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Autor Thema: ⚠️ Bodhietologie - ZUM THEMA ORDNUNG SCHAFFEN ⭐️ ABTEILUNG FÜR PROZESSING  (Gelesen 832 mal)

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Offline ★ Ronald

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Inhaltsverzeichnis:
⭐️ DER erste AKT ✔
ÜBER DEN ZUSTAND DES MENSCHEN
EIN IDEALER SEINSZUSTAND
DIE ZIELE DES MENSCHEN
DER MENSCHLICHE VERSTAND
DAS KONTROLLZENTRUM
EMOTIONEN
PROZESSING
 ★ ABTEILUNG FÜR PROZESSING
DER ZWEITE AKT ✔
DER DRITTE AKT ✔
DER VIERTE AKT ✔
⭐️ DER FÜNFTE AKT
DER SECHSTE AKT ✔
DER SIEBENTE AKT ✔
DER ACHTE AKT ✔
DER NEUNTE AKT ✔
DER ZEHNTE AKT ✔
DER ELFTE AKT ✔
DER ZWÖLFTE AKT ✔
⭐️ DER DREIZEHNTE AKT
DER VIERZEHNTE AKT ✔
DER FÜNFZEHNTE AKT ✔
DEFINITIONEN, LOGIKEN UND AXIOME ✔
AXIOME ✔

ÜBER DEN ZUSTAND DES MENSCHEN
Der Mensch begann seine Reise in die Gegenwart vor zahllosen Äonen. Durch Gemetzel
und Blutbäder, Sturmfluten und Erdbeben, durch glühenden Sand und durch Schlamm,
durch Mühsal und Streben, Glück und Leid entwickelte er sich Generation für Generation
zum Herrn der Weit und Herrscher aller Reiche. Wie ist der ideale Zustand dieses Tieres,
genannt Mensch? Was sind seine Ziele? Wo liegen seine Grenzen? Was ist Gutes an ihm,
und was ist schlecht? Im Zuge seiner Abenteuer machte der Mensch eine überaus wichtige
Entdeckung – und diese hat ihm seither immer Kopfzerbrechen bereitet. Er fand heraus, dass
er einen Verstand besass. Er entdeckte, dass er denken konnte. Schliesslich begriff er, dass
dieser Verstand seine beste Waffe war. Und er musste feststellen, dass Entbehrungen und
Verletzungen oder vielleicht Dämonen ihn des vollen Gebrauches dieser Waffe berauben
konnten – dass sie ihn seines Verstandes berauben konnten. Während ganzer Zeitalter von
Philosophien, Schamanen und Priestern hat der Mensch sich bemüht, dieser Grundschwierigkeit
beizukommen, dieses Grundproblem zu lösen. Er will wissen, was es ist, das mit seinem
Geist nicht in Ordnung ist – wenn überhaupt etwas. Und er möchte wissen, wie der ideale
Zustand seines Geistes ist – wenn ein solcher Zustand existiert. Auf der Suche nach Antworten
auf diese Fragen ist er auf zahllosen unbekannten Seitenwegen gewandert. Er hat sich
ganze Menschenleben lang auf Berggipfel und in Höhlen gesetzt, nur um über das Geheimnis
seiner selbst nachzugrübeln. Er ist in den Krieg gezogen, er ist an Hunger gestorben, er hat
gearbeitet, geschrieben und verleumdet, nur um diese beiden Rätsel zu lösen. Und jetzt, da
diese Worte geschrieben werden, hat sein verblüffender Verstand eine Idee geboren, haben
seine Hände eine Waffe geformt, die vielleicht das Rätsel des Menschen für immer lösen
wird – indem sie alle Zivilisation zerstört. Aus diesem Grund MUSS er die beiden grundlegenden
Geheimnisse seines Verstandes enträtseln. Kann die Natur des Menschen verändert
werden, bevor seine Werke für immer untergehen im Dröhnen seiner mächtigsten Erfindung,
der Atombombe? Ist es überhaupt möglich, die Natur des Menschen zu verändern? In der Tat
gibt es nichts, das besser formbar wäre als die Fähigkeit des Menschen, zu denken und zu
glauben. Immer wieder hat der Mensch in diesem oder jenem Teil der Welt Dinge akzeptiert
oder geglaubt, die verrückter waren als alles, was in den Büchern der Philosophen steht. Seine
Bereitschaft zur Veränderung ist nahezu unbegrenzt. Es ist also kein leeres Postulat1, dass
sich die Natur des Menschen rund um die ganze Weit innerhalb von wenigen Jahren vollkommen
verändern könnte. Man braucht nur seine Geschichte zu studieren, um auf solche
Standpunktwechsel und Charakterveränderungen zu stossen. Die Trägheit der Massen ist ein
Mythos. Zum Beispiel die Ankunft des Heiligen Paulus vor fast zweitausend Jahren in Rom:
Sie veränderte die Natur aller römischen Sklaven mit der Geschwindigkeit einer Feuersbrunst.
Das Auftreten eines Mönches in England zu Beginn des Jahrtausends, das jetzt dem
1 Postulat: eine Schlussfolgerung, eine Entscheidung oder ein Entschluss, der vom einzelnen auf
Grund seiner eigenen Selbstbestimmung gefasst wurde. Es kann auf bewussten oder unbewussten
Daten der Vergangenheit beruhen. Das Postulat ist immer bekannt. Es wird auf Grund der Auswertung
von Daten oder auf Grund eines Impulses und ohne Daten durch den einzelnen auf gestellt. Es
löst ein Problem der Vergangenheit, entscheidet über Probleme oder Beobachtungen der Gegenwart
oder stellt ein Schema für die Zukunft auf.
Ende zugeht, änderte die Abgeschiedenheit dieser Insel in wenigen Monaten und sandte riesige
Scharen auf die Kreuzzüge, erfüllt von einer Frömmigkeit und einem Eifer, wie sie vor
seinem Erscheinen eindeutig nicht vorhanden waren. Und im letzten Viertel eines Jahrhunderts
hat sich die Idee des Kollektivismus von einer Schar tollkühner Revolutionäre aus ihren
Weg gebahnt, um die Sitten und Gebräuche beinahe der Mehrheit der Weltbevölkerung umzugestalten.
Wenn so viele Menschen sich ändern können, scheint die Veränderung eines
einzelnen relativ einfach zu sein. Und so ist es auch. Mit neu erworbenen Kenntnissen und
auf Grund der Tatsache, dass viele seiner vergangenen und gegenwärtigen Probleme plötzlich
gelöst sind, kann ein Mensch seiner Umgebung innerhalb weniger Wochen ein Antlitz zeigen,
das sich auffallend verändert hat. Der Mensch ist an Veränderung gewöhnt. Die Schwere
seiner Aberration rührt normalerweise von einem Gefühl her, dass er gegen Veränderung
protestieren muss. Denn seine Umgebung hat sich während seiner ganzen Entwicklung, während
jeden Lebens beinahe Tag für Tag verändert. Der Mensch ist erfolgreich. Das ist eindeutig,
denn er ist hier – nach Äonen voller Versuchen und Fehlschlägen, voll guter und schlechter
Planung. Und er ist erfolgreich, weil er sich verändern kann. Die Eroberung seiner Umwelt
ist sein einziges Ziel gewesen. Jedes Mal, wo es ihm nicht gelungen ist, seine Umgebung
zu erobern und zu kontrollieren, hat er seine Formierung und seine Methoden grosszügig
verändert und hat seine Königswürde zurückgewonnen. Der Mensch passt sich NICHT an
eine Umwelt an. Er passt seine Umwelt sich an. Und darin liegt sein Erfolg. Wenn es ihm
einmal nicht gelungen ist, seine Umgebung sich anzupassen, wenn er in seiner vollständigen
Kontrolle dieser Umgebung nachgelassen hat, dann hat er sich selber oder seine Ideen gewandelt,
bis er die Umwelt abermals verändern konnte. Eines der vielen Dinge, die der
Mensch in seiner Besorgnis um seinen Verstand und seinen Seinszustand zuwege gebracht
hat, in seiner Anstrengung, andere zu kontrollieren, ist die Annahme von Sklavenphilosophien.
Jeder Mensch, der eine solche Philosophie erfindet oder verwendet, neigt mehr oder
weniger dazu, sich selbst von der Sklaverei, die sie auferlegt, auszunehmen und durch diese
Erfindung die Kräfte anderer Menschen niederzuhalten. Dies ist ein Trick von sehr beschränkter
Brauchbarkeit, denn er führt letzten Endes dazu, dass auch derjenige in die Falle
plumpst, der ihn verwendet. Das ist keine blosse Meinung, sondern ein Gesetz, das demonstriert
werden kann: Wer seine Mitmenschen versklavt, wird schliesslich selbst zum Sklaven.
Eine „Therapie“, die lehrt, dass der Mensch sich lieber an seine Umwelt anpassen soll, anstatt
seine Umwelt sich anzupassen, ist eine solche Sklavenphilosophie und funktioniert nicht –
weil sie ganz einfach das genaue Gegenteil der Wahrheit ist. Jedes Wesen der Spezies
Mensch versucht auf die eine oder andere Weise, sich über alle anderen zu erheben. Darin
liegt seine Rettung, und, wie seine Gesellschaft es ausdrückt, sein Untergang. Der Versuch
der Versklavung rührt hauptsächlich von Furcht her. Furcht entwickelt sich, wenn man das
Vertrauen in seine eigene Fähigkeit verliert, seinen Weg zu gehen. So entsteht eine Welt, in
der man Selbstvertrauen zu gewinnen sucht, indem man andere beraubt. In einer komplizierten
Gesellschaft kann das nicht funktionieren.
Das Problem, dem sich der Mensch heute gegenübersieht, ist nicht neu. Es schreit nur
dringender als je nach einer Lösung. Wenn überhaupt etwas: was ist nicht in Ordnung mit
seinem Verstand? Wie ist sein idealer Zustand?

EIN IDEALER SEINSZUSTAND
Bevor man entscheiden kann, was an einem Seinszustand nicht in Ordnung ist, sollte
man eine gewisse Vorstellung davon haben, wie ein idealer Seinszustand beschaffen sein
könnte. In anderen Worten: Bevor man zum Beispiel ein Radio reparieren kann, muss man
ungefähr wissen, was von dem Radio erwartet wird und wie gut es spielen kann, wenn es gut
repariert ist. Was, hätte man sich vor ein paar Jahrtausenden gefragt haben sollen, ist ein
idealer Seinszustand für den Menschen? In weicher Geistesverfassung gedeiht er am besten?
Was ist ein gesunder Mensch? Was ist ein glücklicher Mensch? Was sind die Ziele des Menschen?
Wie muss sein Geist, wie muss sein Körper beschaffen sein, damit er am längsten lebt
und damit es ihm am besten geht? Was möchte der Mensch vollbringen? Was versucht er zu
vollbringen? Was ist der Mensch? Bevor es sich jemand anmasst, Libidotheorien, präfrontale
Lobotomie und magische Heilkristalle anzupreisen, sollte er eine Vorstellung davon haben,
was er mit seinen Bemühungen anstrebt. Der Techniker, der eine Brücke reparieren soll,
muss wissen, welchen Zweck eine Brücke erfüllen soll, weiche Belastungen sie ertragen soll,
wie stark sie sein soll und wovon man annimmt, dass es sie wieder zerstören würde. Das ist
ein einfacher Schluss. Der Techniker schaut sich diese Brücke, die er instand setzen soll,
nicht bloss an, seufzt, stellt fest, dass das Problem zu kompliziert ist, streitet mit verschiedenen
anderen „Autoritäten“ für Brücken, deponiert ein paar Stangen Dynamit an der falschen
Stelle, sprengt es in die Luft, fragt sich dann, warum da keine Brücke mehr ist – und beginnt
den Vorübergehenden zu erklären, dass er zu spät gerufen worden ist, sonst nichts, und dass
Brücken überhaupt nicht besonders viel taugen. Allerdings drängt sich einem die Befürchtung
auf, dass dies die Methode war, wie man an die Probleme des menschlichen Geistes und
des menschlichen Körpers herangegangen ist. Um mit einer Wiederherstellung des menschlichen
Geistes und des menschlichen Körpers zu beginnen, sollte man über ihren optimalen
Zustand Bescheid wissen. Das wäre der Anfang einer Antwort auf die Frage, wie Körper und
Geist wieder in Ordnung gebracht werden können. Ausserdem wäre es der Anfang einer
Antwort auf die Frage, welche Umwelt und welche Lebensumstände die günstigsten für den
menschlichen Körper und den menschlichen Geist sind. Danach könnte man Mittel erfinden,
mit deren Hilfe sich ein optimaler Zustand erreichen lässt. In dieser neuen Wissenschaft gibt
es über zweihundert Axiome, die, aufeinander aufbauend, ein logisches Gefüge formen, das
sich auf den Geist und den Körper bezieht. Die Entdeckung vieler neuer Phänomene zeigt,
dass dieses Gefüge brauchbar ist. Ausserdem sagt es voraus, wo Phänomene gefunden werden
könnten – und wenn man die Wahrheit der Voraussage nachprüft, stellt man fest, dass sie
eingetroffen ist. Durch die Logik und die Phänomene dieser Axiome lassen sich Ergebnisse
erzielen, die von den Menschen als Wunder bezeichnet werden.
Das Ziel des Menschen hierauf dieser Erde ist allem Anschein nach „Überleben“. Und
mit „Überleben“ ist alles gemeint, was für das Überleben notwendig ist, einschliesslich Ehre
und Moral und Idealismus und anderer Dinge, die das Leben erträglich machen. Ein Mensch
überlebt, solange es in einem Menschenleben möglich ist, mit der höchsten Aktivität und
Lebensfreude, die er erreichen kann. Wenn er die Hoffnung verliert, dieses Ziel zu erreichen,
stirbt er. Und obwohl der Autor nicht gern Ungläubigkeit hervorruft – die Tatsache kann auf
zu vielfältige Weise, zu leicht und mit präziser wissenschaftlicher Folgerichtigkeit bewiesen
werden: Man sollte sich mit der Tatsache vertraut machen, dass der Mensch offensichtlich
nur körperlich stirbt und eines Tages wieder zur Weit kommt. Die Bedeutung des Todes ist
keineswegs gering. Ohne den Tod wäre der Mensch noch immer eine Alge im Meer. Ohne
den Tod wäre der Mensch gezwungen, in einem Körper zu leben, der nicht länger seiner Umgebung entspricht.
Wenn Ihr nicht sehr abgesperrt2 seid, kann Euch Euer Auditor ein Geschehnis wie einen
früheren Tod vorführen. In dieser neuen Wissenschaft hat der Tod seinen Stachel verloren;
eigentlich betrachtet man ihn als ziemlich praktische Einrichtung. Auf der Evolutionskette
erreicht der Mensch in physischer Beziehung eine immer grössere Kontrolle über seine Umgebung.
Über einen gesunden Menschen übt die Umwelt keine Kontrolle aus. Er kontrolliert
die Umwelt. Die Umgebung eines Kranken, eines Neurotikers oder Geisteskranken neigt dazu,
über ihn Kontrolle auszuüben. Man kann das deutlich beobachten, da man sich durch diese
neue Wissenschaft in Richtung auf eine glücklichere Gemütsverfassung entwickelt. Die
Gesundheit und die Fähigkeit eines Menschen nehmen in dem Ausmass zu, wie er sich zu
grösserer und sicherer Kontrolle über seine Umwelt aufschwingt. Umgekehrt erreicht man
bessere und bessere Kontrolle über seine Umgebung, je gesünder und glücklicher man wird.
Es gibt daher ein zweites Ziel. Der Mensch lebt sichtlich zu dem Zweck, bessere und
stärkere Kontrolle über das physikalische Universum zu erlangen. Das physikalische Universum
setzt sich zusammen aus Materie, Energie, Raum und Zeit. In dieser neuen Wissenschaft
ist das neu geprägte Wort für das physikalische Universum „MEST. Das ist leicht zu behalten,
denn es wird aus den Anfangsbuchstaben der vier englischen Wörter „Matter“ (Materie),
Energy“(Energie), „Space“ (Raum) und „Time“ (Zeit) gebildet. Natürlich kann der Mensch
andere Ziele haben, die ausserhalb des physikalischen Universums liegen, aber wir stellen
fest, dass er hier auf der Erde mit der Eroberung von MEST beschäftigt ist. Es entspricht seiner
Natur, dass er sich für seine Mitmenschen und für lebende Organismen im allgemeinen
interessiert, denn er lebt in einer Art von Bruderschaft mit allem Lebendigen. Das gesamte
Leben ist an dieser Eroberung beteiligt, und der Mensch ist die höchste Form des Lebens auf
der Erde. Eine Unterwerfung des physikalischen Universums, ja selbst Überleben auf einer
Grundlage der blanken Notwendigkeit, wäre ohne die kooperative Unterstützung allen Lebens
unmöglich. Der Mensch ist als Mechanismus bereits so kompliziert, dass er von niedrigeren
Lebensformen leben muss. Diese sind ihrerseits fähig, Sonnenlicht und Chemikalien
aufzunehmen und komplexe Nährstoffe wie z.B. Proteine zu entwickeln.
Der Autor hofft natürlich, dass sein Leser nicht jene üble Angewohnheit hat, die vielen
Lesern gemeinsam ist – sie suchen und erinnern sich oft nur an Dinge, die ihre eigenen alten
Ideen bestätigen. Nimmt man ein Buch in die Hand, das von einem Leser gelesen worden ist,
der mit einem Bleistift unterstreicht – wird man feststellen, dass er die meisten vollständigen
Banalitäten angemerkt hat; es wurden nur Dinge unterstrichen, die mit den alten Ideen des
Lesers ÜBEREINSTIMMTEN. Man fragt sich oft, warum ein solcher Knabe überhaupt liest.
Die Daten in dieser neuen Wissenschaft sind keine voneinander isolierten Meinungen, son-
2 abgesperrt: bezeichnet Erinnerung, die für den Rückruf nicht zugänglich ist. Jemand, der abgesperrt
ist, hat ein armseliges Erinnerungsvermögen und dürftige Rückrufe der Vergangenheit.
Sonderndern ein strukturiertes Ganzes. Dieses Ganze kann hie und da Wunder wirken, und so gut wie
immer kann es deutliche Verbesserungen an einem Individuum erzielen. Das wurde nie zuvor
mit einiger Verlässlichkeit erreicht, der Autor hofft daher, dass diese Daten ein bisschen um
ihrer selbst willen studiert werden, nicht bloss um festzustellen, wie gut sie vielleicht mit
alten Ideen übereinstimmen. Denn sie stimmen nicht mit alten Ideen überein – und alte Ideen
haben Unglück, Hungersnöte, schnellen Tod, Krieg, Irrenhäuser und eine Menge anderen
unerwünschten Kram produziert. Das ist nicht nur eine Bitte um Verständnis. Wenn Ihr
möchtet, dass es Euch besser geht, als es je möglich gewesen wäre, probieren wir sie an und
stellen fest, ob die Grösse passt. Tragen wir sie, bis wir uns ein Urteil über ihre Brauchbarkeit
bilden können. Wenn Ihr nach einer gründlichen Prüfung zu dem Ergebnis kommt, dass sie
nicht funktionieren, habt Ihr jedes Recht, ihnen mit Vorsicht zu begegnen. Diesen Vorschlag
macht Euch der Autor, ohne befürchten zu müssen, dass Ihr ihn eines Besseren belehren werdet
– zu viele Wunder sind geschehen, während die Übungen in diesem Band durchgeführt wurden.
Die Liste von Axiomen am Ende dieses Buches wird Euch die Definitionen für
Schmerz, Freude, Angst und dergleichen liefern, falls Ihr neugierig sein solltet. Hier behandeln
wir nur den idealen Seinszustand in dem Schema, das Ihr brauchen werdet, um die
Übungen in diesem Band auszuführen.
Der erste Punkt in einem idealen Zustand ist ICH BIN. Shakespeare hatte ganz recht
mit seiner Frage: „Sein oder Nichtsein?“ Wenn ein Mensch versucht, eine Entscheidung zu
treffen, lässt sich diese Entscheidung auf die Wahl eines von zwei Wegen reduzieren: Sein
oder Nichtsein. Die höchste Stufe des wünschenswerten Zustandes ist ICH BIN. Kein Rätselraten
um den Sinn des Lebens. Keine Angst vor der Zukunft. Die niedrigste Stufe auf einem
Weg zum Überleben wäre ICH BIN NICHT. Dazwischen haben wir die Zweifel, das
Sich-Winden und die Unentschlossenheit der Müden, der Zornigen und der Verängstigten.
Erst wenn er sich zu etwas entschlossen hat, fühlt ein Mensch sich wohl. Solange er eine Entscheidung
nicht trifft, sondern in einem Vielleicht hängenbleibt, fühlt er sich unwohl. Auf
jeder Route gibt es nur zwei mögliche Entscheidungen: einen Zustand des Seins anzunehmen
– oder einen Zustand des Nichtseins. Diese Seiten enthalten eine Tonskala3, der ihre
eigenen beschreibenden Daten gegenüberstehen. Den idealen Seinszustand findet man am
oberen Ende dieser Skala. Die Zustände von Tod oder Nichtsein befinden sich am unteren
Ende der Skala. Und hier haben wir die Sache mit der Gradientenskala. Erfolge sind kleine
Stückchen Leben. Misserfolge sind kleine Stückchen Tod. Wie eine Schlacht, die für alle
verlorenging, weil ein Pferd einen Nagel von seinem Hufeisen verlor, so kann ein kleiner
Misserfolg den Beginn einer Serie von Misserfolgen bilden, die in tatsächlichem Tod enden.
Nicht dieser Tod ist wichtig, abgesehen davon, dass er schmerzvoll ist, sondern dass man
daraufhin Misserfolgen grosses Gewicht beimisst. Den idealen Seinszustand könnte man so
beschreiben: vollkommen erfolgreich sein, in allen Dingen. Das Gegenteil davon: so erfolglos
sein, dass man tot ist. Misst und sie auf den einzelnen Stufen der Skala zueinander in Beziehung setzt.
Der nächste Punkt im idealen Seinszustand ist ICH WEISS, das Gegenteil davon ICH
WEISS NICHT. Zweifel, Verdruss, qualvolle Anstrengung beim Studieren, all das sind einfach
Gradienten zwischen ICH WEISS und ICH WEISS NICHT. Welcher Mensch zittert
nicht ein bisschen, wenn er mit dem Unbekannten konfrontiert wird? Der nächste Punkt im
Idealzustand ist GELASSEN. Davon ausgehend bewegt man sich durch Heiterkeit, Enthusiasmus,
Fröhlichkeit, Antagonismus, Zorn, Angst, Gram und Apathie. Die unterste Stufe der
Leiter ist TOD.
VERTRAUEN ist der ideale Punkt auf der Skala VERTRAUEN – MISSTRAUEN.
Das grösste MISSTRAUEN, das man entwickeln könnte, wäre wiederum gleich Tod.
Der ideale Punkt von Langlebigkeit, bei einem perfekten Körper, wäre IMMER. Das
untere Ende dieser Skala wäre wieder tot. VOLLE VERANTWORTLICHKEIT wäre ein
idealer, KEINE VERANTWORTLICHKEIT im Gegensatz dazu ein nicht wünschenswerter
Zustand. Und nicht zuletzt haben wir hier URSACHE und WIRKUNG. URSACHE und
WIRKUNG sind so wichtig, dass sie in den Übungen selbst mehrfach vorkommen werden.
Der ideale Zustand ist es, URSACHE zu sein. Der am wenigsten wünschenswerte Zustand
wäre WIRKUNG. Das äusserste an WIRKUNG-sein ist tot sein.
Wir haben jetzt eine kurze Darstellung, wie ein idealer Zustand beschaffen sein könnte.
Nur einige der Punkte sind gezeigt worden, aber sie müssten genügen. Im Idealzustand wäre
man sich voll seines Daseins bewusst und würde sein. Das ist ICH BIN. Man wäre hundertprozentig
ERFOLGREICH. Man würde WISSEN. Man wäre GELASSEN. Man hätte VERTRAUEN.
Man wäre in physischer Hinsicht völlig GESUND. Man könnte VOLLE VERANTWORTUNG
übernehmen. Und man wäre URSACHE, ohne etwas dagegen zu haben,
URSACHE zu sein. Natürlich wäre es nicht ausschliesslich erstrebenswert, diese Extreme zu
erreichen, da es einem dann an Aktion mangeln würde. Aber sich ihnen so weit wie möglich
zu nähern, wäre ein erstrebenswerter Zustand. Das Seltsame daran ist folgendes: Wenn jemand
in einem dieser Bereiche absinkt, sinkt er auch in allen anderen ab – so sehr stehen
diese Teile des Lebens miteinander in Verbindung. Dieser Band, seine Übungen und sein
Auditing4 versuchen dem einzelnen bei seinem Aufstieg zu diesem Seinszustand zu helfen,
den man als ideal betrachten kann. Wie sehr sich der einzelne diesem Zustand nähern kann,
hängt hauptsächlich von seiner eigenen Bereitschaft ab, daran zu arbeiten – mehr als von der
Gültigkeit der Grundsätze selbst. Ein idealer Seinszustand schliesst zweifellos Krankheit
aus – oder die Unfähigkeit, sich selber oder die Umwelt zu kontrollieren. Die Kontrolle seiner
selbst und seiner Umwelt hängt davon ab, in weichem Mass man sich dem idealen Daseinszustand
genähert hat.

DIE ZIELE DES MENSCHEN
Das Ziel des Lebens im endlichen Universum kann man im allgemeinen leicht so definieren:
ein Bestreben zu ÜBERLEBEN, und zwar so lange wie möglich; dabei den angenehmsten
Zustand zu erreichen, der sich erreichen lässt, und dadurch das physikalische Universum
in Besitz zu nehmen.
Der Zyklus des Überlebens besteht aus Empfängnis, Wachstum, Reife, Verfall, Tod,
Empfängnis, Wachstum, Reife, Verfall, Tod, immer und immer so weiter. Das ist der Hauptzyklus.
In einem Leben gibt es einen inneren Zyklus, der mit Emotion oder Aktion zu tun hat.
Das ist Aktion: Versuch, Erfolg, Versuch, Versagen.
Glück bis hinunter zu Versagen ist der emotionelle Zyklus. Aber diese Zyklen sind nur
Teilzyklen. So wie jeder Tod neues Leben beginnt, so fordert jedes Versagen einen neuen
Versuch heraus, bis schliesslich der Tod selbst erreicht wird. Tatsächlich ist das Versagen
genauso wie der Tod etwas Vorübergehendes. Sie sind erzieherische Häuserblöcke an einer
viel längeren Strasse. Immerhin gibt es Fälle, in denen ein Individuum so überwältigt wird,
dass sogar aufeinanderfolgende Versuche, das Leben zu meistern, immer erfolgloser ausfallen.
Es gibt zweifellos ein viel, viel höheres Ziel, das für dieses Bestreben zu überleben und
zu erobern verantwortlich ist. Oberhalb dieser Stufe steht vermutlich Vernunft. In dieser neuen
Wissenschaft sind wir daran interessiert, WIE das Leben sich erhält, nicht WARUM. Vielleicht
wissen wir gerade jetzt viel über das WARUM. Vielleicht werden wir eines Tages alles
darüber wissen. Im Augenblick reicht es aus zu wissen, WIE das Leben fortbesteht. Was geht
in der Existenz und den Aktionen eines Menschen vor sich? Wir können eindeutig feststellen,
dass von seiten der Pflanzen und Tiere Unterstützung notwendig ist, damit der Mensch
weiterbestehen kann.
Wir können feststellen, dass Leben eine Teamarbeit ist, an der alles Lebendige Teil hat.
Wieviel von dieser Teamarbeit ist in den Aktivitäten eines Individuums enthalten? Wir haben
die sogenannten DYNAMIKEN. Die Dynamiken verkörpern im Leben das, was in der Physik
die Arbeit ist. Eine Dynamik ist der Drang, entlang einer bestimmten Route zu überleben.
Eine Dynamik ist Fortdauer im Leben. Sie ist das Bestreben, zu leben. Sehr tief unten auf der
Tonskala, im psychotischen oder neurotischen Bereich, denken Individuen, dass sie nur für
sich selber existieren. Das wäre natürlich eine Unmöglichkeit. Man erweitert seine Interessens-
und Betätigungsbereiche entsprechend seinem Aufstieg auf der Tonskala zu besseren
Daseinszuständen. Aber ungeachtet dessen, was man in einem emotionell niedrigen Zustand
denkt – man existiert immer noch auf all den Dynamiken, wenn auch in geringerem Ausmass.
Es gibt acht Dynamiken. Diese umfassen alle Ziele, die ein Mensch im Leben haben kann.
Sie umfassen alle die Dinge, denen er sein Dasein widmet.
Keine dieser Dynamiken ist wichtiger oder weniger wichtig als eine andere. Und, seltsam
genug: Wenn eine Dynamik geschwächt oder beschnitten wird, werden auch alle anderen
dadurch geschwächt oder beschnitten. Wenn jemand ein Vergehen gegen eine Dynamik
begeht, sündigt er automatisch gegen alle anderen. Diese Dynamiken sind sehr leicht zu demonstrieren.
Die ERSTE Dynamik ist SELBST. Das ist der Versuch, als Individuum zu überleben,
ein Individuum zu sein. Sie beinhaltet den eigenen Körper und den eigenen Geist. Sie ist das
Bestreben, das höchste Existenzniveau für die längstmögliche Zeit zu erreichen, und zwar als
man selbst.
Die ZWEITE Dynamik ist SEXUALITÄT. Diese Dynamik hat zwei Teile, 2 s und 2 k.
Der erste Teil ist Sex selbst, der Sexualakt, alles, was mit den körperlichen und sexuellen
Handlungen zusammenhängt. Der zweite Teil ist der Drang nach Überleben durch Kinder,
die ja das Ergebnis der Sexualität darstellen. Diese Dynamik beinhaltet auch einen Bereich
der Familie, da die Familie als Einheit das Aufziehen von Kindern beeinflusst.
Die DRITTE Dynamik ist GRUPPE. Das ist das Bestreben, durch eine Gruppe zu überleben,
wie zum Beispiel eine Gemeinde, einen Staat, eine Nation, einen Verein, Freunde,
Gesellschaftsformen, oder kurz: durch jede Art von Gruppe. Man hat ein lebhaftes Interesse
am Überleben einer Gruppe.
Die VIERTE Dynamik ist MENSCHHEIT. Das ist das Bestreben, als eine Spezies zu
überleben. Es ist das Interesse an der Spezies an sich.
Die FÜNFTE Dynamik sind die LEBENSFORMEN. Das ist das Bestreben, für jede
nur denkbare Lebensform zu existieren. Es ist das Interesse an Leben an sich.
Die SECHSTE Dynamik ist MEST. Das ist das Bestreben, als das physikalische Universum
zu überleben, und das Interesse am Überleben des physikalischen Universums.
Die SIEBENTE Dynamik ist die URSACHE ALLEN LEBENS. Diese wird in dieser
neuen Wissenschaft als vom physikalischen Universum verschieden angesehen und ist die
Ursache des Lebens selbst. Sie ist daher eine Bestrebung, die dem Existieren der Ursache
allen Lebens gilt.
Die ACHTE Dynamik ist das HÖCHSTE WESEN. Man drückt das durch die liegende
Ziffer acht aus, was Unendlichkeit bedeutet (8). Hier handelt es sich um den als gegeben
angenommenen Schöpfer der Welt und das Bestreben, für das höchste Wesen zu überleben.
Wenn jemand ein Problem hat, das viele der Dinge betrifft, die in diesen Dynamiken
enthalten sind, ist die beste Lösung für dieses Problem diejenige, die der grösstmöglichen
Anzahl von Dynamiken zugute kommt. Lösungen, die eine Dynamik schädigen, um einer
anderen zu nützen, resultieren schliesslich in Chaos. Wie auch immer, es ist beinahe unmöglich,
optimale Lösungen zu erreichen, und das menschliche Denken versucht nur auf seiner
höchsten Stufe, die grösstmögliche Ordnung und das geringste Chaos hervorzubringen. Auf
niedrigen Stufen der Tonskala bevorzugt man ein oder zwei Dynamiken auf Kosten der restlichen.
Man wird daher eine sehr ungeordnete Existenz haben und für die, die einen umgeben,
viel Chaos erzeugen.
Der Soldat, der in der Schlacht sein Leben wegwirft, arbeitet auf der dritten Dynamik
(seine Kompanie, seine Nation) auf Kosten seiner ersten Dynamik, der vierten und aller an
deren. Der religiöse Schwärmer wird vielleicht auf der achten, siebenten, fünften und vierten
leben, aber auf Kosten der ersten und sechsten. Die „selbstsüchtige“ Person lebt vielleicht
überhaupt nur auf der ersten Dynamik – ein sehr chaotisches Unterfangen. Es ist nicht weiter
schlimm, diese Dynamiken auf so ungesunde Weise zu bevorzugen, solange diese Bevorzugung
sie nicht in grossem Ausmass zu gefährden beginnt, wie im Fall von Hitler und Dschingis
Khan, oder beim Gebrauch der Atomspaltung für destruktive Zwecke. In diesem Moment
wird die ganze Menschheit abhängig von den Zerstörern. Das Ziel des Menschen ist es, so
sehr wie möglich URSACHE oder Partner von URSACHE auf all diesen Dynamiken
zugleich zu sein, ohne WIRKUNG oder Partner von WIRKUNG auf einer von ihnen zu werden.
Er kann das nicht hundertprozentig erreichen. Aber das Ausmass seines Erfolges hängt
davon ab, wie nahe er auf jeder Dynamik an URSACHE herankommen kann, und wie wenig
WIRKUNG er sein kann. Das ganze ÜBERLEBEN ist eine Dynamik, die einzige Dynamik.
Aber ÜBERLEBEN gliedert sich in diese acht Teile. Philosophien der Vergangenheit haben
mehr Gewicht auf die eine oder andere dieser Dynamiken gelegt, bis zur völligen Vernachlässigung
der anderen. Daher waren solche Philosophien nur beschränkt funktionsfähig.
Psychotherapien haben auf diese oder jene Dynamik – unabhängig von den anderen –
Wert gelegt und aus diesem Grund keine besonders grossen Ergebnisse erzielt. Freud zum
Beispiel hielt die zweite Dynamik – Sex – für überaus wichtig. Es gibt allerdings Gründe,
dem den Löwenanteil in einer Therapie zu widmen – aber nur wegen der Eigentümlichkeiten
von URSACHE und WIRKUNG, und wegen der sexuellen Aberrationen unserer gesamten
Kultur – nicht weil 2 s wichtiger wäre als ein Drang oder Trieb irgendeiner der anderen Dynamiken.
Keine dieser Dynamiken wird einen im Fall eines Scheiterns mehr „zum Wahnsinn treiben“
als eine andere Dynamik. Aber es ist vollkommen richtig, dass Versagen oder Behinderung
auf jeder dieser Dynamiken Schwierigkeiten auf allen anderen verursachen wird. Angst
auf der einen wird Angst auf allen. Ein Vergehen auf der einen ist ein Vergehen auf allen.
Erfolg auf der einen Dynamik ist Erfolg auf allen. Schutz auf der einen wird zum Schutz auf allen.
Die Beweise für die Existenz dieser Dynamiken liegen in der Wirksamkeit der Prozesse,
die sich von ihnen ableiten. Folgendes kann geschehen: Wenn man sich vorstellt, dass ein
Mensch nur auf der ersten Dynamik existiert, und auf dieser Annahme eine brauchbare Therapie
aufzubauen versucht, verliert dieser Mensch seine psychosomatischen Krankheiten
nicht. Es geht ihm nicht besser. Wenn man versucht, im Rahmen einer Therapie ausschliesslich
die zweite Dynamik zu behandeln, wird er nicht geheilt. Verwendet man hingegen alle
diese Dynamiken, wenn man seine Probleme zu lösen versucht, erzielt man deutliche, ja verblüffende
Resultate. Vielleicht werden die Autoritäten das Argument vorbringen, dass man
ein Ding noch lange nicht verwenden muss, bloss weil es funktioniert. Autoritäten erzielen
keine Resultate ausser ihrer eigenen Befriedigung – was nicht Grund genug ist für den Studenten
oder Techniker, der etwas erreichen will.
Die Ziele des Menschen stammen also aus dem einzigen Ziel des Überlebens durch eine
Eroberung des materiellen Universums. Der Erfolg seines Überlebens misst sich an dem
umfassenden Überleben aller. Ein Mensch, der hart arbeitet, um die erste Dynamik zu retten,
Wird vielleicht in seiner Kurzsichtigkeit alle anderen zerstören. Wo bleibt dann die erste Dynamik?

DER MENSCHLICHE VERSTAND
Es ist eine verbreitete Vorstellung, dass der menschliche Verstand erst in der letzten
Generation aufgetreten sei – oder so ähnlich. In Wirklichkeit ist der Verstand selbst so alt wie
der Organismus. Und laut früheren Vermutungen und Nachweisen, die von dieser neuen Wissenschaft
erbracht wurden, ist der Organismus, also der Körper, ziemlich alt. Er geht auf das
erste Auftreten von Leben auf der Erde zurück. Zuerst gab es ein physikalisches Universum –
wir wissen nicht, wie es zustande kam. Und dann, während die Planeten abkühlten, erschien
in den Meeren ein bisschen lebende Materie. Dieses bisschen wurde schliesslich zu dem
komplizierten, aber immer noch mikroskopisch kleinen Einzeller. Äonen vergingen, und es
wurde zu pflanzlicher Substanz. Dann wurde es zur Qualle. Und dann wurde es zur Molluske
und erlebte seine Umwandlung zum Krustentier. Schliesslich, als landbewohnendes Tier,
entfaltete sich diese eigenartige Kette des Lebens, die einst den Menschen hervorbringen
sollte, zu immer komplexeren Formen, zum Gliederfüsser, zum Faultier, zum Menschenaffen,
und endlich zum Menschen. Es gab sehr viele Zwischenstufen.
Wenn der Mensch sehr materialistisch ist und nur das materielle Universum sieht, gerät
er über all das in Verwirrung und wird unsicher. Er versucht zu sagen, dass lebende Organismen
einfach soundso viel Lehm sind und zur Gänze Teil des materiellen Universums.
Er versucht zu sagen, dass letzten Endes nur der „endlose Protoplasma-Strom“, der
durch die Sexualität von Generation zu Generation weitergegeben wird, von Wichtigkeit ist.
Der sehr gedankenlose Mensch wird wahrscheinlich viele Fehler machen, nicht nur in bezug
auf den menschlichen Geist, sondern auch in bezug auf den menschlichen Körper.
Wir entdecken derzeit, dass die Wissenschaft vom Leben wie die Physik ein Studium
von Statik und Bewegung ist. Wir stellen fest, dass das Leben selbst, der lebendige Bestandteil
des Lebens, sich mit keinem Wesen im physikalischen Universum vergleichen lässt. Es
ist nicht bloss eine andere Form der Energie, oder einfach ein Zufall. Leben ist ein Statik, das
aber die Fähigkeit hat, Materie, Energie und Raum zu kontrollieren, zu beleben, zu mobilisieren,
zu organisieren und zu zerstören – und vielleicht sogar Zeit.
Leben ist eine URSACHE, die auf das physikalische Universum als eine WIRKUNG
einwirkt. Es gibt jetzt überwältigende Beweise dafür. Im physikalischen Universum gibt es
kein wirkliches Statik. Von jedem scheinbaren Statik hat es sich herausgestellt, dass es Bewegung
enthält. Aber das Statik des Lebens ist offensichtlich ein echtes Statik. Der grundlegende
Text der Axiome dieser neuen Wissenschaft demonstriert das überzeugend. Das Leben
begann offenbar mit reiner URSACHE. Mit dem ersten Photon begann es, sich mit Bewegung
zu beschäftigen. Und jedesmal, wenn es sich danach mit Bewegung beschäftigte, trug
es zu der gesammelten Erfahrung und den Bestrebungen bei, die in einem Körper enthalten
sind. Leben ist ein Statik, das physikalische Universum ist Bewegung. Die Wirkung, die von
URSACHE auf Bewegung ausgeübt wird, produziert die Kombination, die wir als die Einheit
eines lebenden Organismus sehen. Der Gedanke ist keine Bewegung in Raum und Zeit. Der
Gedanke ist ein Statik, das eine Vorstellung von Bewegung enthält. So könnte man sagen,
dass der erste Gedanke über das physikalische Universum damit begann, dass er zum ersten
Mal auf Bewegung stiess. Dieses Statik, ohne Masse, ohne Wellenlänge, Raum oder Zeit
zeichnet dennoch Bewegung auf, und ebenso ihre Auswirkungen in Raum und Zeit. Das ist
natürlich eine Analogie5. Aber es ist insofern eine besondere Analogie, als es mit den Problemen
des Verstandes und physischer Strukturen gründlich aufräumt.
Der Verstand ist also kein Gehirn. Ein Gehirn und das Nervensystem sind einfach Leitungen
für die Schwingungen des physikalischen Universums. Das Gehirn und die Nervenbahnen
haben viel Ähnlichkeit mit einer Schaltzentrale. Und es gibt einen Punkt in dem System,
wo die Schwingungen sich in Aufzeichnungen verwandeln. Ein Organismus wird angetrieben
durch fortwährende, zeitlose, raumlose bewegungslose URSACHE. Diese Ursache
erzeugt Spiegelbilder von Bewegung, oder übernimmt Eindrücke von Bewegung. Diese Eindrücke
nennen wir „Erinnerungen“ oder genauer Faksimiles. Ein Faksimile ist, wie Ihr wisst,
ein einfaches Wort, das ein Bild von etwas bedeutet, eine Kopie von einem Ding, nicht das
Ding selbst. Um uns Verwirrung zu ersparen, und um uns in dieser neuen Wissenschaft diesen
Punkt vor Augen zu halten, sagen wir, dass die Wahrnehmungen des Körpers als Faksimiles
„gespeichert“ sind. Der Anblick, Geräusche, der Geschmack und all die anderen Wahrnehmungen
des Körpers werden als Faksimiles jenes Augenblicks gespeichert. in dem man
den Eindruck erhalten hat.
Die eigentliche Energie des Eindrucks wird nicht gespeichert. Sie wird schon deshalb
nicht gespeichert, weil der Körper nicht genügend molekulare Struktur enthält, um diese
Energie als solche zu speichern.
Physikalische Energie ist offenbar zu grob für eine solche Speicherung. Ausserdem bestehen
die Erinnerungen fort, obwohl die Zelle abstirbt, und existieren offensichtlich für immer.
Ein Faksimile von einer Zehe, die man sich gestern verletzt hat, kann heute mit der vollen
Kraft des Eindrucks wieder lebendig werden.
Alles, was rund um den Körper geschieht, ob er nun schläft oder wach ist, wird als Faksimile
aufgezeichnet und gespeichert. Es gibt Faksimiles von allem und jedem, was der Körper
jemals wahrgenommen hat - gesehen, gehört, gefühlt, gerochen, geschmeckt, erlebt - vom
ersten Augenblick der Existenz an. Es gibt erfreuliche Faksimiles und gelangweilte Faksimiles,
Faksimiles von plötzlichem Tod und raschem Erfolg, Faksimiles von zähem Ringen und
schweigendem Verfall. Unter Erinnerungen versteht man normalerweise das Zurückrufen
von Daten aus kurz zurückliegenden Zeiten; deshalb verwenden wir das Wort Faksimile,
denn während es jenes Ganze ist, von dem Erinnerung ein Teil ist, umfasst das Wort Erinnerung
nicht alles, was entdeckt worden ist.
Man sollte eine sehr gute Vorstellung davon haben, was ein Faksimile ist. Es ist eine
Aufzeichnung der Bewegungen und Situationen des physikalischen Universums, dazu die
Schlussfolgerungen des Verstandes, die auf früheren Faksimiles beruhen.
5 Analogie: Übereinstimmung verschiedener Dinge in einem oder mehreren Merkmalen, was den
Schluss von Bekanntem auf Unbekanntes ermöglicht.
Jemand sieht, wie ein Hund einer Katze nachjagt. Lange Zeit, nachdem Hund und Katze
verschwunden sind, kann er sich immer noch daran erinnern, dass ein Hund eine Katze
gejagt hat. Während das Geschehen abgelaufen ist, hat er die Vorgänge gesehen, die Geräusche
gehört, hat er vielleicht sogar den Hund oder die Katze gerochen. Während er zugesehen
hat, hat sein eigenes Herz geschlagen, war der Salzgehalt seines Blutes soundso hoch; das
Gewicht seines eigenen Körpers und die Stellung seiner Gelenke, das Gefühl seiner Kleider,
die Berührung der Luft auf der Haut – alle diese Dinge wurden ebenso lückenlos aufgezeichnet.
Alles das zusammen ergibt ein komplettes Faksimile.
Nun könnte man sich ganz einfach die Tatsache ins Gedächtnis rufen, dass man gesehen
hat, wie ein Hund eine Katze gejagt hat. Das wäre Erinnern. Oder man könnte sich auf
die Sache konzentrieren und – vorausgesetzt, man ist in guter geistiger Verfassung – man
könnte abermals den Hund und die Katze sehen, könnte sie hören, könnte die Luft auf seiner
Haut fühlen, die Stellung seiner Gelenke, das Gewicht seiner Kleidung. Man könnte die Erfahrung
ganz oder zum Teil wiedergewinnen. Das heisst, man könnte sich ganz oder zum
Teil den „Datenspeicher“ ins Bewusstsein rufen – das komplette Faksimile des Augenblicks,
als ein Hund eine Katze jagte. Man muss nicht unter Drogen stehen oder hypnotisiert sein
oder an etwas glauben, um das zu tun. Menschen benützen diesen Rückruf auf mancherlei
Arten, ohne von dieser Wissenschaft auch nur das geringste zu wissen. Sie nehmen an, dass
„jeder das tut“. Ein Mensch mit einem guten Gedächtnis ist nichts anderes als ein Mensch,
der seine Faksimiles mit Leichtigkeit wiedergewinnen kann. Ein kleines Kind lernt in der
Schule heutzutage durch Wiederholung. Das ist nicht notwendig. Wenn es gute Noten bekommt,
dann liegt das meist daran, dass es ganz einfach das Faksimile jener Textseite, über
die es geprüft wird, „ins Gedächtnis“ zurückholt – das heisst, in sein Bewusstsein. Während
man durchs Leben geht, zeichnet man vierundzwanzig Stunden pro Tag die Umwelt auf;
wach oder im Schlaf, während man Schmerzen leidet, während der Narkose, ob man glücklich
ist oder unglücklich. Diese Faksimiles werden gewöhnlich mit allen Wahrnehmungen
aufgezeichnet, das heisst mit jedem Sinneskanal. Fehlt einem Menschen ein Sinneskanal, wie
zum Beispiel im Fall von Taubheit, dann fehlt auch der entsprechende Teil des Faksimiles.
Ein vollständiges Faksimile ist eine Art von dreidimensionalem Farbfilm mit Geräusch
und Geruch und allen anderen Wahrnehmungen. Dazu kommen noch die Schlussfolgerungen
oder Mutmassungen des Individuums.
Vor vielen Jahren bemerkte einmal jemand, der Studien über den Verstand betrieb, dass
Kinder die Gabe hatten, in der Erinnerung zu sehen und zu hören, was sie in Wirklichkeit
gesehen und gehört hatten.
Und es wurde festgestellt, dass die Fähigkeit nicht erhalten blieb.
Die Angelegenheit wurde nicht weiter verfolgt – ja, diese Studien waren so unbekannt,
dass nicht einmal ich während der frühen Stadien meiner Arbeit etwas darüber wusste.
Wir wissen mittlerweile eine ganze Menge über diese Faksimiles – warum sie von den
meisten Menschen nicht mit Leichtigkeit zurückgewonnen werden, wenn sie erwachsen werden;
wie sie sich verändern; wie die Phantasie beginnen kann, sie von neuem hervorzubringen,
zum Beispiel im Fall der Halluzination, oder im Traum.
Kurz gesagt: ein Mensch ist so aberriert, wie er unfähig ist, mit seinen Faksimiles umzugehen.
Er ist geistig so gesund, wie er mit seinen Faksimiles umgehen kann. Er ist so
krank, wie er unfähig ist, mit seinen Faksimiles umzugehen. Er ist so gesund, wie er mit ihnen
umgehen kann. Jener Teilbereich dieser neuen Wissenschaft, der sich der Wiederherstellung
von Geist und Körper widmet, beschäftigt sich mit den Erscheinungen, die mit der
Handhabung dieser Faksimiles zusammenhängen. Ein Mensch sollte dazu imstande sein,
nach Belieben jedes seiner Faksimiles aufzunehmen, zu untersuchen und wieder beiseite zu
legen. Es ist keine der Zielsetzungen dieser neuen Wissenschaft, die volle Erinnerungsfähigkeit
mit sämtlichen Wahrnehmungen wiederherzustellen; sie will vielmehr die Fähigkeit eines
Menschen rehabilitieren, mit seinen Faksimiles umzugehen.
Wenn ein Mensch mit seinen Faksimiles NICHT UMGEHEN KANN, dann wird er sie
möglicherweise in die Gegenwart zerren und die Entdeckung machen, dass er sie nicht mehr
loswerden kann.
Was ist psychosomatische Krankheit? Wie sich demonstrieren lässt, ist psychosomatische
Krankheit nichts anderes als der Schmerz, der in einem vergangenen Erlebnis enthalten
ist – oder in der körperlichen Funktionsstörung in einem vergangenen Erlebnis. Das Faksimile
dieses Erlebnisses gerät in die Gegenwart und begleitet den Menschen, bis ein Schock es
wieder ausser Sichtweite befördert, oder bis es von dieser neuen Wissenschaft ausgelaufen
wird. Ein Schock oder eine Zwangslage können es freilich wieder in Erscheinung treten lassen.
Kummer, Sorge, Ärger, Furcht und jede andere emotionelle Verfassung beruhen einfach
auf einem oder mehreren dieser Faksimiles. Nehmen wir an, ein Todesfall verursacht
jemandem Kummer. Dann besitzt er ein Faksimile, das Kummer enthält. Irgend etwas veranlasst
den Menschen, dieses Faksimile in die Gegenwart zu bringen. Er ist sich seiner nicht
bewusst, er schaut es nicht an, aber nichtsdestoweniger übt es eine Wirkung auf ihn aus. So
kränkt er sich in der Gegenwart und weiss nicht, warum. Die Ursache ist das alte Faksimile.
Der Beweis dafür, dass es wirklich die Ursache ist, liegt im Prozessing. In demselben Augenblick,
wo das Faksimile von seiner schmerzvollen Emotion entlastet wird, erholt sich das
Individuum. Das ist eines der Stadien des Prozessing.
Das menschliche Gedächtnis ist nur ein Abschnitt des fortwährenden Gedächtnisses.
Bereits der erste Funken Leben, der auf der Erde damit begann, Materie zu beseelen, begann
auch damit, Faksimiles aufzuzeichnen. Und von da an zeichnete es sie immer weiter auf. Es
ist interessant, dass der gesamte Speicher jedem einzelnen Gedächtnis zur Verfügung steht.
Während früherer Untersuchungen fand ich manchmal Faksimiles, die weder Halluzination
noch Einbildung waren; sie schienen viel weiter zurückzugehen als das gegenwärtige Leben
des Preclears. Es gab damals bereits das Werkzeug des Anstrengungsprozessing. So war es
möglich, ein Faksimile mit allen Wahrnehmungen nach Belieben „einzuschalten“. Und so
gelang es auch, die frühestmöglichen Perioden zu untersuchen. Der genetische Bauplan kam
auf diese Weise zum Vorschein, und ich war verblüfft darüber, die Faksimiles der Evolutionskette
blossgelegt zu haben, die nun für jeden zukünftigen Forscher zugänglich waren.
Seither haben viele Auditoren dieselben Resultate erzielt. Der Biologe und der Anthropologe
kommen damit in den Besitz einer wahren Fundgrube faszinierender Daten.
Dann gibt es hier jene Leute, die zwar nichts über den Verstand wissen, aber dennoch
reichlich dafür bezahlt werden. Sie werden kluge Dinge über Sinnestäuschungen und Wahnvorstellungen
erzählen. Es gibt aber zufällig exakte und präzise Gesetze für Wahnvorstellungen.
Ein eingebildetes Erlebnis folgt einem bestimmten Muster. Ein echtes Geschehnis ist
vollkommen unverkennbar. Das Faksimile einer echten Erfahrung verhält sich auf ganz typische
Art und Weise: es reagiert auf ganz bestimmte Art; das Individuum bekommt die Anstrengungen
und die Wahrnehmungen klar und deutlich, und der Inhalt des Geschehnisses
erweitert sich und bleibt während öfteren Wiedererzählens ziemlich konstant. Ein eingebildetes
Erlebnis verringert sich gewöhnlich im Inhalt, und das Individuum versucht dann, sein
Interesse aufrechtzuerhalten, indem es das Erlebnis ausschmückt. Ausserdem enthält es keine
konstante Anstrengung. Jene Leute, die sich nicht die Zeit nehmen können, die Echtheit eines
Faksimiles festzustellen, bevor sie so klug über „Selbsttäuschung“ sprechen, täuschen sich
vielleicht selber über mancherlei.
Der menschliche Verstand, zur Zeit allen anderen Denksystemen überlegen, unterscheidet
sich in keiner Weise von dem aller elementarsten Verstand – dem des Einzellers -
ausser durch die Kompliziertheit des damit verbundenen Gehirns. Das menschliche Wesen
verwendet Faksimiles, um Erfahrungen auszuwerten, Schlüsse zu ziehen und Pläne für die
Zukunft zu formen, wie es in der bestmöglichen Weise überleben kann – oder wie es sterben
und danach von neuem beginnen kann. Der menschliche Verstand ist zu sehr komplizierten
Kombinationen von Faksimiles imstande. Darüber hinaus kann er auf der Grundlage alter
Faksimiles neue Faksimiles hervorbringen. Nichts geht schief mit dem Verstand – ausser mit
seiner Fähigkeit, Faksimiles handzuhaben.
Manchmal ist ein Verstand nicht mehr dazu fähig, ein Faksimile als vergangene Erfahrung
zu betrachten. Dann beginnt er, es andauernd in der Gegenwart als Entschuldigung für
sein Versagen zu verwenden. Damit haben wir Aberration und psychosomatische Krankheit.
Eine Erinnerung an Schmerz enthält Schmerz und kann zu gegenwärtigem Schmerz werden.
Eine Erinnerung an Emotion enthält Emotion und kann zu gegenwärtiger Emotion werden.

DAS KONTROLLZENTRUM
Man kann annehmen, dass jeder Verstand ein Kontrollzentrum besitzt.
Dieses Kontrollzentrum könnte man die „des Bewusstseins bewusste Einheit“ des
Verstandes nennen – oder man nennt es ganz einfach „ICH“.
Das Kontrollzentrum ist URSACHE. Es dirigiert mit Hilfe emotioneller Übertragungssysteme
die Aktionen des Körpers und der Umgebung. Es ist kein physisches Ding. Hier ist
ein Diagramm des Kontrollzentrums, “ICH“, in seinem Verhältnis zu den Emotionen, zum
Körper und zur Umgebung.
„Ich“ Kontrollzentrum
Gedankenimpulse
Schaltbrett auf Drüsenebene
Schaltbrett auf der motorischen (Aktions-)
Ebene des Körpers
Impulse vom und zum Körper und der Umgebung,
entlang der Nervenbahnen einschliesslich
jener der Wahrnehmung
Die ganze Aufgabe des „ICH“ ist das Einschätzen von Anstrengung. Es denkt und plant
und löst die Probleme zukünftiger Anstrengung. Wenn „ICH“ eine notwendige Anstrengung
beurteilt hat und sie nun in Aktion setzt, dann wirken seine Impulse auf das Schaltbrett auf
der Drüsenebene ein. Das Drüsensystem ist eine Übertragungseinheit. Es verwandelt den
emotionellen Impuls in Aktion.
Das motorische Schaltbrett ist eine verwickelte Anordnung körperlicher Schaltungen.
Diese stehen mit den verschiedenen Körperteilen und Wahrnehmungskanälen in Verbindung,
so dass die körperliche Aktion nach den Anweisungen des Drüsensystems koordiniert werden
kann. In der umgekehrten Richtung wird ein Impuls aus der Umgebung oder aus dem Körper
durch die Nervenkanäle der Wahrnehmungsorgane oder die Kanäle im Körper selbst in das
Schaltbrett geleitet und wird vom „ICH“ unmittelbar als Faksimile aufgezeichnet. Das emotionelle
System - vorausgesetzt, der Verstand befindet sich in guter Verfassung - wird von einem
ankommenden Impuls übergangen, sofern ihn das „ICH“ nicht ausdrücklich für das Drüsensystem
bestimmt.
Der physische Körper ist ein Kohlenstoff-Sauerstoff-Motor. Er ist aus den Äonen von
Erfahrungen, von Zusammenfassungen und Schlussfolgerungen des „ICH“ aufgebaut.
Seine inneren Bewegungen und Aktionen können vom „ICH“ in die Kategorie der „automatischen
Reaktionen“ versetzt werden. So sind etwa der Herzschlag und das Kreislaufsystem
automatische Aktionen. Auch viele andere Körperbewegungen sind automatischer Natur.
Jeder dieser Bewegungsabläufe kann jedoch vom “ich“ beeinflusst werden – das lässt sich
demonstrieren. Das Drüsensystem als solches ist ziemlich kompliziert, aber seine Aufgabe ist
einfach. Es fungiert offensichtlich als Übersetzungsmittel für das Denken. Das System ist
zum Teil körperlicher und zum Teil gedanklicher Natur.
Der Gedanke lässt sich zweifellos in einem Universum, das aus Materie, Energie,
Raum oder Zeit besteht, mit nichts vergleichen. Er hat keine Wellenlänge, kein Gewicht, keine
Masse und keine Geschwindigkeit und ist daher ein Nichts, das eine unendliche Grösse
darstellt – oder, kurz gesagt, ein wirkliches Statik. Der Gedanke, der Vorgang des Denkens
und das Leben selbst gehören zur selben Kategorie. Sie haben nachweislich keine Wellenlänge
und enthalten daher weder Zeit noch Raum. In einem Gedanken scheint nur deshalb Zeit
vorzukommen, weil in ihm die Zeit des physikalischen Universums aufgezeichnet ist. Der
Gedanke enthält offensichtlich „Aktion“, doch wie sich zeigt, ist es keine Aktion in diesem
Universum. (Die Beweise für diese Eigenart des Denkens findet man im Text der Axiome.)
Gedanken sind jene Faksimiles, über die wir gesprochen haben, ZUSAMMEN mit dem Urgedanken,
ZU SEIN, der zu jeder beliebigen Zeit auftreten kann.
Diese Sache kann man viel komplizierter machen, als sie in Wirklichkeit ist. Der Gedanke
oder das Statik des Lebens wirken auf das Drüsensystem ein, um körperliche Aktionen
hervorzurufen.
Körperliche Aktionen wirken ihrerseits in den Sinneskanälen (den Nerven), um gedankliche
Aufzeichnungen hervorzurufen.
Das Denken wird von der Umwelt nicht kontrolliert. Das Denken strebt ja danach, URSACHE
zu sein. Der Körper und die Umwelt müssen jedoch zu einem bestimmten Grad
Kontrolle ausüben können, damit das physikalische Universum erobert werden kann. So
muss also das Denken, das „Ich“, es zulassen, WIRKUNG zu sein. In dem Augenblick, wo es
zulässt, dass es beeinflusst wird, kann es zur Wirkung werden. Und nur dann kann die Umwelt
den Körper kontrollieren. Das Denken verzichtet auf einen Bereich der Kontrolle, und
dieser Kontrollbereich kann daraufhin beeinflusst werden. Hier haben wir eine Erscheinung,
die für den Reiz-Reaktions-Mechanismus gehalten worden ist, durch welchen das Individuum
restimuliert7, aus der Fassung gebracht oder stimuliert wird.
Faksimiles werden nach der ZEIT eingeordnet. Ein Faksimile aus einer früheren Zeit ist
wirksamer als ein späteres Faksimile. Wenn sich jemand heute für eine Sache entscheidet und
restimulieren: Zeitwort zu Restimulation. Restimulation: wenn die Umwelt ein Faksimile wieder in
Gang setzt, weiches dann auf den Körper oder die des Bewusstseins bewusste Einheit zurückwirkt.
Morgen das Gegenteil beschliesst, dann bleibt die Entscheidung von heute aktiv, wenn sie
nicht widerrufen wird, indem man sie sich zurückruft oder sie prozessiert. Zum Beispiel,
wenn es um eine Gewohnheit geht wie das Rauchen; ein kleiner Bub beschliesst zu rauchen,
damit er erwachsener wirkt. Zwanzig Jahre später entschliesst er sich, das Rauchen aufzugeben,
ohne sich um den ursprünglichen Entschluss zu kümmern.
Also „kann er die Gewohnheit nicht aufgeben“. Das heisst, er kann einen früheren Entschluss
durch einen späteren nicht überwinden. Er könnte das Rauchen aufgeben, indem er
sich ganz einfach an das frühere Faksimile – dass er rauchen will – erinnert und es so unwirksam macht.
Durch den Stress des Lebens, der für den Einzeller kein geringerer war als für den modernen
Menschen, kann der Organismus gar nicht anders als zur Wirkung werden. Er versucht,
so viel wie möglich Ursache zu bleiben. Aber der Verstand betreibt eine Kohlenstoff-
Sauerstoff-Maschine, die man den menschlichen Körper nennt, eine Maschine von geringerer
Widerstandsfähigkeit, die nur zwischen 95 Grad F. und 106 Grad F. funktioniert –
gewöhnlich bei 98,6 Grad F. Sie kann keine zwei Meilen unter die Erdoberfläche gehen und
keine drei Meilen darüber.
Sie muss Verstandestens alle 24 Stunden gefüttert werden und muss durch ihre frühere
Prägung als Einzeller, der zu seiner Ernährung von Sonnenlicht und Mineralien abhängig ist,
jede Nacht sechs bis acht Stunden schlafen. Sie erträgt nur soundso viel körperliche Belastung,
bevor irgend etwas zu Bruch geht.
Ausserdem erfordert die Fortpflanzungsmethode, die von den Säugetieren verwendet
wird, einen weiteren Organismus; man muss also den Einfluss eines anderen Wesens billigen.
Darüber hinaus hat sich der Mensch zu einem Rudeljäger entwickelt, das heisst, er war als
Gruppe von Menschen am erfolgreichsten und musste sich daher einer Führerschaft unterwerfen
– oder selber die lästigen Verpflichtungen der Führerschaft auf sich nehmen - wenn er
sein Ziel erreichen wollte.
Damit musste er in einem weiteren Punkt zur Wirkung werden.
Glücklicherweise gibt es eine Arbeitsregel für die Spanne aller Leben – dass nämlich
jede neue Generation anscheinend neu beginnt; alle alten Faksimiles sind unterdrückt und
unwirksam, mit Ausnahme derjenigen, die den Bauplan für den neuen Körper enthalten. Das
„Ich“ ist bereit, in dem neuen Leben von vorne zu beginnen und Aufzeichnungen zu machen.
Aber sobald man zu scheitern beginnt, ruft das „ich“ alte Faksimiles wach und beginnt sie zu
verwenden. Und damit haben wir körperliche und geistige Schwierigkeiten.
Ohne den riesigen Hintergrund vergangener Erfahrung würde der Bauplan des gegenwärtigen
Körpers nicht existieren. Ein Einzeller kann nicht sehr viel physikalisches Universum
in Besitz nehmen – ein Mensch kann es sehr wohl. Durch diese Zyklen des Lebens und
Sterbens, des Beginnens als URSACHE und Endens als WIRKUNG entwickelt sich daher
die Rasse.
Der menschliche Geist ist ein von Natur aus selbstbestimmter Computer, der Probleme
aufstellt, beobachtet und löst, um damit seinen Fortbestand zu erreichen. Er denkt mit Hilfe
von Faksimiles echter oder künstlicher Erfahrungen. Er ist von Natur aus URSACHE. Er
versucht, so wenig wie möglich Wirkung zu sein. Er arbeitet am besten, wenn er auf allen
Dynamiken so selbstbestimmt wie möglich ist. Er wird aberriert, wenn er zur Wirkung werden
wollte und die Obersicht verloren hat, wann und warum, und so die Kontrolle über seine
Faksimiles verloren hat.
Wenn wir diese Dinge über den menschlichen Verstand wissen, können wir mit seinen
Aberrationen und seinen psychosomatischen Krankheiten fertig werden.

EMOTIONEN
Als den Arbeitsmechanismus zwischen Gedanken und Taten sollte man EMOTION genau
verstehen. Emotion existiert, um Bewegung widerzuspiegeln. Das Denken selbst scheint
einen emotionellen Impuls zu haben, der frei ist von Wellen des physikalischen Universums.
Das wurde auf mancherlei Weise studiert, ist aber für uns nur wichtig im Zusammenhang mit
der Lösung der Probleme des menschlichen Verstandes.
Verschiedene Emotionen erzeugen verschiedene Handlungen. Zorn zum Beispiel ist der
Katalysator für Attacke. Furcht ist das Signal zum Rückzug. Kummer ist das Signal dafür,
still zu sein und nichts zu beginnen. Apathie ist das Signal dafür, tot zu sein oder den Tod zu
wünschen, so dass ein Plünderer seines Weges geht. Verschiedene Mischungen von Drüsensekreten
werden im Organismus in Umlauf gesetzt, um diese Resultate zu erzielen. Furcht
und Gram zum Beispiel haben einen zusätzlichen Bestandteil, der das Fleisch unangenehm
schmecken lässt – immerhin ist der Mensch seit kurzem essbar.
Es gibt eine ganze Skala von Emotionen, die bestimmte Bewegungen hervorrufen sollen.
Und es gibt eine Herdenreaktion, wie man sie bei der Massenhysterie erlebt. Durch diese
wirkt Emotion auf andere ein – ein Mechanismus, der für die Kontrolle von Jagdrudeln entwickelt
wurde, wo das ganze Rudel sich fürchten und davonlaufen konnte – oder zornig werden
und angreifen konnte -, ohne dass es irgendeinen anderen Befehl gab. Dies zeigt sich
auch in jeder modernen Führerschaft. Der Anführer ist derjenige, welcher die anderen emotionell
am stärksten in die Richtung positiver Aktion beeinflusst. In den zwischenmenschlichen
Beziehungen spielt die Emotion eine enorme Rolle. In dieser neuen Wissenschaft kennen wir
etwas. das GEGENEMOTION genannt wird.
Geschehnisse werden sich sehr oft nicht reduzieren lassen, bis man den Preclear dazu
bringt, die Emotionen zu empfinden, die andere ihm gegenüber hegen. Doch ganz unabhängig
von dieser Manifestation als einem vergeistigten Etwas gibt es da den handgreiflichen
Mechanismus des Mitleids. Ein Mensch zeigt Gram, um die Unterstützung eines anderen zu
gewinnen. Der andere zeigt Mitleid und gewährt die Unterstützung. Die Menschen sind so
sehr voneinander abhängig – und das physikalische Universum ist gelegentlich so rauh -, dass
alle zwischenmenschlichen Beziehungen auf dieser Abhängigkeit oder ihrer Verweigerung
aufbauen. Das grosse Gebiet der Dynamiken zeigt den allumfassenden Charakter der Emotion.
Der Prüfstein für all diese Schlussfolgerungen ist ihre Funktionsfähigkeit. Im Prozessing
wird man die enorme Bedeutung der Emotion entdecken. Die Emotion eines Menschen
kann durch irgendein Faksimile eingefroren werden, das er einst haben wollte, nun aber nicht
haben will. Danach handhabt er Bewegung im Einklang mit jener Emotion. So kann ein
Mensch chronisch ärgerlich oder chronisch in Apathie sein. Und sein Verhalten auf allen
Dynamiken ist das Verhalten dieser Emotion*. Wenn man das weiss und die Handlungsweisen
jeder Stufe auf einer Tonskala der Emotion kennt, dann kann man die Aktionen jedes
gegebenen Menschen vollständig vorhersagen und ihn mit Leichtigkeit handhaben. Der ideale
Zustand ist vollkommen selbstbestimmte Emotion. Nur dann kann man glücklich und erfolgreich
sein.

PROZESSING
Das Hauptaugenmerk im Prozessing liegt auf dem Ziel, das Individuum auf der Tonskala
zu heben. Das bedeutet auch, dass man seine Fähigkeit rehabilitieren muss, mit seinen
eigenen Faksimiles umzugehen. Das Prozessing kann die Reduktion einer Anzahl von Faksimiles
durch Gedanken-Prozessing, Emotions- oder Anstrengungs-Prozessing erfordern.
Es ist eine Eigentümlichkeit des Faksimiles, dass es keinerlei Macht, keine Energie,
keine Anstrengung und keinen Gedanken mehr enthält, sobald es einmal prozessiert worden
ist, indem man es mehrere Male im Vergleich mit der Realität durchleuchtet hat – ganz
gleich, wie gewaltsam die Anstrengungen und Gegenanstrengungen gewesen sein mögen, die
es enthalten hat, ganz gleich, wie kummervoll oder entsetzlich die Situation sein mag, mit der
es zusammenhängt. Es gibt viele Wege, das zu erreichen. In früheren Arbeitsweisen wurden
gröbere und langwierigere Methoden verwendet, aber sie dienten dem gleichen Zweck.
Eine Erinnerung, ein Faksimile, enthält eine Aufzeichnung aller Dinge, die in dem
wirklichen Erlebnis vorgefallen sind – sie enthält optische und akustische Wahrnehmung,
Geschmack, Schmerz, Emotion, Anstrengungen des Individuums, Anstrengungen der Umwelt
gegen das Individuum. Der Mensch verlagert das Faksimile in die Gegenwart und behält
es aus verschiedenen Gründen bei. Dann glaubt er, nicht mehr dazu fähig zu sein, sich davon
zu befreien. Es erzeugt seltsame Zwänge, fixe Ideen oder ganz allgemein Aberrationen. Und
es kann durch seine Anstrengungen den ursprünglichen körperlichen Schmerz erzeugen. Ein
Faksimile, das von einem Menschen auf diese Weise festgehalten wird, kann ihn krank machen.
Es kann ihn sogar töten. Derartige Faksimiles erzeugen mehr als 70 Prozent der Krankheiten
des Menschen und machen ihn schwach genug, um anfällig für die Leiden und Unfälle
zu werden, die für die restlichen 30 Prozent verantwortlich sind.
Nebenhöhlenentzündung, Arthritis, Sehschwierigkeiten, Leberkrankheiten, Geschwüre,
migräneartige Kopfschmerzen, Nachwirkungen der Kinderlähmung und so weiter, die ganze
lange Liste, kapitulieren, wenn man das Faksimile reduziert, das die Schwierigkeiten verursacht.
Ob das Faksimile reduziert wird oder nicht, hängt bis zu einem bestimmten Grad von
der Geschicklichkeit des Auditors ab. In meinem ersten Buch über diese neue Wissenschaft
zum Beispiel machte ich mich dessen schuldig, die Fähigkeiten meiner Mitmenschen zu
überschätzen. Ich musste seither hart arbeiten, um die Techniken und die Theorie zu vereinfachen,
so dass sich der Erfolg des Prozessing mit grösserer Sicherheit einstellen konnte.
Jetzt, sagen sie, liegt er bereits in der Grössenordnung von Wundern. Aber selbst jetzt ist hie
und da jemand zu alt oder zu unzugänglich, als dass die Geschicklichkeit des Auditors sich
voll an ihm auswirken könnte. Und so erfolgt nur eine Erleichterung, aber keine Beseitigung
der Schwierigkeit. Das Endziel des Prozessing ist nicht genau umrissen.
Der Auditor bemüht sich einfach darum, seinen Preclear auf der Skala anzuheben, so
weit es in der verfügbaren Zeit möglich ist, und die auffälligsten psychosomatischen Krankheiten
zum Verschwinden zu bringen. Es gibt Stufen der Tonskala, die bis jetzt noch nicht
erreicht worden sind, die jedoch erreichbar scheinen. Diese unerreichbaren Stufen sind – zum
gegenwärtigen Zeitpunkt – so weit oberhalb jedes Zustands, der bisher von irgendeinem
Menschen erreicht worden ist, dass der Preclear sich keine Sorgen darüber zu machen
braucht, dass er nur ein kleines Stück emporgehoben worden ist. Der Preclear beginnt gewöhnlich
auf einer Stufe, wo die Umwelt ihn ziemlich nachhaltig kontrolliert. Das moderne
Erziehungssystem, verschiedene Gesetze und die Autorität der Eltern suchen alle den Preclear
zur Wirkung seiner Umgebung zu machen, anstatt ihn zur URSACHE von Wirkungen
auf die Umgebung zu machen. Wenn er auf eine Stufe gelangt ist, wo er auf der Mehrzahl der
Dynamiken selbstbestimmt sein kann, dann wird sein Fall als abgeschlossen betrachtet. Dieses
Buch hilft ihm dabei, das Ziel zu erreichen.

ABTEILUNG FÜR PROZESSING
Die Abteilung für Prozessing in diesem Band ist in 15 Akte unterteilt.
Jeder von ihnen behandelt eine bestimmte Phase eines Falles. Wenn ein Mensch mit einem
Auditor arbeitet, dann wird er feststellen, dass der Auditor ihn durch die selben 15 Akte
führt, und dass dieses Buch als Ergänzung zur Arbeit des Auditors verwendet wird. Wenn er
sich die Pflicht auferlegt hat, den Band auf eigene Faust durchzugehen, dann folgt es derselben
Prozedur. Es ist notwendig, die verschiedenen Abteilungen der Reihe nach aufzugreifen.
Jeder Akt beginnt mit einer Beschreibung dessen, was der Prozess bedeutet, wie er angewendet
wird und welches Ziel er erreichen soll.
Es ist nicht notwendig, zu GLAUBEN, was man in diesem Band findet, damit das Material
seine Aufgabe erfüllt. Wenn man beim Beginn des Prozessings in der Gruppe der
Zweifler stehet, dann wird man feststellen, dass die Zweifel verschwinden, während man
fortschreitet. Ein anderer kann einem diese Prozesse vorlesen. Man kann sie sich selber vorlesen.
Man kann sie zwischen den Sitzungen mit einem Auditor durchführen. Man kann sich
einen Auditor nehmen, damit er die ganze Arbeit für einen erledigt. Man wird in dem Buch
eine Tabelle von Einstellungen gegenüber dem Leben finden. Man könnte sie eine Tabelle
der Knöpfe9 nennen, denn sie enthält die Hauptschwierigkeiten der Menschen. Es ist auch
eine Tabelle für die Selbstbewertung. Man kann darauf eine Stufe finden, mit der man übereinstimmt.
Das ist seine Stufe der Reaktion gegenüber dem Leben.
Diese Tabelle ergänzt die  CHART OF HUMAN EVALUATION (Tabelle der Einschätzung des Menschen),
ist aber eigens für diesen Band und für diese
Art des Prozessings ausgearbeitet. Wie man die Tabelle im Prozessing verwendet, wird später beschrieben.
Man wird auch eine Scheibe in diesem Buch finden. Die Scheibe wird verwendet, wann
immer eine lange Liste von Fragen vorkommt. Ihre Verwendungsweise wird beschrieben,
wenn sie zum ersten Mal in einem Abschnitt benützt wird. Vielleicht wird man finden, dass
diese Prozesse einem zu schwierig sind, und daher das Bedürfnis nach Unterstützung empfindet.
Es gibt viele professionell ausgebildete Menschen in den gesamten Vereinigten Staaten,
die für die Anwendung der Prozesse dieser neuen Wissenschaft qualifiziert sind. Wenn
man an den Herausgeber dieses Buches schreibt, dann kann man den Namen und die Adresse
des professionellen Auditors erhalten, der einem am nächsten wohnt. Diese neue Wissenschaft
hat sich sehr schnell vorwärts bewegt, und neue Entwicklungen haben die Anzahl von
Stunden verringert, die man für das Prozessing braucht. Es sind mit den neuen Techniken
weniger als hundert. Man sollte damit rechnen, dass man zumindest hundert Stunden mit dem
9 Knopf: Dinge, Wörter, Redewendungen, Themen oder Bereiche, die bei einer Person Erwiderung oder
Reaktion auf die Wörter oder Handlungen anderer hervorrufen und verursachen, dass sie sich unbehaglich fühlt,
verlegen oder ärgerlich wird oder zu unkontrolliertem Lachen gebracht wird. Die Bezeichnung kommt von der
Promptheit der Reaktion, die sich mit der Reaktion einer Maschine auf einen Bedienungsknopf vergleichen
lässt. Vorliegenden Buch zubringt, eingerechnet jedes Anstrengungs-Prozessing, das man vielleicht
von einem Auditor erhält. Dieses Buch allein wird mehr für einen tun, als professionelles
Prozessing im Juni 1951 für einen getan hätte, gar nicht zu reden vom Juni 1950. Zusätzliche
zwei Jahre intensiver Arbeit und Forschung haben darin ihren Niederschlag gefunden. Überall,
wo dieser Text oder diese Prozesse von Büchern oder anderen Daten abweichen, die früher
als im Dezember 1951 geschrieben worden sind, ist dieses Buch und nicht das frühere
Werk richtig. Der Verlauf der Fortentwicklung ist sehr beständig gewesen, aber manchmal
kann ein flüchtiger Student dem logischen Verlauf einer Weiterentwicklung nicht folgen. Ein
Mensch, der auditiert wird, muss diese neue Wissenschaft nicht unbedingt verstehen; aber
jemand, der diesen Band selbst durcharbeitet, sollte die grundlegende Theorie ziemlich gut
verstanden haben. Es wird ihm Zeit ersparen, wenn man den Text dieses Bandes bis zu diesem
Punkt nochmals durchsieht und wirklich versteht. Dann beantwortet man die folgenden
Fragen. Schreibt mit einem Bleistift in das Buch.
Was ist das Ziel des Lebens?
Was versucht das Leben zu erreichen?
An wie vielen Gebieten ist der lebende Organismus interessiert?
Was ist ein Faksimile?
Was ist die Aufgabe des menschlichen Verstandes?
Was ist gemeint mit URSACHE und WIRKUNG?
Ist ein Faksimile etwas Bleibendes?
Wie unterscheidet sich „das Gedächtnis“ und „sich erinnern“ davon, dass man Faksimiles
wiedererlebt?

DER ZWEITE AKT
Beschäftigt man sich mit der Anatomie des Lebensstatik, so zeigt sich, dass es drei miteinander
zusammenhängende Charakteristiken besitzt.
Jedes dieser drei Charakteristiken ist gleich bedeutend wie die beiden anderen. Es handelt
sich um Realität, Affinität und Kommunikation. Die Realität selbst könnte man als das
verstehen, worüber die Menschen übereinstimmen, dass es real ist. Es gibt eine alte, mottenzerfressene
philosophische Frage über die Wahrnehmung. Sind die Dinge nur dann real,
wenn wir sie sehen? Oder sind Dinge real? In anderen Worten: Gibt es überhaupt eine Realität?
Nun, Tische und Sessel scheinen überaus real zu sein. Und auch Euch scheinen sie sehr
real zu sein. Also stimmen wir darin überein, dass es Tische und Sessel und Menschen und
Autos gibt, und eine Weit und die Sterne.
Geistig gesunde Menschen haben eine sehr stabile Übereinstimmung über die Realität.
Sie stimmen damit überein, dass die Dinge real sind.
Geisteskranke Menschen haben Halluzinationen. Halluzinationen sind eingebildete Realitäten,
mit denen sonst niemand übereinstimmt. Wenn ein einzelner nicht mit dem Rest der
Rasse über die Realität von Materie, Energie, Raum und Zeit übereinstimmt, dann sperrt der
Rest der Rasse ihn hinter Schloss und Riegel. Ideen bestehen nicht aus Materie, Energie,
Raum oder Zeit. So kann es Nichtübereinstimmung über Ideen geben, und Übereinstimmung
über die Realität von Materie, Energie, Raum und Zeit. Diese Übereinstimmung über MEST
ist also Realität. Man könnte sagen, Realität sei Übereinstimmung oberhalb 2,0 auf der Tonskala,
nicht so sehr Übereinstimmung mit Menschen, sondern mit den Tatsachen von MEST.
Das ist die eine Ecke unseres Dreiecks.
Die nächste Ecke ist Affinität. Im physikalischen Universum gibt es etwas, das als Kohäsion10
bekannt ist. Materie haftet an Materie. Dem entspricht im Statik des Lebens, wie es
Materie handhabt, AFFINITÄT. Affinität oberhalb von 2,0 ist Liebe. Liebe als ein Wort hat
zu viele Bedeutungen. Deshalb verwenden wir ein sehr altes Wort, nämlich Affinität. Es bedeutet
das Gefühl von Liebe oder Bruderschaft von einer Dynamik zur anderen.
Die dritte Ecke des Dreiecks ist Kommunikation. Kommunikation wird eigentlich mit
Hilfe der Sinneskanäle ausgeübt. Jemand sieht einen Felsen. Durch das Sehen kommuniziert
er mit dem Felsen. Er spürt einen Grashalm. Er kommuniziert daher mit Hilfe eines Sinneskanals
mit dem Grashalm. Wenn man mit einem anderen Menschen spricht, so sendet man
einen Impuls vom „Ich“ zu den Stimmbändern, die im physikalischen Universum Klangwellen
erzeugen. Diese Klangwellen erreichen die Ohren anderer Menschen, werden in Nervenimpulse
übersetzt und verwandeln sich so in eine Einwirkung auf das „ich“ des anderen Menschen.
Kommunikation durch Sprache geht also von Leben zu Leben über das physikalische
Universum. Es kann direkte Kommunikationskanäle geben, die nichts mit dem
physikalischen Universum zutun haben – unmittelbar von „Ich“ zu „Ich“. Der handgreiflichste von
ihnen ist emotionelle Einwirkung.
Man kann keine Affinität ohne Übereinstimmung haben. Man kann keine Übereinstimmung
haben ohne irgendeine Form von Kommunikation. Man kann keine Kommunikation
ohne Übereinstimmung haben. Man kann keine Übereinstimmung ohne Affinität haben.
Man kann keine Kommunikation ohne Affinität haben. Dieses unvermeidliche Dreieck kann
auf jeder Stufe der Tonskala stehen, sei sie nun hoch oder niedrig. Wenn die Kommunikation
destruktiv ist, dann fällt die Affinität auf eine Stufe von Zorn, und die Übereinstimmung wird
zu heftiger Nichtübereinstimmung.
Auf 0,0, das ist Tod, finden sich Affinität, Kommunikation und Realität für den Körper
zur Gänze auf einer Stufe des physikalischen Universums und bestehen aus den Kohäsionen,
den Zusammenhängen und den Aspekten des physikalischen Universums.
Auf 1,0, das ist Furcht, ist die Affinität dürftig, sie ist furchtsam; die Kommunikation
ist entstellt und besteht aus Lügen, die Realität ist ebenfalls dürftig; man stimmt zu, verfolgt
jedoch verborgene Ziele.
Auf 2,0, das ist Antagonismus, ist die Affinität zu Feindseligkeit gebrochen, die Kommunikation
ist nörglerisch oder unangenehm, die Realität widerspricht der Realität der anderen
nur, um zu widersprechen, und ist aus diesem Grunde schlecht.
Auf 3,0, was bereits oberhalb des normalen Menschen ist, zeigt sich Affinität als Liebe,
sie ist vorhanden, aber reserviert, die Kommunikation ist konservativ, die Realität ist vorsichtig,
aber man stimmt ihr zu, nachdem sie bewiesen worden ist.
Auf 4,0, das ist Heiterkeit, ist die Affinität herzlich, die Kommunikation ist frei und
konstruktiv, die Realität ist gut, die Übereinstimmung ist umfassend.
ARK aufgezwungen 1,0 bis 2,0
ARK verhindert 0,0 bis 1,0
Oberhalb von 4,0 haben wir viele Stufen, aber ARK (Affinität, Realität und Kommunikation,
engl.communication) erhebt sich zu einem Gesichtspunkt, der den des physikalischen
Universums überragt. Aus dem ARK können wir jedes Verstehen ableiten. In der Tat entwickelt
sich sogar die Logik aus dem ARK. Auf 4,0 haben wir Verstehen auf niedrigeren Stufen;
Verstehen steigert sich zu vollkommenem Wissen, wenn ein sehr hoher Bereich erreicht
wird – oberhalb von 20,0. ARK ist eigentlich das Wechselspiel des Lebens, das im physikalischen
Universum aktiv ist.
Wenn man mit einem antagonistischen Menschen kommuniziert, dann muss man eine
„Affinität“ und eine Realität von 2,0 annehmen. Wenn man Affinität für 1,0 zeigt, das ist
FURCHT, dann erbt man die Stufe von Kommunikation und Übereinstimmung des Menschen
auf 1,0. Um diesem unvermeidlichen Vorgang zu entgehen, muss ein Individuum sich
oberhalb von 4,0 auf der Tonskala befinden.
Man muss gutes ARK mit sich selber haben, wenn man sich selber verstehen will. Es
ist NICHT böse, sich selbst zu mögen oder sich selbst zu lieben. Es entspricht einer sehr
niedrigen Tonstufe, sich selbst nicht zu mögen.
Alle Dynamiken wirken aufeinander ein. Wenn man andere liebt, dann wird man sich
selbst lieben. Wenn man andere hasst, dann wird man sich selbst hassen. Wenn man Menschen
hasst, dann wird man entlang der anderen Dynamiken Hass empfinden, selbst wenn
man das mit „Mitleid“ überdeckt. Ihr werdet das in einem späteren Akt erkennen.
Es ist ein gesunder Daseinszustand, sich selbst ein Freund zu sein.
Wenn man wenige Freunde hat, wenn man Freunde nicht mag, dann wird man auch
sich selber nicht mögen.
Wenn man Angst vor Menschen hat, dann wird man sich selbst nicht trauen und wird
Angst davor haben, was man imstande ist zu tun.
Wenn man Angst vor Tieren hat, dann wird man auch Angst vor Besitz haben, vor Sexualität
und Menschen und allem anderen.
In manchen Fällen haben Menschen spezielle Ängste. Es handelt sich dabei nur um die
Konzentration auf ein einziges Ding. Ein solcher Mensch wird, ohne dass er es zugibt, auch
auf den anderen Dynamiken Angst haben, aber er wird sich darüber nicht im klaren sein. Es
reicht nicht aus, plötzlich den Entschluss zu fassen, jedermann zu LIEBEN.
Das würde bedeuten, sich selbst zur Affinität zu zwingen. Von 2,0 hinunter bis in die
Nähe von 1,0 wird Affinität erzwungen. Im Bereich von 1,0 haben wir „Versöhnung“, Bestechung
von Menschen, das Vortäuschen von Zuneigung. Von diesem Punkt an abwärts ist die
Affinität blockiert. Wir sehen also, dass erzwungenes, gefordertes ARK aberrierend ist. Und
wir sehen, dass blockiertes ARK ebenfalls aberrierend ist. Überprüfen wir das einmal. Erinnert
Ihr Euch an einen Menschen, den Ihr küssen musstet? Nun, fühlt Ihr Euch in der Lage,
mit diesem Menschen übereinzustimmen? Hattet Ihr den Wunsch, ihn zu berühren (mit ihm
zu kommunizieren) oder mit ihm zu sprechen? Und ein anderer Test. Erinnert Ihr Euch an
einen Menschen, der Euch weggestossen hat, als Ihr Zuneigung empfandet? Wie war Eure
unmittelbare Kommunikationsreaktion? Wie sah Eure Übereinstimmung aus? Und noch ein
Test. Erinnert Ihr Euch an einen Menschen, der von Euch verlangte, dass Ihr mit ihm
sprecht? Auf welcher Stufe stand Eure Affinität? Bis zu weichem Grad fühlt Ihr Euch bereit,
mit ihm übereinzustimmen? Ein weiterer Test. Erinnert Ihr Euch an einen Menschen, der von
Euch verlangte, dass Ihr mit ihm übereinstimmt – gegen Euren eigenen Wunsch? Auf weicher
Stufe stand Eure Affinität? Auf weicher Stufe stand Eure Kommunikation? Wieder ein
anderer Test. Erinnert Ihr Euch an einen Menschen, der Euch unaufhörlich korrigierte? Das
ist blockierte Übereinstimmung. Auf welcher Affinitätsstufe habt Ihr reagiert? Wie reagiertet
Ihr, was Eure Kommunikation betraf? Erinnert Ihr Euch an einen Menschen, der sich vor
allem fürchtete, vor allem und jedem? Wie war Eure Affinität? Wie war Eure Übereinstimmung?
Ein Mensch, der sich hoch auf der Tonskala befindet, reagiert in die Abwärtsrichtung,
muss aber nicht die Stufe des Menschen erreichen, den er anspricht. Immerhin neigt er dazu,
sich auf diese Stufe zu begeben.
Und wenn er in der Umgebung eines Menschen auf niedriger Tonstufe lange genug
bleibt, dann wird diese Tonstufe für ihn schliesslich chronisch werden.
Kennt Ihr jemanden, der Euch schlecht beeinflusst, nachdem Ihr Euch eine Zeitlang in
seiner Gesellschaft aufgehalten habt? Mag dieser Mensch andere Menschen? Spricht er die
Wahrheit? Kommuniziert er mit Leichtigkeit? Stimmt Ihr mit seinen Ansichten überein? Hier
sieht man ARK in der Gegenwart in Aktion.
Wenn man sich in der Nähe von jemandem befindet, der darauf besteht, dass man
spricht, darauf besteht, dass man übereinstimmt, darauf besteht, dass man fühlt, wie er fühlt –
wie ist die eigene Tonstufe ihm gegenüber? Nachdem man sich in Gesellschaft eines Menschen
befunden hat, der einen nicht sprechen lassen will, der nicht mit einem übereinstimmen
will, der einen nicht empfinden lassen will, wie man empfinden will – wie ist dann Eure Reaktion?
Wo ist dieser Mensch auf der Tonskala? Das ist ein Mensch mit blockiertem ARK
oder unterhalb von 1,0. Dieser Mensch hat Angst oder ist apathisch. Dieser Mensch leidet
unter Drüsenerkrankungen. Dieser Mensch lügt. Dieser Mensch verbirgt Dinge. Dieser
Mensch ist körperlich und geistig gestört. Es trifft sich, dass jeder auf einer gegebenen Stufe
der Tonskala versucht, jeden anderen auf diese Stufe der Tonskala zu ziehen. Ein Individuum
auf niedriger Stufe wird von einem Individuum auf einer hohen Stufe ein Stück hinaufgezogen,
und dann kommt das Individuum auf hoher Stufe ein Stück herunter.
Menschen auf niedriger Tonstufe arbeiten auf das Unterliegen hin.
Unterhalb von 2,0 gilt das Streben dem Tod, auf die eine oder andere Weise, sei es offen
oder versteckt, es gilt dem Unterliegen. Der zornige Mensch, dem es nicht gelungen ist,
andere zu zerstören, wird sich selbst zerstören. Der apathische Mensch ist so gut wie tot. Die
Handlungsweise von Menschen unterhalb von 2,0 ist auf das Gewinnen von Mitleid gerichtet.
Sie versuchen, Mitleid von Menschen zu gewinnen, die eine höhere Tonstufe haben, und
zerstören sie so. Mitleid für Fälle auf niedriger Tonstufe ist eine gesellschaftliche Aberration.
Es ist tödlich.
Einem Menschen auf niedriger Tonstufe kann man nicht „helfen“
Versucht, einem Menschen unterhalb von 2,0 zu helfen, und das Resultat ist, dass die
Undankbarkeit am Ende noch grösser ist. Denn das Ziel dieses Menschen ist es, zu unterliegen.
Menschen auf höherer Tonstufe brauchen keine Hilfe.
Wie auch immer – Menschen auf niedriger Tonstufe können auf eine Stufe oberhalb
von 2,0 auditiert werden. Danach werden sie entlang aller Dynamiken zu überleben suchen.
Wenn man annimmt, dass man unterhalb von 2,0 liegt, und wenn man bis jetzt durchgehalten
hat, dann liegt man nicht unterhalb von 2,0. Übrigens gibt es zur Zeit eine sehr praktische
Verwendungsmöglichkeit dieser Daten über ARK.
Wenn man möchte, dass ein Mensch mit einem übereinstimmt, dann spricht man ihn
auf seiner offensichtlichen Tonstufe an, und man wird mit ihm in Kommunikation treten
können, und er wird Affinität für einen fühlen. Wenn man Affinität von einem Menschen
haben möchte, dann verwendet man die Art und Weise, wie er mit anderen kommuniziert,
ihm gegenüber, und geht mit ihm in Übereinstimmung, was seine Vorstellung von den anderen
Dynamiken betrifft. Ein Verkäufer kann einem Fall auf 1,5 (Zorn) alles verkaufen, wenn
sich dieses Ding für andere Dynamiken als destruktiv erweist. Das ist der Grund dafür, dass
die Regierung, eine ziemlich zornige Einrichtung, die Atomspaltung lieber in Form von Waffen
kauft, als in Form von Werkzeugen, mit deren Hilfe man den Menschen zu den Sternen
schicken kann.
Hier ist nun der zweite Akt. Versteht zuerst die Faktoren, die am Verstehen beteiligt
sind – ARK -, die in diesem Abschnitt behandelt werden. Dann beantwortet die folgenden
Fragen:
Zählt die Menschen in Eurer gegenwärtigen Umgebung auf, die Eure Affinität erzwingen.
Zählt die Menschen in Eurer gegenwärtigen Umgebung auf, die Eure Zustimmung erzwingen.
Zählt die Personen in Eurer gegenwärtigen Umgebung auf, die von Euch verlangen,
dass Ihr mit ihnen kommuniziert.
Zählt die Menschen in Eurer gegenwärtigen Umgebung auf, die Eure Zuneigung zurückweisen.
Zählt die Menschen in Eurer gegenwärtigen Umgebung auf, die Euch nicht mit sich
kommunizieren lassen wollen.
Zählt die Menschen in Eurer gegenwärtigen Umgebung auf, die Eure Übereinstimmung
mit ihnen zurückweisen.
Nun geht zurück und setzt nach jedem Namen die Nummer einer Tonstufe. Nehmt einen
Schätzwert. Wo befindet sich jeder von ihnen auf der Tabelle von Dreiecken, die früher
in diesem Abschnitt gezeigt worden ist? Macht Euch keine Sorgen über Eure Genauigkeit.
Das dient nur dem Zweck, Euch eine ungefähre Vorstellung davon zu geben, weiche Art von
Reaktion Eure Umwelt auf Euch zeigen könnte. Und um Euer Verständnis für diese Menschen
zu fördern.
Nun nehmt den ersten Menschen, den Ihr aufgezählt habt, und geht zu der Tabelle von
Einstellungen über, die diesem Band beigelegt ist. Geht von der Zahl aus, die Ihr dem Menschen
zugewiesen habt, und geht die grosse Tabelle auf dieser Stufe durch. Wenn Ihr jemandem
die Stufe 2,0 zugewiesen habt, dann folgt 2,0 quer über die grosse Tabelle. Lest jede
Einstellung auf der Linie für 2,0, die sich horizontal über die Tabelle zieht. Das sollte Euch
ein gewisses Verständnis dieser Person vermitteln. Und es sollte Euch sagen, was ihre Auswirkungen
auf einen anderen sein können. Nehmt den nächsten Menschen her. Folgt der
Zahl, die Ihr ihm zugewiesen habt, quer über die Tabelle. Fahrt fort bis zum Ende, mit jeder
Person, die Ihr aufgezählt habt. Ihr habt wahrscheinlich verschiedene aufgezählte Personen
mit der gleichen Zahl gehabt. Wenn Ihr diese Übung beendet habt, dann lasst uns ein wenig die Vergangenheit ergründen:
Zählt Personen der Vergangenheit auf, die darauf bestanden haben, dass sie Eure
Freunde seien. Das ist eine Spielart von aufgezwungener Zuneigung.
Zählte Personen der Vergangenheit auf, die darauf bestanden haben, dass Ihr mit ihnen übereinstimmt.
Zählt Personen der Vergangenheit auf, die darauf bestanden haben, dass Ihr mit ihnen
kommuniziert.
Zählt Personen der Vergangenheit auf, die Euch keine Zuneigung zeigen wollten.
Zählt Menschen der Vergangenheit auf, die es abgelehnt haben, mit Euch zu kommunizieren.
Zählt Menschen der Vergangenheit auf, die Euch Dingen nicht zustimmen lasse wollten.
SCHLIESST HIER EURE ELTERN UND ALLE EURE VERWANDTEN MIT EIN,
UND HALTET FEST, ZU WELCHER DIESER UNTERTEILUNGEN SIE GEHÖREN.
Gebt jeder der aufgezählten Personen eine Nummer auf der Tonskala.
Überprüft die Einstellungen eines jeden, quer über die grosse Tabelle.
Was glaubt Ihr, weiche Auswirkungen all diese Haltungen, vergangene und gegenwärtige,
auf Euch haben mögen?

DER DRITTE AKT
Lasst uns mit Hilfe der TABELLE VON EINSTELLUNGEN einen Blick auf Eure gegenwärtige
Umgebung werfen.
Während man sich mit dieser Tabelle beschäftigt, hat man vielleicht begriffen, dass
man selbst nicht ganz an der Spitze gestanden ist.
Man braucht sich keine besonderen Sorgen darüber zu machen, falls man das festgestellt
hat. Anders als manche Medizinmänner in modernem Gewand, macht dieses Buch nicht
den Versuch, einen zu verdammen. Es gab verschiedene Gründe dafür, dass man sich selbst
erlaubt hat, auf dieser Tonskala zu fallen – denn man musste seine Zustimmung geben, bevor
einem irgend etwas Ernstes zustossen konnte -, eine Sache, mit der wir uns unter SELBSTBESTIMMUNG
in einem späteren Abschnitt dieses Bandes beschäftigen werden.
Lasst uns eine Einschätzung dessen vornehmen, wie Ihr die Dinge heute betrachtet.
Schreibt die Antworten nieder. (Zieht die Tabelle zu Rate wegen der Daten, die in jeder Spalte
vorkommen.) VERWENDET DIE WORTE UND FORMULIERUNGEN DER TABELLE
IN EUREN ANTWORTEN. SCHREIBT NACH JEDER ANTWORT DIE DAZUGEHÖRIGE
NUMMER DER TONSKALA AUF.
Was ist Eure häufigste Emotion?
Wie fühlt Ihr Euch in bezug auf das Überleben?
Wie recht habt Ihr mit dem, was Ihr tut?
Weiche Verantwortungen seid Ihr bereit, auf Euch zu nehmen?
Wie fühlt Ihr Euch gegenüber Besitztümern? Habt Ihr das Gefühl, jedermann zu sein?
Denkt Ihr am meisten an die Vergangenheit, die Gegenwart oder die Zukunft?
Welche Wirkung hat Bewegung auf Euch?
Wie geht Ihr mit der Wahrheit um?
Vertraut oder misstraut Ihr anderen?
Wisst Ihr oder seid Ihr im Zweifel?
Möchtet Ihr Dinge verursachen oder möchtet Ihr Wirkung sein?
Was ist Euer „Seinszustand“ (gleich neben der letzten Spalte)?
Kehren wir zurück zum ZWEITEN AKT und werfen wir einen Blick auf die Menschen,
die Ihr aufgezählt habt. Entsprechen irgendwelche Eurer Reaktionen den Reaktionen
dieser Menschen? In anderen Worten: Seid Ihr irgendeinem dieser aufgezählten Menschen
vergleichbar? Ihr solltet imstande sein zu entdecken, dass Ihr in der Gegenwart die vergangenen
Einstellungen anderer aufweist. In der Gegenwart solltet Ihr EUCH SELBST sein. Die
Sätze, die Ihr in diesem DRITTEN AKT aufgezählt habt, beschreiben nicht wirklich Euch.
Sie beschreiben jene Teile von EUCH, die Ihr in der Vergangenheit anderen Menschen übertragen habt.
Ihr tragt weiterhin die Einstellungen anderer- die Einstellungen von Menschen, die für
Euch wahrscheinlich längst zur Vergangenheit geworden sind. Sie sind nicht sehr überlebensförderlich.
Ein kleines Stück oder auch ein grosser Teil von EUCH wird oben im Bereich
zwischen 16.0 und 40,0 der Tabelle beschrieben. Unsere Aufgabe ist es, alles von Euch auf
der Tabelle so hoch wie möglich zu bringen und die Teile von „Euch“, die von Rechts wegen
zu anderen Menschen gehören, hinter uns zu lassen. Menschliche Wesen, die entlang aller
Dynamiken arbeiten, sind eigentlich ziemlich heldenmütige und noble Charaktere. Sie sehen
Grausamkeit oder Leid und -besonders in ihrer Jugend und Kraft – nehmen sie auf sich, um
sie der Welt zu ersparen. Sie sehen irgend jemanden, vielleicht sogar sich selber, eine grausame
Handlung ausführen oder. eine unglückliche Erfahrung machen, und sie bedauern es.
Dann machen sie die Entdeckung, dass sie selbst scheitern können.
Danach machen sie andere für ihre eigene Zwangslage verantwortlich. Es ist ein Zyklus,
in dessen Verlauf man etwas zuerst grossmütig akzeptiert, dann jedoch, um sein eigenes
Dasein zu retten, versucht, es rechtzeitig loszuwerden. Die Jugend steht von Natur aus so
hoch auf der Tabelle, dass sie das Böse der Welt mit offenen Armen empfängt, in dem Bemühen,
eine bessere Welt daraus zu schaffen. Dann stolpert sie unter der Last, findet niemanden,
der sie teilt, und beginnt schliesslich zu kämpfen, um sie abzuwerfen, entweder indem
sie böse ist, oder indem sie krank ist.
Das wird wesentlich klarer werden, bevor wir dieses Kapitel beschliessen. Und Ihr werdet
Euch ein grosses Stück höher auf der Karte befinden. Lasst uns nun Eure Gegenwart untersuchen.
Welche Formulierungen auf der ganzen Tabelle beschreiben am besten die Einstellungen,
die Ihr ganz allgemein dem Leben gegenüber im jetzigen Zeitpunkt habt?
Könnt Ihr Euch einen bestimmten Augenblick zurückrufen, als jemand anderer diese
Formulierung ausgesprochen hat?
Wo wart Ihr zu dieser Zeit?
Im Freien oder unter Dach?
Seid Ihr gestanden oder gesessen?
Könnt Ihr Euch eine frühere Zeit zurückrufen, als Ihr diese Formulierung gehört habt?
Wann habt Ihr selbst diese Formulierung zum ersten Mal ausgesprochen?
Und sagt sie nicht noch einmal zu Euch selbst, denn Ihr übt den stärksten Einfluss über
EUCH aus. Was Ihr zu EUCH sagt, das gilt.
Geht die Liste geradewegs durch und sucht Spalte für Spalte Eure Einstellung gegenüber
der Welt heraus, in der Ihr jetzt lebt.
Schreibt sie in den leeren Raum unten auf dieser Seite. Nun verfolgt jede dieser Formulierungen
zurück zu dem frühesten Zeitpunkt, als Ihr hörtet, wie jemand anderer sie verwendete.
Wenn möglich, findet den exakten Augenblick. Findet ein Visio (einen Anblick in der
Erinnerung) des Menschen, der sie ausspricht. Findet von jeder Formulierung, so viel Ihr
könnt, und den frühesten Zeitpunkt, als sie geäussert wurde. DAFÜR VERWENDET IHR
EURE SCHEIBE. Legt die Scheibe über den Satz, den Ihr aufgeschrieben habt, und ruft Euch
das Ereignis mit der Wahrnehmung davon zurück, die auf der Scheibe verlangt wird – oder
der Emotion, wie es die Scheibe erfordert. Nun könnt Ihr sehen, dass Eure gegenwärtigen
Sorgen zu einem bestimmten Teil die Sorgen und Probleme von jemand anderem in der Vergangenheit sind.
Der Wert vergangener Erfahrungen liegt in der Einschätzung der Zukunft. Vergangene
Erfahrungen sind bei weitem nicht so wertvoll, wie man annehmen könnte. Auf den Wert der
Erfahrungen wird ein enormes Gewicht gelegt. Füllt ein Bewerbungsformular für eine Stellung
aus, und Ihr werdet feststellen, dass die Leute sich am meisten um die Erfahrung sorgen.
Es ist eine Art von Falle, um Menschen zu versklaven, wenn man ihren Erfahrungen solche
Bedeutung beimisst. In Wirklichkeit sind ein klarer schneller Verstand und ein reger Körper
hunderttausend Jahre der „Erfahrung“ hinter irgendeinem staubigen Schreibtisch oder in einer
Ecke wert – und eine Fähigkeit, eine „schnelle Analyse“ einer Sache vorzunehmen, ist so
viel mehr wert als eine Ausbildung – komplett mit hundert brillanten Zensuren – in dieser
Sache, dass man zu der Annahme kommen könnte, die „Erziehung“, wie sie lächerlicherweise
genannt wird, könnte vielleicht überbewertet werden.
Überprüft Eure Geschichte, und Ihr werdet bemerken, dass die Männer, deren Marmorbüsten
die modernen Studiersäle zieren, selbst keine formelle Ausbildung hatten: Bacon,
Spencer, Voltaire usw., die ganze Liste lang; zwei oder drei Ausnahmen bestätigen die Regel.
Nicht einmal ein langes Studium hat so grossen Wert, wie Menschenvielleichtgemgeglaubthätten.
EuerLebenkannvonjedemseinerAugenblicke an frei von aller vergangenen
Erfahrung sein, und Euer Kohlenstoff-Sauerstoff-Motor würde weiterlaufen, und Ihr könntet
alles, was Ihr wissen müsst, innerhalb einiger weniger Monate aufsammeln, Ihr könntet sogar
Euren Namen ändern und trotzdem wunderhübsch existieren. Hättet Ihr letztes Jahr einen
Nobelpreis gewonnen, wäre es hart: Ihr würdet mit aller Kraft versuchen, die Erfahrung zu
behalten und der Gewinner eines Nobelpreises zu sein – statt zu versuchen, morgen enthusiastisch
genug zu sein, um einen weiteren Preis zu gewinnen. Dazu zu kommen, ist das
Spiel. Das Besitzen ist eine Verteidigungshandlung und macht aus Euch eine Kompanie, die
von feindlichem Feuer festgenagelt wird. Es ist also mit der Erfahrung dasselbe wie mit
MEST. Lasst uns daher in die Gegenwart blicken. Und lasst uns offen sein. Was versucht Ihr
in der Gegenwart zu verbergen? Was würde mit Euch geschehen, wenn es entdeckt würde?
Wie viele solche Dinge gibt es in der Gegenwart? Macht Euch nicht die Mühe, sie aufzuzählen.
Wenn andere Menschen diese Dinge herausfänden, würden sie wahrscheinlich mit den
Augen zwinkern, vielleicht würden sie auch über den Zaun hinweg darüber schnattern. Ihr
könntet hinausgeworfen oder geschieden werden. Aber ich verrate Euch ein Geheimnis über
Geheimnisse: Kein einzelner Mensch, dem Ihr diese vertrauliche Mitteilung macht, wird
KEINE ähnliche Liste zu verstecken haben. Sie haben alle masturbiert und hatten heimliche
Affären, und eine Menge von ihnen hatte Geschlechtskrankheiten. Sie haben Geld gestohlen,
und vielleicht hat sogar der eine oder andere von ihnen einen toten kalten Körper in einen
Kanal geworfen. Sie haben gelogen und betrogen und erpresst, und das Lustige daran ist: Nur
jene Leute, die eine lange, lange Liste von Dingen zu verstecken haben, würden auch nur
anfangen, Euch zu rügen.
Und noch etwas. Jeder, der Euch bestraft hat, wird es eines Tages bereuen. Ein Dekan
in einer Hochschule, der gedroht hatte, mich durchfallen zu lassen, weil ich etwas Wahres
schrieb in etwas, das der längste Satz in der englischen Sprache war (500 Wörter ohne Punkt
oder Beistrich) – auf dessen Seele lastete das so sehr, dass er mir Jahre danach, als er sich
schon zurückgezogen hatte und fast tot war, die erstaunlichste Entschuldigung schrieb. Ihr
behandelt Euch selbst in der Gegenwart sehr ähnlich, wie Ihr in der Vergangenheit von anderen
behandelt worden seid. Und Ihr bestraft Euch selbst weit härter, als irgend jemand anderer
Euch jemals bestrafen würde. Der Selbstmörder ist nichts anderes als ein eigener Scharfrichter,
nachdem er von seinem eigenen Gericht schuldig gesprochen worden ist.
Als nächstes: wie sehrund wem gegenüberversucht Ihr RECHT zu haben, angesichts
von allem und jedem, einschliesslich Tatsachen?
Vor welchen Verantwortungen drückt Ihr Euch? Warum?
Was tut Ihr mit Eurem Eigentum? Warum?
Was denkt Ihr von Euch selber? Warum?
Widmet Ihr der Zukunft oder der Vergangenheit Eure intensivsten Gedanken? Warum?
Erschreckt Ihr über Bewegungen? Warum?
Wie nahe bleibt Ihr in der Gegenwart bei der Wahrheit? Warum nicht?
Vertraut Ihr Eurer Umgebung? Warum nicht?
Was WISST Ihr nicht? Warum nicht?
Was versucht Ihr zu verursachen? Warum?
Welcher Wirkung versucht Ihr Euch auszusetzen? Warum?
Wen versucht Ihr in der Gegenwart verantwortlich zu machen? Warum?
Wofür macht Ihr Euch selbst gegenwärtig verantwortlich? Warum?
Liebt Ihr Eure Arbeit? Warum?
Ist Euer Geschlechtsleben zufriedenstellend? Warum?
Was bedroht Eure gegenwärtige Sicherheit? Warum?
Selbstvertrauen ist die einzige Sicherheit. Eure Fähigkeit ist Eure Sicherheit. Es gibt
keine Sicherheit ausser Euch. Lasst uns das Bestmögliche aus Euch machen. Wir wissen, wie.
Beinahe alle Dinge, an die Ihr während der obigen Liste gedacht habt, können durch Eure
eigenen Handlungen behoben werden, ohne dass Ihr irgend etwas oder irgendjemanden auch
nur für einen Augenblick um Erlaubnis fragt. Ihr wisst das von Natur aus- in Eurem tiefsten
Inneren. Eigentlich seid Ihr ein Riese, der mit Baumwollzwirn gefesselt ist. Ihr habt die Knoten
geknüpft und den Faden beschafft und gesagt, wo Ihr liegen wollt. Die einzige Schwierigkeit,
die Ihr im Prozessing vielleicht haben könnt, ist, dass Ihr es aus einem seltsamen,
aber entdeckbaren Grund ablehnt, mit der Sorge um andere etwas zu tun zu haben, dass Ihr es
ablehnt, diese schwachen Fesseln zu sprengen und aufzustehen.
Zum Glück bietet einem dieser Band mehr als eine solche Eingebung an.
AberdiezugrundeliegendetrockeneWahrheitist,dasslhreinwichtigerundnotwendiger Teil
dieser Welt seid. Und alles, was mit Euch nicht stimmt, habt Ihr selbst angenommen, in einem
Versuch, zu sein, was als „menschlich“ gilt.

DER VIERTE AKT
Ihr werdet am Rand der TABELLE VON EINSTELLUNGEN bemerken, dass der Bereich
zwischen 0,0 und 1.5 als schwer aberriert betrachtet wird, und dass der Bereich zwischen
1.5 und 2.8 als neurotisch betrachtet wird.
Der Bereich zwischen 2.8 und 10,0 wird als akzeptabel angesehen.
Als diese Zahlen zum ersten Mal kalkuliert wurden, nahm man an, dass der Normalbereich
um 2.8 liegt. Das ist nicht richtig. Das ist grosszügig über jede Grosszügigkeit hinaus.
Der Normalbereich liegt weit darunter – laut den Daten, die sich seit den ersten Berechnungen
angesammelt haben. Der Grund dafür scheint in zwei verschiedenen Dingen zu liegen.
Das erste ist die Umwelt, das zweite ist die Ausbildung. Ausbildung, die in der üblichen
Schule und Hochschule lang genug fortgesetzt wird, drückt das Individuum nieder in die Gegend
von 0.8 oder Apathie. Der Mensch, der „ausgebildet“ wird, wird Tag für Tag bewegungsunfähig
und zur Wirkung von Ausbildern gemacht.
Schöpferisches Denken wird ihm versagt. Er wird gewohnheitsmässig zur „Wirkung“
und hört auf, etwas zu verursachen. Er beginnt, automatisch zu reagieren, entsprechend einem
Muster von Verhaltensweisen, das ihm vom Elternhaus und vom Schulsystem eingeprägt
wird. Das ist der Hauptgrund dafür, dass eine moderne Hochschule, obwohl sie modern
ist, einen Künstler aus einem künstlerischen Fach hinauswerfen muss. Ein Künstler muss ein
Ursachepunkt sein und ein Ursachepunkt bleiben. Als Hauptfach Schreiben zu belegen, ist
zum Beispiel ein sicherer Weg dazu, ein Verleger zu werden, oder, noch schlimmer, ein Kritiker
– statt ein Schriftsteller. Alle Verleger und Kritiker sind gescheiterte Schriftsteller –
sagen die Schriftsteller. Es gibt auch Hauptfächer für die meisten Kunstrichtungen, mit wundervollen
Graden. Die Schriftsteller haben schon früh revoltiert. Das ist keine Kritik an moderner
Ausbildung oder modernen Ausbildnern, es ist ein kleiner Wegweiser, der auf den
Ursprung niedriger Tonstufen deutet.
Ausbildung wird auch im Elternhaus durchgeführt. Die Ebene dieser Ausbildung ist die
Ebene des Elternhauses. Das Ziel der meisten Eltern ist Gehorsam. Gehorsam ist Apathie.
Die meisten BÖSEN Kinder werden gut in dem Augenblick, wo man sie die Tonskala hinaufgehen
lässt. Die Gesellschaft im allgemeinen kann heutzutage beurteilt werden, indem
man einen Blick auf die Titelseiten der Zeitungen wirft. Die Öffentlichkeit kauft jene Nachrichten,
die sie haben will. Die Zeitungen, die in unseren Tagen eine erweiterte Form der alten
Haus-zu-Haus-Werbezettel darstellen, drucken Nachrichten, damit Zeitungen verkauft
werden. Die übliche Titelseite bewegt sich heute in einem Tonstufenbereich von 1.5 bis hinunter
zu 0. 1. Ein Mensch könnte heute etwas erfinden, das alle die verhungernden Menschen
in der Welt mit Leichtigkeit ernähren könnte – und würde damit eine zwei Zentimeter hohe
Kurzmeldung in der Nähe der Todesanzeigen bekommen. Die blutgetränkten und schmutzigen
Titelseiten der Zeitungen der Welt sagen einem, dass der Mensch ziemlich tief gesunken
ist. Seine Zeitung ist das moderne amerikanische Gegenstück zum Römischen Zirkus; seine
Regierung wird zu seinem „Brot“. Offen gesagt – der normale Mensch ist ein sehr kranker Mensch.
Es gibt drei Formen von brauchbarer Therapie. Die erste ist Prozessing, die zweite ist
Ausbildung, die dritte ist Umwelt. Die ersten beiden finden wir in dieser neuen Wissenschaft.
Die dritte muss manchmal verändert werden, denn ein Preclear kann sich in einer so
ausnehmend schmerzhaften Umgebung aufhalten, dass seine Gewinne im Prozessing während
seines Kampfes gegen die Umwelt verlorengehen. Sehr schnelles Prozessing ist eine
Antwort auf das Problem der Umwelt. Es sind Fälle von Ehefrauen bekanntgeworden, die
ihre Männer praktisch ermordeten, wenn sie es wagten, durch Prozessing aus ihrer Apathie
hochzukommen. Apathie ist ein sehrgefügiger, gehorsamer Zustand des Nicht-Seins – wenn
man krank ist. Es sind auch Fälle von Ehemännern bekanntgeworden, die ähnlich reagierten,
wenn ihre Ehefrauen versuchten, gesund zu werden. Und in der Vergangenheit sind manche
geistige Praktikerverrückt geworden vor Wut, wenn es einem ihrer Patienten durch Prozessing
gut zu gehen begann. Der Hauptunterschied zwischen den schwer aberrierten, den neurotischen
und den „akzeptablen“ Bereichen hat mit ZEIT zu tun. Der schwer Aberrierte widmet
seine Aufmerksamkeit hauptsächlich der Vergangenheit. Der Neurotiker widmet seine
Aufmerksamkeit hauptsächlich der unmittelbaren Gegenwart. Der Akzeptable widmet seine
Aufmerksamkeit der Zukunft.
Indem man die Aufmerksamkeit in die Gegenwart zwingt (anheben der Notwendigkeitsstufe11,
kann man einen schwer aberrierten Menschen auf eine neurotische Stufe heben.
Die AA’s12 tun das mit Alkoholikern, indem sie sie davon überzeugen, dass sie nur für die
Gegenwart leben.
Der Alkoholiker versucht natürlich immer noch, die Vergangenheit zu entwirren – mit
einem Tröster, der als Alkohol bekannt ist; genauso wie der Drogensüchtige die Qualen von
gestern durch ein Betäubungsmittel ausschaltet.
Wie auch immer, fast jeder widmet der Vergangenheit mehr Aufmerksamkeit als nötig,
hält damit sein Leben in der Gegenwart zurück und behindert seine Planung für die Zukunft.
Der Fall auf 1.5 zum Beispiel hält es für geschmacklos, enthusiastisch über die Zukunft zu
sein. „Hoffen wir nicht zu viel.“ Für den Fall auf 0.5 sind sowohl die Gegenwart als auch die
Zukunft etwas Unvorstellbares.
Aufmerksamkeit ist insofern eine bemerkenswerte Sache, als sie den optimalen Spielraum
haben muss, damit ein Mensch glücklich sein kann.
Wenn die Aufmerksamkeit zu sehr auf ein Ding fixiert ist, dann neigt sie dazu, fixiert
zu bleiben, wenn dieses Ding eine Bedrohung für das Überleben darstellt. Wenn eine Bedrohung
für das Überleben als anwesend empfunden wird, aber nicht lokalisiert werden kann,
dann pendelt die Aufmerksamkeit endlos hin und her, ohne sich festzulegen.
Das ist die „Angst vor dem Unbekannten“. Fixierte und unfixierte Aufmerksamkeit,
wenn man sie gefährlichen Problemen widmet, neigt dazu, so zu bleiben, wie sie war, wenn
das Problem nicht gelöst wird.
Es ist die Hauptaufgabe des menschlichen Verstandes, durch seine Arbeit Probleme
aufzustellen und zu lösen, die er als zusammenhängend mit dem Überleben entlang irgendeiner
der Dynamiken erkennt. Ein Problem ist gelöst, wenn es mit JA oder NEIN beantwortet
ist. Ein Problem wie SOLL ICH GEHEN? muss mit JA oder NEIN beantwortet werden,
wenn der Verstand es als Entscheidung einordnen soll. Wenn es als VIELLEICHT andauert,
dann bleibt das Problem im Computer und beeinflusst die nächsten Lösungen. Habt Ihr je
einen Menschen gekannt, der grosse Schwierigkeiten damit hatte, Entscheidungen zu treffen?
Könnt Ihr Euch einen speziellen Zeitpunkt zurückrufen? Nun, irgendwo in der Vergangenheit
dieses Menschen gab es ein Problem, das nicht mit JA oder NEIN beantwortet wurde, sondern
nur mit Vielleicht.
Eine sehr „ernste“ Form eines Problems entsteht mit WAR ES MEINE SCHULD?
Wenn dieses Problem bei VIELLEICHT landet, dann neigt der Computer dazu, zu streiken.
(Die Antwort ist übrigens, dass nichts die Schuld von irgend jemandem ist.) Probleme bleiben
aus zwei Gründen ungelöst: der erste ist das Fehlen von Daten; der zweite besteht in einem
früheren ungelösten Problem in derselben Sache. Man muss Daten bewerten, um Probleme
zu lösen. Wenn jemand seine Aufmerksamkeit auf etwas Gefährliches richtet, dann wird
er die Daten wahrscheinlich überbewerten. Wenn jemand nicht dazu fähig ist, seine Aufmerksamkeit
auf etwas zu richten, dann liegt es daran, dass er keine Daten finden kann, um
sie zu bewerten. Das wird Euch klarer werden, wenn Ihr die folgende Übung beendet habt.
Verwendet Euren Bleistift.
ZÄHLT FÜNF PROBLEME MIT MENSCHEN, GEGENSTÄNDEN ODER UMSTÄNDEN
AUF, DIE IHR IN DER GEGENWART NICHT LÖST.
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NUN ZÄHLT AUF, WAS IHR GERNE ÜBER JEDES DER OBIGEN PROBLEME
WISSEN MÖCHTET (DIE FEHLENDEN DATEN, DIE IHR GERNE HÄTTET).
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NUN ZÄHLT AUF, WIE WICHTIG IHR DIESE PROBLEME TATSÄCHLICH FINDET,
ODER OB SIE NUN GELÖST SIND ODER NICHT.
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WENN IRGENDWELCHE DER FÜNF PROBLEME UNGELÖST BLEIBEN, DANN
ZÄHLT AUF, WAS IHR TUN MÜSSTET, UM SIE ZU LÖSEN.
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Nun lasst uns einen Blick auf die Vergangenheit werfen. Hier gibt es zweifellos verschiedene
Probleme, von denen Ihr fühlt, dass Ihr sie nicht gelöst habt.
ZÄHLT FÜNF PROBLEME MIT MENSCHEN, GEGENSTÄNDEN ODER UMSTÄNDEN
AUF, VON DENEN IHR FÜHLT, DASS IHR SIE IN DER VERGANGENHEIT
NICHT GELÖST HABT.
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NUN ZÄHLT AUF, WAS IHR GERNE OBER JEDES DER OBIGEN PROBLEME
GEWUSST HÄTTET.
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NUN SCHREIBT NIEDER, WIE WICHTIG DIESE PROBLEME FUR EURE GEGENWÄRTIGEN
UMSTÄNDE TATSÄCHLICH SIND.
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WENN IRGENDWELCHE DER OBIGEN PROBLEME EUCH IMMER NOCH BESCHÄFTIGEN,
WAS MÜSSTET IHR TUN ODER WISSEN, UM SIE ZU LOSEN?
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Lasst uns nun einen Blick auf die Probleme der Zukunft werfen.
ZÄHLT FÜNF PROBLEME MIT MENSCHEN ODER GEGENSTÄNDEN ODER
UMSTÄNDEN AUF, VON DENEN IHR DENKT, DASS IHR SIE IN DER ZUKUNFT
LÖSEN MÜSSEN WERDET.
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NUNZÄHLTAUF,WASIHRJETZTTUNMÜSSENWERDET,UMDIESEPROBLEME
IN DER ZUKUNFT ZU LÖSEN.
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NUN SCHREIBT NIEDER, WIE LEBENSWICHTIG DIESE PROBLEME FÜR EURE
EXISTENZ WERDEN KÖNNEN.
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WENN IRGENDWELCHE DER OBIGEN PROBLEME EUCH SORGEN MACHEN,
DANN LIEGT ES DARAN, DASS IHR UBER EURE VORGANGSWEISE KEINE ENTSCHEIDUNG
GETROFFEN HABT. VERSUCHT, EURE VORGANGSWEISE NIEDERZUSCHREIBEN,
WIE SIE VORAUSSICHTLICH SEIN WIRD.
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5.
In diesem selben Akt sollten wir auch Ziele aufgreifen. Irgendein Dichter hat einmal
gesagt, dass die Träume eines Menschen wichtig seien, und dass der Mensch tot sei, wenn
der letzte seiner Träume gestorben sei. Er wusste nichts über diese neue Wissenschaft. Träume,
Ziele, Ambitionen – sie sind der Stoff, den der Mensch als Treibstoff verwendet. ÜBERLEBEN
ist nichts als das Bestreben, Aktion zu erreichen. Es gibt das grosse Ziel allen Überlebens.
Es gibt das kleine Ziel einer guten Aktion. ÜBERLEBEN, Aktion und Ziele sind voneinander
untrennbar.
Glück könnte man definieren als die Emotion des Fortschreitens in Richtung auf erstrebenswerte
Ziele. Es gibt einen Augenblick der Betrachtung des letzten Zieles, in dem man
befriedigt ist. Aber die Befriedigung wird augenblicklich zu Langeweile, wenn keine neuen
Ziele in Sicht kommen. Es gibt kein unglücklicheres Wesen als einen Menschen, der alle
Ziele in seinem Leben erreicht hat. Gibbon13 zum Beispiel starb unmittelbar nach der Beendigung
seines grossen Werkes. Es ist zweifelhaft, ob Menschen sterben, wenn sie grosse Ziele
vor sich sehen, ausser vielleicht in der gewaltsamen Aktion irgendwelcher versuchter Fortschritte.
Es ist zweifelhaft, ob es mehr braucht als einen leichten Schlag mit einer Feder, um
jemanden umzubringen, der keine Ziele hat. Ein philippinischer Freischärler von 1901, der
um seine Unabhängigkeit kämpfte, bewältigte eine Entfernung von 75 Metern und tötete seinen
Gegner, NACHDEM dieser ihm ein Krag-Jorgenson-Geschoss durch das Herz geschossen
hatte. Ein Neurotiker ohne Ziele liest ein paar harmlose Bakterien auf, niest einmal kurz
und stirbt. Oder er niest und stirbt, ohne dass ihm Bakterien auch nur in die Nähe gekommen sind.
Menschen beginnen immer mit Zielen. Sie scheitern oft. Wenn sie oft genug versagt
haben, dann hören sie auf, über die Zukunft nachzudenken, und beginnen, sich Sorgen um die
Gegenwart zu machen.
Wenn die Gegenwart ihnen ein paar Niederlagen beibringt, dann fangen sie an, sich
über die Vergangenheit Sorgen zu machen. Sie geraten „aus der Gegenwart“. Wenn man einfach
durch eine Irrenanstalt gehen und jedem Insassen sagen würde: „Komm in die Gegenwart!“
– dann würde ein kleiner Prozentsatz augenblicklich geistig gesund werden und bleiben.
Die Anweisung würde ihre Aufmerksamkeit von einem vergangenen
Vielleicht lösen oder sie auf die Gegenwart richten. Es ist versucht worden und hat
funktioniert.
Ihr seid besser dran; lasst uns Eure Ziele und Ängste untersuchen.
ZÄHLT IN DIESER SPALTE FÜNF ZIELE AUF, DIE IHR IN DER VERGANGENHEIT
HATTET.
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ZÄHLT IN DIESER SPALTE AUF, WAS MIT DEN FÜNF ZIELEN IN DER VERGANGENHEIT
GESCHAH.
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IN DIESER SPALTE ZÄHLT IHR FÜNF ÄNGSTE AUF, DIE IHR IN DER VERGANGENHEIT
HATTET.
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IN DIESER SPALTE ZÄHLT IHR AUF, WAS MIT DEN FÜNF ÄNGSTEN IN DER
VERGANGENHEIT GESCHAH.
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IN DIESER SPALTE ZÄHLT IHR FÜNF ZIELE AUF, DIE JETZT IN EURER GEGENWART
HÄTTEN ERREICHT WERDEN SOLLEN.
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IN DIESER SPALTE ZÄHLT IHR FÜNF ZIELE AUF, DIE IHR GERNE IN DER
ZUKUNFT ANSTREBEN MÖCHTET.
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IN DIESER SPALTE ZÄHLT IHR FÜNF ÄNGSTE AUF, DIE IHR IN EURER GEGENWART
HABT.
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IN DIESER SPALTE ZÄHLT IHR FÜNF ÄNGSTE AUF, BEI DENEN IHR DAMIT
RECHNET, IHNEN IN DER ZUKUNFT ZU BEGEGNEN.
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Nun geht zurück, geht Eure Listen durch und seht nach, ob Ihr für jeden Punkt in den
Spalten mit den Zielen eine Person in Eurer Vergangenheit oder Gegenwart findet, die diese
Ziele vielleicht hat oder die sie vielleicht gehabt hat. Irgendeine andere Person als Ihr selbst.
Nun geht die Spalten mit den vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Ängsten durch
und seht, ob Ihr eine Person in Eurer Vergangenheit finden könnt, die diese Ängste vielleicht
gehabt hat. Eine andere Person als Ihr selbst. Wenn Ihr diese Menschen oder diesen Menschen
niedergeschrieben habt, beantwortet die folgende Frage: IST DIESER MENSCH TOT?
SIND DIESE MENSCHEN TOT? SIND SIE GESCHEITERT? Ihr solltet in der Lage sein,
Eure eigenen Ziele von den „Zielen toter Männer“ zu trennen. Und Ihr solltet in der Lage
sein, Eure eigenen Ängste von den „Ängsten toter Männer“ zu trennen. Es ist eine „sehr seltsame
Sache“, dass Ihr möglicherweise nach einer Fortsetzung und einem Begreifen des Lebens
von Menschen sucht, die in dieser präzisen Identität nicht länger unter uns sind. Aus
Edelmut und Kummer heraus nimmt man die Lasten jener auf sich, die ihre Last niedergelegt haben.
Das beinhaltet Lieblingstiere. Es ist vielleicht ein toter Mensch oder ein halbes Dutzend.
Ein totes Schosstier oder zwei oder drei. Zählt kurz die Ziele jedes toten Menschen auf,
den Ihr geliebt habt.
Dann zählt kurz die Ziele eines jeden Lieblingstiers auf. Ihr habt vielleicht geweint,
während Ihr das getan habt. Wenn es so ist, dann kommt jetzt in die Gegenwart. Nun ruft
Euch das letzte angenehme Erlebnis, das Ihr hattet, mit seinen vollen Details zurück.
Seid sehr exakt, wenn Ihr versucht, dieses angenehme Erlebnis wiederzuerleben. Besser?
Lasst uns nun versuchen, ob Ihr das Folgende für jeden Menschen und jedes Tier zurückrufen
könnt, die Ihr aufgezählt habt.
1. Den genauen Augenblick, als Ihr zuerst feststelltet, dass Ihr Zuneigung für sie empfandet.
Jeden Augenblick, in dem Ihr feststelltet, dass Ihr Zuneigung für sie empfanden.
2. Jeden Augenblick, in dem Ihr feststelltet, dass Ihr ihnen ähnlich wart. Den ersten
Augenblick, in dem Ihr feststelltet, dass Ihr ihnen ähnlich wart.
3. Jeden Zeitpunkt, in dem Ihr etwas bereutet, das Ihr ihnen angetan habt. Den ersten
Zeitpunkt, als Ihr etwas bereutet, das Ihr ihnen angetan habt.
4. Jeden Zeitpunkt, als Ihr Mitleid für sie empfandet. Den ersten Zeitpunkt, als Ihr Mitleid
für sie empfandet. Macht das für jede Person, die Ihr aufgezählt habt, und für jedes Tier,
das Ihr aufgezählt habt. Nun führt denselben Prozess abermals durch, selbst wenn Ihr dabei
auf die gleichen Erlebnisse stosst.
Führt denselben Prozess für jede Person ein drittes Mal durch.
Führt denselben Prozess für jede Person ein viertes Mal durch.
Führt denselben Prozess für jede Person ein fünftes Mal durch.
Führt denselben Prozess für jede Person ein sechstes Mal durch.
Führt denselben Prozess für jede Person ein siebentes Mal durch.
Nun denkt die ganze Arbeit, die Ihr in diesem Akt geleistet habt, noch einmal durch.
Tut das nochmals. Erklärt sie für beendet.

DER FÜNFTE AKT
Körperliche Leiden
(Wenn Ihr festgestellt habt, dass dieses Prozessing bis jetzt ein wenig anstrengend für
Euch ist, dann empfiehlt es sich, dass Ihr Euch selber etwas „Validation MEST Prozessing“
gebt. Dieses Prozessing wird in einem anderen Buch beschrieben.
Doch wenn Ihr noch nicht ganz am Zusammenklappen seid, macht weiter.
Von hier an wird es einfacher!)
Bis jetzt haben wir uns in der Hauptsache mit Prozessen des Denkens beschäftigt. Nun
wird es Zeit, dass wir uns körperlichen Funktionen und Fehlfunktionen zuwenden. Es gab
einmal eine Zeit, als das eine ziemlich ernsthafte Angelegenheit war. Vor 200 Jahren musste
ein Doktor der Medizin dazu imstande sein, die Knochen des menschlichen Körpers nur
durch Berührung zu erkennen – mit verbundenen Augen.
Einige Zeit später gab es die faszinierendsten Theorien über die Funktionsweise des
Körpers. Ein Arzt zapfte einem einen halben oder einen ganzen Liter Blut ab, und das kurierte
alles – sogar das Leben.
Noch vor kurzem brauchten Drüsenspezialisten mehrere Jahre des Studiums, um auf
eine Methode der Drüsenbehandlung zu stossen, die gelegentlich funktionierte. Aber während
dieser ganzen Zeit gab es keine wirksame Methode, die Körperfunktionen zu behandeln.
Hie und da liessen ein paar Symptome nach; das erhielt der Medizin ihre Beschäftigung und
ihr Einkommen. Man begann seine Zuflucht zu operativen Eingriffen zu nehmen. Das war
eine energische, aber erfolglose Vergeltungsmassnahme dafür, dass man unfähig war, körperliche
Krankheiten zu heilen. Die Hauptursache dafür, dass diese neue Wissenschaft eine so
schwere Zeit hatte, mit ihrer Wirksamkeit in das Gebiet der Medizin vorzustossen, war eine
Tradition, aufgebaut auf Tausenden von Jahren der Erfahrung, dass exakt überhaupt nichts
für den menschlichen Körper getan werden konnte – ausser vielleicht Fremdkörper daraus zu
entfernen, ihn zuzunähen, wenn er aufgeschlitzt war, und einen Knochen zu schienen, wenn
er gebrochen war. Die Unverwüstlichkeit des Körpers selbst war verantwortlich für die Heilungen.
„Magische Drogen“ wie Penicillin sind von der Fähigkeit des Körpers abhängig,
nicht von der Fähigkeit der Droge. Mit so einer gewaltigen Vergangenheit an Misserfolgen
befand sich die Welt in Apathie, was den Körper betraf. Er wurde geboren, er wuchs heran,
er starb. Chirurgie und Medikamente konnten den Gang der Zeit für einen kurzen Augenblick
aufhalten. Aber das war auch schon alles. Dieser dramatische Kampf um Wissen über den
menschlichen Körper war ein Kampf gegen die Zeit. Die Sense der Zeit in den Händen jenes
unerbittlichen Herrn, des Todes, gewann jeden Wettstreit. Hie und da erschien ein Mystiker
in der Welt. Er legte den Kranken die Hände auf, und die Blinden, die Lahmen und die Verkrüppelten
lebten noch einmal auf. Dann verschwand der Mystiker, der Meister, der Eingeweihte
– und der Mensch quälte sich weiter herum. Er verehrte ihre Reliquien, aber die Wunder
wiederholten sich selten. Dass der Glaube oder das Denken in den Händen eines Eingeweihten
oder eines Meisters so erstaunliche Dinge vollbringen konnte, erweckte in Männern
wie Freud den heftigen Wunsch, die Krankheiten des menschlichen Körpers zu heilen, indem
man die Krankheiten des Geistes heilte. Die Ärzteschaft seiner Zeit ächtete Freud. Heutzutage
sprechen die Psychoanalytiker und die Psychologen mit Geringschätzung von Freud –
vielleicht schulden sie ihm zu viel.
Doch Freud ist der grosse alte Mann der psychosomatischen Heilung. Er machte die
Idee populär, dass etwas gegen menschliches Unglück getan werden kann, indem man den
Verstand behandelt, und dass man menschliche Krankheiten vielleicht in den Griff bekommen
kann, indem man das „Ich“, das „Es“ und die anderen geistigen Entitäten in den Griff
bekommt, von denen Freud dachte, sie entdeckt zu haben. Freud hatte viele Schüler – Jung,
Adler und andere -, die zu dem Schluss kamen, dass nur sie selbst Licht sehen konnten. So
segelten sie hinweg in immer grössere Unglaubhaftigkeit.
Es scheint heute erwiesen, dass von all diesen Leuten Freud selbst der einzige war, der
wenigstens den Beginn der geraden und schmalen Strasse zur vollständigen körperlichen
Rehabilitierung des Körpers durch den menschlichen Geist gefunden hat.
In meiner Jugend studierte ich Freud aus zweiter Hand. Sein brillanter Schüler, der verstorbene
Commander Thompson der U.S. Navy, hatte Freud und Wien gerade verlassen, als
er es für richtig hielt, einen jungen Geist mit der Idee zu blenden, dass das Rätsel des Denkens
vielleicht gelöst werden könnte. Die psychoanalytische und psychiatrische Welt, die
Freud aus zehnter Hand studierte, durch seine Bücher und durch das, was Leute dachten, dass
Leute darüber gesagt hätten, was Freud gesagt hatte, hatte sich von Freud bereits säuberlich
getrennt, Jahre bevor ich auch nur an eine Universität kam. Freud wurde in keinem College
studiert. Freud wurde nicht gelehrt. Die professionellen Klüngel hatten ihn verlassen. In der
Zwischenzeit war eine neue Sache in der Weit aufgetaucht. Heute heisst sie Kernphysik –
damals nannten sie sie „atomare und molekulare Phänomene“. Man hatte noch keine Atome
erfolgreich gespalten, aber von Newton über Halley bis Einstein hatten die Menschen das
physikalische Universum studiert und hatten nun die Gebiete von Materie, Energie, Raum
und Zeit in Formeln zusammengefasst. Hier war ein neues Wissensgebiet. Es war so neu,
dass jene von uns, die es studierten, als die „Buck Rogers Boys“ bekannt waren – eine Comic-
Figur dieser Zeit, die zum Mars oder zur Venus reiste und dort unerhörte Abenteuer erlebte.
Wir experimentierten mit Raketen und dem Doppler-Effekt und hatten es später
schwer, Beschäftigung zu finden, ausser als konventionelle Ingenieure. Obwohl es der Wille
meines guten Vaters war, dass ich einer dieser konventionellen Ingenieure würde, fand ich,
dass angesichts all dieses neuen Wissens Obergangslösungen stumpfsinnig seien. Um meine
Studien in diesem Bereich weiterzuführen, musste ich für jede Zeitschrift schreiben, die etwas
kaufte. Viele von uns waren in den 30er-Jahren allen Ernstes „Buck Rogers Boys“. Wir
schrieben „Science-fiction“ für ein wachsendes Fanpublikum. Dann kam Hiroshima, und
„Buck Rogers Boys“ begannen für die Regierungen der Weit so wichtig zu werden, dass sie
beinahe zu Gefangenen wurden. Ich entkam den Stellungen, die Russland und die Vereinigten
Staaten mir angeboten hatten, und setzte nun meine Arbeit in dem Bereich fort, wo ich
begonnen hatte – dem menschlichen Geist -, und zwar vom Gesichtspunkt der Mathematik
und der Kernphysik aus. Selbst im Jahr 1950 musste ich immer noch schnell sein, um mich
von den Forschungslaboratorien der US-Regierung fernzuhalten.
Der Höhepunkt der Forschung in jener Richtung, die als diese neue Wissenschaft allgemein
bekannt ist, korrekter aber als „Tologie“, muss erst noch erreicht werden. Aber
im Jahr 1948 wurde eine These niedergeschrieben und der medizinischen Fachwelt unterbreitet.
Diese These demonstrierte jene Durchführbarkeit des Linderns von körperlichen Krankheiten
durch das Ansprechen geistiger Probleme. Ganz ähnlich wie im Fall Freuds, des grossen
alten Mannes der geistigen Technologie, setzte die medizinische Fachwelt zunächst alles
daran, die Arbeit zu ignorieren, und stürzte sich danach auf die Presse, um sie zugrunde zu
richten. Doch die neue Wissenschaft hatte Fuss gefasst.
Zehntausende von Menschen arbeiteten darin. Millionen wussten davon.
Freuds Versuch, sein Wissen auf die medizinischen Vorstellungen vom menschlichen
Körper anzuwenden, beruhte auf einem Fundament von Tausenden von Jahren der Anhäufung
von Rätseln über den Verstand. Er hatte daher nicht zu besonders aufsehenerregenden
Resultaten geführt.
Aber dieses selbe Hintergrundwissen, gefiltert durch das, was inzwischen über das physikalische
Universum bekannt war, wie in der Kernphysik, brachte eine Einheitlichkeit der
Resultate hervor, die sich mit der Technik vergleichen liess.
Die zufälligen und spektakulären Effekte der Meister im Vollbringen von Wundern
konnten nach Belieben reproduziert werden. Denn wo es eine zufällige Leistung gibt, dort
existieren laut den Theorien der Technik Naturgesetze, die die Zufälligkeit in vorhersagbare
Resultate verwandeln können.
Neue Prinzipien der Mathematik mussten entdeckt werden, um es zu ermöglichen, den
Verstand anzusprechen und den Körper dadurch von körperlichen Leiden zu befreien. Eines
der Prinzipien besagt, dass Null und Unendlich gleich sind. Zum ersten Mal mussten die Eigenschaften
eines echten Statik beschrieben werden. Die Mathematik selbst musste definiert
werden. Eigenschaften und Charakter der Zeit mussten untersucht und die Definitionen verbessert
werden. All das hat mich ungefähr 20 Jahre gekostet. Die Resultate sind inzwischen
so leistungsfähig geworden, dass man geistige Aberrationen und psychosomatische Krankheiten
jedes Jahr mit wachsender Verlässlichkeit behandeln kann. Zur Zeit ist die Frage offen,
ob es überhaupt Fälle gibt, die sich durch die Prozesse dieser neuen Wissenschaft nicht
lösen lassen, obwohl sie noch lebendig genug und auch körperlich komplett genug sind, um
durch einen Auditor in Kommunikation gebracht zu werden.
Einer der am höchsten respektierten Kommentatoren weltweiter Angelegenheiten hat
mir ein grosses Kompliment gemacht. Ersagte, dass diese Entwicklungen in der Zukunft
wahrscheinlich als der bedeutendste Fortschritt dieses Jahrhunderts angesehen werden würden.
Ein anderer hat gesagt, dass sie zu den drei wichtigsten Entdeckungen des Menschen
gehören. Wie sich das auch verhalten mag, ein guter Auditor kann nun Wunder wirken mit
der beinahe handwerklichen Präzision eines Ingenieurs, der eine Brücke baut. Viele Menschen
sind heute am Leben, die ohne diese neue Wissenschaft nicht am Leben wären. Es gibt
Kinder und alte Menschen, die ohne diese neue Wissenschaft nicht gehen könnten. Wenn
Freud, der grosse alte Mann, heute noch am Leben wäre, würde er wahrscheinlich vor Begeisterung
zerspringen. Er war unter den ersten, die daran glaubten, dass man es mit vollkommener Präzision erreichen könnte.
Ich habe Euch diesen kurzen geschichtlichen Oberblick
gegeben, damit Ihr einen Begriff davon habt, was Euch zustossen kann. Ihr seid nicht
der erste. Zwischen Euch und dem ersten Fall liegen ungefähr hunderttausend Fälle, denn
obwohl diese neue Wissenschaft vor weniger als zwei Jahren in der Öffentlichkeit debütiert
hat, verwenden sie bereits mehr Menschen, als in der Psychologie, Psychoanalyse und Psychiatrie
zusammen behandelt werden.
Sie wirkt sogar bei mir- sie hat mich meinen Ruhestand in der Navy als dienstuntauglicher
Offizier des Zweiten Weltkrieges gekostet – denn nach dem Prozessing war ich nicht
länger dienstuntauglich. Eine weitere Verantwortung liegt für mich in meiner eigenen gedankenlosen
Haltung gegenüber dieser neuen Wissenschaft. Denn vor einigen Jahren habe ich
die Fähigkeiten des durchschnittlichen Auditors nicht richtig eingeschätzt. So habe ich den
Gegenstand in meinem ersten Buch zu stark verkauft, denn ich hatte es nur auf meiner eigenen
Fähigkeit aufgebaut, die Techniken einzusetzen. Es erforderte eineinhalb Jahre, diese
Techniken bis zu einem Punkt zu verfeinern, wo sie auch der durchschnittliche Auditor einsetzen
konnte. Dieser vorliegende Band ist übrigens ein Garant dafür, dass es ihm gelingt.
Euer Körper besteht aus zwei Komponenten, die dennoch eine Einheit bilden. Ohne
durch das Leben beseelt zu sein, seid Ihr nur so und so viel physikalisches Universum – Atome,
Moleküle in Raum und Zeit, komplizierte Verbindungen und so weiter. Dieser Teil von
Euch ist MEST. Der andere Teil von Euch ist das, was wir das „Statik des Lebens“ nennen,
das Denken, die Seele, ein wichtiger Bestandteil von Euch, der dieses MEST – den Körper –
belebt. Trennt Ihr Euch vom Statik, und Ihr seid nicht länger ein belebter Organismus. Für
diese MEST-Stücke, die nicht mehr vom Statik beseelt sind, veranstaltet man Begräbnisprozessionen.
Dieser MEST-Anteil von Euch ist ein Kohlenstoff-Sauerstoff-Motor. Er hört auf,
ein Motor zu sein, wenn er nicht länger als Motor funktionieren kann, wenn er zerstört wird
oder zugrunde geht. Wenn das geschieht, dann könnte man sagen, dass die belebende Kraft,
das Statik, seine Unterstützung entzieht. Dann wird der Körper zu so und so viel physikalischem
Universum – 97 Cent wert, nach einer alten Aufstellung der Preise für die Chemikalien.
Ihr als persönliche Identität seid die Summe all Eurer Erfahrungen PLUS einer Entscheidung
zu SEIN, die am Beginn steht, und fallweisen Entscheidungen, NICHT ZU SEIN.
IHR als eine Identität oder Persönlichkeit oder ein Individuum sterbt nicht. IHR und der
MEST-Körper „trennt Euch“, und der MEST-Körper bekommt sein Begräbnis. IHR verbindet
Euch daraufhin mit der Protoplasma-Linie mit Eurem genetischen Bauplan -den Konstruktionsunterlagen
eines neuen Körpers in der herkömmlichen Weise von Empfängnis, Geburt
und Wachstum. Ihr seid von einigen Fähigkeiten abhängig, die dem Protoplasma eigen
sind, aber Ihr als Erfahrung und Identität dirigiert diese Fähigkeit des Protoplasma und modifiziert
sie. Es gibt also eine Familienlinie von Generation zu Generation, modifiziert durch
EUCH als Erfahrung. IHR seid nicht notwendigerweise Teil dieser Familienlinie. Jedes Kind
zum Beispiel misstraut seiner Identität als Familienmitglied. Und es gibt zahlreiche dokumentierte
Fälle, wo ein Kind bis zum Alter von drei oder fünf sich ganz genau daran erinnerte,
wer es früher gewesen war – es aber vergass, weil die Erwachsenen seine „Einbildung“
lächerlich machten. Vielleicht werdet Ihr nach irgendeiner Lebensspanne abheben und in den
Himmel kommen. Niemand kann in einer Auseinandersetzung darüber den Sieg davontragen.
Aber IHR seid die Quelle Eurer selbst hinsichtlich verschiedener Generationen. Dies wird
heute durch Anstrengungs-Prozessing so unwiderlegbar, so klar und unverkennbar, dass auch
die Wärmegesetze oder die Gesetze der Kernspaltung widerlegt werden könnten, wenn dieses
Gesetz widerlegt werden kann. Was die Unsterblichkeit und alles andere betrifft, so befinden
wir uns zum ersten Mal in der Geschichte auf festem Boden.
IHR als persönliche Identität seid ganz offensichtlich ewig. Ihr werdet in die modernen
gesellschaftlichen Aberrationen darüber verwickelt, dass man nur einmal lebt. Und Ihr spielt
das Spiel, als ob Ihr nie wieder eine andere Chance bekämet – die Ihr so sicher haben werdet,
wie die Sonne morgen wieder aufgehen wird.
Nun, wenn Ihr die Konstruktion eines Körpers beherrscht, dann könnt Ihr mit Sicherheit
einen Körper in seinem Wachstum und seiner Form modifizieren. Und das tut Ihr auch.
Ihr könnt ihn bis zu einem Ausmass modifizieren, wo Ihr blind werdet oder Arthritis bekommt
und bettlägerig seid, oder wo Ihr Migräne habt oder Euch eine andere Unvollkommenheit
zulegt. Ihr als URSACHE nehmt fortwährend die Krankheiten der Welt auf
Euch und verändert Euch selbst entsprechend.
Wenn Ihr einmal eine solche Krankheit angenommen habt, um einem anderen zu „helfen“,
dann werdet Ihr diese Schwäche vielleicht nur sehr ungern wieder aufgeben. Zweifellos
hilft es dem anderen nicht besonders viel, aber Ihr mit Eurer gesellschaftlichen Aberration,
dass ein Mensch nur einmal und niemals wieder lebt, nehmt die Krankheit oder den Tod eines
anderen überaus ernst. Viel zu ernst. Und so steht Ihr da, mit der Arthritis von irgend
jemand anderem. Natürlich ist es nicht seine. Es ist eine eigene alte Verletzung von Euch –
Euer eigenes Faksimile -, das Ihr an seiner Stelle festhaltet. Menschen werden jede eigene
Krankheit oder Schwäche – die wirklich ihre eigene ist -augenblicklich mit vollkommener
Leichtigkeit und ohne jeden Zweifel aufgeben. Aber sie sind sehr hartnäckig, wenn es um
Krankheiten geht, die sie für andere auf sich genommen haben. Das liess früher Menschen,
die sich mit dem Gebiet des Geistes beschäftigten, vermuten, dass die Leute es einfach ablehnten,
gesund zu werden. Nein -sie lehnen es bloss ab, die Krankheiten anderer aufzugeben,
für die sie die Verantwortung übernommen haben, bis sie unmissverständlich sehen,
dass es die Gesundheit dieses anderen nicht zurückbringt oder wiederherstellt, wenn sie die
Krankheit festhalten. Es ist eine wundervolle Welt. Der Mensch hat den Menschen seit Äonen
wegen seiner Selbstsüchtigkeit verurteilt – und hier stellen wir fest, dass der Mensch nur
auf Dauer verkrüppelt oder lahm wird, um einem anderen zu „helfen“.
Es hiess einmal, dass die Menschen, wenn sie wüssten, dass die Welt morgen untergeht,
die Kommunikationslinien der Erde dadurch zum Zusammenbruch brächten, dass lauter
Leute einander anrufen, die einander ihre Liebe beteuern.
Das ist wahrscheinlich vollkommen richtig.
Was allerdings die Krankheiten betrifft, so kann man die Schmerzen eines anderen aufgeben
und seine eigene Gesundheit wiedergewinnen, sobald man realisiert, wie wenig sie
helfen. Es ist eine bedeutende Entscheidung – aber eine Entscheidung, die das Prozessing
selbst unterstützt. Ihr werdet vielleicht bemerken, dass Ihr versucht, diese Entscheidung zu
treffen. Es geschah einmal, dass ein vollkommen blinder Mann, der Prozessing bekam, die
Sitzung unterbrach, als ihm plötzlich klar wurde, dass er zum ersten Mal nach vielen Jahren
klar und deutlich sehen können würde. Einen Augenblick, bevor sein Sehvermögen wieder
einsetzte, schreckte er zurück. Warum? Seine Schwierigkeiten mit dem Sehen hatten mit dem
Tod seines Bruders zu tun. Sein Bruder war bei einem Autounfall verletzt worden und danach
erblindet. In dem Augenblick, als der Bruder starb, hatte dieser Preclear die Bürde seines
Bruders auf sich genommen. Und er hielt sie so fest, dass er jahrelang vollkommen blind war.
Der Auditor hatte den Fall ein wenig zu schnell prozessiert. All die Emotion der Liebe für
seinen Bruder lag noch immer auf dem Fall. Obwohl es ganz offensichtlich dem Bruder nicht
helfen würde, der wahrscheinlich längst jemand anderer war, irgendein fröhliches Kind in der
Schule, ertrug dieser blinde Mann immer noch seine Blindheit. Zum Zeitpunkt dieser Niederschrift
kämpft er mit seinem Gewissen über das Zurückgewinnen seiner Sehkraft. Er wird
sich dafür entscheiden – sie entscheiden sich am Ende immer dafür. Und es wird den MESTKörper
seines Bruders weder verletzen noch ihm helfen. Er ist ja schon so viele Jahre begraben.
Aber die Tat dieses blinden Mannes, der nach dem Leben seines Bruders griff, der versuchte,
seines Bruders Leben zu führen, als der Tod selbst das Fleisch ergriff, blieb bis heute
erhalten als ein Faksimile, das einen so machtvollen Impuls enthält, einen Impuls, gross genug,
um ihm das Sehvermögen zu nehmen, dass der blinde Mann sich lange damit auseinandersetzen
muss, bevor er es aufgibt.
Eure grössten Schwierigkeiten, von einem physischen Standpunkt aus betrachtet, stammen
also anscheinend von Augenblicken, als Ihr versuchtet zu helfen und dabei versagtet.
Was einzig und allein Euch angetan wurde, werdet Ihr ohne Zögern fähig sein zu ertragen
und abzulegen. Aber Ihr werdet vielleicht eine kleine Weile mit Euch selbst zu Rate gehen
müssen, um Euch zu der Entscheidung durchzuringen, dass Ihr Euren Versuch aufgebet, die
Last der ganzen Weit auf Euch zu nehmen. Ihr werdet sie abwerfen – aber Ihr werdet darüber
nachdenken.
Bevor Ihr so unfähig werden konntet, sei es nun in geistiger oder körperlicher Hinsicht,
musstet Ihr Eure Zustimmung geben. Dann musstet Ihr die Qualen eines anderen übernehmen,
um tatsächlich in eine Verfassung aus zweiter Hand zu geraten. Anscheinend sind
die wirklich Geisteskranken, von den Neurotikern gar nicht zu sprechen, auch die wirklich
noblen Charaktere. Sie ertragen Elektroschocks, präfrontale Lobotomie, Psychiatrie und jede
Art von Folter, bevor sie die Faksimiles herausgeben, die sie für andere festhalten – und nicht
einmal dann geben sie sie auf. Wenn sie von dieser neuen Wissenschaft prozessiert werden,
dann lösen sich die Knoten, die sie an diese problematische Selbstaufopferung gefesselt haben,
ziemlich leicht.
Angesichts der Tatsache, dass Ihr sowohl körperlich als auch geistig eine Menge Spielraum
habt, sollten wir imstande sein, diese Aufgabe ziemlich schnell und leicht zu erfüllen.
Und Ihr könnt mit einer reinen Weste daraus hervorgehen und wieder einige Lasten auf Euch
nehmen – was Ihr auch tun werdet. Aber Ihr werdet Euch in viel besserer Verfassung dafür
befinden, selbst wenn Ihr nur das seid, was im Augenblick als normal gilt.
Lasst uns also eine Untersuchung des MEST vornehmen, das Ihr gerade jetzt als Körper
verwendet.
Zunächst beantwortet bitte ehrlich diese Frage: Würdet Ihr gerne in einer besseren körperlichen
Verfassung sein als gegenwärtig?
Wenn die Antwort „nein“ ist, dann versucht Ihr immer noch zu helfen. Selbst wenn die
Antwort „ja“ lautet, versucht Ihr immer noch zu helfen, aber wahrscheinlich seid Ihr Euch
darüber nicht im klaren.
Die Menschen scheitern meistens, wenn sie versuchen zu helfen. Denkt einmal nach,
wie vielen Menschen Ihr während Eures ganzen Lebens versucht habt zu helfen. Und wie
gross war auf lange Sicht ihre Dankbarkeit?
Die Zeiten, wo Ihr jemandem mit Erfolg geholfen habt, haben Euch geholfen. Aber
wenn Ihr zu helfen versuchtet und gescheitert seid, dann wirkte das sehr ungünstig auf Euch
zurück. Wir wollen daher die Augenblicke, als Ihr versuchtet zu helfen und dabei versagtet.
Der krasseste dieser Fälle ist natürlich jener, in dem Menschen gestorben sind. Ihr versuchtet
sie wieder ins Leben zurückzubringen. Sie starben, und Ihr nahmt an, dass Ihr versagt hättet.
Und später scheitertet Ihr noch ein paarmal, und dann fandet Ihr Euch selbst körperlich unvollkommen.
Die Ruhe war Euch fremd geworden.
Ein kleines Kind wird versuchen, sein Lieblingstier vor dem Tod zu bewahren, oder einen
Grossvater vor dem Tod zu bewahren, und wird sich danach immer durch die psychosomatische
Krankheit dieses Todes verantwortlich machen.
Wem habt Ihr zu helfen versucht? Sie sind jetzt woanders, und es geht ihnen gut. Ihr
habt nicht versagt. Also gehen wir daran, Euch in Ordnung zu bringen.
Ihr habt Euch entlang jeder einzelnen Dynamik und entlang jedes Teils jeder Dynamik
einschliesslich Eures eigenen Körpers und seiner Teile Mühe gegeben. Und Ihr habt vielleicht
die meiste Zeit sehr viel Erfolg damit gehabt. Die Fehlschläge sind es, die auf Euch
zurückfallen. Nun, Ihr könnt eine reine Weste haben und hinausgehen und den Kampf wieder
aufnehmen und wieder Erfolg haben. Es gibt mehr Menschen, die Hilfe brauchen, als jene,
denen Ihr geholfen habt. Wir können hier eine recht schöne Weit haben, wenn wir die Tafel
des Gestern sauberwischen und diese Tafel verwenden, um morgen darauf zu schreiben. Wir
bewegen uns in den ausgefahrenen Geleisen des Gestern, während rund um uns die Leiden
anderer im Heute und Morgen liegen. Also lasst uns anfangen.
Machen wir eine Zusammenfassung Eures gegenwärtigen Körpers. ZÄHLT ZEHN
DINGE AUF,VON DENEN IHR MÖCHTET, DASS SIE MIT EUREM GEGENWÄRTIGEN
KÖRPER GESCHEHEN: ZEHN SPEZIELLE ZUSTÄNDE KÖRPERLICHEN DAS
EINS, VON DENEN IHR MÖCHTET, DASS IHR SIE IN DEN KOMMENDEN TAGEN
ERREICHT, WIE ZUM BEISPIEL KÖRPERLICHE SCHÖNHEIT ODER STÄRKE, OB
IHR NUN DENKT, DASS IHR SIE ERREICHEN KÖNNT ODER NICHT. WERDET SO
ABENTEUERLICH, WIE IHR WOLLT.
1 .
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10.
NUN LASST UNS KRITISCH SEIN. ZÄHLT FÜNF DINGE AUF, VON DENEN
IHR GLAUBT, DASSSIE IN EUREMGEGENWÄRTIGEN KÖRPERLICHEN DASEIN
NICHT IN ORDNUNG SIND. ZÄHLT SIE AUF UND DENKT DABEI, DASS SIE VIELLEICHT
BEHOBEN WERDEN KÖNNTEN. SOLCHE DINGE WIE HÄUFIGE ERKÄLTUNGEN
UND SO WEITER.
1 .
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3.
4.
5.
NUN ZÄHLT DIE PERSONEN ODER LIEBLINGSTIERE AUF, DIE MISSERFOLGE
HATTEN ODER TOT SIND, UND BEI DENEN DINGE NICHT IN ORDNUNG WAREN.
VIELLEICHT WAREN ES BEI JEDEM MEHRERE DINGE. NEHMT DEN ERSTEN
FEHLER, DEN IHR OBEN AUFGEZÄHLT HABT ALS NUMMER EINS, UND
SCHREIBT DARUNTER DEN NAMEN DES MENSCHEN, DER DIESE KRANKHEIT
VIELLEICHT GEHABT HAT, UND SO WEITER. IHR WERDET VIELLEICHT FUR
MANCHE DER ZUSTÄNDE KEINE ERKLÄRUNG FINDEN. DAS IST IN ORDNUNG.
1 .
2.
3.
4.
5.
NUN NEHMT DIE KRANKHEITEN HER, DIE IHR ANDEREN ZUGESCHRIEBEN
HABT, UND VERSUCHT, DURCH BLOSSE ERINNERUNG EINE ZEIT ZU FINDEN,
ALS JENER MENSCH, DER DIE KRANKHEIT HATTE, SIE EUCH ZEIGTE ODER
SAGTE, DASS ER SIE HABE.
RUFT EUCH ZURÜCK, WANN IHR DIE KRANKHEIT NUMMER EINS ALS BESITZ
VON PERSON NUMMER EINS ODER DEN PERSONEN, DIE IHR UNTER NUMMER
EINS AUFGEZAHLT HABT, GESEHEN ODER GEHORT HABT.
NEHMT DIE ZWEITE KRANKHEIT ODER FEHLFUNKTION. RUFT EUCH ZURÜCK,
WANN IHR GESEHEN ODER GEHÖRT HABT, DASS PERSON NUMMER
EINS DARUNTER LEIDET.
SETZT DIESEN PROZESS FORT. NUN GEHT DIE LISTE ABERMALS DURCH
UND RUFT EUCH ALLE DIE VORFALLE ERNEUT ZURUCK UND VERSUCHT,
NEUE MOMENTE IN DERSELBEN SACHE ZU FINDEN.
NUN RUFT EUCH ZURÜCK, WANN IHR ZUM ERSTEN MAL FESTSTELLTET,
DASS IHR PERSON NUMMER EINS GERN HABT. GEHT DIE LISTE WEITER DURCH
UND RUFT EUCH ZURÜCK, WANN IHR FESTSTELLTET, DASS IHR DIE MENSCHEN,
DIE IHR AUFGEZÄHLT HABT, GERN HATTET – ODER IHNEN ÄHNLICH
SEIN WOLLTET.
RUFT EUCH NUN EINEN ZEITPUNKT ZURÜCK, ALS SIE DEN WUNSCH HATTEN,
JEDEM MENSCHEN, DEN SIE AUFGEZAHLT HABEN, ÄHNLICH ZU SEIN.
NUN RUFEN SIE SICH ZEITPUNKTE ZURÜCK, ALS IHR DEN ENTSCHLUSS
FASSTET, DEN MENSCHEN, DIE IHR AUFGEZÄHLT HABT, ZU HELFEN.
RUFT EUCH VIELE GESCHEHNISSE ZURÜCK, IN DENEN IHR VERSUCHTET,
DIESEN AUFGEZÄHLTEN MENSCHEN ODER LIEBLINGSTIEREN ZU HELFEN.
RUFT EUCH NUN ZEITPUNKTE ZURÜCK, ALS EUCH KLAR WURDE, DASS
IHR DARIN VERSAGT HATTET, DIESEN MENSCHEN ZU HELFEN. DENN IN DIESEN
LETZTEREN EXTREMFALLEN HABT IHR MÖGLICHERWEISE IHRE KRANKHEITEN
FÜR SIE ANGENOMMEN.
RUFT EUCH JEDEN ZEITPUNKT ZURÜCK, ALS IHR FÜHLTET, DASS IHR
NICHT IMSTANDEWART, IRGENDJEMANDEM ZU HELFEN. WARUM GELANGTET
IHR ZU EINER SOLCHEN FESTSTELLUNG? WAS WAREN DIE UMSTANDE, DIE
DAMIT ZUSAMMENHINGEN?
GEHT DIE GANZE OBIGE LISTE SCHRITT FÜR SCHRITT ABERMALS DURCH,
ABER VERSUCHT JETZT, EINEN WIRKLICHEN OPTISCHEN ODER AKUSTISCHEN
EINDRUCK DES AUGENBLICKES ZU BEKOMMEN, DEN IHR EUCH ZURÜCKRUFT.
WENN IHR DAS ABGESCHLOSSEN HABT, DANN RUFT EUCH ZWEI- ODER
DREIMAL IM DETAIL ZURÜCK, WIE IHR DIESE SPEZIELLE HANDLUNG AUSGEFÜHRT
HABT.
Rechnet nicht damit, dass Eure Krankheiten verschwunden sind, wenn Ihr damit fertig
seid. Sie werden vielleicht verschwunden sein, und wenn, dann werden sie auch verschwunden
bleiben. Aber wenn Euch irgendeine von ihnen immer noch begleitet, dann gibt es noch
viele andere Akte in diesem Buch.

DER SECHSTE AKT
Die Themen von Anstrengung und Gegenanstrengung, Emotion und Gegenemotion,
sind sehr neu im Wissensgebäude des Menschen. Während meiner ständigen Untersuchung
geistiger und körperlicher Phänomene bin ich durch Zufall auf diese Manifestation gestossen
und habe sie sofort verwendet. Ihre Reichweite und Bedeutung war derart, dass Auditoren
von Küste zu Küste innerhalb von 60 Tagen „Fälle knackten“, die sie bis dahin unlösbar gefunden
hatten. Man kann also sehen, dass es nicht schlecht ist, etwas darüber zu wissen.
Nehmen wir ANSTRENGUNG. Euer Verstand arbeitet fortwährend daran, Anstrengungen
einzuschätzen. Wenn Ihr im Begriff seid, eine Tür zu öffnen, dann schätzt Euer
Verstand die Anstrengung ein, die dazu notwendig ist, den Griff zu drehen, und auf dem
Umweg über Emotion setzt er diese Anstrengung in die Tat um. Er schätzt die Anstrengung
ein, die notwendig ist, um die Tür zurückzuziehen, und setzt das in die Tat um. Wenn der
Türgriff sich gedreht hat, wie Ihr es Euch gewünscht habt, und wenn die Tür sich wunschgemäss
geöffnet hat, dann war Eure Einschätzung der Anstrengung korrekt.
Euer Verstand kalkuliert Anstrengungen für die Gegenwart und für die Zukunft. Er
setzt jetzt oder in der Zukunft Anstrengungen in die Tat um. Oder er schätzt sie nur ein, hält
sie aber zurück und wendet sie niemals an. Euer Verstand schätzt die Anstrengungen der
Umgebung ein – wie schnell Autos fahren können, wie hart Teetassen fallen müssen, damit
sie brechen. Und er schätzt selbst dann Anstrengungen ein, wenn er sich mit „Tagträumen“
beschäftigt. Das bedeutet, dass er an die Anstrengungen denkt, die mit dem und jenem verbunden
sind, ohne auch nur den Wunsch zu empfinden, sie in die Tat umzusetzen. An ein
Ziel zu denken, ist nichts anderes, als etwas in die Zukunft zu setzen, auf das man durch Anstrengung
hinarbeiten kann. Ein erreichtes Ziel ist eine Summe von Anstrengungen.
Wenn Ihr die Tür richtig berechnet habt, dann habt Ihr sie mühelos geöffnet. Wenn Ihr
es falsch berechnet habt und die Tür klemmte, dann hattet Ihr unrecht. Habt Ihr es je erlebt,
dass eine Tür oder eine Lade hartnäckig klemmte? Nach einiger Zeit wurdet Ihr zornig darauf.
Dann begannt Ihr sie zu vermeiden. Denn der Geist, der gut überlebt, schätzt Anstrengungen
gut ein. Er hat recht, das heisst, er schätzt Anstrengungen richtig ein.
Der Autor, der eine Geschichte schreibt, muss viele, viele Anstrengungen einschätzen.
Wenn er damit recht hat, ist es eine interessante Geschichte und verkauft sich. Wenn er unrecht
hat, ist es keine interessante Geschichte, und sie verkauft sich nicht.
Der Verstand war während der ganzen Evolution zahllosen Anstrengungen seitens der
Umgebung ausgesetzt. Der Wind, das Meer, die Sonne und andere Organismen hatten alle
Anstrengungen, die sie gegen den Organismus wendeten. Der Organismus, der diese Gegenanstrengungen
gut bewältigte, überlebte gut. Er kam sogar so weit, dass er diese ausgesprochenen
Gegenanstrengungen als seine eigenen Anstrengungen verwendete. Die Evolution der
Anstrengung geht von der Gegenanstrengung zu benutzter Anstrengung.
Anstrengung bedeutet Kraft und Richtung. Euer Leben ist ein Wettkampf zwischen Euren
eigenen Anstrengungen und den Anstrengungen der Umwelt.
Jede psychosomatische Krankheit, die lhr habt, ist eine Gegenanstrengung, irgendeine
vergangene Anstrengung der Umwelt, die Ihr nicht richtig bewältigt oder benützt. Das Faksimile
der Anstrengung selbst ist in dem Faksimile. Faksimiles sind Aufzeichnungen von
Anstrengung. Wahrnehmung ist die Aufzeichnung von Anstrengungen des physikalischen
Universums und von Euren Gedanken, Schlussfolgerungen und Anstrengungen in bezug auf
sie, ebenso wie von Eurer Emotion.
Anstrengungs-Prozessing ist leicht getan. Man findet heraus, wo das Faksimile einer
Anstrengung sich gegen den Preclear wendet, und findet die Anstrengung des Preclears, die
sich dagegen richtet. Ein Schmerz oder Druck schaltet sich ein und schaltet sich dann durch
ständiges Wiedererleben aus. Aber Anstrengungs-Prozessing ist etwas, das von einem Auditor
gemacht werden sollte. Es kann zwar von einem Preclear auf eigene Faust gemacht werden,
dieser Preclear muss es aber gründlich verstehen. In diesem Band sind nicht genügend
Daten enthalten, um es einem Preclear zu ermöglichen, sich selber Anstrengungs-Prozessing
zu geben. Um das zu tun, müsste er das Grundgebäude dieser Wissenschaft studieren, vorzugsweise
an der Foundation Auditors School*, oder zumindest durch die grundlegenden Texte.
Emotion und Gegenemotion sind etwas anderes. Der Preclear sollte imstande sein, mit
ihnen fertigzuwerden.
Ihr wisst, was Eure eigene Emotion ist. Zorn, Furcht, Kummer, Apathie. Ihr habt diese
Dinge erlebt. Sie sind nun Teile von Faksimiles. Kummer spielt insofern eine sehr wichtige
Rolle, als er das Leben eines Menschen blockiert. Kummer stellt sich ein, wo jemand seinen
Verlust und sein Versagen erkennt, wie zum Beispiel beim Tod eines Menschen, den er liebte
und dem er zu helfen versuchte.
Ein Faksimile, das in erster Linie Emotion enthält, wird in dieser neuen Wissenschaft
ein SECONDARY-ENGRAMM genannt. Das ist eine Zeiteinheit – zehn Minuten, ein Tag,
eine Woche -, wo man unter dem massiven Druck einer Missemotion stand – Zorn, Furcht, Gram.
Die Art und Weise, wie man ein solches Secondary ausläuft, ist einfach. Es ist leichter,
wenn Ihr es einen Auditor für Euch machen lasst, denn Ihr werdet wahrscheinlich davor davonlaufen.
Wenn Ihr mit einem Secondary beginnt, dann solltet Ihr es bis zum Schluss durchhalten.
Kein einzelner Akt des Prozessing ist vorteilhafter für einen Fall, als wenn man ein
Gram-Secondary ausläuft.
Wenn Ihr genügend Nerven dafür habt – hier ist der Weg, wie Ihr es machen könnt. Ihr
beginnt mit dem ersten Augenblick der Nachricht von einem Verlust oder Fehlschlag und
durchlaufen es immer wieder und wieder. Dabei entlastet Ihr seine Missemotion, einfach
Foundation Auditor’s School: Abendschule für Auditoren
indem Ihres wiedererlebt. Ihr macht das noch lange weiter, nachdem Ihr glaubt, dass es
verschwunden ist.
Ihr erlebt ein Faksimile wieder, indem Ihr es seht, hört, indem Ihr alles darin empfindet,
einschliesslich vor allem Eurer eigenen Gedanken und Schlussfolgerungen. Genau, als ob Ihr
wieder dort wäret.
Ein Todesfall wird auf diese Weise behandelt. Ihr nehmt den Augenblick her, den allerersten
Augenblick, in dem Ihr irgend etwas Schlechtes über diesen Vorfall hörtet oder wusstet.
Ihr nehmt Kontakt mit dem Menschen auf, der Euch die Nachricht überbrachte, oder mit
der Art und Weise, wie Ihr sie bekamt. Ihr geht durch das ganze Ding, wieder und wieder und
wieder, und lebt jeden Teil davon abermals durch. Ihr erlebt die Missemotion wieder.
Schliesslich bringt Ihr dieses Faksimile zu einem Punkt, wo es nicht länger irgendeine „Ladung“*
in sich hat. Dann laufen Sie es, bis es praktisch ausgelöscht ist.
Während Ihr es lauft, werdet Ihr bemerken, dass mehr und mehr Details darin auftauchen.
Die Gefahr darin, es zu laufen, ist, dass Ihr vielleicht Eure Nerven verliert und es halb
beendet verlasst. Tut das nicht. Fasst Euch ein Herz und lauft es, bis es vollkommen besiegt
ist, so dass Ihr sogar darüber lachen könnt. Täuscht das nicht vor. Tut es wirklich.
Ihr könnt am besten mit einem Faksimile beginnen, indem Ihr Euch frühere Zeiten zurückruft
und sie wiederempfindet, als Ihr den Menschen oder das Tier oder den Besitzgegenstand
liebtet. Dann geht Ihr näher auf diese Emotion ein, bis das Faksimile des Verlustes
oder Todes auftaucht. Wenn das Faksimile Euch ausweicht, dann findet mehr Zeitpunkte,
als Ihr die Person, das Tier oder den Gegenstand liebtet oder dafür Mitleid fühltet. Wenn es
Euch immer noch ausweicht, dann ruft Euch einfach die bösen Dinge zurück, die Ihr ihm
angetan habt, Eure Missachtung dessen und den Gedanken, dass alles jetzt in Ordnung wäre,
wenn Ihr besser gewesen wäret und nicht so schlecht gehandelt hättet. Denkt an die Art und
Weise, wie Ihr dem Menschen, dem Tier oder dem Ding zu helfen versucht habt. Denkt daran,
wie Ihr gescheitert seid. Denkt an Eure Liebe. Und lauft das Faksimile.
Es wird besser sein, wenn Ihr Euch dabei an einem ruhigen Ort aufhaltet, wo Ihr bei
dieser Beschäftigung nicht unterbrochen werdet.
Es kann sein, dass Ihr tagelang ein emotionelles Wrack seid. Aber Ihr werdet herauskommen,
wenn Ihr es ganz gelaufen habt, und das Ausmass Eurer Erholung wird selbst für
Euch phantastisch sein. Sogar Eure rein körperliche Erscheinung kann sich zum Besseren
verändern, wenn Ihr solche Secondaries lauft.
Wenn Ihr feststellt, dass die ganze Zeitspanne leer und schwarz ist, dann ruft Euch die
Zeiten zurück, als Ihr Euch selber verspracht, dass Ihr Euch nicht länger darüber grämen würdet,
oder die Zeiten, als Ihr es nicht aufgeben wolltet.
Ladung: Schädliche Energie oder Kraft, die aus den Konflikten und unangenehmen Erlebnissen
resultiert, die ein Mensch gehabt hat. Auditieren entlädt diese Ladung, so dass sie
nicht mehr da ist und den Menschen nicht mehr beeinflussen kann.
Dann lauft die Zeiten, als Ihr Euch selbst oder anderen für das Ereignis die Schuld gabt.
Und ruft Euch die Zeiten zurück, als Ihr Dinge bedauertet, die damit zusammenhingen.
Ein Mann, der beinahe im Sterben lag, lief auf eigene Faust zwei Secondaries mit dieser
Technik und erholte sich. Eine Frau, die man als psychotisch gebrandmarkt hatte und die
diese Technik kannte, lief eine Anzahl von Secondaries bei sich selbst, und wurde geistig viel
gesünder als ihre Familie. Eine Frau, deren Mann seit zehn Tagen tot war, hatte die Eigenschaften
einer alten Frau angenommen. Ihr ganzes Drüsensystem war gestört. Sie lief das
Secondary seines Todes in neun aufreibenden Stunden aus, und 24 Stunden später sah sie
jung aus und war wieder fröhlich – obwohl sie ihr ganzes Leben rund um diesen Mann aufgebaut
hatte. Es kann nicht nur gemacht werden, sondern es wird gemacht. Einfach nur in der
Gegenwart über die Sache zu weinen – ohne sie wiederzuerleben -, hat keinen Sinn. Der
Gram muss herausgeholt werden, indem man jeden Augenblick des Secondary-Faksimiles
selbst wiedererlebt. Es ist hart, aber man kann es schaffen!
Ein Secondary, das Furcht enthält, kann ein wenig schwieriger sein, denn etwas zu
fürchten, bedeutet zu fliehen. Wenn Ihr also mit dem Faksimile in Kontakt kommt, um es zu
laufen, dann befiehlt Euch ein Teil davon, zu fliehen, und Ihr gehorcht vielleicht. Ihr könnt
das umgehen, indem Ihr die Zeiten lauft, als Menschen Euch nicht fort liessen, als Ihr davonlaufen wolltet.
Ihr könnt nicht nur ein Secondary oder jedes beliebige Faksimile in Eure Griffweite
bringen, Ihr könnt es auch wieder weglegen, sie zurück in die Zeit werfen. Wenn man gerade
auf dem halben Wege ist, ein Faksimile zu laufen, dann mag das schwierig erscheinen. Was
man tun muss, ist, es flach zu machen. Dann könnt Ihr es mit Leichtigkeit von Euch werfen.
Sie werden flach gemacht, indem Ihr sie einfach wiedererlebt und Eure alten Schlussfolgerungen herausbekommt.
Eine Mahnung zur Vorsicht: Versucht nicht, an Euch selbst etwas zu laufen, wenn Ihr
in der Nähe eines Menschen sind, der auch nur andeutungsweise Kritik übt. Und streitet Euch
mit niemandem darüber. Die Ehefrau, die Mutter, der Vater oder der Ehemann geraten vielleicht
fürchterlich ins Zittern über Euren Versuch, Euch stärker zu fühlen. Sie können vielleicht
sogar ein Interesse daran haben, Euch niederzuhalten, so dass sie „sich besser um Euch
kümmern“ können. Laufet Ihr eines dieser Secondaries in der Nähe eines solchen Menschen.
bestrafet Ihr Euch wirklich selbst.
Und so ganz nebenbei: Seid sehr misstrauisch, wenn jemand nicht der Meinung ist,
dass Ihr Euch mit dieser neuen Wissenschaft beschäftigen solltet. Auditoren laufen immer
wieder in Situationen, wo sie einen Sohn oder eine Tochter in guter Verfassung vor sich haben,
auf dem Weg zu wirklicher Erholung – und dann treten die Eltern auf den Plan, und mit
jedem Argument, mit jeder „guten Absicht“ stossen sie den armen Preclear ins Fegefeuer
zurück. Solche Menschen wollen den Preclear unter Kontrolle haben und begreifen instinktiv,
dass der Preclear im Begriff ist, überaus unabhängig zu werden. Der Preclear, der sich
auf Diskussionen einlässt, gerät ganz einfach wieder in Verwirrung. Das beste ist, die Ruhe
zu bewahren und Eure Arbeit in aller Stille zu machen.
Dann, wenn Ihr drei Meter gross seid, führt Ihr Eure Diskussionen.
Und bittet nicht eine Ehefrau oder einen Ehemann oder einen Freund, diese neue Wissenschaft
gegen seinen oder ihren Willen zu studieren und sie an Euch anzuwenden. Sie wer
den es auf die eine oder andere Weise schaffen, die Prozesse zu verdrehen und Euch zugrunde
zu richten. Ihr spürt vielleicht einen Impuls, Eure Faksimiles zu verwenden, um von einem
solchen Menschen Mitleid zu gewinnen. Es ist schneller und leichter, sich das Gehirn aus
dem Kopf zu blasen. Das Ergebnis wird das gleiche sein. Denn wenn Ihr jemanden dazu
zwingt, Euch „zu helfen“ und „Mitleid zu zeigen“, der ein Interesse daran hat, Euch krank zu
halten, dann wird es ihnen gelingen, Euch ernsthaft krank zu machen. Natürlich aus ihrer
guten Absicht und ihrem guten Wissen heraus. Da ist zum Beispiel eine sehr kranke Frau, die
von einem Auditor in etwa 15 Stunden in Ordnung gebracht werden könnte. Aber ihr Ehemann,
der um sie herumflattert wie eine Gluckhenne, wird rabiat, wenn es darum geht, dass
sie sich helfen lässt. Er weiss nichts von dieser neuen Wissenschaft, ausser dass sie erfolgreich
ist. Sie ist wegen ihres Zustandes dreimal ohne Erfolg operiert worden. Er sorgt dafür,
dass sie ein viertes Mal operiert wird, was sie wahrscheinlich umbringen wird. Das ist ein
Wunsch zu helfen – aus einem Zugehörigkeitsgefühl heraus, das zu nichts führt. „Halte ihn
ruhig, bearbeite ihn, kontrolliere ihn, Mama weiss es am besten“ sind die Ursachen dieser Einstellung.
Ausserdem habt Ihr immer etwas gehabt, das als DIENSTFAKSIMILE bekannt ist, und
Ihr verwendet es auch. Jedes Mal, wenn Ihr scheitert, greift Ihr dieses Faksimile auf und werdet
krank oder unerträglich edelmütig. Es ist Eure Erklärung Euch selbst und der Welt gegenüber,
wie und warum Ihr versagt habt. Es hat Euch einmal Mitleid eingebracht. Mitleid
wird es wieder auslösen. Es kann den grundlegenden Seinszustand enthalten, der nun für eine
gewöhnliche Erkältung oder Nebenhöhlenentzündung oder für ein lahmes Bein gehalten
wird. Ihr scheitert mit etwas, und dann verwendet Ihr das Faksimile. Und Ihr bekommt Mitleid
von jemandem. Nun, Himmel hilf, wenn Ihr in der Nähe eines Menschen seid, der die
Steckensignale nicht versteht. Ihr verwendet das Faksimile, und die Kerle werden nicht mitleidig.
Ihr verwendet das Faksimile stärker, und sie bleiben immer noch eiskalt. Dann bringt
Ihr es einmal wirklich in Gang. Vielleicht waren es die Masern, die diesem Faksimile
zugrunde lagen. Vielleicht war es, als Ihr Euer Bein gebrochen hattet. Nun, Ihr verwendet es
bis zu einem Punkt, wo ihr alle Symptome wiederbekommt, wenn Ihr kein Mitleid dafür erntet.
Ihr habt zwei Wahlmöglichkeiten: Lauft dieses Dienstfaksimile aus, und auch die Gründe
für seine Verwendung, nach der Anleitung der noch verbleibenden Akte – oder findet einen
neuen Freund oder Partner. Denn dieses Dienstfaksimile wird Euch schön langsam fertigmachen.
Ihr habt es selbst nicht geglaubt, als Ihr zum ersten Mal beschlosset, es zu verwenden.
Dann wurde seine Verwendung automatisch. Und nun“ fragt Ihr Euch, was es hervorgerufen
hat“. Ihr wart es.
Wir machen diese Bemerkungen über das DIENSTFAKSIMILE nicht, weil es in diesem
Akt gelaufen werden soll, sondern um Euch mit seiner Existenz vertraut zu machen.
Denn Ihr könnt darauf stossen, wenn Ihr ein Secondary lauft, und werdet Euch vielleicht nur
sehr unwillig davon trennen. Es ist einfach eine Zeit, als Ihr versuchtet, etwas zu tun, und
dabei verletzt wurdet oder scheitertet, und Mitleid dafür bekamt. Wenn Ihr dann später verletzt
wurdet oder versagtet und eine Erklärung brauchtet, dann verwendetet Ihr es. Und wenn
Ihr keinen Erfolg dabei hattet und kein Mitleid dafür bekamt, dann verwendetet Ihr es so
hartnäckig, dass es zu einer psychosomatischen Krankheit wurde.
Lasst uns nun eine Bestandesaufnahme Eures Körpers machen. Vielleicht können wir
etwas entdecken, das Ihr als DIENSTFAKSIMILE verwendet. Jeder Mensch hat eines oder
mehr als eines.
ZÄHLT ALLES AUF, WAS MIT DEN FOLGENDEN KÖRPERTEILEN SCHIEFGEHT
ODER NICHT IN ORDNUNG IST. ZUM BEISPIEL SICH WIEDERHOLEN
SCHWÄCHE ODER SCHMERZ ODER FEHLFUNKTION.
DER KOPF:
DIE AUGEN:
DIE OHREN:
DIE NASE:
DER HALS:
DIE ZÄHNE:
DIE BRUST:
DIE LUNGEN:
DIE HÄNDE:
DIE HAUT:
DIE ARME:
DIE SCHUL
DAS RÜCKGRAT:
DAS REKTUM:
DIE GESCHLECHTSORGANE:
DER BAUCH:
DIE BEINE:
DIE FÜSSE:
DIE NAGEL:
DIE INNEREN ORGANE:
Nun, erkennt Ihr irgendeine bestimmte Krankheit aus diesen Symptomen? Masern?
Keuchhusten? Geboren werden? Ein Unfall?
SCHREIBT, WAS IHR DENKT, DASS ES SEIN KANN.
IN WELCHEM ALTER TRAT ES AUF?
WER WAR ANWESEND?
WOMIT WART IHR ZUVOR GESCHEITERT?
WELCHE FEHLSCHLÄGE HABEN DIESE SYMPTOME SEITHER AUSGELÖST?
WER BEMITLEIDET EUCH NICHT?
WER HAT EUCH BEMITLEIDET?
WORIN BESTEHT DIE AHNLICHKEIT ZWISCHEN DEM MENSCHEN, DER
EUCH BEMITLEIDET UND DEM MENSCHEN, DER EUCH NICHT BEMITLEIDETE
ODER EUCH NICHT BEMITLEIDET?
WAS SIND DIE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN DEM MENSCHEN, DER BEMITLEIDET
HAT, UND DEN MENSCHEN, DIE ES NICHT GETAN HABEN ODER NICHT TUN?
WEM HABT IHR DIE SCHULD GEGEBEN?
WEM GEBT IHR DIE SCHULD?
Ein Dienstfaksimile zu haben und zu verwenden, macht keinen Hypochonder aus
Euch. Es macht Euch einfach menschlich.
Das Faksimile kann sich gleich hier lösen. Wenn es nicht so ist, dann haben wir immer
noch eine ganze Menge Buch vor uns.
EINE MAHNUNG ZUR VORSICHT ÜBER ALL DAS. PROZESSIERT EUCH
SELBST ZU BESTIMMTEN ZEITEN UND NICHT DIE GANZE ZEIT. WÄHLT EINE
ZEIT FÜR DAS PROZESSING UND VERWENDET SIE. DANN, WENN SIE VORBEI
IST, WARTET IHR BIS ZUM NÄCHSTEN TERMIN. GEHT NICHT SELBSTAUDITIEREND
IN DER GEGEND HERUM.
In den Bildern, die Ihr von alten Erlebnissen bekommet, könnt Ihr Euch selber vielleicht
„ausserhalb von Euch selbst“ sehen. Dann seht Ihr die Szene nicht so, wie Ihr sie damals
gesehen habt. Das ist „aus der Valenz“ sein. Geht einfach in die Valenz hinein, wenn
Ihr das Geschehnis laufen wollt. Wenn Ihr es lauft, während Ihr ausserhalb von Euch selbst
seid, wird Euch das nicht viel bringen. Doch wenn Ihres sehr viele Male durchlauft, dann
werdet Ihr in der betreffenden Szene innerhalb von Euch selber sein.
Ausserhalb von sich selbst zu sein, ist die Ursache von „Selbstauditing“. Während einer
Operation oder sonst irgendwo schlüpftet Ihr heraus. Wenn Ihr selbst auditiert, dann seid Ihr
vielleicht in der Rolle von jemandem, der Euch verletzt hat (eine Gegenanstrengung), und Ihr
werdet Euch selbst weiter verletzen. Der Abschnitt über Gegenemotion. wird diesen Zustand
später in Ordnung bringen, falls er beginnt.

DER SIEBENTE AKT
Wart Ihr ein Linkshänder, der inzwischen zum Rechtshänder geworden ist?
Ungefähr 50 % der menschlichen Rasse ist von Natur aus linkshändig, ist aber zu
Rechtshändern „erzogen“ worden.
Wie Ihr wisst, dirigiert das Kontrollzentrum der linken Seite des Verstand-Gehirn-
Systems die rechte Seite des Körpers. Und die rechte Seite des Verstand-GehirnSystems dirigiert
die linke Seite des Körpers. Das ist ein perfektes Regierungssystem. Es sollte in diesem
Atomzeitalter verwendet werden. Ihr nehmt die Regierung von Russland her und setzt sie in
die Vereinigten Staaten. Und Ihr nehmt die Regierung der Vereinigten Staaten her und setzt
sie nach Russland. Und Ihr hättet keinen Krieg mehr.
So bewältigte der Verstand die Schwierigkeiten, die sich beim Vorhandensein eines
doppelten Kontrollzentrums ergeben. Sie begannen ungefähr zu jener Zeit, als die Vorfahren
des Menschen – auch Ihr – aus dem Meer kamen; oder kurz davor.
Eines dieser beiden Kontrollzentren ist der „genetischem Boss. Es ist stärker als das
andere Kontrollzentrum. Ein natürlicher Rechtshänder wird von seinem linken Kontrollzentrum
gelenkt. Es ist von Natur aus das stärkste Kontrollzentrum seines Körpers. In einem
solchen Fall gehorcht das entgegengesetzte Kontrollzentrum dem Hauptkontrollzentrum, und
alles ist in Ordnung, die Koordination ist gut, und es ergibt sich keine Unordnung.
Nehmt Ihr allerdings einen natürlichen Linkshänder, der von seinem rechten Kontrollzentrum
gelenkt wird, und besteht darauf, dass er zu seiner rechten Hand wechselt, dann
zwingt Ihr ihn dazu, unter der Leitung seines untergeordneten Kontrollzentrums zu stehen.
Ihr entwertet sein stärkeres Kontrollzentrum. Das lässt ihn auf der Tonskala hinuntergehen,
und es verursacht schlechte körperliche Koordination zwischen der linken und der rechten Hand.
Hat irgend jemand in Eurer Familie sich darüber beklagt, dass ihm oder ihr das zugestossen
ist? Erinnert Ihr Euch daran, dass es Euch selbst zugestossen ist?
Es ist seit langer Zeit bekannt, dass es schlecht ist, einen Linkshänder zur Rechtshändigkeit
zu zwingen, aber niemand wusste warum, und es gab keine Abhilfe dafür.
Ausserdem wird ein Kontrollzentrum, das mit einem grossen Fehlschlag im Leben konfrontiert
wird, sozusagen abdanken, und das untergeordnete Kontrollzentrum übernehmen
lassen. Dann versagt dieses vielleicht in einer bedeutenden Angelegenheit, und das alte, gescheiterte
Zentrum gewinnt wieder die Oberhand. Dieses Abwechseln von Kontrollzentren
kann anhaften und sich wiederholen, jedes Mal mit geringerer Kraft und Sicherheit der Kontrolle.
Einen Beweis dafür findet Ihr in Schlaganfällen und Migräne, wo nur der halbe Körper
krank wird. Das Kontrollzentrum, das bereits oft versagt hat, gewinnt abermals die Oberhand.
Es gewinnt sehr plötzlich die Oberhand. Wenn es durch vergangene Fehlschläge bereits
ziemlich desorganisiert ist, dann wird seine Herrschaft durch körperliches Versagen gekennzeichnet
sein, insbesondere für die entsprechende Seite des Körpers.
Dieser Akt ist deshalb nicht einfach Linkshändern gewidmet, die durch Erziehung zu
Rechtshändemwurden,sondernjedermann-dennderÜbergangzwischenwechselnden Zentren
kann jedem zustossen. Das ist eine ganz normale Erscheinung.
Der Weg dahin, das alte Zentrum zu rehabilitieren, oder beide Zentren zu rehabilitieren,
ist ziemlich einfach. Man sucht nach den Zeitpunkten der Verlagerung. Diese sind durch
Momente von schwerwiegendem Versagen gekennzeichnet, oder durch die plötzliche Erinnerung
an eine vergangene Situation, wobei die Erinnerung stark genug ist, um den Wechsel
hervorzurufen. Zentrum A hat die Kontrolle. Irgend etwas im Leben bringt dem Zentrum B
plötzlich in Erinnerung, dass es einst erfolgreich war – und ein Wechsel wird stattfinden.
Oder Zentrum A erleidet einen Fehlschlag, und Zentrum B bleibt im Besitz der Kontrolle
zurück. Oder der Fall wird von einer Ladung befreit, und das alte Zentrum wird um seine
Last von Fehlschlägen erleichtert und gewinnt die Oberhand.
Im Prozessing könnt Ihr mit diesen Verlagerungen zu tun bekommen. Ein Wechsel
kann von intensiver Heiterkeit gefolgt werden. Sie kann allerdings innerhalb von ein oder
zwei Tagen wieder abklingen. Das bedeutet nicht, dass sie niemals zurückkommen wird. Es
bedeutet einfach, dass ein vorübergehender Wechsel von Zentren stattgefunden hat.
Der Idealzustand ist es, wenn beide Zentren entlastet werden.
Die Kindheit ist bei den Menschen gewöhnlich abgesperrt, bevor Geschehnisse mit
Missemotion oder körperlichem Schmerz entladen worden sind. Das erfolgt durch einen
Wechsel von Zentren. Das Kind beginnt in guter Verfassung, wird aber in der Kindheit so
drastisch behandelt, dass es mit seinem von Geburt aus stärkeren Zentrum scheitert. Dann
gewinnt das andere Zentrum die Oberhand. Diese Verlagerung sperrt die Erfahrung bis zu
einem bestimmten Grad von dem alten Zentrum ab. Aus diesem Grund können frühe Erziehung,
Eltern oder Lieblingstiere abgesperrt sein. Wenn Ihr sie herausholt und in Sichtweite
bringt, dann rehabilitiert Ihr damit eigentlich ein altes Zentrum.
Ihr solltet das wissen, so dass Ihr durch verschiedene Dinge nicht alarmiert werdet. Das
erste dieser Dinge ist vorübergehende „Euphorie“, wo Ihr für zwei oder drei Tage fröhlich
bleibt und dann wieder traurig werdet. Das ist offensichtlich ein vorübergehender Wechsel.
Das zweite ist eine körperliche Unausgewogenheit, die ebenfalls als vorübergehende Angelegenheit
auftreten kann, wo Ihr einen Zahnschmerz oder einen Kopfschmerz auf einer Seite
bekommt und die andere Seite taub wirkt. Ein weiteres ist eine Verlagerung von Interessen.
Ihr werdet Euch keine Amnesie14 zuziehen, aber dieser Wechsel von Zentren kann für
Amnesie verantwortlich sein. Ein plötzlicher Wechsel von Zentren sperrt die Erfahrung der
Gegenwart ab und kann sich dann zurückverlagern. Im Prozessing kommt das nicht vor.
Es gibt auch eine ganze Gruppe von „Pseudo-Zentren“ – die Persönlichkeiten von
Menschen, denen Ihr zu helfen versucht habt, wobei Ihr gescheitert seid. Sie werden „Valenzen“
genannt. Ein Mensch kann zwei von diesen „Valenzen“ haben oder auch zehn Dutzend;
er kann für Joe eine Persönlichkeit sein und für Agnes eine andere, er kann sich in einer bestimmten
Lebensperiode in einen „vollkommen neuen Menschen“ verwandeln. Das ist einfach
eine Manifestation der Aufeinanderfolge von Leben, wie wir sie früher behandelt haben.
Alle diese Dinge werden entlastet, indem man sich von Missemotion befreit.
Der ideale Stand der Dinge ist erreicht, wenn man ein Super-Zentrum entwickelt. Rechte
und linke Zentren sind immer Unter-Zentren. Ein „Super-Zentrum“ wird gewonnen, indem
man alles Mitleid und alle Reue in einem Fall entlädt oder, kurz gesagt, die Missemotion.
Denkt darüber sorgfältig nach. Die Erlebnisse werden von plötzlichen Veränderungen
in der körperlichen Gesundheit gekennzeichnet, vom Verschwinden alter Krankheiten, vom
Auftauchen neuer Krankheiten. Es kann die Zentren verlagern, wenn man sich verliebt. Es
kann sie verlagern, wenn man einen Schlag auf den Kopf bekommt. Jeder emotionelle
Schock kann dafür verantwortlich sein. Besonders Erlebnisse, die die Vorstellung eines Menschen
von seiner Fähigkeit verringern, andere Menschen und seine Umwelt zu handhaben,
können zum Wechsel von Zentren führen. Eine plötzliche Verringerung der Wichtigkeit eines
Menschen durch eine Erfahrung kann zum Wechsel von Zentren führen.
Ein Todesfall, ein schwerer Verlust, das Erkennen der eigenen Unwichtigkeit, all das
kann diese Zentren verlagern. Jedes aufgezählte Erlebnis sollte ausgelaufen werden. Wenn es
als Faksimile schwierig zu laufen ist, dann wartet Ihr, bis Ihr an einer späteren Stelle in diesem
Band gelernt habt, wie Ihr bei Euch selbst Ketten lauft, und kommt dann zu dieser Liste
zurück. Wenn möglich, verwendet Ihr die Technik für Secondaries wie jene aus dem sechsten
Akt, um dieses Ziel zu erreichen.
SCHREIBT DIE ANZAHL VON ZEITPUNKTEN NIEDER, ZUSAMMEN MIT DEM UNGEFÄHREN DATUM, ALS IHR MÖGLICHERWEISE ZENTREN GEWECHSELT HABT.
SCHREIBT KURZ DEN SCHOCK ODER DEN VERLUST NIEDER, DER DIESE VERLAGERUNGEN HERBEIGEFÜHRT HABEN KÖNNTE.

DER ACHTE AKT
Wenn Ihr dieses Prozessing alleine durchführt, ohne die Hilfe eines Auditors, dann
kann es sein, dass Ihr es überaus schwierig findet – oder auch nicht; das hängt davon ab, wie
viel Lebenstalent Ihr habt. Aber hier ist eine Technik, die relativ einfach ist. Sie vollbringt
sehr schnell etwas für Euch. Ende 1951 habe ich diese Technik aus einer anderen Technik
entwickelt, die das Überfliegen [Scanning] von Ketten genannt wurde. Das war ein Versuch,
Schmerz in grossen Mengen aus einem Fall auszulaufen, der jedoch nicht funktionierte. Das
hier ist das Oberfliegen von Locks. Es funktioniert.
Nehmt Euren Bleistift und zeichnet einen Strich, einen senkrechten Strich, im leeren
Raum auf der rechten Seite. Zeichnet diesen Strich etwa zwölf Zentimeter hoch. Nun, am
unteren Ende dieses Striches beschriftet Ihr ihn mit Empfängnis. Zweieinhalb Zentimeter
oberhalb des Beginns zeichnet Ihr einen horizontalen Strich, und beschriftet ihn mit Geburt.
Am oberen Ende des Strichs beschriftet Ihr ihn mit Gegenwart. Nun, direkt oberhalb der Geburt
zeichnet Ihr einen SEHR starken horizontalen Balken, der etwa zweieinhalb Zentimeter
lang ist. In Abständen von etwa einem oder einem halben Zentimeter zeichnet Ihr ganz unregelmässig
oberhalb des starken Balkens eine zarte horizontale Linie, etwa einen Zentimeter
lang. Es sollten ein oder zwei Dutzend von diesen zarten Linien sein.
Nun beschriftet Ihr den starken horizontalen Balken mit SCHMERZHAFTES ERLEBNIS.
Nun beschriftet Ihr die leichten Linien darüber jede mit LOCK. Hier habt Ihr ein Bild
eines TIME TRACK (Zeitspur). Das ist der lange vertikale Strich. Es ist eine Möglichkeit,
Eure Faksimiles, Eure Erfahrungen im Leben, im Zusammenhang mit der Zeit darzustellen.
Eigentlich könnt Ihr diese Faksimiles nach Belieben gruppieren. Aber wenn man sie auf diese
Weise linear anordnet, kann man sie als eine Spur jener Zeit betrachten, während der man
gelebt hat.
Nun, während dieser Lebensspanne, auf diesem TIMETRACK, sind Euch verschiedene
Dinge zugestossen. Manche waren gut, und manche waren schlecht. Bis in Euer zweites Jahrzehnt
hattet Ihr das grosse Ziel des Erwachsenwerdens, und danach hattet Ihr andere Ziele.
Diese Spur ist ein fortdauerndes Faksimile. Aber dieses Faksimile besteht aus einer
grossen Anzahl von Faksimiles, aus bestimmten Erfahrungen, die entweder auffallen oder
verborgen bleiben.
Ein SCHMERZHAFTES ERLEBNIS ist jedes Erlebnis, das Schmerz mit sich gebracht
hat: Ein Tod, eine Operation, ein grosser Fehlschlag, gross genug, um Euch bewusstlos zu
machen, wie etwa ein Unfall. Ihr hattet viele von diesen Erlebnissen, aber wir zeichnen nur
eines auf, um Euch zu zeigen, was mit jedem von ihnen geschieht.
LOCKS treten auf, wenn Ihr die Feststellung macht, dass die Umwelt dem SCHMERZHAFTEN
ERLEBNIS ähnlich ist. LOCKS treten auf, wenn ein Mensch müde ist oder einen
kleineren Fehlschlag im Leben erleidet, der ihn vielleicht an den grossen Fehlschlag erinnert.
Die Technik, die als DURCHLAUFEN VON LOCKS bekannt ist, geht von einem frühen
Lock des schmerzhaften Erlebnisses aus, aber nicht von dem schmerzhaften Erlebnis
selbst. Diesem schenkt man keinerlei Aufmerksamkeit. Es wird durch die Locks mehr oder
weniger aufgeblasen und kann als ein Geschehnis behandelt werden, genau wie jedes andere
Faksimile. Das heisst, es kann nach Belieben zur Seite gelegt werden. Aber manchmal muss
man sich um die Locks kümmern, bevor das SCHMERZHAFTE ERLEBNIS sich löst.
Selbstverständlich kann das schmerzhafte Erlebnis selbst mit Hilfe von Anstrengungs-
Prozessing gelaufen werden, aber das ist sehr schwer, wenn Ihr es alleine machen
wollt. Ausserdem müssen diese Locks in jedem Fall durchlaufen werden.
Ein Lock kann also mit DURCHLAUFEN VON LOCKS behandelt werden.
Um Locks zu durchlaufen, nimmt man Kontakt mit einem frühen Lock auf der Spur auf
und geht schnell oder langsam durch alle derartigen ähnlichen Geschehnisse durch, geradewegs
zur Gegenwart. Man kann das viele Male tun, und die ganze Kette von Locks hört auf,
einen zu beeinflussen.
Nun gibt es weitere Arbeit mit dem Bleistift. Numeriert die Locks. Beschriftet das erste
oberhalb des SCHMERZHAFTEN ERLEBNISSES mit 1, das nächste mit 2, und so weiter.
Wenn Ihr beginnt, Locks zu durchlaufen, werdet Ihr ein Erlebnis der verlangten Art finden.
Ihr werdet Euch durch alle ähnlichen Erlebnisse bis zur Gegenwart bewegen. Vielleicht
war das früheste Lock, das Ihr bei diesem Durchgang gefunden habt, das Lock 8, und Ihr seid
von da an die verbleibenden Locks bis zur Gegenwart durchgegangen.
Bei Eurem nächsten Durchgang versucht Ihr ein früheres Lock zu finden. Der erste
Durchgang hat Euch ein früheres zugänglich gemacht. Dieser neue Beginn kann Lock 5 sein.
Bewegt Euch von Lock 5 zur Gegenwart und geht dabei durch alle ähnlichen Geschehnisse.
Bei Eurem nächsten Durchgang findet Ihr vielleicht ein noch früheres Lock. Geht von
da zur Gegenwart und bewegt Euch dabei durch alle ähnlichen Erlebnisse.
Auf diese Weise durchlauft Ihr jede Kette, bis Ihr im Hinblick darauf „extrovertiert“
seid, das heisst, bis Ihr Euch selbst in der Gegenwart findet und an etwas anderes denkt, während
Eure Tonstufe wahrscheinlich hoch ist.
Wenn Ihr weiter Locks durchlauft, nachdem Ihr „extrovertiert“ seid, dann werdet Ihr
„durchsacken“ in eine andere Kette, die sich um irgend etwas anderes dreht. Das schadet
nichts, aber Ihr wollt ja aufhören, Locks zu durchlaufen, wenn Ihr extrovertiert seid. Ein einziger
Durchgang mehr wird Euch dabei finden, dass Ihr gerade eine andere Kette durchlauft.
Es kann vorkommen, dass Ihr während des Durchlaufens von Locks auf etwas stosst,
das als Boil-off (Abkochen) bekannt ist. Das bedeutet, dass Ihr groggy werdet und allem Anschein
nach einschlaft. Das wird zweifellos dadurch verursacht, dass alte Bewusstlosigkeit
sich löst. Es bringt keinen grossen Vorteil und scheint aufzutreten, wenn zwei Faksimiles
miteinander in Konflikt geraten. Ihr könnt Euch tatsächlich durch das Durchlaufen von Locks
in ein ansehnliches „Boil-off“ hineinmanövrieren. Ihr könntet wahrscheinlich 500 Stunden
mit dem Laufen von Locks über dies und jenes und mit Boil-off zubringen. Das ist der langsame
Weg. DAS THEMA DES DURCHLAUFENS VON LOCKS IST NICHT BOIL-OFF.
BOIL-OFF BEDEUTET ZUVIELE SECONDARIES, ZU VIEL GRAM UND ZU VIEL
REUE. WENN IHR FESTSTELLT, DASS IHR IN ZU VIEL BOIL-OFFGERATET(EIN
BISSCHEN ISTGANZ IN ORDNUNG), DANN LAUFT REUE UND SCHULD, WIE ES
IN EINEM SPÄTEREN ABSCHNITT BESCHRIEBEN WIRD.
Diese Technik muss verstanden und beherrscht werden, wenn Euer Prozessing gute
Fortschritte machen soll.
Um zu zeigen, was geschieht, ist hier einige Arbeit mit dem Radiergummi nötig. Nehmt
die Zeichnung her, die Ihr gemacht habt. Radiert mit Eurem Radiergummi von Lock 7 bis zur
Gegenwart. Einige der Linien sind verblasst. Nun radiert mit dem Radiergummi von Lock 5
bis zur Gegenwart. Nun von Lock 1 bis zur Gegenwart. Nun verwendet den Radiergummi
viele Male von 1 aufwärts, bis die Linien fast ausgelöscht sind. Das ist es, was mit den Faksimiles
geschieht, wenn Ihr Locks durchlauft.
Es besteht die Möglichkeit, dass Ihr beim Durchlaufen von Locks „hängenbleibt“. Ihr
beginnt eine Kette von Geschehnissen zu laufen und bemerkt, dass Ihr auf dem halben Weg
zur Gegenwart „steckengeblieben“ seid. Quält Euch nicht herum, und werdet nicht alarmiert.
Ihr seid auf ein POSTULAT gestossen, auf einen Entschluss, den Ihr getroffen habt, von etwas
nicht loszukommen oder über dieses Erlebnis niemals hinwegzukommen. Ihr seid auf
etwas gestossen, das Ihr selbst gedacht habt, und das Euch davon abhält, an dem Erlebnis
vorbei weiterzugehen. Wahrscheinlich ist es Reue. Empfindet das Gefühl der Reue, und es
kann sein, dass Ihr loskommt. Oder empfindet das Gefühl, dass Ihr Euch selbst oder jemandem
anderen die Schuld für das Ereignis gebt. Oder empfindet einfach die Gegenemotion, die
in einem Moment verborgen sein wird. Sie ist reif zum Durchlaufen. Es wird vorausgesetzt,
dass Ihr das Folgende alles zu Ende lest, bevor Ihr es versucht.
Locks könnt Ihr mit verschiedenen Geschwindigkeiten durchlaufen. Ihr könnt sie so
schnell durchlaufen, dass Ihr nicht einmal wisst, woraus die Geschehnisse bestehen. Das ist
MAXIMUM. Oder Ihr könnt sie so langsam durchlaufen, dass Ihr jedes Wort wisst, das gesprochen
worden ist. Das ist VERBAL. Oder Ihr könnt sie mit Geschwindigkeiten laufen, die
dazwischen liegen. Vielleicht habt Ihr mit jemandem zusammengelebt, der darauf bestanden
hat, dass Ihr jedem seiner Worte lauscht – und Ihr könnt feststellen, dass Ihr die Locks mit
einer Geschwindigkeit durchlauft, die man scherzhaft als „Schildkröte“ bezeichnen kann. Das
ist zu langsam. Meist wird das Durchlaufen von Locks mit der Geschwindigkeit BESCHLEUNIGT
durchgeführt, die einem einfach einen kurzen Blick auf alle aufeinanderfolgenden
Geschehnisse und eine Vorstellung davon ermöglicht.
Leichte Emotion, Gegenemotion, Schuld, Formulierungen, Menschen, alles kann
durchlaufen werden.
Eines der wichtigsten Dinge, die man durchläuft, ist GEGENEMOTION, die in Akt 7
erwähnt, aber nicht erklärt wurde.
Habt Ihr je einen Raum betreten und gewusst, dass die Menschen darin zuvor über
Euch gesprochen hatten? Oder dass vor Eurem Eintritt ein Kampf stattgefunden hatte? Die
„Atmosphäre“ wirkt geladen. Wenn jemand dasteht und Euch zusammenstaucht, spürt Ihr
den Zorn?
Ihr habt Emotionen, die Ihr gegenüber anderen Menschen entladet. Ihr versucht sie enthusiastisch
zu stimmen, oder Ihr wollt sie dazu bringen, den Ernst irgendeiner Sache zu erkennen,
oder Ihr zeigt ihnen Eure Geringschätzung. Nun, sie empfinden es nicht so sehr als
gesprochene Worte, sondern als Emotion.
Ein guter Redner ist jemand, der eine grosse Menge von Emotion hervorbringen kann
und auf diese Weise ein Publikum in Spannung versetzen oder anspornen kann. Dasselbe
Ding könnte man mit Missemotion machen, mit Zorn, Gram und so weiter.
Massenhysterie ist ein wohlbekanntes Phänomen. Ein einzelner in einer Menschenansammlung
wird unruhig. Daraufhin wird die ganze Versammlung unruhig, ohne auch nur
zu wissen, was los ist. Das ist eine weiterentwickelte Manifestation des „Herdeninstinkts“.
Der Mensch wanderte in Rudeln. Es war sicherer für ihn, augenblicklich davonzulaufen oder
anzugreifen, als herumzutrödeln und auf verbale Anweisungen zu warten. Daher Massenemotion.
Das ist ein Überlebensinstinkt.
Mehr noch, die Emotion ist das Verbindungsstück zwischen Gedanken und Aktion.
Emotion ist der Klebstoff im Faksimile.
Es gibt DENKEN, EMOTION und ANSTRENGUNG. Das Denken ist der eine Grenzbereich
für die Emotion. Anstrengung oder körperliche Aktion ist der andere.
Anstrengungen und Gegenanstrengungen sind bereits erwähnt worden. Irgend jemand
schlägt auf Euch ein. Das ist eine Gegen- Anstrengung. Ihr sträubt Euch gegen den Schlag.
Das ist die Anstrengung. Ihr verwendet zwei Arten von Anstrengung; die Anstrengung, in
Ruhestellung zu bleiben, und die Anstrengung, in Bewegung zu bleiben. Es gibt daher auch
zwei Gegenanstrengungen, auf die Ihr stossen könnt. Die eine, die sich gegen Euch wendet,
und die andere, die sich weigert, sich zu bewegen. Ihr könnt das sehr leicht sehen. Gerade
jetzt macht Ihr eine winzige Anstrengung, um dieses Buch hochzuhalten, während die Gegenanstrengung
der Schwerkraft es hinunterzieht. Jeden Tag lässt die Gegenanstrengung der
Schwerkraft einen Menschen während seiner wachen Stunden zusammenschrumpfen, etwa
knapp zwei Zentimeter. In der Nacht gewinnt er sie wieder zurück.
EMOTION und GEGENEMOTION sind ähnlich wie ANSTRENGUNG und GEGENANSTRENGUNG.
Mit Euer Emotion verfolgt Ihr zwei Ziele. Das Denken versucht auf dem
Umweg über die Emotion Aktion zu stoppen, und zwar eigene Aktion oder ausserhalb liegende.
Das Denken versucht auf dem Umweg über die Emotion, Aktion in Gang zu setzen –
eigene oder fremde. Zorn zum Beispiel versucht, fremde Aktion aufzuhalten. Furcht versucht,
eigene Aktion in Gang zu setzen, um zu fliehen.
Nun, Emotion ist Emotion, ob es nun Eure Emotion ist oder die eines anderen. Lebt Ihr
in der Umgebung eines Menschen, der andauernd zornig ist, werdet Ihr beginnen, emotionell
auf diesen Zorn zu reagieren, denn der Zorn versucht Euch zu stoppen, was immer Ihr auch
tut. Lebt Ihr in der Umgebung eines Menschen, der Angst hat, werdet Ihr seine Angst aufgreifen
und den Versuch machen, ihr mit eigener Emotion entgegenzuwirken, wobei Ihr gewöhnlich
seine Flucht aufzuhalten versucht. Oder Ihr könnt in den unglücklichen Zustand
geraten, die Gegenemotion solcher Menschen mit Eurer eigenen Emotion zu duplizieren. Ihr
tut das, wann immer Ihr jemandem zustimmt. (Der wichtigste Minuspunkt in leichten Büchern,
die Freunde zu gewinnen und Menschen zu beeinflussen suchen. Sie machen die Leute
auch schliesslich krank- durch eine Übereinstimmung über Emotion.) Stimmt Ihr einem zornigen
Menschen zu, werdet Ihr ebenfalls zornig werden. Stimmt Ihr einem Menschen zu, der
Angst hat, werdet Ihr ebenfalls Angst bekommen. Stimmt Ihr mit einem Menschen überein,
der Kummer hat, werdet Ihr Euren eigenen Kummer fühlen. Und so weiter, wie es in einem
früheren Akt über ARK gesagt worden ist.
Ihr könnt Eure eigene Emotion und die Gegenemotion spüren, wenn Ihr ein Faksimile
untersucht. Oder Ihr könnt einfach Eure eigene Emotion spüren. Oder Ihr könnt nur die Gegenemotion
spüren. Ihr könnt aus einem Faksimile herausnehmen, was Ihr wollt. Der Trick
ist es, das herauszunehmen, was am aberrierendsten ist.
Nun lasst uns sehen, was mit einer Gegenanstrengung geschieht. Das, könnte man sagen,
ist dieser Druck, den Ihr manchmal in Eurem Magen spürt. Das ist nur ein Faksimile
eines alten Schlages, aber es ist manchmal sehr unangenehm. Wie befreien wir uns von diesem
Faksimile? Nun, wir können die Locks all der Zeitpunkte durchlaufen, wo es Euch jemals
belästigt hat. Und wir können so lange Locks damit durchlaufen, bis es Euch nie wieder
stören wird. Das ist der eine Weg. Es meldet sich sehr oft, daher können wir es mit Anstrengung
als ein Dienstfaksimile laufen (oder ein Auditor kann es laufen, was am besten ist, wenn
es um Anstrengung geht). Oder wir können eine Gram-Ladung aus Grossvaters Tod herauslaufen,
wenn Grossvater einen Magen hatte, der ihm Schwierigkeiten machte. Oder wir können
die Gegenemotion herauslaufen. Wir haben ein Dutzend Möglichkeiten, diese Magenprobleme
zu behandeln.
Lasst uns sehen, wie es am schnellsten geht. Das kann das DURCHLAUFEN VON
GEGENEMOTION sein.
Wenn es ein Druck oder ein Schmerz ist, dann ist es ein Faksimile von irgendeinem
Schmerz, der sich zuvor ereignet hat, und der im Gedächtnis immer noch als Faksimile existiert.
Offensichtlich entzieht es sich unserer Kontrolle -sonst würde es nicht schmerzen. Was
lässt es unserer eigenen Kontrolle entschlüpfen? Nun, nachdem der Schlag geführt war – oder
was auch immer die Gegenanstrengung war -, hat irgend jemand in der Umgebung begonnen,
genau in diesem Augenblick Emotion zu zeigen. Für Euch ist das Gegenemotion. Die Gegenemotion
hat die Oberhand über dieses Faksimile der Gegenanstrengung gewonnen und wird
dort festgehalten durch die Gegenemotion von irgend jemand anderem. Das ist die Art und
Weise, wie der Druck oder der Schmerz im Magen zustandekommt.
Versuchen wir nicht, das zu kompliziert zu machen. Es ist einfach. Georg ist von einem
Fussball in den Magen getroffen worden. Später zeigt seine Mutter Mitleid. Das macht ein
„gutes Faksimile“ daraus, so dass Georg daran festhält. Dann eines Tages heiratet er. Seine
Frau, auf 1,5, nörgelt an ihm herum wegen des Essens. Sie wird zornig auf ihn. Er möchte
stattdessen Mitleid, also aktiviert er dieses Faksimile, um Mitleid zu gewinnen, aber es funktioniert
nicht. Die Gegenemotion seiner Frau, ihr Zorn, verändert das Somatik vom Fussball
im Magen und bringt Zorn damit in Zusammenhang. Nun hat Georg keinerlei Kontrolle mehr
darüber. Es wird von seiner Frau kontrolliert und von ihrer Gegenemotion des Zornes. Im
Prozessing beginnt Georg den Zorn seiner Frau zu laufen. Das alte Faksimile mit dem Fussball
schaltet sich heftig ein und verschwindet dann, um nie wieder aufzutauchen.
Wo die Emotion von anderen im Spiel ist, sind Schmerzen Freiwild. Aber seltsam genug:
man muss einen anderen geliebt haben oder zumindest Mitleid für ihn empfunden haben,
damit die Gegenemotion dieses Menschen eine merkliche Wirkung haben kann.
Der Zyklus sieht also folgendermassen aus: Ein Schlag oder ein Schmerz wird zu einem
Faksimile. Das Faksimile wird vom Menschen verwendet. Oder er wird nicht gut damit
fertig. Jemand, der ihm nahesteht, wird zornig auf ihn oder verhält sich ihm gegenüber angsterfüllt
oder traurig. Diese Emotion (Gegenemotion) schaltet den alten Schlag oder Schmerz
ein. Wenn die Gegenemotion heftig ist, dann kann nicht einmal Anstrengungs-Prozessing mit
diesem alten Faksimile in Berührung kommen, bevor die Gegenemotion davon entfernt ist.
Der Prozess geht so: Ihr habt Schmerzen. Ihr könnt sie nicht loswerden, indem Ihr einfach
ihre Ursache identifiziert, oder mit anderen leichten Mitteln. Ihr macht einen Zeitpunkt
ausfindig, wo jemand, den Ihr liebtet, an dieser speziellen Stelle Gegenemotion entwickelte.
Mit Hilfe des Durchlaufens von Locks durchlauft Ihr die ganze Gegenemotion, die an jener
Stelle geäussert worden ist, ob es nun Mitleid war oder Zorn oder Furcht. Es spielt keine Rolle,
was Ihr in bezug auf Eure eigene Emotion tut.
Eines von zwei Dingen wird geschehen: Ihr werdet das alte Faksimile finden und loswerden
– oder Ihr werdet Gegen- Emotion von einer grossen Anzahl von Menschen finden,
werdet sie auslaufen und dann ein grosses Secondary entdecken, das gelaufen werden muss,
oder ein SCHMERZHAFTES ERLEBNIS, das mit Anstrengungsprozessing gelaufen werden
muss. Dieses Geschehnis ist das Dienstfaksimile.
Was auch immer geschieht, Ihr könnt nichts falsch machen, wenn Ihr jede Gegenemotion
lauft, die Ihr finden könnt.
Jede Atmosphäre, in der Ihr gelebt habt, hat eine „emotionelle Qualität“. Ihr werdet
feststellen, dass Emotion nicht nur von menschlichen Wesen kommt. Ihr werdet Zeiten in
Eurem Leben finden, als Ihr vor einer Atmosphäre allein davongelaufen seid, aus keinem
anderen Grund, als dass Ihr das „Gefühl“ davon nicht mochtet. Ihr werdet feststellen, dass Ihr
Menschen, bestimmte Personen, bestimmte Gruppen, vermieden habt, weil Ihr die Gegenemotion
nicht mochtet. Ihr werdet vielleicht entdecken, dass der nebelhafte Eindruck, den
Eure Erziehung in Eurer Erinnerung darstellt, aus Eurer Sichtweite gestossen wurde, einfach
weil Ihr die Atmosphäre der Schule gehasst habt, ihre Gegenemotion.
Vor allem und in erster Linie werdet Ihr Gegenemotion in Massen herumsitzen finden,
wann immer Ihr versagt habt. Das ist eine Mischung von Gegenemotion und Eurer eigenen
Emotion oder Eurer Reue oder Eurem Schuldgefühl.
Gegenemotion ist auf Euch ausgeströmt worden, auf Eure Gedanken, auf bestimmte
Teile Eures Körpers und besonders auf diese grosse oder auch geringfügige Schwäche, die
Ihr mit Euch herumtragt.
Werdet nicht beunruhigt, wenn beim Durchlaufen von Gegenemotion irgendein chronischer
Schmerz sich einzuschalten beginnt wie ein Grossbrand. Lauft nicht um einen Wasser
kübel. Lauft einfach mehr Gegenemotion. Es ist zweifelhaft, ob Euch das umbringen wird,
denn, seht, Ihr seid auch zuvor nicht daran gestorben, als Ihr es wirklich erlebtet.
Das sind nur Faksimiles. Wenn das wirkliche Ding Euch nicht ruiniert hat, dann kann
es das Faksimile wahrscheinlich auch nicht. Wenn Ihr allerdings ein sehr schwaches Herz
habt oder eine andere Krankheit, die Euch zwischen Leben und Tod schweben lässt, VERWENDT
NUR ERINNERUNGEN AUS DER GEGENWART ÜBER GEGENEMOTION
UND DURCHLAUFT KEINE LOCKS ÜBER GEGENEMOTION. Während zweier Jahre
haben diese Prozesse in den Händen des Publikums, eines oftmals sorglosen Publikums, niemals
einen Preclear auf Grund eines schwachen Herzens oder irgendeiner solchen gefährlichen
Krankheit verloren – aber ich muss doch bemerken, dass das nicht bedeutet, dass es
nicht vorkommen kann. Geht zum Arzt und zum Auditor, aber lasst es nicht zu, dass der Arzt
Euch den Auditor ausredet. Ärzte sagen Menschen mit schwachem Herzen immer, dass sie
ihre Geschwindigkeit verringern sollen – aber das ist es, was mit diesem Menschen nicht
stimmt. Er ist bereits zu langsam.
Die Aufgabe des achten Aktes ist zuerst ein genaues Studium des Durchlaufens von
Locks. Dann ein gründliches Studium der Gegenemotion. Schliesslich probiert dann das
Durchlaufen von Locks und von Gegenemotion getrennt aus, und am Schluss als einen einzigen
Prozess. Macht die folgenden praktischen Übungen:
DURCHLAUFT DIE LOCKS ÜBER ALLES, WAS IHR JEMALS ÜBER DIESE
NEUEN WISSENSCHAFT GEHÖRT HABT, SEI ES GUT ODER SCHLECHT, BIS IHR
VON DER SACHE EXTROVERTIERT.
DURCHLAUFT DIE LOCKS ÜBER ALLES, WAS IHR JEMALS  GEHÖRT
ODER GELESEN HABT, SEI ES GUT ODER SCHLECHT, BIS
IHR VON DER SACHE EXTROVERTIERT. WENN IHR NICHTS GEHÖRT HABT
-FEIN.
DURCHLAUFT DIE LOCKS ÜBER JEDE SCHLUSSFOLGERUNG ODER JEDES
POSTULAT, DAS IHRVIELLEICHT ÜBER DIESE WISSENSCHAFT GEMACHT HABT,
UND ÜBER JEDEN ENTSCHLUSS, DEN IHR DARÜBER GETROFFEN HABT,
WENN IHR JEMALS ZUVOR MIT ALTEN STANDARD-VERFAHREN AUDITIERT
WORDEN SEID, DANN DURCHLAUFT DIE LOCKS UBER ALLE SITZUNGEN
DIESES AUDITINGS.
WENN IHR NIEMALS ZUVOR AUDITIERT WORDEN SEID, DANN GREIFT JEDEN
ZEITPUNKT AUF, ALS IHR DAMIT ÜBEREINSTIMMTET, EIN VERGANGENES
ERLEBNIS ZU KONTAKTIEREN.
WENN IHR JEMALS DARUM GEBETEN HABT, AUDITIERT ZU WERDEN,
DANN DURCHLAUFT DIE LOCKS JEDES ZEITPUNKTES, ALS IHR JEMANDEN GEBETEN
HABT, EUCH ZU AUDITIEREN.
Wenn Ihr damit fertig seid, dann macht die folgenden Übungen:
WENN IHR JE AUDITIERTWORDEN SEID, DANN DURCHLAUFT DIE LOCKS
DER GEGENEMOTION EURES AUDITORS UND DER UMGEBUNG. Ruft Euch in Erinnerung,
wie seine Emotion sich für Euch angefühlt haben könnte. Wenn Ihr keinerlei Kontakt
damit bekommt, macht Euch keine Sorgen. Ihr habt ihn nicht gemocht.
NEHMT JEMANDEN IN EUREM LEBEN HER, VON DEM IHR BEGEISTERT
WART. DURCHLAUFT DIE LOCKS ALLER ZEITPUNKTE, ALS IHR IHM ODER IHR
GEGENÜBER MITLEID GEZEIGT HABT. ABER KONZENTRIERT EUCH DABEI AUF
DIE EMOTION DIESES MENSCHEN, ALS ER IN SCHWIERIGKEITEN WAR ODER
SCHMERZEN LITT. DURCHLAUFT DIESE LOCKS, BIS IHR VON DER SACHE EXTROVERTIERT.
DURCHLAUFT DIE LOCKS ALLER ZEITPUNKTE, ALS IHR VERSUCHTET,
MENSCHEN GERINGFÜGIGE HILFE ZU LEISTEN. MACHT DAS GANZ ALLGEMEIN,
OHNE BESONDERE AUFMERKSAMKEIT AUF GEGENEMOTION ZU RICHTEN.
NUN DURCHLAUFT DIE LOCKS ALL DER GEGENEMOTION VON MENSCHEN,
DENEN IHR ZU HELFEN VERSUCHT HABT, IHRE EMOTION EUCH GEGENÜBER
VOR UND NACH DEM ZEITPUNKT, ALS DIE HILFELEISTUNG ODER
DAS ANGEBOT ERFOLGTE.
Das sind Übungen. Die letzte Aktion ist allerdings ein sehr wirksamer Prozess. Nun
macht weiter mit den folgenden wirksamen Prozessen:
GEHT ZUM ZWEITEN AKT (ARK),WO IHR EINE LISTE VON MENSCHEN GEMACHT
HABT, DIE AFFINITÄT, REALITÄT UND KOMMUNIKATION EUCH ENTWEDER
AUFGEZWUNGEN HABEN ODER SIE VERHINDERT HABEN. DURCHLAUFT
DIE LOCKS DER GEGENEMOTION DIESER MENSCHEN IN DER GEGENWART
UND IN DER VERGANGENHEIT IN JEDEM ERLEBNIS VON AUFGEZWUNGENEM
UND VERHINDERTEM ARK. HAKT JEDEN NAMEN AB, DEN IHR IM
ZWEITEN AKT AUFGESCHRIEBEN HABT. DURCHLAUFTDIE LOCKS, BIS IHRVONJEDEM
EXTROVERTIERT.
Wenn Ihr alles bis zu diesem Punkt abgeschlossen habt, in erster Linie aber das Überprüfen
all der Menschen, die im zweiten Akt erwähnt worden sind, dann setzte mit Folgenden fort:
AUF SEITE 32 IM DRITTEN AKT HABT IHR EURE EINSTELLUNGEN GEGENÜBER
DER WELT AUFGEZÄHLT, IN DER IHR LEBT. DURCHLAUFT DIE LOCKS
JEDES ZEITPUNKTS, ALS IHR EINE ENTSPRECHENDE ENTSCHEIDUNG GETROFFEN
HABT, ODER DIE EINSTELLUNG GEFÜHLT HABT, DIE IHR AUFGEZÄHLT
HABT. NEHMT JEDE FORMULIERUNG, DIE IHR AUFGESCHRIEBEN HABT, UND
DURCHLAUFT JEDEN ZEITPUNKT, ALS IHR AUF DIESE WEISE GEFÜHLT HABT.
DANN GEHT ÜBER ZUR NÄCHSTEN FORMULIERUNG.
WENN IHR DAS BEENDET HABT, DANN LAUFT DIE GEGENEMOTION IN
ALLEN SOLCHEN ERLEBNISSEN AUS.
WENN IHR MIT DER GEGENEMOTION IN JEDEM ERLEBNIS FERTIG SEID,
DAS IHR EUCH IM ZUSAMMENHANG MIT EURER EINSTELLUNG ZURÜCKGERUFEN
HABT, DANN NEHMT EUCH DIE GROSSE TABELLE VOR.
BEGINNT MIT DER UNTERSTEN FORMULIERUNG VON SPALTE 1 AUF DER
GROSSEN TABELLE. DURCHLAUFT JEDEN ZEITPUNKT, ALS IHR EUCH GEGENÜBER
DER WELT AUF SOLCHE WEISE FÜHLTET – ODER GEGENÜBER EUCH
SELBST, GEGENÜBER GRUPPEN, TIEREN, GEGENÜBER DEM HÖCHSTEN WESEN.
(In diesem Prozess können die meisten, aber nicht alle Formulierungen verwendet worden sein.)
NEHMT DIE NÄCHSTHÖHERE FORMULIERUNG IN SPALTE 1 UND DURCHLAUFT
SIE FÜR ALLE DYNAMIKEN.
NEHMT DIE NÄCHSTHÖHERE FORMULIERUNG IN SPALTE 1 UND DURCHLAUF
SIE FÜR ALLE DYNAMIKEN.
GEHT DEN GANZEN WEG BIS ZUR SPITZE VON SPALTE 1 WEITER DURCH
UND DURCHLAUFT JEDE ZEILE FÜR JEDE DYNAMIK.
BEGINNT UNTEN IN SPALTE 2 UND NEHMT DIE UNTERSTE FORMULIERUNG.
DURCHLAUFT JEDEN ZEITPUNKT, ALS IHR EUCH SELBST ODER DER
WELT DIESE FORMULIERUNG GESAGT HABT. MACHT DAS FÜR JEDE DYNAMIK.
NEHMT DIE NÄCHSTHÖHERE FORMULIERUNG IN SPALTE 2 UND DURCHLAUFT
SIE FÜR JEDE DYNAMIK.
MACHT WEITER IN SPALTE 2, INDEM IHR JEDE FRAGE DER REIHE NACH
FÜR JEDE DYNAMIK DURCHLAUFT. DURCHLAUFT JEDE FORMULIERUNG VON
UNTEN NACH OBEN IN JEDER SPALTE FÜR JEDE DYNAMIK, BIS IHR JEDE FORMULIERUNG
AUF DER GROSSEN TABELLE DURCHLAUFEN HABT.

DER NEUNTE AKT
In diesem Akt beschäftigen wir uns mit noch eingehenderem Verständnis mit Emotion
und Gegenemotion.
Der technische Hintergrund davon ist Einfachheit; aber es ist eine Einfachheit, die erst
nach zwanzig Jahren Arbeit entdeckt wurde. Alle Dinge sind kompliziert, wenn sie nicht genügend
verstanden werden. Die Evolution des Wissens geht in Richtung Einfachheit, nicht in
Richtung Kompliziertheit. Eine Evolution in Richtung Kompliziertheit ist eine Evolution in
Richtung auf ein autoritäres System und Pomposität – „Du kannst das auf keinen Fall verstehen,
deshalb bin ich, der es zu verstehen vorgibt, eine wichtige Person“ ist die Haltung, die
das Lernen in einen Sumpf steuert. Das einzige, was eine Wissenschaft von dem Interesse
oder der Aufmerksamkeit eines Menschen in Anspruch nimmt, ist, dass eine Wissenschaft
die Fähigkeit besitzt, Phänomene in ein arbeitsfähiges System zu bringen und diese Phänomene
zum besseren Verständnis anzuordnen. Eine Gruppe von Daten, die das nicht zuwege
bringt, ist nicht nur keine Wissenschaft, sondern Blendwerk und Betrug. Wenn Ihr daher mit
irgendeiner Idee arbeitet, dass der menschliche Verstand „zu kompliziert ist, als dass man ihn
verstehen könnte“, dann nehmt Ihr den Standpunkt jener ein, die versagt haben. Das Problem,
den menschlichen Verstand zu entschlüsseln, war überaus schwierig. Die Erklärungen für die
Arbeitsweise und die Schwierigkeiten des menschlichen Verstandes sind sehr einfach.
Wir haben drei Operationsebenen. Das sind DENKEN, EMOTION und ANSTRENGUNG.
Das Denken erzeugt Bewegung oder Aktion durch das Medium der Emotion. Bewegung
und Anstrengung im allgemeinen erzeugen Denken, und zwar sowohl unmittelbar als
auch durch das Medium der Emotion.
Denken ist zeitlos. Es findet augenblicklich statt. Emotion existiert ebenso ohne ZEIT,
wo ihr Frequenzbereich an das DENKEN grenzt. ANSTRENGUNG UND AKTION ENTHALTEN
ZEIT. Eine Bewegung ist eine Veränderung der Position im Raum. Eine Veränderung
der Position erfordert Zeit. Der übliche Partner von Zeit und Raum ist Bewegung. Um
Bewegung zu haben, müssen wir Raum und Zeit haben. Um EMOTION zu haben, brauchen
wir keine Zeit. Und es gibt keinerlei Zeit im Denken. Das ist der theoretische Hintergrund. Es
macht nicht viel aus, ob er genau verstanden wird oder nicht.
Ein Mensch ist eine Anhäufung von „Erinnerungen“, die zurückreichen bis zu seinem
ersten Erscheinen auf der Erde. In anderen Worten: Er ist zusammengesetzt aus all seinen
Faksimiles plus seinem Impuls ZU SEIN. Individualität hängt von Faksimiles ab. Selbst der
Charakter und die Form des Körpers, sein genetischer Bauplan, der bestimmt, ob man einen
Kopf hat oder zwei, ist aus Faksimiles zusammengesetzt, wie aus der Theorie und verschiedenen
Beweisen hervorgeht.
Die Faksimiles, die das Verhalten bestimmen, waren ursprünglich Gegenanstrengungen.
Alle Faksimiles enthalten Gegenanstrengungen. Der Körper und die Persönlichkeit sind
eigentlich alte Gegenanstrengungen, die das „Ich“ zu Anstrengungen gemacht hat. Gedanken
sind zeitlos. Ihr könnt Eure Augen schliessen und in Gedanken ein Ding sehen, von dem Ihr
genau wisst, dass es inzwischen aus dem MEST-Universum verschwunden ist. Ihr habt es
immer noch als Faksimile. Ihr könnt in Gedanken zurückgehen und ein kleines Kind sein. Im
Körper könnt Ihr nicht zurückgehen und die Vergangenheit verändern. Dass Ihr in Gedanken
zurückgehen könnt, sagt uns, dass das Denken auch genau hier in der Gegenwart existieren
muss. In anderen Worten: Ihr als Seele könnt das Gestern in Gedanken handhaben. Das Denken
ist zeitlos. Gedanken werden eingeordnet durch Eure Vorstellung davon, wann sie gedacht
worden sind. Solange Ihr das Zeit-Etikett eines jeden Gedankens kennt, gehört er zur
Gänze Euch. Wenn Ihr das Zeit-Etikett eines Gedankens nicht kennt, dann kontrolliert Ihr ihn
nicht länger.
Die Leute sagen sehr gerne, dass sie ein „schlechtes Gedächtnis“ haben. Sie verwenden
das als eine gesellschaftliche Entschuldigung, und damit sie sich nicht an Fehlschläge erinnern
müssen. Durch diese Prozesse wird das Gedächtnis sehr schnell repariert, bis ein
Mensch sich nach Belieben an Dinge erinnern kann. Seine Fähigkeit, sich Dinge zurückzurufen,
hängt von seiner Fähigkeit ab, die Zeit-Etikette auf seinen Faksimiles zu entziffern, wenn
man es so ausdrücken will. In anderen Worten: So lange er sich genau erinnern kann, besitzt
er die Kontrolle über das Faksimile. Wenn er sich nicht genau erinnern kann, dann besitzt er
keine Kontrolle über das Faksimile.
In der Foundation heilen wir Psychotiker, die Verzweiflung von Jahrtausenden der Zivilisation,
in einer relativ kurzen Zeitspanne. Zweitausend Jahre lang hat man ihnen psychotische
Schocks und Operationen verpasst, man hat sie ihrer Freiheit beraubt – es hat sich nichts
daran geändert. Einzig Freud hat eine Veränderung vorgeschlagen, aber er kannte den Grund
dafür nicht und hatte auch die Effektivität nicht. Heute, in grossen Institutionen, gelten diese
antiken Methoden als „moderne“ Behandlung. Aus unserem gegenwärtigen Wissen heraus
stellen wir die geistige Gesundheit und Effektivität von Psychotikern wiederher- etwas, das
nie zuvor mit Verlässlichkeit oder einer Erfolgsgarantie getan worden ist. Wir stellen sogar
Psychotiker wieder her, die „moderne“ Behandlungen erhalten haben – Elektroschock und
alles andere. Wie ist das möglich?
Macht es so: Ein geisteskranker Mensch kann nicht vernünftig denken oder sich selbst
kontrollieren. Das bedeutet, dass er mit seinen Faksimiles nicht umgehen kann. Durch eine
Sehe von präzisen Schritten gibt der Auditor dem Psychotiker die Kontrolle über seine Faksimiles
zurück. Diese Schritte sind wie folgt:
1. Durch Nachahmung (eine Form von Kommunikation), Berührung (die unmittelbarste
Kommunikation) und durch allgemeines ARK bringen wir den Psychotiker mit einem
menschlichen Wesen in Kommunikation – mit dem Auditor. Das ist manchmal langwierig
und mühsam. Es ist der anstrengendste Schritt. Man kann ihn unterstützen, indem man dem
Psychotiker MEST gibt – Zeit und Raum -, und indem man ihn freilässt.
2. Der Auditor arbeitet dann daran, den Psychotiker in Kontakt mit der Gegenwart zu
bringen. Er richtet seine Aufmerksamkeit auf Objekte und die allgemeine Umwelt, bis der
Psychotiker sieht, dass diese real sind. Wenn der Auditor weiss, dass der Psychotiker über die
Realität von Betten und Wänden Bescheid weiss, dann richtet er die Aufmerksamkeit auf den
Psychotiker selbst als geistiges Wesen. Zusammen mit dem Psychotiker vergewissert er sich
dessen, dass der Psychotiker seine eigenen Hände und Füsse und seinen Körper kontrolliert.
3. Auf dieser Stufe kann der Auditor den Psychotiker in Verbindung mit anderen Menschen
und einer grösseren Umgebung zu bringen beginnen. Das ist wieder mehr Gegenwart.
Der Auditor bewertet NIEMALS irgend etwas für den Psychotiker. Der Psychotiker ist geisteskrank
durch zu viel BEWERTUNG durch andere, und wird rückfällig werden, wenn wieder
jemand für ihn zu denken beginnt.
4. Der nächste Schritt besteht darin, den Psychotiker dazu zu bringen, etwas zu bewerten.
Das kann so harmlos sein wie die Frage, ob Hamburger gut schmecken oder nicht. Der
Psychotiker trifft eine Entscheidung über eine Bewertung. Dann über viele Bewertungen in
der Gegenwart.
5. Nun wird der Psychotiker gebeten, kleinere Entscheidungen in der Gegenwart zu
treffen, plus Aktion auf Grund dieser Entscheidungen. Das beinhaltet den Vorgang, dass er
sich entschliesst, etwas zu akzeptieren, und dass er sich entschliesst, sich von etwas zu trennen;
denn die Handhabung von MEST ist der Handhabung von Gedanken nicht unähnlich,
und für einen Psychotiker sind Gedanken genauso massiv wie MEST.
6. Der nächste Schritt besteht darin, dass man den Psychotiker dazu bringt, sich an irgend
etwas aus seiner Vergangenheit zu erinnern, ganz egal, wie allgemein. Er wird gebeten,
sich Dinge zurückzurufen, bis er auf ein Erlebnis stösst, von dem er WIRKLICH WEISS,
DASS ES REAL IST. Es ist real für ihn. Es ist eine echte Erinnerung. Das ist ein weiterer
Markstein in seiner Tonstufe, genauso wie es auch alle anderen dieser aufgezählten Schritte
sind. Aber es ist der wichtigste Punkt. Er hat eines seiner Faksimile als echt erkannt. Er wird
nicht genötigt, zuzugeben, dass es real ist. Er erinnert sich und weiss, dass es wirklich geschehen
ist. Dann wird er dazu gebracht, sich viele solche Erlebnisse zurückzurufen.
ER WIRD NIEMALS ENTWERTET BEZÜGLICH DESSEN, WAS ER FÜR REAL HÄLT.
MAN DISKUTIERT AUCH NICHT MIT IHM DARÜBER. DER AUDITOR IGNORIERT DIE HALLUZINATIONEN EINFACH UND AKZEPTIERT SCHLIESSLICH EINE ECHTE ERINNERUNG.
7. Der folgende Schritt besteht darin, den Psychotiker dazu zu bringen, sich an eine vergangene
Einschätzung zu erinnern, an eine Zeit, als er eine Entscheidung über den Charakter
oder die Beschaffenheit von etwas traf. Man findet den exakten Augenblick der Einschätzung.
Dann wird der Psychotiker dazu gebracht, sich an eine Entscheidung zu erinnern, die er
in der Vergangenheit getroffen hat. So werden viele Einschätzungen und Entscheidungen
zurückgerufen.
8. Der Psychotiker wird nun über die Zeiten befragt, als er Menschen geholfen hat.
Wenn es möglich ist, werden schwere Fehlschläge vermieden. Wenn er sich Zeiten zurückgerufen
hat, als er Menschen geholfen hat, und wenn er weiss, dass jedes Erlebnis, an das er
sich erinnert hat, echt ist und wirklich geschehen ist, dann geht man zum nächsten Schritt
über.
9. Der Auditor versucht nun, die Entscheidung zu lokalisieren, den exakten Augenblick
mit allen erreichbaren Wahrnehmungen, als der Psychotiker beschlossen hat, verrückt zu
werden. Es kann viele solche Entschlüsse geben. Jeder von ihnen wird viele Male zurückgerufen.
10. Der Psychotiker wird nun über das Gebiet von Verwandten oder Freunden befragt,
die gestorben sind oder Misserfolge erlitten haben, bis man einen entdeckt, der wahnsinnig
geworden ist. Das ist die Stelle, an der er für einen anderen ein Ziel weiterverfolgt hat.
11. Nun arbeitet man mit dem Psychotiker auf dem Gebiet des Mitleids; was er getan
hat, um Mitleid zu erringen, weiches Mitleid er anderen gegeben hat. Wahrscheinlich wird
eine Gram-Ladung in Sicht kommen, die gelaufen werden kann.
Der Mensch im Bereich von Stufe acht kann nicht länger als sehr psychotisch klassifiziert
werden, ab Stufe zehn ist er höchstens neurotisch. Und er kann mit Gegenemotion prozessiert
werden, mit Reue und anderen Techniken.
Das ist hier dargelegt, um Euch eine gewisse Vorstellung davon zu verschaffen, was
Psychose ist, und wie die geistige Gesundheit wiederhergestellt wird. Es ist die Unfähigkeit,
mit den eigenen Faksimiles umzugehen. Die geistige Gesundheit wird wiederhergestellt, indem
man Schritt für Schritt die Fähigkeit eines Menschen wiederherstellt, mit seinen Faksimiles umzugehen.
Aber durch weiche Mechanismen wird ein Individuum unfähig, seine Erinnerungen
handzuhaben? Es gibt verschiedene Antworten, aber die wichtigste von ihnen ist GEGENEMOTION.
Gegenemotion wird als die „Atmosphäre“ rund um eine Person oder einen Ort empfunden.
Bitten Sie irgend jemanden darum, sich das „Gefühl“ der „Atmosphäre“ eines Gebietes
oder eines Menschen zurückzurufen, und er kann sie zumindest teilweise wiedererleben.
Emotion kann laut der gegenwärtigen Theorie von jedermann gegenüber jedermann
entwickelt werden. Die Emotionen von A können in die Gedanken von B einsickern, aber so
weit es uns zum Zeitpunkt dieser Niederschrift betrifft, sind die Mechanismen von Gedanken
und Gegen-Gedanken nicht sehr gut bekannt. Emotion und Gegenemotion hingegen können
leicht nachgewiesen werden.
Wie kontrolliert ein menschliches Wesen ein anderes? Hoch auf der Tonskala geschieht
es, indem man das Individuum so weit wie möglich sich selbst kontrollieren lässt. Unterhalb
von 2,0, im Bereich der Missemotionen, versucht ein menschliches Wesen ein anderes zu
kontrollieren oder zu zerstören, indem es GEGENEMOTION und GEGEN-GEDANKEN verwendet.
Die Atmosphäre, die einen missemotionalen Menschen umgibt, kann leicht wahrgenommen
werden. Wenn man in Anwesenheit eines missemotionalen Menschen ein Faksimile
vorbringt, dann wird in dieses Faksimile sofort Missemotion hineingemischt. Anstrengung
wird durch körperlichen Kontakt übermittelt. Emotion wird einfach durch Zorn, Furcht,
Streit, Mitleid und so weiter von einem missemotionalen Menschen in das Faksimile eines
anderen übertragen. Ihr habt vielleicht bemerkt, wie Ihr in der Umgebung von Menschen, die
verlegen sind oder sich fürchten oder sich gezwungen fühlen, Eurer selbst weniger sicher
werdet oder beginnt, Euch unbehaglich zu fühlen. Das ist ein einfacher Mechanismus. Eure
Faksimiles werden durch eine fremde Emotion „gefärbt“.
Jedes Faksimile, das Ihr mit Argumenten oder Überzeugung einem missemotionalen
Menschen gegenüber vorbringt, wird von ihm mit Gegenemotion durchsetzt. DIESE GEGENEMOTION
ENTZIEHT EUER FAKSIMILE EURER EIGENEN KONTROLLE UND
BRINGT ES UNTER DIE KONTROLLE DES MISSEMOTIONALEN MENSCHEN.
Nichts ist leichter zu beweisen. Ihr habt wahrscheinlich beim Durchlaufen von Locks
bemerkt, dass bestimmte Menschen „abgesperrt“ waren, oder dass die gesamte Spur abgesperrt
war. Dieser abgesperrte Mensch war missemotional. Die Faksimiles, die Ihr in der
Umgebung jenes Menschen offenbart habt, haben dessen Emotion in sich, nicht Eure eigene.
Euer Denken hat daher aufgehört, solche Faksimiles zu kontrollieren. Sie kommen nicht in
Sicht, wenn Ihr nach ihnen ruft. Sie sind „abgesperrt“.
Nicht länger Ihr besitzt die Faksimiles, sondern der missemotionale Mensch.
Eines nach dem anderen können Eure Faksimiles von missemotionalen Menschen Eurer
Kontrolle entrissen werden. Das Endresultat ist, dass Euch weder Eure Faksimiles noch
Ihr selbst mehr gehören. Das Endresultat ist Kontrolle durch die Umwelt, nicht Selbstkontrolle,
Missemotion anstelle von Selbstvertrauen. Zweifel und Angst vor dem Handeln. Kurz
gesagt: solche Reaktionen, wie sie im tieferen Bereich der grossen Tabelle erscheinen. Verlangsamte
Reaktionszeit, Krankheit und chronische Schmerzen stammen von diesen Faksimiles,
die nicht länger unter Eurer Kontrolle stehen. Missemotion hat sie überschwemmt, hat sie
abgesperrt – und deshalb können sie Euch verletzen.
Eine andere, vielleicht noch einfachere Sache sind die GEGEN-GEDANKEN. Ihr
denkt etwas, jemand anderer denkt etwas anderes. Das Denken des anderen ist Euren Gedanken
entgegengesetzt. Lebt eine Zeitlang in der Nähe eines Menschen, der tief auf der Skala
steht, und Eure Gedanken werden überschwemmt von Gegen-Gedanken. Das wird rehabilitiert,
indem man einfach die Ideen eines anderen läuft und den Augenblick, als er ihnen Ausdruck verliehen hat.
Gegenemotion und Gegen-Gedanken können genügend schwerwiegend werden, dass
sie Euch die Illusion geben, Ihr hättet die Faksimiles eines anderen. Das ist das letzte Extrem.
Das ist Halluzination. Nehmt einen Menschen her, der normalerweise von Eurer Erinnerung
abgesperrt ist. Denkt Euch zurück zu einer Zeit, als dieser Mensch Euch eine Geschichte oder
ein Erlebnis erzählte. Ihr habt vielleicht keinen optischen Eindruck von diesem Menschen,
wie er Euch die Geschichte erzählt, sondern statt dessen seht Ihr die Vorgänge in der Geschichte.
Das ist ein Dub-in15, hervorgerufen durch die Missemotion dieses Menschen. Das
Endprodukt davon ist, den Time-Track irgendeines missemotionalen Menschen zu haben, mit
falschen Wahrnehmungen darauf. Das ist vollkommene Halluzination.
15 Dub-In: Ein unwissentlich geschaffenes, geistiges Bild, das eine Aufzeichnung vom MEST-Universum zu
sein scheint, aber in Wirklichkeit nur eine abgeänderte Kopie der Zeitspur ist.
Ein missemotionaler Mensch kann nicht nur in der Erinnerung abgesperrt werden, sondern
auch in der Gegenwart. Ein solcher Mensch verschwimmt. Wenn er ins Zimmer kommt,
hat man den Eindruck, dass das Licht ein wenig schwächer wird.
Wir alle haben den Wunsch, eine helle Welt zu sehen. Was sie vor allem verdüstert, ist
die Missemotion, die wir in unserem Faksimile von der Atmosphäre der Missemotion herumtragen,
in der wir uns aufgehalten haben.
Hier ist eine Übung:
GEHT ZU EINER STELLE AUF DER SPUR, WO SICH EINE ABSPERRUNG BEFINDET.
NUN VERSUCHT, DIE MISSEMOTION ZU FÜHLEN,
DIE VIELLEICHT IN DER ATMOSPHÄRE IST. ERLEBT DIESE GEGENEMOTION, INDEM IHR DAS ERLEBNIS SCHNELL MEHRERE MALE DURCHLAUFT.
Vielleicht hat sich ein Schmerz eingeschaltet. Wenn ja, dann lauft diese GegenEmotion
weiter, bis der Schmerz verschwunden ist. Wahrscheinlich lauft Ihr nicht die volle Länge des
Erlebnisses.
Neue Daten sind aus diesem abgesperrten Bereich vor Euch aufgetaucht. Eure eigenen
Gedanken und Gefühle in dem Bereich haben begonnen, sich aufzuklären. Ihr habt gewusst,
woran Ihr gedacht habt und was Ihr gesagt habt, wenn Ihr das Erlebnis einige Male durchlaufen
habt. Das ist die Übung, die notwendig ist, um die Wahrnehmung im Rückruf abgesperrter
Menschen und Bereiche wiederherzustellen.
Eine andere Übung:
GEHT ZU EINER STELLE IN EURER ERINNERUNG, WO EINE NORMALERWEISE
ABGESPERRTE PERSON EUCH EINE GESCHICHTE ODER EIN ERLEBNIS
ERZÄHLT. FINDET EINEN BEREICH, WO IHR DAS BILD DER GESCHICHTE BEKOMMT,
ABER NICHT DAS BILD DES MENSCHEN, DER DIE GESCHICHTE ERZÄHLT.
LAUFT DIE GEGENEMOTION DES BILDES MEHRERE MALE, BIS IHR EINEN
ANBLICK DES MENSCHEN BEKOMMEN, DER EUCH DAS ERLEBNIS ERZÄHLT.
So werden Menschen abgesperrt. Ein missemotionaler Mensch ist darauf spezialisiert,
den Leuten zu sagen, was sie denken sollen, und was die Leute denken. Die Absperrung der
Kindheit und halluzinatorische Bilder der Kindheit werden dadurch hervorgerufen, dass man
dem Kind oft und im Detail erzählt, was mit ihm geschehen ist. Das unterdrückt das Faksimile
des Kindes. Es wird entweder durch Absperrung oder durch ein falsches Bild ersetzt.
Lauft die Missemotion oder jede Gegenemotion von Zeiten, als Euch erzählt wurde,
was mit Euch geschehen ist. Lauft das, bis die Absperrung oder das Bild verschwindet. Ihr
müsst nicht unbedingt zu dem Erlebnis zurückgehen, über das gesprochen worden ist.
ZÄHLT FÜNF MENSCHEN AUF, DIE AUF EURER SPUR ABGESPERRT SIND.
1 .
2.
3.
4.
5.
LAUFT DIE ATMOSPHARE RUND UM DIESE ABSPERRUNGEN, BIS JEDE
VON IHNEN VOR EUREN AUGEN ERSCHEINT. WENN BILDER DAVON AUFTAUCHEN,
WAS SIE SAGEN, DANN LAUFT DIESE BILDER, BIS SICH STATT DESSEN
PERSONEN ZEIGEN.
WARNUNG: IHR WERDET BEI JEDER EINZELNEN DIESER PERSONEN AUF
MITLEID UND EINEN „WUNSCH“ NACH MITLEID VON EUCH STOSSEN. HORT
NICHT IN EINEM AUSBRUCH VON ZERKNIRSCHUNG AUF, DIE LOCKS ZU
DURCHLAUFEN. RAST NICHT ZU DIESEM MENSCHEN HIN, SCHREIBT IHNEN
NICHT, OB SIE NOCH AM LEBEN SIND. EURE MEINUNG UBER SIE WIRD SICH
ÄNDERN.
ZÄHLT FÜNF MENSCHEN IN EUREM LEBENAUF, DIE ANDERE IDEEN ÜBER
DIE DINGE HATTEN ALS IHR SELBST.
1 .
2.
3.
4.
5.
NUN DURCHLAUFT DIE LOCKS ALLER ERLEBNISSE ODER GEGEN-IDEEN
JEDES AUFGEZÄHLTEN MENSCHEN. GREIFT ZUERST SEINE UND DANN EURE
EIGENEN GEDANKEN IN JEDEM ERLEBNIS AUF.
ZÄHLT DIE NAMEN ODER STANDORTE ALLER SCHULEN AUF, DIE IHR BESUCHT
HABT.
1.
2.
3.
4.
5.
NUN DURCHLAUFT DIE LOCKS DER ATMOSPHÄRE JEDES KLASSENZIMMERS
UND JEDES LEHRERS JEDER SCHULE DER REIHE NACH ALS GEGENEMOTION.
NUN DURCHLAUFT DIE LOCKS DER SCHÜLER, FREUNDE UND FEINDE IN
JEDER SCHULE DER REIHE NACH ALS GEGENEMOTION.
NUN DURCHLAUFT DIE LOCKS DER LEHRER UND SCHULEN ALS GEGENGEDANKEN
ZU EUREN EIGENEN GEDANKEN ALLE DER REIHE NACH.
NUN DURCHLAUFT DIE LOCKS DER SCHÜLER, FEINDE UND FREUNDE ALS
GEGEN-GEDANKEN ZU EUREN EIGENEN GEDANKEN ALLE DER REIHE NACH.
ZÄHLT FÜNF MENSCHEN AUF, DIE EUCH EURER MEINUNG NACH UNRECHT
GETAN HABEN.
1 .
2.
3.
4.
5.
DURCHLAUFT DIE LOCKS JEDER ZEIT, ALS IHR JEDEN VON IHNEN SAHET.
RICHTET DABEI EURE AUFMERKSAMKEIT AUF DIE GEGENEMOTION.
DURCHLAUFT DIE LOCKS JEDES ZEITPUNKTES, ALS IHR MIT JEDEM VON
IHNEN KOMMUNIZIERTET ODER IHN SAHET. RICHTET DABEI EURE AUFMERKSAMKEIT
AUF DIE GEGEN-GEDANKEN.
Betrachten wir nun ein anderes Phänomen der Emotion. Das ist die EMOTIONELLE
KURVE. Auf der Tonskala werdet Ihr einen Höhenunterschied zwischen verschiedenen
Emotionen und Missemotionen finden. Die emotionelle Kurve ist der Abfall oder Anstieg
von einer Emotionsstufe zur anderen.
Könnt Ihr einen Zeitpunkt finden, als Ihr glücklich wart und plötzlich traurig wurdet?
Das ist leicht. Erlebt – oder macht Euch eine Vorstellung davon -, wie Ihr Euch fühlen
würdet, wenn Ihr glücklich wäret, und dann, wie Ihr Euch fühlen würdet, wenn Ihr traurig
würdet. Dann erlebt die Veränderung vom Glücklichsein zur Traurigkeit. Nun findet eine
Situation, als Ihr glücklich wart und traurig wurdet. LAUFT DIESE KURVE.
Wer war anwesend? Lauft den Abfall in der Tonstufe als Eure eigene Emotion. Dann
lauft den Abfall in der Tonstufe als Gegenemotion, die Veränderung der Atmosphäre.
Lauft die emotionelle Kurve vom Glücklichsein zur Traurigkeit mehrere Male, bis Ihr
Eure eigenen Ideen und Gegen-Gedanken vollständig wiedergewonnen habt. Was habt Ihr
gedacht? Was hat der andere gesagt?
Es gibt zwei emotionelle Kurven. Die eine ist die emotionelle Kurve, die Ihr unmittelbar
selbst erlebt. Die andere ist die Kurve in der Gegenemotion, wo Ihr eine Veränderung in
der Tonstufe der Atmosphäre spürt.
Das ist ein Werkzeug des Auditors. Es wird verwendet, um das DIENSTFAKSIMILE
des Preclears zu lokalisieren.

DER ZEHNTE AKT
Wenn Ihr zum Teil oder zur Gänze von einem Auditor auditiert werdet, dann besteht
für den Auditor der zehnte Akt daraus, mit DENKEN, ANSTRENGUNG und EMOTION das
DIENSTFAKSIMILE auszulaufen. Er wird es mit Hilfe der Daten entdecken, die Ihr bereits
in dieses Buch geschrieben habt, oder indem er nach Euren Fehlfunktionen sucht und indem
er EMOTIONELLE KURVEN läuft, bis Ihr in das vordere Ende des Erlebnisses hineinlauft.
Ein Mensch, der ein sehr gründliches Wissen über andere Texte dieser Wissenschaft
besitzt, kann imstande sein, das Dienstfaksimile selbst zu laufen. Aber verschiedene Dinge
sprechen dagegen. Das erste davon ist, dass der Preclear versuchen wird, es ausserhalb seiner
Valenz zu laufen (als jemand anderer); das zweite, dass er es als wertvoll betrachtet und daher
nicht verlieren möchte. Das dritte ist, dass es einen Preclear so viel mehr Zeit kostet, sein
eigenes Dienstfaksimile zu laufen, als einen Auditor.

DER ELFTE AKT
Dieser Akt ist zur Gänze dem Gebiet des MITLEIDS gewidmet.
Durch Mitleid könnt Ihr einen Menschen wahrscheinlich umbringen. Das ist bereits
vorgekommen. Es gibt drei Stufen der Heilung. Die erste besteht darin, etwas Wirksames
gegen den Zustand zu tun; die nächste besteht darin, dass man es dem Patienten bequem
macht- wenn auf der ersten Stufe nichts für ihn getan werden kann. Die dritte Stufe besteht
darin, ihn zu bemitleiden – wenn man es ihm nicht bequem machen kann. Das steht in Obereinstimmung
mit der alten medizinischen Praxis. Wie auch immer, Mitleid ist etwas Entsetzliches,
wird aber als sehr wertvoll angesehen.
Der Überlebenswert des Mitleids ist folgender: Wenn ein Mensch verletzt oder bewegungsunfähig
ist, dann kann er nicht für sich selber sorgen, er kann sich keine Vorteile verschaffen,
kann sich nicht selbst verteidigen. Wenn er überleben will, dann muss er sich auf
einen anderen oder andere verlassen, die sich um ihn kümmern. Er versucht, solche Fürsorge
zu gewinnen, indem er sich um das Mitleid der anderen bemüht. Das ist praktisch. Die fröhliche
Kameradschaftlichkeit der Schwachen, Verkrüppelten oder Kranken ist ein Teil dieses
Mechanismus. Wenn die Menschen nicht mitleidig wären, dann wäre keiner von uns am Leben.
Gegen das Oberleben gerichtet sind folgende Seiten des Mitleids: Ein Mensch scheitert
bei irgendeinem Unternehmen oder bei einem Versuch zu helfen. Er betrachtet sich daraufhin
als unfähig, aus eigener Kraft zu überleben. Obwohl er nicht wirklich krank ist, wirbt er um
Mitleid. Wenn ein Mensch, der nicht wirklich krank oder durch eine Verletzung bewegungsunfähig
ist, um Mitleid wirbt, dann findet er, dass er so gründlich gescheitert ist, dass er aus
eigener Kraft nicht weiter am Leben bleiben kann. Sein Selbstvertrauen ist untergraben. Er ist
nicht imstande, mit sich selbst zurechtzukommen. Gegenemotion und Gegen-Gedanken haben
seine Faksimiles entstellt. Er fühlt, dass er Mitleid braucht, um es zu schaffen. Und er
zeigt eine Krankheit oder Behinderung, um Mitleid zu erringen. Das ist ein mechanischer
Vorgang und darf nicht herabgesetzt werden: der Mensch hat wirklich Hilfe nötig. Und fast
jedes menschliche Wesen neigt zu diesem Fehler. Beinahe jeder wird versuchen, Mitleid zu
gewinnen, indem er irgendein altes Faksimile hochhält. Eine psychosomatische Krankheit ist
Erklärung für Versagen und Bitte um Mitleid zugleich. Das macht das Mitleid, das man erhält,
nicht weniger süss. Und es macht die Krankheit um nichts weniger schmerzhaft.
In der Nähe seiner Eltern und Familienangehörigen neigt man besonders dazu, nach
Mitleid zu schreien. Der schlimmste Fall, der einem Auditor unterkommen kann, ist ein Fall,
der nur deshalb Auditing haben möchte, weil er das Mitleid des Auditors gewinnen will, und
der das DIENSTFAKSIMILE behalten möchte, weil es eine Quelle von Mitleid ist. Die Antwort
darauf ist, den Preclear auf der Tonskala genügend in die Höhe zu bringen, dass er ausreichend
Selbstvertrauen besitzt, um keinerlei Mitleid zu brauchen. Nur dann wird in manchen
Fällen das DIENSTFAKSIMILE (die technische Bezeichnung für das Faksimile, das
der Preclear dazu verwendet, um Mitleid zu gewinnen) für das Auditing zugänglich werden.
Die Aufgabe dieses Aktes ist, Mitleid-Faksimiles aufzugreifen.
In anderen Werken über diese Wissenschaft werden Sie in allen Details die Rolle der
Selbstbestimmung beschrieben finden. Wir alle sind von Natur aus selbstbestimmt. NICHTS,
was wir tun, liegt jenseits selbstbestimmten Handelns.
Wenn Ihr eine Entscheidung trefft, dann ist sie GETROFFEN.
Ein späterer Teil dieses Prozessings beschäftigt sich gründlich damit.
Niemand ist jemals krank geworden, ohne dass er in einem früheren Augenblick in seinem
Leben krank werden wollte. Da ist dieser Fall von Kinderlähmung, seit zwei Jahren bettlägerig.
Sie wurde krank, weil ihr ein anderes kleines Mädchen leid tat, das Kinderlähmung
bekam. So beschloss sie, selbst Kinderlähmung zu bekommen. Es war eine eindeutige Entscheidung,
gefolgt von zwei im Bett verbrachten Jahren.
Wenn Ihr daran zweifelt, dass Ihr jemals krank sein wolltet – was ist mit der Schule?
Habt Ihr Euch entschuldigt, indem Ihr Euch darüber beklagtet, krank zu sein? Wie oft habt
Ihr das getan?
DUCHLAUFT JEDEN EINZELNEN ZEITPUNKT, ALS IHR BESCHLOSSET, KRANK ZU WERDEN.
DURCHLAUFT ALLE GRÜNDE, DIE EUCH BESCHLIESSEN LIESSEN, KRANK ZU WERDEN.
Wenn Ihr diese Übung abgeschlossen habt, bis Ihr von der Sache extrovertiert seid,
dann beginnt mit dem Folgenden:
LOKALISIERT EINEN MOMENT, ALS IHR FÜR ETWAS MITLEID EMPFANDET.
DURCHLAUFT DIESEN MOMENT IMMER WIEDER, BIS ER DESENSIBILISIERT IST.
DURCHLAUFT NUN DIE GEGENEMOTION ZU EUREM MITLEID IN DEM SELBEN ERLEBNIS.
DURCHLAUFT DEN MITLEIDIGEN GEDANKEN IN DIESEM ERLEBNIS.
DURCHLAUFT DEN GEGEN-GEDANKEN IN DIESEM ERLEBNIS, FALLS ES EINEN GEGEN-GEDANKEN GIBT.
Diese vier Schritte sind das Muster für einzelne Erlebnisse. Wenn Ihr eine gewisse Anzahl
dieser Erlebnisse durchlaufen habt, dann werdet Ihr feststellen, dass das Mitleid auf der
ganzen Spur sich zu lösen beginnt.
In derselben Sache greift Ihr die folgenden Menschen auf. DURCHLAUFT JEDES
ERLEBNIS, DAS IHR FINDEN KÖNNT, IN DEM IHR FÜR DIESE MENSCHEN MITLEID EMPFUNDEN HABT, NACH DEM OBIGEN MUSTER.
(Lasst alle aus, die Ihr nicht gehabt habt.)
MUTTER. VATER. VORMUND. VATERS GROSSMUTTER. VATERS MUTTER.
VATERS GROSSVATER. VATERS VATER. MUTTERS GROSSMUTTER. MUTTERS
MUTTER. MUTTERS GROSSVATER. MUTTERS VATER. TANTEN. GROSSTANTEN.
ONKEL GROSSONKEL. SPIELKAMERADEN. EHEPARTNER. LEHRER. HUNDE.
KATZEN. PFERDE. GOLDFISCHE. KINDER. PUPPEN. SPIELZEUGE. TIERE. VÖGEL.
BESITZGEGENSTÄNDE. SCHAUPLÄTZE. HÄUSER. BETTEN.
DURCHLAUFT NUN DIE FOLGENDEN MÄRCHENFIGUREN BEZÜGLICH MITLEID
ODER EINER ANDEREN EMOTION. (Lasst alle aus, die Ihr nicht kennt. Aber seid
wirklich sicher, dass Ihr sie nicht gekannt habt.) TINY TIM. LITTLE ORPHAN ANNIE.
JEDES GEDICHT VON EUGENE FIELD. ENGEL. LITTLE NEL JEDE ANDERE MÄRCHENFIGUR.
Nun werden wir den Prozess umkehren.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS EUCH IRGENDEINER AUS DER OBIGEN
LISTE VON VERWANDTEN UND ANDEREN MENSCHEN MITLEID SCHENKTE.
DURCHLAUFT JEDES ERLEBNIS IM DETAIL. DAS ERLEBNIS KANN KRANKHEIT
ENTHALTEN; WENN ES SO IST, DANN DURCHLAUFT ES SOLANGE, BIS ALLE
SYMPTOME, DIE DABEI AUFTRETEN, WIEDER VERSCHWINDEN.
(Durch das Durchlaufen von Emotion und Gegenemotion werden Faksimiles schwächer.)
DURCHLAUFT DIE FOLGENDEN DINGE, WOBEI IHR SELEKTIV AUF MITLEID
UND GEGENEMOTION ACHTET: EUCH SELBST. FÜR EURE AUGEN. FÜR
EUREN MUND. FÜR EURE OHREN. FÜR EUREN KOPF. FÜR EURE ARME. FÜR EURE
HÄNDE. FÜR EURE INNEREN ORGANE. FÜR EUREN MAGEN. FÜR EURE BEINE.
FÜR EURE FÜSSE. FÜR EUREN RÜCKEN. FÜR DIE GESCHLECHTSORGANE.
FÜR EUER LEBEN.
DURCHLAUFT MITLEID UND GEGENEMOTION FÜR JEDES DER FOLGENDEN
DINGE: JEDE GRUPPE. JEDEN STAAT ODER JEDE NATION. JEDE BEVÖLKERUNG.
FÜR DEN MENSCHEN IM ALLGEMEINEN. FÜR DIE WELT.
DURCHLAUFT MITLEID UND GEGENEMOTION FÜR JEDES DER FOLGENDEN
DINGE: BÄUME. CHRISTBÄUME. JEDE LEBENSFORM. DAS HÖCHSTE WESEN.
Nun überprüft all das analytisch. Ihr werdet folgende Entdeckung machen: Bevor Ihr
Mitleid empfandet, sündigtet Ihr auf die eine oder andere Weise. Ihr tatet etwas. Dann tat es
Euch leid. Dieses Vergehen kann geschehen sein, Jahre bevor Euer Mitleid zum Vorschein
kam, oder auch nur Minuten. Das ist die emotionelle Kurve des Mitleids.
Sie geht von Antagonismus oder Zorn hinunter zu Mitleid.
Ihr wisst jetzt, wo und auf weicher Dynamik Ihr das grösste Mitleid fühltet. War es für
Mutter? In Ordnung. Stellen wir fest, wo wir Mutter zum ersten Mal etwas antaten; sie tatsächlich verletzten.
DURCHLAUFTJEDEN EMPFÄNGERVON MITLEID, FRÜH GENUG, UM HERAUSZUFINDEN,
WO IHR SÜNDIGTET. LAUFT DAS VERGEHEN AUS. WENN ES
SICH NICHT LÖST, DANN LAUFT REUE ALS EMOTION, BIS IHR ES SCHAFFT.
WENN IHR AUF EINE GRAM-LADUNG TREFFT, DANN LAUFT SIE ALS NORMALES
GESCHEHNIS, WIE ES IN EINEM FRÜHEREN AKT BESCHRIEBEN IST.
ZÄHLT NUN DIE WICHTIGSTEN EMPFÄNGER VON MITLEID AUF.
ÜBERPRÜFT JEDEN VON IHNEN NOCHMALS UND LAUFT IHN NOCHMALS.
Das wurde gewöhnlich als „Schuld-Komplex“ bezeichnet. Dieser Prozess räumt damit auf.

DER ZWÖLFTE AKT
Es ist Zeit für uns, einen weiteren Blick auf „Knöpfe“ zu werfen. Es gibt verschiedene
spezielle Dinge, die jedes menschliche Wesen aberrierend findet und mit allen anderen gemeinsam hat.
DURCHLAUFT DIE LOCKS EINES JEDEN DER FOLGENDEN PUNKTE. RICHTET
DABEI EURE AUFMERKSAMKEITAUFGEGENEMOTION UND GEGEN-
GEDANKEN:
DINGE VERHEIMLICHEN. DINGE VOR SICH SELBST VERHEIMLICHEN. DINGE
VOR DEN ELTERN VERHEIMLICHEN. DINGE VOR ARBEITGEBERN VERHEIMLICHEN.
DINGE VOR LEHRERN VERHEIMLICHEN. DINGE VOR DER ÖFFENTLICHKEIT
VERHEIMLICHEN.
SPRECHEN. DAS GEFÜHL, DASS MENSCHEN SPRECHENWERDEN. DIE
ANGST DAVOR, DASS IHR SELBER SPRECHEN KÖNNTET. DIE GEHEIMNISSE,
DIE IHR NICHTZU ERZÄHLEN WAGT. DIE GEHEIMNISSE, VON DENEN IHR VERSPROCHEN
HABT, SIE NICHT ZU ERZÄHLEN. ANGEREDET WERDEN. DIE ANGST
DAVOR, ZU JEMANDEM ZU SPRECHEN. DIE ANGST DAVOR, ZU VERSAMMLUNGEN
ZU SPRECHEN. HINTER DEM RÜCKEN DER LEUTE SPRECHEN. METHODEN,
MIT DEREN HILFE MAN VERMEIDET, DASS MAN ANGEREDET WIRD. ZU DINGEN
ÜBERREDET WERDEN.
AUSHALTEN. KONVERSATION AUSHALTEN. SITUATIONEN AUSHALTEN.
WARTEN. (VERMEIDET ERLEBNISSE MIT KÖRPERLICHEM SCHMERZ.)
DINGE BEHALTEN. TIERE BEHALTEN. SPIELZEUGE BEHALTEN. BESITZGEGENSTÄNDE
BEHALTEN. EURE ENTSCHLÜSSE, DINGE ZU BEHALTEN. EUER
MISSERFOLG, DINGE ZU BEHALTEN. MENSCHEN BEHALTEN.
DINGE VERLIEREN. TIERE VERLIEREN. BESITZGEGENSTÄNDE VERLIEREN.
MENSCHEN VERLIEREN. VERLASSEN WERDEN. (ALS ÜBLICHES, NICHT
ENDGÜLTIGES EREIGNIS.)
DINGE ERNST NEHMEN. PFLICHTEN ERNST NEHMEN. MENSCHEN ERNST
NEHMEN. SITUATIONEN ALS ERNST BETRACHTEN. ARBEIT ALS ERNST BETRACHTEN.
WARUM IHR DIESE DINGE ERNST NAHMET. MONATE, ALS IHR DIE
ENTSCHEIDUNG TRAFET, DINGE ERNST ZU NEHMEN.
DINGE NICHT ERNSTNEHMEN. VERSUCHE, DINGE NICHT ERNST ZU NEHMEN.
VERSUCHE, ANDERE DAZU ZU BRINGEN, DINGE NICHT ERNST ZU NEHMEN.
DASS EUCH GESAGT WURDE, IHR SOLLTET DINGE ERNST NEHMEN. ES
ABZULEHNEN, DINGE ERNST ZU NEHMEN. ES ZU BEREUEN, DASS MAN DINGE
NICHT ERNST NIMMT.
VERSUCHEN, DINGE AUFZUHALTEN. MENSCHEN AUFHALTEN. SITUATIONEN
AUFHALTEN. MECHANISCHE DINGE AUFHALTEN. (IHR KÖNNTET VIEL
LEICHT FESTSTELLEN, DASS IHR OFT VERSUCHT HABT, DIE ZEIT AUFZUHALTEN.
DAS IST DER ZEITPUNKT, ALS IHR EIN FIXIERTES VISIO BEKOMMEN
HABT. LAUFT EINFACH DAS BEDAUERN AUS.)
DINGE IN GANG BRINGEN. MENSCHEN IN GANG BRINGEN. SITUATIONEN
IN GANG BRINGEN. MECHANISCHE DINGE IN GANG BRINGEN. KINDER IN
GANG BRINGEN.
DINGE VERÄNDERN. ENTSCHLÜSSE, DINGE NICHT ZU VERÄNDERN. ENTSCHLÜSSE,
SICH SELBSTZU VERÄNDERN. ENTSCHLÜSSE, ANDERE ZU VERÄNDERN.
VERSUCHE, ANDERE ZU VERÄNDERN. DIE RICHTUNG VON DINGEN
VERÄNDERN.
DINGE BEWEGEN. MENSCHEN BEWEGEN. SCHWERE GEGENSTÄNDE BEWEGEN.
SICH SELBST BEWEGEN. SICH DAGEGEN WEHREN, AUS DEM BETT
BEWEGT ZU WERDEN – WÄHREND EURES GANZEN LEBENS.
DINGE BESITZEN. VERSUCHE, DINGE ZU BESITZEN. VERSUCHE, ANDERE
DAVON ABZUHALTEN, ZU KONTROLLIEREN, WAS IHR BESITZT. VERSUCHE,
DINGE NICHT ZU BESITZEN.
WERT AUF KLEIDUNG LEGEN. ZEITEN, ALS IHR KEINE KLEIDUNG AUSWÄHLEN
KONNTET. ZEITEN, ALS IHR GEZWUNGEN WURDET, WERT AUF KLEIDUNG
ZU LEGEN. ZEITEN, ALS IHR KLEIDUNG NICHT TRAGEN KONNTET, DIE
EUCH GEHÖRTE. ZEITEN, ALS IHR KEINE KLEIDUNG HABEN KONNTET.
WERT AUF DAS ÄUSSERE LEGEN. ZEITEN, ALS IHR GEZWUNGEN WURDET,
WERT AUF DAS ÄUSSERE ZU LEGEN. ZEITEN, ALS JEMAND ANDERER EUCH
PFLEGE AUFZWANG. ZEITEN, ALS IHR BESCHLOSSET, AUF EUCH SELBER KEINEN
WERT ZU LEGEN.
ZU SEIN. ZEITEN, ALS IHR BESCHLOSSET, ETWAS ZU SEIN. ZEITEN, ALS
IHR BESCHLOSSET, DASS IHR ETWAS NICHT SEIN KONNTET. ZEITEN, ALS IHR
BESCHLOSSET, ETWAS ANDERES ZU SEIN ALS BISHER.
NICHT ZU SEIN: ZEITEN, ALS IHR BESCHLOSSET, EIN ENDE ZU MACHEN.
ENTSCHLÜSSE, AUFZUHÖREN ZU SEIN, WAS IHR BISHER WART.
GEWOHNHEITEN: ZEITEN, ALS IHR ZUM ERSTEN MAL BESCHLOSSET, JEDE
DER GEWOHNHEITEN ANZUNEHMEN, DIE IHRHABT. ZEITEN, ALS IHR BESCHLOSSET,
DIE GEWOHNHEITEN NICHT ZU HABEN. ZEITEN, ALS IHR BESCHLOSSET,
DIE GEWOHNHEITEN ZU HABEN, DIE IHR HABT.
WISSEN: ZEITEN, ALS IHR ZU DEM SCHLUSS KAMET, DASS IHR WISST.
NICHT WISSEN: ZEITEN, ALS IHR ZU DEM SCHLUSS KAMET, DASS IHR
NICHT WISST.
ZWEIFEL: ZEITEN, ALS IHR AN EUCH SELBER ZWEIFELTET. ZEITEN, ALS
IHR AN ANDEREN ZWEIFELTET. ENTSCHEIDUNGEN, DASS IHR NICHT VERTRAUEN
KONNTET. ENTSCHEIDUNGEN, DASS IHR VERTRAUEN KONNTET.
FALSCH: ZEITEN, ALS IHR ENTSCHIEDET, DASS IHR UNRECHT GEHABT
HATTET.ZEITEN, ALS IHR ANGST DAVOR HATTET, UNRECHT ZU HABEN. ZEITEN,
ALS EIN ANDERER SAGTE, IHR HÄTTET UNRECHT. ZEITEN, ALS BEWEISE
DAFÜR AUFTAUCHTEN, DASS IHR UNRECHT GEHABT HATTET.
RICHTIG: ZEITEN, ALS IHR HOFFTET, IHR HÄTTET NICHT RECHT GEHABT.
ZEITEN, ALS IHR FESTSTELLTET, DASS IHR RECHT GEHABT HATTET. ANGST
DAVOR, IHR KÖNNTET NICHT RECHT HABEN.
ZEIT: ERLEBNISSE, ALS IHR ZU DEM SCHLUSS KAMET, IHR HÄTTET ÜBERHAUPT
KEINE ZEIT. ZEITEN, ALS IHR SAGTET, IHR HÄTTET KEINE ZEIT. ZEITEN,
ALS JEMAND ANDERER KEINE ZEIT HATTE. ZEITEN, ALS IHR VERSUCHTET,
VON ETWAS LOSZUKOMMEN, INDEM IHR SAGTET, IHR HATTET KEINE
ZEIT. ZEITEN, ALS IHR SPÜRTET, DASS ES ZU SPÄT WAR, UM ANZUFANGEN,
DASS ES ABER HÄTTE GETAN WERDEN SOLLEN.
DIE VERGANGENHEIT: ZEITEN, ALS IHR BESCHLOSSET, DIE GANZE VERGANGENHEIT
HINTER EUCH ZU LASSEN. ZEITEN, ALS IHR FANDET, DIE VERGANGENHEIT
SEI ZU SCHRECKLICH GEWESEN.
DIE GEGENWART: EURE ENTSCHEIDUNGEN UBER DIE GEGENWART, SEIEN
SIE GUT ODER SCHLECHT.
DIE ZUKUNFT: ZEITEN, ALS IHR ZU DEM SCHLUSS KAMET, DIE ZUKUNFT
SEI UNKLAR. ZEITEN, ALS IHR WOLLTET, DASS DIE ZUKUNFT WIE DIE VERGANGENHEIT
SEI. ZEITEN, ALS IHR ANGST VOR DER ZUKUNFT HATTET. ZEITEN,
ALS IHR FÜRCHTETET ZU STERBEN. ZEITEN, ALS IHR ZU STERBEN
WÜNSCHTET. ZEITEN, ALS IHR GLÜCKLICH DARÜBER WART, EINE SCHÖNE
ZUKUNFT ZU HABEN. ZEITEN, ALS EURE PLÄNE FÜR DIE ZUKUNFT GEWALTSAM
GEÄNDERT WERDEN MUSSTEN. ZEITEN, ALS JEMAND ANDERER EURE
ZUKUNFT PLANTE. ZEITEN, ALS IHR DIE ZUKUNFT EINES ANDEREN PLANTET.
HOFFNUNGSLOSIGKEIT FÜR DIE ZUKUNFT. HOFFNUNG FÜR DIE ZUKUNFT. DIE
HOFFNUNGSLOSIGKEIT EINES ANDEREN FÜR DIE ZUKUNFT. DIE HOFFNUNGEN
EINES ANDEREN FÜR DIE ZUKUNFT. MISSERFOLG, ETWAS ZU ENTSPRECHEN,
WAS EIN ANDERER FÜR EURE ZUKUNFT ERHOFFTE.
ÜBEREINSTIMMUNG: ZEITEN, ALS IHR GEZWUNGEN WURDET ZUZUSTIMMEN,
ABER NICHT WOLLTET. ZEITEN, ALS IHR ANDERE DAZU ZWANGET,
ZUZUSTIMMEN. ZEITEN, ALS IHR DARAN GEHINDERT WURDET, ZUZUSTIMMEN.
ZEITEN, ALS IHR ANDERE DARAN HINDERTET, ZUZUSTIMMEN. ZEITEN,
ALS IHR GLÜCKLICH DARÜBER WART, ZUZUSTIMMEN.
KOMMUNIKATION: ZEITEN, ALS IHR GEZWUNGEN WURDET ZU KOMMUNIZIEREN.
ZEITEN, ALS IHR DARAN GEHINDERT WURDET, ZU KOMMUNIZIEREN.
ZEITEN, ALS IHR ANDERE DAZU ZWANGET, ZU KOMMUNIZIEREN. ZEITEN,
ALS IHR ANDERE DARAN HINDERTET, ZU KOMMUNIZIEREN. ZEITEN, ALS
IHR KOMMUNIZIEREN WOLLTET.
AFFINITÄT: ZEITEN, ALS IHR DAZU GEZWUNGEN WURDET, JEMANDEN ZU
MÖGEN.ZEITEN,ALS IHR DARAN GEHINDERT WURDET, JEMANDEN ZU MÖGEN.
ZEITEN, ALS IHR EINEN ANDEREN DAZU ZWANGET, EUCH ZU MÖGEN. ZEITEN,
ALS IHR EINEN ANDEREN DARAN HINDERTET, EUCH ZU MÖGEN. ZEITEN, ALS
IHR ZU DEM SCHLUSS KAMET, JEMANDEN ZU MÖGEN.
INDIVIDUALITÄT: ZEITEN, ALS IHR SPÜRTET, DASS IHR NICHT EUCH SELBER
WART. ZEITEN, ALS IHR EUCH ENTSCHLOSSET, NICHT EUCH SELBER ZU
SEIN. ZEITEN, ALS IHR DAZU GEZWUNGEN WURDET, EUCH SELBST ZU SEIN.
ZEITEN, ALS IHR DARAN GEHINDERT WURDET, EUCH SELBER ZU SEIN. ZEITEN,
ALS IHR EINEN ANDEREN MENSCHEN ZU ÄNDERN VERSUCHTET. ZEITEN, ALS
IHR DEN ENTSCHLUSS TRAFET, JEMANDEN ANDEREN NICHT ZU ÄNDERN.
WAHRHEIT: ZEITEN, ALS IHR BESCHLOSST ZU LÜGEN. DIE GRÜNDE DAFÜR,
DASS IHR EUCH ENTSCHLOSST ZU LOGEN. ZEITEN, ALS IHR EUCH BESSER
FÜHLTET, ALS IHR LOGT. ZEITEN, ALS LÜGEN EUCH IN SCHWIERIGKEITEN
BRACHTE. ZEITEN, ALS IHR BESCHLOSSET, NIEMALS WIEDER ZU LÜGEN.
GLAUBEN: ZEITEN, ALS IHR BESCHLOSSET, AN DAS HÖCHSTE WESEN ZU
GLAUBEN. ZEITEN, ALS IHR BESCHLOSSET, NICHT AN DAS HÖCHSTE WESEN
ZU GLAUBEN. ZEITEN, ALS IHR EUCH ENTSCHLOSSET, NICHT AN EURE REGIERUNG
ZU GLAUBEN. ZEITEN, ALS IHR EUCH ENTSCHLOSSET, AN EURE REGIERUNG
ZU GLAUBEN. ZEITEN, ALS IHR EUCH ENTSCHLOSSET, AN EUCH SELBER
ZU GLAUBEN. ZEITEN, ALS IHR NICHT AN EUCH SELBER GLAUBTET. ZEITEN,
ALS EIN ANDERER ÜBERHAUPT NICHT AN EUCH GLAUBTE.
ZORN: ALLE ZEITEN, ALS IHR ZORNIG WART. RICHTET EURE AUFMERKSAMKEIT DABEI AUF EURE EMOTION UND GEGENEMOTION UND DIE GRUNDE FUR EUREN ZORN.
FURCHT: ALLE ZEITEN, ALS IHR ANGST HATTET. RICHTET EURE AUFMERKSAMKEIT AUF EURE EMOTION, DIE ATMOSPHÄRE, IN DER IHR EUCH
AUFHIELTET, UND DIE GRÜNDE DAFÜR, DASS IHR ANGST HATTET. DURCHLAUFT DIE ERSTEN ZEITPUNKTE, ALS IHR BESCHLOSSET, ANGST ZU HABEN.
FEIGHEIT: DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR EUCH SELBST FÜR EINEN FEIGLING HIELTET. DURCHLAUFT DIE ZEITPUNKTE, ALS IHR ANDERE MENSCHEN FÜR FEIG HIELTET.
VERLEGENHEIT: DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR VERLEGEN WART.
DURCHLAUFT DIE ZEITEN, ALS IHR FÜR ANDERE VERLEGEN WART.
SCHAM: DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR EUCH SCHÄMTET. DURCHLAUFT DIE ZEITEN, ALS IHR EUCH FÜR ANDERE SCHÄMTET.
KUMMER: MACHT JEDE GRAM-LADUNG IN EUREM FALL AUSFINDIG UND LAUFT SIE. ZÄHLT SIE IN DEM LEEREN RAUM UNTEN AUF, DANN LAUFT SIE.
LAUFT GEGENEMOTION UND REUE, BIS DIE LADUNG IN SICHT KOMMT. DANN LAUFT SIE ALS EINZELNES GESCHEHNIS.
APATHIE: LAUFT JEDE PERSON IN EURER UMGEBUNG, DIE SICH OFTMALS IN APATHIE BEFUNDEN HAT.
DURCHLAUFT JEDEN ZEITPUNKT, ALS IHR SELBST APATHIE FÜHLTET.
DURCHLAUFT DIE ZEITEN, ALS IHR ANDERE AUS
DER APATHIE HERAUSZUHEBEN SUCHTET.
DURCHLAUFT DIE ZEITEN, ALS ANDERE EUCH AUS DER APATHIE HERAUSZUHEBEN SUCHTEN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ÜBERGLÜCKLICH WART.
DURCHLAUFT DIE ZEITEN, ALS IHR ANDERE MENSCHEN GLÜCKLICH MACHTET.
LAUFT DIE EMOTIONELLEN KURVEN JENER ZEITEN, ALS IHR VERSUCHTET, ANDERE ZU BEGEISTERN, UND DABEI VERSAGTET.
LAUFT DIE ZEITEN, ALS IHR ANDERE ZU BEGEISTERN VERSUCHTET UND DAMIT ERFOLG HATTET.

DER DREIZEHNTE AKT
Das Thema von Schuld und Reue ist sehr interessant. Sich selbst oder andere zu beschuldigen,
führt zu interessanten Resultaten in Rückrufversuchen. Faksimiles können durch
Schuld und Reue vernebelt werden.
Hier geht es um URSACHE und WIRKUNG.
Ein Individuum hat von Natur aus den Wunsch, Ursache zu sein. Es versucht, sich keiner
nachteiligen Wirkung auszusetzen.
Ihr versucht, Menschen zu helfen, und Menschen versuchen, Euch zu helfen, weil Ihr
und sie URSACHE sein wollen. Wenn sich etwas Schlechtes ereignet, will niemand dafür die
Ursache sein.
Ihr möchtet ein Wirkungspunkt sein. Dann findet Ihr die Wirkung schlecht. Ihr versucht,
kein Wirkungspunkt zu sein. Und dann schiebt Ihr etwas oder jemandem die Schuld zu.
Sich selbst oder andere dafür zu beschuldigen, ein Ursachepunkt zu sein, ist gleichbedeutend
damit, sich selbst der vollen Kontrolle über seine Faksimiles zu berauben. Ihr sagt,
dass jemand etwas verursacht hat. Ihr macht die anderen VERANTWORTLICH. Dann sind
sie URSACHE. Das ist eine einflussreiche Position. Es endet schliesslich damit, dass Ihr ihnen
die Kontrolle über ein Faksimile oder über viele Faksimiles überlassen habt. Wenn Ihr
jemanden hart genug und lang genug beschuldigt, dann habt Ihr ihn so lange immer weiter
zum URSACHEPUNKT gewählt, bis er viel einflussreicher ist als Ihr selbst.
Wenn Ihr zum Beispiel Eure Mutter beschuldigt, dann macht Ihr Eure Mutter zum URSACHEPUNKT
und müsst ihr von da an gehorchen. Und Eure Faksimiles, die mit ihr oder
mit Eurem ganzen Leben im Zusammenhang stehen, befinden sich ausserhalb Eurer Kontrolle.
Wenn Ihr Euch selbst beschuldigt, dann ist das ein eingestandenes Versagen – und abermals
befinden sich Eure Faksimiles ausserhalb Eurer Kontrolle.
Ihr beschuldigt jemanden, Ihr wählt ihn zum Ursachepunkt. Das macht Euch zur Wirkung
jener Ursache. Als ein Wirkungspunkt seid Ihr folglich ziemlich tief auf der Tonskala
angesiedelt.
An irgendeiner Stelle habt Ihr den Wunsch, zum Wirkungspunkt zu werden. Danach
könnt Ihr weiterhin ein Wirkungspunkt bleiben und werdet die Skala hinuntergehen bis zu
einer Stufe, wo Ihr psychosomatische Krankheiten entwickeln könnt.
Es gibt bestimmte Hauptbereiche, in denen man den Wunsch hat, ein Wirkungspunkt
zu sein. Hier haben wir die grosse Bedeutung der Aberration auf der zweiten Dynamik, SEXUALITÄT.
Ihr möchtet die Lust der Sexualität empfinden. Das bedeutet, dass Ihr Euch
selber zum Wirkungspunkt bestimmt. Als ein Wirkungspunkt seid Ihr dann empfänglich für
Schmerz auf der zweiten Dynamik.
Ihr möchtet auf angenehme Weise zum Wirkungspunkt werden, wenn Ihr esst. Ihr
wählt Euch selber zur Wirkung. Danach könnt Ihr zur Wirkung von Schmerz im Bereich der
Ernährung werden. Das Fundament von Magengeschwüren und allen anderen Magenproblemen
einschliesslich Verstopfung ist der ursprüngliche Wunsch zu essen.
Ihr möchtet amüsiert und unterhalten werden. Also können die Sinneskanäle, die der
Unterhaltung dienen, durch Schmerz aberriert werden – Sehkraft, Klang, Rhythmus.
Es ist ein Naturgesetz, dass man nicht aberriert werden kann, ohne zuvor seine Zustimmung
gegeben zu haben. Man muss den Wunsch haben, Wirkung zu sein, bevor man zur
Wirkung werden kann. Wenn man zur Wirkung wird, dann kann man später auf unerfreuliche
Weise durch Gegenanstrengungen „zur Wirkung gemacht“ werden.
Wenn Ihr zur Wirkung Eures Ehe- oder Sexualpartners werden möchtet, oder zur Wirkung
irgendeines Sexualakts, dann sind einer unliebsamen Wirkung Tür und Tor geöffnet.
Betrachtet die Spalte zwischen URSACHE und WIRKUNG auf der grossen Tabelle.
Das ist eine Gradientenskala von Ursache- und Wirkungspunkten. Freud hatte recht, als er
die Sexualität als sehr aberrierend herausgriff. Vor ihm wussten die Heiligen bereits jahrtausendelang,
dass sie sich von materiellen oder körperlichen Freuden fernhalten mussten, wenn
sie heilig und erhaben bleiben wollten. Sie haben die Mechanismen nicht gekannt, die hier
am Werk sind. Wir kennen sie inzwischen. Im selben Augenblick, als sie zur Wirkung werden
wollten, konnten sie über diesen Kanal genauso einer erfreulichen wie auch einer unerfreulichen
Wirkung ausgesetzt werden – und so die Tonskala hinunterwandern. Es gibt verschiedene
Zustände, die damit zusammenhängen. Einer davon ist der Wunsch, kein Ursachepunkt
zu sein. Ein anderer ist der Wunsch, kein Wirkungspunkt zu sein. Einer ist der
Wunsch, etwas anderes oder jemanden daran zu hindern, ein Ursachepunkt zu sein. Einer ist
der Wunsch, jemand anderen oder etwas anderes daran zu hindern, ein Wirkungspunkt zu sein.
In der Sexualität kann es sein, dass man nicht die Ursache von Kindern sein möchte.
Das kann sowohl für einen Mann als auch für eine Frau gelten. Kinder können einem in dieser
Gesellschaft unangenehm sein – oder zu teuer. Zur gleichen Zeit hat man den Wunsch,
einem Sexualpartner Lust zu verschaffen. Hier kämpft ein Wunsch, kein Ursachepunkt zu
sein, mit dem Wunsch, ein Ursachepunkt zu sein. Das Ergebnis ist ein Konflikt, Aberration,
Impotenz, sexuelle Bestrafung und irreguläre Praktiken.
Auf der anderen Seite möchte man in der Sexualität sehr gern zur Wirkung werden, um
Lust zu empfinden. Man möchte die Lust des Sex erleben. Man möchte jedoch nicht die
Schmerzen der Geburt erleben und will sie auch seinem Partner ersparen. Auch zur Wirkung
einer Krankheit will man nicht werden. Und ebenso will man nicht zur Wirkung der öffentlichen
Feindseligkeit gegenüber sexueller Praxis werden. So gerät also der Wunsch eines Menschen,
zur Wirkung zu werden, in Konflikt mit seinem Wunsch, nicht zur Wirkung zu werden.
Das Ergebnis ist Aberration, Impotenz, Drüsenstörungen, zerbrechende Ehen, Scheidungen,
Selbstmord und plötzlicher Tod.
Beim Essen verhält es sich mit Ursache und Wirkung ähnlich wie beim Sex. Ein
Mensch möchte die angenehme Wirkung des Geschmacks der Essensbestandteile erleben.
Er möchte nicht unbedingt der Wirkung der Arbeit ausgesetzt werden, die man leisten muss,
damit man essen kann – oder der Wirkung der Opfer, die man bringen muss, damit man zu
essen hat. Er möchte Ursache sein. Er betreibt eine KohlenstoffSauerstoff-Maschine, die die
Wirkung des Essens braucht. Menschen, die tief auf der Tonskala stehen, verwenden diese
zuverlässige Methode, einen Menschen zum Wirkungspunkt zu machen, indem sie Menschen
das Essen verweigern oder sie dazu zwingen, Nahrung zu sich zu nehmen. Die Gesellschaft
verwendet diesen Einfluss, damit Arbeit geleistet wird.
Mütter, die tief auf der Tonskala stehen, sind mit ihren Kindern sehr streng, was das
Essen betrifft. Das ist eine zuverlässige Methode zur Kontrolle. Wenn sie das Kind dazu
zwingt, in bezug auf Essen ein nicht selbstbestimmter Wirkungspunkt zu sein, dann kann sie
das Kind auch auf vielen anderen Gebieten kontrollieren. Jede Kontrolle tief auf der Tonskala
wird ausgeübt, indem man den Menschen dazu zwingt, ein Wirkungspunkt zu sein, wo er von
Natur aus ein Wirkungspunkt sein muss. Wenn eine von Natur aus erwünschte Wirkung
durch Befehle erzwungen werden kann, dann kann derjenige, der den Zwang ausübt, umfassende
Kontrolle erlangen, einfach durch die fortwährende Demonstration, dass die Zielperson
ein Wirkungspunkt ist und kein Ursachepunkt.
Der Sexualbereich spricht besonders stark auf die Wechselbeziehungen von Ursache
und Wirkung an, und zwar wegen der Kommunikation. Die Berührung ist die unmittelbarste
Art der Kommunikation durch die Sinne. Sie ist viel wirksamer als das Gespräch. Eine nahe
Kommunikation mit einem Menschen, der tief auf der Tonskala steht, senkt die Affinitäts-
Stufe genauso wie die der Realität. Wenn ein Sexualpartner anspruchsvoll oder unersättlich
ist, dann macht er aus dem anderen gegen seinen Willen einen Ursachepunkt. Er versagt
ihm das Recht darauf, Wirkungspunkt zu sein und ruiniert so seine Persönlichkeit. Ein
Mensch, der bezüglich Sex genügend aberriert ist, wird sehr seltsame Dinge tun, um zum
Ursache- oder Wirkungspunkt zu werden. Er wird Bestrafung an die Stelle von Sex setzen.
Er wird andere missbrauchen.
Homosexualität stammt von dieser Manifestation, und von der Manifestation, dass jemand
das Leben eines anderen fortsetzt. Ein Knabe, dessen Mutter dominierend ist, wird versuchen,
ihr Leben von irgendeinem ihrer Fehlschläge an fortzusetzen. Ein Mädchen, dessen
Vater dominiert, wird versuchen, sein Leben von irgendeinem seiner Misserfolge an fortzusetzen.
Die Mutter oder der Vater waren in den Augen des Kindes ein Ursachepunkt. Das
Kind bestimmte sich selbst zum Nachfolger des Ursachepunkts. Unterbrecht diese Vorstellung,
ein Leben fortzusetzen, indem Ihr Mitleid und Gram für den dominierenden Elternteil
lauft und anschliessend den Wunsch, Wirkung zu sein, und ihre Misserfolge – und der Homosexuelle
ist rehabilitiert. Homosexualität liegt in der Gegend von 1.1 auf der Tonskala.
Ebenso Promiskuität im allgemeinen.
Die Faksimiles eines Menschen können durch Masturbation beträchtlich durcheinandergebracht
werden. Praktisch die gesamte Affenfamilie und der Mensch masturbiert. Masturbation
ist das Resultat von Verboten. Sie kann niemanden wahnsinnig machen. Aber sie
kann den Menschen dazu bringen, alte Sex-Faksimiles zur Selbst-Stimulation in die Gegenwart
zu ziehen, und öffnet dem Wunsch Tür und Tor, Faksimiles in der Gegenwart zu haben.
Nach einiger Zeit wird der Mensch Schmerz-Faksimiles in die Gegenwart ziehen.
Hier sind die Übungen des Prozessings für URSACHE und WIRKUNG:
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR DEN WUNSCH HATTET, SEXUELL KEIN URSACHEPUNKT ZU SEIN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ES BEREUTET, SEXUELL EIN URSACHEPUNKT ZU SEIN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR DEN WUNSCH HATTET, SEXUELL KEIN WIRKUNGSPUNKT ZU SEIN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ES BEREUTET, SEXUELL EIN WIRKUNGSPUNKT ZU SEIN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR SEXUELL EIN URSACHEPUNKT SEIN WOLLTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR SEXUELL EIN WIRKUNGSPUNKT SEIN WOLLTET.
Vergesst nicht, dass das Durchlaufen so lange geschehen soll, bis Ihr von dem Thema extrovertiert seid.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR EUCH EINE ALTE SEXUELLE ERFAHRUNG
ZUM VERGNÜGEN ZURÜCKRIEFET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS EIN SEXUALPARTNER ANSPRÜCHE STELLTE.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS EIN SEXUALPARTNER SEX ZURÜCKWIES.
DURCHLAUFT JEDEN MISSERFOLG BETREFFEND SEX.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR EINEM SEXUALPARTNER IN IRGEND EINEM PUNKT GEHORCHTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR EUCH ÜBER EIN SEXUELLES GESPRÄCH MIT JEMANDEM ÄRGERTET.
DURCHLAUFTALLE ZEITEN, ALS IHR EIN SEXUELLES GESPRÄCH MITJEMANDEM GENOSSET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR VERSUCHTET, ETWAS ZU VERBERGEN, DAS MIT SEX ZU TUN HATTE.
Nun lasst uns diese Arbeitsgänge im Bereich des Essens wiederholen:
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ESSEN HABEN WOLLTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR GEZWUNGEN WURDET ZU ESSEN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR EUCH UM DAS ESSEN SORGEN MACHTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR DEM ESSEN DIE SCHULD AN EINER ERKRANKUNG GABET.
DURCHLAUFT JEDES GEFÜHL VON ÜBELKEIT WEGEN DES ESSENS, BIS JEDE KÖRPERLICHE EMPFINDUNG DAVON VERSCHWUNDEN IST.
Nun beschäftigen wir uns mit Unterhaltung.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR VERSUCHTET, JEMANDEN ZU UNTERHALTEN,
UND ES EUCH NICHT GELANG.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR UNTERHALTEN WERDEN WOLLTEN, ABER NICHT UNTERHALTEN WURDET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS JEMAND UNTERHALTEN WERDEN.
WOLLTE, IHR ABER NICHT UNTERHALTEN WERDEN WOLLTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS EINE VERANSTALTUNG EUCH LANGWEILTE.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR DENWUNSCH HATTET, EUCH DASGEFUHL ZU BEWAHREN, UNTERHALTEN WORDEN ZU SEIN.
Nun beschäftigen wir uns mit Wahrnehmungen im allgemeinen.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR NICHT BERÜHRT WERDEN WOLLTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR DAZU GEZWUNGEN WURDET, ETWAS ZU BERÜHREN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ETWAS BERÜHREN WOLLTET UND NICHT KONNTEN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR EINEN SEXUALPARTNER BERÜHRTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR NICHT SCHAUEN WOLLTET.
DURCHLAUFTALLE ZEITEN, ALS IHR EUCH AN SCHAUEN ERFREUEN WOLLTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR DEN WUNSCH HATTET, DASS DINGE
SO GUT AUSSEHEN MÖGEN, WIE SIE FRÜHER IMMER AUSGESEHEN HATTEN.
DURCHLAUFT JEDES BEDAUERN, DAS IHR JEMALS WEGEN DES SEHENS EMPFANDET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ENTSCHLOSSET, DASS IHR NICHT GUT SEHEN KONNTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS EUCH GESAGT WURDE, IHR KÖNNTET NICHT SEHEN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR DAMIT ÜBEREINSTIMMTET, DASS IHR NICHT SEHEN KONNTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR NICHT ZUHÖREN WOLLTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR HÖREN WOLLTET UND NICHT KONNTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ETWAS ERFREULICHES HÖREN WOLLTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS ES EUCH IN DEN OHREN KLANG.
DU RCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ENTSCHLOSSET, DASS MIT EUREM GEHÖR ETWAS NICHT STIMMTE.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ETWAS SCHLECHTES SCHMECKTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ETWAS GUTES SCHMECKTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS EURE MUTTER EUCH WEGSTIESS.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR EINE ANGENEHME WIRKUNG AUF EUREN MAGEN HABEN WOLLTET UND ES EUCH NICHT GELANG.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR VOLL FREUDE AUF EINE FLASCHE SCHAUTET. (Geht diesmal möglichst weit zurück)
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR JEMANDEM SAGTET, IHR SEIET MÜDE.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR JEMANDEM SAGTEN, IHR FÜHLTET EUCH NICHT WOHL.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR MITLEID FÜR EINEN BLINDEN MENSCHEN EMPFANDET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR MITLEID FÜR EINEN TAUBEN MENSCHEN EMPFANDET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ETWAS SCHLECHTES ROCHET, UND DIE GEGENEMOTION.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ETWAS GUTES ROCHET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR DIE TATSACHE VERBARGET, DASS EINE WIRKUNG EUCH ANGENEHM WAR.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR URSACHE SEIN WOLLTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ZU DEM SCHLUSS KAMET, IHR SEIET WICHTIG.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ZU DEM SCHLUSS KAMET, IHR SEIET NICHT WICHTIG.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ZU DEM SCHLUSS KAMET, IHR SEIET NIEMAND.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ZU DEM SCHLUSS KAMET, IHR SEIET JEMAND.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR DACHTET, IHR SEIET NICHTS WERT.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR DACHTET, IHR SEIET ETWAS WERT.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR VERSUCHTET, JEMANDEN DAVON ZU ÜBERZEUGEN, DASS IHR WICHTIG SEIET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR VERSUCHTET, JEMANDEN DAVON ZU ÜBERZEUGEN, DASS IHR JEMAND SEIET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR VERSUCHTET, JEMANDEN DAVON ZU ÜBERZEUGEN, DASS IHR WERTVOLL SEIET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR WÄHREND DES SEX VERSUCHTET, DAS GERÄUSCH ABZUSTELLEN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR SEX UNTERBRACHET ODER DAMIT AUFHÖRTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR MIT SEX BEGANNET UND ES EUCH MISSLANG.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR WÄHREND DES SEX GERÄUSCHE HÖREN WOLLTET.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR WOLLTET, DASS EIN SEXUELLES GESPRÄCH EUCH ANSPRICHT.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR EIN SEXUELLES GESPRÄCH ÜBELNAHMT.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR „DRECKIGE WITZE“ ÜBELNAHMET.
LAUFT DIE GEGENEMOTIONEN DER OBIGEN ÜBUNGEN EINE NACH DER ANDEREN AUS.
Wie Ihr hier bereits früher gelesen habt, und wie Ihr während Eurem Prozessing zu vermuten
begonnen habt, sind Eure eigenen Entscheidungen und Beurteilungen die wichtigsten
Dinge in dem gesamten Prozess.
Was Ihr beschliesst, ist ein GESETZ für Euch. Was Ihr beurteilt, ist eine Beurteilung für Euch.
SELBSTVERTRAUEN ist nichts anderes, als der Glaube an die eigene Fähigkeit zu
entscheiden, und der Glaube an die eigenen Entscheidungen.
DIE MEISTEN MENSCHEN GLAUBEN, DASS SIE UNBEWUSSTE ANSICHTEN
ODER HINTERGRÜNDE IHRER MOTIVATION HABEN – EINFACH DESHALB, WEIL
IHRE EIGENE ENTSCHEIDUNGSGEWALT VON SICH GEWIESEN HABEN.
Entscheidungen zu verwerfen, Entscheidungen zurückzuweisen, andere entscheiden zu
lassen – das sind die stärksten Aberrationsquellen. Sie betreffen sämtliche Bereiche.
Dieser Abschnitt gilt dem Herausgreifen jedes einzelnen Postulats während Eures ganzen
Lebens, das Ihr jetzt erreichen könnt. Ein Postulat ist eine Entscheidung, die Ihr für Euch
selber oder anderen gegenüber trefft. Ihr macht ein Postulat, dann ändern sich die Umstände,
und Ihr macht ein zweites Postulat. Dieses zweite Postulat lässt das erste falsch werden. Ihr
als Ursachepunkt macht ein Postulat, und dann werdet Ihr zur Wirkung der eigenen Ursache,
indem Ihr einige Augenblicke lang gelebt habt.
Ein Computer könnte nicht arbeiten, wenn Ihr immer die alten Ergebnisse im Rechner
lasst, während Ihr bereits das nächste Problem in Angriff nehmt. Das ist es, was Ihr mit Entscheidungen
tut. Sie müssen getroffen werden. Kehrt sie zusammen, bevor Ihr neue trefft. Es
ist eine neue Denkweise – eine, die Euch glücklich bleiben lässt. Es ist nicht nötig, Angst vor
Entscheidungen zu haben. Kehrt ganz einfach die alten Entscheidungen zusammen. Ihr macht
Euch gute Vorsätze für das Neue Jahr. Und Ihr werft sie den alten Vorsätzen in den Rachen
und sagt Euch dann selber, Ihr seiet wankelmütig. Ihr seid nicht wankelmütig, Ihr gehorcht
nur Euch selber, als sei es noch gestern.
Emotion und Anstrengung verschleiern diese Postulate. Sie sollten inzwischen frei und
klar geworden sein, und sollten wirklich beim ersten Blick verschwinden. Jedes Postulat hat
zwei Teile. Da ist die Beurteilung der Daten und die Entscheidung selber.
Wenn Ihr eine alte Entscheidung aufgreift, dann greift auch den Grund auf, aus dem Ihr
die Entscheidung getroffen habt. Sie verschwinden sehr schnell.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG, DIE IHR ÜBER FRAUEN und Männern GETROFFEN HABT, UND DEN GRUND DAFÜR.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER MÄNNER.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER EUCH SELBST.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER DIE WELT.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER HUNDE.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER KATZEN.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER PFERDE.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER FISCHE.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER ESSEN.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER SEXUALITÄT.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER BEKLEIDUNG.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER SCHUHE.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER HÄUSER.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER AUTOS.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER LANDSCHAFTEN.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER VERBRECHER.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER ZEITUNGEN.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER EURE MUTTER.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER EUREN VATER.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER PHILOSOPHIE.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER PSYCHOLOGIE
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER AUSBILDUNG.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER ARBEIT.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER DAS LEBEN.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER GELD.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER KÄMPFEN.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER GOTT.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER SÜNDE.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER GEHORCHEN.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG DARÜBER, ANDERE ZUM GEHORCHEN ZU BRINGEN.
DURCHLAUFT JEDE ENTSCHEIDUNG ÜBER DIE REGIERUNG.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, EUCH ZU ENTSCHULDIGEN.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, EIFERSÜCHTIG ZU SEIN.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, ZORNIG ZU SEIN.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS ZU HELFEN.
DURCHLAUFT JEDE SCHLUSSFOLGERUNG, DASS SIE VERSAGT HABEN.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, DASS IHR ERFOLG GEHABT HABT.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, DASS IHR EIN GUTER SEXUALPARTNER SEID.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, DASS SIE EIN SCHLECHTER SEXUALPARTNER SIND.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, DASS IRGENDEIN ANDERER EIN GUTER SEXUALPARTNER IST.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, DASS IRGENDEIN ANDERER EIN
SCHLECHTER SEXUALPARTNER IST.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, ETWAS ZU BEREUEN.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, ETWAS ZU GENIESSEN.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS EIN BEITRAG ZURÜCKGEWIESEN WURDE.
DURCHLAUFT ALLE ZEITEN, ALS EIN BEITRAG ANGENOMMEN WURDE.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, KRITIK ZU VERÜBELN.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, DES LOBES WEGEN ZU ARBEITEN.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, EIN ENDE ZU MACHEN.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, ZU BEGINNEN.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, ZU BEENDEN.
DURCHLAUFT JEDEN ENTSCHLUSS, ZU VERÄNDERN.

DER VIERZEHNTE AKT
Geht zuerst die früheren Daten über Kontrollzentren durch. Dann tut folgendes:
SCHREIBT ALLE ZEITEN NIEDER, ALS IHR DER MEINUNG WARET, EINEN
BEDEUTENDEN MISSERFOLG ERLITTEN ZU HABEN.
LAUFT JEDES EINZELNE GESCHEHNIS DER REIHE NACH VON DEM MOMENT
AN, ALS IHR DAS UNTERNEHMEN PLANTET, ÜBER DEN AUGENBLICK,
ALS IHR ERKANNTET, DASS IHR GESCHEITERT WARET, ÜBER DIE MÖGLICHERWEISE
FOLGENDE KRANKHEIT UND BIS ZU DEM AUGENBLICK, ALS IHR
EUCH WIEDER FRÖHLICH FÜHLTET. GEHT DURCH JEDES GESCHEHNIS MIT ALLEN
DETAILS EINSCHLIESSLICH GEGEN-GEDANKEN, GEGENEMOTION,
SCHULD UND REUE MITALLEN VERFÜGBAREN WAHRNEHMUNGEN, BIS DAS
GESAMTE GESCHEHNIS SICH AUFTONSTUFE 4,0 BEFINDET. DIESE TONSTUFE
IST GELÄCHTER. HÖREN SIE NICHT BEI LANGEWEILE AUF: DAS IST ERST DER
HALBE WEG.
DURCHLAUFT ALLE LOCKS EINES JEDEN MISSERFOLGS.
Nun der nächste Schritt.
DURCHLAUFT JEDEN TODESFALL EINES JEDEN MENSCHEN, DEN IHR IN
DIESEM LEBEN GEKANNT HABT. LAUFT BEDAUERN UND DAS BESCHULDIGEN
EURER SELBST ODER ANDERER, BIS DER TODESFALL SICH IN ALLEN DETAILS
ZEIGT. LAUFT DEN TODESFALL VOLLSTÄNDIG AUS. WENN IHR DABEI SCHWIERIGKEITEN
HABT, DANN LAUFT ALLE ZEITEN, ALS IHR ETWAS GEGEN DEN
TOTEN TATET UND ALLE ZEITEN, ALS IHR FÜR DEN TOTEN MITLEID EMPFANDET,
BIS DAS GESCHEHNIS VOLLKOMMEN SICHTBAR WIRD. DANN LAUFT ES
ZUR GÄNZE. DENKT DARAN, JEDEN ENTSCHLUSS ZU FINDEN UND ZU LAUFEN,
DIESEN MENSCHEN WIEDER INS LEBEN ZURÜCKZURUFEN, ODER JEDES BEDAUERN
DARÜBER, DASS IHR IHN NICHT WIEDER INS LEBEN ZURÜCKRIEFET.
LAUFT DEN TOD EINES JEDEN LIEBLINGSTIERES AUS, ÄHNLICH WIE BEI
DEN MENSCHEN.
Das sollte alle Kontrollzentren für dieses Leben rehabilitieren.

DER FÜNFZEHNTE AKT
Dieser Akt dient der Kontrolle und ist unbedingt nötig, um das Prozessing abzuschliessen.
Geht zurück an den Anfang des Buches und lest den gesamten Text bis zum
Prozessing-Abschnitt. Dieser Text wird Euch jetzt viel mehr sagen als zu Beginn.
NUN NEHMT EUCH DEN ZWEITEN AKTVOR UND ÜBERPRÜFT ALLES, WAS
IHR
DARIN GEMACHT HABT. ES WIRD NUN VIEL MEHR DATEN DAFÜR GEBEN
UND VIEL TIEFERES VERSTÄNDNIS.
NEHMT EUCH DER REIHE NACH JEDEN AKT VOR UND NEHMT IHN EIN
ZWEITES MAL DURCH. LEST DIE TEXTE FÜR DIESE AKTE UND WIEDERHOLT
ALLE ÜBUNGEN. IHR WERDET AUF DER GANZEN LINIE NEUE DATEN FINDEN.
WENN IHR WIEDER AN DIESEM PUNKT ANKOMMT, NACH DER VOLLSTÄNDIGEN
ÜBERPRÜFUNG, DANN FÜLLT DAS FOLGENDE AUS. ES KÖNNTE
ANDEREN HELFEN. GEBT ES ZUR POST.

An: DEN HERAUSGEBER
Meine Herren, ich habe das Prozessing-Handbuch abgeschlossen. Meine Bemerkungen
zu dem Buch sind:
Meine Vorschläge für seine Verbesserung sind:
Mein derzeitiger Gesundheitszustand (körperlich) war wie folgt, bevor ich dieses Buch
verwendet hatte:
Mein jetziger Gesundheitszustand ist:
Meine chronischen Beschwerden waren und (sind) (sind nicht) behoben worden:
Mein derzeitiges Gefühl des Wohlbefindens ist wie folgt:
Ich wurde in meinem Prozessing von einem Auditor (sehr unterstützt) (kaum unterstützt)
(verwendete keinen). Unterstreicht, was zutrifft. Wenn ein Auditor verwendet wurde:
Der Name und die Adresse meines Auditors sind:
(Ihr habt meine Erlaubnis) (Ihr habt meine Erlaubnis nicht), meinen Fall in Veröffentlichungen
zu verwenden. Unterstreicht, was zutrifft.
Datum des Beginns:
Datum des Abschlusses:
Meine Adresse ist:
Name in Blockschrift
Unterschrift

FACHWORTVERZEICHNIS
ABERRATION: Eine Abweichung vom rationalen Denken oder Verhalten.
ABERRIERT: von der Vernunft abgewichen, geistig gestört.
ABGESPERRT: bezeichnet Erinnerung, die für den Rückruf nicht zugänglich ist. Jemand,
der abgesperrt ist, hat ein armseliges Erinnerungsvermögen und dürftige Rückrufe der
Vergangenheit.
AKT: ein Schritt des Prozessing. Gilt ausschliesslich für den speziellen Prozess, der auf
einer bestimmten Fallstufe verwendet wird.
ANALOGIE: Obereinstimmung verschiedener Dinge in einem oder mehreren Merkmalen,
was den Schluss von Bekanntem auf Unbekanntes ermöglicht.
ANSTRENGUNG: die materielle Manifestation von Kraft in einer Bewegung. Eine
heftige Anstrengung gegen ein Individuum erzeugt Schmerz. Eine energische Anstrengung
erzeugt Unbehagen. Anstrengung kann vom Preclear zurückgerufen und wiedererlebt werden.
Kein Preclear unterhalb der Tonstufe von 2.5 sollte aufgefordert werden, Anstrengung
als solche zu benützen, da er nicht imstande ist, mit ihr fertig zu werden, und darin steckenbleiben
wird. Der wichtigste Teil eines schmerzhaften Faksimiles ist seine Anstrengung,
nicht seine Wahrnehmungen.
ASSESSMENT: eine Bestandesaufnahme, eine Untersuchung, eine Berechnung oder
Beurteilung eines Falles.
AUDITING: Die Anwendung von Prozessen an jemandem durch einen
ausgebildeten Auditor.
AUDITOR: Ein Zuhörer; jemand, der aufmerksam anhört, was Menschen zu sagen haben.
Ein Auditor ist eine Person, die dafür ausgebildet ist, anderen Menschen mit der Anwendung
der scientologischen Prozesse zu einer Verbesserung zu verhelfen.
AUSLAUFEN: So lange laufen, bis es keine Wirkung mehr ausübt.
BEFREIEN: Der Vorgang, bei dem die Wahrnehmungen oder die Anstrengung oder
die Wirksamkeit aus einem schwerwiegenden Faksimile herausgeholt werden, oder bei dem
das Festhalten des Preclears an dem Faksimile gelöst wird.
BEISTÄNDE: die unmittelbare Wahrnehmung, indem man wieder und wieder die
Wahrnehmungen eines Erlebnisses läuft, bis es als ein Faksimile desensibilisiert ist und den
Preclear nicht länger beeinträchtigen kann. Der Beistand wird unmittelbar nach Unfällen oder
Operationen verwendet. Er nimmt den Schock und die meisten schädlichen Auswirkungen
von dem Geschehnis und fördert die Heilung. Er wird durchgeführt, indem man den Menschen
am Anfang des Geschehnisses beginnen lässt, mit dem ersten Bewusstwerden des Vorfalls,
genau als würde der Preclear es noch einmal von vorne durchleben, mit den vollen
Wahrnehmungen von Anblicken, Geräuschen usw., so gut sie gewonnen werden können. Ein
Beistand, der zum Beispiel unmittelbar nach einer Zahnoperation gelaufen wird, nimmt den
ganzen Schock aus der Operation. Man schliesst den Beistand ab, indem man den Auditor als
ein anderes Geschehnis aufgreift und das Auditing und den Entschluss, sich auditieren zu
lassen, durchläuft. Ein Beistand rettet Leben und beschleunigt die körperliche Genesung.
BERECHNENDER PSYCHOTIKER: Jemand, der von einem Schaltkreis gesteuert
wird. Ein Schaltkreis ist eine Pseudo-Persönlichkeit, die aus einem Faksimile stammt und
stark genug ist, um das Individuum zu dirigieren und das Individuum zu SEIN.
CLEAR (Hauptwort): ein oft missverstandener Daseinszustand. Das Wort ist früher mit
anderen Bedeutungen verwendet worden. Es ist falsch verstanden worden: als etwas Absolutes.
Es wird jedoch immer noch verwendet. Hier wird es als Slangausdruck aus der Elektronik
verwendet und kann auf eine Kette, ein Geschehnis oder eine Berechnung zutreffen.
DENKEN: Die Faksimiles, die man von seinen verschiedenen Umgebungen aufgezeichnet
hat, und die Faksimiles, die man von seinen Vorstellungen erschaffen hat, die wiederholte
Kombination und Auswertung dieser Faksimiles und Schlussfolgerungen, die dem
Zweck dienen, dass über Aktion oder Nicht-Aktion oder potentielle Aktion oder
Nicht-Aktion entschieden wird. Das Wort DENKEN wird auch verwendet, wenn man eine
Entwicklung meint, bei der man die Aufzeichnungen auf bewussten Ebenen als unterschiedlich
von Aufzeichnungen auf unbewussten Ebenen betrachtet.
DRAMATISIERENDER PSYCHOTIKER: jemand, der nur eine Art von Faksimile dramatisiert.
DURCHLAUFEN VON LOCKS: Ein Prozess, der den Preclear an einem Punkt in der
Vergangenheit beginnen lässt, mit dem er festen Kontakt aufgenommen hat. Der Preclear
bewegt sich durch alle ähnlichen Geschehnisse hinauf zur Gegenwart, ohne dabei zu sprechen.
Das wird immer wieder gemacht, wobei man jedes Mal versucht, bei einem früheren
Erlebnis derselben Art zu beginnen, bis der Preclear in bezug auf das Thema der Kette extrovertiert.
BOIL-OFF tritt des öfteren auf; dabei scheint der Preclear einzuschlafen. Vermeidet
Boil-Off; es hat keinen therapeutischen Wert und wird schliesslich in einer verringerten Tonstufe
resultieren. BOIL-OFF ist die Entschuldigung eines faulen Auditors dafür, dass er
nichts tut; hier befinden sich Faksimiles in einem so schweren Konflikt, dass sie sich nicht
lösen werden, ohne dass zuerst Postulate bereinigt werden. Das Durchlaufen von Locks ist
eine genormte Übung, die auf ein Zeichen hin begonnen wird; sie endet damit, dass der Preclear
sagt, er sei wieder in der Gegenwart. Man kann es über jedes Thema machen. Nur
OBERHALB von 2,0.
DYNAMIKEN: die zentralen Antriebskräfte des Menschen. Sie werden von eins bis
acht numeriert wie folgt: 1. Überleben des Selbst; 2. Überleben durch Kinder (schliesst den
Sexualakt mit ein); 3. Überleben durch Gruppen, einschliesslich gesellschaftlicher und politischer
Gruppen, ebenso wie geschäftlicher; 4. Überleben durch die Menschheit als ganzes; 5.
Überleben durch die belebte Natur, einschliesslich aller Arten, seien es pflanzliche odertierische;
6. Überleben durch MEST; 7. Überleben durch Theta oder das Statik des Lebens; 8.
(geschrieben als Unendlichkeitszeichen). Überleben durch ein Höchstes Wesen. Jedes Individuum
überlebt für alle acht Dynamiken.
EMOTION: der Katalysator, den das Kontrollzentrum verwendet, um physische Aktion
zu steuern. Das Übermittlungssystem, das auf dem Weg über die Drüsen arbeitet und zwischen
dem „Ich“ und dem Selbst und – durch das Denken – anderen liegt. Die wichtigsten
Emotionen sind Glück, wo man Vertrauen zu seinen Zielen hat und Freude daran empfindet
und an seine Kontrolle der Umwelt glaubt; Langeweile, wo man das Vertrauen und die Orientierung
verloren hat, aber nicht besiegt ist; Antagonismus, wo man seine Kontrolle bedroht
sieht; Zorn, wo man versucht, zu zerstören, was einen bedroht, und zwar ohne gute Orientierung
noch über die Zerstörung hinaus; versteckte Feindseligkeit, wo man zu zerstören versucht,
während man seinem Opfer versichert, dem sei nicht so; Furcht, wo man dazu gebracht
wird, zu fliehen; Gram, wo man seinen Verlust erkennt; Apathie, wo man auf allen Dynamiken
Misserfolge akzeptiert und den Tod vortäuscht. Andere Emotionen bestehen aus einergrösseren
oder kleineren Menge der genannten Emotionen. Scham oder Verlegenheit sind
Emotionen, die speziell in Gruppen oder zwischenmenschlichen Beziehungen auftreten. Sie
stehen auf einer Stufe mit Gram und bezeichnen den Verlust der Position in einer Gruppe.
Emotion ist das Drüsensystem, das parallel zur Bewegung verläuft; jede Emotion reflektiert
eine Handlung, die gegenüber Bewegung gewinnt oder verliert. Auf einer hohen Stufe sendet
man Bewegung zurück; auf einer mittleren Stufe hält man Bewegung fest, auf einer tieferen
Stufe wird man von Bewegung davongeschwemmt.
ENTITÄT: Etwas, das eine wirkliche und eigenständige Existenz besitzt, entweder tatsächlich
oder im Verstand; irgend etwas mit eigener Wirklichkeit.
FAKSIMILES: Ein Faksimile ist die Gedächtnisaufzeichnung eines begrenzten Zeitabschnitts.
Es wird angenommen, dass das Gedächtnis ein Statik ohne Wellenlänge, Gewicht,
Masse oder Position im Raum ist (in anderen Worten, ein echtes Statik), das jedoch einen
Eindruck von Zeit, Raum, Energie und Materie aufnehmen kann. Eine sorgfältige Untersuchung
der Phänomene des Denkens und des Verhaltens des menschlichen Verstandes führt zu
diesem Schluss. Die Schlussfolgerung ist selbst ein Postulat, das verwendet wird, weil es
äusserst brauchbar und nützlich ist. Es kennzeichnet eine bestimmte Stufe der Forschung,
dass man ein Faksimile so beschreiben kann. Die Beschreibung ist mathematisch und ein
Abstraktum, sie kann auf die Wirklichkeit zutreffen oder auch nicht. Wenn man allerdings
die Aufzeichnung eines Gedankens auf diese Weise betrachtet, dann lassen sich die Probleme
des Verstandes sehr schnell lösen. Man sagt, dass Faksimiles „gespeichert“ werden. Sie wirken
auf das Schaltbrett zum physikalischen Universum ein, das Gehirn genannt wird, und
darüber hinaus auf die Systeme von Nerven und Drüsen – alles, um Aktionen zu steuern. Sie
scheinen nur deshalb Bewegung und Gewicht zu besitzen, weil Bewegung und Gewicht in
ihnen aufgezeichnet werden. Faksimiles werden nicht in den Zellen gespeichert. Sie beeinflussen
die Zellen. Ein Beweis für diesen Sachverhalt liegt in der Tatsache, dass eine Energie,
die vor langer Zeit zum Faksimile wurde, erneut kontaktiert werden kann -und sich beim
Kontakt als heftig erweist. Schmerz wird als Faksimile gespeichert. Alter Schmerz kann von
neuem kontaktiert werden. Alter Schmerz in Form von Faksimiles, alte Emotion in Form von
Faksimiles, können sich der Gegenwart in einer Weise aufdrängen, dass sie den Körperdeformieren
oder sich auf andere Art körperlich auswirken. Man kann zu dem letzten Zeitpunkt
zurückgehen, als man sich verletzte, und den Schmerz dieser Verletzung dort wiederfinden
und wiedererleben, wenn man nicht sehr abgesperrt ist. Man kann Bemühungen und
Anstrengungen wiedergewinnen, die man in der Vergangenheit gemacht haben – oder die in der
Vergangenheit einem gegenüber gemacht worden sind. Doch die Zellen selber, die ja nur eine
begrenzte Lebensdauer haben, sind inzwischen längst von anderen Zellen ersetzt worden. So
kommt es zur Faksimile-Theorie. Das Wort Faksimile wird so frei verwendet, wie man es im
Zusammenhang mit der Zeichnung eines Schachteldeckels verwendet, die man statt des wirklichen
Schachteldeckels vor sich hat. Es bedeutet eine ähnliche Sache an Stelle der Sache
selbst. Man kann sich ein Erinnerungsbild eines Elefanten oder einer Fotografie zurückrufen.
Der Elefant und die Fotografie sind nicht mehrvorhanden. Ein Faksimile von ihnen ist im
Verstand gespeichert. Ein Faksimile ist vollständig, wenn es jede Wahrnehmung der Umwelt
enthält, die vorhanden war, als das Faksimile aufgezeichnet wurde; einschliesslich optischer
und akustischer Wahrnehmung, Geruch, Geschmack, Gewicht, Stellung der Gelenke – und so
weiter, durch ein halbes Hundert von Wahrnehmungen. Die blosse Tatsache, dass man sich
keine Bewegungen zurückrufen kann, oder alle diese Wahrnehmungen, bedeutet noch nicht,
dass sie nicht vollständig, samt aller Bewegungen und mit jedem Sinneskanal, der zu der entsprechenden
Zeit in Funktion war, aufgezeichnet worden sind. Es bedeutet hingegen, dass
man eine Barriere zwischen dem Faksimile und den Rückrufmechanismen seinen Kontrollzentren
errichtet hat. Es gibt Faksimiles von allem, was man während seines ganzen Lebens
erfahren hat, und von allem, das man sich vorgestellt hat.
FLACH: Bedeutet, dass aus dem Geschehnis, wenn es „flach“ ist, alle schlechten Folgen
für den Preclear entfernt worden sind.
FÜNFZEHN (Hauptwort): Ein Ausdruck, mit dem ein abgeschlossener Fall bezeichnet
wird. Es existiert nur für die Aufzeichnungen über den Fall, um einen Fall zu kennzeichnen,
der bis zum gegenwärtigen Abschluss fortgeschritten ist. Das ist ein Numerierungssystem der
Foundation für Preclears. Ein Fall wird in den Aufzeichnungen unter der Nummer des Aktes
geführt, bis zu welchem er vorangekommen ist.
GENETISCH: Das Individuum ist von einem vergangenen Beginn her durch eine Kette
von Protoplasma und durch Faksimiles und MEST-Formen im gegenwärtigen Zeitalter angelangt.
Das Genetische betrifft die Protoplasma-Kette von Vater und Mutter zum Kind, vom
erwachsenen Kind zum neuerlichen Kind und so weiter.
KLÄREN: Die Aktion, einen Gedanken-Eindruck oder eine Serie von Eindrücken oder
Beobachtungen in der Vergangenheit zu desensibilisieren oder freizusetzen, oder ein Postulat,
eine Emotion, eine Anstrengung oder ein komplettes Faksimile. Der Preclear löst entweder
den Griff, mit dem er das Faksimile (die Erinnerung) festhält, oder das Faksimile selber
wird desensibilisiert. Das Wort stammt von Elektronenrechnern oder normalen Büro-
Rechenmaschinen. Es beschreibt einen Vorgang, der dem Auslöschen von alten Berechnungen
in der Maschine ähnelt.
KNACKEN: Slang-Ausdruck, verwendet im Sinn von „einen Fall knacken“. Das bedeutet,
dass man den Preclear veranlasst, ein überlebensfeindliches Faksimile loszulassen. In
mehr oder weniger hohem Ausmass verwendet, wie „einen Schaltkreis knacken“ oder „eine
Kette knacken“ oder „eine Berechnung knacken“. Niemals den Preclear oder seinen Geist
zerbrechen – sondern zerbrechen, was ihn zerbricht.
KNOPF: Dinge, Wörter, Redewendungen, Themen oder Bereiche, die bei einer Person
Erwiderung oder Reaktion auf die Wörter oder Handlungen anderer hervorrufen und verursachen,
dass sie sich unbehaglich fühlt, verlegen oder ärgerlich wird oder zu unkontrolliertem
Lachen gebracht wird. Die Bezeichnung kommt von der Promptheit der Reaktion, die sich
mit der Reaktion einer Maschine auf einen Bedienungsknopf vergleichen lässt.
KONTROLLZENTRUM: die des Bewusstseins bewusste Einheit des Verstandes. Das
ist kein Teil des Gehirns, sondern ein Teil des Verstandes, während das Gehirn physiologischer
Natur ist. Der Verstand hat laut Definition zwei mögliche Kontrollzentren, das
rechte und das linke. Eines davon ist ein echtes, genetisches Kontrollzentrum; das andere ist
ein Unter-Kontrollzentrum, das dem Kontrollzentrum gehorcht.
LADUNG: Schädliche Energie oder Kraft, die aus den Konflikten und unangenehmen
Erlebnissen resultiert, die ein Mensch gehabt hat. Auditieren entlädt diese Ladung, so dass
sie nicht mehr da ist und den Menschen nicht mehr beeinflussen kann.
LAUFEN: Im Prozessing behandeln.
MEST: Ein zusammengesetztes Wort, aus den Anfangsbuchstaben von Materie, Energie,
Raum (engl. space) und Zeit (engl. time). Ein eigens geprägtes Wort für das PHYSIKALISCHE
UNIVERSUM. THETA WIRD NICHT ALS TEIL DES PHYSIKALISCHEN UNIVERSUMS
BETRACHTET, WIRD JEDOCH AUCH NICHT ABSOLUT ALS KEIN TEIL
DES PHYSIKALISCHEN UNIVERSUMS ANGESEHEN.
NOTWENDIGKEITSSTUFE: die Fähigkeit eines Menschen, über seine Aberrationen
hinauszuwachsen, wenn er handeln muss, um eine unmittelbare und ernste Bedrohung seines
Oberlebens abzuwenden.
POSTULAT: Eine Schlussfolgerung, eine Entscheidung oderein Entschluss, der vom
einzelnen auf Grund seiner eigenen Selbstbestimmung gefasst wurde. Es kann auf bewussten
oder unbewussten Daten der Vergangenheit beruhen. Das Postulat ist immer bekannt. Es wird
auf Grund der Auswertung von Daten oder auf Grund eines Impulses und ohne Daten durch
den einzelnen aufgestellt. Es löst ein Problem der Vergangenheit, entscheidet über Probleme
oder Beobachtungen der Gegenwart oder stellt ein Schema für die Zukunft auf.
POSTULIEREN: Ein Problem zu lösen, eine Entscheidung oder Schlussfolgerung darüber
zu treffen oder ein Schema für die Zukunft festzulegen oder ein Schema der Vergangenheit
aufzuheben.
PRECLEAR: Jemand, der durch Prozessing mehr über sich selbst und das Leben herausfindet.
PROZESSING: Eine Serie von Fragen, die einem Menschen von einem Auditor gestellt
werden, um ihm zu helfen, mehr über sich selber oder das Leben herauszufinden.
PSYCHOSOMATISCHE KRANKHEIT: Ein Ausdruck aus der Alltagssprache, der einen
Zustand kennzeichnen soll, der „von einer seelischen Verfassung herrührt“. Solche Erkrankungen
sind laut verbreiteten Berichten für etwa siebzig Prozent aller Krankheiten verantwortlich.
Technisch gesehen, in dieser Wissenschaft, ein chronisch oder andauernd
schmerzhaftes Faksimile, an dem der Preclear festhält, um sich für Fehlschläge zu rechtfertigen.
Arthritis, Schleimbeutelentzündung, Sehnenscheidenentzündung, Kurzsichtigkeit, Hornhautverkrümmung,
bizarre Schmerzen und Wehwehchen, Schnupfen, Erkältungen, Geschwüre,
Migräne, Zahnschmerzen, Deformationen durch Kinderlähmung, Übergewicht, Fehlfunktionen
der Haut – das sind einige aus der Legion dieser chronischen Somatiken. Sie lassen
sich zu Dienstfaksimiles zurückverfolgen.
PSYCHOTIKER: Ein Mensch, der in hohem Ausmass den Kontakt zu seiner gegenwärtigen
Umwelt verloren hat und der nicht für die Zukunft vorausdenkt. Er kann ein akuter
Psychotikersein, wo er immer nur für einige wenige Minuten psychotisch wird und nur fallweise
in einer bestimmten Umgebung (wie bei Wutanfällen oder Apathie ). Er kann aber
auch ein chronischer Psychotiker sein, oder in einer anhaltenden Loslösung von der Zukunft
und der Gegenwart. Psychotiker, die anderen auf dramatische Weise Schaden zufügen, werden
als gefährlich genug betrachtet, um abgesondert zu werden. Psychotiker, die auf weniger
dramatische Weise Schaden anrichten, sind deshalb nicht weniger schädlich für ihre Umgebung
und auch nicht weniger psychotisch.
REPETITIVES STRAIGHTWIRE: Die Aufmerksamkeit wird immer wieder auf ein
bestimmtes Faksimile unter anderen Faksimiles gelenkt, bis es desensibilisiert ist. Wird an
Schlussfolgerungen oder Erlebnissen angewendet, die nicht leicht zugänglich sind.
RESTIMULATION: Wenn die Umwelt ein Faksimile wieder in Gang setzt, weiches
dann gegen den Körper oder die des Bewusstseins bewusste Einheit zurückwirkt.
DIENSTFAKSIMILE: Eine eindeutig gegen das Überleben gerichtete Situation, enthalten
in einem Faksimile, das von einem Menschen in Aktion gerufen wird, um seine Fehlschläge
zu erklären. Ein Dienstfaksimile kann das Faksimile einer Krankheit, einer Verletzung,
einer Unfähigkeit sein. Das Faksimile beginnt mit einer fallenden emotionellen Kurve
und endet mit einer aufsteigenden emotionellen Kurve. Dazwischen enthält es Schmerz. Ein
Dienstfaksimile IST die Schablone, die die chronische „psychosomatische Krankheit“ darstellt.
Es kann Husten, Fieber, Schmerzen oder Hautausschläge enthalten, alle Manifestationen
eines gegen das Überleben gerichteten Charakters, sei es nun körperlich oder geistig. Es
kann sogar ein Streben nach Selbstmord bedeuten. Es ist vollständig mit allen Wahrnehmungen.
Es hat viele ähnliche Faksimiles. Es hat viele Locks. Der Besitz und die Verwendung
eines Dienstfaksimiles kennzeichnet einen Homo Sapiens.
DIENSTFAKSIMILE-KETTE: Die ganze Kette von ähnlichen Erlebnissen, die das
ganze Repertoire des Menschen umfasst, der auf diese Weise Fehlschläge begründet und damit
Unterstützung sucht.
STRAIGHTWIRE (Gerader Draht): Ein Prozess, bei dem, ausgehend von der Gegenwart,
ein vergangenes Erlebnis mit einigen Wahrnehmungen oder zumindest einer Vorstellung
davon zurückgerufen wird. Der Name Straightwire leitet sich von dem
MEST-Kommunikations-Prozess her, bei dem zwei Punkte eines Kommunikationssystems
miteinander verbunden werden. Im Grunde besteht er aus Gedächtnisarbeit. Er wird für Postulate,
Einschätzungen, Erlebnisse, Szenen, Emotionen oder andere Daten verwendet, die in
den Speicherbanken des Verstandes vorhanden sein mögen, ohne dass „der Preclear in das
Geschehnis selbst geschickt“ wird. Dabei sitzt der Preclear aufrecht, die Augen offen oder
geschlossen. Der Auditor ist sehr aufmerksam. Straightwire wird schnell gelaufen. Der Preclear
darf nicht in der Erinnerung wandern oder schweigen. Er antwortet auf Fragen des Auditors.
VIELE PRECLEARS LASSEN SICH N ICHT GERNE AUSFRAGEN. DER AUDITOR
MUSS DANN ZUERST DIE POSTULATE BEREINIGEN, DIE DAGEGEN GERICHTET
SIND, DASS MAN BEFRAGT WIRD; das nennt man „für umfassendes
Straightwire klären“.
THETA: das mathematische Symbol für das Statik des Denkens. Mit THETA ist das
Statik selbst gemeint. Mit „Faksimile“ ist THETA gemeint, das Eindrücke durch Wahrnehmungen enthält.
TONSKALA: Eine Skala, die die verschiedenen Faktoren des Verhaltens, der Emotion
und des Denkens misst und sie auf den einzelnen Stufen der Skala zueinander in Beziehung setzt.
UMWELT:dieUmgebungdesPreclearsvonAugenblickzuAugenblick,imallgemeinen
oder im besonderen, einschliesslich Menschen, Tiere, mechanische Gegenstände, Wetter,
Kultur, Kleider oder das Höchste Wesen. Alles, was er wahrnimmt oder wahrzunehmen
glaubt. Die objektive Umwelt ist jene Umwelt, die der allgemeinen Übereinstimmung nach
vorhanden ist. Die subjektive Umwelt ist jene, von der das Individuum selbst glaubt, dass sie
vorhanden ist. Es mag sein, dass andere Menschen dem nicht zustimmen.
VALENZ: Eine falsche oder wahre Identität. Der Preclear hat seine eigene Valenz.
Ausserdem stehen ihm die Valenzen all derjenigen Personen zur Verfügung, die in seinen
Engrammen auftauchen.
VERGANGENE POSTULATE: Entscheidungen oder Schlussfolgerungen, die der
Preclear in der Vergangenheit getroffen hat, und denen er in der Gegenwart immer noch unterworfen
ist. Vergangene Postulate sind samt und sonders dienstunfähig, da sie die gegenwärtige
Umgebung nicht bewältigen können.
WAHRNEHMUNGEN: Mit Hilfe von physikalischen Wellen, Strahlen und Partikeln
des physikalischen Universums gelangen Eindrücke von der Umgebung durch die „Sinneskanäle“
wie etwa die Augen und die Sehnerven; die Nase und die Geruchsnerven; die Ohren
und die Gehörnerven; Nerven innerhalb des Körpers für Wahrnehmungen innerhalb des Körpers,
usw. usw. Dies alles sind Wahrnehmungen bis zu dem Augenblick, wo sie als Faksimiles
aufgezeichnet werden. In diesem Moment werden sie zu Aufzeichnungen. Wenn sie zurückgerufen
werden, sind sie wieder Wahrnehmungen, da sie von der Rückruf-Seite her wieder
in die Sinneskanäle gelangen. Es gibt mehr als ein halbes Hundert verschiedener Wahrnehmungen,
die alle auf einmal aufgezeichnet werden.
WIEDERHERSTELLUNG: Die Wiederherstellung der Fähigkeit eines Menschen, über
seine eigene Existenz zu bestimmen.
ZEHN: Ein Fall, der bis zum Punkt des befreiten Dienstfaksimile fortgeschritten ist.
ZUGÄNGLICHKEIT: Das Ausmass der Bereitschaft, prozessiert zu werden (im technischen
Sinn in dieser neuen Wissenschaft.) Das Ausmass der Bereitschaft, zwischenmenschliche
Beziehungen zu haben (im gesellschaftlichen Sinn). Für das Individuum
selbst bedeutet Zugänglichkeit zu sich selbst, ob es seine vergangenen Erlebnisse und Daten
wieder kontaktieren kann oder nicht. Ein Mensch mit einem „schlechten Gedächtnis“ (zwischengeschalteten
Blockaden zwischen Kontrollzentrum und Faksimiles) hat Erinnerungen,
die ihm nicht zugänglich sind.
Anmerkung
Begriffe und Definitionen in diesem Fachwortverzeichnis werden unverändert gegenüber
dem Original beibehalten.
Manche der Begriffe und ihr Sprachgebrauch sind nicht endgültig. Die Entwicklung,
die vom  im Jahr 1951 zur Vollendung der Tologie im Jahr 1965
durch  führte, hat viele Begriffe weiter definiert und ausgedehnt. Manche
Verwendungsformen sind nur für dieses Buch bestimmt und nicht weiter gebraucht worden.

Zitat
DEFINITIONEN, LOGIKEN UND AXIOME
Hier sind die Definitionen, Logiken und Axiome dieser Wissenschaft. Man sollte im
Gedächtnis behalten, dass diese eigentlich eine Erkenntnislehre bilden, die Wissenschaft vom
Wissen. Sie können gar nicht anders, als eine Vielzahl von Sachgebieten und Wissenschaften
zu umfassen. Sie werden in diesem Band ohne weitere Erläuterungen aufgezählt; es wird sich
aber herausstellen, dass sie sich zum grössten Teil selbst erklären. Es existieren entsprechende
Phänomene, die die Selbstverständlichkeit dieser Definitionen, Postulate, Logiken und
Axiome demonstrieren.
Der erste Abschnitt, die Logiken, unterscheiden sich von den- Axiomen nur insofern,
als sich aus dem System des Denkens, das so bewertet wird, die Axiome selbst ergeben. Das
Wort Logiken soll hier bedeuten: Postulate, die sich auf die organisatorische Struktur der
Gruppierung beziehen.
Die Logiken
LOGIK 1 – WISSEN IST EINE GANZE GRUPPE ODER EIN ABSCHNITT EINER
GRUPPE VON DATEN ODER THEORIEN ODER SCHLUSSFOLGERUNGEN ÜBER
DATEN ODER METHODEN DES GEWINNENS VON DATEN.
LOGIK 2 – EINE SAMMLUNG VON WISSEN IST EINE SAMMLUNG VON DATEN,
GEORDNET ODER UNGEORDNET, ODER VON METHODEN DES GEWINNENS
VON DATEN.
LOGIK3-JEDESWISSEN, DASVON EINER ENTITÄT EMPFUNDEN, GEMESSEN
ODER ERLEBT WERDEN KANN, IST IMSTANDE, DIESE ENTITAT ZU BEEINFLUSSEN.
FOLGESATZ – JENES WISSEN, DAS VON EINER ENTITÄT ODER EINER ART
VON ENTITÄT NICHT EMPFUNDEN, GEMESSEN ODER ERLEBT WERDEN KANN,
ISTNICHTIMSTANDE,DIESEENTITÄTODERDIESEARTVON ENTITÄTZU BEEINFLUSSEN.
LOGIK 4 – EIN DATUM IST EIN FAKSIMILE VON ZUSTÄNDEN DES SEINS
ODER ZUSTÄNDEN DES NICHT-SEINS, VON HANDLUNGEN ODER
NICHT-HANDLUNGEN, VON SCHLUSSFOLGERUNGEN ODER VERMUTUNGEN IM
PHYSIKALISCHEN UNIVERSUM ODER EINEM ANDEREN UNIVERSUM.
LOGIK5-EINEDEFINITION DERBEGRIFFEISTNOTWENDIGFÜRDIEORDNUNG,
FESTSTELLUNG UND LÖSUNG VON VERMUTUNGEN, BEOBACHTUNGEN,
PROBLEMEN UND LÖSUNGEN UND DEREN KOMMUNIKATION.
DEFINITION – BESCHREIBENDE DEFINITION: EINE DEFINITION, DIE ANHAND
VON CHARAKTERISTIKEN EINSTUFT, INDEM SIE EXISTIERENDE SEINSZUSTÄNDE
BESCHREIBT.
DEFINITION – UNTERSCHEIDENDE DEFINITION: EINE DEFINITION, DIE
UNÄHNLICHKEIT MIT EXISTIERENDEN SEINSZUSTÄNDEN ODER ZUSTÄNDEN
DES NICHT-SEINS VERGLEICHT.
DEFINITION -ASSOZIIERENDE DEFINITION: EINE DEFINITION, DIEÄHNLICHKEIT
MIT EXISTIERENDEN SEINSZUSTÄNDEN ODER ZUSTÄNDEN DES
NICHT-SEINS ERKLÄRT.
DEFINITION – DEFINITION DURCH TÄTIGKEIT: EINE DEFINITION, DIE URSACHE
UND POTENTIELLE VERÄNDERUNG VON SEINSZUSTÄNDEN DURCH DIE
URSACHE VON EXISTENZ, NICHT-EXISTENZ, HANDLUNG, NICHT-HANDLUNG,
ZIELSETZUNG ODER FEHLENDE ZIELSETZUNG DARSTELLT.
LOGIK 6 – ABSOLUTES IST UNERREICHBAR
LOGIK7- FÜR DIEAUSWERTUNG VON PROBLEMEN UND DEREN DATEN
SIND GRADIENTENSKALEN ERFORDERLICH.
Das ist das Rüstzeug einer Logik, die sich auf Unendlichkeit bezieht: Absolutes ist unerreichbar.
Begriffe wie Gut und Böse, Tot und Lebendig, Recht und Unrecht werden nur in
Verbindung mit Gradientenskalen verwendet. Auf der Skala von Recht und Unrecht ist alles
oberhalb von Null oder der Mitte mehr und mehr Recht. Es nähert sich unendliches Recht.
Alles unterhalb der Mitte ist mehr und mehr Unrecht. Es nähert sich unendlichem Unrecht.
Alle Dinge, die die Existenz des Überlebenden unterstützen, werden für den Überlebenden
als richtig angesehen. Alle Dinge, die vom Gesichtspunkt des Überlebenden aus die Existenz
beeinträchtigen, können als unrichtig angesehen werden. Je mehr ein Ding die Existenz unterstützt,
desto mehr kann es als richtig für den Überlebenden angesehen werden; je mehr
eine Sache oder eine Handlung die Existenz beeinträchtigt, desto unrichtiger ist sie vom Gesichtspunkt
dessen aus, der überleben möchte.
FOLGESATZ – JEDES DATUM BESITZT NUR EINE RELATIVE WAHRHEIT.
FOLGESATZ – WAHRHEIT STEHT IN RELATION ZU UMGEBUNG, ERFAHRUNG
UND WAHRHEIT.
LOGIK 8 – EIN DATUM KANN NUR ANHAND EINES DATUMS VERGLEICHBARER
GRÖSSE AUSGEWERTET WERDEN.
LOGIK 9 – EIN DATUM IST SO WERTVOLL, WIE ES AUSGEWERTET WORDEN
IST.
LOGIK 10 – DER WERT EINES DATUMS WIRD FESTGELEGT DURCH DAS
AUSMASS AN ORDNUNG (Beziehung), DIE ES ANDEREN DATEN VERLEIHT.
LOGIK 11 – DER WERT EINES DATUMS ODER EINES GEBIETES VON DATEN
KANN DURCH DEN GRAD, IN DEM ES DAS ÜBERLEBEN UNTERSTÜTZT ODER
DAS ÜBERLEBEN BEHINDERT, FESTGELEGT WERDEN.
LOGIK 12 – DER WERT EINES DATUMS ODER EINES GEBIETES VON DATEN
WIRD DURCH DEN GESICHTSPUNKT DES BETRACHTERS MODIFIZIERT.
LOGIK 13 – PROBLEME WERDEN GELÖST, INDEM MAN SIE IN BEREICHE
ÄHNLICHER GRÖSSE ODER ÄHNLICHER DATEN UNTERTEILT, SIE MIT BEREITS
BEKANNTEN ODER TEILWEISE BEKANNTEN DATEN VERGLEICHT, UND JEDEN
BEREICH EINZELN BEREINIGT. DATEN, DIE NICHT UNMITTELBAR GEWUSST
WERDEN KÖNNEN, KANN MAN ANALYSIEREN, INDEM MAN SICH MIT DEM BESCHÄFTIGT,
WAS BEKANNT IST, UNDDIEGEWONNENE LÖSUNGVERWENDET,
UM DEN REST ZU ANALYSIEREN.
LOGIK 14- FAKTOREN, DIE IN EIN PROBLEMODER EINE LÖSUNG EINGEFÜHRT
WERDEN UND SICH NICHT VON NATURGESETZEN, SONDERN VON AUTORITÄREN
BEFEHLEN HERLEITEN, ABERRIEREN DIESES PROBLEM ODER DIESE
LÖSUNG.
LOGIK 15 – DIE EINFÜHRUNG EINER EIGENMÄCHTIGKEIT IN EIN PROBLEM
ODER EINE LÖSUNG FORDERT DIE WEITERE EINFÜHRUNG VON EIGENMÄCHTIGKEITEN
IN PROBLEME UND LÖSUNGEN HERAUS.
LOGIK 16 – EIN ABSTRAKTES POSTULAT MUSS MIT DEM UNIVERSUM
VERGLICHEN WERDEN, FÜR DAS ES GILT, UND IN DIE KATEGORIE VON DINGEN
GEBRACHT WERDEN, DIE IN DIESEM UNIVERSUM EMPFUNDEN, GEMESSEN
ODER ERLEBTWERDEN KÖNNEN, BEVOR EIN SOLCHES POSTULATALS
DURCHFÜHRBAR BETRACHTET WERDEN KANN.
LOGIK 17 – JENE GEBIETE, DIE FÜR IHRE DATEN AM MEISTEN VON AUTORITÄREN
ANSICHTEN ABHÄNGIG SIND, ENTHALTEN DIE WENIGSTEN NATURGESETZE.
LOGIK 18 – EIN POSTULAT IST SO WERTVOLL, WIE ES DURCHFÜHRBAR IST.
LOGIK19- DIE DURCHFÜHRBARKEIT EINES POSTULATESWIRD FESTGELEGT
DURCH DASAUSMASS, INWELCHEM ES EXISTIERENDE PHÄNOMENE ERKLÄRT,
DIE BEREITS BEKANNT SIND; DURCH DAS AUSMASS, IN WELCHEM ES
NEUE PHÄNOMENE VORAUSSAGT, DIE EXISTIEREN UNDGEFUNDEN WERDEN,
WENN MAN DANACH SUCHT; UND DURCH DAS AUSMASS, IN WELCHEM
ES FÜR SEINE ERKLÄRUNG NICHT ERFORDERT, DASS SOLCHE PHÄNOMENE IN
EXISTENZ GERUFEN WERDEN, DIE IN WIRKLICHKEIT NICHT EXISTIEREN.
LOGIK 20 – EINE WISSENSCHAFT KANN ALS GROSSE SAMMLUNG GEORDNETER
DATEN BETRACHTETWERDEN, DIEGLEICHARTIGKEIT IN DERANWENDUNG
BESITZT UND VON GRUNDLEGENDEN POSTULATEN ABGELEITET ODER
HERVORGERUFEN WORDEN IST.
LOGIK 21 – MATHEMATIK BESTEHTAUS METHODEN, DURCH DIE REALE
ODER ABSTRAKTE DATEN IN JEDEM UNIVERSUM POSTULIERT ODER ANALYSIERT
WERDEN. SIE WERDEN DURCH SYMBOLISIERUNG VON DATEN, POSTULATEN
UND LÖSUNGEN EINGEGLIEDERT.
LOGIK 22 – DER MENSCHLICHE VERSTAND* IST EIN BETRACHTER,
POSTULIERER, SCHÖPFER UND SPEICHERRAUM VON WISSEN.
LOGIK 23 – DER MENSCHLICHE VERSTAND IST EIN HILFSMECHANISMUS
FÜR JEDE MATHEMATISCHE WISSENSCHAFT, DIEVOM MENSCHLICHEN
VERSTAND ENTWICKELT ODER VERWENDET WIRD.
POSTULAT – DER MENSCHLICHE VERSTAND UND ERFINDUNGEN DES
MENSCHLICHEN VERSTANDES SIND DAZU IMSTANDE, SÄMTLICHE PROBLEME
ZU LÖSEN, DIE DIREKT ODER INDIREKT EMPFUNDEN, GEMESSEN ODER ERLEBT
WERDEN KÖNNEN.
FOLGESATZ – DER MENSCHLICHE VERSTAND IST DAZU IMSTANDE, DAS
PROBLEM DES MENSCHLICHEN VERSTANDES ZU LÖSEN.
Die Grenzlinie für die Lösungen, die diese Wissenschaft liefern kann, liegt zwischen
den beiden Fragen, warum das Leben fortbesteht, und wie das Leben fortbesteht. Es ist möglich,
die Frage zu beantworten, wie das Leben fortbesteht, ohne die Frage zu analysieren,
warum das Leben fortbesteht.
LOGIK 24 – DER ERFOLG IN DEN PHILOSOPHISCHEN, WISSENSCHAFTLICHEN
UND MENSCHLICHEN STUDIENFÄCHERN (wie etwa Ökonomie, Politik, Soziologie,
Medizin, Kriminologie usw.) HÄNGT IN ERSTER LINIE DAVON AB, DASS DIE
PROBLEME DES MENSCHLICHEN VERSTANDES GELÖST WERDEN.
Anmerkung
Als den grundlegenden Schritt bei der Analyse der allgemeinen Aktivitäten des Menschen
könnte man es ansehen, dass die Aktivitäten des Verstandes selbst analysiert werden.
Die Logiken gehen daher bis zu diesem Punkt und setzen sich dann als Axiome fort, die den
menschlichen Verstand betreffen. Dabei wird durch viele neuentdeckte Phänomene erhärtet,
dass diese Axiome relative Wahrheiten sind. Die folgenden Axiome, von Logik 24 an, gelten
für die verschiedenen „-ologien“ nicht weniger, als sie gelten, wo es um die Entaberrierung
oder Verbesserung der Arbeitsweise des Verstandes geht. Man sollte nicht glauben, dass die
folgenden Axiome der Konstruktion von etwas so Begrenztem wie einer Therapie gewidmet
sind. Die Therapie ist nur eine Begleiterscheinung der Bewältigung menschlicher Aberration
und solcher Dinge wie psychosomatischer Krankheit. Diese Axiome sind imstande, eine solche
Lösung hervorzubringen, wie demonstriert worden ist – aber eine so beschränkte Anwendung
würde für einen sehr beschränkten Gesichtskreis sprechen.
* DermenschlicheVerstandumfasstlautDefinitiondieBewusstseinseinheitdeslebendenOrganismus,
denBetrachter, denBerechnervonDaten,
denGeist,den Gedächtnisspeicher, die Lebenskraft und den individuelleMotiviererdes lebenden Organismus.
Er wird als verschieden vom Gehirn gebraucht; man kann sagen, dass das
Gehirn von ihm motiviert wird.

Zitat
AXIOME
AXIOM 1 – DER URSPRUNG DES LEBENS IST EIN STATIK MIT BESONDEREN,
SPEZIELLEN EIGENSCHAFTEN.
AXIOM 2 – ZUMINDEST EIN TEIL DES STATIK, DAS MAN LEBEN NENNT,
WIR AUF DAS PHYSIKALISCHE UNIVERSUM EIN.
AXI0M3-JENERTEILDESSTATIKDES LEBENS, DER AUF DAS PHYSIKALISCHE
UNIVERSUM EINWIRKT, HAT EIN DYNAMISCHES ZIEL, DAS AUS ÜBERLEBEN
UND NUR AUS ÜBERLEBEN BESTEHT.
AXIOM 4 – DAS PHYSIKALISCHE UNIVERSUM LÄSST SICH REDUZIEREN
AUF DIE BEWEGUNG VON ENERGIE, DIE WÄHREND DER ZEIT IN RAUM WIRKSAM
WIRD.
AXIOM 5 – JENER TEIL DES STATIK DES LEBENS, DER FÜR DIE LEBENDEN
ORGANISMEN DES PHYSIKALISCHEN UNIVERSUMS VON BELANG IST, BESCHÄFTIGT
SICH ZUR GÄNZE MIT BEWEGUNG.
AXIOM 6 – EINE DER EIGENSCHAFTEN, DIE DAS STATIK DES LEBENS BESITZT,
IST DIE FÄHIGKEIT, MATERIE ZU LEBENDEN ORGANISMEN ZU MOBILISIEREN
UND ZU BELEBEN.
AXIOM 7 – DAS STATIK DES LEBENS IST DAMIT BESCHÄFTIGT, DAS PHYSIKALISCHE
UNIVERSUM IN BESITZ ZU NEHMEN.
AXIOM 8- DAS STATIK DES LEBENS NIMMT DAS PHYSIKALISCHE UNIVERSUM
IN BESITZ, INDEM ES DIE NATURGESETZE DES PHYSIKALISCHEN UNIVERSUMS
LERNT UND VERWENDET.
SYMBOL: Das Symbol für das Statik des Lebens, das von jetzt an verwendet wird, ist
der griechische Buchstabe THETA 0.
AXIOM 9 – ES IST EINE DER GRUNDLEGENDEN TÄTIGKEITEN VON THETA
IM ÜBERLEBEN, ORDNUNG IN DAS CHAOS DES PHYSIKALISCHEN UNIVERSUMS
ZU BRINGEN.
AXIOM 10 – THETA BRINGT ORDNUNG IN DAS CHAOS, INDEM ES VON ALLEM
BESITZ ERGREIFT, WAS IM MEST DEM ÜBERLEBEN FÖRDERLICH IST, UND
INDEM ES ALLES ZERSTÖRT, WAS IM MEST DEM ÜBERLEBEN HINDERLICH IST,
ZUMINDEST DURCH DAS HILFSMITTEL VON LEBENDEN ORGANISMEN.
SYMBOL: Das Symbol für das Physikalische Universum, das von jetzt an verwendet
wird, ist MEST, gebildet aus den ersten Buchstaben der Wörter Materie, Energie, Raum
(engl. space) und Zeit (engl. time), oder der griechische Buchstabe PHI ?.
AXIOM 11 – EIN LEBENDER ORGANISMUS WIRD AUS MATERIE UND ENERGIE
IN RAUM UND ZEIT ZUSAMMENGESETZT, BELEBT VON THETA.
SYMBOL: Der lebende Organismus oder lebende Organismen werden von hier an
durch den griechischen Buchstaben LAMBDA X repräsentiert.
AXIOM 12 – DER MEST-TEIL DES ORGANISMUS FOLGT DEN GESETZEN
DER NATURWISSENSCHAFTEN.ALLESLAMBDABESCHÄFTIGTSICH MITBEWEGUNG.
AXIOM 13 – THETA, DAS DURCH LAMBDA OPERIERT, VERWANDELT DIE
KRÄFTE DES PHYSIKALISCHEN UNIVERSUMS IN KRÄFTE, MIT DEREN HILFE ES
DAS PHYSIKALISCHE UNIVERSUM IN BESITZ NIMMT.
AXIOM 14 – THETA, DAS AUF DAS PHYSIKALISCHE UNIVERSUM EINWIRKT,
MUSS EINEN HARMONISCHEN GRAD VON BEWEGUNG AUFRECHTERHALTEN.
Die Grenzen von Lambda sind eng, was sowohl thermale als auch mechanische Bewegung
betrifft.
AXIOM 15 – LAMBDA IST DER ZWISCHENSCHRITT IN DER EROBERUNG
DES PHYSIKALISCHEN UNIVERSUMS.
AXIOM 16 – DIE GRUNDLEGENDE NAHRUNG EINES JEDEN ORGANISMUS
BESTEHT AUS LICHT UND CHEMIKALIEN.
Organismen können nur deshalb auf höheren Ebenen der Kompliziertheit existieren,
weil niedrigere Ebenen von Umwandlern existieren. Theta entwickelt Organismen von niedrigeren
zu höheren Formen und unterstützt sie durch die Existenz von niedrigeren Umwandlerformen.
AXIOM 17 – THETA ERZIELT AUF DEM WEG ÜBER LAMBDA EINE EVOLUTION
VON MEST.
HierhabenwiraufdereinenSeitedieAbfallproduktevonOrganismeninFormdersehr komplexen
Chemikalien, die die Bakterien erzeugen, auf der anderen Seite hingegen das physische
Antlitz der Erde, das von Tieren und Menschen verändert wird. Solche Veränderungen
können durch Gras entstehen, das die Berge vor Erosion bewahrt, oder durch Wurzeln, die
Felsen sprengen; durch Gebäude, die errichtet werden, und aufgestaute Flüsse. Es ist offensichtlich
eine Evolution in MEST unter der Einwirkung von THETA im Gange.
AXIOM 18 – LAMBDA VARIIERT IN SEINER BELEBUNG DURCH THETA,
SELBST INNERHALB EINER ART.
AXIOM 19 – DAS STREBEN VON LAMBDA IST AUF ÜBERLEBEN GERICHTET.
DAS ZIEL VON LAMBDA IST ÜBERLEBEN.
DIE STRAFE FÜR DAS VERSAGEN, AUF DIESES ZIEL HIN VORZURÜCKEN,
IST DAS UNTERLIEGEN.
DEFINITION:AUSDAUER ISTDIE FÄHIGKEIT, EIN GLEICHBLEIBENDES STREBEN.
NACH ÜBERLEBENSZIELEN AUFRECHTZUERHALTEN.
AXIOM 20 – LAMBDA ERSCHAFFT, BEWAHRT, UNTERHÄLT, BENÖTIGT,
ZERSTÖRT, VERÄNDERT, BESETZT, GRUPPIERT UND ZERSTREUT MEST.
LAMBDA ÜBERLEBT, INDEM ES MATERIE UND ENERGIE IN RAUM UND ZEIT
BELEBT UND MOBILISIERT ODER ZESTÖRT.
AXIOM 21 – LAMBDA IST VON OPTIMALER BEWEGUNG ABHÄNGIG. ZU
SCHNELLE BEWEGUNG UND ZU LANGSAME BEWEGUNG WIRKEN GLEICHERMASSEN
GEGEN DAS ÜBERLEBEN.
AXIOM 22 – THETA UND DENKEN SIND ÄHNLICHE ARTEN VON STATIK.
AXIOM 23 – ALLES DENKEN BESCHÄFTIGT SICH MIT BEWEGUNG.
AXIOM 24 – DAS ERREICHEN EINER OPTIMALEN BEWEGUNG IST EINES
DER
GRUNDLEGENDEN ZIELE DER VERNUNFT.
DEFINITION: LAMBDA IST EINE CHEMISCHE WÄRMEMASCHINE, DIE IN RAUM
UND ZEIT EXISTIERT, VOM STATIK DES LEBENS MOTIVIERT UND VOM
DENKEN DIRIGIERT WIRD.
AXIOM 25 – DER GRUNDLEGENDE ZWECK DER VERNUNFT IST DIE
BERECHNUNG ODER EINSCHÄTZUNG VON ANSTRENGUNG.
AXIOM 26 – DENKEN WIRD MIT HILFE VON THETA-FAKSIMILES DES
PHYSIKALISCHEN UNIVERSUMS, VON ENTITÄTEN ODER HANDLUNGEN
VORGENOMMEN.
AXIOM 27 – THETA GIBT SICH NUR MIT HARMONISCHER AKTION ODER
OPTIMALER AKTION ZUFRIEDEN UND WEIST AKTION ODER BEWEGUNG
OBERHALB ODER UNTERHALB SEINES TOLERANZBEREICHES ZURÜCK ODER
ZERSTÖRT SIE.
AXIOM 28 -DER VERSTAND BESCHÄFTIGT SICH ZUR GÄNZE MITDEREINSCHÄTZUNG
VON ANSTRENGUNG.
DEFINITION: DER VERSTAND IST DER THETA-BEFEHLSSTAND EINES JEDEN
ORGANISMUS ODER ALLER ORGANISMEN.
AXIOM 29 – DIE GRUNDLEGENDEN FEHLER DER VERNUNFT BESTEHEN
DARIN, MATERIE,ENERGIE, RAUMUNDZEITFEHLERHAFTZU UNTERSCHEIDEN.
AXI0M30 -RICHTIGKEIT IST DIE RICHTIGE BERECHNUNG VON ANSTRENGUNG.
AXIOM 31 – UNRICHTIGKEIT IST IMMER EINE FEHLBERECHNUNG VON
ANSTRENGUNG.
AXIOM 32 – THETA KANN SICH DIREKT ANSTRENGEN ODER DURCH AUSBREITUNG.
Theta kann den physischen Gebrauch des Körpers in der Umgebung dirigieren, oder
mit Hilfe des Verstandes die Aktion zuerst berechnen, oder, wie im Fall der Sprache, Ideen
ausbreiten.
AXIOM 33 – SCHLUSSFOLGERUNGEN SIND AUF DIE BEHINDERUNG, AUFRECHTERHALTUNG
ODER BESCHLEUNIGUNG VON BESTREBUNGEN GERICHTET.
AXIOM 34 – DER GEMEINSAME NENNER ALLER LEBENDEN ORGANISMEN
IST BEWEGUNG.
AXIOM 35 – DAS STREBEN EINES ORGANISMUS DANACH, ZU ÜBERLEBEN
ODER ZU UNTERLIEGEN, IST PHYSISCHE BEWEGUNG EINES LEBENDEN ORGANISMUS
IN EINEM GEGEBENEN AUGENBLICK DURCH DEN RAUM IN DER ZEIT.
DEFINITION – BEWEGUNG IST JEDE VERÄNDERUNG DER ORIENTIERUNG
IM RAUM.
DEFINITION – KRAFT IST ZIELLOSE BESTREBUNG.
DEFINITION – BESTREBUNG IST GELENKTE KRAFT.
AXIOM 36 – DAS BESTREBEN EINES ORGANISMUS KANN ES SEIN, IN RUHE
ZU VERBLEIBEN ODER IN EINER GEGEBENEN BEWEGUNG ZU VERHARREN.
Ein statischer Zustand hat eine Position in der Zeit, aber ein Organismus, der positionsmässig
in einem statischen Zustand verbleibt, erhält immer noch ein hochkompliziertes
Bewegungsmuster aufrecht, wie etwa den Herzschlag, die Verdauung usw.
Die Versuche von Organismen, zu überleben oder zu unterliegen, werden von den Bestrebungen
anderer Organismen, von Materie, Energie, Raum und Zeit unterstützt, erzwungen
oder bekämpft.
DEFINITION: AUFMERKSAMKEIT IST EINE BEWEGUNG, DIE IM ZUSTAND
OPTIMALER ANSTRENGUNG VERBLEIBEN MUSS.
Aufmerksamkeit wird dadurch aberriert, dass sie gelockert wird und ziellos pendelt,
oder dass sie zu stark fixiert wird, ohne zu pendeln.
Wenn unbekannte Bedrohungen des Überlebens empfunden werden, so lassen sie die
Aufmerksamkeit pendeln, ohne dass sie sich fixieren lässt. Werden bekannte Bedrohungen
des Überlebens empfunden, so fixieren sie die Aufmerksamkeit.
AXIOM37- DASAUSSERSTEZIELVON LAMBDA ISTUNENDLICHES OBERLEBEN.
AXIOM 38 – DER TOD IST DER VORGANG, BEI DEM THETA EINEN LEBENDEN
ORGANISMUS ODER EINE RASSE ODER EINEARTVERLÄSST,WO DIESETHETA
IN SEINEN ZIELEN DES UNENDLICHEN UBERLEBENS NICHT LÄNGER
NÜTZEN KÖNNEN.
AXIOM 39 – DIE BELOHNUNG FÜR EINEN ORGANISMUS, DER SICH MIT
ÜBERLEBENSFÖRDERNDEN HANDLUNGEN BESCHÄFTIGT, IST FREUDE.
AXIOM 40 – DIE STRAFE FÜR EINEN ORGANISMUS, DER ES VERSÄUMT,
SICH MIT ÜBERLEBENSFÖRDERLICHEN HANDLUNGEN ZU BESCHÄFTIGEN,
ODER DER SICH MIT ÜBERLEBENSFEINDLICHEN HANDLUNGEN BESCHÄFTIGT,
IST SCHMERZ.
AXIOM 41 – DIE ZELLE UND DAS VIRUS SIND DIE GRUNDBAUSTEINE VON
LEBENDEN ORGANISMEN.
AXI0M42- DASVIRUS UND DIEZELLE SIND MATERIE UND ENERGIE, IN
RAUM UND ZEIT BELEBT UND MOTIVIERT DURCH THETA.
AXIOM 43 – THETA MOBILISIERT DAS VIRUS UND DIE ZELLE IN KOLONIEARTIGEN
ANSAMMLUNGEN, UM DIE POTENTIELLE BEWEGUNGZUVERMEHREN
UND ANSTRENGUNG ZU LEISTEN.
AXIOM 44 – DAS ZIEL VON VIREN UND ZELLEN IST ÜBERLEBEN IM RAUM
DURCH DIE ZEIT.
AXIOM 45 – DIE GANZE AUFGABE HÖHERER ORGANISMEN, VIREN UND
ZELLEN IST DIE GLEICHE WIE DIE VON VIRUS UND ZELLE.
AXIOM 46 – KOLONIEN VON VIREN UND ZELLEN KÖNNEN VON MEHR
THETA ERFÜLLT SEIN, ALS DIESE VON NATUR AUS ENTHALTEN HABEN.
Die Lebensenergie folgt jeder Gruppe, ob es nun eine Gruppe von Organismen ist oder
eine Gruppe von Zellen, die einen Organismus bilden. Hier haben wir die persönliche Entität,
Individuation usw.
AXI0M47 – LAMBDA KANN NUR DANN ANSTRENGUNG LEISTEN, WENN
SEINE TEILE IN RICHTUNG AUF ZIELE KOORDINIERT WERDEN.
AXIOM 48 – EIN ORGANISMUS IST SO AUSGERÜSTET, DASS ER VON EINEM
VERSTAND GELEITET UND KONTROLLIERT WERDEN KANN.
AXIOM 49 – DER ZWECK DES VERSTANDES IST ES, PROBLEME IM ZUSAMMENHANG
MITDEM ÜBERLEBEN AUFZUSTELLEN UNDZU LÖSEN, SOWIE
DIE BESTREBUNG DES ORGANISMUS DIESEN LÖSUNGEN ENTSPRECHEND ZU
LENKEN.
AXIOM 62 – HÖHERE ORGANISMEN KÖNNEN NUR IN DEM AUSMASS EXISTIEREN,
WIE SIE VON DEN NIEDRIGEREN ORGANISMEN UNTERSTÜTZT WERDEN.
AXIOM 63 – DIE NÜTZLICHKEIT EINES ORGANISMUS WIRD DADURCH BESTIMMT,
WIE ER SEINE BESTREBUNGEN NACH DEM ÜBERLEBEN AUSRICHTET.
AX1I0M64-DERVERSTANDNIMMTALLEDATENDERUMWELTWAHRUNDSPE
ICHERT SIE. ER ORDNET SIE NACH DER ZEIT, WÄHREND DER SIE WAHRGENOMMEN
WORDEN SIND ODER VERSÄUMT, SIE DANACH ZU ORDNEN.
DEFINITION: EINE SCHLUSSFOLGERUNG BESTEHT AUS DEN THETAFAKSIMILES
EINER GRUPPE KOMBINIERTER DATEN.
DEFINITION: EIN DATUM IST EIN THETA-FAKSIMILE VON PHYSIKALISCHER AKTION.
AXIOM 65 – DER VORGANG DES DENKENS IST DIE WAHRNEHMUNG DER
GEGENWART UND IHR VERGLEICH MIT DEN WAHRNEHMUNGEN UND
SCHLUSSFOLGERUNGEN DER VERGANGENHEIT, UM SO DIETÄTIGKEIT IN DER
UNMITTELBAREN ODER FERNEN ZUKUNFT ZU LENKEN.
FOLGESATZ – DER GEGENSTAND DES DENKENS IST ES, WIRKLICHKEITEN
DER VERGANGENHEIT UND GEGENWART ZU BEOBACHTEN, UM WIRKLICHKEITEN
DER ZUKUNFT VORHERZUSAGEN ODER ZU POSTULIEREN.
AXI0M66-DERVORGANG, DURCHWELCHEN DAS LEBEN SEINE EROBERUNG
DES MATERIELLEN UNIVERSUMS BEWERKSTELLIGT, BESTEHT AUS DER
UMWANDLUNG DER POTENTIELLEN ANSTRENGUNG VON MATERIE UND
ENERGIE IN RAUM UND DURCH DIE ZEIT, UM DAMIT DIE UMWANDLUNG VON
WEITERER MATERIE UND ENERGIE IM RAUM UND DURCH DIE ZEIT ZU ERREICHEN.
AXIOM 67 – THETA BEINHALTET SEINE EIGENE BESTREBUNG AUS DEM
THETA-UNIVERSUM, DIE IN MEST-BESTREBUNG ÜBERTRAGEN WIRD.
AXIOM 68 – DIE EINZIGE EIGENMÄCHTIGKEIT IN JEDEM ORGANISMUS IST
DIE ZEIT.
AXIOM 69 – WAHRNEHMUNGEN UND BESTREBUNGEN DES PHYSIKALISCHEN
UNIVERSUMSWERDEN VON EINEM ORGANISMUS IN FORMVON KRAFTWELLEN
EMPFANGEN. MITHILFE VON FAKSIMILESWERDEN SIE IN THETA UMGEWANDELT
UND SO GESPEICHERT.
DEFINITION: RANDOMITY IST FEHLERHAFTE AUSRICHTUNG DER INNEREN
ODER ÄUSSEREN ANSTRENGUNGEN EINES ORGANISMUS. SIE ENTSTEHT
DURCH ANDERE LEBENSFORMEN ODER DAS MATERIELLE UNIVERSUM UND
WIRD DEM PHYSISCHEN ORGANISMUS DURCH GEGENANSTRENGUNGEN IN
DER UMWELT AUFGEBÜRDET.
AXIOM 70 – JEDER ZYKLUS EINES LEBENDEN ORGANISMUS BEWEGT SICH
VOM STATIK ZUR BEWEGUNG UND WIEDER ZURÜCK ZUM STATIK.
AXIOM 71 – DER ZYKLUS DER RANDOMITY GEHT VOM STATIK AUS, BEWEGT
SICH DURCH OPTIMUM UND DANN DURCH RANDOMITY, UNDZWAR
GENÜGEND OFT ODER GENÜGEND ÄHNLICH, UM WIEDER EIN STATIK ZU BILDEN.
AXIOM 72 – ES GIBT ZWEI UNTERTEILUNGEN VON RANDOMITY: DATENRANDOMITY
UND KRÄFTE-RANDOMITYAXIOM
73 – DIE DREI STUFEN VON RANDOMITY BESTEHEN AUS MINUSRANDOMITY,
OPTIMUM-RANDOMITY UND PLUS-RANDOMITY.
DEFINITION: RANDOMITY IST EIN BESTANDTEIL UND NOTWENDIGER
TEIL VON BEWEGUNG, WENN BEWEGUNG FORTBESTEHEN SOLL.
AXIOM 74 – OPTIMUM-RANDOMITY IST NOTWENDIG FUR DAS LERNEN.
AXIOM 75 – DIE WESENTLICHEN FAKTOREN IN JEDEM BEREICH VON RANDOMITY
SIND ANSTRENGUNG UND GEGENANSTRENGUNG. (Anmerkung: Zum
Unterschied von Fast-Wahrnehmungen von Anstrengung.)
AXIOM 76 – RANDOMITY UNTER ORGANISMEN IST LEBENSNOTWENDIG
FÜR DAS BESTÄNDIGE ÜBERLEBEN ALLER ORGANISMEN.
AXIOM 77 – THETA BEEINFLUSST DEN ORGANISMUS, ANDERE ORGANISMEN
UND DAS PHYSIKALISCHE UNIVERSUM, INDEM ES THETA-FAKSIMILES IN
PHYSISCHE BESTREBUNGEN ODER RANDOMITY VON BESTREBUNGEN UMSETZT.
DEFINITION: DAS AUSMASS DER RANDOMITY WIRD BESTIMMT DURCH
DIE ZIELLOSIGKEIT VON ANSTRENGUNGSVEKTOREN INNERHALB DES ORGANISMUS,
UNTER ORGANISMEN, UNTER RASSEN ODER ARTEN VON ORGANISMEN
ODER ZWISCHEN ORGANISMEN UND DEM PHYSIKALISCHEN UNIVERSUM.
AXI0M78-RANDOMITYWIRDINTENSIVIMUMGEKEHRTENVERHÄLTNISZUR
ZEIT, IN WELCHER SIE AUFTRITT, MODIFIZIERT DURCH DIE GESAMTE ANSTRENGUNG
IN JENEM BEREICH.
AXIOM 79 – ANFÄNGLICHE RANDOMITY KANN DURCH RANDOMITY VON
GRÖSSEREM ODER KLEINEREM AUSMASS VERSTÄRKT WERDEN.
AXIOM 80 – BEREICHE VON RANDOMITY EXISTIEREN IN KETTEN VON
ÄHNLICHKEIT, DARGESTELLT IM VERGLEICH MIT DER ZEIT. DAS KANN AUF
WÖRTER UND AKTIONEN ZUTREFFEN, DIE IN RANDOMITIES ENTHALTEN SIND.
ALLE VON IHNEN KÖNNEN EIGENE KETTEN HABEN, DIE IM VERGLEICH
MIT DER ZEIT DARGESTELLT SIND.
AXIOM 81 – GEISTIGE GESUNDHEIT BESTEHT AUS OPTIMUM-
RANDOMITY.-
AXIOM 82 – ABERRATION BESTEHT IN JENEM AUSMASS, WIE PLUS- ODER
MINUS-RANDOMITY IN DER UMWELT ODER IN DEN VERGANGENEN DATEN
EINES ORGANISMUS, EINER GRUPPE ODER ART EXISTIERT. SIE WIRD MODIFIZIERT
DURCH DIE SELBSTBESTIMMUNG, DIE DIESEM ORGANISMUS, DIESER
GRUPPE ODER ART EIGNET.
AXIOM 83 – DIE SELBSTBESTIMMUNG EINES ORGANISMUS WIRD DURCH
DIE MENGE AN THETA BESTIMMT, MIT DEM ER AUSGESTATTET IST, MODIFIZIERT
DURCH MINUS- ODER PLUS-RANDOMITY IN SEINER UMWELT ODER SEINER
EXISTENZ.
AXIOM 84 – DIE SELBSTBESTIMMUNG EINES ORGANISMUS WIRD DURCH
DIE OPTIMUM-RANDOMITY VON GEGEN-BESTREBUNGEN ERHÖHT.
AXIOM 85 – DIE SELBSTBESTIMMUNG EINES ORGANISMUS WIRD DURCH
DIE PLUS-ODER MINUS-RANDOMITYVON GEGEN-BESTREBUNGEN IN DER
UMWELT VERRINGERT.
AXIOM 86 – RANDOMITY ENTHÄLTSOWOHL DIE ZIELLOSIGKEITVON BESTREBUNGEN
ALS AUCH DAS AUSMASS VON BESTREBUNGEN. (Anmerkung: EIN
BEREICH VON RANDOMITY KANN EINE GROSSE MENGE VON VERWIRRUNG
BEINHALTEN, ABER OHNE ENERGIE-INHALT KANN DIE VERWIRRUNG SELBST
VERNACHLÄSSIGT WERDEN.)
AXIOM 87 – FÜR EINEN ORGANISMUS IST JENE GEGEN-BESTREBUNG AM
EHESTEN ZU AKZEPTIEREN, DIE DAS ERREICHEN SEINER ZIELE AM MEISTEN
ZU UNTERSTÜTZEN SCHEINT.
AXIOM 88 – EIN BEREICH VON SCHWERER PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITY KANN DATEN ÜBER ALLE THEMEN DIESER PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITY ABSPERREN,
DIEZUEINERFRÜHERENZEITSTATTGEFUNDENHAT. (Anmerkung: Absperrmechanismen
von früheren Leben, Wahrnehmungen, speziellen Erlebnissen usw.)
AXI0M89-RESTIMULATIONVONPLUS-,MINUS-ODEROPTIMUM-RANDOMITY
KANNIMORGANISMUSJENACHDEMERHÖHTEPLUS-,MINUS-ODEROPTIMUMRANDOMITY
HERVORRUFEN.
AXIOM 90 – EIN BEREICH VON RANDOMITY KANN EINE GENÜGENDE
GRÖSSE ERREICHEN, UM DEM ORGANISMUS, ENTSPRECHEND SEINEN ZIELEN,
ALS SCHMERZ ZU ERSCHEINEN.
AXIOM 91 – VERGANGENE RANDOMITY KANN SICH DEM GEGENWARTIGEN
ORGANISMUS IN FORM VON THETA-FAKSIMILES AUFBURDEN.
ALLE VON IHNEN KÖNNEN EIGENE KETTEN HABEN, DIE IM VERGLEICH
MIT DER ZEIT DARGESTELLT SIND.
AXIOM 81 – GEISTIGE GESUNDHEIT BESTEHT AUS OPTIMUM-
RANDOMITY..
AXIOM 82 – ABERRATION BESTEHT IN JENEM AUSMASS, WIE PLUS- ODER
MINUS-RANDOMITY IN DER UMWELT ODER IN DEN VERGANGENEN DATEN
EINES ORGANISMUS, EINER GRUPPE ODER ART EXISTIERT. SIE WIRD MODIFIZIERT
DURCH DIE SELBSTBESTIMMUNG, DIE DIESEM ORGANISMUS, DIESER
GRUPPE ODER ART EIGNET.
AXIOM 83 – DIE SELBSTBESTIMMUNG EINES ORGANISMUS WIRD DURCH
DIE MENGE AN THETA BESTIMMT, MIT DEM ER AUSGESTATTET IST, MODIFIZIERT
DURCH MINUS- ODER PLUS-RANDOMITY IN SEINER UMWELT ODER SEINER
EXISTENZ.
AXIOM 84 – DIE SELBSTBESTIMMUNG EINES ORGANISMUS WIRD DURCH
DIE OPTIMUM-RANDOMITY VON GEGEN-BESTREBUNGEN ERHÖHT.
AXIOM 85 – DIE SELBSTBESTIMMUNG EINES ORGANISMUS WIRD DURCH
DIE PLUS-ODER MINUS-RANDOMITYVON GEGEN-BESTREBUNGEN IN DER
UMWELT VERRINGERT.
AXIOM 86 – RANDOMITY ENTHÄLTSOWOHL DIE ZIELLOSIGKEITVON BESTREBUNGEN
ALS AUCH DAS AUSMASS VON BESTREBUNGEN. (Anmerkung: EIN
BEREICH VON RANDOMITY KANN EINE GROSSE MENGE VON VERWIRRUNG
BEINHALTEN, ABER OHNE ENERGIE-INHALT KANN DIE VERWIRRUNG SELBST
VERNACHLÄSSIGT WERDEN.)
AXIOM 87 – FÜR EINEN ORGANISMUS IST JENE GEGEN-BESTREBUNG AM
EHESTEN ZU AKZEPTIEREN, DIE DAS ERREICHEN SEINER ZIELE AM MEISTEN
ZU UNTERSTÜTZEN SCHEINT.
AXIOM 88 – EIN BEREICH VON SCHWERER PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITY KANN DATEN ÜBER ALLE THEMEN DIESER PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITY ABSPERREN,
DIEZUEINERFRÜHERENZEITSTATTGEFUNDENHAT. (Anmerkung: Absperrmechanismen
von früheren Leben, Wahrnehmungen, speziellen Erlebnissen usw.)
AXI0M89-RESTIMULATIONVONPLUS-,MINUS-ODEROPTIMUM-RANDOMITY
KANNIMORGANISMUSJENACHDEMERHÖHTEPLUS-,MINUS-ODEROPTIMUMRANDOMITY
HERVORRUFEN.
AXIOM 90 – EIN BEREICH VON RANDOMITY KANN EINE GENÜGENDE
GRÖSSE ERREICHEN, UM DEM ORGANISMUS, ENTSPRECHEND SEINEN ZIELEN,
ALS SCHMERZ ZU ERSCHEINEN.
AXIOM 91 – VERGANGENE RANDOMITY KANN SICH DEM GEGENWÄRTIGEN
ORGANISMUS IN FORM VON THETA-FAKSIMILES AUFBURDEN.
AXIOM 92 – DAS ENGRAMM IST EIN SCHWERER BEREICH VON PLUSODER
MINUS-RANDOMITY VON GENÜGENDEM AUSMASS, UM BEWUSSTLOSIGKEIT
HERVORZURUFEN.
AXIOM 93 – BEWUSSTLOSIGKEIT IST EIN ÜBERMASS VON RANDOMITY,
HERVORGEBRACHT DURCH EINE GEGEN-BESTREBUNG VON GENÜGENDER
KRAFT, UM DAS BEWUSSTSEIN UND DIE DIREKTE FUNKTION DES ORGANISMUS
DURCH DAS KONTROLLZENTRUM DES VERSTANDES ZU VERDUNKELN.
AXIOM 94 – JEDE GEGEN-BESTREBUNG, DIE DIE KONTROLLE DES
ORGANISMUS ÜBER SICH SELBST ODER SEINE UMWELT IN UNORDNUNG
BRINGT, ERZEUGT PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY ODER IST, WENN VON GENÜGENDER
GRÖSSE, EIN ENGRAMM.
AXIOM 95 – VERGANGENE ENGRAMME WERDEN DADURCH RESTIMULIERT,
DASS DAS KONTROLLZENTRUM IN DERGEGENWARTIGEN UMWELTUMSTANDE
WAHRNIMMT, DIE DIESEM ENGRAMM ÄHNLICH SIND.
AXIOM 96 – EIN ENGRAMM IST EIN THETA-FAKSIMILE VON ATOMEN UND
MOLEKOLEN, DIE FEHLERHAFT AUSGERICHTET SIND.
AXIOM 97 – ENGRAMME LEGEN DAS EMOTIONELLE ANSPRECHEN ALS
JENES
EMOTIONELLE ANSPRECHEN DES ORGANISMUS FEST, DAS WÄHREND
DES EMPFANGS VON GEGEN-BESTREBUNG BESTANDEN HAT.
AXIOM 98 – FREIES EMOTIONELLES ANSPRECHEN IST VON OPTIMUMRANDOMITY
ABHÄNGIG. ES IST VON DER ABWESENHEIT ODER DER
NICHTRESTIMULATION VON ENGRAMMEN ABHÄNGIG.
AXIOM 99 – THETA-FAKSIMILES KÖNNEN FRISCH KOMBINIERT WERDEN,
SO
DASS NEUE SYMBOLE ENTSTEHEN.
AXIOM 100 – SPRACHE IST DIE SYMBOLISIERUNG VON ANSTRENGUNG.
AXIOM 101 – DIE SPRACHE IST IN IHRER KRAFT ABHÄNGIG VON DERART,
DIE IHRE DEFINITION BEGLEITET HAT. (Anmerkung: Gegenanstrengung, nicht Sprache,
wirkt aberrierend.)
AXIOM 102 – DIE UMWELT KANN DIE ZENTRALE KONTROLLE EINES JEDEN
MECHANISMUS ABSPERREN UND DIE KONTROLLE ÜBER DIE MOTORISCHEN
KONTROLLEN DIESES ORGANISMUS ÜBERNEHMEN. (Engramm, Restimulation,
Locks, Hypnose.)
AXIOM 1103- INTELLIGENZ HÄNGTVON DER FÄHIGKEITAB, GEORDNETE
UND
FEHLERHAFT GEORDNETE DATEN AUS EINEM BEREICH VON RANDOMITY
AUSZUSONDERN UND SO EINE LÖSUNG ZU FINDEN, MIT DEREN HILFE SICH
DIE GESAMTE RANDOMITY IN DIESEM BEREICH VERRINGERN LÄSST.
AXIOM 104 – AUSDAUER BESTEHTAUS DER FÄHIGKEIT DES VERSTANDES,
LÖSUNGEN UMZUSETZEN IN PHYSIKALISCHE AKTION IN RICHTUNG AUF DIE
VERWIRKLICHUNG VON ZIELEN.
AXIOM 105 – EIN UNBEKANNTES DATUM KANN DATEN VON PLUS- ODER
MINUS-RANDOMITY ERZEUGEN.
AXIOM 106 – DIE EINFÜHRUNG EINES EIGENMÄCHTIGEN FAKTORS ODER
VON KRAFT OHNE BEZIEHUNG ZU DEN NATURGESETZEN DES KÖRPERS ODER
DES BEREICHES, IN DEN DIE EIGENMÄCHTIGKEIT EINGEFÜHRTWIRD, ERZEUGT
PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY.
AXIOM 107 – DATEN VON PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY HÄNGEN IN
BEZUG AUF IHRE VERWIRRUNG VON FRÜHERER PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITY ODER FRÜHEREN FEHLENDEN DATEN AB.
AXIOM 1108- BESTREBUNGEN, DIE DURCH BESTREBUNGEN VON AUSSERHALB
BEHINDERTODER ERZWUNGENWERDEN, ERZEUGEN EINE
PLUS-ODER MINUSRANDOMITY VON BESTREBUNGEN.
AXIOM 109 – DAS VERHALTEN WIRD MODIFIZIERT DURCH GEGEN-
BESTREBUNGEN, DIE AUF DEN ORGANISMUS EINGEWIRKT HABEN.
AXIOM 110 – DIE BESTANDTEILE VON THETA SIND AFFINITÄT, REALITÄT
UND KOMMUNIKATION.
AXIOM 111 – SELBSTBESTIMMUNG BESTEHT AUS MAXIMALER AFFINITÄT,
REALITÄT UND KOMMUNIKATION.
AXIOM 112 – AFFINITAT IST DIE KOHASION VON THETA.
Affinität manifestiert sich unter Organismen durch das Erkennen der Ähnlichkeit von
Bestrebungen und Zielen bei bestimmten Organismen.
AXIOM 113 – REALITÄT IST DIE ÜBEREINSTIMMUNG ÜBER WAHRNEHMUNGEN
UND DATEN IM PHYSIKALISCHEN UNIVERSUM.
Alles, von dem wir sicher sein können, dass es wirklich ist, ist das, von dem wir übereingestimmt
haben, dass es wirklich ist. Übereinstimmung ist die Substanz von Realität.
AXIOM 114 – KOMMUNIKATION IST DER AUSTAUSCH VON WAHRNEHMUNGEN
ZWISCHEN ORGANISMEN DURCH DAS MATERIELLE UNIVERSUM
HINDURCH, ODER DIE WAHRNEHMUNG DES MATERIELLEN UNIVERSUMS MIT
HILFE VON SINNESKANÄLEN.
AXIOM 115 – SELBSTBESTIMMUNG IST DIE KONTROLLE DES ORGANISMUS
DURCH THETA.
AXIOM 116 – EINE SELBSTBESTIMMTE BESTREBUNG IST JENE GEGENBESTREBUNG,
DIE DER ORGANISMUS IN DER VERGANGENHEIT EMPFANGEN
HAT, UND DIE IN DEN ORGANISMUS INTEGRIERT WORDEN IST, DAMIT ER BEWUSST
VON IHR GEBRAUCH MACHEN KANN.
AXIOM 117 – DIE BESTANDTEILE VON SELBSTBESTIMMUNG SIND AFFINITÄT,
KOMMUNIKATION UND REALITÄT.
Selbstbestimmung zeigt sich entlang jeder Dynamik.
AXIOM 118 – EIN ORGANISMUS KANN NICHT ABERRIERT WERDEN, WENN
ER DIESER ABERRATION NICHT ZUGESTIMMT HAT, WENN ER SICH NICHT MIT
EINER FÜLLE VON ABERRATION IN KOMMUNIKATION BEFUNDEN HAT UND
WENN ER NICHT AFFINITÄT FÜR DEN ABERRIERER EMPFUNDEN HAT.
AXIOM 1119- ÜBEREINSTIMMUNG MITJEGLICHEM ÜBERLEBENSFEINDLICHEN
ODER -FREUNDLICHEN URSPRUNG POSTULIERT EINE NEUE REALITÄT
FÜR DEN ORGANISMUS.
AXIOM 120 – ÜBERLEBENSFEINDLICHE ABLÄUFE, GEDANKEN UND HANDLUNGEN
FORDERN NICHT-OPTIMALES STREBEN.
AXIOM 121 – JEDEM GEDANKEN IST PHYSISCHE HANDLUNG VORAUSGEGANGEN.
AXIOM 122 – DER VERSTAND TUT MIT GEDANKEN, WAS ER MIT ENTITÄ-
TEN IM PHYSIKALISCHEN UNIVERSUM GETAN HAT.
AXIOM 123 – JEDE ANSTRENGUNG, DIE MIT SCHMERZ ZUSAMMENHÄNGT,
HÄNGT MIT VERLUST ZUSAMMEN.
Organismen halten Schmerz und Engramme bei sich fest als ein latentes Bestreben, den
Verlust eines Teils des Organismus zu verhindern. Jeder Verlust ist ein Verlust an Bewegung.
AXIOM 124 – DIE MENGE AN GEGENANSTRENGUNG, DIE DER ORGANISMUS
ÜBERWINDEN KANN, IST PROPORTIONAL ZU DER MENGE AN THETA, DIE
DER ORGANISMUS BESITZT, MODIFIZIERT DURCH DIE KÖRPERLICHE BESCHAFFENHEIT
DIESES ORGANISMUS.
AXIOM 1125- ÜBERGROSSEGEGENANSTRENGUNG GEGEN DIEBESTREBUNG
EINES LEBENDEN ORGANISMUS ERZEUGT BEWUSSTLOSIGKEIT.
FOLGESATZ: BEWUSSTLOSIGKEIT FÜHRT ZUR UNTERDRÜCKUNG DES
KONTROLLZENTRUMS EINES ORGANISMUS DURCH GEGENANSTRENGUNG.
DEFINITION: DAS KONTROLLZENTRUM DES ORGANISMUS KANN DEFINIERT
WERDEN ALS DER KONTAKTPUNKT ZWISCHEN THETA UND DEM PHYSIKALISCHEN
UNIVERSUM. ER IST JENES ZENTRUM, DAS SICH DESSEN BEWUSST IST,
DASS ES BEWUSST IST, UND DAS DIE LEITUNG UND VERANTWORTUNG
FÜR DEN ORGANISMUS ENTLANG ALL SEINER DYNAMIKEN HAT.
AXIOM 126 – WAHRNEHMUNGEN WERDEN IM KONTROLLZENTRUM EINES
ORGANISMUS IMMER EMPFANGEN, OB DAS KONTROLLZENTRUM NUN ZUR
BETREFFENDENZEITDIEKONTROLLEÜBERDENORGANISMUSAUSOBTODER
NICHT.
Das ist eine Erklärung für das Annehmen von Valenzen.
AXI0M127-ALLEWAHRNEHMUNGEN,DIEDIESINNESKANÄLEDESORGANISMUS
ERREICHEN, WERDEN DURCH THETA-FAKSIMILES AUFGEZEICHNET UND
GESPEICHERT.
DEFINITION: WAHRNEHMUNG IST DER VERLAUF DES AUFZEICHNENS
VON DATEN AUS DEM PHYSIKALISCHEN UNIVERSUM UND DEREN SPEICHERUNG
ALS THETA-FAKSIMILES.
DEFINITION: RÜCKRUF IST DER VORGANG DES ZURÜCKGEWINNENS VON
WAHRNEHMUNGEN.
AXIOM 128 – JEDER ORGANISMUS KANN ALLES ZURUCKRUFEN, WAS ER
WAHRGENOMMEN HAT.
AXIOM 129 – EIN ORGANISMUS, DER DURCH PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITY AUS DEM GLEICHGEWICHT GEBRACHT WORDEN IST, BEFINDET
SICH DANACH IN EINER ENTFERNUNG VON DEM ZENTRUM, DAS DIE
WAHRNEHMUNGEN AUFZEICHNET.
Erhöhte Entfernung führt zur Absperrung von Wahrnehmungen. Man kann Dinge in
der Gegenwart wahrnehmen und dann, weil sie aufgezeichnet werden, nachdem sie die Theta-
Wahrnehmung der Bewusstseinseinheit passiert haben, werden sie aufgezeichnet, können
aber nicht zurückgerufen werden.
AXIOM 130 – THETA FAKSIMILES VON GEGEN-BESTREBUNGEN SIND ALLES,
WAS ZWISCHEN DEM KONTROLLZENTRUM UND SEINEM RÜCKRUF
STEHT.
AXIOM 131 – JEDE GEGENANSTRENGUNG, DIE EIN KONTROLLZENTRUM
ERLEBT, WIRD IMMER VON ALLEN WAHRNEHMUNGEN BEGLEITET.
AXIOM 132 – DIE ZUFÄLLIGEN GEGEN-BESTREBUNGEN GEGEN EINEN
ORGANISMUS UND DIE DAMIT VERBUNDENEN WAHRNEHMUNGEN IN DER
RANDOMITYKÖNNEN DIESE KRAFTWIEDER AUF EINEN ORGANISMUS AUSÜBEN,
WENN SIE RESTIMULIERT WERDEN.
DEFINITION: RESTIMULATION IST DIE NEUERLICHE AKTIVIERUNG EINER
VERGANGENEN GEGEN-BESTREBUNG, INDEM IN DER UMWELT DES ORGANISMUS
ETWAS ERSCHEINT, DAS DEM INHALT DES VERGANGENEN BEREICHS
VON RANDOMITY ÄHNLICH IST.
AXIOM 133 – SELBSTBESTIMMUNG ALLEIN BRINGT DEN MECHANISMUS
DER RESTIMULATION HERVOR.
AXIOM 134 – EIN NEUERLICH AKTIVIERTER BEREICH DER VERGANGENEN
RANDOMITY ZWINGT DEM ORGANISMUS DIE ANSTRENGUNG UND DIE WAHRNEHMUNGEN
AUF.
AXIOM 135 – DIE AKTIVIERUNG EINES BEREICHS VON RANDOMITY WIRD
ZUERST DURCH DIE WAHRNEHMUNGEN ERREICHT, DANN DURCH DEN
SCHMERZ UND ZULETZT DURCH DIE ANSTRENGUNG.
AXIOM 136 – DER VERSTAND IST DAZU IMSTANDE, ALLE ANSTRENGUNGEN
UND GEGENANSTRENGUNGEN PLASTISCH AUFZUZEICHNEN.
AXIOM 137 – EINE GEGENANSTRENGUNG, DIE VON GENÜGENDER WILLKÜRLICHER
KRAFT BEGLEITET IST, PRÄGT DEM VERSTAND DES ORGANISMUS
DAS FAKSIMILE DER PERSÖNLICHKEIT EIN, DIE DIE GEGENANSTRENGUNG UNTERNIMMT.
AXIOM 138 – ABERRATION IST DAS AUSMASS AN ZURÜCKBLEIBENDER
PLUSODER MINUS-RANDOMITY, DIE SICH DURCH DAS AUFZWINGEN, BEHINDERN
ODER UNERWÜNSCHTE UNTERSTÜTZEN VON BESTREBUNGEN ANSAMMELT,
UND ZWAR ENTWEDER DURCH ANDERE ORGANISMEN ODER DURCH
DAS PHYSIKALISCHE (MATERIELLE) UNIVERSUM.
Aberration wird durch jene Dinge verursacht, die dem Individuum zugefügt werden,
nicht durch die Dinge, die es selbst tut, zusammen mit seiner Selbstbestimmung in bezug auf
die Dinge, die ihm zugefügt worden sind.
AXIOM 139 – ABERRIERTES VERHALTEN BESTEHT AUS DESTRUKTIVEM
BESTREBEN GEGEN ÜBERLEBENSFÖRDERLICHE DATEN ODER ENTITÄ-
TEN AUFJEDER DYNAMIK, ODER AUS STREBEN NACH DEM ÜBERLEBEN VON
ÜBERLEBENSFEINDLICHEN DATEN ODER ENTITÄTEN FÜR JEDE DYNAMIK.
AXIOM 140 – EINE VALENZ IST EINE FAKSIMILE-PERSÖNLICHKEIT, DIE
ZUR KRAFTAUSÜBUNG BEFÄHIGT WORDEN IST, UND ZWAR DURCH DIE GEGENANSTRENGUNG
DESAUGENBLICKS, IN DEM DIE PLUS-ODER MINUS-
RANDOMITY VON BEWUSSTLOSIGKEIT ERLEBT WORDEN IST.
Valenzen können auf den Organismus unterstützend, zwingend oder behindern wirken.
EIN KONTROLLZENTRUM IST KEINE VALENZ.
AXIOM 141 – DAS BESTREBEN EINES KONTROLLZENTRUMS WIRD DURCH
DEFINITIVEN RAUM AUF EIN ZIELALS EIN ANERKANNTES GESCHEHNIS IN DER
ZEIT GERICHTET.
AXIOM 142 – EIN ORGANISMUS IST KÖRPERLICH UND GEISTIG SO GESUND,
WIE ER SELBSTBESTIMMT IST.
Die Kontrolle der motorischen Kontrollen des Organismus durch die Umwelt blockiert
die Fähigkeit des Organismus, sich zusammen mit der sich verändernden Umwelt zu verändern,
da der Organismus versuchen wird, weiterhin mit einem bestimmten Satz von Reaktionen
zu arbeiten, während es nötig wäre, dass er selbstbestimmt einen anderen Satz von Reaktionen
hervorbringt, um in einer anderen Umwelt überleben zu können.
AXIOM 143 – ALLES LERNEN WIRD DURCH BELIEBIGE BESTREBUNGEN ERREICHT.
AXI0M144- EINEGEGEN-BESTREBUNG, DIEGENÜGEND PLUS-ODERMINUSRANDOMITY
ERZEUGT, UM AUFGEZEICHNET ZU WERDEN, WIRD MIT EINER IN
SOLCHEM AUSMASS VERBORGENEN KENNZEICHNUNG FÜR RAUM UND ZEIT
AUFGEZEICHNET, WIE DER REST IHRES INHALTS VERBORGEN IST.
AXIOM 1145- EINEGEGEN-BESTREBUNG, DIEGENÜGEND PLUS-ODER MINUSRANDOMITY
ERZEUGT, BEEINFLUSST, WENN SIE DURCH RESTIMULATION
AKTIVIERT WIRD, DIE UMWELT ODER DEN ORGANISMUS OHNE BEZUGNAHME
AUF RAUM UND ZEIT, AUSGENOMMEN REAKTIVIERTE WAHRNEHMUNGEN.
AXIOM 146 – GEGEN-BESTREBUNGEN WERDEN AUS DEM ORGANISMUS
HINAUSGEWIESEN, BISSIE DURCH DIE UMGEBUNG NOCH ZIELLOSER GEMACHT
WERDEN. ZU DIESEM ZEITPUNKT WERDEN SIE GEGENÜBER DEM
KONTROLLZENTRUM ABERMALS AKTIV.
AXIOM 147 – DER VERSTAND EINES ORGANISMUS KANN GEGEN-
BESTREBUNGEN NUR SO LANGE WIRKSAM VERWENDEN, WIE NICHT GENÜGEND
PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY VORHANDEN IST, UM DIE UNTERSCHEIDUNG
DER GESCHAFFENEN FAKSIMILES ZU VERDECKEN.
AXIOM 148 – DIE LEBENSENERGIE LERNT NATURGESETZE NUR DURCH
DAS AUFEINANDERTREFFEN MIT DEM PHYSIKALISCHEN UNIVERSUM, DAS
RANDOMITY ERZEUGT, UND DURCH EINEN RUCKZUG VON DIESEM AUFEINANDERTREFFEN.
AXIOM 149 – LEBEN HÄNGT, WENN ES ÜBERLEBEN WILL, VON EINER
AUSRICHTUNG VON KRAFTVEKTOREN IN DIE RICHTUNG VON ÜBERLEBEN AB,
UND VON DER AUFHEBUNG VON KRAFTVEKTOREN IN DIE RICHTUNG VON
UNTERLIEGEN.
FOLGESATZ – LEBEN HÄNGT, WENN ES UNTERLIEGEN WILL, VON EINER
AUSRICHTUNG VON KRAFTVEKTOREN IN DIE RICHTUNG VON UNTERLIEGEN
AB, UND VON DER AUFHEBUNG VON KRAFTVEKTOREN IN DIE RICHTUNG VON
ÜBERLEBEN.
AXIOM 150 – JEDER BEREICH VON RANDOMITÄT SAMMELT SITUATIONEN
UM SICH, DIE ÄHNLICHER NATUR SIND, JEDOCH KEINE ECHTEN ANSTRENGUNGEN
ENTHALTEN, SONDERN NUR WAHRNEHMUNG.
AXIOM 151 – OB EIN ORGANISMUS ÜBERLEBEN ZUM ZIEL HAT ODER UNTERLIEGEN,
HÄNGTVON DER MENGE VON PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY
AB, DIE ER REAKTIVIERT HAT. (NICHT VON DER ÜBRIGEN.)
AXIOM 152 – ÜBERLEBEN WIRD NUR DURCH BEWEGUNG ERREICHT.
AXIOM 153 – IM PHYSIKALISCHEN UNIVERSUM IST DIE ABWESENHEIT
VON BEWEGUNG GLEICHBEDEUTEND MIT VERSCHWINDEN.
AXIOM 154 – DER TOD IST FÜR DAS LEBEN ÄQUIVALENT MIT VÖLLIGEM
FEHLEN VON DURCH DAS LEBEN MOTIVIERTER BEWEGUNG.
AXIOM 155 – DER ERWERB VON ÜBERLEBENSFÖRDERLICHER MATERIE
UND ENERGIE ODER ÜBERLEBENSFÖRDERLICHEN ORGANISMEN IN RAUM
UND ZEIT BEDEUTET VERMEHRTE BEWEGUNG.
AXIOM 156 – DER VERLUST VON ÜBERLEBENSFÖRDERLICHER MATERIE
UND ENERGIE ODER VON UBERLEBENSFORDERLICHEN ORGANISMEN IN
RAUM UND ZEIT BEDEUTET VERMINDERTE BEWEGUNG.
AXIOM 157 – DER ERWERB ODER DIE NÄHE VON MATERIE, ENERGIE
ODER ORGANISMEN, DIE DAS ÜBERLEBEN EINES ORGANISMUS UNTERSTÜTZEN,
VERGROSSERN DIE UBERLEBENSFAHIGKEIT EINES ORGANISMUS.
AXIOM 158 – DER ERWERB ODER DIE NAHE VON MATERIE, ENERGIE
ODER ORGANISMEN, DIE DAS ÜBERLEBEN EINES ORGANISMUS BEHINDERN,
VERRINGERN SEINE ÜBERLEBENSFÄHIGKEIT.
AXIOM 159 – DER GEWINN VON ÜBERLEBENSFÖRDERLICHER ENERGIE,
MATERIE ODER ÜBERLEBENSFÖRDERLICHEN ORGANISMEN VERGRÖSSERT
DIE FREIHEIT EINES ORGANISMUS.
AXIOM 160 – DER EMPFANG ODER DIE NÄHE VON ÜBERLEBENSFEINDLICHER
ENERGIE, MATERIE ODER ZEIT VERRINGERT DIE FREIHEIT ZUR BEWEGUNG
FÜR EINEN ORGANISMUS.
AXIOM 161 – DAS KONTROLLZENTRUM UNTERNIMMT ES, DIE ZEIT ANZUHALTEN
ODER AUSZUDEHNEN, DEN RAUM ZU ERWEITERN ODER
ZUSAMMENZUZIEHEN UND ENERGIE UND MATERIE ZU VERMEHREN ODER ZU
VERMINDERN.
Das ist eine der wichtigsten Quellen von Abwertung, und es ist auch eine der wichtigsten
Quellen von Aberration.
AXIOM 162 – SCHMERZ IST DIE VEREITELUNG EINER ANSTRENGUNG
DURCH GEGENANSTRENGUNG IN HOHER INTENSITÄT, OB DIE ANSTRENGUNG
NUN DARAUF GERICHTET IST, IN RUHE ZU VERBLEIBEN, ODER IN BEWEGUNG.
AXIOM 163-WAHRNEHMUNG, EINSCHLIESSLICH SCHMERZ, KANN AUS EINEM
BEREICHVON PLUS-ODER MINUS-RANDOMITY ENTFERNTWERDEN, WÄHREND DIE ANSTRENGUNG UND GEGENANSTRENGUNG DIESER PLUS- ODER
MINUSRANDOMITY UNVERÄNDERT BELASSEN WERDEN.
AXIOM 164 – DIE VERNUNFT DES VERSTANDES IST VON EINEM OPTIMALEN
VERHALTEN GEGENÜBER DER ZEIT ABHÄNGIG.
DEFINITION: GEISTIGE GESUNDHEIT, DIE BERECHNUNG DES ZUKÜNFTIGEN.
DEFINITION: NEUROTISCH, DIE AUSSCHLIESSLICHE BERECHNUNG DER
GEGENWART.
DEFINITION: PSYCHOTISCH, DIE AUSSCHLIESSLICHE BERECHNUNG VERGANGENER
SITUATIONEN.
AXIOM 165 – ÜBERLEBEN BEZIEHT SICH NUR AUF
ZUKUNFT.
FOLGESATZ: UNTERLIEGEN BEZIEHT SICH NUR AUF DIE GEGENWART
UND DIE VERGANGENHEIT.
AXIOM 166 – EIN INDIVIDUUM IST SO GLÜCKLICH, WIE ES ÜBERLEBENSMÖGLICHKEITEN
IN DER ZUKUNFT WAHRNIMMT.
AXIOM 167 – WÄHREND DIE BEDÜRFNISSE EINES ORGANISMUS ERFÜLLT
WERDEN, STEIGT ER HÖHER UND HÖHER IN SEINEN BESTREBUNGEN ENTLANG
DER DYNAMIKEN.
Ein Organismus, der ARK mit sich selbst erreicht, kann in der Zukunft besser ARK mit
der Sexualität erreichen; wenn ihm dies gelungen ist, kann er ARK mit Gruppen erreichen;
wenn ihm dies gelungen ist, kann er ARK mit der Menschheit erreichen, usw.
AXI0M1168-AFFINITÄT, REALITÄTUNDKOMMUNIKATIONEXISTIERENGEMEINSAM
IN EINEM UNAUFLÖSBAREN ZUSAMMENHANG.
Der Zusammenhang zwischen Affinität, Realität und Kommunikation ist solcher Art,
dass keines der drei erhöht werden kann, ohne dass die anderen beiden erhöht werden, und
keines vermindert werden kann, ohne dass die beiden anderen vermindert werden.
AXIOM 169 – JEDES ÄSTHETISCHE WERK IST EIN SYMBOLISCHES FAKSIMILE
ODER EINE KOMBINATION VON FAKSIMILES VON THETA- ODER PHYSIKALISCHEN
UNIVERSEN INWECHSELNDEN RANDOMITIES UND MENGENVON
RANDOMITIES MIT DEM WECHSELSPIEL DER TONSTUFEN.
AXIOM 170 – EIN ÄSTHETISCHES WERK IST EINE INTERPRETATION DER
UNIVERSEN DURCH DEN VERSTAND EINES INDIVIDUUMS ODER EINER GRUPPE.
AXIOM 171 – WAHNVORSTELLUNGEN SIND DAS POSTULIEREN VON EREIGNISSEN
IN BEREICHEN VON PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY DURCH EINBILDUNG.
AXIOM 172 – TRÄUME SIND DIE ERFINDERISCHE REKONSTRUKTION VON
BEREICHEN DER RANDOMITY ODER DIE NEUERLICHE SYMBOLISIERUNG DER
BESTREBUNGEN VON THETA.
AXIOM 173 – EINE BEWEGUNG WIRD DURCH DAS AUSMASS VON OPTIMUMRANDOMITY
ERZEUGT, DIE DURCH DIE GEGEN-BESTREBUNG GEGEN
BESTREBUNG EINES ORGANISMUS EINGEFÜHRT WIRD.
AXIOM 174 – MEST, DAS DURCH LEBENSFORMEN MOBILISIERTWORDEN
IST, STEHTIN HÖHERER AFFINITÄT MIT LEBENDEN ORGANISMEN ALS NICHTMOBILISIERTES
MEST.
AXIOM 1175- ALLE VERGANGENEN WAHRNEHMUNGEN, SCHLUSSFOLGERUNGEN
UND DASEINSMOMENTE, EINSCHLIESSLICH JENE VON PLUS- ODER
MINUS-RANDOMITY, KÖNNEN VOM KONTROLLZENTRUM DES ORGANISMUS
WIEDERGEWONNEN WERDEN.
AXIOM 176-DIEFÄHIGKEITEINESORGANISMUS, ÜBERLEBENSFÖRDERLICHE
ANSTRENGUNGEN HERVORZUBRINGEN, WIRD VON DEM AUSMASS VON
RANDOMITY, DAS IN SEINER VERGANGENHEIT EXISTIERT, BEEINFLUSST. (Das
beinhaltet Lernen.)
AXI0M177- BEREICHE VON VERGANGENER PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITY KÖNNEN VOM KONTROLLZENTRUM EINES ORGANISMUS
NEUERLICH ANGESPROCHEN UND DIE PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY DARAUS
ENTFERNT WERDEN.
AXI0M178-DIE ENTFERNUNG VERGANGENER PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITIES ERMOGLICHT ES DEM KONTROLLZENTRUM EINES ORGANISMUS,
SEINE EIGENEN BESTREBUNGEN IN RICHTUNG ÜBERLEBENSFÖRDERLICHER
ZIELE ZU BEEINFLUSSEN.
AXIOM 179 – DIE ENTFERNUNG VON SELBSTBESTIMMTEM STREBEN AUS
EINEM VERGANGENEN BEREICH VON PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY
LÖSCHT DIE WIRKSAMKEIT DIESES BEREICHES AUS.
AXIOM 180 – SCHMERZ IST DIE RANDOMITY, DIE DURCH PLÖTZLICHE
ODER STARKE GEGENANSTRENGUNGEN ERZEUGT WIRD.
AXIOM 181 – SCHMERZ WIRD IN FORM VON PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITY GESPEICHERT.
AXIOM 182 – SCHMERZ, ALS EIN BEREICH VON PLUS- ODER MINUSRANDOMITY,
KANN SICH DEM ORGANISMUS VON NEUEM AUFDRÄNGEN.
AXIOM 183 -VERGANGENER SCHMERZ HÖRTAUF, IMORGANISMUSWIRKSAM
ZU SEIN, WENN DIE RANDOMITY SEINES BEREICHES ANGESPROCHEN
UND BEREINIGT WIRD.
AXIOM 184 – JE FRÜHER DER BEREICH VON PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITY, DESTO GRÖSSERE SELBSTERZEUGTE ANSTRENGUNG EXISTIERT,
UM SIE ABZUWEHREN.
AXIOM 185 – SPÄTERE BEREICHE VON PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY
KÖNNEN NICHT LEICHT WIEDER IN ORDNUNG GEBRACHT WERDEN, BEVOR
FRÜHERE BEREICHE WIEDER IN ORDNUNG GEBRACHT WERDEN.
AXIOM 186 – BEREICHE VON PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY WERDEN IN
IHRER AKTIVITÄT GESTEIGERT, WENN WAHRNEHMUNGEN VON ÄHNLICHKEIT
IN SIE EINGEFÜHRT WERDEN.
AXIOM 187 – VERGANGENE BEREICHE VON PLUS- ODER MINUS-
RANDOMITY KÖNNEN REDUZIERT UND BEREINIGT WERDEN, INDEM MAN
SIE IN DER GEGENWART ANSPRICHT.
AXIOM 188 – ABSOLUT GUTES UND ABSOLUT BÖSES EXISTIEREN IM
MESTUNIVERSUM NICHT
AXI0M189- DAS, WAS FUR EINEN ORGANISMUS GUT IST, KANN MANALS
DAS DEFINIEREN, WAS DAS UBERLEBEN DIESES ORGANISMUS FÖRDERT.
FOLGESATZ: BOSES KANN ALS DAS DEFINIERT WERDEN, WAS DEN ORGANISMUS
BEHINDERT ODER IHM PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY EINBRINGT,
WAS ZU DEN UBERLEBENSMOTIVEN DES ORGANISMUS IM GEGENSATZ
STEHT.
AXIOM 190 – GLÜCKLICHSEIN BESTEHT AUS DER HANDLUNG, ORDNUNG
IN BISHERWIDERSTAND LEISTENDE PLUS-ODER MINUS-RANDOMITYZU BRINGEN.
WEDER DIE TAT ODER HANDLUNG DES ERREICHENS VON UBERLEBEN,
NOCH DAS ZUSTANDEBRINGEN DIESES VORGANGS SELBST BRINGEN GLÜCKLICHSEIN
HERVOR.
AXIOM 191 – AUFBAU IST
GRUPPIERUNG VON DATEN.
FOLGESATZ – ZERSTORUNG IST EINE PLUS- ODER MINUS-RANDOMITY
VON DATEN.
Die Anstrengung des Aufbaus ist die Ausrichtung nach dem Überleben des ausrichtenden
Organismus.
Zerstörung ist das Bestreben, Randomity in einen Bereich zu bringen.
AXI0M192-OPTIMALES ÜBERLEBENSFÖRDERLICHES VERHALTEN BESTEHT
AUS ANSTRENGUNG IM INTERESSE MAXIMALEN ÜBERLEBENS IN ALLEM,
WAS IN DEN DYNAMIKEN BETROFFEN IST.
AXIOM 193- DIE OPTIMAL ÜBERLEBENSFÖRDERLICHE LÖSUNG EINESJEDEN
PROBLEMS WÜRDE AUS DEM HÖCHSTEN ERREICHBAREN ÜBERLEBEN
FÜR JEDE BETROFFENE DYNAMIK BESTEHEN.

Zitat
HINWEIS: Wiederholen Sie diese Übung so oft wie nötig, bis Sie die Übung mühelos durchführen können.
 - Praktische Aufgaben
Die Übungen, die mit der Technologie des Studierens zu tun haben. Diese Übungen werden Ihnen helfen, die Technologie des Studierens besser anwenden zu können. Sie werden Ihnen dabei helfen, selbst besser lernen zu können und anderen bei allem, was sie zu lernen versuchen, zu helfen.
HINWEIS: Einige Übungen werden zusammen mit einer anderen Person durchgeführt. Für den Fall, dass Sie niemanden haben, mit dem Sie eine dieser Übungen machen könnten, empfehlen wir Ihnen, zum nächsten Schritt des Kurses zu gehen. Wir werden Sie daran erinnern, zu einem späteren Zeitpunkt jemanden zu finden und die Übung zu vervollständigen.
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« Letzte Änderung: 07. Mai 2021, 23:09:01 von ★ Ronald »
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