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Umfrage an und in Österreichs Schulen
Die Schlagzeile bezieht sich auf eine aktuelle Umfrage des Österreichischen Bundesverlags Schulbuch (öbv) gemeinsam mit der Universität Linz. Das Ergebnis zeigt eine deutliche psychische Belastung sowohl bei Lehrkräften als auch bei Schülerinnen und Schülern in Österreich.
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Die wichtigsten Ergebnisse
Rund 50 % der Lehrkräfte fühlen sich durch ihre Arbeit stark unter Druck gesetzt.
An Sonderschulen liegt dieser Anteil sogar bei etwa 75 %.
Viele Schülerinnen und Schüler berichten ebenfalls von psychischen Belastungen, die sich auf Konzentration, Motivation und Lernleistung auswirken.
Als einer der wichtigsten Belastungsfaktoren wird der Einfluss von sozialen Medien genannt.
Warum das als besorgniserregend gilt
Die Ergebnisse passen zu anderen österreichischen Untersuchungen:
Eine große Bildungsumfrage mit mehr als 46.000 Teilnehmenden zeigte, dass viele Eltern, Lehrkräfte und Schüler das Bildungssystem als nicht ausreichend zukunftsorientiert ansehen.
Der Einfluss sozialer Medien auf Konzentration und Verhalten wurde von Pädagoginnen und Pädagogen als eine der größten Herausforderungen bewertet.
Frühere Gesundheitsstudien zeigten bereits einen Anstieg von schulischem Stress, psychischer Belastung und Cybermobbing bei Jugendlichen.
Auch viele Schulleitungen berichten von Überlastung, hohem Stress und zunehmender Bürokratie.
Mögliche Ursachen
Häufig genannt werden:
zunehmender Leistungsdruck,
steigende administrative Aufgaben für Lehrkräfte,
Personalmangel an Schulen,
psychische Nachwirkungen der Pandemie,
intensive Nutzung sozialer Medien,
Cybermobbing und digitale Ablenkungen.
Fazit
Die Umfrage deutet darauf hin, dass psychische Gesundheit zu einer der zentralen Herausforderungen im österreichischen Schulwesen geworden ist. Die Belastung betrifft nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch Lehrkräfte und Schulleitungen. Bildungsexperten sehen deshalb verstärkten Handlungsbedarf bei Prävention, Unterstützungssystemen und der Förderung von Medienkompetenz.
Ihre Zusammenfassung trifft die aktuelle Diskussion in Österreich grundsätzlich gut. Einige der genannten Zahlen lassen sich inzwischen durch Berichte über die neue Studie von öbv und der Johannes-Kepler-Universität Linz bestätigen.
Aktuelle Befund
Eine österreichweite Befragung von 2.128 Lehrkräften ergab, dass sich 52 % der Lehrkräfte psychisch stark belastet fühlen. Besonders hoch ist die Belastung an Sonderschulen, wo die Werte laut Berichterstattung deutlich über dem Durchschnitt liegen. Als Hauptursachen nannten die Befragten nicht primär den Unterricht selbst, sondern Bürokratie, große Klassen, heterogene Lerngruppen, fehlende Unterstützung und steigende Erwartungen von Eltern.
Parallel dazu berichten Bildungsexperten seit Jahren über zunehmende psychische Belastungen bei Schülerinnen und Schülern. Themen wie Leistungsdruck, soziale Unsicherheit, digitale Überforderung und psychische Erkrankungen sind inzwischen feste Bestandteile des Schulalltags geworden.
Belastungsfaktoren im Überblick
Für Schülerinnen und Schüler:
Leistungs- und Prüfungsdruck
Soziale Medien und permanente Erreichbarkeit
Cybermobbing
Konzentrationsprobleme durch digitale Ablenkung
Nachwirkungen der Pandemie
Zukunftsängste
Für Lehrkräfte:
Hohe administrative Belastung
Lehrkräftemangel
Große und zunehmend heterogene Klassen
Verhaltensauffälligkeiten einzelner Schüler
Psychische Krisen von Schülern
Elternkonflikte
Fehlende Unterstützungsstrukturen
Diese Entwicklungen werden auch durch weitere österreichische Studien zu Schulleitungen und Lehrkräften bestätigt. Viele Direktorinnen und Direktoren berichten von Überlastung, Personalmangel und zunehmender Bürokratie.
Warum soziale Medien besonders im Fokus stehen
Lehrkräfte beobachten, dass Smartphones und soziale Netzwerke:
die Aufmerksamkeitsspanne verkürzen,
Vergleiche und sozialen Druck verstärken,
Schlafprobleme fördern,
Konflikte aus dem Internet in die Schule tragen.
In einer anderen öbv-JKU-Umfrage sprachen sich deshalb 74 % der Lehrkräfte für strengere Smartphone-Regelungen an Schulen aus.
Mögliche Lösungsansätze
Bildungsforscher und Psychologen diskutieren derzeit insbesondere:
Ausbau von Schulpsychologie und Schulsozialarbeit
Entlastung der Lehrkräfte von Verwaltungsaufgaben
Kleinere Klassen
Frühzeitige Prävention psychischer Probleme
Medienkompetenz und digitaler Selbstschutz
Stärkung sozialer und emotionaler Kompetenzen
Mehr Unterstützung für Schulleitungen und Sonderpädagogik
Fazit
Die aktuelle Datenlage zeigt deutlich, dass psychische Gesundheit inzwischen zu den wichtigsten Herausforderungen des österreichischen Bildungssystems zählt. Die Belastungen betreffen nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch Lehrkräfte und Schulleitungen. Viele Experten sehen daher einen strukturellen Reformbedarf, damit Schulen nicht nur Lernorte, sondern auch gesundheitsfördernde Lebensräume bleiben können.
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Bei der aktuellen Bevölkerungsentwicklung hat Österreichs Gesellschaft ohne langfristig massive Förderung der psychischen Gesundheit wenig Überlebenschancen. "Die meiste gesunde Lebenszeit geht durch psychische Erkrankungen verloren. Gleichzeitig wächst die Zahl der Demenzkranken dramatisch", warnte jetzt der Wiener Psychiater Georg Psota, langjähriger Leiter der Psychosozialen Dienste, im Gespräch mit der APA.
"Ich frage mich, ob Politik und Gesellschaft wirklich übersehen, wie miserabel wir in den westlichen Industriestaaten im Hinblick auf die psychische Gesundheit beisammen sind. Für die Industriestaaten, auch Österreich ist noch einer, haben internationale Experten die führenden Ursachen für die Krankheitslast, also für die verlorenen gesunden Lebensjahre, für die Jahre 2015 und 2030 errechnet. An erster Stelle sind zu beiden Zeitpunkten die Depressionen. 2030 folgt dann mit Abstand Diabetes mellitus. Dann kommen schon Morbus Alzheimer und andere Formen der Demenz. An vierter Stelle sind die koronaren Herzerkrankungen und an fünfter Stelle bereits die Alkoholerkrankung und andere Süchte", sagte Psota.
Auch wirtschaftlicher Faktor
Gesellschaft und Politik aber würden ständig darüber hinwegschauen. "Und dabei werden psychische Erkrankungen, die Erkrankten selbst und die Behandler weiterhin stigmatisiert", kritisierte der Experte.
Das alles treffe auf eine Bevölkerung, in der permanent viele Menschen psychische Leiden aufwiesen, die sie an der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben hinderten. "Jemand mit Depressionen kann weder im Berufsleben produzieren noch entsprechend konsumieren. Beides wird aber in unserer heutigen Zeit gebraucht."
"Volksleiden"
Vor kurzem erst hat Psota bei einer Pressekonferenz der Praevenire-Gesundheitsinitiative Zahlen aus der ersten umfassenden wissenschaftlichen Untersuchung zur Häufigkeit psychischer Erkrankungen in Österreich des Wiener Sozialpsychiaters Johannes Wancata präsentiert: "Innerhalb eines Jahres haben 20,3 Prozent der Männer und 25,1 Prozent der Frauen eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung. Das sind 22,7 Prozent der gesamten Bevölkerung, also fast ein Viertel."
"Psychische Erkrankungen sind keine Rarität. Kinder sterben heute nur noch selten an Tumoren. Die häufigste Todesursache zwischen zwölf und 18 Jahren ist der Suizid. Die höchste Todesrate diverser Erkrankungen bei den jungen Frauen zwischen 14 und 18 Jahren bewirkt die Anorexie", stellte der langjährige PSD-Chefarzt gegenüber der APA fest.
Demografische Entwicklung und Demenz
Doch das sprichwörtlich "dicke Ende" in Sachen psychischer Gesundheit und Gesellschaft stehe erst bevor, wenn nicht massiv Gegenmaßnahmen erfolgten, so Psota: "Wir haben eine demografische Bombe vor uns. Ich bin ein Babyboomer. In ein paar Jahren werde ich zu den Gerontoboomern gehören. Dann kommen wir in Österreich auf mehr als eine Million Über-60-Jähriger. In Bundesländern wie der Steiermark wird jeder Dritte oder Vierte über 65 Jahre alt sein."
Die Konsequenz: Konservative Berechnungen gingen von einer Zunahme der Demenz-Betroffenen in Österreich zwischen 2020 und 2040 von rund 130.000 Menschen auf 200.000 Personen aus. Neue Prognosen und die steigende Lebenserwartung ließen aber einen Anstieg bis zum Jahr 2040 auf rund 260.000 Demenzkranke wahrscheinlich sein.
Prävention und Versorgung vom Säuglingsalter an
Die einzigen sinnvollen Gegenmaßnahmen können nur massive Investitionen in Prävention und in die Versorgung von Betroffenen sein. "Wir sparen nicht, wir gewinnen, wenn wir hier als Gesellschaft investieren. Ich sehe nicht ein, warum beispielsweise ein Hotelbau als Investition gesehen wird, der Bau eines Spitals aber bloß als Kostenfaktor."
Ansatzpunkt müssten schon Schwangere und die perinatale Versorgung in psychischer Hinsicht von jungen Müttern und deren Kindern sein. "Wenn eine junge Mutter in der Schwangerschaft oder erst recht nach der Schwangerschaft an Depressionen leidet, wird auch der Säugling, das Baby, leiden. Das hat dann ein großes Risikopotential für die Zukunft", erklärte der Experte.
Hälfte der Erkrankungen bei Jugendlichen erkennbar
Hinzu komme das seit langem bekannte Faktum, dass schwere psychiatrische Krankheiten in vielen Fällen keine "Alterskrankheiten" sind. "Psychische Erkrankungen beginnen in der Regel früh. Angsterkrankungen zeigen sich oft schon bei Fünfjährigen mit einem Gipfel um die zehn Jahre", sagte der Psychiater.
Störungen mit Substanzkonsum bzw. Substanzabhängigkeit oder Schizophrenie treten am häufigsten um das 20. Lebensjahr auf, Störungen des Affektsystems mit Depressionen etc. etwa um die 30. Eine Kernaussage aus internationalen Studien: Etwa die Hälfte aller psychischen Erkrankungen, die im Erwachsenenalter beobachtet werden, ist bereits bei den 14-Jährigen erkennbar.
"Die wichtigste Aufgabe für eine Gesellschaft, die so wenige Kinder hat wie unsere, liegt darin, die Kinder so zu stärken, dass sie sich gut entwickeln und damit Mitglieder der Gesellschaft werden, für die sie selbst wieder etwas einbringen können." Dazu gehöre zuvorderst die Förderung der psychischen Gesundheit.
Die Lage am österreichischen Arbeitsmarkt bleibt angespannt: Ende Mai waren mehr als 301.000 Menschen arbeitslos gemeldet – "Heute" hat die Details.
Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist erneut gestiegen. Wie aus den aktuellen Zahlen des Arbeitsministeriums hervorgeht, waren Ende Mai 301.676 Menschen arbeitslos gemeldet – das sind um rund 5.500 Personen oder 1,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote kletterte auf 7,1 Prozent.
Besonders alarmierend ist die Entwicklung bei den Langzeitarbeitslosen. Ihre Zahl stieg binnen eines Jahres um 13 Prozent auf 102.788 Personen. Damit ist bereits mehr als jeder dritte Arbeitslose seit mindestens einem Jahr beim AMS vorgemerkt.
Auch bei jungen Menschen zeigt sich keine Entspannung. Die Jugendarbeitslosigkeit erhöhte sich im Mai leicht um 0,7 Prozent. Gleichzeitig wächst die Lehrstellenlücke: Während die Zahl der Lehrstellensuchenden um 11,4 Prozent zunahm, gingen die offenen Lehrstellen deutlich zurück. Aktuell fehlen 1.673 Lehrstellen.
Frauen sind von der aktuellen Entwicklung besonders betroffen. Ihre Arbeitslosigkeit stieg um fünf Prozent, während jene der Männer sogar leicht zurückging. Auffällig ist zudem die Situation älterer Arbeitnehmerinnen: Bei den über 60-Jährigen waren Ende Mai rund 32 Prozent mehr Frauen arbeitslos gemeldet als noch vor einem Jahr.
Auch die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt verhalten. Die Zahl der beim AMS gemeldeten offenen Stellen sank um 5,4 Prozent auf 79.116. Zwar gab es zuletzt einen leichten Anstieg bei neu gemeldeten Stellen, von einer nachhaltigen Trendwende kann aber noch keine Rede sein.
Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) bezeichnete die Lage als weiterhin herausfordernd. Sie kündigte gezielte Investitionen für ältere Arbeitssuchende an und forderte Unternehmen auf, verstärkt auf die Erfahrung älterer Beschäftigter zu setzen.
"Es braucht ein deutliches Umdenken in den Betrieben: Gerade in Zeiten, wo die Wirtschaft einen Fachkräftemangel beklagt, sind die Arbeitgeber aufgeforde
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