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 ➦ Tutanchamun: Einbruch ins goldene Grab
Vor 100 Jahren entdeckte Howard Carter das Grab von Tutanchamun. In jahrelanger Kleinstarbeit barg er hunderte exquisiter Grabobjekte. Doch das Narrativ vom sorgsamen Ausgräber stimmt nur zum Teil. Carter war schon vorab ins Grab eingestiegen und hatte heimlich Stücke entwendet.
Am Morgen des 4. November 1922: Howard Carter hielt sich gerade in seinem Grabungszelt auf, als ein Arbeiterjunge hereinstürzte. Er habe eine Treppenstufe entdeckt. Der Junge zerrte den britischen Archäologen zur Fundstelle, wo sich Carter die Stufe genau ansah. Der Absatz war aus dem Felsen gehauen, so wie die Zugangstreppen von so vielen der unterirdischen Grabkammern im Tal der Könige. »Ich wagte fast zu hoffen«, schrieb der Brite später in sein Tagebuch, »dass wir endlich unser Grab gefunden hatten«. Er ließ Stufe um Stufe frei legen, bis die Arbeiter auf einen vermauerten Eingang stießen. Darauf zeichneten sich, in den Wandputz gedrückt, die Siegel der Königsnekropole ab: ein kauernder Schakal über neun gefesselten Feinden. Die Siegel waren ungebrochen. Hinter der Mauer musste also etwas liegen, das seit ungefähr 3300 Jahren unberührt geblieben war.
Carter begab sich schnellstmöglich nach Luxor am anderen Nilufer, um seinem Finanzier und Auftraggeber George Herbert, 5. Earl of Carnarvon (1866–1923) – meist nur Lord Carnarvon genannt –, ein legendäres Telegramm zu schicken: »Habe endlich wunderbare Entdeckung im Tal gemacht. Prächtiges Grab mit unversehrten Siegeln. Bis zu Ihrer Ankunft wieder zugeschüttet. Glückwunsch.«
 ➦ Die Jahrhundertentdeckung im Tal der Könige
Carters Fund war eine Sensation. Es war die Entdeckung des Jahrhunderts, die sich nun zum 100. Mal jährt. Der britische Archäologe hatte ein Königsgrab voller Beigaben geöffnet und diese aufwändig im Lauf von zehn Jahren geborgen – Schreine, Truhen, Betten, Streitwagen, Schmuck, Gewänder, Sandalen, Statuen, Amulette, Waffen, Salben und die Mumie des jugendlichen Pharao, der einst von 1336 bis 1327 v. Chr. über Ägypten geherrscht hat. Doch das offizielle Narrativ vom sorgsamen Ausgräber stimmt nur zum Teil. Carter war schon vorab in Tutanchamuns Totenstätte eingestiegen und hatte heimlich Stücke entwendet. Das belegen Zeugenaussagen und verdächtige Exponate in Museen außerhalb Ägyptens.
📃 Plan der Pharaonengruft
 ➦ 🪄 Pharaonengruft | Ein Korridor führt in das unterirdische Grab von Tutanchamun. Von der mit Möbeln, Truhen und Streitwagen gefüllten Vorkammer gehen ein kleiner Annex sowie der Sargraum ab. Darin befanden sich die ineinander geschachtelten Holzschreine und Goldsärge. Von dort öffnet sich ein Durchgang in die Schatzkammer mit dem Eingeweideschrein. Die Illustration zeigt die Fundsituation, wie sie Howard Carter beschrieben hat.
Das Grab hatte streng genommen nicht Carter entdeckt, sondern der Arbeiterjunge. Hussein, jüngster Spross der berüchtigten Grabräuberfamilie Abd el-Rassul, hatte damals die Aufgabe, den Arbeitern Wasser zu bringen. Als Hussein einen gefüllten Tonkrug im Sand absetzen wollte, stieß er auf die Treppenstufe. Carter belohnte ihn für seinen Fund mit einem berühmt gewordenen Porträt: Grabungsfotograf Harry Burton (1879–1940) lichtete den Jungen ab, wie er einen goldenen Brustschmuck von Tutanchamun um den Hals trug. Das Motiv erinnert an die mit dem Schatz des Priamos behängte Sophia Schliemann, die ihr Ehemann und Troja-Ausgräber Heinrich Schliemann 1873 fotografiert hatte. Die Biografien der beiden Archäologen weisen Parallelen auf. Vor allem gelten sie bis heute als Laien mit Finderglück. Zumindest im Fall von Carter stimmt das aber sicher nicht.
Howard Carter kam 1874 im heutigen Londoner Stadtteil Kensington als jüngstes von elf Kindern zur Welt. Sein Vater, der Maler und Illustrator war, brachte ihm das Zeichnen bei. Das befähigte den gerade einmal 17-jährigen Howard, zunächst im British Museum und kurz darauf beim Egypt Exploration Fund als Zeichner zu arbeiten. 1892 gelangte er das erste Mal nach Ägypten, wo er auf Grabungen Funde dokumentierte.
Der Brite genoss vor Ort eine archäologische Ausbildung, die damals keine Eliteuniversität der Welt bieten konnte. Carter war demnach alles andere als ein blutiger Laie, als er in der von Franzosen geführten ägyptischen Altertümerbehörde als Oberinspektor Karriere machte. Allerdings endete seine Laufbahn abrupt. Ein Vorfall mit Besuchern aus Frankreich an einer Ausgrabungsstätte kostete ihm 1905 seinen Posten, obwohl Carter keine Schuld trug. Der Leiter der Altertümerbehörde Gaston Maspero vermittelte seinen Schützling daraufhin an den wohlhabenden Lord Carnarvon, der in Ägypten graben wollte. Und Carter war der richtige Mann dafür.
Zu dieser Zeit verfügte der US-Anwalt Theodore Davies (1837–1915) über die Grabungslizenz im Tal der Könige. 1914 gab er sie an die Altertümerbehörde zurück, weil seines Erachtens keine Funde mehr zu erwarten waren. »Ich fürchte, das Tal der Könige ist erschöpft«, lautete sein Fazit. Carter hingegen überzeugte Lord Carnarvon, die Lizenz zu übernehmen. 1917 begannen sie dort zu graben.
Carter wusste nämlich von Anfang an, dass im Tal der Könige noch ein Pharaonengrab seiner Entdeckung harrte: die Ruhestätte des bis dahin kaum bekannten Tutanchamun. Seine Existenz bezeugte ein Konvolut unscheinbarer Objekte, das 1907 in einem Felsenschacht im Tal ans Licht gekommen war. Es handelte sich um Balsamierungsmaterial – Tongefäße, Natronsäckchen, Leinenbinden sowie Relikte eines rituellen Totenmahls. Einige der Leinenstoffe waren beschriftet – mit Regierungsjahr und Namen von Tutanchamun, genauer seinem Thronnamen Nebcheperure. Carters Vorgänger, Theodore Davies, ging davon aus, dass der Felsenschacht das Grab dieses Königs war. Davies bezeichnete den Schacht daher als KV54, »Kings' Valley« 54 – gemäß der archäologischen Zählung im Tal der Könige.
 ➦ Siegel mit Tutanchamuns Thronnamen
Carter hingegen war sich sicher, dass Davies falschlag. Die Grube war nur zwei Quadratmeter groß und damit viel zu klein, als dass hier die Mumie eines Königs samt Grabschatz gelegen haben könnte. Und nun, am 4. November 1922, keimte bei Carter die Hoffnung, dass seine jahrelange Suche nach der Pharaonengruft erfolgreich war. Die knapp drei Wochen, die es dauerte, bis Lord Carnarvon und seine Tochter Lady Evelyn Herbert am 23. November aus England in Luxor eintrafen, müssen Carter wie eine Ewigkeit vorgekommen sein. Als die beiden endlich da waren, ließ Carter den Zugang bis zum Felsengrund frei schaufeln. Und dort bestätigte sich seine Vermutung: Im unteren Bereich der zugemauerten Tür kamen weitere Siegel zum Vorschein – mit Tutanchamuns Thronnamen Nebcheperure.
 ➦ Zugangstreppe zu Tutanchamuns Grab
Doch in die Begeisterung mischten sich Zweifel. Carter hatte in der Mauer eine Stelle bemerkt, die nachträglich versiegelt worden war. Offensichtlich hatten Grabräuber ein Loch in die Vermauerung geschlagen. Dass man die Öffnung im Altertum aber wieder verschlossen hatte, sprach dafür, dass in dem Felsengrab, das nun offiziell KV62 hieß, zumindest noch einige Grabbeigaben zu erwarten waren. Und bekanntlich sollte es noch besser kommen.
Carter ließ den vermauerten Zugang einreißen und den deckenhohen Schutt dahinter ausräumen. Schließlich hatten seine Arbeiter einen Korridor frei gelegt, der vor einer weiteren zugemauerten Tür endete. Dort spielte sich am 26. November 1922 der wohl berühmteste Dialog in der Geschichte der Archäologie ab: Nachdem Carter die Wand an einer kleinen Stelle mit einer Eisenstange durchstoßen hatte, blickte er durch die schmale Öffnung – und schwieg. Offenbar hatte es ihm angesichts des reichen Grabschatzes die Sprache verschlagen. Ungeduldig fragte Lord Carnarvon: »Können Sie etwas sehen?« Woraufhin Carter antwortete: »Ja, wunderbare Dinge!«
Möglicherweise wäre Carters Enthusiasmus verhaltener ausgefallen, wenn er geahnt hätte, dass ihm die Bergung von fast 5400 Objekten aus vier Felskammern zehn Jahre mühseliger Arbeit und nervenaufreibende Verhandlungen mit den Behörden bescheren würde. Der Archäologe realisierte jedoch schnell, dass er allein mit der Aufgabe überfordert sein würde. Also zog er seinen Freund und Kollegen Arthur Callender (1875–1936) hinzu, den er noch aus seiner Zeit beim Egypt Exploration Fund kannte. Wenig später engagierte er weitere Fachleute, die überwiegend für das Metropolitan Museum in New York arbeiteten.
 ➦ Stippvisite im Königsgrab
Während Carter durch das Loch in die Vorkammer spähte, waren Lord Carnarvon, seine Tochter und Callender bei ihm. Die Gruppe vergrößerte nun die Öffnung so weit, dass sie in die schmale, acht Meter lange Vorkammer lugen konnte. Entlang der Wand standen Bettgestelle, überhäuft mit Kisten, Hockern und Behältern. Am einen Ende des Raums erblickten die vier Briten zwei lebensgroße dunkle Figuren in goldenen Gewändern. Und zwischen den beiden einen weiteren zugemauerten Durchgang.
Die Gruppe hatte genug gesehen. Sie verfüllte die Öffnung notdürftig und verließ das Grab, um tags darauf die Totenstätte mit einem Beamten der ägyptischen Altertümerverwaltung zu betreten. Die Nacht zuvor hätten die vier indes nur sehr wenig geschlafen, berichtete Carter später. Alle seien aufgeregt gewesen und fragten sich: Was mochte sich hinter dem zugemauerten Durchgang verbergen?
Inzwischen häufen sich die Indizien, dass Carter, Callender, Lord Carnarvon und Lady Evelyn Herbert nicht nur darüber diskutiert haben, welche Schätze wohl noch im Grab schlummerten, sondern sich auch einen konkreten Überblick darüber verschafft haben. Mit anderen Worten: Sie sind trotz gegenteiliger Behauptungen schon in der Nacht vor der ersten offiziellen Begehung in das Grab eingestiegen und haben sich dort gründlich umgesehen.
Mehrere Belege nähren diesen Verdacht. Wie der Ägyptologe Bob Brier von der Long Island University in seinem jüngst erschienenen Buch »Tutankhamun and the Tomb that Changed the World« schildert, vermutete dies bereits 1934 der renommierte Ägyptologe Alan Gardiner (1879–1963) in einem Brief. Carter hatte ihm ein Amulett überreicht, das ein Kollege Gardiners eindeutig dem Grabschatz von Tutanchamun zuweisen konnte, weil es darin identische Stücke gab. Der Entdecker musste das Amulett also unbemerkt entnommen haben.
 ➦ Vorkammer | Bettgestelle, Truhen und zwei Wächterfiguren füllten den ersten Raum der Grabanlage. An der Wand zeichnet sich dunkel der zugemauerte Durchgang zur Sargkammer ab. Die reich dekorierte Truhe und Schilfreste rechts unten hatte Carter dort platziert. Er wollte die Spuren seines Erstbesuchs kaschieren.
Ähnliches berichtete ein Mitarbeiter von Carter, der Chemiker und Restaurator Alfred Lucas (1867–1945). Im Fachblatt der ägyptischen Altertümerverwaltung, den »Annales du Service des antiquités de l’Égypte« aus den Jahren 1942 und 1947, beschrieb Lucas, dass der Durchgang, den die dunklen Figuren bewachten, ebenfalls durchstoßen und wieder verschlossen worden war. Das erste Mal vor mehr als 3000 Jahren – damals hatten sich Grabräuber Zugang verschafft. Das zweite Mal lag weniger weit zurück, vor heute 100 Jahren hätte Carter selbst Hand angelegt. Lucas hatte sich mit ihm über die verfüllte Öffnung unterhalten: »Als ich sagte, dass es nicht wie ein altes Werk aussah, gab er zu, dass es nicht so war und dass er es getan hatte.«
 ➦ Ein vergoldeter Schrein füllte die Sargkammer
Der Durchlass führte vom Vorraum in die Sargkammer, die damals fast vollständig von einem großen Schrein aus vergoldetem Holz ausgefüllt war. Womöglich ahnten die beiden Ägyptologen Carter und Callender schon, dass sich darin mehrere ineinandergestellte Schreine und Sarkophage mit der Mumie des Pharao verbargen.
Vermutlich hat Carter in jener Nacht die beiden Flügeltüren des äußersten Sargschreins geöffnet. Die Tür dahinter war mit einem Seil und Tonsiegeln verschlossen. Die Plomben hielten Carter wohl zurück, auch sie zu öffnen. Ob er an den äußeren Türgriffen zuvor Tonsiegel zerbrochen hatte und die verräterischen Überreste verschwinden ließ, ist umstritten. Laut seines Tagebuchs waren sie zwar verriegelt, aber nicht plombiert.
Mit dem Einstieg in die Sargkammer hatten die nächtlichen Besucher auch die so genannte Schatzkammer zu Gesicht bekommen, die vom Sargraum abgeht. Das bestätigte Alfred Lucas, der im Fachblatt der Altertümerbehörde erwähnte, dass »Lord Carnarvon, seine Tochter und Herr Carter natürlich vor der offiziellen Öffnung die Grabkammer und daher auch die Schatzkammer betreten haben, die keine Tür hat«. In den Durchgang zur Schatzkammer ragten damals die Tragestangen eines Kastens, auf dem eine Figur des Unterweltsgottes Anubis in Form eines Schakals thronte. Dahinter stand ein hoher vergoldeter Kasten mit den einbalsamierten Eingeweiden Tutanchamuns.
Am Ende ihres nächtlichen Ausflugs verwischten die vier ihre Spuren. Um das verfüllte Grabräuberloch in der Zwischenwand zu kaschieren, schoben sie vermutlich den Deckel eines Korbs, Schilfreste und eine bemalte Truhe davor. Das lassen Carters Pläne und die Grabungsfotos vermuten. Auf ihnen fällt unter den dicht an dicht gestellten Möbelstücken in der Vorkammer eine Lücke auf. Vielleicht hatte Carter die Truhe von dort hinüber zur Wand gehievt.
In den zehn Jahren, die es dauerte, die Gruft leerzuräumen, hat Carter minutiös die Lage und das Aussehen aller Grabbeigaben festgehalten – in Zeichnungen, Beschreibungen und Fotografien von Harry Burton. So entstand eine detaillierte Dokumentation des Grabschatzes, die heute das Griffith Institute in Oxford aufbewahrt und online gestellt hat. Die Unterlagen trösten darüber hinweg, dass Carter über drei populärwissenschaftliche Bände hinaus keine wissenschaftlichen Publikationen seiner Entdeckung vorgelegt hat. Aber gerade weil der Ausgräber die Lage der Grabbeigaben derart detailliert aufzeichnete, fällt auf, dass die besagte wiederversiegelte Wand relativ spärlich dokumentiert wurde. Wollte Carter den heimlichen Besuch in der Sargkammer vertuschen?
 ➦ 💰 Schatzkammer
Vom eigentlichen Grabraum führt ein Durchgang in eine Nebenkammer. Dort befanden sich eine Bahre samt Kasten und Schakalfigur sowie dahinter der vergoldete Eingeweideschrein. Das Foto entstand 1922, bald nach der offiziellen Graböffnung.
Dass er mit den anderen zusammen ins Grab eingestiegen war, legt auch ein Brief nahe, den Lady Evelyn später an Carter geschrieben hat. Sie bedankte sich bei ihm, dass er sie »ins Allerheiligste« geführt habe. Damit dürfte sie die Sargkammer gemeint haben. Ein weiteres Indiz für den Vorabbesuch im Grab liefert der Bericht des bereits genannten Chemikers Alfred Lucas. In den »Annales du Service des antiquités de l'Égypte« von 1942 erwähnt er, dass er ein Objekt aus dem Grabschatz – ein kleines Metallgefäß in Form einer Doppelkartusche –, das Carter angeblich im Sarkophag gefunden hat, lange vor der Öffnung des Totenkastens in Carters Haus gesehen habe. Ursprünglich stand es wohl auf dem Boden der Sargkammer, wo es der Grabungsleiter bei seinem Vorabbesuch eingesteckt hatte.Als Carter 1923 die Sargkammer erneut betrat, wusste er, was ihn dort erwartete – dass ihm und seinem Team der Raum noch viel schweißtreibende Arbeit abverlangen sollte, ahnte er aber wohl nicht. Die Holzschreine mussten in Einzelteile zerlegt und zugleich mit Kunstharz stabilisiert werden. 80 Tage werkelten die Männer auf engstem Raum. Am Ende stellte Carter fest: »Immerhin bin ich froh, (…) dass wir uns selbst mehr beschädigt haben als die Schreine.«
So wie der Schrein war fast jedes Objekt aus Holz in einem fragilen Zustand. Das traf auch auf eine lebensgroße Kopfskulptur zu. Sie hätte Carter allerdings fast die Grabungslizenz gekostet. Die Altertümerverwaltung entdeckte sie in einer Weinkiste im Grabungsdepot – und witterte Diebstahl. Im Fundverzeichnis war der Kopf nicht gelistet, auch Burton hatte das Stück nicht fotografiert. Carter erklärte, er habe es aus dem Schutt des Zugangskorridors geklaubt und demnach zu einem Zeitpunkt gefunden, als er Burton noch nicht engagiert hatte. Außerdem versicherte er, dass der Kopf restaurierungsbedürftig sei und deshalb noch nicht katalogisiert wurde.
 ➦ 💰 Der Grabschatz
Die Holzskulptur war nur eine von vielen Episoden in einem Verteilungskampf, der inzwischen im Tal der Könige entbrannt war: zwischen den französischen Vertretern der Antikenbehörde, die allgemein nicht gut auf die Engländer zu sprechen waren, und ägyptischen Nationalisten, die nach der Unabhängigkeit ihres Landes 1922 alle Repräsentanten der europäischen Kolonialmächte aus ihren Ämtern verdrängen wollten. Thomas Hoving (1931–2009), langjähriger Chef des New Yorker Metropolitan Museum of Art, hat 1978 aus den Akten seines Hauses den detaillierten Verlauf der Streitigkeiten rekonstruiert. Dabei wies er auch auf Ungereimtheiten in Carters offiziellen Schilderungen hin.
 ➦ Leinen | Mit Tinte ist auf diesem Tuch der Thronname von Tutanchamun und sein achtes Regierungsjahr verzeichnet, ebenso oben rechts die hohe Qualität des Textils: »gut, gut, gut«. 1907 entdeckten Ausgräber im Tal der Könige Stoffe, Körbe und Gefäße, die bei der Mumifizierung Tutanchamuns verwendet wurden. Weil die Ausgräber damals die Hälfte ihrer Funde behalten durften, gelangte dieses und andere Objekte ins New Yorker Metropolitan Museum.
Aus Sicht des britischen Archäologen betrieb die Altertümerbehörde Schikane. Sie verschärfte die Verteilungsregel, der zufolge den Ausgräbern die Hälfte der Funde zustand: Handelte es sich um ein geschlossenes und ungestörtes Fundensemble, musste es komplett in Ägypten verbleiben. Wegen dieser Klausel pochte Carter immer wieder darauf, dass Grabräuber KV62 geplündert hätten – die neue Regel also unwirksam wäre. Die Altertümerverwaltung setzte sich jedoch durch. Der Grabschatz von Tutanchamun blieb in Ägypten.
Es hatte also offenbar nichts genutzt, dass Carter in einem Leintuch eingewickelte Fingerringe als hastig weggeworfene Beute überraschter Grabräuber präsentierte. Wie die Hildesheimer Ägyptologin Regine Schulz darlegte, kann das Tuch mit den Ringen sehr wohl zu den ursprünglichen Beigaben gehört haben, die in Truhen gefüllt wurden. Hingegen überzeugt die Ansicht des Berliner Ägyptologen Rolf Krauss nicht, Carter habe das gesamte Plünderungsszenario bloß inszeniert. Aus welchem Grund? Schon als er den Zugangskorridor freiräumen ließ, waren die Spuren der Grabräuber zu erkennen gewesen.
 ➦ 💰 Carters Hosentaschensammlung
Heute ist ziemlich sicher, dass der damals frustrierte Carter begann, kleine Objekte aus dem Grab zu entwenden. Vielleicht entsprach das seiner Vorstellung von gerechter Fundverteilung. Thomas Hoving war überzeugt, dass einige Exponate im Metropolitan Museum aus dieser »pocket collection« Carters stammen. 2010 bemühte sich Hovings Nachfolger, die 19 Stücke dem ägyptischen Staat zurückzugeben. Es handelte sich um eher unscheinbare Objekte wie eine vergoldete Bronzerosette, eine kleine Sphinx aus Lapislazuli sowie die Bronzestatuette eines Hündchens.
Es war aber sich nicht nur Carter allein, der heimlich Objekte entwendete. Der Ägyptologe Marc Gabolde von der Université Paul Valéry – Montpellier III entdeckte bei einer Versteigerung 2015 im Londoner Auktionshaus Christie's eine Halskette aus Goldperlen. Nach Ausweis der Fotos von Harry Burton war sie ursprünglich Teil eines breiten Halskragens, der auf der Mumie von Tutanchamun lag. Weitere zugehörige Perlen aus Gold, Karneol und farbigem Glas besitzt das Saint Louis Art Museum in Missouri. Und im Nelson-Atkins Museum of Art in Kansas City befinden sich zwei Verschlüsse dieses Halskragens in Gestalt von Falkenköpfen.
Wie kamen Teile des Brustschmucks aus Tutanchamuns Totenstätte in diese Museen? Es ist bekannt, dass KV62 während des Zweiten Weltkriegs kaum bewacht wurde. Jemand hätte also leicht in dieser Zeit Teile des Mumienschmucks ergattern können. Der einbalsamierte Köper des Pharao, der im Grab aufgebahrt lag, war einst mit einer Harzmasse übergossen worden. Und an der Mumie haftete noch Schmuck, den Carter nicht ablösen konnte.
Carters Schilderungen von wunderbaren Dingen und ihrer Auffindung entsprachen sicher nicht ganz den Tatsachen. Er war mit Callender, Lord Carnarvon und Lady Evelyn unerlaubt ins »Allerheiligste« eingestiegen, hatte damals und wohl auch später Grabbeigaben entwendet. Das schmälert jedoch nicht die besondere Bedeutung dieses einzigartigen Funds im Tal der Könige. Bis heute sind Fachleute damit beschäftigt, die Objekte aus dem Grab zu untersuchen, zu bestimmen und zu restaurieren. Die Pharaonengruft des Tutanchamun ist und bleibt eine Jahrhundertentdeckung.
 ➦ 💰 Neue Schätze aus Tutanchamuns Grab
In jahrelanger Kleinarbeit haben Tübinger Archäologen und Restauratoren des Römisch-Germanischen Zentralmuseums in Mainz 100 annähernd vollständige Goldbleche zusammengesetzt, die aus dem Grab des Pharaos Tutanchamun stammen.
Wahrscheinlich schmückten die Beschläge einst Bogenkästen, Pfeilköcher und Zaumzeug. Die Darstellungen darauf folgten offenbar einem "internationalen" Geschmack der Zeit: Neben rein ägyptischen Abbildungen fanden die Forscher auch solche, die eher für den Vorderen Orient typisch sind.
Dazu zählen Darstellungen von Tierkämpfen und Ziegen am Lebensbaum. "Vermutlich gelangten diese Motive, die einstmals in Mesopotamien entwickelt wurden, über Syrien in den Mittelmeerraum und nach Ägypten", erklärt Peter Pfälzner von der Universität Tübingen, der an der Untersuchung beteiligt war. "Dies zeigt erneut die große Rolle, die das alte Syrien für die Kulturvermittlung in der Bronzezeit spielte."
Gefunden wurden die Beschläge noch von Howard Carter selbst. Das Team des berühmten Tutanchamun-Entdeckers fotografierte die Bleche unmittelbar nach der Entnahme und verstaute sie unrestauriert in einer Kiste, in der sie jetzt die Wissenschaftler nach all den Jahren unangetastet wiederfanden.
 ➦ Mumien – Zeugen der Vergangenheit
Ähnliche Goldbleche mit thematisch vergleichbaren Darstellungen haben die Forscher laut ihrer Pressemitteilung auch in der Gruft der syrischen Königsstadt Qaṭna gefunden. Dort hatte ein Archäologenteam unter Pfälzners Leitung im Jahr 2002 ein ungeöffnetes Königsgrab entdeckt. Es ist nur wenig älter als das des Tutanchamun. Die Forscher stellten sich daraufhin die Frage, ob die Ähnlichkeit mehr als nur Zufall ist. Wie waren die fremden Motive auf den Goldblechen nach Ägypten gelangt? Chemische Analysen zeigten, dass die Goldbleche mit ägyptischen Motiven und die mit fremden Motiven aus unterschiedlich zusammengesetztem Goldmaterial hergestellt wurden. Womöglich wurden die fremdartigen Stücke importiert – oder lokale Werkstätten spezialisierten sich auf die Produktion eines der beiden Stile und benutzen dabei ihre eigene Materialquelle.
Die Bleche werden derzeit in einer Sonderausstellung des Ägyptischen Museum in Kairo ausgestellt und künftig im neuen Grand Egyptian Museum nahe den Pyramiden von Gizeh gezeigt.

➦ Pharaonengruft | Ein Korridor führt in das unterirdische Grab von Tutanchamun. Von der mit Möbeln, Truhen und Streitwagen gefüllten Vorkammer gehen ein kleiner Annex sowie der Sargraum ab. Darin befanden sich die ineinander geschachtelten Holzschreine und Goldsärge. Von dort öffnet sich ein Durchgang in die Schatzkammer mit dem Eingeweideschrein.
Zitat
Seit der Entdeckung seines Grabes im November 1922 wurde die Mumie von Tutanchamun und das kurze Leben des Kindkönigs wissenschaftlich untersucht, doch auch nach 100 Jahren Forschung liegt noch Vieles im Dunkeln. Was man bislang weiß: Tutanchamun, sein ursprünglicher Name war Tutanchaton, wurde während der Herrschaft von König Echnaton in der späten 18. Dynastie Ägyptens, die etwa von ca. 1550 bis 1295 v. Chr. dauerte, geboren. Tutanchamun wurde als Kind im Alter von nur neun Jahren Pharao und starb bereits mit 19 Jahren.
Tutanchamuns Verwandtschaftsverhältnisse sind noch nicht vollständig geklärt. 2008 entnahm ein Team von Wissenschaftlern Knochen- und Gewebeproben von Tutanchamun und weiteren Mumien, die als Könige der damaligen Zeit bekannt waren. Sie hofften Tutanchamuns Stammbaum rekonstruieren zu können. Den Ergebnissen dieser Untersuchungen schließen sich bis heute die meisten Archäologen an. Sie zeigten: Sein Vater war die Mumie aus Grab mit der Nummer KV55, die als König Echnaton identifiziert wurde. Und Tutanchamuns Mutter war die Mumie aus Grab KV35, bekannt als "Younger Lady". Das Team berichtete, es sei zudem sicher, dass es sich bei Tutanchamuns Großeltern um König Amenophis III. und seine Ehefrau Teje handelte.
Es gibt jedoch auch Kritik von Wissenschaftlern an den damaligen Untersuchungsergebnissen. Neuere Analysen zweifeln sie an. Dass Tutanchamun eine genetische Übereinstimmung mit König Echnaton hat, gilt jedoch als sicher: Echnaton und Tutanchamun sind miteinander verwandt. Doch war König Echnaton auch wirklich sein Vater? Und wer war demnach seine Mutter? Der Ägyptologe Prof. Dr. Tarek Sayed Tawfik von der Universität Kairo: "Das ist immer noch ein großes Problem, dass wir nicht wissen, wer seine Mutter genau war. Wir wissen durch DNA-Analysen, dass Tutanchamun ein Verwandtschaftsverhältnis zu Echnaton hatte. Es wurde früher oft gesagt, dass Echnaton sein Vater war, aber wahrscheinlich ist es nicht so. Wahrscheinlich war die Mutter von Tutanchamun die älteste Tochter von Echnaton. (…) Und der Vater war vermutlich Prinz Thutmosis, ein Bruder von Echnaton." Nach dieser These hatte König Echnaton keine eigenen männlichen Nachkommen, Thutmosis war vor Echnatons Krönung bereits verstorben. Und so kam nach Echnatons Tod der junge Tutanchamun auf den Thron.
Schon als Kind wurde Tutanchamun verheiratet. Seine Gattin Anchesenamun war ebenfalls ein Kind, als die beiden heirateten. Wissenschaftler vermuten, dass Anchesenamun eine Verwandte von Tutanchamun gewesen sein könnte. Prof. Dr. Tarek Sayed Tawfik, Ägyptologe: "Es ist die Frage, ob Anchesenamun seine Halbschwester war oder nicht, aber sie kann eine Verwandte sein. Bis heute ist die Heirat von Verwandten in Ägypten gängig, das wird also nicht als Inzucht angesehen. Jedoch gab es einige wenige Fälle in der alten ägyptischen Geschichte, wo es tatsächlich Hochzeiten mit Geschwistern gegeben hat. Hauptsächlich um die Machtübergabe und das Weiterleben dieser Dynastie zu sichern."
Zeichnungen, die in Tutanchamuns Grab gefunden wurden, lassen vermuten, dass sich Tutanchamun und Anchesenamun sehr nahe waren und sich wahrscheinlich wirklich liebten. Damals war das eher eine Ausnahme. Königliche Ehen wurden nicht aus romantischen Gefühlen geschlossen, sondern meist nach rationalen Kriterien. Ein glückliches Familienleben war dem jungen Paar jedoch nicht vergönnt, lebende Nachkommen konnten Tutanchamun und Anchesenamun nicht zeugen. Zwei weibliche Föten wurden mit Tutanchamun in seiner Grabkammer bestattet, es waren seine Töchter. Anchesenamun gebar sie als Früh-, beziehungsweise als Totgeburten.
Kein Familienglück: Tutanchamun blieb kinderlos
    "Dass die beiden Töchter mit Tutanchamun begraben wurden, ist ungewöhnlich. Interessanterweise ist es aber bis heute in Ägypten so, dass ein Kind, das frühzeitig oder tot geboren wird, mit den Erwachsenen der Familie zusammen bestattet wird. Im Fall von Tutanchamun kennen wir keine vergleichbaren Fälle in der altägyptischen Geschichte. (…)
    Der Tod dieser beiden Prinzessinnen im fünften und siebten Monat, das muss für das Paar traumatisch gewesen sein. Und es wird auch ein Zeichen dieser liebevollen Beziehung zwischen den beiden sein, dass Tutanchamun beschließt, die beiden Früchte dieser Beziehung mit in sein Grab zu nehmen."
Tutanchamun wurde mit nur neun Jahren plötzlich König. Trotz seines jungen Alters war er wohl ein angesehener Pharao.
Wo Tutanchamun seine Kindheit verbrachte, ist nicht genau bekannt, vielleicht in der neu gegründeten Kultstadt von König Echnaton, in Tell El-Amarna. Die Stadt befand sich rund 300 Kilometer südlich von Kairo, heute ist sie eine archäologische Fundstätte. Echnaton galt als exzentrischer Visionär. Er ließ den Königshof von Theben rund 300 Kilometer nördlich nach Tell El-Amarna umziehen und taufte die Stadt Achet-Aton ("Horizont des Sonnengottes"). Echnaton wandte sich von Amun und den anderen offiziellen Göttern ab und betete stattdessen Aton an - eine altägyptische Gottheit, die in ihrer Erscheinung als Sonnenscheibe verehrt wurde. Gemeinsam mit seiner Hauptfrau Nofretete diente Echnaton Aton als Hohepriester. Auch der junge Tutanchamun wurde mit diesem Glauben erzogen. Anderen Göttern zu huldigen, verbat Echnaton den Ägyptern zu deren Missfallen.
In seiner Kindheit liebte es Tutanchamun, Bogen zu schießen und zu jagen, das belegen viele Zeichnungen in seinem Grab, in dem auch etliche Bögen und Pfeile geborgen wurden. Mit seiner unbeschwerten Kindheit war es allerdings vorbei, als König Echnaton starb und Tutanchamun mit nur neun Jahren neuer Pharao wurde. Auf den Kindkönig kamen nun viele Pflichten zu. Doch Tutanchamun wurde als Prinz auf diesen Moment vorbereitet. Er lernte unter anderem die Hiorogliephenschrift, Geographie, Mathematik und die Weltsprachen seiner Epoche.
Es ist nicht belegt, wie viel Macht Tutanchamun als Regent selber hatte. Er hatte auf jeden Fall mehrere hohe Beamte an seiner Seite, die ihn berieten und die Geschäfte im Land in die Hand nahmen. Seine prunkvollen Grabbeigaben zeigen jedoch, dass er trotz seiner recht kurzen Regentschaft, und obwohl er als Kind auf dem Thron war, das Ansehen eines Pharaos hatte. Es wurde offenbar alles standesgemäß für ihn zu seinen Lebzeiten als Pharao und nach seinem Tod auch für seine Reise in die Unterwelt getan. Experte Tarek Sayed Tawfik erklärt: "Zu Beginn war er wahrscheinlich eher eine Marionette seiner Berater, weil er noch ein Kleinkind war, das noch keine eigenen Entscheidungen fällen konnte. Aber als er dann in das Teenageralter kam, zwischen 13 und 17 Jahren, das ist ja ein rebellisches Alter bei Jugendlichen, da kann ich mir vorstellen, dass er ab dieser Zeit auch seine eigene Meinung mit ins Spiel gebracht hat. Da ist dann die Frage, ob seine eigene Meinung immer mit der Meinung seiner Berater übereingestimmt hat oder nicht. War das ein Grund für seinen verfrühten Tod?"
Tutanchamuns größter Verdienst als Pharao war die Abkehr von den radikalen religiösen Reformen von König Echnaton, die das Land destabilisierten. Während der ersten beiden Jahre seiner Amtszeit verließen, Tutanchamun und Anchesenamun, die ihn unterstützte, Amarna. Das junge Paar wandte sich von Echnatons Glauben an Aton ab, kehrte zurück nach Theben und erneuerte seine Verbundenheit mit dem Amun-Kult. Die beiden änderten ihre Namen von ursprünglich Tutanchaton („lebendes Abbild des Aton“) und Anchesenpaaton in Tutanchamun und Anchesenamun und ließen die Tempel und Heiligtümer der zuvor verbotenen Götter erneuern und vergrößern. Tutanchamun selbst besuchte den Tempel regelmäßig und huldigte Amun. Durch die Rückkehr zum alten Glauben erhielten die Priester ihre Macht zurück und auch das ägyptische Volk war wieder zufrieden.
Tutanchamuns Verdienst: Die Rückkehr zum alten Glauben
    "Obwohl Tutanchamun nur kurz regierte, macht seine Regentschaft einen großen Unterschied in der ägyptischen Geschichte aus. Vielmehr, als diesem König normalerweise nachgesagt wird."
Neue Untersuchungen zeigen, aus welcher Art von Meteoriten die Klinge von Tutanchamuns Dolchs gemacht ist.
Der Brite Howard Carter fand 1922 in Tutanchamuns Grabkammern neben der Mumie des jungen Pharaos rund 5.400 Grabbeigaben: darunter zum Beispiel Tiere und Statuen aus Gold, aufwendige Schnitzereien, seine berühmte goldene Maske, Kleidung, Schuhe, Betten, Gehstöcke, Bögen, Pfeile, einen kleinen Thron, Streitwägen und auch einen sehr wertvollen Dolch.
Schon vor einigen Jahren stand fest, dass die Klinge dieses Dolchs von Meteoriten aus dem Weltall stammt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom "Chiba Institute of Technology in Japan" haben die Waffe erneut untersucht und berichteten 2022 im Fachblatt "Meteoritics & Planetary Science" über ihre Erkenntnisse.
Für ihre Untersuchungen legten sie den Dolch im Ägyptischen Museum in Kairo unter eine Fotokamera, sowie unter ein spezielles Röntgengerät, um die Verteilung der Elemente auf der Oberfläche der Klinge zu untersuchen. Dabei fanden sie sogenannte Widmanstätten-Strukturen, die typisch für Oktaedrite, die häufigste Gruppe von Nickel-Eisenmeteoriten, sind. Damit konnten die Wissenschaftler zum ersten Mal die Art des Meteorits, aus dem die Klinge des Dolchs gemacht ist, nachweisen. Die Forscher fanden auch heraus, dass die Klinge bei Temperaturen von unter 950 Grad Celsius geschmiedet wurde. Die Untersuchungen lieferten ebenfalls einige Hinweise zur Herkunft des Dolchs: Der goldene, edelsteinbesetzte Griff kann nicht aus Ägypten stammen. Die Diamanten auf dem Griff wurden mit Kalkputz angebracht, einem Material, das in Ägypten erst viel später verwendet wurde. Die japanischen Wissenschaftler vermuten deshalb, dass der Dolch möglicherweise das Geschenk eines fremden Herrschers war, das dann zum Familienerbstück wurde. Der Dolch wird erstmalig zusammen mit den rund 5.400 Grabbeigaben von Tutanchamun im neuen "Grand Egyptian Museum" bei den Pyramiden von Gizeh ausgestellt werden.
Tutanchamuns plötzlicher Tod:
Warum starb der junge Pharao so früh?
Starb der junge Pharao Tutanchamun an einer Krankheit, nach einem Unfall - oder war es Mord?
Nach nur etwa zehn Jahren an der Macht kam Tutanchamun im Alter von 19 Jahren ums Leben. Doch warum? Fest steht: Tutanchamun war nicht bei bester Gesundheit. Zeichnungen in seinem Grab zeigen ihn oft sitzend, sogar beim Bogenschießen, und auch über 100 Gehstöcke lagen in seinem Grab. Den Kindkönig plagten wohl schon in jungen Jahren einige Leiden, die wohl besonders seine Beine betrafen. Wissenschaftler vermuten, dass er unter einer Knochenkrankenheit litt und einen leichten Klumpfuß hatte. Sowohl der Klumpfuß als auch die Knochenkrankheit könnten Tutanchamun beim Gehen eingeschränkt haben, doch tödlich war beides nicht. Tutanchamun war auch mit Malaria infiziert, wie sich bei DNA-Untersuchungen herausstellte.
Die genauen Umstände seines Todes - bis jetzt bleiben sie Tutanchamuns Geheimnis. Wissenschaftler können bis jetzt nicht nachvollziehen, was - oder wer -den jungen Pharao umbrachte. Vielleicht kämpfte er mit weiteren gesundheitlichen Problemen? Vielleicht war ein schwerer Malariaanfall der Grund für seinen plötzlichen Tod? Oder ein Sturz oder ein Unfall mit einer anschließenden Infektion? Ein Bein von Tutanchamuns Mumie hatte einen Knochenbruch, der noch zu Lebzeiten passiert sein könnte. Auch die These, dass Tutanchamun ermordet worden ist, ist laut dem Ägyptologen Tarek Sayed Tawfik nicht restlos widerlegt.
Die Todesursache: Der Zustand von Tutanchamuns Mumie erschwert die Untersuchungen
    "Was auffällig ist, ist, dass die Mumie insgesamt relativ schlecht erhalten ist, sie ist sehr stark beschädigt, zum Teil wegen der Ausgrabungen und zum Teil wegen der Mumifizierung. (…) Weil der Erhalt der Mumie so schlecht ist, ist eine definitive Todesursache fast unmöglich zu benennen, weil auch Teile der Mumie und auch gewisse Organe fehlen. Man kann nur Vermutungen anstellen. Aus meiner Sicht ist das Wahrscheinlichste: ein Bruch im Bereich des linken Knies mit entsprechenden Konsequenzen, die zu seinem Tod geführt haben."
Prof. Dr. Dr. med. Frank Rühli leitet das Institut für Evolutionäre Medizin der Universität Zürich und analysierte die Scans erstmals von Tutanchamuns Mumie 2005 und forscht weiterhin an Tutanchamun.
Reise ins Jenseits: Rätsel um Tutanchamuns Mumie
Zu sehen ist der Kopf von Tutanchamuns Mumie. Der junge Pharao Tutanchamun ist die Ikone des Alten Ägypten. Die Entdeckung seiner Grabkammer, seiner Mumie mit der Goldmaske und den wertvollen Grabschätzen durch den Archäologen Howard Carter machten ihn weltberühmt. | Bild: picture alliance/Photoshot
Tutanchamuns Mumie weist einige Anomalien auf.
Die Ägypter glaubten, dass der Tod eines Menschen nicht sein Ende war, sondern dass alle Menschen im Jenseits weiterlebten. Nach ihrem Glauben starb nur der Körper eines Menschen, aber sein Geist lebt weiter. Der Geist sollte den Körper im Jenseits wiederfinden, deshalb konservierten die Ägypter die Leichen, indem sie sie mumifizierten. Nicht nur Pharaonen wurden mumifiziert, sondern auch einfachere Bürger und auch einige Tiere, wie zum Beispiel Katzen und Hunde.
Die Mumifizierung erfolgte nach einem bestimmten Ritual. Es dauerte in der Regel 70 Tage, bis der Verstorbene für die Bestattung hergerichtet war. Zuerst wurde der Leichnam gewaschen und die Eingeweide bis auf das Herz entnommen. In den ersten 40 Tagen entwässerten und trockneten die Bestatter die Leiche und die Organe - die in einem eigenen Gefäß, sogenannten Kanopen, bestattet wurden - durch die Beigabe von Natron. In den 30 Tagen darauf wurde der Körper noch einmal gewaschen, mit Ölen eingerieben, und Harze aufgetragen. Anschließend wurde der Leichnam mit Leinen- und Natronpäckchen, Gewürzen, Samen, Flechten, Myrrhe, Weihrauch, Ölen, Harz, Fetten und Bienenwachs ausgestopft. Den Füllstoffen schrieben die Ägypter nicht nur einen guten Geruch, sondern auch eine konservierende Wirkung zu. Einige Körperteile wie Nägel oder die Augen wurden gesondert präpariert und der Einschnitt im Bauch, durch den die Organe entnommen wurden, geschlossen. Zum Schluss bandagierten die Bestatter die Mumie, dabei sangen Priester Zaubersprüche und legten magische Amulette auf der Mumie ab. Sie hatten eine spezielle Schutzfunktion.
Soweit die Tradition.
Tutanchamuns Mumie wies jedoch einige Besonderheiten auf: Ihr fehlte zum Beispiel das Herz, was für eine Mumie unüblich war. Außerdem wurde Tutanchamuns Penis in einem 90 Grad Winkel einbalsamiert - die einzige Mumie, an der dieses Begräbnisritual bisher festgestellt werden konnte. Wissenschaftler vermuten, dass dies an den verehrten Totengott und Gott der Widergeburt Osiris erinnern sollte.
Tutanchamuns Mumie: Eine Erinnerung an Osiris?
    "Zu Zeiten von König Echnaton gab es keinen klaren Jenseitsglauben. Eine der Haupterrungenschaften von Tutanchamun ist es, dass er nicht nur den Gott Amun wieder zu Ruhm bringt, sondern auch den Jenseitsglauben wieder zurückholt. Und der Jenseitsglaube ist sehr stark mit dem Totengott Osiris verbunden. Und wenn er hier als Osiris dargestellt wird - und die Idee mit dem aufgerichteten Penis hat mit der Idee der Wiedergeburt zu tun - dann ist also der gesamte Jenseitsglaube wiederhergestellt."
Prof. Dr. Tarek Sayed Tawfik ist Ägyptologe, lehrt an der Archäologischen Fakultät der Universität Kairo und ist ehemaliger Direktor des 'Grand Egyptian Museum'.

Es wurden Tutanchamun allein 31 Sitzgelegenheiten mitgegeben, vom goldenen Thronsessel bis zu schlichten Hockern. 145 Roben, Kilts, Tuniken und Lendenschürze garantierten ein standesgemäßes Auftreten, hinzu kamen Handschuhe, Gürtel und Langhaarperücken und natürlich Insignien wie Krummstab und Zepter sowie 35 Paar Schuhe und 130 Gehstöcke, die er im Leben wegen einer Missbildung am linken Fuß wohl gebraucht hatte.
Forscher haben errechnet, dass die kostbaren Gefäße an die 350 Liter Parfüme, Öle und Salben enthalten haben müssen. Sorgten Berge an Schmuck für ein feines Äußeres, zeigten die 116 Körbe mit Nahrungsmitteln, welche Früchte und Gewürze im Nilland auf den Tisch kamen. Gerste und Weizen konnten auch für die Herstellung von Bier dienen. 48 Gefäße belegen die Beliebtheit von Rindfleisch und Geflügel.
Sechs Wagen sicherten die Mobilität, Spiele und Musikinstrumente die Unterhaltung. Das Waffenarsenal mit acht Schilden, zwei Schwertern, 44 Bögen und Hunderten Pfeilen lässt ahnen, wie die Armeen des Neuen Reiches ausgerüstet waren. Ein Dolch wurde aus dem Eisen eines Meteoriten gefertigt, denn die Aufbereitung des Elements aus irdischen Quellen war noch nicht erfunden.
Als Tutanchamun um 1323 v. Chr. dieser Dolch ins Grab gelegt wurde, war Eisenverhüttung in Ägypten noch unbekannt
Diese Fülle war in ein 80 Quadratmeter großes Grab gepfercht, das gar nicht für die Aufnahme eines Pharaos gedacht gewesen war. Aber da der Herrscher wohl keine 20 Jahre alt wurde, baute man flugs eine Anlage um, die sich ein hoher Beamter beizeiten in den Fels hatte treiben lassen. Die geringen Ausmaße und der Schutt höher gelegener Gräber gaben Tutanchamuns Totenhaus die Chance, unerkannt zu bleiben.
Das kleine Grab passt zu der politischen Rolle, die der jugendliche Pharao zu Lebzeiten gespielt hat. Nach jüngsten DNA-Untersuchungen von Mumien war er der leibliche Sohn von Pharao Amenophis IV., genannt Echnaton, und einer Nebenfrau, die zugleich eine Schwester von ihm war. Danach wäre also Echnatons Hauptfrau Nofretete nicht die Mutter gewesen. Allerdings ist die Identifikation der Mumien keineswegs eindeutig.
Das gab dem britischen Archäologen Nicholas Reeves 2015 die Chance, hinter Tutanchamuns Sargkammer das Grab Nofretetes anzunehmen. Bodenradar-Untersuchungen haben die Existenz von Hohlräumen wahrscheinlich gemacht. Da für deren Analyse aber die bemalten Wände eingerissen werden müssten, bleibt es bei Spekulationen, vorerst. So kann weiterhin von unentdeckten Geheimnissen des Pharaos geträumt werden.
Die Karriere Tutanchamuns (reg. 1332–1323 v. Chr.)
Das Neue Reich der 18. Dynastie war ein Imperium, das vom Sudan bis Syrien reichte. Pharao Echnaton hatte eine religiöse Revolution initiiert, indem er den Sonnengott Aton zum alleinigen Reichsgott erhob. Nach einer mehrjährigen Regentschaft gelangte sein Sohn Tutanchaton („lebendes Abbild des Aton“) als etwa Achtjähriger um 1332 v. Chr. auf den Thron. Unter ihm konnte die mächtige Amun-Priesterschaft die alten Götter restituieren, was die Annahme des Namens Tutanchamun („lebendes Abbild des Amun“) zeigt.
Inzest, Unfall, Mord – die vielen Tode Tutanchamuns
Die Regierungsgeschäfte führten der Großwesir und der Oberbefehlshaber des Heeres. Der junge Pharao war wohl mit einer Schwester verheiratet, zwei weibliche Föten im Grab könnten seine ungeborenen Kinder sein. Theorien über die Todesursache des Pharaos gibt es viele – von einer Seuche über Unfall und Wundbrand bis zum Mord.
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Stephen William Hawking, CH, CBE, FRS war ein britischer theoretischer Physiker und Astrophysiker. Von 1979 bis 2009 war er Inhaber des renommierten Lucasischen Lehrstuhls für Mathematik an der Universität Cambridge.

Biografie und Lebenslauf von Stephen Hawking
Steckbrief & Allgemeine Informationen
Stephen Hawking Name: Stephen Hawking
Geburt: 8. Januar 1942 in Oxford
Tod: 14. März 2018 in Cambridge
Eltern: Frank Hawking und Isobel Hawking (geb. Walker)
Nationalität: Großbritannien
Ausbildung: University of Oxford, University of Cambridge
Beruf: Physiker
Fachbereich: Physik, Astrophysik
Werke: u.a. The Nature of Space and Time (1996), The Universe in a Nutshell (2001), The Theory of Everything (2002)
Familie: ehemals verheiratet mit Jane Hawking (1965–1995), Elaine Hawking (1995–2006); drei Kinder aus erster Ehe
Auszeichnungen: u.a. Copley Medal (2006)
Einflüsse: Albert Einstein
Der britische Astrophysiker Stephen Hawking wird seit den späten Sechzigerjahren als Genie gefeiert und gilt heute nach Albert Einstein als einer der weltweit bedeutendsten und einflussreichsten Physiker des 20. Jahrhunderts. Durch seine schwere Erkrankung des motorischen Nervensystems, die ihn Jahrzehnte an den Rollstuhl fesselte, sowie seine teilweise unkonventionellen Theorien über schwarze Löcher, ist Stephen Hawking seit den Siebzigerjahren des vorigen Jahrhunderts auf internationaler Ebene einer breiten Öffentlichkeit ein Begriff. Zahlreiche Auftritte in den Medien und beliebten TV-Serien sowie zwei Verfilmungen seines außergewöhnlichen Lebens trugen weiter zu seinem hohen Bekanntheitsgrad bei. Da ihm nach einer gefährlichen Lungenentzündung in den Achtzigerjahren in Genf als Notfallmaßnahme ein Luftröhrenschnitt gesetzt werden musste, verlor Stephen Hawking seine Sprechfähigkeit. Seither war er zur Kommunikation auf einen Sprachcomputer angewiesen. Diesen konnte er anfangs noch manuell bedienen, um die richtigen Worte zu wählen.

Kurzbiografie:
Kindheit und Ausbildung:
Stephen Hawking wurde am 8. Januar 1942 als Sohn eines Mediziners und einer studierten Wirtschaftswissenschaftlerin in Oxford geboren, wo er die ersten acht Jahre seines Lebens verbrachte. Nach der Geburt seiner zwei Schwestern und der Übersiedelung der Familie wuchs Stephen Hawking im nördlichen Londoner Stadtteil St. Albans auf. Dort besuchte er die St. Albans School, eine Highschool, die einen exzellenten Ruf genoss. Nach seiner Schulausbildung sollte er dem Wunsch seines Vaters gemäß ebenfalls Medizin studieren, entschloss sich jedoch dazu, das Studium der Physik und Mathematik aufzunehmen. Nachdem ihm ein Stipendium an der Universität Oxford gewährt wurde, schloss er dort sein Studium im Jahr 1962 mit dem Bachelor-Grad ab. Danach übersiedelte er nach Cambridge, wo er am Trinity College das Doktoratsstudium in Kosmologie und Astronomie aufnahm. Noch in der frühen Phase seines Studiums in Cambridge erlitt Stephen Hawkins mehrere Zusammenbrüche, woraufhin die Ärzte bei ihm eine juvenile Form der Amyotrophischen Lateralsklerose diagnostizierten. Diese unheilbare Nervenerkrankung führt im weiteren Verlauf zu einer vollständigen Degeneration der motorischen Fähigkeiten und der Muskelmasse am ganzen Körper und in den meisten Fällen bereits nach wenigen Jahren zum Tod. Trotz der erschütternden Diagnose, die bei ihm im Alter von 21 Jahren gestellt wurde, gab Stephen Hawkins sein Studium auf Anraten seines Professors Dr. Dennis Sciama, eines anerkannten Kosmologen nicht auf und promovierte im Jahr 1966 mit einer Dissertation über expandierende Universen. Da er während dieser Phase seines Studiums bereits unter ersten stärkeren Lähmungserscheinungen litt, mussten die Schreibarbeiten an seiner Doktorarbeit teilweise von Kollegen und akademischen Helfern des Instituts übernommen werden.
Akademische Karriere und wissenschaftliche Errungenschaften:
Ab dem Jahr 1968 sah sich Stephen Hawking gezwungen, permanent einen Rollstuhl zu benutzen. Er blieb in Cambridge, wo er zunächst am Institut für Theoretische Astronomie tätig war und sich intensiv mit der Quantenmechanik in Bezug auf Schwarze Löcher beschäftigte, bevor er im Jahr 1973 ans Institut für Mathematik und Physik wechselte. Ein Jahr später erhielt er im Alter von nur 32 Jahren als bis dato jüngster Wissenschaftler für seine unermüdlichen Bemühungen, die Relativitätstheorie und die Quantenmechanik zu vereinheitlichen, die Mitgliedschaft der Royal Society of Science. Den Höhepunkt seiner akademischen Karriere in Cambridge markierte das Jahr 1979, als er von der Universität auf den Lucasischen Lehrstuhl der Mathematik berufen wurde. Mit dieser Rolle als Lucasian Professor trat Stephen Hawking die Nachfolge renommierter Wissenschaftler wie Isaac Newton oder Paul Dirac an.
Nicht nur im Kollegenkreis, sondern auch außerhalb der akademischen Welt erlangte Stephen Hawking Anerkennung, als er in den späten Sechzigerjahren mit Roger Penrose als erster Physiker die Singularitäten-Theoreme in der allgemeinen Relativitätstheorie beweisen konnte. Seine intensive Auseinandersetzung mit Schwarzen Löchern führte in den frühen Siebzigerjahren zur Entwicklung eines neuen Konzeptes, das unter dem Begriff der "Hawking-Strahlung" in die Geschichte einging. Dieses untermauerte die Theorie, dass alle Teilchen, die aus einem Schwarzen Loch austreten, eine von einer bestimmten Temperatur geprägten Strahlung bilden. Um diese Temperatur, die in direktem proportionalen Verhältnis zur Masse eines Schwarzen Lochs steht, festlegen zu können, entwickelte Stephen Hawking eine Formel, die neben der Lichtgeschwindigkeit, der Masse und der Gravitationskonstante auch das planck’sche Wirkungsquantum miteinbezieht.
Für seine Theorien im Bezug auf Schwarze Löcher fand Hawking in wissenschaftlichen Kreisen viel Beachtung, stieß jedoch mit seiner Arbeit über "The Black Hole Information Loss Problem" auch auf Kritik. Außerhalb seines akademischen Umfeldes feierte Hawking ab den Achtzigerjahren mit der Publikation einiger populärer Schriften große Erfolge, die seine Erkenntnisse zum Weltall und den schwarzen Löchern auch einem breiteren Publikum bekannt machten. Besonders seine Arbeiten "Eine kurze Geschichte der Zeit" aus dem Jahr 1988 sowie seine populärwissenschaftlichen Bücher "Das Universum in der Nussschale", "Einsteins Traum. Expeditionen an die Grenzen der Raumzeit" und "Die kürzeste Geschichte der Zeit" standen wochenlang auf den Bestsellerlisten. Für seine wissenschaftliche Arbeit wurde Stephen Hawking mit zahlreichen renommierten Auszeichnungen wie dem Albert-Einstein-Preis geehrt und von der britischen Königin zum Commander of the British Empire ernannt.

Stephen Hawking starb am 14. März 2018 in Cambridge.

Privates:
Während seines Studiums in Cambridge lernte Stephen Hawking die Romanistik-Studentin Jane Wilde kennen, die er im Jahr 1965 heiratete. Aus dieser Ehe gingen die in den Jahren 1967 und 1979 geborenen Söhne Robert und Timmy sowie Tochter Lucy hervor. Im Jahr 1990 ließen sich Stephen und Jane Hawking scheiden, da der Wissenschaftler eine Affäre mit seiner persönlichen Krankenschwester Elaine Mason begonnen hatte. Hawking heiratete Mason im Jahr 1995, die Ehe hielt elf Jahre. Jane Hawking verarbeitete ihre Erfahrungen als Ehefrau von Stephen Hawking in ihrer Autobiographie "Travelling to Infinity – My Life with Stephen". Diese Arbeit diente als Vorlage für den mit dem Oscar und mehreren Golden Globes ausgezeichneten Film "The Theory of Everything" ("Die Entdeckung der Unendlichkeit") aus dem Jahr 2014.
Seine Tochter Lucy Hawking wurde im Jahr 1970 geboren, studierte in Oxford russische und französische Literatur und begann nach ihrer Ausbildung, bei zahlreichen renommierten britischen Zeitungen als Journalistin tätig zu werden. Sie veröffentlichte zwei erfolgreiche Romane, bevor sie gemeinsam mit ihrem Vater die Arbeit an einem Kinderbuch aufnahm. Aus dieser Kollaboration ging das Werk "Der geheime Schlüssel zum Universum" hervor, das Kindern anhand der aufregenden Abenteuer des Jungen George, des Wissenschaftlers Eric, seiner Tochter Annie sowie deren intelligenten Computers Cosmos die Phänomene des Weltalls vermittelt. Als ehemaliger Doktorand bei Stephen Hawking war auch der französische Physiker und Schriftsteller Christophe Galfard an der Erarbeitung des höchst erfolgreichen Buches beteiligt.
Nicht nur seine wissenschaftlichen Errungenschaften machen Stephen Hawking zu einer der wichtigsten Persönlichkeiten des 20. und 21. Jahrhunderts. Sein unverwechselbares, von seiner Krankheit geprägtes Erscheinungsbild und seine unermüdliche Öffentlichkeitsarbeit verliehen dem Physiker ein Image, das gänzlich ohne Mimik und Gestik auskommt und auf einen in der kargen Wortwahl prägnanten und dadurch als rein empfundenen Geist reduziert ist. Dieses Image strahlt eine große, in Wissenschaftlerkreisen einzigartige Faszination aus. Dank Stephen Hawking wurden Theorien innerhalb der Physik und Astronomie zu einem Teil der internationalen Populärkultur.
Lebenslauf:
1942: Stephen Hawking wird am 8. Januar 1942 in Oxford (England) geboren.
1952 - 195?: Besuch der St. Albans Highschool.
1959 - 1962: Studium der Physik und Mathematik an der Universität Oxford.
1962 - 1966: Doktoratsstudium in Kosmologie und Astronomie am Trinity College in Cambridge.
1963: Diagnose von Amyotropher Lateralskerlose (ALS).
1965: Heirat mit Jane Wilde. Aus dieser Ehe gehen drei Kinder hervor.
1966: Promotion zum Thema "Properties of Expanding Universes".
1968: Hawking ist aufgrund seiner Erkrankung permanent auf den Rollstuhl angewiesen.
1974: Ernennung zum Mitglied der Royal Society
1979 - 2009: Inhaber des Lucasischer Lehrstuhl für Mathematik an der Universität Cambridge.
1985: Nach einem Luftröhrenschnitt verliert Hawking seine Fähigkeit zu Sprechen.
1988: Veröffentlichung des populärwissenschaftlichen Werkes "Eine kurze Geschichte der Zeit".
1990: Scheidung von Jane Wilde.
1995: Hawking heiratet seine Krankenpflegerin Elaine Mason. Die Ehe hält elf Jahre.
2001: Veröffentlichung des populärwissenschaftlichen Werkes "Das Universum in der Nussschale".
2006: Verleihung der Copley-Medaille.
2018: Stephen Hawking stirbt in Cambridge (England).

Wissenschaftliche Arbeit. Berühmt wurde er in den 1960er Jahren durch den Beweis der Notwendigkeit der Existenz von Singularitäten in der allgemeinen Relativitätstheorie unter sehr allgemeinen Voraussetzungen (gemeinsam mit Roger Penrose, siehe Singularitäten-Theorem).#
Mit dem Ausbruch seiner Krankheit veränderte sich alles in Stephen Hawkings Leben, buchstäblich von einem auf den anderen Tag. Er war einundzwanzig, als er erfuhr, dass er an einer unheilbaren Krankheit litt: an ALS, Amoytropher Lateralsklerose (https://de.wikipedia.org/wiki/Amyotrophe_Lateralsklerose).
Zitat
Die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist die häufigste Motoneuronerkrankung (https://de.wikipedia.org/wiki/Neurodegenerative_Erkrankung) des Erwachsenenalters. Motoneuronerkrankungen sind degenerative Systemerkrankungen des Nervengewebes, in deren Verlauf es zu einem zunehmenden, schmerzlosen Muskelschwund (https://de.wikipedia.org/wiki/Atrophie) und Funktionseinschränkung der Willkürmotorik (https://de.wikipedia.org/wiki/Willk%C3%BCrmotorik) kommt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Hawking
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 🚩 Der junge Häuptling Winnetou 📖 Buch
https://www.thalia.at/shop/home/artikeldetails/A1061790391?ProvID=11010473&gclid=CjwKCAjwpKyYBhB7EiwAU2Hn2cYW_bDxhDrGf7es89Jx5p-l6il1JJmo-_O-vkzIuv3u2qEcxCQc5xoC70AQAvD_BwE
https://www.karl-may.de
Während sich der zwölfjährige Häuptlingssohn Winnetou selbst bereits als großer Krieger sieht, ist sein Vater Intschu-tschuna der Meinung, sein Sohn muss erst noch lernen, sein hitziges Gemüt zu zügeln und Verantwortung für andere zu übernehmen. Winnetou ergreift die Chance, sich seinem Vater gegenüber zu beweisen, als das Ausbleiben der Büffel seinen Stamm existenziell bedroht. Dazu muss er sich mit dem Waisenjungen Tom arrangieren und sich auf ein gefährliches Abenteuer begeben, denn nur gemeinsam mit ihm und mit Unterstützung seiner Schwester Nscho-tschi kann Winnetou das Volk der Apachen retten.
Winnetou bedeutet „Der Indianer“ oder „Brennendes Wasser“ und kann sogar an Mäden oder Knaben als Vorname oder Mittelname (middle initial, dh. zum Anfangsbuchstaben des zweiten Vornamens, abgekürzt) vergeben werden. 🚩 Er ist ein fiktiver Häuptling der Mescalero Apachen. Die Mescalero oder MescaleroApachen sind eine Stammesgruppe der Apachen im Südwesten der Vereinigten Staaten und im Nordosten von Mexiko und zählen kulturell zusammen mit den Chiricahua, Lipan, Jicarilla und Kiowa Apache – zu den Östlichen Apache.
https://de.wikipedia.org/wiki/Apachen

Ravensburger nimmt „Winnetou“ Kinderbücher vom Markt
Karl-May-Experte vs Entscheidung Karl-May-Verlag GmbH

Nach Kritik wegen kultureller Aneignung hat Ravensburger den Verkauf von „Der junge Häuptling Winnetou“ gestoppt – und wird für diese Entscheidung kritisiert.
Am 11. August startete der an ein junges Publikum gerichtete Film „Der junge Häuptling Winnetou“ in den Kinos. Begleitend dazu veröffentlichte der Verlag Ravensburger am 1. August die „Winnetou“-Kinderbücher „Das Buch zum Film“ und „Das Erstlesebuch zum Film“ – und nahm sie nun aber schon wieder aus dem Programm.
Auf Instagram wurde der Geschichte von Nutzer:innen vorgeworfen, rassistisch zu sein. Auch der Vorwurf einer kulturellen Aneignung wurde erhoben. Darunter wird verstanden, dass sich Menschen einer Kultur bedienen, die nicht ihre eigene ist. Auf Kritik stößt dieser Vorgang insbesondere dann, wenn die Kultur einer Minderheit betroffen ist und diese kommerzialisiert wird – so wie es der deutsche Schriftsteller Karl May tat, der über den fiktiven Häuptling der Mescalero-Apachen schrieb.
Karl-May-Experte Andreas Brenne kritisiert die Entscheidung des Verlages in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Ich halte es für nicht richtig, ein solches Buch nur aufgrund eines Shitstorms aus dem Verkehr zu ziehen“, sagte Brenne, der als Professor für Kunstpädagogik und Kunstdidaktik an der Universität Potsdam wirkt und in der Karl-May-Gesellschaft an Programmfragen mitarbeitet.
Der Verlag hätte sich vor diesem Schritt von Experten für das Werk Karl Mays und das Genre des Kinder- und Jugendbuches beraten lassen sollen.
In einem aktualisierten Instagram-Post, der ursprünglich zur Bewerbung der Bücher gedacht war, schreibt Ravensburger: „Wir danken Euch für Eure Kritik. Euer Feedback hat uns deutlich gezeigt, dass wir mit den Winnetou-Titeln die Gefühle anderer verletzt haben.“ Zuvor habe es „viele negative Rückmeldungen“ gegeben.
Nach Brennes Worten ist das Buch unbedenklich, weil ja schon in einer Vorbemerkung klargestellt werde, dass es als fiktive Geschichte und nicht als sachgerechte Darstellung des Lebens indigener Völker zu verstehen sei.
Entscheidung der Marketingabteilung?
„Hier hat wohl die Angst der Marketingabteilung des Verlages, das Haus könne in Verruf kommen, das Vorgehen diktiert“, analysierte Brenne.
Brenne nimmt Karl May in Schutz: Der Wissenschaftler warnte davor, den Vorwurf der falschen kulturellen Aneignung unreflektiert zu generalisieren. „Schon das Verkleiden als Indianer gilt dann als rassistischer Akt“, kritisierte Brenne, der zugleich Karl May (1842-1912) selbst gegen den Vorwurf des Rassismus und Kolonialismus in Schutz nahm.
Antidiskriminierungs-Richtlinie von Bodhietologie: Unsere Verpflichtung für Inklusion und Respekt.
Zitat
Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch der Menschheit natürlich dazu gehört. Oder anders: Inklusion ist, wenn alle mitmachen dürfen. Egal wie du aussiehst, welche Sprache du sprichst, ob du Lernschwächen hast oder ob du eine Behinderung hast. Zum Beispiel: Kinder, egal welches MutterLand, mit und ohne Behinderung lernen zusammen in der Schule Deutsch (https://bodhie.eu/schule).
Inklusion heißt, dass Menschen mit Behinderung ihr Leben nicht mehr an vorhandene Strukturen anpassen müssen.
Vielmehr ist die Gesellschaft aufgerufen, Strukturen zu schaffen, die es jedem Menschen – auch den Menschen mit Lernschwäche oder Behinderung – ermöglichen, von Anfang an ein wertvoller Teil der Gesellschaft zu sein.
Thema: ⛔ Antidiskriminierungs-Richtlinie https://bodhie.eu/simple/index.php/topic,52.html
Der Vorwurf gegen den Klassiker der Wildwestliteratur, er habe den Völkermord an den indigenen Völkern Nordamerikas ignoriert, sei falsch. In den 1893 publizierten Winnetou-Romanen werde das ja gerade geschildert.
„Das ist ja gerade ein zentrales Motiv bei Karl May“, präzisierte Brenne, der im März 2023 an der Universität Potsdam eine Fachtagung zum Thema Karl May und kulturelle Aneignung ausrichtet.

Zitat
🚩 Der junge Häuptling Winnetou Film
2022 ‧ Western/Abenteuer ‧ 1 h 43 min
Beschreibung: Der zwölfjährige Winnetou kann es kaum erwarten, in die Fußstapfen seines Vaters Intschu tschuna zu treten! Doch dazu muss er sich erstmal als großer Krieger beweisen. Als bei der Jagd der Apachen die Büffel ausbleiben, sieht Winnetou seine Chance gekommen. Gemeinsam mit dem Pferdedieb Tom Silver, den er eigentlich hätte bewachen sollen, macht er sich auf den Weg, die Büffel zu finden – und die Anerkennung seines Vaters.
Ob das klappt und was für ein Abenteuer Winnetou und Tom unterwegs erleben, können die jungen Fans in diesem spannenden Comic nachlesen. Dabei begleiten sie knifflige Rätsel. Außerdem erfahren die Leser alles, was man zum neuen Kinofilm und über die Apachen wissen muss! Und mit dem starken Extra Pfeil und Bogen kann jeder selbst den Krieger in sich unter Beweis stellen.
https://www.youtube.com/watch?v=ZwVh-MOpkpM
Zitat
🚩 Der junge Häuptling Winnetou Hörbuch von Marzuk, MikeScheibner, GesaRotermund, SaschaSprecher, SprecherinUllritz, MikaSprecher, SprecherinHaaf, MiloSprecher, SprecherinPadotzke, Lola LinneaSprecher, SprecherinKurtulus, MehmetSprecher, SprecherinSchultz, Tim OliverSprecher, RonnieSprecher
Der junge Häuptling Winnetou Filmhörspiel mit Sascha Rotermund, Mika Ullritz, Milo Haaf, Lola Linnea Padotzke, Mehmet Kurtulus, Tim Oliver Schultz
2 CDs, 1h 48min
Neuauflage in Vorbereitung, jetzt vorbestellen!

🚩 Das große Fanbuch Der junge Häuptling Winnetou
Das exklusive Fanbuch: Alles über das neue Winnetou-Abenteuer, die Geschichte, die kleinen und großen Helden, die Drehorte und die prächtigen Pferde!Dazu Interviews mit den Schauspielern und Filmemachern, viele Hintergrundinfos und tolle Bilder aus dem Film und von den Dreharbeitenm ca. 170 Abbildungen © 2021 (Film und Fotos): SamFilm GmbH / Warner Bros. Entertainment GmbH / Lizenz durchAlias Entertainment GmbH / Fotos: Marc Reimann, Max von Treu (Artwork)
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https://www.karl-may-wiki.de/index.php/Hauptseite
Karl Friedrich May war ein deutscher Schriftsteller. Karl May war einer der produktivsten Autoren von Abenteuerromanen. Er ist einer der meistgelesenen Schriftsteller deutscher Sprache und laut UNESCO einer der am häufigsten übersetzten deutschen Schriftsteller. https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_May
Die Karl May Reihe wuchs auf mehr als 65 Bücher an. Der Verlag verlegt bis heute nahezu ausschließlich die Werke Karl Mays sowie Sekundärmaterialien.
Neben den Gesammelten Werken (den klassischen „Grünen Bänden“), die auf 96 Bände angewachsen sind, gibt er auch ein umfangreiches Reprintprogramm heraus.
🔝 1.: Durch die Wüste (https://de.wikipedia.org/wiki/Orientzyklus)
🔝 2.: Durchs wilde Kurdistan (https://de.wikipedia.org/wiki/Durchs_wilde_Kurdistan)
🔝 3.: Von Bagdad nach Stambul (https://de.wikipedia.org/wiki/Orientzyklus)
📖 4.: In den Schluchten des Balkan (https://de.wikipedia.org/wiki/Orientzyklus)
📖 5.: Durch das Land der Skipetaren  (https://de.wikipedia.org/wiki/Orientzyklus)
📖 6.: Der Schut (https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Schut)
📖 7.: Winnetou I (https://de.wikipedia.org/wiki/Winnetou)
📖 8.: Winnetou II (https://de.wikipedia.org/wiki/Winnetou)
Winnetou III
Entwurf der Sascha-Schneider-Ausgabe (1904) von Winnetou III
Der erste Teil (nach der Erzählung Deadly Dust) erzählt die Geschichte um die Verfolgung der beiden Banditen Fred und Patrick Morgan, der zweite Teil (nach der Erzählung Im Wilden Westen Nordamerikas) beschreibt den Kampf gegen die Railtroublers (einer Bande von Zugräubern) und die mit ihnen verbündeten Sioux-Ogelallah, bei dem Winnetou den Tod findet. Abschließend wird das Ende des Verbrechers Santer beschrieben.
Old Shatterhand trifft in der Savanne den berühmten Westmann Sans-Ear. Nachdem Sans-Ear vier feindliche Komantschen besiegt hat, reiten beide zusammen weiter und verhindern einen Zugüberfall. An diesem Überfall beteiligt sich ein Weißer, der von Sans-Ear als der Mörder seiner Familie identifiziert wird: Fred Morgan. Durch einen glücklichen Umstand können sie die Spur des Verbrechers entdecken und folgen ihm durch den Llano Estacado, wo sie sich erneut gegen die Komantschen behaupten müssen, zwischenzeitlich begleitet von Winnetou und Bernard Marshall, der ebenfalls hinter Fred Morgan her ist. In der Nähe der Goldfelder von San Francisco erwischen sie endlich beide Morgans.
Möglicherweise arbeitete Karl May hier unter Zeitdruck, da es ihm nicht gelang, alle neuen Eigenschaften Winnetous einzuarbeiten; und so tötet Winnetou einen waffenlosen Verbrecher, bevor dieser fliehen kann.
Im zweiten Teil trifft Old Shatterhand auf einer Zugfahrt Fred Walker, genannt Spürauge, einen Detektiv, der hinter den Railtroublers her ist. Old Shatterhand und später auch Winnetou verbünden sich mit Spürauge und verhindern einen Überfall auf Echo Canyon, eine große Bahnstation. Auf der Flucht überfallen die mit den Zugräubern verbündeten Sioux eine Siedlung deutscher Auswanderer und verschleppen alle Bewohner. Bei der Rettungsaktion am Berg Hancock wird Winnetou von einem Sioux erschossen. Sterbend bekennt er sich zum Christentum. Old Shatterhand reitet zu den Apachen, um ihnen vom Tod ihres Häuptlings zu berichten, und kommt dabei auf die Spur von Santer, gerät aber vorübergehend in die Gefangenschaft der Kiowas. Santer stiehlt das Testament Winnetous, kommt aber am Dunklen Wasser beim Raub des Goldes um. Das Gold, hinter dem Santer immer her gewesen war, begräbt den Mörder von Winnetous Vater und Schwester.
In der Bearbeitung des Karl-May-Verlages kommt es zu kleineren Abweichungen in der Handlung. Beispielsweise wurde in Band 2 der Überfall auf die Eisenbahnlinie durch einen Überfall auf ein Fort Niobrara ersetzt. Auch wurden einige Personen umbenannt (z. B. Fred Walker in Stephen Moody).
Winnetou IV
Sascha-Schneider-Ausgabe von Winnetou IV aus dem Jahr 1910
Mit Band XXXIII der gesammelten Reiseerzählungen Karl Mays Winnetou 4. Band wurde die Winnetou-Trilogie zur Tetralogie. Weiteres siehe Winnetous Erben. (https://de.wikipedia.org/wiki/Winnetous_Erben)
Im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert wurde Kritik laut an unreflektierter Reproduktion des Charakters, speziell in neuen medialen Produktionen, da koloniale und diskriminierende Stereotype von Native Americans und kulturelle Aneignung damit fortgesetzt würde. Ravensburger zog aus diesen Bedenken 2022 u. a. eine Kinderbuchproduktion zurück.
📖 9.: Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten ist ein Western aus dem Jahr 1968: (https://de.wikipedia.org/wiki/Winnetou_und_Shatterhand_im_Tal_der_Toten)
📖 10.: Im Roman wird erzählt, dass sich Old Firehand, wie Winnetou, in Ribanna, die Tochter des Häuptlings Tah-scha-tunga der Assineboins, verliebte und sie heiratete.
Sie bekamen zusammen einen Sohn Harry. (In der Urfassung der Geschichte ist es eine Tochter Ellen.) Ribanna und eine weitere Tochter werden ermordet
Zitat
Warum gab es keine Karl May Bücher in der DDR?
„Das Kapitel Karl May ist in der DDR schon vor Jahren endgültig geschlossen worden“, tönte das ostdeutsche Börsenblatt 1958. Die SED-Chefs liebten den exzentrischen Autor nicht, sie warfen ihm „Rassismus“ und „Deutschtümelei“ vor – vor allem, weil Adolf Hitler ihn einst zu seinem „Lieblingsautor“ gekürt hatte.
Old Shatterhand, Winnetous Blutsbruder, versucht unter Einsatz seines Lebens zwischen Weißen und Indianern, die von landhungrigen Verbrechern hintergangen werden, zu vermitteln. (anno1860: Spätherbst: Winnetou I. )
 🚩 https://www.karl-may-wiki.de/index.php/Hauptseite
https://de.wikipedia.org/wiki/Old_Shatterhand_(Film)
https://de.wikipedia.org/wiki/Winnetou_(Wien_1928)
⛔ Antidiskriminierungs-Richtlinie: https://bodhie.eu/simple/index.php/topic,52.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Howgh

Zitat
Integration zielt auf die persönliche Anpassungsleistung des zu integrierenden Menschen. Das System selbst (Schule, Arbeit, Vereine usw.) ändert sich nur wenig.
Inklusion bedeutet, dass von vornherein keine Person ausgeschlossen wird.
https://de.wikipedia.org/wiki/Inklusive_P%C3%A4dagogik
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 🚩 Der junge Häuptling Winnetou 📖 Buch
https://www.thalia.at/shop/home/artikeldetails/A1061790391?ProvID=11010473&gclid=CjwKCAjwpKyYBhB7EiwAU2Hn2cYW_bDxhDrGf7es89Jx5p-l6il1JJmo-_O-vkzIuv3u2qEcxCQc5xoC70AQAvD_BwE
https://www.karl-may.de
Während sich der zwölfjährige Häuptlingssohn Winnetou selbst bereits als großer Krieger sieht, ist sein Vater Intschu-tschuna der Meinung, sein Sohn muss erst noch lernen, sein hitziges Gemüt zu zügeln und Verantwortung für andere zu übernehmen. Winnetou ergreift die Chance, sich seinem Vater gegenüber zu beweisen, als das Ausbleiben der Büffel seinen Stamm existenziell bedroht. Dazu muss er sich mit dem Waisenjungen Tom arrangieren und sich auf ein gefährliches Abenteuer begeben, denn nur gemeinsam mit ihm und mit Unterstützung seiner Schwester Nscho-tschi kann Winnetou das Volk der Apachen retten.
Winnetou bedeutet „Der Indianer“ oder „Brennendes Wasser“ und kann sogar an Mäden oder Knaben als Vorname oder Mittelname (middle initial, dh. zum Anfangsbuchstaben des zweiten Vornamens, abgekürzt) vergeben werden. 🚩 Er ist ein fiktiver Häuptling der Mescalero Apachen. Die Mescalero oder MescaleroApachen sind eine Stammesgruppe der Apachen im Südwesten der Vereinigten Staaten und im Nordosten von Mexiko und zählen kulturell zusammen mit den Chiricahua, Lipan, Jicarilla und Kiowa Apache – zu den Östlichen Apache.
https://de.wikipedia.org/wiki/Apachen

Ravensburger nimmt „Winnetou“ Kinderbücher vom Markt
Karl-May-Experte vs Entscheidung Karl-May-Verlag GmbH

Nach Kritik wegen kultureller Aneignung hat Ravensburger den Verkauf von „Der junge Häuptling Winnetou“ gestoppt – und wird für diese Entscheidung kritisiert.
Am 11. August startete der an ein junges Publikum gerichtete Film „Der junge Häuptling Winnetou“ in den Kinos. Begleitend dazu veröffentlichte der Verlag Ravensburger am 1. August die „Winnetou“-Kinderbücher „Das Buch zum Film“ und „Das Erstlesebuch zum Film“ – und nahm sie nun aber schon wieder aus dem Programm.
Auf Instagram wurde der Geschichte von Nutzer:innen vorgeworfen, rassistisch zu sein. Auch der Vorwurf einer kulturellen Aneignung wurde erhoben. Darunter wird verstanden, dass sich Menschen einer Kultur bedienen, die nicht ihre eigene ist. Auf Kritik stößt dieser Vorgang insbesondere dann, wenn die Kultur einer Minderheit betroffen ist und diese kommerzialisiert wird – so wie es der deutsche Schriftsteller Karl May tat, der über den fiktiven Häuptling der Mescalero-Apachen schrieb.
Karl-May-Experte Andreas Brenne kritisiert die Entscheidung des Verlages in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Ich halte es für nicht richtig, ein solches Buch nur aufgrund eines Shitstorms aus dem Verkehr zu ziehen“, sagte Brenne, der als Professor für Kunstpädagogik und Kunstdidaktik an der Universität Potsdam wirkt und in der Karl-May-Gesellschaft an Programmfragen mitarbeitet.
Der Verlag hätte sich vor diesem Schritt von Experten für das Werk Karl Mays und das Genre des Kinder- und Jugendbuches beraten lassen sollen.
In einem aktualisierten Instagram-Post, der ursprünglich zur Bewerbung der Bücher gedacht war, schreibt Ravensburger: „Wir danken Euch für Eure Kritik. Euer Feedback hat uns deutlich gezeigt, dass wir mit den Winnetou-Titeln die Gefühle anderer verletzt haben.“ Zuvor habe es „viele negative Rückmeldungen“ gegeben.
Nach Brennes Worten ist das Buch unbedenklich, weil ja schon in einer Vorbemerkung klargestellt werde, dass es als fiktive Geschichte und nicht als sachgerechte Darstellung des Lebens indigener Völker zu verstehen sei.
Entscheidung der Marketingabteilung?
„Hier hat wohl die Angst der Marketingabteilung des Verlages, das Haus könne in Verruf kommen, das Vorgehen diktiert“, analysierte Brenne.
Brenne nimmt Karl May in Schutz: Der Wissenschaftler warnte davor, den Vorwurf der falschen kulturellen Aneignung unreflektiert zu generalisieren. „Schon das Verkleiden als Indianer gilt dann als rassistischer Akt“, kritisierte Brenne, der zugleich Karl May (1842-1912) selbst gegen den Vorwurf des Rassismus und Kolonialismus in Schutz nahm.
Antidiskriminierungs-Richtlinie von Bodhietologie: Unsere Verpflichtung für Inklusion und Respekt.
Zitat
Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch der Menschheit natürlich dazu gehört. Oder anders: Inklusion ist, wenn alle mitmachen dürfen. Egal wie du aussiehst, welche Sprache du sprichst, ob du Lernschwächen hast oder ob du eine Behinderung hast. Zum Beispiel: Kinder, egal welches MutterLand, mit und ohne Behinderung lernen zusammen in der Schule Deutsch (https://bodhie.eu/schule).
Inklusion heißt, dass Menschen mit Behinderung ihr Leben nicht mehr an vorhandene Strukturen anpassen müssen.
Vielmehr ist die Gesellschaft aufgerufen, Strukturen zu schaffen, die es jedem Menschen – auch den Menschen mit Lernschwäche oder Behinderung – ermöglichen, von Anfang an ein wertvoller Teil der Gesellschaft zu sein.
Thema: ⛔ Antidiskriminierungs-Richtlinie https://bodhie.eu/simple/index.php/topic,52.html
Der Vorwurf gegen den Klassiker der Wildwestliteratur, er habe den Völkermord an den indigenen Völkern Nordamerikas ignoriert, sei falsch. In den 1893 publizierten Winnetou-Romanen werde das ja gerade geschildert.
„Das ist ja gerade ein zentrales Motiv bei Karl May“, präzisierte Brenne, der im März 2023 an der Universität Potsdam eine Fachtagung zum Thema Karl May und kulturelle Aneignung ausrichtet.

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🚩 Der junge Häuptling Winnetou Film
2022 ‧ Western/Abenteuer ‧ 1 h 43 min
Beschreibung: Der zwölfjährige Winnetou kann es kaum erwarten, in die Fußstapfen seines Vaters Intschu tschuna zu treten! Doch dazu muss er sich erstmal als großer Krieger beweisen. Als bei der Jagd der Apachen die Büffel ausbleiben, sieht Winnetou seine Chance gekommen. Gemeinsam mit dem Pferdedieb Tom Silver, den er eigentlich hätte bewachen sollen, macht er sich auf den Weg, die Büffel zu finden – und die Anerkennung seines Vaters.
Ob das klappt und was für ein Abenteuer Winnetou und Tom unterwegs erleben, können die jungen Fans in diesem spannenden Comic nachlesen. Dabei begleiten sie knifflige Rätsel. Außerdem erfahren die Leser alles, was man zum neuen Kinofilm und über die Apachen wissen muss! Und mit dem starken Extra Pfeil und Bogen kann jeder selbst den Krieger in sich unter Beweis stellen.
https://www.youtube.com/watch?v=ZwVh-MOpkpM
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🚩 Der junge Häuptling Winnetou Hörbuch von Marzuk, MikeScheibner, GesaRotermund, SaschaSprecher, SprecherinUllritz, MikaSprecher, SprecherinHaaf, MiloSprecher, SprecherinPadotzke, Lola LinneaSprecher, SprecherinKurtulus, MehmetSprecher, SprecherinSchultz, Tim OliverSprecher, RonnieSprecher
Der junge Häuptling Winnetou Filmhörspiel mit Sascha Rotermund, Mika Ullritz, Milo Haaf, Lola Linnea Padotzke, Mehmet Kurtulus, Tim Oliver Schultz
2 CDs, 1h 48min
Neuauflage in Vorbereitung, jetzt vorbestellen!

🚩 Das große Fanbuch Der junge Häuptling Winnetou
Das exklusive Fanbuch: Alles über das neue Winnetou-Abenteuer, die Geschichte, die kleinen und großen Helden, die Drehorte und die prächtigen Pferde!Dazu Interviews mit den Schauspielern und Filmemachern, viele Hintergrundinfos und tolle Bilder aus dem Film und von den Dreharbeitenm ca. 170 Abbildungen © 2021 (Film und Fotos): SamFilm GmbH / Warner Bros. Entertainment GmbH / Lizenz durchAlias Entertainment GmbH / Fotos: Marc Reimann, Max von Treu (Artwork)
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https://www.karl-may-wiki.de/index.php/Hauptseite
Karl Friedrich May war ein deutscher Schriftsteller. Karl May war einer der produktivsten Autoren von Abenteuerromanen. Er ist einer der meistgelesenen Schriftsteller deutscher Sprache und laut UNESCO einer der am häufigsten übersetzten deutschen Schriftsteller. https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_May
Die Karl May Reihe wuchs auf mehr als 65 Bücher an. Der Verlag verlegt bis heute nahezu ausschließlich die Werke Karl Mays sowie Sekundärmaterialien.
Neben den Gesammelten Werken (den klassischen „Grünen Bänden“), die auf 96 Bände angewachsen sind, gibt er auch ein umfangreiches Reprintprogramm heraus.
🔝 1.: Durch die Wüste (https://de.wikipedia.org/wiki/Orientzyklus)
🔝 2.: Durchs wilde Kurdistan (https://de.wikipedia.org/wiki/Durchs_wilde_Kurdistan)
🔝 3.: Von Bagdad nach Stambul (https://de.wikipedia.org/wiki/Orientzyklus)
📖 4.: In den Schluchten des Balkan (https://de.wikipedia.org/wiki/Orientzyklus)
📖 5.: Durch das Land der Skipetaren  (https://de.wikipedia.org/wiki/Orientzyklus)
📖 6.: Der Schut (https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Schut)
📖 7.: Winnetou I (https://de.wikipedia.org/wiki/Winnetou)
📖 8.: Winnetou II (https://de.wikipedia.org/wiki/Winnetou)
Winnetou III
Entwurf der Sascha-Schneider-Ausgabe (1904) von Winnetou III
Der erste Teil (nach der Erzählung Deadly Dust) erzählt die Geschichte um die Verfolgung der beiden Banditen Fred und Patrick Morgan, der zweite Teil (nach der Erzählung Im Wilden Westen Nordamerikas) beschreibt den Kampf gegen die Railtroublers (einer Bande von Zugräubern) und die mit ihnen verbündeten Sioux-Ogelallah, bei dem Winnetou den Tod findet. Abschließend wird das Ende des Verbrechers Santer beschrieben.
Old Shatterhand trifft in der Savanne den berühmten Westmann Sans-Ear. Nachdem Sans-Ear vier feindliche Komantschen besiegt hat, reiten beide zusammen weiter und verhindern einen Zugüberfall. An diesem Überfall beteiligt sich ein Weißer, der von Sans-Ear als der Mörder seiner Familie identifiziert wird: Fred Morgan. Durch einen glücklichen Umstand können sie die Spur des Verbrechers entdecken und folgen ihm durch den Llano Estacado, wo sie sich erneut gegen die Komantschen behaupten müssen, zwischenzeitlich begleitet von Winnetou und Bernard Marshall, der ebenfalls hinter Fred Morgan her ist. In der Nähe der Goldfelder von San Francisco erwischen sie endlich beide Morgans.
Möglicherweise arbeitete Karl May hier unter Zeitdruck, da es ihm nicht gelang, alle neuen Eigenschaften Winnetous einzuarbeiten; und so tötet Winnetou einen waffenlosen Verbrecher, bevor dieser fliehen kann.
Im zweiten Teil trifft Old Shatterhand auf einer Zugfahrt Fred Walker, genannt Spürauge, einen Detektiv, der hinter den Railtroublers her ist. Old Shatterhand und später auch Winnetou verbünden sich mit Spürauge und verhindern einen Überfall auf Echo Canyon, eine große Bahnstation. Auf der Flucht überfallen die mit den Zugräubern verbündeten Sioux eine Siedlung deutscher Auswanderer und verschleppen alle Bewohner. Bei der Rettungsaktion am Berg Hancock wird Winnetou von einem Sioux erschossen. Sterbend bekennt er sich zum Christentum. Old Shatterhand reitet zu den Apachen, um ihnen vom Tod ihres Häuptlings zu berichten, und kommt dabei auf die Spur von Santer, gerät aber vorübergehend in die Gefangenschaft der Kiowas. Santer stiehlt das Testament Winnetous, kommt aber am Dunklen Wasser beim Raub des Goldes um. Das Gold, hinter dem Santer immer her gewesen war, begräbt den Mörder von Winnetous Vater und Schwester.
In der Bearbeitung des Karl-May-Verlages kommt es zu kleineren Abweichungen in der Handlung. Beispielsweise wurde in Band 2 der Überfall auf die Eisenbahnlinie durch einen Überfall auf ein Fort Niobrara ersetzt. Auch wurden einige Personen umbenannt (z. B. Fred Walker in Stephen Moody).
Winnetou IV
Sascha-Schneider-Ausgabe von Winnetou IV aus dem Jahr 1910
Mit Band XXXIII der gesammelten Reiseerzählungen Karl Mays Winnetou 4. Band wurde die Winnetou-Trilogie zur Tetralogie. Weiteres siehe Winnetous Erben. (https://de.wikipedia.org/wiki/Winnetous_Erben)
Im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert wurde Kritik laut an unreflektierter Reproduktion des Charakters, speziell in neuen medialen Produktionen, da koloniale und diskriminierende Stereotype von Native Americans und kulturelle Aneignung damit fortgesetzt würde. Ravensburger zog aus diesen Bedenken 2022 u. a. eine Kinderbuchproduktion zurück.
📖 9.: Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten ist ein Western aus dem Jahr 1968: (https://de.wikipedia.org/wiki/Winnetou_und_Shatterhand_im_Tal_der_Toten)
📖 10.: Im Roman wird erzählt, dass sich Old Firehand, wie Winnetou, in Ribanna, die Tochter des Häuptlings Tah-scha-tunga der Assineboins, verliebte und sie heiratete.
Sie bekamen zusammen einen Sohn Harry. (In der Urfassung der Geschichte ist es eine Tochter Ellen.) Ribanna und eine weitere Tochter werden ermordet
Zitat
Warum gab es keine Karl May Bücher in der DDR?
„Das Kapitel Karl May ist in der DDR schon vor Jahren endgültig geschlossen worden“, tönte das ostdeutsche Börsenblatt 1958. Die SED-Chefs liebten den exzentrischen Autor nicht, sie warfen ihm „Rassismus“ und „Deutschtümelei“ vor – vor allem, weil Adolf Hitler ihn einst zu seinem „Lieblingsautor“ gekürt hatte.
Old Shatterhand, Winnetous Blutsbruder, versucht unter Einsatz seines Lebens zwischen Weißen und Indianern, die von landhungrigen Verbrechern hintergangen werden, zu vermitteln. (anno1860: Spätherbst: Winnetou I. )
 🚩 https://www.karl-may-wiki.de/index.php/Hauptseite
https://de.wikipedia.org/wiki/Old_Shatterhand_(Film)
https://de.wikipedia.org/wiki/Winnetou_(Wien_1928)
⛔ Antidiskriminierungs-Richtlinie: https://bodhie.eu/simple/index.php/topic,52.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Howgh

Winnetou und Karl May nicht verboten!
„Winnetou darf nicht sterben“ titelt eine große deutsche Boulevardzeitung. Ein Titel, mit dem diese Zeitung enorm viele Emotionen entfacht und auch in die Traditions- und Verlustangstkerbe schlägt. Es geht um die seit Tagen ausgefochtene Diskussion, dass Winnetou „kolonialistisch“ und „rassistisch“ sei, und somit verboten werde.
Au die Vorwürfe werden wir hier nicht eingehen, sondern die Behauptungen an sich betrachten und einen weiterführenden Blick auf das Phänomen der „Phantomdiskussion“ werfen. Dieses Phänomen ist nicht neu, aber komplett auf die Diskussion zu Winnetou und Karl May übertragbar und lässt verstehen, warum derzeit so viel Falschbehauptungen rund um die Bücher und Filme unterwegs sind.
Es gibt kein „Winnetou-Verbot“
Doch beginnen wir mit den Basics. Beginnen wir mit der Frage, ob „Winnetou“ verboten worden ist, Karl May-Bücher einer Zensur unterliegen oder die ARD aus vorauseilendem Gehorsam die Filme aus dem Programm genommen hat.
Wurden die Winnetou-Bücher von Karl May verboten oder zensiert?
Nein. Es gibt keinerlei Verbote um diese Bücher. Mehr sogar: Die fiktiven Werke von Karl May sind nicht ansatzweise betroffen. Es geht im Kern lediglich um die Winnetou-Kinderbücher mit dem Titel „Der junge Häuptling Winnetou“ sowie dazu gehörendem Merchandising. Ein Verlag hat diese zurückgezogen. Der Spiegel schreibt hierzu, dass es sich bei den gestoppten Artikeln den Angaben zufolge um Lizenztitel handle. Es seien ein Kinderbuch ab acht Jahren, ein Erstleserbuch, ein Puzzle sowie ein Stickerbuch.
Hat die ARD Winnetou-Filme daraufhin aus dem Programm geworfen?
Nein. Die Winnetou-Filme aus der Karl May-Reihe sind nicht von der ARD aus dem Programm geworfen worden. Kann die ARD auch gar nicht, denn sie hat diese Filme aufgrund abgelaufener Lizenzen seit 2020 gar nicht mehr im Programm. Stattdessen verfügt das ZDF weiterhin über Lizenzen und strahlt die Filme auch aus. Die Website von T-Online hat genauer recherchiert und herausgefunden, dass im Zweiten Deutschen Fernsehen sogar häufig verschiedene Filme aus dem „Winnetou“-Kosmos gezeigt werden.
    Zuletzt liefen im Juni gleich zwei Karl-May-Klassiker: „Der Ölprinz“ und „Der Schatz im Silbersee“.
Woher kommen diese Behauptungen zu Winnetou?
Bei genauem Hinschauen wird recht schnell klar, dass hier ein Skandal erschaffen wurde, der nur um seiner selbst existiert. Denn weder Karl May-Bücher, noch Winnetou oder irgendwelche Darsteller aus den bestehenden Filmen werden „sterben“ oder verboten werden. Nein, dieser Skandal ist auf Schlagzeilen aus dem Boulevardbereich zurückzuführen, den diverse Blätter durchaus auch mit gewinnbringender Absicht führen dürften.
Denn eine Sache steht definitiv fest: Dieses Thema schürt Emotionen, dieses Thema bringt Klicks, das Thema zerrt ein gern genutztes Feindbild ins Fadenkreuz und vor allem bringt das Thema etwas ganz Wichtiges: Es bringt Geld in die Kassen! Führen wir uns nochmals vor Augen:
Im Ursprung ging es um ein Kinderbuch. Stattdessen wurde von Boulevardmedien suggeriert, es wären die original Karl May-Bücher betroffen und es gäbe ein „Winnetou Verbot“. Genau damit werden bei älteren Generationen Emotionen erschaffen und gleichzeitig das Feindbild der sogenannten „Political Correctness“ errichtet, welches der älteren Generation ihre Kindheit und Jugend, ja gar ihre Identität rauben wolle.
Um dieses Winnetou Verbot zu manifestieren, wurden in diversen Boulevardmedien daraufhin zum einen auf Basis der Falschinformiertheit Multiplikatoren (Promis/Politiker) suggestiv zu einem Winnetou-Verbot befragt. Diese Promis oder Politiker haben aus mangelndem Wissen über die Situation teilweise Unsinn geplappert, der dann abgedruckt oder gesendet wurde.
Zum anderen wurden auf der Interpretationsebene (bewusst?) falsche Rückschlüsse gezogen. Denn aus diesen Interpretationen heraus tauchten weitere Suggestivschlagzeilen auf, die bei unsauberer Beachtung die Sachlage (nicht vergessen: Es geht eigentlich um die Winnetou-Kinderbücher mit dem Titel „Der junge Häuptling Winnetou“) noch weiter ins Absurde kippten. Ein Beispiel: „„Cowboy und Indianer“-Sänger Olaf Henning: Wird sein größter Hit verboten?“ können wir in diesem Kontext als Schlagzeile lesen. Dieses Lied war, wie so viele andere Spekulationen in diesem Rahmen, in keiner Weise von dem freiwilligen Rückzug des Kinderbuchs betroffen. Es handelt sich auch hier um eine Phantomdiskussion um ihrer selbst willen. Daraus resultiert natürlich Aufmerksamkeit und daraufhin können Klicks und Werbeeinnahmen generiert werden.
Genau aus dieser Situation heraus entstand auch die bereits angeführte unsinnige Darstellung, dass die ARD aufgrund der Thematik Karl May-Filme aus dem Programm genommen hätte. In diesem Zusammenhang muss auch die jüngst mit einer Paywall veröffentlichten Schlagzeile „Witwe von Pierre Brice fleht in Bild – Winnetou darf nicht sterben“ gesehen werden. Niemand hat vor, den 2015 verstorbenen Winnetou-Schauspieler ein weiteres Mal sterben zu lassen.
Kommunikationsstrategien und Medienversagen
Doch diese Schlagzeile wirkt, denn sie erschafft einerseits Emotionen, baut gleichzeitig ein einfach zu konsumierendes Schwarz-Weiß Bild auf und birgt ein Feindbild in sich. Sicherlich, niemand wünscht Hella Brice ein erneutes leidvolles Sterben von Pierre Brice. Das Problem jedoch: Bis auf die Medien, die selbst diese Schlagzeilen produzieren, lässt niemand Pierre Brice literarisch erneut sterben. Hier werden lediglich Emotionen erschaffen. Positivemotionen gegenüber Hella Brice, Negativemotionen gegenüber dem Feindbild der sogenannten Political Correctness.
Was hier geschieht, ist eine mehr oder weniger strategisch angelegte „Volksdesinformation“, um mal einen Begriff in Teilen zuadaptieren, welcher von der federführenden deutschen Boulevardzeitung ebenso gern genutzt wird. Es handelt sich um eine reine Phantomdiskussion, die mit stetig neu verbreiteter anekdotischer Evidenz, suggestiven Formulierungen und bewussten Falschinterpretationen vorangetrieben wird.
Mirko Lange, Strategieberater für Content und Online-Marketing, beschreibt diese Medienstrategie in seinem Artikel „Der erfundene Shitstorm: Chronologie eines Medienversagens“ und bringt es mit dem Satz „Unser Mediensystem ist kaputt.“ genau auf den Punkt. Im Grunde wurden von Beginn an zum Thema Winnetou irreführende und teils falsche Schlagzeilen erschaffen. Mithilfe dieser falschen Schlagzeilen wurde (bewusst?) ein falsches Bild der Situation gezeichnet. An dieser Stelle daher eine deutliche Leseempfehlung für den genannten Artikel, der chronologisch den Ablauf darstellt und zudem zeigt, wie (auch wirtschaftlich) äußerst erfolgreich eine irreführende Berichterstattung ablaufen kann.
Phantomdiskussionen

Bei Phantomdiskussionen handelt es sich um bewusst erschaffene Themen und Zusammenhänge, um eine bestimmte Diskussion und die dazugehörigen Ängste zu fördern. Dieses Phänomen ist nicht neu und haben wir in der Vergangenheit bereits häufig beobachten können. Thematisch drehten sich diese Diskussionen zumeist um Verlustängste. Im Zentrum standen dabei Verlustängste in Bezug auf Traditionen und Identität.
Ob Abschaffung von St. Martin (vergleiche) oder Umbenennung des Osterhasen: All diese Themen existieren lediglich aufgrund ihrer Gesprächswertigkeit auf Social Media. Und auch in der Diskussion um ein vermeintliches Winnetou-Verbot sehen viele Menschen einen Zusammenhang zu den Ängsten um die Verluste von Tradition und Identität.
Der Fernseh- und Radiomoderator Nils Bokelberg spitzt in einem Thread auf Twitter seine Aussage auf die Formulierung „Es geht nur um Nostalgie und die Unmöglichkeit, die eigene Kindheit loszulassen.“ zu. Er vertritt darin die Ansicht, dass es bei dem vermeintlichen Winnetou-Verbot lediglich um Ängste einer älteren Generation handle, jüngere Generationen würden kaum Interesse an Karl May und seinen Büchern haben und somit auch gar nicht an Verbote dieser Bücher denken. Es tangiert sie schlichtweg nicht.
Daher gilt es, sachlich auf das Thema zu schauen. Niemand will die fiktiven Werke von Karl May verbieten, zensieren oder gar verbrennen. Die mediale Phantomdiskussion beruht lediglich auf Suggestivdarstellungen, gezielten und tendenziösen Interpretationen und einem Haufen unsinniger Aussagen von Menschen, die das Thema nur über die Phantomdiskussion selbst reflektieren.

Zitat
Integration zielt auf die persönliche Anpassungsleistung des zu integrierenden Menschen. Das System selbst (Schule, Arbeit, Vereine usw.) ändert sich nur wenig.
Inklusion bedeutet, dass von vornherein keine Person ausgeschlossen wird.
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Hermann Karl Hesse, Pseudonym: Emil Sinclair, war ein deutsch-schweizerischer Schriftsteller, Dichter und Maler.
 ➦ Biografie
Geburtsjahr: 1877 | Geburtsort: Calw
Einer der bedeutendsten Vertreter der Literaturgeschichte: Hermann Hesse wurde am 02.07.1877 im baden-württembergischen Calw geboren. Die Eltern entstammten gebildeten Familien und ließen auch ihren acht Kindern eine gute Bildung angedeihen. Hesse geht nach dem Umzug in die Schweiz zunächst auf ein Basler Internat, bevor er erneut mit der Familie den Standort wechselt und in Calw die dortige Lateinschule besucht. Obwohl er in jungen Jahren bereits eine außerordentliche Fantasie besitzt und schon im Jugendalter Geschichten und Gedichte verfasst, schlägt er zunächst eine schulische Laufbahn ein, die ihn später zum Pfarrer machen soll.
Durch seine rebellische Ader muss er das theologische Seminar verlassen und provoziert so Konflikte mit seinen Eltern. Nach einem Suizidversuch in Folge der familiären Anspannungen wird er in die Nervenheilanstalt eingewiesen. In Briefen an seine Eltern, die er in der Anstalt schrieb, lässt sich schon früh erkennen, dass der Jugendliche eine enorme schriftstellerische Gabe besitzt, die ihn mit der Sprache spielen lässt. Ab 1892 kann er wieder die Schule besuchen und besteht das einjährige Examen am Cannstätter Gymnasium.
Hesse beginnt eine Mechanikerlehre, empfindet die eintönige Arbeit jedoch als unbefriedigend. Zuvor hatte er eine Lehre zum Buchhändler begonnen, diese aber bereits nach drei Tagen abgebrochen. In der Tübinger Buchhandlung Heckenhauer vollendet er dann doch die dreijährige Ausbildung und kommt in dieser Zeit mit vielen Werken der Weltliteratur in Kontakt. Nicht nur Schiller, Goethe und Lessing, auch die griechischen Mythologien begeistern den jungen Hermann Hesse. Ein eigenes Werk mit dem Namen Madonna kann er 1896 in einer Wiener Zeitschrift veröffentlichen. Zwei Jahre später erscheint mit „romantische Lieder“ der erste Gedichtband des Schriftstellers. Auch der Nachfolger „Eine Stunde hinter Mitternacht“, welcher ein Jahr später erscheint, bleiben erfolglos.
Hermann Hesse zieht nach Basel und kann sich dort neben seiner Arbeit als Buchhändler auch seiner künstlerischen Seite widmen. Hier arbeitet er an „Hermann Lauscher“. Hesse reist erstmals nach Italien und verfasst auf seinen Reisen zahlreiche Prosa und Gedichte, die bei den Lesern immer mehr Anklang finden, nachdem sie in Schweizer Zeitschriften abgedruckt wurden. Diese Erfolge ermutigen ihn, seine Romane „Peter Camenzind“ und „Unterm Rad“ zu veröffentlichen. Er wird vom renommierten S. Fischer Verlag unter Vertrag genommen und heiratet daraufhin die Fotografin Maria Bernoulli.
Das Ehepaar lässt sich mit den drei Söhnen am Bodensee nieder, wo Hesse als freier Schriftsteller arbeiten kann. Nach vielen Reisen und einflussreichen Bekanntschaften verfasst Hesse sein Werk „Gertrud“, das von der unerfüllten Liebe es Musikers handelt. Nach einer Schaffenskrise und Eheproblemen bricht der Schriftsteller zu einer spirituellen Reise nach Indien auf. Auch die Reise kann die Ehe nicht retten. Das Paar trennt sich.
1922 erscheint Siddharta, das bis dahin erfolgreichste Werk des Autors. Auch die nächsten Romane Kurgast, die Nürnburger Reise und Steppenwolf werden von den Lesern und Kritikern gleichermaßen gefeiert. Mit „Das Glasperlenspiel“ erschien 1931 das umfangreichste Werk, das auch das letzte Werk darstellte.
Von Goethe und Schiller geprägt schuf auch Hermann Hesse Gedichte und Romane, die eine bildhafte, fast musische Sprache beinhalten. Dabei ist der Selbstfindungsprozess ein wichtiges und zentrales Thema in vielen Werken des Autors. Hesse starb 1962 nach einer unentdeckten Leukämieerkrankung.
Berühmt wurde Hesse durch Prosadichtungen wie »Siddharta« (https://de.wikipedia.org/wiki/Siddhartha_(Hermann_Hesse)) oder »Der Steppenwolf« (https://de.wikipedia.org/wiki/Siddhartha_(Hermann_Hesse);) auch seine zahlreichen Aphorismen und Gedichtzyklen fanden ein breites Publikum. 1946 wurde dem Schriftsteller und Dichter der Nobelpreis für Literatur verliehen; 1955 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Hesse erhielt 1946 den Preis «für seine inspirierte Verfasserschaft, die in ihrer Entwicklung zu Kühnheit und Tiefe zugleich klassische Humanitätsideale vertritt und sich durch stilistische Meisterschaft auszeichnet.
"Das Glasperlenspiel"(https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Glasperlenspiel) und "Krieg und Frieden" (https://de.wikipedia.org/wiki/Wenn_der_Krieg_noch_zwei_Jahre_dauert) waren Anlass dafür, dass er am 14. November desselben Jahres mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde. Für sein Lebenswerk wurde er ein Jahr später zum Ehrendoktor sowie Ehrenbürger von Calw, seiner Geburtsstadt, ernannt.
Zitat
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“:
Dieser Vers aus „Stufen“, einem der bekanntesten Gedichte des Schriftstellers Hermann Hesse, ist in die Alltagssprache in die Ewigkeit eingegangen.

1946 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur und 1954 der Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste verliehen.
➦ HESSEs Werk umfasst fast 40 Bücher, darunter Romane, Erzählungen, Gedichte und Betrachtungen, die nach Expertenschätzungen zum Zeitpunkt seines Todes weltweit in über 70 Millionen Exemplaren verbreitet waren.
Zitat
Hermann Hesse schrieb die meisten seiner Texte zur Zeit der Weimarer Republik. Die Literatur der Weimarer Republik war sehr vielfältig und es ist fast unmöglich, die Texte auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.
Die Werke Hesses kann man keiner bestimmten Zeit, Epoche oder Strömung zuordnen.
Lesetipp: Der Steppenwolf
Die Geschichte „Der Steppenwolf“ erzählt aus dem Leben der Hauptfigur Harry Haller, der unter großen psychischen Problemen leidet und sich innerlich zerrissen fühlt. In seinem Kopf bekriegen sich zwei Persönlichkeiten, zum einen versucht Harry angepasst an die gesellschaftlichen Konventionen zu leben, anderseits fühlt er sich zu seinem verlassenen und gesellschafts- und kulturkritischen Ich hingezogen. Dieser innere Konflikt ist mit negativen Folgen für sein künstlerisches Schaffen verbunden. Die Lösung liegt für Harry darin, seine beiden konträren Persönlichkeiten auf humorvolle Weise und mit gewisser Leichtigkeit zusammenbringen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Hesse
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Walter Elias „Walt“ Disney war ein US-amerikanischer Trickfilmzeichner und Filmproduzent und eine der prägendsten und meistgeehrten Persönlichkeiten der Cartoon-, ZeichenTrick- und Filmbranche des 20. und 21. Jahrhunderts.
Dieser Mann war mehr als nur ein Geschichtenerzähler. Er war der Schöpfer einer Zauberwelt, ein genialer Pionier des Comics und vor allem ein erfinderischer Geist. Walt Disney, in dessen Pass sein bürgerlicher Name als Walter Elias Disney stand, war besessen von der Idee, der Welt etwas nie Dagewesenes und deshalb Einmaliges zu schenken. Und so wurde Walt Disney der Vater vieler unsterblicher Figuren. Ohne die Fülle und ohne die selten erlahmende Kraft seiner Phantasien wären Bambi und Mickey Maus wohl nie erfunden worden.

Familie, Kindheit und Jugend
Eine kanadisch-amerikanische Familie mit adligen Vorfahren
Walt Disney war Amerikaner aus Leidenschaft. Er liebte dieses große Land, fühlte sich ihm verpflichtet und war seiner Heimat stets eng verbunden. In der Millionenstadt Chicago, am Ufer des Michigan Sees, wurde er am 5. Dezember 1901 als Viertes von fünf Kindern einer kanadisch-amerikanischen Familie geboren. Sein Vater Elias hatte irische Wurzeln und einige adlige Vorfahren, die einst im französischen Isigny-sur-Mer beheimatet waren. Walt Disneys Vater dirigierte seine Familie mit patriarchalischer Härte und versuchte sein Glück in diversen Berufen. Mal arbeitete Elias Disney als Unternehmer, dann als Zimmermann und auch als eigenständiger Farmer auf einer Plantage mit Zitrusfrüchten im kleinen Ort Marceline am Missouri.
Mit dem Erlös seiner Plantage erwarben die Disneys eine Zeitung
Elias Disneys Frau Flora Call stammte aus dem Bundesstaat Ohio, wo sie ihren Mann kennen lernte und diesen im Jahr 1888 im sonnigen Florida heiratete. Bevor Walt Disney das Licht der Welt erblickte, hatte seine Familie bereits einige Male einen Ortswechsel vollzogen. Schon in deren sehr jungen Jahren erwartete der strenge Vater von seinen Söhnen, dass sie auf der Plantage kräftig mit anpackten. Doch der Anbau von Obst war in dieser Zeit nicht sonderlich ertragreich. Nach wenigen Jahren gab die Familie Disney ihre Farm auf und verkaufte sie für sechstausend amerikanische Dollar. Worauf alle weiter zogen und schließlich in Kansas City eine Firma erstanden, die eine Zeitung, den Kansas City Star, herausgab.
Zeitungsausträger zu früher Stunde und ein geschenkter Zeichenblock
Für die Kinder aus dem Hause Disney änderte sich allerdings wenig. Zwar schufteten sie von nun an nicht mehr auf den kargen Feldern unter Orangen- und Zitronenbäumen, doch der Patriarch der Familie erwartete von den jüngsten Mitgliedern seiner Familie, dass sie bei Wind und Wetter zu sehr früher Stunde die druckfrischen Exemplare des Kansas City Stars zu den Lesern transportierten. Zu diesem Zeitpunkt hatte Walter Elias Disney längst das in ihm schlummernde Talent und wohl auch eine künstlerische Ader entdeckt. Aus seiner später veröffentlichten Vita ist zu entnehmen, dass es eine Tante war, die ihm eines Tages zum Geburtstag einen Zeichenblock schenkte und damit bei Walt Disney das Interesse am Malen weckte.
Für Auftritte in einem Kabarett gab es zwei Dollar pro Abend
Im Hause des Verlegers Disney war es nicht üblich, Kinder mit Taschengeld zu beglücken, und da es auch für das Austragen der Zeitungen keinen Lohn gab, suchte sich der junge Walt Disney den ein oder anderen Nebenjob. Als dreizehnjähriger Steppke trat er mit seinem Freund Walt Pfeiffer in einem Kabarett auf und erhielt dafür pro Abend zwei Dollar. Aber diese Engagements waren von kurzer Dauer, denn sein Vater hatte mittlerweile seine Sympathien für den Kansas City Star verloren und zog wieder nach Chicago, wo er Anteile an einer Marmeladenfabrik erwarb. Sein Sohn blieb zunächst in Kansas, um dort das Schuljahr zu beenden.
Walt Disney fälschte für den Militär-Eintritt sein Geburtsdatum
Die neu gewonnene Freiheit und die Unabhängigkeit von seinem unerbittlich strengen Vater nutzte Walt Disney auf seine Art. Er nahm an Kursen in einer Kunstschule in Kansas City teil und arbeitete als Verkäufer von Limonaden und Süßigkeiten aller Art, um die Kurse bezahlen zu können. Als er im Herbst 1916 zu seiner Familie nach Chicago zog, bewarb er sich erfolgreich in der dort ansässigen Kunstakademie. Aber in Europa tobte zu dieser Zeit der Erste Weltkrieg, und Walts Bruder Roy diente bereits in der amerikanischen Armee. Eigentlich war Walt Disney zu jung für den Eintritt in den Militärdienst, doch nach einer Fälschung seines Geburtsdatums nahm man ihn auf und setzte ihn als Ambulanzfahrer des Roten Kreuzes in Frankreich ein.
Beginn der Zeichenstudios
Schicksalhafte Begegnung mit einem Zeichner aus Ostfriesland
Im Herbst des Jahres 1919 kehrte Walt Disney in die Vereinigten Staaten zurück. Er hatte die Wirren des Weltkriegs unbeschadet überstanden und war in seinem Willen gefestigt, die Ausbildung zum Zeichenkünstler fortzusetzen. Er bot sich unter anderem beim Kansas City Star als Zeichner an, und versuchte eines Tages sein Glück in einem Filmstudio. Dieser Schritt sollte sein junges Leben verändern und seinem späteren Leben den Stempel aufdrücken. Denn in einem dieser Studios lernte er Ub Iwerks kennen. Der Mann mit dem merkwürdigen Namen stammte aus Ostfriesland und hatte sich schon sehr früh in den USA einen Namen als Trickfilmzeichner gemacht. Um visuelle Effekte zu ermöglichen, tüftelte Ub Iwerks immer wieder an Kameras. Er sollte später einer der wichtigsten Mitarbeiter im Walt Disney-Imperium werden.
Die sich bewegenden Figuren begeisterten das Publikum
Aus der Zufallsbegegnung wurde ein Duo fürs Leben, und bereits während seiner Zeit beim Kansas Art Institute, wo Walt Disney in den Genuss eines Stipendiums gekommen war, arbeitete er mit Ub Iwerks für eine Theaterkette. Beide kreierten werbliche Kurzfilme, die sie „Laugh-O-Grams“ nannten. Diese Streifen wurden zu einem Hit und zu unterhaltsamen Pausenfüllern in den Theatern und Kinos des Unternehmens Paul Newman. In einem dieser frühen filmischen Cartoons wurde für Damenstrümpfe einer ortsansässigen Boutique geworben. Die sich bewegenden Figuren begeisterten das Publikum, und Disney und Iwerks gründeten eine Firma namens Iwerks-Disney Commercial Artists, die später durch das Unternehmen Laugh-O-Gram Films erweitert wurde.
Die „Helden der Leinwand“ sollten keine Pausenfüller sein
Walt Disney war von der Idee besessen, seine Zeichentrickfilme qualitativ zu verbessern. Ihm reichten die einfachen Striche nicht mehr. Vielmehr sollten die von ihm geschaffenen Figuren quicklebendig sein und nicht mehr allein als „Helden der Leinwand“ als Pausenfüller dienen. Nächtelang experimentierte Disney mit seinem Partner Iwerks, um die Bewegungsabläufe so zu gestalten, dass sie dem normalen Leben möglichst nahekamen. Disney vergrub sich in literarische Vorlagen und kam eines Tages auf die Idee, Kurzfilme nach den Inhalten von Märchen zu erstellen. Es entstanden die „Bremer Stadtmusikanten“, „Rotkäppchen“ und „Aschenputtel“. Auch der Stummfilm „Alice’s Wonderland“ überzeugte die meisten Kritiker, doch Aufwand und Ertrag standen in einem krassen Missverhältnis. Und so waren die Firmen der jungen Zeichner in Kansas City nicht von der Pleite zu retten.
Hollywood und Durchbruch
Um die Zugfahrt zu finanzieren, verkaufte er seine Kamera.
Es war die Zeit des Umbruchs, und die Verbindung der beiden genialen Künstler fand eine Fortsetzung in Los Angeles. Um die Fahrt mit der Eisenbahn von Kansas City an die Küste des Pazifiks zu finanzieren, verkaufte Walt Disney seine Kamera. Als er in der neuen beruflichen Heimat eintraf, waren nur noch ganze vierzig Dollar in seiner Tasche. Mittlerweile hatte sich jedoch das Talent dieses Duos bis nach Hollywood herumgesprochen. Aber, wie so oft, war auch dieser Anfang mit wirtschaftlichen Problemen verbunden. Dem Duo aus Kansas City fehlten die Anschubmittel für ihr Unternehmen, und das änderte sich auch nicht, nachdem Walt Disneys Bruder Roy als Finanzchef in die neue Firma eingestiegen war. Das Unternehmen hatte vom 16. Oktober 1923 an seinen Sitz im kalifornischen Städtchen Burbank an den Ausläufern der Santa Monica Mountains.
Verkaufsgespräch im geliehenen Anzug und in alten Schuhen
Die Einkünfte blieben allerdings bescheiden, und um jeden Dollar zu sparen, wohnte Walt Disney einige Zeit bei seinem Onkel. Ein erster Lichtblick flackerte am wirtschaftlichen Horizont des jungen Unternehmers, als er auf die Ideen kam, seine in Kansas City produzierten Filme an eine Kinokette zu verkaufen. Mit einem geliehenen Anzug und in ausgetretenen Schuhen kreuzte Walt Disney eines Tages bei dem Inhaber einer Verleihfirma auf und hatte Erfolg. Walt Disney, der häufiger in seiner Garage schlief, die er zu einem Studio umfunktioniert hatte und wo er hin und wieder auch Baby-Fotos für betuchte Familien anfertigte, verkaufte nicht nur einen sondern auf einem Schlag zahlreiche Clips. Es waren zwar immer noch Pausenfüller, doch seine kleinen gezeichneten Figuren hatten die Lacher des Publikums auf ihrer Seite.
Erstes Filmstudio von Walt Disney
Erstes Filmstudio von Walt Disney, by Iknowthegoods at English Wikipedia / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)
Durchbruch auf einem weiten Weg – ein Vertrag aus New York
Und das erregte die Aufmerksamkeit einer gewissen Margaret Winkler im fernen New York. Dort betrieb auch sie eine florierende Filmvermietung. Und so flatterte in dem bis dahin stets klammen Disney-Büro ein interessantes Angebot auf den Tisch. 1.500 Dollar sollte Walt Disney für jede neue Filmrolle erhalten. Der Jung-Unternehmer überlegte nicht lange und gab spontan seine Zusage. Ohne allerdings zu bedenken, dass die Produktion Geld kosten würde. Doch da waren sein Bruder Roy und mehrere Verwandte die Helfer in der Not. Walt Disney war nunmehr in der Lage, für 35 Euro pro Monat ein kleines Büro zu mieten, und er erfüllte sich den Traum von einer neuerlichen Firmengründung. Er nannte das Unternehmen von nun an „Walt Disney Company“.
„Oswald the Lucky Rabbit“ und der Betrug an Aufführungsrechten
Ausschlaggebend für den Durchbruch auf seinem Weg in Hollywood war für Walt Disney die Tatsache, dass ihm der Vertrag mit dem New Yorker Unternehmen die Abnahme von insgesamt zwölf Filmen seiner Reihe „Alice’s Wonderland“ zusicherte. Doch in den nächsten Jahren klebte ihm das Pech förmlich an den Fingern. In einer Produktion spielte ein lustiger Held namens „Oswald the Lucky Rabbit“ eine Rolle. Disney verkaufte dazu die Aufführungsrechte, doch das „Glücks-Kaninchen“ bescherte ihm kein Glück. Er wurde von seinen Geschäftspartnern betrogen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde ihm wohl bewusst, dass es auf Dauer nicht ausreichte, ein guter Zeichner zu sein. Von nun an legte er großen Wert auf die Absicherung seiner Rechte.
Die Hochphase der Walt Disney Company
„Es macht mir eine große Freude, das Unmögliche zu wagen“
Doch in der Film-Branche von Hollywood, die zunächst die Art seiner Produktionen eher kritisch beäugte, war Walt Disney Mitte der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts bereits zu einer Größe erwachsen. Und dies mit gerade einmal 25 Jahren. Als Trickfilmzeichner forderte er die technischen Möglichkeiten seiner Zeit heraus. Manche Beobachter sprachen sogar davon, dass dieser junge Mann die Grenzen des filmischen Schaffens neu definiert habe. „Es macht mir eine große Freude, das Unmögliche zu wagen“, sagte Walt Disney einmal und öffnete für sich und für Millionen Menschen rund um den Globus die Türen zu einer Traumwelt. Er war ein besessener Arbeiter und sich nicht zu schade, für die neue Filmreihe „Alice in Cartoonland“ so eine Art All-Round-Worker zu sein. Regie, den Zeichentrick und die Kameraführung gab er für diese Clips nicht aus der Hand. Als Produzent war er von der Idee eingenommen, sich von Film zu Film qualitativ zu steigern.
Nach dem beruflichen Erfolg fand Disney auch sein privates Glück
Inzwischen war auch sein alter Freund und beruflicher Weggefährte Ub Iwerks nach Hollywood gezogen, um bei Walt Disney zu arbeiten. Die Verträge mit dem Winkler-Filmverleih wurden noch zweimal verlängert, und in den Konten des Unternehmens wurden aus den roten nun schwarze Zahlen. Außerdem fand Walt Disney im Juli 1925 sein privates Glück. Er heiratete Lillian Marie Bounds, die im Indianerreservat Nez Perce in Spalding/Idaho aufgewachsen und die Tochter eines früh verstorbenen Schmieds war. Walt Disney hatte seine Frau als Mitarbeiterin seines eigenen Studios kennen- und lieben gelernt. Lillian Marie Bounds schenkte ihrem Mann nach achtjähriger Ehe die Tochter Diane Marie. Drei Jahre später adoptierte das Paar die Tochter Sharon Mae. Lillian Marie bezeichnete ihren Mann als „liebevollen und verspielten Vater“.
Während einer Zugreise schlug die Geburtsstunde der Mickey Mouse
Eine gemeinsame Zugreise von New York nach Los Angeles sollte das Leben der Disneys noch einmal entscheidend verändern. Walt Disney soll während der langen Fahrt eine Maus auf ein Blatt Papier gekritzelt haben. Er schlug vor, das kleine Tier künftig in seinen Filmen zum Leben zu erwecken und wollte es „Mortimer the Mouse“ nennen. Doch seine Frau Lillian Marie hatte eine andere Idee. „Sie sollte Mickey Mouse heißen…“ Dies war die Geburtsstunde eines Welterfolgs, denn auf seinem Weg zu einem filmischen Denkmal beschäftigte sich Walt Disney intensiv mit dieser neuen Figur. Er verlieh seiner „Mickey Mouse“ eine Art Persönlichkeit und bastelte erfolgreich am Charakter dieser neuen kleinen Heldin.
Disneyland in Los Angeles mit Mickey Mouse
Disneyland in Los Angeles mit Mickey Mouse
Tonfilme mit neuen Techniken und musikalischen Effekten
Walt Disneys Partner Ub Iwerk nahm sich der visuellen Umsetzung der Mickey-Mouse-Filme an, und der erste Streifen namens „Plane Crazy“ wurde nach der Premiere am 15. Mai 1928 zu einem vollen Erfolg. Nachdem in Hollywood durch das Unternehmen Warner-Brothers-Pictures mit „The Jazz Singer“ der erste Tonfilm im Vitaphone-Verfahren auf den Markt kam, war auch Walt Disney bemüht, seine gezeichneten Bilder vor allem durch musikalische Effekte zu ergänzen. Die Suche nach einer völlig neuen Animationstechnik führte mit der Filmreihe „Silly Symphonies“ schließlich zum Erfolg, und von diesem Zeitpunkt an war Walt Disney einer der bekanntesten Filmproduzenten nicht nur in Hollywood. Mit seiner „Micky Mouse“ setzte ein Triumphzug durch die Kinosäle der Welt ein.
Neue Figuren entstanden: Goofy, Kater Karlo und Minnie Mouse
Aber der kometenhafte Aufstieg seines Unternehmens stieg Walt Disney nicht zu Kopf. Er sah sich eher in den Startlöchern seiner Visionen und ruhte sich so gut wie nie auf seinen jungen Lorbeeren aus. Seine Leidenschaft, immer besser und immer erfolgreicher zu werden, trieb ihn an. Und es entstanden in seiner Ideenschmiede weitere Trickfilm-Figuren: Goofy, Kater Karlo, Pluto, Bambi, Minnie Mouse und vor allem Donald Duck. Die ersten Auszeichnungen ließen nicht lange auf sich warten und nach der Produktion von „Flowers and Trees“ gewann Walt Disney seinen ersten „Academy Award“. Längst waren seine lustigen Comic-Figuren auch in den großen amerikanischen Zeitungen für viele Leser die Unterhaltungs-Lektüre beim Frühstück.
Die Idee für die Figur des Donald Duck entstand an einem Ententeich
Für seine Erfindung der „Micky Mouse“ erhielt der Unternehmer und Künstler im Jahr 1932 sogar einen Ehren-„Oscar“. Dass er die Familie Duck erfand, verdankt sein Publikum im übrigen einem Zufall. Es soll im Jahr 1937 gewesen sein, dass Walt Disney auf einer Bank an einem Teich saß und sich beim Schnattern der Enten neue Ideen holte. Daraufhin verpasst er seinem häufig ungeschickten Donald Duck den Rock eines Matrosen und traf einmal mehr damit ins Schwarze. Es war ihm mit den ersten abendfüllenden Filmen in den Kinos gelungen, alle Generationen zu begeistern. Die Eltern folgten ihren Kindern und sahen das Märchen „Schneewittchen und die sieben Zwerge“. Dieser Erfolg überzeugte auch seine letzten Kritiker, die ihn mit dem ersten von insgesamt 26 Oscars auszeichneten. Das ist in der Film-Branche ein Rekord für die Ewigkeit. Allerdings verschlang der Film Produktionskosten in Höhe von 1,75 Millionen Dollar.
Die Sorgen Amerikas während der „Großen Depression“
Seit seiner frühesten Jugend war Walt Disney darauf bedacht, die große Welt der Tiere zu den Figuren seiner Filmwelt zu machen. Der Pionier des Zeichentricks schwamm nun auf einer Welle des Erfolgs, und sein Unternehmen war wie eine sprudelnde Quelle der Lebensfreude. Als die USA nach dem Crash der New Yorker Börse in den dreißiger Jahren von der sogenannten „Großen Depression“ gepeinigt wurden und die Wirtschaft zu erlahmen drohte, war Walt Disney mit seinen Filmen bemüht, den Amerikanern für eine kurze Kinozeit die Sorgen des Alltags zu nehmen. Zwar gingen auch die Erträge seiner Company zurück, doch inzwischen erzielte Disney Gewinne durch ein weltweites Merchandising-Netz. Das Unternehmen scheffelte Millionen.
Zweiter Weltkrieg und Nachkriegsjahre
1935 und später kaufte Disney in München viele Bücher!
Das sollte sich mit Beginn des Zweiten Weltkriegs ändern, denn den europäischen Markt konnte Walt Disney nun für einige Jahre nicht mehr bedienen. Einige Zeit wurden bis zu siebenhundert Mitarbeiter der amerikanischen Flugabwehr in den Disney-Studios untergebracht, und die Firma produzierte unter anderen Informationsfilme zu Propaganda-Zwecken. Mit diesen Lehrfilmen hielt sich das Unternehmen einige Jahre über Wasser. Im Jahr 1935 war Walt Disney mit seinem Bruder Roy an Bord des Überseeliners „Normandie“ zu einer Europa-Reise gestartet. Unter anderem hielt sich das Brüderpaar in Baden-Baden, im Schwarzwald und in München auf. An der Isar erwarb er in einer Buchhandlung nicht weniger als 149 Bücher. Die Geschichte hat nie geklärt, ob ein Abstecher nach Berlin geplant war, denn Adolf Hitler galt als ausgesprochener Disney-Fan.
Ein „deutscher Film“ und ein ermordeter jüdischer Regisseur
Zu einem Treffen mit dem italienischen Außenminister Graf Ciano kam es aber bei einem anschließenden Besuch in Rom. Nach der Rückkehr in die USA plante Walt Disney einen abendfüllenden „deutschen Film“. Er nannte den Streifen „Snow White and the Seven Dwarfs“. Hitler soll sich in seiner Residenz auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden diesen Film mehrfach angesehen haben. Dabei gab es bereits Jahre vorher eine deutsch-synchronisierte Fassung, die Disney in Amsterdam in Auftrag gegeben hatte. Regie führte Kurt Gerron, der aus einer wohlhabenden jüdischen Kaufmannsfamilie stammte und 1944 von den Nazis im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde. Im Jahr 1941 bereiste Walt Disney auf Ersuchen des amerikanischen State Departments einige Länder Südamerikas.
Nach Kriegsende war Disney mit vier Millionen Dollar verschuldet
Bereits während des Zweiten Weltkriegs geriet das Disney-Imperium in eine wirtschaftliche Notlage. Auch deshalb, weil in den vierziger Jahren ein wochenlanger Streik die Studios lahmgelegt hatte. Nach Kriegsende war Disney mit vier Millionen Dollar verschuldet, und die Unternehmensleitung war von nun an bemüht, die Produktionskosten so weit wie möglich zu drosseln. So entstanden unter anderem die Abenteuerfilme „Die Schatzinsel“ und „20.000 Meilen unter dem Meer“. Im Jahr 1953 wurde der Streifen „Peter Pan“ zum ersten großen Nachkriegserfolg. Das galt auch für den ersten abendfüllenden Dokumentarfilm „Die Wüste lebt“. Walt Disneys Unternehmen bewegte sich nun wieder in einem wirtschaftlich stillen Fahrwasser.
Walt Disney in den 1950er Jahren
Schon bald kannte fast jeder Amerikaner sein Gesicht
Mit dem wirtschaftlichen Erfolg betrieb Walt Disney schließlich den Einstieg in einen eigenen Filmverleih. Jetzt genoss er endlich jene Freiheiten, nach denen er sich als Unternehmer ein Leben lang gesehnt hatte. Als das auch in Amerika noch in den Kinderschuhen steckende Fernsehen auf den medialen Markt drängte, war Walt Disney einer der ersten, die nach den Rechten Ausschau hielten. Er schloss mit dem Sender ABC-Paramount Verträge für eine TV-Show mit den Namen „Disneyland“. Walt Disney war bald auf vielen Kanälen zu Hause und sein Gesicht kannte so gut wie jeder in Amerikaner. Er stellte die neuesten Filme vor und erklärte die hohe Kunst der filmischen Animation.
Wernher von Braun und Heinz Haber als Mitarbeiter
Bahnbrechend waren in den fünfziger Jahren auch Walt Disneys Beiträge zur Raumfahrt. Dazu vereinbarte er Zusammenkünfte mit dem aus Deutschland stammenden Pionier Wernher von Braun, der die Filme fachlich begleitete. Außerdem gewann Disney die Mitarbeit des deutschen Physikers Heinz Haber, der das Fernseh-Special „Unser Freund das Atom“ gestaltete. Einer der wichtigsten Schritte nach dem Zweiten Weltkrieg war allerdings die Eröffnung des ersten Disney-Vergnügungsparks in Anaheim bei Los Angeles. Damit erfüllte sich Walt Disney am 17. Juli 1955 einen weiteren lange gehegten Traum. Die Mitarbeiter der Disney Company schätzten vor allem den familiären Geist des Unternehmens und das von seinem Gründer ausgestrahlte besondere Flair.
Die Disneyland Themenparks
Walt Disney öffnete mit seinen Parks die Tore zur Phantasie
Der Disney-Konzern zählte auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung mit zweihunderttausend Mitarbeitern zu den vier größten Medienkonzernen der Welt, und nach dem „Disneyland“ in Kalifornien entstand zehn Jahre später das Walt Disney World Resort in Orlando. Im dort angegliederten Themenpark Epcot erleben die Besucher auf engstem Raum eine Welt, die sie sonst vermutlich niemals finden würden. Walt Disney unterstrich dabei häufiger seine soziale Ader, denn er ermöglichte kinderreichen Familien den Zugang zu seinen Freizeitparks. Die gab es dann auch in Paris und in Tokio. Wie in seinen Filmen öffnet Walt Disney in diesen Parks das Tor zu einer Welt der Phantasie.
Schloss im Disneyland in Orlando.
Schloss im Disneyland in Orlando.
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Sein Wahlspruch lautete: „Wer aufgibt, hat verloren…“
Zweifellos sind die unternehmerischen Ziele des Walt Disney aufgegangen, doch seine Hoffnung auf ein tragfähiges Modell seiner umfangreichen Geschäfte war stets trügerisch. So gesehen war der Märchenerzähler von einst auch so etwas wie ein Glücksritter und ein Mann, der mit seinen Erfolgen immer wieder den Konzern vor dem Abgrund rettete. Als er wieder einmal mit seinen Visionen am Boden lag, soll er bei nahezu dreihundert Banken angeklopft haben, um für ein Projekt eine Anschubhilfe zu erhalten. Der Legende zufolge sagte dann eine Bank zu und ermöglichte so Millionen Besuchern den Eintritt in eine imaginäre Welt. „Wer aufgibt, hat verloren“, soll Walt Disney einmal gesagt haben. Ein Spruch, der wohl als Leitfaden seines Lebens diente.
Walt Disney und die Politik
War Disney ein Zulieferer des Kommunisten-Jägers McCarthy?
Walt Disney verstand sich nach eigenem Bekunden als amerikanischer Patriot und als ein Mensch, der den Kommunismus verabscheute. Zu den in Hollywood immer einflussreicher werdenden Gewerkschaften hatte der Kettenraucher ein gestörtes Verhältnis. Spätestens von dem Zeitpunkt an, als ihm seine Mitarbeiter in den frühen vierziger Jahren den Rücken kehrten und seine Studios bestreikten. Weitgehend ungeklärt ist auch die These, wonach Walt Disney in den fünfziger Jahren als Informant für das FBI und des Kommunisten-Jägers Joseph McCarthy gearbeitet habe. Politisch stand Walt Disney zweifellos rechts. Er unterstützte die Republikanische Partei und 1966 bei den Gouverneurswahlen seinen alten Freund Ronald Reagan.
Den Erfolg des „Dschungelbuchs“
Das Projekt „Dschungelbuch“ sollte für Walt Disney eine Art Abschiedsgeschenk an seine zahlreichen Anhänger in aller Welt sein.
Er arbeitete mit großer Akribie an den Zeichnungen, wohlwissend, dass das Ende seiner Jahre nahe sei. Er war an Lungenkrebs erkrankt und starb am 15. Dezember 1966 in Burbank. Und damit in jenem kalifornischen Städtchen im San Fernando Valley, wo alles begann. Er hinterließ ein Milliarden-Vermögen, und sein Konzern befindet sich noch immer auf einer Woge des Erfolgs. Im Jahr 2018 stieg der Gewinn auf 12,5 Milliarden Dollar. Den Siegeszug des „Dschungelbuchs“ sollte Walt Disney nicht mehr erleben. Er wurde im Forest Lawn Memorial Park in Kalifornien beigesetzt. Seine Frau Lillian Marie machte sich als Schirmherrin um zahlreiche gemeinnützige Projekte verdient und trug zur Gründung des „California Institute of the Arts“ bei. Sie starb 1997 im hohen Alter von 98 Jahren und wurde an der Seite ihres Mannes beigesetzt.
Häufige Fragen und Antworten
Wie viel Geld hat Walt Disney verdient?
Es begann bescheiden mit wenigen Dollars – am Ende baute Walt Disney mit seinem Imperium ein Riesen-Vermögen auf. 2018 stieg der Gewinn des Unternehmens auf 12,5 Milliarden Dollar.
Wie viele Geschwister hatte Walt Disney?
Walt Disney hatte vier Geschwister – eine Schwester und drei Brüder.
Was bleibt von Walt Disneys Vision?
Als Leitfaden diente ihm der Satz „Wer aufgibt, hat verloren“. Walt Disney hat die Kunst des Trickfilms revolutioniert und viele Menschen mit seinen Filmen und Figuren beglückt.
Wie viele Filme gibt es von Walt Disney?
Bis März 2019 gab es in den Kinos 49 Zeichentrickfilme. 38 stammten als sogenannte „Meisterwerke“ aus der Produktion der Walt Disney Animation Studios, elf aus anderen Abteilungen des Unternehmens.
https://de.wikipedia.org/wiki/Walt_Disney

Zitat
Figuren von Walter Elias „Walt“ Disney (https://de.wikipedia.org/wiki/Figur_(Fiktion))
Zitat
1. Figuren zu Walt Disney Meisterwerken
    1.1 Schneewittchen und die 7 Zwerge
    1.2 Pinocchio
    1.3 Fantasia
    1.4 Dumbo
    1.5 Bambi
    1.6 Saludos Amigos
    1.7 Drei Caballeros
    1.8 Make Mine Music
    1.9 Fröhlich, Frei und Spaß dabei
    1.10 Melody Time / Musik, Tanz und Rhythmus
    1.11 Die Abenteuer von Ichabod und Taddäus Kröte
    1.12 Cinderella
    1.13 Alice im Wunderland
    1.14 Peter Pan
    1.15 Susi & Strolch
    1.16 Dornröschen
    1.17 101 Dalmatiner
    1.18 Die Hexe und der Zauberer
    1.19 Das Dschungelbuch
    1.20 Aristocats
    1.21 Robin Hood
    1.22 Bernard & Bianca
    1.23 Cap und Capper
    1.24 Basil, der große Mäusedetektiv
    1.25 Arielle, die Meerjungfrau
    1.26 Die Schöne und das Biest
    1.27 Aladdin
    1.28 König der Löwen
    1.29 Pocahontas
    1.30 Der Glöckner von Notre Dame
    1.31 Hercules
    1.32 Mulan
    1.33 Tarzan
    1.34 Fantasia 2000
    1.35 Ein Königreich für ein Lama
    1.36 Atlantis
    1.37 Lilo & Stitch
    1.38 Bärenbrüder
    1.39 Himmel und Huhn
    1.40 Küss den Frosch
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2. Figuren zu den Walt Disney Pixar Filmen
    2.1 Das große Krabbeln
    2.2 Monster AG
    2.3 Findet Nemo
    2.4 Die Unglaublichen
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3. Figuren zu Disney Realfilmen
    3.1 Herbie, ein toller Käfer
    3.2 Pirates of the Carribean
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4. Figuren zu Disney Mischfilmen
    4.1 Onkel Remus Wunderland
    4.2 Elliott, das Schmunzelmonster
    4.3 Mary Poppins
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5. Figuren zu Fernsehsendungen und Parkattraktionen
    5.1 Mickey Mouse Club
    5.2 Themenpark Figuren
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6. Figuren zu anderen Disney Animationsfilmen
    6.1 Mickey's Weihnachtserzählung
    6.2 Nightmare Before Christmas
    6.3 Tigger's großes Abenteuer
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7. Figuren zu Cartoons
    7.1 Micky Maus Cartoons
        7.1.1 Delivery Boy
        7.1.2 The Brave little Tailor
        7.1.3 Canine Caddy
        7.1.4 The Dognapper
    7.2 Donald Duck Cartoons
        7.2.1 Beach Picnic
        7.2.2 Chef Donald
        7.2.3 Don Donald
        7.2.4 Donald Gets Drafted‏‎
        7.2.5 Donald's better Self
        7.2.6 Donald Duck finds Pirate Gold
        7.2.7 Good Scouts
        7.2.8 The Sheriff of Bullet Valley
    7.3 Goofy-Cartoons
        7.3.1 Goofy and Wilbur
        7.3.2 Art of Skiing
        7.3.3 Double Dribble
    7.4 Minnie-Maus-Cartoons
        7.4.1 First Aiders
    7.5 Eigenständige Cartoons
        7.5.1 Ben and Me

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Sie gehören zu den größten Popkultur-Ikonen des 20. und 21. Jahrhunderts und der Gegenwart: Die Bewohner Entenhausens! Wer sie schon liebt, aber auch besonders, wer sie richtig kennenlernen möchte, liegt mit der prachtvollen Anthologie-Reihe richtig. Jeder Band ist einer Hauptfigur des Entenhausen-Kosmos gewidmet und zeigt ihren Werdegang – chronologisch, von den Anfängen bis heute: Donald Duck, Goofy, Micky Maus, Daisy und Onkel Dagobert. Mit Meilensteinen und Glanzlichtern der wichtigsten Zeichner wie Carl Barks, Don Rosa, Floyd Gottfredson, Romano Scarpa und vielen mehr bietet diese Reihe ein ganz besonderes Lesevergnügen.Mit exklusiv gestalteten Covern und Rückenbild zum Sammeln!

https://www.duckipedia.de/Liste_aller_Figuren_der_Walt_Disney_Classic_Collection
https://www.disney.de
https://thewaltdisneycompany.com
https://de.wikipedia.org/wiki/The_Walt_Disney_Company

Galerie Bodhie: https://bodhie.eu/galerie SALE!
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Dem Physiker Fritjof Capra zufolge sollte man lebende Organismen, gesellschaftliche Systeme und Ökosysteme als miteinander verbundene und voneinander abhängige komplexe adaptive Systeme verstehen.
Das Tao der Physik
Die Konvergenz von westlicher Wissenschaft und östlicher Philosophie
Der berühmte Physiker und Systemtheoretiker Fritjof Capra hat in seinem bahnbrechenden Werk zum ersten Mal systematisch den Versuch unternommen, die Aussagen moderner Physik und östlicher Philosophie zu vergleichen. Dabei macht er auf überzeugende Art klar, dass die Konsequenzen aus Relativitätstheorie und Quantenphysik unser Weltbild viel eher an die Sichtweise des Taoismus oder Yoga heranrücken als an die des gängigen Materialismus.


Produktbeschreibung Das Buch
Dr. Fritjof Capra: Das Tao der Physik.
352 Seiten, kartoniert
Zwischen der modernen, westlichen Wissenschaft und traditioneller östlicher Philosophie gibt es erstaunliche Parallelen. Der berühmte Physiker und Systemtheoretiker Fritjof Capra unternimmt in seinem bahnbrechenden Werk zum ersten Mal systematisch den Versuch, die Aussagen moderner Physik und östlicher Philosophie zu vergleichen.
Dabei wird deutlich, dass die Konsequenzen aus Relativitätstheorie und Quantenphysik unser Weltbild viel eher an die Sichtweise des Taoismus oder Yoga heranrücken, als an die des gängigen Materialismus. Das faszinierende Buch erschien vor mehr als 30 Jahren zunächst in einem sehr kleinen Verlag in den USA und verbreitete sich schnell durch persönliche Empfehlungen von begeisterten Lesern. Ein großer Verlag übernahm das Buch und mittlerweile wurden 43(!) Auflagen gedruckt. Es wurde in 23 Sprachen übersetzt. Der Autor Dr. Fritjof Capra beschäftigt sich seit über 40 Jahren intensiv mit den gesellschaftlichen Konsequenzen der modernen Naturwissenschaft. Er ist einer der führenden Vordenker einer ökologisch-ganzheitlichen Weltsicht.
Der Autor
Fritjof Capra (* 1. Februar 1939 in Wien) ist ein österreichischer Physiker, Systemtheoretiker, Philosoph, Managementtrainer und Autor.  Der Sohn der österreichischen Lyrikerin Ingeborg Capra-Teuffenbach promovierte 1966 an der Universität Wien in theoretischer Physik. Er forschte und lehrte von 1966 bis 1968 auf dem Gebiet der Hochenergiephysik an der Universität Paris, von 1968 bis 1970 an der University of California, Santa Cruz und 1970 am Stanford Linear Accelerator Center sowie 1971 bis 1974 am Imperial College London, University of London. Anschließend war er von 1975 bis 1988 am Ernest Orlando Lawrence Berkeley National Laboratory der UC Berkeley tätig. Darüber hinaus lehrte er an der U.C. Santa Cruz und der San Francisco State University, publizierte einige technische Artikel und beschäftigte sich mit seinen Überlegungen hinsichtlich einer Übereinstimmung („Konvergenz“) zwischen östlicher Mythologie, Mystik, Philosophie auf der einen und moderner Physik auf der anderen Seite, wozu er mehrere Bücher, zeitweise mit hohen Auflagen, veröffentlicht hat. Sein bekanntestes Buch ist Das Tao der Physik (1975). Ursprünglich wollte er eine Arbeit über Elementarteilchenphysik verfassen und war deshalb in Kontakt mit Victor Weisskopf. Sein Vorgesetzter in Santa Cruz, Michael Nauenberg, überzeugte ihn aber davon, ein mehr populärwissenschaftliches Buch zu schreiben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fritjof_Capra
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Linus Carl Pauling war ein US-amerikanischer Chemiker. Er erhielt 1954 den Nobelpreis für Chemie für seine Forschungen über die Natur der chemischen Bindung und ihre Anwendung bei der Aufklärung .
Linus Carl Pauling (* 28. Februar 1901 in Portland, Oregon; † 19. August 1994 in Big Sur, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Chemiker. Er erhielt 1954 den Nobelpreis für Chemie für seine Forschungen über die Natur der chemischen Bindung und ihre Anwendung bei der Aufklärung der Struktur komplexer Substanzen. 1963 erhielt er für sein großes Engagement den Friedensnobelpreis rückwirkend für das Jahr 1962 als besondere Auszeichnung für seinen Einsatz gegen Atomwaffentests. Pauling ist damit neben der Physikerin und Chemikerin Marie Curie der bislang einzige Träger zweier Nobelpreise unterschiedlicher Kategorie.
https://de.wikipedia.org/wiki/Linus_Pauling

Der zweifache Nobelpreisträger LINUS CARL PAULING wurde am 28. Februar 1901 in Portland, Oregon geboren. Große Verdienste erwarb er sich um die molekularbiologische Untersuchung der Sichelzellenanämie (auch Sichelzellanämie) und schuf die gedankliche Grundlage für die Aufklärung der Struktur der DNS. Für die Chemie von besonderer Bedeutung war seine Klassifizierung zur Unterscheidung der drei Verbindungstypen. PAULING engagierte sich gegen die Tests von Atomwaffen und führte den Begriff der orthomolekularen Medizin ein. Von Bedeutung ist auch die von ihm entwickelte Therapie zur Behandlung koronarer Herzerkrankungen ohne Chirurgie. PAULING starb 93-jährig am 19. August 1994 auf seiner Ranch in Californien.
Studium
LINUS CARL PAULING wurde am 28. Februar 1901 in Portland, Oregon geboren. PAULING entstammte einer deutschen Einwandererfamilie, sein Vater war Apotheker.
1917 begann PAULING sein Studium der Mathematik, Physik und Chemie am Oregon State College in Portland, wo er gleichzeitig in chemischer Verfahrenstechnik ausgebildet wurde. Das war damals ein noch sehr junges Fach. Nach seinem Abschluss 1922 ging er als Dozent ans California Institute of Technology und promovierte hier drei Jahre später.
1926/27 lernte er bei einem Studienaufenthalt die Laboratorien der damaligen Physikerelite kennen, darunter ARNOLD SOMMERFELD, ERWIN SCHRÖDINGER, NIELS BOHR. Noch 1927 kehrte er nach Kalifornien zurück und begab sich wieder ans California Institute of Technology, wo er bis zu seinem Tod als Professor der Chemie und chemischen Technologie tätig war. Außerdem war PAULING von 1936 bis 1956 Direktor des Gates and Grellin Laboratory, das zum Technischen Institut gehörte.
Kristallstrukturen und Natur chemischer Bindungen
Ab 1922 widmete PAULING seine Aufmerksamkeit der experimentellen Bestimmung von Kristallstrukturen sowie theoretischen Arbeiten bezüglich der Natur chemischer Bindungen. In dieser Zeit untersuchte er auch die Strukturen von Gasmolekülen und nutzte dazu die Elektronenablenkung. Er beschäftigte sich mit den magnetischen Eigenschaften von Substanzen, untersuchte serologische Systeme und die Struktur von Antikörpern und Proteinen. Nicht zuletzt suchte er nach den molekularen Grundlagen der Anästhesie.
1951 leitete er aus den Kenntnissen über die Kristallstruktur von Aminosäuren das hypothetische Modell der Proteinstruktur ab. Das Modell der α-Helix erwies sich später als richtig.
Besonders wichtige Arbeiten PAULINGs
Einige seiner Arbeiten hielt PAULING für besonders wichtig. Hierzu zählten seine theoretischen Arbeiten zur Anwendung der Quantenmechanik auf die Struktur der Moleküle sowie Arbeiten über die chemischen Bindungen. Er erweiterte die Valenztheorie auf Metalle und intermetallische Verbindungen. Daneben bemühte sich PAULING um die Entwicklung einer Theorie zum Bau des Atomkerns und der Kernspaltung.
1954 erhielt LINUS PAULING den Nobelpreis für Chemie. Verliehen wurde ihm dieser Preis für seine herausragenden Leistungen bei den Untersuchungen zur Struktur der Biomoleküle.
Hierzu übertrug er seine früheren Theorien auf komplizierte Moleküle, die er in lebendem Gewebe fand.

Ab 1936 widmete er sich den Untersuchungen des Blutfarbstoffs Hämoglobin. Dabei entdeckte er 1940 bei an Sichelzellenanämie (auch Sichelzellanämie) erkrankten Patienten eine veränderte Hämoglobinform in den roten Blutkörperchen. Sechs Jahre später gelang ihm als erstem Wissenschaftler, die molekularbiologische Grundlage der Sichelzellenanämie zu beschreiben. Er erkannte sie als eine Variante der Hämoglobinstruktur, die die roten Blutkörperchen eine Sichelform annehmen lässt. Durch die Veränderungen der Blutkörperchen kommt es zu Sauerstoffmangel. Mit dieser Entdeckung regte PAULING die Erforschung von Krankheiten auf Molakularebene an. Ab 1973 bemühte er sich auch an seinem Institut um diesen Zweig der Wissenschaft.
Weitere wichtige Forschungsgebiete
Zwischen 1940 und 1960 entwickelte PAULING als Ergebnis seiner Forschungen mit Röntgenstrahlung die Theorie vom schraubenförmigen Aufbau der Eiweißmoleküle. Damit schuf er die gedankliche Grundlage für die Aufklärung der Struktur der DNS (Desoxyribonukleinsäure).
Wie bereits erwähnt, widmete er sich intensiv der Untersuchung chemischer Bindungen. Hierzu stellte er eine Klassifizierung auf, mit der er die drei Verbindungstypen, Ionenverbindung, kovalente und metallische Verbindung, unterschied. PAULINGs Vorstellungen über die chemischen Bindungen haben noch heute Gültigkeit und sind zusammenfassend 1939 in dem Buch „Die Natur der chemischen Bindungen“ sowie 1967 in „Die chemischen Bindungen“ erschienen.
Würdigungen und politisches Engagement
PAULING hatte Professuren weltweit und erhielt von zahlreichen Universitäten die Ehrendoktorwürde.
Mit besonderem Engagement trat er für die Ächtung von Waffen zur Massenvernichtung ein. Ausschlaggebend für dieses Engagement waren die Atombombenabwürfe der USA auf Hiroshima und Nagasaki am 6. bzw. 9. August 1945, die unmittelbar nach dem Abwurf 250 000 Menschenleben forderten. Er wurde Mitglied der Friedensbewegung und sammelte Unterschriften von 11 000 Wissenschaftlern aller Nationen unter die Forderung, sofort ein internationales Abkommen zu treffen, wonach alle Atomtests umgehend eingestellt werden. Diese Petition wurde dem damaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen Dag Hammerskjöld übergeben. Ein Jahr später gab PAULING die erschreckende Nachricht bekannt, dass die tatsächlichen Werte des radioaktiven Fall-outs nach Atombombentests um das Fünffache über den bis dahin offiziell angegebenen Werten liegen. Gleichzeitig wies er auf die Gefahr der Entstehung von körperlichen Missbildungen und Krebsarten hin. Sein Engagement hatte Erfolg, wie das Abkommen über Atomtests von 1962 zeigte. Für seine Bemühungen erhielt PAULING 1963 den Friedensnobelpreis.
PAULINGs Forschungen auf medizinischem Gebiet
Große Verdienste erwarb sich PAULING auch auf medizinischem Gebiet. So führte er 1968 den Begriff der orthomolekularen Medizin ein. Dabei ging er davon aus, dass für das richtige Funktionieren des menschlichen Körpers eine bestimmte Menge an Molekülen entscheidend ist. Er selbst formulierte: „Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und der Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind.“ In seinen Augen lebt kein Mensch in einer so perfekten Umgebung, dass er alle 45 Nährstoffe in der richtigen Menge und im richtigen Verhältnis zueinander aufnehmen kann. Die Ursache hierfür sah er in der modernen Lebensweise, die durch höhere Schadstoffbelastung, Stress sowie einseitige Ernährung mit Nahrungsmitteln, die industriell hergestellt wurden, gekennzeichnet ist.
Einen großen Durchbruch erreichte PAULING zusammen mit seinem Mitarbeiter MATTHIAS RATH für die Behandlung von koronaren Herzerkrankungen, Erkrankungen der Herzkranzgefäße. So fanden sie heraus, dass für koronare Herzerkrankungen nicht das gewöhnliche Cholesterin (LDL) verantwortlich ist. Stattdessen sind Calcium und andere Bestandteile für diese Erkrankungen der Herzgefäße verantwortlich, die sich in arteriosklerotischen Ablagerungen (Ablagerungen an den Wänden der Blutgefäße) wiederfinden. PAULING erkannte den wahren Schuldigen für diese Art der Herzkrankheiten, nämlich eine Variante des mit dem gewöhnlichen Cholesterin verwandten Lipoprotein(a).
Das Ende seines bewegten Lebens verbrachte LINUS CARL PAULING auf seiner Ranch in Kalifornien. Er starb im Alter von 93 Jahren am 19. August 1994.
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"Fit fürs Leben" von Harvey Diamond
Dieses Buch ist für alle, die Probleme haben, eine strenge Diät durchzuhalten. Das Geheimnis der hier vorgestellten Diät ist die Ernährung in der richtigen Zusammensetzung, damit die natürlichen Verdauungszyklen ihre Arbeit leisten können. Denn nach den modernen ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen kommt es vor allem darauf an, wann und wie man ißt. "Fit fürs Leben" bietet einen vierwöchigen Gesundheits- und Fitnessplan an, der einfach, sicher und gesund ist. Er garantiert nicht nur, daß man Gewicht verliert, sondern vor allem, daß man das neue Gewicht auch halten kann. Es gibt kein Kalorienzählen, kein Verkleinern der Portionen mehr. Man lernt, wann und in welchen Zusammenstellungen man die Nahrung, die einem schmeckt, essen soll. Das Gewicht reduziert sich automatisch auf natürliche Weise, gefahrlos und dauerhaft.
Fit for Life ist eine Ernährungsform, die auf das gleichnamige Buch von Harvey und Marilyn Diamond aus dem Jahr 1985 zurückgeht. Sie basiert auf Theorien der im 19. Jahrhundert in den USA begründeten Natural-Hygiene-Bewegung. Es handelt sich um eine Abwandlung der Trennkost, ergänzt durch weitere Ernährungsregeln. Basis der Ernährung ist Rohkost, vor allem in Form von Obst. Fleisch wird nicht generell verboten, gilt aber als gesundheitsschädlich und der Mensch wird als Frugivore (Früchtefresser) eingestuft. Fit for Life soll das Trennkost-Prinzip in den USA und in Europa erst richtig populär gemacht haben. Die Theorien, die von den Diamonds zur Ernährung und zur Verdauung aufgestellt werden, sind wissenschaftlich nicht haltbar. Die Ernährung wird als Dauerkost bezeichnet, aber auch als Diät zur Gewichtsabnahme.
Zitat
Dieses Buch ist für alle, die Probleme haben, eine strenge Diät durchzuhalten. Das Geheimnis der hier vorgestellten Diät ist die Ernährung in der richtigen Zusammensetzung, damit die natürlichen Verdauungszyklen ihre Arbeit leisten können. Denn nach den modernen ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen kommt es vor allem darauf an, wann und wie man ißt. "Fit fürs Leben" bietet einen vierwöchigen Gesundheits- und Fitnessplan an, der einfach, sicher und gesund ist. Er garantiert nicht nur, daß man Gewicht verliert, sondern vor allem, daß man das neue Gewicht auch halten kann. Es gibt kein Kalorienzählen, kein Verkleinern der Portionen mehr. Man lernt, wann und in welchen Zusammenstellungen man die Nahrung, die einem schmeckt, essen soll. Das Gewicht reduziert sich automatisch auf natürliche Weise, gefahrlos und dauerhaft.


https://de.wikipedia.org/wiki/Fit_for_Life
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Die Götter von Eden: "Eine neue Betrachtung der Menschheitsgeschichte"
Januar 1994 by William Bramley (Autor), Gustave Dore (Illustrator), Renate Hue-Cerino (Übersetzer)
Eine außergewöhnliche Reise durch die Geschichte - von den Anfängen der Menschheit bis zu den Schlagzeilen von heute.
Begleiten Sie den Autor, wenn er das Problem des Krieges und des menschlichen Leids erforscht und entdecken Sie einen bemerkenswerten Zusammenhang mit dem jahrhunderte alten Ufo - Phänomen. Dieses Buch ist das Ergebnis siebenjähriger intensiver Recherchen und eines der wissenschaftlichsten und umfassendsten seiner Art. Sorgfältig belegt und illustriert vermitteln "Die Götter von Eden" zahlreiche neue, erstaunliche Informationen über UFO's und ihren überraschenden Einfluss auf unsere Welt. Das ist die Geschichte von ihrer spannendsten und widersprüchlichsten Seite.
https://de.wikipedia.org/wiki/William_Bramley

Zitat
Ich habe es ungefähr 1995 gelesen und sehe seither die Welt mit anderen Augen. Ich werde es nicht mehr lesen, weil ich die Initialzündung nicht mehr brauche. Ich kann dank dieses Buches mit meiner jetzigen Sichtweise beobachten wie der Hase wirklich läuft. Dieses Buch verwendet Fakten aus der Menschheitsgeschichte und baut mit daraus abgeleiteten Vermutungen spekulative Weltbilder auf, die an bekannte Verschwörungstheorien erinnern.
Mit den dargelegten Scenarien (z.B. die Versklavung der Menschheit durch intelligente Aliens) werden unterschwellig vorhandene Ängste geschürt und damit die schon lange notwendige Weiterentwicklung der menschlichen Bewußtheitsstrukturen zu mehr Verantwortlichkeit, Freiheit und Mitmenschlichkeit behindert.
Ich brauche nicht für jedes inhaltliche Detail Beweise, aber wenn man mit diesem Hintergrundwissen die Welt beobachtet, dann sieht man täglich, daß die Quintessenz stimmt.
Ich habe dieses Buch gekauft, um es für die Nachwelt zu erhalten. Es hat ja schon öfter in der Geschichte Bücherverbrennungen gegeben und ich bin mir sicher, daß es wieder geschehen wird.
Es gibt nur wenige Bücher, die man nach dem Lesen mit solcher Ehrfurcht aus der Hand legen wird wie das rund 500 Seiten starke Buch "Die Götter von Eden" des amerikanischen Hobbyhistorikers William Bramley. Der Autor hat nach eigenen Angaben viele Jahre seines Lebens darauf verwendet, für "The Gods of Eden", so der Originaltitel, zu recherchieren. Und der Leser kann sich darauf verlassen, daß William Bramley seine Hausaufgaben gemacht hat: Der rote Faden, der sich ihm im Laufe seiner peniblen, lückenlosen Nachforschungen über die historische Ursache kriegerischer Handlungen in Staatsarchiven, historischen Bibliotheken, alten Originalschriften und erstaunlicherweise sogar in den bedeutendsten Schriften der Menschheit erschloß, ist schlicht und ergreifend überwältigend und beängstigend zugleich.
Doch auch da, wo Bramley im Abwägen der erdrückenden Beweislast und der enormen Brisanz und globalen Dimension seiner Ergebnisse schon selbst gar nicht mehr zu entscheiden wagt, ob man die sich zwangsläufig ergebenden, teilweise bizarren Schlußfolgerungen überhaupt ziehen darf, ist er seinen Lesern gegenüber stets fair genug und bekennt, daß jedes Weiterdenken an dieser Stelle nur noch spekulativen, theoretischen Charakter haben kann und der Leser sich bitte sein eigenes Bild machen möge.
Bereits zu Beginn des Buches bittet Bramley seine Leser, sich an gewisse Regeln zu halten, die eigentlich vollkommen selbstverständlich sind. Doch je weiter man sich in den von Bramley mit stoischer Konsequenz nachgezeichneten, unglaublichen Bericht über die hinter den Kulissen der Menschheitsgeschichte gelenkten Abläufe einarbeitet, desto dankbarer ist man dem Autor für seine anfänglichen Hinweise, die dem Leser die Lektüre dieses Buches ein Stück weit erleichtern.
Mit "Die Götter von Eden" hat William Bramley nicht zuletzt auch ein Denkmal für den Humanismus geschaffen, das hinsichtlich der profunden, kompromißlosen Vorgehensweise des Autors sowie im Hinblick auf die erschreckende Bedeutung seiner Ergebnisse absolut beispiellos ist. Schaut man sich die vor und nach Bramleys langjährigen Recherchen (ca. 1980-1989) erschienenen Bücher zum betreffenden Thema an, wird man entdecken, daß Bramley weder der erste noch der letzte war, der dieses Thema erschöpfend behandelt hat (wobei erwähnt werden sollte, daß zahlreiche Forscher der verschiedensten Couleur in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten fleißig bei "Die Götter von Eden" abgeschrieben haben).
Was aber in jedem Fall über ihn gesagt werden kann, ist, daß Bramley unter all den Autoren, die sich vor oder nach ihm an dieses brisante Thema herangewagt haben, zweifellos der mit Abstand gründlichste und überzeugendste ist.
Das geniale an dem Buch ist, dass der Autor den roten Faden von der Gründung der Religionen bis zum heutigen Tag zieht. So kann jeder die Zusammenhänge sehen. Hinter der Religionsgründung, der Pest im Mittelalter, Aufstieg der Rothschilds, französische Revolution, Kapitalismus, Kommunismus und Ufo-Vertuschung – immer stecken die gleichen Kräfte dahinter.
Spannend, wie ein Krimi. Alle Behauptungen sind mit Dokumenten belegt und die ganze Menschengeschichte genau hinterfragt, erforscht und alle möglichen Ereignisse auf dieser Erde analysiert. 20 Jahre schrieb er an diesem Buch. Geschichten wurden neu aufgerollt. leider war ich nach dem Lesen etwas verstört, da mein gesamtes Bild über unser Dasein geändert wurde.
Das Buch gibt teilweise plausible aber auch verblüffende Antworten auf so manche grundlegende Frage zur Menschheit und deren Existenz. Bramley lädt ein zu einer nachdenkenswerten Betrachtungsweise der Menscheit. Wie gesagt, lesenswert. Damit fällt dieses Buch für mich in die Sparte "spekulatives Geschichtsbuch"!
Wer den Inhalt dieses Buches nicht kennt, weiß auch nicht, was auf der Erde abläuft.
Seiten: 1 ... 5 6 [7] 8


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