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✨ Stimmungen des Seins-Enthusiasmus

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★ Ronald:
Enthusiasmus (s.u.)
„Interesse: Aufmerksamkeit, Beachtung, Anteilnahme, Wissbegierde, Neigung. Enthusiasmus: Begeisterung, Entzücken.“ Unser neuer Mathematiklehrer sprach bedächtig. „Dies ist angeblich eine wahre Geschichte. Ein Mann saß mit seiner Frau in der Kirche und schlief bei der Predigt ein. Er träumte, dass er während der Französischen Revolution lebte. Man sperrte ihn ein und schleifte ihn sodann zur Guillotine. Der Tod schien also unvermeidlich zu sein. Just in diesem Augenblick bemerkte seine Frau, dass er die Augen geschlossen und den Kopf vorgeneigt hatte. Sie hob seinen herabgefallenen Strohhut auf und gab ihm einen leichten Klaps in den Nacken. In seinem Traum hielt der Mann diese Berührung für die Schneide der Guillotine, die herabsauste und ihn tötete.“ Der Lehrer lächelte und fuhr fort: „Der Mann war auf der Stelle gestorben.“ „Nun, woran erkennen Sie, dass es sich dabei nicht tatsächlich um eine wahre Geschichte handelt?“ Der Lehrer lachte und beobachtete die Wirkung dieser Erzählung in unserem Mienenspiel. Wenn der Mann wirklich im Schlaf gestorben wäre, hätte ja niemand wissen können, was er geträumt hatte. Unsere erste Begegnung mit diesem jungen Lehrer war recht ungewöhnlich. Die Mädchen waren natürlich begeistert und freuten sich, in seiner Klasse zu sein. Allerdings graute es uns doch ein wenig vor dem grässlich aussehenden Lehrbuch der Geometrie. Zu unserer Überraschung beachtete er dieses Buch jedoch länger als acht Tage überhaupt nicht. Stattdessen erzählte er uns Geschichten, deren Pointe wir herausfinden sollten. Wir waren allesamt verdutzt: War das etwa Schulunterricht? Bald warteten wir begierig auf seine erste richtige „Lektion“. Nachdem er uns also eine Woche lang mit Rätseln amüsiert hatte, waren wir davon überzeugt, dass das Lösen von Problemen geradezu Spaß mache. Und als er schließlich zum ersten Mal das Lehrbuch aufklappte, hatten wir ein echtes Interesse am Unterricht. So geht ein Mensch auf hohem Emotionsniveau mit andern um: Er führt sie auf eine Stufe, wo sie sich für ein Thema interessieren. Er bedient sich lieber der Beweisführung als der emotionellen Überredung. („Entweder machst du jetzt diese Arbeit, oder ich lasse dich durchfallen“ – das ist die Taktik der Leute mit niedrigem Niveau.) Am oberen Ende der Skala finden wir eine Region, die sowohl das Interesse (Vergnügen) als auch den Enthusiasmus (Frohsinn) umschließt. Ich fasse diese Begriffe in einem Kapitel zusammen, weil sie in ihren charakteristischen Eigenschaften miteinander verwandt sind. Der Mensch auf "Enthusiasmus" steht noch ein wenig höher. Treffen wir mit einem Menschen zusammen, der in diesem Empfindungsbereich heimisch ist, dann sollten wir uns freuen und unsere Zeit nicht dadurch verschwenden, dass wir nun bis aufs i Tüpfelchen genau herauszufinden trachten, ob er sich auf der Ebene des „Interesses“ oder des „Enthusiasmus“ befindet. Interesse Selbstverständlich kann man sich auf jeder Stufe der Skala für die mannigfachsten Dinge interessieren. Der eine möchte gern Näheres über die Suahelisprache erfahren, der andere ist scharf auf pornographische Bilder. Doch wer es dabei belässt, hat noch lange nicht Fröhlichkeit erreicht. Wer wirklich auf hohem Emotionsniveau lebt, zeigt ein tätiges Interesse für alles, was von Wert ist. Auf dieser Ebene ist der Mensch aktiver, teilnahmsvoller, schöpferischer. Er vermag weitreichende Pläne und Ideen zu entwickeln, die seine eigene Zukunft (und möglicherweise die der gesamten Menschheit) bessern. Seine Interessen sind vielleicht ungewöhnlicher und umfassender als die der Leute auf niedrigeren Stimmungsstufen. Er gibt sich nicht mit der passiven Rolle des Zuschauers zufrieden: Er greift in das Geschehen ein. Der "Fröhlichkeit"er ist imstande, sich lange Zeit mit gleich bleibendem Interesse einer Angelegenheit zu widmen. Er beschäftigt sich nicht heute mit einer Sache, die er morgen oder übermorgen wieder in die Ecke wirft (wie dies bei Menschen mit tieferen Empfindungslagen der Fall ist). Ich kannte einmal einen jungen Mann, der plötzlich an der Ornithologie Interesse nahm. Er studierte das Verhalten der Vögel mit einem solchen Eifer, dass er schon bald jeden einzelnen Vogel ruf zu unterscheiden wusste. Binnen weniger Monate war er zu einem Fachmann geworden. Später erlernte derselbe junge Mann Karate und errang den begehrten Schwarzen Gürtel. Er war noch keine zwanzig und beherrschte zwei Fähigkeiten, die ihm gewiss sein Leben lang Vergnügen bereiten und Selbstsicherheit geben würden. Mir ist eine ganze Reihe von Leuten bekannt, die doppelt so alt sind wie er und sich auf dilettantische Weise mit Dutzenden von Liebhabereien befasst haben, ohne auch nur auf einem einzigen Gebiet ein vergleichbares Wissen zu erwerben. Wie ist es zu erklären, dass der "Fröhlichkeit"er auf ein angestrebtes Ziel mehr Aufmerksamkeit verwendet? Nun, zu einem gewissen Teil ist dieser Elan darauf zurückzuführen, dass er sich nicht so sehr um die eigene Person kümmert: Er ist nicht introvertiert. Ihm liegt mehr daran, selber interessiert zu sein, als interessant zu erscheinen. Enthusiasmus Auf diesem Emotionsniveau begegnen wir dem Mann, der gerade sechs Richtige im Lotto hatte (bevor er einen Steuerbescheid ins Haus geschickt bekommt). Er ist eifrig, begeistert, heiter und lebhaft. Stellen Sie sich jetzt unter einem enthusiastischen Menschen nur ja keinen ständig grinsenden Burschen vor. Dazu neigt eher der Apathie er mit seiner vorgetäuschten Freundlichkeit. (Das unechte Gelächter und verlegene Grinsen gehört zu allen tieferen Stufen.) In der Regel beginnt der "Enthusiasmus"er den Tag gut gelaunt und freut sich auf seine Arbeit. Er ist flexibel und vermag alle Empfindungen zu gegebener Zeit zu erleben. Meist ist er jedoch an der Spitze der Skala behaust und hat seine „Intensität“ auf eine wohltuende Heiterkeit gedämpft. Er ist ein Mensch, der andere durch seinen Tatendrang anfeuert. Falls er noch keinen leitenden Posten hat, wird er über kurz oder lang einen solchen haben. Er arbeitet gern und übernimmt auch willig die Verantwortung für einen großen Wirkungskreis. Den "Enthusiasmus"er werden Sie nicht in einer schäbigen Wohnung antreffen, denn er weiß die leiblichen Genüsse des Lebens durchaus zu würdigen. Auch geistig ist er absolut gesund. Er braucht nicht Partei zu ergreifen. Er empfindet kein Bedürfnis zum Kämpfen. Freilich wird er eher kämpfen, als Ungerechtigkeiten dulden. Da er den Beifall seiner Mitmenschen nicht braucht, ist er dank seiner Überzeugung imstande, „alles in den Griff zu bekommen“ was der Tag ihm bietet. Hat er es einmal notgedrungen mit Leuten auf niedrigerem Emotionsbereich zu tun, wird er dadurch weder deprimiert, zwanghaft mitleidig oder grausam. In San Francisco gab es einst einen Club der Geld und Lebensmittel für notleidende Familien sammelte. Eines Tages meinte ein Mitglied (ein Mensch auf hoher Empfindungsstufe): „Wisst ihr, ich habe natürlich nichts dagegen, wenn wir diesem Mann da helfen. Aber ich würde es viel lieber sehen, wenn er sich sein Geld selber verdienen wollte.“ Der Mann untersuchte den Fall und erfuhr, dass der Verarmte von seiner Firma entlassen worden war, aber wirklich arbeiten wollte. Mit Unterstützung der übrigen Clubmitglieder wurde er bewogen, ein „RasenpflegeUnternehmen“ zu eröffnen. Rasch stieg er auf der Skala nach oben, und sein Kundenkreis vergrößerte sich. Nach zwei Jahren besaß er zwei Lastwagen, gab mehreren Hilfskräften Arbeit, und sein florierendes Geschäft kam der ganzen Gemeinde zugute. So etwa sieht Hilfe auf höherem Emotionsniveau aus. Da er nicht daran denkt, andere unter seine Fuchtel zu bringen (um seiner Eigenliebe zu schmeicheln), feuert der Mensch auf Stufe "Enthusiasmus" die Leute seiner Umgebung an: Er möchte, dass auch sie auf höhere Ebenen gelangen und sich selber helfen können. Er übt einen beruhigenden Einfluss auf besorgte Mitmenschen aus. Da er schnell reagiert, wird er nur selten das Opfer von Unfällen. Er ist nicht nur ein hervorragender Sportler, sondern zeichnet sich bei allem aus, was er einmal in Angriff genommen hat. Im Allgemeinen ist er gesund, denn er pflegt seinen Körper.
Angenehm im Umgang
Ein Mensch auf hoher Stimmungsebene kann sich leicht verständigen. Ihm ist kein Thema zu ernst. Allerdings wahrt er in der Unterhaltung dennoch einen gewissen Abstand. Er beschäftigt sich am liebsten mit konstruktiven Dingen. Alles Negative empfindet er als störend. Während ein auf niedrigem Emotionsniveau lebender Schwarzseher sich über alle möglichen schlechten Neuigkeiten des Langen und Breiten auslässt, betont der "Enthusiasmus"er Aktivitäten, die dem Positiven förderlich sind. Er weist zum Beispiel auf ein Buch hin, das wertvolle Ratschläge zur beruflichen Weiterbildung enthält. Er beschreibt eine neue Erfindung zur Fabrikation stabilerer Autos. Er diskutiert lieber über Lösungen, anstatt immer nur über die übel dieser Welt zu lamentieren. Er kann auch andern Leuten zuhören und ihre Probleme verstehen. Selbst wenn deren Niveau weit unter dem seinen liegt, wird er nicht ungeduldig oder ärgerlich: Er ist ausgeglichen und lauscht, um zu helfen, wo es etwas zu helfen gibt. Mein Sohn erzählte mir einmal von einem Lehrer, der seinen Schülern regelmäßig die Gelegenheit verschaffte, .frei mit ihm zu debattieren. Eines Tages beklagte sich ein Mädchen in mürrischem Ton: „Ich glaube nicht, dass Sie uns richtig zu Wort kommen lassen.“ Der Lehrer hielt es nicht für nötig, sich zu verteidigen, sondern versetzte ruhig: „Ja, du hast ganz recht. Ich spreche oft zu viel.“ Ein Mann, der auf hohem Emotionsniveau zu Hause war. Wie ist die Lage? Wenn ein so veranlagter Mensch jemanden beauftragt, ihm einen umfassenden Bericht über eine Situation zu geben, erwartet er Fakten und – falls dies möglich ist – auch Vorschläge, um Missstände abzustellen. Von einem I Bericht, der lediglich auf Verallgemeinerungen, Vermutungen und Andeutungen beruht, will er nichts wissen. Der "Fröhlichkeit"er wird die Urheber solcher Elaborate ermahnen, auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Unnütze Mitteilungen über schlechte Neuigkeiten interessieren ihn nicht. Auf Stufe "Enthusiasmus" lehnt es der Mensch kategorisch ab, sich mit verleumderischem Geschwafel zu befassen. Er macht einfach nicht mit. Er weigert sich, Geschwätz dieser Art auch nur anzuhören. Vielleicht bemüht er sich, das Niveau des andern zu heben. Ist dies nicht möglich, dann verkehrt er nicht mehr mit der betreffenden Person. Liest der "Fröhlichkeit"er einen subjektiv gefärbten Zeitungsartikel, der alle Welt negativ beeinflussen muss, dann setzt er sich entweder kurz entschlossen hin und schreibt dem Chefredakteur einen geharnischten Brief. Der "Enthusiasmus"er kündigt sein Abonnement auf der Stelle und sieht sich nach einer andern Zeitung um, die seinen Wünschen und Bedürfnissen eher entspricht.
Unter Freunden Ein Mensch auf dieser Ebene findet rasch Freunde, denn seine Persönlichkeit zieht andere an. Manche Typen Interessen (solche auf niedrigeren Emotionsniveaus) werden sich in seiner Gegenwart nicht wohlfühlen, denn sie können ihn ja nicht zu sich hinabziehen. Wer ohne große Schwierigkeiten auf der Skala leicht beweglich ist, wird den "Enthusiasmus"er als einen anregenden Zeitgenossen schätzen: Er sucht seine Gesellschaft, um von ihm zu „profitieren“. Befreunden Sie sich mit ihm. Engagieren Sie ihn. Wählen Sie ihn. Befördern Sie ihn. Arbeiten Sie für ihn. Wenn er die Zügel in der Hand hat, wird so leicht nichts schief gehen. Wenn Sie mit ihm Karten spielen und aus Versehen Ihr, Blatt sehen lassen, wird er ihm keinen Blick gönnen, denn er ist ehrlich. „Nimm, was du kriegen kannst“ – dieser Leitspruch so vieler Leute – ist ihm fremd. Der "Enthusiasmus"er ist aufrichtig. Und zwar ist er aufrichtig auch dort, wo keine Gesetzestafeln und Verbotsschilder angebracht sind. Sie können ihm vertrauen. Im beruflichen Alltag Wenn ein Mensch auf der Stufe des Enthusiasmus nicht schon Ausschussvorsitzender ist, dann sollte er es bald werden. Seine Arbeit macht ihm Spaß, und er trägt gern Verantwortung. Bereitwillig übernimmt er die Leitung. Andererseits lässt er sich jedoch auch ohne weiteres anleiten. Anordnungen, die gegen das Erhaltenswerte gerichtet sind, lehnt er freilich entschieden ab. Mit Ausdauer verfolgt der "Fröhlichkeit"er konstruktive Ziele. Wenn ihm jemand erzählt, eine Sache sei unmöglich und sinnlos, wird er diesen hinderlichen Menschen links liegen lassen und einen andern Weg suchen, um seine Pläne zu verwirklichen. Neulich beobachtete ich einen solchen Mann, der gerade einen Lieferanten anrief: Er bestellte Ersatzteile für eine seiner Maschinen. Im Auftragsbüro der Lieferfirma saß offenbar ein Mensch der Stufen „Gram“ und „Apathie“. Jedenfalls wusste er dies mitzuteilen: „Nun, ich weiß nicht, ob Sie diese Ersatzteile jemals kriegen werden. Wir haben sie schon vor einer halben Ewigkeit nachbestellt. Sie müssen nämlich wissen, dass diese Maschinen längst veraltet sind.“ „Wollen Sie mir etwa erzählen, dass diese Firma keine Ersatzteile mehr für Maschinen herstellt, die noch überall in Betrieb sind?“ „Ja, darauf kommt's letzten Endes raus. Wir kriegen unsere Lieferungen nicht mehr so wie früher.“ „Und was soll ich jetzt machen?“ „Das weiß ich auch nicht. Am besten wär's, Sie kauften sich eine neue Maschine.“ „Kann ich meine jetzige dabei eintauschen?“ “Na, viel werden Sie dafür wohl kaum kriegen. Ich sag's Ihnen doch: Diese Dinger sind veraltet.“ „Das ist ja lächerlich! Meine Maschine ist noch tadellos in Ordnung.“ „Na ja. Also mehr kann ich Ihnen auch nicht sagen. Da lässt sich leider nichts machen.“ Der Auftraggeber legte entrüstet den Telefonhörer .
Sein Interesse für Kinder ist groß. Er kümmert sich nicht bloß um ihr körperliches und seelisches Wohlergehen: Er sorgt sich auch um die Gesellschaft, in der sie einmal leben werden. Demnach beschäftigt er sich mit Reformen, denn er möchte, dass sein Nachwuchs es besser haben wird als er selber. Zusammenfassung Er steckt voller Tatkraft und freut sich des Lebens. Er täuscht keine falsche Bescheidenheit vor und spielt sich auch nicht auf (weil er dies gar nicht nötig hat). Er weiß genau, wozu er fähig ist, und schätzt sich richtig ein. Er gibt sich so, wie er ist. Er ist ein flexibler Mensch. Muss er einen Verlust hinnehmen oder eine Niederlage einstecken, dann trifft ihn dies nicht in seinem Lebensnerv: Rasch fängt er sich wieder. Wird er von andern Leuten absichtlich „gestoppt“ oder „gebremst“, setzt er sich zur Wehr, ohne nachtragend zu sein. Dieser Mensch ist kein willenloses Werkzeug, aber erführt vernünftige Weisungen aus, ohne lange darüber zu diskutieren. Voraussetzung ist allerdings, dass sie nicht gegen seine Moral verstoßen. Er ist unabhängig und hilfsbereit. Er steht auf gutem Fuß mit andern, ohne seine Prinzipien über Bord zu werfen. Entschließt er sich eines Tages, weniger zu essen, damit er abnimmt, dann isst er auch in der Tat weniger. Ebenso verhält es sich mit andern Vorsätzen: Ob er nun sparen oder nicht mehr um Geld spielen will – stets wird er bei seinem einmal gefassten Entschluss bleiben. Er ist ein fröhlicher, unvoreingenommener Mensch, der auch hin und wieder durchaus bereit ist, seine Ansichten zu ändern und neue Gesichtspunkte zu erwägen. Er handelt intuitiv. Er darf sich auf sein Gefühl verlassen und wird am Ende meist Recht behalten. Können Sie sich noch an Ihren letzten Schultag erinnern? Endlich lag der düstere Bau hinter ihnen. Vergessen waren die langweiligen Themen, die lästigen Hausaufgaben, die quälenden Konjugationen der Verben, die gleichgültigen Vorträge. Sie empfanden eine Erleichterung wie nie zuvor. Sie fühlten sich so beschwingt, als könnten Sie durch die Lüfte davon schweben. Nichts bedrückte Sie mehr. Die Zukunft strahlte hell auf vor Ihnen in rosigem Licht. Ein Gefühl der Großmut überkam Sie: Die ganze Welt schien Ihnen zu gehören. Eine Welt, die Sie erforschen würden. Eine Welt, in der Sie lieben, spielen und lachen würden. Das ist die Spitze der Skala.

Tipps zum Orientieren
Die Emotionsskala nutzt Ihnen am meisten, wenn Sie sich ihrer bei jedem Menschen bedienen, der Ihnen begegnet: also bei Geschäftskollegen, Nachbarn, Verkäufern, Clubmitgliedern, Verwandten und Freunden. Stellen Sie zunächst einmal fest, ob die Person in emotioneller Hinsicht als „hoch“ oder „tief“ einzustufen ist. Danach ist es schon viel leichter (und, häufig nicht einmal nötig), das genaue Emotionsniveau herauszufinden. Begegnung mit Fremden War man mit einem Menschen zusammen, dessen Gefühlsbereich tiefgestimmt ist, dann sieht die Welt – wenn auch nur vorübergehend ziemlich trüb aus, und die Zukunft erscheint in einem nicht allzu erfreulichen Licht. Die gute Laune einer Person auf hohem Emotionsniveau stimmt Sie dagegen heiterer und optimistischer. Hinzu kommt, dass sich ja auch Ihr Instinkt meldet, wenn Sie zum ersten Mal einem bislang Fremden gegenübertreten. Wie manche jungen Leute sagen, hat man gute oder schlechte „Schwingungen“. Kommen Sie dahinter, dass Ihr erster Eindruck der richtige war, dann vertrauen Sie Ihrem Instinkt auch künftig. Versagt Ihr Einschätzungsvermögen, so haben Sie es vermutlich mit Leuten zu tun, die sich auf den Stufen “Traurigkeit“, „Mitleid“ oder „Versteckte Feindseligkeit“ verbergen. Seien Sie in einem derartigen Fall wachsam. Das „Überleben“ Das „Überleben“ oder „Vorankommen“ betrifft sowohl das körperliche als auch das geistige Wohlbefinden. Wenn es mit einem Menschen bergab geht – wenn er sich nachlässig kleidet, schlecht ernährt, schäbig haust , dann bewegt er sich in den tieferen Regionen der Skala. Wer sich weiter oben befindet, besitzt meist das zum Leben Notwendige (oder mehr). Er ist ein sieghafter Mensch und hegt große Pläne für die Zukunft. Reichtum allein ist nicht immer ein Hinweis auf die Chancen einer Person. Zuweilen treffen wir Leute, die eigentlich in den unteren Bereichen angesiedelt sind, doch viel Geld besitzen. Freilich vermögen sie nicht das zu erreichen, was jenen durchaus nicht schwer fällt, die in oberen Rängen heimisch sind und weniger Geld haben. Verständigung Ein tiefgestimmter Mensch jammert oft darüber, dass ihn keiner verstehe. Wenn Sie seinen Klagen Gehör schenken, ~ werden Sie bald erfahren, weshalb er sich in dieser miesen Verfassung befindet. Vielleicht spricht er zu wenig mit andern Leuten. Vielleicht aber plappert er auch in wirren Monologen vor sich hin. Vielleicht bricht er jäh ab, wechselt sprunghaft das Thema, will alles auf einmal sagen. Ist er ein SuperIntellektueller, dann wird er mit großen Worten nur so um sich schmeißen, was zur Folge hat, dass selbst intelligente Menschen ihn nicht verstehen können. Hochgestimmte Menschen können sich immer verständlich ausdrücken. Sie reden klar und deutlich. Wenn Sie also jemanden rasch einordnen wollen, scheren Sie sich am besten nicht darum, wie viel er von sich gibt oder welche hochgestochenen Äußerungen er im Munde führt. Es kommt einzig und allein darauf an, ob das, was er sagen möchte, auch wirklich beim Gesprächspartner „ankommt“. Themenwahl Leute auf hoher Stimmungsebene erfahren gern günstige Neuigkeiten. Sie sind an Konzeptionen interessiert, die anregend auf sie wirken. Lösungsmöglichkeiten fesseln Ihre Aufmerksamkeit. Diese Menschen sind auch mit Freuden bereit, solche positiven Nachrichten andern mitzuteilen. Der emotionell tiefer Stehende dagegen zieht es vor, seinem Gesprächspartner die fürchterlichsten Geschichten unter die Nase zu reiben. Er weiß von plötzlichen Todesfällen, wüsten Skandalen, entsetzlichen Zerstörungen zu berichten. Er hascht dabei nach Effekten. Und wer ihm begierig lauscht – der tiefer Stehende eben – genießt voller Behagen diese schaurigen Nachrichten. Heutzutage besteht viel Interesse an der Umweltverschmutzung. Doch während die Typen „ganz unten“ immer nur schwarzsehen und das an sich schon Schlimme noch schlimmer darstellen, suchen die Menschen auf höheren Emotionsstufen nach Lösungen. Reden und Schweigen Hochgestimmte Menschen unterhalten sich gern, sind aber ebenso gern bereit, andern zuzuhören. Begegnen wir einem, der wie ein Wasserfall sprudelt oder stumm wie eine Maus in der Ecke sitzt, dann dürfen wir als sicher annehmen, dass er unweit der unteren Skalaschwelle beheimatet ist. Probleme Unterhalb der Stufe Langeweile ist der Mensch geradezu stolz darauf, wenn er andere davon überzeugen kann, dass seine Probleme einfach unlösbar sind. Vielleicht behauptet er, sofort in die Stadt fahren zu müssen, doch sei ihm dies unmöglich, weil sein Auto gerade in der Reparaturwerkstätte überholt werde. Schlagen Sie ihm nun vor, doch ein Taxi zu nehmen (was das Naheliegendste ist), wird er Ihnen zur Antwort geben: „Ach, um diese Tageszeit kriegt man doch kein Taxi.“ Sie fahren fort: „Vielleicht nimmt Ihr Nachbar Sie mit?“ Er wird wiederum abwehren: „Ich kenne niemanden so gut, um ihn darum bitten zu können.“ Sie verlieren noch immer nicht die Geduld und raten ihm, es per Anhalter zu versuchen. Schon wimmelt er auch diesen Vorschlag ab: „Wer nimmt denn heute noch Anhalter mit?“ Jetzt verspüren Sie wohl keine Lust mehr, ihm aus der Klemme zu helfen. Das eigentliche Problem liegt nämlich gar nicht in der Frage der Beförderungsart, sondern in seinem niedrigen Emotionsniveau begründet. Frage und Antwort Sehr wichtig bei der Beurteilung eines Menschen ist die Zeit, die er benötigt, um auf eine klare Frage eine ebenso klare Antwort zu geben. Fragen Sie beispielsweise einen Menschen der höheren Gefühlsregionen, wie viele Türen das Zimmer habe, in dem Sie sich gerade aufhalten, dann wird er sich rasch umsehen und Ihnen augenblicklich antworten. Der tiefer gestimmte Mensch indessen wird keine direkte Antwort geben. Er wird zögern. Vielleicht fragt er sich nun seinerseits, worauf Sie hinauswollen, oder er versucht zu erfahren, ob Ihre Frage etwa eine Falle sei. Unter Umständen lässt er eine wahre Dissertation über die Definition von Türen vom Stapel. Möglich, dass er auch zu bedenken gibt, man könne schließlich Fenster ebenfalls als eine Art Tür ansehen. Es kann obendrein passieren, dass er sich danach erkundigt, ob nicht am Ende unter dem Teppich eine Falltür vorborgen sei. Ihre Frage aber beantwortet er nicht. Dieses lange Zögern, dieses umständliche Tasten und unsichere Tappen, verrät jenes verworrene Denken, das die natürliche Verständigung – Antwort auf Fragen – unmöglich macht. Wer auf den Stufen „Apathie“ oder „Gram“ ansässig ist, wird eine Frage mitunter überhaupt nicht beantworten, es sei denn, sie stellen sie mehrere Male. Eines Tages besuchten mich einige Hochschüler. Sie brachten einen Freund mit, den sie mit mir bekannt machen wollten. Er hatte jedoch vor Wochen einen gar zu ausgedehnten LSDTrip unternommen und noch nicht wieder in die Gegenwart zurückgefunden. Er war völlig apathisch. Als ich ihm eine Tasse Kaffee anbot, folgte er mir in die Küche. Ich fragte ihn, ob er Milch und Zucker haben wolle. Einige Minuten lang starrte er mich stumpfsinnig an. Schließlich fragte ich ihn ein zweites Mal. Da blickte er mich so an, als sei ich ein Mensch, den er noch niemals gesehen habe, und murmelte endlich: „Ich weiß nicht...“ Je tiefer ein Mensch auf der Skala herabrutscht, umso unwirklicher wird für ihn die Umwelt. Alles, was er hört, sieht, riecht, schmeckt oder fühlt, erscheint ihm in den unteren Stimmungsbereichen irreal. Für diesen jungen Mann war eine Tasse Kaffee etwas Unwirkliches, desgleichen Milch und Zucker. Die Kenntnis der KommunikationsVerzögerung ist ein ideales Hilfsmittel für die Leiter von Personalabteilungen. Wenn Sie jemanden nach Namen, Adresse oder Telefonnummer fragen, erhalten Sie wahrscheinlich schnell eine Antwort, denn derartige Fragen beantwortet man aus Gewohnheit fast automatisch. Fragen Sie ihn dagegen etwas ziemlich Albernes (beispielsweise: „Wie viele Füße haben die meisten Menschen?“), dann werden Sie feststellen, dass er eine „lange Leitung“ hat: dass er zu jenen Leuten zählt, mit denen eine Verständigung nur schwer möglich ist. Manche jungen Leute auf niedrigen Emotionsstufen werden eine Menge pseudophilosophisches Geschwätz plappern, Ihre Frage jedoch partout nicht beantworten. Der "Apathie"er wird die Verständigung bewusst verzögern, denn er sucht sogleich einen geheimen Sinn hinter ihr. (Er möchte zuerst wissen, was Sie eigentlich erfahren wollen.) Andere wiederum quasseln in einem fort, ohne wirklich etwas zu sagen. Es gibt auch Typen, die Ihre Frage kurzerhand wiederholen und sie zum Gegenstand einer Erörterung zu machen suchen. Eine dritte Gruppe antwortet ausweichend, äußert Vermutungen, drückt Unentschlossenheit aus. Die Zeitspanne zwischen Ihrer Frage und der korrekten Antwort stellt die KommunikationsVerzögerung dar. Die Fähigkeit, komplizierte Denkprozesse zu Ende zu führen, sagt nichts Schlüssiges über das Emotionsniveau eines Menschen aus. Die Einschätzung können Sie erst vornehmen, wenn Sie dahinter gekommen sind, ob der Mensch ganz „da“ ist, ob er beobachten kann, ob er sich seiner Umwelt in vollem Maße bewusst wird. Die Verzögerung der Kommunikation zeigt Ihnen also an, wieweit er vom „hier und heute“ entfernt ist. Jeder Mensch (und jede Firma) braucht eine bestimmte Zeitspanne, um einen Auftrag zu erledigen. Auch dies ist eine KommunikationsVerzögerung. Benötigt eine Sekretärin allerdings drei Stunden, um in ihren Ordnern einen Brief aufzustöbern, dann ist sie bereits „ziemlich weit weg“. Bestellen Sie Einrichtungsgegenstände für Ihr Büro und müssen sechs Monate auf die Lieferung warten, dann haben Sie es mit einem Unternehmen zu tun, dessen leitende Leute sich tief unten auf der Skala befinden. Es fällt Ihnen dann nicht allzu schwer, zu dem Schluss zu kommen, dass dieses Unternehmen wohl bald bankrott machen wird. Unfälle Es gibt Menschen, die sich sozusagen in einer Tour in die Finger schneiden, mit den Schienbeinen anstoßen, Knochenbrüche davontragen, die Stoßstange ihres Wagens demolieren und unentwegt Strafzettel verpasst bekommen. Derartige Typen leben auf niedrigen Gefühlsstufen. Es spielt dabei gar keine Rolle, wie der Unglücksrabe seine „Leiden“ zu motivieren trachtet. Je tiefer er steht, umso öfter wird ihm ein Malheur widerfahren. Der auf höherem Emotionsniveau Lebende hingegen geht mit weit weniger Unfällen und Verletzungen durchs Leben. Er hat nicht etwa bloß „Glück“: Er reagiert eben rascher.
Bei der Arbeit Während der Mensch auf den höheren Rängen eine ganze Menge Arbeit in kurzer Zeit bewältigen kann, braucht der auf den unteren Stufen zur Erledigung einer Kleinigkeit sehr lange. Freilich gibt es auch die emotionell tiefstehenden „Schnellarbeiter“, die jedoch ihre Sache nur flüchtig hinhauen und dabei pfuschen. Ein weiterer Hinweis auf das Emotionsniveau zeigt sich in der Bereitwilligkeit, mit der jemand zupackt. Der Mensch auf den oberen Stufen übernimmt einen Auftrag gern (ob er nun einfach oder schwierig ist), sofern er in seine eigene allgemeine Ziel Richtung passt. Wer indessen in den tieferen Bereichen lebt, sucht alle nur denkbaren Möglichkeiten, um sich seiner Verpflichtung zu entziehen. Viele Arbeiten hält er für „unter seiner Würde“. (Allerdings gibt es auch Regionen, in denen der Begriff Würde unbekannt ist – auf den allertiefsten Stimmungsebenen nämlich.) Unterhalb von Langeweile ist jener Typ anzutreffen, der sein Leben sinnlos vergeudet, weil er sich für jedwede Arbeit „zu schade“ glaubt. „Das weiß ich schon lange“. In den unteren Regionen stoßen wir auf Leute, die es entschieden ablehnen, sich jemals überraschen zu lassen. Das geschieht besonders häufig zwischen den Stufen Apathie und Langeweile. Wenn Sie diesen Menschen etwas Verblüffendes erzählen, werden Sie eine dieser drei StandardAntworten zu hören bekommen: „Das weiß ich schon lange“, „Das überrascht mich nicht im geringsten“ oder „So was Ähnliches hab ich längst erwartet.“ Solche Leute pflichten einem nur sehr widerwillig bei. Da sie Überrumpelungen scheuen und ständig um ihr inneres Gleichgewicht bangen, tun sie so, als seien sie über alles informiert. Sie sind die Vettern zweiten Grades jener Zeit – genossen, deren stehende Redensart lautet: „Das hab ich dir ja gleich gesagt“, und die Zwillingsbrüder derjenigen, die nach einem begangenen Fehler halsstarrig behaupten, sie hätten ihn vorsätzlich begangen. Der Mensch auf hohem Emotionsniveau ist gewillt, sich überraschen zu lassen. Er ist gleichfalls gewillt, die gemachten Fehler dann auch einzugestehen. Flexibilität Das Wichtigste bei der Beschäftigung mit der Skala ist die Berücksichtigung der Tatsache, dass die Menschen ständig „fallen“ und „steigen“, sofern sie geistig gesund sind. Der geistig Gesunde wird wütend, wenn er eine Sendung nicht pünktlich erhält, aber er verwindet seine Wut bald wieder. Ihn befällt Angst, wenn ein betrunkener Autofahrer seinen Wagen plötzlich „schneidet“. Ist die Gefahr jedoch vorüber, dann beruhigt er sich wieder. Er empfindet also die jeweils der Situation angemessene Emotion. Und je höher er auf der Skala steht, umso rascher erholt er sich von Rückschlägen und gewinnt seine alte Fröhlichkeit und Zuversicht zurück. Der emotionell tiefstehende Mensch hingegen ist leichter aus der Fassung zu bringen und braucht auch länger, um seine Balance wieder zu finden. Zuweilen ärgert er sich vielleicht tage und wochenlang unablässig. Es kann freilich auch geschehen, dass er sich überhaupt nicht mehr erholt. In einem derartigen Fall wird er seinen ständigen Wohnsitz auf einem niedrigen Emotionsniveau nehmen. Der Spielraum Wie bereits erwähnt, gleitet der Mensch auf der Skala auf und ab. Das kann verwirren, wenn Sie gerade dabei sind, das Emotionsniveau einer Person einzuschätzen, die sich momentan in tieferen Regionen bewegt, denn ihr Höhepunkt liegt ja stets unterhalb von Langeweile. Ist das eigentliche Emotionsniveau „Apathie“, dann wird sich dieser Mensch, sobald er auf die Stufe „Furcht“ klettert, aufgekratzt fühlen. Daniel, ein erfolgloser Schriftsteller und halbwegs erfolgreicher Gigolo, verbrachte den größten Teil seiner Zeit auf der Schwelle „Furcht“, obwohl er flexibel genug war, sich den unechten Charme eines "Apathie"ers zunutze zu machen. Andererseits gelang es ihm auch, eine betrübte Miene je nach Belieben aufzusetzen. Dies tat er immer dann wenn er Gefahr lief, von seiner Hände Arbeit leben zu müssen. Bei solchen Gelegenheiten spielte er also den sich um die Gunst seiner Mitmenschen Bemühenden. Während derartiger Phasen ließ er sich von gutmütigen und vertrauensseligen Frauen aushalten, die gleichzeitig viel Mitleid aufbrachten und selber auf der Stufe der um Gunst Buhlenden daheim waren. Mit vollem Magen und ein paar EUROs schnellte er sodann im Nu zu seinem emotionellen Höhepunkt empor – der „Mitleidlosigkeit“ , von wo aus er seine Wohltäter gehässig anknurrte. Wenn die andern ihn schrecklich fanden, kam er sich großartig vor. Peter lebte fast immer auf der „Zorn“Ebene. Mehr oder weniger lautstark kletterte er vom mürrischen Verdruss (am unteren Ende von Feindselliger) zur erbosten Streitsucht hinauf, doch für die rechte Wut reichte es nicht. Wer ihn nicht näher kannte, hielt ihn für am sympathischsten, wenn er auf Apathie absackte, wo er sich „höflich“ und „nett“ benahm. Die hübsche Schauspielerin Helga, die sehr gern Männer um sich sah, war im Grunde ein „Mitleid“Mensch. Sie rutschte oft auf „Apathie“ hinunter und betrank sich dann. In ihren besten (und nüchternen) Stunden entwickelte sie sich zu einem "Apathie"erPüppchen und verkündete aller Welt bei strahlender Laune, das Leben sei doch einfach wunderbar. Die unvernünftigsten Leute sind jene, die immerzu auf ein und demselben Emotionsniveau verharren. Dann folgen diejenigen Typen, die sich zwar auf der Skala hin und herbewegen können, deren „Höchstleistung“ aber noch unterhalb Langeweile liegt. Und dann gibt es den Menschenschlag, der – falls die Verhältnisse zufriedenstellend sind – imstande ist, zu den höheren Regionen hinaufzusteigen. Die Vernünftigsten halten sich grundsätzlich an der Spitze auf und gleiten – der jeweiligen Situation entsprechend – mühelos und frei auf der Skala. Erfolg Wer am unteren Ende angelangt ist, verspürt das Bedürfnis, sein Versagen zu erklären. Er wird Ihnen mit unverhohlenem Vergnügen erzählen, dass ja auch die andern versagen. Hin und wieder tut er so, als sei er durchaus imstande, etwas Handfestes zu schaffen. In Wirklichkeit jedoch ist all sein Beginnen nicht der Rede wert. Der Mensch an der Spitze dagegen liebt den echten Erfolg – und zwar sowohl für sich selber als auch für andere. Verallgemeinerungen Der tiefgestimmte Zeitgenosse bedient sich mit Vorliebe Verallgemeinerungen, um seine Einstellung zu einem Sachverhalt zu rechtfertigen. „Keiner geht mehr dorthin“, „Jeder meint...“, „Die Leute sagen immer...“ Wer auf den oberen Rängen der Skala angelangt ist, drückt sich unmissverständlich aus. Greift er der Bequemlichkeit halber doch einmal zu vagen Redensarten, dann ist das seiner momentanen Trägheit zuzuschreiben: Er weiß nämlich durchaus, was er eigentlich sagen will. Er hat Argumente. Faires Spiel Sie laden einen Freund zum Mittagessen ein. Anstatt diese Einladung anzunehmen, schlägt er nun seinerseits vor, man könne doch gemeinsam auf Geschäftskosten tafeln, denn hinter diesen kleinen Schwindel werde ja keiner kommen. Auf welcher Ebene befindet sich dieser Mann? Natürlich unter Langeweile. Auf der Stufe „Langeweile“ wird ein Mensch immer wieder mit Tricks zu operieren suchen. Noch weiter unten umfasst seine „Ethik“ alle möglichen Mogeleien und macht auch vor kriminellen Handlungen nicht Halt.
Wer in gesetzeswidrige und unmoralische Taten verwickelt ist, befindet sich stets unterhalb der Langeweiler Grenze. Der emotionell hochgestimmte Mensch hingegen treibt ein faires Spiel – auch wenn niemand zuschaut. Besitz
Achten Sie auf das Äußere Ihrer Bekannten und Freunde.


--- Zitat ---En·thu·si·as·mus
/Enthusiásmus/
Aussprache lernen
Substantiv, maskulin [der]
    überschwängliche [schwärmerische] Begeisterung
    "etwas mit Enthusiasmus verkünden"
Enthusiasmus bezeichnet heute allgemein eine Begeisterung oder Schwärmerei für etwas, eine gesteigerte Freude an bestimmten Themen oder Handlungen, ein extremes Engagement für eine Sache oder ein ungewöhnlich intensives Interesse auf einem speziellen Gebiet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Enthusiasmus
--- Ende Zitat ---

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