muttersprache lasen, aus dem Gebrauch von M9 Nutzen ziehen konnten. Dann zeigte sich, dass Universitätsstudenten nicht durch M9 hindurchkommen konnten. Und die neuste Untersuchung hat gezeigt, dass 31 Schullehrer, die willkürlich aus den verschiedenen Schultypen herausgegriffen worden waren, bei M9 auf ihren gewöhnlichen Lehrstoff versagten. Hier ist offensichtlich folgendes geschehen: Wir sind in unserer Fähigkeit zu lesen und zu schreiben bis zu einem Punkt hin abgesunken, wo die Kultur weder lesen noch hören kann. In einer technischen Kultur wie der unsrigen muss man nicht weiter fragen, warum sie scheitert. Da es nicht genug Kursüberwacher gibt, um allen Bewohnern dieses Planeten persönlich M9 zu geben, geschweige denn im Rahmen von mittelgrossen Klassen, müssen es sich die Studenten abwechselnd gegenseitig geben. Das führte zu einer Schwierigkeit mit M9, denn man verlangte von Studenten, die nicht lesen konnten, zu verstehen, wie Methode gemacht wird - wo doch diese erst die Dinge finden würde, die ihre Fähigkeit zu lesen behinderten. Hier haben wir wieder einmal das Problem mit dem Huhn und dem Ei. Daher ist die Verfahrensweise in einem Bilderbuch anschaulich dargestellt worden, das zur rechten Zeit als Teil eines speziellen Kurses herausgegeben werden wird. Dieses Bilderbuch zeigt dem Studenten, wie man M9 bei einem anderen Studenten macht; und nachdem der Kursüberwacher mit ihm das in dem Bilderbuch demonstrierte Verfahren geübt hat, kann er einem anderen Studenten M9 geben. Dieses Problem ist also auch gelöst worden. Methode ist heute wahrscheinlich die Haupt- und Schlüssel-Wortklärungsmethode überhaupt. Es würde Sie in grösstes Erstaunen versetzen, festzustellen, dass jemand, der oft Wildwestromane liest, eine M9 darauf nicht bestehen kann. Er sieht: Der Rappe bleckte seine gelben Zähne, und versteht darunter: Der Trapper erblickte eine gelbe Sehne. Er hat sich so daran gewöhnt, seine Unfähigkeit, das Gelesene zu verstehen, zu not-isen, dass er glaubt, es sei normal. Liest denn nicht jeder so? Durch M9 wird ihm eindrucksvoll klargemacht, dass er nicht wirklich versteht, was er liest. Das ist aber nicht der Grund für ihre Verwendung. Man verwendet sie, um jemanden hervorzubringen, der lesen kann. Obwohl jemand zunächst protestieren mag, dass er natürlich verstehe, was er liest (wie einer der Englischlehrer, der M9 auf seinen eigenen Lehrstoff bekam), wird er jedoch den wirklichen Sachverhalt bald erkennen und sehen, woran er ist. Seine Bereitschaft, weiterzumachen, ist dann bereits sichergestellt. Man wird feststellen, dass es meist die einfachen Dinge sind, an denen jemand hängenbleibt. Daher wird vor M9 gewöhnlich M8 gemacht, wie sie im neuen, umfassenden Kurs über das Lesen beschrieben ist. Dieser Kurs zeigt der Person durch ein Bilderbuch, wie man ein Wörterbuch benutzt, und veranlasst sie, die einfachen Wörter der Sprache zu definieren. Es wird sich zeigen, dass Kommas, Semikolons und sogar Grossbuchstaben sehr oft missverstanden werden. Die Nützlichkeit von M9 ging demnach von einer Methode, mit der man die schwachen Stellen eines fremdsprachigen Studenten finden konnte, über zu einer Methode, mit der man die Schwächen von Professoren und dem Rest der Kultur entdecken und in Ordnung bringen kann. Sie ist eine ausserordentlich wichtige Methode des Wortklärens und sollte sehr gut gelernt werden.

WIE MAN METHODE LERNT
Methode ist eine Methode, um die Wörter zu finden, die jemand in einem Buch oder in anderem schriftlichen Material nicht versteht. Sie wird gemacht, indem der Wortklärer sich von dem Betreffenden das Material laut vorlesen lässt. M9 ist sehr einfach und präzise und kann sowohl von Studenten gegenseitig mit grossem Erfolg durchgeführt werden als auch von einem professionellen Wortklärer. Methode erfordert keine umfassende Fachkenntnis und auch kein E-Meter, wie dies bei vielen anderen Methoden des Wortklärens der Fall ist. Methode-2-Wortklären ist Methode sehr ähnlich, erfordert jedoch die Verwendung eines E-Meters, um die Missverständnisse ausfindig zu machen. Der Vorteil von Methode liegt darin, dass sie - obwohl sie sehr gründlich und effektiv ist - in ihrer Verwendung nicht auf diejenigen beschränkt ist, die ein E-Meter bedienen können und andere Fertigkeiten haben, die für Methode 2 erforderlich sind. M9 kann daher sehr leicht gelernt und auf sehr breiter Basis verwendet werden. Um einem Studenten Methode beizubringen, bringt der Überwacher ihn durch die Bilderbuchversion von M9 (die zur rechten Zeit als Teil eines speziellen Kurses herausgegeben werden wird) und übt mit ihm, bis der Student Wortklären Methode machen und es an anderen Studenten durchführen kann. Man kann es auch ganz alleine lernen, indem man dieses Bilderbuch und das vorliegende HCOB durcharbeitet.

MISSVERSTANDENE WÖRTER
Liest ein Student etwas für sich alleine, so weiss er oft nicht, dass er über missverstandene Wörter hinweggegangen ist. Er wird jedoch jedesmal, wenn er über missverstandene Wörter hinweggeht, Schwierigkeiten mit dem bekommen, was er liest. Ein missverstandenes Wort hindert einen daran zu duplizieren, was das Material wirklich aussagt. Es verursacht, dass die Kommunikationsformel out geht. Ein Wort kann auf viele verschiedene Arten missverstanden werden, und es ist wichtig, dass jemand, der Methode macht, die unterschiedlichen Arten von Missverständnissen kennt. Ein Wort kann missverstanden sein aufgrund einer falschen (völlig verkehrten) Definition, einer inkorrekten Definition, einer unvollständigen Definition, einer nicht passenden Definition, einer Definition eines Homonyms (ein Wort, das zwei oder mehr ganz unterschiedliche Bedeutungen hat), einer Definition durch ein Ersatzwort (Synonym = ein Wort mit einer ähnlichen, aber nicht derselben Bedeutung), keiner Definition (einer fehlenden Definition), einer abgelehnten Definition (von der Person selbst abgelehnt, meist aufgrund eines falschen Datums) oder einer erfundenen Definition (von der Person selbst erfunden, meist aufgrund eines falschen Datums). Dies ist ausführlicher behandelt im HCOB vom 17. Juli 1979 I, Das missverstandene Wort definiert. Ist jemand beim Lesen oder in der Ausbildung gewohnheitsmässig über sehr viele missverstandene Wörter hinweggegangen (was in unserer gegenwärtigen Kultur bei fast jedem der Fall ist), so wird nicht nur seine Lesefähigkeit, sondern auch seine Intelligenz verringert. Was er selbst schreibt und sagt, wird nicht verstanden werden, und er wird nicht verstehen, was er liest und hört - und er wird nicht mehr in Kommunikation sein. Sehr wahrscheinlich wird er auf die 1. Dynamik zurückgesunken sein, die Welt wird ihm als ein sehr merkwürdiger Ort erscheinen, er wird das Gefühl haben, dass ihn keiner versteht (wie wahr!), und das Leben sieht für ihn ein bisschen trist aus. Er könnte anderen sogar kriminell erscheinen. Bestenfalls wird er zu einer Art Roboter oder Zombie. Sie sehen also, dass es sehr wichtig ist, missverstandene Wörter zu klären. Wahrscheinlich ist es der Mangel an Kommunikationsfähigkeit, der den Ursachen unserer derzeitigen Drogenkultur zugrundeliegt. Sie werden erstaunt sein, wie jemand, der ein krimineller Idiot zu sein scheint, plötzlich - nachdem mit ihm M9 gemacht worden ist - vergleichsweise wie ein Genie zu wirken beginnt.

WARUM METHODE FUNKTIONIERT
Ein Student, der alle Wörter auf der Seite, die er liest, versteht, wird in der Lage sein, diese Seite fehlerfrei laut zu lesen. Er wird sich geistig frisch und wach fühlen, und er wird das, was er liest, vollständig verstehen. Geht ein Student jedoch über ein Wort oder ein Symbol hinweg, das er nicht versteht, dann bewirkt das Missverständnis ein Stocken seiner Stimme oder eine körperliche Reaktion. Seine Stimme mag sich verändern oder er mag bei einem Wort hängenbleiben, sein Gesicht verziehen, die Augen zukneifen oder auf irgendeine andere Weise reagieren. Man kann dies leicht verstehen, wenn man daran denkt, dass jemand in eine Art leere Stelle geraten kann, nachdem er über ein Wort oder Symbol hinweggegangen ist, das er nicht versteht. Es könnte sein, dass er beim Lesen genau an der Stelle des Missverständnisses einen Fehler macht, oder es kann sein, dass er über das Missverständnis hinaus weiterliest und erst bei einem späteren Wort oder Symbol einen Fehler macht. Er wird sich schwerfälliger fühlen und versuchen, dieses Gefühl der Schwerfälligkeit dadurch auszugleichen, dass er mit mehr Anstrengung liest. Dies wird sich immer in Form irgendeiner nicht-optimalen Reaktion zeigen, die vom Wortklärer sofort bemerkt und in Ordnung gebracht werden muss. Eine nicht-optimale Reaktion ist alles, was der Student tut, ausser die Seite leicht, natürlich und vollkommen fehlerfrei zu lesen.
Beispiele für einige nicht-optimale Reaktionen, die auftreten können, sind:
1. Der Student fügt dem Satz, den er liest, ein Wort hinzu, lässt eines aus oder verändert eines.
2. Der Student verhaspelt sich bei einem Wort oder spricht es falsch aus.
3. Der Student hält beim Lesen inne oder liest langsamer.
4. Der Student runzelt die Stirn oder sieht unsicher aus.
5. Der Student wird steif oder spannt einen Körperteil an. Er könnte z.B. die Augen zukneifen, den Griff seiner Hände verstärken, sich auf die Lippen beissen oder eine andere körperliche Reaktion zeigen.
6. Der Student liest mit Anstrengung.
7. Der Student liest mit einer zungenfertigen, roboterhaften Haltung. (So wird er, wenn er von jemandem, der nichts über Missverständnisse weiss, gezwungen wurde, korrekt zu lesen.)
Es könnten sich auch andere Erscheinungen zeigen.
Denken Sie daran, dass die obige Aufstellung keine vollständige Liste der Reaktionen ist, sondern nur eine Vorstellung davon vermitteln soll, worauf zu achten ist. Gerechterweise ist zu sagen, dass jemand durchaus beim Lesen hängenbleiben kann, wenn er versucht, bei schlechtem Licht zu lesen, wenn er Sehschwierigkeiten hat oder wenn der Druck oder die Handschrift oder Bleistiftkorrekturen im Text sehr schwer zu entziffern sind. Daher ist es notwendig, dass M9 bei hellem Licht gemacht wird; und wenn der Betreffende eine Brille braucht, dann soll er sie auch tragen, und das Material selbst, auf das M9 gemacht wird, darf keine verschmierten Stellen oder Auslassungen enthalten. Alle nur denkbaren Gründe, warum jemand den Text nicht sehen kann, sowie undeutliche Texte müssen beseitigt werden. Sonst wird der Student einfach sagen, dass er es nicht sehen konnte, dass das Licht schlecht wäre, oder irgendein anderes falsches Warum angeben. Immer wenn der Betreffende beim Lesen einen Fehler macht oder auf eine nicht-optimale Weise reagiert, wird in allen Fällen kurz vor dieser Stelle und manchmal auch an der Stelle selbst ein Missverständnis gefunden werden. Beispiel: Der Student liest die Stelle laut vor. Er liest: Raimund ging langsam und nachdenklich nach Hause, und runzelt dann die Stirn. Der andere Student, der mit ihm M9 macht, sagt: Das wärs. Gibt es da ein Wort oder Symbol, das du nicht verstanden hast? (Falls der Student erstaunt ist und wissen möchte, warum er angehalten worden ist, sagt ihm der Wortklärer, welche Reaktion er bemerkt hat.) Der Student schaut sich das Gelesene noch einmal an. Er fühlt sich unsicher über das Wort langsam. Er sagt dies dem Wortklärer, und das Wort langsam wird im Wörterbuch nachgeschlagen und in Sätzen verwendet, bis der Student es vollständig versteht. Ist das missverstandene Wort gefunden und geklärt, dann wird sich der Student geistig wacher fühlen und wieder klar und korrekt zu lesen beginnen.

DER ZUNGENFERTIGE STUDENT
Zungenfertigkeit wird den Studierenden oft durch die in den heutigen Schulen verwendeten Ausbildungsmethoden anerzogen. Der Schüler wird darauf gedrillt, missverstandene Wörter zu unterdrücken oder über sie hinwegzugehen und roboterhaft das wiederzugeben, was im Buch steht. Wenn er das tun kann, wird er als guter Schüler und als gut im Lesen bezeichnet. Bei dieser Methode wird tatsächlich angenommen, dass das Verstehen dessen, was der Schüler gelesen hat, vom Lesevorgang getrennt sei. Wenn die Erzieher sich überhaupt mit Auffassungsgabe befassen, so tun sie dies nur, um das Gedächtnis zu messen, nicht das Verstehen. In den heutigen Schulen werden die Schüler tatsächlich angewiesen, über Wörter hinwegzugehen, die sie nicht verstehen; sie sollen ausknobeln, wie die Wörter ausgesprochen werden, und mit dem Lesen fortfahren, ob sie den Text nun verstehen oder nicht. Ein Lehrbuch rät sogar: Wenn du auf ein schwieriges Wort stösst, lies es, so gut du kannst, und lies weiter. Schüler werden ausdrücklich darauf gedrillt, Reaktionen, wie z.B. Wörter falsch auszusprechen, ein Wort durch ein anderes zu ersetzten, Wörter hinzuzufügen, Wörter zu wiederholen und Wörter auszulassen, zu unterdrücken. Diese Reaktionen zeigen an, dass Missverständnisse übergangen worden sind, aber durch gründliches Drillen kann ein Schüler lernen, roboterhaft genug zu werden, um selbst diese Reaktionen zu unterdrücken, weiterzulesen und dabei Berge von Missverständnissen hinter sich anzuhäufen. Um gerecht zu sein: Seine Lehrer haben nicht einfach versucht, ihn zu schikanieren; die Auswirkungen eines missverstandenen Wortes und die Gründe für ein solches Hängenbleiben waren noch nicht entdeckt. Die Lehrer wussten nichts davon. Daher erfanden sie verschiedene Übungen, um den Schüler dazu zu zwingen, diese Verständnisfehler nicht zu machen. Sie hatten die Tech nicht, und sie wussten nicht einmal, wodurch diese Erscheinungen verursacht werden. Die Ursachen dafür findet man in den Materialien über Methode und in der Studiertechnologie. Man kann einen zungenfertigen Studenten bei Methode erkennen, denn er ist nach Stimme und Aussehen roboterhaft, wenn er liest. Eine Massnahme, die man bei einem solchen zungenfertigen Studenten ergreifen kann, besteht darin, ihn zu fragen, ob ihm je beigebracht worden ist, Reaktionen auf Wörter zu unterdrücken, die er beim Lesen nicht versteht. Man fordert ihn auf, dieses Unterdrücken wegzunehmen. Wenn es zutrifft, wird er Ihnen sofort sagen, dass das der Fall war, und es können einige emotionale Reaktionen auftreten. Man lässt ihn einfach darüber sprechen, bis die Ladung davon weg zu sein scheint, und dann lässt man ihn erneut mit M9 beginnen. Es kann natürlich noch etwas davon übrig sein, aber er wird sich allmählich hineinfinden, ehrlicher werden und mehr da sein. Er meint natürlich, dass Sie, wenn Sie mit ihm M9 machen, von ihm nichts weiter erwarten, als dass er bestimmte Laute hervorbringt. Er wurde dazu erzogen, dies zu erwarten. Wenn er etwas laut lesen soll, dann soll er bestimmte Laute hervorbringen. Diese Laute bedeuten für ihn natürlich nichts, aber das macht nichts. Früher war sein ganzes Ziel und auch die Ausbildungsmethode beim lauten Lesen einzig und allein darauf ausgerichtet, eine Prüfung zu bestehen. Daher kann es vielleicht nötig sein, dass der Kursüberwacher kurz mit ihm bespricht, warum mit ihm M9 gemacht wird. Aber selbst wenn er wie ein Roboter liest und alles unterdrückt, werden Sie erkennen können, wie sich diese Unterdrückung verstärkt, wenn er auf die wirklich grossen Missverständnisse stösst. Er liest diese sogar noch roboterhafter als die anderen Teile des Textes, und so kann man auch bei einem solchen Studenten diese Missverständnisse entdecken. Sobald der Student einige dieser Dinge herausgefunden hat und erkannt hat, was Sie zu erreichen versuchen, wird er auf M9 viel bereitwilliger ansprechen. M9 auf Alltagslektüre deckt auf, dass der Student nicht versteht, was er liest, und es deckt seine Missverständnisse auf eine Weise auf, dass er diese selbst erkennen kann. Es mag für ihn eine völlig neue Vorstellung sein, dass beschriebene Seiten und Schallwellen etwas mitteilen. Eine andere Methode - eine sehr extreme - um einen gründlich fehlausgebildeten zungenfertigen Studenten zu handhaben, besteht darin, ihn einen Absatz lesen zu lassen und ihn dann unter Einsatz eines Verfahrens, das als Kneten bekannt ist, diesen Absatz demonstrieren zu lassen. Er wird es nicht können. Darüber hinaus wird er selbst erkennen, dass er es nicht kann. Es waren alles nur Laute.

METHODE AUF ALLTAGSLEKTÜRE
Bei Methode auf Alltagslektüre sucht sich der Student ein Taschenbuch oder etwas, was er zum eigenen Vergnügen liest, und liest es dem Wortklärer laut vor. Wenn er es nicht völlig fehlerfrei vorlesen kann, so liegt es daran, dass er über missverstandene Wörter hinweggegangen ist. Zunächst ist es für den Studenten vielleicht nicht real, dass er missverstandene Wörter hat. Nachdem er jedoch eine Reihe davon bei Methode gefunden und geklärt hat, wird er erkennen, dass er tatsächlich missverstandene Wörter hat und dass seine Missverständnisse seine Fähigkeit zu lesen beeinträchtigen. Kommt der Student an den Punkt, wo er erkennt, dass er tatsächlich missverstandene Wörter in den Materialien hat, die er gewöhnlich zu seinem eigenen Vergnügen liest, entwickelt er eine grosse Bereitschaft, seine eigenen missverstandenen Wörter zu finden, und er kann dies gewöhnlich auch leicht tun. Methode auf Alltagslektüre kann an diesem Punkt beendet werden. Der Student ist sich seiner eigenen Missverständnisse in viel höherem Masse bewusst und in der Lage, sie zu finden und zu klären. Er ist jetzt auf dem Weg zu natürlichem, korrektem Lesen mit Verstehen.
WIE MAN METHODE MACHT
1. Student und Wortklärer sitzen einander gegenüber. Student und Wortklärer sitzen einander an einem Tisch oder Schreibtisch gegenüber. Jeder hat sein eigenes Exemplar des Textes, der wortgeklärt werden soll. Der Wortklärer muss gleichzeitig den Studenten und die Seite vor sich sehen können.
2. Wörterbücher sind griffbereit. Ein gutes, einfaches Wörterbuch der deutschen Sprache sowie jedes andere Wörterbuch, das der Student vielleicht benötigen wird, stehen zur Verfügung. (Benutzen Sie keinesfalls etwas, was wir ein kleines Wörterbuch nennen. Das ist etwas anderes als ein einfaches Wörterbuch mit guten Erklärungen. Ein kleines Wörterbuch ist das, was man gewöhnlich in den Taschenbuchregalen von Kaufhäusern findet. Sehr oft definiert ein solches Buch das Wort A als Wort B und dann Wort B als Wort A. Auch lassen solche Wörterbücher alle anderen Definitionen weg, die es zusätzlich zur Hauptdefinition noch gibt, und auch alle Fachdefinitionen. Sie sollten immer - wenigstens im Kursraum - die ausführlichste und umfassendste Sammlung von Wörterbüchern, von der jemals jemand gehört hat, über alle nur vorstellbaren Fachgebiete haben, sowie alle Enzyklopädien, die Sie auftreiben können.)
3. Das Erkennen von Missverständnissen durch den Studenten. Bevor der Student mit dem Lesen beginnt, soll man ihm sagen, dass er, wenn er ein Wort sieht, dessen Bedeutung er nicht kennt, anhalten, das Wort nachschlagen und es klären soll, anstatt über es hinwegzugehen. Der Student sollte auch dazu ermuntert werden, missverstandene Wörter selbst zu finden und zu klären. M9 bringt diese Fähigkeit hervor, so dass der Student seine eigenen Missverständnisse in Zukunft selbst finden und klären wird. Der Wortklärer hält den Studenten bei M9 niemals davon ab, ein Wort zu klären, das der Student als missverstanden erkennt. Korrekt durchgeführte M9 wird beim Studenten die Fähigkeit hervorbringen, seine eigenen Missverständnisse zu finden und zu klären. (Wollen Sie nicht zehn Jahre damit zubringen, auf eine einzige Seite zu machen, ist es das Beste, den Studenten auf einfache deutsche Wörter hindurchzubringen. Das wird Teil eines speziellen Kurses sein, der jemandes Fähigkeiten zu lesen und zu schreiben in hohem Masse verbessern wird.)
4. Der Student liest dem Wortklärer den Text laut vor. Der Student liest dem Wortklärer den Text laut vor. Er sitzt dabei nicht am E-Meter. Während der Student liest, verfolgt der Wortklärer den Text in seinem eigenen Exemplar, beobachtet den Studenten und hört ihm zu. Der Wortklärer muss sehr wachsam sein und jede nicht-optimale Reaktion des Studenten beim Lesen sehen oder hören.
5. Nicht-optimale Reaktion = Missverstandenes Wort. Eine nicht-optimale Reaktion des Studenten auf das, was er liest, ist der Hinweis für den Wortklärer, dass der Student auf ein missverstandenes Wort gestossen ist. Wortklärer und Student müssen jetzt genau herausfinden, welches das missverstandene Wort oder Symbol ist. Es wird direkt vor und manchmal an der Stelle gefunden werden, wo die nicht-optimale Reaktion auftrat.
6. Finden sie das Missverständnis. Ist dem Studenten nicht aufgefallen, dass er reagiert hat, und fährt er einfach mit dem
Lesen fort, so sagt der Wortklärer: Das wärs.
Gibt es hier ein Wort oder Symbol, das du nicht verstanden hast?
Es ist die Aufgabe des Wortklärers, den Studenten zum Missverständnis hinzuführen. Es liegt entweder am Punkt der nicht-optimalen Reaktion oder davor. Der entscheidende Punkt ist, dass der Student zu dem Missverständnis hingeführt werden muss. Und dann wird es nachgeschlagen. Es könnte sein, dass der Student in der Lage ist, sein missverstandenes Wort auf der Stelle zu entdecken und dem Wortklärer zu sagen, was es ist. Es könnte aber auch sein, dass er Schwierigkeiten hat, es zu finden; in diesem Fall wird der Wortklärer ihm helfen müssen, es zu finden. Der Wortklärer hilft dem Studenten, indem er ihn veranlasst, im Text von dem Punkt an, wo er reagierte, immer weiter zurückzugehen und zu schauen, bis das missverstandene Wort gefunden ist. Der Wortklärer kann beim Studenten auch eine Stichprobenüberprüfung machen. Stichprobenüberprüfung bedeutet, aus dem vom Studenten bereits gelesenen Text Wörter herauszugreifen und mit ihm zu überprüfen, ob er die Definitionen dieser Wörter kennt. Ist sich der Student bei einem Wort unsicher oder gibt er eine falsche Definition, so wird dieses Wort aufgegriffen und mit dem Wörterbuch geklärt.
7. Klären sie das Wort. Ist das missverstandene Wort einmal gefunden, dann muss es im Wörterbuch vollständig geklärt werden. Die Person wird an der Definition des Wortes festhängen, die im Satzzusammenhang dessen, was wortgeklärt wird, verwendet ist; diese Definition des Wortes wird nicht unbedingt im Wörterbuch als die erste Definition angegeben sein. Der Versuch, irgendeine andere Definition vor der einen zu klären, an der die Person festhängt, käme dem Versuch gleich, ein Wort über Missverständnisse hinweg zu klären. Daher geht sie rasch die Definitionen durch, um diejenige zu finden, die in den Satzzusammenhang passt, und klärt diese zuerst. Dann werden die restlichen Definitionen geklärt. Und so wird ein Wort geklärt: Als ersten Schritt geht man die Definitionen rasch durch, um diejenige zu finden, die in dem Zusammenhang, in dem das Wort missverstanden war, Anwendung findet. Man liest die Definition und verwendet das Wort in Sätzen, bis man einen klaren Begriff von dieser Bedeutung des Wortes hat. Dazu könnten zehn oder mehr Sätze erforderlich sein. Dann klärt man jede der anderen Definitionen dieses Wortes, wobei man jede solange in Sätzen verwendet, bis man ein begriffliches Verstehen einer jeden Definition hat. Als nächstes muss man die Etymologie klären; das ist die Erklärung, woher das Wort ursprünglich kam. Dies wird dazu beitragen, ein grundlegendes Verständnis des Wortes zu bekommen. Klären sie nicht die Fach - oder Spezialdefinitionen (Mathematik, Biologie, usw.) oder die veralteten (nicht länger verwendeten) oder die altertümlichen (aus alter Zeit stammenden und nicht länger allgemein verwendeten) Definitionen, es sei denn, das Wort wird in dem Zusammenhang, in dem es missverstanden wurde, so verwendet. Die meisten Wörterbücher geben die Idiome eines Wortes an. Ein Idiom ist eine Wortkombination oder ein Ausdruck, dessen Bedeutung nicht von den normalen Bedeutungen der Wörter her verstanden werden kann. Zum Beispiel: etwas geht ins Auge ist ein deutsches Idiom für etwas endet schlecht, hat üble Folgen. Eine ganze Menge Wörter der deutschen Sprache haben idiomatische Verwendungen, und diese sind im Wörterbuch gewöhnlich nach den Definitionen des Wortes selbst aufgeführt. Diese Idiome müssen geklärt werden. Man muss ebenfalls alle anderen Informationen klären, die über das Wort angegeben sind, wie z.B. Anmerkungen zur Verwendung des Wortes, Synonyme, usw., damit man das Wort wirklich voll versteht. Stösst man innerhalb der Definition eines Wortes, das man klärt, auf ein missverstandenes Wort oder Symbol, so muss man es sofort unter Verwendung desselben Verfahrens klären und dann zu der Definition zurückkehren, die man ursprünglich klärte. (Die im Wörterbuch verwendeten Symbole und Abkürzungen sind gewöhnlich vorne im Wörterbuch aufgeführt und erklärt.)
8. Lesen sie den Satz oder Abschnitt noch einmal. Der Wortklärer fordert den Studenten dann auf, den Satz im Text, in dem das missverstandene Wort oder Symbol gefunden wurde, noch einmal zu lesen. Der Student tut dies. Der Wortklärer muss nun sicherstellen, dass der Student den Satz und/oder den Absatz, der das missverstandene Wort enthielt, versteht. Falls der Student dies nicht von sich aus äussert, muss der Wortklärer den Student auffordern, ihm zu sagen, was der Satz oder Abschnitt bedeutet. Er lässt den Studenten nicht einfach weiterlesen, ohne dass er den Text, der das missverstandene Wort enthielt, verstanden hat. Versteht der Student den Satz oder Abschnitt immer noch nicht, so wird es noch ein weiteres missverstandenes Wort oder Symbol geben, wahrscheinlich früher im Text, das gefunden und geklärt werden muss. Erst wenn er den Teil des Textes, der das missverstandene Wort enthielt, voll versteht, fährt der Student mit der M9 fort. Er liest nochmals von dem Satz an, der das Missverständnis enthielt, und nicht erst von der Stelle an, wo er die nicht-optimale Reaktion hatte. Jede weitere nicht-optimale Reaktion wird in Ordnung gebracht, indem man das nächste missverstandene Wort oder Symbol findet und wie beschrieben klärt.
9. Methode wird so lange fortgesetzt, bis der Text abgeschlossen ist. Methode wird so lange fortgesetzt, bis der Text, der wortgeklärt werden soll, abgeschlossen ist.
10. Am Ende des Wortklärens Methode geht der Student zum Examiner. Am Ende einer Methode-9-Sitzung wird der Student immer zum PreClear-Examiner geschickt. Und das ist alles über die Durchführung von Methode!

WAS MAN BEI METHODE BEACHTEN MUSS
Hat der Wortklärer selbst Missverständnisse in dem Material, das wortgeklärt wird, dann neigt er dazu, hölzern zu werden, und er sitzt einfach da und tut nichts, um den Studenten zu handhaben. Der Wortklärer muss seine eigenen Missverständnisse immer klären, denn sonst wird er wegen seiner eigenen Missverständnisse es nicht einmal sehen oder hören, wenn der Student bei einem Wort hängenbleibt. Er könnte das Hängenbleiben des Studenten verpassen und würde dessen missverstandenes Wort niemals finden. Der Wortklärer kann auch dann die Reaktionen eines Studenten übersehen, wenn er soviel Aufmerksamkeit auf dem Text hat, dass er sich des Studenten nicht mehr gewahr ist oder ihn nicht einmal anschaut. Wenn Studenten sich gegenseitig auf dasselbe Studiermaterial M9 geben, dann lesen sie das Material NICHT zuerst einfach durch, weil ihnen das nur Missverständnisse einbringen würde. Sie nehmen sich von dem Material, das wortgeklärt wird, jeweils einen Absatz oder Abschnitt vor und geben sich gegenseitig M9 darauf. Dies wird gemacht, indem der eine Student erst seinem Twin M9 auf einen Abschnitt gibt und dann selbst auf diesen gerade behandelten Abschnitt und den folgenden Abschnitt Methode erhält. Dann wird wieder gewechselt. Der Twin erhält Methode auf das, worauf er gerade mit dem anderen Studenten Wortklären gemacht hat, sowie auf den nächsten Abschnitt. So wird vermieden, dass einer ständig in Führung ist. Werden die M9-Wechsel nicht in dieser Weise durchgeführt, können Missverständnisse übersehen werden. Der gesamte Text soll auf diese Weise durchgegangen werden.
Es gibt sehr viele unterschiedliche Arten von Reaktionen, die auftreten können, wenn ein Student über ein Wort hinweggeht, dass er nicht versteht. Und ebenso reagieren Studenten in sehr unterschiedlicher Weise auf Methode. Um mit Methode Erfolg zu haben, muss der Wortklärer sie nur verstehen und exakt gemäss diesem Bulletin anwenden.
Es folgen einige Beispiele für Reaktionen von Studenten und die korrekte Handhabung durch den Wortklärer:
A. Der Student verändert ein Wort im Satz.
Beispiel:
Auf der Seite steht: Der Junge langte dann nach unten und streichelte seinen Hund.
Der Student liest: Der Junge langte denn nach unten und streichelte seinen Hund.
Der Wortklärer sagt: Das wärs. Gibt es da ein Wort oder Symbol, das du nicht verstanden hast?
Der Student schaut auf die Wörter dann, langte, Junge und der. Diese Wörter kennt er. Also schaut er sich den Satz davor an. Hier findet er das Wort Collie. Er ist sich nicht sicher, was das ist.
Er sagt es dem Wortklärer, und sie klären das Wort Collie.
Der Wortklärer lässt nun den Studenten den Satz, der das missverstandene Wort enthielt, und auch den folgenden Satz noch einmal lesen. Der Student tut dies, und der Wortklärer stellt sicher, dass er die Sätze nun versteht.
Sie fahren mit der M9 fort, wobei sie mit dem Satz anfangen, der das Wort Collie enthält.
B. Der Student fügt ein Wort hinzu.
Beispiel:
Auf der Seite steht: Der Mann verlieh Geld.
Der Student liest: Der Mann verlieh das Geld.
Der Wortklärer sagt: Das wärs. Gibt es da ein Wort oder Symbol, das du nicht verstanden hast?
Der Student sieht den Satz durch. Er sagt, er verstehe alle Wörter, sei aber der Ansicht, dass der Satz eigentlich Ein Mann verlieh Geld. anstatt Der Mann verlieh Geld. lauten sollte.
Der Wortklärer sagt: Okay, überprüfen wir einmal ein paar Wörter. Was bedeutet der in diesem Satz?
Der Student sieht einen Augenblick verständnislos drein und sagt überhaupt nichts.
Der Wortklärer sagt: Gut. Wir werden die Definition von der nachschlagen.
Der wird nachgeschlagen und geklärt.
Nachdem das Wort der geklärt worden ist, lässt der Wortklärer den Studenten den Satz wieder anschauen und lässt sich von ihm sagen, was er bedeutet. Der Student versteht den Satz nun voll und ganz, und somit wird die M9 von diesem Satz an fortgesetzt.
C. Der Student lässt ein Wort aus.
Beispiel:
Auf der Seite steht: Robert besuchte daraufhin die Stadt.
Der Student liest: Robert besuchte die Stadt.
Der Wortklärer sagt: Das wärs. Gibt es da ein Wort oder Symbol, das du nicht verstanden hast?
Der Student liest den Satz noch einmal durch. Er kann nichts finden, das er nicht versteht.
Der Wortklärer fordert ihn auf, im Satz davor nach einem missverstandenen Wort zu suchen. Der Student kann auch dort nichts finden. Der Wortklärer lässt den Studenten immer früher und früher im Text nachschauen, und schliesslich findet der Student das missverstandene Wort im ersten Satz der Seite.
Das gefundene Wort wird dann geklärt.
Der Wortklärer lässt ihn nun den Satz, in dem das missverstandene Wort war, nochmals lesen.
Der Student liest den Satz und runzelt die Stirn.
Der Wortklärer sagt: Gut. Gibt es da noch ein anderes Wort oder Symbol, das du nicht verstehst?
Sie schauen noch früher im Text nach und finden ein weiters Wort, das der Student nicht verstanden und übergangen hat. Das Wort wird vollständig geklärt, und der Wortklärer lässt ihn die frühere Textstelle, in der das Missverständnis gefunden wurde, nochmals lesen. Der Wortklärer lässt sich dann vom Studenten sagen, was diese Stelle bedeutet. Der Student tut dies und versteht die Stelle jetzt, und somit wird die M9 von dieser Textstelle an fortgesetzt.
D. Der Student lässt einen Teil eines Wortes weg, wie z.B. ein s oder ein e am Ende eines Wortes.
Beispiel:
Auf der Seite steht: Im Schuppen war ein riesiger Haufen verschiedenen Werkzeugs.
Der Student liest: Im Schuppen war ein riesiger Haufen verschiedenen Werkzeug.
Der Wortklärer sagt: Das wärs. Du hast das s bei Werkzeug weggelassen. Schau dir den Satz oder die Stelle noch einmal an und sage mir, welches Wort oder Symbol du missverstanden hast.
Der Student sagt: Ich habe auf dieser Seite keine missverstandenen Wörter.
Der Wortklärer bestätigt ihn und fordert ihn noch einmal auf, nach dem missverstandenen Wort oder Symbol Ausschau zu halten.
Der Student schaut die ganze Seite durch, sagt aber immer noch, dass er keine Missverständnisse habe. Also beginnt der Wortklärer, beim Studenten eine Stichprobenüberprüfung der Definitionen von den Wörtern auf dieser Seite zu machen. Der Wortklärer fragt: Was ist die Definition von Werkzeugs? Der Student sagt: Genitiv von Gerät, womit man etwas bearbeitet oder herstellt. Der Wortklärer sagt: In Ordnung. Was ist die Definition von verschiedenen? Der Student sagt es ihm richtig, und daher geht der Wortklärer einfach die Wörter des Satzes von hinten nach vorne durch und lässt sich die Definition von jedem geben, bis er auf das Wort war stösst. Der Student sagt: Das bedeutet, dass etwas den Tatsachen entspricht. Der Wortklärer sagt: Schauen wir uns einmal war im Wörterbuch an. Jede Definition von war wird dann geklärt, und mit einem Mal zeigt sich, dass der Student nie verstanden hatte, dass es irgend etwas mit der Konjugation des Verbs sein zu tun hat. Nachdem dies voll und ganz geklärt ist, lässt der Wortklärer den Studenten den Satz nochmals lesen und sich von ihm sagen, was er bedeutet. Der Student sagt: Im Schuppen war ein riesiger Haufen verschiedenen Werkzeugs. Natürlich, das verstehe ich. Es bedeutet, dass es da in dem Schuppen einen sehr grossen Haufen mit verschiedenen Arten von Werkzeugen gab. Das ergibt Sinn. Der Wortklärer lässt ihn nun mit der M9 weitermachen.
E. Der Student bleibt bei einem Wort hängen oder spricht es falsch aus.
Beispiel:
Auf der Seite steht: Wir denken, er wird bald kommen.
Der Student liest: Wir d-denken, - .
Der Student hält inne, nachdem er bei diesem Wort gestottert hat. Der Wortklärer sagt:
Gibt es da ein Wort oder Symbol, dass du nicht verstehst?
Der Student sagt: Nun, das ergibt einfach keinen Sinn.
Der Wortklärer fragt: Was ergibt keinen Sinn?
Der Student sagt: Ich verstehe nicht, warum da denken steht.
Der Wortklärer sagt: Gut. Schauen wir uns denken einmal im Wörterbuch an.
Das Wort denken wird dann im Wörterbuch nachgeschlagen, aber der Student scheint es nicht begreifen zu können, obwohl er alle Wörter in der Definition versteht.
Der Wortklärer fragt: Welche Wortart ist denken in diesem Satz?
Der Student sagt: Uhhh, das weiss ich nicht.
Der Wortklärer sagt: Okay. Nun, hier im Wörterbuch steht Verb. Was verstehst du darunter?
Student: Hmm - (Pause)
Der Wortklärer sagt: Gut. Er greift nach einem Grammatikbuch und sagt: Schau dir mal diese Definition von Verb an.
Verb wird dann geklärt, doch noch während sie es klären, sagt der Student: Ach so! Ich habe immer gedacht, man könne in einem Satz nur ein Verb haben, und dieser Satz hier hat zwei. Da hat mich aber jemand reingelegt! Und da er es jetzt erkannt hat und es ihm klar ist, geht die M9 weiter. Er verwendet das Wort in Sätzen, bis er es wirklich begriffen hat, und dann gehen sie zur nächsten Definition von denken im Wörterbuch weiter. Nachdem alle Definitionen von denken geklärt sind, lässt der Wortklärer den Studenten den Satz nochmals lesen. Der Student tut dies ohne Fehler. Der Wortklärer fragt ihn, was der Satz bedeutet, und der Student sagt es ihm exakt, mit vollem Verständnis. Die M9 wird von dieser Textstelle an fortgesetzt.
F. Der Student zögert oder stockt beim Lesen oder fängt an, langsamer zu lesen.
Beispiel:
Auf der Seite steht: Die Sonne schien auf die Blumen.
Der Student liest: Die Sonne - schien auf die Blumen.
Der Wortklärer sagt: Das wärs. Welches Wort oder Symbol hast du kurz vor dieser Stelle missverstanden?
Der Student geht von diesem Punkt an auf der Seite zurück und schaut sich das Gelesene sehr sorgfältig an, aber er kann kein Wort finden, das er nicht versteht.
Der Wortklärer sagt: Okay. Ich werde eine Stichprobenüberprüfung machen. Er gibt dem Student eine gründliche Stichprobenüberprüfung, es werden jedoch keine missverstandenen Wörter gefunden.
Der Wortklärer fragt dann: Zeige mir, wo du dich bei diesem Text noch wirklich gut gefühlt hast.
Der Student zeigt es ihm. Es liegt drei Absätze zurück.
Der Wortklärer sagt: Gut. Wir werden jetzt von dieser Stelle an rückwärts nach irgendwelchen missverstandenen Wörtern suchen.
Er macht in diesem Bereich ein gründliche Stichprobenüberprüfung, und das missverstandene Wort des Studenten wird schliesslich gefunden und geklärt. Nachdem sichergestellt worden ist, dass der Student den Teil des Textes, in dem das missverstandene Wort gefunden wurde, versteht, wird die M9 von dem Satz ab fortgesetzt, in dem das missverstandene Wort auftauchte.
G. Der Student runzelt die Stirn, wirkt unsicher, wird steif oder zeigt auf irgendeine Weise einen Mangel an Verstehen.
Beispiel:
Auf der Seite steht: Die Familie nahm das Abendbrot immer gemeinsam ein.
Der Student liest: Die Familie nahm das Abendbrot immer gemeinsam ein. Während er liest, zeigt sich in seinem Gesicht eine leichte Unsicherheit.
Der Wortklärer sagt: Das wärs. Schau dir den Abschnitt, den du gerade gelesen hast, noch einmal an und sage mir, welches Wort oder Symbol du missverstanden hast.
Der Student sagt: Aber warum hast du mich denn angehalten?
Der Wortklärer sagt: Du hast unsicher ausgesehen, als du den letzten Satz gelesen hast.
Der Student sagt: Na ja, eigentlich hatte ich auf dem vorletzten Satz noch ein bisschen Aufmerksamkeit.
Der Wortklärer sagt: Okay. Gab es dort irgendein missverstandenes Wort oder Symbol?
Der Student sagt: Ich habe etwas Aufmerksamkeit auf dem Wort für, aber ich habe es früher schon einmal nachgeschaut.
Der Wortklärer sagt: Nun, schauen wir es noch einmal nach.
Für wird dann geklärt, und der Student erkennt, dass er beim früheren Nachschlagen nicht alle Definitionen vollständig geklärt hatte.
Jede Definition von für wird vollständig geklärt, und dann bittet der Wortklärer den Studenten, diese Sätze noch einmal zu lesen und ihm zu sagen, was sie bedeuten.
Der Student hat ein gutes Verständnis des Materials, und so wird die M9 von dem Satz an, der das Wort für enthält, fortgesetzt. Der Student liest nun fliessend und ohne Anstrengung.
H. Der Student zeigt auf irgendeine Weise Spannung in seinem Körper. Das könnte darin bestehen, dass er seinen Griff verstärkt, die Augen zukneift, seine Kiefer anspannt, dass sein Körper ruckt und zuckt, dass er einen Körperteil versteift, usw.
1: Auf der Seite steht: Die Mädchen waren froh, einander wiederzusehen.
Der Student liest: Die Mädchen (er spannt seine Kiefermuskulatur an) waren froh, einander wiederzusehen.
Der Wortklärer sagt: Das wärs. Schau dir den Abschnitt, den du gerade gelesen hast, noch einmal an. Gab es da ein missverstandenes Wort oder Symbol?
Der Student schaut lange auf die Seite. Der Wortklärer kann sehen, dass er immer früher und früher auf der Seite nachschaut. Schliesslich sagt der Student: Ich kann keine Wörter finden, die ich nicht verstehe, aber diese Zeile hier kommt mir etwas seltsam vor: Es war am Heiligen Abend. Verena hörte Stille Nacht, als Christine das Zimmer betrat.
Der Wortklärer sagt: In Ordnung. Machen wir einmal eine Stichprobenüberprüfung in diesem Bereich. Was bedeutet Christine?
Der Student sagt: Das ist ein Mädchenname.
Der Wortklärer sagt: Gut. Was zeigen die Anführungszeichen in diesem Satz an?
Der Student sagt: Hmm. Nun, jemand sagte Stille Nacht zu Verena.
Der Wortklärer sagt: Gut. Ich möchte, dass du diesen Abschnitt über Anführungszeichen hier in dem Grammatikbuch liest.
Der Student liest den Abschnitt laut und sagt: Aha, so ist das! Stille Nacht ist ein Lied, und man setzt Liedertitel in Anführungsstriche. Jetzt ist es mir klar!
Der Wortklärer sagt: Ausgezeichnet, und lässt den Studenten einige Beispiele für die Verwendung von Anführungszeichen geben. Dann kehren sie zum Text zurück.
2: Auf der Seite steht: Der Nebelwerfer vernichtete die gegnerische Stellung.
Der Student liest: Der Nebelwerfer vernichtete die gegnerische Stellung. (Der Student beugt sich vor und schaut konzentrierter auf die Seite.)
Der Wortklärer sagt: Das wärs. Gibt es da ein Wort oder Symbol, das du nicht verstanden hast?
Der Student schaut sich den Satz noch einmal an. Nun, ich habe Nebelwerfer noch nie so verwendet gesehen. Das ergibt keinen Sinn.
Der Wortklärer bestätigt ihn und lässt ihn das Wort nachschlagen. Der Student liest die Definition, und seine Miene hellt sich auf. Er wendet sich dem Wortklärer zu und meint: Und ich habe immer gedacht, ein Nebelwerfer wäre etwas, womit man Nebel verbreitet. Ich konnte nie verstehen, warum -
3: Auf der Seite steht: Der Wagen fuhr los und hinterliess eine Spur Staub in der Luft.
Der Student liest: Der Wagen fuhr los und hinterliess eine Spur (der Student kneift die Augen zusammen) Staub in der Luft.
Der Wortklärer sagt: Gibt es in diesem Bereich ein missverstandenes Wort oder Symbol?
Der Student sieht verwirrt aus. Nein, aber der Satz ergibt einfach keinen Sinn.
Der Wortklärer sagt: In Ordnung. Was ist die Definition von Spur? Ach, das ist der Abdruck eines Pferdehufes, da wo das Pferd gegangen ist.
Der Wortklärer sagt: Okay. Schlag bitte das Wort Spur nach. Das Wort wird geklärt, und der Student erkennt, dass er eine völlig falsche Definition dafür hatte.
Der Wortklärer lässt ihn nun diesen Satz noch einmal lesen und sich von ihm sagen, was er bedeutet. Der Student ist noch immer über den Satz verwirrt und meint, es bedeute, dass den Wagen ein bestimmtes Schicksal treffen würde oder etwas in dieser Art.
Sie klären das Wort los vollständig und stellen fest, dass der Satz für den Studenten jetzt voll und ganz Sinn macht. Die M9 wird von diesem Satz an fortgesetzt.
Der Student gähnt, unterdrückt ein Gähnen, bekommt wässrige Augen usw. Auf der Seite steht: Das scharfe Licht des Scheinwerfers blendete ihn.
Der Student liest: Das scharfe Licht des Scheinwerfers (Gähnen) -
Der Wortklärer sagt: Okay. Lass uns das Wort oder Symbol finden, das du in diesem Abschnitt missverstanden hast.
Der Student sagt: Ich bin mir nicht sicher, ob ich für scharf die richtige Definition habe. Können wir das nachschauen?
Der Wortklärer sagt: Aber sicher, und sie schlagen das Wort scharf nach.
Der Student liest dann den Satz noch einmal und sagt dem Wortklärer, was er bedeutet. Die M9 wird von diesem Satz an fortgesetzt.
Der Student beginnt mit grösserer Anstrengung zu lesen. Hierunter fällt sehr sorgfältiges, unnatürliches oder roboterhaftes Lesen, sowie Lesen, das zeigt, dass die Wörter für ihn keine Bedeutung haben oder dass er nicht versteht, was er liest.
Auf der Seite steht: Die Familie machte ein Picknick am Strand.
Der Student liest: Die Familie machte ein Picknick am Strand.
Der Student liest die Stelle richtig, aber er ist sehr sorgsam darauf bedacht, keinen Fehler zu machen.
Der Wortklärer sagt: Das wärs. Lass uns das missverstandene Wort oder Symbol finden, das du vor diesem Satz nicht verstanden hast.
Der Student sagt: Ja, ich fing an mich unbehaglich zu fühlen, als ich den vorletzten Satz gelesen habe.
Der Wortklärer sagt: Gut. Lass uns kurz davor nach dem missverstandenen Wort suchen. Der Student findet sein Missverständnis, und es wird geklärt.
Nachdem sichergestellt worden ist, dass der Student diesen Abschnitt des Textes versteht, wird die M9 von dem Satz an fortgesetzt, in dem der Student das Missverständnis gefunden hat.
Die wichtige Sache, die der Wortklärer nie vergessen darf, ist: Immer wenn der Student eine Reaktion zeigt, wird ein missverstandenes Wort gefunden werden, und zwar gewöhnlich kurz vor der Stelle, an der er die Reaktion zeigte. Mit guter Kommunikation, Beharrlichkeit und 100%ig standardgemässer Anwendung der Methode-9-Tech, wie sie in diesem HCOB beschrieben ist, kann das missverstandene Wort immer, immer gefunden werden. Kann der Student dies nicht leicht tun, so muss er den Kursüberwacher um Hilfe bitten. TRs UND M9 Um ein sehr erfolgreicher M9-Wortklärer zu sein, muss man seine TRs in haben. Man muss in der Lage sein, mit seiner Frage TR 3 zu machen und das wirkliche Missverständnis zu bekommen; aber gleichzeitig darf man beim Methode-9-Verfahren niemals roboterhaft oder mechanisch werden. Es könnte zum Beispiel geschehen, dass der Student mitten in einem Satz stoppt, lächelt und dann weiterliest. Wenn Sie ihn dann fragen, finden sie heraus, dass ein Bulletin, das er schon sehr viele Male gelesen hat, jetzt endlich Sinn ergibt. Sie fragen ihn dann nicht nach seinem Missverständnis. Bestätigen Sie einfach seinen Gewinn und machen Sie mit Ihrem Wortklären weiter, wobei Sie ihre TRs in haben und dieses Bulletin 100% standardgemäss anwenden. Diejenigen, denen Sie solches Wortklären geben, werden davon profitieren, und ihre Gewinne dabei werden nicht gerade klein sein.
Gelegentlich kommt es vor, dass die Studenten, die das Wortklären machen, in einen Streit geraten oder verstimmt werden. Wenn das geschieht, dann wissen Sie, dass eines von zwei Dingen geschehen ist:
1. Der Student wurde gezwungen, Missverständnisse, die in Wirklichkeiten verstanden waren, anzugeben, oder
2. Wirkliche Missverständnisse wurden nicht erkannt, sondern übergangen.

1. Wenn dies geschieht, dann können Sie jedes fälschlicherweise nachgeschlagene Wort bereinigen, indem Sie den Studenten fragen, ob er dazu gebracht wurde, Wörter nachzuschlagen, die er verstanden hatte. Ist das der Fall, so wird sich die Miene des Studenten aufhellen, und er wird Ihnen das Wort oder die Wörter nennen, die er fälschlicherweise klären musste. Ist das gemacht, dann kann die M9 wiederaufgenommen werden.
2. Wenn das Obige die Situation nicht bereinigt, dann weiss man, dass Missverständnisse übergangen worden sind. Veranlassen Sie den Twin, der das Wortklären macht, den Student zu dem Punkt zurückgehen zu lassen, wo er sich noch gut über das Material fühlte, ihn von dort an noch einmal lesen zu lassen, dabei M9 zu machen und die übergangenen Missverständnisse aufzugreifen. Gewöhnlich wird sich herausstellen, dass mehrere Missverständnisse übergangen worden sind, nicht nur eines.

ARBEITSBLÄTTER
Arbeitsblätter sind eine schriftliche Aufzeichnung von Wortklärungssitzungen. Sie enthalten den Namen des Studenten, den des Wortklärers, das Datum und den Namen des oder den Titel des Materials, das wortgeklärt wurde. Der Wortklärer führt die Arbeitsblätter während der Wortklärungssitzung und schreibt dabei auf, welche Wörter nachgeschlagen und geklärt wurden, sowie alle anderen wichtigen Informationen, die das Wortklären betreffen. Die Arbeitsblätter werden an das Examiner-Formular des Studenten angeheftet, sobald das Wortklären abgeschlossen ist. Sie werden in seinen PreClear-Folder eingeordnet.

WIE MAN DEM STUDENTEN BEIBRINGT, METHODE ZU MACHEN
Dies wird unter Verwendung dieses HCOBs oder des M9-Bilderbuches gemacht (das zur rechten Zeit als Teil eines speziellen Kurses herausgegeben werden wird). Dies ist ein einfaches Bilderbuch, das dem Studenten ausgehändigt wird. Er arbeitet das Buch durch und macht dann einige M9-Übungen, wie sie im hinteren Teil des Buches beschrieben sind. Der Kursüberwacher checkt ihn aus und korrigiert ihn, falls nötig, wobei er ausschliesslich die Daten aus dem Bilderbuch und dem vorliegenden HCOB verwendet. Es wird keinerlei mündliche Tech oder Meinungen hineingebracht. Das Endergebnis einer gut gemachten Methode ist ein Student, der sich sicher ist, dass er in dem betreffenden Material keine Missverständnisse hat, so dass er es leicht studieren und anwenden kann. Methode ist ein mächtiger Retter der Zivilisation. Sie ist einfach durchzuführen, macht Spass und bringt ungeheure Gewinne hervor. Es ist äusserst wichtig, dass Methode korrekt durchgeführt wird, wie sie im Buche steht. Ansonsten werden den Leuten die enormen Gewinne vorenthalten, die damit erzielt werden können.

PINKSHEETS
Ein Pinksheet ist eine Studieraufgabe, die einem Studenten gegeben wird, wenn er etwas, was er an früherer Stelle hätte lernen sollen, nicht mitbekommen hat. Es verlangt ein erneutes Studium und ein Checkout der jeweiligen Materialien, die er nicht mitbekommen hat. Es wird Pinksheet (= rosa Zettel) genannt, weil es auf einem rosa Blatt Papier ausgestellt wird. Ich entwickelte die Technologie der Pinksheets im Jahre 1963 in . Sie wurde auf dem Speziellen Unterweisungskurs erprobt, wo der Grossteil der heutigen Ausbildungstechnologie entwickelt wurde. Ursprünglich wurden Pinksheets beim Saint-Hill-Ko-Auditing angewendet, wo alle Studenten in einem grossen Raum auditierten. Später wurde die Verwendung von Pinksheets mit grossem Erfolg auf die Korrektur von Patzern in Trainingssitzungen ausgeweitet, da das Überwachen von Training immer eine der Hauptfunktionen eines Kursüberwachers gewesen ist. Noch später dann wurde die Verwendung von Pinksheets als Korrekturaktion auf alle Bereiche des Studierens ausgedehnt. Die Technologie über Pinksheets wird hier in Form eines HCO PLs mit einigen Revisionen erneut herausgegeben, um Ihnen die gesamte moderne Verwendung von Pinksheets darzulegen.

WARUM PINKSHEETS?
Alles Studieren dieser Welt wird keinen Profi hervorbringen. Das Erlernen der Daten und der Theorie eines Fachgebietes ist sehr, sehr wichtig. Das Perfektionieren Ihrer praktischen Übungen ist unerlässlich. Der endgültige Test liegt jedoch in der Frage: Erzielen Sie mit den Daten Resultate? Ob Sie Resultate erzielen oder nicht, hängt einzig und allein davon ab, ob Sie die Daten und die Theorie, die Sie gelernt haben, wirklich anwenden oder nicht, und ob Sie die praktischen Fertigkeiten, die Sie erlangt haben, auch wirklich nutzen. Die Brücke zwischen dem Lernen von Daten und dem Erlangen von praktischen Fertigkeiten und ihrer tatsächlichen Anwendung kann durch das Pinksheet-System der Überwachung der Ausbildung enorm unterstützt werden. Die Fähigkeit eines Studenten, die Studiertechnologie auf sich selbst und seinen Twin anzuwenden, kann ebenfalls durch das Pinksheet- System der Überwachung der Ausbildung in hohen Masse gefördert werden. Der Student trägt die Verantwortung für all die Materialien und Kurse, die er bis jetzt studiert hat. Wenn er bei irgendeinem Teil dieser Materialien nicht in der Lage ist, sie anzuwenden oder zu benutzen, dann wird ein Pinksheet ausgestellt, um die Situation in Ordnung zu bringen. Ein Pinksheet ist jedoch kein Ersatz für eine Runderneuerung oder ein Retraining. Es ist eine schnelle und präzise Abhilfe. Ein Kursüberwacher oder ein Fallüberwacher, der Studentenauditing fallüberwacht, sollte immer einen guten Vorrat an Pinksheets zur Hand haben. Der Einsatz von Pinksheets fördert schnelle und präzise Ausbildung. Sie sind dazu da, benutzt zu werden.

WIE MAN PINKSHEETS AUSSTELLT
1. Befestigen Sie zwei Blätter rosa Papier (DIN A4) mit einem Kohlepapier dazwischen auf einem Klemmbrett.
2. Oben auf das Blatt schreiben Sie den Namen des Studenten, des Student-Auditors oder des Trainers, der beobachtet wird, das Datum und den Name des Beobachters.
3. Versehen Sie eine breite Spalte auf der rechten Seite des Blattes mit der Überschrift Beobachtungen, eine schmale Spalte auf der linken Seite mit Theoretische und praktische Aufgaben und zwei weitere schmale Spalten auf der linken Seite mit Trainer und Überwacher.
4. Nehmen Sie das Obige und einen Kugelschreiber mit und begeben Sie sich in die Nähe des Studenten oder der Auditing - oder Trainingssitzung, der bzw. die beobachtet werden soll, und zwar nahe genug, so dass Sie hören und sehen, was vor sich geht, ohne jedoch zu stören. (Oder wenn Sie Studentenauditing fallüberwachen, sollten Sie immer eine Reihe von Pinksheets zur Hand haben.)
5. Schreiben Sie in der breiten Spalte mit der Überschrift Beobachtungen genau auf, was in der Sitzung oder der Trainingssitzung geschieht, oder was geschieht, während der Student und sein Twin studieren. Dies zu tun, ist für die meisten Leute sehr schwierig (besonders für jemanden, der sich auf der Fallstufe nur in der Lage, die eigenen Bewertungen zu konfrontieren befindet). Halten Sie nicht nach Studier-, Auditing - oder Trainingsfehlern Ausschau. Schauen Sie einfach, und zeichnen Sie auf, was geschieht. Schreiben Sie nicht in Form von Bewertungen. Schreiben Sie nicht in Form von Abwertungen. Versuchen Sie in der Spalte Beobachtungen nicht, etwas zu korrigieren oder zu lehren. Beobachten Sie einfach die Sitzung, und zeichnen Sie auf, was geschieht.
6. Nachdem Sie eine oder mehrere Seiten der Spalte Beobachtungen ausgefüllt haben, ist es jetzt an der Zeit, eine Auswertung vorzunehmen. Untersuchen Sie das, was Sie an Vorkommnissen beobachtet haben, und schauen Sie, ob irgend etwas davon tatsächlich von der standardgemässen Verwendung der Studiertechnologie oder der korrekten Theorie und Praxis von Auditing oder Training abweicht.
7. Schreiben Sie in die Spalte mit der Überschrift Theoretische und praktische Aufgaben das Datum und den Titel des genauen Bulletins oder Tonbandvortrages, das bzw. der die korrekten Daten enthält, oder den Namen der genauen praktischen Übung, die den Fehler, der in der Spalte Beobachtungen aufgezeichnet ist, korrigieren wird.
Falls eine beobachtete Sitzung ein völliges Durcheinander war, bedeutet das, dass der Student irgend etwas sehr, sehr Grundlegendes im Auditing oder beim Training nicht weiss oder nicht beherrscht. Überladen Sie den Studenten nicht mit Tonnen von Übungen und theoretischen Aufgaben. Schauen Sie ihre Spalte Beobachtungen sorgfältig durch, und plötzlich wird es Ihnen dämmern, dass dieser Student keine Ahnung vom Auditing-Zyklus hat oder den Unterschied zwischen der Nadel und dem Tonarm am E-Meter nicht kennt. Wenn Sie die Hauptschwierigkeit immer noch nicht finden können, können Sie sich immer noch mit dem Studenten hinsetzen und ihn etwas von der Art fragen: Was geschieht, wenn du dich vor einen PreClear hinsetzt? oder Wofür ist das E-Meter da? Sie werden über einige der Antworten, die Sie erhalten, erstaunt sein. Finden Sie den Hauptfehler oder die Hauptschwierigkeit, und stellen Sie das Pinksheet aus, damit er hinsichtlich dieser Sache korrigiert wird. Auf der anderen Seite könnten Sie feststellen, dass Sie eine Reihe von Pinksheet- Seiten vollschreiben, ohne irgendwelche Fehler aufzuzeichnen. Der Student machte einfach keinen Fehler, oder das Trainieren der Übung lief gut, oder Standard- Studiertechnologie wurde verwendet. Das ist in Ordnung - schicken Sie ihm das Pinksheet ohne irgendeine Aufgabenzuweisung. Es wird ihm trotzdem helfen. 8. Schicken Sie das obere Exemplar des Pinksheets zum Studenten, und legen Sie die Durchschrift in der Akte für Pinksheets ab. Wenn das obere Exemplar vom Studenten vollständig ausgeführt und zurückgeschickt worden ist, wobei alle erforderlichen Unterschriften vorhanden sind, dann werfen Sie die Durchschrift weg und legen das abgeschlossene Pinksheet in der Akte des Studenten ab.
1. Das folgende wäre ein inkorrektes Pinksheet:
Verdrehte theoretische und praktische Aufgaben
Trainer Unterüberwacher
Keine Beobachtungen
Armseliges TR 0.
E-Meter-Ablesung Auditor kann das E-Meter nicht ablesen.
Mässige Kommunikationszyklen im Auditing
Lausige Handhabung des Auditing-Zyklus.
Im obigen Beispiel hat der Beobachter bewertet, abgewertet und nur allgemeine Kommentare gemacht. Das Obige mag alles wahr sein, aber dem Student-Auditor wird dadurch nicht geholfen, und die Aufgabenzuweisungen treffen nicht genau seine Hauptschwierigkeit.
2. Das folgende wäre ein hilfreiches Pinksheet:
Theoretische und praktische Aufgaben
Trainer Überwacher
Beobachtungen
Sternrangiges Checkout: Tonband
Kommunikationszyklen im Auditing
TRs
Auditor lehnt sich auf den Tisch und spielt mit dem TA und einem Kugelschreiber herum.
Er gibt die Anweisung: Schau dich im Raum um und finde etwas, was du haben könntest. Nachdem der PreClear der Stuhl gesagt hat, sagt er: Ich glaube nicht, dass das die Frage beantwortet. Auditor: Schau Dich im Raum um und finde etwas, was Du haben könntest. PreClear: Das ist ein interessantes Bild da an der Wand. Auditor: Okay, und gibt die nächste Anweisung. Der Auditor übersieht die F/N, als der PreClear sagt, dass er den ganzen Raum haben kann, und fährt mit dem Auditieren des Prozesses fort. Im obigen Beispiel sagt der Beobachter genau, was in der Auditingsitzung geschieht. Die Mehrzahl der notierten Beobachtungen zeigt eine Unfähigkeit, einen Auditing-Zyklus abzuschliessen. (Auch die übersehene F/N war ein unabgeschlossener Zyklus.) Dem Studenten wird daher Material aufgegeben, das ihm helfen wird, den Auditing-Zyklus zu lernen und anzuwenden. Es kann auch noch andere Dinge geben, die ihm helfen könnten, z.B. E-MeterÜbungen. Würde man diese Dinge aber auch noch mit auf das Pinksheet schreiben, so würde dies nur die Aufmerksamkeit des Studenten zerstreuen, während sie auf das Lernen und Verwenden des Auditing-Zyklus gerichtet sein sollte.
3. Das folgende wäre ein inkorrektes Pinksheet: Weiss nicht, wie man trainiert. Wird auf den Twin böse und versucht, den Text zu erklären.
In dem obigen Beispiel hat der Überwacher bewertet, abgewertet und nur allgemeine Kommentare gemacht. Das Obige mag alles wahr sein, aber dem Trainer wird durch die aufgezeichneten Beobachtungen nicht geholfen, und die Aufgabenzuweisungen treffen nicht genau die Hauptschwierigkeit.
4. Das folgende wäre eine hilfreiches Pinksheet für dieselbe Situation:
Theoretische und praktische Aufgaben
Trainer Überwacher
Beobachtungen
Erneutes Studium
Studieren
Datenaneignung
Studiervortrag
Studieren - Gradienten und Nomenklatur
Student wird benommen.
Der Trainer lässt seinen Twin ein Missverständnis finden, und die Miene des Studenten hält sich auf, aber er hat immer noch Schwierigkeiten, das Material zu verstehen. Der Trainer lässt es ihn demonstrieren, aber als der Twin dafür sehr lange braucht, wird der Trainer verärgert und demonstriert den Gedankengang für den Studenten. Durch WC mit dem Trainer herausgefunden, dass er nicht wusste, dass er mit dem Klären von Missverständnissen fortfahren muss, bis der Twin VGIs hat und das Material leicht demonstrieren kann. Bei diesem zweiten Beispiel für dieselbe Situation versucht der Überwacher nicht zu bewerten, sondern er beobachtet einfach und schreibt seine Beobachtungen nieder. Er schaltet sich ein und macht Zweiweg-Kommunikation mit dem Trainer, um weitere Daten zu erhalten, und die Schwierigkeit wird sehr offensichtlich. Sie kann dann anhand einer genauen Aufgabenanweisung mit dem korrekten Material korrigiert werden.

THEORETISCHE UND PRAKTISCHE AUFGABEN
Sowohl die praktischen als auch die theoretischen Aufgaben eines Pinksheets sollten mit einem Twin gemacht werden - Zuerst geht der Twin die Beobachtungen gemeinsam mit dem Studenten gründlich durch, findet und klärt die missverstandenen Wörter, gibt ihm die sternrangigen Checkouts auf die jeweiligen zugewiesenen Ausgaben und übt mit dem Studenten, bis dieser die korrekten Daten vollständig gelernt und verstanden hat und die Übung perfekt ausführen kann. Wenn dies gemacht ist, unterschreibt der Twin mit seinem Namen auf dem Pinksheet in der Spalte für den Trainer, und zwar auf der Höhe der Aufgabenzuweisung. Der Student ist dann dafür bereit, vom Überwacher ein Checkout auf das Pinksheet-Material zu erhalten.

ÜBERWACHER-CHECKOUT
Wenn der Überwacher einem Studenten ein Checkout auf das zugewiesene Material von seinem Pinksheet gibt, sollte er die Beobachtungen sorgfältig zusammen mit dem Studenten durchgehen und ihn die Fehler ausfindig machen lassen, die er genau gemacht hat; dann sollte er sich vom Studenten die korrekten Daten aus dem aufgegebenen Bulletin oder Tonbandvortrag geben lassen oder sich vom Studenten durch das Ausführen der praktischen Übungen zeigen lassen, dass er die Fertigkeit, die er vorher beim Studieren oder in der Auditing - oder Trainingssitzung nur armselig angewendet hat, jetzt beherrscht. Besondere Aufmerksamkeit sollte den Punkten geschenkt werden, bei denen beobachtet wurde, dass der Student darin bei der Anwendung auf das Studieren, Auditieren oder Trainieren schwach war. Seien Sie bei diesen Punkten doppelt streng, um sicherzugehen, dass der Student nicht weiterhin fortwährend dieselben Fehler macht. Wenn jedes Pinksheet auch nur einen schweren Fehler gründlich korrigiert, wenn dieser wirklich ausgemerzt wird, so wird sich die Fähigkeit des Studenten, zu studieren, zu auditieren oder zu trainieren, in sehr kurzer Zeit in bemerkenswerter Weise verbessern. Pinksheets werden niemals verwendet, um den Studenten zu bestrafen oder ihn ins Unrecht zu setzten. Sie werden verwendet, um die Studier-, Auditier- und Trainierfähigkeit des Studenten zu verbessern, indem man ihn Daten und praktische Fertigkeiten, in denen er schwach ist, gründlich lernen lässt. Dass ein Student in Daten und Fertigkeiten schwach ist, wird sich oft nicht unter den normalen Bedingungen einer theoretischen oder praktischen Prüfung zeigen, aber eine solche Schwäche wird sich ganz eindeutig zeigen, wenn der Student diese Daten oder Fertigkeiten in einer wirklichen Auditing- oder Trainingssitzung oder beim wirklichen Studieren anwenden muss. Eine Pinksheet-Aufgabe bedeutet also nicht, dass der Student das Material nicht gelernt hat, wenn er bereits eine theoretische oder praktische Prüfung darauf bestanden hat. Es bedeutet aber, dass er es nicht gut genug gelernt hat, um beim Studieren oder unter dem Druck einer wirklichen Auditing- oder Trainingssitzung Gebrauch davon zu machen. Wenn ein paar Tage verstrichen sind, in denen ein Student kein Pinksheet erhalten hat, sollte er beginnen, sich lauthals zu beschweren. Wenn sein Auditing oder sein Training nicht beobachtet wird und seine schwachen Punkte nicht aufgegriffen werden, wie kann man dann erwarten, dass er sich verbessert? Schlagen Sie also Krach, wenn Sie als Student keine Pinksheets erhalten. Und führen Sie als Überwacher eine Aufstellung darüber, wann einem Studenten ein Pinksheet ausgestellt wurde, damit Sie sicherstellen, dass Sie jeden Studenten oft beobachten.

WICHTIGE DATEN ÜBER DAS STUDIEREN
Die Anzahl der Durchgänge durch das Material entspricht Gewissheit und Ergebnissen. Ergebnisse im eigenen Fall des Studenten sind eine Garantie für erfolgreiche Anwendung durch den Studenten.
Ein Vortrag LRH Ich freue mich, Sie zu sehen. Welches Datum haben wir heute? Ich gelange an den Punkt, wo ich in grösseren Zeitabschnitten denke. Es ist recht amüsant für mich: z.B. stellte ich fest, dass es zwei oder drei Tage dauerte, bis der 16. verstrichen war, und der 17. hat zwei oder drei Tage gebraucht, bis er verstrichen war, und heute haben wir den 18. - wir haben also den 18. Juni 1964, Spezieller Saint-Hill-Unterweisungs-Kurs. Gut, die Situation hinsichtlich des Auditings hängt von einem Gebiet ab, das Studieren genannt wird. Wenn Sie nichts lernen können, dann können Sie nicht herausfinden, wie man irgend etwas tut. Ich habe Ihnen bereits früher gesagt, dass Kommunikation nicht das Endziel des Prozessings ist, aber völlig unerlässlich ist, wenn ein Auditor einen PreClear je dazu bringen will, dass dieser eine Anweisung ausführt; es ist ebenso wahr, dass das Studieren die - offene oder geschlossene - Tür für das Erlernen des Auditierens darstellt. Wenn ein Auditor nichts lernen kann, dann wird er natürlich nicht in der Lage sein, zu auditieren unabhängig von seiner Einstellung gegenüber der menschlichen Rasse, unabhängig von seinem Wunsch, etwas für Leute zu tun, und unabhängig von seinen wie auch immer gearteten sonstigen Wünschen. All diese Dinge würden schon durch diesen einen Punkt verhindert, dass er nichts lernen kann. Damit man jemandem also beibringen kann, wie man auditiert, ist es notwendig, dass er lernen kann. Das ist nun schrecklich grundlegend! Es ist so grundlegend, dass es grundlegender nicht mehr geht. Nun, alle grossen Erfolge bauen darauf auf, dass den Grundlagen Aufmerksamkeit geschenkt wird. Alles baut auf einer Grundlage auf. Wenn Sie diese Grundlagen nicht aussondern können, lassen Sie die Fundamente Ihres Gebäudes natürlich unvollständig. Wenn Sie nicht die Grundlage finden, auf der Sie aufbauen, haben Sie nachher immer so ein Gefühl, als ob Sie in der Luft hängen würden. Sie würden keine Wolkenkratzer bauen können, ohne ein Fundament zu errichten. Was ist nun das Fundament? Dieses Fundament beim Auditing ist natürlich Studieren: die Fähigkeit, zu lernen. Und wenn ein Auditor darin versagt, hat er es natürlich furchtbar schwer. Das nächste, was ich Ihnen sagen werde, ist etwas, von dem ich wirklich nicht möchte, dass Sie es hinter dem linken OhrläpPreClearhen abstellen und vergessen, denn es wird einen ungeheuren Unterschied für die Zukunft der Lehrebedeuten. Es ist die Kenntnis dieser einen Sache: dass mehr als 50% der Lehreaus der Disziplin der Anwendung, der Technologie der Anwendung und dem Know-how der Anwendung bestehen. Das macht mehr als 50% der Lehre aus - mehr als 50%. Nun, vielleicht ist diese Information nicht sehr beeindruckend, aber lassen Sie mich das näher ausführen, und ich glaube, Sie werden sehen, wie beeindruckend die Information ist. Sie können alle Prozesse, die in der LehreResultate erzielt haben - und es gibt sehr, sehr viele davon - den Vertretern einer geistigen Praktik zur freien Verfügung geben, und diese Leute würden, wenn man ihnen nur die Prozesse, nur die Anweisungen geben würde, nicht in der Lage sein, damit auch nur das geringste zu erreichen. Sie würden damit keine wie auch immer gearteten Resultate hervorbringen. Sie würden eine so lächerliche Erklärung herausgeben wie die Universität von Chicago. (Die Universität von Chicago ist nicht mehr als ein Gymnasium. Das pflegten wir an der George Washington Universität darüber zu sagen. Und damit waren wir noch sehr nachsichtig gegenüber Chicago. Die meisten von uns wollten dort hingehen, weil man nur wenige Jahre brauchte, um da seinen Diplomlappen zu holen - und das langweilte uns einfach.) Dieser Verein gab nun also folgende alberne Erklärung von sich: Wir haben alle Techniken der Dianetik getestet und festgestellt, dass sie nicht funktionieren. Nun, dies ist vor allem deshalb albern, weil gar nicht alle Techniken der Dianetik in veröffentlichter Form existierten und diesen Leuten für ihre Tests also nicht zur Verfügung standen, sehen Sie?! Diese Erklärung war also von vornherein Unsinn. Ich weiss zum Beispiel von Techniken, die innerhalb der ersten Stiftung in Elizabeth, New Jersey, herausgegeben wurden, aber nie allgemein bekannt gemacht wurden; ich habe sie nie irgendwo veröffentlicht gesehen. Tatsächlich sah ich drei oder vier Splittergruppen plötzlich mit Sachen beginnen, die lediglich für einen einzigen PreClear gedacht waren, und dann beschlossen sie, dass dies auf alle PreClears anwendbar wäre, und so weiter. Es gibt heute hier und da einige Arten von Therapie, die einfach aus einer einzigen Technik bestehen, die für einen einzigen PreClear in Elizabeth entwickelt wurde. Da kommt also irgend so ein Verein daher und sagt von hohem Ross: Wir haben alle Techniken der Dianetik getestet! Was für eine anmassende Erklärung! Sie hatten unsere Techniken gar nicht zum Testen zur Verfügung. Wie wollen sie überhaupt wissen, ob sie alle Techniken getestet haben? Ohne Umschweife gesagt: sie sind verantwortungslos. Und dann zu sagen: Sie haben nicht funktioniert, ist auch albern, denn selbst wenn sie sie nachlässig getestet hätten, hätten sie irgendwo einige Resultate erzielt, es sei denn, sie haben nur eine Publicity-Erklärung abgegeben, um die etablierten Interessengruppen zu schützen. Aber darum geht es hier nicht. Der entscheidende Punkt ist einfach der: Ja, sie hätten alle Techniken haben können. Sie hatten sie nicht, hätten sie aber haben können. Und sie hätten diese Techniken auf ihre planlose, stümperhafte Weise testen können, und sie hätten nicht funktioniert, weil sie einfach keinen Dianetik-Auditor unter ihren Leuten hatten. Es war niemand dabei, der in den grundlegenden Disziplinen der Dianetik ausgebildet war, und diese Ausbildung macht 50% oder mehr von der Technologie der Dianetik aus, die sie hätten zusammenbringen können.
Ziemlich wichtig, sehen Sie?
Ich werde Ihnen nun ein anderes Beispiel geben. Reg und ich erfanden, als wir auf dem tiefen, blauen Meer herumsegelten, einen Ausbildungskurs, der nichts mit der Lehre, sondern mit Geschäftsleben und Handel zu tun hatte. Nichtsdestoweniger war er eine sehr umfassende Anwendung auf Geschäftsleben und Handel. Aber wir machten diesen Kurs aus einem ganz anderen Grund. Reg dachte, es wäre eine gute Idee, machte sich an die Arbeit und hielt diesen Kurs ab - und der Kurs war unheimlich erfolgreich. Ich glaube, er wird gegenwärtig abgehalten, und er läuft gut, sehen Sie? Das einzige Problem ist, dass jetzt jeder in die Sache einzusteigen versucht. Dieser Kurs ist nur eine Geste des guten Willens. Er ist eine nette Geste des guten Willens, ein Versuch, die Verkaufskunst von Einzelhändlern und ihren Angestellten zu verbessern, um einen grösseren Warenfluss zu bewirken. Das ist der Zweck, für den der Kurs eingerichtet wurde. Und jeder versuchte, in die Sache einzusteigen. Andere Leute begannen, diesen Kurs zu lehren, begannen, ihre eigenen Kurse zu lehren, um dasselbe zu erreichen, und kürzlich bat irgendeine Firma darum, dass Regs Kurs für alle ihre Mitarbeiter abgehalten würde. Es treffen Anfragen dieser Art ein. Aber Reg machte damals die umfassende Aussage, die für diesen Vortrag besonders relevant ist. Er sagte: Ihr braucht euch keine Sorgen wegen irgendwelcher Konkurrenz oder wegen anderer Leute zu machen, die diesen Kurs abhalten. Sie werden damit beginnen, und sie werden scheitern, aber sie werden nicht in der Lage sein, den Kurs genau so wie den ursprünglichen zu machen. Nun, das sind die Tatsachen dazu. Der Kurs könnte weitergehen, die anderen könnten ähnliche Kurse lehren, sie könnten dieses und jenes tun. Aber sie sind sich zumindest immer dessen bewusst, dass sie einen Ersatz lehren und nicht den wirklichen Kurs. Und die Leute sind sich immer ein wenig der Tatsache bewusst, dass sie nicht den wirklichen Kurs über Verkaufskunst studieren. Sehen Sie, dies allein bewirkt selbst beim Nachahmer genug von der Art eines Overts oder so etwas, dass er dann ein zwanghaftes Alter-is beginnt; und Regs Äusserung, dass sie nicht in der Lage sein würden, den Kurs genau so wie den ursprünglichen Kurs zu machen, wird völlig wahr. Sie können und werden ihn nicht genau so wie den ursprünglichen machen, und damit ist die Sache erledigt. Ich weiss die genaue Geschichte dieser Sache nicht, weil ich da nicht ganz auf dem neuesten Stand geblieben bin, aber ich denke, dass andere Kurse aufgekommen und mittlerweile wieder von der Bildfläche verschwunden sind. Hier und da wurde eine Menge Enthusiasmus hinsichtlich eines genauen Kopierens dieses Kurses ins Leben gerufen, und ich denke, dieser Kurs existiert noch immer und ist sehr erfolgreich. Wahrscheinlich ist dies in der Geschäftswelt seit langer Zeit eine der besten Gesten des Entgegenkommens, die eine Firma unternommen hat. Einer der Gründe für den Erfolg ist natürlich, dass der Kurs etwas scientologisch orientiert ist. Aber dieser Kurs wurde meist nicht genau kopiert und war daher bei anderen nicht sehr erfolgreich. Nehmen wir nun an, diese Leute würden auf diesen anderen Kursen, die gelehrt werden und Kopien des ursprünglichen Kurses sind, genau dieselben Methoden lehren, d.h. dieselbe Technik oder dergleichen verwenden. Nehmen wir an, sie würden all das tun. Es würde dann immer noch irgendein Element fehlen. Dieses Element wäre die fehlende Sache, die den Kurs, der gelehrt wird, scheitern lässt. Ich möchte nicht auf diesem bestimmten Vergleich herumreiten, aber es ist einfach interessant, dass sogar so eine Sache wie einfach einigen Verkäufern beizubringen, wie sie zu ihren Kunden nett sein sollen usw., scheitert, wenn man sie aus ihrem eigenen Umkreis der Disziplin herausnimmt. Sie sehen also, dass man sogar bei einer so kleinen Sache wie dieser scheitert und so geht es überall. Ich weiss nicht, wieviel Technologie eine Universität verliert, weil jeder Professor 90% seines Einkommens dadurch verdient, dass er die Studenten dazu bringt, seine persönlichen Lehrbücher zu kaufen. Ich glaube, zu dem Zeitpunkt, an dem man die Werke von James Watt neu geschrieben hat, hat man die Dampfmaschinen verloren. Und es ist sehr wahrscheinlich so, dass es heute keinen Dampfingenieur mehr auf der Welt gibt, der die Technologie des Dampfes wirklich verstanden hat. Dieses Gebiet wurde entstellt, verdreht, missdupliziert und so weiter. Ich erinnere mich an einen Vorfall mit diesen alten Burschen, die ihr Geschäft verstanden. Ich nahm Bilder von einem Pilotentreffen auf, und da stand an einem strahlenden Sonnentag ein Kerl - in Gummiüberschuhen und mit einem Regenschirm. Der Regenschirm war nicht aufgespannt, aber der Mann hatte ihn zur Hand. Es war ein wunderschöner Tag im Hochsommer, und ich fragte mich, was dieser Typ auf einem Pilotentreffen zu suchen hatte, wo sich all diese waghalsigen Rennpiloten und solche Kerle herumtrieben. Ich nahm Bilder dieses Treffens für die Zeitschrift Der Sportflieger auf, aber ich dachte, dieser Typ würde gut als Nebenfigur ins Bild passen, und so schoss ich mit meiner Pressekamera heimlich ein Bild von ihm und fragte ihn nach seinem Namen. Er hiess Young und war nach den Gebrüdern Wright der nächste Mann auf diesem Planeten gewesen, der sich in die Lüfte geschwungen hatte. Er war wahrscheinlich einer der berühmtesten Pioniere, die es gab. Sie verstehen, dass ich ein bisschen errötete, als ich das herausfand. Er war auf seine alten Tage vorsichtig geworden, aber ich denke, dass sich seine Vorsicht noch immer nicht auf das Fliegen erstreckte. Zu seiner Zeit war es jedenfalls üblich gewesen, dass neben einem startenden Flugzeug ein Ambulanzwagen mitfuhr. Das stimmt! Man rettete auf diese Art mehr Piloten. Dieser Mann war auf diesem bestimmten Gebiet sehr draufgängerisch. Ich interessierte mich sehr dafür, mit ihm zu sprechen. Schliesslich schrieb ich einen Artikel über ihn, und er zeigte mir seine Einklebealben usw. Mich faszinierte besonders, dass es für Objekte, die schwerer als Luft sind, dreizehn Flugmethoden gab, von denen der starre Tragflügel nur eine Möglichkeit war - und übrigens eine der weniger begünstigten. Und einer der Gründe, warum diese Möglichkeit überhaupt begünstigt war oder überhaupt benutzt wurde, war, dass es nicht viel mechanischer Geschicklichkeit bedurfte, um einen starren Tragflügel zu bauen. Aber es gab 12 andere Flugmethoden für Objekte, die schwerer als Luft sind - schwerer als Luft. Damit sind also nicht Ballons oder Zeppeline gemeint. Es gibt alle möglichen Methoden, ein Flugzeug in der Luft zu halten. Es gibt da zum Beispiel das Prinzip des rotierenden Stabes: Wenn Sie einen Stab auf eine bestimmte Weise werfen, wird er summen - wobei er um seine eigene Achse rotiert. Er wird summen, und Sie werden sehen, wie er sofort eine Kurve nach oben beschreibt. Er wird wie verrückt in die Höhe steigen, und dabei ist das einfach ein rotierender Stab. Es gibt von dieser Art des Fluges eine Methode nach der anderen. Weil sich die Leute auf den einzelnen Tragflügel konzentriert haben, hat dieser gewonnen. Und jetzt haben wir auf der ganzen Welt Flugzeuge, die diesen starren Tragflügel haben, der aus dem Rumpf herausragt - und das hauptsächlich deshalb, weil die Pioniere auf diesem Gebiet nicht die notwendigen Mittel hatten, um etwas zu bauen, was ein bisschen esoterischer oder anders gewesen wäre; deshalb konzentrierte man sich in der Forschung auf diese Lösung, und heute erwarten wir von einem Flugzeug, dass es starre Tragflügel hat. Aber es war interessant, dem alten Mr. Young zuzuhören, der damals diese Sachen entworfen hatte - er war ein wenig enttäuscht, dass man gerade diese Flugmethode ausgewählt hatte, um sie in der Forschung voranzutreiben, denn diese Methode war eine der weniger brauchbaren und weniger wirksamen. Sehen Sie, es gab hier diese grosse Menge an Technologie, die nie entwickelt wurde und die in den ersten zehn Jahren dieses Jahrhunderts verlorenging. Es gab alle möglichen Flugmethoden, aber keine von ihnen machte jemals Fortschritte. Diese eine Methode, die leicht in die Praxis umzusetzen war, war die Methode, die entwickelt wurde. Es ist sehr interessant, dass eine dieser Methoden in Erscheinung trat und Fortschritte machte - das ist wahrscheinlich das, worauf man schauen sollte. Aber es ist in Zivilisationen schon fast üblich, dass ein Wissensgebiet entsteht, dann eine bestimmte Richtung der Spezialisierung auf einen bestimmten Teil einschlägt und dass dann jener Teil des Wissensgebietes schlecht dupliziert wird und der Rest der Technologie verlorengeht. Wie gern würde ich mich mit James Watt über das Thema Dampfmaschine unterhalten. Er könnte einem wahrscheinlich alles über Hochdruckboiler erzählen. Sehen Sie, er hatte lediglich nicht die Zeit, das Geld und die Materialien, um einen zu bauen. Aber vielleicht gab es Dutzende von Methoden, wie man Dampf nutzbar machen kann, die einfach verlorengegangen sind. Was Sie heute studieren, ist verlorengegangene Technologie - verlorengegangene Technologie. Sie sagen jetzt: Die Zivilisation schreitet voran und gewinnt ohnehin. Ich lade Sie ein, von hier auf , wo Sie sich jetzt befinden, 15 oder 17 Kilometer weit in eine nahezu beliebige Richtung zu gehen und zu versuchen, nicht die Überreste von Zivilisationen zu finden, die nicht gewonnen haben. Es gibt sie hier überall - tote Zivilisationen, verlorengegangene Zivilisationen und Zivilisationen, die nicht mehr bei uns sind. Ihnen allen lag verlorengegangene Technologie zugrunde. Sie begannen, sich auf eine einzige Sache zu konzentrieren, es gab nichts, um diese eine Sache zu erweitern, und schliesslich gingen die Teile davon verloren und sie verschwand. Die Zivilisation mag sehr wohl von dieser einen Sache abhängig gewesen sein. Sie hatten nichts, um diese Sache zu unterstützen - mit anderen Worten, sie verloren sie. Die Wechsel und Wendungen, die diese Dinge nehmen, sind faszinierend. Man könnte nun viele andere Dinge über diese Zivilisationen sagen, aber das einzige, worauf ich jetzt hinweise, ist, dass sie nicht da sind. Sehen Sie? Sie sind jetzt nicht vorhanden, sie sind nicht unter uns. Und all die Zivilisationen, die dahingegangen sind, waren gute Zivilisationen - die römisch-britische Zivilisation, die dänische Zivilisation, die hier war, die sächsische Zivilisation hier. All diese Zivilisationen unterschieden sich sehr stark voneinander. Auch die normannische Zivilisation, die hier war - sie sind alle zerstreut. Wie war es mit der keltischen Zivilisation, die davor existierte? Sie muss eine ziemlich entwickelte Zivilisation gewesen sein. Man liest gelegentlich über Streitwagen aus Korbgeflecht, die im Sturmangriff durch den Ashdown-Wald kamen. Was ist das? Streitwagen aus Korbgeflecht, die im Sturmangriff durch den Ashdown-Wald kamen? Ja, unser Freund Cäsar berichtet es so.
Nun, diese Zivilisation ist dahingegangen. Wir wissen nichts über diese Zivilisation sie muss aber ziemlich weit vorangeschritten gewesen sein. Und dennoch ist der Ort dieser Schlacht nur etwa 15 Kilometer von entfernt. Wo ging diese Zivilisation hin? Was für eine Zivilisation war sie? Sehen Sie, das war schon eine ziemlich esoterische Zivilisation, mit ihren Streitwagen aus Korbgeflecht. Vielleicht vergass jemand, wie man Körbe flicht.
Wer weiss, was mit dieser Zivilisation passiert ist?
Die Situation hier ist nun, dass Technologie verlorengeht, und wir müssen studieren, wie sie verlorengeht. Sie geht verloren, weil Leute nicht studieren können. Und das ist wirklich der einzige Grund, warum sie verlorengeht. Das ist eine ziemlich interessante Grundlage, wir können alles auf diese Grundlage zurückführen. Wir gehen nicht in die esoterischen Höhen von sie konnten nicht duplizieren und sie konnten das und das nicht tun, denn das ist nur der Grund dafür, dass sie nicht studieren konnten. Zivilisationen neigen dazu, bis zu einem bestimmten Höhepunkt aufzusteigen. Und dann beginnen sie unter der Belastung von Kämpfen und den verschiedenen Faktoren, ihre Technologie zu verlieren. Nun, sie verlieren ihre Technologie einfach deshalb, weil niemand die Technologie studiert. Wie sieht es mit dem englischen Silberschmied aus? England stellt heute nicht mehr das Silber her, das es einmal herstellte. Das englische Silberhandwerk war einmal sehr, sehr berühmt. Und dann - dann kam die Labour-Party an die Regierung, und sie steigerten die Silbersteuer so lange, bis britisches Silber nicht mehr verkauft werden konnte. Man hätte ebensogut die britischen Silberschmiede an die Wand stellen und erschiessen können, denn sie wanderten dann in andere Berufe ab, und die Technologie fing an, verlorenzugehen. Und heute ist sie praktisch eine verlorengegangene Technologie. Sie ging erst im letzten Jahrzehnt oder so verloren. Sie müssten sich schon gründlich mit Managern von Juweliergeschäften und solchen Leuten unterhalten, bevor Sie verstehen, warum Sie kein Silber kaufen können. Sie können antikes Silber kaufen, Sie können Silber kaufen, das ein paar Jahre alt ist - es gibt immer noch zwei oder drei Silberschmiede die in diesem Beruf tätig sind. Wie sieht es mit diesen Leuten aus? Es gibt welche, die das Handwerk des Silberschmieds gelernt haben, es gibt viele Lehrbücher darüber, und diese Technologie existiert noch immer aber sie wird verlorengehen. Sie wird sicherlich verlorengehen. Wie sieht es mit dem einen, alten Silberschmied aus, der in der Firma geblieben ist? Sehen Sie, er weiss alles über dieses Handwerk. Er ist von Leuten umgeben, und plötzlich könnte es ein Wiederaufleben des Silberhandwerkes geben. Aber jeder verlässt sich einfach auf ihn, und die Leute lernen das Handwerk nicht. Sie verlassen sich einfach darauf, dass er es weiss. Es läuft alles auf die Sackgasse der Unfähigkeit zu lernen hinaus, und die Unfähigkeit zu studieren. Ich war nun immer stolz darauf, ein sehr schneller Student zu sein, daher kann ich auf diesem Gebiet aus recht guter Sachkenntnis heraus sprechen. Aber ich kenne meine eigene Geschichte auf diesem Gebiet, und ich kenne meine blinden Stellen dabei. Wenn Sie an einen Punkt kommen, wo Sie sich um Ihre geistige Verfassung usw. weniger Sorgen machen, dann können Sie tatsächlich einen Blick darauf werfen, feststellen, ob etwas damit verkehrt ist, und Sie können es wagen, zuzugeben, dass sich hier und da noch etwas verbessern liesse. Einer der Aspekte des Studierens selbst ist nun die Tatsache, dass sehr viele falsche Dinge im Umlauf sind und dass Sie viele falsche Dinge studieren könnten und daher vom Studieren abgebracht werden könnten, weil Sie etwas Falsches studiert haben. Das würde einer der Gründe dafür sein, warum Sie mit dem Studieren aufhören. Ich sehe wirklich nicht, dass das irgend etwas damit zu tun hat, ausser dass es die Idee der Beurteilung dessen einführt, was Sie studieren. Wenn also jemand studieren würde, ohne das, was er studiert, in irgendeiner Weise zu beurteilen, oder ohne die Fähigkeit, auszuwerten oder zu wissen, was er studiert, dann würde seine Fähigkeit zu studieren wirklich armselig sein. Er würde in gewisser Weise wie die Chinesen sein. Mit den Chinesen ist nichts verkehrt, aber mir fällt da nur eine Episode aus der Zeit ein, als ich in die achte Klasse ging: Ich verbrachte einige Monate meiner Gymnasialzeit an verschiedenen Orten und Plätzen. Und in der achten Klasse ergab es sich, dass niemand ausser zwei Chinesen in der Schule eine Eins schaffte. Sie hatten gelernt, wie man studiert, aber wenn das Studieren war, dann haben auch Papageien gelernt, wie man studiert. Diese Chinesen standen auf und rasselten die Seitenzahl, den Absatz und alles andere herunter, was wir im Geschichtsbuch hätten studieren sollen, und sie gaben es wörtlich wieder - es war die tollste Leistung perfekter Duplikation, von der Sie je gehört haben. Aber die beiden waren nicht in der Lage, zu sagen, in welchem Universum das stattgefunden hatte. Wenn man ein Komma geändert hätte oder nach einer Meinung über das solchermassen studierte Material gefragt hätte, dann hätten sie sofort furchtbar versagt - und sehr oft taten sie das auch. Wenn sie herausfinden wollten, auf welchen Zeitraum sich etwas bezog, mussten sie sich daran erinnern, ob es in der Mitte oder am Ende des Buches stand. Es war die beste photographische Duplikation, die ich je sah. Das ärgerte den Rest von uns, denn die beiden erhielten immer eine Eins und gaben dem Lehrer ein so schreckliches Beispiel, dass dieser dann natürlich keine Eins für ein blosses Beherrschen des Fachgebiets gab. Daher wurden unsere Wiedergaben des Fachgebiets ziemlich schnell abgetan, und wir erhielten normalerweise eine Vier. Ich werde diesen beiden das niemals vergessen. Aber Spass beiseite. dies ist ein Beispiel für perfekte, vollkommene, perfekte Duplikation ohne ein Fünkchen Verstehen. Und das ist absolut tödlich. So studiert man also nicht das ist tödlich. Vielleicht sollte man in der Lage sein, das zu tun, aber ich würde es als Gedächtniskunststück betrachten, und ich glaube nicht, dass Studieren etwas mit Gedächtniskunststücken zu tun hat. Studieren hat mit Verstehen zu tun. Studieren hat in Wirklichkeit sowohl im Grunde als auch höchst formell mit nur einer Sache zu tun: der Bereitschaft, zu wissen. Das ist das erste kleine Tor, das geöffnet werden muss, um ein Studium in Angriff zu nehmen - die Bereitschaft, zu wissen. Wenn dieses Tor geschlossen bleibt, dann läuft man Gefahr, in solche Dinge wie ein vollständig wörtliches, mechanisches Auswendiglernen oder alle Arten von anderen Systemen zu geraten, von denen keines zu irgendwelchem Wissen führen wird. Aber Sie müssen nun erkennen, dass es in der Lehreeine Sache gibt, die man nicht leicht schriftlich festhalten kann und die man vielleicht nie schriftlich festhalten wird: die Disziplin dessen, wie man es tut. Diese eine Sache ist tatsächlich schriftlich schwer zu übermitteln, durch Beispiele hingegen sehr leicht zu übermitteln (und ich möchte Sie noch einmal auf einen früheren Teil dieses Vortrages aufmerksam machen, wo ich gesagt habe, dass mindestens 50% dessen, was wir tun, aus der Disziplin der Anwendung bestehen); ich weise Sie darauf hin, dass es da eine schwache Stelle in der Vermittlung dieser Informationen gibt. Der zukünftige Erfolg der Lehrehängt davon ab - und genau da liegt die schwache Stelle. Die Lehre könnte sehr leicht zu einem funktionsunfähigen Gebiet werden. Sie könnten alle GPMs der Welt hernehmen - was meinen Sie, würde passieren, wenn Sie alle GPMs und die gesamte Karte der Bank, die vollständigen, exakten Aufzeichnungen, zum jetzigen Zeitpunkt der Psychiatrie übergeben würden? Ich weiss, was diese Leute tun würden sie würden sofort Edgar Allan Poe analysieren, um festzustellen, wie viele Male eines dieser Wörter in einem seiner Bücher vorkommt, und dann würden sie die relative Häufigkeit ausrechnen und schliesslich zu erklären versuchen, warum Poe verrückt war oder so ähnlich. Das ist wahrscheinlich das, was sie mit diesem Material anstellen würden. Sie würden einfach Unfug damit treiben. Ich hatte sogar einmal den rachsüchtigen Gedanken, den vollständigen Grundriss der Bank an die Psychologiezeitschrift American Journal of Psychology zu schicken, deren Redakteure übrigens so überwältigt wären, dass sie sich vor lauter Dankbarkeit bei ihren Verbeugungen den Schädel am Fussboden einschlagen würden, wenn ich ihnen einen Artikel gäbe. Das ist einer der Gründe, warum sie ein wenig böse auf uns sind. Sie haben mich kräftig dafür heruntergeputzt, dass ich nichts bei ihnen veröffentlicht habe - nicht einmal eine unserer Fallgeschichten - weil es doch alles revolutionieren würde. Sie gehen davon aus, dass ein Sache nichts revolutionieren kann, wenn sie nicht in ihrer Zeitschrift veröffentlicht wird. Ich bin dafür von ihnen beschimpft worden; ich habe jedoch den Rachegedanken gehabt, ihnen einfach den ganzen Grundriss der Bank zu geben, damit sie ihn veröffentlichen. Und dann wäre Ruhe im Haus! Was ich hier aber betonen möchte, ist, dass diese ganze Technologie, soweit sie niedergeschrieben werden kann, mit demselben Ergebnis vermittelt werden könnte, wie es die Universität von Chicago erreicht: nämlich mit keinem Ergebnis, sehen Sie?! Denn es fehlt dabei folgendes Element: die Fertigkeiten der praktischen Anwendung. Wenn ich Ihnen nun sage, dass ein Auditor so gut werden kann, dass es ruhig eine schwere Bypassed-Charge in einer Session geben kann, sein Auditing jedoch derartig reibungslos ist, dass die Bypassed-Charge nirgendwo und bei keinem Studenten in diesem Ko- Auditing eingekeyt wird - Mann, sagenhaft! Sehen Sie, das ist ein fast unmögliches Auditing- Kunststück. Das ist, als ob man so präzise und geschickt um den Rand des Löwenkäfigs herumgeht, dass nicht einmal die Gitterstäbe da zu sein bräuchten. Das ist eine ziemlich phantastische Leistung, finden Sie nicht auch? Nun, wodurch wird das erreicht? Es ist die Fertigkeit im Auditieren. Es ist die Kommunikationsformel, es ist die Handhabung des E-Meters, es ist das, was Sie mit einem PreClear tun sollen und das, was Sie mit einem PreClear tun dürfen und so weiter. Es beruht darauf, in den Auditing- Sessions die Dinge zu unterlassen, die Mary Sue sofort als schwere Auditingfehler bekämpft, wenn wir Fernsehdemonstrationen haben; es bedeutet, diese Dinge auszumerzen und sich exakt an die Verfahrensweise zu halten - was mehr als 50% dieser Technologie ausmacht. Wir müssen daher diese Dinge jetzt hier in wirklich enorm gut beherrschen. Denn wenn irgendeiner der Auditoren auf dem Ko-Auditing dauernd einen schwerwiegenden Fehler machen würde - irgend so einen beständigen, schweren Auditing-Fehler, wie wir ihn bei jemandem beobachten können, der gerade erst hier angekommen ist - so würde er einfach bewirken, dass sein PreClear schliesslich in einem Haufen Gerümpel drinsitzt, denn es war genug Material vorhanden, um den PreClear damit gegen eine Wand zu klatschen und zu einem Pfannkuchen zu machen, verstehen Sie? Die Bypassed-Charge, die ausgelöst werden konnte, war beileibe nicht klein. Die Auditoren waren sich nicht einmal der Tatsache bewusst, dass sie da war, und sie auditierten reibungslos genug um sie herum, so dass niemand einen Cave-in davon bekam. Wenn umgekehrt nun all ihre Auditingmaterialien und die Technologie von Anfang an absolut perfekt gewesen wären und wenn ihre Auditingfertigkeiten - ihre Fähigkeit zu auditieren - so dürftig gewesen wären, wie sie nur hätten sein können, dann hätten sie, obschon der Prozess durchgeführt worden wäre, ihren PreClear in einen blassen, rosa Pfannkuchen verwandelt, der flachgeklatscht an der Wand klebt. Verstehen Sie? Das ist der umgekehrte Aspekt! Wenn Sie das nun gut verstehen, dann können Sie auch meine Bemerkung verstehen, wenn ich Ihnen sage, dass die Technik die eine Sache ist, dass aber die Art, wie sie angewandt wird, diejenige Sache ist, die das ganze zum Funktionieren bringt - und diese Sache ist der Aspekt, der am leichtesten verlorengehen kann. Unsere Unternehmungen werden solange erfolgreich sein, wie ein Auditor lernen kann, wie man auditiert. Sie brauchen eigentlich gar nichts zu lernen, um GPMs zu auditieren. Die Informationen können Ihnen auf Karten ausgehändigt werden. Ist Ihnen das klar? Sie könnten Ihnen wahrscheinlich auf Karten ausgehändigt werden, und Sie könnten sie auf die eine oder andere Weise nach einem bestimmten Schema lesen. Sie bräuchten es nicht einmal auswendig zu lernen. Sie könnten es einfach so laufen lassen, wie Wasser vom Rücken einer Ente herunterläuft. Sie könnten es von einer Liste oder einer Karte ablesen. Es müsste nicht gelernt werden. Sie haben es auf diesem Gebiet nicht mit Lernen zu tun. Ganz im Gegenteil - falls ich je davon erfahren würde, dass ein Ausbilder irgendeinen neuen Studenten einen Line-Plot auswendig lernen lässt, damit er ihn besser auditieren kann, dann werde ich diesem Ausbilder einen schweren Auditing-Fehler um den Hals hängen. Das wäre ja ganz schauerlich. In diesem speziellen Fall wäre die Technologie tatsächlich nicht etwas, was man lernen würde. Man würde nicht einmal das lernen, was man die Technik nennt - man würde es nicht wagen! Es würde den Studenten völlig fertig machen; das wäre das Endresultat. Sollte je ein Spion versuchen, bei Ihnen herumzuschnüffeln, entscheiden Sie einfach, dass er es am besten auswendig lernt suchen Sie nicht einmal etwas besonders Drastisches heraus - geben Sie ihm einfach einen der Helatrobus-Line-Plots und sagen Sie ihm, dass seine erste Aufgabe darin besteht, dies hier auswendig zu lernen. Wenn ich Ihnen also etwas über das Lernen erzähle, bewegen wir uns praktisch überhaupt nicht auf dem Gebiet der Technologie. Wir wissen zwar, zu welchem Grad ein bestimmter Teil der Technologie gehört und so weiter, aber - was ich selber sehr oft mache, wenn ich auditiere, ist folgendes: Ich schreibe den Prozess rasch auf und klemme ihn unter das E-Meter. Nehmen wir an, der Prozess besteht aus mehreren Fragen: Ich möchte meinen Verstand, der mit dem Auditieren beschäftigt sein sollte, nicht damit belasten, sich daran zu erinnern, mit welcher Frage der PreClear sich gerade abmüht. Ich möchte meinen Verstand damit nicht belasten, und so schreibe ich mir einfach die vier oder fünf Anweisungen, oder was auch immer der Reihe nach drankommt, auf und drücke einfach meinen Bleistift auf das, was gerade dran ist. Und wenn ich zum nächsten komme, dann sehe ich, dass alles in Ordnung ist, und schaue auf das Papier, frische mein Gedächtnis auf und gebe dem PreClear die nächste Anweisung. So kann ich meine Aufmerksamkeit voll auf das Auditieren richten - ich brauche mich nicht mit dem anderen Kram zu befassen. Es gibt einige Tricks, wie man einen Prozess mit mehreren, sich abwechselnden Fragen auditieren kann: Die positive Frage ist Ihr Zeigefinger und die negative ist Ihr Mittelfinger, und Sie berühren sie einfach abwechselnd mit dem Daumen. Bei der positiven Frage ist Ihr Daumen am Zeigefinger, bei der negativen Frage ist Ihr Daumen am Mittelfinger, und so weiter. So geraten weder Sie durcheinander, noch bringen Sie Ihren PreClear durcheinander, und Sie müssen auch nicht dasitzen und sagen: Nun, lass mich mal sehen, wo bin ich denn nun - - das bringt nichts. Ich würde offen gesagt also nicht behaupten, dass es neben dem Klassifizieren und dem Wissen, in welche Richtung die Technologie geht, in diesem Bereich überhaupt irgend etwas zu lernen gibt. Sie werden nicht Auditinganweisungen lernen. Sie wissen, welche Art Anweisung verwendet wird - das werden Sie lernen, nicht aber die Anweisung. Sie werden keine Line-Plots, GPMs oder dergleichen lernen. Nun, das ändert das ganze allgemeine Bild im Hinblick auf die Frage: Was sollen wir lernen, und von welchem Lernen spricht er? Ich spreche jetzt darüber, zu lernen, wie man etwas tut, wie man etwas anwendet.
Darüber spreche ich.
Ich weiss, es ist ziemlich faszinierend, dass es oft jemanden gibt, der daherkommt und einfach ein paar Prozesse will, damit er sie lernen kann usw. Und dann glaubt er, dass er ausgebildet sei und seiner Wege ziehen könne, denn er weiss, dass er diese Prozesse anwenden kann; und dann scheinen diese Prozesse irgendwie niemals zu funktionieren, wenn er sie verwendet, und er findet nie heraus, warum sie nicht funktionieren. Nun, was er lernen sollte, ist das Gebiet des Auditierens: die Bulletins über gute Indikatoren, die Bulletins über Kommunikationszyklen und solche Dinge. Was ist hier das Handwerkszeug? Was sind hier die Kategorien dieses Handwerkszeugs, und wie werden sie angewendet? Und welche Urteilskriterien verwendet man im Zusammenhang mit ihnen? Lernen Sie diese Dinge gut genug, so dass Sie ihnen gegenüber entspannt sind. Das ist nun etwas, was man lernen sollte. Und dennoch garantiere ich Ihnen, dass diese Sache in einem fort zugunsten irgendeines Kunstkniffs oder Tricks oder Prozesses leichthin beiseite geschoben werden wird.
Mit anderen Worten, die Person wird sehr bereitwillig lernen, was die Auditinganweisungen für diesen und jenen Prozess sind, jedoch nicht das geringste mit dem Kommunikationszyklus zu tun haben wollen. Wie Sie wissen, erfordert der Kommunikationszyklus einige Lernarbeit! Sie können nicht einmal glattzüngig sagen: Nun. er geht bla bla bla bla bla bla, und er beginnt, setzt sich fort und hört auf, und das ist alles, was es über den Kommunikationszyklus zu sagen gibt, und wir wissen das jetzt alles. Okay, was ist jetzt die Auditinganweisung?
Das ist doch das Wichtige.
Nein, das ist nicht das, was wichtig ist. Die Auditinganweisung wird nicht funktionieren, wenn sie nicht beim PreClear ankommt. Und sie muss beim PreClear ankommen - zusammen mit einem bestimmten praktischen Know-how, wie man es macht, wie sich ein Auditor verhält und wie er sich anhören sollte. Das ist das wichtige Know-how - das bewirkt, dass die Anweisung beim PreClear ankommt. Ich machte nun kürzlich eine ziemlich amüsante Erfahrung. Ich habe meine lichteren Momente, und ich entschied, dass ich besser ein unabhängiges Studium betreiben sollte. Es hat keinen Sinn, sich zu sehr auf eine einzige Sache zu konzentrieren; ich arbeitete gerade mit Raketengeschwindigkeit an der Entwicklung der Klasse-VI-Materialien, und zwar sehr hart und sehr konzentriert. Aber ich glaubte nicht, dass diese Sache meinen Verstand derartig beschäftigt halten würde. Ich hatte das Gefühl, dass ich ruhig ein anderes Fachgebiet in Angriff nehmen sollte - eines, das völlig unabhängig davon war. Das würde mir einen netten Wechsel der Aufmerksamkeit geben. Vor einigen Jahren hatte ich unvorsichtigerweise in einer schwachen Stunde einen Photographiekurs gekauft. Natürlich hatte ich mich schon seit meinem Kindesalter mit Photographie beschäftigt - es ist ein nettes Hobby und ich habe viel Spass damit. Und zuweilen habe ich sogar Bilder verkauft. Es ist einfach eines dieser Hobbys - Dinge, mit denen man herumspielt. Wahrscheinlich würde ich heute als fortgeschrittener Amateur gelten, aber es gab eine Zeit, da galt ich als Profi - während meiner Collegezeit pflegte ich damit viel Geld zu verdienen. Ich arbeitete für Zeitschriften wie National Geographic usw. Ich glaube, es gibt immer noch ein paar Geographiebücher, die Bilder von mir enthalten. Kurz und gut, in Anbetracht der Tatsache, dass meine Aufmerksamkeit sehr stark in diese Richtung konzentriert war, beschloss ich, dass ich mich ruhig noch einer anderen Sache widmen sollte. Ich nahm also diesen Fernkurs in Photographie wieder auf - er war vom New Yorker Institut für Photographie, einem der besten derartigen Institute - ich krempelte meine Ärmel auf und stellte fest, dass ich nie weiter als bis etwa zur dritten Lektion gekommen war. Also beschloss ich, etwas über das Studieren zu lernen. Und ich begann, diese Sache vollständig zu studieren, mich selbst voranzutreiben, alle meine Lektionen brav zu machen und alles Lektion für Lektion einzuschicken. Wissen Sie was? Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich etwas über das Studieren lernte. Ich lernte auf sehr subjektive und sehr reale Weise etwas über das Studieren. Der einzige Grund, warum ich Ihnen das erzähle, ist nicht, um Sie besonders zu amüsieren, sondern weil Sie dies vielleicht verwenden können. Es ist einfach folgendes: Ich begann mich zu fragen, warum ich bei der dritten Lektion aufgehört hatte. Ich machte geduldig mit dem Studium der restlichen Lektionen weiter, aber warum hatte ich bei der dritten Lektion aufgehört und warum blieb ich hier und da stecken - denn es ging nicht leicht. Nun ist das Gebiet der Photographie ein sehr, sehr phantastisches, gelegentlich sehr trockenes und oft sehr langweiliges Gebiet, weil es in die Optik hineingeht. Sehen Sie, ein Student der Photographie will ein Bild aufnehmen, nicht Optik studieren. Aber die Optik ist anscheinend etwas, was die Leute, die Ihnen etwas über Photographie beibringen wollen, sehr ins Herz geschlossen haben und womit sie Sie quälen. Und dann gibt es da das Gebiet der Chemie, und die Chemie ist sehr interessant. Es gibt eine Reihe von Chemikalien, und sie haben etwas damit zu tun, dass das Bild auf diesem Ding da erscheint - aber das ist etwas, über das Sie wirklich nicht allzu viel wissen müssen. Wenn Sie in eine Dunkelkammer gehen und ein gutes Negativ und einen guten Abzug herstellen können, wer zum Teufel will dann irgend etwas über Chemie wissen! Das war mehr oder weniger meine Einstellung. Aber ich studierte brav weiter und bestand meine Prüfungen, die sich am Ende jedes Büchleins befanden. Plötzlich dämmerte es mir, dass ich, obwohl ich mich seit dem zwölften Lebensjahr für das Gebiet interessiert hatte, überhaupt nichts darüber wusste! Ein schrecklicher, unheilvoller Gedanke! Ich habe Bilder aufgenommen, ich habe Bilder veröffentlicht, man bezahlte mich gut dafür, meine Bilder erschienen als Titelphotos sehr eleganter Zeitschriften - und ich weiss nichts über das Gebiet! Ich war wie vom Blitz getroffen! Bitte, ich hatte mich mit diesem Gebiet seit meinem zwölften Lebensjahr - in diesem Leben - beschäftigt, und plötzlich wurde mir klar, dass ich überhaupt nichts darüber wusste. Und es war nicht ein Fall von plötzlichem Gedächtnisverlust oder so etwas.
Es war einfach ein Was?
Das ist - das ist was?
Und plötzlich ging ich schnell noch einmal durch, was meine Reaktionen gewesen waren, und ich machte eine sehr sorgfältige Analyse der ganzen Sache und dessen, was genau geschehen war. Ich hatte eine besonders grosse subjektive Realität hinsichtlich dieser Sache. Ich studierte ein damit verwandtes Gebiet, ich zwang Sie alle, zu studieren - ich sollte also etwas über das Gebiet des Studierens wissen. Und so hatte ich mehr oder weniger, in gewissem Mass, damit begonnen, etwas über das Studieren zu lernen, und ich lernte sofort etwas. Die Nachsicht und Geduld, die ich diesen Leuten gegenüber gehegt hatte, hatte mich zu einem Punkt geführt, an dem ich vollständig bereit war, ein paar Tricks von ihnen zu lernen, und das war die Geisteshaltung, mit der ich an den Kurs herangegangen war - ich war vollständig bereit, ein paar Tricks von ihnen zu lernen. Mir wurde klar, dass meine Arroganz auf diesem Gebiet vollständig unaussprechlich und nicht zu Papier zu bringen war. Meine Arroganz war absolut phantastisch. Schauen Sie. Ich habe mich damit seit meinem zwölften Lebensjahr beschäftigt. Ich habe die Photographie bei einigen der alten Veteranen studiert, die sich damals herumtrieben. Einige der Photographen der Regierung und der Wissenschaftler im Nationalmuseum waren geduldig genug, um mir Dinge über die Photographie beizubringen. Ich habe Bücher über dieses Gebiet gelesen, ich habe dies und jenes gelesen - ich habe sogar in professionellen Dunkelkammern gearbeitet. Und ich habe den Beweis direkt vor meinen Augen - lieber Himmel! Die Leute zahlen mir Geld für Bilder - ich pflegte für Underwood & Underwood zu photographieren. Ich sagte immer, dass die Schwierigkeit mit meinem Photographieren, die sich im Laufe der Zeit einstellte, daher kam, dass die Leute dauernd ihre Methoden veränderten. Ich hatte eine wunderschöne Erklärung für alles - tatsächlich kamen, seit ich mit dem Photographieren begonnen hatte, Kleinbildkameras, panchromatische Filme, verschiedene Arten von Entwicklern und Blitzlichter heraus - all diese Dinge wurden verändert. Tatsächlich wird gerade etwas verändert, mit dem ich arbeite. Ich hatte einen von Ilford hergestellten Film, der so leicht zu handhaben war, dass ich mit ihm Feinkornnegative zustande bringen konnte. Jetzt haben sie die Empfindlichkeitseinstufung des Films geändert, und der alte Film ist nicht mehr erhältlich - ich weiss jetzt also nicht mehr, wie ich es machen soll. Sehen Sie, ich schob die Schuld auf andere. Sie veränderten dauernd die Materialien, mit denen ich arbeitete. Dieser Photographiekurs, den ich jetzt gerade machte, war ein guter professioneller Kurs, nichts für irgendeinen Amateur. Und was mir dabei dämmerte, was mir bei diesen Lehrbüchern plötzlich klar wurde, war schon Matthew Brady im amerikanischen Bürgerkrieg bekannt. Die Grundlagen, die ich nicht kannte, existierten auf diesem Gebiet seit dem Jahre 1860. Meine Schwierigkeiten hatten nichts mit sich verändernden Materialien zu tun. Ich wusste die erste grundlegende Sache nicht - warum man überhaupt ein Bild aufnahm! Und in diesem Augenblick dämmerte es mir mit einem Schlag, dass ich sehr arrogant gewesen war und dass ich in Wirklichkeit nicht alles wusste, was es auf dem Gebiet der Photographie auf der Welt zu wissen gab. Ich war wirklich nicht der Ex-Weltmeister auf dem Gebiet der Photographie, bloss weil ich seinerzeit ein paar Resultate erzielt hatte. Nein, es gab da etwas zu lernen. Das wurde mir plötzlich klar. Und, Junge, ich machte mich ernsthaft an die Arbeit und begann zu studieren. Die Geschwindigkeit des Vorankommens ist hier nun sehr interessant: In den dreieinhalb Jahren vor dieser Erkenntnis hatte ich drei Kurshefte geschafft, in den ersten zwei Wochen nach der Erkenntnis schaffte ich acht Hefte. Gestern Nacht schaute ich mir das plötzlich an und erkannte, dass ich schon halb durch den Kurs durchgekommen war. Ich hatte dreieinhalb Jahre gebraucht, um die ersten drei der etwa fünfzig Hefte zu lernen, die den Kurs ausmachen. Warum war ich nicht in der Lage gewesen, da durchzukommen? Nun, ich studierte etwas, worüber ich bereits alles wusste. Ich konnte nicht eine entspannte Geisteshaltung der Art einnehmen: Hier gibt es etwas zu studieren - studieren wir es! Nein, ich studierte es durch folgenden Filter: Ich weiss alles darüber, ich weiss alles, was es darüber zu wissen gibt. Können Sie mir bitte sagen, warum ich dann, verdammt noch mal, da sass und es studierte? Wenn ich alles darüber wusste, warum sass ich dann da und studierte es? Und dennoch gab ich vor, es zu studieren - ich machte mir sogar selbst vor, dass ich es studierte. Ich erkannte nicht, dass ich etwas vortäuschte. Sehen Sie, ich dachte, ich würde es wirklich studieren. Wissen Sie, ich las es - aber das alles erfolgte von dem Gesichtspunkt aus, dass ich alles darüber wüsste, und ich war so arrogant, dass ich vollständig bereit war, ein paar Tricks von diesen Leuten zu lernen, und ich hielt das für sehr tolerant von mir. Das Lustige daran ist nun, dass sich in dem darauf folgenden Studium und so weiter mein ganzer Gesichtspunkt hinsichtlich des Gebiets geändert hat, mein ganzer Gesichtspunkt hinsichtlich der Dinge, die ich zu photographieren bereit bin. Und meine kritischen Standards davon, was ein gutes Bild ist, haben sich völlig verändert. Ich kritisiere jetzt sogar ihre Beispiele für perfekte Bilder. Ich bin da sehr kritisch, aber es ist eine sehr gut fundierte Kritik. Sehen Sie, ich konnte vorher nicht lernen, weil ich wusste, dass ich alles darüber wusste. Diese Änderung entsprang nun der Erkenntnis, dass ich in Wirklichkeit nichts darüber wusste, dass ich ganz zu den Grundlagen zurückgehen und diese Grundlagen studieren musste. Als ich diese Grundlagen erst einmal gut studiert hatte und beherrschte und mich voranarbeitete, gelangte ich dann an einen Punkt, an dem ich nicht nur vollständig bereit war, zu lernen, sondern auch vollständig bereit war, mich dazu zu äussern. Ich war hinsichtlich des Lernens in keinerlei sklavischem Zustand. Ich kannte meine Grundlagen jetzt. Ich konnte erkennen, wo sie Anwendung fanden usw., und innerhalb des Rahmens und der Grenzen dieses Ausbildungskurses war ich in der Lage, mich zu äussern. Mit anderen Worten, ich konnte eine Meinung haben, ich konnte jetzt eine Meinung haben - ich konnte beurteilen. Vorher hatte ich auf diesem Gebiet kein Urteilsvermögen gehabt. Ich hatte lediglich ein paar fixe Ideen gehabt - einfach fixe Ideen, und diese fixen Ideen sagten mir, dass ich in Wirklichkeit alles wusste, was es über das Gebiet zu wissen gab. Und als ich dies schliesslich erkannte, war der grosse Durchbruch, dass ich herausfand, dass es da etwas zu lernen gab, was ich nicht wusste. Es war nicht eine Sache von ein paar Tricks. Dann kehrte sich dies um, und nach intensivem Studium gelang mir plötzlich ein weiterer Durchbruch: Ich machte mein eigenes Urteilsvermögen frei. Ich würde mich heute mit jedem dieser Kerle unterhalten. Einige der Teile des Kurses waren von sehr berühmten Photographen geschrieben worden. Diese Teile sind gut, gründlich, unübertrefflich und treffend geschrieben. Aber ich würde zu einem dieser Kerle sagen: Oh, das ist doch nicht Ihr Ernst. Sie schreiben da so schöne Worte, aber schauen Sie sich dieses Bild hier an. Wie kann Ihnen so etwas passieren? Schauen Sie, Sie haben zu lange belichtet und dadurch - Dies würde begründet sein. Er würde es nicht ablehnen, mit mir darüber zu sprechen. Ich würde sagen: Schauen Sie hierher. Sie haben zu lange belichtet und dadurch bei allen ganz hellen Stellen den Kontrast kaputtgemacht. Sie haben einfach den Kontrast durch Überbelichtung zerstört. Warum? Sie hätten es um Himmels willen zumindest in der Dunkelkammer reparieren können. Und er würde sagen: Ich nahm an, dass es niemand bemerken würde. Ich würde antworten: Nun, ich habe es bemerkt. Ich bin kritisch geworden. Nicht, dass Kritik etwas Schlechtes ist, aber ich eignete mir durch dieses Studium ein kritisches Auge an. Ich musste nicht sklavisch sagen: Dies ist ein Bild von Sam Falk von der New York Times, einem der grössten Ausstellungsphotographen aller Zeiten. Daher ist es heilig. Ich hatte diese Einstellung ganz hinter mir gelassen und hatte einen Punkt erreicht, wo ich sagen konnte: Das ist ein verdammt gutes Bild, dieser Kerl hat wirklich einen guten Sinn für Raumaufteilung - einen verdammt guten Sinn für Raumaufteilung. Was zum Teufel hat er an diesem Tag in der Dunkelkammer angestellt? War er betrunken? Sehen Sie, was ich meine? Ich könnte auf etwas hinweisen, mit dem Sam Falk sicherlich übereinstimmen würde. Er würde sagen: Das stimmt. Ich habe nicht einmal das Vergrösserungslicht über dieser ganz hellen Stelle hier auf der Seite gedämpft, wo die Kontraste durch Überbelichtung kaputtgemacht wurden, und das lässt hier herüben die Details dieses Vogels völlig verschwimmen. Das stimmt - Sie haben recht. Das zieht die Aufmerksamkeit des Betrachters zur Seite des Bildes und nicht zur Hauptsache hin. Sie haben recht, das hätte man verbessern können, das hätte man in der Dunkelkammer verbessern können. Er würde nicht dagegen argumentieren. Oder er würde mir entgegnen: Sie wissen nicht, wie schlecht erst das Negativ ist! Sehen Sie, was ich meine? Dies würde dann eine vernünftige Unterhaltung sein, denn mittlerweile habe ich mir die Nächte damit um die Ohren geschlagen, diesen Kurs zu studieren. Aber der Punkt, der hier aufgekommen ist, ist, dass jemand deshalb auf etwas sklavisch fixiert ist, weil er es in Wirklichkeit überhaupt nicht verstanden hat und daher fixierte Meinungen haben muss, um sich selbst zu beschützen. Perspektive erreicht man, indem man etwas mit zunehmender Entfernung kleiner werden lässt. Wenn Sie nichts haben, was Sie mit zunehmender Entfernung kleiner werden lassen können, wird das Bild keine Perspektive haben. Wissen Sie, das ist diese Art einer sklavisch fixen Idee auf dem Gebiet der Perspektive. Nicht: Es gibt viele Möglichkeiten, Bildern einen dreidimensionalen Effekt zu verleihen. Sehen Sie, das wäre ein anderer Gesichtspunkt. Perspektive kann auf verschiedene Arten erreicht werden - Sehen Sie den unterschiedlichen Gesichtspunkt? Und wenn Sie das erst einmal verstanden haben, dann können Sie ein Bild anschauen und sagen: Nun, dieser Photograph beherrschte die Perspektive gut oder er beherrschte sie nicht gut. Sehen Sie? Sie sagen: Wenn dieser Kerl ein paar Schritte mehr hier herüber gegangen wäre, um das Bild aufzunehmen, hätte er wahrscheinlich eine andere Tiefenwirkung erzielt, und das Bild würde viel besser aussehen. Denn, schauen Sie, hier ist eine Reihe von günstigen Möglichkeiten, die er hätte ausnutzen können. Mit anderen Worten, Sie sind flexibel - Sie sind in der Wahl der Methoden flexibel, daher können Sie eine Meinung haben, nicht eine fixe Idee oder ein Vorurteil. Es gibt einen grossen Unterschied zwischen einem Vorurteil oder einer fixen Idee und der Fähigkeit, eine eigene Meinung zu haben. Eine Meinung könnte auf vielen Dingen beruhen, aber wenn eine Meinung auf einer Unfähigkeit beruht, herauszufinden, worum es bei der ganzen Sache überhaupt geht, dann macht sich jemand lächerlich, und wenn er einen Durchbruch schafft, dann kommt er sich sogar selbst lächerlich vor. Wissen Sie, eine der ersten Sachen, die ich plötzlich erkannte, war, dass meine Vorstellungen auf dem Gebiet der Photographie nicht zu einem fertigen Bild führten. Es traf mich wie ein Blitzschlag. Es war nicht notwendigerweise das, was mich in meiner Arbeitsweise scheitern liess. Dieses Scheitern erfolgte schon früher, aber ich erkannte erst später, dass jemand eben so gut ist, wie er ein fertiges Bild zustande bringen kann. Es hängt von nichts anderem ab. Man kann es offensichtlich tun - hier haben Sie es also. Und dies schliesst ein, Dinge zustande zu bringen, die über die gewöhnliche Routine hinausgehen. Sie mögen das vielleicht interessant finden. Bevor ich diesen Durchbruch machte und diese Erkenntnis hatte, wusste ich nicht, was ich verdammt noch mal machte, wenn ich die Kamera in die Hand nahm. Ich wusste, wie man Linsen putzt und alle möglichen Dinge tut, aber ich wusste nicht, was ich machte, wenn ich eine Kamera in die Hand nahm. Wissen
Sie, es ist lächerlich, wenn ich auch nur daran denke! Ein paar Glücksfälle, und Sie scheinen so erfolgreich zu sein. Aber wie ist es damit? Es herrscht schlechtes Wetter, und Sie wollen ein Bild aufnehmen. Wenn Sie wirklich unsicher sind und Ihr Geschäft nicht verstehen usw., dann sagen Sie: Nun, das Wetter ist schlecht. Heute kann ich kein Bild aufnehmen. Sehen Sie? Wenn Sie nun Ihre Kamera wirklich kennen würden, würden Sie der Tatsache, dass das Wetter schlecht ist, keine Aufmerksamkeit schenken. Sie würden sagen: Welchen Effekt wollen wir hier haben? Strahlender Sonnenschein? Gut. Eins, zwei, fertig. Sie würden sagen: Es ist irgendwie interessant. Schrecklich nebelig hier draussen. Nun, machen wir den Nebel ein bisschen schlimmer, und machen wir ein Bild, das wirklich gespensterhaft wirkt.
Sehen Sie?
Wenn Sie Ihr Geschäft verstehen, dann können Sie das Werkzeug zu Ihrem Vorteil wenden, in jede beliebige Richtung. Sie sind nicht das Opfer all dessen, was passiert. Sie sind nicht das Opfer jedes kleinen Splitters, der auf dem Weg liegt. Nun, das Wetter ist zu schlecht. Die Sonne ist hinter den Wolken und - ach, wir werden das Bild morgen aufnehmen oder an einem anderen Tag, wenn das Wetter schöner ist. Nun, was ist das? Sie meinen, das kann so schlimm werden, dass Sie dann überhaupt kein Bild erhalten? Wie gefällt Ihnen das? Und dennoch würde jemand nicht fähig sein, wenn er nicht in der Lage wäre, zu sagen: Okay, schauen wir einmal, eine Kamera in die Hand zu nehmen und ein Bild aufzunehmen. Denn man erwartet von ihm, dass er ein Bild erhält, oder? Nun, er sollte sein Gebiet gut genug kennen, um ein Bild erhalten zu können. Das ist ziemlich leicht. Er muss lediglich in die Nähe der Sache gehen, die er aufnehmen will, und wenn er seine Werkzeuge wirklich gut kennt, wenn er seine Dunkelkammertechnik wirklich gut kennt, dann erhält er ein Bild. Sehen Sie? Er erhält dann ein sehr akzeptables Bild. Nun, die Qualität eines Bildes, das Sie erhalten, hängt in hohem Mass von Ihrer Übung und solchen Dingen ab. Ich lernte also auch diese Lektion - und zwar sehr gründlich. Die Umstände der Aktivität um mich herum bestimmten nicht notwendigerweise, ob ich ein Resultat erhielt oder nicht. Der PreClear neigte heute zum Meckern, und deshalb konnten wir nicht viel auditieren. Was zum Teufel ist hier los?! Sind Sie ein Auditor oder nicht? Sehen Sie? Ich meine, das geht wirklich zu weit. Der PreClear hat gemeckert - na und? Sie gehen hinein, um eine Session zu geben, oder? Dann tun Sie es auch! Sie brauchen vielleicht ein bisschen länger, um die Session richtig in Schwung zu bringen; nun, bringen Sie sie in Schwung! Das ist der Unterschied, verstehen Sie? Dies sind die Dinge, die ich durch dieses kleine Nebenstudium lernte. Ich persönlich fand es sehr interessant, ein vollständig fremdes Gebiet zu dem, was wir machen, aufzugreifen dieses Gebiet hatte eine Zeitlang herumgelegen und existierte für mich nur als Hobby und alle Arten anwendbarer Materialien auf dem Gebiet des Studierens zu finden und herauszufinden, dass die erste Sache, die Lernen verhindert, die Überzeugung ist, dass man schon alles darüber weiss. Wenn Sie auf dem Gebiet des Lernens eine Barriere aufbauen wollen, haben Sie sie hier. Seien Sie einfach davon überzeugt, dass Sie alles wissen, was es darüber zu wissen gibt.
Und die nächste Sache ist (und das ist recht amüsant): Lassen Sie sich Ihre Vorstellung davon, was Sie wissen, in keiner Weise von der Tatsache verderben, dass Sie nicht produzieren. Sehen Sie, Sie erhalten kein Resultat, Sie erhalten kein Resultat, und es ist ziemlich offensichtlich für Sie, dass Sie kein Resultat erhalten - aber dies stellt keinen Augenblick lang die Vorstellung in Frage, dass Sie wissen. Ja, das bewirkt keinen Augenblick lang, dass Sie dies in Frage stellen. Sehen Sie, Sie erhalten kein Resultat, Sie wissen, dass Sie wissen, und die Tatsache, dass Sie kein Resultat erhalten, stellt Ihre Überzeugung, dass Sie wissen, nicht in Frage. Die andere Sache ist die Vorstellung der fixierten Meinung. Jemand muss fixierte Meinungen haben, um die Tatsache zu verbergen, dass er auf dem betreffenden Gebiet dumm ist. Man kann keine wie auch immer geartete Urteilskraft ausüben, solange man in einem Haufen fixierter Meinungen feststeckt. Urteilsvermögen hängt dann von Freisein von fixierten Meinungen und dem wirklichen Vorhandensein einer guten Einschätzung ab - sehen Sie, Sie wissen, was Sie wissen, und Sie wissen, was Sie nicht wissen. Sie wissen, was Sie wissen, und Sie wissen, was Sie nicht wissen. Mit anderen Worten, Sie kämpfen nicht gegen diese phantastische Sache. Sie beschützen nicht einen nebelhaften Ruf, den Sie sich bewahren müssen, nämlich ungeheuer weise und grossartig zu sein. Sie sind diesem Gebiet gegenüber entspannt. Sie können sagen: Nun, da gibt es einen Teil davon, über den ich überhaupt nichts weiss. Den muss ich mir eines Tages einmal anschauen. Aber dies gibt Ihnen nicht zur gleichen Zeit das Gefühl, nicht das zu wissen, was Sie in Wirklichkeit wissen. Ein gutes Urteilsvermögen hängt somit von einer sehr gründlichen Kenntnis eines Gebietes ab, und wenn Sie auf einem Gebiet kein Urteilsvermögen haben, dann liegt das einfach daran, dass Sie das Gebiet nicht kennen - nur daran. Wenn Sie feststellen, dass Ihr Urteil auf irgendeinem Gebiet oft falsch oder schlecht ist, nun, dann müssen Sie erkennen, dass Ihnen das auf die eine oder andere Art anzeigt, dass Sie vielleicht nicht alles wissen, was es über diese bestimmte Situation zu wissen gibt. Wenn Ihr Urteilsvermögen auf diesem Gebiet schlecht war, dann muss es aus mangelnder Kenntnis des Gebietes schlecht gewesen sein. Es läuft also alles schliesslich darauf hinaus, dass die Fähigkeit eines Auditors, zu lernen, nicht unbedingt davon abhängt, dass er sagt, wie dumm er ist, sondern sicherlich davon abhängt, dass er eine Bereitschaft zu lernen aufweist. Einfach eine Bereitschaft zu lernen. Er ist bereit zu lernen, und so weiter. Und die grösste einzelne Barriere ist eine vorgefasste Meinung, schon alles zu wissen, die nicht von irgendwelchen einzigartigen Resultaten begleitetwird. Hören wir uns beispielsweise eine Bemerkung wie die folgende an: Nun, ich kenne die Lehre. Ich habe die Lehre schon lange studiert. Ich kenne sie sehr gut. Tatsächlich auditiere ich sehr gut. Natürlich, ich erhalte keine sehr guten Resultate - Nun, das ist dieselbe Sache in ein paar Worten die Tatsache, dass er keine Resultate erhält. Man kann Resultate erhalten. Er hat davon gehört, er hat Resultate gesehen, und so weiter. Man kann Resultate erhalten, aber diese Tatsache stellt sein unbedingtes Vertrauen nicht in Frage, dass er alles weiss, was es auf dem Gebiet zu wissen gibt. Er stellt dies für sich keinen Augenblick in Frage.
Sehen Sie?
Nun, natürlich ist das nur ein Mangel an Wahrnehmungsvermögen. Der Kerl kann nicht sehen. Er ist nicht in der Lage, seine eigenen Fertigkeiten richtig zu beurteilen. Sein Urteilsvermögen hinsichtlich seines Tuns ist in dem Masse beeinträchtigt, wie er diesen schweren Fehler begeht. Er behauptet, dass Schwarz Weiss sei. Er kann es nicht tun, trotzdem weiss er alles darüber. Er weiss alles, was es darüber, wie man es tut, zu wissen gibt, kann es aber dennoch nicht tun. Nun, das ist eine dumme Behauptung und ist die unterste Stufe von Urteilsvermögen auf irgendeinem bestimmten Gebiet. Sie kommen an einen Punkt, wo Sie dies untersuchen wollen. Sie werden feststellen, dass nahezu Jeder auf ein paar bestimmten Bereichen zu Statusdenken verleitet ist. Wissen Sie, Status hat sehr viel damit zu tun. Die Person fühlt sich dazu gedrängt, irgendwie ihren eigenen Status zu beschützen, indem sie eine bestimmte Arroganz an den Tag legt oder sogar sich selbst etwas vormacht. Sehen Sie, sie muss eine gute Meinung von sich selbst haben, indem sie sich vormacht, dass sie etwas weiss, oder indem sie sich selbst sehr klug vorkommt und so weiter. Sie können es wirklich unter die Überschrift Selbstachtung setzen - es ist eine der Methoden, um die Selbstachtung aufrechtzuerhalten. Es ist nichts speziell verkehrt daran. Ich zeige das auf sehr gemässigte Weise auf. Es ist notwendig, dass ein Individuum auf irgendeinem Bereich ein gewisses Gefühl von Sicherheit hat. Aber es ist auch sehr interessant, dass dieses Verlangen nach Status und Selbstachtung beim Vorhandensein von wirklichem Wissen verfliegt und an seine Stelle wirkliche Achtung tritt. Und es ist diese wirkliche Achtung, die für einen selbst und für andere am eindrucksvollsten ist, denn sie bringt Resultate hervor. Man kann mit Kompetenz nicht streiten. Man kann damit überhaupt nicht streiten. Der wirkliche Test ist also schliesslich nicht Was weiss jemand?, sondern Was kann jemand tun? Die Psychiatrie sollte Ihnen hier als ein wunderbares Beispiel dienen. Ich hasse es, diese Jungs herunterzumachen, denn sie werden ohnehin in Stücke gerissen, aber lassen Sie mich Ihnen sagen, dass ich niemals so überrascht war über Dinge wie bei dieser bestimmten Gruppe. Es liegt nicht einmal daran, dass ich von dem, was sie tun, schrecklich fasziniert wäre. Aber wissen Sie, ich las einmal, woraus eine Diplomprüfung in Psychiatrie bestand. Sie werden es nicht glauben: Sie bestand nur aus dem Datum, dem Hintergrund, dem Titel und dem Veröffentlichungsort der Vorlesungen von Freud - nicht ihr Inhalt oder was man auf dem Gebiet der Psychiatrie tun konnte - nein, es war nur: Wann wurde die Vorlesung gehalten? Wie hiess sie? und Wo wurde sie veröffentlicht? Und das ist eine Diplomprüfung, eine Prüfung für den höchsten akademischen Grad in der Psychiatrie! Einige Psychiater werden daherkommen (weil diese Leute ständig versuchen, jeden als Lügner hinzustellen), sie werden daherkommen und sagen: Oh, das ist nicht wahr, das stimmt nicht. (Sie machen das zur Zeit gerade in Melbourne.) Oh, das ist nicht wahr, das ist nicht wahr, das stimmt nicht.
Also, nimmt die Psychoanalyse an, dass die Sexualität der grundlegende Antrieb im Leben ist?
Nun, äh, ja.
Steht das auch in diesem Artikel?
Äh - ja.
Ist das also eine wahre Aussage über die Psychoanalyse?
Nun, äh - ja, schon, aber sehen Sie, Hubbard versteht überhaupt nichts von der Psychoanalyse.
Nun, was weiss er denn über die Psychoanalyse nicht?
Oh, äh, nun, äh, er - er weiss überhaupt nichts darüber, weil er einfach darüber nichts weiss, und so weiter.
Von welcher Psychoanalyse sprechen Sie - ?
Tja, tja, äh - wir wissen es nicht.
Es gibt verschiedene Art - äh - von Psychoanalyse.
Sie würden immer in eine Auseinandersetzung dieser Art hineingeraten. Wenn Sie versuchen, über dieses Thema zu sprechen, ist es so, als ob Sie in einen Sumpf hineinmarschieren, sehen Sie? Es ist also nicht besonders klug. Ich weise Sie lediglich darauf hin, dass das wirklich reine Idiotie ist - das ist wirklich reine Idiotie.
Wie wäre es mit folgenden Fragen:
1. Konnten Sie aus dieser Vorlesung etwas lernen?
2. Wie konnten Sie sie anwenden?
3. wenn der Kerl wirklich etwas darüber wüsste, würde er in der Lage sein, die nächste Frage zu beantworten.
Wenn er die Antworten auf die ersten beiden Fragen wirklich wüsste, würde er in der Lage sein, die nächste Frage zu beantworten:
Nun, was ist Ihre Meinung dazu?
Was ist Ihre Meinung zu diesem Thema?
Das ist richtig oder falsch.
Wenn er das Gebiet wirklich kennen würde, es studiert hätte und wenn er es wirklich beherrschen würde und anwenden könnte und so weiter, dann würde er eine freie Meinung darüber haben. Er würde sich nicht mit seinen freien Meinungen beschützen müssen. Sehen Sie, es würde nichts mit Selbstachtung oder irgend etwas anderem zu tun haben. Er würde einfach eine freie Meinung auf dem Gebiet haben.
Mit anderen Worten: Er würde über Urteilsvermögen verfügen.
Aber wenn Sie sich lediglich darauf beschränken, nach dem Vorlesungstitel, dem Datum und dem Veröffentlichungsort zu fragen, und wenn das alles ist, was man darüber wissen muss, dann haben Sie diesem Mann natürlich nichts beigebracht, was er sich nicht auch aus einer Lernkartei aneignen könnte. Es hat nichts mit Tun zu tun. In der Photographie, die ich Ihnen gerade als ein relativ amüsantes Beispiel für diese Sache aufgeführt habe, ist der Test natürlich, ob Sie ein Bild erhalten können oder nicht. Das scheint ziemlich offensichtlich zu sein, nicht wahr? Man kann die Photographie jetzt zu den Künsten zählen, was interessant ist, denn sie ist erst kürzlich auf diese Ebene aufgestiegen. Das Metropolitan-Museum stellt jetzt z.B. Photographien unter der Kategorie der schönen Künste aus, aber früher war das nicht so. Nun könnte auf dem Gebiet der Malerei ein Kritiker lediglich aufgrund seines Wissens über Maler, Gemälde und solche Dinge existieren, und er könnte Meinungen über das Gebiet haben. Diese Dinge würden wahrscheinlich sehr grundlegend sein, und das ist alles sehr schön, denn hier gibt es ein sehr umfassendes, sehr komplexes Gebiet, und vielleicht könnte man einen Kritiker auf dem Gebiet der Photographie haben, der nicht wirklich in der Lage sein müsste, ein Bild zustande zu bringen. Vielleicht könnte er nur Bilder kritisieren, und das vielleicht in sehr gutem Ausmass. Aber das Besondere daran ist, dass, sobald Sie ein rein künstlerisches Gebiet verlassen und in ein technisches Gebiet hineinkommen, folgende brennende Frage auftaucht: Wie zum Teufel könnte er wissen, ob hier eine gute Arbeit in der Dunkelkammer geleistet worden ist? Er müsste in der Lage sein, zu wissen, was in einer Dunkelkammer gemacht werden kann; also müsste er die folgende Frage beantworten: Was macht man in einer Dunkelkammer? Ist dieses Bild besser oder schlechter als das, was man in einer Dunkelkammer macht? Denn Sie sehen sich dieser technischen Tatsache gegenüber - eine technische Tatsache kommt hier ins Spiel. In der Kunst ist das anders. Sie können eine Handvoll Schlamm nehmen, auf einen Felsen werfen und sagen: Das ist ein grossartiges Gemälde. Sehen Sie? Nun, vielleicht hat es Form und Design - wer weiss? Denn die Kunst wird im grossen und ganzen durch keine wirkliche Technik unterstützt. Sehen Sie, Kunst ist ein grosses, grosses, umfangreiches, riesiges Gebiet, das hauptsächlich davon abhängt, ob jemandem eine Form, eine Farbe, ein Gegenstand oder eine Bedeutung gefällt oder nicht. Im Grunde ist es ohnehin Ansichtssache. Aber in dem Augenblick, in dem Sie an eine technische Tatsache geraten, wenn Sie in das Gebiet der Technik geraten, nun, dann müssen Sie wissen, was sich machen lässt. Sie müssen wissen, ob es gut gemacht ist und was man tut und was man nicht tut. Dies müssten Sie dann ziemlich gut beherrschen, bevor Sie irgendeine ernstzunehmende Meinung auf diesem Gebiet haben könnten. Mit anderen Worten: Es könnte einen einwandfreien Kunstkritiker geben, aber ich glaube nicht, dass es tatsächlich einen Photokritiker geben könnte, der die Photographie nicht wirklich beherrscht. Sehen Sie, er müsste die Photographie kennen, um auf diesem Gebiet als Kritiker tätig sein zu können, denn er müsste ja schliesslich irgendeinen Vergleichsmassstab haben. Und es würde wirklich keinen Kritiker auf dem Gebiet des Auditings geben, der nicht auditieren kann. Sie können Auditing nicht kritisieren, wenn Sie nicht auditieren können. Sie müssen wissen, was getan werden kann und was nicht getan werden kann. Ich denke, dass jeder, der hier in letzter Zeit die Hürden beim Ko-Auditing genommen hat, schon ein recht guter Kritiker des Auditings wäre. Nicht auf der Grundlage, dass ich eine Prüfung abgenommen und festgestellt hätte, was die Studenten vom Auditing verstehen, sondern einfach deshalb, weil sie aufgrund der harten Probe, die sie in den letzten zwei oder drei Wochen durchgestanden haben, aus ihren Fehlern sehr viel lernen konnten. Ich weise Sie darauf hin, dass das eine sehr umfassende Probe war. Ich glaube nicht, dass Studenten jemals wieder auf eine solche Probe gestellt werden - nie wieder. Wahrscheinlich wird nicht so viel Bypassed-Charge vorhanden sein, verstehen Sie? Aber das war eine fürchterlich harte Probe; sie wurde den Studenten nicht aus ihrer freien Entscheidung heraus gegeben oder dergleichen, sondern es war einfach so. Welch phantastische Probe! Diese Leute müssen wirklich wissen, wie man auditiert. Das ist auf die Probe gestellt worden, denn ein ziemlich grüner Student könnte es zum Beispiel fertigbringen, einem PreClear bei Itsa einen ARC-Break zu verursachen Sie verstehen den Vergleich schon; es ist ganz einfach.
Meine Güte - Sie brauchen beim Auditieren nur einen winzigen, unbedeutenden Fehler machen, und Sie haben einen ARC-Break verursacht. Dieses Auditing muss sehr reibungslos ablaufen. Nun, ich glaube nicht, dass irgend jemand irgendwelche Zweifel daran hat, dass er beim Auditieren etwas Bemerkenswertes erreicht und dass die Technologie des Auditierens von GPMs auf die eine oder andere Weise einige phantastische Dinge bei den PreClears bewirkt. Das Ergebnis wird tatsächlich erzielt. In Ordnung. Das zeigt Ihnen also, dass es offenbar einen riesigen Unterschied zwischen einem Ko-Auditor der Stufe VI und jemandem gibt, der bei einem PreClear auf Itsa einen ARC-Break hervorrufen würde. Ich wette mit Ihnen, dass ein Auditor, der jetzt das Ko-Auditing auf Stufe VI macht, wenn Sie ihn nach einer Meinung über das Auditing fragen, Ihnen wahrscheinlich sofort eine sehr ehrliche, sehr sichere und sehr feste Meinung geben würde rat-tat-tat-tat-tat-tat. Sie fragen ihn zum Beispiel: Auditiert diese Person gut oder schlecht? oder Wurde es richtig gemacht? und so weiter. Er würde ein ganz schön fachmännisches Urteil abgeben, sehen Sie? Rat-tat-tat-tat-tat-tat. Es hätte überhaupt nichts mit Status zu tun. Er würde Ihnen einfach eine ehrliche Meinung zu dem Thema geben. Und fragen Sie dann einmal jemanden, der imstande ist, bei einem PreClear auf Itsa einen ARC-Break hervorzurufen! Er würde Ihnen eine Reihe fixer Ideen geben, wäre aber nicht in der Lage, eine echte Meinung darüber abzugeben. Es gäbe noch einen weiteren Unterschied: Ich wette mit Ihnen, dass jemand, der gerade das Ko-Auditing der Stufe 6 macht und dem Sie etwas zum Studieren geben, herausfinden könnte, was da ist, wissen könnte, welches Wissen da ist, ohne zu fragen, ob es gut, schlecht oder gleichgültig ist, dass er es lernt, oder ob es ihm schadet, es zu lernen, oder ob es dies oder das ist oder ob er alles darüber weiss. Sie würden in keine grossen derartigen Debatten geraten. Aber wenn Sie an jemanden geraten, der sogar beim Itsa-Auditing einen ARC-Break beim PreClear hervorruft - Mensch, fordern Sie diese Arroganz nicht heraus! Er weiss alles, was es darüber zu wissen gibt, er wusste schon von vornherein alles, was man je darüber wissen wird, und er weiss alles dies perfekt, und er wäre schwer beleidigt, wenn Sie auch nur andeuten würden, dass es auf diesem Gebiet irgend etwas gäbe, was er nicht weiss. Verstehen Sie? Es gäbe da diesen bedeutenden Unterschied. Wenn Sie ihn nun auch noch fragen würden, ob er bereit sei, etwas darüber zu lernen, dann würde er ausweichend antworten - natürlich ist er nicht dazu bereit. Er ist nicht bereit, etwas darüber zu lernen. Er geht von der falschen Voraussetzung aus, dass er schon alles darüber wisse. Sie werden ihn nun fragen wollen: Nun, wozu bist du dann hier? Warum studierst du es dann, wenn du schon alles darüber weisst? Das würde ihn vielleicht aufrütteln. Aber Sie müssen diesen Auditor wirklich nur in diesem einen Punkt aufrütteln. Er ist nicht schlecht, er ist einfach nur arrogant. Ihm fehlt die Bescheidenheit der grossen Weisheit, und an ihrer Stelle hat er die Arroganz des Ich weiss das alles, wohingegen er nichts weiss und nicht einmal weiss, was er nicht weiss. Und da sind die Tore zum Studieren - genau da. Das ist das Tor zum Studieren. Das ist das Tor, das Sie aufbrechen müssen, das ist das Tor, das Sie niedertreten müssen, bevor Sie an irgendein Gebiet herangehen können. Und es ist mir egal, ob dieses Gebiet Auditing oder die Photographie ist. Ich glaube, das gilt einheitlich und überall. Ich habe also auf einem vollständig fremden und unterschiedlichen Gebiet die Hürden überwunden, und ich stellte fest, dass dort bestimmte Dinge gelten. Ich verglich sie mit den Erfahrungen, die ich beim Versuch hatte, die Lehre zu übermitteln, darzulegen oder zu lehren usw., und ich stellte fest, dass sie auch dabei gelten. Ich stellte fest, dass sie stets gelten. Ich kann Ihnen Dutzende von Fallgeschichten geben, und ich kann Ihnen wirklich nicht viele Ausnahmen ausserhalb dieses Bereichs geben. Sie sagen: Nun, da gibt es den Fall des Kerls, der nicht sehen kann und die Sprache nicht kennt und solche Dinge. Ich weiss nicht was ist los mit ihm, er kann nicht sehen und kennt die Sprache nicht? Er muss wirklich arrogant sein - es klingt hier sehr, sehr lustig, aber Sie werden feststellen, dass diese Regel auch hier gelten würde. Wenn Sie es nicht glauben, unterhalten Sie sich einmal mit einer Feldmaus. Unterhalten Sie sich mit einer Feldmaus über die Fortschritte der Menschheit. Es könnte ein sehr unterhaltsames Gespräch sein - wenn Sie mit ihr reden könnten. Und Junge, würden Sie da Arroganz finden! Die Maus hat nie von Elektronik oder Kernphysik gehört, aber sie weiss alles darüber. Und das ist der einzige Punkt, an dem wir in der Lehrezugrunde gehen würden, wenn wir überhaupt zugrunde gehen. Und das ist praktisch der einzige Punkt, an dem unsere Technologie zusammenbrechen wird. Sie wird nicht einfach deshalb zusammenbrechen, weil sie verlorengeht und vom Weg abkommt und dergleichen. Sie wird nicht auf diese Weise verlorengehen, denn wir werden uns grosse Mühe geben, dass das nicht passiert. Der einzige Punkt, an dem sie verlorengehen kann, ist die Nichtbereitschaft, sie zu erlernen, und das kann nur dadurch verlorengehen, dass man sie einfach überhaupt nicht kennt, und insbesondere nicht weiss, dass der Grund, warum man nicht lernen kann, darin liegt, dass man denkt, es gäbe da nichts, was man nicht weiss; man meint, man wüsste alles, und somit lernt man es nicht. Das ist eine sehr alberne Grundlage, es ist fast eine idiotische Grundlage. Es ist so wie Man überquert den Fluss, indem man den Fluss überquert. Ich meine, es ist eines jener blödsinnigen Daten; aber es sind gerade die blödsinnigen Daten, die leicht verlorengehen und derer sich zu erinnern letztendlich das Gescheiteste ist. Sie werden immer Schwierigkeiten haben, wenn Sie nicht zu der wirklichen Grundlage hinabsteigen, und die wirkliche Grundlage ist immer dumm und unsinnig und ist es nicht wirklich wert, dass man sie weiss - was der Grund dafür ist, dass sie bis ans Ende der Zeit nicht ge-as-ist wird. Aus demselben Grunde bleibt sie bestehen - niemand macht sich die Mühe, sie zu wissen. Zu versuchen, irgendeinem Wilden beizubringen, wie man Schnürsenkel bindet, wird immer eine Angelegenheit sein, die eine Menge Aufregung und Durcheinander mit sich bringt, wenn er keinen Grund hat, Schuhe zu tragen, und nicht weiss, was Schuhe sind usw. Sie gehen also eine Stufe zu hoch an die Sache heran, wenn Sie versuchen, ihm beizubringen, wie man seine Schnürsenkel bindet. Sie haben ihm nicht beigebracht, dass er, wenn er zivilisiert aussehen will, Schuhe tragen sollte. Sehen Sie, man kann immer bei dem Bemühen, jemandem etwas beizubringen, völlig scheitern, wenn man nicht die niedrigste Stufe des Zugangs und der Realität hinsichtlich des Themas wählt. Es gibt immer eine Lektion, die man als erste lernen muss. Und wenn Sie in der Unterweisung versagen, so heisst das, dass Sie die erste Lektion, die Sie lehren müssen, nicht herausgefunden haben. Es gibt zahlreiche Beispiele dazu, ich könnte Ihnen allein über dieses Thema Tonnen von Daten geben. Es ist sehr interessant. Aber auf dem Gebiet des Lernens selbst ist das erste Datum, das beigebracht werden muss, und das erste Hindernis, das überwunden werden Muss, diese eine Sache: Warum studieren Sie es, wenn Sie schon von vornherein alles darüber wissen? Dies ist Ihr erstes Stückchen Wissen, dies ist Ihre Grundlage, da ist das Fundament zu dem Gebiet, wie man ein Fach lernt. Und wenn Sie einfach das im Gedächtnis behalten, werden Sie keine Schwierigkeiten haben, wenn Sie versuchen, jemandem etwas beizubringen. Sie erkennen, dass er sich schrecklich schwer tut, dass er schrecklich lange braucht, um irgendeine bestimmte Sache zu lernen. Nun, dann gehen Sie besser ganz auf der untersten Stufe des Gebietes der Ausbildung an die Sache heran. Und das erste, was Sie feststellen werden, ist, dass er alles über das Gebiet weiss. Und das nächste, was Sie tun müssen, ist, ihn folgendes herausfinden zu lassen: Wenn er alles darüber weiss, warum studiert er es dann? Und dann müssen Sie auf die eine oder andere Weise diese Tür aufbrechen. Und wenn Sie es schaffen, diese Tür aufzubrechen, dann kann er von da an alles blitzschnell lernen. Alles klar? Ich hoffe, das wird Ihnen von einigem Nutzen sein. Vielen Dank.

DATENANEIGNUNG
Ein Vortrag
Wie geht es Ihnen heute?
Welches Datum haben wir?
Ehrlich gesagt, ich habe nichts, worüber ich heute zu Ihnen sprechen könnte, weil Sie alle Ihre Sache so gut machen. Ich bin es, der hinterher ist, sehen Sie? Aber ich habe Ihnen eine ganze Reihe von Vorträgen über das Studieren gehalten und darüber, wie man da hindurchkommt und wie man dieses macht und wie man jenes macht. Es gibt nur noch wenig zu dem hinzuzufügen, was ich Ihnen bereits erzählt habe, aber ich füge dieses bisschen lieber doch noch hinzu. Wenn man versucht, sich eine Information anzueignen, muss man auf ein paar Punkte achten, und dies sind die Punkte, die Sie scheitern lassen. Die Nomenklatur - die Nomenklatur - was ist die Bedeutung eines Wortes? Und das ist es, was Sie im Grunde scheitern lässt, denn Sie sind dann nicht in der Lage, einen Satz mit diesem Wort darin zu lesen und zu wissen, was der Satz aussagt. Die Nomenklatur ist also bei jedem Studium ein Haupthindernis. Es gibt in der Lehrekeine umfassenden, gut ausgearbeiteten Fachwörterverzeichnisse, aber es gibt ein Glossar für die Klasse-VI-Materialien. Zur Nomenklatur gehört, dass man erkennt, was mit der Definition gemeint ist. Es ist eine Sache, einfach die Definition zu haben, und es ist eine andere Sache, eine Vorstellung davon zu haben, was die Definition bedeutet. Nehmen Sie zum Beispiel ein GPM. In Ordnung, lassen Sie uns das als ein Beispiel für Nomenklatur nehmen. GPM bedeutet Goals Problem Mass (Ziele-Problem-Masse). Wenn Sie eine solche Sache nicht mit Beobachtung und mit Arbeit am Knettisch und so weiter kombinieren, dann ist sogar die Nomenklatur relativ bedeutungslos. Mit anderen Worten, es geht um ein Ding. Es gibt da etwas, was GPM genannt wird. Es ist nicht eine Idee, es ist ein GPM. Es gibt hier ein oder zwei PreClears (nicht unbedingt auf diesem Kurs), die grösste Schwierigkeiten mit dem Thema GPMs haben, weil sie mit diesem Stückchen Nomenklatur nicht einverstanden sind. Und sie sagen: Nun, es hat keine Masse, es ist einfach nur Rons Vorstellung, dass es Masse hat, und es hat keine Masse. Also gibt es natürlich einfach keine GPMs. Nun, wenn man versucht, jemanden auf etwas zu auditieren, was es gar nicht gibt, so ist das halt etwas schwierig. Hier ist also das Sonderbare an einem GPM: Es stimmt, es besteht aus Zielen - einander entsprechenden Items, die gegeneinander gerichtet sind, sich sehr stark entsprechen und in der Schwebe gehalten werden. Und daraus ergibt sich Problem. Die Nomenklatur wird also zu einem Zeitpunkt, wo noch nicht alles über ein Gebiet bekannt ist, auf das Gebiet zugeschnitten, damit es beschrieben werden kann und man damit arbeiten kann, verstehen Sie? Nun machen wir ein paar weitere Fortschritte, und wir finden heraus, dass es wahrscheinlich eine bessere Nomenklatur hätte geben können. Aber mittlerweile kennt jeder dieses Ding unter seinem ursprünglichen Namen, und Sie würden eine totale Katastrophe verursachen, wenn Sie sich daran machen würden, das Ding umzubenennen. Und da wir es nicht gut andauernd als das Ding bezeichnen können, bleiben wir weiterhin beim ursprünglichen Namen - z.B. GPM. Nun heisst GPM natürlich Goals Problem Mass (Ziele- Problem-Masse), aber das ist nicht wichtig. Es ist nicht wichtig, was das G oder das P oder das M bedeutet. GPM ist ein Symbol, das für etwas steht. Was ist das nun für ein Ding? Wenn Sie also einfach damit zufrieden sind, zu sagen: Nun, ein GPM ist eine bestimmte Sache, und es ist soundso geformt und aufgebaut, und damit am Knettisch arbeiten, dann werden Sie plötzlich zu verstehen beginnen, was es ist. Nun befinden Sie sich aber in einem Niemandsland, das noch nie erforscht worden ist. Es gibt keine Sprache, die irgendeinen dieser Teile des menschlichen Geistes angemessen wiedergibt. Wenn Sie irgendeine Terminologie verwenden würden, die von den Psychiatern benutzt wird, dann wissen Sie nicht, worauf Sie sich einlassen. Sie haben, ehrlich gesagt, keine Ahnung, worauf Sie sich dann einlassen - denn die Psychiater gehen total fehl. Und wenn ein Psychiater ein Wort benutzt, um etwas zu beschreiben, dann kann dieses Wort versteckte und manchmal fatale Nebenbedeutungen haben, die, wenn wir es verwenden würden, einen völlig falschen Bereich andeuten würden und jemanden denken lassen würden, er wüsste, worüber wir sprechen, während er in Wirklichkeit keine Ahnung davon hat. Sie hätten also auf diese Weise Ihre Terminologie mit der eines anderen Fachgebietes durcheinandergebracht, die etwas anderes bedeutet. Nun, der Grund, warum man die Terminologien nicht durcheinanderbringen darf, liegt darin, dass das andere Gebiet ein unterschiedliches Ziel hat. Es hat eine unterschiedliche Zielsetzung und eine völlig andere Arbeitsgrundlage. Das Ziel der Psychiater ist, Leute ruhig und still zu machen. Daran können Sie erkennen, wie drastisch sich dieses Gebiet von der Lehre unterscheidet. Sie sollten auf die Barrikaden gehen, wenn Sie einen sehr ruhigen und stillen PreClear sehen. Die Vorstellung des Psychiaters von Behandlung beruht auf seiner Grundannahme, dass Menschen Tiere sind, die spontan aus einem Meer von Ammoniak entstanden sind und bei denen er nicht durchsteigt, und dass alles Denken durch das Gehirn erfolgt usw. Die Psychiatrie und die Lehre sind also völlig verschiedene Gebiete. Und da die Psychiatrie keine Ergebnisse erzielt hat, brauchen wir ihr keine Aufmerksamkeit zu schenken. Wir kümmern uns nicht darum, wie lautstark jemand für einen anderen die Trommel rührt und sagt: Er ist eine Autorität. Die wirklichen Autoritäten sind diejenigen, die Ergebnisse erzielen können. Ein Maler ist jemand, der ein Bild malen kann. Eine Autorität auf dem Gebiet des Malens ist jedoch so umdefiniert worden, dass sie heute jemanden bezeichnet, der ein Bild kritisieren kann. Nun, jeder kann ein Bild kritisieren - also müsste wohl jedes Kind eine Autorität auf dem Gebiet des Malens sein. Diese Vorstellung lässt sich also nicht aufrechterhalten, wenn man sie kritisch untersucht. Sehen Sie? Nun, eine Autorität ist jemand, der eine Sache tun kann. Und die Welt in Apathie und Versagen, die dort, wo sie nicht in der Lage gewesen ist, irgend etwas zu tun, in verschiedene Richtungen zerfällt, hat sich auf solchen Gebieten Autoritäten ausgewählt, die das Gebiet selbst nicht beherrschen. Die Lehre würde also mit Gebieten, die gescheitert sind, total durcheinandergebracht werden. Und das allein würde einen Bestandteil des Versagens in die Lehre hineinbringen. Wir müssen also die Technologie der anderen beiseite lassen - wir müssen ihre Nomenklatur strikt beiseite lassen. Wir können nicht über das Es und das Ich sprechen. Wir können nicht wirklich über das Unbewusste sprechen. Mit anderen Worten: Wir können das, was wir tun, nicht mit den Begriffen der Tätigkeit der Psychiater beschreiben, denn diese haben überhaupt nichts getan. Wir würden sofort scheitern und tatsächlich sehr schlecht dastehen. Wir müssen also für eine Technologie bestimmte Bezeichnungen haben, die eine Bedeutung vermitteln. Und wir sind die Leute, die auf dem Gebiet des menschlichen Geistes Ergebnisse erzielen können - daher sind wir die Autoritäten. Wir brauchen also niemand anderem, der sich als Autorität ausgibt, Aufmerksamkeit zu schenken, denn jeder total Verrückte könnte sich hier an die nächste Ecke stellen und sagen: Ich weiss alles über Weintrauben. Ich bin die grösste Autorität der Welt auf dem Gebiet der Weintrauben. Jeder total Verrückte könnte das tun. Er könnte einfach fortwährend schreien: Ich bin die grösste Autorität der Welt auf dem Gebiet der Weintrauben! Er könnte einige andere Verrückte dazu veranlassen, herbeizukommen und ihm zu bestätigen: Sie sind die grösste Autorität der Welt auf dem Gebiet der Weintrauben. Vielleicht würde niemand daran denken, diesen Verrückten jemals zu fragen: Haben Sie je Weintrauben gegessen, gesehen, gezüchtet oder irgend etwas damit gemacht? Und wenn die Antwort auf alle diese Fragen Nein wäre, wäre es natürlich ganz offensichtlich, dass dieser Mann total verrückt ist. Und genauso ist es mit dem Psychiater: Er hat niemals einen menschlichen Geist gesehen, niemals einen geschaffen, niemals einen verändert und auf diesem Gebiet niemals irgendwelche Ergebnisse erzielt. Das einzige, womit er sich brüsten kann, ist, dass er auf dem Gebiet ein wenig zerstörerisch ist. Und er schreit, dass er eine Autorität sei und dass Sie daher seine Nomenklatur irgendwie übernehmen sollten. Nun, früher oder später wird jeder von Ihnen irgendwann gefragt werden: Warum verwenden Sie nicht die Standardterminologie? Die Antwort darauf ist: Wessen Standardterminologie? Es müsste die Terminologie von jemandem sein, der ein Ergebnis erzielen kann, bevor man es überhaupt eine Terminologie nennen könnte. Der Mensch verstand also dieses Gebiet nicht besonders gut und machte sogar das Gegenteil: Er beschloss, die Nomenklatur des Gebietes von Leuten standardisieren zu lassen, die nichts über das Gebiet wissen. Nun, das ist die schlimmste Umkehrung, die man sich nur denken kann. Es ist nicht nur so, dass es keine Terminologie gibt, sondern es gibt sogar eine grosse Menge falscher Terminologie. Diese Terminologie ist falsch. Und wenn Sie beginnen, diese Richtung einzuschlagen, werden Sie in Schwierigkeiten geraten. Früher oder später wird jemand zu Ihnen sagen: Warum verwenden Sie nicht die Standardnomenklatur? Warum tun Sie dieses nicht und warum tun Sie jenes nicht? Nun, meine Entgegnung auf so etwas ist natürlich immer grausam schroff. Wenn jemand bei mir so anfängt, komme ich nicht auf die Idee, er könnte versuchen, hilfreich zu sein. Ich mache niemals diesen Fehler - also mache ich aus dem Betroffenen einfach Hackfleisch und serviere ihn zum Mittagessen.
Ich würde etwa so antworten: Nun, warum haben Sie nichts Brauchbares entwickelt?
Dr. Klapsmühle steht also da und sagt: Warum verwenden Sie nicht die Standardterminologie, damit man Sie verstehen kann?
Warum zum Donnerwetter haben Sie keine erfunden?
Äh - äh - Was - was soll das heissen?
Nun, warum wissen Sie nichts über den menschlichen Geist?
Warum sind Sie ein solcher Betrüger?
Na, äh - na hörn Sie mal! Äh - ich habe ein Universitätsdiplom!
Das weiss ich. Dieses Diplom besagt gar nichts. Nehmen Sie einen Patienten aus einem dieser Räume dort, bringen Sie ihn hier her und heilen Sie ihn. Ich will es sehen! Oh, so was kann man nicht machen. Und deshalb sind Sie ein Betrüger! Scheren Sie sich zum Teufel Das ist meine Vorstellung von einer höflichen Unterhaltung mit einem dieser Burschen. Ich hasse Betrüger. Und es ist interessant, dass der einzige Schmutz, mit dem sie uns bewerfen können, der ist, dass wir irgendwie Betrüger seien. Der Overt spricht laut aus der Anklage - frei nach Shakespeare. Man wird also mit Terminologie, mit Nomenklatur, unweigerlich Schwierigkeiten haben. Auch ich habe Schwierigkeiten damit gehabt - denken Sie nicht, dass ich keine gehabt hätte. Wie denke ich mir ein Wort aus, mit dem sich etwas bezeichnen lässt, was man finden und untersuchen kann und was wirklich existiert, und zwar so, dass dieses Wort nicht in Konflikt mit der Nomenklatur einer anderen Schule gerät, die gescheitert ist? Wie bringe ich das halbwegs zustande? Wir könnten es wahrscheinlich noch viel besser machen, aber ein Teil der Schwierigkeiten liegt bei Ihnen. Sie akzeptieren gewisse Bezeichnungen und beginnen, sie in Ihrer alltäglichen Kommunikation zu verwenden. Und das letzte, was ich dann tun könnte, wäre, Ihnen diese Bezeichnungen wieder wegzunehmen und zu sagen: Eigentlich wäre soundso ein besseres Wort dafür - und das wenige an Terminologie, was Sie kennen, ist jetzt tot und abgeschafft. Wir werden statt dessen eine völlig neue Terminologie verwenden. Sie würden sauer werden, nicht wahr? Man muss bei einer Terminologie also diesen Faktor der Entwicklung während des Gebrauchs berücksichtigen. Wir haben die Bezeichnungen nicht nur entwickelt und sie haben gelegentlich ein wenig in ihrer Bedeutung geschwankt, sondern sie kommen dann auch in Gebrauch und werden auf der gedruckten Seite festgehalten - sie kommen in die Bulletins und auf Ihre Zertifikate usw. Wenn Sie einem HCA ein Zertifikat ausstellen, wird von ihm erwartet, dass er weiss, was der reaktive Verstand ist. Grossartig. Wenn wir also am nächsten Tag den reaktiven Verstand anders nennen, haben wir sofort einen Teil der Ausbildung dieses Auditors ausgelöscht, nicht wahr? Und wir haben es ihm schwer gemacht, sich mit irgend jemand zu verständigen, der erst später ausgebildet wird. Wenn wir eine Situation wollen, in der wir alle aneinander vorbeireden, dann werden wir dies in sehr ausgeprägtem Masse erhalten, wenn wir darangehen, die Terminologie zu zerschlagen, die wir entwickelt haben. Wir müssen also die Terminologie, die wir entwickelt haben, schützen. Es kann also sein, dass wir mehr über das Gebiet lernen und das Wort unreal wird; aber wir benutzen es trotzdem immer noch. Das einzige, was wir tun können, ist also, wirklich die wichtigsten Dinge im Verstand auszuwählen und diese Terminologie so standardisiert wie möglich zu halten. Zuerst versuchen wir, die Terminologie möglichst geschickt zu entwickeln, damit sie nicht mit einer älteren Aktivität in Konflikt gerät und zu Missverständnissen führen kann. Dann müssen wir sie als standardisierte Sache beibehalten und dürfen sie nicht überall verändern, wenn jeder gerade lernt, was sie ist. Es besteht hier also eine gewisse Notwendigkeit, Nomenklatur und Terminologie unverändert beizubehalten. Und das Wort GPM wird niemals, niemals verändert werden. Es kommt in zu vielen Veröffentlichungen vor, es existiert bereits zu lange, und es erscheint zu häufig, verstehen Sie? Es ist ebenfalls wichtig, dass man nicht zu viele dieser Fachausdrücke entwickelt dass man nicht übertreibt und versucht, alles, was in Sicht kommt, mit einem neuen, seltsamen Namen zu versehen, so dass niemand je damit fertig wird. Das Vokabular der Lehre umfasst wahrscheinlich etwa 472 wesentliche Wörter. Das ist klein genug für ein Fachvokabular. Das medizinische Vokabular umfasst etwa 20.000 bis 40.000 Wörter - sehr seltsame Wörter, die gar nichts bedeuten. Die Aufgabe, Scientologisch zu lernen, ist daher -verglichen mit anderen Fachgebieten - in relativ -kurzer Zeit zu bewältigen. Sie könnten sich nun über die Nomenklatur eines jeden Fachgebietes beklagen; und wenn Sie es so betrachten wollen, werden Sie feststellen, dass die Nomenklatur eines anderen Fachgebietes sehr oft fünfmal so albern wie die der Lehreund geradezu unanwendbar ist. Einige dieser speziellen Gebiete sind wirklich köstlich. Wenn Sie aber eine Neigung dazu und eine Begabung dafür haben und sich die Zeit gerne mit diesen Nomenklaturen und Terminologien und Fachsprachen vertreiben, dann können Sie mit manchen dieser Fachgebiete eine Menge Spass haben. Ich habe kürzlich mit einigen Leuten aus der Welt des Zirkus geplaudert. Glücklicherweise kenne ich ein wenig Zirkusterminologie - aber nur die des amerikanischen Zirkus. Ich weiss nicht, ob sie auch für den englischen Zirkus zutrifft. Ich werde Ihnen jetzt etwas über die Oberklasse von Terminologien erzählen. Diese Sprachen sind alle Snobsprachen oder Insidersprachen. Ein Bursche kommt z.B. aus einer HCA-Klasse und wirft mit ein paar Wörtern um sich, und es gibt zwei oder drei Leute, die verstehen, worüber er spricht, und sie entbieten sich ihren Gruss. Es ist wie das Nennen der Parole bei den Freimaurern. Andere Leute stehen mit offenem Mund herum und sagen sich, dass sie der oberen Elite zuhören. In gewissem Grade stimmt das auch. Jemand hat ein überlegenes Verstehen. Aber dies ist ein Signalsystem, und ich könnte es wirklich nicht aus dem Fachgebiet entfernen, selbst wenn ich es müsste. Wenn ich es nicht erfunden hätte, würden Sie es erfinden. Für den Zirkus ist das Jahrmarktschaugeschäft etwas sehr Niedriges - es ist beinahe nicht einmal der Verachtung wert. Diese Dinge sind auf der sozialen Stufenleiter sehr klar festgelegt. Man würde es also nicht wagen, die Jahrmarktsterminologie - ich weiss von etwa 400 oder 500 Wörtern Jahrmarktssprache - zu verwenden, um damit die gleichen Gegenstände und Handlungen in der Zirkuswelt zu bezeichnen. Die Zirkuswelt hat vielleicht 700, 800 oder gar tausend Wörter für die gleichen Dinge. Sie haben dieses Phänomen schon erlebt; ein Beispiel im Bereich der Sprache wäre der Unterschied zwischen Plattdeutsch und Hochdeutsch. Man muss also mit diesen Dingen manchmal sehr vorsichtig sein. Nun können Sie in der Welt der Musik zum Beispiel einen grossen Konzertpianisten an der Ehrfurcht erkennen, mit der er das Wort Steinway ausspricht und mit der er über sein Instrument, seine Partituren und dergleichen spricht. Sie können ihn erkennen; er spielt die Rolle eines Snobs - in seinem Frack, mit seinen gleitenden Bewegungen, den Posen seiner Hände über die Tastatur usw. Sie erkennen diesen Burschen als das - was er ist. Er ist ein klassischer Konzertpianist. Seine Terminologie ist nun ziemlich verblüffend. Wenn er in Ihrer unmittelbaren Nähe eine Unterhaltung mit dem Dirigenten eines Symphonieorchesters beginnen würde, wären Sie überwältigt. Sie würden es niemals für möglich halten, dass es derart viele Fachausdrücke der Musik gibt, die aus dem Italienischen, dem Deutschen und anderen Sprachen entnommen oder in diese Sprachen übernommen wurden. Und es würde offengestanden selbst den meisten Leuten im Symphonieorchester zu hoch sein. Sie würden sagen: Mein Gott, hört euch das mal an. Aber auf dem Gebiet der Orgel ist es wieder ganz anders. Eine Orgel ist ein ganz anderes Instrument als ein Klavier. Eine Orgel ist nur insofern ein Schlaginstrument, als man bei ihr ein Perkussionsregister ziehen kann, und abgesehen davon kann man eben Musik darauf machen. Ein Klavier hingegen ist ausschliesslich ein Schlaginstrument. Dies ist eine moderne Einstufung - man betrachtet es als ein Schlaginstrument. Es ist zwar ein recht kompliziertes Schlaginstrument, und Sie müssen sehr virtuos darauf sein. Was nun die Orgel betrifft - Sie können einen entsprechenden Schalter bedienen und die Orgel wie ein Klavier klingen lassen. Sie können sie auch wie ein Klavichord klingen lassen. Sie können sie wie fast alles klingen lassen. Und ich habe kürzlich mit professionellen Organisten, wirklichen Profis, geplaudert - mit Theaterorganisten, Zirkusorganisten und solchen Leuten. Mir standen wirklich die Haare zu Berge. Diese Burschen stehen auf ihrem Gebiet genauso hoch wie der Konzertpianist auf seinem - tatsächlich stehen sie sogar noch ein bisschen höher, denn man muss wie Wischnu sein und acht Arme haben, bevor man eine Orgel spielen kann. Und die Terminologie dieser Burschen würde Sie garantiert umhauen. Es gibt zwei Bereiche von Terminologie. Wenn Sie auf dem Gebiet der Orgel ein wirklicher Profi werden, wenn Sie eine Orgel sowohl entwerfen als auch auf ihr spielen können, wenn Sie wirklich ganz oben sind, dann schalten Sie tatsächlich in der Terminologie um. Die Orgelterminologie, die man normalerweise kennt, ist die des Musikers, des normalen Musikers. Aber wenn Sie nach oben gehen, kommen Sie in einen neuen Bereich der Terminologie. Es gibt also auf dem Gebiet der Orgel zwei Bereiche der Terminologie. Und der wirkliche Profi und der wirkliche Snob auf diesem Gebiet macht eine Kehrtwendung - eine vollständige Kehrtwendung -, wenn er den Bereich der blossen Musik verlässt und den des Spielens und Entwerfens einer Orgel betritt. In dem Augenblick, wo wir diesen Bereich betreten, befinden wir uns in einer völlig anderen Gegend, die keine Ähnlichkeit mehr mit dem ersten Bereich hat. Und das ist so verfeinert, dass ich, als ich diesen Burschen zum ersten Mal zuhörte, überhaupt nichts verstand. Es war genauso, als ob ich Hottentotten zuhören würde, die über das nächste Antilopenfestessen schnattern - ich hatte keine Ahnung. Nun, schliesslich wurde ich damit vertraut, arbeitete an einer Orgel und übte mich im Entwerfen und solchen Dingen und plauderte mit diesen Leuten. Ich beherrschte aber immer noch nicht mehr als nur einen kleinen Teil ihrer Terminologie, und sie versetzten mich immer wieder in Erstaunen. Aber ich habe jetzt einen Punkt erreicht, wo ich weiss, worüber sie sprechen. Der Organist der St.-Pauls-Kathedrale, der wahrscheinlich die absolute Spitze unter den reinen Organisten in England darstellt, spricht beispielsweise von einer Pedaltastatur. Das sind die Tasten, die man mit den Füssen bedient - nun, er nennt sie eine Pedaltastatur. Wenn Sie unter die echten Snobs geraten, heisst das nicht länger Pedaltastatur - es heisst Feuerholz. Der Spitzenorganist der St.-Pauls-Kathedrale spricht zweifellos von Noten und Pfeifen von soundsoviel Fuss. Der wirkliche Snob nennt sie Geräusche und sagt dies mit einem vollständig unbewegten Gesicht. Als ich das zum ersten Mal hörte, dachte ich also, es handle sich um einen Scherz. Und jedesmal, wenn ich eines dieser Wörter hörte, machte ich wieder den gleichen Fehler - den ich nun langsam nicht mehr mache - wie verrückt zu lachen. Dadurch zeigte ich, wie wenig ich von dem ganzen Gebiet wusste. Aber ich bin jetzt so weit gekommen, dass ich mitreden kann. Was hab ich da neulich noch gehört? Ich glaube, es war ein Blackpool-Knurren. Jemand sagte: Diese Orgel konnte ein gutes, volles Blackpool-Knurren erzeugen. Ich habe wahrscheinlich das Wort Knurren nicht richtig mitgekriegt, aber die Orgel konnte anscheinend eine schreckliche, rasselnde, widerhallende Dissonanz erzeugen, und so wurde es mir beschrieben. Nach einer Weile können Sie mithalten. Ich komme da jetzt langsam hinein. Ich habe jetzt einen Punkt erreicht, wo ich etwas entwickelt habe, woran diese Burschen meines Wissens beim Feuerholz noch nicht gedacht haben. Und ich kann ein Stück auf dem Feuerholz spielen, von dem sie nicht gedacht haben, dass man es auf dem Feuerholz spielen kann. Ich übe das also sehr eifrig, und beim nächsten Mal werde ich mich rächen - ich werde sie verblüffen. Der wesentliche Punkt ist, dass Sie, wenn Sie in das innere Heiligtum irgendeines Berufes eindringen, normalerweise die reine Snobsprache verlassen und in eine Slangsprache geraten. Gott allein weiss, wie ein Arzt die Mandeln nennt, wenn er mit anderen Ärzten beim Essen sitzt. Aber wahrscheinlich nennt er sie irgendwie anders. Wenn er sich in seinem Gebiet immer besser auskennt, verändert sich seine Terminologie also von einer sehr formalen Sprache - einer enormen, aufgezwungenen Formalität, die fast Verehrung enthält - zu einer Sprache, die mehr wie Slang klingt. Wir haben uns also gar nicht die Mühe gemacht, durch das Land der Schwülstigkeit hindurchzugehen, um die Welt des Slangs zu erreichen. Wir haben die ganze Entwicklung einfach kurzgeschlossen. Was ich Ihnen über Nomenklatur erzähle, ist wahr: Wenn Nomenklatur wirklich zu den Wissenden hinaufgelangt, ist sie niemals ernst. Sie ist eine sehr unernste Sache. Die wirklich bedeutenden Elektroingenieure, die Schaltkreise für Mondraketen produzieren können, benützen dafür wahrscheinlich nicht die Bezeichnungen, die auf der Universität beigebracht werden. Sie beherrschen diese Sache längst, es ist für sie ein Rasseldibumm - es ist fast ein Kauderwelsch, der da in die höheren Ebenen eines Berufs aufgerückt ist. Es ist ziemlich arg. Nun, wir haben einen direkten Weg genommen. Da keine Primärsprache existierte, haben wir nicht wirklich eine Sekundärsprache entwickelt - wir befinden uns bereits in unserer Sekundärsprache. Das ist also ein weiterer Weg, auf dem wir den Umfang dieses Vokabulars von vornherein eingeschränkt haben. Wir könnten eine überaus bombastische, formelle Nomenklatur entwickeln - mit einem Vokabular von vielleicht 2000 oder 3000 Wörtern, und von Ihnen allen erwarten, dass Sie es auswendig lernen und in der Lage sind, mit grosser Feierlichkeit darüber zu sprechen; es würde doch nichts anderes dabei herauskommen, als dass Sie schliesslich ein viel weniger umfangreiches Vokabular entwickeln würden, das im Bereich des Slang liegt. Wir haben statt dessen die Stufe mit einem Sprung genommen. Unsere Sprache klingt also nicht hochtrabend. Unsere Nomenklatur ist nicht bombastisch, da es keinen Grund gab, diesen zusätzlichen und überflüssigen Schritt einzuführen. Also ist jeder, der Ihnen vorwirft, Sie würden nicht die korrekte psychoanalytische Nomenklatur verwenden, wahrscheinlich selbst ein blutiger Anfänger auf dem Gebiet der Psychoanalyse. Wenn er nun ein gutes Examen machen würde und immer schön brav bliebe, dann würde er in den Rang eines Neulings aufsteigen. Wäre er nicht auf dieser Ebene, dann würde er nicht diese Ehrerbietung für die Nomenklatur zum Ausdruck bringen, denn diese ist symptomatisch für die Stufe, auf der man etwas einfach auswendig lernt, ohne wirkliches Wissen zu haben. Wenn jemand die Stufe erreicht hat, auf der er etwas weiss, dann verringert er normalerweise seine Nomenklatur ziemlich deutlich und rasch. Und so ist es natürlich auch mit einem Organisten, der bis in den Bereich des Konstruierens und Entwerfens aufgestiegen ist. Ich bin mir z.B. sicher, dass bei diesem Zirkusorganisten Kit Francis die Register seiner Orgel nicht mit dem übereinstimmen, was auf den Registern draufsteht. Er hat die meisten Register herausgenommen - als er die Orgel neu baute, warf er sie über Bord. Er nahm einfach die Geräuschkombinationen der Generatoren her und schloss für jede unterschiedliche Geräuschkombination der Generatoren ein Register an. Er weiss, wie diese zusammengesetzt sind, und weiss, dass, wenn er ein Register benutzt, zwei bestimmte Geräusche aus dem Generator kommen, sich miteinander verbinden und einen bestimmten Klang hervorbringen werden. Er baute das ganze nach elektronischen Klangkombinationen auf. Er hat also sogar die Nasard-, Pikkolo- und Diapason-Register beiseite gelegt, und die Beschriftung der Register besagt überhaupt nichts mehr. Tatsächlich sah ich neulich, wie er eine 64-Fuss-Pfeife aus höheren Tönen kombinierte. Die Orgel hatte nicht einmal 32-Fuss-Pfeifen, aber er nahm einfach eine Reihe Dinger, die dann zusammen tiefer klangen, und baute sie ein. Und als nächstes erscholl mit Mordskaracho die Orgel der St.-Pauls-Kathedrale, und dabei hatte seine Orgel gar keine solchen Register. Deshalb benennt dieser Bursche die Geräusche nicht einmal mehr mit ihren traditionellen Namen. Mit anderen Worten: Wenn jemand dahin gelangt, dass er sein Fach wirklich versteht, dann entledigt er sich im allgemeinen der Nomenklatur, die er nicht braucht. Er wirft sie mit einem Hau-Ruck über Bord und entwickelt normalerweise zusammen mit seinen Brüdern, die ebenfalls zum Kreis der Wissenden gehören und Teil einer gehobenen Bruderschaft sind, eine vereinfachte, slangartige Nomenklatur, um die Dinge zu beschreiben. Da ich nun einige dieser Dinge und Phänomene kannte - habe ich mich wirklich bemüht, die Nomenklatur der Lehre so weit wie möglich zu reduzieren und sie ausschliesslich im Bereich des Slangs zu halten, wohin sie sich ohnehin entwickelt hätte. Und das erspart Ihnen eine Menge Schwierigkeiten. Aber wenn Sie über die Jahre zurückschauten und die Bezeichnungen aller Dinge, die jemals bezeichnet wurden, ausgraben würden, kämen Sie wahrscheinlich auf ein viel grösseres Vokabular als 472 Wörter. Aber viele dieser Dinge sind über Bord geworfen worden. Doch viele Auditoren aus der alten Zeit würden noch wissen, was sie bedeuten. Sie sprechen von einem DEDEX. Fast jeder Neuankömmling würde Sie mit grossen Augen anschauen und sagen: Was ist das? Nun, es war eben einfach ein DEDEX, weiter gar nichts. Es ist bemerkenswert, wie stark Wissen von Nomenklatur abhängt. Tatsächlich ist dies fast nie von Lehrern oder Studenten voll verstanden worden. Sie versuchen, eine Sprache zu sprechen und zu verwenden, die sie nicht kennen. Das kann so schlimm werden, dass sie glauben, das Fachgebiet sei unverständlich oder sie seien nicht in der Lage, es zu verstehen, während dies in Wirklichkeit überhaupt nicht die eigentliche Schwierigkeit ist. Die Schwierigkeit liegt einfach darin, dass sie die Bedeutungen von einigen dieser Symbole nicht verstanden haben, die als Bezeichnungen verwendet werden. Und sie haben kein sofortiges Verstehen dieser Bedeutungen, sie haben nur ein Nachdenk-Verstehen davon, d.h. wenn sie - eine - Weile - darüber - nachdenken - würden, dann - würden - sie - sich - vielleicht - daran - erinnern - können, - was - ein - Engramm - ist. Das ist die Qualität ihres Verstehens. Jemand liest also einen Satz, und es heisst dort: Natürlich kann es sein, dass es mitten in dem GPM ein Engramm gibt. Und er muss nachdenken: Es könnte da ein Engramm - ein Engramm - ein Engramm geben - Ich weiss nicht recht - was das Wort bedeutet, also lerne ich eben einfach soviel daraus: Es kann sein, dass es mitten in einem GPM etwas gibt. Er geht zum nächsten Absatz weiter, hat aber durch diese Sache den Eindruck bekommen, dass es da in bezug auf ein GPM etwas gibt, was er nicht weiss - und dieses Gefühl setzt sich in den nächsten Absatz hinein fort. Und wenn er weiterhin über diese Stellen von nicht verstandener Nomenklatur hinwegstudiert, gelangt er schliesslich zu der Meinung, dass er nichts über dieses Fachgebiet wisse. Und es ist nicht das Fachgebiet, worüber er nichts weiss. Damit eine Sache bestehenbleibt, muss sie eine Lüge enthalten. Und die Lüge ist hier, dass es nicht das Fachgebiet ist, mit dem diese Leute Schwierigkeiten haben, sondern einfach die Nomenklatur. Sie kennen die Nomenklatur nicht, kommen aber schliesslich zu der Meinung, dass sie das Fachgebiet nicht beherrschen oder dass an dem Fachgebiet irgend etwas unverständlich sei. In Wirklichkeit ist es überhaupt nicht das Fachgebiet - es liegt einfach daran, dass sie die Nomenklatur nicht kennen. Das kann irgendwo in einer HCA- oder HPA-Klasse begonnen haben. Eines Tages sagte plötzlich jemand: Also, weisst du, es ist nicht wichtig, denn es ist nur ein Lock. Und die Person sagt bei sich. Nur ein Lock - ein Lock - Lock - Lock - Lock - Und dann wurde sie unterbrochen, bevor sie den Gedanken zu Ende denken und sich erinnern konnte, was ein Lock ist. Dies bleibt also tatsächlich als ein kleines, grundlegendes Nichtverstehen der Nomenklatur bestehen, und einige Aufmerksamkeitseinheiten werden an dieser Stelle hängenbleiben und die Person wird eine automatische Kommunikationsverzögerung in Zusammenhang mit dem Wort Lock entwickeln. Und eines Tages wird der Betreffende dann hier in einen Satz lesen, in dem es heisst: Sie sollten dies überprüfen, weil es vielleicht bloss ein Lock ist. Und wieder überkommt ihn dieses Gefühl des Gehetztseins, und jetzt glaubt er, dass er nicht viel von Überprüfungen versteht, denn er wird diesem Gefühl eine falsche Ursache zuschreiben, da er die andere Sache nicht sieht. Er ist jetzt also der Meinung, dass er nicht viel von Überprüfungen weiss. In Wirklichkeit kannte er lediglich ein Wort in einem Satz nicht, in dem es um Überprüfungen ging. Sehen Sie, wie wichtig die Nomenklatur ist? Das Verstehen der verwendeten Nomenklatur ist eine Voraussetzung für ein jegliches Studium. Ich studiere jetzt z.B. nebenbei noch einen anderen Kurs, um Einsichten in das Studium der Lehre zu gewinnen. Wenn Sie etwas studieren - so ist es eine sehr gute Idee, eine wirklich wunderbare Idee, wenn Sie eine Seite des Textes hernehmen und auf Wörter hin durchsehen, die Sie nicht kennen - Wörter, deren Bedeutung Ihnen nicht augenblicklich einfällt. Kreisen Sie jedes dieser Wörter ein, oder erstellen Sie eine Liste all dieser Wörter, schlagen Sie ihre Definitionen nach und studieren Sie sie, oder fragen Sie Leute und lassen Sie sich die Definitionen für diese Wörter geben. Finden Sie heraus, was diese Wörter genau bedeuten. Nehmen Sie nicht den sachlichen Inhalt der Seite in Angriff, sondern nur ihre Nomenklatur. Wenn Sie diese Nomenklatur aus dem Effeff beherrschen und dann das Fachgebiet in Angriff nehmen, werden Sie feststellen, dass das Fachgebiet sehr leicht ist. Alles, was der Text Ihnen zu übermitteln suchte, war folgendes: Wenn Sie sich daranmachen und ein Servicefaksimile auditieren würden, das bei der Erforschung keine Tonarmaktion ergibt, dann würden Sie den PreClear einfach versauen, weil Sie ohne Tonarmaktion auditieren. Und das ist alles, was der Text aussagen wollte. Aber man stösst auf folgendes: Servicefaksimile - o Mann! Was ist denn das? Ein anderes Wort: Oh, was ist das? Und: Was ist das? und Was ist das? Nun, wenn Sie dafür sorgen wollen, dass Ihnen etwas ein völliges Geheimnis ist, dann brauchen Sie nur einige Seiten zu studieren, auf denen Sie die Wörter nicht kennen. Dann kann für Sie alles voller prächtiger Geheimnisse sein. Nun, Ihre Kursüberwacher sind vollkommen an diese Sprache gewöhnt - die Leute hier sind vollkommen an diese Sprache gewöhnt - und ihr Snobverhalten (das es zweifellos gibt und weiterhin geben wird, denn es ist ein Zeichen von Status und Kompetenz) wird bewirken, dass sie einem Studenten diese Dinge mit einem etwas höhnischen Lächeln erklären, und sie werden einen wahrscheinlich davon kurieren, solche Fragen zu stellen wie: Was ist ein Servicefaksimile?, denn Sie werden in der Antwort, die Ihnen gegeben wird, zumindest einen Ton mitschwingen hören, der besagt: Na, Sie Idiot! Warum schlagen Sie es nicht in Ihrem Bulletin nach? Unvorstellbar, dass jemand das nicht weiss! Eine solche Haltung spiegelt sich irgendwie im Ton der Antwort wieder, wenn Sie derartige Dinge fragen. Und das bewirkt wiederum, dass Sie sich dumm fühlen, weil Sie es nicht wissen. Tatsächlich lässt sich gegen das eben beschriebene Phänomen nichts tun. Ich könnte natürlich sagen: Geben Sie einem Studenten immer eine höfliche Antwort auf seine Fragen. Aber dies würde wahrscheinlich nur versteckte Feindseligkeit bei den Kursüberwachern aufbauen: Sie würden die Fragen höflich beantworten und 24 Stunden lang niemanden eine Prüfung bestehen lassen. Wenn man versucht, einer natürlichen Handlung Zügel anzulegen, wird irgend etwas fürchterlich schief laufen. Das einzige, was ich hier betonen will, ist also: Lassen Sie sich nicht entmutigen, weil jemand denkt, Sie seien dumm, weil Sie etwas nicht wissen. Wenn Sie etwas nicht wissen, sind Sie nicht dumm, sondern einfach uninformiert. Nun, wenn Sie uninformiert sind, dann sollten Sie nicht so statushungrig werden, dass Sie glauben, Sie müssten einen klugen Eindruck machen, damit man etwas von Ihnen hält - das hat nichts damit zu tun. Sie sind hier, um zu lernen, und jeder, der irgend etwas studiert, tut dies, so vermute ich, um es zu lernen. Es kann sein, dass er sich dadurch, dass er es gelernt hat, Status erwirbt, aber er erwirbt Status nicht dadurch, dass er Wissen vortäuscht, wo er keines hat. Tatsächlich bringt er sich auf diese Weise in beträchtliche Schwierigkeiten. Die entscheidende Sache ist also: Ungeachtet jeglicher Abfuhr, die Sie vielleicht erhalten, oder der Mühe, die damit verbunden ist, dass man in einem Buch herumsuchen muss, um herauszufinden, was ein bestimmtes Wort bedeutet, gilt dennoch, dass Sie sich in dem Moment, wo Sie in einem Satz auch nur über ein Wort hinweggehen, dessen Bedeutung Sie nicht kennen, sofort in wirkliche Schwierigkeiten bringen. Ein übergangenes Stück unverstandene Nomenklatur kann Ihr Verstehen der ganzen Sache, die Sie studieren, vollkommen ruinieren. Wenn Sie Ihr Verstehen der Sache beschleunigen wollen, müssen Sie den scheinbar langsamen Weg gehen. Es scheint offensichtlich der langsame Weg zu sein, nicht wahr? Aber es ist nicht der langsame Weg, denn die Geschwindigkeit wächst lawinenartig an. Sie werden schneller und schneller und schneller; wenn Sie es hingegen nicht auf diese Art machen, werden Sie langsamer und langsamer und langsamer werden. Übergehen Sie beim Studieren also niemals ein Wort, dessen Bedeutung Sie nicht kennen. Ich versuche bei Vorträgen tatsächlich, die Nomenklatur möglichst klein zu halten - aber wenn Sie mich bei einem Vortrag ein Wort verwenden hören, dessen Bedeutung Sie nicht kennen, dann notieren Sie es um Himmels willen und finden Sie gleich nach dem Vortrag heraus, was es bedeutet. Was bedeutet dieses Wort? Verstehen Sie? Es ist etwas, was Ihnen entgangen ist. Nun, das ist es, was Sie nicht verstehen - und nicht der Verstand, die Lehre oder die Theorien und die Praxis der Lehre. Das Hindernis ist in erster Linie einfach die Nomenklatur. Es wird nun auf jeden Fall eine Nomenklatur geben - ungeachtet irgendwelcher Reformen - vor allem deshalb, weil wir Dinge untersuchen, die bisher nicht bekannt waren; sie müssen also einen Namen haben. Es könnte nun sein, dass Ihnen irgendein Uninformierter weiszumachen versucht, dass einige dieser Dinge bekannt gewesen wären - aber daraus spricht lediglich seine Fehlinformation. Er weiss nicht, wovon Sie sprechen, also glaubt er, es wäre schon früher bekannt gewesen. Er wird beispielsweise versuchen, ein Es und einen Thetan miteinander zu vergleichen. Und er wird sagen: Also, Freud hat das alles schon beschrieben. Er nannte es das Es, und ein Es war - Jemand, der Ihnen so etwas erzählt, weiss wahrscheinlich nicht wirklich, was Freud unter einem Es verstand. Sein Versagen im Bereich der Nomenklatur beginnt nicht erst dort, wo er missversteht, was Sie sagen. Wenn Sie sich also selbst völlig durcheinanderbringen wollen und sehr verwirrt werden möchten und wenn Sie bei Prüfungen oft Schwierigkeiten haben und langsam und langsamer und immer langsamer werden wollen, dann brauchen Sie nur Wörter zu übergehen, deren Bedeutung Sie nicht kennen. Sie kommen bis zur Mitte einer Seite, und plötzlich steht da ein Wort, das Sie nie zuvor gesehen haben. Sagen Sie einfach: Nun, das kriege ich schon noch irgendwie mit, und gehen Sie weiter. Genausogut könnten Sie sagen: Also, ich werde mir auf der Stelle die Kehle durchschneiden und meinen Fortschritt auf dem Kurs um mehrere Wochen verzögern. Denn genau das wird dabei herauskommen. Als nächstes kommt der Stoff des Gebietes selbst - der Aufbau und das Verstehen des Gebietes. Das kommt für Sie als nächstes. Es ist schön und gut, wenn man etwas mit einem Namen versieht und eine Definition dafür hat - aber was wird mit dem Namen bezeichnet? Und wenn Sie sehr, sehr klug wären, dann würden Sie jeden Teil des Gebietes immer wieder anpacken, gründlich untersuchen und voll in die Sache einsteigen. Wir sprechen jetzt von einem Ding. Wir sprechen nicht von dem Namen des Dinges, wir sprechen von dem Ding. Sie würden sich mit jedem dieser Teile des Gebietes so lange befassen, bis Sie wirklich gut verstanden haben, worum es dabei geht. Stellen Sie sich die Frage: Worüber, zum Teufel, sprechen wir eigentlich? Ich werde Ihnen eine Vorstellung davon vermitteln: Sie sagen: Nun, jemand hat eine schlechte Meinung von einer anderen Person, weil er einen Overt gegen diese Person begangen hat. Gut, da haben wir eine ganz bestimmte Sache. Es ist ein Mechanismus, der mit der Overt-Motivator-Folge zusammenhängt. Das ist eines der Phänomene. Hans ist wütend auf Willi, und wenn Sie ein bisschen nachforschen, finden Sie heraus, dass er auf Willi wütend ist, weil er Willi etwas angetan hat. Hans hat Willi etwas angetan. Das steht im Widerspruch zu der Erklärung, die jedermann im täglichen Leben dafür auf Lager hat, und daher kann man es sehr leicht verkehrt lesen. Weil es im Leben so aussieht, können Sie diese Sache sehr leicht falsch in Ihren Schädel bekommen. Etwa so: Hans ist wütend auf Willi, denn Willi hat Hans etwas angetan. - Ja, das verstehe ich. Und schon haben Sie überhaupt nicht mitbekommen, worum es eigentlich geht. Wenn Sie das getan haben, werden Sie danach niemals wirklich verstehen, wie man einen Overt aus jemandem herausbekommt oder warum man das tun muss. Dieser sehr wichtige Mechanismus ist für Sie einfach in Rauch aufgegangen. Hans ist wütend auf Willi, denn Hans hat Willi etwas angetan. Das ist die Sache, die man verstehen muss. Dem Akzeptieren dieser Sache können nun verschiedene Dinge im Wege stehen - in erster Linie die Tatsache, dass es nicht üblich ist oder gewöhnlich anders darüber gedacht wird. Das kommt Ihnen auf dem Weg der falschen Interpretation in die Quere, und Sie glauben, Sie hätten etwas gelesen, was Sie gar nicht gelesen haben. Weil es so üblich ist, es in der anderen Weise zu sehen, glauben Sie, es in der anderen Weise gelesen zu haben. Oder die andere Anschauung ist so weit verbreitet, dass das, was Sie jetzt lesen, einfach unglaublich ist. Das nächste, was Ihnen in die Quere kommt, ist also die Unglaublichkeit einer Sache. Sie sagen sich: Also, das kann doch unmöglich wahr sein. Wenn Sie nun auf etwas stossen, was Sie nicht glauben, dann stellen Sie um Himmels willen sicher, dass Sie wissen, was Sie da nicht glauben - das ist wichtig. Wir müssen verstehen, was wir nicht glauben. Um nun zu wissen, was wir nicht glauben, müssen wir wieder zum ersten Schritt zurückgehen - der Nomenklatur. Habe ich das Wort richtig verstanden? Und diese Sache hier, diesen Mechanismus, dieses Phänomen - habe ich dies richtig verstanden? Und in 90% der Fälle werden Sie, wenn Sie diesen Unglaublichkeitsschritt durchführen, bei der nochmaligen Untersuchung feststellen, dass es die verkehrte Sache war, die Sie nicht glauben. Was Ihnen so unglaubwürdig schien, war nicht das, was da stand. Sie haben etwas anderes nicht geglaubt. Wenn Sie also auf etwas völlig Unglaubwürdiges stossen, so dass Sie mit offenem Mund dastehen und sich sagen: Das kann doch nicht sein. Was? Was? Das kann doch nicht sein. Nein, das kann nicht sein!, dann brauchen Sie nicht hinauszugehen und in den Fluss zu springen oder Zyankali zu nehmen. Die richtige Aktion ist statt dessen, die Nomenklatur und die Beschreibung der Sache selbst zu überprüfen. Wenn Sie nun diese beiden überprüfen, werden Sie wahrscheinlich herausfinden, dass Sie irgend etwas falsch verstanden hatten und diese unglaubliche Sache überhaupt nicht unglaublich ist, sondern sehr einleuchtend. Das trifft etwa in 9 von 10 Fällen zu. Bei den anderen 10% der Fälle, wo Sie einfach nicht sehen können, wie es stimmen sollte, gehen Sie zurück und überprüfen Sie die Nomenklatur - überprüfen Sie, was die Sache ist, die Sie nicht glauben usw. Gehen Sie der Sache auf den Grund, und wenn Sie dann immer noch nicht sehen können, wie es stimmen soll, dann machen Sie sich einige Beispiele davon, wie es ist, wenn es nicht stimmt, und wie es ist, wenn es stimmt. Das ist tatsächlich die erste Stelle, wo Sie die Sache wirklich auf sich und das Leben anwenden müssen. Das Anwenden wird hier zum absoluten Muss. Sie müssen die Sache auf sich anwenden, und Sie müssen sich die Frage stellen: Gibt es diese Sache im Leben, oder gibt es sie nicht? Hat es sie in meinem Leben gegeben oder - soweit ich weiss - im Leben irgendeines anderen? Gibt es da irgendeinen Vorfall, der dieses Phänomen veranschaulicht? Und Sie beginnen die Sache anzuschauen, und Sie werden feststellen, dass der Grund, warum Sie nicht glauben, dass etwas so ist, normalerweise ein Button oder etwas derartiges ist, der Ihnen in die Quere kommt. Sie wagten vielleicht nicht zu glauben, dass es so wäre, oder irgend etwas so ähnliches. Untersuchen Sie die Sache einfach, versuchen Sie sich zu überlegen: Wie trifft das auf mich zu? Wie trifft es auf das Leben zu? Ist es jemals im Leben so gewesen? Hat irgend jemand diese Sache je gesehen? Kenne ich irgendeinen Vorfall oder etwas derartiges, was diese Sache veranschaulichen würde? - Nun, die anderen 10% der Fälle, über die ich hier gesprochen habe, werden sich wahrscheinlich auch verflüchtigen, und Sie werden sagen: Ah, ja. Jetzt habe ich es verstanden. Wenn Sie dieses Verfahren befolgen, dann werden Sie das, was Sie wissen, wirklich ungeheuer gut in den Griff bekommen. Sorgfältiges Studieren ist nicht unbedingt gründlich oder brillant oder weise oder irgend etwas anderes. Es ist einfach sorgfältig. Und wenn Sie auf diese Weise sorgfältig arbeiten und vorankommen, dann müssen Sie eben in folgender Hinsicht sorgfältig sein: Sie kommen auf der Seite munter voran, und plötzlich sehen Sie dieses Wort Blubsblubs. Was zum Teufel ist das? Nun können Sie etwas Dummes machen, und das wäre: weiterzulesen. Lesen Sie das nächste Wort - in der Hoffnung, dass Ihnen die Erklärung irgendwie einfach in den Schoss fallen wird. Tun Sie einfach so, als ob dieses Wort völlig klar wäre, und Sie haben sich selbst fertig gemacht. Was bedeutet dieses Wort ,Blubsblubs? Sie sollten es lieber auf der Stelle herausfinden. Sie können einen kurzen Blick auf den Rest des Satzes werfen, um festzustellen, ob da in einer Klammer das Wort Blubsblubs beschrieben wird. Es kommt manchmal vor, dass ein Wort anschliessend definiert wird. Wenn da aber nichts ist, können Sie sich sagen: Es ist offensichtlich ein Wort, das ich wissen sollte. Es ist kein neues Wort, denn es wird nicht in diesem Absatz erklärt. Also ist es ein Wort, das ich wissen müsste - Nun, wenn Sie in irgendeiner Weise über diesen Punkt hinaus weitergehen, dann haben Sie sich selbst in ein nettes, kleines, eisernes Geheimnis gesetzt, und Sie werden da drinstecken und mit einer Lampe herumgehen, in die dunklen Ecken leuchten und sich fragen, was denn das Geheimnis sei. Und dann werden Sie denken, dass Ihnen das Fachgebiet ein Geheimnis ist, dass Ihnen alles ein Geheimnis ist. Verfolgen Sie es einfach zurück, bis es aufgeklärt ist. Sie haben diesen Absatz gelesen und ein Wort darin nicht verstanden. Also hat Ihnen der Absatz dann natürlich nichts gesagt. Durch das Nichtverstehen des Wortes behindern Sie jegliche Kommunikation. Sie haben die Kommunikation zwischen dem, was Sie studieren, und sich selbst verhindert. Sie haben auch Ihre Kommunikation zwischen sich selbst und anderen Auditoren behindert; und Sie haben auch, so merkwürdig es sein mag, die Kommunikation zwischen sich selbst und einem PreClear verhindert, denn dies ist ein Phänomen bei einem PreClear, das Sie daraufhin nicht erkennen werden, weil Sie nicht wissen, was es ist. Wenn Sie nun beim Studieren ein Verfahren dieser Art anwenden, wie ich es hier beschrieben habe; dann werden Sie feststellen, dass Sie studieren können. Es ist ja schön und gut, wenn jemand daherkommt und sagt: Du kannst eben nicht studieren und du gibst dir einfach keine Mühe, und solches Zeug. In der Schule hat man das den Leuten angetan. Man pflegte in der Schule auch mir damit zu kommen. Man pflegte mir zu sagen: Du weisst nicht, wie man studiert. Und ich pflegte zu sagen: Donnerwetter, das ist sehr interessant. Ich weiss nicht, wie man studiert - , und ich akzeptierte, dass ich nicht wusste, wie man studiert. Und obwohl ich nicht viel Aufhebens davon gemacht habe, habe ich schliesslich herausgefunden, dass die Leute, die mir diesen Vorwurf gemacht hatten, keine Studiermethode anzubieten hatten. Mit anderen Worten: Jemand sagte einem: Du weisst nicht, wie man einen Haken am Himmel aufhängt, und deshalb bist du wirklich sehr dumm, denn du kannst keinen Haken am Himmel aufhängen. Es ist so ähnlich wie der Scherz mit dem Schnepfenfangen: Sie sollen stundenlang draussen im Wald stehen und einen Sack aufhalten, während die anderen angeblich die Schnepfen auf Sie zutreiben. In Wirklichkeit sitzen die anderen zu Hause und trinken Kaffee, während Sie stundenlang draussen im feuchten Wald stehen. Das ist genau so ein fieser Scherz. Die Leute sagen: Du weisst nicht, wie man studiert. - Wie anmassend! Sie wissen selber nicht, wie man studiert. Es gibt kein Fachgebiet namens Studieren. Wenn es ein solches Fachgebiet gäbe, würde man schon im Kindergarten beginnen, es Ihnen beizubringen. Man würde sicherlich beginnen, es Ihnen beizubringen, bevor Sie in die Oberstufe kommen oder dergleichen. Man würde Ihnen sagen: So muss man studieren. Ich bin auf verschiedene Systeme gestossen, aber sie sind nicht in offiziellen Lehrbüchern zu finden. Ich habe sie in Quellen entdeckt wie z.B. den lehrreichen, lustigen Kurzgeschichten von Pete Smith, die Anno dazumal im Fernsehen gezeigt wurden. Ich habe gesehen, wie Methoden, sich an Dinge zu erinnern oder Dinge zu wissen usw., in dieser Form auftauchten, aber ich habe sie nie in Lehrbüchern gesehen. Ich habe damals notgedrungen auch selbst eine sogenannte Studiermethode entwickelt, und ich erinnere mich noch lebhaft, wie ich sie in Geschichte angewendet habe. Sie bestand darin, einfach nicht zum nächsten Absatz weiterzugehen, bevor ich nicht den letzten Absatz mit geschlossenen Augen auswendig herunterrasseln konnte. Allerdings vergrösserte diese Methode meine Geschichtskenntnisse nicht. Ich fahre tatsächlich besser damit, wenn ich einfach ein Geschichtsbuch lese. Und wenn ich es dann durch habe und mich jemand nach irgendeiner Jahreszahl fragt, schaue ich eben im Buch nach. Ich finde, das ist dafür die beste Methode. Die einzige andere Studiermethode, die ich je für mich in der Schule entwickelt habe, könnte von gewissem Interesse sein: Ich besorgte mir einfach zu einem Thema jedes Buch, das ich bekommen konnte, las alle diese Bücher durch und versuchte nicht, mich auf irgendeines davon zu konzentrieren. Ich glaube, wegen einer der hervorragendsten Noten, die ich je bekam und mit der ich überall herumprahlte und für die ich aufgefordert wurde, überall Vorträge zu halten, fühlte ich mich ein bisschen schuldig. Ich nahm am Kurs über amerikanische Geschichte teil und besorgte mir einfach jedes Lehrbuch, das ich über amerikanische Geschichte finden konnte, und las sie alle - einschliesslich Woodrow Wilsons fünfbändiger Geschichte der Vereinigten Staaten, die eines jener Werke ist, die man auf ein Bücherbord stellt, damit es im Falle eines Erdbebens genügend beschwert ist. Ich las alle diese Lehrbücher, aber ich glaube nicht, dass ich dem Professor je erzählte, dass ich niemals das Lehrbuch der Klasse gelesen hatte, da ich allergisch gegen den äusserst schlechten Stil war, in dem es geschrieben war. Dieses Lehrbuch hatte ich nie gelesen. Ich las all die anderen Lehrbücher, die ich in die Finger kriegen konnte, aber ich konnte die Art, in der das Lehrbuch der Klasse geschrieben war, nicht ausstehen - es hatte einen schrecklichen Stil und war auf irgendwie sozialistische, merkwürdige Art zusammengebastelt und pedantisch bis zum Extrem. Nicht dass es voll von schwierigen Wörtern gewesen wäre. Tatsächlich war es eher so, dass der Verfasser die Stellen, an denen er ein gutes, grosses, hochtrabendes Wort hätte verwenden sollen, herunterspielte, indem er irgendein merkwürdiges Wort hinsetzte. Er konnte nicht schreiben, und daher las ich das Lehrbuch der Klasse nicht, las dafür aber alle anderen Lehrbücher. Ich glaube, ich bekam Einsen mit Auszeichnung dafür, hielt Vorträge in Geschichte und erhielt als hervorragender Student Goldsterne und Silberbecher und lauter solche Sachen. Tatsächlich war ich nur insofern gut, als ich einfach alles in Sichtweite las. Und ich stellte fest, dass das eine recht zuverlässige Methode ist, wenn keinerlei Ausbildung erhältlich ist, wie z.B. in einer amerikanischen Schule. Wenn überhaupt keine Ausbildung erhältlich ist, dann beschaffen Sie sich einfach jedes in Sichtweite befindliche Buch über das Thema und lesen dann einfach all diese Bücher von vorne bis hinten durch, wobei Sie sicherstellen - was ich jetzt tun würde und immer getan habe -, dass Sie über keinerlei Wörter hinweggehen, die Sie nicht kennen. Besorgen Sie sich ein grosses, dickes Wörterbuch und eine Art Fachwörterbuch oder irgend etwas ähnliches dazu, schlagen Sie ein Wort, das Sie nicht kennen, nach, finden Sie heraus, in welchem Zusammenhang es stand, und sorgen Sie dafür, dass Sie dieses Wort wirklich gut verstehen. Dann lesen Sie munter weiter. Es wäre egal, ob Sie ein Buch in 5 Stunden lesen. Es wäre egal, wie schnell oder langsam Sie das Buch lesen. So machen Sie es - wenn es auf irgendeinem Gebiet keine formelle Ausbildung gibt, die wirklich Wissen vermittelt. Das ist eine sehr gute Methode - tatsächlich sogar eine ausgezeichnete Methode, weil Sie am Ende das Wort so oft gesehen und so oft nachgeschlagen haben, dass Sie schliesslich wissen, was es bedeutet. Sie sagen z.B.: Da kommt schon wieder das Rembrandt-Profil vor. Was zum Teufel versteht man nun unter einem Rembrandt-Profil? Nun, ein Rembrandt-Profil ist doch ich schätze, es muss etwas sein, was von Rembrandt gemalt wurde, aber was ist hier damit gemeint? Ich werde einmal zurückblättern - ich habe es da irgendwo erwähnt gesehen. Hier ist eine Beschreibung: Aha, soundso und so - Aha, ich verstehe es! Es bedeutet, dass das Hauptlicht nicht von vorne auf das Gesicht fällt. Ah, gut. Ja, es bedeutet, dass nur das Nebenlicht auf das Gesicht fällt. Das ist gut. Ich habe es jetzt verstanden. - Dann lesen Sie munter weiter und schliesslich vergessen Sie das ganze wieder, aber einige Kapitel später stossen Sie wieder auf ein Rembrandt-Profil. Ein was? Oh, das hat irgend etwas mit dem Nebenlicht zu tun. Na, ich weiss, wo ich das finden kann. Ich werde zurückgehen und - ah ja, hier ist es. Das Hauptlicht ist hinter der Person, das Nebenlicht vor der Person. Das Gesicht liegt hauptsächlich im Schatten. Ja, ich habe es verstanden. Da ist nichts dabei. Und irgendwann später, in einem anderen Lehrbuch über dieses Gebiet, steht dann: Wenn man ein Rembrandt-Profil aufnimmt - und so weiter, und so fort. Und Sie sagen sich an dieser Stelle: Ach, so macht man das! Man verwendet also auch noch einen Zusatzscheinwerfer. Sehen Sie, das Wort blockierte nicht länger Ihr Studium. Das Nachschlagen von Wörtern und Bedeutungen usw. ist etwa so wie die Erosionswirkung eines Flusses - schliesslich wird an den Seiten so viel abgetragen, dass das Flussbett ein gutes, starkes, fliessendes Strömen des Wassers erlaubt. Tatsächlich glaube ich nicht, dass es kluge Studenten und dumme Studenten gibt. Ich glaube das überhaupt nicht - und zwar deshalb nicht, weil ich nie einen wirklichen Zusammenhang zwischen der Kenntnis eines Fachgebietes und der Klugheit oder Dummheit eines Studenten gesehen habe. Aber es gibt sorgfältige Studenten und nachlässige Studenten. Ein Student kann sehr schnell und trotzdem sehr sorgfältig sein - es hat nicht einmal besonders viel mit der Geschwindigkeit zu tun. Aber er weiss, wann es ihn erwischt hat. Das ist so etwa das einzige, worauf er da achtgibt. Er liest einen Absatz und bemerkt plötzlich, dass er keinen blassen Schimmer davon hat, was er eigentlich liest. Er geht also zurück und findet heraus, wo er in Schwierigkeiten gekommen ist. Hier gab es ein Wort und ein Phänomen, über die er nicht das geringste wusste. Wenn er nun ein sorgfältiger Student ist - dann legt er alles andere beiseite, bis er herausgefunden hat, was dieses Wort und dieses Phänomen sind - bis er es genau weiss und es klar verstanden hat. Es kann sein, dass er in dem Text noch ein kleines bisschen weiter herumsucht, um herauszufinden, ob das Wort in diesem bestimmten Werk definiert ist. Aber er sucht nach der Definition, er studiert nicht weiter im Text. Das ist ein sorgfältiger Student. Und wie klug er auf einem Gebiet ist, hängt davon ab, in welchem Ausmass er dies tut. Es hängt nicht von irgendeinem angeborenen Talent oder irgend etwas anderem ab. Es hängt nicht einmal von seinen Buttons ab. In der Lehreist es wegen der ungeheuer umfassenden Studien, die wir betreiben, und wegen der Tatsache, dass wir das studieren, womit wir studieren, notwendig, das Gebiet des Studierens einigermassen zu beherrschen. Es wird auf unserem Gebiet zu einem absoluten Muss, dass man etwas darüber weiss, wie man studiert. Es ist nicht mehr so, dass man auf einen armen, glücklosen Studenten zugeht und sagt: Also, das Problem mit dir ist, dass du nicht weisst, wie man studiert, und dann weggeht. Oder dass man über irgendeinen anderen Studenten sagt: Nun, er ist einfach dumm, und das ist alles. Das erklärt alles. In Wirklichkeit erklärt es überhaupt nichts.
Wir hören von blitzschnellen Studenten - von sehr, sehr, sehr schnellen Studenten, und wir hören auch von sehr, sehr, sehr langsamen Studenten. Wir hören von Büfflern und von brillanten Studenten. Und ehrlich gesagt, diese Klassifikationen sind nicht mehr wert als das Gebiet der Psychiatrie. Warum? Weil sie niemals einheitlich zu schnellem Studieren geführt haben. Und sie sind offensichtlich lediglich Ausreden und Rechtfertigungen für etwas. Sie sind eine Bemühung, etwas zu klassifizieren, mit dem niemand fertig geworden ist. Warum sollten wir also von dummen Studenten und langsamen Studenten und brillanten Studenten und so weiter sprechen?
Es gibt bestimmte Phänomene beim Studieren, die es wert sind, dass ich etwas darüber sage. Eines davon ist jene merkwürdige Person, die Dinge fast auf einen Blick auswendig lernen kann und dann zurückgehen und die auswendig gelernten Wörter heraussprudeln kann. Ich habe chinesische Schüler gekannt, die in dieser Hinsicht alles übertrafen, was man in der angelsächsischen oder der westlichen Welt je gehört hat. Sie konnten ohne weiteres seitenlang mathematische Formeln und solche Sachen, ihre Beschreibungen usw. aufsagen. Es ist so ziemlich das Verrückteste, was man je gehört hat. Diese Schüler kamen am nächsten Morgen mit auswendig gelernten Lektionen in die Schule, und der Lehrer fragte sie: Also, fangen wir damit an, dass Sie uns etwas über die Steigungsformel erzählen. Prompt kommt die Antwort: Nun, die Steigungsformel ist soundso und soundso und soundso - Er sagt alles richtig auf, und Sie sind total überrascht. Sagen Sie aber nicht gleich: Nun, das ist der richtige Mann, den wir brauchen, um den Staudamm zu bauen, denn das Bauen von Staudämmen hat sehr wenig mit dieser Art von Studieren zu tun. Wir wissen nicht einmal, ob er die Aufgaben auf der Seite lösen könnte - aber er könnte sich sicherlich erinnern, wie sie hiessen. Das ist hauptsächlich ein Test des Gedächtnisses.
Wenn Sie nun bei dieser Person sichergehen wollen, dann werden Sie bei einer Prüfung sofort herausfinden, was hier nicht in Ordnung ist. Sie können sofort herausfinden, was nicht in Ordnung ist. Es gibt eine Methode, diese Person zu prüfen, die sowohl für den Prüfer als auch für den Prüfling nur fair wäre. Nehmen Sie irgendein seltenes Wort aus dem ersten Absatz, den er Ihnen gerade so zungenfertig aufgesagt hat, und fragen Sie ihn nach der Definition dieses Wortes. Die Definition steht nicht im Text, den die Person gerade durchgearbeitet hat. Wenn Sie daraufhin einen gehetzten, erschrockenen Blick im Gesicht des Betreffenden sehen, dann wissen Sie, dass das, was er Ihnen vorher gesagt hat, lediglich eine perfekte Wiederholung aus dem Gedächtnis war. Und Sie haben diesen Mechanismus unterbrochen, denn Sie haben nach etwas gefragt, was nichts mit Auswendiglernen zu tun hat. Sie haben nach der Definition eines bestimmten Wortes gefragt. Und schauen Sie, wenn Ihnen diese Person den ganzen Absatz aufsagen konnte und Ihnen alles darüber erzählen konnte, aber nicht in der Lage war, ein Wort in diesem Absatz zu definieren, dann muss ihr die ganze Sache ein völliges Rätsel sein.
Der fehlende Bestandteil ist also Verstehen. Und dann wird sich natürlich auch bald zeigen, dass der Bestandteil Anwendung fehlt. Sehen Sie, wie das funktioniert? Mit anderen Worten: Dieser sehr, sehr schnelle Student scheitert genauso, wie ein langsamer Student scheitern würde. Sie alle scheitern ausnahmslos aufgrund desselben Faktors. Wenn jemand daherkommt, dieselbe Sache hernimmt, schrecklich herumstottert, versucht, es wiederzugeben, und es schliesslich mit Mühe herausbringt usw., dann könnte der Prüfer auch ihn nach demselben Wort fragen. Was ist die Definition dieses Wortes? Und er würde antworten: Oh, ich weiss es nicht. Er sitzt also in der gleichen Situation wie der schnelle Student, nicht wahr?
Studieren zielt also auf Verstehen ab und hat Verstehen als Endziel. Und wenn Sie mittendrin ein unbekanntes Wort und ein unbekanntes Phänomen haben, dann werden Sie natürlich keinerlei Verstehen erreichen. Das Ergebnis wird Unglaube und Nichtbegreifen sein. Die Sache wird Ihnen ein Rätsel sein, und Sie werden sie natürlich auch nicht anwenden können.
Wenn wir nun das Gebiet des Studierens noch etwas weiter untersuchen, dann stellen wir fest, dass die Hauptklage über das Studieren die ist, dass es nicht sofort und unmittelbar zu guter, ordentlicher, klarer Anwendung führt. Das ist einer der Hauptvorwürfe gegen die moderne Ausbildung. Die Hauptkritik war, dass man z.B. einen Ingenieur ausbildete, es aber nicht wagt, ihn loszuschicken, damit er eine Brücke baut. Das liegt auf dem Gebiet der Anwendung oder der praktischen Übung in der Anwendung. Wenn dieser Mann nicht losgehen und eine Brücke bauen kann, nachdem man ihm beigebracht hat, wie man eine Brücke baut, dann fehlt natürlich der Bestandteil der Vertrautheit. Wenn aber jemand ausserordentlich darauf geachtet hätte, dass der Student die Definition eines jeden Wortes kennt, über das er auf dem Gebiet des Brückenbaus gestolpert ist, dann sollte der Student sogar ohne den Faktor der Vertrautheit in der Lage sein, loszuziehen, seinen Sextanten herauszuholen, seinen Theodoliten aufzustellen und sich an die Arbeit zu machen. Er sollte dazu in der Lage sein. Er steht nun vor der schrecklichen Aufgabe, sich Vertrautheit zu erwerben, aber er würde dabei nicht das Hindernis von Missverständnissen hinsichtlich seiner Terminologie und seiner Werkzeuge überwinden müssen. Theoretisch könnte er es schaffen.
Neulich machte ich selbst so etwas. Ich hatte nur eine Lehrbuchkenntnis eines bestimmten Problems auf diesem anderen Gebiet, das ich nebenher studiere. Ich hatte nichts ausser dem Lehrbuchwissen, und ich sah, dass sich etwas bestimmtes ereignete, erkannte es, wandte an, was ich aus dem Lehrbuch gelernt hatte, und es klappte sofort! Ich hatte für die ganze Sache vielleicht 2 oder 3 Sekunden zur Verfügung, weil etwas passierte und ich es schnell in Ordnung bringen musste. Es war reines Lehrbuchwissen, und es funktionierte - es funktionierte perfekt.
Sie könnten und sollten also in der Lage sein, etwas Gelerntes direkt aus einem Lehrbuch herzunehmen - wenn es ein verlässliches Lehrbuch auf einem erforschten Gebiet ist und dieses Wissen direkt anzuwenden, ohne mit der Sache vertraut zu sein. Stellen Sie sich nun aber vor, wie grossartig Sie erst wären, wenn Sie gleichzeitig auch mit der Sache vertraut wären. Und das ist der Grund, warum wir gleichzeitig auditieren, während wir das Auditieren studieren.
Aber wenn dieser andere Aspekt des sorgfältigen Studierens fehlt, wenn Sie die Nomenklatur nicht verstanden haben, dann können Sie es nicht schaffen. Es wird einfach nicht gehen.
Ich habe dieses andere Fachgebiet nebenher sehr gründlich studiert, weil es auf dem Gebiet der Terminologie ebenfalls ein dicker Brocken ist. Es ist eine Terminologie, von der man annehmen würde, dass jeder, der sich sehr lange mit Photographie befasst hat, sehr mit ihr vertraut wäre. Er könnte doch gar nicht anders, als mit ihr vertraut zu sein, nachdem er ein Lehrbuch nach dem anderen studiert hat! Aber das stimmt nicht. Wenn Sie irgendeinen kleinen Kurs gemacht haben, der nicht viel mit Professionalismus zu tun hatte und nicht dazu gedacht war, Sie in irgendeiner Hinsicht zu einem Profi zu machen - wie z.B. das Buch So entwickelt man Bilder von Eastman für Anfänger zu Hause dann stimmt das nicht. Solche Bücher habe ich tonnenweise gelesen, aber sie haben nichts mit der Terminologie der professionellen Kurse zu tun. Dort wird in der Nomenklatur voll zugeschlagen - ohne Rücksichten. Es heisst dort: Man nimmt das Metabisulfid und giesst es in das Attapen, und Sie können da nur noch sagen: Man nimmt das was? Und schon in der allernächsten Lektion studieren Sie eifrig einen völlig anderen Teil desselben Fachgebiets, wo es heisst: Achten Sie darauf, dass Sie den Kopfschirm richtig einstellen. Sie fragen sich: Was soll ich richtig einstellen? - Wo zum Teufel kommt das denn her? Ich habe das noch nie irgendwo gesehen. Ein Kopfschirm? Was ist denn nur ein Kopfschirm? Da wird herumgewühlt, herumgesucht und im Wörterbuch nachgeschlagen. Was, es steht nicht im Wörterbuch? Es ist wohl so gebräuchlich, dass man es nicht zu definieren braucht. Aber ich kenne es nicht, ungeachtet dessen, wie dumm ich deshalb erscheinen mag. Weiteres Herumsuchen. Und schliesslich fand ich die Bedeutung anhand des Textzusammenhangs und einer Illustration heraus. Es gab da ein Bild der ganzen benötigten photographischen Ausrüstung. Offensichtlich war ein Kopfschirm ein Schirm, mit dem man einen Teil des Hauptlichtes zurückhält, damit z.B. ein abstehendes Ohr nicht so auffällt. Offensichtlich, nicht wahr? Ein Kopfschirm! Wer hätte sich das träumen lassen. Ein alberner, aber sehr üblicher Teil der Ausrüstung.
Der Bursche, der das Lehrbuch geschrieben hat, war mit seinem Fachgebiet so vertraut, dass es ihm genauso gegangen ist, wie wenn Sie als erfahrener Auditor über Auditing sprechen würden. Sie würden sagen: Also, zuerst stellen Sie natürlich Ihr E-Meter auf den Tisch. Sie würden es fast sarkastisch sagen, nicht wahr? Also, Sie stellen natürlich Ihr E-Meter auf den Tisch, bevor Sie mit dem Auditing beginnen. Wenn Sie wirklich sarkastisch sein wollen, würden Sie eine solche Bemerkung machen. Und genauso geht es diesem besten aller Experten in der Portraitphotographie. Er würde sagen: Also, natürlich müssen Sie den Kopfschirm richtig einstellen, um dieses Licht zurückzuhalten - so dämpfen Sie das Licht. Er sagt das einfach so nebenbei. Auf diese Art sorgen Sie in der Portraitphotographie dafür, dass unerwünschte Merkmale bei der Person weniger hervortreten - Sie halten das Licht von ihnen zurück. - Womit hält man das Licht zurück? Sie bekommen die gleiche Antwort wie aus dem Lehrbuch: Na, stellen Sie sich nicht so dumm an! - Ja, aber womit hält man denn nun das Licht zurück? - Sie halten es natürlich mit einem Kopfschirm zurück, Sie Idiot! - Was ist ein Kopfschirm? Was ist ein Kopfschirm? Was ist das für ein Ding? Ist das etwas, womit man die Linse der Kamera abdeckt, damit der Kopf der Person nicht auf das Bild kommt?
Das war also sehr amüsant, denn ich konnte hier ein anderes Fachgebiet neben dem unsrigen beobachten, und ich sah dort dieselben Studierprobleme, die Sie hier haben. Und ich habe diese Probleme analysiert und zusammengestellt. Das, worüber ich heute und in der letzten Zeit zu Ihnen gesprochen habe, waren die Vorstellungen, die ich dazu hatte und die funktioniert haben und - wie ich weiss, auf unser Gebiet anwendbar sind. Und ich glaube, Sie haben als Ergebnis davon einige Fortschritte gemacht. Es gibt aber nur diese Punkte, die für das Studieren von Wichtigkeit sind. Sie haben wahrscheinlich erwartet, dass es eine Menge komplizierter Punkte über das Studieren geben würde, aber es gibt keine weiteren komplizierten Punkte über das Studieren als die, die ich Ihnen gerade genannt habe. Wenn Sie nun nicht die Sprache schreiben oder lesen könnten, in der etwas geschrieben ist - z.B. in Englisch -, dann würde es natürlich ein weiteres Studieren der Nomenklatur geben. Aber beachten Sie, es wäre einfach nur ein weiteres Studieren von Nomenklatur. Also fällt sogar das unter diese Rubrik. Jemand, der überhaupt nicht sprechen kann, oder sagen wir z.B. ein Tier, das auf einem Gebiet irgend etwas zu machen versucht, ist vollständig von der Kommunikation abgeschnitten. Es hat nicht die richtigen Stimmbänder und kann überhaupt nicht ausgebildet werden. Sie werden vielleicht sagen: Na, das ist ja ein vollkommen hoffnungsloses Gebiet, aber ich bin nicht ganz bereit, dieses Gebiet vollständig aufzugeben, denn ich habe Tiere schon in bemerkenswerter Weise auf der Tonskala nach oben gebracht und habe auch schon Hunde getroffen, die sprechen können. Ja, ich traf einmal einen Hund, der jedesmal, wenn er Futter wollte, hungrig sagte. Er schaffte das irgendwie. Er benutzte irgendeine Hollywood-Methode der Zwerchfellatmung. Aber er konnte es so klar sagen, wie man es sich nur wünschen konnte - er war hungrig. Er erschreckte Leute fast zu Tode, denn sie sagten: Das ist lustig. Der Hund gibt wahrscheinlich ein Grunzen von sich, und sein Frauchen, die ihm das beigebracht hat, ist einfach verrückt darauf, Wörter zu hören. Und dann bekamen sie diesen Hund zu hören, wie er hungrig sagte, und wurden ganz steif vor Schreck. Neulich sprach ich mit einem Elefanten, der photographiert werden wollte, wie ich Ihnen bereits erzählt habe. Und ich bin auf Tiere gestossen, die ihre Stichworte viel besser kennen als ihr Trainer und ihren Trainer irgendwie durch die Vorführung bringen müssen und dafür sorgen müssen, dass er ein gutes Bild abgibt. Ich weiss also nicht, was die Kommunikationsbarrieren sind. Ich habe kürzlich eine grössere Einsicht in die Fünfte Dynamik gewonnen, als ich vorher hatte, und ich habe festgestellt, dass man viel tiefer in die Fünfte Dynamik eindringen kann. Ich habe sogar eine recht gute Vorstellung davon bekommen, in was für GPMs und solchen Dingen bestimmte Tiere und Insekten steckenbleiben, und ich habe in etwa herausgefunden, wie sie in diese bestimmte Zone oder in diesen Bereich gelangen und wie sie noch tiefer absinken. Ich erlangte etwas mehr Einsicht in diese Dinge. Aber wie dem auch sei, die entscheidende Sache ist, dass die Vermittlung der Nomenklatur der Sprache, die Vermittlung der Fähigkeit, zu sprechen oder Kommunikation zu betreiben, das erste Hindernis wäre. Und das gilt auch für den Burschen, der die Sprache, in der der Text geschrieben ist, kennt, der lesen kann, der dasitzt usw. Es ist immer noch sein erstes Hindernis. Aber er befindet sich natürlich bezüglich dieses Kommunikationsmittels auf einem so hohen Niveau, dass er diese kleinen Unfähigkeiten in der Kommunikation mit Verachtung betrachtet und sie daher vernachlässigt. Und wenn er sie vernachlässigt, scheitert er natürlich schrecklich beim Studieren. Und das ist so ungefähr das erste Gebiet, auf dem er wirklich scheitert. Es gibt viele Arten, wie man jemanden beim Studieren scheitern lassen könnte, aber hauptsächlich läuft es darauf hinaus, dass man ihm die Einsicht verwehrt, wie notwendig es ist, die verwendeten Kommunikationssymbole zu verstehen. Das wäre ein schweres Versagen in der Vermittlung des Fachgebietes Studieren. Wir haben niemals ein eigentliches Wörterbuch herausgegeben. Es liegen hier mehrere Manuskripte von Wörterbüchern herum, aber ihre Herausgabe hängt unglücklicherweise davon ab, dass ich sie nochmals von Anfang bis Ende überarbeite, und diese Manuskripte umfassen eine Unmenge von Wörtern. Und um eine solche Arbeit abzuschliessen, müsste ich eben noch einmal 12 Stunden zu den 48 hinzufügen, die ich pro Tag bereits arbeite, und das ist ganz schön hart. Und vor allem möchte ich diese Arbeit nicht in Angriff nehmen, bevor ich das Gefühl habe, dass die ganze Festlegung unserer Nomenklatur ziemlich gut abgeschlossen ist, und wenn das so wäre, dann wäre dieses Projekt mittlerweile wohl fertig. Aber ich habe die Definitionen der verschiedenen Wörter von Stufe VI bereits zusammenstellen lassen, und ich bin sicher, dass sie herausgegeben worden sind, so dass Sie diese Dinge nachschlagen können und wissen, worum es sich dabei handelt. Aber obwohl wir noch kein edel aufgemachtes Wörterbuch haben, können Sie nichtsdestoweniger diese Wörter nachschauen; und diese Wörter sind bekannt, und die Leute wissen hier überall, was sie bedeuten, und es gibt keinen wirklichen Grund dafür, ein solches Wörterbuch unbedingt jetzt herauszugeben. Vielleicht kostet es Sie eine halbe Stunde, um herauszufinden, was ein bestimmtes Wort bedeutet. Aber das ist eine halbe Stunde, die nicht um ein Vielfaches am Ende Ihres Kurses dazukommen wird, wo Sie sich sonst nämlich eifrig abquälen und sich fragen würden, warum Sie anscheinend bei der Sache, die Sie studieren, einfach keinen Boden unter die Füsse kriegen können. Nun, ich hoffe, dass Ihnen das, was ich Ihnen heute erzählt habe, von Nutzen sein wird. Herzlichen Dank!

EINE ZUSAMMENFASSUNG ÜBER DAS STUDIEREN
Ein Vortrag LRH Heute haben wir einen guten Tag. Das ist ein denkwürdiger Tag, denn es ist der Tag nach dem Bankfeiertagsumzug, und niemand hat sich eine Lungenentzündung aufgrund des üblichen Regens geholt, der am Bankfeiertag herrscht. Ein sehr denkwürdiger Tag.
Sie scheinen hier kürzlich bei Ihren Prüfungsnoten einige Rekorde aufgestellt zu haben. Ihre Prüfungsnoten bei Vorträgen werden besser und immer besser, und ich bin deswegen sehr stolz auf Sie. Vielen Dank dafür. Abgesehen von Ihrer eigenen Aufgewecktheit auf unserem Fachgebiet ist einiges davon der Tatsache zuzuschreiben, dass ich Ihnen einiges über das Studieren erzählt und beigebracht habe. Und ich glaube, dass Sie in der letzten Zeit eine ganze Menge über das Studieren gelernt haben; und das ist das Thema dieses Vortrags. Ich möchte Ihnen in diesem Vortrag, solange es noch frisch ist, eine kurze Zusammenfassung über das geben, was ich über das Studieren gelernt habe - egal, wie roh und unvollkommen dies auch im Moment noch ist und wie gut ausgearbeitet es später einmal sein wird. Und ich begehe heute den Stilbruch, ein paar Notizen dabei zu haben. Ich möchte nicht, dass dieser Vortrag und seine Aufzeichnung zu lange hinausgeschoben wird, denn ich habe festgestellt, dass meine Erinnerung an das, was ich Ihnen erzählen will, bereits etwas blass wurde. Und ich speichere in letzter Zeit nur sehr wenige Informationen in meinem Schädel, und das, was ich da hineinstecke, neigt manchmal dazu, zu verblassen, weil es verlorengeht. Ich möchte also nicht, dass das passiert, und daher will ich Ihnen diese Information über das Studieren geben. Es hat bis jetzt keine Technologie des Studierens oder der Ausbildung gegeben. Das klingt nun wie eine sehr weit hergeholte, phantastische Behauptung, aber es ist wahr - es ist wahr. Es gab eine Art Technologie der Schule, aber sie hatte nicht allzuviel mit Ausbildung zu tun. Es gab eine Technologie dafür, wie man in die Schule geht, wie man in der Schule Unterricht erhält, wie man Kindern beibringt, in die Schule zu gehen, wie man durch die verschiedenen Klassen kommt, wie man geprüft wird und wie man auf die Universität kommt, usw. Es hat eine Unmenge dieser Technologie der Schule gegeben. Aber Sie sollten zwischen einer Technologie der Schule und einer Technologie der Ausbildung unterscheiden - das ist die erste Sache, um die ich Sie bitten möchte, denn Ausbildung hat im Endeffekt nur sehr selten irgend etwas mit einer Schule zu tun. Ein Ingenieur meldet sich an seinem neuen Arbeitsplatz. Ihm wurde auf wunderbare Weise beigebracht, wie man mit Hilfe verschiedener Integrale und Messkurven berechnen kann, wieviel Kies in einem unregelmässigen Kieshaufen ist. Wenn man die Messkurve von verschiedenen Abschnitten dieses Haufens erstellt, sehr genau in Formeln umsetzt und dann integriert, kann man, wenn man z.B. einen Lastkahn vor sich hat und ihn ausmisst, schliesslich feststellen, wieviel Kies sich darin befindet. Jemand hat dies tatsächlich einmal gemacht. Es geschah in einem kleinen Hafen in der Nähe von Manila auf den philippinischen Inseln - lange vor dem zweiten Weltkrieg. Es gab da einen jungen Ingenieur, der frisch von der Schule kam und es genau so machte. Er ging hinunter und berechnete die Menge an Kies in einem Lastkahn mit Hilfe von Integralen, und es war sehr mühsam. Er war vom Chefingenieur der Werft hinuntergeschickt worden, um herauszufinden, ob sie genug Kies hätten. Der grösste Teil des Nachmittags verging, und der Ingenieur kehrte nicht zurück. Schliesslich wunderte sich der Chefingenieur sehr darüber und ging hinunter, um herauszufinden, wo dieser junge, neue Ingenieur war und was er tat und ob ihn vielleicht die Haie gefressen hätten. Und er fand ihn unten am Lastkahn, wo er seinen Berechnungen gerade den letzten Schliff gab; und der junge Ingenieur teilte dem Chefingenieur voller Triumph mit, dass sie genau 150,8 plus/minus 0,1 Kubikmeter Kies zur Verfügung hätten. Er hatte seitenweise Berechnungen. Der Vorarbeiter der Werft, ein Filipino, der neben den beiden stand, schaute den jungen Ingenieur ganz sauer an und sagte: Das haben Sie die ganze Zeit gemacht?, und bevor der Chefingenieur auch nur eine Frage stellen und herausfinden konnte, worum es eigentlich ging, fuhr der Filipino fort: Sehen Sie die weissen Farbmarkierungen vorne und hinten am Lastkahn? Nun, die zeigen Ihnen, wieviel Kies sich im Lastkahn befindet! Ich habe ein wunderbares Beispiel dafür erlebt, wie pedantisch Schulausbildung im Gegensatz zu wirklicher Ausbildung sein kann. Gestern abend las ich in einer Abhandlung über Dias und wie man Lichtbilder vorbereitet. Da gab es die kompliziertesten Berechnungen darüber, wie nahe man der Leinwand sein muss und welche Dichte das Diapositiv haben muss, damit man eine richtige Projektion für einen Vortragsraum erhält. Und diese Berechnungen gingen endlos dahin. Wenn ich nicht bereits Erfahrung auf diesem Gebiet gehabt hätte, hätte ich all das sehr ernst genommen. Aber ich glaube, die Abhandlung hatte jemand geschrieben, der einfach seine Feder nicht im Zaum halten konnte. Denn wenn man dunkle Diapositive hat, schiebt man nicht den Projektor im Vortragsraum vor und zurück oder berechnet das Reflexionsvermögen der Leinwand oder so etwas; statt dessen besorgt man sich einfach eine hellere Lampe! Ich habe auf diesem Gebiet beträchtliche Erfahrung - ich kenne Dias und Dichten usw. aus Erfahrung. Und aufgrund dieser grossen Erfahrung wusste ich, dass diese Daten, mit denen ich so emsig gefüttert wurde, sehr, sehr unwichtig waren. Das ganze war lediglich interessant. Es war interessant, dass jemand so viel über dieses Thema schreiben konnte. Aber vor nicht allzu langer Zeit haben Reg Sharpe, Ron Bonwick und ich in einem Zirkuszelt eine Diareihe vier- oder fünfmal breiter und höher vergrössert, als das Bild oder der Projektor eigentlich zuliessen - und das mit einer Spannungsquelle, die nicht zum Projektor passte und einer Leinwand, die aus gewöhnlichen Bettlaken bestand, die zwischen zwei Zeltstangen aufgespannt waren. Jeder war begeistert, und die Bilder sahen wunderschön aus. Wir hatten eine 4 mal 4 Meter grosse Leinwand, die aus Bettlaken bestand und sogar Falten hatte. Unter etwa 200 Dias gab es nur eines) das in der Projektion merkwürdig wirkte - zufällig war dort, wo das Gesicht eines jungen Mannes auf die Leinwand projiziert wurde, an der falschen Stelle eine Falte. Das ganze war überhaupt kein schwieriges Vorhaben. Man nimmt ein Dia von völlig beliebiger Dichte, steckt es in einen Projektor, dessen Lampe genügend stark ist, verwendet eine Leinwand, die reflektiert, und schon hat man praktisch die feinste Diavorführung, die man sich wünschen könnte, und niemand wird auch nur ein Wort der Klage äussern. Aber da gab es zwei Seiten Text darüber, wie man die Dichte eines Diapositivs berechnet. Wirkliche Ausbildung würde also im Gegensatz zur Schulausbildung die relative Wichtigkeit der Informationen, die gelernt werden, in Betracht ziehen. Und es ist sehr, sehr wichtig, die relative Wichtigkeit der beigebrachten Informationen - oder anders ausgedrückt, die Anwendbarkeit der beigebrachten Informationen - zu berücksichtigen. Beim Schulunterricht denkt man im Gegensatz zu wirklicher Ausbildung tatsächlich nicht wirklich an Anwendbarkeit - es wird kein Gedanke darauf verschwendet. Für die Technologie der pedantischen oder spitzfindigen Schulausbildung ist es eine sehr wichtige Information, dass z.B. Plinius im Jahre soundso den Stör entdeckt hat, was mit vielen hochtrabenden Formulierungen ausgeschmückt wird. Was fangen Sie jetzt mit dieser Information an? Dennoch könnte die ganze Karriere eines Mannes daran scheitern, dass er diese Tatsachen nicht von sich geben konnte. Und das fällt nun unter das Fach Ichthyologie, Fischkunde, und unter Fischerei. Jemand geht zum Fischereiamt, und in seinem Abschlussexamen wurde ihm die Frage gestellt: Wer entdeckte wann und wie die Störe? Ich kann mir den jungen Burschen vom Fischereiamt lebhaft vorstellen, wie er draussen vor der Nordküste von Norwegen bei Sturm und etwa minus 40 Grad die Anzahl der Heringsboote zu zählen versucht, die er in den nächsten 24 Stunden retten muss, und dabei diese Information über Plinius und die Störe anwendet. Man kann sich das so richtig vorstellen. Diese Information ist einfach nicht anwendbar. Es gibt auf dem Gebiet des Schulunterrichts also eine Art Wichtigtuerei, die nicht wirklich mit Ausbildung zu tun hat. Sie finden das z.B. bei den Künsten. Sie werden Leute finden, die wirklich glauben, sie wären Kunstkenner und würden wirklich etwas von Kunst verstehen, und in Wirklichkeit können diese Leute lediglich eine Reihe von Bildern herunterrasseln. Da gibt es dieses Bild und jenes Bild, und da gibt es das andere Bild usw., und es wurde von Julius Schwätzle im Jahre 1710 gemalt. Sie fragen ihn: Womit hat dieser Julius Schwätzle das Bild gemalt? Was hat er verwendet? Darauf antwortet er nur zögernd: Oh, äh - ich glaube, es ist in Öl. Sehen Sie, er weiss sogar, dass der Name dieses Gemäldes Schändlicher Morgen oder so etwas ist. Aber wenn Sie ihn fragen, womit das Bild gemalt wurde, dann stammelt er lediglich etwas von irgendwelchen Ölfarben daher. Er hat das Wesentliche nicht verstanden. Es ist sehr wertvoll, wenn man weiss, womit man zu welcher Zeit gemalt hat. Diese Information ist ziemlich wertvoll und lässt sich anwenden. Um Ihnen ein sehr grobes Beispiel dafür zu geben: Wenn Sie etwas sehen, das mit der besten Farbe der Firma Bayer gemalt wurde und angeblich aus dem Jahre 1510 stammt, dann wissen Sie, dass das nicht stimmt, denn im Jahre 1510 hatte man noch keine Erdnussölemulsionsfarben. Das ist natürlich ein grobes Beispiel, aber es zeigt, dass solche Kenntnisse zur Feststellung der Echtheit eines Bildes angewendet werden können. Das Wissen, womit jemand etwas gemalt hat, ist eine gute, anwendbare Information. Etwas Ähnliches erlebte ich gestern. Ich wühlte in Nachschlagewerken herum, um herauszufinden, ob eine bestimmte Kunstform irgendwo erwähnt wäre. Ich konnte sie nirgendwo finden, aber ich fand in einem Wörterbuch, dass das französische Wort dore goldfarben bedeutet. Ich fand das interessant, denn der Name der Kunstform, nach der ich suchte, war Doretypie. Es war mir nicht klar gewesen, was das war. Ich hatte vorher gedacht, diese Kunstform wäre nach einem Mann benannt - wahrscheinlich ist mir da Gustave Dore mit seinen Radierungen dazwischengekommen. Nein, es war nicht nach einem Mann benannt, und daher hat diese Bezeichnung auch nicht überlebt. Es war einfach eine goldfarbene Art der Kunstreproduktion. Daher nannte man es Doretypie, und der Name ist so esoterisch, dass ihn nur noch die Superprofis kennen. Wenn jemand wirklich auf Draht wäre und alles ergründen würde, dann würde er wissen, dass es eine sogenannte Doretypie gegeben hat. Aber jemand, der das nicht macht, würde überhaupt nichts darüber wissen. Jeder weiss, was z.B. eine Daguerreotypie ist, aber das ist etwas anderes - was ist eine Doretypie? Nun, das wird wichtig, wenn man die Entwicklung der Darbietung von Bildern und dergleichen untersucht. Es gab da also eine Reproduktionsmethode, mit der Bilder auf eine sonderbare Art dargeboten wurden. Nun, man sollte fähig sein, solche Dinge zurückzuverfolgen. Was darüber hinausgeht, wie z.B. die Frage, ob die Doretypie von einem Herrn Wahl oder einem Herrn Pahl erfunden wurde und wann sie erfunden wurde, hat tatsächlich nicht viel mit der Sache zu tun; aber wie es zu einer bestimmten Zeit gemacht wurde, das hätte eine ganze Menge damit zu tun. Wenn Sie also mit Ausbildung zu tun haben, müssen Sie sehr genau achtgeben, dass Sie nicht zu sehr in die Bedeutung geraten - geraten Sie nicht so sehr in die Bedeutung hinüber, dass Sie die Masse vergessen. Das ist eine sehr interessante Information. Wenn Sie ein Zusammenwirken von Bedeutung und Masse erhalten, ergibt sich daraus Aktion. Aktion könnte als irgendeine Art Zusammenwirken von Bedeutung und Masse definiert werden. Das erscheint vielleicht weit hergeholt, aber der Grund, warum man eine Aktion, Tätigkeit usw. betreibt, ist, dass man irgendeine Vorstellung davon hat, etwas zu erreichen, herzustellen oder zu vermeiden. Es ist dort eine Bedeutung vorhanden. Man hat eine Vorstellung dazu. Selbst wenn wir eine Menge in der Luft herumfliegender Teilchen anschauen und sagen: Das ist eine Verwirrung, haben wir zu der Masse Bedeutung hinzugefügt. Verstehen Sie? Aber wenn in der Ausbildung die Bedeutung niemals der Masse hinzugefügt wird, sondern in makelloser Reinheit alleine dasteht, dann bekommen Sie leicht einen vollgestopften, schwerfälligen Lehrplan, der kein Tun enthält. Sehen wir die Sache realistisch. Ich habe Ihnen gerade ein Beispiel angegeben, nämlich die Frage, wer was erfunden hat. Oder man lernt: - und es gab zu jener Zeit einen grossen Konflikt zwischen diesen beiden Männern. Einer von ihnen hatte eine grössere Vorstellung von der Zukunft seiner Entwicklung als der andere. Was hat das für eine Relevanz? Es ist eine Information, die mit nichts in Zusammenhang steht, nicht wahr? Es ist einfach eine Bedeutung. Es hat nichts mit der Tätigkeit oder der Aktion zu tun und hat nichts mit der Masse zu tun, der Sie sich jetzt gegenübersehen. Es bringt Sie lediglich auf Irrwege. Die Schule ist also geradezu ein Meister darin, einen auf Irrwege zu bringen. Das geht so weit, dass man sich zu fragen beginnt, ob der Schule die Ausbildung überhaupt am Herzen liegt. Man könnte also eine Schultechnologie haben, mit der man unterrichten, aber niemals jemanden wirklich ausbilden oder schulen würde. Sehen Sie das? Aber es könnte herrlich sein. Sie könnten ein ganzes Universitätsstudium mit Vorlesungen wie Die Werke von Thomas Hardy, Die Lage der Grubenarbeiter zur Zeit der Römer an der Küste von Cornwall oder Die Zahl der von Jägern und Jägerinnen im 16. Jahrhundert verwendeten Synonyme und Antonyme anfüllen. Man könnte Lehrgänge haben, bei denen Leute durchfallen, weil sie das falsche Wort in Verbindung mit der falschen Gruppe von Tieren benutzt haben. Man spricht nämlich z.B. von einer Kette von Rebhühnern, spricht aber nicht von einer Kette von Wölfen, sondern von einem Rudel von Wölfen. Und wegen so etwas kann man durchfallen. Sehr pedantisch! Aber was ist hier der grundlegende Fehler? Der grundlegende Fehler, auf den ich jetzt zurückkomme, ist einfach das Versäumnis, zu der Bedeutung die Masse oder das Tun hinzuzufügen. Man lernt: - Er war ein guter Maler. Er malte und er malte und er malte und er malte und er malte. Nun, er hat viel gemalt - Man könnte das auf neunzigtausend verschiedene Arten sagen. Er machte seine ersten sieben Ehefrauen dadurch verrückt, dass er sich ausschliesslich seiner Malerei widmete und sonst niemandem und nichts Aufmerksamkeit schenkte. Nun, das ist eine interessante Kuriosität, aber keine Information, die zu einer Ausbildung gehören würde. Es ist einfach eine Kuriosität. Was hat er gemalt? Ihr Student muss also in die Überlegung einbezogen werden. Der Student versucht Maler zu werden, und ich fürchte, dass man so viel Zeit damit verbringt, ihm beizubringen, wie viele Ehefrauen die Maler gehabt oder nicht gehabt haben, dass der Student schliesslich die Vorstellung bekommt, dass Malen daraus bestehe, sich zu verheiraten und sich wieder scheiden zu lassen - oder daraus, dass man zu einem wandelnden Kunstkatalog wird. Wenn Sie natürlich ein Sachverständiger werden wollen, ein professioneller Sachverständiger oder professioneller Kritiker, nicht ein Maler, wenn Sie also so ein Typ werden wollen, dann werden Sie natürlich praktisch ein wandelnder Kunstkatalog sein wollen. Sie wollen alle überwältigen. Es ist eine gute Methode, den anderen stets um eine Nasenlänge voraus zu sein. Sie gehen z.B. durch eine Ausstellung und schauen sich die Bilder auf folgende Weise an: Ja, dieser Mann hier hat Hans Verboten kopiert - das ist ein ganz unbekannter Maler von 1416. Sehen Sie, wer so ein Typ sein will, der will derartige Dinge wissen. Aber um ein Maler zu sein, muss man andere Dinge lernen. Das ist der Grund dafür, dass von den Universitäten fast niemals Künstler hervorgebracht werden. Es ist fast unmöglich, auf diese Art Künstler hervorzubringen. Man hat noch nie davon gehört. Genauso ist es bei Lehrgängen über das Schreiben von Kurzgeschichten. Die ruinieren mengenweise Schriftsteller. Es ist interessant, wie das gemacht wird. Man trennt die Bedeutung von der Tätigkeit. Man trennt diese beiden Dinge, so dass alles zu blosser Bedeutung wird, mit der keine Tätigkeit oder Masse verbunden ist. Und wenn man das gemacht hat, dann hat man den Studenten dahin gebracht, dass er das Gebiet nicht konfrontieren kann und introvertiert wird. Und die Methode, wie man einen Studenten introvertiert macht, ist, ihm zu viel Bedeutung und zu wenig Tun und zu wenig Masse zu geben. Ich weiss nun wirklich nicht, wie ich dies noch klarer ausdrücken soll. Wenn Sie jemandem etwas über Kugellager beibringen wollen, dann geben Sie ihm ein Kugellager! Lehren Sie ihn nicht die Geschichte von Kugellagern. Ist das einleuchtend? Wenn man also die Bedeutung von der Tätigkeit losgelöst hat und diese beiden Dinge getrennt hat, dann kann man zwar Schulunterricht haben, aber keine Ausbildung. Und so wird es im Grunde genommen heutzutage gemacht.
Wenn Sie schliesslich einen ganzen Haufen von Graduierten haben wollen, die nichts zustande bringen, wenn Sie schliesslich einen ganzen Haufen von Malern haben wollen, die nicht malen können, von Ärzten, die nicht verarzten können, von Ingenieuren, die nichts bauen können, dann müssen Sie wirklich nur das Tun und die Masse, die mit dem betreffenden Gebiet verbunden sind, als etwas zur Seite schieben, mit dem Sie wirklich nicht viel zu tun haben wollen, und sich dann ganz und gar der Bedeutung der ganzen Sache widmen. Dann ist Ihr Produkt eine sehr unpraktische Person. Und das ist die einzige Art und Weise, wie man so etwas macht. Es gibt keine anderen Wege, um das zu bewerkstelligen. Wenn man es gründlich genug macht, verlässt der Student die Schule überhaupt nicht mehr und wird Professor. Ich habe nun herausgefunden, dass es ein schrecklicher Fehler ist, jemanden etwas lehren zu lassen, was er selbst nicht tun kann. Schauen wir uns das einmal realistisch an hier in der Lehre. Wenn unsere Ausbilder nicht auditieren können, oje-oje! welcher Katastrophe würden wir uns in allen Bereichen unserer Ausbildung gegenübersehen? Angenommen, sie würden alle die Geschichte des Auditings kennen und könnten Ihnen von allem, was auf dem Gebiet je geschrieben wurde, das Kapitel und den Absatz angeben und Ihnen genau sagen, wo Sie es finden und wie viele Seiten es hat; angenommen, unsere Ausbilder könnten all das tun, könnten aber nicht auditieren - das wäre ziemlich katastrophal. Und jede Schwierigkeit, die ein Ausbilder beim Unterweisen hat, hat ein bisschen damit zu tun, dass er irgendeinen Aspekt des Tuns oder der Masse des Gebietes nicht konfrontiert. Sehen Sie das? Ein Lehrer stellt z.B. fest, dass er eigentlich nicht gern Geometrie unterrichtet. Nun, er kann in der Geometrie nichts tun. Er hat in dieser Richtung einen blinden Fleck. Dies wurde nun bei meinen Untersuchungen und meinem Studium des Studierens so augenfällig, dass es mir praktisch die Sprache verschlug. Es geht sogar so weit, dass jemand, der einfach für Leute, die etwas tun können, die Aufzeichnungen führt, zu weit von der Sache selbst entfernt ist, um ein gutes Lehrbuch schreiben zu können. Jemand, der für andere Leute, die etwas tun können, Aufzeichnungen führt, ist - egal, was für Leute er befragt hat - zu weit vom Tun und der Masse entfernt, um ein gutes Lehrbuch zu schreiben, das man studieren kann. Das ist bemerkenswert. All diese Hintergrundinformationen, die ich Ihnen hier über dieses Gebiet gebe, kamen zustande, als ich erkannte, dass wir, wenn wir uns weiter nach oben entwickeln und etwas über den Verstand wissen, ein weiteres Gebiet zum erfolgreichen Abschluss bringen müssen, das sich gänzlich von dem Gebiet unterscheidet, an dessen Vervollständigung wir eigentlich arbeiten. Das liegt daran, dass wir die Unterlassungen der Vergangenheit geerbt haben. Man hat das Gebiet der Ausbildung nicht zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht, und deshalb müssen wir es jetzt tun, um Leute für unsere eigene praktische Anwendung ausbilden zu können. Man hat das vorher nicht gemacht. Die betreffenden Leute erhielten viel Geld dafür, es zu machen; sie wurden dafür bezahlt, haben es aber nicht gemacht. Man verspürt deshalb diesen Leuten gegenüber das gleiche Gefühl des Ärgers wie gegenüber dem Weichensteller, der sein Gehalt dafür bekam, die Weichen zu stellen, dies aber nicht getan hat. Der Zug entgleiste, und Sie sagen ärgerlich: Das war sein Job, und er hat ihn nicht getan! Das ist im Grunde genau die gleiche Situation, wie wir sie jetzt haben. Wir sehen uns einem schwierigen Gebiet gegenüber, denn wir studieren, was wir sind; und das ganze Gebiet der Ausbildung hätte uns bereits fix und fertig zur Verfügung stehen sollen, aber statt dieses Gebiet zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, wurde es nur durcheinandergebracht. Es gibt auf diesem Gebiet viele Vorurteile. Ich erkannte also, dass es trotz der grossen Fortschritte, die wir auf diesem Gebiet gemacht hatten, notwendig war, einen neuen Gesichtspunkt dazu zu bekommen. Deshalb griff ich ein Studiengebiet auf, das insofern vergleichbar oder ähnlich zu unserem Gebiet ist, als es auch ein praktisches Fachgebiet ist. Wissen Sie, so ein praktisches Fachgebiet, bei dem man, wenn man bestimmte Dinge weiss und bestimmte Dinge macht, dann ein bestimmtes Resultat erzielt - und dennoch ein Gebiet, das in gewissem Grade in den Bereich der Künste hinüberreicht, so dass man ein gewisses Urteilsvermögen und einigen Geschmack usw. haben muss. Und ich griff dieses Gebiet auf, weil es erstens verfügbar war und mich zweitens interessierte, aber im Grunde genommen ergriff ich es deshalb, weil es vom Aufbau her eine ziemlich gute Analogie zu den Tätigkeiten eines Auditors darstellt. Mit anderen Worten, er hat bestimmte Theorien und Aktionen, die er durchführen soll und die, wenn sie angewendet werden, ein bestimmtes Ergebnis hervorbringen werden - vorausgesetzt, dass er sein Urteilsvermögen und guten Geschmack gebraucht. Nun sind diese beiden Gebiete - Auditing und Photographie - nicht dasselbe. Sie unterscheiden sich sehr stark voneinander. Aber Auditing hat mit Photographie folgendes gemein: Wenn Sie bestimmte Dinge machen und sie richtig machen, dann erhalten Sie ein bestimmtes Resultat. Aber wenn Sie diese Dinge ein bisschen verkehrt machen, dann erhalten Sie kein Resultat. Und ebenso erhalten Sie kein Resultat, wenn Sie diese Dinge machen, ohne den gesunden Menschenverstand zu benutzen. Sehen Sie, es sind zwei vergleichbare Aktionen. Ich griff also dieses Gebiet Photographie auf und absolvierte einen vollständigen, gründlichen und wirklich echt professionellen Kurs darüber von A bis Z. Nun, all dies wurde während der letzten paar Monate mit eingeschoben und kam zu allem anderen hinzu, was ich zu tun hatte; ich habe jedoch eine ganze Menge darüber gelernt, indem ich einfach subjektive Erfahrung mit etwas machte, was ausserhalb des Gebietes lag, in dem wir arbeiten - etwas, von dem ich ein dilettantisches Wissen hatte und so weiter. Und wie ich Ihnen vor kurzem gezeigt habe, fing ich daraufhin meiner Meinung nach an, professionelle Resultate zu erzielen. Ich hatte den Kurs also gut studiert, und er führte am Ende auch zu einem eindeutigen Resultat. Ich habe nun den Punkt überschritten, es einfach nur zu studieren, und ich kann tatsächlich diejenigen Teile des Gebietes, die notwendig sind, um bessere Resultate zu erzielen, selbst entwickeln. Ich habe diese Grenzlinie überschritten. Es ist z.B. in Ordnung, dieses und jenes genau gemäss dem Lehrbuch zu machen. Aber wenn Sie hervorragend darin sind, nach dem Lehrbuch zu arbeiten, dann können Sie der Sache den Extrapfiff geben, der die Spitzenklasse des Ergebnisses ausmacht. Mit anderen Worten, Sie können das Lehrbuch so gut anwenden, dass Sie denken können, während Sie es tun. Sehen Sie das? Das ist die Phase, durch die ich gegangen bin.
Und ich bemerkte sehr bald eine Vielzahl von Punkten - die mir nie aufgefallen wären, wenn ich nicht auf einem völlig neuen Studiengebiet gearbeitet hätte. Das Gebiet der Photographie selbst war für mich übrigens nicht vollkommen neu. Tatsächlich bin ich in der Dunkelkammer und solchen Dingen schon früher von einem praktischen Gesichtspunkt aus geschult worden. So bemerkte ich hier also von einem anderen Gesichtspunkt aus, dass auch eine rein praktische Ausbildung in Wirklichkeit nicht genug ist. Man kann jemandem nicht einfach die Werkzeuge in die Hand geben und sagen: Also, spiel ein bisschen damit rum, geh zum Daily Express, fang dort an zu arbeiten und schau den Leuten zu, die dort zur Dunkelkammer rein- und raussausen. Und wenn du das lange genug machst, wirst du ein guter Photograph werden. Das stimmt nicht. Ich habe hervorragende Beweise dafür, dass das nicht stimmt. Sie haben den Beweis jeden Morgen vor sich, wenn Sie einen Blick auf die Zeitung werfen. Was man normalerweise als Zeitungsphoto bezeichnet, ist sehr schlecht, und interessanterweise sind die meisten Burschen, die diese Photos machen, nicht ausgebildet. Die Spitzenleute, auf die man stösst, diejenigen, die die Titelbilder von Illustrierten schiessen usw., haben interessanterweise eine Ausbildung gehabt. Meister in der Photographie fallen also nicht vom Himmel. Meisterschaft ist nicht so ein ungeheures Talent, wo jemand eine Kamera sieht, Oh! sagt, eine brillante Inspiration mit einem riesigen Geistesblitz hat, den Auslöser betätigt und seine Bilder auf sämtlichen Illustrierten vorne drauf hat. So funktioniert das nicht. Und er kann durch all die untergeordneten Arbeiten auf dem Gebiet der Photographie - das Reinigen der Platten und all das übrige Zeug - bis zum bitteren Ende durchgehen und wird niemals ein Spitzenphotograph werden. Die ganze Zeit versuchen Leute, auf diese Weise zu Spitzenphotographen zu werden, denn dies ist die Art und Weise, wie die Zeitungen die jungen Männer dazu kriegen, zu ihnen zu kommen und in ihren Dunkelkammern zu arbeiten. Sie erzählen ihnen das, aber es ist nicht wahr. Die Spitzenphotographen in England sind die am gründlichsten ausgebildeten Photographen, die man je gesehen hat. Vielleicht sind sie sogar ein bisschen zu gründlich ausgebildet. Aber sie sind Spitze. Nehmen Sie z.B. Anthony Amstrong-Jones: Mein Gott! Wenn Sie je jemanden gesehen haben, der standardgemässe Photographie bis zum Extrem macht, dann ist er es. Er kann nicht einmal eine Aufnahme von seinem eigenen Baby nach der Geburt machen ohne die Beleuchtung genau so aufzubauen, wie sie in den Lehrbüchern für ein Babyphoto angegeben ist. Er wird nicht einmal durch das Ereignis abgelenkt, dass er Vater geworden ist. Er holt sich die genau richtigen Lampen, stellt sie im genau richtigen Winkel auf und richtet alles perfekt her. Er hat auf diese Art ein glücklich gelungenes Bild bekommen - einfach einen jener Treffer, die sich die ganze Zeit anbieten und die man ausnutzt. Nichtsdestoweniger entsprach seine Beleuchtung perfekt dem Lehrbuch. Dieser Bursche schiesst Titelbilder für Illustrierte. Er hat sich jetzt der Designphotographie für die grosse Magazinbeilage der Sunday Times gewidmet. Vor ein paar Wochen hatte er dort einen Artikel, und ich weiss, dass er sich gehörig eins lachte, als er das Leitbild des Artikels dort veröffentlichte. Er steht da ausserhalb eines Gebäudes, und auf dem Bild sieht man die perfekte architektonische Struktur (er ist ja auch übrigens in den Designausschuss gewählt worden) - man sieht die perfekte Struktur der Ziegel, die perfekte Struktur des Glases, die perfekte Struktur von allem - und das Innere des Gebäudes erscheint im hellen Tageslicht. Ich weiss, er sagte sich: Es wird niemandem ausser einem Profi auffallen, aber die sollen sich mal den Kopf darüber zerbrechen, wie ich das gemacht habe. Er wusste, dass sich die breite Öffentlichkeit für das Bild nur als Bild interessieren würde, aber ich bin sicher, dass er heimlich den Hintergedanken hatte: Soll einer mal herausfinden wie ich das gemacht habe. Ich weiss nicht, wie er es gemacht hat. Ich weiss, wie ich es gemacht hätte; aber man kann nicht ein Gebäude bei strahlendem Sonnenschein von aussen aufnehmen und alle Details des Gebäudeinneren zugleich aufs Bild bekommen, ohne Montagen oder dergleichen zu machen, und dieses Bild war keine Montage. Wie hat er das gemacht? Ich weiss, dass er sich eins ins Fäustchen gelacht hat, denn er hat natürlich zwei Arten von sehr standardgemässer Beleuchtung miteinander kombiniert. Er beherrscht sein Gebiet aus dem Effeff, aber er wendet es auf diese ungewöhnliche Weise mit einem Farbfilm an, um dieses phantastische Resultat hervorzubringen. Es ist unmöglich, ausserhalb eines Gebäudes zu stehen, es in allen Details perfekt zu sehen und gleichzeitig ins Innere zu schauen und auch hier alle Details in der gleichen Lichtstärke perfekt zu sehen. Und das kann man dann nicht auch noch in Farbe aufnehmen. Das macht der Belichtungsspielraum des Films nicht mit. Aber man kann sich darauf verlassen, dass ein Profi solche Dinge fertigbringt. Aber wenn Sie es analysieren: warum kann er solche Dinge tun? Er kennt alle Arten, wie man es richtig macht, und er weiss daher, wie er bei dem, was er macht, scheitern kann, und deshalb kann er eben einen Schritt weiter denken. Er beherrscht seine Ausrüstung, und er kann diesen einen zusätzlichen Denkschritt durchführen, der ihn zum Meister macht. Der führende Photograph für schöne Frauen ist in England ein Bursche namens Tom Hustler. Wenn es darum geht, einen Star oder dergleichen zu photographieren, wird immer Tom Hustler geholt. Man schwärmt von seinen Bildern. Das ist ziemlich erstaunlich, denn Tom Hustler hat in seinem ganzen Leben niemals etwas anderes als eine standardgemässe professionelle Aufnahme gemacht. Er fügt nicht einmal diese kleinen Extras hinzu. Er macht alles so standardgemäss, dass es einem Profi geradezu weh tut. Das Galgenlicht - das ist jenes Licht, das dem Haar der Person den gewissen Glanz gibt, den Sie auf Portraitaufnahmen sehen - dieses Galgenlicht ist immer genau dort, wo das Galgenlicht sein soll. Das Hauptlicht - das ist das grosse Licht - und das Nebenlicht sind immer in genau der richtigen Position. Sein Hintergrund stimmt immer genau. Es ist einfach eine technisch perfekte Photographie. Niemand sonst in England macht solche Photographien. Andererseits gibt es da einen gewissen Lancere, der, angeblich ein grosser Theaterphotograph sein soll - so wurde es mir zumindest gesagt. Ich habe kürzlich ein paar Bilder von diesem Typ gesehen, und er ist etwa so standardgemäss wie ein Schwein, das sich im Moor verirrt hat. Seine Bilder sehen entsprechend aus - sie sind fehlerhaft. Seine Beleuchtung ist nicht standardgemäss, und er weiss nicht, was er mit der Beleuchtung anfangen soll. Ich glaube, er verwendet bei Starphotos eine Babybild-Beleuchtung oder so etwas. Er ist einfach kein Profi. Das tritt leicht zutage. Zeigen Sie gewöhnlichen Leuten von der Strasse ein Bild, das perfekt ausgeleuchtet ist, und fragen Sie sie, wie es ihnen gefällt. Sie werden sagen: Oh! Das ist ein schönes Bild. Und dann zeigen Sie ihnen als nächstes Bild eines, das einen technischen Fehler enthält - es wird den Leuten nicht so gut gefallen wie das andere. Sie können Ihnen zwar nicht sagen, warum, aber sie mögen es nicht so sehr wie das andere Bild. Photographie hat als gemeinsamen Nenner den Geschmack der Öffentlichkeit - was will die Öffentlichkeit sehen und was sieht sie gerne? Im übrigen haben wir in der Photographie ein neues Gebiet vor uns - was ein weiterer Grund dafür war, dass ich gerade dieses Gebiet für meine Studien ausgewählt habe. Es ist ein ganz neues Gebiet - nur ein wenig mehr als ein Jahrhundert alt. Etwa im Jahre 1810 sagte jemand: Wisst ihr was? Wenn ich ein Stück Papier mit ein paar komischen Chemikalien bestreiche, dann bekomme ich einen purpurfarbenen Schatten darauf. Und damit hat alles angefangen. Die Farbphotographie gibt es schon so lange, dass man tatsächlich schon zur Zeit von Matthew Brady, der den amerikanischen Bürgerkrieg photographisch festgehalten hat, zur Erbauung der Zuschauer Farbphotographien - die nicht von Hand koloriert oder dergleichen waren - auf eine Leinwand projiziert hat. Aber insgesamt ist die Photographie ein relativ neues Gebiet. Sie ist gerade erst entstanden. Sie hat noch nicht wirklich Zeit gehabt, um viel Snobismus aufzugabeln. Und sie hat noch nicht genug Zeit gehabt, um verlorenzugehen. Was ich sagen wollte, ist folgendes: Wenn Sie ein Fachgebiet nur zu Masse und Tun machen und jede Bedeutung herausnehmen, werden Sie auch scheitern. Mit anderen Worten: Sie können jemanden als Dunkelkammergehilfen zur Daily Mail schicken und ihn für andere Leute die Kameras tragen lassen, und Sie können ihn ein halbes Leben lang bei Lancere die Beleuchtung einstellen lassen, und dennoch wird nie ein wirklicher Profi aus ihm. Professionalismus hat also sowohl mit der Bedeutung als auch mit dem Tun und der Masse zu tun - er hat mit all diesen Dingen zu tun. Sie können keine reine Tätigkeit ohne Bedeutung haben, und Sie können keine reine Bedeutung ohne Tun haben, wenn Sie bei einem Studenten ein Endergebnis erzielen wollen. Ausbildung sollte also eine ausgeglichene Tätigkeit sein, die die Bedeutung und das Tun auf einem Gebiet als gleich wichtig behandelt. Man würde diesen Dingen gleiche Wichtigkeit zumessen. Dies ist nun kein neuer Gedanke. Wir wissen das schon seit einiger Zeit. Aber ich sah diese Vorstellung sehr gut bestätigt, als ich untersuchte, was standardgemässe Photographie heute ist; und nachdem ich die Hürden genommen und den Kurs inzwischen beinahe abgeschlossen habe, für die Abschlussprüfung bereit bin, dachte ich, ich täte gut daran, all diese Notizen zu machen. Eines der Dinge, die mir die ganze Zeit ins Auge stachen, ist die Tatsache, dass der Profi, der wirkliche Profi, derjenige ist, der die Bedeutungen kennt und Erfahrung im Tun und im Umgang mit der Masse hat. Das ist ein wirklicher Profi. Nun sagen Sie: Was ist aber mit dem Burschen, der einfach aus dem Nichts auftaucht und ganz plötzlich eine phantastische Vielfalt von neuen Dingen entwickelt? - Nein, in einem solchen Fall hat man einen Profi vor sich. Es handelt sich nicht um jemanden, der plötzlich aus dem Nichts heraus auftauchte und uninformiert war. Aber es könnte leicht sein, dass seine Ausbildung, die ja nirgendwo geliefert wurde, auf der Bedeutungsseite durch sehr viel zusätzliches hartes Studium unterstützt wurde. Auch in diesem Fall hätten Sie immer noch das Studieren. Dieser Bursche studierte wie verrückt. Nehmen wir z.B. den Burschen her, der die ersten Farbphotos erfunden hat. Ich wette mit Ihnen, dass er Zeit und Ort von praktisch jeder Photographie auswendig wusste, die je gemacht worden war - zu seiner Zeit gab es die Photographie erst seit 20 oder 30 Jahren. Er muss sie gekannt haben - er muss sie alle gekannt haben. Wenn Sie dann ein bisschen weiter nachforschen, finden Sie wahrscheinlich heraus, dass er ein ausgebildeter Chemiker war. Professionalismus entspringt also nicht fix und fertig über Nacht aus jemandes blosser Hoffnung. Um Professionalismus zu erreichen, muss man arbeiten und schwitzen. Und Profis ragen auch durch die Tatsache hervor, dass sie hart arbeiten. Dilettantismus bedeutet angeblich, dass jemand bei vielen Dingen gut ist, aber ich würde die Bedeutung eher ein bisschen weiter fassen und sagen, dass diese Person bei allem unprofessionell ist, denn zu Professionalismus gehört harte Arbeit. Es ist wirklich sehr hart, sich die gesamte Bedeutung eines Fachgebietes anzueignen und sie in praktische Tätigkeit umzusetzen. Dies klingt nun alles sehr interessant, aber es gibt noch einen anderen Faktor, der da hineinspielt - nämlich der, dass Sie nicht alles, was früher getan wurde, tun müssen, um ein Profi zu werden. Das ist sehr beruhigend. Und ich habe es auf die harte Tour gelernt. Man muss nicht ein Stück photographischen Film selbst hergestellt haben, um Grundkenntnisse im Herstellen von photographischem Film zu erwerben. Da haben Sie Glück gehabt. Denn Sie müssen nicht erst einen menschlichen Geist herstellen, um einen in Ordnung zu bringen. Das ist vielleicht ein bisschen zu weit gefasst, aber Sie brauchen tatsächlich nicht die Standardverfahren vom Juli 1950 auditiert zu haben, um sich als professionellen Auditor zu bezeichnen. Wenn Sie das getan haben, so ist das grossartig! Wirklich grossartig. Fein! Aber wenn Sie dies von jemandem verlangen, der im Jahre 1964 ausgebildet wird, so wäre das albern. Wenn ich auf der Stufe des Studierens, die ich jetzt erreicht habe, hergehen, gewisse Chemikalien und alte Pferdehufe nehmen und sie aufkochen würde, um Gelatine zu bekommen, und wenn ich dann alle diese Dinge mischen würde, um eine der ursprünglichen nassen photographischen Platten herzustellen, und wenn ich sie dann in nassem Zustand in einer meiner Kameras belichten würde - so hat man es nämlich damals gemacht , dann hätte ich am Ende nicht mehr davon, als dass ich sagen könnte: Nun, ich habs gemacht. Und was ist damit erreicht? Ich werde es schliesslich nie wieder tun. Es würde natürlich die Kamera ruinieren. Sehen Sie, was ich meine? Man kann solche Dinge überbetonen. Wir kommen jetzt zu den Überbetonungen. Das Tun kann furchtbar überbetont werden. Ich habe Ihnen bereits gezeigt, dass die Bedeutung furchtbar überbetont werden kann. Das ist der Fall bei der Information: Plinius schrieb auf das alte Wachstäfelchen mit einem Griffel, dessen Spitze an diesem Tag stumpf war, weil sein Sklave Kopfschmerzen hatte, dass Störe Fische sind, die - Sehen Sie? Man kann auf dem Gebiet der Bedeutung durchdrehen. Man kann verrückt werden. Man kann bei weitem überschätzen, was ein Student wissen muss. Man kann es aber auch unterschätzen. Aber das Schlimmste bei der formalen Schulausbildung ist, dass man es fürchterlich überbetont und übertreibt. Man treibt es bis zum Wahnsinn. Man macht jedermann verrückt damit. Es ist in gewisser Weise ein Weg, jemandem ein Fachgebiet zu verschliessen. Wenn Sie uns nicht alle Schriften von Sigmund Freud aufzählen können, können Sie niemals ein Diplom in Psychiatrie erhalten. Es ist wahr. Die ganze Prüfung für den höchsten Grad in der Psychiatrie besteht einfach daraus, dass man den Titel, das Publikationsdatum und den Publikationsort jeder Schrift von Sigmund Freud wissen muss. Ich weiss, dass ich jetzt übertreibe, und wenn jetzt ein Psychiater hier wäre, würde er wütend protestieren und sich etwa so anhören wie unser Hund, wenn man ihm einen Fusstritt verpasst. Er würde aber dabei unverschämt lügen, denn was ich da eben beschrieben habe, ist wirklich die Diplomprüfung eines Psychiaters. Ich weiss es, denn ich kannte einen Psychiater und pflegte ihn durch einen Nervenzusammenbruch hindurch, weil er diese Prüfung machen wollte. Und ich glaube nicht, dass man eine engere Beziehung zu dieser Prüfung haben kann als ich, ausser man macht sie tatsächlich selbst. Und diese Prüfung machte ihn verrückt. Er bereitete sich genau mit diesen Daten auf die Prüfung vor und wurde auch danach gefragt - und das war die Prüfung. Es war sehr lustig, ihm bei den, Prüfungsvorbereitungen zuzuschauen. Er rollte sich immer zu einer Kugel zusammen und lutschte an seinem Daumen - er nahm also die Fötusposition auf der Couch ein, um dieses Zeug studieren zu können. Es war lustig! Ich habe nie zu ihm gesagt: Hör mal, mein Lieber, ich glaube, du bist eingekeyt. Zu viel Betonung auf Bedeutung zu legen ist also eine Methode, einen Studenten scheitern zu lassen - die Bedeutung wird einfach enorm überbewertet. Sie können also hierbei in dem Mass fehlgehen, wie Sie jemandem ein Gebiet vermitteln, das er nie anwenden wird. Lassen Sie uns dies einmal auf die Lehre übertragen. Sie geben ihm all die Daten, die erforderlich sind, um die Standardverfahren vom Juli 1950, von Elizabeth, New Jersey, zu auditieren. Und der Fehler dabei ist, ihm alles darüber vermitteln zu wollen. Er wird es niemals verwenden. Sie sollten ihm nichts weiter geben als genügend Information, so dass er die Sache identifizieren kann. Wenn er später einmal wieder auf diese Sache stösst, dann wird er sagen: Ach ja, das ist die Standardverfahrensweise vom Juli 1950, weisst du, damals in Elizabeth. In den frühen Tagen, in Elizabeth, das ist so ungefähr alles, was Sie ihm vermitteln wollen. Ach ja, das! Mit Fingerschnippen und so weiter, ja. - Ach ja, man hat das ganz am Anfang gemacht. Er braucht nichts weiter als eine vage Vorstellung davon zu haben, wo es sich einordnet, verstehen Sie? Das ist praktisch alles, was Sie ihm beibringen wollen. Er wird es nie tun, sehen Sie? Wenn er es also nicht tun wird, müssen Sie die Bedeutung von der Sache wegnehmen. Verstehen Sie? Auf diese Weise halten Sie Masse und Bedeutung im Gleichgewicht. Wenn der Bursche die Sache nicht tun wird, nehmen Sie die Bedeutung davon weg. Sie müssen diese beiden Dinge im Gleichgewicht halten. Wenn er die Sache tun wird, dann können Sie ihm die entsprechende Bedeutung reichlich vorsetzen.
Nehmen wir ein esoterisches Verfahren wie den Bromöldruck: Man hatte früher keinen panchromatischen Film, der für alle Farben empfindlich war, und daher drehten die Leute total durch, wenn sie versuchten, einen Baum auf einem Bild hell genug zu bekommen, so dass er wie ein Baum ausschaute. Wenn die Leute damals ein Photo von einem Baum machten, hatten sie mit so etwas schreckliche Schwierigkeiten. Daher wurde dieses phantastische Verfahren entwickelt, das der Photolithographie ähnelt. Ich will Sie hier nicht mit irgendwelchen Details belasten, denn das Ganze ist schrecklich kompliziert - schon der blosse Gedanke daran lässt mich erschaudern. Niemand wird je einen Bromöldruck machen, sofern er kein Dunkelkammerfanatiker mit zuviel Zeit ist. Sehen Sie, er muss ein wirklicher Dunkelkammerfanatiker sein, denn es gibt viel einfachere Methoden, um dasselbe Resultat zu erzielen. Irgendein Veteran der Photographie aus New York, der ein wirklicher Pedant usw. ist, würde, wenn er diese Aussage hören könnte, entgegnen: Ich wäre mir da nicht so sicher, dass man keinen Bromöldruck mehr machen wird. Man kann nie wissen. Ich habe selbst schon Bromöldrucke gemacht. Ich habe einmal nur 30 Tage gebraucht, um ein Bromölbild herzustellen. So lange dauert dieses Verfahren nämlich etwa - schrecklich! Und gerade, als ich den letzten Teil meines Kurses erreichte, hatte ich ein Lehrbuch das zur Hälfte davon handelte, wie man Bromöldrucke herstellt - ein halbes Lehrbuch voll damit! Der Bromöldruck wird darin schmerzhaft und qualvoll genau beschrieben, aber zufällig nicht so, dass man wirklich einen Bromöldruck herstellen könnte, wenn man dem Text folgt. Die Abfolge der Aktionen - was ein weiterer Punkt ist, auf den ich hier noch eingehen will - die Abfolge der Aktionen darin ist total verkehrt. Es geht etwa folgendermassen: Jetzt stellen Sie sicher, dass Sie diesen nassen Abzug auf eine passende umgedrehte Schale oder eine Glasplatte legen und ihn glatt und sorgfältig festdrücken. Bevor Sie das aber machen, müssen Sie sich vergewissern, dass Sie den anderen Abzug bereit haben, denn Sie werden ihn in einer Sekunde brauchen. Oh nein! Sehen Sie, hier stimmt die Reihenfolge nicht. Sie gehen alles der Reihe nach durch, sind bis zu dieser Stelle gekommen und gehen die Aktion im Geiste stur durch - und dann finden Sie heraus, dass Sie einen Fehler gemacht haben. Und jetzt erfahren Sie, dass es eine andere Aktion gibt, die Sie vor der Aktion hätten machen sollen, die zu tun Sie angewiesen wurden. Brrrrr! Und Sie haben das Gefühl, einen schrecklichen Fehler gemacht zu haben. Aber der Bromöldruck wird in diesem Buch bis in die qualvollsten Details hinein behandelt, obwohl er schon seit Jahren nicht mehr ernsthaft verwendet wird. Wahrscheinlich könnten Sie mit einem Bromöldruck heute bei einer Kunstausstellung den ersten Preis gewinnen. Die Mitglieder der Jury würden dastehen, das Bild ansehen und sagen: Was ist das? (Ein Bromöldruck sieht ziemlich schön aus.) Was ist das? Mein Gott! Ein Bromöldruck? Toll! Gebt ihm den ersten Preis für Technik. Das ist so alles, was Sie dafür bekommen würden. Jemand hat doch tatsächlich einen Bromöldruck gemacht. Sagenhaft! Die Mitglieder der Jury würden wissen, wieviel Arbeit das erfordert, da sie entsprechend ausgebildet sind. Die anderen Leute aber würden einfach vorbeigehen und sich dann die restlichen Bilder anschauen. Der Bromöldruck würde niemanden zum Verweilen bewegen, obwohl er 30 Tage tropfenden Schweisses gekostet hat. Aber wenn einem bei einer Sache, die man niemals tun wird, alles bis zum letzten i-Tüpfelchen beigebracht wird - bis zur letzten Einzelheit über die Temperatur, bis zu jedem Fehler, den man bei dieser Sache machen könnte, dann ist das wirklich der Gipfel! Da ist all dieses Tun, das niemals in die Praxis umgesetzt werden wird. All diese Bedeutung wird also mit einem Tun aufgebaut, das niemals verwirklicht werden wird, und so wird alles zur Bedeutung. Das Tun wird hier also nahezu zur Bedeutung. Und das bringt nicht nur das Gleichgewicht durcheinander, sondern es beschert Ihnen auch schliesslich ein scheussliches Kopfzerbrechen. Ich weiss das. Ich sagte mir: Nun, ich muss da durchgehen, um zum Ende des Kurses zu kommen, oder ich bekomme kein Diplom. Ich muss es schaffen. Man nimmt also einen Punktierpinsel - - Moment, das muss ich noch lesen - Man nimmt - Wirklich schrecklich. In Wirklichkeit wird man niemals einen Punktierpinsel benutzen.
Es ist einem völlig egal.
Man konnte also im Jahre 1890 keine Abzüge herstellen. Fein. Aber heute haben wir nun eben dieses Problem nicht mehr. Es ist so ähnlich - wie Sie zu bitten, einige der Listen über die feststellbaren, äusserlichen Manifestationen bei einem PreClear zu studieren, die im Jahre 1950 erstellt wurden; man studiert sie zwar bis zu einem gewissen Grad, und sie sind sehr nützlich, sie sind jedoch nie veröffentlicht worden. Aber was konnte ein Auditor - Sie wissen ja, dass wir damals noch keine E-Meter hatten - was konnte der Auditor ohne ein E-Meter entdecken? Woran könnte man bei einem PreClear erkennen, was in ihm vorgeht? Und dann gibt man Ihnen all diese Daten bis ins kleinste, schmerzvolle Detail. Sie aber werden nichts weiter tun, als den Tonarm abzulesen, sehen Sie? Und es wäre völlig sinnlos, Ihnen all diese anderen schmerzvollen Details zu geben: Sie sitzen da und auditieren mit Ihren Fingern am Puls des PreClears, sehen Sie; und dann wird Ihnen das Verfahren der japanischen oder chinesischen Druckmethode des Pulszählens erklärt, weil es das kompliziertere System ist. Ich habe tatsächlich das chinesische System des Pulszählens verwendet. Meine Güte, Sie würden staunen! Heute sitzen Sie da einfach, aber vor 14 bis 15 Jahren standen wir genau am Anfang der Strasse, die in ein unbekanntes Land führte. Es gab keine Möglichkeit, die Reaktion eines PreClears festzustellen. Es gab keine Möglichkeit, festzustellen, was ein heisses Thema für ihn war. Es gab keine Möglichkeit, in den Verstand einer Person zu schauen, und keine Möglichkeit, es aufzuzeichnen, wenn man es getan hätte. Man hatte einfach keinen festen Boden unter den Füssen, verstehen Sie? Es sah düster aus! Aber stellen Sie sich vor, man würde Ihnen, die Sie es nie tun werden, beibringen, wie man eine Tonarm-Reaktion ohne ein E-Meter, nur aufgrund der verschiedenen körperlichen Manifestationen beim PreClear entdeckt - durch die Bewegung des Brustkastens (das ist sehr wichtig, sehen Sie?), die Veränderung der Atmung, die Hautfärbung, die Verfärbung der Augen. Es ist ein ganzes Sachgebiet für sich, wie man durch die Verfärbung der Augen erkennen kann, ob ein Prozess flat ist. Ein sehr interessantes Gebiet! Wie würde es Ihnen gefallen, die paar tausend Wörter zu studieren, die zu diesem Thema geschrieben wurden? Alles, was Sie wissen müssen - wenn Ihnen dies beigebracht werden würde - ist, dass es ein solches Sachgebiet gegeben hat, verstehen Sie? Sie könnten sehr leicht lernen, dass es ein solches Sachgebiet gegeben hat und dass man gerade daran erkennen kann, wieso das E-Meter wichtig ist. Dieses andere Gebiet ist so kompliziert, dass seine Probleme durch das E-Meter gelöst werden müssten, nämlich: Wie kann man erkennen, was beim PreClear vor sich geht? Und dieses Sachgebiet hatte viele Verästelungen. Und wenn ein Prozess wirklich beim PreClear ankommt, dann wird sich die Farbe seiner Augen verändern. Oder sein Puls wird gleichmässiger werden, verstehen Sie?
Das ist so ungefähr alles, was Sie wissen müssen. DerRest davon ist für Sie unwichtig. Jemand kann also sein ganzes Leben damit verbringen, auf einem Gebiet von Spielereien zu arbeiten, und damit viel Spass haben. Es gibt Leute, die die Geschichte des Bromöldrucks studieren - keinen Bromöldruck herstellen, sondern die Geschichte des Bromöldrucks nahezu als Vollzeithobby oder als Beruf oder so etwas studieren. In einem Sachgebiet können also diese unglaublichen Bedeutungen aufgebaut werden, die in Wirklichkeit nicht das Tun oder die vom Studenten erwartete Aktion unterstützen. Dies gibt dem Studenten also ein Tun, das zur Bedeutung wird. Wir kommen also zum nächsten Punkt in dieser Richtung, nämlich der Umwandlung von Tun in reine Bedeutung. Wenn auf einem Gebiet diese Umwandlung in grossem Massstab gemacht wird, ist man praktisch erledigt. Die Art, wie man das gesamte Tun eines Fachgebiets zur Bedeutung umwandelt, ist, irgendeinen Bereich zu nehmen, der keine praktische Anwendung finden wird, und diesen Bereich weit ausführlicher als nötig zu beschreiben. Damit erhalten Sie eine Umwandlung von Tun in Bedeutung. Man kann es auch andersherum machen, man kann sagen, die Bedeutung lässt sich in das Tun umwandeln. Wir hatten gerade ein Beispiel dafür: Der Bursche wird niemals einen Bromöldruck machen; also bringen wir ihn dazu, einen zu machen. Sehen Sie, das sollte heute nur noch eine Bedeutung sein. Es gab ein Verfahren namens Bromöldruck. Es existierte und beruhte auf denselben Prinzipien, die heute in der Photolithographie verwendet werden: Gelatine hält Wasser, und Wasser stösst Öl ab. Der Bromöldruck beruhte auf diesen verschiedenen Prinzipien. Das ist interessant. Man kann ihm ein oder zwei Absätze widmen. Wenn wir nun in dieser Richtung übertreiben, indem wir jemanden irgendein altmodisches, überholtes Verfahren durchführen lassen, das er nie wieder verwenden wird, dann haben wir etwas, was lediglich eine Bedeutung hätte bleiben sollen, hergenommen und es zu einer Tätigkeit gemacht. Und auch das verstimmt den Studenten ganz fürchterlich. Es wäre sicherlich nett, ein wenig Weizen mit einem Mühlstein zu mahlen. Es könnte ein Hobby sein. Es könnte sehr nett sein, aber es müsste einen guten Grund dafür geben, dass Sie es machen. Und wenn der Grund lediglich ist, dass Sie sehen wollen, wie Weizen auf primitive Art gemahlen wurde, dann ist das vielleicht ein ausreichender Grund. Aber das gilt, wenn Sie es tun wollen. Ist Ihnen meine Wortwahl aufgefallen? Einen Studenten dazu zu bringen, so etwas zu tun, wäre ein riesiger Fehler - eine Dummheit. Und er würde auf Ihre Bemühung, ihm dies beizubringen, mit einem ARC-Break reagieren. Er kann nicht verstehen, warum um alles in der Welt er das überhaupt machen soll. Wir kommen also zu dem Schluss, dass das Tun und die Masse eines Fachgebiets die gegenwärtigen, anwendbaren und nützlichen Tätigkeiten sein sollten, und diese sollten dem Studenten beigebracht werden - und zwar gründlich. Diese Tätigkeiten und Massen sind anwendbar.
Mit anderen Worten: Dem Studenten soll das beigebracht werden, was er später tun wird. Und die Bedeutungen, die dem Studenten beigebracht werden, sollen nicht so wie in den Beispielen sein, die ich Ihnen eben genannt habe - die Bedeutungen sollen ihm ein ausreichendes Hintergrundwissen vermitteln, damit er nicht in dem mechanischen Tun, das er gelernt hat, feststeckt. Das ist etwas, was von allen Leuten übersehen worden ist, und es ist der Grund dafür, dass ein Ingenieur mit 40 zum alten Eisen werden kann. Man muss ihm genügend Bedeutung beibringen, und das ist ein bisschen mehr, als Sie erwarten würden. Deshalb vermitteln Sie ihm die Geschichte von etwas, um ihm zu zeigen, dass diese Sache entwickelt wurde, und um ihm einen Abriss von dieser Entwicklung zu geben. Deshalb zeigen Sie ihm, wie sich die Sache entwickelte und was es an Tätigkeiten dabei gab. Sie sehen also, dass es unsinnig ist, jemanden dazu zu bringen, diese alten Dinge zu tun. Sie versuchen lediglich, ihm zu zeigen, dass es da noch andere Tätigkeiten gab. Und Sie machen ihn mit den Prinzipien vertraut, mit denen er arbeitet, und wenn er mit ihnen genügend vertraut ist, werden das Tun und die anderen Aktionen, die ihm beigebracht werden, nicht veralten, denn er kann denken. Das ist der Unterschied zwischen einem Profi und einem Mann der Praxis. Er zeigt sich ausserdem darin, dass ein Profi etwas immer korrekt gemäss dem Lehrbuch macht - und sogar ein bisschen besser. Und wenn sich eine Sache verändert, kommt sie ihm nicht wie etwas anderes vor. Für ihn ist es einfach dieselbe Sache mit einer geringfügigen äusserlichen Veränderung. Sie kommt ihm nicht so vollkommen neu vor. Zum Beispiel wurde gerade das Verfahren für eine Wiederholungsanweisung geändert, und einige Leute hier werden Ihnen erzählen: Wir haben die ganze Lehre verändert. Nun, sie haben die praktischen Aktionen dazu gelernt, sie haben gelernt, wie man eine Wiederholungsanweisung gibt, aber sie haben nie die Theorie darüber gelernt, warum sie dies taten oder was man damit zu erreichen versucht - wie zum Beispiel das Flat-Machen der geistigen Kommunikationsverzögerung, durch die der PreClear hindurchgeht, oder etwas dergleichen, oder dass man damit den Prozess flat macht. Das einzige, was sie wussten, war, dass die Anweisungen immer wieder heruntergeleiert werden, und somit dachten sie in dem Moment, wo auch nur ein Komma darin verändert wurde, wir hätten die ganze Lehre verändert, sehen Sie? Aber die Person, die ein Grundwissen auf dem Gebiet hat und weiss, was Prozesse sind und was sie bewirken sollen, würde der Sache die richtige Bedeutung beimessen, verstehen Sie? Sie würde sagen: Ja, diese Anweisung bringt den PreClear ein wenig aus dem ARC heraus, sollte also durchaus ein wenig verändert werden. Sie reduziert das ARC des PreClears. Aber die andere Formulierung, die ist sehr geschickt gewählt. Dadurch wird der PreClear nicht so vor den Kopf gestossen. Siehst du, diese neue Anweisung bringt den PreClear nicht in eine Kein-ARC-Situation hinein. Genau, das ist viel besser so. Für diese Person hat sich nichts verändert. Alles sieht friedlich und normal aus, und so weiter. Ein Profi ist also in der Lage, Fortschritte zu machen, während ein Mann der Praxis im allgemeinen nicht dazu in der Lage ist. Ein Theoretiker wäre dann jemand, der gut unterwiesen, aber nur selten ausgebildet ist. Jemand, der sich ausschliesslich mit Theorie und mit nichts anderem als Theorie befasst, könnte zwar wunderbar unterwiesen und geschult sein, wäre aber nicht auf diesem Gebiet ausgebildet, denn ihm hätte das Tun dieses Gebietes gefehlt - sein Tun wäre verschwunden. Er ist lediglich ein Experte hinsichtlich der Maler des 19. Jahrhunderts, nichts weiter. Er kennt die Theorie zu all ihren Bildern - nur die Theorie. Heute wird nicht mehr so gemalt, und niemand erwartet je, dass es noch einmal gemacht wird. Aber Sie werden feststellen, dass auf diese Weise seltsame Teile der Gesellschaft und Kultur unverändert aufbewahrt werden, und so ein Experte kann einfach deshalb bedeutend werden, weil Millionäre heutzutage wie verrückt versuchen, ihr Geld durch Kunst zu retten. Kunstgegenstände und Grundstücke steigen im Wert. Es gibt also heutzutage Leute, die Galerien besuchen und nichts von Kunst verstehen, aber 100.000 EUROs haben, die sie eben schnell anlegen wollen, bevor das Geld von der Inflation aufgefressen wird. Sie denken sich folgendes: Wenn sie ein grosses, schönes, gutes, solides Stück Kunst kaufen, das in der Zukunft bekannt sein wird und das jetzt natürlich 100.000 EUROs wert ist, dann wird dieses Kunstwerk später, wenn die Inflation fortschreitet, 200.000 EUROs wert sein. Genauso wie ein Grundstück würde es mit der Inflation im Wert steigen; es ist also praktisch so ähnlich wie Gold. Also kommt dieser Bursche in die Galerie, und er sieht dieses Gemälde - Ha! Das ist ein Mädchen, das irgend etwas in der Hand hält. Das ist alles, was er über diese Dinge weiss. Daher hat er Experten. Der Experte kann nicht malen, aber er kann ihm sagen, welches Bild echt und welches eine Fälschung ist, und dergleichen. Aber wenn der Experte nicht die Tätigkeit der Aufdeckung oder irgendeine andere Tätigkeit beherrscht, wäre seine Meinung auch nichts wert. Er wäre unfähig, zu sehen, und könnte den Leuten nur alles mögliche andrehen. Eine Kultur bringt manchmal sehr merkwürdige Berufe hervor, und wenn Sie gelegentlich einen solchen Beruf untersuchen, werden Sie denken, dass Sie hier einen vollständigen Theoretiker vor sich haben, etwas völlig Extremes, und Sie haben wahrscheinlich recht. Aber es gibt nichts Kläglicheres als einen Experten für dampfbetriebene Maschinen zur Strassenreparatur. Ich kann mir vorstellen, dass es in England heute noch einen gibt. Er ist ein Experte - der letzte praktische Experte auf dem Gebiet von dampfbetriebenen Maschinen zur Strassenreparatur. (Haben Sie diese Dinger je in den Lehrbüchern gesehen? Es sind Dampfmaschinen mit Walzen, die vor den Tagen der Verbrennungsmotoren die Strassen rauf- und runterfuhren.) Dieser Experte war ein guter Mann der Praxis. Er kannte nie irgendeine Theorie über Dampf oder Antriebsmethoden oder irgend etwas anderes, aber in praktischer Hinsicht kennt er sich auf diesem Gebiet hervorragend aus. Er ist vollständig im Tun aufgegangen, ohne zu denken. Er kam zum alten Eisen, er wurde altmodisch und man konnte ihn tatsächlich nicht mehr gebrauchen. Wenn man also dieses Gleichgewicht in einer Ausbildung zerstört, dann hat man die Person nicht ausgebildet und ihre Zukunft nicht gesichert. Folglich wird jemand in dem Masse betrogen, wie er nicht ausgebildet, sondern lediglich unterrichtet wird. Der Grossteil der Proteste der Jugend kommt daher, dass sie unterrichtet, aber nicht ausgebildet wird. Sie werden nicht für das Leben vorbereitet. Ich gebe Ihnen eine Vorstellung, welche Ausmasse das annehmen kann. Kürzlich habe ich meine Kinder gebeten, etwas zu schreiben, ihren Namen zu schreiben. Meine Güte, was für eine Anstrengung! Es war schlimm! Sie konnten nicht einmal ihren Namen schreiben. Ich sprach mit ihrem Lehrer ein sehr ernstes Wort. Sie hatten viele Schreibübungen gemacht, konnten aber nicht einmal ihren Namen schreiben. Ein wunderbares Beispiel, nicht wahr? Dabei bin ich mir aber sicher, dass sie sehr emsig Kreise und schräge Linien gemalt und andere Dinge gemacht haben - kurz, dass sie sehr emsig alles gemacht haben, ausser zu schreiben. Und wenn Sie wissen wollen, was da verkehrt war und warum das geschah: Es liegt daran, dass das Tun irgendwie in den Bereich der Theorie oder der Bedeutung geriet. Aus dem Tun wurde eine blosse Bedeutung. Denn es ist kein Tun mehr, nicht wahr? Ich meine, das Schreiben von Wörtern hat sehr wenig mit Schreibübungen wie dem Malen von fortlaufenden Kringeln zu tun. Man kann mit dem Malen von fortlaufenden Kringeln eben nicht viel erreichen - es gibt da kein echtes Tun. Jemand befindet sich also tatsächlich in Bewegung, tut aber nichts, was zu wirklicher Ausbildung gehört. Das ist ein Fehler, den ein Lehrer machen könnte. Weil seine Schüler beschäftigt oder aktiv sind oder etwas machen, glaubt er, sie würden etwas tun. Aber es hängt alles davon ab, was sie tun. Wenn sie nicht etwas tun, was unmittelbar auf eine Aktion hinauslaufen wird, die sie im Leben anwenden können, um ein Resultat zu erreichen, dann befinden sie sich im Bereich der Bedeutung. Und sie reagieren auch entsprechend. Sie fühlen sich richtig für dumm verkauft, sind sehr gelangweilt, protestieren und sind verärgert. Sie selbst haben erkannt, dass sie über das eigentliche Tun hinausgegangen sind, dass dieses Tun überhaupt nichts mit dem zu tun hat, was sie wirklich tun werden. Sie ziehen sich also zurück und behandeln das ganze einfach als Bedeutung, denn es hat kein Ziel. Es führt zu nichts. Nichts geschieht, also könnte es genausogut nur eine Bedeutung sein. Und daher ist all die Bewegung gar keine Bewegung. Da nun all diese Bewegung keine wirkliche Bewegung ist, fühlen sie sich seltsam gelangweilt, so, als ob sie nicht vorankommen würden. Sie sehen hier all diese Bewegung, kommen aber nicht voran. Tatsächlich ist es eine Bedeutung, die etwas Bewegung in sich birgt, und sie hat nichts damit zu tun, irgend etwas zu erreichen. Und sie verspüren so eine komische Empfindung - es ruft tatsächlich eine physiologische Empfindung hervor. Es ist so, als ob man gegen einen Widerstand angeht, aber nicht durch ihn hindurchgehen kann. Es ist eine sehr komische Empfindung. Man kann sie recht leicht erkennen. Das sind im wesentlichen die grundlegenden Dinge, zwischen denen bei richtiger Ausbildung ein Gleichgewicht herrschen muss. Egal, was Sie sonst noch dazu sagen wollen, das sind die grundlegenden Dinge, zwischen denen ein Gleichgewicht herrschen muss. Es gibt noch viele spezifische Dinge dazu, es gibt viele merkwürdige und sehr kluge und sehr wahre und sehr eindeutige und sehr praktische Aspekte des ganzen. Aber Ausbildung sollte die Tätigkeit sein, eine Idee oder Aktion von einer Person zu einer anderen so zu übermitteln, dass ihre Verwendung nicht vereitelt oder behindert wird. Und das ist so etwa alles, was Ausbildung ist. Man könnte hinzufügen, dass sie die andere Person dann befähigen soll, auf diesem Gebiet zu denken und Dinge zu entwickeln - der andere soll dann fähig sein, auf dem Gebiet zu denken und Dinge zu entwickeln. Mit anderen Worten: Jemand nimmt eine Idee auf, die Sie ihm vermittelt haben, und diese Idee bezieht sich nur auf Wandgemälde. Aber Sie haben ihm genügend Hintergrundwissen dazu vermittelt und haben ihm gesagt, dass sich das auf Wandgemälde beziehen würde. Eines Tages schaut er nun eine Miniatur an und sagt: Um Himmels willen, dieses Prinzip lässt sich ja bei der Arbeit, die ich gerade mache, auch auf die Miniatur anwenden. Ich werde Ihnen ein Beispiel geben, das mir gerade einfällt. Eine Wandvergrösserung einer Photographie sollte nie bemalt werden, solange sie nicht vollständig an der Wand hängt - sofern Sie eine derartig vergrösserte Photographie als Wandschmuck überhaupt bemalen wollen. Ich kann mir nun eine Assoziation vorstellen, die jemand haben könnte, wenn er beim Herstellen von Miniaturen irgendwelche Schwierigkeiten hätte. Angenommen, aus irgendeinem verrückten Grund verlangt jemand von ihm, eine Miniaturabbildung auf Elfenbein zu machen. Das ist machbar. Wenn dieser Bursche nun über Wandvergrösserungen von Photos Bescheid wüsste und viele andere Arbeitstechniken kennen würde (einschliesslich Lichtbilder usw.), dann könnte er das tun. Er wüsste dann auch, wo man nachschlagen kann, um herauszufinden, wie man eine Emulsion herstellt, eine dieser Grundemulsionen, die man einfach aus Eiweiss oder so etwas macht. Er wüsste, in welchem Lehrbuch das beschrieben ist. Er würde wahrscheinlich all diese Kenntnisse zusammenwerfen und dann auch wissen, dass man das Bild besser nicht bemalt, bis es ganz fertig ist. Mit anderen Worten: Sein Wissen ist nicht starr. Die Information ist flexibel - er kann sie verwenden. Sie ist nicht so verquer oder unbeweglich in seinen Kopf hineingestopft, dass sie nur mit einer einzigen Sache in Bezug gesetzt werden kann. Bei der Ausbildung sollte man den Leuten die Techniken nicht so vermitteln, dass sie für sie nutzlos sind. Die Leute müssen damit denken können. Wenn Sie einem Ingenieur auf der Universität alles beibringen, was es über Kernphysik zu wissen gibt, müssen Sie daran denken, dass dieses Gebiet sich bereits in etwa einem Jahrzehnt durch die Investitionen der nationalen Regierungen und andere Umstände verändern wird. (Und besonders deshalb, weil es sehr destruktiv ist, wissen wir, dass die nationalen Regierungen sehr stark investieren werden.) Wir bringen ihm also alles bei, was es auf dem Gebiet zu wissen gibt. Wir haben drei Möglichkeiten: Wir können ihn einfach nur zu einem Techniker machen, der völlig gewöhnliche, übliche, routinemässige Aktionen wie das Ablesen von Messgeräten ausführen kann; oder wir könnten den derzeitigen Stand der Technologie oder die derzeitige Theorie dogmatisch als Fakten beibringen; oder wir könnten ihn so ausbilden, dass er in dem Gebiet denken könnte. Von diesen drei Möglichkeiten ist nur eine fair: ihn so auszubilden, dass er in dem Gebiet denken kann, denn es ist ein Gebiet, das sich weiterentwickelt, und er wird dann nicht in einem Jahrzehnt zum alten Eisen gehören. Wenn wir irgend etwas anderes tun, wird sein Wissen veralten, denn schliesslich schaufeln Regierungen ja überall Geld in atomare Entwicklungen hinein. Diese Regierungen haben Leute, die sich nur mit der zugehörigen Mathematik befassen, und sie haben Leute, die sich mit diesem befassen, und Leute, die sich mit jenem befassen, usw. Es ist mir egal, was die Regierungen sagen - ich werde da immer misstrauisch. Sie sagen, sie würden die Produktionseinheiten für Uran 235 aufgeben. Wir glauben das ja, sie geben die Herstellung von Uran 235 auf. Aber bei der Begründung dafür, die gleich darauf gegeben wird, zucken wir zusammen. Sie lautet: - denn wir haben schon so viel davon hergestellt, dass jeder mögliche Bedarf daran für die nächsten 500 Jahre gedeckt ist. Sehen Sie, das ist der Grund dafür. Der erste Teil ist in Ordnung. Sie werden also die Entwicklung davon aufgeben. Aber der Grund dafür? Vielleicht ist es so, wie sie sagen, aber wir glauben es nicht so richtig. Ich bin sicher, dass sie in Wirklichkeit etwas anderes entdeckt haben. Sie haben etwas entdeckt, was Uran 235 so altmodisch erscheinen lässt wie die Stöckelschuhe von gestern. Und natürlich werden sie das nicht verraten. Jedesmal, wenn jemand eines dieser Geheimnisse entdeckt, oder wenn der Aussenminister der Vereinigten Staaten (oder jemand dergleichen) sich eilig ins Flugzeug setzt, um dem ollen Chruschtschow von den neuesten atomaren Geheimnissen zu erzählen, dann rast er hinterher durch die Gegend und macht grosses Tamtam um dieses und jenes. Oh nein, was diese Geheimnisse betrifft, die von Leuten wie Fuchs oder dergleichen gestohlen wurden - so zerstörerisch das auch gewesen sein mag - diese Dinge haben bei der Regierung nicht bewirkt, dass sie in phantastischen internen Zuckungen über das Thema lag: Wir müssen etwas Neues entwickeln, etwas Besseres, etwas, was bisher noch nicht gestohlen wurde. Und ihre beste Abwehr gegen Spionage ist nicht politischer Natur, denn darin sind sie zu korrupt und inkompetent. Ihre beste Abwehr gegen Spionage ist, einfach etwas noch Neueres zu haben. Ich kann mir also vorstellen, dass der arme Kerl, der gerade jetzt in Birmingham auf dem Gebiet der Atomphysik ausgebildet wird, wahrscheinlich schon 10 bis 15 Jahre hinter der Entwicklung zurück ist. Wahrscheinlich wird er bei Abschluss seines Studiums an seinen neuen Arbeitsplatz kommen, über das ganze Gesicht strahlen und sagen: Also, wir nehmen jetzt den Rigabong usw. Und seine Arbeitskollegen werden sagen: Den was? Ah, o ja, jetzt erinnern wir uns das ist etwas Historisches. Sehen Sie, das war das Neueste, was er an der Universität gelernt hatte - Rigabongs. Was macht ihr denn jetzt? Oh, wir haben jetzt keine Zeit, aber in der Ecke dort drüben ist ein Stapel Lehrbücher. Das sind unsere neueren Aufzeichnungen. Ausbildung, die diesen Burschen für das Leben vorbereiten soll, muss ihn also für diese Arbeitsatmosphäre vorbereiten - sie muss ihn in die Lage versetzen, zu denken. Man müsste ihm zur gleichen Zeit beibringen, dass Wissenschaften Wissenschaften sind und Aktionen Aktionen sind, aber ihn gleichzeitig lehren, wie man mit diesen Aktionen denkt, sie weiterentwickelt und sie ausführt, um ein ganz bestimmtes Endergebnis zu erreichen. Man müsste all das tun. Und es ist gar nicht so leicht, jemandem auf der einen Seite beizubringen, dass es sich um eine exakte Wissenschaft handelt, und ihn auf der anderen Seite zu lehren, dass er dieser Wissenschaft gegenüber eine lockere und flexible Haltung haben soll. Ziemlich knifflig, nicht wahr?
Sie sehen, wo hier die Schwierigkeit liegt, die zu überwinden ist. Sie versuchen, einen Praktiker hervorzubringen, der das Gelernte so anwendet, dass er ein Ergebnis erzielen kann, und der der Sache noch jenen zusätzlichen Pfiff geben kann, der sie vervollkommnet. Mit anderen Worten, er kann aus dem Stegreif denken, und sein Wissen wird daher nicht veralten. Bringen Sie ihm all das bei, damit er nicht bald zum alten Eisen geworfen wird. Nun, das ist ziemlich knifflig. Tatsächlich wird das von der Lehrein einem stärkeren Ausmass verlangt als von irgendeinem anderen Fachgebiet, und jeder, der die Lehre studiert, ist aufgrund dieser verschiedenen Faktoren einer beträchtlichen Belastung ausgesetzt. Sie haben ein Fachgebiet, das sich mit Riesenschritten weiterentwickelt und dabei alle Erwartungen weit übertrifft - und die Erwartungen steigen dabei mit, sehen Sie? Sie haben ein Fachgebiet, das bereits von der Grundlage aus abhebt, alle früheren Erwartungen übertroffen zu haben, und jetzt schreitet es weiter voran, und die Erwartungen steigen ebenfalls ständig, sehen Sie. Ich meine damit, dass mehr und mehr entwickelt wird, wodurch das Blickfeld immer mehr vergrössert wird. Dies macht die Ausbildung in der Lehrezu einer sehr viel delikateren Unternehmung, als es in irgendeinem anderen, ähnlichen Fachgebiet der Fall ist, und sie ist sehr hart. Sie ist sehr hart. Das ist der Grund, warum ich mich daran gemacht habe, herauszufinden, was diese verschiedenen Faktoren sind, die beim Studieren in einem ausgewogenen Verhältnis stehen müssen, und was man tun muss, und so weiter, und wie man jemanden bis zu einem Punkt hinaufbringt, wo er dieses Fachgebiet ohne zu viele Verluste und Verstimmungen studieren kann.
Was sind nun also die heiklen Punkte bei der Ausbildung? Natürlich ist das Gebiet der Ausbildung niemals ausgearbeitet worden. Es gab nicht einmal eine Definition dafür, wie ich sie Ihnen gerade gegeben habe. In der Schule arbeitet man nicht mit einer Definition. Das bringt die Leute natürlich in Schwierigkeiten, denn was passiert, wenn man beim Lesen eines Absatzes über etwas hinweggeht, wofür man keine Definition hat? Man gerät in Schwierigkeiten - prompt, sofort und unmittelbar in fürchterliche Schwierigkeiten. Nun, das Gebiet der Ausbildung war immer in Schwierigkeiten, seitdem man dort anfing, etwas zu machen, was man nie definierte. Das ist die grundlegende Sache, die mit der Ausbildung verkehrt ist. Wir wollen also zwischen jemandem, der ausgebildet wird, und jemandem, der unterrichtet wird, unterscheiden; wir wollen hier diese feine Unterscheidung treffen. Und dann wollen wir uns die Techniken des Unterrichtens anschauen und uns darüber klar werden, dass es Unterrichtstechniken wirklich gibt und dass diese Techniken schon seit geraumer Zeit existieren, aber nicht unbedingt viel mit Techniken der Ausbildung zu tun haben; letztere sind relativ unentwickelt geblieben. Die Tatsache, dass jemand zur Schule geht, bedeutet also noch lange nicht, dass er ausgebildet wird. Aber es gibt im Zusammenhang mit der Schule unheimlich viele Techniken. Und jedes unterrichtete Fach ist in dem Masse erfolgreich, wie seine Bedeutung in einem ausgewogenen Verhältnis zu den Tätigkeiten und Massen gehalten wird, die zu diesem Gebiet gehören. Das ist ein ausgewogenes Fachgebiet. Es gibt hier auch noch die merkwürdige Umkehrung, dass jemand tatsächlich denken kann, er würde sich mit einer Tätigkeit befassen, wenn er sich in Wirklichkeit mit einer Bedeutung befasst, da die Tätigkeit niemals angewendet werden wird. Und er kann sich natürlich umgekehrt mit einer Bedeutung befassen, die in Wirklichkeit eine Tätigkeit ist. Wenn es in der einen Richtung möglich ist, ist es sicherlich auch in der anderen Richtung möglich. Jemand kann sich mit der Bedeutung der Tätigkeit des Nachdenkens befassen - so weit kann man es treiben. Es ist ein so offensichtlicher Blödsinn, dass man es nicht weiter zu betonen braucht. Was ist die Bedeutung einer Tätigkeit? Wenn nun jemand fürchterlich voller Bedeutungen über alles wäre, was es in diesem Universum gibt, könnte man natürlich die Bedeutung zu einem Gegenstand der Ausbildung umarbeiten. Auf diese Art würde die Bedeutung selbst zu einer Tätigkeit werden. Das klingt dumm, ist aber wahr. Ich spreche jetzt von den Experten für die Kunst des 19. Jahrhunderts. Es gibt Leute, die damit enorm viel Geld verdienen, was für sie letztlich der Massstab für das Ergebnis einer Ausbildung ist. Dieser Bursche verdient sich seinen Lebensunterhalt dadurch, dass er ein wandelndes Lexikon ist - ein Datenspeicher, der für die eine oder andere Sache als Experte brauchbar ist. Er kennt all die Formeln, die es auf dem Gebiet der Farben gibt. Er hat niemals irgendeine Farbe selbst gemischt und würde, wenn Sie ihm eine Farbdose zeigen würden, nicht wissen, was er tun soll - tatsächlich verabscheut er sogar den Geruch von Farben und ihm wird schlecht, wenn er Farben riecht aber er kann in einer Nische sitzen und ein Experte auf dem Gebiet von Farben sein. Für ihn wurde die Bedeutung zu seiner Tätigkeit was ohne weiteres zulässig ist. So etwas gibt es in der Gesellschaft. Jemand schreibt ihm also einen Brief in folgender Art: Lieber Experte Meier! Wir arbeiten mit der Formel von Kolophonium und Bernstein, und wir versuchen angestrengt, die und die Farbe zu entwickeln. Könnten Sie uns bitte die Hintergrunddaten zu dieser Farbe geben? Und der Experte antwortet: Diese Farbe wurde ursprünglich am Tyrrhenischen Meer verwendet, und die Leute dort benutzten eine Bernsteinart, die sich von allen anderen Bersteinarten unterschied - , und er gibt alle möglichen weitschweifigen Erklärungen. Der praktisch denkende Mensch, der den Antwortbrief erhält, wirft einen Blick darauf und sagt: Ah, kein Wunder, dass die Farbe nicht hält. Die Leute damals haben eine andere Bernsteinart benutzt. Es gibt da eine andere Bernsteinart - nämlich russischen Bernstein, und der enthält sehr viel Bienenwachs (oder irgend sowas - was auch immer es ist). Ah! Man braucht für diese Farbe also Wachs. Wir fügen also Wachs bei, und schon kann man mit der Farbe Dinge anmalen. Aber der Experte hatte keine Vorstellung davon, dieses Wissen auf irgend etwas anzuwenden. Wenn er genügend viel über sein Gebiet sagt, dann kann jemand, der auf diesem Gebiet tatsächlich arbeitet, etwas Sinnvolles daraus herausholen. So etwas sind also Experten. Es gibt da Burschen wie Einstein. Er sass herum und hatte eine Tätigkeit, die vollständig aus Bedeutung bestand. Er grübelte und grübelte und grübelte und grübelte und grübelte und brachte mit seinem Grübeln jedermann in Schwierigkeiten. Aber er hat sicherlich Leute angeregt. Mehr Mathematiker wurden dazu gebracht, zu versuchen, Einstein zu verstehen, als irgend jemand anderen, der je auf diesem Gebiet gearbeitet hat. Der Witz dabei ist nur, dass möglicherweise überhaupt nichts hinter seiner Arbeit steckt. Es ist irgendwie idiotisch, jemand kommt daher und erzählt Ihnen, die Geschwindigkeit des Lichts wäre immer c und würde sich nie ändern. Worüber spricht er? Welches Licht? Ich glaube, er sagt nicht einmal, dass er Licht mit einer Wellenlänge zwischen 3600 Ängström und 5600 Ängström meint - ich glaube nicht, dass er das so genau sagte. Er sagte einfach: die Geschwindigkeit des Lichtes. Grossartig. Meint er nun Licht, wie wir es normalerweise sehen? Licht ist tatsächlich einfach die Lichtvibration, die man sieht. Es ist so definiert. Nun, dann muss er dieses Licht, sichtbares Licht, gemeint haben. Grossartig. Es freut mich, dass er dieses Licht meinte, denn wenn sichtbares Licht durch ein Prisma hindurchgeht, dann bewegt es sich nicht mehr mit der Geschwindigkeit c. Nun, was sagen Sie dazu? Es kann sich nicht mehr mit der Geschwindigkeit c bewegen, und zwar aus folgendem hervorragenden Grund: Das Licht tritt mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten aus dem Prisma aus, denn sonst würde es niemals ein Spektrum geben. Man behauptet zwar, die Wellenlänge und die Amplitude und solches Zeug seien der alleinige Grund dafür, warum sich das Licht bricht, aber ich fürchte, das kann auch nicht wahr sein. Es muss sich um unterschiedliche Geschwindigkeiten handeln, denn wenn Sie jemals marschierende Soldaten bei einer Richtungsänderung beobachtet haben, dann haben Sie auch gesehen, dass der Soldat an der Aussenseite schneller gehen muss als derjenige an der Innenseite. Ist Ihnen das je aufgefallen? Nun, damit das Licht gebrochen werden und eine Dispersion auftreten kann, wenn es durch ein Prisma geht, muss da ein Faktor einbezogen werden, der etwas mit Geschwindigkeit zu tun hat. Aber da in bezug darauf jeder stockblind geworden ist - schliesslich hat Einstein ja das Gegenteil gesagt - hat man jetzt ziemlich seltsame Vorstellungen, und es dürfte Sie vielleicht interessieren, dass man schliesslich das Licht tatsächlich abgeschafft hat. Ich fand das sehr nett von diesen Leuten. Man hat jetzt entschieden, dass Farbe nur etwas ist, das vom Auge erzeugt und zum Gehirn weitergeleitet wird und tatsächlich nirgendwo existiert. Das wird einem wirklich erzählt - jemand versuchte erst kürzlich, mir das weiszumachen. Ich halte es für eine wunderbare Idee, aber wenn der Kerl nicht ein Psychologiebuch gelesen hätte, bevor er dieses Lehrbuch schrieb, wäre ich darüber glücklicher. Irgend etwas stimmt mit all dem nicht, denn eine Vibration ist schliesslich einfach eine Vibration. Ich weiss nicht, warum man die Psychologie da hineinbringen muss. Das ist der Einfluss von Locke und Hume, diesen alten Knaben. Descartes überlegte z.B.: Gibt es im Wald auch dann einen Laut, wenn niemand da ist, um ihn zu hören? Warum wollen sich diese Leute selbst in diese Sackgassen treiben? Denn diese Fragen lassen sich sehr leicht beantworten. Diese Leute bringen die Rolle des Thetans mit anderen Dingen durcheinander, denn in ihren Theorien gibt es den Thetan nicht. Und natürlich ist der Thetan die extrem schwankende, fehlende Variable in all ihren Gleichungen. Der Thetan baut also das Universum auf und kann es dann natürlich wahrnehmen. Man kann wahrnehmen, was man bauen kann - und daher gibt es z.B. Licht. Welche Erklärungen man über eine Sache abgibt, hängt vollständig davon ab, wie und von welcher geistigen Schule aus man die Sache betrachtet. Man könnte aber auf so etwas Idiotisches kommen wie das Folgende: Licht existiert nicht, weil du nicht existierst. Und selbst wenn du existieren würdest, könnte es immer noch kein Licht geben. Denn sehen Sie, wenn Licht wirklich durch die Pupille in das Auge eintritt und das Gehirn zu verschiedenen Empfindungen anregt, die als Farben usw. bekannt sind, diese Dinge aber in Wirklichkeit gar nicht existieren, dann spielt sich ausserhalb Ihres Kopfes natürlich überhaupt nichts ab. Nichts geschieht ausserhalb deines Kopfes. Sie würden damit Dinge sagen wie: Ein Bäcker kann niemals den Kuchen essen, den er backt. Das rechtfertigt die totale Introversion. Verstehen Sie? Wenn wir also schon über Dinge argumentieren müssen wie die Frage: Wenn ein Baum umstürzt, gibt es dann ein Geräusch, wenn niemand da ist, um es zu hören? - wenn wir schon eine derartige Streitfrage haben müssen, dann sollen wir uns eine wirkliche Streitfrage suchen wie: Kann ein Bäcker einen Kuchen backen und ihn dann essen? Aber man müsste dazu in die Rolle eines Wesens in diesem Universum oder eines Thetans aufsteigen und sich von dem Reiz der Vorstellung vom grossen Thetan lösen.
Verstehen Sie? Der grosse Thetan schuf das Licht, und Sie können Licht nur wahrnehmen, und4 Sie haben nichts weiter sonst mit Licht zu tun - als es wahrzunehmen. Daher sind Sie totale Wirkung. Geben Sie also klein bei. Verstehen Sie, wie diese Tricks benutzt werden? In der Ausbildung werden Sie feststellen, dass es sehr sicher ist, von einer grundlegenden Voraussetzung oder einer Grundannahme auszugehen und sehr klar zu machen, von welcher Grundannahme man ausgeht. Und dann darf man nicht versuchen, diese Annahme auf tausend verschiedene Dinge auszubreiten. Man hat in der Physik angenommen, dass die Energie erhalten bleibt. Nun, dann sollen die Physiker ruhig laut und deutlich darüber sprechen, aber nicht über den Aufbau von Masse. Denn sie sind lediglich von der Erhaltung der Energie ausgegangen. Sie haben nichts über Masse gesagt. Aber jetzt versuchen sie, die Masse hereinzuziehen, indem sie sagen, dass Masse lediglich ein Bündel Energie sei. Warum haben sie das getan? Weil ihre Grundannahme die Erhaltung der Energie ist. Energie kann weder geschaffen noch zerstört werden von niemandem, und schon gar nicht von Ihnen. Sehen Sie, das ist die Grundannahme der Physik. Somit wird Masse natürlich als Energie verstanden. Das Erhaltungsgesetz ist nicht die Erhaltung des Raumes, nicht die Erhaltung der Zeit und nicht die Erhaltung der Masse - also muss jetzt alles Energie werden, denn man hat mit dieser Grundannahme angefangen. Daher werden die Physiker selbst blind in bezug darauf, von was ihr Fachgebiet ausgegangen ist, und somit auch, wo es fehlgehen wird. Es wird fehlgehen. In dem Augenblick, wo etwas auftaucht, was nicht Energie ist, wird es die Grundlagen der endlichen Physik überschreiten, und das ist alles, was mit der Physik nicht stimmt. Denn sie hat mit nichts ausser Energie angefangen. Daher werden die Physiker auch über Energie nicht hinauskommen. Wir stehen in dieser Hinsicht auf sehr festem Boden. Wir beginnen mit dem Wesen mit Ihnen, einem Thetan. Wir können beweisen, dass Sie, ein Wesen, als Thetan existieren. Wir können das beweisen, und wir können Sie aus Ihrem Kopf herausholen, und Sie können ohne Körper im Raum stehen. Sie sind also kein Körper. Das ist sehr einfach. Wir machen das nicht sehr oft, und wir verlangen nicht von Ihnen, dass Sie es als eine Ihrer Übungen auf den Kursen machen, da es Leute krank und unglücklich macht. Aber es kommt vor, und es funktioniert. Gut. Wir beginnen also mit dem grundlegenden Baustein des Universums - einem Thetan. Wir befinden uns hier auf ziemlich festem Boden, aber natürlich haben wir damit zugleich alle früheren Grundannahmen, auf denen Fachgebiete aufbauen, überschritten. Wenn wir jetzt versuchen, diese Vorstellung zu übermitteln, dann kollidieren wir mit allen vorgefassten Meinungen. Wir kollidieren mit allem, was die Leute gelernt haben, wir kollidieren mit all ihren Verstimmungen der Vergangenheit, wir kollidieren mit praktisch allem, was es gibt. Wir können also nur in Richtung Prozessing gehen. Wir können nicht besonders in Richtung Theorie und Philosophie des Universums gehen, denn der einzige Weg, auf dem wir wirklich gewinnen werden, liegt in Richtung Prozessing, wobei wir die Grundeinheit, das Wesen selbst, in Ordnung bringen und etwas mit ihr machen, denn die Grundeinheit kann in einem degradierten Zustand nicht ausgebildet werden. Sehen Sie, das ist grundlegend. Leider müssen wir dann so ziemlich alles wissen, was es zu wissen gibt, und wir müssen es besser wissen, als je zuvor irgend jemand etwas wissen musste, besonders auf dem Gebiet der Ausbildung, weil wir sonst niemandem beibringen können, die Dinge zu tun. Sie nehmen im Grunde ein sehr schwieriges Gebiet in Angriff, das aber so einfach wie möglich gemacht wurde. Und in den letzten paar Monaten, während ich das Studieren studiert habe, habe ich mich bemüht, es sogar noch einfacher zu machen. Nun, ich habe Ihnen in diesem Vortrag nicht sehr viele Dinge erzählt, die Sie verwenden können, aber ich habe Ihnen etwas erzählt, mit dem Sie vielleicht bereits aus eigener Beobachtung vertraut sind, verstehen Sie? Nehmen wir an, das ganze Schulsystem eines Landes vermittelt seiner gesamten Jugend mit bösem Vorsatz eine Fehlausbildung. Man würde an den Punkt gelangen, wo die Bevölkerung keine Information aufnehmen kann. Nehmen wir an, es gibt einen Krieg, und der Feind schickt ihnen eine Botschaft, die besagt: Wir werden morgen früh angreifen aber sie können keine Information aufnehmen. Es wurde ihnen so klar und deutlich mitgeteilt, sehen Sie, und diese Leute sind alle in ihren Betten und werden niedergeschossen und gehen in Flammen auf - und das ist das Ende dieser Nation. Es entwickelt sich bis zu einem solchen absurden Extrem, dass man nicht in der Lage ist, irgend etwas zu beobachten, dass man nicht in der Lage ist, irgend etwas wahrzunehmen, nicht in der Lage ist, irgend etwas zu verstehen, und mit keiner Sache ARC haben kann - was mir gewissermassen so vorkommt, als ob es der Tod des Thetans wäre. Es sieht für mich also so aus, als ob sich Fehlausbildung und Aberration sehr gut miteinander vergleichen lassen. Und es sieht für mich so aus, als ob man in dieses Gebiet viel Arbeit investieren könnte - von dem Standpunkt aus, Leute auf den unteren Stufen zu entaberrieren. Ich will Ihnen dafür ein Beispiel geben, das mir gerade einfällt. Sagen Sie zu jemandem (und dies wäre kein Wiederholungsprozess): Sage mir ein Wort, das du in diesem Leben nicht verstanden hast. Und dann lassen Sie denjenigen das Wort klären. Ich glaube, Sie würden einige der interessantesten Wiederaufschwünge zu sehen bekommen. Ich glaube, viele der persönlichen Probleme der Person würden sich in Luft auf lösen. Aber hier, auf diesem anderen Gebiet des Studierens - dem Gebiet, wo man das Studieren studiert - wandelt man auf einer brandneuen Strasse der Entwirrung und Therapie auf unteren Stufen, was ziemlich vielversprechend ausschaut. Es schaut ziemlich vielversprechend aus. Woran ich hauptsächlich interessiert bin, ist, dass Sie, ein professioneller Scientologe, der Leute ausbildet, etwas über dieses Gebiet wissen müssen. Ich bin an Ihrer Ausbildung interessiert, so wie Sie jetzt sind, und ich versuche, sie Ihnen so leicht wie möglich zu machen und Ihnen etwas darüber beizubringen. Herzlichen Dank!

STUDIEREN - GRADIENTEN UND NOMENKLATUR Ein Vortrag LRH Ich halte Ihnen heute einen weiteren Vortrag über das Studieren. Um hier nun gleich voll in Schwung zu kommen, damit die Taxis draussen vor der Tür Ihnen heute abend keine allzu hohe Rechnung präsentieren, möchte ich Ihnen zuerst einmal sagen, dass natürlich kein Studiengebiet diese Prinzipien des Studierens berücksichtigt hat; und auch in den früheren Materialien sind sie nicht berücksichtigt worden. Diese Vorträge sind also ein reichlich riskantes Unterfangen, denn es kann in Form einer Kritik an Texten zurückschlagen, weil sie nicht gemäss diesen Entdeckungen geschrieben sind. Sie sind in der Bemühung geschrieben, den Leuten zu vermitteln, was wir meinen, aber sie entsprechen nicht diesen Studierprinzipien. In den zukünftigen Veröffentlichungen der Lehre werden wir uns jedoch danach richten. Sie werden sehen, wie dies plötzlich eingeführt wird. Bis jetzt gibt es jedoch erst ein oder zwei Bulletins, die diese Neuerungen repräsentieren. Sie haben in letzter Zeit wahrscheinlich bemerkt, dass die jüngeren Bulletins sich weitaus leichter studieren lassen; und das ist ein direktes Ergebnis dieser Untersuchung des Gebietes Studieren. Überlassen Sie es mir, das Studieren zu studieren. Es ist jedenfalls sehr interessant dass sich in Ihren Prüfungsnoten, seit ich Ihnen Vorträge über das Studieren halte, eine solche Verbesserung gezeigt hat, dass vorher 5% der Kursteilnehmer ihre Prüfungen mit mindestens 90% richtigen Antworten bestanden, jetzt dagegen 60% der Kursteilnehmer ein solches Ergebnis erreichen. Das ist einer dieser erstaunlichen Sprünge, sehen Sie? Es ist so erstaunlich, dass es gänzlich unerwartet kommt. Sie werden jetzt bereits mit einer Effektivität ausgebildet, die oberhalb des Niveaus der modernen Ausbildung liegt; d.h. der modernen Ausbildungs- und Lehrmethoden, so wie sie einem gelernt werden. Man sollte sich nicht um grammatische Korrektheit bemühen, wenn man von minderwertigen Dingen spricht. Ich habe mich in letzter Zeit damit amüsiert, durch grammatische Schnitzer die Respektlosigkeit zum Ausdruck zu bringen, mit der eine Sache betrachtet werden sollte. Das ist ein sehr interessantes Feld: die Art, in der man mit der Grammatik umspringt, um eine bestimmte Einstellung zum Ausdruck zu bringen, verstehen Sie?
Und Sie machen das auch. Sie würden vielleicht sagen: Die kommt sich wohl gar nicht mehr, womit Sie natürlich ausdrücken wollen, dass Sie eine höchst geringschätzige Einstellung gegenüber dem haben, was die betreffende Dame versprochen hat. Ist es nicht so? Es gibt da eine Menge unerforschter Nuancen in der Sprache und dergleichen Dinge mehr, die recht amüsant sind. Aber das ist natürlich einfach bloss amüsant. Auf dem Gebiet des Studierens ist unser genaues Ziel, die Lernfähigkeit eines Studenten zu verbessern, indem wir den Charakter und die Methodik des Unterrichts verändern. Dies ist nun ein ziemlich interessantes Ziel, nämlich, die Fähigkeit des Studenten, zu studieren und zu lernen, einfach dadurch wirklich zu verändern und zu verbessern, dass man die Lehrmethodik ändert. Sehen Sie, das ist an sich ziemlich abenteuerlich, denn wir sagen da nicht nur: Nun, man könnte das Wissensgebiet leichter lesbar machen oder so was, sondern wir machen uns daran, die subjektive Reaktion des Studenten auf das Sachgebiet durch die benutzte Lehrmethode zu verändern. Sie sehen also, wie weit wir hier schon gekommen sind. Wir steuern auf diesem Gebiet jetzt die subjektive Reaktion des Studenten auf das Gebiet durch die Methode, mit der wir es unterrichten. Wenn Sie also ein wenig Pan-Determinismus am Werk sehen wollen - hier haben Sie ihn, sehen Sie? Studieren würde nun normalerweise so ablaufen: Man erzählt jemandem etwas, und man erwartet von ihm, es zu lernen - und wenn er es nicht mag, dann wird er dem Direktor gemeldet. Auf diese Weise wurde dem Studenten subjektive Realität vermittelt. In den Universitäten wird es durch Mechanismen des Ausschliessens gemacht - es gibt da ein System von Studienabschnitten, bei dem jemand, der einen Abschnitt nicht schafft, von der Universität ausgeschlossen wird. Dies spielt sich in schwächerer Form auch in den Schulen ab: Wenn jemand eine Klasse nicht schafft, wird er nicht in die nächste Klasse versetzt. Das ist ziemlich üblich, geht aber sogar bis zu einem Punkt, wo jemand von der Schule ausgeschlossen wird. Das war die Art, wie man versuchte, dem Studierenden subjektive Realität über das Gebiet zu vermitteln, das er studierte - man benutzte natürlich Bestrafung. Was sonst würden Sie im physikalischen Universum erwarten? Das ganze Gebiet des Studierens und der Ausbildung hat sich also nicht nennenswert über eine Stufe hinausentwickelt, wo man sich bemühte, die Tatsachen zu präsentieren, sagte, dass ein Wissensgebiet existierte, und dann Schultechniken bereitstellte, die jemanden ins Unrecht setzten, wenn er etwas nicht wusste. Diese Stufe war etwa das Höchste, was man auf dem Gebiet des Studierens erreicht hatte. Hin und wieder kam es vor, dass rein zufällig in irgendeiner Schule irgendein Professor oder Lehrer aufgrund von Intuition oder Einsicht von diesem Arbeitsprinzip abwich. Er wich von dieser Unterrichtsmethode ab und versuchte, den Studenten verstehen zu lassen und sein Interesse und seine Beteiligung zu erwecken. Solche Leute waren sehr selten und Schüler und Studenten versuchten wirklich angestrengt - ja, kämpften geradezu darum - in solche Klassen zu kommen. Und das war so etwa der ganze Fortschritt, den man auf dem Gebiet des Studierens gemacht hat. Wenn wir nun erkennen, dass das heutige Ausbildungssystem nicht sehr erfolgreich ist, dann haben wir einen enormen Schritt nach vorn gemacht. Die Erziehungs- und Bildungsbehörden, die für die Ausbildung von Kindern und Erwachsenen verantwortlich sind, weigern sich jedoch, diese Tatsache zu erkennen, und versuchen daher nicht wirklich, das Ausbildungssystem zu verbessern. Aber wenn Sie es mit einem praktischen Gebiet wie der Lehrezu tun haben, wo Sie diesen Auditor nach besten Kräften ausgebildet haben und dann sehen, wie er sich hinsetzt und zu auditieren beginnt, dann haben Sie da ein Element, das den meisten Ausbildungstechniken fehlt. Man lehrt den Ingenieur an der Hochschule, wie man eine Brücke baut, aber anschliessend muss sich keiner der Dozenten hinsetzen und zuschauen, wie der Ingenieur eine Brücke baut - oder gar über die Brücke gehen, die der Ingenieur gebaut hat. Sie sehen also, dass diese Leute in Wirklichkeit keine gute Möglichkeit haben, zu beobachten, ob ihre Ausbildungsmethoden erfolgreich sind oder nicht. Wenn man jemandem Altgriechisch beibringt, so ist zwar nichts verkehrt mit der Sache an sich, aber der Lehrer ist dann niemals Zeuge dabei, wie der Student mit den alten Griechen spricht. Er schenkt diesem Aspekt nicht viel Aufmerksamkeit. Bei meinen Untersuchungen über das Studieren habe ich daher all jene Gebiete ausser acht gelassen, wo die Beobachtung des Studenten nicht ohne weiteres möglich war. Wenn man auf irgendeinem Gebiet den Studenten nicht leicht bei der tatsächlichen Tätigkeit beobachten kann, dann wurde das betreffende Gebiet aus den Untersuchungen über das Studieren ausgeklammert. Es war also sofort klar, dass wir aus dem Ingenieurwesen nichts lernen konnten, denn natürlich setzt sich niemand je hin und beobachtet, ob der Ingenieur die Brücke baut oder nicht. Es musste also ein Gebiet sein, auf dem Ausbildung und praktische Anwendung so nahe beieinander liegen wie in der Lehre, wo der Ausbilder dem Studenten beibringt, wie man einen Fall auditiert, und dann merkwürdigerweise in derselben Minute noch den Studenten anweisen kann, sich umzudrehen und den Fall zu auditieren. Dies hat natürlich die Tendenz, uns Fortschritt und Weiterentwicklung aufzuzwingen, und wir sind dann in der Lage, weitere Fortschritte zu machen, weil wir die Ergebnisse des Studiums bei uns sofort sehen. Einer der Gründe dafür, dass die Zivilisation in dieser Richtung keine grossen Fortschritte gemacht hat, ist also vielleicht die Tatsache, dass nur sehr wenige Wissensgebiete so geartet sind, dass das Gebiet, das vermittelt wird, sofort vor dem Professor praktiziert wird. Sehen Sie das? Wir haben also auf dem Gebiet des Studierens die Kontrolle, denn wir können das Ergebnis unserer Aktionen sofort und ohne jegliche Verzögerung sehen. Wir finden nicht erst in 20 Jahren heraus, ob dieser Kerl nun ein grosser und berühmter Anwalt geworden ist. Oh nein, wir finden, noch bevor der Tag zu Ende geht, heraus, ob diese Person ein Auditor geworden ist. Wenn wir wissen wollen, ob jemand ein bestimmtes Prinzip anwenden kann, dann gehen wir einfach in den Auditingabschnitt des Kursraums hinüber, und da sitzt derselbe Auditor, dem wir gerade im praktischen Abschnitt etwas beigebracht haben. Er sitzt da direkt vor uns. Gleich vor unserer Nase! Und wenn der Überwacher des praktischen Kursabschnittes auch die Überwachung des Auditings durchführt, dann arbeitet er weiterhin sehr, sehr hart daran, dem Studenten diese praktischen Fertigkeiten zu übermitteln, bis er sie plötzlich alle in einer Session verwirklicht sieht. Wir sehen also wahrscheinlich direkter und genauer als irgend jemand anders, was das Ergebnis unserer Ausbildung ist. Die meisten Studiengebiete haben einen grossen Toleranzbereich. Man erwartet, dass der Student sehr amateurhaft ist. Wenn wir beispielsweise ein Handwerk wie die Silberschmiedekunst lehren, dann erwarten wir nicht, dass er in der Lage ist, Silber zu erhitzen, ohne sich die Finger zu verbrennen. Auf dieser Stufe ist es also schon ein grosser Gewinn, wenn er etwas Silber erhitzen kann, ohne sich die Finger zu verbrennen. Aber wenn er das geschafft hat, so ist das alles sehr schön, aber wir erwarten von ihm nicht, dass er in seinen ersten paar Wochen als Silberschmied ein Teeservice zustande bringt, das den Generaldirektor der britischen Silberwerke zufriedenstellen würde. Wir würden etwa erwarten, dass dieser Kerl hergeht, das Silberschmiedehandwerk übt, sein Design verbessert und bei einem Meister arbeitet und schrittweise immer besser wird, so dass er dann, etwa im Alter von 50 Jahren, irgendein erstklassiges Meisterstück hervorbringt, das selbst dem Generaldirektor der britischen Teeservice-GmbH oder irgend jemandem von dieser Art gefallen würde und von ihm gekauft und als ein Standarddesign verwendet würde. Da ist immer diese Kommunikationsverzögerung. Aber, um von unserem eigentlichen Thema nicht zu weit abzuschweifen, es gab ein Gebiet, auf dem es möglich war, die Ergebnisse des Studiums sofort zu sehen. Dieses Gebiet war in dieser Hinsicht analog zur Lehre und eignete sich daher besonders gut für Studien auf dem Gebiet des Studierens. Es war das Gebiet der Photographie. Wenn Sie einem Studenten sagen, er solle ein Bild von einem Baum aufnehmen, und er hinausgeht und ein Bild von einem Baum aufnimmt, dann werden Sie sehr schnell ein Bild von einem Baum sehen. Und das Bild wird unmittelbar und deutlich erkennen lassen, ob er die Kamera falsch herum gehalten hat oder den Baum halbiert hat oder seine Kamera nicht gerade gehalten hat oder mit der Kamera gewackelt hat. Ausserdem haben wir ein direktes und genau feststellbares Ergebnis einer Kombination von Aktionen, was natürlich wichtig ist. Wenn man lediglich danach fragt, ob jemand ein Sandwich auf ein Tablett legen kann, so verlangt man von ihm keine sehr komplexe Aktion. Man könnte dann die Frage erweitern: Kann er ein Sandwich herrichten und es auf ein Tablett legen? Und wenn er das kann, könnte man fragen: Kann er das Brot backen, die Sandwichfüllung bereiten, das Sandwich herrichten, das Tablett machen und das Sandwich auf das Tablett legen? Sehen Sie, Sie könnten plötzlich damit anfangen, einen Bereich zu erweitern. Nun, ich fürchte, man kann von der Lehrein sehr hohem Grade sagen, dass sie ein solches Gebiet ist. Die Lehre ist ein Gebiet komplexer Aktionen. Sie ist nicht ein Gebiet von einfachen Aktionen. Egal, wie rührend hoffnungsvoll eine neue Person in einem Ko-Auditing-Team (ich spreche hier von einem HAS-Ko-Auditing-Team) glaubt, dass sie einfach nur dasitzen und nicken muss, so wird sie sich doch sehr bald darüber bewusst, dass sie es mit einer komplexen Aktion zu tun hat. Man erwartet von ihr, dass sie etwas sagt; und dies gibt ihr wahrscheinlich den grössten Schock - wenn sie schliesslich erkennt, dass man von ihr erwartet, etwas zu sagen, und dass es ihre Verantwortung ist, die Person, die sie auditiert, dazu zu bringen, etwas zu sagen. Wir haben hier also eine doppelte Komplexität: Die Person muss nicht nur selbst etwas sagen, sondern sie muss der Person, die sie auditiert, etwas sagen, was diese wiederum dazu bringt, ihrerseits etwas zu sagen. Können Sie mir folgen? Dann muss die Person diese Antwort hören, und dann muss sie es bestätigen. Nun, sie wird dies wahrscheinlich schliesslich meistern - mit Hilfe eines Spickzettels oder dergleichen - und sie meistert dies schliesslich und fühlt sich grossartig, voller Triumph, nur um zu entdecken, dass die Person, die ihr als nächstes beim Ko-Auditing gegenübersitzt, nachdem die Personen ausgetauscht wurden, nicht derselbe Fall ist. Sie bekommt verschiedene PreClears, und diese verschiedenen PreClears haben unterschiedliche Fälle, und das ist ziemlich hart, denn wir wussten, dass wir dem einen PreClear nichts weiter zu sagen brauchten, als: Na, wie geht es deiner Schwiegermutter? - und schon lief die Session. Aber der nächste Bursche hat keine Schwiegermutter, und somit ist das ein riesiges Hindernis. Sie würden staunen, wie gross ein solches Hindernis für manche erscheinen mag. Jetzt muss die Person die Technologie zur Anwendung bringen. Wenn ihr gesagt wurde, dass sie etwas mit Problemen machen soll, dann muss sie die Technologie von Problemen zur Anwendung bringen. Was zum Teufel ist ein Problem? Um mit jemandem über Probleme sprechen zu können oder um sich etwas über Probleme ausdenken zu können, worüber der Bursche sprechen kann, müssen wir etwas über Probleme wissen. Jetzt befindet sich die Person im Bereich der Bedeutung des Verstand, was zu den Aktionen, die sie durchführt, hinzukommt. Normalerweise gehen wir an diese Aufgabe so heran, dass wir den Studenten die einfachen Aktionen ausführen lassen und dann nacheinander die Faktoren hinzufügen, die das ganze komplexer machen. Das wird deshalb so gemacht, weil die Person verwirrt würde, wenn man versuchte, ihr zu viel zu schnell beizubringen. Wir haben also eine neue Entdeckung, die wir eigentlich schon vor langer Zeit gemacht haben und die Gradientenskala heisst. Sie findet auf dem Gebiet des Studierens Anwendung und besagt dort, dass man jemanden auf einem Gradienten unterrichtet. Was versteht man darunter, jemanden auf einem Gradienten zu unterrichten? Ein Gradient bezieht sich natürlich auf eine Abstufung, die einem das Bild von etwas Ansteigendem vermittelt. Mit einem Gradienten meinen wir, dass etwas bei jedem nachfolgenden Schritt ein bisschen mehr ist. Es wird steiler oder komplexer oder umfasst mehr, je weiter man voranschreitet. Nun, das ist ein Gradient, und solange wir ein Sachgebiet auf einem Gradienten von Komplexität in Angriff nehmen, geben wir dem Studenten diesen Zyklus. Wir schreiten zu Aktionen voran, die immer mehr Teilaktionen umfassen, aber wir versuchen, ihm jede Einzelaktion, die wir zur bisherigen Aktion hinzufügen werden, erst einmal beizubringen. Wir bringen ihm also die erste Aktion so gut bei, dass sie ihm keine Probleme mehr bereitet. Und dann bringen wir ihm die nächste Aktion bei. Sie hat ihre eigene Schwierigkeit, wird aber zusammen mit der ersten Aktion durchgeführt. Wenn aber die erste Aktion dem Studenten immer noch Schwierigkeiten bereitet und er sie nicht wirklich beherrscht, wird ihn unsere nächste Aktion ganz durcheinanderbringen. Wenn Sie sehen, dass jemand verwirrt wird, dann hat er die grundlegendere Aktion noch nicht gemeistert, die er hätte meistern sollen, bevor er zur komplexeren Aktion weiterging. Es liegt nicht daran, dass er die komplexere Aktion nicht verstehen würde. Er nimmt diese Aktion nicht einmal richtig wahr; er ist im Geiste immer noch bei dieser grundlegenderen Aktion. Er hat diese grundlegende Aktion noch nicht gelernt.
Der einzige Fehler, den Sie hier machen können, ist der Versuch, zu weit oben auf dem Gradienten zu beginnen. Sie können diesen Fehler sehr leicht machen. Dieser Fehler lässt sich am leichtesten machen, denn in den modernen Universitäten wird nichts anderes getan, als diesen Fehler zu machen. Dort wird nicht ausgebildet - dort wird nur dieser Fehler gemacht. Die moderne Ausbildung ist in Wirklichkeit die Kunst und Wissenschaft, den Fehler zu machen, den Schwierigkeitsgrad zu steil ansteigen zu lassen und zu schnell weiterzugehen, bevor irgend jemand irgend etwas über eine Sache gelernt hat. Beispielsweise wird den Studenten mit grimmigem Ungestüm und mit Eile Russisch beigebracht. Und in Windeseile lernen sie alles über Turgenjew - wer auch immer das war. Der Student fragt sich: Wer oder was ist Turgenjew? Wo sind wir denn hier? Wie kommt das? Das steht eben so im Lehrbuch. Es ist der Lektionstext für die vierte Woche. Einen Augenblick, könnte man einwerfen, was ist mit dem Alphabet geschehen? Niemand kann das russische Alphabet lesen, wenn er nur die im Westen übliche lateinische Schrift kennt. Man kann keine dieser kyrillischen Schriftarten lesen. Unentzifferbar! Sie sehen wie Vogelspuren im Schnee aus. Wie wollen diese Leute nun jemandem etwas über den Stil von Turgenjew beibringen, wenn dem Studenten das ganze noch nicht einmal wie Wörter auf einer Seite vorkommt? Er ist noch nicht davon überzeugt, dass auf der Buchseite Wörter stehen. Er glaubt, der Drucker habe hier etwas Farbe verspritzt. Er glaubt, dass sein Buch verunstaltet wurde. Niemand macht sich die Mühe, ihm das russische Alphabet beizubringen. Wo sollte er es gelernt haben? Wir suchen vergeblich danach, wo er das russische Alphabet hätte lernen sollen, denn es ist überhaupt nicht Teil des Lehrplans dieses Kurses. Aber dieser Kurs ist doch Russisch 1? Wo zum Teufel ist Russisch 0? Nun, diese Leute müssen wohl annehmen, dass man diesen Kurs in seinem letzten Leben gemacht hat. Man kann also nur allzu leicht den Fehler machen, dass man zu weit oben auf dem Gradienten beginnt. In Afrika wurde einmal mit einem Kostenaufwand von mehreren Millionen Pfund eine Unternehmung durchgeführt, die einer Reihe von Stämmen dort unten Kenntnisse über Bodenerosion vermitteln sollte - die Techniken zur Erhaltung des Bodens und zur Verhinderung von Bodenerosion. Das englische Parlament bewilligte die Gelder zusammen mit Geldern für Erdnussanbau und solchen Dingen. Das war noch in den Tagen, als wir alle Kameraden waren. Man bewilligte damals Gelder für diese Erdnüsse, die nie angebaut wurden und mit denen ohnehin niemand etwas hätte anfangen können, wenn sie angebaut worden wären, denn man benutzte in Wirklichkeit andere Rohmaterialien als Erdnüsse. Und zur selben Zeit, als man diese riesigen Geldbeträge in das Förderungsprogramm für Erdnüsse steckte, beschäftigte man sich auch mit dem Problem der Bodenerosion und ihrer Verhinderung, und man steckte viel Geld in diese Sache. Man schickte viele Leute dort hinunter und flog Experten nach Zentralafrika, um diese umwerfenden und phantastischen Probleme zu lösen, die die Leute bei dem Versuch hatten, den Eingeborenen beizubringen, wie man Bodenerosion verhindert. Die Eingeborenen nahmen von diesen Belehrungen etwa so viel auf, wie Öl Wasser aufnimmt. Ich bin mir sicher, sie waren höflich und hörten freundlich zu, aber sie hatten sicher ihre Aufmerksamkeit in Wirklichkeit ganz woanders. Es war ein Scientologe nötig, der sich in das Programm einschaltete, um es in Ordnung zu bringen. Er machte es mit Hilfe der uns bereits bekannten Gradienten. Er entschied einfach, dass die Regierung zu weit oben auf dem Gradienten begonnen hatte. Die Eingeborenen hatten keinen Grund, warum sie Bodenerosion verhindern sollten. Sie dachten sich: Ganz Afrika ist voll von Boden - warum sollten wir ihn erhalten? Es schien ihnen die am reichlichsten vorhandene Substanz zu sein, die ihnen je untergekommen war. Und dies ging weiterhin auf die Tatsache zurück, dass sie keine Vorstellung von einer Zukunft hatten. Dieser Scientologe machte sich also geduldig daran, lief herum und schrieb ihnen etwas auf, was sie dann in dem Programm verwendeten. Seitdem hat man nichts mehr von dieser Sache gehört, also muss sie sehr erfolgreich gewesen sein - heute werden ohnehin keine Milliardenbeträge mehr für solche Dinge bereitgestellt. Der entscheidende Aspekt war einfach folgender: Man musste den Eingeborenen beibringen, dass es so etwas wie eine Zukunft gibt und dass das zukünftige Wohlergehen ihrer Kinder und ihres Stammes in grossem Masse davon abhängen würde, dass sie auch später noch Weideland und Anbauflächen hätten. Dies wurde den Eingeborenen schliesslich sehr sorgfältig beigebracht, und das Thema Bodenerosion stiess bei ihnen plötzlich auf begeistertes Interesse. Sehr oft machen Sie in einem Kommunikationskurs einen Fehler, wenn ein neuer Student in diesen Kommunikationskurs kommt und Sie ihm dieses und jenes beibringen und diese und jene Übung beibringen - und dieser Bursche nicht einmal auf einem Stuhl sitzen kann. Sie könnten sogar noch weiter zu den Grundlagen herabsteigen. Vielleicht weiss er nicht, warum er da ist. Vielleicht kam er lediglich durch ein Versehen herein. Vielleicht hat er immer noch irgendwelche merkwürdigen Vorstellungen darüber - wie es dazu kam, dass er hier ist. Und Sie liefern ihm jetzt einen Kommunikationskurs. Nun, unter diesen Umständen unterrichten Sie auf dem Kommunikationskurs jemanden, der gar nicht da ist. Unser erster Schritt - der grundlegende Gradient - auf dem Gebiet der Ausbildung ist also, dafür zu sorgen, dass jemand da ist. Das klingt zu einfach, aber fast jeder Grundschullehrer der Welt macht heute den Fehler, diesen Schritt wegzulassen. Diese Leute unterrichten Kinder, die gar nicht wirklich da sind. Und Sie werden die wunderbarsten Steigerungen des Intelligenzquotienten und der Lerngeschwindigkeit feststellen, wenn dieser sehr ungewöhnliche, einfache Schritt durchgeführt wird. Die meisten der grossen Fortschritte in der Ausbildung, die diese Leute mit der Lehregemacht haben, beruhen einfach auf diesem einen kleinen Faktor, dass man erst dafür sorgen muss, dass der Schüler oder Student da ist. Nun, einige dieser Lehrer wissen nicht, was sie eigentlich tun. Sie glauben, sie machen etwas Esoterisches oder Wunderliches, wenn sie der Klasse jeden Morgen sagen: Schaut auf die vordere Wand. - Schaut auf die hintere Wand. - Schaut an die Decke. Schaut auf den Fussboden. Vielleicht machen sie es, weil Ron es gesagt hat, aber es scheint zu funktionieren und sehr wirksam zu sein, und die Intelligenz aller Kinder scheint enorm anzusteigen, obwohl diese Sache nur 5-10 Minuten lang jeden Morgen gemacht wird. Nun, es ist recht erstaunlich, dass es jeden Morgen nur 5 oder 10 Minuten gemacht wird, denn der Prozess wird offensichtlich nicht lange genug gemacht, um auch nur in den Bereich zu gelangen, wo er flat gemacht werden müsste. Es wird dabei mit einem Fall nichts Wesentliches geschehen. Was diese Lehrer vorher nicht bemerkt hatten, war die Tatsache, dass die Kinder nicht da waren, um unterrichtet werden zu können, und natürlich sehen die Kinder intelligenter aus, wenn sie da sind - versuchen Sie einmal, einen Intelligenztest bei jemandem durchzuführen, der gar nicht am Tisch sitzt, um den Test zu machen. Dies hat also in Wirklichkeit überhaupt nichts mit den zusätzlichen Erscheinungen von Havingness und anderen damit verbundenen Faktoren zu tun. Der erste Schritt ist einfach, dafür zu sorgen, dass jemand da ist. Das ist der erste Schritt. Nun, jemand in der Akademie einer Organisation könnte sich sagen: Also, der Briefregistrar hat die Person bereits herbekommen. Es ist die Aufgabe des Briefregistrars, die Person herzubekommen. Die Person kam herein, um einen Kurs zu besuchen, nicht wahr? Nun, es war die Aufgabe des Briefregistrars, ihr Briefe zu schreiben - also ist die Person offensichtlich hier. So wurde mir das bereits erklärt. Sehen Sie die Logik, die dahintersteht? Nein, man hat da einen Körper im Kursraum. Man hat einen Körper, der im Kursraum sitzt. Aus welchen Gründen die Person nun wirklich hier ist, das weiss man nicht. Nun, dieser Kurs hier ist Modelaunen und Liebhabereien ausgesetzt. Alle Jubeljahre einmal haben wir eine neue Modelaune - was vielleicht nicht ganz stimmt, denn wenn wir schon mal eine haben, dann erwischt es auch gleich alle. Eine Zeitlang, vor ein oder zwei Jahren (ich habe vergessen, wann es genau war), war das Problem, das man löste, indem man nach kam in Mode; und für eine Weile hatte jeder eine erstaunliche Menge an Tonarmaktion und riesigen Fallgewinn, und so weiter. Das Problem, das man löste, indem man nach kam - Welches Problem wurde für dich gelöst, indem du nach Saint Hill kamst?, sehen Sie? Und dann wurden diese Dinge ausauditiert und sie brachten es in Ordnung und es war grossartig und so weiter. Ich glaube nicht, dass ich je viel darüber nachgedacht habe, aber wenn ich darüber lache, so liegt das an folgender, sehr elementaren Tatsache: sie auditierten nämlich in Wirklichkeit überhaupt nicht einen Problemeprozess, sehen Sie? Sie machten der Person nur die Tatsache bewusst, dass sie in angekommen war. Wir tun das also nicht mehr, denn wir haben ein kurzes Checksheet, das gemacht wird - oder manchmal auch nicht, und ausgelassen wird, und dann wird es wieder eingeführt welches dazu gedacht ist, jemanden herumgehen und herausfinden zu lassen, wo hier alles ist. Wir erledigen das mit einem kleinen Checksheet. Die neuen Leute, die hierher kommen, sollen dies und jenes erhalten und sich dies und jenes anschauen. Auf diese Weise werden sie mit den Dingen hier durch direkte Berührung vertraut, wodurch zwei Dinge ausgelöscht werden: das riesige Geheimnis darüber, wo sie angekommen sind, und jeglicher Zweifel an der Tatsache, dass sie angekommen sind. Ihr erster Gradientenschritt in der Ausbildung ist also, dafür zu sorgen, dass jemand da ist. Es spielt keine grosse Rolle, wie Sie das bewerkstelligen. Ich habe Ihnen bereits einige Methoden dafür gezeigt. Bringen Sie die kleinen Kinder in der Schule dazu, die Decke zu finden, den Lehrer zu finden, den Fussboden zu finden usw. Sie haben jetzt bewirkt, dass die Kinder da sind, und sie sprechen darauf an, indem sie viel intelligenter als vorher wirken. Sie können nun sagen: Nun schaut euch die gewaltige Intelligenzsteigerung an, die man dadurch erreicht. Nein, der wirkliche Grund ist einfach, dass niemand dort klug ist, wo er sich gar nicht befindet.
Dies ist also die Idee von Ausbildung auf einem Gradienten, und ich wiederhole nochmals, der Fehler, den Sie bei der Ausbildung auf einem Gradienten machen können, ist ein grosser Fehler - nämlich das Versagen darin, auf dem Gradienten genügend weit nach unten zu gehen, das Versagen darin, es genügend einfach zu machen, das Versagen darin, die grundlegende Aktion zu finden. Sie müssen den Ausgangspunkt finden, über den sich die Person sicher werden kann, damit sie dann zu einer anderen Aktion weitergehen und sich darüber sicher werden kann und dann wieder zur nächsten Aktion weitergehen und sich über diese sicher werden kann. Sehen Sie? Wenn nun die Sache, mit der Sie begonnen haben, nicht genügend weit unten auf dem Gradienten oder nicht genügend einfach war, damit sich die Person darüber sicher werden konnte, dann wird der Person, wenn sie zum nächsten Bereich weitergeht, diese Stelle sehr, sehr schwierig erscheinen; die Person wird beginnen, sich irgendwie schwindlig zu fühlen, und der Ausbilder wird dann bei dem Versuch, diesem Studenten zu erklären, worum es bei diesem Schritt 2 geht, halb verrückt werden. Nun, der Student hat niemals Schritt 1 erreicht, und von da an ist seine Ausbildung ein einziges Durcheinander. Wenn Sie die Schwierigkeiten lösen wollen, die jemand bei irgendeiner Ausbildung hat, dann müssen Sie lediglich den Gradienten finden, der übersehen, übersprungen oder ausgelassen wurde und nach dem die Person verwirrt wurde. Dieser Punkt liesse sich mit einem E-Meter sehr leicht finden, äusserst leicht sogar. Denn das E-Meter würde einfach einen frühen Augenblick der Verwirrung hinsichtlich Studium oder Ausbildung anzeigen, und zwar wiederholt, d.h. es würde die Verwirrung, wenn sie nie gelöst worden ist, zwei- oder dreimal anzeigen. Wenn eine Verwirrung existierte, aber dann gelöst worden ist, würde die Nadel des E-Meters nur einmal zucken oder kurz ausschlagen. Das wäre lediglich die Restladung, die auf dem Zeitspur zurückgeblieben war. Wenn aber eine Verwirrung wiederholt am E-Meter eine Anzeige ergibt, wenn sie mehrmals eine Anzeige ergibt und anscheinend sehr starke Anzeigen ergibt, während die Person darüber spricht (mit anderen Worten, sie ergibt Tonarmaktion), dann wissen Sie, dass diese Verwirrung bis auf den heutigen Tag niemals gelöst worden ist. Nun, die Schwierigkeiten, die die Leute mit ihrem Verstand haben, sind diejenigen, die sich mit ihnen in die Gegenwart bewegt haben. Das sind die Schwierigkeiten, die behandelt und gelöst werden müssen - die Schwierigkeiten, die sie in der Vergangenheit hatten und die sich mit ihnen in die Gegenwart mitbewegt haben. Man kann immer eine E-Meter-Anzeige auf eine Schwierigkeit bekommen, die jemand früher gehabt hat, denn er hat davon auf seinem Zeitspur ein Bild von einem Augenblick einer Schwierigkeit. Aber wenn sich diese Schwierigkeit nicht mit ihm in die Gegenwart hinein mitbewegt, dann verwenden Sie einfach Auditing, um sie erneut zu kontaktieren, und sie wird verschwinden. Es wird keine besondere Restimulation davon erfolgen; die Schwierigkeit löst sich normalerweise einfach auf. Lassen Sie uns ein Beispiel nehmen: Wenn Sie in einer Session bei jemandem am E-Meter einen plötzlichen, starken Ausschlag der Nadel nach rechts erhalten, dann können Sie ihn tatsächlich in den Moment der Session zurückversetzen, als er diesen starken Ausschlag der Nadel erhielt, und Sie werden eine Andeutung dieses Nadelausschlags bekommen. Diese Sache hat sich nicht mit der Person in die Gegenwart hinein mitbewegt; in Wirklichkeit haben Sie ihn in die Vergangenheit zurückgebracht, um den Nadelausschlag zu finden. Sie können diesen Ausschlag jedoch zurückerhalten, denn Sie erhalten den Eindruck, den dieser Ausschlag in der Session gemacht hat. Sie haben nicht die ursprüngliche Anzeige erhalten, die ist verschwunden; aber die Tatsache, dass die ursprüngliche Anzeige in der Session auftrat, ist nichtsdestoweniger aufgezeichnet worden, und diese Aufzeichnung kann aufgegriffen werden. Sie könnten also dementsprechend auf den Zeitspur einer Person zurückgehen und könnten für alles, worüber die Person je emotional gewesen ist, eine emotionale Reaktion erhalten. Oder Sie könnten Reaktionen erhalten, die nicht unbedingt stark oder schwach sind, die sich aber auf Dinge beziehen, über die die Person einmal emotional gewesen ist und über die sie immer noch emotional ist. Sehen Sie den feinen Unterschied hierbei? Das eine ist einfach der Eindruck auf dem Zeitspur davon, dass man emotional gewesen ist. Nun, Sie erhalten darauf eine Nadelanzeige. Und das andere ist ein Moment auf dem Zeitspur, als man über etwas emotional war, worüber man immer noch emotional ist. Mit anderen Worten, die Sache ist nie bereinigt worden. Und der Unterschied zwischen diesen beiden Reaktionen ist der, dass die eine (die erste) sofort dahinschwinden wird - die Person war einfach über irgend etwas emotional, sie ist jedoch nicht mehr emotional darüber, das ist lange vorbei; Sie werden einfach den Ausschlag der Nadel sehen, die Nadel wird sich bewegen. Wenn Sie einfach den frühesten Punkt kontaktieren, oder den Punkt, als es auftrat, dann werden Sie eine Nadelreaktion erhalten. Aber wenn Sie auf die andere Sache stossen - die Schwierigkeit, die immer noch besteht dann wird sich die Reaktion am E-Meter wiederholen. Die Schwierigkeit verschwindet nicht einfach dadurch, dass sie kontaktiert wird, und die E-Meter-Anzeige wiederholt sich, und Sie können noch weitere Anzeigen davon bekommen. Das bedeutet, dass sich die Schwierigkeit in der Zeit nach vorne bewegt hat und nie gelöst wurde. Was ich Ihnen gegenüber als Auditoren hier nur betonen will, ist folgendes: Sie sind ausschliesslich an den Dingen interessiert, die die Person niemals gelöst hat. Sie sind nicht einfach an all den Dingen interessiert, die sie nicht gelöst hat. Erkennen Sie den winzigen Unterschied? Sie hat es nicht gelöst, na und? Die Person hat nie herausfinden können, wie sie mit ihrem Kommandanten auskommen kann; sie hat es nie herausfinden können, aber diese Sache bewegt sich nicht mit der Person in der Zeit nach vorne. Es kann nicht einmal restimuliert werden, und deshalb wird es nur ein einziges Mal eine Anzeige ergeben, pffft! machen und flat werden, sehen Sie? Es besteht nur in diesem Moment, und dann ist es vorbei. Sie könnten die Person nun diese Sache wiedererleben lassen oder sie zu dem Zeitpunkt zurückkehren lassen und anfangen, sie Geschehnisse durchlaufen zu lassen, die sich nicht in Restimulation befinden, und merkwürdigerweise könnten Sie einige Geschehnisse aufbauen, die restimuliert werden würden. Sehen Sie, Sie haben als Auditor eine beträchtliche Macht über den Verstand. Sie können einige interessante Dinge damit machen. Es gibt hier also zwei Reaktionen, an denen Sie interessiert sind: Es gibt erstens die Reaktion, die einfach da war und den Burschen jetzt nicht stört. Sie hat sich nicht mit ihm in der Zeit voranbewegt, aber Sie können ihn zu dieser Sache zurückbringen, und sie wird am E-Meter eine Reaktion bewirken. Und zweitens gibt es die Reaktion, die nicht nur damals aktiv war, sondern es auch heute noch mit Leichtigkeit ist. Sie müssen nicht in der Zeit zurückgehen, um diese Sache zu finden. Sie wird unmittelbar reagieren.
Und der einzige Unterschied, den Sie zwischen diesen beiden Reaktionen am E-Meter sehen, ist, dass die eine Reaktion, die immer noch bei ihm ist und sich mit ihm in der Zeit voranbewegt, wiederholt eine Anzeige am E-Meter ergibt. Sie wird eine Anzeige ergeben, nochmals eine Anzeige ergeben und wieder und wieder eine Anzeige ergeben. Wenn Sie Dinge am E-Meter überprüfen, dann müssen Sie sicherstellen, dass Sie etwas bekommen haben, dessen Anzeige sich wiederholen wird. Einer der Hauptfehler, die Sie bei R6 machen, ist, dass Sie nicht überprüfen, ob sich die Anzeige wiederholt. Nun, ich garantiere Ihnen für gar nichts, wenn Sie etwas nur auf eine einmalige Anzeige hin überprüfen. Erkennen Sie nun, warum? Weil Sie es vielleicht schon früher überprüft haben und es damals eine Anzeige ergeben hat, und Sie können nun, wenn Sie es erneut überprüfen, die frühere Anzeige erhalten; Sie könnten den Moment in der Session erhalten, als es früher einmal eine Anzeige ergeben hatte, verstehen Sie?
Sie sind also nur an einer Anzeige interessiert, die sich wiederholen wird. Anzeigen, die sich nicht wiederholen, sind entweder verschwunden oder haben sich sowieso nicht mehr mit dem PreClear in der Zeit nach vorne bewegt - also zum Teufel mit ihnen. Wenn Sie bei etwas keine zweimalige Anzeige hervorrufen können, vergessen Sie es! Wenn Sie eine zweimalige Anzeige hervorrufen können, dann müssen Sie erkennen, dass sich diese Sache mit dem PreClear in der Tat nach vorne bewegt und ihm daher bis zum heutigen Tag Sorgen bereitet. Nun, all das ist notwendige Technologie, so elementar es auch sein mag. Es ist eine Technologie, die notwendig ist, wenn man verstehen will, wie man die früheren Verwirrungen findet, die jemand auf einem Gebiet hatte, auf dem er ausgebildet wurde. Denn er war natürlich verwirrt; er war jedesmal verwirrt, wenn er einen neuen Punkt auf dem Gradienten in Angriff nahm - aber diese Verwirrung löste sich anschliessend. Das E-Meter wird diese Augenblicke der ersten Verwirrung trotzdem anzeigen, aber die Anzeige wird nur einmal auftreten. Diese Augenblicke sind also nicht wichtig. Ich muss Ihnen das sagen, damit Sie diese Sache beobachten lernen und die Beobachtung auswerten können. Dann werden Sie sich daran gewöhnen, eine gewisse subjektive Realität darüber erlangen und erkennen, dass das, was ich Ihnen sage, wahr ist. Jemand war z.B. sehr verwirrt, als er den Buchstaben A zum ersten Mal sah. Er wusste nicht, was das war. Wenn er darüber spricht, bekommen Sie eine Anzeige - einmal. Sie bekommen eine kleine Anzeige, die Nadel hat sich bewegt. Sie fragen ihn: Wie war das mit der Verwirrung über das Alphabet? Und er sagt: Ja, der Buchstabe A. Wumm! Die Nadel bewegt sich. Sie sagen jetzt: Gut. Was gibt es zum Buchstaben A? und die Nadel bewegt sich nicht mehr. Er ist jetzt nicht mehr über den Buchstaben A verwirrt. Aber nehmen wir nun einen anderen Burschen. Wir fragen: Wie steht es mit dem Buchstaben A? und es gibt einen Nadelausschlag - rums! Nun, das war der erste. Wir fragen weiter Wie steht es mit dem A? Rums! Können Sie etwas mehr darüber erzählen, in welcher Weise die Gestalt des Buchstaben A Sie beunruhigt hat? Rums! Noch ein Nadelausschlag. Jetzt wird Ihnen plötzlich klar, dass dieser Bursche nicht schreiben kann! Aufgrund Ihrer verschiedenen Beobachtungen des Preclears fällt Ihnen plötzlich ein, dass Sie das schon bemerkt haben. Sie haben die Beobachtung bis zu diesem Moment nicht gebraucht, aber dieser Bursche kann tatsächlich nicht schreiben. Sie wollen diesen Punkt bei ihm also in Ordnung bringen? Nun, finden wir einmal heraus, was dieser Verwirrung zugrunde lag. Allen Missemotionen und schlechten Reaktionen muss ARC vorangegangen sein. Es gibt keine schlechte Reaktion, wenn nicht erst einmal ARC vorhanden war. Es muss ARC mit etwas gegeben haben, damit ein Geschehnis oder eine Handlung als schlecht empfunden werden kann. Sie haben das oft genug von mir gehört. Wie steht es also mit dieser Verwirrung? Richtet man seine Bemühungen auf die Verwirrung selbst? Nein. Es handelt sich da nur um eine Sache, wo man sozusagen aus dem ARC herausgegangen ist. Die wirkliche Schwierigkeit ist niemals die Verwirrung, in der die Person selbst zu stecken glaubt (und wo der Ausbilder glaubt, dass die Person drinsteckt). Das ist der Grund, warum Ausbildung scheitert. Gehen wir das noch einmal durch: Es ist nicht die Verwirrung bei der Sache, die der Student zu lernen versucht und die ihm der Ausbilder beizubringen versucht. Wenn Sie damit irgendwelche Schwierigkeiten haben, dann ist das eine Garantie dafür, dass es nicht die richtige Verwirrung ist. Sie können das mit einem dicken Rotstift unterstreichen. Der Student kann es nicht lernen - wir sprechen hier über eine starke Reaktion, nicht einfach eine Kleinigkeit, die leicht verschwindet - der Student kann es also nicht lernen, und der Ausbilder kann es nicht in den Kopf des Studenten hineinbekommen. Was haben wir da vor uns? Wir haben das Phänomen, dass ein niedrigerer Punkt auf dem Gradienten übersprungen wurde - und damit sind wir wieder bei unserem eigentlichen Thema. Der Student hatte dort einen Punkt auf dem Gradienten nicht gemeistert und ging dann zum nächsten Punkt weiter. Dieser nächste Punkt bedeutete dann für ihn genügend Verwirrung, dass ihn das überwältigte, und er begriff diesen Punkt nie. Und wenn Sie mit dem E-Meter suchen, dann ist das der Punkt, den Sie bekommen werden. Sie werden nicht den ursprünglichen Punkt bekommen, sondern den nächsten Punkt auf dem Gradienten. Einer der versteckten Faktoren, die die Lösung dieses Problems sehr schwierig machten, war also die Tatsache, dass das, womit der Student scheinbar Schwierigkeiten hat, niemals das ist, womit der Student wirklich Schwierigkeiten hat. Und ein Ausbilder kann sich viele Stunden an Arbeit sparen, wenn er das erkennt und wirklich versteht. Dieses Phänomen entspricht natürlich dem Aufbau des Verstand. Wenn der Preclear weiss, was ihm Sorgen bereitet, und sich dann immer noch Sorgen macht, dann ist das nicht die Sache, die Ihm Sorgen bereitet. Wir wissen das. Wenn Sie alles darüber wissen, was mit Ihnen verkehrt ist, dann ist diese Sache nicht das, was mit Ihnen verkehrt ist - denn ansonsten würde diese Sache natürlich ge-as-ist werden und nicht länger bei Ihnen verkehrt sein. Das ist elementar. Wenn man dieses Wissen auf Ausbildung anwendet, findet man also eine weitere merkwürdige Sache heraus - dass nämlich auf dem Gebiet der Ausbildung und Schulung dieselben Gesetze gelten. Die Sache, über die der Student sehr verwirrt ist, bei der er keine Fortschritte machen kann und die ihm der Ausbilder anscheinend nicht beibringen kann, ist somit nicht der richtige Angriffspunkt für die Ausbildung. Man weiss also sofort, allein aufgrund dieser Beurteilung, dass das der falsche Angriffspunkt sein muss. Und der Ausbilder muss sich einfach davon losreissen und diese Situation genauer und gründlicher unter die Lupe nehmen. Sehen Sie, das ist elementar. Ich will Ihnen ein Beispiel dafür geben - dies ist ungeheuer elementar: es sind sehr, sehr einfache Dinge, die man sehr leicht übersehen kann. Sie können die Durchschlagskraft dieser Sache sehr leicht unterschätzen. Ich weiss, dass sich Herbie hier in einem leichten Schockzustand hinsichtlich einiger Ergebnisse befindet, die er plötzlich erzielt, indem er einiges von diesem Material bei einem Studenten hier anwendet. Und er kam an und sagte: Weisst du was!? Er hatte nicht erkannt, welche Durchschlagskraft es hat. Ein Theorie-Ausbilder gibt einem Studenten eine Prüfung für ein Bulletin, gelangt zu Absatz drei und kommt zu dem Schluss, dass der Student diese Sache nicht kann und die Prüfung nicht besteht. Aber der Student hatte so fürchterliche Schwierigkeiten, dass der Ausbilder beschliesst, dass man diesem Studenten lieber ein bisschen Extraunterweisung zukommen lassen sollte. Er lässt ihn zwar die Prüfung auf dieses Bulletin nicht bestehen, aber er hat es normalerweise einfach satt, dass der Student diesen bestimmten Punkt andauernd nicht mitbekommt. Der Student scheint nicht fähig zu sein, je über diesen Punkt hinauszukommen. Der Ausbilder sagt also zu ihm: Schauen Sie her. Schauen Sie, schauen Sie! Können Sie sich vorstellen, dass, bla bla bla - ? Und er greift den dritten Absatz auf, und der Student wird ganz benebelt. Der Ausbilder denkt sich: Hm, warte mal - Mal sehen - wie kann ich das ein bisschen einfacher erklären? Wie kann ich es ein bisschen leichter verständlich machen? Sehen Sie, der Ausbilder denkt zwar in die richtige Richtung, aber er bleibt immer noch bei dem, worüber der Student angeblich verwirrt ist. Das ist der Fehler, den er macht. Er fragt sich: Wie kann ich das nur ein bisschen einfacher erklären? Nein, er sollte sich statt dessen fragen: Wie kann ich auf dem Gradienten ein bisschen weiter unten ansetzen? Denn dieser Student kann die Sache nicht verstehen - und der Ausbilder kann sie ihm nicht beibringen. Das erste, was Sie in diesem Fall sofort wissen sollten, ist, dass wir einen oder mehrere Schritte über das hinausgegangen sind, worüber der Student wirklich verwirrt war. Die Methode ist so elementar: Sie gehen in diesem Fall zurück und finden heraus, welches Wort der Student im zweiten Absatz (über den er doch offensichtlich die Prüfung so schön bestand) nicht verstanden hat. Und es braucht überhaupt kein Wort zu sein. Es kann irgendein gewöhnliches deutsches Wort sein. Einfach so. Und plötzlich sagt der Student:
Oh!
Sehen Sie, es liegt nicht einfach deshalb zeitlich früher, weil es ein früherer Absatz in dem Bulletin ist; es ist eben einfach so, dass Bulletins mehr oder weniger auf einem Gradienten geschrieben sind. Daher die Erscheinungsform, dass es zeitlich früher liegt. Er war am nächsten Punkt angekommen, und da er den niedrigeren Punkt auf dem Gradienten nicht verstanden hatte, ist ihm der höhere Punkt auf dem Gradienten einfach völlig schleierhaft, und in dem Augenblick, in dem er zu diesem höheren Punkt auf dem Gradienten kommt, stöhnt er nur noch: Oh Gott! Und die Wände scheinen näher zu rücken, vor seinen Augen erscheinen kleine helle Flecken und er verspürt irgendwie Kopfweh - es ist eine physiologische Reaktion. Kein Wunder, dass die Franzosen damit Schwierigkeiten haben. In einer härteren Zeit, nehmen wir einmal die napoleonische Zeit, hätten wir natürlich sagen können: Wen kümmert es schon, wie viele Franzosen umgebracht werden? Aber heutzutage sollten wir keine solch gefühllose Einstellung haben, und wir sollten etwas für das französische Ausbildungssystem tun, denn es treibt mengenweise Studenten in den Selbstmord. Diese Leute sind Spezialisten - Spezialisten darin, Studenten in den Selbstmord zu treiben. Knapp hinter ihnen an zweiter Stelle liegen die amerikanischen Universitäten. Sie verdammen den Burschen einfach und schicken ihn zum Herumtreiberviertel, wenn er versagt. Wenn sie den Fehler gemacht haben, ihn auf einem zu steilen Gradienten zu unterrichten, dann verdammen sie einfach den Studenten. Verrückt! Aber Sie sehen, wie ernst diese Sache ist. Hier ist ein weiterer herausragender Punkt, den ich nicht nur nebenbei einwerfen, sondern in voller Ausführlichkeit behandeln sollte - nämlich die Tatsache, dass das Studieren physiologische Reaktionen hervorrufen kann; es kann angenehme Reaktionen hervorrufen, aber auch einige verdammt unangenehme. Sie können einige der wildesten körperlichen Reaktionen, die Sie sich vorstellen können, einfach dadurch bekommen, dass Sie etwas studieren. Das gilt nicht nur für das Studieren der Lehre, sondern auch dann, wenn Sie z.B. studieren, wie man Scheunen streicht. Es geschieht nicht ohne Grund, dass irgendein Student an seinem Zeichentisch oder dergleichen sitzt und ein immer stärkeres Schwindelgefühl verspürt, sich irgendwie merkwürdig fühlt, Flecken vor seinen Augen sieht und sich bei dem Versuch, weiterzustudieren, ganz krank macht. Und wenn er natürlich unter dem Zeitdruck eines bevorstehenden Abschlussexamens steht, dann kann er sich nicht ausruhen und einen Spaziergang im Park machen. Er kann nichts dergleichen tun. Er muss dasitzen, sich ein Handtuch um den Kopf wickeln und Kaffee in sich hineinschütten - und natürlich keyt er sich wie verrückt ein. Er reisst sich geradezu in Stücke. Kein Wunder. Was ist nun in diesem Augenblick die Schwierigkeit bei ihm, wenn all das geschieht? Die Schwierigkeit, die er hat, ist nicht das, was er gerade studiert, sondern das, was er kurz vorher zu studieren versäumt hat. Das ist immer die Sache, die ihn festhängen lässt. Wenn Sie eine physiologische Reaktion bekommen, dann haben Sie auf dem Gradienten etwas übersprungen. Dessen können Sie sich absolut sicher sein. Sie haben den Gradienten übersprungen. Sie studieren z.B., wie man Holzlatten quer über einen Weg legt, um ihn fürs Betonieren zu unterteilen, oder die Menge an Kaliumbichromat, die man zu etwas dazuschütten muss, wenn es kein amerikanisches - sondern ein britisches Produkt ist, und Sie sagen plötzlich: Was ist das? Nun, es ist nicht nur eine fehlende Information. Glauben Sie nicht, dass es eine fehlende Information wäre. Es ist etwas, was mit dem Mischen von Chemikalien zu tun hat, oder es kann ein damit verwandtes Gebiet sein, auf dem es grundlegenderes Wissen zu dieser Sache gibt. Der Gradient kann auch in einem verwandten Gebiet übersprungen worden sein. Oder es kann einfach einen Absatz weiter vorne im Text passiert sein. Sehen Sie, es ist nicht immer der letzte Absatz vor der betreffenden Stelle im Text. Manchmal hat sich jemand all die Jahre gefragt: Wie misst man eigentlich etwas, was unregelmässig geformt ist? - und dann wird ihm ganz plötzlich genau das vor den Bug geknallt. Man misst den Betonweg aus, und unter Verwendung der Infinitesimalrechnung, was auf diesem Gebiet ein veraltetes Verfahren ist, erhält man - Und dieser Bursche versucht verzweifelt, die Infinitesimalrechnung zu verstehen, und schafft es nicht. Mit der Infinitesimalrechnung ist nichts verkehrt. Er weiss lediglich nicht, wie man einen Weg ausmisst, und er wurde durch irgendeinen Satz eingekeyt, der gleich in der Nähe der Sache vorkam, die er für die Ursache seiner Sorgen hält. Die wirkliche Ursache ist ganz nah, gleich neben der scheinbaren Ursache - bloss, dass für ihn dort eine leere Stelle ist. Wissen Sie, dass das ganze Gebiet für ihn zu einer leeren Stelle wird? Der ganze Bereich um diese Sache herum wird zu einer leeren Stelle. Es ist so, als ob man die Spitze eines einzigen Wolkenkratzers wegschiesst und daraufhin die ganze Stadt verschwindet - dies ist genauso merkwürdig. Sie fragen sich: Wie konnte diese ganze Seite verschwinden? oder Wie konnte dieses ganze Lehrbuch verschwinden? Wenn sich ein Student sehr schwer tut, dann werden für ihn Wörter von der Seite verschwinden. Ich hatte erst vor kurzem ein entsprechendes Erlebnis. Ich versuchte ein Wort von einer Seite, die zu verstehen mir sehr schwer fiel, im Wörterbuch nachzuschlagen, und wissen Sie was - das Wort war aus der Spalte des Wörterbuchs verschwunden! Ich sagte mir: Na. komm schon. Es ist unmöglich, dass dieses Wort nicht in dieser Spalte steht. Es muss in diesem Wörterbuch definiert sein - schliesslich ist es ein Fachwörterbuch. Und mit verbissener Miene suchte ich noch einmal konzentriert - und Donnerwetter! - es war genau da, wo es sein sollte. Und dabei war es vor einem Augenblick noch nicht in dieser Spalte gewesen. In diesem Fall weiss ich jedoch, was ich nicht ganz verstanden habe. Ich weiss, was ich unterlassen habe, und ich muss mich daran machen, etwas dagegen zu unternehmen, denn es behindert mich mehr und mehr. Ich weiss nicht zu jeder Farbe gut genug, durch welche Farben ihre Komplementärfarbe absorbiert wird - ich kann diese Farben nicht auswendig runterrasseln. Ich kann Ihnen nicht jede Farbkombination sagen, die jede Komponente des weissen Lichts bis auf eine absorbiert. Das klingt nun sehr kompliziert, nicht wahr? Das ist es auch, aber ich hatte nun mal mit so etwas zu tun. Ich ging aber über diesen Punkt hinweg und studierte einfach weiter, denn ich machte mir einfach nicht die Mühe, einen Farbtonkreis zu erstellen und alles perfekt zu lernen und zu verstehen. Ich überging diesen Punkt einfach und strebte eilig weiter voran. Nun, irgendwo bei dieser Sache gibt es etwas, was ich nicht verstanden habe. Ich weiss ziemlich genau, was ich nicht verstanden habe, aber ich studiere das jetzt nicht und es ist nicht das, womit ich gegenwärtig Schwierigkeiten habe. Es passiert mir tatsächlich, dass Dinge von einer Seite verschwinden - vom Kopfweh ganz zu schweigen. Aber ich habe eben damals einfach diesen Punkt übergangen. Es gibt irgend etwas da hinten in diesem Gebiet. Es ist im Grunde sehr leicht, aber niemand hat einen solchen Farbtonkreis zusammengestellt. In diesem Lehrbuch ist kein Farbtonkreis abgebildet, der diese Informationen über die Komplementärfarben zeigt. Und es gibt keine Farbtonkreise, die zu jeder Grundfarbe angeben, welche Farbkombination alles im weissen Licht mit Ausnahme dieser Grundfarbe absorbiert - welche Kombination also diese Grundfarbe nicht absorbiert. Es gibt keine Liste der Kombinationen, die die jeweilige Farbe nicht absorbieren. Man müsste also irgendwie eine zusammenstellen, und ich müsste mich hinsetzen und das ganze aufzeichnen. Ich müsste alle diese Einzelheiten davon auswendig lernen, und ich weiss, dass dann alles in Ordnung käme.
Und etwa zu dem Zeitpunkt, an dem ich damit beginnen würde, würde mir irgend etwas ins Gesicht springen, wie z.B. die Frage: Was ist Cyan? Was ist dieses Cyan? Welcher Farbton ist Cyan? Ich dachte immer, Cyan wäre Blau. Offensichtlich ist es nicht Blau. Mir haben die Ärzte immer gesagt, wenn man jemanden mit Cyanid füttert, würde er ganz blau werden. Sehen Sie, es gibt hier eine grosse Verwirrung, und wahrscheinlich gibt es in meinem Fall auch irgend so ein dummes Wort, das ich in diesem Bereich nicht begriffen habe. Ich muss also einfach zurückgehen und diesen Bereich einmal durchsehen, denn ich weiss, wann es angefangen hat - das heisst, ich weiss, was ich studiert habe, bevor es angefangen hat. Man kann also klug genug werden, dass man erkennt, woran man ist, und alles, was man sich selbst fragen muss bzw. was man einen Studenten fragen muss, ist: Wo hatten Sie noch keine Schwierigkeiten? Nun, und wo haben Sie Schwierigkeiten? Gut. Es ist am Ende des Bereichs, wo Sie noch keine Schwierigkeiten hatten. Sehen Sie, das ist sehr einfach, nicht wahr? Die Regel lautet also, dass Sie zuerst herausfinden, wo der Student noch keine Schwierigkeiten mit dem Gebiet hatte. Das bedeutet, dass er erfolgreich bis zu dieser Stelle auf dem Gradienten gekommen war. Dann finden Sie heraus, an welcher Stelle die Schwierigkeiten anfingen. Und dann greifen Sie den Text ganz am Ende des Bereiches auf, wo er noch keine Schwierigkeiten hatte, und die tatsächliche Ursache der Schwierigkeit liegt unmittelbar dort. Sie können die Stelle tatsächlich bis auf ein paar Wörter eingrenzen. Sie können es wirklich derart genau machen. Sie können die Stelle festlegen - auf einen halben Absatz genau und manchmal sogar auf einen halben Satz genau - und dann fangen Sie an, die wirkliche Schwierigkeit auszugraben. Aber erwarten Sie nicht, dass der Student in der Lage ist, Ihnen genau zu sagen, womit er Schwierigkeiten hat, denn die Tatsache, dass er die Ursache nicht kennt, ist ja gerade der Grund für seine Schwierigkeiten damit. Ausbildung würde also daraus bestehen, dass man einen Studenten entlang eines Gradienten von bekanntem Wissen entlangführt. Ausbildung wäre nicht das Erfinden von neuen Lösungen für die Verwirrungen des Studenten. Wenn Sie beginnen, neue Lösungen für die Verwirrungen eines Studenten zu erfinden, dann geraten Sie nur in immer grössere Schwierigkeiten. Warum? Weil der Student bereits etwas hat, was er nicht versteht, und Sie ihm jetzt noch etwas Unverständliches dazugeben, um die Schwierigkeit zu lösen. Gute Ausbildung ist ein System des Zurückverfolgens. Ein Student wird vorwärtsgehen - Sie brauchen dazu praktisch nichts zu tun - er wird mit dem Tempo und Schwung eines angeschossenen Bärs in ein Sachgebiet hineinsausen. Und plötzlich werden Sie quietschende Bremsen hören und rauchende Pfoten sehen - und dann hören Sie einen dumpfen Aufprall und fühlen, wie die Erde bebt. Da ist etwas geschehen. Was genau ist geschehen? Nun, er ging einfach mit Schwung über einen Punkt auf dem Gradienten hinaus, dachte, er hätte ihn verstanden, hatte ihn aber nicht verstanden, kam dann zum nächsten Punkt auf dem Gradienten und rannte in eine Ziegelmauer. Die Ursache für seine Schwierigkeiten ist also nicht der nächste Punkt auf dem Gradienten, sondern dieser letzte Punkt auf dem Gradienten, von dem er dachte, er würde ihn verstehen, den er aber in Wirklichkeit nicht verstand. Deshalb wird es manchmal sehr schwer, dies mit einem Studenten herauszufinden, denn er ist sich so sicher, dass er diesen letzten Punkt verstanden hat. Dennoch haben Sie den Beweis dafür, dass er ihn nicht verstanden hat, direkt vor Ihren Augen - er hat Schwierigkeiten mit dem nächsten Punkt. Sie unterrichten zum Beispiel einen Kommunikationskurs, und dieser Bursche sagt: Na, ich habe doch gelernt, wie man auf einem Stuhl sitzt. Ich weiss alles darüber. Ich sitze ja auf einem Stuhl. - Es ist nur so: Auf einem Stuhl zu sitzen und jemanden vor mir anzuschauen - das ist absolut unmöglich! Das ist schrecklich! Ich kann das nicht mehr machen! Wenn jemand dieses Wissen über Gradienten nicht hat, könnte er darauf wie folgt reagieren: Nun, schauen wir mal. Wie kann ich hier eine Übung improvisieren, um ihn dazu zu bringen, den anderen Studenten anzuschauen? Sehen Sie nun, wie Sie damit einen Reinfall erleben und die Ausbildung des Studenten verzögern würden? Wie kann ich mir nun etwas ausdenken, was es ihm ermöglicht, den anderen zu konfrontieren? Nein, nein, nein Sie befinden sich beim falschen Punkt auf dem Gradienten.
Ich will Ihnen hier ein Beispiel für die praktische Anwendung des Wissens über Gradienten geben. Sie sagen: Nun, wie steht es mit dem Sitzen auf einem Stuhl? War das nicht die Übung, die Sie unmittelbar vor der jetzigen Übung hatten, wo Sie einen Preclear konfrontieren sollen?
War das nicht diese Übung?
Dem Studenten fällt plötzlich etwas ein: Nun, da war noch eine Kleinigkeit, die dazwischen lag.
Was war das?
Nun, das war: bequem auf einem Stuhl zu sitzen. Das ist natürlich unmöglich. Ach so, da war also noch etwas? Nun ja, jeder kann auf einem Stuhl sitzen. Man kann sich sogar dazu zwingen, stundenlang auf einem Stuhl zu sitzen. Sie fragen nun: Wie stellen Sie es denn an, wenn Sie auf einem Stuhl sitzen? Und er antwortet: Also, man sitzt auf einem Stuhl, die Füsse nebeneinander, und wenn man die Absätze fest aneinanderdrückt, dann kann man die Waden an die Stuhlbeine pressen und sich dadurch wach und aufrecht halten. Was zum Teufel ist das? Sehen Sie, wenn Sie das Prinzip kennen, dass man weiter unten auf dem Gradienten ansetzen muss, dann würden Sie das herausfinden. Aber wenn Sie dieses Prinzip nicht kennen würden, dann würden Sie einfach weiterhin angestrengt nachdenken und versuchen, diesen Burschen darin zu schulen, wie man einen anderen Menschen konfrontiert - und dabei würde es ihm eigentlich gar nicht schwer fallen, jemand anderen zu konfrontieren, wenn er nicht versuchen würde, zwei Dinge auf einmal zu konfrontieren. Er versucht zu konfrontieren, wie er seine Absätze zusammenpresst - und er hat noch nicht gelernt, wie man das macht - und jetzt versucht er, zur gleichen Zeit noch etwas anderes zu konfrontieren. Seine Aufmerksamkeit ist geteilt, und allmählich bekommt er starkes Kopfweh. Und dann finden Sie heraus, dass er dabei irgend etwas völlig Unerwartetes nicht verstanden hat. Er könnte z.B. fragen: Warum auditiert man auf einem Stuhl?
Sie entgegnen überrascht: Äh - wie sollte man denn sonst auditieren? Und er meint: Nun, könnte man denn beim Auditieren nicht im Bett liegen? Ich werde beim Auditieren immer so müde. Alle möglichen Merkwürdigkeiten tauchen auf. Sie richten nicht viel Aufmerksamkeit darauf, was diese Leute tun müssen - Sie versuchen nicht, diese Dinge zu lösen. Aber diese Betrachtungen müssen ans Tageslicht gebracht werden. Wir haben also auf einmal diesen Kerl, der sich die Sache anschaut und dann sagt: Oh, Sie meinen, man sitzt einfach auf einem Stuhl? Augenblick, dazu gehört ja allerhand! Was meinen Sie mit einfach auf einem Stuhl sitzen? Einfach auf einem Stuhl sitzen!? Nein, man kann nicht einfach auf einem Stuhl sitzen! Unmöglich! Sie entgegnen: Schön. Können Sie mir vielleicht sagen, was daran unmöglich ist? Sie brauchen nicht einmal ein Auditor zu sein um jemanden auszubilden. Ich meine damit, Sie brauchen für diesen Burschen nicht eine Menge trickreiches Auditing - Sie fragen ihn einfach: Was ist so unmöglich daran? Nun, den Rücken sieben Zentimeter von der Stuhllehne entfernt zu halten. Das ist unmöglich, denn man muss eigentlich die ganze Zeit messen, ob es noch sieben Zentimeter sind, nicht wahr? Es erscheint ziemlich unglaublich, bis man es selber erlebt, aber der ganze Absatz nach dem Satz mit dem Wort, das man nicht verstanden hat, kann einfach spurlos verschwinden. Er kann auf die unglaublichste Art verschwinden. Er löst sich einfach in Luft auf. Es ist fast so, als ob da nur noch ein unbeschriebenes weisses Blatt übrig wäre. Sie versuchen, dem Studenten eine Prüfung darüber zu geben, und Sie können ihm eine Prüfung über das ganze Bulletin geben, aber - Donnerwetter! - der Absatz ist gar nicht da. Der ganze Stoff ist verschwunden. Und wenn Sie das zurückverfolgen, werden Sie feststellen, dass es unmittelbar, bevor er mit dieser Sache kollidierte, etwas gab, was er nicht verstand. Und wenn er es ganz und gar nicht verstand, dann müssen Sie erkennen, dass noch etwas unmittelbar davor liegt. Und so beginnen Sie, den Studenten zurückgehen zu lassen - und ich weiss nicht genau, wo Sie landen werden; aber ich würde nicht versuchen, ihn bis zu einem Zeitpunkt vor diesem Leben zurückgehen zu lassen. Ich weiss jedoch nicht genau, wo Sie landen werden; es wäre interessant, was sich da abspielen würde. Nun, das ist also der Hauptmechanismus beim Studieren. Studieren ist eine Aneinanderfügung von Gewissheiten. Es ist eine Kette von Gewissheiten. Und diese Gewissheiten bestehen jeweils aus Zuversicht und Kompetenz. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, diese Gefühle von Kompetenz und Zuversicht zu fördern, aber die beste Methode ist eine sehr direkte - einfach sicherzustellen, dass dieser Student mit Gewissheit voranschreitet - nicht dass er langsam voranschreitet, sondern dass er sich beim Voranschreiten sicher ist. Die andere Sache ist: Lassen Sie einen Studenten immer erst einmal in Schwierigkeiten geraten, bevor Sie ihm heraushelfen. Helfen Sie einem Studenten niemals, bevor er in Schwierigkeiten ist. Wenn z.B. jemand die Übungen des Kommunikationskurses schnurstracks bis zum bitteren Ende durchmacht und alles gut und reibungslos läuft, was wollen Sie dann tun? Wollen Sie etwas finden, was Sie ihm beibringen können? Was wollen Sie tun diesen Kerl solange quälen, bis Sie etwas finden können, oder besser gesagt etwas hervor bringen, was falsch sein könnte? Warum würden Sie da überhaupt etwas unternehmen? Sehen Sie, ich will lediglich diese Sache betonen. Warum würden Sie da überhaupt etwas unternehmen? Es gibt da keine Schwierigkeit, die Ihr Eingreifen erfordern würde.
Warum sich also Sorgen machen?
Das ist einer der Gründe, warum es ein Fehler ist, eine ganze Gruppe mit einheitlicher Geschwindigkeit studieren zu lassen. Sehen Sie, einige Studenten geraten in Schwierigkeiten, die der Lehrer nicht entdeckt, und andere Studenten geraten in keine Schwierigkeiten - und die Lehrer versuchen einfach, ein Mittelmass an Schwierigkeiten für den ganzen Kurs bzw. die ganze Klasse zu schaffen. Die richtige Lösung ist, einen Studenten gegen all die Ziegelmauern laufen zu lassen, gegen die er laufen will, und lediglich der Tatsache gegenüber wachsam zu sein, dass ein Student gegen eine Ziegelmauer gerannt ist. Wenn er gegen eine Ziegelmauer gerannt ist, dann müssen Sie erkennen, dass er einen Gradienten, einen Schritt oder einen Punkt in Angriff nahm, der nach der Stelle kam, wo er etwas nicht verstanden hat. Das ist elementar.
Und die nächste Regel, die unbedingt eingehalten werden muss, ist: Nehmen Sie mit dem Studenten niemals das in Angriff, was er nicht versteht. Es ist Zeitverschwendung. Er weiss nicht, was er nicht versteht. Gehen Sie immer auf dem Gradienten zurück. Was haben Sie unmittelbar davor studiert? Sie verwenden die gleiche Methode, die ich Ihnen schon vorher geschildert habe. Wann hatten Sie noch keine Schwierigkeiten? Ach, das war hier, damit hatte ich keine Schwierigkeiten. Das war alles leicht. Gut, und wann genau haben die Schwierigkeiten begonnen? Oh, bei diesem furchtbaren Zeug da. Äh - das ist schrecklich schwierig. Sie haben jetzt das Problem eingegrenzt, nicht wahr? Sie haben zwei Eingrenzungen gefunden. Sie haben die Stelle, wo noch keine Schwierigkeiten vorhanden waren, und Sie haben die Stelle, wo es Schwierigkeiten gab, und jetzt müssen Sie erkennen, dass Sie genau im Niemandsland zwischen diesen beiden Stellen die wirkliche Schwierigkeit finden werden. Der kluge Ausbilder, der das weiss, könnte die Schwierigkeit daraufhin schnell finden. Tatsächlich muss er dazu nicht einmal besonders klug sein. Es geht etwa so: Gut. Sie sagen also, dass Sie bei diesem Bulletin bis an diese Stelle hier keinerlei Schwierigkeiten hatten - und Sie würden die Sache schliesslich finden. Wenn ich grosse Schwierigkeiten mit diesem Burschen hätte, würde ich sogar soweit gehen, ihn ans E-Meter zu nehmen. E-Meter sind zur Verwendung da. Ich würde sagen: Sie hatten also keine Schwierigkeiten mit dem ersten Absatz und auch keine Schwierigkeiten mit dem zweiten Absatz und Sie sagen, dass hier, etwa beim fünften Absatz, Schwierigkeiten aufgetaucht sind. Schauen wir uns einmal den fünften Absatz an. Ja, da gibt es einen Druckfehler in diesem Absatz - ja, Sie haben ganz recht. Da ist einer. Nun, schauen wir mal. Vorher haben Sie den vierten Absatz gelesen, den vierten Absatz. Sie hatten keine Schwierigkeiten beim vierten Absatz, der soundso beginnt; Sie sagen, Sie hatten keinerlei Schwierigkeiten damit? Nein, nein, ich hatte nicht die geringsten Schwierigkeiten damit.
Gut. Schauen wir einmal. Gehen wir hier zum Ende des vierten Absatzes. Hören Sie sich bitte den folgenden Satz an: Soundso und soundso. - Peng! Das E-Meter schlägt aus.
Was bedeutet das Wort Unfähigkeit?
Oh, grosser Gott! Niemand kann Unfähigkeit definieren!
Haben Sie die Idee verstanden?
Es ist nicht einmal so, dass irgendwelche besonderen geistigen Eigenheiten dahinterstecken würden.
Der Fall des Studenten braucht nicht sonderlich berücksichtigt zu werden.
Er versteht einfach dieses Wort nicht.
Wir kümmern uns nicht einmal darum, warum er es nicht versteht.
Uns interessiert lediglich, dass er es nicht versteht.
Es ist nun sehr interessant, dass dies einer der ersten Forschungsgegenstände ist, denen ich mich gewidmet habe, nämlich der Einfluss eines falsch verstandenen Wortes auf das Leben eines Menschen. Ich griff dabei einiges von dem Material auf, das mir Commander Thompson über die Assoziation von Wörtern vermittelt hatte und es gab zu diesem Thema noch eine Unmenge anderer Dinge; aber ich war plötzlich zu einer ungeheuren Annahme über diese Sache gelangt. So wie ich die Dinge sah, war es relativ nachweisbar oder auch nicht, stand aber auf jeden Fall so ziemlich im leeren Raum. Sie sprachen über Assoziation, sie sprachen über dieses, und sie sprachen über jenes. Dann stellte ich folgende Annahme auf. Es muss also so sein, dass ein Wort imstande ist, jemanden krank zu machen. Nun, was konnte an einem Wort verkehrt sein? Ich begann also, dies zurückzuverfolgen, liess Leute Wörter neu definieren und dergleichen. Ich würde nicht sagen, dass ich besonderes Glück dabei hatte, denn es gab keine Auditingtechnologie, die damit einherging, aber glauben Sie mir, die Leute waren sehr interessiert daran. Ich verwendete zu jenem Zeitpunkt keinerlei Testmethode, die mir gezeigt hätte, was das Resultat war, wenn es eines gegeben hat. Ich verlor eine Menge Leute, an denen ich arbeitete; ich weiss, dass das ein direktes Resultat davon war. Das heisst, sie gingen weg - zurück zu ihrer Arbeit und so weiter - und erschienen nie wieder in meinem Büro. Aber das zeigte noch immer nicht viel über diesen Zeitraum, denn der Sache war noch nicht ausreichend nachgegangen worden. Ich hatte niemanden, der sich ans Telefon gesetzt hätte, um diese Leute alle anzurufen und zu fragen: Warum sind Sie denn in der darauffolgenden Woche nicht wiedergekommen? Aber diejenigen, die ich deswegen kontaktierte, sagten mir: Ach, ich fühle mich jetzt gut oder Wissen Sie, ich habe im Moment wirklich andere Sorgen: ich habe nämlich in Mexiko noch keine Arbeit bekommen oder etwas dergleichen. Mit Sicherheit machte ihnen das, was ihnen vorher Sorgen gemacht hatte, jetzt keine Sorgen mehr; das war so ungefähr die einzige Schlussfolgerung, die ich definitiv daraus zog. Wenn wir also dieses umfassende Gebiet, wie man jemandem etwas beibringt, untersuchen, dann untersuchen wir, wie man jemandem Daten vermittelt, die er empfangen und so verstehen kann, dass er in der Lage sein wird, die Daten zu verwenden. Das ist die Definition für Ausbildung, die ich Ihnen neulich gegeben habe, lediglich so formuliert, dass sie mit diesem exakten Prinzip zusammenpasst, das wir jetzt gerade besprechen, und natürlich wird all das mittels Wörtern gemacht - Wörtern, Bewegungen, Aktionen oder Beispielen. Es sind aber auf jeden Fall einige Wörter daran beteiligt.
Wenn wir also Wörter in einem Bulletin haben, wenn ein Ausbilder Wörter zur Kommunikation verwendet, wenn Ihre Wörter einen Ihrer Studenten erreichen, dann sollten Sie übrigens nicht so empfindlich sein, was das Vokabular der Lehrebetrifft; denn hören Sie, Sie können dadurch, dass Sie zwei deutlich verschiedene Dinge nicht verschieden benennen, eine genauso grosse Katastrophe bewirken, wie wenn Sie eine Sache zu kompliziert benennen. Ich erlebte ein Beispiel dafür in dem anderen Kurs, den ich nebenher studiere. Es ging dabei um Grundbeleuchtung und Profil-Grundbeleuchtung. Ich näherte mich dem Ende des Kursheftes über Portraitbeleuchtung, mit dem ich schreckliche Schwierigkeiten gehabt hatte. Während ich dieses Heft durcharbeitete, hatte ich die ganze Zeit Schwierigkeiten damit Schwierigkeiten über Schwierigkeiten, dann kam ich irgendwie durch, kam wieder durcheinander, klärte die Verwirrung wieder usw. Und ich fand heraus, dass die Leute, die dieses Buch geschrieben hatten, die Sünde begangen hatten, zwei ganz verschiedene Dinge mit demselben Wort zu bezeichnen - nämlich Grundbeleuchtung. Ich sagte mir: Nun, warte mal, bevor ich dieses Examen mache, gehe ich besser noch einmal durch, mit was ich es hier zu tun habe. Schauen wir einmal - es gibt drei Arten der Beleuchtung: eine davon ist die Rembrandt-Beleuchtung, die zweite ist die Schmetterlings- Beleuchtung, und die dritte ist - - sie will mir nicht einfallen. Schauen wir einmal. Gehen wir das noch einmal durch. Übrigens, damit Sie jetzt nicht bei einem dieser Ausdrücke hängenbleiben, will ich Ihnen verraten, dass es einfach Bezeichnungen für verschiedene Aufbaupositionen der Lampen sind. Ausgefallene Namen sind das, nicht wahr? Rembrandt-Beleuchtung und Schmetterlingsbeleuchtung. Der Name Schmetterlingsbeleuchtung kommt daher, dass bei dieser Beleuchtungsart ein kleiner Schatten unter der Nase entsteht, der eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Schmetterling hat. Wenn die photographische Beleuchtung also einen kleinen Schatten unter der Nase bewirkt, dann nennt der Profi das eine Schmetterlingsbeleuchtung. Und Rembrandt-Beleuchtung bedeutet, dass die Teile des Gesichts, die der Kamera am nächsten sind, weniger hell beleuchtet sind als die Teile, die weiter von der Kamera entfernt sind. Es ist aber nicht eine Beleuchtung durch Gegenlicht, um Silhouettenwirkung zu erzielen, sondern bedeutet einfach, dass der vordere Teil des Gesichts weniger hell beleuchtet ist. Es ist eine sehr schöne Beleuchtung. Aber es gibt nicht sehr viele Arten, wie man die Lampen zusammenstellen kann. Mein Gedankengang war also folgender: Da sind also zwei Beleuchtungsarten - was ist die dritte? Was ist die dritte? Sie fällt mir nicht ein. Welche war das noch? Ich werde zurückgehen und das ganze noch einmal studieren. Ich studierte es also sehr sorgfältig von vorne bis hinten, studierte es und schaute es mir an. Dann war ich durch und sagte mir: Jetzt habe ich es alles. Ich bin zurückgegangen. Gut. Es gibt also drei Arten von Beleuchtung Rembrandt-Beleuchtung, Schmetterlingsbeleuchtung und - - wohin ist die dritte Art verschwunden? Ich schaute in meinen Kopf hinein. Habe ich dieser Tage etwa ein Loch im Kopf? Schliesslich sagte ich: Da geht etwas ganz Komisches vor sich, denn ich kannte damals nichts wirklich Vergleichbares, da ich erst dabei war, das Studieren zu studieren. Ich wusste nicht, welche grosse Auswirkung eine Verwirrung bei einer Definition haben kann.
Ich ging also zurück und suchte und suchte, und nach langem Suchen fand ich schliesslich, was es war. Es gibt da eine ganze Sparte, ein ganzes System der Beleuchtung, das Grundbeleuchtung genannt wird. Es ist einfach elementare Beleuchtung. Man hat zwei Lampen, und man richtet z.B. eine von vorne und die andere von der Seite auf die Person, und das ist alles. Und die verschiedenen Möglichkeiten, wie man das tun kann und wie der Kopf oder die Schultern der Person dabei gedreht sind, liefern einem diese ganze Sparte der Beleuchtung. Es ist nichts Ausgefallenes daran - die anderen beiden Beleuchtungsarten sind die ausgefallenen Beleuchtungen, aber diese hier, bei der es fast nur heisst: Beleuchten Sie die Person!, war diejenige, die bei mir nicht hängenbleiben wollte. Der Grund dafür war, dass es eine Art der Schmetterlings-Beleuchtung gibt, die Profil-Grundbeleuchtung heisst. Jeder weiss, dass das eine Schmetterlings-Beleuchtung ist, aber alle professionellen Photographen nennen sie kurz Grundbeleuchtung. Es gibt also einerseits eine Art der Schmetterlings-Beleuchtung, die Grundbeleuchtung heisst, aber andererseits wird auch eine ganze Sparte der Beleuchtung Grundbeleuchtung genannt, und weil diese Leute in ihrer Nomenklatur nicht genügend differenzierten - weil sie, mit anderen Worten, nicht genug Fachausdrücke hatten - kam alles durcheinander, was zu einer totalen Verwirrung führte. Nun, das war die Verwirrung der Leute, die das Gebiet lehrten, denn als Student musste man offensichtlich in diese Fallgrube stürzen. Diese Leute haben geradezu eine Grube ausgehoben, unten einen spitzen Pfahl angebracht und das ganze mit Zweigen zugedeckt. Und Sie haben hier auch eine solche Falle. Machen Sie sich nun auf eine kleine Line- Charge gefasst. Sie haben eine Unzulänglichkeit der Nomenklatur. Ich weiss, dass Sie sich das nie hätten träumen lassen, aber wenn Sie einmal daran denken, wie viele Dinge es im Verstand gibt, die wir bereits behandelt haben, dann erkennen Sie, dass es dafür nicht viel Nomenklatur gibt. Wenn Sie mal an die paar kleinen Dinge denken, die es für die Mediziner im Verstand gegeben hat, und an das riesige Aufgebot an Nomenklatur dafür, dann haben wir eine enorm grosse Anzahl von Teilen und Dingen im Verstand und nicht viel Nomenklatur dafür. Und wir haben tatsächlich nicht genug Nomenklatur; das wäre wahrscheinlich die letzte Sünde, die man Ihrer Meinung nach der Dianetik vorwerfen könnte, aber es stimmt. Und Sie werden mir da gleich zustimmen. Es gibt da eine Sache, die ARC-Break-Assessment genannt wird, und eine andere Sache namens Bypassed-Charge-Assessment, und kaum einer von Ihnen ist je in der Lage gewesen, diese beiden Dinge auseinanderzuhalten oder eines von ihnen durchzuführen. Ich habe kürzlich beobachtet, dass Sie bei dieser einen Sache in so viele Fallgruben gefallen und Bärenfallen gelaufen sind, dass man sie schon gar nicht mehr zählen kann. Ein Bypassed- Charge-Assessment ist nämlich kein Assessment, es ist Auditing nach Listen, und seine Bezeichnung sollte Auditing nach Bypassed-Charge-Listen oder Auditing nach Listen für Bypassed-Charge lauten. Es ist kein Assessment. Sehen Sie, Sie fingen also an zu glauben, dass ein Assessment etwas ist, das nichts mit Auditing zu tun hat, und das ist richtig. Ein ARC-Break-Assessment hat nichts mit Auditing zu tun. Sie sitzen einfach da und rattern die ganze Liste runter, während Ihr PreClear normalerweise zähneknirschend dasitzt: schliesslich sehen Sie, dass Ihr E-Meter eine Reaktion zeigt, und Sie zeigen die Bypassed-Charge an. Sie antworten nicht und Sie bestätigen nicht, und Sie sollten das bei R6-Material wahrhaftig lieber nicht tun, wenn Ihnen etwas an der geistigen Gesundheit Ihres PreClears oder Ihrer eigenen gelegen ist. Sie sitzen einfach da, rattern den Kram runter, finden die Bypassed-Charge und zeigen sie auf der Stelle an! Ein solches Assessment wird normalerweise mitten in einem ARC-Break gemacht. Wenn Sie jemanden mitten in einem ARC-Break auditieren, dann werden Sie ihn in einen Trauereffekt hineinbringen, also kann es natürlich kein Auditing sein! Aber unglücklicherweise haben wir gleich darauf etwas mit der Bezeichnung Bypassed-Charge-Assessment versehen; und dabei nehmen Sie dieselbe Liste, behandeln sie aber auf eine andere Weise, und die Person hat keinen ARC-Break, wenn Sie das machen; das ist also Auditing. Und dies ist offensichtlich für alle eine Quelle enormer Verwirrung gewesen. Warum? Weil beide Ausdrücke das Wort Assessment enthalten. Es ist also eine Unzulänglichkeit in der Nomenklatur. Ein fehlendes Wort. Können Sie mir hier folgen? Gut, darin liegt also die ganze Schwierigkeit, die Sie mit dieser Sache haben. Schlimmer ist es gar nicht, sehen Sie? Wir wissen also, dass Auditing nach Listen damit zu tun hat, jede Frage zu säubern; das ist schliesslich das Joburg-Confessional, und solche Dinge. Und Sie lesen einfach die Frage und bekommen sie beantwortet - bis sie sauber ist, und dann gehen Sie zur nächsten weiter, lesen sie vor und bekommen sie beantwortet, bis sie sauber ist. Sehen Sie, das ist Auditing nach Listen. Wir hatten also dieselbe Liste, was eine Verwirrung schuf; und wir benutzten dasselbe Wort in der Bezeichnung des Prozesses, was ebenfalls eine Verwirrung schuf, und so weiter. Und somit ist es jetzt eigentümlicherweise sehr, sehr schwer, Auditoren dazu zu bringen, diese Aktionen auszuführen. Nun, es ist merkwürdig, dass es schwierig wird, Auditoren dazu zu bringen, es zu tun. Es muss also zusätzlich zu der Fehldefinition noch eine weitere beeinträchtigende Auswirkung damit verbunden sein. Sie konnten es nicht tun. Der Auditingüberwacher rauft sich die Haare: Nun schau. Mach bitte ein ARC-Break-Assessment bei diesem PreClear, weil er drauf und dran ist, abzuhauen, und so weiter. Der Überwacher kommt zurück, und dann ist der Knabe dabei, Auditing nach Listen zu machen, wissen Sie; er macht ein Bypassed- Charge-Assessment, säubert alles, hört dem PreClear zu, wissen Sie, und so weiter, alle diese Dinge. Nein, nein, nein! Lies die Liste einfach runter, und wenn du die Ladung findest, zeigst du sie dem PreClear einfach an, und das ist alles, was dabei zu tun ist. Aha, ach so, jetzt verstehe ich. Mit anderen Worten, ein Ausdruck kann durcheinandergebracht werden, indem er für zwei eindeutig verschiedene Dinge verwendet wird. Man könnte also Verwirrung schaffen, indem man nicht genug Fachausdrücke hat. In der Tat ist es auf dem Gebiet des Verstand wahrscheinlich eine grössere Sünde gewesen, zu wenig Nomenklatur zu haben, als zuviel, denn die Dinge wurden so bezeichnet, dass man sie verwechseln konnte. Folgen Sie mir hier? Und man bekommt eine derartige Reaktion darauf. Natürlich werde ich in Kürze, sobald ich dazu komme, ein Bulletin herausbringen, in dem steht, dass ein ARC-Break-Assessment so und so und so gemacht wird und dass es kein Auditing ist; und dass es dann noch Auditing nach Listen für Bypassed-Charge gibt, und dies wird als völlig andere Aktion herausgekehrt werden. Nun, Sie werden dann feststellen, dass man es doch beibringen kann. Wir haben also hier nun zwei Dinge behandelt. Das erste ist: Wenn Sie jemanden zu steil auf dem Gradienten nach oben bringen, dann wird er mit einem Schritt immer nur deshalb nicht fertig werden, weil er über den vorangegangenen Schritt verwirrt ist; und er wird die Schuld auf den Schritt schieben, mit dem er nicht fertig wird, während er in Wirklichkeit in dem Schritt festhängt, aus dem er nicht wirklich herausgekommen ist. Das ist es, was den Bereich verschleiert und durcheinanderbringt. Und das andere ist, dass der Ausbilder weitgehend für die subjektive Reaktion des Studenten verantwortlich ist. Mensch, ist das ein neuer Ausgangspunkt! Die Einstellung des Studenten und so weiter liegt heute mit der Lehre und dem, was ich Ihnen hier beibringe, wirklich in den Händen des Ausbilders. Wenn man will, kann man fast jede gewünschte geistige Reaktion nach Belieben produzieren. Man könnte einen Studenten auch zum Abspringen von einem Kurs bringen - es würde in beide Richtungen funktionieren. Ich sage nicht, dass man das tun würde, aber wenn jemand auf einem Kurs ist und Sie einen bösen Vorsatz hätten, könnten Sie sich vornehmen: Den werde ich dazu bringen, dass er den Kurs aufgibt. Einer der Wege, es zu erreichen, wäre, zu sagen: Auf den Stühlen dort sitzen zwei Leute; eigentlich sind beide Preclears und gleichzeitig sind sie beide eigentlich Auditoren. Es gibt keinen besonderen Unterschied zwischen dem Wort Auditor und dem Wort Preclear. Eigentlich bedeuten sie gar nichts Unterschiedliches. Haben Sie das jetzt verstanden? Gut. Sie werden diesen Studenten innerhalb von etwa 24 Stunden nicht mehr auf Ihrem Kurs haben, wenn er ein Neuling war, der frisch von der Strasse hereinkam. Sehen Sie, was ich meine? Man könnte diese Reaktion bewusst produzieren. Nehmen wir nun den umgekehrten Fall. Jemand will vom Kurs abspringen. Gerade, als er hinausgehen will, sagen Sie: Welches Wort war es, das du nicht verstanden hast? Sie werden feststellen, dass er innehält, denn Sie haben schon einen Teil der Ladung einfach dadurch aufgelöst, dass Sie ihm angezeigt haben, dass es an den Wörtern liegt. Mit anderen Worten, er wird nicht weggehen. Sie können sagen: Verfolgen wir die Sache mal zurück.
Wann hat die Verwirrung begonnen?
Na ja, es war in der letzten halben Stunde.
Gut. Was geschah in der ersten halben Stunde?
Sehen Sie, und schliesslich finden Sie das Wort, und er findet erstaunt heraus, was es bedeutet.
Mit anderen Worten, es gibt eine Methode, mit der es in Ihrer Hand liegt, ob der Knabe bleibt oder geht. Der Ausbilder erzielt einfach durch die Unterrichtsmethode, die er verwendet, diese Wirkung bzw. dieses Resultat. Ganz schön gewieft, hm? Es gibt noch mehr dazu, es gibt auf diesem Gebiet noch mehr zu lernen, aber diese Dinge stechen wie ein Leuchtfeuer hervor. Der frühere Gradient, der frühere Teil des Gradienten, ist die Stelle, wo der Student gescheitert ist. Jetzt kommen wir zum anderen Teil davon: Es ist in Wirklichkeit immer ein Wort oder ein Ausdruck. Ein Wort oder ein Ausdruck können natürlich unzulänglich sein. Mir ist gerade so etwas untergekommen. Niemand hat sich die Mühe gemacht, mir zu verraten, warum man bei einer bestimmten Kombination einen Gelbfilter verwendet, und auf all den Illustrationen in meinem Lehrbuch ist dieser Gelbfilter zu sehen. Was hat er dort zu suchen? Warum ist er da? Ich weiss es nicht. Es wurde mir nicht verraten. Man verlangte nicht, dass ich weiss, warum da ein Gelbfilter ist. Aber dennoch bremste es mich ein wenig. Ich weiss, dass es dabei einen Aspekt gibt, den ich nicht kenne. Sie sehen also, der Text könnte unklar ausgedrückt sein, oder der Verfasser könnte die Daten weggelassen haben oder einem aus Versehen die Information vorenthalten haben. Ein Druckfehler kann so etwas bewirken. Angenommen, in einem Satz fehlt das Wort Katze, und er lautet lediglich: Der Hund jagte eine. Wenn wir jetzt den Studenten fragen, um welche Aktion es sich hier handelt, wird er verwirrt sein. Und Sie müssen sicherlich nicht weit in die Ferne schweifen, um herauszufinden, worüber er verwirrt ist. Der Fehler könnte also nicht nur beim Studenten, sondern auch beim Text liegen. Wenn der Text aufgrund eines Druckfehlers oder aus irgendeinem anderen Grund nicht klar und eindeutig ist, wird dem Studenten die Information nicht klar übermittelt, und dann wird er verwirrt. Es ist also nicht immer seine Schuld, wenn er verwirrt ist. Sie können manchmal den Text, den er studiert hat, in die Hand bekommen, einfach einen Blick darauf werfen und plötzlich sehen, dass da zwei Absätze fehlen. Es sind die Absätze, die etwas definieren. Jemand hat z.B. beim Vervielfältigen zwei Absätze ausgelassen irgend so etwas ganz Blödes. Sie sehen, dass sämtliche Wörter, mit denen eine Auditing- Session beschrieben wird, definiert sind, mit Ausnahme von Auditor und Preclear. Das kann schon eine gewisse Menge an Verwirrung schaffen. Insgesamt zeigt sich also, dass die Schuld für die Verwirrung nicht unbedingt beim Text liegt, aber auch nicht unbedingt beim Studenten. Wir versuchen hier nicht, jemandem stets die Schuld zuzuschieben. Wir zeigen Ihnen einfach, dass irgend etwas nicht verstanden wurde. Es könnte auch der Fehler des ersten Volksschullehrers der Person sein, der ihr z.B. nie gesagt hat, was irgendein kleines Wort wie Gegenseitigkeit bedeutet. Wir haben uns also einen guten Überblick über diese Sache verschafft. Machen Sie davon auf der Grundlage Gebrauch, dass dies die Faktoren sind, die man als Ausbilder beachten muss. Sie können jetzt all diese Dinge kombinieren. Sie können sehen, warum jemand den Gradienten nicht geschafft hat, oder Sie können ihn nach der Ursache dafür fragen. Sie können den Punkt ausfindig machen, wo er sich nicht von einem Punkt auf dem Gradienten zum nächsten bewegt hat, und Sie können herausfinden, warum er das getan hat. Wir können sehen, dass die Nomenklatur und andere Dinge für die Schwierigkeiten verantwortlich sein könnten - eine fehlende Definition könnte z.B. dafür verantwortlich sein. Wir können sehen, dass sowohl das Fehlen von etwas als auch eine existierende Sache dafür verantwortlich sein können. Und wir sehen auch, dass die Person eigentlich keine Ahnung davon hat, worüber sie verwirrt ist, denn sonst wäre sie nicht verwirrt, und dass der Ausbilder, der die beste Ausbildung gibt, tatsächlich niemals versucht, das Problem zu lösen, über das der Student anscheinend verwirrt ist. Wir sehen, dass der gute Ausbilder das niemals tun würde. Warum nicht?
Er ist bereits eine Stufe auf dem Gradienten verspätet, also würde er lediglich noch verwirrter werden als der Student, weil er nicht verstehen könnte, warum der Student diese Sache nicht begreifen kann.
Im Text heisst es: Katzen sind manchmal weiss.
Der Student sagt: Ja, aber ich weiss nicht, warum sie weiss sind usw. Hat nicht schon Benjamin Franklin so etwas gesagt? Ich bin nicht sicher, was - was - was ist das? Bla bla bla bla -
Wenn der Ausbilder jetzt sagen würde: Warte mal. Hast du schon einmal eine Katze gesehen? Hast du je eine Katze gehabt? Weisst du irgend etwas über Katzen?
Gehen wir zum Lexikon und schauen wir uns ein Bild von Katzen an, so wäre das alles Zeitverschwendung. Der wirkliche Grund für die Verwirrung des Studenten liegt nämlich z.B. im Absatz davor, wo das Wort Feliden vorkam. Sehen Sie, er weiss nicht, was das ist. Er wusste nicht, dass es etwas mit Katzen zu tun hat, aber er blieb an dieser früheren Sache hängen. Seine scheinbare Verwirrung ist also fast nie die Verwirrung, in der er tatsächlich steckt, und der Ausbilder, der das weiss, wird keine wirklichen Schwierigkeiten damit haben, die dummen Fragen, die ihm gestellt werden, zu beantworten, denn er gibt sich einfach gar nicht mit ihnen ab. Er möchte wissen, was die Person wirklich nicht verstanden hat. Wenn ihn aber jemand nach der Definition eines Wortes fragt, so beantwortet er diese Frage, und das ist alles. Sind Sie damit zufrieden? Vielen Dank.

KONFRONTIEREN
Auf jedem Gebiet ist als erste Voraussetzung die Fähigkeit erforderlich, die verschiedenen Bestandteile (Dinge, Teile, Teilbereiche) des Gebietes selbst zu konfrontieren. Alle Missverständnisse, Verwirrungen, Auslassungen und Abänderungen auf einem Gebiet beginnen mit Fehlschlägen im Konfrontieren oder der Nichtbereitschaft zu konfrontieren. Der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Piloten hängt selbstverständlich von stetigem Studieren und Üben ab; aber dem liegt die Fähigkeit zugrunde, die Bestandteile des Studierens und die Bestandteile von Flugzeugen zu konfrontieren, welche bestimmt, ob die Person studieren und üben wird. Ein schneller Student, womit wir einen Studenten meinen, der rasch lernt, oder jemanden, der ein Gebiet schnell begreift, besitzt eine grosse Fähigkeit, dieses Gebiet zu konfrontieren. Der Dompteur, in einem aufregenden Beruf arbeitend, bleibt dann am Leben, wenn er wilde Tiere konfrontieren kann. Derjenige, der sie nicht konfrontieren könnte, wäre in seiner Wahrnehmung zu langsam, um lange zu leben. Betrachten wir ein gewöhnlicheres Arbeitsgebiet, so sehen wir, dass die schnelle Schreibkraft das Studieren und das Tippen von vornherein konfrontieren konnte, die langsame Schreibkraft dagegen konnte und kann es nicht. Die Verwirrungen über Talent, angeborene Fähigkeit und dergleichen lösen sich weitgehend auf, wenn man erkennt, welche Rolle die Fähigkeit des Konfrontierens spielt. Grundlegend gilt, dass wenn man mit etwas zusammen einfach da sein kann, man dann die Fertigkeit erlangen kann, damit zu kommunizieren und damit umzugehen - was immer es auch ist. Bevor die Kommunikation mit den Bestandteilen eines Gebietes richtig beginnen kann, muss man also imstande sein, zusammen mit den Bestandteilen des Gebietes bequem da zu sein. Jegliche Macht hängt von der Fähigkeit ab, eine Position im Raum zu halten. Um zu kommunizieren, muss man eine Position im Raum halten können. Dies trifft sogar im physikalischen Universum zu. Sie können einen Stuhl nicht bewegen, wenn Sie nicht imstande sind, selbst eine Position in der Nähe des Stuhls zu halten. Wenn Sie es nicht glauben, versuchen Sie es einmal.
Die Fähigkeit, mit etwas zu kommunizieren, geht also der Fähigkeit, mit Dingen umzugehen, voraus. Aber bevor man mit etwas kommunizieren kann, muss man imstande sein, an einem Ort in seiner Nähe zu sein. Das uralte Rätsel, warum manche Studenten in einem Fachgebiet, das sie studiert haben, die besten Noten erreichen, ohne dann imstande zu sein, auch nur einen Bruchteil der Daten anzuwenden, findet seine Lösung in dieser Tatsache über das Konfrontierens. Diese Studenten können das Buch, den Kurs und den Gedanken konfrontieren. Sie haben jedoch nicht die Fähigkeit erlangt, die physikalischen Gegenstände zu konfrontieren. Immerhin können solche zungenfertigen Studenten das Buch, das Papier und den Gedanken konfrontieren. Einen Teil des Weges haben sie damit schon geschafft. Nun brauchen sie nur noch eines zu tun, nämlich auch die physikalischen Dinge zu konfrontieren, auf die das Gebiet angewandt wird, und sie wären imstande, ihr Wissen anzuwenden. Manche Leute haben nicht das Glück, zungenfertige Studenten zu sein. Sie müssen sich dahin hocharbeiten, zusammen mit Buch, Papier, Klassenzimmer und Lehrer da zu sein. Konfrontieren ist somit tatsächlich die Fähigkeit, bequem da zu sein und wahrzunehmen. Erstaunliche Reaktionen treten auf, wenn eine bewusste Anstrengung unternommen wird, dies zu tun. Mattheit, Wahrnehmungsschwierigkeiten, Benommenheit, Einschlafen und sogar Schmerzen, Emotionen und Krämpfe können auftreten, wenn man es bewusst in Angriff nimmt, zusammen mit den verschiedenen Teilen eines Gebietes da zu sein und sie bequem wahrzunehmen. Diese Reaktionen entladen sich und verschwinden, wenn man durchhält (weitermacht). Und schliesslich, manchmal schon bald, manchmal erst nach längerer Zeit, kann man da sein und den Bestandteil wahrnehmen. Wenn man erst einmal einen Bestandteil konfrontieren kann, findet man es dann leichter, andere Bestandteile zu konfrontieren. Leute verwenden geistige Tricks, um wirkliches Konfrontieren zu vermeiden - desinteressiert sein, sich darüber klar werden, dass es nicht wichtig ist, gewissermassen halb tot sein usw. - aber auch diese Dinge entladen sich schliesslich (laufen aus), und am Ende ist die Person imstande, einfach da zu sein und bequem wahrzunehmen. Blinzeln, Schlucken, Zuckungen, Beschwerden, Schmerzen, all diese Dinge sind Systeme, das Konfrontieren zu unterbrechen, und sind die Symptome des Unbehagens. Es gibt viele davon. Wenn sie vorhanden sind, so ist man nicht einfach da und nimmt wahr. Konfrontieren über ein Via (unter Verwendung eines Relaispunktes) ist eine weitere Methode, sich zu drücken. Die Leute, die am schlimmsten dran sind, können nicht einmal den Gedanken ertragen, da zu sein und irgend etwas wahrzunehmen. Sie laufen davon, sie geraten sogar lieber in emotionale Anfälle, als da zu sein und wahrzunehmen. Das Leben solcher Leute ist ein System von Unterbrechungen und Vias, die alle als Ersatz für das Konfrontieren dienen. Solche Leute sind nicht sehr erfolgreich. Denn Erfolg im Leben hängt nicht davon ab, dass man vor dem Leben davonläuft, sondern davon, dass man da ist und es wahrnimmt und dann in der Lage ist, Kommunikation mit ihm zu betreiben und es zu handhaben.

FACHAUSDRÜCKE
Eine Gradientenskala bedeutet, dass etwas sich stufenweise steigert oder nach und nach zunimmt. Ein übersprungener Gradient bedeutet, dass man eine höhere Stufe oder eine grössere Menge in Angriff nimmt, bevor eine niedrigere Stufe oder eine geringere Menge bewältigt worden ist. Man muss zurückgehen und erst einmal die übergangene Stufe oder Sache bewältigen, sonst wird man von da an nur Verluste in dem betreffenden Gebiet haben. Etwas flach zu machen bedeutet, etwas so lange zu tun, bis es keine Reaktion mehr erzeugt. Etwas zu überlaufen bedeutet, darüber Proteste und Verstimmungen anzusammeln, bis es nur noch eine Masse von Stopps ist. Ein jeder kann jede beliebige Sache ewig machen, solange er nicht beginnt, sie zu stoppen. Abwertung bedeutet die Handlung, etwas, das jemand anders als eine Tatsache betrachtet, zu widerlegen, herabzusetzen, in ein schlechtes Licht zu setzen oder abzustreiten.
GRADIENTEN
Im folgenden sehen Sie auf einer abgestuften Skala, die nach dem Schwierigkeitsgrad geordnet ist, einige der Dinge, bei denen man imstande sein müsste, da zu sein und sie wahrzunehmen, damit man studieren kann:
� Überhaupt anzufangen.
� Der Unterrichts- oder Arbeitsraum.
� Papier.
� Bücher.
� Schreibmaterial.
� Geräusche.
� Ein Student.
� Der Überwacher.
� Der Bereich der materiellen Bestandteile des Gebietes, das studiert wird.
� Die bewegungslose Ausrüstung des Gebietes.
� Die sich bewegende Ausrüstung des Gebietes.
� Mit dem Gebiet verbundene Massen.
� Das Gebiet als Ganzes.
Die nächsten Stufen würden daraus bestehen, zu konfrontieren, während man sich bewegt. Dies erfordert, dass man fortlaufend da ist und wahrnimmt, obwohl man unterschiedliche Positionen im Raum einnimmt. Die nächsten Stufen würden daraus bestehen, bestimmte Dinge ausgewählt zu konfrontieren, während man sich bewegt, trotz anderer Dinge, die einen abzulenken versuchen.
Dieses Bulletin stellt keine Bemühung dar, die zahlreichen Konfrontierübungen aufzuzeigen. Es ist dazu gedacht, die verschiedenen Axiome oder Gesetze zu umreissen, die erforderlich sind, um das Gebiet des Konfrontierens selbst zu verstehen. Aus diesen kurzen Notizen können sämtliche Axiome hergeleitet werden. Die fundamentalen und grundlegenden Einfachheiten des Konfrontierens selbst sind die erste Sache, die begriffen werden muss. Alle Komplexität, die irgendein Gebiet oder irgendeine Aktion umgibt, rührt von einer mehr oder weniger grossen Unfähigkeit zu konfrontieren her.

STUDIEREN - EINSCHÄTZUNG VON INFORMATIONEN Ein Vortrag LRH Tut mir leid, dass ich Sie heute warten liess, aber da war ausschliesslich Regen dran schuld. Wir haben nämlich die Walkie-Talkies ausprobiert, die wir übrigens nicht auf dem Londoner Flughafen verwenden werden. Stellen Sie sich mal vor, auf dem Londoner Flughafen tragbare Funksprechgeräte einzusetzen, gleich beim Kontrollturm. Wir haben uns ja bereits etwas zusammengebastelt, was uns ermöglicht, mit Hilfe eines kleinen Walkie-Talkies über eine Entfernung hinweg photographische Blitzlichter auszulösen - eine sehr trickreiche Sache. Wir kommen wirklich auf sehr hinterhältige Ideen. Und obwohl wir es nicht machen werden, klingt es mir regelrecht in den Ohren: Hier Kollisionsgespenster. Wir sind im Anflug auf die nördliche Startbahn. Geben Sie uns bitte eine Einflugschneise. Sehr witzig! Professionelle Photographie und Amateurphotographie sind Abgründe weit voneinander entfernt, und an der Profifront muss man alle möglichen verrückten Mittel einsetzen. Praktisch muss keine geringere Instanz als das Luftfahrtministerium eine spezielle Genehmigung erteilt haben, bevor man sich in England mit einem Photoapparat in der Nähe von Flugzeugen betätigen darf. Man muss sich durch entsprechende Belege erst einmal glaubhaft machen, nicht wahr, indem man einen ganzen Stapel von Ausweisen und Mitgliedskarten vorzeigt, und dergleichen. Das Ministerium hat uns die Genehmigung erteilt, auf den Flughafen zu gehen und die Landung eines hypothetischen Studenten zu photographieren; die ganze schöne Sicht des Flughafens, und was Sie von England zu sehen bekommen haben, das werde ich also in zwei, drei Wochen mal einfach zum Spass dort photographieren. Wenn Ihre Schnappschüsse also nichts geworden sind, dann kann ich Ihnen ein paar Abzüge geben. Das ist bissig, nicht wahr? Ich führe Ihnen nur einmal vor, was als die angebrachte Einstellung gegenüber einem Scientologen angesehen wird, der gerade erst in der Ausbildung oder ganz am Anfang steht, verstehen Sie? So, wir haben heute also den 11. August 1964, und dies ist der Spezielle Saint- Hill-Unterweisungskurs. Und wir werden unsere Vorträge auf dem Gebiet des Studierens wiederaufnehmen. Je mehr ich zu Ihnen über das Studieren spreche, desto besser werden Ihre Noten. Das ist sehr erfreulich. Ich glaube, das ist eine der erfolgreichsten Vortragsreihen, die ich je gehalten habe - sie zeigt die umwälzendsten und kolossalsten Ergebnisse. Wirklich phantastisch. Ich stehe daraufhin jetzt bei Ihrer Ausbildung hier nicht mehr vor schweisstreibenden Aufgaben, wenn Sie auf Sätze mit komplizierten Fachausdrücken stossen.
Ich möchte Sie daran erinnern, dass ich gegen Ende des Frühlings beschloss, das Gebiet des Studierens zu studieren und herauszufinden, worum es beim Studieren geht, und in dieser Richtung weiterzumachen. Ihre Noten verbessern sich immer mehr, je mehr ich über das Studieren spreche. Dass Leute mit dem Studieren auf Kriegsfuss stehen, liegt an einer sehr tiefsitzenden Sache, nämlich Wörtern. Aber natürlich bestehen alle GPMs aus Wörtern. Sie bestehen eigentlich nicht aus englischen Wörtern; sie bestehen aus Bedeutungen, die mit Massen verbunden sind. Diese Massen sind durchaus imstande, jemandem den Kopf abzureissen. Nun sollten Sie sich als Scientologe wirklich keine schrecklichen Sorgen darüber machen. Der Elektriker gewöhnt sich daran, mit 10.000 Volt umzugehen; der Dompteur im Zirkus hält es wirklich für nichts besonderes, den Löwen auf die Nase zu klopfen; und ich mache Sie darauf aufmerksam, dass die Leute im allgemeinen einen Horror bekommen, wenn sie zusehen, wie ein Elektriker mit Hochspannungskabeln oder dergleichen umgeht. Und wenn sie sich einen Löwendompteur anschauen (der es übrigens gar nicht leiden kann, wenn er Löwenbezähmer genannt wird, weil Löwen schliesslich niemals zahm sind; ein zahmer Löwe wäre das letzte, was man sich wünschen würde, verstehen Sie - diese Leute wollen richtig schön wilde Löwen) - wenn sie sich anschauen, wie ein Löwendompteur im Käfig steht und den Löwen auf die Nase klopft und so weiter, dann sagen die Leute: Huch! In Wirklichkeit ist es aber so, dass dieser Löwendompteur sich ziemlich unwohl fühlen würde, wenn er keine Raubkatzen um sich hätte, denen er mit der Peitsche knallen kann, verstehen Sie? Das ist sein Leben, und die allgemeine Öffentlichkeit, die in solche Dinge nicht eingeweiht ist, ist natürlich in Schrecken versetzt und ordentlich aus der Fassung gebracht, wenn sie diesen Dompteur dort im Käfig in Gesellschaft mit den Raubkatzen sieht. Clyde Beatty zum Beispiel pflegte es gleichzeitig mit einer Mischung von 40 Löwen und Tigern aufzunehmen. Und ich würde annehmen, dass er sich, wenn er mal ein paar Tage davon hätte ablassen müssen, sehr, sehr mies gefühlt hätte, verstehen Sie? Er hätte sich sehr gelangweilt und das Leben wäre ihm uninteressant erschienen. Nun gibt es noch viele andere solche Berufe und Tätigkeiten. Man fragt sich, wie um Himmels willen ein Zahnarzt es aushalten kann, Tag für Tag da zu stehen und Zähne zu ziehen. Phantastisch, aber er bringt es fertig. Man fragt sich, wie ein Chirurg da Stunde um Stunde, Jahr um Jahr im Operationssaal stehen, Eingeweide herausschneiden und den Abfall in die Mülltonne werfen kann. Wie kommt das? Was steckt dahinter? Nun, es handelt sich einfach um professionelle Vertrautheit. Und wenn Sie sich auf einem bestimmten Gebiet genügend Vertrautheit erwerben, so mag es zwar für jemand anderen fürchterlich gefährlich erscheinen und ihn aus der Fassung bringen, für Sie jedoch birgt es keinerlei wirkliche Gefahr, und es bringt Sie auch nicht aus der Fassung. Das ist sehr bemerkenswert; in jedem speziellen Bereich oder Tätigkeitsfeld besteht die Tendenz, dass man ziemlich übermenschlich wird. Und genau das wird von Ihnen in der Lehreverlangt. Ich spreche nicht davon, ob Sie sich verbessern oder ob Sie Clear oder OT werden, oder was auch immer; ich spreche einfach aus dem Blickwinkel sehr realer, knallharter Tatsachen, mit denen wir in der Praxis konfrontiert werden. GPM-Wörter sind die professionellen Gefahrenpunkte, mit denen Sie in der Lehre leben - genau wie andere Berufe ihre Löwen und ihre Hochspannungsleitungen und solche Dinge haben. Bei uns sind es eben die Wörter, die Wörter der GPMs, und dergleichen. Wenn Sie nun diese Wörter hernehmen und sie jemandem aus der Öffentlichkeit hier draussen vor die Nase knallen würden, dann könnten Sie tatsächlich beobachten, wie er grün wird und ganz plötzlich anfängt, seltsame Geräusche von sich zu geben. Nun, er geht seines Weges, spaziert irgendwo herum und fällt auf die Nase, wirklich! Und es kann durchaus passieren, dass er ziemlich krank wird, und dergleichen. Nun gut. Er ist eben einfach nicht an Löwen gewöhnt, sehen Sie? Er könnte es nicht einmal zurückverfolgen, warum er sich so krank fühlt; er weiss nichts von diesen Dingen. Nun, es ist ein ziemlich glücklicher Umstand, gerade in diesem Bereich ein Profi zu sein; denn das Leben besteht daraus, dass man es lebt, und diese Beschäftigung hat sehr viel mit dem Verstand zu tun. Tatsächlich würde es hier nicht einmal etwas geben, worin man leben könnte, und keinerlei Leben, das man führen könnte, wenn nicht ein Verstand zugegen wäre, verstehen Sie? Das Tätigkeitsfeld, sich mit dem Verstand zu befassen, hat also seine Risiken, aber es enthält natürlich sehr viele Dinge, die sehr gut sind. Und wenn Sie anfangen, mit GPMs herumzuspielen, dann wissen Sie sehr gut, dass Sie sich damit den Kopf abreissen können; Sie wissen sehr gut, dass es nicht etwas ist, womit man leichtfertig herumspielt; Sie wissen sehr gut, was die Dinger jemandem antun können. Sie sehen z.B. jemanden, der auf Krücken herumhinkt und an Arthritis leidet - Arthritis mit Ausrufezeichen, nicht wahr, und dergleichen Dinge - was ist mit diesem Manne los? Nun, er ist einfach total in irgendein GPM verstrickt; das ist wirklich das einzige, was mit ihm verkehrt ist. Selbst wenn es sich um ein Engramm handelt, dann wird es immer noch durch ein GPM am Platz gehalten. So lebt er, und das ist es, was mit ihm vor sich geht. Sie haben Leute sagen hören: Spielt ja gar keine Rolle Stöcke und Steine, das bricht mir die Beine - doch Wörter, die können ja nie im Leben - Ach nein?? Nun, das Berufsrisiko des Scientologen ist die Tatsache, dass er es mit Bedeutungen zu tun hat und es mit Massen zu tun hat; und man verbindet die richtige oder geringfügig verkehrte Masse mit der richtigen oder geringfügig verkehrten Bedeutung, und auf die eine oder, andere Weise gelangt man zu dieser falschen Zusammenstellung, und schon hat man katastrophale Folgen; tja, wo einen das Leben so manchmal hinführt - Und Sie wollen die Antworten auf die Fragen wissen: Was ist das menschliche Verhalten? Was sind die Grundelemente des Daseins? Was bewirkt, dass Materie aufrechterhalten bleibt? Der Physiker da draussen, der ist damit beschäftigt, die Erhaltung der Materie zu studieren oder vielmehr die Erhaltung der Energie -, und das beschäftigt ihn, das Studium der Erhaltung der Energie. Er fährt damit fort und fort und fort, und er richtet sich damit selbst zugrunde. Früher oder später wird er darauf stossen, alle Energie kaputtzumachen oder so etwas, was seine Version eines GPMs darstellen wird, und er wird z.B. eine Atombombe bauen. Sehen Sie, er muss in dieser Richtung etwas machen. Es wird zwanghaft bei ihm.
Der Psychiater und der Psychologe arbeiten in der heutigen Welt sehr geschäftig mit einem Gebiet, das sie als Motivforschung bezeichnen; ein sehr interessantes Gebiet! Ich empfehle jedem Scientologen und insbesondere Leuten, die in den Organisationen mit Werbung zu tun haben, das Buch Die geheimen Verführer zu lesen. Nun, das ist ein sehr interessantes Buch. Obschon es zwischen den Zeilen versucht, sich über die Idee der geheimen Verführer lustig zu machen, gibt es einem doch eine sehr gründliche Abhandlung über die Techniken, die heutzutage von modernen Werbeagenturen benutzt werden und von anderen Leuten, die sich damit befassen, die Öffentlichkeit zu erreichen. Und man stellt auf diesem Gebiet heute Psychiater und andere Leute dieser Art dafür ein, Motivforschung zu betreiben und einen Haufen blödsinnige Fakten herauszufinden. Die meisten ihrer Fakten sind blödsinnig, weil sie nicht wissen, auf welcher Grundlage die Menschen existieren. Sie wissen nicht, wie der Mensch funktioniert, usw. Aber wenn ein Scientologe das liest, besonders ein Auditor, der eine Ausbildung bei Saint Hill erhalten hat, und vor allem, wenn er sich im Bereich der Klasse VI befindet - wenn der das nun liest, dann kann er diese ganze Sache einfach uminterpretieren. Diese Burschen haben ein Fundament gelegt, sie haben ein wunderschönes Musikstück; doch fehlen ihnen die Worte zu der Musik, verstehen Sie? Sie haben eine phantastische Idee, dass sie Menschen vielleicht auf die eine oder andere Weise beeinflussen und lenken können, aber sie wissen nicht, welche Wörter sie zu der Melodie hinzugeben sollen. Sie tapsen noch immer in ihrer Freudschen Analyse herum und versuchen den Kauf von Seife zu motivieren, indem sie jemandes Libidokomplex wieder in Gang setzen, der bei ihm im Alter von drei Jahren entstanden sein soll, verstehen Sie? Sie versuchen auf die eine oder andere Weise etwas zu restimulieren, um ihre Seife zu verkaufen. Und sie haben die Buttons nicht. Ich will es mal so sagen: sie spielen ein Klavier ohne Tastatur. Sie machen dennoch Lärm darauf. Ich weiss nicht, wie sie es fertigbringen, aber irgendwie machen sie Lärm darauf. Nun ist das in der heutigen Welt tatsächlich eine der höchstbezahlten Aktivitäten: die Welt der Reklame und der Verkaufspolitik. Das ist eine jener Aktivitäten, die in der heutigen Welt am besten bezahlt werden. Diese Leute lassen heutzutage ungeheure Geldsummen in die Taschen der Psychiater usw. strömen, um herauszufinden, wie der Mensch funktioniert. Natürlich betreiben sie keine wirklich grundlegende Forschung. Sie brausen, was das Material betrifft, noch immer im Kindergarten herum, verstehen Sie? Aber hier sind diese Burschen, versuchen die Öffentlichkeit zu erreichen, versuchen Produkte zu verkaufen und dergleichen, und haben sich an Psychiater und Psychologen gewandt, um von ihnen die Antworten zu erhalten. Nun, sie haben sich an die Falschen gewandt; und wie jeder unbedarfte Rekrut in einer tölpelhaften Truppe werden sie wahrscheinlich ihre Fusstritte dafür einstecken. Sie verlieren ab und zu Geld auf diesem Wege, und sie machen Fehler. Aber wenn Sie über den Verstand wirklich Bescheid wissen, dann werden Sie sich, wenn Sie sich diese Dinge einmal zusammenreimen, darüber wundern, wieso irgend jemand je Schwierigkeiten mit Verbreitungsarbeit haben sollte. Nun ist natürlich diese Art der Verwendung ein degradierter Gebrauch dieser Informationen.
Es wäre eine Erniedrigung Ihres Wissens auf dem Gebiet des Verstand, wenn Sie es lediglich dazu verwenden würden, den Leuten Schweinesülze in Gläsern oder so etwas zu verkaufen, verstehen Sie?
Das ist blödsinnig. Das wäre so ähnlich, wie wenn man einen Mercedes verwenden würde, um Walnüsse damit zu knacken. Unternehmungen dieser Art werden Ihnen also als Tätigkeitsfeld nicht empfohlen. Ich weise lediglich auf eine minderwertige Aktivität hin, die in der heutigen Welt vor sich geht und riesige Geldsummen aus den Taschen der Warenhersteller verschluckt; aus jeder Illustrierten knallt einem lautstark dieses Zeug entgegen. Sie brauchen nur den Fernseher einzuschalten, und schon haben Sie die Produkte der Motivforschung vor sich. Sie schlagen eine Illustrierte auf, und Sie sehen Motivforschung. Sie schlagen eine Zeitung auf und lesen die Anzeigen, und was haben Sie vor sich? Motivforschung. Sie können sich einen Wahlkampf anschauen, und Sie werden feststellen, dass die Kandidaten in diesem Wahlkampf sich gemäss den Ergebnissen der Motivforschung verhalten. Tatsächlich hat Eisenhower, als er zum Präsidenten der USA gewählt wurde, den Wahlkampf aufgrund der Arbeit gewonnen, die eine Werbeagentur auf dem Gebiet der Motivforschung geleistet hat; und diese Werbeleute stellten fest, dass das Land sich nach einer Vaterfigur sehnte. Man baute ihm also ein Vaterimage auf, und er wurde natürlich gewählt. Er war sogar ein ziemlich gutes Vater-Image, wenn Väter nichts anderes tun, als Western-Romane zu lesen. Aber man hat diesen Knaben auf diese Weise aufgebaut. Und so dreht sich die Welt. Wenn Sie nun wissen möchten, wie Sie inmitten einer ungeheuren Verwirrung ruhig und friedlich leben können - dann brauchen Sie wirklich nichts weiter zu wissen als die Antworten, die grundlegenden Antworten; und wenn Sie die grundlegenden Antworten wissen, so machen Ihnen diese Dinge zu 90% der Zeit keine Sorgen, und während der anderen 10% Ihrer Zeit können Sie etwas daran machen. Folgen Sie mir? Wissen ist etwas, das durch Studium erlangt wird. Nun ist es so, dass dieses ganze Gebiet der Wörter eine Menge Fallgruben für jemanden bereithält, der bemüht ist, herauszufinden, was vor sich geht und wie die Welt zusammengesetzt ist. Wörter - ein Weg, auf dem es von Fallen wimmelt. Bedeutung - was ist das? Wie findet man irgend etwas heraus? Nun, wenn man heutzutage etwas über eine Sache herausfinden will, so tut man es mit Hilfe von Wörtern. Die Information wird mit Wörtern vermittelt werden, Sie werden Dinge durch Wörter herausfinden, und diese Wörter enthalten Fallgruben. Sie entsprechen den GPMs, dem Grundgerüst des Verstand. Durch sie ist der Verstand mit Knopfdruckmechanismen versehen. Nun, der Verstand ist schrecklich mit Knopfdruckmechanismen versehen; wenn Sie also den Satz lesen: Die Katze war schwarz, und sich komisch fühlen, oder wenn Sie sich durch diese Aussage Die Katze ist schwarz abgestossen fühlen, dann sind Sie, wenn Sie nicht wissen, was Sie da machen, nach Ihrer Auffassung einfach vom Gebiet des Katzenstudiums abgestossen, oder Sie fühlen sich davon abgestossen, etwas über Katzen zu studieren oder sich Wissen über Katzen anzueignen, oder irgend etwas in dieser Art, verstehen Sie? Mit anderen Worten, der Weg ist Ihnen hier verbaut; denn Sie lesen die Aussage Die Katze war schwarz, und Sie fühlen sich komisch, und deshalb sagen Sie sich: Ich darf nichts über Katzen studieren, verstehen Sie? In Wirklichkeit hat es nichts mit Katzen zu tun, es liegt an dem Wort schwarz.
Man stellt fast immer fest, dass man, wenn man etwas nicht studieren kann, die Ursache dafür dem falschen Teil des Satzes oder dem falschen Teil der Studiermaterialien zuschreibt. Denn die wirkliche Ursache ist etwas, was man nicht konfrontiert und von dem man nicht glaubt, dass man es konfrontieren kann - daher lässt man sich ablenken und konfrontiert etwas anderes. Das Grundprinzip, das Sie hinsichtlich Wissen und Studieren kennen sollten, ist folgendes: Erstens, selbst dann, wenn Sie einfach einen Baum anschauen, um etwas über den Baum herauszufinden, studieren Sie einen Baum. Es ist mir egal, wie flüchtig Sie es tun. Studieren wird hier nicht im Zusammenhang damit verwendet, dass man sehr, sehr nachdenklich und gründlich usw. ist. Sie schauen sich diesen Baum an, um zu sehen, was für ein Baum es ist. In diesem kurzen Augenblick haben Sie den Baum studiert. Mit anderen Worten, Sie haben ihn beobachtet, um etwas weiteres über ihn herauszufinden. Zweitens können Sie die Beobachtung auch einer gedruckten Seite entnehmen. Das ist eine Beobachtung aus zweiter Hand, aber es ist nichtsdestoweniger der Weg, auf dem beinahe alles Wissen erworben wird. Denn wenn Sie ganz auf sich allein gestellt vor der Aufgabe stünden, all das Wissen, das es vom Anfang der Welt bis jetzt gegeben hat, neu zu entwickeln, dann würden Sie dumm sterben. Ich will nicht grausam sein, aber es ist wahr. Wenn Sie persönlich und allein vor die Aufgabe gestellt würden, alles Wissen, das es je über irgend etwas gab, in einem einzigen Leben zu entwickeln, dann würden Sie nur einen winzigen Teil dieser Aufgabe schaffen. Ich meine damit, es alles zu entwickeln, ohne dass Ihnen jemand anders irgend etwas vermittelt, ohne dass Sie irgendwelche Arbeiten, Texte oder irgendwie geartete Bücher zum Nachschlagen zur Verfügung hätten. Sie müssten einfach alles ganz alleine machen, indem Sie es sich ausdenken und entwickeln usw., und Sie müssten alles Wissen entwickeln, ohne von einem anderen irgendwelche Information zu erhalten, die Beobachtung aus zweiter Hand wäre. Wenn Sie z.B. etwas über Vulkane lernen wollten, dann müssten Sie losziehen und einen Vulkan finden. Sie würden bei diesem Projekt so wenig schaffen, dass Sie dumm sterben würden - dessen können Sie sicher sein. Oder Sie wären ein ausgemachter Narr, der glaubte, er wüsste alles, was es über den einen Raum zu wissen gibt, in dem er sein ganzes Leben verbracht hat. Verstehen Sie? Wissen aus zweiter Hand ist also von Wert. Wissen aus erster Hand eignet man sich natürlich durch direkte Beobachtung und Erfahrung an. Aber sogar, um direkte Beobachtung und Erfahrung zu erlangen, ist es wirklich sehr vorteilhaft, wenn man die Früchte der Beobachtungen und der Erfahrung anderer zur Verfügung hat, um davon zu profitieren. Nur auf diese Weise lässt sich irgendeine nennenswerte Kultur aufrechterhalten und voranbringen. Kulturen, in denen Analphabetentum herrscht, überleben nicht und erreichen keinen besonders hohen Stand. Die Eingeborenen des Bugga-Bugga-Stammes im hinteren Bugga- Wugga-Land existieren heute grösstenteils nicht mehr oder schwingen rote Fahnen und revoltieren gegen die Zentralregierung. Es geht ihnen schlecht. Nun, nach dem britischen Soldaten, der mit seinem Armeegewehr dorthin ging und ihnen zum ersten Mal höhere Bildung brachte, kamen nur gelegentlich andere, die ihnen irgend etwas beibrachten. Und die Eingeborenen lernten nicht schnell. Sie konnten nicht genug lesen und schreiben, um eine Kultur schnell aufnehmen zu können. Also können sie natürlich von jedem, der daherkommt, betrogen werden. Wenn der Kontakt einmal hergestellt ist und darauf dann nicht die Fähigkeit des Lesens und Schreibens folgt und wenn einem Volk keine Beobachtung aus zweiter Hand ermöglicht wird, dann verdummt es, stirbt, zerbricht, zerfällt. Sie werden von einem ungeheuren Ansturm von Einflüssen einer fremden Kultur getroffen. Diese Leute waren vorher sehr glücklich unter den Bong-Bong-Bäumen. Sie tanzten unter den Bong-Bong-Bäumen auf und ab, und das äusserste, wofür sie sich interessierten, war ihr eigener Hinterhof. Sie wussten alles über Bong-Bong-Bäume und sie wussten sehr gut, dass man nicht in Bagg-Bagg-Büsche treten darf, weil man sonst auf eine Wumm-Wumm-Schlange treten könnte. Das war ihre direkte Beobachtung. Ihre Kultur scheitert jedoch in dem Augenblick, wo bestimmte Dinge auf sie einstürmen - vor allem die abstrakten Ideen der Organisation, die abstrakten Ideen der politischen Philosophie und insbesondere die abstrakten Ideen der Ingenieurwissenschaften. Wenn ihre Kultur mit Dingen dieser materiellen Natur zusammentrifft, wo Wissen sich zu MEST gesellt oder wo die Bedeutung unmittelbar und direkt zur Manipulation von Materie verwendet werden kann, dann scheitert sie natürlich. Diese Leute sind nicht in der Lage, Armeegewehre herzustellen. Sie sind nicht in der Lage, sich selbst zu einer richtigen demokratischen Zivilisation zu organisieren, egal wie viele Entwicklungshilfegelder ihren gierigen Politikern in die Hände gedrückt werden. Sie können betrogen, versklavt und erniedrigt werden. Was ist da passiert? Nun, sie sahen sich diesem kolossalen kulturellen Image gegenüber und wurden von ihm überwältigt. Da ist diese grossartige, glänzende Zivilisation, voll von Cadillacs, Düsenflugzeugen, elektrischen Rasierapparaten und allen möglichen seltsamen Dingen. Die Eingeborenen schauten auf diese Welt von belebter Materie, sehen Leute, die ihre Umwelt in einem Masse gemeistert haben, dass sie sich Freizeit leisten und verschiedene Dinge tun können und dass irgendein Mädchen durch das Bewegen von ein paar Hebeln 125 Pferdestärken kontrollieren kann und dies als die natürlichste Sache der Welt ansieht. Verstehen Sie? Mit anderen Worten, sie kann ein Auto fahren. Diese Analphabeten werden plötzlich mit all diesen Wundern konfrontiert, mit all diesen Dingen. Sie kennen die Wörter nicht. Sie sehen die Melodie, können sie aber nicht singen. Und das überwältigt sie einfach. Sie erleben einfach einen Cave-in und ziehen sich total zurück. Und jemand, der in Moskau voll ausgebildet wird, erfährt auch Dinge wie: Deine Brüder zu Hause sind ziemlich ungebildet, und wenn du von bestimmten Reiz-Reaktions-Mustern Gebrauch machst, dann werden sie darauf reagieren und sich plötzlich zu einer Revolution hinreissen lassen, und dann werden wir in der Lage sein, uns das ganze Land unter den Nagel zu reissen, und all die Jute bekommen, die wir brauchen. Ich meine, die ethische und geistige Natur des Kommunismus ist sehr interessant. Wenn die Kommunisten z.B. keine Jute mehr haben, dann setzen sie ihren politischen Mechanismus in Gang, um etwas Jute zu beschaffen. Sie sind an Südafrika einfach und ausschliesslich deshalb interessiert, weil sie Diamanten brauchen und Gold wollen. Es ist sehr humanitär. Sie lieben die Menschheit für das, was sie aus ihr herausholen können, und ihre ach so selbstlose Vorgehensweise ist in Wirklichkeit so kaltblütig, wie sie nur sein kann. Aber es beruht hauptsächlich auf der Tatsache, dass die Leute die Wörter nicht kennen. Schauen Sie sich den kommunistischen Wortschatz an. Er ist sehr interessant und sehr trickreich. Die politische Technologie der Kommunisten ist zu den feinsten Haarspaltereien ausgearbeitet, von denen man je gehört hat. Diese Leute wissen wirklich, wie man mit dem einen spricht, und sie wissen, wie man mit dem anderen spricht, und sie wissen, wie man mit bestimmten Leuten diskutiert, wie man etwas organisiert und wie man eine kleine Versammlung parlamentarisch in den Griff bekommt. Es wird ihnen dieses und jenes beigebracht, und sie wissen, wie man dafür sorgt, dass ein Antrag ans untere Ende des Stapels kommt - so dass er niemals drankommt und nur der Antrag gehört wird, von dem sie es wollen. Das wird ihnen sehr sorgfältig beigebracht, sehen Sie das? Technologie! Technologie! Und all dies wird ihnen mittels Wörtern beigebracht. Diese Leute waren bei der Revolution von 1917 nicht dabei. Sie haben die ganze Technologie stets dadurch gelernt, dass sie ihnen mittels Wörtern vermittelt wurde - etwa so, wie ich Ihnen Informationen und Ideen durch Wörter vermittle. Obwohl es alles aus zweiter Hand ist und das ganze Wissen nur Hörensagen ist, können diese Burschen es tatsächlich erfolgreich anwenden. Sie übernehmen die Welt. Ich sehe die Leute in den westlichen Regierungen mit den Händen in den Hosentaschen herumstehen, und sie wissen nicht, was vor sich geht. Es ist etwa so, wie wenn ein grosser, starker Bulle von einem Rudel kleiner Hunde angegriffen wird, die ihn langsam in Stücke reissen. Dieser Bulle weiss, dass ihm ein kleiner Hund nichts anhaben kann, also hat er versucht, die kleinen Hunde zu ignorieren. Er versucht sie auch weiterhin zu ignorieren, er versucht es. Und als nächstes liegt er mit aufgerissener Kehle am Boden. Er versteht nicht, worauf sie hinauswollen, und glaubt irgendwie über dem Ganzen zu stehen. Alle möglichen Einstellungen spielen da mit. Er weiss nicht genug über die Technologie des Kommunismus, daher wird er durch die Technologie des Kommunismus besiegt. Es ist überaus interessant, dass diese Technologie mündlich übermittelt wird. Sie wird gelehrt zwar nicht durch direkte Beobachtung, aber es ist Material, das vom ausgebildeten Kommunisten hier und da in direkte Beobachtung umgewandelt werden kann. Die Welt wird heute aufgrund von Analphabetentum überwältigt. Die Analphabeten der Welt werden überwältigt - es ist immer so. Diejenigen, denen es an Wissen fehlt, diejenigen, denen es an Verstehen mangelt, diejenigen, die nicht durchblicken - sie sind die Leute, die auf der Müllhalde landen. Der Tod einer Zivilisation wird durch das angesammtelte Nichtverstehen, Nichtwissen, Ignorieren und das Versagen bestimmt, die Situation zu begreifen. Es kann auch daran liegen, dass sie in zu viele eingefahrene Vorstellungen von gestern zurücksinkt, wie z.B.: Die Barbaren fallen immer an der Nordgrenze ein und kehren zur Erntezeit in ihre Heimat zurück. Und einmal kehrten sie zur Erntezeit nicht in ihre Heimat zurück, und das war das Ende von Rom. Rom war damals unwissend in bezug auf Analphabeten - die Barbaren. Die Römer erkannten nicht, dass ihr Volk sehr schwächlich geworden war. Ihnen fehlte die Information, dass ein Volk, das frei sein möchte, nicht nur über die letzte Weinernte Bescheid wissen muss. Man muss ziemlich umfassend über fast alles, was um einen herum vorgeht, Bescheid wissen. Man muss stets auf Draht sein, man muss auf der Hut bleiben, man muss bereit und wachsam sein. Der Tag, an dem Sie sich zurücklehnen und entscheiden, dass Sie über alles um Sie herum alles wissen, was es zu wissen gibt, und daher keinen Grund mehr haben, irgend etwas zu beobachten -an diesem Tag haben Sie Ihren Tod entschieden. Zwischen dem Punkt keine Beobachtung notwendig, weil ich bereits alles weiss und dem anderen Punkt keine Beobachtung möglich, weil ich keines der Wörter verstehe gibt es einen Mittelbereich, in dem das Leben gelebt werden kann. Sehen Sie jetzt, was diese beiden Extreme sind? Das eine ist: Ich weiss alles, was es zu wissen gibt. Ich brauche nichts zu beobachten. Ich brauche eigentlich nichts mehr zu erfahren, zu tun oder anzuschauen - denn ich weiss alles, was es zu wissen gibt. Das wäre das Endprodukt einer sterbenden Zivilisation oder eines sterbenden Menschen. Und das andere Extrem ist: Ich kenne keines der Wörter, ich verstehe nichts, was um mich herum vor sich geht usw. Das ist ein sehr schneller Weg zu Tod, Ableben und Verfall. Die Lösung ist also, die Wörter zu kennen und wachsam zu bleiben - das ist das Motto, das wir hieraus entnehmen können. Und Sie werden feststellen, dass immer irgendwo irgendeine neue Technologie entwickelt wird. Seien Sie neugierig genug, um herauszufinden, was es ist. Bleiben Sie wachsam, werden Sie niemals selbstzufrieden mit dem, was Sie wissen, und Sie werden recht gut weiterleben. Dies gilt besonders für jemanden, der berühmt oder prominent geworden ist, jemanden, der eine Position erreicht hat, wo er den gewöhnlichen oder mehr durchschnittlichen Menschen um ihn herum überlegen ist - er neigt dazu, sehr selbstzufrieden zu werden. Jemand lebt z.B. in der Nähe der Eingeborenen von Bugga-Wugga und kann lesen, die Eingeborenen dagegen können es nicht. Nun, dann fühlt er sich sehr überlegen und macht sich daher tatsächlich nicht einmal die Mühe, zu lesen, sehen Sie? Sollte die Lehre irgendeiner Gefahr ausgesetzt sein, so ist es diese Gefahr der Verdummung, weil die Leute dann nicht mehr der Meinung sind - dass sie beobachten müssen, anwenden müssen und am Ball bleiben müssen. Wollen Sie wissen, was der Unterschied zwischen einem erfolgreichen Menschen und einem erfolglosen Menschen ist? Der Unterschied besteht lediglich darin, dass der eine etwas verstehen und tun kann und der andere nicht dazu in der Lage ist. Wie gesagt, es gibt zwei Wege, etwas nicht zu verstehen. Einer ist, anzunehmen, dass man schon alles darüber weiss, so dass man es nicht nötig hat, zu beobachten; das ist die eine Methode des Nichtverstehens. Und der andere Weg ist, einfach die Wörter nicht zu kennen. Sehen Sie, es gibt da diese beiden Extreme. Die Person versteht es also nicht und gibt daher ihre Bemühungen auf, oder sie glaubt, alles zu verstehen, was es gibt, und macht sich daher nicht die Mühe, zu beobachten. Jede dieser beiden Aktionen führt dazu, dass die Person scheitern wird.
Diese Person wird scheitern.
Wer wird also nicht scheitern? Nun, es ist jemand, der etwas beobachten, verstehen und tun kann - jemand, der etwas beobachten, verstehen und tun kann. Angesichts der Tatsache, dass die Hauptmasse an Beobachtungen tatsächlich Beobachtung aus zweiter Hand ist, sollten Sie sich klarmachen, dass diese Beobachtung vollständig in Ordnung ist, wenn sie mit Verstehen gekoppelt ist. Aber für Beobachtung aus zweiter Hand gilt in besonderem und einzigartigem Masse, dass sie verstanden werden muss. Je weniger direkt die Beobachtung also ist, desto grösser muss das Verstehen sein. Mit anderen Worten, Ihr Verstehen muss in dem Masse zunehmen, wie Sie nicht direkt beobachten. Verstehen muss in dem Masse zunehmen, wie die Beobachtung indirekt ist. Wenn Sie einen Baum nur indirekt beobachten, dann sollten Sie besser alle Informationen über diesen Baum verdammt gut verstehen. Tatsächlich müssen Sie es seltsamerweise viel besser verstehen, als wenn Sie dastehen und den Baum anschauen würden. Verstehen ist also ein Ersatz für Masse, und die Erklärung von Verstehen ist ARC Verstehen läuft auf ARC hinaus. Beim Studieren ist Verstehen ein Ersatz für Masse. Schauen wir uns das noch einmal an: Wenn Sie keinen Baum zum Beobachten haben und Ihnen etwas über einen Baum erzählt wird, dann täten Sie gut daran, das, was Ihnen erzählt wird, wirklich zu verstehen, ansonsten werden Sie ein falsches Bild des Baumes bekommen. Wenn Sie nicht verstehen, was Ihnen über den Baum erzählt wird, oder nicht verstehen, wie Ihnen die Information über den Baum vermittelt wird, dann werden Sie am Ende kein Verstehen über einen Baum erreicht haben. Ihnen wurde diese Masse vorenthalten, weil Sie die Information über einen Umweg erhalten haben. Sehen Sie? Was ich Ihnen hier erzähle, ist sehr kompliziertes Zeug, aber es ist sehr nützlich. Wenn Sie versuchen, etwas über Bäume zu studieren, was Ihnen über eine zweite Person vermittelt wird, und keinen Baum haben, den Sie anschauen können, dann täten Sie gut daran, das zu verstehen - was Ihnen über diese zweite Person vermittelt wird. Es gibt zwei Dinge, die man in bezug auf das, was einem gesagt wird, was man liest oder was man aus zweiter Hand beobachtet, verstehen muss. Beobachtung aus zweiter Hand kann auch aufgrund eines Zeitunterschiedes hinter den Tatsachen zurück sein. Verstehen Sie? Sie sagen z.B.: Da muss ein Baum gestanden haben - denn da ist ein Baumstumpf. Und hier wird einmal ein Baum stehen, denn hier ist ein Schössling. Sehen Sie das? Ihr Verstehen kann also in der Zeit vor oder zurück gehen, und es kann hinsichtlich des Schauens direkt oder indirekt sein. Verstehen kann also auf direktem oder indirektem Schauen beruhen. Sie können da sein und den Baum ansehen - oder jemand kann Ihnen etwas über den Baum erzählen. Damit haben Sie eine Aufstellung von mehreren verschiedenen Arten von Verstehen. Es ist nun nicht unser Ziel, hier zu untersuchen, wie viele Arten und Sorten des Verstehens es gibt. Ich möchte Sie lediglich auf dem Gebiet des Studierens vor einer Tatsache warnen, und das ist die einzige Sache, die ich Ihnen gegenüber wirklich betonen möchte. Die anderen Dinge sind nur Schaufensterdekoration oder Tortenguss. Es ist interessant - das ganze Gebiet ist sehr interessant, aber diese eine Sache, die ich Ihnen hier klarmachen möchte ist folgende: Wenn Sie etwas nicht direkt beobachten, wenn Sie z.B. etwas über Bäume lesen und es nicht direkt beobachten, dann müssen Sie es besser verstehen, als es bei einer direkten Beobachtung nötig wäre. Sie müssen es besser verstehen, oder das Wissen über einen Baum wird Ihnen entgehen. Das ist recht interessant, denn es gibt unzählige Schwierigkeiten mit Informationen aus zweiter Hand. In einer alten Erzählung wird geschildert, wie vier blinde Männer jeweils einen Teil eines Elefanten betasten und dann versuchen, zu schildern, was ein Elefant ist.
Und diese weisen Männer erzählen einem alles darüber, was ein Elefant ist. Sie haben den Elefanten nicht beobachtet, denn sie sind blind, und sie geben die merkwürdigsten Abhandlungen darüber, was ein Elefant ist. Wenn wir uns also mit Beobachtung aus zweiter Hand beschäftigen, d.h. wenn wir etwas auf einem Umweg oder indirekt studieren (und damit haben wir es ja zu tun), dann müssen wir erkennen, dass in unserem Verstehen auch eine Einschätzung der Zuverlässigkeit der Information, die uns gegeben wird, enthalten sein muss. Verstehen Sie? Unser Verstehen muss beinhalten, dass wir wissen, ob es eine gute oder eine schlechte Information ist, ob es die wirklichen Daten sind oder ob sie manipuliert wurden. Mit anderen Worten, wir müssen in der Lage sein, die Wahrheit der übermittelten Beobachtung einzuschätzen. Das muss also im Verstehen eingeschlossen sein. Und das ist der Punkt, an dem der Grossteil der bewusst empfindenden Wesen - ich sage nicht einfach Menschen, denn es gibt auch andere bewusst empfindende Wesen -, wo also der Grossteil der bewusst empfindenden Wesen scheitert, wo ihnen die Dinge verkehrt laufen und wo sie wirklich Schwierigkeiten haben. Ich gebe Ihnen ein wunderbares Beispiel dafür: Es gibt heute überall Leute, die glauben, dass auf dem Gebiet des menschlichen Geistes für alles gut gesorgt ist. Diese Leute glauben, dass die Tatsache, dass sich jemand im Alter von drei Jahren über irgend etwas aufgeregt hat und krank wurde, der Grund dafür sei, dass er heute im Irrenhaus ist, und sie denken, die Ärzte würden die Sache voll verstehen, jeder würde es verstehen usw. und für dieses Problem sei schon völlig gesorgt. Nun, wir befinden uns in dem Zustand der Zivilisation, wo die Leute nicht nur sagen: Wir wissen es, sondern auch sagen: Jemand anders weiss es. Wir müssen es also nicht wissen. He-he! Was ist das? Was für eine apathische Einstellung ist das? Diese Leute sagen: Wir müssen es nicht einmal mehr wissen. Es ist in Ordnung, wenn irgendwo irgend jemand dieses Wissen hat, wenn es irgendwo ein paar Autoritäten auf diesem Gebiet gibt. Das klingt wie ein Zitat von Eisenhower. Er verliess sich immer auf Autoritäten. Eine Autorität war für ihn immer die beste Informationsquelle auf einem Gebiet. Er unternahm niemals etwas, ohne eine Autorität zu Rate zu ziehen. Das ging Hand in Hand damit, dass er keinen blassen Schimmer von irgend etwas zu haben brauchte. Er hatte niemals auch nur eine Einheit der Fernmeldetruppe in der Nähe, die ihn über nationale Krisen oder irgend etwas informieren würde, wenn er ausser Haus war und z.B. Golf spielte. Er hatte niemals direkte Informationslinien. Er entnahm sogar seine nationale Politik der Zeitschrift Newsweek. Das ist wahr! Er war an einen Punkt gekommen, wo ihm der Zeitungsreporter als Experte galt. Ich gebe zu, dass Zeitungsreporter ziemlich gut sein können, und sie glauben alle, dass sie im Handumdrehen alles in Ordnung bringen könnten, wenn man sie nur machen liesse, aber ich finde es ziemlich interessant, wenn die Politik der Zeitungsreporter zur vorherrschenden Politik einer Nation wird. Es könnte ja sein, dass diese Leute einem irgend etwas verkaufen wollen. Motivforschung könnte hier eine Rolle spielen. Man könnte sich nicht wirklich auf die Information verlassen. Zum Verstehen gehört also auch, dass man weiss, was man da zu verstehen versucht, und imstande ist, die Falschheit oder Richtigkeit seiner Informationsquellen zu beurteilen.
Zum Studieren gehört also auch, den Verlässlichkeitsgrad Ihrer Informationsquelle zu verstehen, und Sie müssen eine gewisse Vorstellung davon haben. Das ist eine Sache der Erfahrung. Sie sagen z.B.: Dieser Bursche erzählt mir, was er für wahr hält, und wenn er nicht länger der Ansicht ist, dass es wahr ist, oder wenn er herausfindet, dass etwas anderes wahr ist, dann wird er es mir sagen. Oder Sie sagen vielleicht: Schön, dies ist hier eine gute Informationsquelle. Und da gibt es diese andere Informationsquelle: Wenn mir dieser Bursche etwas erzählt, dann ist er verdammt davon überzeugt, dass er es mir auf eine bestimmte Art und Weise eintrichtern muss. Was er mir erzählt, kann stimmen, aber auch nicht, aber er wird es mir weiterhin erzählen, weil er einfach recht haben muss. Sie würden irgend so eine Einschätzung vornehmen. Ich habe mich zum Beispiel gerade durch drei Lehrbücher durchgearbeitet - drei Lehrbücher! - die von einem Professor an der Columbia Universität geschrieben wurden, der mit Sicherheit noch nie in seinem Leben einen Farbfilm in der Hand gehabt hat, aber über Farbphotographie schrieb. Ich musste das studieren und musste darüber Bescheid wissen. Ich sollte eine Prüfung darüber ablegen. Ich habe mehr Farbaufnahmen gemacht, als dieser Mann sich überhaupt vorstellen kann, aber hier war ein Fall, wo ich etwas studieren musste, um eine Note zu erhalten. Ich erkannte das. Mir war klar, dass ich es studieren musste, um eine Note zu erhalten. Sie verstehen, dass ich dann beim Studieren scharfsinnig sein musste. Mir wurde auch klar, dass dieser Bursche es liebte, sich aufzuspielen. Er liebte das. Er brachte hochkomplizierte Fachausdrücke, die in keinem Wörterbuch zu finden waren, mitten in einen Satz hinein, wo sie nicht nötig waren. Mann, wenn das einen nicht durcheinanderbringt! Da steht z.B. mitten in einem Satz ein Wort wie kolorierter Kuppler. Ich zitiere: Wir werden jetzt einen neuen Ausdruck einführen - kolorierter Kuppler -, den ich später erklären werde. Er hat ihn nie erklärt. Sie schlagen im photographischen Wörterbuch nach Was ist das - ein kolorierter Kuppler? - und Sie können das Wort nicht finden. Es steht nicht drin. Sie schlagen überall nach und können es nicht finden. Was sollen Sie jetzt machen? Sich einfach hinlegen und auf der Stelle sterben? Nein. Ihr Verstehen muss die Tatsache einschliessen, dass dieser blöde Esel nicht wusste, worüber er sprach, wenn es niemand definieren kann. Vielleicht wird irgendwo irgend jemand diesen Ausdruck definieren, aber Sie müssen erkennen, dass Sie, um weiterlesen zu können, nicht wissen müssen, was er bedeutet. Es ist sehr interessant, wenn man unter diesen Umständen weiterliest, denn Sie wissen, dass man in Schwierigkeiten kommt, wenn man über einen Punkt hinweggeht, den man nicht versteht. Aber zum Studieren gehört auch, dass man die Technologie des Studierens kennt und weiss, dass, falls man auf der nächsten halben Seite Kopfschmerzen bekommt, der Grund dafür ist, dass man dieses Wort nicht verstanden hat. Verstehen Sie? Mit anderen Worten, Ihr Verstehen des Verstehens kann wirklich sehr scharfsinnig werden. Sie können äusserst trickreich werden.
Sie lesen z.B. ein Buch über die Ingenieurleistungen der alten Ägypter, das von einem modernen Ingenieur geschrieben wurde, der auch am Massachusetts Institute of Technology lehrt und in Sprache hätte durchfallen sollen.
Er kann nicht schreiben.
Vielleicht kann er Brücken bauen, aber er kann nicht schreiben. (Wenn er am MIT lehrt, kann er wahrscheinlich auch keine Brücken bauen.) Sie haben also nun sein Buch vor sich und wollen etwas darüber lernen, wie die alten Ägypter Brücken gebaut haben. Aber dieses Buch ist voller Wörter, die mit Drücken und Spannungen verschiedener Art und mit Torsionen zu tun haben. Grauenvoll! Und dann, wenn sich der Autor wirklich klar ausdrücken will, serviert er Ihnen plötzlich vier Absätze voller Integralrechnung, ohne zu erklären, was irgendeiner der Buchstaben bedeutet, die er in der Integralrechnung verwendet. Ich habe oben ein Buch über Farbreproduktion, das von irgendeinem Engländer geschrieben wurde, der auch diesen Fehler beging. Es ist fabelhaft. Da müssen nun unbedingt Systeme von Differentialgleichungen verwendet werden, und das soll etwas erklären. Natürlich habe ich mir dann eben keine Sorgen um die Tatsache gemacht, dass ich es nicht verstanden habe. Ich habe in Gedanken dem Verfasser des Lehrbuches geradezu ins Gesicht gelacht. Mit anderen Worten, ich war nicht so besessen davon, dass ich es nicht überspringen konnte, und ich kannte mich auf dem Gebiet des Studierens genügend aus, um zu wissen, dass ich, sollte ich in Schwierigkeiten kommen, weil ich diese Sache übersprungen hatte, wissen würde, was die Schwierigkeit war, und daher in der Lage sein würde, zurückzugehen und die Sache in Ordnung zu bringen, wenn sie mich wirklich behindern würde. Mit anderen Worten, ich konnte durch all diese Bajonette durchmarschieren. Verstehen Sie? Man könnte also auf dem Gebiet des Studierens so schlau werden. Eigentlich erzähle ich Ihnen da von den letzten Verfeinerungen auf dem Gebiet des Studierens, bevor wir mit den Grundlagen fertig sind - es ist so, als ob Sie auf die Oberschule gehen würden, bevor Sie den Kindergarten besucht haben -, aber ich will Ihnen zeigen, wie weit man auf diesem Gebiet kommen kann. Sie können so schlau werden, dass Sie die wissenschaftlichen Abhandlungen eines Dozenten vom MIT über die Brücken der alten Ägypter, die nur so von technischen Fachausdrücken strotzen, lesen können, ohne auch nur einen einzigen seiner verdammten Fachausdrücke nachzuschlagen, und dabei bis zum Ende der Abhandlung überleben können und als Ergebnis - sieh mal einer an - etwas über diese Brücken wissen. Wenn Sie diese Stufe erreicht haben, dann sind Sie gewitzt. Wenn man die letzten Ausgaben der Encyclopedia Britannica lesen will, dann muss man diese Fertigkeit vollendet beherrschen, denn die Artikel sind nur noch dazu geschrieben, um die jeweiligen Fachleute zu beeindrucken. Die Autoren der Encyclopedia Britannica wurden z.B. von Landschaftsarchitekten wegen ihrer Artikel über Landschaftsarchitektur so kritisiert, dass sie jetzt eine professionelle Abhandlung über Landschaftsarchitektur geschrieben haben. Niemand ausser einem Landschaftsarchitekten kann sie verstehen. Nur - ein Landschaftsarchitekt wird niemals in der Encyclopedia Britannica etwas über Landschaftsarchitektur nachschlagen. Und ebenso ist es mit fast allen der sehr professionellen Abhandlungen der Encyclopedia Britannica. Diese Leute haben ihren Stil geändert. Der moderne Stil besteht daraus, dass man sich unverständlich macht, sagt, dass irgend jemand anders darüber Bescheid wisse, versucht, es eindrucksvoll zu machen, alles mögliche auslässt und dann sagt: Wenn Sie kein Experte sind, sind Sie ein Nichts, und da es Experten gibt, ist das, was wir tun, völlig richtig. Was Sie da vor sich haben, ist alles eine Art Mischmasch - Dekadenz ist eigentlich das richtige Wort.
Nun, ich persönlich benutze die alte Ausgabe der Encyclopedia Britannica von 1890. Wenn Sie in der 1890er Ausgabe etwas über Landschaftsarchitektur lesen, dann werden Sie feststellen, dass man damals noch gewusst hat, dass man für irgendeinen unbedarften Leser schreibt, der die Nomenklatur der Landschaftsarchitektur nicht kennt. Man kann das, was man wissen will, herausfinden, aber bei den späteren Ausgaben ist das nicht mehr möglich. Bald wird diese 1890er Ausgabe so veraltet sein, dass sie nutzlos werden wird, und dann werde ich keine Enzyklopädie mehr haben. Ich werde dann irgendeine Verzweiflungsmassnahme ergreifen müssen. Ich weiss noch nicht, was ich tue. Vielleicht muss ich die Enzyklopädie durch eine riesige Bibliothek ersetzen. Oh ja, ich weiss! Quentin bekommt ja eine ganze Reihe von Lehrbüchern, und ich werde sie sammeln. Das ist die Lösung! Er bekommt alle möglichen Lehrbücher wie z.B. das Elektronik-Buch für Jungen, wissen Sie. Das Jungen-Buch über dieses und das Jungen-Buch über jenes. Und wenn Sie diese Bücher aufschlagen, dann stellen Sie tatsächlich fest, dass einem dort die Integralrechnung auf dem Niveau von Sechsjährigen beigebracht wird - so, dass man sie wirklich verstehen kann. Eigentlich sind diese Bücher für ihn ja noch viel zu schwer. Ich weiss nicht, wie jemand das so beschreiben konnte, aber Quentin kommt damit ganz gut zurecht. Eine verrückte Sache! Ja, die Leute scheinen unbedingt der Meinung zu sein, dass es in Ordnung ist, diese Dinge für Kinder leicht verständlich zu machen, und so kann ich mir eine Kinderbibliothek zusammenstellen und bin dann gut ausgerüstet, und das werde ich auch tun. Vielleicht können die Kinder diese Bücher nicht verstehen - aber ich werde sie verstehen können. Jedenfalls müssen Informationsquellen vor allem verständlich sein, und Wörter bilden die Grundstruktur jedes professionellen oder technischen Gebietes. Spezialisierte Wörter werden für spezialisierte Beobachtungen verwendet. So kommen wir als Spezialisten in den Bereich der spezialisierten Beobachtungen, und das ist völlig in Ordnung. Wenn Sie aber nur um eines momentanen Verstehens willen oberflächlich in ein Gebiet eindringen wollen und dann mit dem Wortschatz der Spezialisten kollidieren, sind Sie sofort verloren. Das gibt Ihnen sofort eine Vorstellung von jemandem, der die Lehre überhaupt nicht ernsthaft studiert. Eines der ersten Dinge, die er tut, ist, sich über die Nomenklatur zu beschweren. Nun, offen gesagt, wir haben weniger Nomenklatur, als einem spezialisierten Gebiet wie dem unsrigen zustehen würde, denn wenn bisher niemand etwas vom menschlichen Geist verstand, wie konnte er dann ein entsprechendes Vokabular haben? Die Leute, die vor uns auf diesem Gebiet arbeiteten, hatten kein Vokabular dafür, und wenn wir ihr lausiges Vokabular verwendet hätten, so hätten wir alles missverstanden, weil diese Wörter andere Bedeutungen hatten. Dieser Typ steht also herum und fängt an, sich über unser Vokabular zu beschweren. Dann wissen wir sofort, dass er die Lehre nicht ernsthaft studiert das ist das erste, was wir über ihn wissen. Er ist ein Dilettant er will nur ein bisschen am Rand herumstehen und ein paar Brocken aufschnappen. Erkennen Sie diesen Kerl jetzt? Er will nur ein paar Brocken. Er will nicht das Ganze, denn dann müsste er ja schwitzen, um die Nomenklatur zu verstehen, denn die Nomenklatur bringt ein spezialisiertes Verstehen mit sich, und solange man nicht dieses spezialisierte Verstehen hat, wird man sich die Technologie nie aneignen.
Hier sehen wir also den Unterschied zwischen jemandem, der etwas über eine Sache weiss, und jemandem, der ein Profi ist. Zwischen diesen beiden Dingen besteht ein riesiger Unterschied. Und gar manch einer von denen, die heutzutage herumlaufen und vorgeben, auf einem Gebiet sehr viel zu wissen, ist seltsamerweise nicht einmal in den elementarsten Grundlagen des betreffenden Gebietes ausgebildet. Aber es ist sozusagen Mode, eine Art Dilettant zu sein - es ist ein moderner Trend. Nehmen wir doch einmal die Ärzte als Beispiel: Was ist ein Arzt anderes als ein Dilettant auf dem Gebiet des Verstand? Er ist wirklich nichts weiter als ein Dilettant. Er ist einfach oberflächlich. Und diese Leute sind vielleicht anmassend! Sie bekommen hier in irgendeinem Krankenhaus an der Themse sechs Stunden Vorlesungen (ich habe das bereits vorher schon einmal erwähnt), und das ist ihre ganze Ausbildung auf dem Gebiet des Verstand. Aber weil sie eine staatliche Zulassung als praktischer Arzt haben, sind sie mit völliger Handlungsfreiheit auf dem Gebiet des Verstand ausgestattet. Es hört sich verrückt an, aber es ist wahr. Genau so ist es. Die Gesellschaft im allgemeinen ist zu zerstreut geworden, als dass es ihr nichts ausmacht, jemanden auf einem Gebiet, über das er überhaupt nichts weiss, als Autorität zu bezeichnen. Denn das ist die Autorität auf dem Gebiet des Verstand - er wurde sechs Stunden lang unterrichtet. Das ist übrigens der grosse Withhold dieser Leute. Und das ist auch der Grund, warum sie sich so viele Jahre lang so ungeheuer darüber aufgeregt haben, wie schlecht wir ausgebildet seien und so weiter; tatsächlich lernt ein Akademiestudent irgendwo auf der Welt in einer einzigen Woche, wenn man es an den dafür investierten Stunden misst, mehr über den Verstand als ein Arzt in seiner ganzen Karriere. In einer einzigen Woche! Wissen Sie, diese Einfaltspinsel legen eine ungeheure Anmassung an den Tag, indem sie ausgerechnet uns zu erzählen versuchen, dass wir auf dem Gebiet des Verstand überhaupt nicht ausgebildet seien und so weiter. Nein, nein, nein - wir sind auf dem Gebiet des Verstand sehr wohl ausgebildet; wir sind praktisch die einzigen Leute, die auf dem Gebiet des Verstand ausgebildet sind.
Es gibt nun Leute aus anderen Gebieten, die auf dem Gebiet des Fleisches oder der Neuronen oder dergleichen ausgebildet sind, wie zum Beispiel in der Psychologie, der Gehirnchirurgie oder so. Aber sie sind auf dem Gebiet des Fleisches ausgebildet, sie sind nicht auf dem Gebiet des Verstand ausgebildet. Ich gestehe ihnen nun zu, dass sie Spezialisten auf dem Gebiet des Fleisches sind, in Ordnung! Wenn jemand eine Kugel in seinen Schädel bekommt, so können diese Leute wahrscheinlich etwas daran machen. Na schön. Weil wir nun imstande sind, jemandem eine Kugel aus dem Schädel zu holen, wollen wir aber nicht so tun, als ob wir etwas über den Verstand wüssten; denn die Kugel ging ja schliesslich nicht in seinen Verstand, sondern in seinen Schädel.
Dies ist ein kleiner Unterschied in der Nomenklatur, sehen Sie? Was ich Ihnen hier nun beizubringen versuche, ist die Tatsache, dass man ein Gebiet auf verschiedenen Ebenen in Angriff nehmen kann. Man kann es z.B. als Dilettant in Angriff nehmen. Das würde dann so gehen: Oh, ja. Ich weiss alles über Malerei. Ja - ich hatte in der Mittelstufe einen Kurs in Kunsterziehung, ganze vier Monate lang. Der Lehrer stellte sich vor uns hin und zeigte uns auf Karton aufgezogene Lithographien. Und ich wurde so gut, dass ich Rembrandt fast immer erkannte. Ich erwarb mir ein sehr gutes Kunstverständnis, und von daher weiss ich sehr viel über Kunst. Nun, woraus bestand diese Ausbildung? Ein, zwei oder vielleicht drei Stunden pro Woche, und das etwa 16 Wochen lang - dieser Bursche schaute sich also 50 oder 60 Stunden lang Bilder an und hält sich jetzt für einen Kunstspezialisten. Natürlich ist er besser als irgend jemand draussen auf der Strasse, der noch nie von diesen Dingen gehört hat - er ist nicht viel besser, aber er ist besser. Aber auf diese Weise bekommt jemand die interessante Vorstellung, er wisse jetzt etwas über eine Sache, wenn er in Wirklichkeit keinen blassen Schimmer davon hat. Er erwirbt sich eine merkwürdige Einstellung, die für sein zukünftiges Wissen sehr gefährlich ist. Er bekommt ein falsches Verstehen. Er glaubt jetzt, etwas über diese Sache zu wissen. Nein - er kennt die Nomenklatur von Bildern. Er weiss nichts über Kunst. Ihm wurde niemals irgend etwas über Kunst beigebracht. Was er kennt, ist die Nomenklatur von Bildern. Der entscheidende Faktor hierbei ist eigentlich nicht die aufgewendete Zeit, obwohl ich Zeit erwähnt habe. Es ist viel mehr die Ernsthaftigkeit, mit der jemand an die Sache herangeht. Wieviel wollen Sie über dieses Gebiet wissen? Möchten Sie so viel darüber wissen, dass Sie darüber sprechen können? Das wäre bei einer jungen Dame, die ihr gesellschaftliches Debüt auf der Park Avenue hat, sehr üblich. Sie könnte über Kunst sprechen - wie schick! Wenn bei ihrer Vorstellungsparty jemand zufällig äussern würde: Sie sehen wie eine Madonna aus, dann wüsste sie, dass diese Person nicht unbedingt etwas Religiöses damit meint. Das ist ihre Vorstellung von Kunstverständnis, sehen Sie?
Wir wollen nun ein bisschen weiter in das Gebiet der Kunst einsteigen.
Wie ernsthaft will nun jemand an dieses Gebiet herangehen?
Will er einfach genügend über dieses Gebiet verstehen, um nicht als Dummkopf dazustehen, oder will er genügend darüber verstehen, um etwas damit zu tun?
Will er wissen, wie man Kunst verwendet, um ein Haus zu schmücken - d.h. will er wissen, wie man Bilder auswählt, aufeinander abstimmt, aufhängt und was man damit tut? Wir brauchen nicht unbedingt in dieser Richtung weiterzugehen, sondern könnten auch einen anderen Kreis von Motiven untersuchen. Jemand will z.B. über Kunst Bescheid wissen, weil er an die drohende Weltinflation denkt. Man kann Land kaufen - das ist aber kein Gut, das leicht zu transportieren ist -, und man kann Gold kaufen, sofern man daran herankommen kann und nicht gerade amerikanischer Staatsbürger ist, und diese Dinge werden im Preis steigen, während das Geld des Landes im Wert abnimmt. Oder man kann Kunst kaufen. Und Kunst ist heute ein grosses Geschäft unter Leuten, die nichts über Kunst als künstlerische Aktivität wissen, sondern Kunst als Investierungsmöglichkeit ansehen. Sie wären überrascht, wieviel Handel in dieser Sparte betrieben wird. Jemand könnte nun genügend über Kunst wissen wollen, um zu wissen, ob die Experten ihn betrügen. Das ist alles, was so ein Bursche auf dem Gebiet der Kunst wissen will. Er muss genug über Kunst wissen, um zu wissen, wer sich auf dem Gebiet der Kunst auskennt, damit er auf diesem Gebiet nicht hereingelegt werden kann. Sonst würde er sein ganzes Geld verlieren. Ein anderer möchte vielleicht genug über Kunst wissen, um selbst etwas mit diesem Gebiet zu tun zu haben und vielleicht Kunsterziehung zu geben. Das würde schon ein Schritt weiter sein. Er müsste schon ein wenig mehr über Kunst wissen, nicht wahr? Jetzt erreichen wir schon die unteren Stufen einer Ausbildung. Ein anderer will vielleicht genug über Kunst wissen, so dass er, wenn er sehr gut ist, sich vielleicht mit einem Kohlestift und einem Blatt Papier hinsetzen und eine Vase mit einer Narzisse darin zeichnen kann. Nun könnte man sagen: Jetzt sind wir wieder dort, wo wir begonnen haben, denn jedes Kind im Kindergarten versucht, eine Vase mit einer Narzisse darin zu zeichnen. Wir sind zurück im Bereich des Tuns. Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass dieses kleine Kind im Kindergarten fast nie eigentlich das darstellt, was da ist. Es ist wirklich erstaunlich, was da herauskommt und dann z.B. eine Vase sein soll. Aber Kinder haben ein sogenanntes künstlerisches Talent oder irgend so etwas, und nichts wird leichter zerstört als dieses Talent, denn es baut nicht auf Wissen oder Verstehen auf. Es wird verschwinden. Es wird dem Kind zwischen den Fingern zerrinnen - wenn es tatsächlich mal etwas zeichnet. Das Kind lässt sich sehr leicht zu Fall bringen. Ein Thetan ist ganz von Natur aus kreativ, aber er arbeitet tatsächlich mit bestimmten Ausdrucksmitteln, über die er nicht viel weiss. Jetzt gehen Sie erneut an das Zeichnen heran, nehmen einen Kohlestift und ein weisses Blatt Papier und setzen sich hin, um eine Vase zu zeichnen. Jetzt beginnt Ihre Ausbildung. Sie lernen, dass Sie, wenn Sie die Position Ihres Zeichenpapiers und die Position Ihres Kopfes beim Zeichnen verändern, damit auch die Proportionen der Vase verändern. Das muss man ja erst einmal wissen, nicht wahr? Mit anderen Worten: Wenn Sie eine Vase aus der Nähe anschauen und dann eine Zeitlang zeichnen, werden Sie z.B. den oberen Teil gross zeichnen; wenn Sie sich dann zur Entspannung zurücklehnen und den unteren Teil zeichnen, haben Sie jetzt einen kleineren unteren Teil -einen grossen oberen Teil und einen kleineren unteren Teil, und die Vase sieht nicht richtig aus. Beim Zeichnen ist es Ihnen aber richtig vorgekommen. Nun, an diesem Punkt hat Ihre Ausbildung auf dem Gebiet der Kunst begonnen: Halten Sie Ihren Kopf still! Der Punkt, von dem aus ich schaue, spielt eine Rolle, und die Entfernung, aus der ich auf etwas schaue, hat etwas damit zu tun, was ich hier auf dem Blatt Papier mache. Aha, na gut. Wenn Ihnen das klar wird, dann haben Sie den Start geschafft und sind unterwegs, und tatsächlich haben Sie in diesem Augenblick den ersten Schritt dazu getan, ein Profi zu werden. Selbst wenn Sie es zum Spass gemacht haben, würden Sie dennoch auf dem Weg zum Profi sein. Was ist wahrscheinlich das nächste, was Sie dabei lernen werden? Nun, wahrscheinlich werden Sie lernen, dass es sehr leicht ist, etwas im Massstab 1:1 zu zeichnen - dass es aber um einiges schwieriger ist, etwas zu verkleinern oder zu vergrössern. Wenn Sie die Vase auf Ihrem Zeichenpapier ebenso gross zeichnen, wie Sie sie auf dem Tisch sehen, dann ist das kinderleicht. Aber wie zeichnet man überhaupt im Massstab 1:1? Nun, Sie dürfen die Lage des Zeichenpapiers bzw. Zeichenblocks relativ zum Tisch nicht verändern.
So einfach ist das.
Die meisten Leute sind aus sehr interessanten technischen Gründen nicht in der Lage, Stilleben zu zeichnen - sie versuchen, eine Vergrösserung oder Verkleinerung zu machen. Sie versuchen, eine grosse Vase zu zeichnen, während sie auf eine kleine schauen, aber eine kleine Vase zu zeichnen, während sie auf eine grosse schauen, und wenn sie ihre Augen von der grossen Vase zu der gezeichneten Vase schwenken, erhalten sie keine Wiedergabe im Verhältnis 1:1. Sie schauen also z.B. auf eine grosse Vase und versuchen, eine kleine Vase zu zeichnen, und natürlich kriegen sie die Proportionen nicht richtig hin, denn die Grösse ist schon verkehrt, und das bringt sie durcheinander. Sie wissen nicht, wie sich diese Situation leicht lösen lässt. Sie wissen nicht (um Himmels willen!), dass es alle möglichen ausgefallenen mechanischen und mathematischen Aktionen erfordert, wenn man eine grosse Vase hernimmt und eine kleine Miniaturvase von dieser grossen Vase zeichnen will. Und sie knirschen mit den Zähnen. Dabei ist es kinderleicht. Man stellt eine Vase dort hin und legt sein Papier hier zurecht, so dass das Papier jetzt gleich gross wirkt wie die Vase, und man nimmt seinen Kohlestift heraus und zeichnet die Umrisslinien der Vase auf dem Papier genauso gross, wie man sie dort sieht. Man lässt seinen Kopf dort, wo er hingehört, lässt seinen Zeichenblock dort, wo er hingehört, und lässt die Vase dort, wo sie hingehört, und der Kohlestift fährt über das Papier, ein paar Glanzlichter werden eingezeichnet usw., und wenn man nicht gerade krankhaft zittert, wird man schliesslich eine nette Skizze einer Vase haben. Ich zeige Ihnen nur, dass es diese kleinen Stückchen Technologie gibt. Sie sind jetzt auf dem Weg zum Profi. Man könnte also sagen, dass Studieren, das nur zu Verstehen führt - also Studieren ohne Tätigkeit - nicht ohne Wert ist und einen grossen Teil der Kulturform der Gesellschaft ausmacht. Man beabsichtigt nicht, irgend etwas damit zu tun, man wird nichts damit tun - es ist lediglich schick, interessant und nett. Eine grosse Menge der Kultur - in der Sie leben, wird in dieser Weise verstanden, und es ist nett, wenn man diese Dinge weiss. Sie müssen viele dieser Dinge wissen. Beispielsweise müssen Sie nicht wissen, wie man ein Auto baut, oder selbst ein Auto bauen können, um etwas über Autos zu wissen. Aber Sie täten sehr gut daran, etwas über das Reparieren von Autos zu wissen, bevor Sie sich darauf einlassen, jemanden dafür zu bezahlen, dass er Ihr Auto repariert. Mit anderen Worten, Sie haben hier ein Tun in einem begrenzten Rahmen. Sie verstehen genügend von einer Sache, dass Sie sich z.B. nicht übers Ohr hauen lassen, indem Sie eine Mona Lisa kaufen, nachdem sie gestern bereits von Herrn Maier gekauft wurde. Sie können also allgemein im Leben viele Dinge verstehen, bei denen Sie nicht beabsichtigen, sie jemals zu tun. Damit ist nichts verkehrt. Aber machen Sie sich diese Haltung nicht zur Gewohnheit. Lassen Sie sie nicht zur Gewohnheit werden. Wenn Sie etwas in Angriff nehmen, dann nehmen Sie es wirklich voll in Angriff! Lassen Sie einen Studenten - ich möchte hier einmal kurz über die Lehre sprechen - lassen Sie jemanden, der z.B. auf Ihren PE-Kurs kommt, nicht am Rande herumstehen, denn später werden Sie feststellen, dass solche Leute Versammlungen abhalten und endlos über die Lehre reden werden. Selbst wenn Sie solchen Leuten die Pistole auf die Brust setzen würden, könnten sie nicht definieren, was ein Engramm ist, aber sie werden endlos über die Lehre reden. Es gibt tatsächlich überall solche Gruppen, die nichts anderes tun als das. Sie auditieren nie, sie bringen absolut nichts zustande. Ihre Beherrschung des Gebiets geht nur so weit, dass sie ein Interesse daran haben. Nun, das ist vollkommen in Ordnung, es ist nichts damit verkehrt, aber lassen Sie sie nicht in dem Glauben, dass sie das Gebiet jetzt kennen würden. Es wäre grausam, ihnen das anzutun. Sie kennen das Gebiet nicht, und sie werden in dem Masse verwirrt, wie sie glauben, sie bräuchten nur das und das zu tun, und schon würden sie irgendwie total in Ordnung kommen und alles darüber wissen.
Nun, genau an diesem Punkt beginnt die Ausbildung einer Person zusammenzubrechen, denn in welche Falle sind diese Leute da hineingeraten? Es ist nur diese eine Falle: Ich weiss alles darüber, also kann das Leben weitergehen. Nun, er weiss nicht alles darüber - er hat z.B. nicht Ihre Stufe des Verstehens erreicht. Mein Gott! Sie haben sich durchgebissen und durchgeboxt, sind in die Sache eingedrungen und verstehen einiges davon, und Sie wissen, wieviel es da zu wissen gibt! Dieser Typ dagegen glaubt, schon alles zu wissen. Wenn Sie seiner Logik ein wenig folgen würden, wären Sie fasziniert. Wenn Sie seinem Denken, einigen seiner Äusserungen und seiner Aktionen - sofern er auf diesem Gebiet überhaupt irgend etwas tut - ein wenig nachgehen würden, dann würden Sie sich manchmal geradezu totlachen, denn Sie könnten nicht glauben, dass irgend jemand irgend etwas so falsch verstehen könnte. Es ist einfach hoffnungslos. Jemand wird sagen: Nun, ich habe den Hund beruhigt, und ich habe dabei Prozessing benutzt, wissen Sie. Ich schlage ihn. Wie zum Teufel sind wir so weit abgekommen? Es ist dermassen dämlich! Aber diesen Menschen jetzt weiterhin in dem Glauben zu lassen, dass er alles über dieses Gebiet wüsste und sich daher nicht direkt und ernsthaft damit beschäftigen müsste, um auf dem Gebiet irgend etwas tun zu können, würde äusserst grausam sein, denn er würde nur versagen. Da gibt es dieses umfassende Sachgebiet, das ihm, wenn er alles richtig machen würde, Ergebnisse bringen würde. Und er könnte sich irgendwo niederlassen und etwas damit tun. Wenn man ihn aber dasitzen und glauben lässt, er wüsste schon alles darüber, wenn er in Wirklichkeit gar nichts darüber weiss, dann lässt man ihn auf diese Weise natürlich in die vorher erwähnte Kategorie fallen. Ebenso grausam ist es, wenn Sie ihn dazu bringen, dass er glaubt, er könnte nichts über das Gebiet wissen, denn es sei so riesig und so schwierig. Denn damit haben Sie die beiden Gründe für den Untergang einer Person oder einer Zivilisation künstlich geschaffen. Sie haben ihn in einen Zustand gebracht, wo er nicht nur ungebildet ist, sondern auch voll in diesem Zustand bleiben wird. Das würde passieren, wenn Sie z.B. zu ihm sagen würden: Natürlich kann das nur ein Spezialist wissen. Und ich verstehe nicht, warum Sie nach der Definition eines solchen Wortes fragen, denn es gehört ohnehin eigentlich nicht zu dem, was Sie machen. Wissen Sie, das ist alles ziemlich schwierig. Ich mache das nie so. Wenn jemand daherkommt und mir eine feindselige Frage über irgend etwas stellt, dann kann ich nicht garantieren, was er als Antwort bekommen wird. Das hängt ganz davon ab, wie ich mich in diesem Augenblick gerade fühle. Sollte er mich in boshafte Stimmung versetzen - wird er wahrscheinlich mit Kopfschmerzen von dannen ziehen. Aber wenn mich jemand fragt und wirklich etwas wissen will, dann sage ich es ihm, wie Sie von mir wissen, natürlich auf der Stelle, so gut ich nur kann. Selbst wenn ich keine Hoffnung hätte, dass er wirklich verstehen würde, worüber ich spreche, würde ich ihm immer noch alles sagen, was ich ihm sagen könnte und was hoffentlich zu seiner Information oder seinem Verstehen dieser Sache beitragen würde. Auf diese Weise tue ich immer etwas für die Person, und wenn mich jemand lediglich um Information fragt, dann belasse ich es für gewöhnlich dabei. Aber wenn mich jemand um Hilfe bittet, dann gebe ich ihm immer etwas zu tun - ich gebe ihm, wenn es mir möglich ist, nicht nur eine Information oder einen Einblick in die Sache, sondern ich gebe ihm immer auch etwas zu tun. Sie wären überrascht, wenn Sie wüssten, wie gut diese Methode funktioniert. Wenn Ihnen natürlich jemand eine feindselige Frage stellt oder gemein ist usw., dann bedienen Sie einfach die Falltür. Es ist mir egal, was Sie mit dem Betreffenden machen. Niemand verlangt von Ihnen, dass Sie höflich sind. Lassen Sie sich hinsichtlich Ihrer Kommunikationslinien auf keine Kompromisse ein. Ich werde lediglich dann verlegen (und jedem anderen würde es genauso gehen), wenn jemand eine dumme Frage gestellt hat, die wie eine feindselige Frage klang, aber in Wirklichkeit echt und ernst gemeint war; dann geraten Sie sofort in die Situation, dass Sie dieser Person eine sehr böse und gemeine Antwort gegeben haben, obwohl die Person es ihrerseits gar nicht so gemeint hat. Sie können sich manchmal in dieser Hinsicht irren. Es kann einem ziemlich leicht passieren. Etwas zu tun erfordert natürlich weitaus mehr Verstehen, als es das blosse Anschauen verlangt. Das Tun erfordert sehr viel zusätzliches Verstehen, und wenn Sie beginnen, auf einem Gebiet etwas zu tun, dann ist das manchmal sehr enttäuschend. Ihre ersten Resultate können sehr enttäuschend sein. Ihr Verstehen war nicht ausreichend für das, was Sie taten. Sie sollten daraus lernen, dass Sie mehr über diese Sache verstehen sollten, um sie zu tun. Das ist die Lehre, die Sie daraus ziehen sollten. Sie sollten nicht daraus lernen, dass es einfach zu schwierig ist. Aber bei einigen Sachgebieten kann man noch eine andere Lehre ziehen, nämlich: Es hat sowieso nie funktioniert. Merkwürdigerweise glaube ich nicht, dass dies ausser auf den oberen Stufen der Über-Ausbildung zutrifft. Auf den oberen Stufen der Über-Ausbildung gibt es eine Menge Zeug, das nicht funktioniert. Man hofft nur, dass es funktioniert, trichtert es den Studenten aber munter ein. Es war nie beabsichtigt, dass es funktioniert - es führt letztlich überhaupt zu keinem Ergebnis. Das klingt ziemlich sonderbar, ist aber wahr. Es ist etwa so, als ob man die Gleichungen von Flugzeugpropellern oder von Peitschen - was heute beides so etwa in die gleiche Kategorie fällt - durch Integralrechnung löst und alle möglichen Konturen und Krümmungen von Flugzeugpropellerblättern oder alle möglichen Bewegungskurven von Peitschen durch Integralrechnung berechnet und genauestens skizziert. Warum sollte man so etwas Dummes tun? Warum sollte man z.B. die fürchterliche Kompliziertheit einer sehr esoterischen Aktivität, die seit drei Jahrhunderten nicht mehr verwendet wird, auf einer Basis des Tuns lernen? Nur um des Tuns willen? Manchmal funktioniert es überhaupt nicht. Manchmal hat es noch nie jemand gemacht. Das müssen Sie in Ihre Überlegungen einbeziehen, wenn Sie sich auf diese Stufe begeben. Vielleicht hat es nie jemand gemacht. Vielleicht ist es zu schwierig. Vielleicht ist es nicht zu schwierig, vielleicht lässt es sich einfach gar nicht berechnen. Vielleicht lässt sich die Kurve einer Peitschenbewegung gar nicht allgemein integrieren? Sehen Sie, so weit kann es getrieben werden.
Diese Dinge gehören alle dazu, das Gebiet des Studierens zu verstehen.
Was erreichen Sie durch dieses Studium?
Aber wenn Sie sich auf irgendeinem Studiengebiet auf einer Basis des Tuns voranarbeiten, dann sollten Sie dies auf einem Gradienten tun. Ich habe Ihnen bereits einen Vortrag über das Thema Gradienten gehalten. Sie werden feststellen, dass die Fähigkeit einer Person, Dinge zu tun, zum ersten Mal gleich nach dem Zeitpunkt zusammenbricht, an dem die Person auf einen zu steilen Gradienten gestossen ist. Der Zusammenbruch des Verstehens erfolgt nicht auf dem zu steilen Gradienten, sondern unmittelbar, bevor sie auf den zu steilen Gradienten stösst. Ich werde Ihnen in einem späteren Vortrag mehr darüber erzählen, wie man Leute unter Verwendung dieses exakten Prinzips des zu steilen Gradienten auditiert. Es ist recht interessant, aber es wird sich zeigen, dass der Gradient, auf dem jemand gescheitert ist, der Gradient ist, der nach dem Gradienten kommt, den er nicht verstanden hat. Er ist beim Erkennen dieser Sache also einen Schritt zu spät dran. Was Sie nun tun sollten, ist, jemandem auf einem Gradienten eine Reihe von Tätigkeiten zu geben, die er ausführen und bewerkstelligen kann. In der Lehrehaben wir eine recht erstaunliche Sache, die Touch-Assist (Berührungshilfe) genannt wird, und diese Sache funktioniert so gut, dass einige Leute sozusagen beim Touch-Assist hängenbleiben. Das ist nur eine kleine Tätigkeitsstufe, die ihnen, wenn sie ausgeführt wird, ein gewisses Vertrauen gibt, so dass sie dann zu höheren Tätigkeitsstufen weitergehen können. Aber es ist etwa so, als ob da ein zu gutes Spielzeugauto erfunden worden wäre. Es ist ein zu gutes Spielzeugauto, und es wird Ihnen manchmal schwerfallen, die Leute zum nächsten Schritt weiterzubewegen. Aber das Tun bewirkt Vertrauen und Verstehen, daher ist das Tun von etwas einfach eine weitere Methode, um Verstehen zu erlangen. Zusätzlich dazu, dass man mit dem Tun etwas erreicht, ist es auch eine Methode, Verstehen zu erlangen. Tun ist eine Methode, um Verstehen zu erlangen. Und wenn Sie feststellen, dass Sie in einer Sache zu sehr festgefahren sind, sollten Sie mal etwas davon tun. Klingt das nicht recht interessant? Ich habe mich gerade durch drei Bücher über uralte, längst überholte Farbfilmarten durchgearbeitet und damit Farbphotographie anhand von Lehrbüchern studiert, die mittlerweile längst veraltet sind, obwohl sie von einem bekannten Institut geschrieben worden waren. Sie sind tot, und von den Materialien, die dort beschrieben werden, ist heute nur noch sehr wenig übriggeblieben. Und es war von einem Professor an der Columbia Universität geschrieben, der selbst wahrscheinlich nie irgendwelche Farbphotos gemacht hat. Und die Anleitungen und so weiter waren grösstenteils der Literatur entnommen, die von den damaligen Herstellerfirmen dieser Filme herausgegeben worden war. Und diese Leute hatten einfach ein glückliches Ergebnis beabsichtigt und dachten nie daran, dass irgend jemand irgendwelche Schwierigkeiten damit haben würde. Das Endergebnis war ein ungeheuer interessanter, grundlegender theoretischer Ansatz, der für das Verstehen des Gebietes absolut unerlässlich war, der jedoch in verrückter Weise zu einer Reihe von Tätigkeiten abschweifte, die keinen Nutzen mehr hatten und völlig irrelevant waren. Wenn das nicht das schlimmste Durcheinander der Welt war, das mir je untergekommen ist, dann weiss ich auch nicht, was das war. Da gab es hochwichtige grundlegende Technologie, grundlegende historische Technologie, grundlegende Bestandteile, grundlegende chemische Technologie - alle diese Dinge sind nicht nur auch heute noch gültig, sondern werden auf diesem Gebiet immer gültig sein. Es sind Grundlagen, Fundamente usw.
Nun, ich habe mir diese Dinge gründlich angeeignet, obwohl ich sie von einem Professor lernte. Als nächstes stösst man in dem Buch jedoch plötzlich auf Filme, mit denen man nie photographieren wird und über die man die ganze einschlägige Literatur kennen muss. Das ist ganz schön hart, denn ich wusste von vornherein schon, dass die Gebrauchstabelle, die der Hersteller für einen Film, insbesondere einem Farbfilm, liefert, etwas ist, mit dem man auf keinen Fall die Strasse verunreinigen darf - man muss sie in den Abfalleimer werfen. Sie ist nutzlos. Vergessen Sie sie. Der Hersteller ist ja nicht der Benutzer des Films. Er ist der Verkäufer des Films - er stellt den Film nicht nur her, sondern verkauft ihn auch und will ihm daher einen sehr guten Anstrich geben. Also sagt er, dass die Empfindlichkeitseinstufung des Films äusserst hoch wäre, wenn sie es nicht ist. Und er sagt, dass bei diesem Film gewisse Dinge nicht passieren würden, obwohl sie doch passieren. Und dieses ganze Zeug und all diese Anleitungen sind nicht einmal relevant. Wie konnte jemand diese Dinge überhaupt in ein Lehrbuch hineinnehmen? Er wusste doch schon, dass die Farbphotographie sich ständig weiterentwickelte. Sie entwickelte sich so schnell voran, dass es dumm wäre, ohne Modernisierung des Textes von jemandem heute zu verlangen, dass er z.B. alles über Autochrom- Film weiss. Es gibt schon seit 1920 keinen Autochrom-Film mehr, und selbst damals konnte man kaum ein Bild damit machen. Wer hat je von diesem Zeug gehört? Es ist nett, wenn man weiss, dass es einmal einen solchen Film gegeben hat und was das Grundprinzip hinter einem solchen Film ist, aber es ist einfach Unfug, jetzt die Objektiveinstellungen und Belichtungszeiten für Autochrom-Filme zu lernen. Welche Objektiveinstellungen und Belichtungszeiten sind das überhaupt? Sie gelten vielleicht für ein Kamerasystem, das heute nicht einmal mehr in Gebrauch ist. Das ist also einfach Blödsinn, nicht wahr? Wenn Sie ein Gebiet verstehen wollen, müssen Sie auch über diesen Umstand Bescheid wissen, und Sie müssen das Studieren der Lehrbücher irgendwie überleben und dabei dennoch die grundlegende Technologie und die wichtigen Grundlagen des Fachgebietes, die Sie gelernt haben, behalten, ohne sich über die Stellen allzu sehr zu ärgern, wo Dinge behandelt werden, um die sich heute kein Mensch mehr kümmert. Nun, Sie alle stehen vor diesem Problem, einfach weil die Lehre sich laufend weiterentwickelt. Ich habe gerade ein extremes Beispiel dafür erlebt. Das dritte Buch war vollständig den Methoden gewidmet, wie man einen Abzug von einer Farbaufnahme macht, und dabei bin ich doch sowieso unter keinen Umständen dazu zu bewegen, eine Dunkelkammer für Farbfilme zu betreten. Wer will schon diese fummelige Arbeit machen? Ich bin froh darüber, dass es eine Menge Burschen gibt, die so etwas machen wollen, denn sie übernehmen alle fummeligen Arbeiten für mich! Ich brauche mir also lediglich darüber klar zu sein, was ich überhaupt wissen muss. Ich habe weder Zeit noch Lust, bei einem Photo für eine Ausstellung 40 oder 50 Stunden dafür zu opfern, dass alle Farben usw. dann richtig übereinanderliegen. Wer würde so etwas schon tun? Einer dieser Fummler, die bei so einer Arbeit glücklich sind und nicht ohne sie leben könnten. Fabelhaft, nicht wahr? Nun, ich muss genug wissen, um beurteilen zu können, ob diese Leute ihre Sache verstehen oder nicht. Auch hier geht es darum, dass ich verstehe, wofür ich die Information brauche, dass ich verstehe, bei welcher Tätigkeit ich diese Information verwenden werde, welchen Wert sie hat und wie präzise sie ist; ich muss verstehen, was ich damit erreichen will. Ich muss verstehen, was ich will; es ist ein Verstehen der richtigen, praktischen Verwendung oder Anwendung dieser Information. Wenn man etwas für gesellschaftliche Konversation studiert, würde man es ganz anders studieren. Glauben Sie mir, wenn Sie Kunst studieren wollen, um gesellschaftliche Konversation betreiben zu können, und nicht, um das Wissen beruflich anzuwenden, dann sollten Sie sich am besten einen Kunstkatalog besorgen, der vor Urzeiten erschienen ist und alle möglichen Maler aus der Zeit von van Eyck oder so aufführt. Dann entnehmen Sie dem Katalog alle Maler, die zu dieser Zeit gelebt haben, und die Dinge, wofür sie bekannt waren, und lernen das auswendig - es ist einfach stures Büffeln, wie das Auswendiglernen eines Theaterstückes, das von einer Amateurgruppe aufgeführt wird. Auf diese Weise lernen Sie all dieses Zeug auswendig, und dann können Sie in der gesellschaftlichen Konversation mächtig Eindruck schinden! Jemand sagt z.B. etwas über die Maler des 17. Jahrhunderts, und Sie kommentieren: wie van der Dobin. Die Leute sagen: Wie wer? Sie wiederholen: Ja, wie van der Dobin. Mit anderen Worten, Sie können das zum Übertrumpfen der anderen benutzen. Machen Sie sie fertig. Erwähnen Sie: Nun, Hobbema - insgesamt sind seine Bilder zu blau. Und jeder sagt: Mensch, der weiss Bescheid! Nichtsdestoweniger gilt, dass selbst dieser Unfug, den man auf verschiedene Weise betreiben könnte, immer noch unter die Rubrik der Frage fällt: Wozu werden Sie diese Information verwenden? In welchem Masse müssen Sie über die verschiedenen Dinge selbst innerhalb eines einzelnen Fachgebiets Bescheid wissen? Natürlich hatten einige der Lehrer, die ich während meiner Ausbildung über U-Boot-Abwehr im Krieg hatte, nichts besseres zu tun, als mir beizubringen, wie man Anti- U-Boot-Geräte baut - ja wirklich, baut! Und das mitten im Krieg. Ich hatte keine Zeit, irgend etwas zu bauen. Ich versuchte ihnen das zu erklären. Aber sie erzählten uns einfach über Dinge wie das elektronische Anti-U-Boot-Echolot vom Typ QCB-1 und wie man es baut. Ich war für kurze Zeit nach Süd-Florida geschickt worden, um etwas über U-Boot-Abwehr zu lernen, und eines der Dinge, das mir meine Lehrer erzählten, war, wie man ein solches Echolot baut. Glücklicherweise war es im Klassenzimmer angenehm warm, und ich konnte hier jede Menge Schlaf nachholen, denn ich wusste einfach irgendwie, dass ich draussen mitten im Pazifischen Ozean, umringt von japanischen U-Booten, keines dieser Geräte würde bauen müssen. Ich würde lediglich wissen müssen, wie man so ein Echolot verwendet, und im Höchstfall, wie man es repariert, und ich würde wissen müssen, wann es in Betrieb ist und wann nicht. Meiner Meinung nach war das praktisch alles, was ich mitten im Einsatz über das Gerät wissen müsste. Also machte ich mir ein angenehmes Nickerchen. Aber die Einschätzung, wofür Sie die Information wollen, wie Sie die Sache studieren, wohin das führt usw., ist ein unabdingbarer Bestandteil des ganzen Gebietes Studieren, und wenn Sie ihn beim Studieren weglassen, werden Sie nur minimalen Nutzen aus der Information ziehen, und es kann sein, dass Sie sehr uneffektiv und sehr ängstlich werden und an vielen Wörtern und Dingen hängenbleiben, die sich Ihnen in den Weg stellen und Sie verärgern und die Sie nicht verstehen. Sie werden dann von dem Gedanken besessen: Ich muss alles, was ich lese, perfekt verstehen, oder ich werde steckenbleiben. Das wird Ihnen durch die Tatsache beigebracht, dass Sie, wenn Sie nicht verstehen, was Sie lesen, eine halbe Seite später Kopfweh bekommen. Das stimmt, aber Sie müssen auch wissen, dass Sie, wenn Sie diese halbe Seite weitergelesen und Kopfweh bekommen haben, jetzt scharfsinnig genug sein müssen, um zu wissen, dass da vorher etwas gewesen sein muss. Finden Sie heraus, was es war, machen Sie es ausfindig und räumen Sie es aus dem Wege, sagen Sie sich: Ja, das ist ein Wort, das ich nicht kenne, und lesen Sie weiter. Mit anderen Worten - Sie müssen eine Menge Studiertechnologie kennen, um zu studieren, oder Sie werden nur minimalen Nutzen aus der Information ziehen, die Sie bekommen. Ich habe Ihnen heute in diesem Vortrag viel erzählt, das zum grossen Teil theoretisches Material ist; all dies ist jedoch sehr gut praktisch anwendbar. Es findet praktische Anwendung auf das, was Sie gerade machen. Nachdem Sie nun nach jedem dieser Vorträge Ihre Noten sehr schön verbessert haben, hoffe ich, dass Sie das auch jetzt wieder tun. Vielen Dank.

STUDIEREN UND AUSBILDUNG
Ein Vortrag LRH
Sie haben wahrscheinlich im Laufe der Zeit erkannt, dass wir dieses Gebiet schon ziemlich weitgehend gelöst haben. Und wir sind dabei auf einige Nutzanwendungen gestossen, mit denen wir vorher gar nicht gerechnet hatten. Wie ich schon erwähnte, war es eigentlich ziemlich überraschend und abenteuerlich, plötzlich ein analoges Studien- und Anwendungsgebiet aufzugreifen und zu studieren, um auf diese Weise etwas über das Studieren herauszufinden und nicht in das eigene Fachgebiet introvertiert zu sein. Es ging darum, einen äusseren Gesichtspunkt einzunehmen und es als wirklicher Anfänger zu studieren, der sich langsam nach oben arbeitet, und dann dieses Studium zum Abschluss zu bringen - und zwar nicht auf einer dilettantischen Ebene, sondern auf dem Niveau eines wirklichen Profis. Zwischen diesen beiden Arten des Studierens besteht ein grosser Unterschied. Was jetzt natürlich noch fehlt, ist die professionelle Anwendung von dem, was man gelernt hat, und das muss noch hinzugefügt werden, um Ihnen in diesem Bereich zu helfen. Dieser Schritt scheint nicht besonders viel zu sein, aber bedenken Sie, dass das ganze Gebiet der Ausbildung als Endprodukt das Bewerkstelligen bestimmter Tätigkeiten bzw. das Erreichen bestimmter Ziele und Zielsetzungen hat. Und eine Ausbildung, die nicht auf so etwas hinführt, ist natürlich nur eine Art Herumgetue und Schwindel - reiner Dilettantismus, der sich am besten folgendermassen definieren lässt: Man beabsichtigt nicht, irgend etwas damit zu tun, ausser seine Freunde zu ärgern. Und der Unterschied zwischen diesen beiden Arten von Ausbildungen ist, dass das Herumgetue usw. nicht wirklich die Bezeichnung Ausbildung verdient. Ich würde es nicht hochtrabend Ausbildung nennen. Ich würde sagen, es ist ein oberflächliches Vertrautwerden mit irgendwelchen Daten oder einem Sachgebiet, um herauszufinden, was dieses Gebiet umfasst. Mit anderen Worten, man wird mit der Sache nur oberflächlich vertraut und schnüffelt nur so ein bisschen daran herum, und das ist meiner Meinung nach keine Ausbildung. Ausbildung wäre darauf ausgerichtet, dass man bestimmte Aktionen professionell bewerkstelligt. Nun, das Wort professionell ist hier von mir hinzugefügt worden, aber wenn jemand auf einem Gebiet ausgebildet ist, dann erwartet man, dass er in der Lage ist, mit diesem Gebiet bestimmte Dinge zu bewerkstelligen. Selbst wenn es sich nur um eine rein theoretische Ausbildung handelt, so wird von einem doch erwartet, dass man am Ende ein guter Theoretiker ist.
Ich würde also Ausbildung als etwas definieren, was wirklich und allen Ernstes für das Leben ist, und würde sagen, dass viel von dem, was unter der Bezeichnung Ausbildung läuft, in Wirklichkeit keine ist. Ausbildung bedeutet Lernen oder Wissen oder das Erwerben der Kenntnis eines bestimmten Gebietes. Nehmen wir das als umfassende Definition. Wenn jemand auf einem Gebiet ausgebildet ist, dann kennt er dieses Gebiet - und zwar wirklich - er kennt das Gebiet! Er kann die Aktionen ausführen, die auf diesem Gebiet gelehrt werden, und kann die Ergebnisse erzielen, die auf diesem Gebiet gelehrt werden. Sehen Sie, das ist Ausbildung. Unter diesen Umständen das moderne Schulsystem Ausbildung zu nennen ist ziemlich lächerlich, denn dieses arme kleine Kind kommt in die Schule und wird dann bloss beschäftigt gehalten - darauf läuft es hinaus. Das Kind beschäftigt zu halten scheint mir nun nicht das geringste mit Ausbildung zu tun zu haben. Und dennoch zeigt eine Untersuchung dieses Gebietes, dass der beste Grund für die Schulausbildung der Kinder der Wunsch ist, ihren Müttern eine Erholungspause zu verschaffen - das ist eine Tatsache. Das ist der Blickwinkel, unter dem man dieses Gebiet betrachtet. Wenn Sie nun die Frage stellen: Was wird diesem Kind an Tätigkeiten beigebracht?, dann sehen Sie sofort, was der Grund für Ihre Unzufriedenheit mit der Schulerziehung für Kinder ist. Dem Kind wird überhaupt nicht beigebracht, irgend etwas zu tun. Also ist es keine Ausbildung. Sehen Sie, dass das Wort ausgebildet, wenn Sie es in seiner eigentlichen und wirklichen Bedeutung nehmen, dahin gekommen ist, dass es eine Art Schweben in esoterischen Höhen bedeutet? Was bedeutet es, wenn man von jemandem sagt: Er wurde in Oxford ausgebildet? Na gut, er wurde in Oxford ausgebildet. Er ist also ein Oxford- Typ, und wir erwarten bestimmte Charakteristiken und gesellschaftliche Reaktionen usw. Schön. Wenn er zum Gentleman ausgebildet wurde, so ist er eben ein professioneller Gentleman. Das ist in Ordnung. Sehen Sie, man kann Ausbildung nicht wirklich von einer aktiven Tätigkeit und einer Rolle und Profitum trennen. Es ist nicht möglich, diese beiden Dinge voneinander zu trennen. Man kann nicht einfach hergehen und sagen: Nun, wir wollten ihm eine gute Ausbildung geben - nicht so, dass er etwas tun könnte, aber - Das ist sofort ein Widerspruch. Genauso könnte man sagen: Wir müssen alle weissen Bohnen auflesen, indem wir alle weissen Bohnen am Boden liegenlassen. Sehen Sie, das lässt sich nicht machen. Man kann nicht einfach jemanden ausbilden, ohne ein Ziel vor Augen zu haben, denn dann würde er nicht ausgebildet werden. Und das ist die moderne Streitfrage. Das Gebiet der Ausbildung hat auf der Welt das zweitgrösste Budget nach der Rüstung. Das ist eine Menge Geld. Und das gilt auch dann, wenn die Lehrer alle sagen, sie wären unterbezahlt - womit sie recht haben. Es ist nichtsdestoweniger eine fabelhafte Menge Geld, die in diese Richtung ausgegeben wird. Wenn Sie verfolgen, wieviel im Leben eines Menschen dafür ausgegeben wird, und wenn Sie die Ausgaben für alle Schulungs- und Ausbildungsaktionen, die auf der Welt stattfinden, berücksichtigen, dann sehen Sie, dass das eine riesige Investition ist. Nun wurde praktisch in jeden Menschen auf der westlichen Welt eine beträchtliche Summe investiert, damit er ausgebildet wird. Es handelt sich um eine beträchtliche Summe sie beträgt zigtausend Mark. Bis zu dem Zeitpunkt, wo ein junger Mann seine Hochschulausbildung abschliesst, hat seine Ausbildung beispielsweise an die 40.000 D-Mark verschlungen; soviel war es jedenfalls Mitte der fünfziger Jahre. Das ist eine alte Zahl. Mittlerweile ist es wahrscheinlich mehr. Das ist eine Menge Geld, die in einen Menschen investiert wird und vielleicht kein Resultat erbringt. Für seine Ausbildung wurde also eine Menge Geld ausgegeben, aber ist er wirklich ausgebildet worden? Nein, und das ist das Problem. Sehen Sie, eine Menge Geld wurde für seine Ausbildung ausgegeben, aber er wurde nicht ausgebildet. Ich war kürzlich ziemlich schockiert, als ich herausfand, dass meine Kinder ihren Namen nicht schreiben konnten. Sie werden bemerkenswert schnell ausgebildet, aber sie konnten nicht einmal ihren Namen schreiben. Ich würde unter diesen Umständen nicht sagen, dass sie Schreiben gelernt hätten. Es wurde ihnen nicht beigebracht, wie man schreibt. Egal was sie taten, egal wie viele fortlaufende Kringel sie malten, wenn es nicht zu einem Endprodukt geführt hat, war es keine Ausbildung. Das Endprodukt sollte zumindest umfassen, dass sie ihren Namen schreiben können. Das wäre wohl eines der ersten Dinge, an die ein Lehrer denken sollte. Er sollte sich sagen: Nun, ein Kind sollte in der Lage sein, seinen Namen zu schreiben. Denn das ist, offen gestanden, fast das grundlegende Kriterium dafür, dass jemand schreiben kann. Wenn jemand an Bord stapft, um anzuheuern, und ein Kreuz unter den Vertrag setzen muss, wird er auf der Stelle als Analphabet angesehen. Vielleicht kann er alles andere in gestochen schöner Handschrift schreiben, aber wenn er seinen Namen nicht schreiben kann, wird es ihm schwerfallen, die anderen davon zu überzeugen, dass er kein Analphabet ist. Ich bin also der Ansicht, dass man die ersten Dinge auch zuerst machen sollte, und als ich herausfand, dass meine Kinder ihren Namen nicht schreiben konnten, wirbelte ich eine Menge Staub auf, indem ich darauf bestand, dass sie das Schreiben ihres Namens lernen müssten. Sogar die Kinder gerieten ziemlich aus der Fassung. Sie waren nicht auf den Gedanken gekommen, dass sie, wenn sie schreiben konnten, in der Lage sein sollten, ihren Namen zu schreiben. Sie konnten es nicht tun.
Es gibt da also noch viele Lücken. Nehmen wir z.B. Rechnen. Nun, dieser Gegenstand wird den Kindern irgendwie als etwas Handliches beigebracht, das man deshalb braucht, damit man nicht zuwenig Wechselgeld zurückerhält. Ich halte das für so ziemlich die kurzsichtigste Einstellung, die mir je auf einem Gebiet untergekommen ist. Ich bin aber sicher, dass das der Hauptgrund für den Rechenunterricht ist, denn mehrere Kinder haben mir das schon geduldig erklärt. Es ist ihnen also beigebracht worden, dass der Grund, warum sie Rechnen lernen, der ist, zu verhindern, dass sie zuwenig Wechselgeld herausbekommen. Niemand sagt den Kindern je, dass es einen anderen Weg gibt, wie man sich keine Sorgen darum zu machen braucht - z.B. indem man genügend Geld verdient. Schauen wir uns das an. Wenn man genügend Geld verdient, braucht man nicht rechnen zu können, denn es würde einem nichts ausmachen, wenn man zuwenig Wechselgeld zurückbekommen würde. Sehen Sie, es gibt also andere Wege, dieses Problem mit dem Wechselgeld zu überwinden. Ich habe diese eine Möglichkeit natürlich nur spasseshalber erwähnt, aber sie ist nichtsdestoweniger ein möglicher Weg. Midas hat sich nie Sorgen darum gemacht, ob er genügend Wechselgeld herausbekommen würde.
Was haben wir hier also für eine Ausbildung im Rechnen?
Nun, ich fordere die Mehrzahl der Rechenlehrer heraus, mir ein wirkliches Endprodukt anzugeben, weswegen man Rechnen können soll. Sie würden sagen: Nun, natürlich muss jemand rechnen können, denn es wird in so vielen anderen Gebieten als Grundlage benötigt. Das mag stimmen, aber wir reden jetzt nicht über das Unterrichten anderer Gebiete, es interessiert uns nicht - wir reden über Rechnen. Wie sieht es mit dem Endprodukt des Rechenunterrichts aus? Wir fragen uns, warum die Leute nicht rechnen können. Sie können auf diesem Gebiet nicht ausgebildet werden, weil es kein Endprodukt hat. Jemand sagt sich: Ich möchte weder ein Buchhalter noch ein Buchprüfer werden, und ich kann lernen, wie man mit den Fingern zählt, und so vermeiden, dass ich zuwenig Wechselgeld herausbekomme. Das ist einfach. Warum muss ich Rechnen lernen? Die Lehrer entgegnen ihm: Nun, du musst es können, um andere Fächer zu lernen. Nein, nein, nein, nein. Wir sprechen jetzt über die Ausbildung in Rechnen. Wir kümmern uns jetzt nicht um andere Fächer. Nun, wenn Sie - der Diskussion eine derartige Einschränkung auferlegen, werden die Lehrer sagen, dann kann natürlich niemand mit Ihnen streiten. Und Sie sagen: Genau. Wer möchte schon gerne, dass mit ihm gestritten wird? Worum es hier geht, ist die Tatsache, dass das Fach Rechnen fast unmöglich unterrichtet werden kann, weil es in sich selbst kein abgegrenztes Ziel enthält - d.h. natürlich enthält es abgegrenzte Ziele, die beschrieben werden könnten - aber da es in sich selbst kein beschriebenes abgegrenztes Ziel enthält, lässt es sich fast nicht unterrichten. Und fast jeder Hauptschüler tut sich in Rechnen sehr schwer, denn Rechnen ist für sich genommen kein vollständiges Sachgebiet, und daher kann niemand ausgebildet werden. Dies zeigt sich sehr deutlich auf der Hochschule. Ich erzähle Ihnen jetzt nichts, was Ihren Erfahrungsbereich überschreitet - es ist etwas sehr Offensichtliches. Auf der Hochschulebene werden Ihnen auf der Technischen Hochschule andauernd Aufgaben zum Lösen mit Hilfe der Algebra und der Infinitesimalrechnung unter die Nase geschoben, die sich genausogut durch direktes arithmetisches Rechnen lösen lassen. Das ist etwas, worüber man nachdenken sollte. Was ist hier geschehen? Nun, das Fach Rechnen, das kein vollständiges Sachgebiet für sich war und irgendwie in Ungnade gefallen und herabgewürdigt worden war, ist schrittweise geschrumpft und hört auf, ein eigenes Sachgebiet zu sein. Es ist nur noch ein Hilfsgebiet, das in der höheren Mathematik aufgeht. Und wenn jemand die Grundrechenarten nicht beherrscht, kann er keine höhere Mathematik betreiben. So wird es dem Ingenieur mehr oder weniger geschildert. Nun, es war ziemlich interessant für mich, eines Tages in einer alten Bildungszeitschrift geschildert zu finden - welche Rechenfertigkeit man von einem Studenten im Jahre 1888 erwartete. Damals musste man im Fach Rechnen algebraische Aufgaben lösen, und zwar mit arithmetischen Methoden. Und wissen Sie was? Es war für mich eine sensationelle Enthüllung, dass es sehr wohl möglich war, diese algebraischen Aufgaben mit ihren X und Ys und all dem Zeug durch ganz gewöhnliches, normales arithmetisches Rechnen zu lösen.
Und es kam mir viel logischer vor - viel logischer. Ich schaute mir das an, und ich stiess auf einige alte Hasen, die zehn fünfstellige Zahlen hernehmen und auf eine merkwürdige Art blitzschnell addieren konnten. Wie sie das machten, erschien mir sehr merkwürdig - es war irgendeine Art des kreuzweisen Addierens, die ich Ihnen nicht erklären könnte - aber diese Leute hatten das Ergebnis in Nullkommanichts heraus. Und wenn man sie fragt, wie sie das gemacht haben, erhält man die Antwort: Oh, es ist ganz einfach. Sehen Sie, wenn man die Zahlen auf eine bestimmte Weise addiert, dann gibt neun zu etwas addiert wieder diese Zahl; also müssen Sie lediglich die Zahlenreihe nach unten gehen, alle Kombinationen finden, die neun ergeben, diese weglassen, den Rest zusammenzählen - und schon haben Sie das Ergebnis. Toll, nicht wahr? Natürlich sind das nur Rechentricks - aber all das war einmal fester Bestandteil des Fachs Rechnen und ist es heute nicht mehr. Wohin ist es verschwunden? Es muss sich also um ein Sachgebiet handeln, das im Untergehen begriffen ist. Warum geht es unter? Weil niemand dem Studenten den Zweck dieses Gebietes schildert. Es geht nicht darum, ob das Gebiet einen Zweck hat oder nicht. Ja, man könnte viele Verwendungszwecke dafür finden, aber alles, was Sie wissen müssen, ist, dass niemand dem Studenten den Zweck dieses Gebietes schildert, klarmacht oder zeigt und man daher nicht annimmt, dass der Student in Rechnen ausgebildet wird. Rechnen ist nur ein Hilfsgebiet, das verhindert, dass man zuwenig Wechselgeld herausbekommt. Indem also in der Art, wie für ein Gebiet geworben wird oder wie es dargeboten wird, der Zweck eines Gebietes degeneriert - was darauf hinausläuft, dass der Zweck des Gebietes degeneriert - verschwindet auch das Sachgebiet selbst. So merkwürdig es auch klingt, aber wenn der Zweck eines Sachgebietes verschwindet, verschwindet auch das Sachgebiet aus dem Wissensschatz des Menschen. Nehmen wir die Hersteller von Kutscherpeitschen: Versuchen Sie heute jemanden zu finden, der alles über die Herstellung von Kutscherpeitschen weiss. Es gibt höchstens noch ein paar Burschen in England, die dieses Sachgebiet aus dem Effeff beherrschen und alle Peitschen für den Zirkus herstellen. Sehen Sie, man stellt heute praktisch keine Peitschen mehr her. Dieses Wissensgebiet geht unter, weil es keinen Zweck mehr hat. Heute hat niemand mehr Pferde, über denen er die Peitsche knallen könnte. Eine Ausbildung in der Herstellung von Peitschen wäre also heutzutage eine Art Sackgasse. Sie würde zu keiner sehr produktiven Karriere führen. Nun, das scheint nichts besonderes zu sein, aber wenn wir den anderen Aspekt davon hernehmen, wird es sofort sehr viel Sinn ergeben. Ein Wissensgebiet, dessen Zweck nicht dargelegt ist, wird nicht nur in der Gesellschaft absterben, sondern auch in der einzelnen Person. Beide Aussagen sind wahr. Die erste ist so wahr, dass sie geradezu trivial ist. Aber die zweite ist nicht trivial und war bisher nicht bekannt. Wenn jemand, dem Sie ein Wissensgebiet beibringen, den Zweck dieses Gebietes nicht verstanden hat, wird dieses Gebiet in ihm absterben. Das Gebiet kann sehr nützlich sein und einen äusserst wichtigen Zweck erfüllen, aber wenn der Zweck des Gebietes dem Lernenden nicht vermittelt wird, ist es aus mit ihm. Das zeigt uns den Unterschied zwischen einem lebendigen Studiengebiet und einem toten Studiengebiet. Ein lebendiges Studiengebiet ist eines, das einen Zweck und eine Anwendung hat. Und ein totes Studiengebiet ist eines, das keine Anwendung hat. Und es gibt zwei Möglichkeiten, wie ein lebendiges Studiengebiet zu einem toten Studiengebiet wird: Entweder verschwindet der Bedarf für seine Anwendung - wie es bei Kutscherpeitschen der Fall ist - oder man lässt einfach die Vermittlung des Nutzens aus dem Ausbildungsprozess weg. Das wird das Wissensgebiet absterben lassen, sowohl in der Gesellschaft als Ganzes als auch in der einzelnen Person. Sehen Sie das? Und wir müssen allein schon aufgrund der Definition des Wortes Ausbildung, so wie ich sie hier betont habe, annehmen, dass man in einem toten Wissensgebiet nicht ausgebildet werden kann, denn es hat kein Endprodukt. Man stellt also fest, dass diese Dinge zwanghaft werden. Jemand beginnt mit dem Studium von Miniaturen, die in Holland von blinden Malern gemalt wurden. Nun, Miniaturen, die in Holland gemalt wurden - das lässt sich noch irgendwie anwenden. Aber Miniaturen, die in Holland von blinden Malern gemalt wurden - da würden wir schon eine ganze Weile herumsuchen müssen, bevor wir irgendeinen Verwendungszweck für dieses spezielle Wissensgebiet finden würden. Natürlich könnte man auch dafür irgendwelche Verwendungszwecke finden, aber zersplittern Sie Ihre Energien nicht dadurch, dass Sie den Mangel in einem Ausbildungssystem durch Ihren Scharfsinn und Ihren Einfallsreichtum ausgleichen, denn indem Sie nachsichtig sind, schwächen Sie sich selbst. Die Frage lautet: Was ist da?, und nicht: Was könnten wir uns ausdenken, um es hinzusetzen? Oh, wir könnten uns einige Gebiete ausdenken, aber nehmen wir einmal an, da studiert jemand so ein esoterisches Gebiet, das seltsam, merkwürdig und nutzlos ist und nirgendwo hinführt. Wissen Sie, dass er leicht davon besessen werden kann? Er hat keinen Zweck und keine Verwendung für dieses Gebiet, und somit ist es für ihn natürlich unmöglich, auf diesem Gebiet eine Ausbildung zu erlangen, denn er kann nie seine vollendete Beherrschung des Gebietes zeigen. Er kann nie seine Verwendung zeigen. Wer würde ihm schon zuhören? Er kann es nicht einmal seinen Freunden sagen. Denn diese denken von ihm: Dieser Kerl ist ein verflixter Spinner! Dauernd spricht er von diesem Zeug. Es ist etwa so, wie Ihre Familienangehörigen oder Freunde Sie gelegentlich hinsichtlich des Gebietes betrachtet haben. Es geht über ihren Horizont hinaus, verstehen Sie? Aber viel schlimmer noch ist die Tatsache, dass niemand weiss, wovon der Betreffende spricht und warum er es studiert, und es ist sowieso nutzlos und nicht besonders von Interesse. Dieser arme Bursche kann sich nie mitteilen - und zwar aus dem Grund, der Kommunikation am wirksamsten erschwert: Niemand wird zuhören. Haben Sie je daran gedacht, dass Kommunikation deshalb schwierig sein kann, weil niemand zuhört? Nun, übertragen Sie das einfach auf den Bereich der Ausbildung. Wenn das Sachgebiet nicht als solches existiert, keinen Verwendungszweck und keine Anwendung hat und dieses und jenes nicht hat, dann werden im selben Masse die Leute aufhören, zuzuhören, denn es hat auch für sie keinen Nutzen. Jemand studiert Miniaturen - die in Holland von blinden Malern gemalt wurden. Die Leute sagen sich irgendwie: Nun, ich kann verstehen, warum er Miniaturen studiert, die in Holland gemalt wurden - ich glaube, er ist verrückt! Das wäre die unmittelbare Schlussfolgerung, nicht wahr? Diejenigen unter Ihnen, die selbst damit zusammengestossen sind, haben erlebt, dass Sie von Ihrer Familie komisch angesehen wurden; die Leute hören Ihnen einfach nicht zu, wenn Sie über die Lehre sprechen, oder sie werden ungeduldig mit Ihnen, weil Sie die Lehre studieren, und das geschah nur, weil Sie mit ihnen nicht über den Zweck der Lehre gesprochen haben. Sie haben nicht innerhalb des Rahmens, was die Lehre für die Betreffenden persönlich tun könnte, mit ihnen über den Zweck der Lehregesprochen. Nun, damit marschieren Sie geradewegs auf die Lösung des Problems zu. Ihre Mutter wäre vielleicht interessiert, wenn sie hören würde, was die Lehre für Sie persönlich getan hat, denn sie ist an Ihnen interessiert, aber auch Ihre Mutter würde die Lehre nur dann als Fachgebiet ansehen, wenn ihr Zweck dargelegt würde. Gehen wir jetzt ein wenig weiter: Wenn der Zweck des Wissensgebietes, der beschrieben worden ist bzw. den man dem Gebiet gegeben hat, in irgendeinem Ausmass verwirklicht werden könnte, dann ist der nächste Schritt das Problem, dass die Leute den Zweck nicht glauben. Man könnte ihnen den Zweck schildern, aber sie glauben ihn nicht. Mit anderen Worten, der Zweck ist für sie nicht real. Man muss ihnen also nicht nur den Zweck schildern, sondern ihn so schildern, dass er ihnen erreichbar erscheint - ein Zweck, der erreichbar ist oder sich in der Praxis verwirklichen lässt. Wir gehen also auf diesen Burschen zu und sagen: Ihr Interesse an diesem Fachgebiet sollte sehr gross sein, denn dieses Gebiet wird Sie zu einem Clear machen. Er sagt sofort: Was für ein Tier?, denn es ist nicht ein Zweck, der verstanden werden kann, sehen Sie? Der Zweck hört auf, verständlich zu sein, wenn ihm das Ziel nicht als erreichbar oder wertvoll erscheint. Und das Ziel kann einfach deshalb aufhören, erreichbar oder wertvoll zu sein, weil es nicht verstanden wird. Damit also ein Ausbildungsgegenstand existieren und weiterhin ein Gebiet sein kann, auf dem man ausgebildet werden kann - oder anders formuliert, falls Sie je erwarten, dass auf einem Gebiet je irgend jemand ausgebildet wird - damit also ein Gebiet weiterhin existiert bzw. damit es überlebt, muss es einen Zweck haben, der als erreichbare Aktion erkenntlich sein muss. Der Zweck muss erreichbar sein - man muss ihn verwirklichen können. Der Wert eines Wissensgebietes hängt nun einfach und gänzlich davon ab, wie wertvoll das Erreichen des angegebenen Zwecks ist. Welchen Wert hat das Erreichen dieses bestimmten angegebenen Zwecks? Ist es wertvoll, wenn man in der Lage ist, das zu erreichen, oder nicht? Und anhand dieses Kriteriums lässt sich ein Gebiet als etwas Nebensächliches oder als etwas Lebenswichtiges einstufen. Das Gerüst einer Kultur - der Aufbau einer Kultur - besteht also aus Ausbildungsgebieten, die sich in zwei allgemeine Ausbildungstypen unterteilen lassen. Eine Kultur wird einzig und allein durch Ausbildung zusammengehalten. Egal, ob nun diese Ausbildung durch Erfahrung oder durch Unterricht zustandekommt, eine Kultur als Ganze ist die Summe ihrer Ausbildung. Und die Ausbildungsgegenstände einer Kultur lassen sich in zwei Kategorien einteilen: die lebenswichtigen Gegenstände und die netten Gegenstände. Nun wird eine Ausbildung in dem Masse belohnt, wie die betreffende Dienstleistung als wertvoll angesehen wird. Eine Ausbildung wird in dem Masse belohnt, wie die betreffende Dienstleistung als wertvoll angesehen wird. Und man bekommt, offen gesagt, nicht einen Pfennig mehr dafür. Manchmal gibt es eine falsche Belohnung, aber nicht oft. Und weil diese Regel, die ich Ihnen gerade gegeben habe, wirklich zutrifft, können Sie daraus schliessen, dass es einige sehr, sehr merkwürdige Dinge geben muss und die Gesellschaft im allgemeinen in gewissem Grade missverstanden sein muss, denn es gibt einige Gebiete der Ausbildung, die obwohl sie von der Gesellschaft sehr belohnt werden - von bestimmten Autoritäten auf dem Gebiet der Ausbildung nicht als wertvoll angesehen werden. Die Öffentlichkeit muss es mögen, wenn man sie zum Narren hält. Die Leute bezahlen immer Betrüger der einen oder anderen Art. Es muss irgendein echter Wert dahinterstecken, dass man jemandem auf dem Aktienmarkt die unglaublichsten Hoffnungen macht, denn die Leute, die das machen, verdienen sehr oft eine Riesenmenge Geld. Sie könnten die Gesellschaft auf der Basis dessen, was ich Ihnen erzählt habe, neu einschätzen. Sie könnten sagen Ja nun, die Gesellschaft macht in dieser Hinsicht Fehler. Ja, die Gesellschaft wird angelogen. Nun, ich glaube nicht, dass die Gesellschaft in dieser Hinsicht Fehler macht. Das ist ein neuer Gedanke, nicht wahr? Wussten Sie, dass der einkommensmässig am höchsten geschätzte praktische Beruf in den USA das Bestatten von Leuten ist? Das wird sehr gut bezahlt! Diese Leute haben es geschafft, alle davon zu überzeugen, dass die geliebten Verstorbenen in versiegelten Bronzesärgen ruhen sollten und dass diese Särge in Stahlbetongruften stehen sollten, damit die geliebten Verstorbenen nicht vom Sickerwasser geplagt würden. Man hatte das ganze Land absolut davon überzeugt, dass dies in den Bundes- und Landesgesetzen verankert sei. Das wurde von einer kürzlichen Untersuchungskommission des Kongresses ans Licht gebracht, die herausfand, dass es in den USA keine gesetzlichen Vorschriften gibt, die irgend jemanden in den USA dazu zwingen würden, auch nur in einem Holzsarg begraben zu werden. Es gibt gesetzliche Vorschriften, die verlangen, dass jemand begraben werden muss, aber es gibt nicht einmal eine Vorschrift, die verlangt, dass er einbalsamiert werden muss. Sie wickeln Tante Anna also in eine Decke ein und werfen sie in eine Grube. Es reicht völlig aus, wenn Sie eine Todesurkunde haben - Mann, das ist alles, was Sie brauchen! Was verkaufte diese Berufsgruppe also? Sie verkauften irgendwie eine merkwürdige Art Leben nach dem Tod, nicht wahr? Sie ähnelten irgendeinem religiösen Kult oder so etwas, und es war offensichtlich, dass die Leute das Leben nach dem Tod kauften. Und wir finden heraus, dass eines der teuersten Dinge, die man im alten Ägypten tun konnte, das Sterben war. Das war eine sehr teure Angelegenheit, und heute ist es in den USA genauso geworden. Das Sterben ist eine sehr teure Sache. Bis man mit Ihnen fertig ist, ist der ganze Besitz, den Sie hinterlassen haben, weg. Aber es ist sehr eigentümlich. Die Gesellschaft bezahlt für diese Sache und belohnt sie. Und sie ist der Fertigkeitsbereich mit so ungefähr der besten Ausbildung, die Ihnen je begegnet ist. Das Bestatten ist ein Fertigkeitsbereich mit einer hervorragenden Ausbildung, und der Verband der Leichenbestatter (oder Bestattungsunternehmer, wie sie sich gerne nennen) betreibt seine eigenen Schulen und hat seine eigene Technologie usw., und sie vermitteln sie äusserst professionell und gründlich. Und das Endprodukt davon ist deutlich sichtbar. Diese Leute sind ziemlich kluge Burschen. Ich weiss das, denn seinerzeit, als ich in der Gegend von New York ein angenehmes Leben als Schriftsteller führte, war der dortige amtliche Leichenbeschauer ein besonderer Freund von mir. Er war der Leichenbeschauer der Stadt New York und war einer der nettesten Menschen, die man sich vorstellen kann. Er hatte persönlich - mit seinen eigenen Händen - fünfzehntausend Leichen einbalsamiert. Ich begann mich für dieses Gebiet zu interessieren, als ich losgeschickt wurde, um eine Reihe von Geschichten über Verbrechen zu schreiben, die sich nicht aufklären liessen. Natürlich landete ich schliesslich beim Leichenbeschauer der Stadt New York, und er begann meine Kriminalausbildung auf diesem Gebiet, das natürlich zur Gerichtsmedizin gehört. Und dieser Bursche beherrschte das alles aus dem Effeff. Die Beiläufigkeit, mit der er all diese verschiedenen Dinge von sich geben konnte, zeigte, dass er mit diesem Gebiet sehr vertraut war. Es war kein esoterisches Gebiet. Es hatte mit einer Menge toter Körper zu tun, die mehr oder minder bekleidet überall herumgelegen hatten und in unterschiedlichem Grade zugerichtet worden waren. Manchmal sahen sie ziemlich schlimm aus. Der Leichenbeschauer war schon ein bemerkenswerter Bursche. Und merkwürdigerweise glaubte er, gesellschaftlich nicht akzeptabel zu sein; und ich war gesellschaftlich sehr akzeptabel, also waren wir sehr gute Partner. Wenn ich irgendwo hinging und ihn fragte, ob er mitkommen wollte, dann war er blitzschnell zur Stelle. Es war aber nichts verkehrt mit ihm. Er hatte perfekte Manieren, er war ein perfekter Gentleman usw. Aber während seiner Ausbildung war ihm beigebracht worden, dass man auf sein Gebiet herabsehen würde, und daher glaubte er, gesellschaftlich nicht akzeptabel zu sein. Nun, ich weiss nicht - Strassenkehrer glauben, dass man auf sie herabschaut usw., aber Strassenkehrer halten die Strassen sauber, nicht wahr? Und dieser Bursche sorgte offensichtlich dafür, dass die Strassen von New York nicht durch verwesende Leichen verunreinigt wurden. Ich traf ihn von Zeit zu Zeit, und da ich der Vorsitzende von einer der dortigen Schriftstellervereinigungen war, schaute er ziemlich regelmässig bei uns vorbei und hielt, wenn ich ihn darum bat, Vorträge für Krimiautoren usw. Und wenn sich die Leute dann vom Essen erhoben, hatten sie die seltsamsten Grünschattierungen im Gesicht. Aber da war wirklich Wissen. Da war Wissen. Und es hatte ein sehr eindeutiges Endprodukt, auch wenn es nur auf dem Gebiet des Aufdeckens von Todesursachen war. Ein solcher Bursche war in der Lage, nach einem einzigen Blick auf eine Leiche festzustellen: Kohlenmonoxid; der Tod ist vor etwa drei Stunden eingetreten, und konnte das gleiche mit Zyankali, Arsen usw. machen. Einfach so aus dem Handgelenk. Oh, ich würde sagen, es war Botulinusvergiftung, Joe. Ja. Leg ihn auf den Autopsietisch, und dann werden wir das überprüfen. Ich bin ziemlich sicher, dass es nur Botulinustoxin ist. Vielleicht hat er in der falschen Jahreszeit grüne Bohnen gegessen, die zu lange in der Kühltruhe waren. Danach sieht es mir aus. - Und er trifft damit fast immer den Nagel auf den Kopf. Das ist eine Kunst - die Kunst der Beobachtung in der Welt des Todes. Aber sogar seinerzeit in Ägypten wurde dieser Kunst kein gesellschaftlicher Status zuerkannt. Diejenigen, die unten im Leichenhaus die toten Körper einbalsamierten, durften tatsächlich niemals auch nur das Gebäude verlassen. Sie wurden dort drin festgehalten. Aber es gibt da diese Unmenge an Kunstfertigkeit, an Feinheiten und technischem Wissen. Es ist eine Unmenge an Wissen, und es wurde in einer ununterbrochenen Linie seit den Tagen des alten Ägyptens von einer Kultur zur nächsten stets übermittelt. Und es ist interessant, dass mein Freund, der auf diesem Gebiet arbeitete, in der Lage war, Vergleiche zwischen den heutigen Einbalsamierungsmethoden und denen der Ägypter zu ziehen, was das Erhalten der Leiche betrifft. Und er war sicher, dass er heute ein besseres Ergebnis erreichte als die alten Ägypter. Das war das erste Mal, dass ich so etwas hörte, denn wir haben schliesslich eine sehr hohe Meinung von der Einbalsamierkunst der alten Ägypter, weil wir diese ägyptischen Mumien in verschiedenen Museen gesehen haben und festgestellt haben, dass sie in ihrem eingewickelten Zustand immer noch existieren. Aber die Einstellung, die mein Freund dazu hatte, war die Einstellung eines wahren Profis: Nun, ihre Gesichtszüge sind nicht erhalten geblieben, und die Färbung der Haut ist schlecht geworden. So sprach er eines Tages zu mir. Und er sagte: Ron, wenn du nicht glaubst, dass wir heute den alten Ägyptern weit überlegen sind, schau dir bei deinem nächsten Museumsbesuch eine dieser Mumien an. Die Gesichtszüge sind nicht erhalten geblieben, und die Färbung der Haut ist schlecht geworden. Ich entgegnete: Aber Mensch! Diese Burschen sind doch schon Tausende von Jahren tot! Worauf er erwiderte: Na und? In ein paar tausend Jahren gilt das auch für die von mir einbalsamierten Körper. Und ihre Gesichtszüge und ihre Hautfarbe werden in Ordnung sein. Wir können heute eine bessere Arbeit leisten als damals. Ich erzähle Ihnen da über einen Beruf, der relativ schlecht angesehen, aber sehr gut bezahlt ist. Das Entfernen der Leichen von den Strassen und das Herrichten der geliebten Verstorbenen usw. wird sehr gut bezahlt. Das Bewahren des Andenkens an jemanden ist ein sehr hochbezahlter Beruf. Und er existiert schon seit sehr langer Zeit, ohne dass sein Know-how vergessen worden ist. Überall, wo es eine Zivilisation gegeben hat, scheinen ihre Leichenbestatter das Wissen der jeweils vorausgegangenen Zivilisation auf diesem Gebiet gekannt zu haben, egal, wie viele Kriege inzwischen gewütet hatten. Sie beherrschten dieses Gebiet stets aus dem Effeff. Selbst zu den alten Stammesriten gehörte es, dass man eine trockene Höhle suchte, die die Körper der geliebten Verstorbenen automatisch konservieren würde. Hier gibt es also dieses überaus interessante technische Gebiet. Es ist ganz bestimmt ein technisches Gebiet. Es geht dabei darum, was man tun muss, um zu verhindern, dass eine Leiche verwest, und was man tun muss, um herauszufinden, woran diese Person gestorben ist, damit man beim Einbalsamieren nichts falsch macht und weiss, wie man das alles in Ordnung bringen kann usw. Und es geht um die Frage, wie man die Leichen begraben soll und wie man nun genau mit der trauernden Familie umgeht und ihnen möglichst viel zu möglichst hohen Preisen verkauft. Egal, von welcher Seite man das betrachtet, es handelt sich um Techniken. Sie sind sehr umfassend und sehr exakt und führen ganz klar zu einem eindeutigen Ergebnis! Es geht so: Man bekommt den Körper, man balsamiert ihn ein, man begräbt ihn, man kassiert das Geld. Ende! Ganz leicht zu verstehen. Man könnte also sagen, dass ein Wissensgebiet nicht nur in dem Masse belohnt wird, wie es gebraucht wird, sondern auch in dem Masse, wie es für die allgemeine Öffentlichkeit verständlich ist. Es wird in dem Masse belohnt, wie es von der Bevölkerung verstanden wird. Wie sieht es nun mit der Langlebigkeit eines Gebietes aus? Der beständige Bedarf für den Zweck eines Gebietes kann also ein Gebiet erhalten. Der beständige Bedarf für das Gebiet kann das Gebiet erhalten. Wenn ein Wissensgebiet weiterhin benötigt wird, wird es erhalten bleiben. Das folgt aus dem, was ich Ihnen gerade vor ein paar Minuten gesagt habe. Aber wie lange es erhalten bleibt, hängt völlig vom Bedarf dafür und von der Weitervermittlung seiner Technologie ab. Sehen Sie, die Technologie muss weiterhin benötigt werden und sie muss auch weitervermittelt werden. Wenn sie weiterhin benötigt wird, wird sie auch weitervermittelt werden, was recht faszinierend ist - ziemlich offensichtlich. Wenn ein Wissensgebiet aber über die Jahrtausende hinweg weiterbesteht, so ist das nur der Fall, weil sein Zweck mit ihm vorangetragen worden ist; sein Zweck ist bestehengeblieben und wird auch verstanden. Man könnte dieses Sachgebiet zerstören, indem man seinen Zweck zerstört - das wäre der Fall, wenn das Gebiet nicht mehr gebraucht würde oder indem man auf irgendeine Weise die Weitervermittlung seiner Technologie zerstört oder bei der Weitervermittlung zu hartnäckig ist oder zuviel Druck dabei anwendet und eine Menge anderer Dinge hinzufügt, die eigentlich nicht dazugehören. Bei den Ingenieuren wird es in dieser Hinsicht vielleicht bald heissen: Bevor jemand Ingenieurwesen studieren kann, muss er eine mittlere und eine höhere Schulausbildung abgeschlossen haben, dann ein Mädchenpensionat besucht haben und stricken gelernt haben. Und nach einiger Zeit wird es keine Ingenieure mehr geben. Alle Brücken werden einzustürzen beginnen. Einer der Gründe, warum es dann bald keine Ingenieure mehr geben wird, ist sehr elementar und in unserer Technologie enthalten - aber auch nur in unserer Technologie. Und dieser Grund ist der Umstand, dass man dem zukünftigen Ingenieur eine zu lange Startbahn gäbe. Er muss sozusagen zu lange auf der Startbahn rollen, und in der Ausbildung gilt, dass es um so mehr Gelegenheiten für Nägel auf der Startbahn gibt, je länger der Anlauf zur Ausbildung dauert. Das liesse sich wahrscheinlich anders viel leichter ausdrücken, aber es beschreibt den Sachverhalt richtig. Wenn dieser Bursche immer nur startet, wenn er sozusagen ewig auf der Startbahn rollt, versucht, Geschwindigkeit zu gewinnen, und jeder sagt: Sie dürfen den Steuerknüppel noch nicht zurückziehen. Sie müssen auf der Startbahn bleiben und weiterhin auf der Startbahn rollen, bereit zum Abheben, bereit zum Abheben, bereit zum Abheben, bereit zum Abheben nun, wenn er das etwa 45 Jahre lang gemacht hat und feststellt, dass er den Boden immer noch nicht verlassen hat, dann wird er nie abheben. Der Grund dafür ist, dass die Anzahl der Gelegenheiten zum Scheitern direkt proportional zur Länge des Anlaufs ist. Das ist ein Gesetz. Die Anzahl der Gelegenheiten zum Scheitern ist direkt proportional zur Länge des Anlaufs bzw. zur Länge der Zeit, die es dauert, bis man schliesslich an den Punkt kommt, wo man die eigentliche Sache studiert. Diesem Gesetz wirkt die Tatsache entgegen, dass jemand, wenn er etwas nicht gradientenweise studiert, in grosse Schwierigkeiten kommen kann, indem er in etwas hineingerät, was zu hoch auf dem Gradienten liegt. Darüber habe ich erst kürzlich gesprochen. Er ist zu steil und zu schnell nach oben gegangen. Es gibt also für jedes Wissensgebiet irgendwo eine Startbahn mit der richtigen Länge. Es ist eine Startbahn, die die richtige Länge für das betreffende Gebiet hat. Eine Startbahn mit der richtigen Länge für ein Gebiet würde also nicht so lang sein, dass sie die Gelegenheiten zum Scheitern unnötig vermehrt, und sie sollte lieber nicht so kurz sein, dass jemand eine Stufe auf dem Gradienten überspringt und verwirrt wird. Was ist die richtige Länge der Startbahn für irgendein gegebenes Gebiet? Wieviel sollte es an Vorbereitungsaktionen geben, oder wie lange sollte ein Studium dauern? All diese Fragen werden durch das folgende Kriterium beantwortet: Die Startbahn sollte nicht so lang sein, dass sie die Gelegenheiten zum Scheitern unnötig vermehrt, und sie sollte nicht so kurz sein, dass sie jemanden zu steil nach oben führt.
Denn dann würde er abkippen und auf die Nase fallen, wie es uns gegangen ist, als ich während meiner Collegezeit in Fliegerklubs war. Gar mancher unglückliche junge Mann zog den Steuerknüppel zu schnell zurück, was bewirkte, dass das Flugzeug überzogen wurde, wie es in der Fachsprache der Luftfahrt heisst. Es bedeutet, dass das Flugzeug nicht genügend Vorwärtsgeschwindigkeit hat, um den Unterdruck an der Oberseite der Tragflächen aufrechtzuerhalten. Und das Verhalten eines überzogenen Flugzeuges ist so abscheulich verrückt, dass es noch seinesgleichen sucht. Es fliegt wunderschön dahin und plötzlich fliegt es zu langsam, es herrscht kein Unterdruck mehr an der Oberseite der Tragflächen, und das Flugzeug sackt plötzlich ab. Es geht sehr schnell! Und wenn Sie zu diesem Zeitpunkt vielleicht nur 30 Meter hoch über der Startbahn am Rande des Flugfeldes sind und beim Fallen nicht schnell genug die nötige Geschwindigkeit erreichen, um dann den Steuerknüppel zurückzuziehen und den Sturzflug abfangen zu können, dann benachrichtigt man natürlich Ihre Angehörigen und setzt sich mit meinem alten Freund in Verbindung - dem Leichenbeschauer in New York. Ebenso geht es einem Studenten. Er wird allzu selbstsicher oder irgend etwas von der Art, und er zieht den Steuerknüppel zurück, ohne eine ausreichend lange Startbahn gehabt und die nötige Geschwindigkeit erreicht zu haben. Sehen Sie? Mit anderen Worten, er gerät in einen zu steilen Gradienten. Das gleiche ist Mary Sue neulich abend passiert. Sie lernt ausgerechnet Schreibmaschinenschreiben. Sie tippt recht gut, aber sie hat begonnen, das Blindschreiben zu lernen. Und sie wird es auf dem Gebiet des Blindtippens schaffen - und zwar total! Und es ist recht interessant. Ich machte mit ihr in dieser Hinsicht nur für eine ganz, ganz kurze Zeit einen Prozess auf dem Gebiet der Ausbildung und erzielte damit bei ihr einen totalen Durchbruch. Ich weiss nicht, ob sie das bemerkt hat, und sie ist gerade nicht hier; aber sie hat wahrscheinlich nicht bemerkt, dass es einen Zusammenhang zwischen ihrem plötzlichen Interesse am Erlernen des Blindschreibens und dem Forträumen der Barriere in Hinblick auf eine dieser alten Angelegenheiten eines zu langen Anlaufweges und ebenfalls eines zu kurzen Gradienten gibt. Ich habe das mit einem Prozess durchbrochen, und jetzt ist sie sehr daran interessiert, das Blindschreiben zu lernen, und sie verbringt jeden Abend etwa eine Stunde damit, zusätzlich zu allem anderen, was sie zu tun hat, indem sie dasitzt und auf der Grundlage des Blindschreibens auf die Maschine einhackt. Das ist sehr schwer, denn gleichzeitig benutzt sie die Schreibmaschine während der übrigen Zeit dafür, mit dem Zwei-Finger-Suchsystem Notizen zu schreiben, sehen Sie? Auf der einen Seite ist sie also damit beschäftigt, blindzuschreiben, und als nächstes sitzt sie wieder da und macht ihre Arbeit mit dem Zwei-Finger-Suchsystem. Und dann kehrt sie wieder zu ihrem Blindschreiben zurück. Ich schockierte sie. Neulich gab ich ihr ein Metronom, und sie stellte plötzlich fest, dass ihr Rhythmus nicht stimmte, und das war wirklich so. Und während das Metronom lief, konnte sie absolut nicht schreiben. Sie sagte, sie müsse das Ding sofort abstellen. Es war ein zu hoher Gradient. Aber sie nahm den Gradienten in Angriff, mit zwei Reihen der Tastatur zu tippen, bevor sie auch nur eine Reihe voll beherrschte. Sehen Sie nun, was ich mit einem zu steilen Gradienten meine? Das war zu schwer, sehen Sie? Und Mann, hatte sie ihr Flugzeug überzogen! Sie stürzte auf der Stelle ab! Und sie geriet einfach in eine totale Verwirrung. Früher hätte sie die Flinte ins Korn geworfen. Es wäre einfach Schluss damit gewesen. Da sie aber jetzt die Technologie kennt, die ich auf dem Gebiet der Ausbildung zusammengebaut habe, lehnt sie sich zurück und sagt: Also, mal sehen, was habe ich da gemacht? Ah, ja! Genau, dies ist einfach ein zu schwerer Gradient. Ich ging einfach auf einen zu steilen Gradienten. Sie ging zurück zu einer Reihe Tastatur und es ging klappedi, klappedi, klappedi, klapp, und dann ging sie weiter zu zwei Reihen und dann hatte sie es. Sehen Sie, mit anderen Worten, sie ging mit diesem Gradienten reibungslos Schritt für Schritt vorwärts. Wenn jemand das weiss, kann er sein eigenes Vorwärtskommen also tatsächlich recht gut regeln. Niemand musste es ihr sagen, sehen Sie? Ein Ausbildungsgegenstand ist somit einfach etwas, was zu einer Tätigkeit führt und was man dadurch in Angriff nimmt, dass man sich darin ausbilden lässt. Es ist wirklich ein Ding, dass man das extra sagen muss! Aber wissen Sie, kaum jemand weiss es wirklich. Die Leute wissen es nicht wirklich. Sie sagen zwar dauernd, dass es ihnen klar wäre, aber sie beschäftigen sich immer mit Tätigkeiten, die sie sehr schlecht machen und bei denen sie fürchterlich versagen, und sie kommen nie auf den Gedanken, dass sie auf dem jeweiligen Gebiet nie ausgebildet worden sind. Ich werde Ihnen etwas erzählen, was mich in Hollywood stets total auf die Palme brachte. Jeder Regisseur, jeder Produktionsdirektor und auch jeder Schauspieler in der Truppe - sie alle wussten, wie ein Schriftsteller schreiben sollte. Sie wussten, wie man schreibt. Sie alle konnten Geschichten schreiben. Es wimmelte dort nur so von Schriftstellern. Wollen Sie wissen, warum Hollywood hinsichtlich der Handlungen von Filmen nie aus dem Kindergarten herausgekommen ist? Nun, genau aufgrund der eben erwähnten Haltung. Diese Leute haben nie erkannt, dass das Schreiben eine Technologie ist - eine professionelle Technologie, die man sehr gründlich studieren muss. Es gibt dort eine Unmenge von Details, Verwicklungen und Verästelungen. Tatsächlich hat es auch eine ziemlich umfangreiche Terminologie. Aber all diese Typen in Hollywood waren davon überzeugt, dass sie wüssten, wie man schreibt. Das Schreiben war für sie nichts, was man je studieren müsste, und somit gab es natürlich stets Schwierigkeiten, wenn ein Profi bei ihnen auftauchte. Hollywood brachte nur sehr wenige professionelle Schriftsteller hervor, d.h. eigentlich brachte es überhaupt keine professionellen Schriftsteller hervor, denn diese kommen von woanders her nach Hollywood und gehen dort kaputt. Das geschieht dadurch, dass dort jeder den Beruf des Burschen, der gerade angekommen ist, zu beherrschen glaubt. Sehen Sie, ein professioneller Schriftsteller kommt an, und jeder von den anderen kennt sich in diesem Beruf aus. Der professionelle Schriftsteller wird nun den Filmen nicht die nötige Beingness gewähren, um zu erkennen, dass zum Schreiben von Drehbüchern vielleicht auch ein paar spezielle Kniffe gehören; daher kommt er den Leuten von Hollywood natürlich etwas dumm vor, obwohl er überhaupt nicht dumm ist. Er hat lediglich diese bestimmte Spezialität seines eigenen Gebietes nicht gelernt, die er ziemlich schnell lernen könnte. Und da man das in Hollywood nicht erkennt, macht sich dort niemand die Mühe, ihm beizubringen, wie man für Hollywood schreibt. Und diese Leute selbst haben niemals herausgefunden, dass es einer Ausbildung bedarf, um zu wissen, wie man schreibt. Es ist also ein höchst merkwürdiger Beruf, wo man einerseits manchmal phantastisch viel verdient, andererseits aber auch sehr leicht verhungern kann, und wo einem die Leute in phantastischem Ausmass Beingness gewähren, einen andererseits aber auch total ignorieren können. Es gibt dort also alle möglichen Gegensätze. Was ist nun ein professioneller Schriftsteller? Nun, das ist jemand, der nachweislich erfolgreich ist und erreicht, dass seine Produkte veröffentlicht oder zumindest gelesen oder gesehen werden. Aber unter allen Bereichen der Kunst ist dieser der merkwürdigste, mit dem man zu tun haben kann, denn niemand gewährt ihm die Beingness, irgendeine Technologie zu haben. Und dennoch ist interessanterweise der Bursche, der Erfolg hat, nicht einfach jemand, der aus dem Nichts heraus mit einer Idee dahergekommen ist. Wenn man zum Verband der Drehbuchautoren geht, findet man heraus, dass der Grund, warum eine Schriftstellerausbildung einen schlechten Ruf bekommen hat, der ist, dass dieses Fach an amerikanischen Universitäten gelehrt wird. Dort hat man nämlich eine Reihe von gescheiterten Schriftstellern eingestellt, und gescheiterte Schriftsteller werden entweder Herausgeber oder Professoren. Und sie dramatisieren übrigens ihr Scheitern und versuchen, einen Schriftsteller ebenfalls scheitern zu lassen. Ich habe nie gesehen, wie irgendeiner von ihnen etwas anderes getan hätte. Verzeihung, es gab ein paar, die sehr hart gearbeitet haben und überaus erfolgreich waren und denen alles, was sie anrührten, gelang. Aber sie waren nicht dem Glauben verfallen, sie seien Schriftsteller. All diese anderen Burschen hingegen hatten immer noch diese merkwürdige Vorstellung, dass sie eine Art Schriftsteller wären, obwohl sie lediglich als Herausgeber oder Lektor tätig waren. Sie hatten entweder keine schriftstellerische Ausbildung, oder, falls sie eine gehabt hatten, waren sie als Schriftsteller gescheitert. Hier ist ein Gebiet des Zufalls. Die ganze Gesellschaft scheint sich in gewissem Masse von den Abenteuer- und Liebesromanen und der Phantasie der Schriftsteller zu nähren. Aber wir sprechen über ein verborgenes Stück fachlicher Ausbildung - die fachliche Ausbildung existiert auf diesem Gebiet nicht. Wenn ein professioneller Schriftsteller wirklich lachen möchte, wenn er sich einfach vor Lachen am Boden krümmen und so lange lachen möchte, bis ihm alles weh tut, dann braucht er beispielsweise nur den Lehrplan von professionellen Schriftstellerkursen an einer Universität lesen. Er könnte einfach nicht anders, als sich vor Lachen zu krümmen. Ich habe einmal die Studenten eines professionellen Schriftstellerkurses an der Harvard Universität total schockiert. Und wie der Professor mir später erzählte, haben sie sich nie von diesem Schock erholt. Ich machte da einen Fehler. Ich war sehr jung und sehr draufgängerisch, und wenn man eingeladen wird, an einer sehr esoterischen Institution dieser Art einen Vortrag über sein eigenes Fach zu halten, dann kann einem das schon zu Kopfe steigen, und man wirft sich in Positur, vor allem, wenn man sehr jung und draufgängerisch ist, und noch dazu, wenn ich es bin. Ich stellte mich also vor diese Schriftstellerstudenten hin und sagte ihnen: Ich sehe, dass Sie gerade beim Thema Stil sind. Nun, kein Schriftsteller weiss wirklich, ob er einen Stil hat oder nicht, bevor er sich hingesetzt und ein paar hunderttausend Wörter geschrieben hat. Und sobald er das gemacht hat, kann er in seiner Arbeit wahrscheinlich erkennen, ob er einen Stil hat oder nicht. Vom Standpunkt des professionellen Schriftstellers aus ist das die nachsichtigste Aussage, die je jemand gemacht hat, denn ein Profi sogar Charles Dickens - würde eine Produktion von 100 000 Wörtern pro Monat wirklich als nichts besonderes ansehen. Da ist nichts dabei!
Ich weiss nicht, woher diese ganze Vorstellung kommt, dass professionelle Schriftsteller alle mühsam mit ihrem Blut schreiben würden, während sie sich unter furchtbaren Schmerzen krümmen. Das stimmt nicht. Sie machen es überhaupt nicht so. Wenn jemand sieben Jahre brauchte, um ein grosses Werk zu schreiben, dann deshalb, weil er 6 Jahre davon betrunken war. Wirkliche Schriftsteller schreiben gut, leicht und gewandt. Zum Beispiel wurde der Grossteil der Werke von Dickens mit einer Geschwindigkeit von 5000 Wörtern pro Tag geschrieben. Ich habe das einmal ermittelt und der Presse gegeben, und die nationale Presse berichtete darüber. Die Geschichte ging durch die Zeitungen. Ich nehme an, dass man daraufhin eine weniger hohe Meinung von seinen Werken hatte. Aber ein Schriftsteller kann schreiben - welch bessere Definition sollte es für den Begriff geben? Er kann leicht, gewandt und schnell schreiben. Ich sagte das also zu diesen armen Burschen, die da im Vorlesungszimmer sassen. Ich bemerkte, dass eine Art Schock durch den Raum ging, und als ich kurz danach meinen Vortrag beendete, wurde kaum geklatscht. Die Studenten sassen alle da wie Statuen wie gelähmt. Sie standen nicht einmal auf, als die Glocke geläutet hatte. Und schliesslich drehten sich ein paar von ihnen zu einigen anderen um und murmelten irgend etwas, und der Professor - ein ziemlich netter Kerl - kam und geleitete mich vom Rednerpult aus dem Raum hinaus, wobei er mir sagte: Nun, damit haben Sie ganz gewiss ein Chaos angerichtet. Und ich sagte: Warum? Um Himmels willen, warum? Was geht da vor? Oh, erwiderte er, die schreiben - die schreiben fünfzehnhundert Wörter pro Semester. Und - Mensch, waren diese Leute sauer! Als ich in den Raum zurückkehrte, wollte keiner der Studenten mit mir sprechen. Sie waren stocksauer! Sie hatten mich völlig aufgegeben. Ich konnte in ihren Augen unmöglich ein professioneller Schriftsteller sein. Aber dennoch wurden meine Geschichten in allen Kiosks verkauft - aber das mussten wohl Zufallstreffer gewesen sein. Irgend etwas war verkehrt, denn was ich ihnen gesagt hatte, musste falsch sein. Diesen Burschen war noch nie gesagt worden, dass sie schreiben müssten! Sie alle wurden unterrichtet, um Schriftsteller zu werden, aber niemand hatte je zu ihnen gesagt: Junge, setz dich hin und schreib! Verstehen Sie? Ich war der erste, der diesen Studenten, die schon in ihrem vierten Studienjahr waren, sagte, dass ein Schriftsteller schreiben sollte. Ich weiss nicht, was ein Schriftsteller nach Meinung dieser Leute tun sollte. Er sollte wohl diskutieren oder dieses oder jenes tun, aber diese Leute glauben irgendwie, dass kommerzielle Betätigung für die wahren Schriftsteller eine schmutzige Sache sei. Warum? Nun, sie bedeutet harte Arbeit! Diese Leute verachten Geld nicht. Verstehen Sie sie nicht falsch. Sie verachten nichts, was mit Geld zusammenhängt. Sie haben nichts dagegen, kommerziell oder irgend etwas anderes zu sein. Sie hängen nicht an ihrer Kunst fest. Für sie ist es harte Arbeit, so etwas zu schreiben. Es ist einfach zuviel für diese Studenten. Sie hatten also vier Jahre lang studiert und nicht einmal die erste Stufe geschafft, nämlich, es zu tun! Bei einem Kurs über Keramik würde der Lehrer sagen: Wir werden Ihnen jetzt die Keramik beibringen. Auf dem Gebiet der Keramik macht man Töpferwaren, Gläser und andere solche Gegenstände. Am Ende dieses Kurses wird von Ihnen erwartet werden, dass Sie geschickt und mühelos in der Lage sind, Töpferwaren herzustellen und zu erkennen, was mit schlecht gemachten Töpferprodukten verkehrt ist, und Sie werden die Technologie der Herstellung von Töpferwaren kennen. Jetzt könnte jemand daherkommen und etwa sagen: Sie unterrichten in Wirklichkeit ein polytechnisches Fach. Um Himmels willen, nein! Genauso ist es mit der Schriftstellerei. Sie ist genau das gleiche wie das Fällen von Bäumen oder das Fahren von Bulldozern. Gar mancher von denen, die draussen Gräben ausheben, hat nicht die körperliche Energie, die man zum Schreiben braucht. Das stimmt. Schreiben ist genauso ein Beruf wie alle anderen. Und wenn Sie es mit dieser Einstellung in Angriff nehmen, dann wird das Gebiet vernünftig und verständlich - und dann setzen Sie sich hin und machen sich an die Arbeit. Ein Schriftsteller ist nicht jemand, der einen roten Fez und blaue Pantoffeln trägt, eine Pfeife raucht und zum Fenster hinausglotzt. Ein Schriftsteller ist jemand, der sich an einen Tisch mit einem Kugelschreiber und Papier oder mit einer Schreibmaschine, in die Papier eingespannt ist, hinsetzt und schreibt. Was schreibt er? Er schreibt, was veröffentlicht werden wird und sich verkaufen wird und was die Leute anschauen werden, denn definitionsgemäss muss ein Gebiet von der Gesellschaft, in der es existiert, akzeptiert werden, um ein professionelles Gebiet zu sein. Nun, das ist eine schrecklich kaltblütige, nüchterne Einstellung - es ist eine ganz realistische Einstellung. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass einem das in einer Universität nicht gesagt wird. Die besten Professoren im Ingenieurwesen würden herumstehen und sagen: Nun, wenn Sie eines Tages im praktischen Einsatz arbeiten und durch diesen Theodoliten schauen, geben Sie nicht mir die Schuld, wenn Sie das Instrument nicht waagerecht eingestellt haben. Es wird aber einfach nicht so unterrichtet. Man gibt den Studenten nach der Vorlesung einen Theodoliten und sagt ihnen, dass sie jetzt etwas vermessen sollen, ohne ihnen auch nur einen Vortrag darüber zu halten, was ein Theodolit ist - denn das ist ein unangenehmer Gegenstand. Doch Theodoliten sind das wirkliche Handwerkszeug im Ingenieurwesen. Und zum Handwerkszeug gehören auch Libellen, grosse Blätter Zeichenpapier, Blaupausen, Ziegelsteine, Gerüststahl genauso wie Maschinen, Planierraupen, harte Vorarbeiter und fragwürdige Baufirmen. Das ist das Handwerkszeug. Es gibt an der Universität keinen Kurs darüber, wie man ethisch bleibt, während man für die Brauch-ein-bisschen-länger-Baufirma arbeitet. Mit anderen Worten, die Ausbildung ist nicht realistisch. Diese Leute leben in irgendeinem Phantasieland. Das war also die Geschichte, wie ich die Studenten des Kurzgeschichten-Seminars an der Harvard Universität schockierte. Ich konnte nie genau herausfinden, wie und warum ich sie geschockt hatte. Es lag nicht daran, dass ich ihnen eine zu hohe Anzahl an Wörtern genannt hatte, obwohl ich das einige Zeit lang glaubte. Aber jetzt, wo ich das Thema Ausbildung studiere, weiss ich, was ich getan hatte. Ich hatte ihnen einfach gesagt, dass man, wenn man die Schriftstellerei studiert, eben schreibt. Es wird erwartet, dass man schreibt. Es wird erwartet, dass man eine ordentliche Menge an Wörtern herausbringt. Es lag wahrscheinlich nicht einmal an meiner Ausdrucksweise, dass sie nichts von Stil verstehen würden, denn mein ganzer Vortrag war diesem einen Thema gewidmet. Der Schock trat auf, als ich ihnen schliesslich eine Zahl angab, direkt nach der Schilderung, was ich unter Wörtern auf einem Blatt Papier verstehe. Ich erinnere mich, wie ich da hinter dem Rednerpult stand und mir die Zahl schnell überlegte. Ich sagte mir: Ich werde irgendeine niedrige Zahl nennen, die jeder, der bei Sinnen ist, in ein paar Wochen schaffen kann, damit niemand eingeschüchtert wird. Also sagte ich: ein paar hunderttausend Wörter. Schock! An dieser Stelle trat der Schock auf, aber das war nicht der eigentliche Inhalt des Schocks. Der eigentliche Inhalt des Schocks war die Tatsache, dass ich an das Thema Schriftstellerei ausschliesslich mit der Einstellung heranging, dass sie schreiben sollten und dass ein Schriftsteller schreibt. Und das war die eigentliche Ursache des Schocks. Wenn man auf einem Gebiet ausgebildet wird, dann sollte man in der Lage sein, die Tätigkeiten dieses Gebietes auszuführen. Es ist nichts Schlechtes, wenn man Dinge tut. Und man muss auch nicht wie besessen mit einer Tätigkeit für den Rest seines Lebens fortfahren. In dem Kurs, den ich gerade studiert habe, ist das sehr verwirrend. Die allerbesten dieser Lehrer haben eine gute Grundausbildung in der Theorie gehabt und mit vielen Tätigkeiten und vielen Nebenaspekten davon auf ihrem eigenen Gebiet hart gearbeitet. Wenn Sie diese Kombination haben, dann haben Sie jemanden, dessen Aussagen man wirklich glauben kann, weil sie richtig sind. Es ist sehr gut erkennbar. Es könnte zwar sein, dass er nicht einmal gut schreiben kann, aber er könnte ausdrücken, was er ausdrücken will, denn er schreibt über sein eigenes Gebiet und weiss, wovon er spricht. Wenn Sie nun auf jemanden stossen, der die Sache nicht tun könnte, so würde sich das deutlich zeigen - die Praxisfremdheit seiner Ausführungen würde geradezu in gleissendem Scheinwerferlicht erstrahlen. Dieser Bursche betont nicht das richtige. Er erzählt Ihnen nicht die richtigen Dinge auf dem jeweiligen Gebiet. Er erzählt Ihnen etwas, was er für interessant hält, aber er selbst weiss nicht aus Erfahrung, ob es je nützlich sein wird oder nicht. Er macht z.B. viel Aufhebens um eine Kleinigkeit, sehen Sie? Ich hatte erst kürzlich so einen Fall auf meinem Photographiekurs. Es ging um die Projektion von Dias. Wenn man eine Leinwand in einem Abstand von 6 Fuss vom Projektor mit einer Leinwand in einem Abstand von 12 Fuss vergleicht, so gilt, dass das Licht auf der Leinwand im Abstand von 12 Fuss bei gleicher Dichte des Diapositivs natürlich viel schwächer ist - nicht nur, weil das Bild grösser geworden ist, sondern auch, weil es weiter entfernt ist. Daraus schlossen diese Burschen nun, dass die Dichte des Dias für die Projektion sehr wichtig wäre und man somit bei der Entwicklung des Diafilms und der Herstellung der Diapositive sehr, sehr sorgfältig arbeiten müsste, um diese Schwierigkeiten zu überwinden. Es war einer dieser praxisfremden Burschen. Er war noch ein bisschen esoterischer als die anderen. Mensch, spuckte der Töne! Und dabei hatten Reg Sharpe und ich keinerlei Schwierigkeiten gehabt, in einem Zirkus jedes beliebige Diapositiv in einem völlig dunklen, offenen Raum über eine unglaubliche Entfernung bis zur Grösse von 12 x 12 Fuss zu projizieren. Wenn Sie diesem Burschen sehr sorgfältig zugehört hätten, würden Sie komische Vorstellungen bekommen haben. Ihm fehlte natürlich die Erfahrung. Wahrscheinlich hatte er in seinem ganzen Leben niemals eine Diavorführung gemacht. Lichtbildervorführungen sind natürlich eine alte Technologie - der unmittelbare Grossvater des Kinos. Aber dieser Bursche hatte wahrscheinlich niemals eine gemacht, daher betont er so sehr, wie sorgfältig man sein muss, um zu erreichen, dass bla-bla-bla. In Wirklichkeit kommt es nicht darauf an. Es kommt nicht darauf an, wie dick ein Diapositiv ist, solange man noch durchschauen kann. Es kommt nicht darauf an, wie dicht es ist oder wie dick es ist oder wie schwer das Durchschauen ist; wenn die Leinwand zu weit entfernt ist, besorgen Sie sich eine hellere Projektionslampe! Die Sache hat eine Lösung. Das ist alles - verwenden Sie eine andere Lampe.
Mit anderen Worten, das Problem wird nicht in der Dunkelkammer gelöst, sondern beim Projizieren. Aber dieser Bursche wusste das nicht und liess sich daher auf einer halben Seite voll schwieriger Berechnungen, durch die man sich hindurchkämpfen muss, ausführlich über das Herstellen von Diapositiven und darüber aus, dass man sicherstellen soll, dass man im voraus weiss, auf welche Entfernung man die Dias projizieren wird, denn es würde einen so wichtigen Unterschied machen, usw. Oh, nein! Wenn dieser Bursche je Diavorführungen gemacht hätte oder viel mit dem Projizieren von Dias zu tun gehabt hätte, dann würde er keinen derartigen Fehler machen. Sehen Sie, Sie erhalten da eine falsche Betonung der Wichtigkeit. Wahres Wissen wird Ihnen also eine korrekte Betonung der Wichtigkeit vermitteln, und nur ein theoretisches Wissen wird die falsche Sache betonen. Und ich kann mir vorstellen. dass die Universitäten heute von falscher Betonung der Wichtigkeit total überschwemmt sind. Und man kann etwas durch Betonung der falschen Dinge immer weiter vom Weg abbringen, bis die Technologie praktisch verlorengeht. Überall wird das Falsche betont - es ist zum Verrückt werden! Mit anderen Worten, es heisst: Geben Sie sehr auf die Lackierung Ihres E-Meters acht. Nun, E-Meter werden also lackiert, und wir werden uns nun in den nächsten drei Studienwochen mit der Herstellung von Lacken für E-Meter befassen. Nun, da kann man nur noch sagen: Wie unreal kann man werden? Es hat absolut nichts mit dem Inhalt des Fachgebietes zu tun. Nur weil es in einer Session etwas Lack gibt (bis jetzt ist Ihnen wahrscheinlich noch nie aufgefallen, dass es in einer Session etwas Lack gibt!), macht jemand eine grosse Sache daraus, sehen Sie? Er denkt sich, weil Lack glänzend ist, dass dies vielleicht - wenn Licht darauf fällt den Preclear dahingehend beeinflussen könnte, dass seine Aufmerksamkeit auf das E-Meter gelenkt und damit vom Auditing abgelenkt werden könnte. Er hat irgendwo mal irgend etwas gelesen, sehen Sie? Er hat sich überlegt, dass das wahr sein muss; aber ein erfahrener Auditor würde Ihnen erzählen, dass er noch nie von einem Preclear eine derartige Beschwerde bekommen hat. Es ist also kein Problem; warum sollte man es also lösen? Die Wirklichkeitsfremdheit einer Ausbildung besteht einfach aus diesen Dingen, und das ist eine sehr genaue Definition: Eine Ausbildung wird wirklichkeitsfremd, wenn Lösungen für Probleme gelehrt werden, die nicht existieren, und wirklich existierende Probleme nicht gelöst werden. Was aber behandelt werden sollte, ist die Lösung von Problemen, die tatsächlich existieren, und dazu braucht man Erfahrung. Es gibt da jemanden, dessen Aufgabe es ist, steinerne Köpfe aus einem Berg herauszuarbeiten. Er heisst Gutzon Borglum. Und ich glaube, dass man von einem solchen Burschen eine ganze Menge lernen könnte. Ich glaube, er beherrscht sein Metier. Aber er würde von Ihnen erwarten, dass Sie schon eine ganze Grundausbildung auf dem Gebiet der Kunst und der Bildhauerei haben, bevor Sie auch nur zu ihm kommen. Aber es gibt nichtsdestoweniger wahrscheinlich eine ganze Menge von spezialisiertem Zeug, über das er Ihnen alles erzählen würde, wie z.B.: Man kann anhand der Verfärbung des Musters erkennen, ob ein bestimmter Fels, in den man sich hineinarbeiten will, im Innern einen Riss aufweist. Das wären alles sehr schöne Informationen. Dieser Bursche löst etwas, was es wirklich gibt. Wenn Sie in einen Felsen hineinzumeisseln beginnen, der einen Riss aufweist, und er plötzlich auseinanderbricht, dann ist das katastrophal, vor allem, wenn Sie nur einen Berg haben, den Sie zum Meisseln benutzen können. Sie können keinen Ersatzberg bestellen. Dies ist wahrscheinlich ein sehr wichtiges Problem. Und Sie gehen noch einmal hinaus, um es sich anzuschauen; und nehmen wir an, Gutzon Borglum hat jetzt einen neuen Assistenten, dem jemand, der es selbst nie gemacht hat, alles darüber beigebracht hat, wie man Gesichter und Köpfe in Berge hineinmeisselt. Gutzon Borglum sieht sich dann vor die Aufgabe gestellt, diesen Assistenten erstens von seiner früheren Schulung zu befreien und ihn dann zweitens erneut zu schulen. Er hat also praktisch die doppelte Arbeit damit. Diesem Mann wurde z.B. beigebracht, dass es sehr, sehr schlecht ist, wenn man oben in der Felswand raucht, denn es würde einem seinen Sinn für Ästhetik zerstören. Sehen Sie, das hat nichts mit dem Herausmeisseln von Gesichtern aus einem Berg zu tun. Um Gesichter aus einem Berg herauszumeisseln, braucht man nicht sehr viel Sinn für Ästhetik. Es erfordert, dass man viel mit grossen Presslufthämmern hantiert und mit Sprengpulver arbeitet, und es ist eine sehr turbulente Aktivität. Sehen Sie, eine Menge Bewegung, Masse und Tätigkeit ist damit verbunden. Aber jemand, der es nie tun würde, würde den Leuten beibringen, dass sie sehr auf ihren Sinn für Ästhetik achten müssten usw. Er versucht - Mutmassungen auf einem Gebiet anzustellen, mit dem er nicht vertraut ist. Es wäre sehr schwierig, ein Gebiet zu unterrichten, mit dem man nicht vertraut ist - und dennoch wird es anscheinend immer wieder gemacht und hat der höheren Bildung heute in vielen Bereichen einen schlechten Ruf eingebracht, denn sie wird einem immer von Leuten vermittelt, die es nicht selbst getan haben. Ich habe aus dem Photographiekurs, den ich gemacht habe, wirklich eine Lehre gezogen. Ich kann jetzt einen dieser Burschen im Lehrbuch schon meilenweit erkennen. Und ich sage mir dann: Jetzt geht es los! Ka-rums! Wir werden jetzt alle möglichen Probleme lösen ` die es gar nicht gibt, und wir werden keine Lösungen für die Probleme haben - die es gibt. Aber all das wird in solch einer Weise dargestellt sein, dass es sowieso unmöglich ist, irgendeinen Sinn daraus herauszuholen. Aber ich werde mir den Sinn daraus herausholen müssen, wenn ich auf diesem Gebiet nicht gestoppt oder blockiert werden möchte. Ist das nicht ein interessantes Problem? Man hat also dann beim Studieren mit Leichtigkeit siebenmal soviel Arbeit, wie man haben sollte. Dieser Lehrbuchautor weiss nicht, wovon er spricht, aber Sie müssen wissen, wovon er spricht; daher müssen Sie lesen, was er über das Gebiet schreibt, und müssen sich dann irgendwie ausdenken, aufgrund Ihrer praktischen Erfahrungen ausknobeln, wie es wirklich ist. Es ist eine lausige Affäre.
Alle Wissensgebiete, egal ob die Leute sie reine Mathematik oder reine Kunst nennen oder so ähnlich, führen also schliesslich zu einer bestimmten Tätigkeit, einer sehr spezifischen Tätigkeit, solange sie Ausbildungsgegenstände sind, in denen man ausgebildet werden kann. Und wenn sie nicht schliesslich zu einer bestimmten Tätigkeit führen, dann kann man in ihnen nicht ausgebildet werden, egal wie lange man sie studiert. Das liegt nicht nur an der Definition des Wortes Ausbildung. Es ist nicht so, dass ich ihm diese Bedeutung gegeben hätte. Ich meine damit, dass Sie so ein Wissensgebiet immer weiter studieren könnten und sich immer nur verwirrter fühlen würden. Es ist kein Gebiet, auf dem man ausgebildet werden kann, verstehen Sie? Das ist es, was Sie verwirrt. Sie versuchen sich eine Ausbildung anzueignen, und es ist unmöglich, weil das Gebiet zu keiner bestimmten Tätigkeit hinführt. Eine Ausbildung ist also überall dort möglich, wo etwas zu einer bestimmten, spezifischen Tätigkeit führt. Das ist etwas Messbares, verstehen Sie? Es ist abgegrenzt und enthält Aktionen. Mit anderen Worten, auf solchen Gebieten kann man ausgebildet werden. Wenn ein Gebiet aber nicht zu so einer Tätigkeit führt, dann kann man dort nicht ausgebildet werden, egal wie intensiv man es studiert, denn es gibt keine Möglichkeit, je herauszufinden, ob man irgend etwas gelernt hat. Das Gebiet wird also zu einer reinen Bedeutung, zu der die Masse fehlt, und Ausbildung ohne die Masse, mit der die Technologie zu tun haben wird ist für die Leute hart. Ausbildung, die ohne die Masse versucht wird, ist für den Studenten hart. Sie ist für ihn sehr schwer. Sie bewirkt, dass er sich, physiologisch gesehen, tatsächlich zerquetscht fühlt. Sie verursacht, dass er sich verbogen und irgendwie schwindelig fühlt - dies sind alles physiologische und geistige Reaktionen. Eine solche Ausbildung bewirkt, dass er sich irgendwie leblos, gelangweilt und gereizt fühlt; es sind viele verschiedene Arten von Empfindungen, die er dadurch bekommt. Dies ist bei weitem nicht die Ursache dafür, dass sich jemand so fühlen kann, aber diese Reaktionen sind die Folgeerscheinungen, wenn jemand das mit einer Sache verbundene Tun studiert, ohne dabei die Masse zu haben. Die Masse des Gebietes fehlt. Wenn Sie nichts Substantielles studieren, dann würden Sie auch keine Masse erwarten, daher würde Sie das Fehlen von Masse wahrscheinlich nicht durcheinanderbringen, aber stellen Sie sich vor, Sie würden Traktoren studieren und hätten keine Traktoren zur Hand - keine Traktoren, obwohl Sie Traktoren studieren. Photographien und Filme würden helfen. Sie würden sich recht gut eignen, denn sie geben einem etwas von der Masse. Sie stellen eine Art Versprechen oder Aussicht auf die Masse dar, aber die gedruckte Seite und das gesprochene Wort sind kein Ersatz für einen Traktor! Merken Sie sich das. Und das ist nicht das alte Argument: Natürlich wissen wir, dass jemand etwas von dem, was er studiert, um sich haben muss. Nein, nein, es hat nicht einmal etwas mit praktischen Übungen usw. zu tun. Suchen Sie nicht nach einer weiteren Erklärung dieser Information, denn Sie müssen sie in ihrer ganzen Reinheit verstehen. Und zwar besagt sie einfach, dass physiologische Reaktionen auftreten, wenn man jemandem etwas über eine Masse beibringen will, die er nicht hat und die ihm nicht zugänglich ist. Das ist es, was ich Ihnen beizubringen versuche. Ich sage nicht einmal, ob man es so machen soll oder nicht. Ich sage lediglich, dass es physiologische Reaktionen bewirkt. Das ist einfach eine Tatsache.
Verstehen Sie?
Wenn Sie versuchen, jemandem alles über Traktoren beizubringen, ohne ihm einen Traktor zu geben, so wird er schliesslich ein Gefühl im Gesicht haben, als wäre es zerquetscht, und er wird Kopfschmerzen und ein flaues Gefühl im Magen verspüren. Er wird sich ab und zu schwindlig fühlen, seine Augen werden sehr oft schmerzen usw. Ist Ihnen das jetzt klar? Es ist eine physiologische Sache, die etwas mit Auditing und dem Gebiet des Verstand zu tun hat. Sie können also erwarten, dass die meisten Selbstmorde und Krankheiten in demjenigen Ausbildungsgebiet auftreten, das am stärksten dem Studium fehlender Massen gewidmet ist. Schlau, was? Und da ich dieses Datum kenne, kann ich Ihnen genau sagen, woraus das französische Ausbildungssystem besteht. Ich glaube, die Studenten dürften, wenn sie Tische studieren würden, nicht einmal einen Tisch im Zimmer haben. Ich glaube, der Lehrer würde zunächst einmal alle Tische aus dem Zimmer schaffen lassen, und dann würde er ihnen die Theorie über Tische beibringen. Nun, eine der Methoden, wie Sie um diese Folgen herumkommen, ist folgende: Bei diesen Vorträgen spreche ich zum Beispiel zu Ihnen. Sie schauen auf jemanden, der einen Verstand hat, und Sie schauen auf einen Körper, und der ist sehr lebendig, und somit haben Sie bei einem Vortrag tatsächlich mehr Masse als bei einem Bulletin, das Sie lesen. Und Sie würden einen solchen Vortrag wahrscheinlich dem Lesen eines Bulletins sehr vorziehen, sehen Sie. In Ordnung, als zweitbeste Möglichkeit haben Sie die Masse des Tonbandes und den Ton, und das ist wahrscheinlich gar nicht mal so schlecht, aber es beginnt, sich in Richtung auf ein Schweigen und ein Nirgendwo zu reduzieren und so weiter, und ungefähr dann fangen Sie an, sich schlecht zu fühlen. Und wenn Sie dann etwas über jemanden studieren, ohne ihn jemals vor sich zu haben - - haben Sie zum Beispiel jemals ein Bulletin gelesen und dann plötzlich etwas über den PreClear erkannt, den Sie auditierten? Sie haben tatsächlich einen Impuls, loszugehen und ihn zu finden. Nun, Sie geraten in dem Masse durcheinander oder werden verstimmt, wie Sie das nicht tun. Sie haben jetzt eine Anwendung auf eine Masse, aber Sie haben nicht das Ding vor sich, auf das es sich direkt und unmittelbar bezieht, und daher kommt also Ihr Drang, loszugehen und diese Sache zu finden. Man muss wissen, dass dieses Phänomen existiert, denn es gibt eine weitere Reihe von physiologischen Phänomenen, die ihrerseits aufgrund eines zu steilen Gradienten auftreten. Der zu steile Gradient bildet eine weitere Quelle von körperlichen oder physiologischen Reaktionen beim Studieren. Er bewirkt eine Art Verwirrung oder ein taumeliges Gefühl, und das ist eine physiologische Reaktion, die sich von der anderen, die ich Ihnen genannt habe, klar unterscheidet. Ich muss Ihnen nun gestehen, dass ich mir nicht die Mühe gemacht habe, eine Tabelle darüber aufzustellen, die angibt, welche Reaktion wozu gehört, aber ich sage Ihnen einfach, dass man da eine Trennungslinie zwischen diesen beiden Dingen ziehen kann. Und dann gibt es eine dritte Gruppe von physiologischen Reaktionen, die wiederum ganz anders ist. Eine völlig neue Reihe von physiologischen Reaktionen lässt sich auf dem Gebiet der übergangenen Definition vorhersagen. Die übergangene Definition erzeugt ein ausgesprochenes Gefühl der Leere, ein Gefühl des Ausgewaschenseins, ein Gefühl des Nicht-da-Seins, und danach wird eine Art nervöser Hysterie folgen. Das sind einige der physiologisch-geistigen Reaktionen, die auf eine übergangene Definition folgen. Ich spreche dabei über handfeste Dinge. Sie würden sie genauso unterscheiden können, wie Sie wissen würden, ob Ihnen jemand eine Nadel in den Arm sticht oder Ihnen mit einem Hammer auf die Zehen schlägt. Sie würden in diesem Fall zwei verschiedene körperliche Reaktionen, zwei verschiedene physiologische Reaktionen verspüren. Nun, und ich habe Ihnen gerade drei Quellen von physiologischen Reaktionen auf Aspekte des Studierens geschildert. Es handelt sich um drei verschiedene Bereiche des Studierens, und sie bewirken drei verschiedene Symptomgruppen. Ich habe mir noch nicht die Mühe gemacht, dies in Tabellenform herauszubringen. Ich habe es noch nicht eingehend genug untersucht und studiert, um es in Tabellenform herauszubringen, aber ich erkenne die Unterschiede, die es da gibt. Es könnte eine vierte und eine fünfte Gruppe geben, verstehen Sie? Ich gebe Ihnen das nicht als eine vollständige Aufstellung. Was ich Ihnen gegeben habe - sind die drei Gruppen, die ich kenne, von denen ich weiss, dass sie existieren, und weiss, dass sie wichtig sind. Bei der ersten Gruppe ist am wenigsten durcheinandergeraten, aber sie bewirkt die am deutlichsten erkennbaren Reaktionen - und Sie werden sich vergeblich fragen, was die Ursache davon ist, wenn Sie sie nicht kennen. Die Ursache ist einfach, dass Sie etwas studieren, ohne dass Sie die dazugehörige Masse oder den zugehörigen Raum usw. je vor sich haben. Sie studieren beispielsweise den Himmel, und niemand lässt Sie je einen Blick auf den Himmel werfen. Sie haben niemals einen Himmel zum Anschauen, nicht wahr? Sie können einen Verstand studieren, denn Sie wissen, dass der Verstand in gewissem Grade unsichtbar ist und bestimmte Mengen an Massen usw. enthält, aber Sie verstehen das und haben tatsächlich Verstand um sich herum, und es ist ziemlich offensichtlich, dass Sie einen Verstand vor sich haben, wenn Sie den Preclear auditieren, nicht wahr? Aber wenn Sie dieses Gebiet weit weg in irgendeinem abgelegenen Elfenbeinturm in Österreich oder in einer New Yorker Irrenanstalt oder sonst irgendwo, wo es keine Verstand gibt, studieren würden, dann würden Sie sehr bald die Reaktionen fehlender Masse an sich verspüren. Die Erscheinung des Studienabbruchs oder des Davonlaufens von etwas hat nun ihre Ursache im dritten Aspekt des Studierens, der missverstandenen Definition oder der nicht begriffenen Definition - dem nicht definierten Wort usw. Das ist die Ursache für ein Davonlaufen. Jemand läuft nicht unbedingt wegen der beiden anderen Phänomene von etwas davon. Sie sind keine ausgesprochenen Phänomene des Davonlaufens. Sie sind einfach physiologische Phänomene.
Wir könnten daher beeinflussen, ob sich ein Kind hinsichtlich des Lernens gut oder schlecht fühlt. Damit haben Sie eine ganze Übersicht darüber, was Sie tun könnten. Klein-Fritzchen tut sich in der Schule beim Rechnen schrecklich schwer. Nun, offensichtlich sollten wir ihm ein paar Äpfel besorgen und jedem davon eine Nummer geben. Er hat jetzt eine Anzahl von Äpfeln vor sich, und es ist nicht länger eine theoretische Anzahl von Äpfeln. Geben wir ihm die Masse zu dem, was er studiert. Wir finden plötzlich heraus, dass er eine Aufgabe lösen sollte, die mit Äpfeln zu tun hatte, und - o Schreck! - er hatte niemals Äpfel auf dem Tisch, die er hätte zählen können. Verstehen Sie? Wir würden seine Schwierigkeiten auf einen Mangel an Masse zurückführen können. Oder wir könnten die Masse bereitstellen ich versuche Ihnen die positive Abhilfe zu geben wir könnten Masse bereitstellen, wir könnten einen Gegenstand oder einen brauchbaren Ersatz dafür bereitstellen, und wir würden feststellen, dass die erste Symptomgruppe, die ich Ihnen genannt habe, verschwinden würde. Die Abhilfe für die zweite Symptomgruppe liegt darin, auf dem Gradienten zurückzugehen. Finden Sie heraus, an welcher Stelle auf dem Gradienten er noch nicht verwirrt war und welche neue Aktion er danach begonnen hat. Dieser Gradient ist eine Stufe des Tuns. Oder finden Sie heraus, welche Aktion er gut verstanden hat, und finden Sie dann den fehlenden Punkt genau in dem Bereich, den er gut verstanden hat. Was hat er gerade vor der totalen Verwirrung noch gut verstanden? Und dann finden wir heraus, dass er es nicht gut verstanden hat. Sehen Sie, der Punkt liegt tatsächlich ganz am Schluss desjenigen Teils, den er gut verstanden hat, und dann wurde der Gradient für ihn zu steil. Aber Gradienten lassen sich am besten auf dem Gebiet des Tuns erkennen und anwenden. Jemand soll plötzlich lernen, wie man die Empfindlichkeitseinstellung des E-Meters handhabt. Bis jetzt ist er wunderschön damit zurechtgekommen, die Nadel des E-Meters zu beobachten, wie sie nach links und nach rechts schwingt, und jetzt ist er total verwirrt über die Empfindlichkeitseinstellung. Nun, dann ist etwas mit dem Hin- und Herschwingen der Nadel verkehrt. Gehen Sie nicht zu ihm hin, um zu versuchen, ihm die Empfindlichkeitseinstellung zu erklären, denn sein Missverständnis liegt nicht bei der Empfindlichkeitseinstellung. Sie sind auf einen zu steilen Gradienten gestossen. Der Sprung war zu gross, denn er hatte das, was er gerade machte, nicht verstanden und ging zum nächsten Schritt weiter - und das stellte einen zu steilen Gradienten dar und ging zu schnell. Und nun wird er alle seine Schwierigkeiten dieser neuen Sache zuschreiben. Sehen Sie, das gilt also für diesen Gradienten. Es gilt allgemein für Gradienten.
Sie müssen hier differenzieren, weil Gradienten ganz so wie die dritte Gruppe, nämlich Definitionen, klingt. Aber denken Sie daran, dass sie sich ganz eindeutig voneinander unterscheiden. Gradienten treten ausgeprägter im Bereich des Tuns in Erscheinung, doch reichen sie auch in den Bereich des Verstehens hinein. Wenn wir uns mit Gradienten befassen, wo wir einen vorgezeichneten Kurs des Voranschreitens haben, sind wir jedoch an den Aktionen interessiert. Wir haben einen vorgezeichneten Kurs: Der Student sollte erst diese Sache machen, dann jene und schliesslich eine dritte. Stellen wir nun fest, dass er bei der zweiten Sache, die er machen soll, schrecklich verwirrt ist, so müssen wir annehmen, dass er nie durch die erste durchgekommen ist. Das ist das Herangehen an etwas auf einem Gradienten. Und es ist von einer ganzen Reihe von Phänomenen begleitet und kann leicht mit dem dritten Aspekt des Studierens verwechselt werden. Aber dieser dritte Aspekt ist sehr viel wichtiger als das Herangehen an etwas auf einem Gradienten, auf dessen Feinheiten Sie nur stossen, wenn Sie tatsächlich jemanden ausbilden. Dieser andere Aspekt ist so viel wichtiger als Gradienten, dass er die Struktur und das Gefüge der menschlichen Beziehungen, des Verstand und der Wissensgebiete bestimmt. Dieses Phänomen entscheidet über Talent und Befähigung oder Mangel an Befähigung und ist eigentlich das, was die Psychologen seit Jahren testen; es steht hinter dem ganzen Blödsinn, der da verzapft wird - nämlich einfach die Definitionen von Wörtern, das missverstandene Wort. Das ist etwa alles, was dahintersteckt - das missverstandene Wort. Und es bringt eine so grosse Vielfalt geistiger Auswirkungen hervor, dass es selbst der Hauptfaktor für Dummheit und der Hauptfaktor für viele andere Dinge ist. Wenn jemand keine Missverständnisse hätte, müsste er zwar nicht unbedingt Talent aufweisen, aber sein Tun wäre vorhanden. Er würde vielleicht kein grossartiges Bild malen, aber er würde Bilder malen. Seine Fähigkeiten als Maler würden auch mit seinem Feingefühl zusammenhängen, sie würden mit etwas mehr als nur Wörtern zusammenhängen. Wir können nicht sagen, dass Hans genauso gut malen würde wie Franz, wenn beide auf dem Gebiet der Kunst keine Aberrationen hätten. Das wäre eine unvernünftige Annahme. Aber wir können sagen, dass für Hans der Weg von seiner Unfähigkeit, zu malen, hin zu der Fähigkeit, die Bewegungen des Malens auszuführen, einzig und allein von Definitionen abhängt. Ich wiederhole: Es hängt einzig und allein von Definitionen ab. Es gibt auf dem Gebiet der Kunst irgendein Wort, das jemand, der ungeschickt ist, nicht definiert oder nicht verstanden hat, und darauf folgte eine Unfähigkeit, auf dem Gebiet der Kunst etwas zu tun. Und das ist sehr wichtig, weil es Ihnen zeigt, was mit dem Tun geschieht, und zeigt, dass die Wiederherstellung des Tuns allein davon abhängt, dass das Verstehen wiederhergestellt wird, indem das missverstandene Wort, die missverstandene Definition geklärt werden. Hier haben Sie ein sehr schnelles Prozessing. Sie können damit sehr rasch ein umfassendes, grossartiges Ergebnis erzielen. Die damit verbundene Technologie ist sehr einfach. Sie wird auf den unteren Stufen zur Anwendung gebracht, weil es nötig ist. Diese Technologie wird auf der Stufe I wahrscheinlich besprochen werden, und auf Stufe II werden wir sie auswendig lernen und ausführen, und wir werden sie durch die verschiedenen Stufen hinauf weiterverfolgen. Dass sie auf den unteren Stufen gelehrt wird, bedeutet jedoch nicht, dass sie unwichtig ist. Es bedeutet, dass sie am Eingangstor zur Lehre stehen muss, weiter gar nichts. Aber sie ist eine durchschlagende, phantastische Entdeckung auf dem Gebiet der Ausbildung. Vernachlässigen Sie sie nicht. Sie können das Wissensgebiet zurückverfolgen, in dem jemand begriffsstutzig ist, oder irgendein damit verwandtes Gebiet, das damit durcheinandergebracht wurde. Und Sie werden feststellen, warum der Psychologe die Lehre nicht verstehen kann. Mit der Lehre ist nichts verkehrt, sondern mit seinem Psychologiestudium war alles verkehrt. Der Psychologe hat nie ein Wort in der Psychologie verstanden, daher ist er gar nicht in der Lage, seine Aufmerksamkeit auf die Lehre herüberzulenken. Haben Sie das verstanden? Damit öffnet sich das Tor zur Ausbildung. Und obwohl ich den Faktor der missverstandenen Definition als letzten aufgeführt habe, ist er der wichtigste.
Okay?
Vielen Dank.
« Letzte Änderung: 05. September 2021, 01:07:46 von ★ Ronald »
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