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📑 Allgemeines Board Tipps und Informationen / 🍚 Reis - Ingo Potrykus
« Letzter Beitrag von ★ Sarah Maria Schwab am Dezember 01, 2022, 05:15:09 Vormittag »
Zitat
Dunkle Getreidekörner, die im Handel und in der Gastronomie als „Wildreis“ bezeichnet werden, gehören botanisch nicht zur Gattung Reis (Oryza (https://de.wikipedia.org/wiki/Reis_(Gattung))), sondern zur Gattung Wasserreis (Zizania (https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserreis)).
Sie werden in diesem Artikel nicht behandelt oder diskutiert.

🍚 Reis richtig kochen – auf die Sorte kommt es an!
Wer klebrigen Reis oder angebrannte Kochtöpfe fürchtet oder sich nicht sicher ist, welche Menge Reis pro Person gekocht werden muss, greift gerne zum Reis im Kochbeutel. Wirklich nachhaltig ist der in Plastiktütchen abgepackte Reis allerdings nicht. Und aromatischere Sorten gibt es auch. Wer Reis richtig kochen will, muss lediglich ein paar essenzielle Punkte beachten, denn die empfohlene Zubereitungsart richtet sich nach der jeweiligen Sorte.
Zum einen wird unterschieden in Langkornreis und Rundkornreis. Langkornsorten wie Basmatireis, Jasminreis und brauner Reis sind besonders locker nach dem Kochen. Sie eignen sich besonders gut als Beilage oder als Grundlage für eine leichte Gemüsepfanne. Rundkornreissorten sind klebriger und cremiger und werden für Sushi, Milchreis oder Risotto verwendet.
Reis enthält äußerst wenig Fett, aber wertvolle komplexe Kohlenhydrate, die vom Körper langsamer verarbeitet werden und deshalb länger satt machen. Außerdem macht Reis nicht nur schlank, sondern auch gesund und schön, denn Reis enthält viele wichtige B-Vitamine, die für Haut, Nerven und Stoffwechsel wichtig sind. https://de.wikipedia.org/wiki/Reis
🍚 Reissorten und die gesundheitliche Wirkung von Reis, Naturreis
In vielen asiatischen Ländern wird sehr viel Reis verzehrt. Die ganze Kultur dieser Region ist von dem Anbau geprägt, der eine 7.000 Jahre alte Geschichte vorweisen kann. Weltweit soll es um die 8.000 unterschiedlichen Reissorten geben, die mit der Zeit an die verschiedenen Klimazonen angepasst wurden. Die Pflanze wird circa zwei Meter hoch und muss jedes Jahr neu gepflanzt werden. Mit der Zeit entstehen sogenannte Ährenrispen, in denen sich die weißen Körner als Samen bilden. Der folgende Text beschreibt verschiedene Aspekte von Reis wie z.B., welche unterschiedlichen Reissorten es gibt, ob er gesund ist oder ob er vielleicht sogar beim Abnehmen helfen kann.
 🍚 Die unterschiedlichen Reissorten
🍚 1. Naturreis/Vollkornreis
Naturreis, auch Vollkornreis oder Brauner Reis genannt, ist sehr gesund und enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe. Er hat ein spezielles Aroma und hält auch länger satt als andere Sorten. In der asiatischen Küche wird Naturreis zu unterschiedlichen Gerichten verwendet. Im Gegensatz zu anderen Sorten ist er unbehandelt und zumeist auch unpoliert. In dem Reiskorn befinden sich ein Keimling und ein Silberhäutchen, wobei Letzteres die meisten der gesunden Nährstoffe enthält, wie zum Beispiel viele Vitamine und Mineralien. Naturreis enthält ungegart pro 100 Gramm 357,0 kcal und 2,9 Gramm Fett.
🍚 2. Basmati Reis
Auch Basmati Reis ist sehr weit verbreitet. Er wird vorwiegend in Indien und Pakistan angebaut und ist auf der ganzen Welt sehr beliebt. Die Körner des Langkornreis sind nach dem Kochen weiterhin körnig, trocken und recht locker. Basmati Reis enthält ungegart pro 100 Gramm 351,0 Kilokalorien und 0,9 Gramm Fett. ? Hier finden sie Tipps zum Reis kochen.
🍚 3. Jasmin Reis
Der Jasmin Reis erhielt seinen Namen durch seinen süßen und leicht blumigen Geruch und wird daher teilweise auch Duftreis genannt. Pro 100 Gramm hat in ungegartem Zustand 350,0 Kilokalorien und 0,8 Gramm Fett.
🍚 4. Risotto Reis
Beim Risotto Reis handelt es sich um einen Rundkornreis, der sehr viel Stärke enthält. Daher kleben die einzelnen Körner nach der Zubereitung auch sehr stark aneinander. Besonders hochwertiger Risotto Reis wird dagegen beim Kochen etwas cremig, verliert aber trotzdem nicht seinen einzigartigen Biss. Diese Sorte wird vorwiegend in Italien angebaut. Sie enthält ungegart pro 100 Gramm 399,0 Kilokalorien und 0,6 Gramm Fett.
🍚 5. Wildreis
Bei sogenanntem Wildreis handelt es sich eigentlich nicht um Reis, sondern um eine spezielle Grasart. Sie wächst vor allem an den kanadischen Ufern und der Geschmack der Körner erinnert an Tee. Durch einen recht schwierigen Anbau ist diese Reissorte auch vergleichsweise teuer und zudem auch nur schwer erhältlich. Sie enthält in ungegartem Zustand pro 100 Gramm 360,0 Kilokalorien und 0,9 Gramm Fett.
🍚 6. Sushi Reis
Sushi Reis kommt aus Japan, wird heute aber auch in vielen anderen Ländern angebaut, wie zum Beispiel in Amerika. Die Körner kleben nach der Zubereitung recht stark zusammen. Aus diesem Grund wird diese Reissorte auch sehr oft für Sushi und diverse andere Reisgerichte genutzt. In 100 Gramm stecken 345,0 Kilokalorien und 0,5 Gramm Fett.
🍚 7. Klebereis
Dieser Reis stammt ursprünglich aus Thailand und ist für seine einzigartige Klebe-Fähigkeit bekannt. Er wird gedämpft und dann für diverse süße Speisen wie auch einige deftige Speisen verwendet. Teilweise wird er auch als sogenannte Glutenreis bezeichnet, auch wenn er gar kein Gluten enthält. Das Besondere ist, dass es ihn auch in schwarz gibt. In 100 Gramm ungegartem Klebereis befinden sich 349,0 Kilokalorien und 0,5 Gramm Fett.
Was ist der Unterschied zwischen Naturreis und weißem Reis?
Alle Reissorten bestehen zum Großteil aus Kohlenhydraten, enthalten dagegen aber relativ wenig Eiweiß und noch weniger Fett. Allerdings können die Werte von Sorte zu Sorte (siehe oben) recht stark schwanken. Weißer Reis wird auch polierter Reis bezeichnet. Denn die besonders nährstoffreiche Silberhaut und auch die Samenschale sind bei dieser Sorte werden in der Verarbeitung entfernt. Dadurch ist weißer zumeist deutlich länger lagerfähig als zum Beispiel Naturreis und muss zudem auch nicht so lange gekocht werden. Dafür ist er aber auch längst nicht so nahrhaft. Naturreis kommt dagegen zumeist komplett unbehandelt in den Supermarkt. Das bedeutet, er wurde im Vorfeld nicht gewaschen und auch nicht poliert. Dadurch bleiben viele Nährstoffe erhalten, die beim weißen Reis durch die Verarbeitung entfernt wurde. Zudem hat die Natur-Variante auch mehr Eiweiß und Fett. Das bewirkt, dass er länger satt macht. Die enthaltenen Kohlenhydrate werden deutlich langsamer vom Körper gespalten, sodass der Blutzuckerspiegel stets auf einem konstanten Stand bleibt und keine gefürchteten Heißhungerattacken entstehen.
Hat Reis Gluten?
Nein, Reis enthält kein Gluten und kann daher auch problemlos von Menschen verzehrt werden, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden.
Ist Reis gesund oder nicht?
Nicht ohne Grund sind die kleinen Körner für rund die Hälfte aller Menschen das Nahrungsmittel Nummer Eins. Sie enthalten sehr wenig Fett, dafür aber sogenannte komplexe Kohlenhydrate. Letztere kann der Körper nur sehr langsam verwerten und machen daher auch recht lange satt. Zudem enthält Reis auch viele gesunde B-Vitamine. Diese sind unter anderem für die Haut, für die Nerven und auch für den Stoffwechsel sehr wertvoll. Reis liefert auch hochwertiges Magnesium, das für die Muskeln und den Stressabbau sehr wichtig ist. Somit kann die Frage ganz klar mit Ja beantwortet werden: Reis ist gesund.
In jeder Reissorte befinden sich gewissen Mengen an Arsen. Diese lassen laut BFR (Bundesinstitut für Risikobewertung) leider nicht komplett vermeiden. Allerdings befindet sich der Stoff vorwiegend in der Randschicht des Korns. Somit enthält gründlich geschälter Reis zumeist weniger Arsen als Naturreis, der ja vor dem Verkauf nicht verarbeitet wird.
Hilft Reis beim Abnehmen? Hierbei kommt es darauf an, welche Reissorte gewählt wird. Naturreis enthält zum Beispiel recht viel Fett und eignet sich daher nicht so gut für eine Diät, andere Sorten dagegen schon. Bevor Reis gekauft wird, sollte daher genau geschaut werden, wie viele Kalorien dieser hat. Am besten werden im Supermarkt oder Bioladen mehrere Sorten miteinander verglichen.
🍚 Gesundheitliche Wirkung von Reis
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird davon ausgegangen, dass Reis dem Körper überschüssige Feuchtigkeit und Hitze entziehen kann. Das heißt, dass Menschen, die schnell frieren, ihn besser nur selten essen sollten. Wer dagegen viel schwitzt und sehr oft Hitzewallungen oder Entzündungen in seinem Körper hat, sollte regelmäßig Reis zu sich nehmen. Eine gezielte Reiskur kann zudem auch bei folgenden Beschwerden helfen:
    Beschwerden im Bereich des Magen-Darm-Trakts
    Hautproblemen
    Kopfschmerzen
    Migräne
    Harnwegsinfekten
    Übergewicht
    Menstruationsbeschwerden
    Myomen
    Endometriose
    Ödemen
    Verschleimung im Atemwegstrakt
    Zysten
    Gicht
    Gastritis (Aktiv gegen die Übersäuerung des Körpers)
    Diabetes
Zudem kann die Reiskur auch unterschiedliche schulmedizinische Therapien und in einigen Fällen auch naturheilkundliche Therapien unterstützen.

🍚 Das müssen Sie vor dem Reiskochen beachten!
    Reismenge pro Person: Wenn der Reis als Beilage dient, werden pro Person etwa 60 bis 80 Gramm benötigt. Als Hauptspeise, etwa in einem cremigen Risotto, werden pro Person gut 100 bis 120 Gramm Reis gekocht.
    Reis waschen: Bevor Langkornreis gekocht wird, werden die Körner gewaschen. Dadurch wird überschüssige Stärke abgespült, die den Reis klebriger machen würde. Darüber, ob Rundkornreissorten gewaschen werden, gibt es unterschiedliche Meinungen, denn die klebrigere Konsistenz ist bei den meisten Gerichten erwünscht. Wer Sushireis richtig kochen will, muss weitere Besonderheiten beachten.
    Salz ins Wasser: Wer Reis richtig kochen will, gibt eine Prise Salz ins Wasser. Alternativ kann man auch etwas Zucker dazu geben.
    Kochdauer: Wie lange der Reis kochen oder quellen muss, hängt von der Sorte ab. Geschälte Reissorten brauchen etwa 15 bis 25 Minuten, bis sie gar sind, Rundkornreis und brauner Reis circa 30 bis 35 Minuten und Wildreis bis zu 45 Minuten. Auf der Verpackung finden Sie die Empfehlungen für die jeweilige Reissorte.
🍚 Reis richtig kochen ohne Kleben
Sie benötigen kein spezielles Equipment. Reis richtig zu kochen gelingt auch ohne Reiskocher: mit der Wassermethode oder der Quellmethode. Die Wassermethode eignet sich besonders für diejenigen, die auf Nummer sicher gehen möchten, denn bei der Wassermethode kann nicht viel schiefgehen. Wer seine Koch-Skills aber aufs nächste Level heben möchte, entscheidet sich für die Quellmethode.
Wassermethode
Sie möchten Langkornreis wie Basmatireis richtig kochen und setzen lieber auf die Wassermethode? Bei dieser wird Wasser mit einer Prise Salz zum Kochen gebracht und der gewaschene Reis ins sprudelnde Wasser gegeben. Bei schwacher Hitze köcheln lassen und nach Ablauf der empfohlenen Zeit durch ein Sieb abgießen. Da beim Abgießen Aroma und Nährstoffe verloren gehen, entscheiden sich viele für die etwas anspruchsvollere Quellmethode.
Quellmethode
Bei der Quellmethode bleiben Nährstoffe und Aromen erhalten, da der Reis die Flüssigkeit vollkommen aufsaugt. Zudem wird weniger Wasser und Energie benötigt. Die Quellmethode eignet sich für alle Reissorten. Wer Rundkornreis richtig kochen will, wählt in jedem Fall diese Zubereitungsart. Das Verhältnis bei den meisten Reissorten ist 1:1,5 oder 1:2, also eine Tasse Reis auf zwei Tassen Wasser. Vollkornreis braucht etwas mehr Wasser.
🍚 Reis richtig kochen
Wer Reis richtig kochen will, muss das Reis-Wasser-Verhältnis auf der Packung beachten. Nach dem Kochen mit der Quellmethode den Topf vom Herd nehmen, Deckel aufsetzen, in eine Decke ins Bett geben und ziehen lassen. Die entsprechende Menge Reisessig (Apfelessig (https://de.wikipedia.org/wiki/Apfelessig)), eine Prise Zucker und Salz vorher dazugeben und verrühren. Zum Auskühlen wird der Reis dann auf ein HolzBlech gegeben und anschließend verarbeitet. So geht’s: Wasser, Reis und etwas Salz in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Hitze reduzieren und den Reis bei niedriger Temperatur im geschlossenen Topf quellen lassen, bis die gesamte Flüssigkeit aufgenommen und der Reis gar ist. Tipp: Um die Kochzeit zu verkürzen, kann der Reis zuvor in kaltem Wasser eingeweicht werden.
🍚 https://de.wikipedia.org/wiki/Reis

Ingo Potrykus (https://de.wikipedia.org/wiki/Ingo_Potrykus) erfand vor über 20 Jahren einen Gen-Reis, der Millionen Kinder retten sollte. Jetzt wird der Reis endlich angebaut. Aber auf dem Weg dazu hat der frühere ETH-Professor den Glauben an das Gute im Menschen verloren.
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Im Arbeitszimmer in einer Schublade, zwischen einer alten Fern­bedienung, einem Foto und anderem Kram, dort bewahrt Ingo Potrykus den Reis auf, mit dem er die Welt verändern wollte.
Er sucht das Schälchen hervor, es sind nur wenige Gramm Reis. Früher waren die Körner gelb, jetzt sind sie wie vergilbt. «Das isser», sagt Potrykus, «schon etwas verblasst.» Dabei hatte alles so glänzend begonnen.
Im Jahr 2000 prangte Ingo Potrykus aus Magden im Aargau auf dem Cover des «Time Magazine». Die Story verkündete ein Wunder der Wissenschaft: Potrykus hatte einen Reis erfunden, der «eine Million Kinder pro Jahr retten könnte». Selbst­bewusst und optimistisch schaute er von der Titelseite des Magazins, und damals auch in die Zukunft.
Potrykus glaubte, sein Reis würde bald ausgesät und geerntet. Ungefähr 10 Jahre später begann er sich zu fragen, ob er die erste Ernte noch erleben würde. Mehr als 20 Jahre später, diesen Herbst, wird sein Reis zum ersten Mal geerntet.
Dies könnte eine Erfolgs­geschichte sein und Potrykus ihr Held, aber er selbst erzählt die Geschichte als Tragödie.
Im Dezember wird Potrykus 89 Jahre alt, «dass ich überhaupt noch da bin», sagt er, «das war ja nicht vorhersehbar». Er trägt Manchester­hosen und englische Hemden. Der Bart ist weiss geworden, und die paar Schritte, die er noch geht, rauben ihm den Schnauf. Aber den Rollstuhl faltet sich Potrykus selber auf. Er wehrt sich schon noch gegen den Lauf der Dinge.
Das halbe Leben als Pensionierter hat er investiert, um seine Erfindung in die Welt zu bringen. Er wollte den Reis verschenken, nach Indien, Bangladesh, auf die Philippinen – an die kleinen Reisbauern dieser Welt. Goldener Reis wurde seine Erfindung benannt. Ein Name wie ein Versprechen.
Der Reis ist golden oder gelb, weil er Beta-Carotin enthält. Das wird im Körper zu Vitamin A, einem Nährstoff, an dem es vielen armen Menschen mangelt. Die Weltgesundheits­organisation schätzt, dass Vitamin-A-Mangel jedes Jahr zwischen 250’000 und 500’000 Kinder erblinden lässt. Die Hälfte von ihnen stirbt im Jahr nach dem Erblinden.
Der Mangel an Vitamin A macht die Menschen anfällig für Infektionen. Jean Ziegler, der frühere Uno-Sonder­berichterstatter für das Recht auf Nahrung, sprach von «unsichtbarem Hunger». Potrykus’ Plan war, das Vitamin mit der Grund­nahrung mitzuliefern. Er fügte fremde Gene ein in einen Reis, damit der Reis den Nährstoff produzierte.
Es war der Beginn einer langen Reise, die Potrykus mehr als einmal vor den Papst führte und an den Pranger von Greenpeace brachte. Sie führte ihn in die höchsten Kreise der Wissenschaft, aber sie stellte ihn vor die Frage, was denn nun in dieser Welt schlimmer sei: der gentechnisch veränderte Reis oder der Mensch.Hunger
Ingo Potrykus war als Menschen­freund gestartet. «Von der Mutter her», sagt er, habe er an das Gute im Menschen geglaubt.
Potrykus wurde im Jahr 1933 geboren, da kam Hitler an die Macht. Die Familie lebte in einer Stadt in Schlesien, das nach dem Kriegsende polnisch wurde. Mit drei Koffern flüchteten sie vor den heran­nahenden Russen: Ingo, ein jüngerer Bruder, die Mutter mit einer neugeborenen Schwester. Sie war am Todestag des Vaters auf die Welt gekommen.
Ingo Potrykus war 11 Jahre alt. «Hunger», sagt er, «tut weh.»
Zuerst im Magen, dann im Kopf. Dann werde man apathisch und verliere alle Initiative. Zwei Jahre lang klaute er von den Feldern der Bauern, um zu überleben. Als die Mutter eine Stelle bekam als Köchin bei der Schul­speisung, blieb in den grossen Kesseln immer etwas übrig.
«Meine Mutter war eine Heldin», würde Potrykus Jahre später in einem Artikel in der «Annual Review of Plant Biology» schreiben, der sonst von Wissenschaft erzählte, von pflanzlicher Toti­potenz, Proto­plasten, DNA. Den Satz über die Mutter setzte er ganz an den Anfang des Artikels. Die Mutter stand über allem.
Potrykus war zuerst Biologie­lehrer, Nebenfach Sport. Er hatte eine Frau, drei Kinder und einen VW-Bus zum Campen. Dann bekam er durch Zufall eine Stelle in der Wissenschaft angeboten und nahm an. Er forschte viele Jahre zur Pflanzen­zucht, als er im Jahr 1986 an die ETH Zürich berufen wurde, kam Gen­technik gerade auf. Das war das Ende seines spiessigen Lebens.
«Für meine Frau war die ganze Zeit, in der ich mit der Technologie gearbeitet habe, eine Leidens­zeit», sagt Potrykus. Er arbeitete das halbe Leben damit, trotzdem haben sie diamantene Hochzeit gefeiert.
Inge will eigentlich keine Medien mehr im Haus, aber einmal da, ist Inge überall. Potrykus hat sie in Bleistift gezeichnet und aus Lehm geformt, und vor der Tür zum Arbeitszimmer hängt Inge in jüngeren Jahren in Öl. «Sie denkt wahrscheinlich immer noch, ich wäre besser Lehrer geblieben», sagt er. Er selber denkt, er wäre todunglücklich geworden.
Die «Neue Zürcher Zeitung» schrieb zu Potrykus’ Berufung an die ETH, man hoffe, er werde die Erfolge im «Genetic Engineering» weiterführen. Das Englische bezeichnet treffender als das Deutsche, wie Potrykus die Gen­technologie verstand.
Er sah sie als ein neues Werkzeug, um Kultur­pflanzen zu verbessern: mehr Ertrag zum Beispiel, weniger Krankheiten. Potrykus versteht sich als Ingenieur, nicht als Wissenschaftler. Er wirft der Wissenschaft auch vor, die Nase so tief in die Grund­lagen zu stecken, dass die Sicht auf die Realität verloren gehe.
Er habe einmal einen Nobelpreis­träger kennengelernt, erzählt er, der habe heraus­gefunden, «dass wenn man von einem Bleistift etwas abschilfert beim Bewegen auf dem Papier, dann entstehen Platten von Grafit, und die sind zweidimensional». Mit dieser Erkenntnis könne man alles Mögliche machen, habe es geheissen. «Aber es ist dabei geblieben, dass man jetzt weiss: Wenn man von einem Bleistift etwas abschilfert beim Bewegen auf dem Papier, dann entstehen Platten von Grafit, und die sind zweidimensional.»
Zu den traurigen Kapiteln von Potrykus’ Geschichte gehört, dass er als Ingenieur die grossen Ziele verfehlt hat. Aber als Wissenschaftler wurde er weltberühmt.
Unter Panzerglas
Der Goldene Reis war eine Bieridee.
Im Jahr 1984 trafen sich Reis­züchter auf den Philippinen zu einem Seminar. Organisatorin war die Rockefeller Foundation, die in jenen Jahren Millionen in Reis­züchtung investierte. An einem Abend nach den Vorträgen sass eine Gruppe zusammen und trank Bier. Man diskutierte die Gen­technik und war skeptisch, ob sie ihre Versprechen halten würde.
Dann fragte ein Vertreter der Rockefeller Foundation in die Runde: «Angenommen, es wäre wirklich möglich, ein fremdes Gen in den Reis einzufügen: Welches Gen würdet ihr wählen?»
Ein Gen, das den Reis gelb färbe, antwortete einer der Züchter. Weil der Reis dann Beta-Carotin enthalte, nach so einem Reis suche man schon lange.
So erzählt es der amerikanische Wissenschafts­autor Ed Regis, einer der profundesten Kenner der Geschichte vom Goldenen Reis. Die Rockefeller Foundation entschied, Forschungs­geld für einen Vitamin-A-Reis auszuschreiben.
«Da hat sich dann keiner rangetraut», sagt Potrykus, selbstzufrieden. Dann fügt er an: «Zu Recht.»
Er war einfach naiv genug, es zu versuchen, denkt er rückblickend. «Ich glaube, hätte ich damals begriffen, wie kompliziert es ist, hätte ich auch nicht dran geglaubt, dass es klappen kann.»
Im Sommer 1992 flog Potrykus nach New York. Er sollte vor der Rockefeller Foundation präsentieren, wie er den Vitamin-A-Reis bauen wollte. Begleitet wurde er von Peter Beyer, einem Zell­biologen der Universität Freiburg im Breisgau. Beyer würde den Goldenen Reis mitentwickeln, aber Potrykus wurde zu seinem Gesicht.
Der Peter sei ein Glück gewesen, sagt Potrykus, «das war ein richtiger Wissenschaftler, nicht wie ich».
Zusammen skizzierten sie in New York ihren Plan:
Vier Gene in den Reis einfügen, die vier Enzyme codieren. Die Enzyme sollten einen biochemischen Stoffwechsel auslösen, aus dem Beta-Carotin entsteht. Im menschlichen Körper würde das Beta-Carotin dann zu Vitamin A.
Potrykus war es zuvor gelungen, ein einziges Fremd­gen in einen Reis einzufügen. Vier davon, zusammen funktionierend – das hatte niemand zuvor gemacht. Die Rockefeller Foundation sprach das kleinstmögliche Budget: zwei Post­doktoranden. So, als kleine Forschungs­gruppe, begannen sie die Arbeit an ihrem Reis.
Peter Beyer war Spezialist für Narzissen, eine gelbe Blume, die Beta-Carotin produziert. Von der Narzisse wählten sie das erste Gen. Weil Pflanzen­zellen dicke Wände haben, brauchten sie ein Instrument, um das Gen durch die Reiswände zu bringen. Sie nutzten, es klingt lächerlich: eine Kanone.
Die Genkanone war wenige Jahre zuvor entwickelt worden. Amerikanische Forscher hatten realisiert, dass man DNA mit einem Luftgewehr in Zwiebel­zellen schiessen kann. Sie entwickelten darauf ausgefeiltere Geräte, tauglich für das Labor. So eines nutzten Potrykus und Beyer, um das Narzissen­gen in den Reis zu schiessen. Es war ein erster Erfolg. Und auch der letzte für viele Jahre.
Ein ganzes Jahr lang versuchten sie, das zweite Gen einzuschiessen. Nach sechs Jahren hatten sie zwar alle Gene eingeschossen, aber die Gene lagen in vier separaten Reispflanzen, die sie nun hätten kreuzen müssen, um sie in einer Pflanze zu vereinen. Aber die Pflanzen waren kaum mehr fruchtbar. Die Rockefeller Foundation hatte die Finanzierung schon aufgegeben, auch Peter Beyer fand, es ergebe keinen Sinn mehr.
Warum glaubte Potrykus noch daran? (https://de.wikipedia.org/wiki/Ingo_Potrykus)
«Die Engländer würden sagen, ich sei stubborn», sagt er – stur.
Er hat kürzlich recherchiert, woher der Name «Potrykus» kommt. Die im Augenblick einleuchtendste Hypothese sei, dass der Name so viel bedeutet wie: «der Peter aus dem Baltikum». Aber es gebe eine zweite Hypothese, erzählt Potrykus, die die Herkunft im Altpolnischen sieht. Dann bedeute der Name: mit den Hörnern stossen, wie zwei Böcke.
Die zweite Hypothese gefällt ihm.
Die Forschungs­gruppe entschied, es noch einmal anders zu versuchen. Sie gaben die Gen­kanone auf und versuchten stattdessen, die Gene über ein Boden­bakterium in den Reis zu schleusen. Das Bakterium war fähig, eigene Gene in fremde Pflanzen zu übertragen. Wenn man das Bakterium also so präparierte, dass es Gene für Beta-Carotin übertragen würde: Was käme dabei raus?
In seinem Arbeitszimmer sucht Potrykus das Foto auf dem Computer hervor. Es zeigt Reis­körner unter dem Mikroskop, viele davon weiss, aber darunter: einige gelbe. Das Bild datiert vom Februar 1999, Potrykus lehnt sich in seinem Stuhl zurück, schaut auf den Bildschirm und sagt:
«Wie Edelsteine, aber kostbarer. Wunderschön.» In diesem Moment wirkt er nicht wie ein Ingenieur, der Dinge entwickelt, sondern wie jemand, der etwas erschaffen hat.
Einen Monat nach dem wissenschaftlichen Durchbruch wurde Potrykus emeritiert. Am Symposium zu seinem Abschied stellte das Forscher­team den Reis vor. Rätselhaft bleibt, warum Potrykus damals nicht sah, was folgen würde.
Sein transgener Reis wuchs an der ETH in einem Gewächs­haus heran, das aus Panzer­glas gebaut worden war. Das Glas sollte Potrykus’ Reis vor gewalt­bereiten Aktivistinnen oder Studenten schützen – vor «grünen Klug­scheissern», so nennt er sie. Aber das Panzer­glas schützte auch in die andere Richtung: die Umwelt vor dem Reis. Es gab im Gewächs­haus Luft­schleusen, Luftfilter­systeme, Biosicherheits­schränke und ein teures, komplexes System der Entsorgung – nur dazu da, alles gentechnisch Veränderte unter Verschluss zu halten.
Wie konnte Potrykus da glauben, er werde den Reis so einfach in die Welt entlassen?
Am Pranger
Der Widerstand kündigte sich schon auf dem Cover des «Time Magazine» an. Unter der hochtrabenden Schlagzeile, der Reis könne eine Million Kinder retten, stand ein kleines «Aber», das sich als mächtig erweisen würde:
«… aber Demonstranten glauben, gentechnisch veränderte Pflanzen sind schlecht für uns und unseren Planeten.»
Potrykus hat den Artikel kürzlich wieder gelesen. «Erstaunlich, wie die das haben kommen sehen», sagt er. Er sagt auch, er sei Wissenschaftler gewesen, naiv. «Wir glaubten, wenn das wissenschaftliche Problem gelöst sei, sei das Problem gelöst.»
Unter Umwelt­aktivistinnen war Gen­technik Anfang der Nuller­jahre gleichbedeutend mit Monokultur, Chemie, Konzern­macht. Die bekannteste Gentech­pflanze war eine Soja, gentechnisch so verändert, dass Bauern ganze Felder mit Herbizid bespritzen konnten, ohne dass die Soja Schaden nahm. Aktivisten fürchteten, Firmen wie Monsanto erhielten mit Patenten auf Gentech-Saatgut zu viel Kontrolle über die Nahrung, sie sahen die Bauern in eine gefährliche Abhängigkeit rutschen. Das Besondere am Goldenen Reis von Potrykus war: Er entzog sich dieser Kritik.
Er war aus einem humanitären Gedanken entstanden, Potrykus und Beyer wollten ihn verschenken. Und das Saatgut sollte vor Ort vermehrt werden, ganz lokal, auch von den Bauern selbst.
Potrykus’ Traum: Der Goldene Reis sollte an die kleinen Reisbauern verschenkt werden. Elisabeth Moch
Greenpeace war in jenen Jahren Meinungs­führerin im Kampf gegen Gen­technik. Ihr langjähriger Kampagnen­chef gab Anfang 2001 zu, der Goldene Reis sei «eine moralische Herausforderung» für die gentech­kritische Position. Kurz darauf entschied Greenpeace, den Reis trotzdem zu bekämpfen. Es war der Beginn einer jahrelangen Kampagne, und wenn Potrykus jetzt, im Alter, davon erzählt, verjüngt er sich um Jahre.
Er sagt, was er gerne mit einem «Greenpeace-Kämpfer» anstellen würde, bildlich, den Satz nimmt er sogleich zurück. Er kann sehr unverblümt sein, das sagt auch ein langjähriger Weg­begleiter, aber er muss auch Diplomat sein für den Goldenen Reis. Noch immer.
Greenpeace griff den Reis von jeder erdenklichen Seite an. Die erste Variante des Reises enthielt noch wenig Beta-Carotin, also verkündete Greenpeace, er nütze nichts. Als der Reis dann viel Beta-Carotin produzierte, warnte Greenpeace vor einer Überdosis. Einmal kritisierte der Umwelt­verband den Reis als Propaganda­instrument – nur dazu da, Akzeptanz für Gentechnik zu schaffen. Ein andermal warnte Greenpeace, der Reis könne anderen Reis für immer «kontaminieren».
Greenpeace plädierte dafür, das Vitamin-A-Problem anders zu lösen, etwa durch die Abgabe von Vitamin-A-Kapseln. Es brauche mehr Vielfalt im Menü, sagte Greenpeace, und ganz grundsätzlich: ein Ende des Hungers.
Es gab über die Jahre viele gute Gründe, Mangel an Vitamin A anders zu bekämpfen, das versucht auch die Weltgesundheits­organisation. Aber gab es denn auch Gründe, es nicht auch so zu versuchen, mit dem Reis?
Im Jahr 2016 publizierten Wissenschaftler einen öffentlichen Brief und riefen Greenpeace dazu auf, die Kampagne gegen den Goldenen Reis zu stoppen. Sie fragten: «Wie viele arme Menschen in der Welt müssen sterben, bevor wir das als Verbrechen gegen die Menschlichkeit betrachten?»
Der Brief war von Grössen der Wissenschaft unterzeichnet, darunter waren über 120 Nobelpreis­träger. Die Sprache war ungewöhnlich moralisierend, speziell für Leute, die sich sonst bei jeder Gelegenheit auf Rationalität beriefen. Denn Gen­technik war nie nur eine Frage von Wissenschaft, sie war auch eine Frage des Gefühls.
Die Angst
Als Potrykus das Gewächs­haus an der ETH bezog, fragten Studenten bei der Hochschul­leitung nach, ob man gerüstet sei für den Fall, dass ein Flugzeug in das Gewächs­haus krache. Potrykus erzählt das wie einen schlechten Witz, seine Pointe lautet: «Weil transgene Pflanzen ja so unglaublich gefährliche Wesen sind.»
Die Karotte war früher weiss. Heute denkt jeder, Karotten seien orange – und die Voraussetzung für die orange Farbe war: verändertes Erbgut. Jede neue Pflanze, die auf die Felder kommt, ist genetisch stark verändert. Aber seit ihren Anfängen ist der grösste Feind der Gen­technologie die Angst. Die wissenschaftliche Basis dafür wurde mit den Jahren immer dünner. Heute gilt in der Wissenschaft als Konsens: Die Pflanzen sind so sicher oder unsicher wie Pflanzen, die auf anderem Weg gezüchtet werden.
Was die Wissenschaft nie beseitigen konnte, war das Unbehagen. Eine Besorgnis, bei der Gen­technik würden Grenzen überschritten. Ein Gefühl, so direkt in etwas Natürliches einzugreifen, sei falsch. Das Unbehagen baut auf eine Vorstellung der Natur, die harmonisch ist, schön und gut – besser als der Mensch. «Die Menschen malen sich die Natur, wie sie sie sich wünschen», sagt Potrykus.
Er weiss, wovon er spricht, denn er war ja nie nur Wissenschaftler, sondern auch Mensch. Als Mensch hat er einen sehr besonderen Sinn für die unerklärliche Schönheit der Natur.
Wenn Potrykus in seinem Arbeits­zimmer zum Goldenen Reis arbeitet, schaut ihm eine ganze Reihe von Tieren zu. Eine ausgestopfte Schleier­eule auf der Kommode. Walross, Eisbär und Eule als Figuren auf dem Tisch. Dann Tiere an der Wand, von links bis rechts und von oben nach unten: Wölfe, Hirsche, Gänse, Adler. Sein Arbeits­zimmer ist ein grosser Rahmen für die Schönheiten der Natur.
Er war schon als Bub fasziniert von den Tieren. Mit dem Bruder fing er Kreuz­ottern, «aber Vögel sind für mich das Allerwichtigste», sagt er.
Er war viele Jahre Vogel­fotograf, nahm sich vor, sämtliche Vögel der westlichen Nord­halbkugel zu fotografieren, und er ist stolz, einen «sehr beachtlichen Teil» geschafft zu haben. Er nutzte auch wissenschaftliche Reisen für die Vogel­fotografie. Dann sprach er auf Konferenzen über seinen transgenen Reis, und danach suchte er die Vögel. Ingo Potrykus ist wie der Goldene Reis, ein Produkt von mehr als einer Art.

Als Wissenschaftler hat er die Natur entziffert und dekonstruiert. Als Romantiker kann er gar nicht genau erklären, warum ausgerechnet die Vögel ihn faszinieren. Er spricht von Liebe und Schönheit, nichts, was sich rationalisieren liesse. Die Romantik, sagt er, sei «eine sehr, sehr dumme deutsche Eigenschaft. Ich bin selber ein Romantiker, ich weiss, wie das ist! Es ist wie ein Fluch.»
Er sagt das im Rollstuhl am Rhein, dort sitzt er gern. Dann zitiert er ein Gedicht von Eichendorff zum Wald, «Wer hat dich, du schöner Wald / Aufgebaut so hoch da droben? Wohl den Meister will ich loben». Den Eichendorff, sagt er, habe er als Jugendlicher geliebt.
Potrykus weiss, dass Menschen eine Beziehung führen zur Natur, die über die reine Vernunft hinausgeht. Aber er ist alt geworden in der Überzeugung, im richtigen Moment auf der richtigen Seite zu stehen.

Auf der Seite der Wissenschaft und der Vernunft, auch auf der Seite der Solidarität. «Kein Mensch nimmt das ernst, dass Millionen Kinder erblinden und sterben!», empört er sich.
Auf dem Feld
Als Potrykus und Beyer im Jahr 1999 die ersten gelben Reis­körner unter dem Mikroskop sahen, enthielt ihr Reis noch wenig Beta-Carotin. Sie mussten den Reis weiterentwickeln, aber Potrykus war emeritiert: Ihm fehlten ein Labor und ein Gewächs­haus. Ihm fehlte auch das Geld.
Potrykus und Beyer liessen den Reis patentieren. Sie schlossen einen Deal mit einer Firma, die später zu Syngenta wurde. Potrykus und Beyer behielten das Recht, den Reis an Kleinbauern zu verschenken. Syngenta erhielt das Recht, den Reis kommerziell zu verkaufen.
Syngenta zog sich bereits im Jahr 2004 aus dem Projekt zurück, wohl auch, weil der Konzern realisierte, dass mit dem Goldenen Reis kein Geld zu verdienen war. Aber in den Laboren von Syngenta waren mehrere Varianten vom Goldenen Reis entstanden, die genug Beta-Carotin aufwiesen, und Potrykus durfte sie nutzen.
Es kam der Moment, als er eine Wette eingehen musste. Er würde sie teuer bezahlen.
Der Goldene Reis war noch eine Pflanze im Gewächs­haus. Er wuchs unter kontrollierten Bedingungen. Niemand wusste: Wie würde er sich auf dem Feld verhalten? Die Aufgabe war, die neue Eigenschaft in Reis­sorten einzuzüchten, die vor Ort angebaut wurden. Nur so würde der Reis dieselben Erträge liefern und gut schmecken. Nur so würden die Bauern ihn pflanzen.
Potrykus hatte mehrere Varianten im Gewächs­haus. Jede Variante enthielt die nötigen Gene, um Beta-Carotin zu produzieren. Ansonsten unterschieden sich die Varianten, zum Beispiel darin, wo genau die neuen Gene im Erbgut lagen.
Wäre der Goldene Reis eine normale Pflanze gewesen, man hätte viele Varianten eingezüchtet in den Ländern, für die er bestimmt war, sie ausgesät auf dem Feld und geschaut: Welche Pflanzen wachsen gut?
Aber gentechnisch veränderte Pflanzen brauchen eine Bewilligung, bevor sie auf das Feld dürfen. Die Bewilligung muss für jede Variante einzeln eingeholt werden, das verlangt molekulare Daten, sehr viele Tests – eine zeitaufwendige und Millionen Franken teure Dokumentation. Potrykus musste auf eine einzige Variante setzen.
Er wählte die Variante, die im Gewächs­haus am besten gedieh: gutes Wachstum, stabiles Vitamin A, guter Ertrag. Er arbeitete auf den Philippinen mit dem Institut zusammen, in dem die Idee zum Goldenen Reis als Bieridee geboren worden war, dem International Rice Research Institute, kurz IRRI. Züchterinnen vom IRRI begannen, die ausgewählte Variante vom Goldenen Reis in lokale Sorten einzukreuzen. Nach drei Jahren säten sie den Reis aus. Aber die Pflanzen bildeten auf dem Feld keine vernünftigen Wurzeln.
Potrykus (https://de.wikipedia.org/wiki/Ingo_Potrykus) hatte auf die falsche Variante gesetzt. In dem Jahr, als er das realisierte, wurde er 80 Jahre alt.
Wenige Wochen vor dem Geburtstag war Potrykus noch nach Rom gereist. Er holte von Papst Franziskus den Segen für den Goldenen Reis. Weil die Philippinen ja ein katholisches Land sind, dachte er.
Potrykus war mit dem Goldenen Reis schon vor dem Vorgänger von Franziskus gestanden, Benedikt. Und vor dem Vorvor­gänger auch. Beim Vorvor­gänger, Papst Johannes Paul II., stellte er sich auf dem Peters­platz an und tat so, als wollte er dem Papst den Ring küssen. Er verzichtete auf den Kuss, stattdessen steckte er dem Papst ein Papier zum Goldenen Reis zu.
«Eine ziemliche Flüchtlings­aktion war das», erzählt er. «Als Flüchtling lernt man zu überleben.»
Die Aktion hatte Erfolg: Potrykus wurde eingeladen in die Päpstliche Akademie der Wissenschaften, einen sehr exklusiven Kreis. Er sass dort mit Stephen Hawking, vielen Nobelpreis­trägern und einigem Stolz. Das Ansehen in der Wissenschaft entschädigt ihn für die vielen Miss­erfolge beim Versuch, seine Entwicklung in die Welt zu bringen.
Aber eigentlich wollte er ja nie Wissenschaftler sein, sondern Ingenieur. Als Ingenieur stand er mit 80 Jahren vor einem Reis mit schlechten Wurzeln. Es war ein Bauwerk ohne Fundament.
In der Welt
Zu jener Zeit übernahm das IRRI die Führung. Gemeinsam mit Phil­rice, einer Organisation, die zum philippinischen Landwirtschafts­departement gehört. Sie wählten eine neue Variante vom Reis, züchteten ein, säten die Pflanzen auf dem Versuchsfeld aus. Diesmal wuchsen sie mit gesunden Wurzeln.
Vier Jahre später, im Jahr 2021, gaben die Philippinen den Goldenen Reis für den kommerziellen Anbau frei. Fast 30 Jahre nach Beginn der Arbeiten im Labor: ein Durchbruch! Aber Potrykus erinnert sich kaum an den Tag. Er glaubt, Peter Beyer angerufen zu haben, eine Feier? Gab es nicht.
Er zählt all die Probleme auf, die er noch sieht: ein sturer Umwelt­minister in Bangladesh, China sitzt auf dem Zaun, für Burma, Kambodscha und Laos fehlt die Finanzierung. Und die Welt­gesundheits­organisation? Verteilt Vitamin-A-Kapseln, obwohl Kapseln das Problem nicht nachhaltig lösen, und viel teurer seien sie auch, jetzt regt er sich wieder furchtbar auf.
Er hat 30 Jahre investiert in einen Reis, der Menschen helfen sollte. Aber der lange Kampf hat ihm geraubt, was ihn überhaupt erst dazu brachte, den Goldenen Reis zu entwickeln. Die Zuversicht und den Glauben an das scheinbar Unmögliche. Den Glauben an das Gute im Menschen, die Empathie.
«Meine Lebens­erfahrung ist, dass Menschen eine problematische biologische Kategorie darstellen», sagt er. «Furchtbar leicht verführbar. Furchtbar leicht zu beeinflussen.»
Noch am Tag, als Potrykus das erzählt, zirkulieren in den sozialen Netzwerken Berichte aus den Philippinen von der ersten Ernte. Dort wird der Reis nun angebaut, um das Saatgut zu vermehren. In ein, zwei Jahren soll der Reis dann in der Masse auf den Feldern wachsen. Potrykus hat sich von der ersten Ernte ein Kilogramm bestellt. Vergangene Woche ist das Paket aus den Philippinen angekommen.
Er hat die Körner in ein Konserven­glas gefüllt und im Arbeits­zimmer auf das Pult gestellt. Das Glas ist zu gross, als dass es in der Kram­schublade verschwinden könnte, zwischen der alten Fern­bedienung und einem Foto.
Das ist vielleicht noch keine Erfolgs­geschichte, aber immerhin: ein Fortschritt.
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🧹 Robert Norman „Bob“ Ross war ein US-amerikanischer Maler und Fernsehmoderator.
Bob Ross war der große Fernseh-Hypnotiseur, der still und fast flüsternd Millionen von Menschen in einen Zustand sachter Ermattung redete. Ein friedlicher Guru ohne weitere Ansprüche an seine Gefolgschaft als dem, dass die Menschen sich per Pinsel eine fröhliche kleine, friedliche Welt erschaffen würden.
Die Freude des Malens) umfasst alle vom Künstler Bob Ross moderierten Sendungen des Fernseh-Malkurses The Joy of Painting. Von 1983 bis 1994 wurden insgesamt 403 ca. 27 Minuten dauernde Folgen in 31 Staffeln (zu 13 Folgen je Staffel bei im Durchschnitt 3 Staffeln pro Jahr) produziert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bob_Ross_(Maler)
Zitat
Immerhin liegt der Wert, zu dem einzelne seiner Bilder gehandelt werden, in der Größenordnung von 9000 bis 10000 Euro pro Bild, andere Werke sind bereits für 4000 bis 5000 Euro erhältlich.. Wer ein Original des Künstlers erstehen möchte, findet im Online-Kunsthandel bisweilen einige Stücke.
Ölfarben Bob Ross
    Größe: 37ml.
    Qualität: Titanweiß 6010, Kadmiumgelb 6037, Indischgelb 6040, Ockergelb 6014, Hellrot 6035, Karmesinrot 6022, Dunkel Siena 6001, Van Dyke Braun 6012, Phtaloblau 6032, Preusischblau 6019, Bergmischung 6020, Saftgrün 6021, Phtalogrün 6033, Mitternachtsschwarz 6004.
Ihre Einzigartigkeit erhalten die Landschaftsbilder von Bob Ross durch seine Nass-in-Nass-Technik, bei der er mehrere Farbschichten übereinander auftrug.
Die Freude des Malens umfasst alle vom Künstler Bob Ross moderierten Sendungen des Fernseh-Malkurses The Joy of Painting. Von 1983 bis 1994 wurden insgesamt 403 ca. 27 Minuten dauernde Folgen in 31 Staffeln (zu 13 Folgen je Staffel bei im Durchschnitt 3 Staffeln pro Jahr) produziert.
Bob Ross hat über 30.000 Bilder gemalt, aber man kann kein einziges davon kaufen.
https://de.wikipedia.org/wiki/The_Joy_of_Painting
Mit seiner Fernsehserie "The Joy of Painting" (dt. 🧹 Die Freude des Malens) erlangte der Maler Bob Ross Berühmtheit. Sein Fernsehmalkurs begeisterte die Menschen weltweit. Hinter dem Künstler, der 1995 verstarb, steckte ein tierlieber und sozial engagierter Mann - doch diese Fakten wissen nur wenige.
Bevor Robert Norman Ross als Maler im Fernsehen durchstartete, diente er zwei Jahrzehnte lang in der United States Air Force. Er beendete seine Karriere als Master Sergeant und schwor sich, niemals wieder die Stimme zu erheben, wie er es die 20 Jahre davor getan hatte. In seinen Fernsehsendungen bestach Bob Ross mit seiner ruhigen und angenehmen Ausstrahlung.
Sein Wunsch, Landschaften zu zeichnen, wurde in Alaska geweckt, wo er einige Zeit stationiert war. Die dortige Kulisse mit den schneebedeckten Bergen faszinierte ihn.
Als Ross die Air Force verließ, um Malunterricht zu geben, konnte er sich einen Friseurbesuch nicht leisten. Deswegen begann seine Karriere mit der berühmten Dauerwellen-Frisur, die er bis zu seinem Tod beibehielt. Als er schließlich an Krebs erkrankte, trug er eine Perücke, um sein Markenzeichen zu wahren.
In Wahrheit hasste der Maler seine Frisur. Er hatte den Wunsch, seriöser aufzutreten. Allerdings wusste Ross auch, dass durch einen Haarschnitt sein unvergleichliches Markenzeichen verloren gehen würde. Aus Marketing-Gründen behielt er seine Dauerwelle.
In jungen Jahren hatte Ross den linken Zeigefinger verloren, als er mit seinem Vater Zimmerer-Arbeiten verrichtete. Da er mit seiner linken Hand immer die Farbpalette hielt, war dieser kleine Makel nur schwer zu sehen.
Die Liebe zu Tieren
Ross liebte alle Tiere und kümmerte sich rührend um sie, wenn diese in Not waren. Sogar in seiner Fernsehserie hatte er sein Haustier "Peapod" in der Tasche. Es handelte sich dabei um ein kleines Eichhörnchen, welches er liebevoll pflegte.
Seine Liebe zu Tieren ging sogar so weit, dass er in seiner Kindheit in Florida einen verwundeten Alligator gesund pflegen wollte. Seine Mutter fand das Tier in der Badewanne.
Ross' erfolgreiche Fernsehserie
🧹 Seine Fernsehserie "The Joy of Painting" wurde am 11. Januar 1983 das erste Mal ausgestrahlt. Sie umfasste 31 Staffeln mit insgesamt 403 Folgen.
Zum Vergleich: Die Serie "Two and a Half Men" hat 262 Folgen, "Friends" ist 236 Folgen lang und "How I Met Your Mother" umfasst nur 208 Folgen.
Besonders viel Zeit beanspruchte eine Staffel nicht, weshalb er neben der Serie Kunstunterricht geben konnte. Ross drehte eine Staffel mit 13 Folgen durchschnittlich innerhalb von ein bis zwei Tagen ab.
An der Serie verdiente Ross keinen Cent. Er verlangte kein Geld, da die Sendung eine geeignete Werbung für seine Malerei und seinen Kunstunterricht darstellte. Außerdem verkauften sich so seine Lern-Videos.
Kunst mit vielen Bäumen
In seinem Leben malte Ross eigenen Angaben zufolge 30.000 Bilder. Die Kunstwerke, die er in seiner Serie fertigstellte, verkaufte er nicht einfach. Die meisten davon verschenkte er an den "Public Broadcasting Service" (PBS), damit dieser mehr Geld verdiente.
Auf 91 Prozent seiner Bilder ist Statistiken zufolge mindestens ein Baum zu sehen, den er meistens mit dem Ausspruch "A happy little tree" (dt. Ein kleiner, glücklicher Baum) malte. Die deutschen Folgen wurden aus dem Englischen nicht übersetzt. Die Produzenten wollten nicht, dass die ruhige Stimmung womöglich durch eine Synchronisation verloren geht.

➦ Das Smithsonian Museum in Washington nimmt Teile des begehrten Nachlasses auf!
Obwohl der US-Fernsehmaler Bob Ross nicht davon ausgegangen sei, dass seine Kunstwerke jemals ihren Weg ins Smithsonian Museum finden würden, hat das Smithsonian National Museum of American History am 22. März vier seiner Gemälde, eine Klappleiter, Notizbücher und Fanbriefe in seine Sammlung aufgenommen.
Auf die Frage, nach welchen Kriterien die Verantwortlichen des Smithsonian Museums die Auswahl getroffen hätten, antwortete der Kurator Eric Jentzsch in der letzten Woche der "New York Times", dass diese Bilder und Materialien am besten Ross‘ Lebenswerk ausdrückten. Vor allem in den Leserbriefen würde deutlich, welchen positiven Einfluss der TV-Künstler auf Menschen und Gemeinschaften gehabt hätte.
Bob Ross stand elf Jahre als TV-Maler vor der Kamera. Seine vorabendliche Fernsehsendung "The Joy of Painting" verfolgten mehrere tausend Menschen zu Hause vor den Bildschirmen. In den insgesamt 403 Episoden malte Bob Ross über 1.000 Landschaftsbilder: eines vor der 26-minütigen Sendung, eines währenddessen und eines danach.
Seit seinem Tod im Jahr 1995 verwaltet das Unternehmen Bob Ross Inc. in Herndon, Virginia unter der Leitung von Annette und Walt Kowalski seinen Nachlass, der allerdings nicht für Besucher geöffnet ist. Einsehen kann man einige seiner Malereien in der "Bob Ross Art Workshop & Gallery" in Florida. Zum Verkauf stehen seine Arbeiten hingegen nicht, obgleich die Nachfrage groß ist: Vereinzelt gerieten seine Gemälde in Auktionen für mehrere 1000 Euro unter den Hammer.
Foto: Bob Ross Inc./dpa/Bob Ross in seiner TV-Sendung "The Joy of Painting". Der US-amerikanische Maler und Fernsehmoderator verstarb 1995 im Alter von 52 Jahren. #artpainterBobRoss

🧹 Bob Ross & The Joy of Painting
Das Geheimnis hinter Bob Ross und seinen Bildern
Mit seinem TV-Malkurs "The Joy of Painting" fasziniert Bob Ross sein Publikum - jedes Gemälde eine Welt der Lebensfreude voller "happy little trees". Aus der Sendung des US-Amerikaners ist mittlerweile ein florierendes Unternehmen entstanden, das Millionen Lernwillige weltweit mit Pinseln, Farben und Malbüchern versorgt. Was aber macht es so reizvoll, einem sympathischen Mann dabei zuzusehen, wie er Bäume, Wolken und Berge in Öl malt? Wir lüften das Geheimnis von Bob Ross.
Der Schöpfer dunkler Wälder und unberührter Schneelandschaften in Öl wird unter Palmen geboren. Robert Norman Ross erblickt am 29. Oktober 1942 in Daytona im US-Staat Florida das Licht der Welt und wächst in Orlando in einfachen Verhältnissen auf. Seine Eltern, der Zimmermann Jack und die Kellnerin Ollie Ross, kümmern sich fürsorglich um den kleinen Bob, lassen sich aber bald scheiden, um Jahre später einander ein zweites Mal zu heiraten. Da Lernen nicht seine Sache ist, verlässt Bob die High-School nach der neunten Klasse und arbeitet zunächst in der Werkstatt seines Vaters. Als der überraschend stirbt, verpflichtet sich der 18-Jährige bei der US-Luftwaffe, die den jungen Soldaten schon bald nach Alaska versetzt. 1965 heiratet Bob Ross Vivian Ridge, Sohn Steve kommt zur Welt, doch die Ehe hält nicht lange. Kurze Zeit später findet Bob seine große Liebe: 1977 heiratet er Jane Lee Zanardelli, wie Bob Angestellte der Luftwaffe, die bis zu ihrem Tod 17 Jahre später an seiner Seite bleibt.

In Anchorage besucht Bob seinen ersten Malkurs. Fasziniert von der unberührten Natur Alaskas bannt er fortan stolze Tannen, dunkle Bergseen und luftige Wolken in seinen Bildern. Bald verkauft er in einer Bar Landschaftsbilder, die er auf Goldschürfpfannen pinselt, an Touristen. Als Bob eines Abends die Fernsehsendung "The Magic of Oil Painting" (dt. etwa: "Die Magie der Ölmalerei") des deutschstämmigen TV-Malers William "Bill" Alexander sieht, ist es um ihn geschehen. Fasziniert von dessen Nass-in-Nass-Maltechnik belegt er Workshops bei Alexander und ist begeistert: "Ich nahm an einem Kurs teil und wurde verrückt", sagte Bob Ross der New York Times Jahre später. "Ich wusste, das war es, was ich tun wollte."
Da er mit seinen Gemälden und Malunterricht bald mehr verdient als bei der Airforce, quittiert Bob Ross Anfang der 1980er-Jahre den Dienst und beginnt Bill Alexanders Maltechnik zu unterrichten. Bei einem seiner Malworkshops, für die er kreuz und quer durch die USA reist, trifft er die Kursteilnehmerin Annette Kowalski, die sein Potenzial erkennt. Sie investierte ihr Geld, um Bob Ross zu einer eigenen TV-Malsendung bei einem der in den USA zahlreichen lokalen, öffentlich-rechtlichen PBS-Sender zu verhelfen.

Das Fernsehformat, das zunächst nur mühsam Zuschauer findet, entwickelt sich zu einem ungeahnten Erfolg. Zwischen 1983 und 1994 entstehen 31 Staffeln mit insgesamt 403 Folgen von "The Joy of Painting". Als Bob Ross am 4. Juli 1995 mit nur 52 Jahren an Lymphdrüsenkrebs stirbt, bedeutet dies zwar das Ende der TV-Serie - aber noch lange nicht das Ende der Erfolgsgeschichte von "The Joy of Painting". Im Laufe der Jahre strahlen weltweit mehr als 275 Sender den TV-Malkurs aus. Nach Berechnungen des "Wall Street Journal" erreicht die Sendung im Jahr 2004 noch bis zu 400 Millionen Haushalte in 20 Ländern, darunter die Niederlande, die Türkei, Iran und Japan. In Deutschland sendet ARD alpha (früher BR alpha) seit 2001 bis auf wenige Ausnahmen jeden Tag mindestens eine Folge von "The Joy of Painting".

Wie viele Bilder Bob Ross im Laufe seines Lebens malte, ist nicht bekannt. Er selbst sagte einmal in einem Interview, er habe fast 30.000 Bilder produziert. Niemand weiß, ob das stimmt. Verbürgt sind über 1.200 Gemälde. Allein für jede der 403 Folgen von "The Joy of Painting" malte er drei Versionen: eine vor der Sendung, eine während der Sendung und eine, die, besonders sorgfältig gemalt, in den Malbüchern zur Sendereihe veröffentlicht wurde. Zudem entstanden ungezählte Bilder in den vielen Jahren, in denen Bob Ross Präsenzkurse gab, um seinen Schülern vor Ort die Freude am Malen zu vermitteln.

🧹 Heute lagern rund 1.100 Bilder von Bob Ross in einer Lagerhalle der Bob Ross Inc. in Herndon, Virginia - der Firma von Annette und Walt Kowalski, die Bob Ross' Bücher, Malzubehör und Memorabilia vertreibt. Eine Reihe von Gemälde sind in der "Bob Ross Art Workshop & Gallery" in New Smyrna, Florida, ausgestellt. Diverse weitere Bilder wurden zu wohltätigen Zwecken verkauft oder versteigert. Auf einschlägigen Online-Marktplätzen werden hin und wieder Bob Ross-Bilder für mehrere Tausend Euro angeboten. So findet sich beispielsweise eine von Bob Ross bemalte Souvenir-Schürfpfanne aus dem Jahr 1971, deren Echtheit durch ein Zertifikat von Annette Kowalski bestätigt wird. Kaufpreis: gut 65.000 Euro. Ob das Werk tatsächlich sein Geld Wert ist, müssen Sammler entscheiden.
Heute, fast dreißig Jahre nach seinem Tod, ist Bob Ross eine Kultfigur. Dem Internet verdankt der TV-Maler von einst ein sagenhaftes Revival in Dauerschleife. Tausende von Hommagen und auch Parodien auf Social-Media-Kanälen und Millionen Abonnenten des offiziellen Bob Ross-YouTube-Kanals zeugen von der ungebrochenen Begeisterung für "happy little accidents". Auf TikTok wird der Hashtag #BobRoss milliardenfach gesucht. Computerspiele, Theaterstücke und ein Spielfilm mit Hollywoodstar Owen Wilson zitieren Bob Ross und seine Arbeit. Eine Netflix-Doku erzählt vom Streit um das Millionenerbe des Malers zwischen der Familie Kowalski und Bob Ross' Sohn Steve. Virtual Reality-Simulationen überführen das Malvergnügen mit Bob Ross in eine digitale Welt ganz ohne schmuddelige Öltuben. Aus dem analogen Landschaftsmaler Bob Ross ist ein digitaler Superstar geworden - und seine Sendung ist immer noch erfolgreich. ",The Joy of Painting‘ ist wahrscheinlich der beliebteste Malkurs, den die Welt je gesehen hat, und das aus gutem Grund", schreibt die US-amerikanische Autorin Michelle Witte. "Bobs Bilder - und seine Weisheiten - sind genauso zeitlos wie der Mann selbst."
Inspiriert von der Malerei seines Lehrers Bill Alexander entwickelte Bob Ross für seine Landschaftsbilder eine eigene Maltechnik, basierend auf der "Nass-in-Nass"-Methode, auch "Alla-Prima"-Malerei (alla prima, ital. = aufs Erste) genannt. Bei der "Nass-in-Nass"-Technik wird in die noch feuchte Farbe hineingemalt. Das gelingt bei der nur langsam trocknenden Ölfarbe mit ihrer festen Konsistenz besonders gut, da hier kaum Farbverläufe entstehen. Zugleich wird die Farbe direkt und deckend mit breitem Pinsel aufgetragen, sodass das Gemälde einen spontanen Charakter erhält und zügig fertiggestellt werden kann.

Als einer der ersten entwickelte der flämische Maler Frans Hals (1582-1666) die "Alla-Prima"-Malerei. Später griffen die Impressionisten des 19. Jahrhunderts die Technik für ihre flüchtige Freiluftmalerei auf. Auch der deutsche Impressionist Lovis Corinth (1858-1925) empfahl in seinem Lehrbuch "Das Erlernen der Malerei" die "Nass-in-Nass"-Technik. Auf diese Weise könne man "so oft wieder rübergehen und korrigieren, wie man es für notwendig hält". In der traditionellen Ölmalerei kann es hingegen Tage dauern, bis ein Bild fertig wird, da jede Farbschicht trocknen muss, bevor die nächste aufgetragen wird. Für Bob Ross, der in den 27 Minuten einer TV-Folge von "The Joy of Paining" ein ganzes Gemälde fertigstellen wollte, war die direkte Form der "Alla Prima"-Malerei die denkbar geeignetste Methode.
Sieht man auf die Statistik, scheint es ganz einfach: 91 Prozent der Bilder, die Bob Ross in mehr als einem Jahrzehnt im Fernsehen malte, enthalten mindestens einen Baum. In 39 Prozent findet sich mindestens ein Berg, in 20 Prozent die Sonne, in neun Prozent Strand, aber nur zwei Prozent zeigen Palmen oder Blumen. Das haben Datenjournalisten der US-amerikanischen Nachrichtenwebsite FiveThirtyEight herausgefunden. Malte Bob Ross einen Baum, pinselte er demnach in 85 Prozent der Bilder einen zweiten "happy little tree" daneben.
Interessant ist allerdings auch, was nicht in den Bildern zu sehen ist. In Ross' Gemälde verirrt sich zwar manchmal eine einsame Blockhütte oder ein wackeliger Steg. Menschen oder auch komplexere von Menschenhand geschaffene Strukturen wie Häuser oder gar Siedlungen sind jedoch bemerkenswert selten. Dafür gibt es jede Menge kraftvolle Farben und magische Idylle, manche sagen auch: Kitsch. In der Kunstwelt stieß Bob Ross deshalb auf wenig Gegenliebe. Zu süßlich, zu bunt, zu simpel - Bob Ross' Kunst sei gar keine, kritisierten manche Experten und waren damit einer Meinung mit - Bob Ross! Denn der Mallehrer verstand sich selbst - bei aller technischer Expertise - gar nicht als Künstler im klassischen Sinne.
Für Bob Ross stand nicht der künstlerische Anspruch, sondern die Freude am Erschaffen einer malerischen Welt im Mittelpunkt seiner Arbeit. Er war der Meinung, dass jeder "tief im Herzen" ein Künstler sei. Er habe keine Lust auf eine große Ausstellung, sagte er Anfang der 1990er-Jahre der New York Times. Nicht malerische Perfektion sei ihm wichtig, sondern die Zuversicht, mit wenigen Farben und Hilfsmitteln eine Landschaft in Öl zu kreieren: "Dieses Stück Leinwand ist deine Welt und hier kannst du alles tun, was dein Herz begehrt," erklärte er seinen Zuschauern. Bob Ross sah seine Malerei daher auch nicht als Kunst, sondern als Methode, sich mittels Farbe der Welt zu bemächtigen. Denn zum Glück gebe es beim Malen, so Bob Ross, eben "keine Fehler", sondern nur "glückliche Zufälle".

Kein Wunder also, dass das Hantieren mit Farbe und Pinsel in "The Joy of Painting" weniger wie ein künstlerischer Prozess, sondern eher wie eine therapeutische Methode wirkt. "Malen soll euch glücklich machen, das ist das Wichtigste", ist eine Weisheit, die Bob Ross in vielen Variationen immer wieder in seiner Sendung platzierte. Als Meister des "Self Empowerment" spricht er von Achtsamkeit und dem Leben im Augenblick, lange bevor Kunsttherapeuten darauf kamen. Auf der Leinwand, sagt der sympathische Mann vor der Staffelei, ist nichts unmöglich - alles darf, nichts muss. Gegenüber der New York Times erklärte Bob Ross: "Die meisten Maler wollten Anerkennung, vor allem von ihresgleichen. Das habe ich vor langer Zeit mit dem Fernsehen erreicht. Mehr brauche ich nicht."
Manchen Menschen bringt es gar nichts, aber viele Menschen, die gestresst sind oder Einschlafprobleme haben, schwören darauf: ASMR (Autonomous Sensory Meridian Response, zu deutsch: "Autonome sensorische Meridianreaktion"). Damit gemeint ist das kribbelnde, als angenehm empfundene Gefühl auf der Haut, das durch sanfte Geräusche wie Wispern, Tappen und Rascheln ausgelöst werden kann. Viele Ruhebedürftige entspannen, wenn sie hören oder sehen, wie Menschen flüstern oder über raue Materialien streichen. Auch das Wischen des Pinsels über eine Leinwand, schwören ASMR-Anhänger, habe beruhigende Eigenschaften. Und hier kommt Bob Ross ins Spiel: Der TV-Maler gilt der Fangemeinde als König oder auch Vater der ASMR. Kaum etwas sei so einschläfernd, wie eine Folge von "The Joy of Painting" anzusehen, versichern die Fans. Bobs ruhige, sonore Stimme, mit der er glückliche Bäume beschreibt, bevor er sie mit vorsichtigen Pinselstrichen auf die Leinwand tupft, lässt viele Zuschauer zur Ruhe kommen.

Wissenschaftliche Studien zu ASMR deuten tatsächlich darauf hin, dass leise Geräusche beruhigen, als Einschlafhilfe dienen und das Stressempfinden senken können - auch wenn die Forschung zu dem Phänomen noch am Anfang steht. Craig Richard, ASMR-Experte und Professor für Physiologie an der US-amerikanischen Shenandoah University, attestiert Bob Ross, dass er mit seinen sanften Sprüchen beruhigend wie ein Sedativum wirkt. So ist es nur folgerichtig, dass eine beliebte Meditations-App Bob Ross’ "The Joy of Painting" bereits 2018 in seine "Schlafgeschichten" aufgenommen hat. Bob Ross selbst war sich der beruhigenden Wirkung seiner Sendung durchaus bewusst: "Ich möchte eine Atmosphäre der Ruhe und des Friedens schaffen, in der Menschen ihren alltäglichen Sorgen und Problemen entfliehen können."
Zitat
1. Bob Ross' Lockenkopf: ein Fake
Bob Ross' Markenzeichen war sein voluminöser Lockenkopf. Ein Blick auf Jugendbilder verrät allerdings: Die Krause war nicht echt. Als Bob Ross die Airforce verließ, hatte er kein geregeltes Einkommen. Bevor er quer durchs Land reist, um Malkurse zu geben, ließ er sich eine Dauerwelle verpassen, um das Geld für ständige Friseurtermine zu sparen. Daraus wurde sein Markenzeichen.
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2. Bob Ross war ein Autornarr
Obwohl Bob Ross ein großer Naturliebhaber war, liebte er auch schnelle Autors. Zwei parallele Leidenschaften, die sich in den 1980er-Jahren, als von Klimawandel noch keine Rede war, durchaus nicht ausschlossen. Mit seiner 69er Corvette übertrat der sanfte Bob, so heißt es, durchaus die eine oder andere Geschwindigkeitsbegrenzung.
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3. Bob Ross fehlte ein Finger
Nachdem Bob Ross von der Schule abging, arbeitete er zunächst im Schreinerbetrieb seines Vaters. Dort verlor er bei der Arbeit an einem Werkstück ein Glied seines linken Zeigefingers. Da er Rechtshänder war, beeinträchtigte ihn das Handicap nicht beim Malen. Allerdings achtete er in seinen TV-Sendungen stets sorgfältig darauf, dass die Palette, die er mit der linken Hand hielt, den betroffenen Zeigefinger verbarg.
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4. Bob Ross' Bilder hängen heute im Museum
Auch wenn Bob Ross zu Lebzeiten bezweifelte (und auch nicht wirklich daran interessiert war), jemals ausgestellt zu werden, haben einige seiner Gemälde inzwischen den Weg ins Museum gefunden. Nachdem zahlreiche begeisterte Fans das Smithsonian National Museum of American History auf Bob Ross und seine Verdienste hinwiesen, nahm das renommierte Museum in Washington D.C. 2019 vier seiner Bilder in seine Sammlung auf, darunter eine Berglandschaft (On a Clear Day, 1988) und ein Wasserfallbild (Blue Ridge Falls, 1994). Zusätzlich übernahm das Museum die Staffelei (eigentlich eine umgebaute Leiter) mit Palette und Pinseln, die Bob Ross in "The Joy of Painting" benutzte, und zwei seiner Notizbücher, die er für die zweite und dritte Staffel des TV-Malkurses aufbewahrte.
Zitat
5. Bob Ross hatte Vögel und Eichhörnchen als Haustiere
Bob Ross liebte Tiere und päppelte aus dem Nest gefallene Vögel oder auch Eichhörnchen auf. Zu diesem Zweck errichtete er einen großen Käfig vor seinem Haus in Orlando, Florida, wo er verwaiste Jungtiere gesund pflegte. Eine ganze Reihe der Tierbabys präsentierte er auch in "The Joy Of Painting", darunter Pep (ein Rotkehlchen), Hoot (eine Eule) sowie Bobette und Peapod (zwei Eichhörnchen).

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🧹  "Das Geheimnis ist, dass man es schaffen kann. Ihr könnt alles tun, wenn ihr nur fest genug daran glaubt. Egal was. Solange ihr an euch glaubt."
Bob Ross in ,The Joy of Painting'
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📑 Allgemeines Board Tipps und Informationen / 🍽 Slow Food
« Letzter Beitrag von ★ Sarah Maria Schwab am November 22, 2022, 06:48:28 Nachmittag »
🥗 Slow Food (engl. slow ‚langsam‘ und food ‚Essen‘) wurde von der gleichnamigen Organisation als Begriff geprägt für genussvolles, bewusstes und regionales Essen und bezeichnet eine Gegenbewegung zum uniformen und globalisierten Fast Food. Die ursprünglich aus Italien stammende Bewegung bemüht sich um die Erhaltung der regionalen Küche mit heimischen pflanzlichen und tierischen Produkten und deren lokale Produktion.
Der Gründer und internationale Vorsitzende Carlo Petrini definierte 2006 die Grundbegriffe der „Neuen Gastronomie“ als Maßstab: Buono, pulito e giusto – gut, sauber und fair. Wenn ein Element fehle, sei das laut Petrini nicht Slow Food.
Nach Ansicht des Publizisten Matthias Horx ist „Slow Food“ einer von 18 Trends, die das Leben von morgen auf dem Gebiet der Ernährung beeinflussen werden. Slow Food steht in diesem Zusammenhang für Produkte mit authentischem Charakter (regional, saisonal), die auf traditionelle oder ursprüngliche Weise hergestellt und genossen werden. Lebensmittel, die nach Slow-Food-Kriterien angebaut, produziert, verkauft oder verzehrt werden, sollen regionale Wirtschaftskreisläufe stärken und Menschen wieder mit Auge, Ohr, Mund und Händen an ihre Region binden.


Organisation
Logo Slow Food an einem Restaurant auf Santorin
Slow Food hat den Begriff Slow Food als Wort-Bild-Marke international schützen lassen. Die Organisation wurde im Juli 1986 von Carlo Petrini aus dem piemontesischen Bra und seinen Freunden des Barolo auf Schloss Fontanafredda mitten in den Weinbergen des Barolo als „Arcigola“ gegründet. Zusätzlichen Anschub erhielt die Bewegung durch die Eröffnung einer McDonald’s-Filiale 1986 auf der von antiken und barocken Gebäuden umgebenen Piazza Navona in Rom. Daraufhin organisierten neben Petrini vor allem Redakteure der Tageszeitung Il manifesto ein öffentliches Protestessen mit traditionellen italienischen Speisen an der Spanischen Treppe in Rom. Am 9. Dezember 1989 wurde aus Arcigola bei einem Treffen von Anhängern aus aller Welt in der Komischen Oper von Paris Slow Food. Seither ist Slow Food eine internationale Vereinigung mit knapp 80.000 Mitgliedern in etwa 150 Ländern auf allen Kontinenten – dabei allerdings 75 % der Mitglieder in Europa und sogar fast 92 % unter Einbeziehung von Nordamerika – geworden. Das Logo von Slow Food ist die Weinbergschnecke als Symbol der Langsamkeit.
 ➦ Ziele
In einer programmatischen Erklärung werden die Ziele der Bewegung erläutert:
    Der Genuss steht im Mittelpunkt, weil jeder Mensch ein Recht darauf hat.
    Qualität braucht Zeit.
    Die ökologische, regionale, sinnliche und ästhetische Qualität ist Voraussetzung für Genuss.
    Geschmack ist keine Geschmackssache, sondern eine historische, kulturelle, individuelle, soziale und ökonomische Dimension, über die durchaus gestritten werden soll.
Darüber hinaus versteht sich der Verein als Lobby für Geschmack, aber auch für regional angepassten und ökologischen Anbau, für den Erhalt der Biodiversität und der kulinarischen Kulturen.
Die Ziele der Bewegung umfassen auf internationaler Ebene vor allem den Erhalt der biologischen und kulturellen Vielfalt im Lebensmittelbereich, die Förderung einer handwerklichen und umweltfreundlichen Lebensmittelerzeugung, die Förderung der Geschmacks- und Lebensmittelbildung und die Unterstützung des direkten Kontakts und der Solidarität von Produzenten, Verbrauchern (Coproduzenten), Händlern, Köchen, Wissenschaftlern und anderen Akteuren der Lebensmittelwelt. Ein wichtiges Projekt ist die Slow Food Arche des Geschmacks, ein internationales Projekt zur Bewahrung regionaler Nahrungsspezialitäten sowie Projekte zur Erhaltung regionaler Obst-, Gemüse-, Getreidesorten- und Nutztiervielfalt. Es geht ihr aber auch um den Erhalt, die Wiederbelebung und Umsetzung traditioneller Weiterverarbeitungsmethoden.
 ➦ Intensiv betrieben wird die Aufklärungsarbeit zu den Themen
    Gustatorische Wahrnehmung und Sensibilisierung für regionale Spezialitäten und die regionale Küche,
    Risiken des Fast Foods und industriell erzeugter oder veränderter Lebensmittel sowie
    Massentierhaltung, Agrarfabriken und Gefahren der monokulturisierten Agrarwirtschaft mit vermehrtem Chemikalieneinsatz und erhöhtem technologischen Aufwand.
Slow Food steht außerdem für politische Lobbyarbeit:
    für Verbraucherschutz im Lebensmittelbereich,
    gegen gentechnisch veränderte Nahrungsmittel,
    in der allgemeinen Agrarpolitik vor allem gegen die Anwendung von Pestiziden
    Engagement im Umweltschutz und in der Sammlung und Erhaltung des Wissens um lokale Anbau- und Verarbeitungsmethoden.
Slow Food Deutschland
In Deutschland wurde 1992 ein nationaler Verein gegründet. Burchard Bösche beschreibt in seinem Buch die Gründung von Slow Food 1996 in Hamburg. Slow Food Deutschland e.V. hat inzwischen über 13.500 Mitglieder in rund 85 lokalen Gruppen, den Convivien. Der Verein ist Träger der Demonstration Wir haben es satt!.
Slow Food Youth Network, die Jugendbewegung von Slow Food, ist ebenfalls in Deutschland aktiv. Junge Köche, Bauern, Künstler, Lebensmittelhandwerker, Studierende und Interessierte für die Ziele von Slow Food ein – durch Schnippeldiskos, Eat-Ins, Kochaktionen, Workshops und vieles mehr.
🥂 Veranstaltungen
Slow Food ist Veranstalterin von bedeutenden Fachmessen im Bereich Nahrungsmittel wie zum Beispiel der Cheese in Bra und des Salone del Gusto in Turin, die alle zwei Jahre stattfinden. 2004 gab es erstmals parallel zum Salone del Gusto das Treffen Terra Madre, zu dem 4600 Bauern aus aller Welt unter der Schirmherrschaft von Prinz Charles zusammenkamen. 2006 fand das zweite Treffen statt, das um Spitzenköche und Wissenschaftler erweitert wurde. 2012 wurden der bis dato unabhängig voneinander veranstaltete Salone del Gusto, die kulinarische Messe und die Terra Madre zusammengelegt und finden seitdem zur selben Zeit in den Hallen im Messegelände Lingotto statt.
Seit 2007 veranstaltet Slow Food Deutschland die jährlich im Frühjahr stattfindende deutsche Slow Food Messe Markt des guten Geschmacks in Stuttgart. Weiter ist Slow Food Deutschland auf den bedeutenden Messen für Gastronomie, Handel und Produzenten z. B. der BIOFACH aktiv.
Die weltweit erste Universität der gastronomischen Wissenschaften wurde von Slow Food in Bra (Piemont) gegründet. Heute werden folgende Kurse angeboten:
    dreijähriger Studiengang in gastronomischen Wissenschaften,
    zweijähriger Aufbaustudiengang in Neues Gastronomie-Unternehmertum und Nachhaltige Bewirtschaftung gastronomischer Bestände,
    vier einjährige Master post lauream in Food Culture and Communications (Food, Place and Identity, Human Ecology and Sustainability, High-Quality Products, Representation, Meaning and Media)
    Höhere technische Ausbildung mit verschiedenen Kursen, um die Berufsbilder mit der stärksten Nachfrage im Lebensmittelbereich vorzubereiten (Bäcker, Pizzabäcker, Bierbrauer, Schweineschlachter, Käseaffineur und Serviceleiter im Restaurant),
    Kurs in Hohe häusliche Küche, der für ein passioniertes Publikum bestimmt ist.
🍵 Arche des Geschmacks
Die Organisation Slow Food hat mit der Arche des Geschmacks eine Liste von gefährdeten Lebensmitteln, Kulturpflanzensorten und Nutztierrassen erstellt, die angesichts einer globalisierten Lebensmittelwirtschaft und einseitig an Ertragshöhe und Vermarktungsfähigkeit orientierter Zuchtauswahl und eines Kostendrucks in der Verarbeitung im Fortbestand gefährdet sind. Mit diesen Lebensmitteln und den entsprechenden Pflanzensorten und Tierrassen ginge auch ein Stück Esskultur und das traditionelle Wissen um die Produktion dieser Lebensmittel zu Ende. In vielen Fällen repräsentieren die Passagiere der Arche die lokale und traditionelle Esskultur und Landwirtschaft einer Region. Das Archemanifest legt fest, wer bzw. was als Passagier der Arche in Frage kommt. Die verschiedenen Gruppen vor Ort entscheiden jeweils selbst, was in die Arche aufgenommen wird. Die Aufnahme in die Arche des Geschmacks hilft den Erzeugern solcher Lebensmittel bei der Vermarktung und schafft eine gewisse Öffentlichkeit, was dessen Fortbestand zugutekommt.
Die Passagiere der Arche erfüllen folgende Kriterien:
    Sind in ihrer Existenz bedroht
    Einzigartige geschmackliche Qualität
    Historische Bedeutung
    Identitätsstiftender Charakter für eine Region
    Unterstützen nachhaltige Entwicklung einer Region
    Tiere stammen aus artgerechter Haltung
    Frei von gentechnischer Veränderung
    Produkte sind käuflich erwerbbar
Cittàslow
Seit 1999 gibt es die Vereinigung Cittàslow. Sie ist die Erweiterung der Slow-Food-Philosophie auf städtische Lebensqualitätsmerkmale. Diese Bewegung ist aus Slow Food hervorgegangen und wurde ebenfalls in Bra gegründet. Sie wurde als Idee von mehreren italienischen Kleinstädten aufgenommen und programmatisch umgesetzt und umfasst mittlerweile auch Städte in Deutschland, insgesamt 30 Länder.
Eine Erweiterung von Slow Food ist Slow Kids oder Jugend kocht. Das kostenlose Informationsportal beschäftigte sich von 2008 bis 2011 mit allen Themen, die mit Geschmackserziehung, essbaren Schulgärten, gesunder Jugendernährung, Kochen und Kindern zu tun haben, und förderte den Dialog zwischen Eltern, Schulen, Behörden, Köchen, Landwirten und dem Nahrungsmittelhandel. Danach wurde das Portal in die Rubrik Kinder und Jugendliche von slowfood.de übernommen.
🍷 Slow Wine
Der Weinführer „Slow Wine“ (engl. slow – langsam; wine – Wein) greift die Begrifflichkeit von Slow Food als Ausdruck für genussvolles, bewusstes und regionales Trinken auf und zeigt eine alternative Kultur zum Trend der globalisierten Weinwelt auf. Erklärtes Ziel des Autorenteams der Bewegung ist die Förderung und Erhaltung von Weingütern, deren Konzepte von Nachhaltigkeit, Ökologie und territorialer Authentizität der Weine Italiens geprägt sind. Die Vinifikation von Weinen aus alten, autochthonen Rebsorten wird hierbei besonders gewürdigt. Die Auszeichnung mit der Weinbergschnecke, dem Logo von Slow Food, schließt neben den Herstellern der großen Weine, den „Grandi Vini“, ausdrücklich auch die Macher der Alltagsweine, der „Vini Quotidiani“ der jeweiligen Weinbaugebiete ein.
Im Weinführer Slow Wine, der erstmals 2013 in deutscher Sprache erschien, wird die Nachhaltigkeit der einzelnen Weingüter hinsichtlich Düngung, integrierten Pflanzenschutzes, Herbiziden, Hefen und Rebsorten bewertet. Bestehende Zertifizierungen fließen mit ein. Für die Bewertung dieser Kriterien und der 23.000 Weine aus 1.909 Weingütern setzt die Organisation nach eigenen Angaben 200 Mitarbeiter ein. In dem Buch werden die Weingüter innerhalb ihrer Region nach Ortschaft alphabetisch sortiert. Jede Seite des zweispaltig gesetzten Werkes beschreibt zwei Produzenten. Der Weingutsführer umfasst rund 1.000 Seiten und schließt detailliertes Kartenmaterial und Informationen zu den 20 Regionen ein. Das „Taschenbuch“ wird jedes Jahr neu aufgelegt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Slow_Food Ï https://www.slow-food.at
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📑 Allgemeines Board Tipps und Informationen / 🌾 Urgetreide
« Letzter Beitrag von ★ Sarah Maria Schwab am November 03, 2022, 11:25:02 Vormittag »
🌾 Als Getreide oder Korn werden einerseits die meist einjährigen Pflanzen der Familie der Süßgräser bezeichnet, die wegen ihrer Körnerfrüchte kultiviert werden, andererseits die geernteten Körnerfrüchte. Getreide sind Weizen, Roggen, Dinkel, Buchweizen, Gerste, Hafer, Hirse, Mais, Reis und Triticale. Triticale ist eine Kreuzung aus Weizen (Triticum) und Roggen (Secale).
    Weizen.
    Roggen.
    Gerste. (Tee mit Gerstenwasser und Honig oder Gerstensuppe ohne die Hülsen)
    Hafer.
    Mais.
    Reis.
    Hirse.
Hafer und Gerste gargemacht ist das gesündeste Getreide überhaupt, weil es sehr hochwertiges Eiweiß und wichtige Fettsäuren enthält.
https://de.wikipedia.org/wiki/Getreide

🌾 Urgerste
Eines der ältesten Kulturgetreide
Die Gerste ist eine der ältesten Kulturpflanzen Europas und Asiens und gehört zu den ersten Pflanzenarten, die von Menschen angebaut wurden. Sie passt sich sehr gut an das jeweilige Klima eines Landes an und reift sogar in Norwegen oder im Himalaya. Während des Bronzezeitalters um 3.000 v. Chr. gelang es der Urgerste, die damals etablierten Urgetreide Einkorn und Emmer nahezu zu verdrängen. Eine der heute bekanntesten Arten, die Fisser Imperial Gerste, hat ihren Ursprung in höheren Lagen der Gemeinde Fiss im österreichischen Tirol.
🌾 Urdinkel
Liebling der Schwaben
Eine uralte Landsorte des heutigen Dinkels wird seit einigen Jahren wieder in Deutschland angebaut: Bauländer Spelz ist auf Feldern im nordbadischen Bauland zu finden. Bereits die Benediktineräbtissin und Naturforscherin Hildegard von Bingen (1098-1179) beschrieb die vielfältigen Vorteile von Dinkel.
🌾 Einkorn
Der widerstandsfähige Anpassungskünstler
Einkorn ist einer der Vorfahren von modernem Brotweizen, der heute weltweit in 90 Prozent der Brote und Backwaren verwendet wird. Die ersten archäologischen Funde von Einkorn datieren auf etwa 8.200 v. Chr. zurück. Heute gewinnt das robuste Getreide zunehmend an Beliebtheit.
🌾 Emmer
Der "Weizen" der römischen Kaiser
Emmer gehört zu den ältesten Getreidearten und hat in Mesopotamien, im antiken Griechenland, im alten Ägypten sowie im römsichen Kaiserreich ganze Generationen ernährt. Die proteinreiche Getreideart wächst heute noch auf größeren Flächen Äthopien, wird seit einiger Zeit aber auch vermehrt in Europa kultiviert.
🌾 Urroggen
Das Multitalent in der Backstube
Die 7.000 Jahre alte Getreideart kommt ursprünglich aus dem Vorderen Orient und ist heute in der Backstube aufgrund seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sehr beliebt: Roggenbrote, süße Backwaren, aber auch schmackhafte Sprossen profitieren von seiner feinwürzigen Geschmacksnote.
🌾 Khorasan
Zwischen Mythos und Wahrheit
Khorasan entstand vermutlich im Laufe der letzten 10.000 Jahre durch die spontane Kreuzung von Weizenarten und verbreitete sich zunächst in Ägypten. Dank seiner guten Klebereigenschaften eignet er sich gut zum Backen und verleiht Gebäcken eine köstliche nussig-buttrige Note. Heute wird die Art vor allem in Nordamerika angebaut.
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📑 Allgemeines Board Tipps und Informationen / ⚕ Pflanzenheilkunde
« Letzter Beitrag von ★ Sarah Maria Schwab am Oktober 27, 2022, 02:45:05 Vormittag »
 ⚕ Pflanzliche Heilmittel

 ➦ Die Pflanzenheilkunde oder Phytotherapie (Kräutermedizin) ist die Lehre der Verwendung von Heilpflanzen als Phytotherapeutika genannte Arzneimittel.
Mit der Erforschung und Herstellung von Phytotherapeutika befasst sich die Phytopharmazie.

Zitat
➦ Die Lehre der Verwendung von Heilpflanzen als Phytotherapeutika genannte Arzneimittel. Mit der Erforschung und Herstellung von Phytotherapeutika befasst sich die Phytopharmazie. https://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenheilkunde.
 ➦ Grundlage der Pflanzenheilkunde ist die Heilpflanzenkunde (Phytopharmakognosie (https://de.wikipedia.org/wiki/Heilpflanzenkunde)), die das Wissen um die verschiedenen Heilpflanzen bereithält. Die Pflanzenheilkunde enthält aber auch Teile der Pharmakologie (https://de.wikipedia.org/wiki/Pharmakologie), der Pharmazeutik (https://de.wikipedia.org/wiki/Pharmazie) sowie der Toxikologie (https://de.wikipedia.org/wiki/Toxikologie).

Gesund bleiben auf natürlichem Weg!
Zitat
Wussten Sie, dass Thymian nicht nur zum Würzen taugt, sondern auch bei Husten hilft? Der mediterrane Rosmarin hingegen lindert leichte Darmbeschwerden. Und die von „Marias Muttermilch“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_lactans) weiß gestreifte Mariendistel (https://de.wikipedia.org/wiki/Mariendistel) gilt seit dem Mittelalter als Heilmittel bei Lebererkrankungen!

 ➦ Ein Tröster für gereizte Augen
Ob Bindehautentzündung oder zu viel Sonne: Augentrostkraut (Euphrasiae herba) ist ein wirksamer Helfer.
Bei Husten, Schnupfen und bei Hauterkrankungen. Der Tee dient als Magenmittel. Volksmedizin: äußerliche Anwendung bei Blepharitis, Bindehautentzündung, Gerstenkorn, Ermüdungserscheinungen des Auges, funktionelle Sehstörungen mit muskulärer oder nervöser Ursache sowie Husten und Heiserkeit.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeiner_Augentrost

Ein Hanfgewächs mit klösterlichem Segen!
Der Hanf wird zur Zeit viel diskutiert, da möchten wir seinen legalen Bruder Hopfen (Humulus lupulus L.) nicht zu kurz kommen lassen.
Sie enthielten mehr als 30 Prozent pflanzliches Eiweiß sowie Mineralstoffe wie Zink und Eisen und Vitamine. Zudem seien Hanfsamen reich an essenziellen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, erklärt die Expertin. Aus Hanfsamen wird Mehl zum Backen gewonnen, das einen nussigen Geschmack hat.
Zitat
Cannabis zählt zu den Hanfgewächsen. Die berauschende Wirkung der Pflanze beruht vor allem auf den in ihr enthaltenen Cannabinoiden, besonders auf THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol), das eine starke psychoaktive (psychotrope) Wirkung besitzt – und daher Einfluss auf das zentrale Nervensystem und auf die Psyche nimmt. https://de.wikipedia.org/wiki/Cannabis_als_Rauschmittel
https://de.wikipedia.org/wiki/Hanf

 ➦ Nervenstark mit Pflanzenkraft!
Johanniskraut (Hyperici herba) als Tee oder Extraktspezialität zaubert unseren Patienten wieder ein Lächeln auf die Lippen!
Johanniskraut ist ein häufig angewandtes pflanzliches Antidepressivum, das die Stimmung aufhellen und nervöse Unruhe lindern kann. Vermutlich sind die Substanzen Hyperforin und Hypericin dafür verantwortlich. Wie genau sie Einfluss auf die Psyche nehmen, ist aber noch nicht ganz klar.
https://de.wikipedia.org/wiki/Johanniskr%C3%A4uter

 ➦ Wüstenblume im Aufwind!
Teufelskrallenwurzel (Harpagophyti radix) erleichtert schmerzgeplagten Patienten das Leben.
Die Extrakte der Teufelskralle sollen nicht nur Entzündungen lindern sondern auch bei Verdauungsproblemen und Appetitlosigkeit hilfreich sein. Besonders geeignet sei die Pflanze zur Behandlung von Schmerzen bei abgenutzten Gelenken (Arthrose) .
https://de.wikipedia.org/wiki/Afrikanische_Teufelskralle

 ➦ Himmlisch beruhigende Engelwurz!
Angelikawurzel (Angelicae radix) ist seit dem Mittelalter als Nahrungs-, Gewürz- und Heilpflanze im Einsatz.
Die Heilpflanze hilft Magen-Darm-Krämpfe zu lindern und regt den Appetit an. Vor allen Dingen unterstützt sie die Sekretion von Magen- und Gallensäure und bringt so die Verdauung auf Trab. Völlegefühl und Blähungen werden gemildert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Arznei-Engelwurz

 ➦ Ein Hausmittel als Heilmittel!
Die Wacholderbeere (Juniperi galbulus) verleiht nicht nur dem Gin eine heilsame Note.
Eine Wacholderbeere ist der weibliche Samenkegel, der von den verschiedenen Wacholderarten produziert wird. Es ist keine echte Beere, sondern ein Zapfen mit ungewöhnlich fleischigen und verschmolzenen Schuppen, was ihm ein beerenartiges Aussehen verleiht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wacholder

 ➦ Die Frühlingsbotin!
Die echte Schlüsselblume (Primula veris) kann aufgrund der belegten Wirksamkeit als traditionelles Heilmittel bestens empfohlen werden.
Die Schlüsselblume wurde bereits im Altertum und Mittelalter zu medizinischen Zwecken verwendet. Auch heute noch werden die Blüten und die Wurzel des Frühlingsblühers zur Unterstützung des Abhustens bei Bronchitis und Husten mit zähem Schleim bzw. bei Nasennebenhöhlenentzündung mit Schnupfen eingesetzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Echte_Schl%C3%BCsselblume

 ➦ Liebestrank und Muntermacher
Damiana (Turnera diffusa) wird neben seiner stärkenden und entspannenden Wirkung als natürliches Aphrodisiakum geschätzt.
Sie wirkt entspannend, steigert das sexuelle Verlangen und sorgt für intensiveres Empfinden der Erregung. Damiana beeinflusst die Botenstoffe positiv, die für das sexuelle Verlangen verantwortlich sind und kann so für stärkeres, häufigeres Verlangen sorgen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Damiana

 ➦ Für Leib und Leber
Mariendistelfrüchte (Silybi mariani fructus) sind längst als Heilmittel bei Lebererkrankungen bekannt. Auch wachstumshemmende Effekte, (Hautkrebs), wurden in Studien bestätigt.
Die Mariendistel (Carduus marianus bzw. Silybum marianum, auch „wilde Artischocke" genannt) wird traditionell in Produkten zum Schutz der Leber und zur Unterstützung der Verdauung verwendet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mariendistel

 ➦ Kleine Griechin mit großer Wirkung!
Die Zistrose (Cistus incanus) wirkt antibakteriell und leistet einen guten Beitrag zur Stabilisierung des Immunsystems.
Die Inhaltsstoffe der Zistrose wirken adstringierend (zusammenziehend), was dazu führt, dass Durchfälle schnell verschwinden, Hautwunden rascher heilen und Juckreiz gelindert wird. Die Haut wird dank der Zistrose ausserdem gestrafft, wirkt glatter und Fältchen werden gemindert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Zistrosen

 ➦ Glänzende Frauenpower!
Traubensilberkerzenwurzel (Cimicifugae racemosae rhizoma) ist als pflanzliches Arzneimittel zugelassen und ermöglicht die Behandlung menopausaler Beschwerden hormonfrei.
Im Wurzelstock der Traubensilberkerze konnte man Wirkstoffe nachweisen, die den Hormonstoffwechsel der Frau positivbeeinflussen. Diese Stoffe sind chemisch ganz anders aufgebaut als das weibliche Geschlechtshormon Östrogen, bewirken aber durch Beeinflussung von diversen Neurotransmittern eine ähnliche Wirkung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Traubensilberkerze

 ➦ Matcha in aller Munde!
Grüner Tee (Theae viridis folium) gibt nicht nur neuen Schwung, sondern hat auch positiven Einfluss auf die Gesundheit.
Das grüne Pulver enthält viel der Aminosäure L-Theanin, die einerseits für Entspannung und Stressreduktion sorgen kann, und gleichzeitig eine lang anhaltende Wachsamkeit verleiht. Zudem kann Matcha Tee die Gehirnleistung, Konzentration, die Gedächtnisleistung und die Stimmung verbessern.
https://de.wikipedia.org/wiki/Matcha

 ➦ Anregende Arznei mit göttlichem Duft!
Rosmarin (Rosmarini folium) kann Blähungen und Völlegefühl lindern, schützt die Leber und regt als Badezusatz oder Einreibung die Durchblutung der Haut an.
Der Rosmarin hat eine durchblutungsfördernde und erwärmende Wirkung. So lockert er verspannte Muskeln, hilft bei Rheuma, Muskel- und Gelenkschmerzen und kurbelt den Kreislauf an. Innerlich angewendet fördert er die Verdauung. Zudem wird Rosmarin eine kräftigende und anregende Wirkung auf die Psyche nachgesagt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Rosmarin

 ➦ So ein kleiner Tausendsassa!
Der bitter schmeckende Lippenblütler Andornkraut (Marrubii herba) wirkt anregend auf Atemwege und Verdauungsorgane.
Andornextrakte wirken leicht schleimlösend und fördern den Auswurf von Sekret aus den Bronchien. Daher kommt Andorn traditionell bei Atemwegserkrankungen zum Einsatz.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lippenbl%C3%BCtler

 ➦ Pflanzenpower gegen Erkältung!
Purpur-Sonnenhutkraut (Echinaceae purpureae herba) hilft gerade im Herbst und Winter den Abwehrkräften auf die Sprünge.
In Laborversuchen bekämpft Sonnenhut Viren, Pilze und Bakterien. Er regt Immunzellen auf vielfältige Weise an und greift regulierend in Botenstoffe des Immunsystems ein. Auch antientzündliche Effekte ließen sich nachweisen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenh%C3%BCte_(Echinacea)

 ➦ Dorniger Profit für die Blase
Hauhechelwurzel (Ononidis radix) durchspült die Blase und fördert den Stoffwechsel.
Hauhechelwurzel (Ononis spinosa, Fabaceae) ist ein pflanzliches Arzneimittel mit harntreibender Wirkung, das innerlich zur Behandlung von Harnwegsinfektionen (Blasenentzündung) verwendet wird.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dornige_Hauhechel

 ➦ Das Gold der Pharaonen!
Schwarzkümmelsamen (Nigellae semen) zeichnen sich nicht nur durch ihren ausgezeichneten Geschmack aus.
Schwarzkümmel soll ein Allheilmittel gegen nahezu jedes gesundheitliche Problem sein. Tatsächlich können die Samen und das daraus gewonnene Öl bei Heuschnupfen, Asthma, Rheuma, Diabetes und vielen weiteren Beschwerden helfen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Echter_Schwarzk%C3%BCmmel

 ➦ Delikat und leberfreundlich!
Artischockenblätter (Cynarae folium) zählen nicht nur zu den edlen Gemüsesorten, sie sind auch sehr gesund.
Artischocken bewirken auch eine vermehrte Ausscheidung von Cholesterin. Traditionell werden Artischockensaft und -tee daher auch zur Senkung des Cholesterinspiegels, bei Brechreiz und zur Behandlung von Arteriosklerose eingesetzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Artischocke

 ➦ Ein Bienenlockmittel, das Magen und Seele beruhigt
Melissae folium (Melissenblätter) wirken entblähend, verdauungsfördernd und krampflösend. Empfehlen wir sie daher unseren Patienten.
Zitronenmelisse hat zahlreiche Wirkungen im Bereich des Magen-Darm-Traktes: Zum einen wirken Extrakte aus ihren Blättern entspannend und lindern dank ihrer krampflösenden und beruhigenden Inhaltsstoffe Krämpfe. Zum anderen sind Inhaltsstoffe der Zitronen-Melisse schleimhautschützend und entzündungshemmend.
https://de.wikipedia.org/wiki/Zitronenmelisse

 ➦ Ehre, wem Ehre gebührt!
Ehrenpreiskraut (Veronicae herba) ist nicht nur optisch ein Genuss, auch seine Inhaltsstoffe können sich sehen lassen.
Im Mittelalter wurde Ehrenpreis bei Erkrankungen der Lunge und der Bronchien angewendet. Außerdem gilt er als Mittel gegen Vergiftungen. Auch äußerlich kam das Kraut zur Anwendung: gegen Ekzeme, Schuppenflechte oder Juckreiz. Ehrenpreis-Kraut wird noch heute als Tee zubereitet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenpreis

 ➦ Eine super orange Vitaminbombe!
Sanddorn (Hippophae rhamnoides) stärkt innerlich das Immunsystem, äußerlich wirkt Sanddornöl heilend und entzündungshemmend.
Sanddorn-Öl enthält viele Vitamine, unter anderem mehr Vitamin C als Zitronen und ist auch reich an Vitamin B12. Die ungesättigten Fettsäuren im Sanddorn-Öl wirken äußerlich angewendet regenerierend für Haut, Haare und Nägel und schützt innerlich angewendet Magen und Darm vor Säure
https://de.wikipedia.org/wiki/Sanddorn

 ➦ Eine echte und potente Flechte
Isländisches Moos/Isländische Flechte (Lichen islandicus) ist eine wirksame Hilfe bei Virusinfektionen im Halsbereich.
Die schleimbildenden Zuckerstoffe legen sich wie eine Schutzschicht über die Schleimhaut in Mund, Rachen und Magen. Durch den Film, den sie bilden, beruhigen sie die Schleimhaut, wenn sie gereizt ist. Dadurch kann Isländisches Moos Halsschmerzen, Heiserkeit und trockenen Reizhusten lindern.
https://de.wikipedia.org/wiki/Cetraria_islandica

 ➦ Zartblühende Röschen bevorzugt!
Weidenröschenkraut (Epilobii herba) wird besonders bei Prostatabeschwerden eingesetzt. Seine Inhaltsstoffe wirken antioxidativ, entzündungshemmend und antimikrobiell.
Der Weidenröschen-Tee wirkt effektiv bei Blasenleiden, Blasenentzündung, Blasenschwäche, Nierenerkrankungen sowie bei verschiedenen Frauenleiden. Wobei man die rückbildende Wirkung des Weidenröschens bei der vergrößerten Prostata beim Mann zunächst in Amerika entdeckte.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schmalbl%C3%A4ttriges_Weidenr%C3%B6schen

 ➦ Balsam für die Lunge!
Thymiankraut (Thymi herba) findet nicht nur in der Küche Einsatz, auch bei Husten ist es sehr gefragt.
Er hat eine krampflösende Wirkung auf die Bronchialschleimhaut. Außerdem wirkt er schleimlösend. Das heißt, Thymian erleichtert das Abhusten, indem er zähen Schleim verflüssigt. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem Mittel bei Bronchitis und Keuchhusten, aber auch bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut.
https://en.wikipedia.org/wiki/Thyme

 ➦ Löwenzahn
Es fördert Knochenaufbau besser als Kalzium, reinigt die Leber und heilt Ekzeme.
Menschen besprühen ihren Rasen mit Gift, um ihn loszuwerden, während andere ihn benutzen, um ihren Körper von zahlreichen Krankheiten zu befreien. Was könnte es sein? Nun, Löwenzahn natürlich!
Ob du nun das Blattgrün isst oder entsaftest, dich den honigartigen Blüten hingibst oder etwas Löwenzahnwurzeltee trinkst, dieses Kraut ist pure Magie!
Zu den gesundheitlichen Vorteilen des Löwenzahns gehören die Gesundheit von Knochen und Haut, Hilfe bei Leber- und Harnwegserkrankungen, Akne, Gelbsucht, Diabetes, Krebs und Anämie.
https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6wenzahn

 ➦ Kresse
Sowohl akute als auch chronische Erkrankungen der Atemwege sprechen sehr gut auf eine Behandlung mit Kresse an. Hier wirkt die Kresse schleimlösend und entzündungshemmend, zudem weitet sie die Bronchien. Gekaute Kressesamen lindern überdies Halsschmerzen, Husten und Asthmasymptome.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kressen

 ➦ Pfefferminze
Die Pfefferminze ist eine Heil- und Gewürzpflanze aus der Gattung der Minzen. Sie ist eine – vermutlich zufällig entstandene – Kreuzung von Mentha aquatica und Mentha spicata, wobei Mentha spicata wiederum eine Kreuzung von Mentha rotundifolia und Mentha longifolia ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Pfefferminze
Zitat
Zitat
Minzen
 ⚕ Pflanze
Mentha
ist eine Pflanzengattung in der Familie der Lippenblütler. Die genaue Unterscheidung zwischen den Arten ist unklar; Es wird geschätzt, dass 13 bis 24 Arten existieren. Hybridisierung tritt auf natürliche Weise dort auf, wo sich die Verbreitungsgebiete einiger Arten überschneiden.
https://en.wikipedia.org/wiki/Mentha
https://en.wikipedia.org/wiki/Mentheae
Die Pfefferminze wurde zur Arzneipflanze des Jahrehunderts gekürt.

 ➦ Baldrian
Die entspannende und schlaffördernde Wirkung beruht auf einer erhöhten Ausschüttung und geringeren Wiederaufnahme vom hemmenden Botenstoff GABA (Gamma-Aminobuttersäure). Indiziert sind Baldrian-Präparate bei Unruhezuständen und nervös bedingten Schlafstörungen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Echter_Baldrian

 ➦ Birkenblätter
Birkenblätter (Betulae folium) besitzen eine harntreibende Wirkung. Sie werden deshalb als traditionelles pflanzliches Arzneimittel meist in Form von Tee zur Durchspülungstherapie bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege sowie bei Nierengrieß eingesetzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Birken

 ➦ Brennnessel
Die Naturheilkunde (https://de.wikipedia.org/wiki/Naturheilkunde) stuft die Brennnessel als u.a. stoffwechselanregend, blutreinigend und harntreibend (entwässernd) ein. Eingesetzt wird sie z.B. bei rheumatischen Beschwerden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Brennnesseln

 ➦ Frauenmantel
Die Heilpflanze Frauenmantel gilt als entzündungshemmend und schmerzlindernd - bei Durchfallerkrankungen und anderen Magen-Darm-Problemen. Und sie eignet sich zum Gurgeln bei entzündeten Schleimhäuten.
Zitat
Frauenmantel ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Rosengewächse. Die Arten sind in der Alten Welt in Europa, Asien und Afrika verbreitet und gedeihen vorwiegend in den Gebirgen. Stark behaarte Formen werden auch als Silbermantel bezeichnet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenmantel

 ➦ Johanniskraut
Das Echte Johanniskraut, auch Echt-Johanniskraut, Gewöhnliches Johanniskraut, Durchlöchertes Johanniskraut, Tüpfel-Johanniskraut oder Tüpfel-Hartheu, meist kurz Johanniskraut oder Johanneskraut, genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Johanniskräuter innerhalb der Familie der Hypericaceae.
Zitat
Die bekannteste Anwendung von Johanniskraut ist die als pflanzliches Antidepressivum bei leichten Verstimmungen bis hin zu mittelschweren Depressionen. Dafür wird es als hochkonzentrierter Extrakt in Form von Tabletten oder Kapseln eingenommen. Johanniskraut-Tee gilt als echter Stress-Killer.
https://de.wikipedia.org/wiki/Echtes_Johanniskraut

 ➦ Kamille
Die Echte Kamille ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Korbblütler. Die ursprünglich in Süd- und Osteuropa verbreitete Art ist heute praktisch in ganz Europa heimisch. Sie ist eine Heilpflanze, die vor allem bei Magen- und Darmbeschwerden sowie bei Entzündungen Verwendung findet.
Zitat
Die Kamille ist eine sehr vielseitige Heilpflanze. Sie wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und krampflösend. Dadurch hilft Kamillentee bei Entzündungen im Mund und den Verdauungsorganen: Bei Zahnfleischentzündungen oder vereiternden Mandeln kannst du lauwarmen Kamillentee trinken oder damit gurgeln.
https://de.wikipedia.org/wiki/Echte_Kamille

 ➦ Klettenwurzel
Die Kletten bilden eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Carduoideae innerhalb der Familie der Korbblütler. Die 10 bis 14 Arten der Gattung Arctium s. str. sind in Eurasien und Nordafrika weitverbreitet. Einige Arten sind weltweit Neophyten.
Zitat
Die Klette regt den Appetit an, vermindert Blähungen und Verstopfung, fördert die Verdauung und beruhigt den nervösen Darm. Umschläge oder Tee aus Klettensamen helfen bei schmerzenden Gelenken, Gicht, Arthritis und Rheuma.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kletten


https://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenheilkunde
Zitat
Grundlage der Pflanzenheilkunde ist die Heilpflanzenkunde (Phytopharmakognosie (https://de.wikipedia.org/wiki/Heilpflanzenkunde)), die das Wissen um die verschiedenen Heilpflanzen bereithält. Die Pflanzenheilkunde enthält aber auch Teile der Pharmakologie (https://de.wikipedia.org/wiki/Pharmakologie), der Pharmazeutik (https://de.wikipedia.org/wiki/Pharmazie) sowie der Toxikologie (https://de.wikipedia.org/wiki/Toxikologie).

Zitat
Flohsamen
Die Schalen der Körnchen enthalten Schleimstoffe, die große Mengen Wasser binden können. Im Darm quellen sie auf, vergrößern das Stuhlvolumen und wirken so gegen Verstopfung. Flohsamenschalen besitzen dabei eine stärkere Quellwirkung als ganze Flohsamen, wodurch sie die Verdauung noch schneller anregen.
 ☠ Psyllium
Flohsamenschalen sind die Samenhülsen der Wegericharten Plantago indica, Plantago afra, daher auch der Name Psyllium. Die Frucht reift zu einer zweifächrigen Deckelkapsel heran mit je zwei kleinen elliptischen, rotbraunen, glänzenden Samen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Flohsamenschalen
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📑 Allgemeines Board Tipps und Informationen / 🍄 Pilze ➦ Fungi
« Letzter Beitrag von ★ Sarah Maria Schwab am Oktober 23, 2022, 03:35:26 Nachmittag »
Im Herbst sprießen sie wieder: Auf Wiesen, im Wald, auf verrottenden Baumstämmen oder im stinkenden Kuhmist strecken die Pilze ihre Köpfe empor. Und an vielen Orten streifen Menschen mit Körben umher auf der Suche nach essbaren Exemplaren. Die Orte, wo sie zu finden sind, halten sie möglichst vor der Konkurrenz geheim. Doch Pilze sind weit mehr als ein Gaumenschmaus. Seit Jahrtausenden beflügeln sie die Fantasie der Menschen.
 ➦ Pilze als Speise der Götter
Einige Pilze schmecken einfach nur köstlich, andere wiederum sorgen nach dem Genuss für spirituell entrückte Zustände. Schon in grauer Vorzeit haben die Frühmenschen offenbar die bewusstseinserweiternde Wirksamkeit von Pilzen entdeckt, auf Fels- und Höhlenmalereien finden sich immer wieder Pilzdarstellungen.
🍄 Pilze: die geheimnisvolle Wesen
Für die Ägypter waren Pilze die "Speise der Götter". Sie glaubten, der Genuss würde das Leben verlängern - oder sogar unsterblich machen. Die Griechen nahmen bei bestimmten Zeremonien einen Trunk aus Mutterkornpilz zu sich und berichteten später von Visionen und geisterhaften Erscheinungen.
Der Pilzkult der Maya und Azteken
 ➦ Pilzstein
Die Maya und Azteken meißelten ihren Vision in Pilzsteine - mit menschlichen oder mit TierGesichtern
Auch die Maya und Azteken versetzen sich mit halluzinogenen Pilzen in Trance. Montezuma II., der letzte Herrscher der Azteken, soll bei seiner Krönungszeremonie reichlich vom "Teonanacatl" (Fleisch der Götter) zu sich genommen haben. Der spanische Missionar Bernardino de Sahagún beobachtete ein Treffen von Indigenen und notierte: "Sie aßen die Pilze zusammen mit Honig. Als die Pilze zu wirken begannen, wurde getanzt und geweint…einige sahen in ihren Visionen, wie sie im Krieg starben, einige, wie sie wohlhabend wurden, einige, wie sie Ehebruch begingen und wie sie dann gesteinigt und ihre Schädel eingeschlagen wurden."
Während Sahagún die Bräuche der Einheimischen akribisch festhielt - sein zeitgenössisches Werk über das Leben und die Kultur der Azteken wurde 2015 von der UNESCO zu Weltkulturerbe erklärt -, sahen andere Missionare durch den Pilzkult die christliche Heilslehre bedroht. Für sie sprach der Teufel aus den Pilzen, die Rituale wurden verboten. Zuwiderhandlung wurde von den Eroberern streng bestraft.
 ➦ Der Pilz im Mittelalter
Auch in der alten Welt, in Europa, war man den Pilzen nicht wohlgesonnen. Sie hatten absonderliche Formen und Farben und wuchsen im Verborgenen. Kurzum: Sie waren den Menschen unheimlich, wovon auch ihre Namen zeugen - Teufelspilz, Hexenpilz oder Satanspilz. So ist es kein Wunder, dass Pilze im Mittelalter in Verdacht standen, Werkzeuge von Hexen und Zauberern zu sein.
 ➦ "Hexenring"
Sogenannte Hexenringe - eine kreisförmige Ausbreitung von Pilzen - machten den Menschen besonders viel Angst. Man glaubte, dass sich hier in der Walpurgisnacht die Hexen zum Tanz versammelten und hielt sie für ein Werk des Teufels. Daher vermied man es auch, einen Fuß in den Ring zu setzen, um sich nicht dem Zauber der bösen Geister auszuliefern. Auch eine Kuh sollte nicht an einem derartigen Ort weiden, denn sie würde bestimmt keine gute Milch geben. Heute weiß man, dass ein Hexenring aus einer Gruppe Pilze von einem Schwammgewebe besteht, die zusammen einen Kreis bilden.
 ➦ Der Pilz im Märchen
In Sagen und Märchen späterer Jahrhunderte dienen Pilze oft als Behausung für Zwerge oder Feen. Es gibt das Märchen vom Pilzkönig, der einem Königssohn seine jüngste Tochter zur Frau gibt, von Pilzwichteln, die im Wald hausen oder vom kleinen Fliegenpilz, der sich mit einem Baum anfreundet und alles brüderlich mit ihm teilt.
 ➦ Im Volksglauben lebten Wichtel in Pilzhäusern.
Das älteste bekannteste deutsche Märchen, das von Pilzen handelt stammt aus dem Jahr 1870 - und gibt den jungen Leserinnen und Lesern einen wichtigen Rat mit auf den Weg. "Also bedenkt Euch wohl, ihr lieben kleinen Mädchen, und auch ihr Buben, wenn ihr den netten, zerbrechlichen Dingern im Walde begegnet, und zerschlagt nicht gleich aus bloßer Zerstörungslust die schönen Pilze… Auch sie haben Leben von ihm (Gott) empfangen und Freude an ihrem kurzen Dasein."
Wie Pilze aus Wikingern Berserker machen
Dass die Wikinger gefürchtete Krieger waren, ist bekannt. Doch besonders berüchtigt unter ihnen waren die Berserker, die sich im Kampf in einen wahren Blutrausch steigerten. Weder Freund noch Feind waren vor ihnen sicher. Manchmal heulten sie wie Wölfe, ihre Körper durchliefen Schauer. "Sie bissen in ihre Schilde, aßen Glut und gingen durchs Feuer", ist im norwegischen Standardwerk "norske lexikon" nachzulesen.
🍄 Fliegenpilz
Lange glaubte man, der Konsum von Fliegenpilzen habe die Männer in diesen Zustand versetzt. In mittelalterlichen Chroniken allerdings ist nachzulesen, dass sie vor dem Kampf wohl eher zum spitzkegeligen Kahlkopf gegriffen haben, dem halluzinogenen "fleinsopp". Hätten sie massenhaft Fliegenpilze gegessen, wären sie wahrscheinlich tot vor dem Feind zusammengebrochen. Der Fliegenpilz spielte bei den Nordmännern trotzdem eine wichtige Rolle: Folgt man den germanischen Überlieferungen, reicherten die Wikinger ihren Met (Honigwein) mit Fliegenpilz an.
 ➦ Pilztourismus nach Mexiko
Ab den späten 1950er-Jahren erlebten die halluzinogenen Pilze eine Renaissance. Denn allen Verboten der Konquistadoren zum Trotz hatte die Nachfahren der Azteken und Maya den Pilzkult am Leben gehalten. 1955 durfte der US-amerikanische Pilzforscher Gordon Wasson als erster Außenstehender an einer heiligen Zeremonie in den Mixeteco-Bergen Mexikos teilnehmen. Die Schamanin María Sabina aus dem Volk der Mazateken leitete die heilige "Velada" (Nachtwache). Als Wasson 1957 im Life-Magazins den Artikel "Seeking the Magic Mushroom" ("Auf der Suche nach den magischen Pilzen") veröffentlichte, in dem er die magische Wirkung des "Teonanacatl" beschrieb, löste er einen wahren Run auf Sabinas Heimatdorf Huautla aus.
Nicht nur Wissenschaftler kamen, auch Hippies pilgerten nach Mexiko. Stars wie Bob Dylan, John Lennon und Mick Jagger sollen darunter gewesen sein - und sie alle waren weniger an den Gesängen der Heilerin interessiert als an den "magic mushrooms".
Illustration eines magischen Pilzes in leuchtenden Farben
🍄 Magic Mushrooms
Der anhaltende Pilztourismus brachte der Schamanin kein Glück. Viele der Fremden verloren im Rausch die Kontrolle und den Respekt vor den Einheimischen. Die Indigenen waren verärgert, dass ein heiliges Ritual zur Touristenattraktion verkam, verstießen María Sabina schließlich aus ihrer Gemeinschaft und brannten ihr Haus nieder. Zu allem Überfluss warf ihr die Polizei auch noch Drogenhandel vor und sie wurde kurzzeitig eingesperrt. Später verdiente sie sich ihr Geld mit Vorträgen über das Pilzritual.
 ➦ Pilze in der Gegenwart
In den USA wurde der Pilzkonsum 1969 verboten, andere Länder folgten. Auch für medizinische Zwecke durften sie nicht mehr erforscht werden. Und heute? In manchen Ländern - wie in den Niederlanden - kann man die Magic Mushrooms ganz legal im Geschäft kaufen, auch im Internet blüht der Handel. Der Pilz, der einst das Tor zu den Göttern aufstoßen sollte, ist längst zur Partydroge geworden.
Aber viele Pilzarten sind einfach nur eine kulinarische Delikatesse, die genauso verzücken kann wie ihr berauschender Verwandter - nicht nur auf der Pizza Funghi.
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Die Pilze bilden das dritte große Reich eukaryotischer (https://de.wikipedia.org/wiki/Eukaryoten) Lebewesen neben den Tieren und den Pflanzen. Sie sind wie die Pflanzen, zu denen sie lange gerechnet wurden, sesshaft, können jedoch keine Photosynthese betreiben.

Es gibt mit über 4.450 Großpilzarten eine beachtliche Vielfalt. Vom Stiel bis zum Hut gelten etwa 200 Exemplare als Speisepilze.
Aus dem Körberl verbannt werden sollten sowohl ungenießbare als auch giftige Arten. Bei etwa einem Dutzend Arten ist besondere Vorsicht geboten, da sie so giftig sind, dass ihr Verzehr zum Tod führen kann. Aber auch überalterte Exemplare von Speisepilzen können durch Verwesungsprozesse gefährliche Giftstoffe entwickeln.
Damit bei dir Zuhause auch wirklich nur Delikatessen im Topf landen und du Bescheid weißt, wann und wo diese zu finden sind, präsentiert dieser Beitrag 10 heimische Pilze für Feinschmecker und ihre giftigen Doppelgänger. Dazu servieren wir kompaktes Pilzwissen.
 ➦ Der Steinpilz (September bis Oktober)
Der Steinpilz oder Herrenpilz (Boletus edulis) ist vor allem in Mitteleuropa verbreitet. Auf dem am Ansatz bauchigen und sich nach oben hin verdünnenden, bis zu 20 cm langen Stiel, sitzt ein dicker Hut, dessen Farbton zwischen hell- und dunkelbraun variiert und zum Hutrand hin heller wird. Die Poren werden mit dem Alter gelb/grün statt weiß. Bei älteren Exemplaren ist der Hut zur Gänze ausgeklappt, sodass die Oberfläche glatt ist. Als Delikatesse der europäischen Küche ist dieser Dickröhrling für seinen einzigartigen nussigen, milden Geschmack bekannt.
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Vorsicht sind bei ungenießbaren Doppelgängern wie Schönfuß-Röhrling (Caloboletus calopus), Wurzelnder Bitterröhrling (Caloboletus radicans) und Gemeiner Gallenröhrling (Tylopilus felleus) gegeben. Weitere Dickröhrlinge sind zwar zum Teil essbar, aber so selten, dass sie zu schonen sind.
Eierschwammerl (Juni bis Oktober)
Eierschwammerl (Cantharellus cibarius) sind in ganz Europa weit verbreitet und wachsen sowohl in Nadel- als auch in Laubwäldern. Am wohlsten fühlen sie sich dort wo es etwas feuchter ist, im dichten Moos oder im Gras unter Fichten.
Je nach der Art des Waldes hat der Fruchtkörper des Eierschwammerls eine weißgelbe bis dottergelbe Färbung. Das feste, würzige Fleisch mit feiner Schärfe wird aufgrund seines unverkennbaren Geschmacks geschätzt und verfeinert Semmelknödel, Eierspeisen, Risotti und Salate mit ihrem pfefferähnlichen Geschmack.
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Achtung: Der Falsche Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca) macht seinem Namen alle Ehre und ist der ungenießbare Zwilling des Eierschwammerls. Die Färbung des Hutes ist oranger als der gelbe Pfifferling, an der Unterseite des Hutes zeigt er kräftig orangerote lamellenähnliche Blätter, die man vom Hutfleisch abziehen kann. Beim Echten Eierschwammerl sind die Lamellen hingegen fest verwachsen. Auch der typische Eierschwammerl-Geruch identifiziert einen Genießbaren von einem Unbekömmlichen kinderleicht. Ebenfalls an der Hut-Unterseite kann man den – jung genießbaren - blasser gefärbten Semmelstoppelpilz identifizieren, der hier dichte Stacheln trägt.
Krause Glucke (August bis Oktober)
Die Krause Glucke (Sparassis crispa) ist der Beweis, das auch Parasiten wunderbar schmecken können. Sie befällt im Flachland und niedrigen Berglagen die Stämme von alten Kiefern. Ihr Fruchtkörper ähnelt in seinem Aussehen stark einem Badeschwamm und kann einen Durchmesser von bis zu 40 cm und ein Gewicht von über einem Kilogramm erreichen.
Damit sie ihren unverkennbaren pilzig, nussigen und waldigen Geschmack nicht verlieren, sollten sie nicht gewaschen werden, sondern wie ein Blumenkohl zerlegt, den Strunk entfernen, und mit einem Pinsel sorgfältig putzen. Die etwas aufwendigere Reinigung während der Verarbeitung macht die Krause Glucke durch ihren Geschmack in verschiedensten Gerichten aber allemal wett.
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Vorsicht: Verwechslungsgefahr ist mit der Bauchweh-Koralle, auch Blasse Koralle genannt, gegeben. Die ungenießbare Breitblättrige Glucke wächst vereinzelt im Gebirge, an der Basis von alten Tannen.
Herbsttrompete (September bis November)
Die Herbsttrompete (Craterellus cornucopioides) findet man, wenig überraschend, erst im Spätsommer und Herbst. Sie wächst in Laubwäldern und bevorzugt Kalkböden mit hoher Feuchtigkeit.
Der Fruchtkörper wächst in einer nach unten gerichteten Trichterform und kann bis zu 10 cm breit werden. Trotz der erdigen, gräulichen Farbe erinnert der Pilz ein wenig an eine exotische Blume. Die Herbsttrompete findet als außerordentlich aromatischer Speisepilz aufgrund seiner großen Würzkraft häufig in getrockneter Form Anwendung in der Küche.
 ➦ Schopftintling (Mai bis November)
Die Gattung der Tintlinge umfasst, mit wenigen Ausnahmen, hauptsächlich ungenießbare Pilzarten. Eine dieser Ausnahmen, der Schopftintling (Coprinus comatus), sprießt aus grasigen Standorten und ist somit an Wald- und Wegrändern sowie auf Wiesen und in Gärten anzutreffen. Der hochstielige Bruder der Champignons steht häufig in großen Gruppen, kann aber auch einzeln auftreten.
Der sehr weiche, pelzige Hut von weißer Farbe fällt seitlich vom Stamm flach ab. Das Fleisch junger Schopftintlinge hat einen leicht würzigen Geschmack und weist ein sehr mildes Aroma auf, welches ein wenig an Spargel erinnert.
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Achtung: Als Speisepilz nur nutzen, wenn der Fruchtkörper noch jung ist, die Lamellen also weiß bis leicht rosa gefärbt sind. Die älteren Exemplare mit dunklem ausgefranstem Hutrand (siehe Bild) sollte man besser stehen lassen. Dazu sollte er so schnell wie möglich verarbeitet und am gleichen Tag noch serviert werden, sonst beginnt er zu zerfließen und wird ungenießbar. In Verbindung mit Alkohol kann der Schopftintling schwach giftig wirken.
Morchel (April bis Mai)
Die Speise-Morchel (Morchella esculenta) wächst von April bis Mai in Auwäldern, in Hecken und Gebüschen, im offenen Gras oder unter Eschen.
Sie ist ebenso häufig einzeln wie in kleineren Gruppen anzutreffen.
Speise-Morcheln werden bis zu 12 cm hoch. Der dunkle, brüchige Hut mit seinen kleinen Kammern ist fest mit dem kurzen weißen Stiel verwachsen.
Diese Morchel sticht unter den Speisepilzen durch ihren unverwechselbaren Geschmack hervor. Ihr starkes Aroma verleiht jedem Gericht, in dem sie verwendet wird, eine feine würzige Note.
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Achtung: Nur eine junge Morchel ist eine genießbare Morchel! Alte Exemplare, die muffig riechen und nicht mehr frisch aussehen, sind giftig. Auch die junge Morchel will erst nach dem Kochen verzehrt werden. Giftige Doppelgänger der genießbaren Morcheln sind die Lorcheln. Während der Hut der meisten Morchelarten wie Bienenwaben aussehen, erinnern die nach außen gewölbten Windungen der Frühlings-Lorchel an Würmer.
Birken-Rotkappe (Juni bis Oktober)
Die Birken-Rotkappe (Leccinum versipelle) tritt immer in Kombination mit Birken, am liebsten in heideartiger Umgebung, aber auch in Nadel- und Kiefernwäldern mit eingestreuten Birken, auf saurem Boden auf. In warmen Sommern mit ausreichend Regen sprießt sie oft in großen Mengen.
Der weiße Stiel ist mit schwarzen Schüppchen gesprenkelt und trägt einen, zunächst kugeligen, dann bis zu 20 cm breiten Hut mit glatter Haut die unterschiedliche Orange- und Rottöne aufweisen kann.
Aufgrund ihres milden und angenehmen Pilzgeschmacks, der nicht zu stark hervorsticht, und der vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten des festen Fleisches, bietet sich die Rotkappe ideal als Mischpilz in einer Pilzpfanne an. Beim Anschneiden und Kochen verfärbt sich der Pilz grau bis schwarz.
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VORSICHT: Die Birken-Rotkappe ist roh, wie viele andere Pilzarten, giftig! Erst gekocht, nachdem sie ihre Bissfestigkeit verliert, wird sie genießbar!
Parasol (Juli bis November)
Der Parasol (Macrolepiota procera) liebt helle mit Gras bewachsene Flächen. Man trifft auf ihn auf Wiesen und Weiden, auf hellen Lichtungen in Wäldern sowie an Wegrändern.
Der Stiel mit dem verschiebbaren Ring wird bis zu 40 cm hoch und trägt einen zu Beginn kugelförmigen, zum Höhepunkt bis zu 25 cm weit aufgespannten Hut. Dieser schuppige Hut enthält das ergiebige Fleisch mit seinem angenehmen, nussigen Geschmack. In der Küche landet meist nur der Hut. Beliebt ist das panierte Schnitzel aus dem Riesenschirmling. Der Parasol ist roh ungenießbar.
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Achtung: Es besteht große Verwechslungsgefahr mit tödlich giftigen Pilzarten wie Pantherpilz und Knollenblätterpilzen sowie Gift-Riesenschirmling.
Wiesen-Champignon (Juli bis November)
Die kleinen drolligen Pilze, auch Wiesen-Champignons (Agaricus campestris) genannt, fühlen sich auf Wiesen und Viehweiden besonders wohl, besonders in größeren Gruppen.
Länger andauernde heiße und trockene Phasen, auf die starker Regen folgt, begünstigen das Wachstum des Fruchtkörpers. Da Wiesen-Champignons im Gegensatz zu vielen anderen Waldpilzen auch roh verzehrt werden können, eignen sie sich für viele verschiedene Verarbeitungsarten. So können sie geschnitten mit frischem Salat ebenso genossen werden wie gegrillt, überbacken oder püriert in Soßen und Suppen.
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Vorsicht: Der unschuldige Wiesen-Champignon kann mit dem hochgiftigen Knollenblätterpilz verwechselt werden. Ein Blick auf die Lamellen hilft bei der Unterscheidung. Die Lamellen des Wiesenchampignons sind rosa bis schokoladenbraun, die des Knollenblätterpilzes sind weiß.
Ebenfalls giftig ist der Karbol-Champignon, dessen Huthaut sich aber auf Druck oder bei Verletzung gelb verfärbt.
Flockenstieliger Hexenröhrling (Juli bis Oktober)
Der Flockenstielige Hexen-Röhrling (Neoboletus erythropus) ist am besten in Rotbuchenwäldern anzutreffen. Der feste Fruchtkörper mit bauchigem Stamm hat einen halbkugelig geformten Hut zwischen 6 und 20 cm ähnlich dem des Steinpilzes.
Die dunkelbraune Oberseite des ist dagegen mit einer samtig-filzigen Haut überzogen. Unverkennbar als Hexen-Röhrling kennzeichnen ihn aber die rötlichen Röhren an der Unterseite des Hutes, die sich bei Berührung dunkelblau bis schwarz verfärben. Der Geschmack des gekochten, festen Fleisches ist dezent und so macht er sich besonders gut in Mischgerichten. Roh ist der Großröhrling ungenießbar.
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Vorsicht ist bei einem näheren Verwandten geboten: Der Netzstielige Hexenröhrling (Suillellus luridus) ist zwar essbar, doch in Kombination mit Alkohol giftig. Sein Hut ist im Vergleich zum Flockenstieligen Hexen-Röhrling eher dunkelbraun. Der giftige Satanspilz unterscheidet sich durch die Hutfarbe, zudem verfärbt sich sein Fleisch bei Verletzung oder Bruch nur schwach bläulich.

Pilzwissen kompakt
Auch unsere Schwammerl bleiben vom Artensterben nicht verschont. Von den 4.450 Großpilzarten gelten etwa 1.300 Arten als gefährdet (30 %) und 780 Arten als potentiell gefährdet. Die aktuelle Rote Liste umfasst daher insgesamt 2.080 Arten (= 46 %).
 ➦ Knapp jede zweite Pilzart ist ein trauriger Roter Liste Kandidat.
Gründe des Negativtrends sind der Klimawandel (Temperaturerhöhung und Niederschlagsverringerung in vielen Gebieten Österreichs), der Verlust oder die Veränderung der Bewirtschaftung ihrer natürlichen Lebensräume, naturnaher Wälder und Wiesen.
Pilze bilden neben den Tieren und den Pflanzen die dritte große Gruppe eukaryotischer Lebewesen, deren Zellen über einen echten Kern und verschiedene Zellkompartimente verfügen. Sie sind wie Pflanzen sesshaft und wurden deshalb seit der Antike bis in das späte 20. Jahrhundert fälschlicherweise dem Reich der Pflanzen zugeordnet.
Da Pilze aber keine Fotosynthese betreiben können, müssen sie sich wie Tiere durch die Aufnahme organischer Substanzen ernähren, die sie in gelöster Form aus der Umgebung aufnehmen. Pilze können dafür auf eine sehr große Bandbreite an Nahrungsquellen zurückgreifen. Sie wirken als Zersetzer von totem, organischem Material (Stichwort Totholz), ernähren sich als Parasiten von anderen Lebewesen oder leben in einer wechselseitigen Symbiose mit Pflanzen und Flechten. Deshalb gelten Pilze heute als enger mit Tieren verwandt als mit Pflanzen.
In der Regel lassen sich Pilze mit bloßem Auge nicht erkennen. Zu fein sind die Hyphen, die fadenförmigen Zellen des Pilzes, die in ihrer Gesamtheit ein weitverzweigtes Netzwerk bilden. Dieses als Myzel bezeichnete Netz breitet sich in oder auf einem festen Substrat, beispielsweise Erdboden, Holz oder anderem lebendem oder abgestorbenem organischem Gewebe aus.
Der im Substrat verborgene Vegetationskörper des Pilzes wird erst dann für unser Auge erkennbar, wenn sich aus fädigen Hyphen ein Fruchtkörper entwickelt. Das passiert, wenn sich an den Enden der Hyphen Sporenbehälter, so genannte Sporangien, bilden. Diese setzen Sporen frei, die sich verbreiten und schließlich zu neuen Myzelien auskeimen. Wenn die Umweltbedingungen günstig sind – besonders Temperatur, Feuchtigkeit und Nährstoffangebot – können sie heranwachsen und wieder Fruchtkörper – unsere Schwammerl – ausbilden.
Diese Fruchtkörper der Großpilze, die hut-, keulen-, knollen- oder krustenförmig sein können, bezeichnen wir im allgemeinen Sprachgebrauch als „Schwammerl“. Um das darunterliegende Myzel und das Zellnetzwerk des Pilzes nicht zu zerstören, sollte man deshalb beim Schwammerl brocken mit einem Messer arbeiten!
 ➦ Grundsätzlich gilt: Mitnehmen sollte man nur Pilze, die man auch 100%ig (am besten anhand verschiedener Pilzbestimmungsbücher) identifizieren kann.

Um Pilze zu züchten, benötigt man eine Pilzbrut und einen geeigneten Nährboden, zum Beispiel auf der Basis von Holz oder Stroh. Kaffeesatz eignet sich für Kräuterseitlinge, Limonenpilze oder Pioppino. Austern- und Shiitake-Pilze lassen sich gut auf Hochstämmen anbauen. Beste Wachstumsbedingungen um Pilze zu züchten, bietet ein feuchter und unbeheizter Kellerraum, welcher ganzjährig stabile Temperaturen von 10-15°C und eine hohe Luftfeuchte für die Pilzzucht gewährleistet. Auf diese Weise kann man das ganze Jahr über frische Pilze genießen – und das schadstofffrei. Denn in Wildpilzen lagern sich oft Schwermetalle wie Cadmium oder Quecksilber ab. Auch sind immer noch viele Pilze, vor allem im Süden Deutschlands, mit dem radioaktiven Isotop Cäsium 137 belastet. Zwar ist der Verzehr von strahlenbelasteten Pilzen in geringen Mengen vergleichsweise harmlos, trotzdem der Rat: Besonders Risikogruppen wie Kindern, Schwangeren und stillenden Müttern raten wir ab wild gesammelte Pilze zu essen. Um auf Nummer sicher zu gehen, lohnt es sich also, seine Pilze in einer Kultur einfach selber zu züchten.

Pilze sind keine Pflanzen im herkömmlichen Sinne, da sie aufgrund des fehlenden Chlorophylls keine Photosynthese betreiben können. Sie leben von absterbenden organischen Substanzen und werden daher als Saprophyten bezeichnet. Viele Pilz-Gruppen leben auch in Symbiose, einer Art Lebensgemeinschaft, mit Bäumen. Ein stetes Geben und Nehmen bestimmt diese Lebensweise und wird Mykorrhiza genannt. Zu dieser Gruppe gehört beispielsweise der Steinpilz.
Bei Sammlern gelten Pilze längst als Delikatesse, in China und Japan sogar als Heilmittel. Der Shiitake (Lentinus edodes) beispielsweise besitzt das so genannte Ergosterin (ein Vitamin D), das häufig in Fleisch, aber selten in Pflanzen enthalten ist. Daher ist der Shiitake ein wichtiger Vitamin D-Lieferant – besonders für Vegetarier. Weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften, die dem Shiitake nachgesagt werden: Er soll den Cholesterinspiegel senken und vorbeugend gegen Grippe wirken. Allen Pilzsorten gemeinsam ist die Reichhaltigkeit an Vitaminen, Spurenelementen und essenziellen Fettsäuren.
Pilze selber anbauen: Wichtiges in Kürze
Um Pilze zu züchten, benötigt man eine Pilzbrut und einen geeigneten Nährboden, zum Beispiel auf der Basis von Holz oder Stroh. Kaffeesatz eignet sich für Kräuterseitlinge, Limonenpilze oder Pioppino. Austern- und Shiitake-Pilze lassen sich gut auf Hochstämmen anbauen. Wichtig ist, die Kultur stets gut feucht zu halten.
Pilzanbau: So züchten Sie Pilze selber
Viele Pilz-Arten können Sie problemlos zu Hause anbauen. Grundsätzlich sind eigene Pilzkulturen auf Stroh, Holz oder vorgefertigtem Pilzsubstrat möglich. Doch am Anfang steht die Pilz-Brut – Pilzsporen beziehungsweise die lebende Pilzkultur, die sich auf einem Trägermaterial befindet. Pilz-Brut gibt es in verschiedenen Formen. Bei der Körner-Brut hat das Myzel, also das Pilzgeflecht, seine Fäden um und in Getreide- oder Hirsekörner gesponnen. Die organischen Nährstoffe der Körner dienen dem Myzel als Nahrungsgrundlage. Körner-Brut lässt sich sehr gut unter Substrat mischen und in dieser Form einfach in Dosen oder Beuteln verpacken. Sehr beliebt ist Körner-Brut für die Profi-Champignon-Kultur und das Impfen von Stämmen.
Als Basis für die Substrat-Brut dienen fermentiertes, durchwachsenes Strohmehl, Strohhäcksel oder auch Sägespäne. Diese Brut eignet sich hervorragend, um Strohballen oder eingeweichte Strohpellets zu spicken. Dafür wird die Masse einfach in nussgroße Stücke gebrochen. Als Stäbchen- oder Dübel-Brut bezeichnet man herkömmliche Buchenholz-Dübel aus dem Baumarkt, die jedoch vollständig vom Pilz-Myzel durchzogen sind. Die Stäbchen-Brut eignet sich beispielsweise hervorragend für das Spicken von Stämmen oder Strohballen.
Eine Pilz-Brut kann bei Temperaturen zwischen zwei und zwölf Grad Celsius bis zu zwölf Monate aufbewahrt werden, bevor man sie verarbeiten muss. Je niedriger die Temperatur, desto höher ist die Haltbarkeit. Vor dem Kontakt mit der Pilz-Brut sollten Sie entweder die Hände gründlich waschen oder sterile Einmal-Handschuhe tragen, damit keine Bakterien oder Schimmelpilzsporen an Ihren Händen haften bleiben. Infiziert man die Brut mit den anhaftenden Schaderregern, kann die ganze Kultur absterben.
Nach erfolgreicher Impfung des Trägermaterials ist zunächst ein weißer Flaum an der Oberfläche erkennbar. Das ist das Zeichen dafür, dass das Myzel die Erde oder den Stamm bereits vollständig durchwachsen hat. Im nächsten Stadium erscheinen kleine weiße Knötchen, so genannte Primordien – also Pilze im absoluten Miniformat. Doch schon innerhalb weniger Tage reifen die Primordien zu richtigen Pilzen heran. Diesen Vorgang bezeichnet man als Fruktifikation (Fruchtbildung): Die sichtbaren Pilze, die später auch gegessen werden können, sind eigentlich nur die Fruchtkörper des Pilzgeflechts. Sie tragen die Sporen, über die sich die Pilze aussäen.
Wie kann man Pilze mit Kaffeesatz anbauen?
Als Nährboden wird bei der Pilzzucht meist ein Spezialsubstrat auf der Basis von Stroh, Rindenmulch oder Getreide verwendet. Kräuterseitlinge, Limonenpilze oder Pioppino lassen sich aber auch auf selbst gesammeltem Kaffeesatz ziehen. Die Pilz-Brut wird zunächst in millimetergroße Stücke zerbröselt und mit getrocknetem Kaffeepulver vermischt. Anschließend gibt man alles in den Anzuchttopf, deckt ihn ab und hält das Pilzsubstrat feucht. Nach zwei bis vier Wochen, wenn die weißgrauen Pilzfäden (Myzel) das Substrat vollkommen durchwachsen haben, nimmt man den Deckel ab. Die Pilze erscheinen in mehreren Schüben. Nach etwa sechs Erntewellen sind die im Kaffeesatz enthaltenen Nährstoffe aufgebraucht. Tipp: Sobald die Temperaturen draußen über zehn Grad Celsius steigen, kann man die Pilzkultur aus dem Topf nehmen und im Garten an einem schattigen Platz in die Erde einsenken.
Pilze
Pioppino, ein besonders in Italien beliebter Edelpilz mit samtiger Haube, kann auf Kaffeesatz gezogen werden
Austernpilze sollten als Fertigkulturen immer nach der beigefügten Anleitung angebaut werden. Geliefert wird in der Regel ein bereits voll durchwachsener Substratblock. Ohne jegliches Zutun ist oft schon nach einigen Tagen die erste Ernte möglich. Grund: Durch den Transport wurde der Block Erschütterungen ausgesetzt, die das Pilzwachstum angeregt haben.
Nun gilt es, den Substratballen in einem luftfeuchten Raum zu lagern oder mittels einer Folie die richtige Luftfeuchtigkeit herbeizuführen. Der Block sollte stets feucht gehalten werden. In eine Schale gestellt, kann das überschüssige Wasser aufgefangen werden. Die Luftlöcher nicht vergessen, denn sie begünstigen zusätzlich das Wachstum. Die optimale Temperatur liegt bei 18 bis 25 Grad Celsius.
Auch professionelle Pilzzüchter verwenden Substrate
Fühlt sich die Pilzkultur wohl, beginnen sich an den Luftlöchern die ersten Fruchtkörper zu bilden. Je nach Pilzart wird der Beutel bis hin zum Substrat heruntergeschnitten. Sobald die Pilze eine Größe von acht bis zwölf Zentimetern erreicht haben, können sie vorsichtig herausgedreht oder mit einem Messer abgeschnitten werden. Wenn möglich, ohne dass ein Stumpf übrig bleibt, denn sonst können an dieser Stelle Fäulnisbakterien eindringen. Nach der Ernte folgt eine Ruhephase von bis zu 20 Tagen. Nach vier bis fünf Erntephasen ist das Substrat erschöpft und kann dem Bio-Müll oder Kompost zugeführt werden.
Champignonaufzucht in Substrat
In Reih und Glied stehen die weißen Fruchtkörper des wohl beliebtesten Kulturpilzes. In der Anzuchtschale ist das Champignonsubstrat hervorragend herangewachsen. Champignons werden als Fertigkulturen als durchwachsenes Substrat geliefert. Ein zusätzlicher Beutel enthält die Deckerde. Das Substrat wird in einer Anzuchtschale ausgebreitet und mit der mitgelieferten Erde bedeckt. Anschließend wird das Gefäß mit einer transparenten Kunststoffhaube abgedeckt. Falls Sie keine Anzuchtschale haben, können Sie auch eine kleine Holzkiste oder ein anderes beliebiges Gefäß mit Folie auskleiden und darauf das Substrat und die Deckerde geben. Nun gilt es, alles gut feucht zuhalten. Die Champignon-Kultur benötigt Temperaturen zwischen 12 bis 20 Grad Celsius. Die Holzkisten werden zunächst am besten mit einer Folie abgedeckt. Sobald sich die Primordien zeigen, muss die Abdeckung entfernt werden, denn jetzt benötigen die Champignons frische Luft, um gut gedeihen zu können. Geerntet wird anschließend etwa im zweiwöchentlichen Rhythmus, bis sich nach circa fünf Monaten das Pilzsubstrat erschöpft hat.
Wie kann man Pilze im Freien anbauen?
Für die Pilzzucht im Freien gibt es verschiedene Kulturmethoden, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Welche die richtige ist, hängt vor allem von der jeweiligen Pilz-Art ab.
Hochdruckgepresste Strohballen sind besonders gut geeignet für Austernpilze und Braunkappen. Die Ballen werden im April oder Mai zwei Tage lang in einer Regentonne oder einer alten Badewanne mit klarem Leitungswasser vollständig durchtränkt, danach lassen Sie sie einen Tag lang abtropfen. Anschließend wird eine Stäbchen- oder Körner-Brut ausgebracht: Bohren Sie mit einem Pflanzholz im Abstand von 20 Zentimetern Löcher in den Strohballen und stecken Sie die Brut hinein. Nachdem der Strohballen komplett gespickt wurde, wird er mit einer Folie abgedeckt. Sie erhöht die Luftfeuchtigkeit und bietet dem Myzel optimale Wachstumsbedingungen. Nach circa fünf bis sechs Wochen zwischen 20 und 25 Grad Celsius hat das Myzel den Ballen vollständig durchdrungen. Wichtig für die kommenden Wochen: Das Stroh muss stets feucht gehalten werden, darf aber nicht nass sein. Bei guter Pflege zeigt sich nach drei Wochen ein feines Gespinst. Weitere drei Wochen später erfolgt bereits die erste Pilzernte. Je nach Witterung können mit dieser Methode bis zu sechs Kilogramm Pilze geerntet werden – immer in Zyklen im Abstand von drei bis vier Wochen. Danach ist das Stroh als Nahrungsgeber für das Myzel erschöpft und wandert auf den Kompost.
Statt eines Strohballens können Sie auch Strohpellets verwenden. Für diese Art der Pilzkultur sind Austernpilz, Braunkappe, Kräuterseitling, Limonenpilz, Rosa Seitling und Schopftintling sehr gut geeignet. Feuchten Sie die Strohpellets in dem Eimer mit Wasser an, damit sie aufquellen können. Anschließend müssen Sie eine Körner- oder Substrat-Brut untermischen, die Masse in Kunststoffsäcke füllen und zubinden. Stechen Sie einige Luftlöcher hinein, damit die Kultur atmen kann. Das Ganze wird an einem schattigen Ort bei circa 15 Grad Celsius gelagert. Bereits drei Wochen später zeigt sich das weiße Myzel und die Plastikfolie kann entfernt werden. Die Kultur benötigt für das weitere Wachstum einen hellen aber nicht vollsonnigen Ort.
Austernpilze mit Stroh kultiviert
Austernpilze und Rosa Seitling können Sie auch in mit Strohpellets gefüllten Töpfen kultivieren, zum Beispiel auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Feuchten Sie die Strohpellets in einem Gefäß mit warmem Wasser an und lassen Sie sie drei bis vier Stunden quellen, bis die Pellets auseinanderfallen. Geben Sie dann erneut Wasser hinzu, bis ein Brei entsteht. Verteilen Sie eine Substrat-Brut gleichmäßig auf dem Brei und mischen Sie sie unter. Die Masse wird anschließend in die Töpfe gefüllt, mit Folie bedeckt und für circa sechs bis zehn Tage stehengelassen, damit das Gemisch gären (fermentieren) kann. Durch die Löcher in den Blumentöpfen kann das Wasser gut in die Untersetzer abfließen. Achten Sie darauf, dass letzterer regelmäßig geleert wird, damit keine Staunässe entsteht. Nach vier bis sechs Wochen beginnt der erste von insgesamt drei bis vier Erntezyklen.
Pilze auf Holzstämmen anbauen
Die Pilzzucht auf Holz ist besonders ergiebig, denn Sie können bei dieser Kulturmethode nach einer Impfung bis zu sieben Jahre lang Pilze ernten. Austern- und Shiitake-Pilze sind für diese Methode hervorragend geeignet. Sie entziehen dem faulenden Holz die benötigten Nährstoffe so lange, bis das Holz komplett ausgelaugt ist. Das Holz sollte in einem Zeitraum von vier Wochen bis fünf Monaten vor der Impfung geschlagen worden sein. Im Gegensatz zum Shiitake benötigt der Austernpilz über den Holzstamm Erdkontakt, daher wird das untere Stammende nach der Beimpfung an einem schattigen, möglichst schneckenfreien Platz rund 20 Zentimeter tief eingegraben. Stäbchen- oder Körner-Brut ist für die Beimpfung am besten geeignet. Zuvor muss das etwa einen Meter lange Stamm- oder Aststück in einer Regentonne oder einer Wanne gut gewässert werden. Beschweren Sie es am bestem mit Betonplatten, damit es vollständig untertaucht.
Austernpilze im Baumstamm
Für die Impfung von Holzstämmen gibt es verschiedene Methoden. Bei der Kopf-Impfung stellt man das Stämmchen senkrecht hin und trennt oben eine Scheibe (circa fünf bis zehn Millimeter dick) mit der Säge ab. Die entstandene Schnittfläche wird mit Körner-Brut belegt und die zuvor abgetrennte Scheibe wieder aufgesetzt und mittig mit einem Nagel fixiert. Anschließend versiegelt man die Schnittstelle seitlich mit einem Klebestreifen. Damit dieser sich auch bei Feuchtigkeit nicht lösen kann, steckt man ihn zusätzlich mit Reißzwecken fest. Zur Schnitt-Impfung schneidet man mit der Spitze der Motorsäge im Abstand von 15 bis 20 Zentimetern rundum mehrere etwa fünf Zentimeter tiefe Kerben in den Stamm. Sie werden ebenfalls mit Körner-Brut aufgefüllt, kurz angedrückt und wie oben beschrieben mit Klebeband und Reißzwecken fixiert.
Die Bohrloch-Impfung ist ebenfalls eine sehr beliebte Methode. Dazu bohrt man im Abstand von etwa 20 Zentimetern in spiralförmiger Anordnung rund um den Stamm etwa drei Zentimeter tiefe Löcher in Holzdübel-Stärke hinein. Anschließend drückt man in jedes Bohrloch eine Stäbchen-Brut und versiegelt das Loch mit Klebeband oder Kerzenwachs. Stattdessen kann man auch einfach den gesamten Stamm in Kunststofffolie einwickeln. An einen schattigen Platz bei bis zu 25 Grad Celsius ist Weichholz wie zum Beispiel Pappel oder Birke nach etwa sechs Monaten vom Myzel durchdrungen. Bei Hartholz dauert das etwa zehn bis zwölf Monate. Zeigt sich schwarzer oder brauner Schimmel, ist die Impfung fehlgeschlagen.
Eine besonders schnelle und einfache Methode ist die Pilzkultur auf Sperrholzplatten. Lassen Sie zwei Sperrholzplatten aus Pappelholz in Wasser quellen und bestreichen Sie eine Platte mit Körner-Brut. Legen Sie die zweite Platte darauf und fixieren Sie beide an allen vier Ecken mit Holzschrauben. Bereits nach kurzer Lagerung im Folienbeutel sind die Platten vollkommen vom Myzel durchwachsen und einer baldigen Ernte steht nichts mehr Wege.
Weitere Anbaumethoden und Aufbewahrung
Wenn Sie ein kleines Waldgrundstück oder einen schattigen Gehölzrand mit humusreichem Boden besitzen, können Sie Ihre Pilze auch direkt im Boden kultivieren. Diese Methode eignet sich für Austernpilz, Braunkappe, Kräuterseitling, Stockschwämmchen und Toskanapilz. Lassen Sie wie bei der Kultur im Topf Strohpellets mit warmem Wasser aufquellen. Heben Sie anschließend an der vorgesehenen Stelle im Garten ein 50 mal 50 Zentimeter großes und 15 Zentimeter tiefes Loch aus und geben Sie die Hälfte der aufgequollenen Masse hinein. Darauf verteilen Sie die Brut (Substrat-, Körner- oder Stäbchen-Brut) gleichmäßig und geben die andere Hälfte des Strohpellet-Breis darüber. Drücken Sie die Mischung vorsichtig an und decken Sie sie mit einer zwei Finger breiten Erdschicht ab. Nach etwa vier bis zwölf Wochen (je nach Jahreszeit und Witterung) erscheinen die ersten erntefähigen Pilze.
Austernpilze Ernte
Als Fertigkulturen für das Freiland sind Austern-, Limonenpilz und Shiitake erhältlich. Die Anzucht einer Fertigkultur im Freien funktioniert ähnlich wie im Haus. Meist wird die Fertigkultur in einem Plastikbeutel geliefert. Diesen müssen Sie einfach nach Anleitung an einem schattigen Platz im Garten aufstellen und stets feucht halten. Bereits nach zwei bis vier Wochen erfolgt die erste Erntewelle mit anschließender Ruhephase von bis zu vier Wochen. Insgesamt sind bis zu fünf Ernteschübe möglich.
Pilze richtig lagern
Frische Pilze können vier bis fünf Tage problemlos im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sollten sie in dieser Zeit etwas trocken geworden sein, kein Problem: Mit etwas lauwarmem Wasser besprüht sind sie schnell wieder prall und frisch. Bei Pilz-Überschuss haben Sie die Möglichkeit, Pilze einzufrieren oder zu trocknen. Für das Einfrieren können Sie zwischen der Variante "am Stück" oder "in Scheiben geschnitten" wählen.
Frisch aus dem Ofen: getrocknete Champignons
Für die Trocknung legen Sie die Pilze in Scheiben geschnitten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Den Ofen auf 50 °C vorheizen und die Pilze bei geöffneter Ofenklappe so lange trocknen lassen, bis jegliche Flüssigkeit entwichen ist. Das gleiche Ergebnis können Sie auch mit einem herkömmlichen Dörrapparat erzielen. Für den anschließenden Gebrauch werden die Pilze einfach in etwas Wasser eingeweicht, bis sie ihre typische Konsistenz zurückerlangt haben.

Im Herbst hat das Schwammerlsuchen Hochsaison und viele Pilz-Enthusiastinnen und -Enthusiasten werden sich ausgerüstet mit Körben und den Koordinaten für die besten Sammelstellen gut für die Schwammerl-Saison gerüstet haben, um sich auf die Jagd nach den beliebtesten Pilzen zu machen. Wer nicht selbst sammeln gehen möchte, der kann sich glücklicherweise im Supermarkt heute an einer vielfältigen Auswahl von Pilzen bedienen, holt sich die Bio-Variante vom Pilz-Profi oder baut Schwammerl zu Hause einfach selbst an.
Wer dann die köstliche Zutat zu Hause hat, wagt sich oft gleich voll Motivation ans Kochen. Mit Hunger sind die Augen aber oft wieder einmal größer und am Ende gibt’s Pilzreste. Einige werfen diese dann einer alten Weisheit nach sogleich in den Mist. Andere erhitzen das Gericht am nächsten Tag wagemutig. „Um Gottes Willen, Kind! Die Schwammerl kannst du doch nicht noch einmal aufwärmen!“, so oder so ähnlich würden wohl viele unserer Großmütter dann reagieren, wenn sie uns dabei sehen könnten, wie wir das ein oder andere Pilzgerichte aufwärmen. 
Der Mythos, dass man Schwammerl nicht noch einmal erhitzen darf, hält sich hartnäckig. Aber stimmt das überhaupt? Zur Beantwortung dieser Frage begeben wir uns am besten in die Zeiten, in denen es noch keine Kühlschränke gab. Denn damals – also zu Omas bzw. Ur-Omas Zeiten – hatte diese Weisheit nämlich durchaus etwas für sich.
Der Grund dafür: Pilze gehören zu den sehr leicht verderblichen Lebensmitteln. Durch Wärme wird dieser Verfallsprozess gleich noch einmal deutlich beschleunigt. Bei Zimmertemperatur kann es also wirklich sein, dass die Schwammerl giftige Abbauprodukte entwickeln und beim anschließenden Verzehr innerhalb von zumeist nur vier Stunden zu typischen Beschwerden durch das Essen verdorbener Pilze führen: nämlich zu Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.
In Zeiten des Kühlschrankes gilt diese Regel allerdings so schon lange nicht mehr. Während man frische Wildpilze tatsächlich innerhalb eines Tages zubereiten und essen – oder einfrieren – soll, können festfleischige Zuchtschwammerl wie Zuchtchampignons sogar über mehrere Tage eingekühlt gelagert werden. 
Unter diesen Voraussetzungen kannst du Pilze aufwärmen
Aber was ist jetzt mit den zubereiteten Resten? Die gute Nachricht ist: Ihr könnt Oma Entwarnung geben. Denn wenn du das Schwammerlgericht rasch – also wirklich rasch – nach dem Auskühlen in den Kühlschrank stellst, kannst du es bis zu 48 Stunden später noch einmal aufwärmen. Allerdings solltest du das wiederum nicht in der Mikrowelle tun.
Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du das Schwammerlgericht zumindest auf 70 Grad erhitzen. Während das bei ausreichend langer Zeit in der Pfanne gegeben ist, kann es bei der Mikrowelle schief gehen. Denn Gerichte werden in ihr nicht zwingend gleichmäßig erhitzt. Wenn Oma danach noch einmal etwas auszusetzen hat, hat sie allerdings recht: Ein zweites Mal sollte man Pilzgerichte nicht aufwärmen, da sich sonst bestimmte Eiweiße in den Schwammerln wirklich in unverträgliche Stoffe wanden könnten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pilze 🍄 https://www.pilzfinder.de/pilze.html
 ➦ Das größte Lebewesen unserer Erde ist ein Pilz. Im Jahr 2000 entdeckte man in Oregon (USA) das gigantische Myzel der Hallimaschart Armillaria ostoyae (Dunkler Hallimasch), welches sich über neuen Quadratmeter Fläche erstreckt und geschätzt 600 Tonnen wiegt. Das Alter des Pilzes wird auf 2.400 Jahre datiert.
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📑 Allgemeines Board Tipps und Informationen / 🍏 Der Apfel
« Letzter Beitrag von ★ Sarah Maria Schwab am Oktober 22, 2022, 12:48:33 Vormittag »
🍎 Apfel bezeichnet eine Frucht bzw. einen Baum: Kulturapfel, die Frucht der Art Malus domestica, (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Apfelsorten). Äpfel, allgemein eine Pflanzengattung (Malus) von Kernobstgewächsen innerhalb der Familie der Rosengewächse. Es ist leicht, Äpfel zugunsten exotischerer Früchte zu übersehen, aber es gibt viele Sorten, in die man sich verbeißen kann, wenn man Lust auf eine neue Variante einer der beliebtesten Früchte der Welt hat. Ob grün, rot oder gelb - es gibt mehr als 7.500 Apfelsorten, davon allein rund 2.000 in Österreich. Ganz gleich, ob Sie es lieber knackig oder saftig mögen, diese äußerst vielseitige Frucht eignet sich perfekt als Snack zum Mitnehmen, als Dessertstar oder als Beilage zu herzhaften Gerichten. Apfelkuchen werden nie aus der Mode kommen, aber erweitern Sie Ihr süßes Repertoire mit gebratenen Apfelspalten oder klassischem Strudel. Und nicht nur der Geschmack ist ein Grund, in der Küche zu Äpfeln zu greifen; nicht umsonst heißt es: » 🍏 An apple a day, keeps the doctor away!«. Die Frucht ist reich an Vitaminen und dem Ballaststoff Pektin, der die Darmgesundheit fördern und den Cholesterinspiegel senken kann. In 100 Gramm Apfel stecken rund 61 Kilokalorien, 13 Gramm Zucker und 2 Gramm Ballaststoffe. Mit 0 Gramm Fett macht der Apfel eine rundum schlanke Figur. Der Apfel wirkt sowohl bei Gesunden als auch bei Kranken regulierend auf die Darmtätigkeit. Ein geriebener Apfel ist für Säuglinge und Kleinkinder ein altbewährtes Mittel bei Durchfall. Durch den Gehalt an Vitamin B und C, Eisen, Magnesium, Mangan, Phosphat, Kalium und Schwefel ist er die gesunde Frucht schlechthin.
Der regelmäßige Verzehr der vitalstoffreichen Früchte stärkt das Immunsystem und reduziert das Risiko an Herz- und Gefäßerkrankungen, Diabetes mellitus und Krebs zu erkranken. Äpfel sind ein altes Hausmittel bei entzündlichen Gelenkschmerzen und sowohl gegen Verstopfung als auch gegen Durchfall. Es sind in erster Linie die Polyphenole im Apfel (die oligomeren Procyanidine), die eine starke chemopräventive Wirkung haben und somit vor lebertoxischen Chemikalien schützen können.
🍏 Äpfel sind gut für den Darm: Äpfel liefern nicht nur eine Vielzahl an wichtigen Vitaminen; der Verzehr eines Apfels befördert Studien zufolge bis zu 100 Millionen Bakterien in deinen Körper. Klingt nicht sonderlich appetitlich? Deinem Darm gefällt es aber – er wird nämlich durch Obst gestärkt! Der Ballaststoff Pektin ist dabei eine gute Unterstützung. Bei diesem handelt es sich um einen löslichen Ballaststoff, der vielen nützlichen Darmbakterien als Nahrung dienen kann – er ist also präbiotisch. Die Bakterien verstoffwechseln diesen und gewinnen daraus Energie. Das kommt deiner Verdauung auf jeden Fall zugute.
🍏 Äpfel strotzen vor guter Nährstoffe: Äpfel sind reich an Vitamin A und C sowie B-Vitaminen und Folsäure. Sie alle kommen nicht nur der allgemeinen Gesundheit zugute, sondern stärken vor allem auch deinen Darm sowie dein Immunsystem! Es heißt schließlich nicht umsonst „An apple a day keeps the doctor away“. Besonders reich sind Äpfel an Vitamin C –  welches das Immunsystem tatkräftig unterstützt.
🍏 Äpfel senken den Cholesterinspiegel: Der gesunde Ballaststoff Pektin, ist bekannt dafür, das „böse“ LDL-Cholesterin im Darm zu binden, aus dem Körper zu schwemmen und so den Cholesterinspiegel zu senken. Mehrere Studien konnten diese gesunde Wirkung bereits bestätigen.
🍏 Äpfel können das Krebsrisiko senken: Das Fruchtfleisch von Äpfeln enthält reichlich Flavonoide und Carotinoide, die mit ihrer antioxidativen Wirkung punkten. Eine Studie des Max-Rubner-Instituts zeigte, dass die gesunden Inhaltsstoffe der Frucht sogar im naturtrüben Apfelsaft ausreichten, um die weißen Blutkörperchen vor Genschäden zu schützen. „Ein erster Hinweis auf ein krebsvorbeugendes Potenzial“, resümieren die Forschenden.
🍏 Äpfel stärken die Lunge: Mit zunehmendem Alter lässt auch langsam die Lungenfunktion nach, da die Zahl der Lungenbläschen und kleinen Blutgefäße weniger wird. Der Konsum von frischem Obst, insbesondere der von Äpfeln und Tomaten, kann diesen Prozess entschleunigen. Laut einer Studie der John-Hopkins-Universität kann der tägliche Verzehr von drei Äpfeln die Lungenfunktion nachhaltig unterstützen. Neben Personen mit einer chronischen Lungenkrankheit können vor allem (Ex-)Rauchende durch den Konsum von Äpfeln profitieren.
🍏 Äpfel halten das Gehirn auf Trab: Naturtrüber Apfelsaft ist nicht nur lecker, er unterstützt auch das Gehirn und kann sogar das Alzheimerrisiko reduzieren. Forschende haben herausgefunden, dass der Apfelsaft die Bildung sogenannter Beta-Amyloide im Gehirn hemmt. Bei diesen handelt es sich um die Ablagerungen, die als „senile Plaque“ im Zusammenhang mit Demenzerkrankungen stehen. Wurde bereits eine solche Erkrankung diagnostiziert, sollte trotzdem fleißig zu Äpfeln sowie dem Saft gegriffen werden. Denn der regelmäßige Apfelverzehr kann laut Studien zu einer Verbesserung des Verhaltens der Erkrankten führen.
Besonders Nervosität, Ängste, Wahnvorstellungen, geistiges und körperliches Wohlbefinden sollen sich dadurch ehrheblich verbessern.

🍎 Abnehmwunder Apfel
Äpfel bestehen durchschnittlich zu 85 Prozent aus Wasser. Zudem weisen sie pro 100 Gramm um die 50 bis 55 Kalorien auf.
Die Früchte sind zwar sehr fettarm, dafür kommen sie mit 10,4 Gramm schon auf eine beachtliche Menge Fruchtzucker. Dennoch sollten Äpfel innerhalb einer gesunden Ernährung oder Diät auf dem Speiseplan stehen.
Aufgrund der reichlich vorhandenen Ballaststoffe, die im Darm aufquellen, sättigen die Früchte nämlich angenehm – und bezwingen ganz nebenbei noch den Durst ein wenig. Auch Studien konnten bereits feststellen, dass der vermehrte Verzehr von Äpfeln, den Abnehmprozess beschleunigen kann – ganz besonders dann, wenn der Apfel ungesunde Naschereien ersetzt.
Bei Heißhunger also lieber einmal mehr zum Apfel greifen und die saftige Süße genießen.
Besonders dienen können sie mit Vitamin C. Aber auch die Menge an B-Vitaminen und Vitamin A ist keinesfalls zu verachten. Zudem enthalten sie andere, für Körperfunktionen wichtige Mineralien.
Zitat
🍎 Die Tabelle zeigt die Kalorien und die wichtigsten Nähr- sowie Inhaltsstoffe von Äpfeln: (in100g): Kalorien   54 I Fett   < 1 g I Proteine   < 1 g I Kohlenhydrate   11,4 g I Ballaststoffe   2,4 g I Kalium   122 mg I Phosphor   11 mg I Magnesium   5,7 mg I Eisen   0,3 mg I Folsäure    7,5 µg I Vitamin C   12 mg
Die Haupterntezeit von Äpfeln ist von September bis November. Da man die knackigen Früchte aber perfekt lagern kann, landen die Äpfel das gesamte Jahr über in den Regalen auf Märkten und in Supermärkten. Wer immer zur gleichen Lieblingssorte greift, wird jedoch bald feststellen, dass nicht alle Sorten zu jeder Zeit erhältlich sind. Tatsächlich wird zwischen Sommer- und Winteräpfeln unterschieden. Der Vorteil der sogenannten Winteräpfel: Sie behalten auch nach der Ernte monatelang ihre leckere Genussreife.
Zu diesen „Lageräpfeln“ zählen Sorten wie Cox Orange, Boskoop und Gloster.
Sommeräpfel haben hingegen einen höheren Wassergehalt und lassen sich deshalb nicht so lange lagern. Wenn sie Ende Juli geerntet werden, kommen sie direkt in den Handel, um schnell verzehrt zu werden, da sonst der Reifeprozess zu schnell fortschreitet.
 🍎 Zucht
Weltweit gibt es über 30.000 Sorten. Diese unterscheiden sich in vielen Punkten: Die Farbe sowie Form und Bissfestigkeit, aber auch der Geschmack und die Erntezeit fallen anders aus. Je nach Apfelsorte kann sogar die Verwendungsmöglichkeit in der Küche variieren. 
 ➦ Lust auf kühlen, frischen Apfelsaft? Dann solltest du auf jeden Fall eine der fruchtig-süßen Sorten mit hohem Wassergehalt greifen – der Jonagold eignet sich besonders gut zum Entsaften. Kindern schmeckt vor allem der Royal Gala gut, denn diese Sorte punktet mit einem geringen Säureanteil und reichlich Süße. Andere verbreitete Sorten sind Fuji, Golden Delicious, Pink Lady, Red Delicious, Red Prince sowie Wellant.
    Es darf ruhig etwas kräftiger sein? Dann schmecken dir die Sorten Elstar, Gravensteiner, Cox Orange, James Grieve, Jazz Pinova Ingrid Marie oder Rubinette. Super zum Kochen und Backen eignen sich Elstar und Cox Orange.
    Wer Fan einer eher säuerlichen Note ist, wird die Sorten Boskoop, Granny Smith, Braeburn, Idared, Kanzi, Ontario oder Topaz mögen. Der Boskoop eignet sich bestens für Kuchen oder erfrischende Desserts. Du ärgerst dich beim Kochen darüber, dass die Äpfel die Hitze nicht unbeschadet überstehen? Versuch’ es nächstes Mal mit dem Braeburn – der hat ein festes Fleisch und zerfällt deshalb nicht so schnell wie andere Sorten.
Schon gewusst? „Alte Sorten“ sind anscheinend verträglicher!
Viele Äpfel, die im Supermarkt erhältlich sind, lösen bei Menschen eine allergische Reaktion aus. Diese macht sich meist durch ein lästiges Jucken in Mund und Rachen sowie einen leichten Ausschlag bemerkbar.
Wer selbst unter einer solchen Reaktion leidet, aber nicht die Finger von Äpfeln lassen kann, sollte sich mal an den „alten Sorten“ versuchen, die ohne jahrelange Züchtung daherkommen. Dazu gehören beispielsweise Boskop oder Gravensteiner.
Doch warum werden diese Sorten überhaupt besser vertragen? Es wird vermutet, dass sogenannte Polyphenole – dabei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe – die allergenen Stoffe in den Äpfeln unschädlich machen.
Bei den neueren Sorten, die größtenteils in den Supermärkten angeboten werden, sind diese Stoffe jedoch weg gezüchtet. Denn durch diese werden die Früchte unförmiger und auch das Fruchtfleisch verfärbt sich nach dem Aufschneiden deutlich schneller.
 🍎 Worauf du beim Kauf achten solltest
Beim Kauf eines Apfels kann man nicht viel falsch machen? Das stimmt nur bedingt. Zuallererst solltest du natürlich darauf achten, welchen Geschmack du bei der Frucht gerne hast.  Prinzipiell kannst du Äpfel das ganze Jahr über im Supermarkt erwerben. Denn nach der Saison werden sie entweder im Kühlhaus gelagert oder zu uns verschifft. Wenn dir die Umwelt am Herzen liegt, solltest du natürlich bevorzugt zu den regionalen Produkten greifen, sofern diese gerade hierzulande geerntet wurden. Etwas tricky wird es außerhalb der Saison. Denn um die Apfelsaison zu verlängern, werden die Früchte tonnenweise in Kühlhäusern gelagert. Je länger sie dort liegen, umso mehr belasten sie aufgrund des benötigten Stroms die Umwelt.
Tatsächlich wird es deshalb im Frühjahr sogar für die Klimabilanz „besser“, die Früchte zu nehmen, welche zuvor aus Neuseeland und Co. eingeschifft wurden.
Zur Orientierung kannst du dir merken: Bis Anfang November wird in der Regel noch geerntet und bis zum Jahresanfang können diese Äpfel ohne schlechtes Gewissen gegessen werden.
🍏 Die richtige Lagerung von Äpfel
Während sie reifen, geben Äpfel das Gas Ethylen ab. Aus diesem Grund sollten die Früchte nicht neben anderen empfindlichen Obst- und Gemüsesorten gelagert werden. Dazu zählen beispielsweise Tomaten, Bananen und auch Gurken.
Äpfel essen: Darum lassen wir die Schale dran!
Wie bei vielen anderen Obst- und Gemüsesorten, sitzt auch beim Apfel ein Großteil der gesunden Inhaltsstoffe in der Schale.
So steckt knapp die Hälfte der überaus gesunden Polyphenole in der Haut der Frucht – diese zu verlieren, wäre wirklich schade.
Auch bis zu 70 Prozent der Vitamine befinden sich in der Haut des Kernobstes oder zumindest unmittelbar darunter – Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium sowie ungesättigte Fette. Eine Ausnahme stellt das Backen eines Apfelkuchens oder eine ähnliche Weiterverarbeitung dar – in diesem Fall sollte die Schale entfernt werden.
🍏 Das perfekte Hausmittel für alle Fälle
Egal wo der Schuh drückt, Äpfel können fast immer bei kleinen, akuten gesundheitlichen Problemen helfen.
 ➦ Besonders gesund und daher ein absolutes Muss auf dem Speiseplan: Apfelessig!
Dieser lindert beispielsweise Halsschmerzen und Rachenentzündungen. Dazu einfach ein Glas warmes Wasser mit einem Esslöffel Honig sowie einem Teelöffel Apfelessig langsam trinken. Ein gebratener Apfel mit Honig kann wiederum bei Heiserkeit helfen.  Leidet Frau während der Schwangerschaft unter morgendlicher Übelkeit, kann auch hier der Verzehr eines Apfels am Morgen Abhilfe schaffen. Wer unter Nervosität leidet, kann seinen unruhigen Geist mit einer leckeren Tasse Apfeltee beruhigen. Dazu einfach den Apfel samt Schale aufschneiden und mit heißen Wasser übergießen nach belieben Teebeutel und Zitronensaft.

🍏 https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84pfel 🍎 https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Apfelsorten 🍎 https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturapfel
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📑 Allgemeines Board Tipps und Informationen / 🧂 Gewürze & Kräuter
« Letzter Beitrag von ★ Sarah Maria Schwab am Oktober 16, 2022, 01:56:17 Nachmittag »
 🧂 Gewürze und Kräuter werden oft als Nebendarsteller abgetan, wenn es um gesunde Ernährung geht, aber viele verdienen viel mehr Anerkennung für die Nährstoffe, die sie liefern. Obwohl sie nur in kleinen Mengen konsumiert werden, enthalten sie nämlich mehr Antioxidantien und andere gesunde Substanzen, als man auf den ersten Blick sieht. Tatsache ist sogar so, dass es keine Lebensmittel gibt, die mehr Antioxidantien enthalten als Gewürze.
 🥗 Wenn Sie Ihren gesunden Lebensstil abrunden wollen, sollten Sie sich mit den folgenden Kräutern und Gewürzen eindecken und sie großzügig beim Kochen verwenden.


🧂 Folgende Gewürze können bei allem helfen, von der Reduzierung von Entzündungen über die Vorbeugung von Krebs bis hin zur Senkung Ihres Blutdrucks uvm..
1. Kurkuma
Kurkuma hat einen unverwechselbaren Geschmack und ist das Hauptgewürz, das in vielen Currys nach indischer Art verwendet wird. Alleine gegessen hat es einen herben, leicht bitteren Geschmack, weshalb man es oft mit Kreuzkümmel, Kardamom und anderen Gewürzen verwendet, um den Geschmack abzurunden.
Kurkuma hat entzündungshemmende Eigenschaften, weshalb es bei einer langen Liste von Zuständen und Störungen, die durch übermäßige Entzündungen hervorgerufen werden, hilfreich sein kann. Kurkuma kann auf ganz natürliche Weise bei der Behandlung der Symptome von Arthritis helfen und bei der Beruhigung des Verdauungssystems unterstützend wirken.
Dazu kommt, dass Kurkuma nach neuesten Erkenntnissen die Entstehung von Krebs hemmen dürfte bzw. auch das Fortschreiten verlangsamen könnte.
Kurkuma wird am häufigsten in Currys und Chutneys verwendet und kann auch mit anderen Gewürzen kombiniert werden. Wichtig: Essen Sie Kurkuma immer in Kombination mit schwarzem Pfeffer. Die im Pfeffer enthaltenen Stoffe erhöhen die Aufnahme der Wirkstoffe des Kurkumas im Darm um ein Vielfaches!
2. Rosmarin
Rosmarin lässt Sie vielleicht an Kiefern denken, denn das ist es, was ihm sowohl im Aroma als auch im Geschmack am meisten ähnelt. Dazu kommt noch ein Hauch von Minzgeschmack. Sie werden oft sehen, dass Rosmarin verwendet wird, um den Geschmack von Hühnchen und Kartoffeln zu verbessern.
Rosmarin ist ein Segen für das Immunsystem und hilft, es widerstandsfähig zu halten und sorgt dafür, dass es richtig funktioniert. Rosmarin kann auch dabei helfen, die Durchblutung des Körpers sowie die Gehirnfunktion zu verbessern, indem mehr Blut zum Gehirn gelangt.
Wenn Sie Magenprobleme haben, können Sie auch versuchen, Rosmarin zu verwenden, um Ihr Verdauungssystem zu beruhigen.
3. Basilikum
Der pfeffrige Geschmack von frischem Basilikum ist in der Welt der Kräuter und Gewürze schwer zu übertreffen. Die Nummer eins unter den Gerichten, die den erstaunlichen Geschmack von Basilikum zur Geltung bringen, ist Pesto, da Basilikum die Hauptzutat ist. Pesto ist eine großartige Möglichkeit, den köstlichen Geschmack des Basilikums zu einer Vielzahl von Gerichten hinzuzufügen.
Basilikum ist vielleicht nicht auf Ihrem Gesundheitsradar, weil es als Kraut klassifiziert ist und als Nebenzutat verwendet wird, aber es ist an der Zeit, dass Sie es vermehrt zu sich nehmen. Das liegt daran, dass es unter anderem die DNS schützt, antientzündlich wirkt und bei der Förderung Ihrer kardiovaskulären Gesundheit hilft.
Als ob das noch nicht genug wäre, wirkt Basilikum auch antibakteriell. Ziehen Sie in Erwägung, Ihr eigenes Basilikum anzubauen, damit Sie es so frisch wie möglich verwenden können und wissen, wo es herkommt.
4. Kreuzkümmel
Die meisten Menschen assoziieren Kreuzkümmel mit Tacos, da er die Hauptzutat in vielen Tacogewürzen ist. Probieren Sie ihn auf gebratenen Kartoffeln oder jedem anderen Gericht, dem Sie einen herzhaften Geschmack verleihen wollen.
Gemahlener Kreuzkümmel verdient einen Platz in Ihrem Gewürzregal, nicht nur wegen seines Geschmacks, sondern auch wegen seiner gesundheitlichen Vorteile. Dazu gehören positive Wirkungen auf die Verdauung, die Bereitstellung dringend benötigter Nährstoffe und er soll sogar helfen, Diabetes vorzubeugen.
Diabetiker sollten sich mit Kreuzkümmel also vertraut machen, denn es hat sich gezeigt, dass er positiv bei vielen Erkrankungen wirken kann, die Menschen mit Diabetes betreffen. Natürlich sollten Sie immer mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie ein Lebensmittel oder Gewürz vermehrt zu sich nehmen, und ihn fragen, was die beste Diät für Ihre spezielle Situation ist.
Kreuzkümmel kann auch Ihre Verdauung unterstützen und liefert essentielle Mineralien wie Phosphor, Thiamin und Kalium, die Ihr Körper jeden Tag braucht.
5. Muskatnuss
Nussigkeit ist das Wort, das am häufigsten verwendet wird, um zu beschreiben, wie Muskatnuss schmeckt. Aber es gibt kein Gewürz, das genau wie Muskatnuss schmeckt. Sie haben wahrscheinlich schon Muskatnuss kennengelernt, wenn Sie gerne backen oder Desserts machen. Es ist ein Gewürz, das auf den meisten Listen der am häufigsten verwendeten Gewürze auftaucht, aber nur wenige wissen, dass es auch gesund ist.
Muskatnuss hat entgiftende Eigenschaften, weshalb sie als Zutat in vielen Entgiftungsgetränken verwendet wird. Es kann die Leber anspornen, Giftstoffe auszuscheiden und hilft, die Nieren von Verunreinigungen zu befreien.
Muskatnuss kann auch als Einschlafhilfe und als natürliches Heilmittel für viele alltägliche Verdauungsprobleme verwendet werden, die normalerweise mit einem rezeptfreien Medikament behandelt werden.
Wichtig: Übertreiben Sie es nicht mit der Muskatnuss beim Würzen und verwenden Sie immer nur eine kleine Menge. Wenn Sie zu viel Muskatnuss erwischen, kann es nämlich zu Vergiftungserscheinungen kommen.
6. Safran
Safran hat einen schwer zu bestimmenden Geschmack, aber in den meisten Gerichten verleiht er der Mahlzeit einen leicht honigartige Note. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel davon verwenden, da dies dazu führen kann, dass Gerichte bitter schmecken.
Die meisten Vorteile von Safran zeigen sich, wenn man Safranextrakt verwendet, und nicht den Safran, den man in Gewürzgeschäften sieht. Dennoch kann es sich lohnen, Safran zum Würzen zu verwenden, weil er auch so immer noch gesund ist.
Zum Beispiel hat sich gezeigt, dass Safran bei Depressionen sowie Menstruationsbeschwerden positiv wirken kann. Es hat sich sogar gezeigt, dass er dabei helfen kann, gegen neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer vorzubeugen.
7. Ginseng
Ginseng wird oft pur wegen seiner gesundheitlichen Vorteile konsumiert und ist nicht für seine Fähigkeit bekannt, ein Gericht besser schmecken zu lassen. Sie finden es oft in Form von Nahrungsergänzungsmitteln.
Ginseng wird in vielen Teilen Asiens als Wunderkraut angesehen und es gibt klinische Forschungen, die diese Annahme unterstützen. Der am meisten erforschte Nutzen ist seine Fähigkeit, das Immunsystem zu stärken. Ginseng soll auch helfen, Ihren geistigen Fokus zu halten und Ihre Konzentration zu verbessern.
8. Kardamom
Es gibt nichts, das so schmeckt wie Kardamom, und wenn Sie ein Fan von indischem Essen sind, sind Sie wahrscheinlich ein Fan von Kardamom. Er ist ein bisschen scharf, aber nicht übermäßig, und man schmeckt ihn heraus, egal zu welchem Gericht man ihn auch hinzufügt.
Der vielleicht wichtigste Grund, mehr Kardamom zu essen, ist seine positive Wirkung auf die Verdauung; so kann er bei Symptomen wie Verdauungsstörungen, Magenverstimmungen und Sodbrennen helfen. Kardamom hat zudem antioxidative Eigenschaften, die Ihrem Körper helfen, freie Radikale zu bekämpfen.
Kardamom soll sich sogar positiv auf den Blutdruck auswirken. Das liegt daran, dass er reich an Ballaststoffen ist und harntreibend wirkt, zwei Faktoren, die zur Senkung des Blutdrucks beitragen können.
9. Curry
Das Gericht Curry hat seinen Namen von Curry, dem Gewürz, und es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, es zuzubereiten, mit verschiedenen Gewürzen und daher mit jeweils einem anderen Geschmack.
Es mag Sie überraschen zu erfahren, dass Curry nicht nur eine schmackhafte Gewürzmischung ist, sondern auch eine Quelle vieler gesunder Nährstoffe und Antioxidantien. Kein Wunder, ist Curry doch eine Mischung aus vielen verschiedenen Gewürzen, die alle positive Eigenschaften haben und viele davon kommen auch in dieser Liste vor. Das Ganze ist so gesehen also größer als die Summe seiner Teile. Wählen Sie einfach Ihre Lieblingsmischung. Sie können dabei eigentlich nichts falsch machen, da fast alle Currypulver aus gesunden Gewürzen bestehen.
Currypulver werden entzündungshemmende und sogar krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben. Sie müssen Currypulver nicht nur für die Zubereitung eines Currys verwenden, Sie können damit experimentieren und es in einer Reihe von verschiedenen Gerichten einsetzen. Versuchen Sie es bei Gemüsegerichten und lassen Sie sich überraschen.
10. Thymian
Thymian verleiht Speisen einen erdigen Geschmack, ohne dabei geschmacklich die ganze Aufmerksamkeit an sich zu reißen (außer man erwischt zu viel). In vielen Rezepten für Hackbraten und Faschiertes wird Thymian verwendet und Sie werden ihn in Suppen, Eintöpfen und als Teil von Gewürzmischungen für Fleisch sehen.
Thymian hat stark antioxidative Eigenschaften. Es ist wichtig, jeden Tag eine gute Menge an Antioxidantien aus einer Vielzahl von Lebensmitteln zu sich zu nehmen, denn es gibt unzählige unterschiedliche Antioxidantien und je mehr verschiedene Arten man konsumiert, desto besser. Hier kann Thymian helfen. Außerdem soll er positiv auf die Herzgesundheit wirken und gegen Krebs vorbeugen. Thymian hat auch antimikrobielle Eigenschaften.
Das waren zehn der gesündesten Gewürze der Welt. Wie Sie jetzt gesehen haben, tun Sie nicht nur Ihrem Gaumen, sondern auch Ihrer Gesundheit einen Gefallen, verwenden Sie diese ab sofort öfter beim Kochen. Die nächsten zehn Gewürze gibt es im nächsten Artikel.
11. Cayennepfeffer
Cayennepfeffer bringt Schärfe in viele pikante Gerichte. Die pulverisierte Form des Gewürzes hat einen scharfen Pfeffergeschmack und enthält Capsaicin, die Substanz, die Chilis ihre Schärfe verleiht.
Cayennepfeffer wird in vielen Rezepten verwendet, weil er ihnen Schärfe und einen pfeffrigen Geschmack verleiht. Aber er hat auch eine lange Liste von möglichen gesundheitlichen Vorteilen.
Cayennepfeffer hat eine reinigende Wirkung auf den Körper und er beruhigt, obwohl er scharf ist, die Verdauung. Er wird dank seiner reinigenden Eigenschaften auch oft in Entgiftungsprogrammen verwendet.
12. Süßholzwurzel
In einer Mahlzeit verwendet, fügt Süßholzwurzel dem Gericht eine gute Portion „Würzigkeit“ hinzu, aber seien Sie vorsichtig, nicht zu viel zu verwenden, sonst könnten Sie die anderen Aromen überdecken.
Süßholzwurzel hat einen eigenen Geschmack, den viele vielleicht nicht gewohnt sind. Aber dafür bringt sie viele Vorteile mit, wenn man sich erst an den Geschmack gewöhnt hat. Der größte davon ist die Fähigkeit zu helfen, Körper und Geist zu beruhigen und Stress und Angst zu vermindern.
Es gibt auch einige Beweise dafür, dass Süßholzwurzel in einer ganzen Reihe von Bereichen helfen kann, von kardiovaskulärer Gesundheit bis hin zur Linderung von Problemen in den Wechseljahren.
Eine beliebte Art, Süßholzwurzel zu verwenden, ist, einen Tee daraus zu machen. Dazu kocht man einfach Wasser mit Süßholzwurzel und trinkt es dann wie jeden anderen Tee. Es ist ein schneller und effektiver Weg, um sich zu beruhigen und die Stimmung zu verbessern, wenn die Dinge überwältigend scheinen.
13. Oregano
Es gibt viele Versionen von Oregano. Einige haben einen eher bitteren Geschmack, während andere mehr nach Minze schmecken. Die in Italien am häufigsten genutzte Sorte von Oregano ist vielleicht die beliebteste und wird oft in Soßen und Nudelgerichten verwendet.
Bei Oregano ist es einfach, ihn oft zu verwenden, weil es so gut zu einer großen Anzahl von Lebensmitteln passt. Die Menge an Vitaminen, die er enthält, ist ziemlich beeindruckend, und mit ihm kommt eine große Portion Antioxidantien.
Oregano enthält auch Mineralien, Ballaststoffe und sogar Omega-3-Fettsäuren, aber um den größten Nutzen daraus zu ziehen, sollten Sie ihn frisch anbauen.
Sie sollten sich nicht auf ein einzelnes Gewürz wie Oregano verlassen, um Ihren gesamten Bedarf an Antioxidantien zu decken. Aber er kann leicht zu Gemüse hinzugefügt werden, das seine eigenen Vitamine und Mineralien enthält, und dann bekommen Sie ein vollständigeres Spektrum an Nährstoffen.
14. Koriander
Frischer Koriander findet seinen Weg in viele Salsa-Rezepte und ist der Grund, warum sie diesen typischen Salsa-Geschmack haben. Er wird auch häufig in Soßen und als Beilage verwendet, weil er geschmacklich ergänzt, ohne überwältigend zu sein.
Die meisten Köche verwenden Koriander wegen seines erstaunlichen Geschmacks und der Art und Weise, wie er ein einfaches Gericht aufwertet. Aber Sie können Koriander nicht nur verwenden, weil er fantastisch schmeckt, sondern, weil er auch andere fantastische Eigenschaften hat.
Koriander soll dabei helfen, den Körper zu entgiften. Ihm wird auch eine gute Wirkung nachgesagt, wenn es darum geht, nervliche Anspannung zu mindern. Versuchen Sie also, zuerst Koriander zu verwenden, bevor Sie auf medizinische Mittel zur Beruhigung zurückgreifen.
15. Lavendel
Lavendel hat einen blumigen Geschmack, was man auch erwarten würde, da es eine Blume ist. Es wird auch beschrieben, dass er eine gewisse Süße hat, die bei übermäßigem Gebrauch bitter werden kann.
Lavendel hat nicht nur eine schöne Farbe, diese Blume sollte auch dank ihrer vielen gesunden Eigenschaften auf Ihrem Radar sein. Vielleicht wussten Sie schon, dass er eine beruhigende Wirkung hat und oft in der Aromatherapie verwendet wird, um den Geist zu entspannen und die Stimmung zu verändern. Lavendel enthält zudem viele Phytonährstoffe. Wenn Ihnen keine Möglichkeiten einfallen, Lavendel in Ihre Küche zu bringen, können Sie ihn auch einfach als Tee trinken.
16. Salbei
Salbei hat einen bitteren, adstringierenden Geschmack und wird oft zum Würzen von Füllungen verwendet. Er hat ein unverwechselbares Aroma, wenn er gekocht wird, und sein Geschmack kann andere übertönen, weshalb man nicht zu viel davon verwenden sollte.
Salbei ist dem Rosmarin sehr ähnlich, da sie beide aus der gleichen Pflanzenfamilie stammen. So sind auch die positiven Wirkungen, vor allem durch den hohen Gehalt an Antioxidantien, sehr ähnlich.
Antioxidantien gehören zu den Stoffen, die dem Körper Gutes tun, indem sie z. B. freie Radikale neutralisieren. Dazu kommt die entzündungshemmende Wirkung von Salbei, die Erleichterung bei Erkrankungen wie Arthritis oder allem anderen, das durch übermäßige Entzündungen im Körper hervorgerufen wird, bringen kann.
17. Ingwer
Ingwer kann ziemlich scharf sein, wenn er direkt verzehrt wird. Wenn er in Verbindung mit anderen Lebensmitteln beim Kochen verwendet wird, fügt er der Mahlzeit in der Regel ein wenig Bitterkeit und gleichzeitig ein wenig Süße hinzu.
Ingwer ist im Laufe der Jahre immer beliebter geworden und man findet ihn heute in mehr Rezepten als je zuvor. Das ist eine gute Sache, denn Ingwer enthält sehr viele ätherische Öle, die eine Reihe an positiven gesundheitlichen Wirkungen entfalten können. Am faszinierendsten ist dabei, dass Ingwer effektiv gegen Krebs vorzubeugen scheint. Darauf deuten zumindest Untersuchungen hin. Teilweise sollen bestimmte, im Ingwer enthaltene Stoffe, sogar Krebszellen abtöten können – ob das tatsächlich der Fall ist, bedarf jedoch weiterer Untersuchungen.
Erwägen Sie die Zugabe von frischem Ingwer zu Suppen und Eintöpfen oder die Zugabe von Ingwerpulver zu Huhn und Fisch, um deren Geschmack zu verbessern und die gesundheitlichen Vorteile zu nutzen, die er bietet. Verwenden Sie nach Möglichkeit immer Bio-Ingwer, um den vollen Nutzen zu erhalten.
18. Zimt
Zimt schmeckt wie Zimt, es gibt nichts anderes, was ihm gleicht, und keine andere Möglichkeit, ihn zu beschreiben, als dass er eben so schmeckt, wie er schmeckt. Sie finden Zimt oft als eigenständige Komponente in Gerichten wie Zimtschnecken oder Apfelmus.
Zimt wird am häufigsten beim Backen und bei der Zubereitung von Desserts verwendet, aber er hat auch viele gesundheitliche Vorteile.
Sie können Zimt wegen seiner antiseptischen Eigenschaften verwenden, die helfen, den Körper von Bakterien zu reinigen, oder als eine Möglichkeit, Ihren Cholesterinspiegel zu verbessern. Er hat auch entzündungshemmende Eigenschaften und soll die Entstehung von Krebs verhindern. Zimt soll auch bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels unterstützend helfen können und den Stoffwechsel ankurbeln.
Es gibt zwei Arten von Zimt: den häufiger vorkommenden Cassia-Zimt und den selteneren und teureren Ceylon-Zimt. Da Cassia-Zimt relativ viel Coumarin enthält, ein Stoff, der bei übermäßigem Verzehr gesundheitsschädliche Wirkungen haben kann, sollten Sie immer Ceylon-Zimt wählen. Diese Zimtart enthält zwar auch Coumarin, jedoch in so geringen Ausmaß, dass er als unbedenklich gilt.
19. Petersilie
Petersilie hat einen frischen, säuerlichen Geschmack und obwohl sie normalerweise als Garnierung für einen Teller verwendet wird, kann sie helfen, Ihren Atem nach einer Mahlzeit zu erfrischen. Wird sie in einem Gericht verwendet, tritt ihr Geschmack gegenüber den anderen Zutaten in den Hintergrund.
Petersilie ist eine Quelle für Antioxidantien. Sie enthält eine beeindruckende Menge an Vitamin K und Vitamin C. Das Vitamin C wird helfen, Ihr Immunsystem zu stärken und Schmerzen zu lindern, die durch entzündliche Zustände verursacht werden. Wenn Sie versuchen, sich mit Vitamin C zu versorgen, verlassen Sie sich nicht auf eine einzelne Frucht oder ein einzelnes Lebensmittel, sondern betrachten Sie es als eine Gruppenleistung und verwenden Sie am besten immer eine Kombination von Lebensmitteln, um das Ziel zu erreichen.
Petersilie kann auch bei der Gesundheit Ihres Herzens helfen, indem sie Sie mit B-Vitaminen versorgt, die gut für das Herz-Kreislauf-System sind.
20. Fenchel
Fenchel erinnert viele an den Geschmack von schwarzem Süßholz oder Süßholzwurzel. Fenchel hat jedoch eine gewisse Sanftheit im Geschmack, die ihn zu einer subtilen Ergänzung jeder Mahlzeit macht.
Fenchel ist ein Kraut, mit dem Sie sich vertraut machen sollten. Das liegt daran, dass er eine Kombination von Nährstoffen enthält, die es nur im Fenchel gibt. Die antioxidativen Vorteile sind das, woran wir am meisten interessiert sind, wenn es um Fenchel geht. Diese Stoffe helfen, den Körper vor Schäden durch freie Radikale zu schützen. Er enthält auch Vitamin C, das dem Körper nicht nur beim Immunsystem hilft.
Das Schöne an Fenchel ist, dass Sie eine große Knolle davon im Laden kaufen und sie auf vielfältige Weise verwenden können, z. B. in Suppen, Eintöpfen und Aufläufen.

Früher waren die Preise für Gewürze astronomisch. Im 19. Jahrhundert konnten sich aber schon viele Menschen Gewürze leisten, weil die Gewürzmonopole zusammengebrochen waren. Doch selbst heute gibt es noch viele Gewürze, bei denen ein Kilo den Preis eines Kleinwagens erreicht.
Gewürze sind Pflanzen oder Teile davon, die sich durch besonders viele Geruchs- und Geschmacksstoffe auszeichnen. Diese würzenden Zutaten sind unverzichtbar in jeder Küche, sollen die Gerichte nicht fad schmecken.
🪙 Safran
Das mit Abstand wertvollste Gewürz der Welt ist heute Safran. Die getrockneten Blütennarben des Safrankrokus können als Safranfäden gekauft werden. Ein Kilo davon kostet, je nach Qualität, zwischen 3.000 und 14.000 Euro.
Safrankrokus gehört zur Gruppe der Schwertliliengewächse. Diese Pflanze war ursprünglich in Kleinasien sowie im Mittelmeerraum beheimatet und wird heute vor allem in Südfrankreich, im Iran, in Spanien, in Italien, in Marokko und in Griechenland angebaut. Der Grund für die sehr hohen Preise liegt in der aufwendigen Ernte. Der Safrankrokus blüht einmal jährlich für nur zwei Wochen. Die Blütennarben, von denen jede Blüte drei besitzt, müssen mühsam von Hand geerntet werden und das früh morgens gleich nach dem Öffnen der Blüte, weil sonst das wertvolle Aroma verfliegt. Für ein Kilogramm müssen mindestens 150.000 Blüten geerntet werden bzw. benötigt man dafür eine Anbaufläche von rund 1.000 Quadratmetern.
Safran wird nebem dem Würzen auch zum Färben von Speisen eingesetzt. Das sehr ergiebige Gewürz wird vor allem zum Würzen von Reisgerichten verwendet.
🍪 Vanille
Auf dem zweiten Platz liegt die Vanille. Eine Schote kostet zwischen drei und fünf Euro, wobei es starke Qualitätsunterschiede gibt. Der Preis ergibt sich wiederum aufgrund des arbeitsintensiven Herstellungsprozesses. In den Handel kommen nämlich nur die fermentierten Schoten der Vanillepflanzen. Diese werden bis zu 30 Zentimeter lang. Kurz, bevor sie reif sind, werden sie händisch geerntet, mit Wasserdampf behandelt und in einem luftdichten Behälter vier Wochen lang gelagert, wo sie langsam fermentieren. Die Herstellung ist also sehr zeit- und arbeitsaufwendig.
Die Vanille stammt ursprünglich aus Mexiko, wird aber heute hauptsächlich auf den Inseln des indischen Ozeans und auf Madagaskar auf riesigen Plantagen angebaut. Von den weltweit über 100 Arten können nur 15 zum Verfeinern von Süßspeisen verwendet werden.
Vanilleschoten sind die getrockneten, reifen Früchte der Vanilleorchidee
In ihrer Heimat Mexiko wird die Vanilleorchidee von einer Sorte stachelloser Bienen bestäubt. Aus diesem Grund konnte Vanille außerhalb von Mexiko nicht kultiviert werden. Erst als der Sklave Edmond Albius, der auf der Insel Réunion lebte, im Jahre 1841 entdeckte, dass man Vanille auch von Hand an dem Tag bestäuben kann, an dem die Blume blüht, konnte die Pflanze auch in anderen Ländern angebaut werden. Diese arbeitsintensive händische Bestäubung wird auch heute noch angewandt, was auch ein Grund dafür ist, dass die Vanille heute noch eines der teuersten Gewürze der Erde ist.
 🧂 Kardamom
Verhältnismäßig billig im Vergleich zu Safran und Vanille ist Kardamom mit einem Preis von ungefähr 60 Euro pro Kilogramm. Dennoch ist dieser Preis weit über dem durchschnittlichen Gewürzpreis. Damit liegt Kardamom unangefochten auf Platz drei.
Es handelt sich bei dieser Pflanze um ein Ingwergewächs mit feurig-pikantem Geschmack. Seine Hauptanbaugebiete sind Indien und Madagaskar. Es gibt zwei Arten: schwarzen und grünen Kardamom. Der schwarze hat einen rauchigen, erdigen und herben Geschmack und wird vor allem zum Würzen von herzhaften Gerichten verwendet. Grüner Kardamom wird oft bei Süßspeisen eingesetzt.
🍪 Zimt
Was Sie als Zimt kennen ist vielleicht gar kein Zimt
Der Zimt, den man gewöhnlich im Supermarkt vorfindet, ist die Rinde von Bäumen der Cassia-Familie; er sieht ein wenig aus wie kleine, harte Stöcke. Die Bäume der Cassia-Familie sind verwandt mit echtem Zimt, Cinnamomum verum, der auch Ceylon-Zimt genannt wird. Dieser ist brüchiger und delikater, hat er doch ein feineres Aroma. Ceylon-Zimt ist für gewöhnlich teurer als Cassia-Zimt, weil es ihn seltener gibt.
Hier muss zunächst einmal unterschieden werden. Für Europa sind nämlich zwei Arten von den vielen Zimtgewächsen als Gewürz relevant: der Chinesische oder Cassia-Zimt und der Echte Zimt, auch Ceylon-Zimt genannt. Hier geht es um letzteren. Da er seltener ist als der Chinesische Zimt, ist er auch teurer.
Bei Zimt handelt es sich um die getrocknete Rinde von Zimtbäumen. Es ist eines der ältesten Gewürze der Welt und wird vor allem zum Würzen von Süßspeisen verwendet. Ursprünglich war der Ceylon-Zimtbaum in Sri Lanka beheimatet, wird heute aber in vielen tropischen Ländern angebaut. Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert galt Zimt als besonders wertvoll und war eines der teuersten Gewürze der Welt. 1530 verbrannte der Kaufmann Anton Fugger zum Beispiel die Schuldscheine von Karl V., dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, in einem Feuer aus Zimtstangen, um seinen enormen Reichtum zu demonstrieren.
 🏺 Pfeffer
Unangefochten auf Platz eins der Liste der historisch teuersten Gewürze steht der Pfeffer. Das heute am öftesten verwendete Gewürz der Welt war jahrhundertelang auch das teuerste. Pfeffer war einmal so wertvoll, dass es bewaffnete Konflikte um seine Anbaugebiete gab und viele Entdecker und Seefahrer aufbrachen, um einen Seeweg nach Indien zu finden, damit er billiger nach Europa gebracht werden konnte. Eigentlich eine Ironie der Geschichte: Kolumbus brach auf, um für den Pfeffer- und Gewürzhandel einen Seeweg nach Indien zu finden, und entdeckte dabei einen neuen Kontinent mit unzähligen neuen Gewürzen. Das führte schließlich dazu, dass Pfeffer seine Bedeutung verlor. Mit Chili gab es nämlich plötzlich ein weiteres Gewürz, das Schärfe in die Speisen brachte.
Ursprünglich stammt Pfeffer aus Indien, heute wird er aber in vielen Ländern Südostasiens und auch in Brasilien angebaut. Die Pfefferpflanze ist eine Kletterpflanze, von der pro Jahr zweimal Pfefferkörner geerntet werden können.
🏺 Weißer, grüner und schwarzer Pfeffer stammt von derselben Pflanze: Piper nigrum
Es stimmt, unser Pfeffer kommt nicht von verschiedenen, sondern nur von einer Pflanze. Es kommt auf den Erntezeitpunkt an bzw. welchen Teil der Pflanze man verwendet. Grüne Pfefferkörner werden unreif geerntet und verarbeitet, damit sie ihre Farbe behalten. Sie haben ein helleres, frischeres Aroma als schwarze Pfefferkörner. Diese werden geerntet, wenn sie beinahe reif sind und dann in der Sonne getrocknet, wodurch sie schwarz werden. Weißer Pfeffer dagegen ist der innere Samen des Pfefferkorns. Diese werden ein paar Tage in Wasser eingeweicht und dann wird die schwarze Schale weggerieben.
🌶 Chilischärfe betont das Aroma von Speisen
Verleiht man einem Gericht ein wenig Schärfe, stimuliert das die Geschmacksknospen. Das Essen schmeckt dann süßer und aromatischer, als es das ohne Chili tun würde. Diesen Trick kann man also nutzen, um die Menge an verwendetem Zucker zu reduzieren. Statt Chili kann man auch Szechuanpfeffer (https://de.wikipedia.org/wiki/Szechuanpfeffer) nutzen.
🌶 Chilis
Das Rätsel, warum Chilis scharf schmecken, konnte erst im Jahr 1997 gelöst werden. Dort entdeckten Wissenschaftler im Gehirn Capsaicin-Rezeptoren. Da Chilis viel Capsaicin enthalten, ist es also dieser Stoff, der beim Verzehr von Chilis das Hitzegefühl auslöst. Die gleichen Rezeptoren sind nämlich auch bei heißen Temperaturen aktiv.
Isst nun jemand ein Gericht mit Chili, dann kommt im Gehirn das Signal an, dass diese Person sich gerade die Zunge verbrennt. Kein Wunder also, dass einem heiß wird. 🌶 Wie scharf ist Chili?
Die Schärfe von Chili wird in sogenannten “Scoville” gemessen. Die höchste Stufe beträgt 16 Millionen Scoville, was reines Capsaicin wäre. In der Natur kommt diese hohe Stufe aber nicht einmal annähernd vor. Die schärfsten Chilisorten der Welt haben rund 100.000 Scoville. Zu diesen Sorten zählen z. B. die karibischen Scotch-Bonnet-Chilis oder die mexikanischen Habaneros. Ein normales Chili-Gericht kommt da maximal auf 30.000 Scoville, dann ist es aber schon sehr scharf.
Chilis und das daraus gewonnene Gewürz Cayennepfeffer sind nicht nur aufgrund ihrer Schärfe belebend, sie tun dem Körper auch gut. So regen sie den Appetit an, aber nicht nur das. Auch der Kreislauf wird angekurbelt und die Durchblutung verstärkt. Außerdem soll Chili gegen Verdauungsschwäche und Blähungen sowie bei Muskelschmerzen und Verspannungen helfen und hat zudem antibakterielle Eigenschaften.
Außerdem enthalten die knallig bunten Schoten - von rot über orange bis hin zu gelb - die Vitamine A, B1, B2, B3, C und E sowie die Mineralstoffe Eisen und Calcium. Der Vitamin-C-Gehalt einiger Chilisorten ist sogar doppelt so hoch wie der von Zitronen. Das Capsaicin schützt des Weiteren die Magenschleimhaut und soll die Blutfettwerte positiv beeinflussen können.
Warum scharfe Lebensmittel glücklich machen
Scharfe Lebensmittel machen glücklich, weil sie so etwas Ähnliches sind wie eine natürliche, vollkommen harmlose, sogar gesunde Droge. Die Erklärung dafür ist einfach: Schärfe wird von vielen Menschen oft mit Schmerz gleichgesetzt. Das ist nicht nur eine subjektive Wahrnehmung im Gehirn, sondern es scheint, als könne der menschliche Körper tatsächlich nicht zwischen Schärfe und Schmerz unterscheiden. Die Reaktion des Körpers auf Schärfe ist also dieselbe wie auf Schmerz - es werden Endorphine ausgeschüttet, damit der Schmerz nachlässt. Diese Endorphine dämpfen nicht nur den Schmerz, sondern lösen auch ein Glücksgefühl aus. Es gibt sogar einen eigenen Namen für dieses Phänomen, da es beim Verzehr von Chilis regelmäßig vorkommt: Pepper-High-Effekt.
Was, wenn ich keinen Chili vertrage?
Wie bereits erwähnt, gibt es viele Menschen, die mit scharfem Essen ihre Probleme haben. Hier heißt es nicht verzagen. Sollten Sie bei scharfem Essen nur tränende Augen und brennende Schleimhäute sowie übermäßigen Schweiß davontragen, können Sie etwas dagegen tun. Der Körper gewöhnt sich nämlich gegen alles und damit auch gegen Chilischärfe - regelmäßiges Training vorausgesetzt. Je öfter jemand Chili konsumiert, desto mehr gewöhnen sich die Geschmacksknospen daran. Mit der Zeit steigt also die Schärfetoleranz. Will man diese verbessern, sollte man einfach regelmäßig scharf essen. Und zwar so scharf, dass es gerade noch in Ordnung ist oder sogar schon ein wenig über der Grenze. Mit der Zeit erhöht sich die Toleranz so ganz automatisch.
Wenn wir beim Training einmal zu viel erwischen, sollten wir übrigens als kurzfristige “Löschmethode” Reis, Milch oder Gurkensalat nutzen.
 🍻 Wasser oder Bier macht es dagegen nur noch schlimmer.
Zitat
Gewürznelken stammen vom Gewürznelkenbaum. Das ist eine Pflanzenart, die aus Südostasien kommt. Die getrockneten Blütenknospen duften stark und schmecken brennend scharf, süß und würzig. Durch den sehr hohen Anteil an ätherischen Ölen wirken Gewürznelken stark entzündungshemmend und antiseptisch. Sie werden deshalb aufgrund ihrer schmerzstillenden Wirkung gerne bei Zahn- und Zahnfleischproblemen eingesetzt. Außerdem unterstützen sie den Körper bei Verdauungsproblemen.

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🥔  🥔  Kartoffelsorten 🫕 Tipp Dip 🥕 🥑 🍅 🫑 🌽 🍆 🥦 🌶 🥬 🧅 🧄 und mögliche Vergiftungen! 🚩     
🥔 Kartoffelsorten
Je nach Rezept sollten Hobby Köche fest- oder mehligkochende Kartoffeln wählen.
Wer nach Kartoffeln sucht, hat die Qual der Wahl. Es gibt zahlreiche Sorten – die meisten mit klangvollem Namen.
Doch was unterscheidet die Kartoffelsorten eigentlich voneinander?
Gratin, Püree, Salat – welche Kartoffelsorten sind am besten geeignet?
Hier sind alle wichtigen Eckdaten zu den beliebtesten Kartoffelsorten, von alten Sorten wie dem Bamberger Hörnchen bis zu neueren Sorten wie Belana.
 🥔 Belana ist für alle Gerichte gut geeignet, bei denen die Kartoffel fest bleiben soll. Die meist ovalen und mittelgroßen Knollen sind aromatisch und deshalb sehr beliebt. Die allermeisten Supermärkte haben sie im Angebot.
„Belana“ steht bei den Kleingärtnern ebenfalls hoch im Kurs
    Zubereitung: gut für Salat, Bratkartoffeln und Pommes frites geeignet
    Saison: Ernte ab Juni, bis August frisch erhältlich
    Konsistenz: festkochend
    Besonderheiten: aus der beliebten Sorte Linda gezüchtet
 🥔 Laura: die Rote
Die Sorte Laura ist besonders wegen ihrer hübschen Farbe beliebt: Die Schale ist rot bis rosa und bildet so einen hübschen Akzent auf dem Teller. Das Fleisch ist tiefgelb. Sie schmeckt fruchtig mild.
    Zubereitung: gut für Pommes frites und Ofenkartoffeln geeignet
    Saison: Ernte zwischen August und Oktober
    Konsistenz: vorwiegend festkochend
    Besonderheiten: rote Schale (färbt bei Zubereitung als Pellkartoffel auf Fleisch ab)
 🥔 Augusta: die Frühe
Augusta gehört zu den Frühkartoffeln und hat rundliche bis ovale Knollen. Ihre Schale ist etwas rau. Aufgrund ihrer mehligen Konsistenz ist sie für alle Gerichte gut geeignet, bei denen die Kartoffel zu einem Brei verarbeitet wird.
    Zubereitung: ideal für Klöße, Suppen, Gnocchi und Kartoffelbrei
    Saison: Ernte ab Juli
    Konsistenz: mehligkochend
    Besonderheiten: von allen Frühkartoffeln als erste reif
 🥔 Marabel: die Glatte
Die Sorte Marabel wird sowohl von konventionellen Betrieben als auch von Biohöfen viel angebaut. Sie gilt als Allzweckkartoffel, die für verschiedenste Gerichte geeignet ist. Wegen ihrer glatten Schale ist sie eine typische Pellkartoffel.
    Zubereitung: gut für Gratin, Pellkartoffeln, Bratkartoffeln, Pommes frites
    Saison: Ernte von Juli bis Oktober
    Konsistenz: vorwiegend festkochend
    Besonderheiten: süßlicher Geschmack und sehr glatte Schale
 🥔 Hela: die Milde
Die Kartoffel ist schon seit den 1960er-Jahren in Europa zugelassen und gehört zu den frühen Sorten. Ihr Fleisch ist blassgelb und ihre Schale ockerfarben. Die Knollen sind länglich oval. Hela ist kräftig im Geschmack.
    Zubereitung: geeignet für Püree und Backkartoffeln
    Saison: Anfang bis Mitte September
    Konsistenz: mehligkochend
    Besonderheiten: Schale und Fleisch sind sehr gelb
 🥔 Bamberger Hörnchen: die Alte
Das Bamberger Hörnchen ist eine alte Kartoffelsorte aus Franken. Als „alt“ gelten Sorten, die vor 1950 vermehrt angebaut wurden. Vor der Industrialisierung der Landwirtschaft gab es eine sehr viel höhere Sortenvielfalt. Das Bamberger Hörnchen hat eine offizielle Sortenzulassung, im Gegensatz zu vielen anderen alten Sorten. Die Knollen der Bamberger Hörnchen sind recht klein und haben eine leicht krumme, ovale Form. Sie werden vorwiegend in SüdEuropa angebaut.
    Zubereitung: wird gern für Kartoffelsalat und Salzkartoffeln verwendet
    Saison: Ernte im September
    Konsistenz: festkochend
    Besonderheiten: Sorte ist sehr alt und war zwischenzeitlich vom Aussterben bedroht

🥔 Kartoffeln werden in drei Gruppen unterteilt
Festkochende Kartoffeln haben einen Stärkegehalt zwischen 11 und 13 Prozent. Ihr Fleisch ist feucht und tendenziell feinkörnig. Im Supermarkt werden festkochende Kartoffeln mit einem grünen Etikett gekennzeichnet. Sie sind für alle Gerichte geeignet, bei denen ganze oder in Stücke geschnittene Kartoffeln verwendet werden, zum Beispiel Salate, Pellkartoffeln und Gratin.
Vorwiegend festkochende Kartoffeln enthalten zwischen 13 und 15 Prozent Stärke. Die Früchte sind mittelfest und insgesamt trockener als festkochende Kartoffeln. Häufig reißt die Schale beim Kochen leicht auf. Ein rotes Etikett kennzeichnet im Handel vorwiegend festkochende Kartoffeln. Sie sind sowohl für Gerichte geeignet, bei denen die Knollen zu einer Masse verarbeitet werden, als auch für solche, bei denen sie ganz oder in Stücken bleiben. Typischerweise werden vorwiegend festkochende Kartoffeln für Röstis, Pommes frites und Aufläufe verwendet.
Mehligkochende Kartoffeln bestehen zu 14 bis 16 Prozent aus Stärke. Werden sie gekocht, zerfallen sie recht schnell in Stücke. Sie werden im Supermarkt mit einem blauen Etikett gekennzeichnet. Mehligkochende Kartoffeln sind ideal für Gerichte, bei denen die Knollen zu einem Brei verarbeitet werden, wie zum Beispiel Kartoffelstampf, Gnocchi oder Kroketten.

🥔 Die besten Sorten im Überblick
Seitdem 2008 als internationales Jahr der Kartoffel (Solanum tuberosum) ausgerufen wurde, erfährt die Kartoffel wieder etwas mehr Aufmerksamkeit. Nichtsdestotrotz fristet die Kartoffel oft immer noch ein Schattendasein. In den meisten deutschen Supermärkten gibt nur eine äußerst überschaubare Auswahl an Kartoffelsorten. Zwar mögen die 210 in Europa kultivierten Sorten viel erscheinen, doch der Schein trügt. Vergleicht die Sortenauswahl in Europa mit der über 4000 uns bekannten Kartoffelsorten wird schnell klar, dass in der modernen Landwirtschaft lediglich ein gefährlich kleiner Genpool angebaut wird.
 🥔 Kartoffelsorten im Überblick: festkochend bis mehlig
Die verschiedenen Kartoffelsorten können nach verschiedenen Kriterien untergliedert werden. Neben der Einordnung nach der Kocheigenschaft (festkochend bis mehlig) ist unter Hobbygärtnern besonders der Reifezeitpunkt (sehr frühreifend bis spätreifend) wichtig.
Kartoffeln werden je nach Stärkegehalt in drei verschiedene Kategorien unterteilt: festkochend, vorwiegend festkochend und mehlig kochend. Je mehr Stärke eine Kartoffel enthält, desto lockerer wird sie beim Kochen. Mehlige Kartoffeln sind demnach trockener und weicher als die festkochende Variante. Diese ist schnittfest und saftig und hat einen kernigen Biss sowie eine feine Struktur. Die Eigenschaften von vorwiegend festkochenden Kartoffeln liegen zwischen den zwei Varianten.
Von den Eigenschaften der Knolle hängt ab, welches Gericht sich aus ihnen zubereiten lässt. Schließlich sollen Bratkartoffeln nicht so schnell zerfallen, während dies beim Zubereiten von Püree natürlich eher erwünscht ist.
 🥔 Festkochende Kartoffeln
Festkochende Kartoffelsorten enthalten üblicherweise etwas weniger Stärke als mehligkochende. Besonders für Bratkartoffeln, Kartoffelsalat und Pellkartoffeln verwendet man festkochende Sorten, da diese schnittfester, „saftiger“ und eine feinere Textur aufweisen.
 ● Linda: mittelfrühe Sorte mit lang-ovalen Knollen, deren glatte Schale gelb gefärbt ist. Das tiefgelbe Fleisch hat einen hervorragenden cremigen Geschmack und ist beliebt als Salat-, Salz-, Pell- oder Gratinkartoffel. Des Weiteren zeichnet sich diese Sorte durch ihre gute Lagerfähigkeit aus.
 ● Sieglinde: frühe Sorte mit langovalen Knollen und typisch gelber Schale sowie Fleisch. Durch ihren angenehm kräftigen Geschmack ist diese Kartoffel sehr beliebt für Salatgerichte oder als Salz- bzw. Pellkartoffel.
 ● Heideniere: mittelfrühe Sorte mit länglichen Knollen in typisch gelber Färbung. Ihr feinwürziger, speckiger Geschmack macht die Heideniere zu einer beliebten Pell-, Salat- oder Salzkartoffel.
 ● Annabelle: sehr frühe Kartoffelsorte mit länglichen Knollen, deren Schale und Fleisch typisch gelb gefärbt sind. Die Kartoffeln bestechen durch ihren sehr guten, feinen Geschmack und eignen sich als Salat-, Pell- oder Salzkartoffeln.
 ● Nicola: mittelfrühe Sorte mit lang-ovalen Knollen in typisch gelber Färbung. Das hellgelbe, wohlschmeckende Fleisch eignet sich als Pell-, Salz- oder Salatkartoffel. Nicola ist Kartoffel des Jahres 2016!
 ● La Ratte: mittelfrühe Sorte mit länglich-hörnchenförmiger Knolle, deren Schale und Fleisch gelb gefärbt sind. Diese Kartoffelsorten ist auch als „Asparges“ bekannt und besticht durch ihren sehr guten, speckigen Geschmack. Sie eignet sich als Salat- oder Pellkartoffel.
 ● Goldmarie: frühe Sorte mit langovalen Knollen und gelber Schale. Das gelbe Fleisch hat einen fein-aromatischen Geschmack und eignet sich als Pell-, Salz- oder Salatkartoffel.
 ● Glorietta: sehr frühe Sorte mit langovalen, gelben Knollen. Das tiefgelbe Fruchtfleisch hat einen sehr aromatischen Geschmack und eignet sich als Salat-, Grill- oder Ofenkartoffel.
 ● Charlotte: mittelfrühe Kartoffelsorte mit langovalen, gelben Knollen. Das gelbe Fleisch hat einen sehr guten, aromatischen Geschmack und eignet sich als Salat- und Pellkartoffel.
 ● Allians: mittelfrühe Sorte mit langovalen, gelben Knollen. Das tiefgelbe Fleisch zeichnet sich durch ein sehr feines Aroma aus und ist beliebt als Salat-, Salz- oder Pellkartoffel.
 🥔 Vorwiegend festkochende Kartoffeln
Dieser Kartoffeltyp weist bereits einen etwas höheren Stärkegehalt auf und mit diesem eine höhere Tendenz beim Kochen zu zerfallen. Vorwiegend festkochende Kartoffelsorten eigenen sich überwiegend zum Zubereiten von Salz- und Pellkartoffeln sowie Pommes Frites.
 ● La Bonnotte: mittelfrühe Sorte, deren gelbe, runde Knollen mit tiefen Augen geprägt sind. Das gelbe Fleisch ist äußerst cremig und fein im Geschmack. Die Kartoffeln eignen sich Pell-, Salz- oder Salatkartoffel.
 ● Finka: sehr frühe Sorte mit ovalen Knollen, deren Schale als auch Fleisch sind typisch gelb gefärbt sind. Durch ihr kräftiges Aroma ist sie eine beliebte Püree- oder Salzkartoffel.
 ● Granola: mittelfrühe Sorte mit rundovalen Knollen in typisch gelber Färbung. Durch ihren hervorragenden Geschmack ist sie beliebt als Bratkartoffel oder für Knödel und Kartoffelteiggerichte.
 ● Eersteling: sehr frühe Sorte mit langovalen Knollen mit typisch gelber Schale und Fleisch. Durch ihren guten, speckigen Geschmack sind sie beliebt als Salz-, Back- oder Püreekartoffeln.
 ● Aeggeblomme: mittelfrühe Sorte mit runden Knollen und gelber Schale. Das Fleisch ist tief gelb gefärbt und besticht durch seinen einzigartigen, feinwürzigen Geschmack. Sie eignet sich als Pell-, Salz-, Back- oder Püreekartoffel.
 ● Lady Balfour: mittelfrühe Sorte mit rundovalen Knollen, deren gelbe Schale mit roten Punkte gespickt ist. Das hellgelbe Fleisch besticht durch einen guten aromatischen Geschmack und ist beliebt als Salz- und Backkartoffel.
 ● Marabel: frühe Sorte mit ovalen, gelben Knollen. Das gelbe Fleisch ist gut aromatisch und eignet sich als Pell- oder Salzkartoffel.
 🥔 Vorwiegend fest- bis mehligkochende Kartoffeln
Der vorwiegend fest- bis mehligkochende Kartoffelsorten können für dieselben Gerichte verwendet werden wie vorwiegend festkochende Kartoffeln. Einige Köche legen deshalb auch diese beiden Kategorien zusammen.
 ● Hela: sehr frühe Sorte mit ovalen Knollen. Sowohl Schale als auch Fleisch sind typisch gelb gefärbt. Die Kartoffeln haben ein angenehm mildes Aroma und eignen sich als Püree-, Salz- oder Backkartoffel.
 ● Bintje: mittelfrühe Sorte mit langovalen Knollen, deren Schale und Fleisch gelb gefärbt sind. Die Kartoffeln zeichnen sich durch ihren milden, cremigen Geschmack aus und sind beliebt als Back-, Püree- oder Salzkartoffeln.
 ● Mandelkartoffel: mittelspäte Sorte mit kleinen, mandelähnlichen Knollen in typisch gelber Färbung. Sie ist auch als „Puikula“ bekannt und durch ihren cremigen Geschmack eine beliebte Pellkartoffel.
 🥔 Mehligkochende Kartoffeln
Mehligkochende Kartoffelsorten weisen einen höheren Stärkegehalt auf. Diese Kartoffeln zerfallen beim Kochen leichter und bieten sich vorwiegend für Gerichte wie Püree, Gnocchi, Knödel und Kartoffelsuppen an.
 ● Augusta: frühe Sorte mit rundovalen, typisch gelb gefärbten Knollen. Die Kartoffeln eignen sich durch ihren milden, aromatischen Geschmack gut für Suppen, Klöße oder Gnocchi.
 ● Adretta: mittelfrühe Sorte mit gelben, runden Knollen. Das gelbe Fleisch ist kräftig-würzig im Geschmack und bestens geeignet für Knödel und Kartoffelteiggerichte.
 ● Ackersegen: mittelspäte Kartoffelsorte mit runden Knollen in typisch gelber Färbung. Die Kartoffeln haben einen hervorragenden buttrigen Geschmack und eignen sich als Püree- oder Backkartoffel.
 🥔 Schnellkochende Kartoffeln
 ● Mayan Gold: mittelfrühe Sorte mit länglichen Knollen, welche typisch gelber Färbung. Durch ihre cremige aber angenehm trockene Textur und dem nussig-süßem Aroma eignen sich diese Kartoffeln hervorragend als Backkartoffel, Kartoffelsuppe oder Puffer.
Exoten: bunte und besondere Kartoffelsorten
Seit einigen Jahren sind auch exotischere Sorten wieder in Mode gekommen. Die Blue Annelise beispielsweise hat ein dunkelblaues bis violettes Fruchtfleisch. Generell sind solche bunten Kartoffeln meistens etwas intensiver und nussiger im Geschmack. Besonders gut eigenen sich diese Sorten für dekorative und ansprechende Gerichte, wie ein bunter Kartoffelsalat aus gelben, roten und violetten Kartoffeln.
 🥔 Bunte Kartoffelsorten in Rot, Schwarz und Gelb
 ● Rote Emmalie: frühreife Sorte mit länglichen Knollen. Die Schale ist glatt und auffällig rot gefärbt. Die vorwiegend festkochenden Kartoffeln eignen sich durch ihren würzigen Geschmack besonders gut als Salat-, Püree-, Pellkartoffel oder als rosarote Gnocchi.
 ● Heiderot: mittelspäte Sorte mit langovalen Knollen. Sowohl Schale als auch Fleisch sind rot gefärbt. Die festkochenden Kartoffeln haben einen leicht buttrigen, aromatischen Geschmack und eignen sich gut als Salat-, Brat- und Pellkartoffeln.
 ● Violetta: mittelfrühe Sorte mit langovalen Knollen. Die Schale ist tief blau und das Fleisch ungewöhnlich violett gefärbt. Die festkochenden Kartoffeln mit angenehm kräftigen Geschmack sind besonders beliebt als Salz-, Pell-, Bratkartoffeln oder als bunter Kartoffelsalat.
 ● Blaue Anneliese: mittelspäte Sorte mit ovalen Knollen. Die festkochenden Kartoffeln fallen vor allem durch ihre wunderschöne blaue Schale und das blaue Fleisch auf. Sie eignet sich durch ihr angenehm kräftiges Aroma gut als Salat-, Salz- oder blaue Püreekartoffel.
 ● Angeliter Tannenzapfen: mittelspäte Sorte mit lang-verwachsenen (tannenzapfenartig) Knollen. Die festkochenden Knollen mit rosa Schale und gelben Fleisch haben ein feinwürziges Aroma und eignen sich als Pell-, Salat- und Bratkartoffeln.
 ● Laura: mittelfrühe Sorte mit lang-ovalen Knollen, deren Schale auffällig rot und das Fleisch tief gelb gefärbt ist. Die vorwiegend festkochenden Kartoffeln haben einen angenehm kräftigen Geschmack und eignen sich als Pommes Frites, Salz-, Back- oder Püreekartoffeln.
 ● Bamberger Krumbeere: mittelspäte Sorte mit hörnchen-förmigen Knollen, deren Schale gelb-rosa gefärbt ist. Das festkochende, gelbe Fleisch hat einen sehr guten würzigen Geschmack und eignet sich hervorragend als Salat-, Brat- oder Pellkartoffel.
 ● Desiree: mittelfrühe Sorte mit ovalen Knollen. Auffällig sind hier die rote Schale und das hellgelbe Fleisch, welches sich durch sein saftig, fruchtiges Aroma auszeichnet. Die Kartoffeln eignen sich als Back-, Salz-, Pellkartoffel oder Rösti.
 ● Schwarze Ungarin: mittelfrühe Sorte mit länglichen Knollen, deren Schale tief blauviolett gefärbt ist. Im Kontrast steht das hellgelbe, fast weiße Fleisch, das einen tollen cremigen Geschmack hat. Die mehligkochenden Kartoffeln eignen sich als Pell- und Püreekartoffeln.
 ● Odenwälder Blaue: mittelspäte Sorte mit runden Knollen, deren Schale dunkelblau gefärbt ist und steht im Kontrast zum hellgelben Fleisch. Die mehligkochenden Kartoffeln haben einen guten würzigen Geschmack und eignen sich als Püree-, Back- oder Salzkartoffel.
 ● Rosa Tannenzapfen: mittelspäte Sorte mit hörnchen-förmigen Knollen, deren Schale rosa gefärbt ist. Das festkochende Fleisch ist gelb gefärbt und hat ein sehr gutes würziges Aroma. Die Kartoffeln werden auch „Pink fir Apple“ genannt und eignen sich als Salat- oder Pellkartoffel.
 ● Rode Erstling: frühe Sorte mit auffällig roten, rundovalen Knollen. Das gelbe Fleisch hat einen wunderbaren cremigen Geschmack. Die vorwiegend festkochenden Kartoffeln sind auch als „Red Duke of York“ bekannt und eignen sich als Püree- oder Salzkartoffel.
 ● Blauer Schwede: mittelfrühe Sorte mit rundovalen Knollen, deren Schale als auch Fleisch wunderschön blauviolett gefärbt sind. Die vorwiegend festkochende Kartoffel ist auch als „Blue Congo“ bekannt und eignet sich mit ihrem kräftigen Geschmack gut als Salat-, Back-, Pell- oder Salzkartoffel.
 ● Pink Gipsy: frühe bis mittelfrühe Sorte mit langovalen Knollen, deren Schale auffällig gelbrot gefärbt ist. Das vorwiegend festkochende, gelbe Fleisch zeichnet sich durch einen guten, feinen Geschmack aus und eignet sich als Salz- und Backkartoffel.
 ● Red Sonia: sehr frühe Kartoffelsorte mit ovalen Knollen und auffälliger roter Schale. Das hellgelbe Fleisch besticht durch den guten würzigen Geschmack. Die vorwiegend festkochende Kartoffel eignet sich gut als Back- und Püreekartoffel.
 ● Sarpo Mira: mittelspäte Sorte mit lang-ovalen, hellroten Knollen. Das hellgelbe Fleisch zeichnet sich durch den fruchtigen Geschmack aus. Die vorwiegend festkochende Kartoffel ist beliebt als Salz-, Pell- und Salatkartoffel. Sarpo Mira besitzt eine hohe Resistenz gegen Krautfäule!
Zitat
Kartoffelsorten: Einteilung nach Reifezeit
Für den Hobbygärtner ist neben der Kocheigenschaft auch der Reifezeitpunkt von großer Bedeutung. Ohne besonderen Schutz oder Pflanzenschutzmittel sind mittel- und spätreifende Kartoffelsorten von der Krautfäule betroffen. Bei frühreifen Sorten kann geerntet werden, bevor dieser lästige Pilz auftritt.

🥔 Sehr frühreife Sorten:
 ● Acapella, Arosa, Bellaprima, Finka, Osira
Frühreife Sorten:
 ● Aktiva, Cilena, Gala, Marabel, Princess
Mittelfrühreife Sorten:
 ● Agria, Blauer Schwede, blaue St. Galler, Filea, Quarta
Mittelspät bis spätreife Sorten:
 ● Ackersegen, Cascada, Highland Burgundy Red, Schwarzblaue aus dem Frankenwald, Vitelotte

Zitat
🥔 Ein Appell für die Sortenvielfalt: Lehren aus der Großen Hungersnot
Zwar darf man die aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten beschränkte Auswahl (denn Lebensmittel müssen auch bezahlbar sein) nicht zu sehr ins Visier nehmen. Jedoch liegt die Vermutung nahe, dass ein Kapitel der europäischen Geschichte, kaum mehr in den Köpfen der Menschen präsent ist. Denn die im Englischen als Irish potato famine bekannte Große Hungersnot hatte zumindest einen Teil ihrer Ursache in der Kultur von einigen wenigen Kartoffelsorten. Dieser genetisch sehr begrenzte Sortenpool hatte keine Resistenz gegen die Kartoffelfäule (Phytophthora infestans). Die Pilzkrankheit wurde somit schnell zu einer Epidemie und führte zu enormen Ernteausfällen. In Verbindung mit der starken Abhängigkeit von der Kartoffel als Grundnahrungsmittel kam es in den Jahren 1845 bis 1852 zu einer der größten Hungersnöte in der Geschichte der Menschheit.  🥔 Laut aktuellen Erkenntnissen starben an deren Folge circa eine Millionen Menschen und etwa zwei Million Menschen wanderten aus Irland aus. Die in Vergangenheit geratene Hungersnot, sollte auch noch heute als Warnung angesehen werden. Zwar ist die Ernährung deutlich vielfältiger geworden und die Landwirtschaft dank moderner Pflanzenschutzmittel gegen Ernteausfälle gewappnet. Dennoch ist für die Züchtung neuer Sorten der genetische Pool von großer Bedeutung. Selbst in den Anden, der Heimat der Kartoffel, wo die Knollen seit Jahrtausenden kultiviert werden, schrumpft die Sortenvielfalt. Viele Sorten sind in den letzten Jahrzehnten durch Krankheiten, dem Strukturumbruch und der Landflucht zum Opfer gefallen.
 🥔 Doch es gibt Hoffnung für die Artenvielfalt der Erdäpfel: 1971 wurde in Peru das International Potato Center (IPC) gegründet, kofinanziert durch den Global Crop Diversity Trust. Das IPC unterstützt unter anderem den Parque de la Papa, einem 15,000 Hektar umfassenden Park der das Ziel hat quasi die Arche Noah der Kartoffel zu werden. In dem Park werden lokale und regionale Kartoffelarten und -sorten kultiviert und geschützt. Bislang umfasst der Park circa 1300 verschiedene Sorten. Langfristig sollen möglichst viele der 4000 uns bekannten Sorten dort angesiedelt werden. In den Anden werden neben der in Europa vorwiegend bekannten Kulturkartoffel (Solanum tuberosum) etwa ein knappes Dutzend an weiteren Kartoffelarten kultiviert. Experten gehen noch dazu von über 200 Wildarten aus. Zu den je unzähligen Kartoffelarten sind etwa 3000 verschiedene Kartoffelsorten in den Anden beheimatet.
 🥔 Kartoffelsorten in Europa: Sieglinde, Ackersegen und Reichskanzler
In Europa sind momentan circa 210 Kartoffelsorten für den Anbau zugelassen. Wie oben bereits erwähnt, werden in Europa die Sorten nach verschiedenen Eigenschaften kategorisiert. Neben dem Kochtyp (festkochend, vorwiegend festkochend und mehligkochend) sind Geschmack (mild, fein würzig, kräftig würzig, nussig, süßlich, Marzipan-Aroma), Textur (mehlig, buttrig, cremig), Farbe der Schale und des Fruchtfleisches (weiß, gelb, pink, rot, violett) sowie Erntezeitpunkt (sehr frühreif, frühreif, mittelfrühreif, mittel- bis spätreif) von Bedeutung.

🥔 Sorten im Überblick, Anbau & Ernte
Kartoffeln (Solanum tuberosum) besitzen je nach Sorte unterschiedliche Reifezeiten, die auch für den Hobbygärtner von Interesse sind. Frühkartoffelsorten reifen bereits im Sommer aus und läuten so den Beginn der Kartoffelernte ein.
Als Frühkartoffeln bezeichnet man Sorten, die von der Pflanzung bis zur Erntereife weniger als 120 Tage benötigen. Sie werden in die Reifeklassen sehr früh (90 – 110 Tage), früh (110 – 120 Tage) und mittelfrüh (120 – 140 Tage) unterteilt. Somit sind die ersten Frühkartoffeln bereits ab Mitte Juni erntereif. Wir haben nachfolgend die beliebtesten frühen Kartoffelsorten für Sie zusammengefasst.
 🥔 Was ist der Unterschied zwischen Spätkartoffeln und Frühkartoffeln?
Spätkartoffeln besitzen eine deutlich längere Kulturzeit, das heißt sie benötigen einen größeren Zeitraum zwischen der Pflanzung und der Ernte als die Frühkartoffeln. Bis zur Erntereife brauchen sie zwischen 140 und 160 Tage. Während sich spätreife Kartoffeln länger lagern lassen, haben die frühreifen den Vorteil, weniger oft von Kartoffelkrankheiten betroffen zu sein.
 🥔 Frühkartoffel-Sortenliste
Sehr frühe Kartoffeln besitzen nur eine kurze Vegetationsdauer und sind bereits 90 – 110 Tage nach der Pflanzung erntereif. Sie können somit schon ab Mitte Juni bis Anfang Juli geerntet werden. Da die Knollen nicht sehr lagerfähig sind, sollten sie rasch verzehrt werden.
 ● ‘Annabelle‘: Frühkartoffel mit festkochendem Fleisch und sehr früher Erntereife ab Juni. Die Knollen sind länglich geformt, leicht gekrümmt und hellgelb gefärbt. Als festkochende Frühkartoffel ist ‘Annabelle‘ gut für Kartoffelsalat oder als Pellkartoffel geeignet. Besonders herausragend ist dabei ihr feines Aroma.
 ● ‘Augusta‘: Bei der ‘Augusta‘ handelt es sich um die frühreifste mehligkochende Kartoffelsorte. Ihre Knollen können bereits ab Juli geerntet werden, sie sind rundlich-oval und klassisch gelb gefärbt. Die Sorte lässt sich wegen ihres milden Aromas besonders gut zu Suppen, Knödeln oder Gnocchi verarbeiten.
 ● ‘Finka‘: Kartoffel mit tiefgelben, ovalen Knollen. Die Sorte zählt zu den vorwiegend festkochenden Kartoffeln und besitzt ein kräftiges Aroma. Sie kann ab Juli geerntet werden und ist gut als Kartoffelpüree oder Salzkartoffel zuzubereiten.
Frühkartoffel Rosara
 ● ‘Glorietta‘: Festkochende Kartoffel mit sehr früher Reifezeit ab Juli. Das Fleisch und die ovalen Knollen sind tiefgelb. Auch ‘Glorietta‘ eignet sich sehr gut für Kartoffelsalat, aber auch als Grill- oder Ofenkartoffel entfaltet sich ihr gutes Aroma.
 ● ‘Hela‘: Die ovale, hellgelbe Kartoffel zählt zu den vorwiegend festkochenden bis mehligen Sorten. Ihr Fleisch und die Schale besitzen eine typische gelbe Färbung und ein mildes Aroma. Besonders geeignet ist sie für Kartoffelpüree und als Salz- oder Backkartoffel.
 ● ‘Rosara‘: Sehr früh reifende, rotschalige Kartoffelsorte mit vorwiegend festkochendem, tiefgelbem Fleisch. Ihr Geschmack variiert von cremig und fein bis aromatisch und würzig.
‘Solist‘: Kartoffel mit sehr früher Reifezeit bereits ab Mitte Juni und vorwiegend festkochenden, rundlichen Knollen. Die Sorte ist ertragreich und besitzt nur eine geringe Anfälligkeit für die meisten Kartoffelkrankheiten.
 🥔 Frühe Kartoffelsorten
Frühe Kartoffelsorten können etwa 110 bis 120 Tage nach der Pflanzung geerntet werden. Sie können daher ab Ende Juli ausgegraben werden und sind einige Wochen lang lagerfähig.
 ● ‘Goldmarie‘: Frühreife, gelbfleischige und festkochende Kartoffelsorte mit ovaler Form. Die Sorte besitzt eine gute Lagerfähigkeit und guten Ertrag. ‘Goldmarie‘ zeigt sich zusätzlich äußerst resistent gegenüber Rhizoctonia-Infektionen und dem Y-Virus (Potyvirus).
 ● ‘Marabell‘: Kartoffel mit hellgelbem, süßlich schmeckenden Fleisch. Diese frühreife, vorwiegend festkochende Kartoffelsorte gilt seit 1990 als eine der beliebtesten Sorten in Europa und lässt sich wegen ihres aromatischen Geschmacks gut als Pell- oder Salzkartoffel zubereiten.
 ● ‘Red Duke of York‘: Kartoffel mit rundlich-ovaler Form und auffallend roter Schale. Sie ist auch als ‘Roter Erstling‘ bekannt. Das vorwiegend festkochende, gelbe Fleisch eignet sich besonders für Salzkartoffeln oder Püree.
 🥔 FMittelfrühe Kartoffelsorten
Mittelfrühe Kartoffeln benötigen 120 bis 140 Tage, um zur Erntereife zu gelangen. Sie werden ab Ende August geerntet und lassen sich lange Zeit einlagern.
 ● ‘Adretta‘: Mittelfrühe, mehligkochende Kartoffelsorte mit runden, hellgelben Knollen und würzig-kräftigem Geschmack. Sie besitzt nur eine geringe Anfälligkeit für die Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans).
 ● ‘Blauer Schwede‘: Mittelfrühreife, violette Kartoffelsorte mit rundlicher Form und kräftigem Geschmack. Sie zählt zu den vorwiegend festkochenden Sorten und lässt sich ideal für violettes Püree oder Bratkartoffeln verwenden.
 ● ‘Nemo‘: Rot und gelb gemusterte Kartoffelsorte mit kräftig gelbem Fleisch. Die langovalen, mehligkochenden Knollen besitzen einen milden, fruchtigen Geschmack und eignen sich besonders für Püree und als Grillkartoffel.
 ● ‘Regina‘: Mittelfrühe, festkochende Sorte mit ovalen, ockerfarbenen Knollen und hellgelbem Fleisch. Die Kartoffel besitzt einen sehr guten Geschmack und eignet sich ideal für Bratkartoffeln oder Kartoffelsalat.
 ● ‘Rote Emmalie‘: Diese erst 2012 zugelassene Varietät, gehört zu den Roten Kartoffelsorten. Ihre Schale und das Fruchtfleisch sind magentarot gefärbt. Die Sorte ist vorwiegend festkochend und zeigt längliche, sehr würzig schmeckende Knollen. Besonders als rosarote Gnocchi zubereitet wird diese Kartoffel zum echten Hingucker auf dem Teller.

🥔 Frühkartoffeln anbauen
Frühkartoffeln können vorgekeimt oder direkt in die Erde gepflanzt werden. Das Vorkeimen verfrüht die Ernte um etwa zwei bis drei Wochen. Eine warme Fensterbank mit viel Licht ist hierfür ab März ideal. Die Pflanzung vorgekeimter Kartoffeln erfolgt ab Mitte April, wenn die Witterung es zulässt. Ohne Vorkeimen setzt man die Knollen ab Mai in die Erde.
Kartoffeln können im Beet oder im Topf kultiviert werden. Eine nährstoffeiche Pflanzerde, wie unsere Bio-Tomaten- und Gemüseerde ist hierfür ideal. Der hohe Humusgehalt fördert die Wurzelbildung und das Bodenleben gleichermaßen.
 🥔 Frühkartoffeln ernten
Bei der Ernte von Frühkartoffeln muss besonders darauf geachtet werden, dass die Schale bereits gut ausgebildet ist, da sie ansonsten nur sehr schlecht lagerfähig sind und bei leichten Verletzungen schnell zu Fäulnis neigen. Das Kraut der Kartoffel muss dabei – im Gegensatz zu den spätreifenden Lagerkartoffeln – noch nicht abgestorben sein. Wie Sie erkennen, ob die Kartoffelpflanze erntereif ist, erklären wir in unserem Artikel Kartoffeln ernten.
Kartoffeln in Mischkultur anzubauen, bringt viele Vorteile mit sich. Welche Pflanzen schlechte oder gute Nachbarn für Kartoffeln sind und welche Pflanzenkombinationen sogar Schädlinge abhalten können, lesen Sie bei uns.

🥔 Kartoffeln pflanzen: Zeitpunkt, Standort & Vorgehen
Kartoffeln (Solanum tuberosum) lassen sich im eigenen Garten gut selbst anbauen und sind ein wichtiger Teil eines jeden Selbstversorgergartens. Neben der Pflanzung ist aber auch das Anhäufeln der Kartoffeln ein wichtiges Thema. Bei uns erfahren Sie, wie Sie erfolgreich Kartoffeln auspflanzen und welche Knollen sich hierfür eignen.
 🥔 Herkunft und Eigenschaften der Kartoffel
Die Kartoffel gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und ist eng mit Tomate (Solanum lycopersicum) und Aubergine (Solanum melongena) verwandt. Ursprünglich stammt sie aus Südamerika und gelangte im Laufe des 16. Jahrhundert nach Europa.
Doch wie sieht eine Kartoffelpflanze eigentlich aus? Kartoffeln erreichen meist eine Wuchshöhe von 60 bis 100 cm. Sie bilden aus den unterirdischen, stärkehaltigen Knollen dicke, saftig-grüne Triebe nach oben. Die leicht bis stark behaarten Blätter sind unpaarig gefiedert, 10 bis 30 cm lang und überhängend. Im Frühsommer ab Mitte Juni erscheinen die weißen, rosafarbenen oder violetten, fünfzählig zusammengewachsenen Blüten der Kartoffelpflanze. Aus diesen reifen bis zum Spätsommer ungenießbare, tomatenähnliche, grüne Beerenfrüchte mit den Samen der Kartoffel heran.
Unterirdisch bildet die Kartoffel nebst Wurzeln zahlreiche kleine Brutknollen aus, die im Laufe des Sommers heranwachsen. Je nach Sorte und Witterung ist pro Pflanze mit einem Ertrag von 700 bis über 1000 g zu rechnen.
 🥔 Saatkartoffeln und Pflanzkartoffeln: Welche Kartoffeln kann man pflanzen?
Worin unterscheiden sich normale Speisekartoffeln und Saat- oder Pflanzkartoffeln? Grundsätzlich gar nicht – und auch zwischen Saat- und Pflanzkartoffeln besteht kein Unterschied. Wer Kartoffeln im großen Stil anbauen möchte, muss die Saat- beziehungsweise Pflanzkartoffeln vom Züchter erwerben. Die Kartoffelknolle fällt nämlich unter das Saatgutschutzgesetz. Das bedeutet, die Knollen, welche für den kommerziellen Anbau gedacht sind, müssen kontrolliert vertrieben werden. Dies sichert einerseits dem Züchter, dass seine Sorte nicht ohne sein Einverständnis vermehrt wird, und andererseits, dass keine infizierten Knollen und damit Kartoffelkrankheiten dabei in Umlauf kommen. Saatkartoffeln in allen Formen und Farben gibt es kiloweise im Gartenhandel und bei spezialisierten Anbauern.
Bei einem Hobbygärtner kann natürlich versehentlich auch mal eine Kartoffel aus dem Sack mit Speisekartoffeln in die Erde fallen und dort neue Tochterknollen ausbilden. Viele Kartoffeln werden jedoch mit keimhemmenden Mitteln behandelt, damit sie nicht im Vorratsschrank mit dem Treiben beginnen. Das Mittel wandert nach der Applikation in die Knolle, kann also nicht einfach abgewaschen werden. Achten Sie beim Kauf von Kartoffeln daher darauf, dass sie unbehandelt sind. In der Bio-Landwirtschaft sind solche Mittel grundsätzlich verboten.
 🥔 Wann pflanzt man Kartoffeln?
Im Frühjahr ist die richtige Zeit, um Kartoffeln zu setzen – von Anfang April bis Ende Mai können Sie die Knollen der Kartoffel pflanzen. Zu diesem Zeitpunkt sollte der Boden mittelfeucht bis trocken und locker sein. Wichtig ist für den Anbau zudem, die Reifezeit der jeweiligen Sorte zu kennen, also ob es sich um Frühkartoffeln oder Spätkartoffeln handelt.
 🥔 Kartoffeln pflanzen: Der richtige Standort
Damit die Kartoffel gut wächst, sollten ihre Bodenansprüche erfüllt und der optimale Standort für den Anbau gewählt werden. Kartoffelpflanzen bevorzugen lockere, gut durchlässige sowie nährstoffreiche Böden auf vollsonnigen Standorten. Sandböden und sandige Lehmböden sind hierfür ideal. Aber auch in torfigen und sehr lehmigen Böden gedeiht die Kartoffel, solange das Wasser gut abfließen kann. Staunässe wird von ihr nicht toleriert, denn in diesem Fall faulen die Knollen rasch in der Erde. Ideal ist ein pH-Wert des Bodens um 5,5 bis 7,0. Kalkhaltige Böden vertragen die Pflanzen zwar bis zu einem pH von 8,5 gut, auf ein zusätzliches Kalken sollte dann allerdings verzichtet werden.
Kartoffeln bevorzugen sonnige Standorte auf durchlässigen, nährstoffreichen Böden
 🥔 Standort- und Bodeneigenschaften für den Anbau von Kartoffeln:
    Lockerer, eher sandiger, durchlässiger und nährstoffreicher Boden.
    Keine Böden, die zu Staunässe neigen, wie sehr lehmige oder tonhaltige Böden mit schlechter Drainage.
    Optimaler pH-Wert des Bodens zwischen 5,5 und 7,0.
    Fruchtfolge einhalten und Standort von Jahr zu Jahr wechseln.
    Alternativ Anbau im Topf mit geeigneter Pflanzerde.
Generell sollten Kartoffeln nie am selben Standort mehrfach hintereinander angebaut werden. Erst nach vier Jahren dürfen sie wieder an den gleichen Standort. Dies beugt bodenbürtigen Kartoffel-Krankheiten wie beispielsweise Kartoffelkrebs (Synchytrium endobioticum) sowie einer einseitigen Bodenermüdung vor.
 ● Alternativ können Sie Kartoffeln im Topf pflanzen und somit auch auf Terrasse und Balkon kultivieren.
Da es sich bei der Kartoffel um eine Pflanze mit einem recht hohen Nährstoffbedarf handelt, ist es empfehlenswert, in der Fruchtfolge im Jahr vor dem Kartoffelanbau Leguminosen (Fabaceae) wie Bohnen (Phaseolus vulgaris) oder Erbsen (Pisum sativum) anzubauen. Diese Pflanzen sind in der Lage, Luftstickstoff im Boden zu binden und den Stickstoffgehalt im Boden zu erhöhen. Auch eine Winterbegrünung eignet sich sehr gut als Vorkultur zu Kartoffeln, da diese viel organische Substanz in den Boden einbringt. Die Kombination mit verschiedenen anderen Gemüsearten und Kräutern wirkt sich zudem positiv auf die Bodenqualität und den Ertrag von Kartoffeln aus.
 🥔 Kartoffeln vorkeimen
Pflanzkartoffeln können vier bis fünf Wochen lang ab Anfang März auf einer hellen und warmen Fensterbank vorgekeimt werden. Diese Methode sorgt für eine zwei bis drei Wochen frühere Ernte und ermöglicht auch das Anbauen von Sorten mit einem mittleren Reifezeitpunkt. Auf diese Art können sie meist noch bevor die gefürchtete Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans) ihr Unwesen treibt, geerntet werden. Sie sollten jedoch darauf achten, dass die teils langen Triebe der gekeimten Kartoffel beim Auspflanzen in die Erde nicht abbrechen.
 🥔 Kartoffeln vorkeimen auf einen Blick:
    Vorkeimen der Kartoffeln ab Anfang März an einem hellen Ort und bei Zimmertemperatur.
    Ermöglicht eine frühere Ernte; kann eine hilfreiche Methode gegen Kraut- und Knollenfäule sein.
    Vorsicht beim Auspflanzen der gekeimten Kartoffel-Knollen: Keine Triebe abbrechen!
 ● Tipp Kartoffeln teilen: Kartoffelknollen können auch geteilt werden. Dies muss jedoch vor dem Vortreiben geschehen, also etwa Ende Februar. Am besten zerteilt man Kartoffeln mit einem sterilen, scharfen Messer und lässt die Wunde gut abtrocknen. Wichtig ist, dass beide Hälften Augen – also winzige Knospen – besitzen. Aus diesen Augen werden sich später dann die Triebe bilden. Teilt man die Knollen rechtzeitig, hat die Kartoffel vor dem Auspflanzen lange genug Zeit, damit die Wunde verheilt und sich keine Krankheitserreger einnisten können.
 🥔 Kartoffeln pflanzen: Abstand und Tiefe
Bei der Pflanzung stellt sich zunächst folgende Frage: Wie tief pflanzt man Kartoffeln ein? Auch Pflanz- und Reihenabstand spielen eine wichtige Rolle bei der Beetplanung. Die optimale Pflanztiefe für Kartoffeln beträgt 6 bis 10 cm, der Pflanzabstand zwischen Kartoffeln 30 bis 40 cm. Der Abstand zwischen den einzelnen Reihen sollte bei 60 bis 80 cm liegen.
 🥔 Wie pflanzt man Kartoffeln: Setzen und einpflanzen
Ab April bis Mai beginnt die Pflanzzeit für Kartoffeln. Mithilfe einer Pflanzschaufel lassen sich passende Löcher für die Knollen ausheben. Alternativ ziehen Sie mit einer Gartenhacke eine lange Furche und legen die Kartoffeln nacheinander hinein. Vorgekeimte Knollen werden mit dem bereits vorhandenen Trieb nach oben gesetzt. Bedecken Sie nun die Knolle mit Erde und gießen Sie an. Nach ein paar Wochen spitzen dann die ersten grünen Triebe aus der Erde heraus.
 🥔 Kartoffeln anhäufeln
Es ist an der Zeit, die Kartoffelpflanzen mit Erde anzuhäufeln, wenn sich das Laub bereits entwickelt und eine Größe von ungefähr 20 bis 30 cm erreicht hat. Die Knollen sollen schließlich nicht durch Sonnenlicht grün und bitter werden. Zusätzlich lässt sich mit dem Anhäufeln der Kartoffeln auch der Ertrag etwas steigern. Durch die angehäufelte Erde bilden sich zudem entlang des Sprosses Wurzeln aus und verbessern somit die Wasser- und Nährstoffaufnahme. Am besten verbindet man das Anhäufeln mit dem Unkrauthacken zwischen den Reihen. Besonders beim frühen Anbau von Kartoffeln, wenn noch Bodenfröste auftreten, wird zum Schutz des Blattwerks notfalls auch vorzeitig angehäufelt. Grundsätzlich es ratsam, das Anhäufeln in den Abendstunden durchzuführen, weil sich dann das Blattwerk steil nach oben ausgerichtet hat und die angehäufelte Erde die Pflanze nicht beschwert. Folgendermaßen gehen Sie beim Anhäufeln von Kartoffeln vor.
 🥔 Schritt für Schritt: Kartoffeln anhäufeln
    Richtiger Zeitpunkt zum Anhäufeln: Wenn die Triebe eine ungefähre Größe von 20 bis 30 cm erreicht haben (beim frühen Anbau auch vorzeitig möglich).
    Um die Kartoffelpflanze liegende Erde mit einer Harke in Richtung Pflanze ziehen, damit sich ein Haufen bildet.
    Erde um die Kartoffelpflanze anhäufeln, sodass die Triebsprossen bedeckt werden und nur noch die Triebspitzen herausschauen.
    Unkraut entfernen und somit Konkurrenz um Nährstoffe und Wasser unterbinden.
    Das Anhäufeln kann gegebenenfalls wiederholt werden.
 🥔 Kartoffel säen: Kann man Kartoffeln aus Samen ziehen?
Grundsätzlich können Kartoffeln auch aus Samen gezogen werden, in der Praxis tun dies aber nur Züchter. Für den Hobbygärtner ergeben sich durch die Aussaat von Kartoffelsamen keinerlei Vorteile. Zum einen hat bei der Bestäubung mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Durchmischung der Sorten stattgefunden. Die nachkommende Generation aus den Samen ist also vermutlich nicht sortenrein. Zum anderen benötigen Sämlinge deutlich länger, um Knollen zu bilden. Die geernteten Knollen sind im ersten Jahr nach Anzucht der Samen im Februar ziemlich klein und bringen dadurch kaum einen Ertrag. Erst wenn die Ernte aus dem ersten Jahr im folgenden Frühjahr selbst ausgepflanzt wird, ist die Erntemenge annähernd vergleichbar.
 🥔 Ist die Kartoffelpflanze giftig?
● Die Kartoffel ist in allen grünen Pflanzenteilen für Menschen und Tiere giftig. ● Auch grüne Stellen an der Knolle sind ungenießbar. Sie enthalten das Alkaloid Solanin (https://de.wikipedia.org/wiki/Solanin), welches typische Vergiftungszeichen wie Übelkeit, Erbrechen und Benommenheit auslöst und in hoher Dosierung auch zum Tod führen kann. Kartoffelknollen ohne grüne Stellen sind jedoch völlig harmlos und können sogar roh verzehrt werden.
Nach der Pflanzung und dem Anhäufeln muss nun die regelmäßige Pflege der Kartoffelpflanze in Angriff genommen werden.

🥔 Kartoffeln ernten: Richtiges Vorgehen & Zeitpunkt
Beim Anbau von Kartoffeln ist die Erntezeit die schönste Zeit. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt und was ist bei der Kartoffelernte zu beachten?
Die Kartoffel (Solanum tuberosum) ist ein Gemüse mit langer Tradition. Lange Zeit galt sie als „des Deutschen liebstes Gemüse“. Heute gibt es viele Alternativen zur nährstoffreichen Kartoffel, aber wegzudenken ist die gesunde Knolle trotzdem kaum aus unserer Küche. Auch für Hobbygärtner ist die Kartoffel ein attraktiver Kandidat für das eigene Beet, weil sie gleich mehrere Vorzüge mit sich bringt: Sie hat – je nach Kartoffelsorte – farbenfrohe Blüten, ist relativ leicht händelbar und belohnt bei guter Pflege den Gärtner mit hohen Erträgen. Damit Sie zum richtigen Zeitpunkt Ihre geliebten Knollen aus dem Erdreich holen, geben wir Tipps zum Erntezeitpunkt und wie Sie bei der Kartoffelernte vorgehen sollten.

🥔 Kartoffeln ernten: Der richtige Zeitpunkt
Wann erntet man Kartoffeln? Das Zeitfenster für die Kartoffelernte erstreckt sich über mehrere Monate von der Frühkartoffel bis zur späten Kartoffel-Sorte. Frühkartoffeln können ab Mitte Juni geerntet werden. Mittelfrühe Kartoffeln werden üblicherweise bis Mitte August aus der Erde geborgen. Die Ernte der eher späten Kartoffeln kann noch bis in den späten Oktober hinein erfolgen. Die Wahl des Erntezeitpunktes hängt dabei neben den Vorlieben des Gärtners, auch von der Wahl der Kartoffelsorte und dem Zeitpunkt des Legens der schmackhaften Knollen ab. Beginnt das Laub der Kartoffel abzusterben, ist der Zeitpunkt der Ernte gekommen, denn nun sind die Knollen ausgewachsen und die Schale ausreichend gereift. Grundsätzlich können Kartoffeln aber auch schon früher geerntet werden, sind dann allerdings kleiner, dafür aber sehr dünnschalig, sodass man sie nicht schälen muss.
Hinweis: Bei späten Sorten, die gelagert werden sollen, gilt: Wenn das oberirdische Kraut abgestorben ist, sollten Sie noch zwei bis drei Wochen abwarten, ehe Sie ernten. Dann ist die Schale dick genug und somit robust gegenüber mechanischen Verletzungen, was die Lagerfähigkeit deutlich erhöht.
 🥔 Kartoffeln ernten: Vorgehen
Vor dem eigentlichen Ernten der Kartoffeln sollte das oberirdische Kraut entfernt werden. Haben Sie Ihre Setz-Knollen in Dämme gelegt, so sollte die Ernte relativ leichtfallen. Bei der Kartoffelernte in flachen Beeten sollten Sie beim Ausheben noch etwas vorsichtiger sein, da der Boden meist verdichtet ist, weshalb hier mehr Kraft aufgewendet werden muss. Mit einer Grabegabel oder einer Kartoffelhacke lassen sich die Kartoffeln sanft aus der Erde heben – so können mechanische Verletzungen auf ein Minimum reduziert werden. Es gibt auch spezielle Kartoffelgabeln, deren Spitzen abgerundet sind, um die Knollen zu schonen.
Unabhängig von der Wahl der Methode ist es von Vorteil, wenn der Boden relativ trocken ist. Ist die Erde sehr feucht, bleibt unnötig viel davon an den Kartoffeln kleben und die Knollen müssen vor dem Einlagern gewaschen werden. Das kann im ungünstigsten Fall zum vorzeitigen Verderben der Kartoffeln führen, weil die Feuchtigkeit das Auskeimen von Sporen schädlicher Pilze fördert. Nicht fürchten müssen Sie sich vor Druckstellen an Kartoffeln. Die stärkehaltigen Sprossknollen sind recht robust und können auch mehrlagig in Kisten gesammelt und eingelagert werden.
Tipp: Achten sie darauf, wirklich jede Kartoffel, auch die kleineren, aus dem Boden zu holen. Wenn dies nicht geschieht, folgt die Kartoffel ihrem Zweck und es entstehen im Folgejahr neue Pflanzen – auch wenn das für die Fruchtfolge oder den Bepflanzungsplan gar nicht günstig ist.
 🥔 Kartoffeln im Topf ernten
Sollten Sie beim Pflanzen Ihrer Kartoffeln so vorgegangen sein, wie in unserem Video dargestellt, nehmen Sie zur Ernte einfach den inneren, präparierten Topf aus dem äußeren. Mit etwas Feingefühl kann man die außen gelegenen Knollen schon vorsichtig durch die Fenster im Topf entnehmen. Nach und nach können Sie dann die überschüssige Erde beseitigen, um alle Kartoffeln zu ernten oder Sie setzen den inneren Topf zurück in den äußeren und warten auf einen späteren Erntezeitpunkt. Haben Sie sich dagegen für den Kartoffelanbau im Blumentopf oder Pflanzsack entschieden, ist die schonendste Art, um die Kartoffeln zu ernten, diese mit den Händen vorsichtig auszugraben.
Kartoffeln lagern und nach der Ernte richtig aufbewahren
Die Kartoffel gehört zu den Gemüsen, die man sehr gut im unverarbeiteten Zustand lagern kann. Jedoch müssen dazu die richtigen Bedingungen herrschen: Vor allem ist es wichtig, dass die Kartoffeln kühl, trocken und dunkel gelagert werden, um ein vorzeitiges Keimen zu verhindern. Die Luftfeuchtigkeit ist ebenfalls ein maßgeblicher Faktor dafür, dass Ihre Kartoffeln sich lange von ihrer besten Seite zeigen. Bei 90% Luftfeuchte bleiben die Kartoffeln frisch und werden nicht runzlig.
Was man noch alles beachtet sollte, um seinen Kartoffeln das optimale „Lager“ zu errichten, erklären wir in unserem Artikel „Kartoffeln lagern & richtig aufbewahren“.
Zitat
Tipp: Nach der Ernte können Sie den Boden mit einem sogenannten Bio-Bodenaktivator aufbessern. Dieser düngt den Boden und unterstützt den Humusaufbau, sodass Sie auch im nächsten Jahr wieder eine reiche Ernte erhalten.


🥔 Mit Speck und Ei als Bauernfrühstück oder mit Salatbeilage – Bratkartoffeln sind sehr vielseitig.
Bratkartoffeln sind ideal, um übrig gebliebene Pellkartoffeln zu verwerten. Mit diesen Tipps werden sie außen knusprig und innen gar.
Wie werden Bratkartoffeln knusprig?
Entscheidend ist vor allem die Hitze: Damit Bratkartoffeln knusprig werden, sollten sie bei hoher Temperatur in ausreichend Fett gegart werden. Dabei sollten sie wenig gewendet werden. Außerdem sollten die Kartoffeln in möglichst dünne Scheiben oder Stücke geschnitten sein.
Die Garzeit richtet sich nach Größe und Konsistenz der Kartoffelstücke. Je weicher, desto kürzer sollten sie gebraten werden. Wurden die Kartoffeln schon einmal gekocht, gelten zehn Minuten als Richtwert. Anschließend schauen und abschmecken, ob die Kartoffeln die gewünschte Farbe und Festigkeit haben.
Um eine Kruste zu erzielen, sollten die Kartoffeln nicht zu sehr übereinanderliegen. Für ein optimales Ergebnis lohnt es sich im Zweifelsfall in mehreren Ladungen zu braten.
 🥔 Wieso werden die Bratkartoffeln matschig?
Wenn die Kartoffeln trotz der oben genannten Hinweise matschig werden, kann es daran liegen, dass wasserhaltiges Gemüse mit in der Pfanne gebraten wird. Paprika, Tomaten und Pilze dünsten viel Feuchtigkeit aus, die auch in die Kartoffeln übergeht. Wer Zwiebeln zu den Bratkartoffeln kocht, sollte diese vor den Kartoffeln eine Zeit lang schmoren. Ohne Deckel kann noch mehr Wasser entweichen.
Bratkartoffeln können ebenfalls matschig werden, weil eine weich kochende Sorte verwendet wird. Besser geeignet sind fest kochende oder vorwiegend fest kochende Sorten.
 🥔 Welche Sorte sollte ich verwenden?
Grundsätzlich sollten fest kochende Kartoffelsorten für Bratkartoffeln verwendet werden, zum Beispiel:
    Belana, Bamberger Hörnchen, Linda, Annabelle, Gala u.ä..
Auch vorwiegend fest kochende Kartoffeln wie Laura und Agria sind zum Braten geeignet. Sie zerfallen wegen ihres höheren Stärkegehalts jedoch schneller als fest kochende Knollen. Weich kochende Sorten wie Adretta sind nicht gut für Bratkartoffeln geeignet, da sie schnell zerfallen und kaum kross werden.
Sollte ich Kartoffeln vom Vortag zum Braten nehmen?
Gekochte Kartoffeln vom Vortag sind ideal für Bratkartoffeln geeignet, weil ein Teil ihrer Stärke schon beim Kochen aus der Knolle ins Wasser übergegangen ist. Der geringe Stärkegehalt sorgt für eine festere Konsistenz. Wer keine schon gekochten Kartoffeln zur Hand hat, kann auch rohe Erdäpfel für ungefähr 30 Minuten in kaltes Wasser legen und anschließend braten.
 🥔 Was isst man zu Bratkartoffeln?
Zu Bratkartoffeln passen gut leichte Beilagen. Zum Beispiel Feldsalat, Möhrensalat und gedünstete Champignons sind beliebte Beilagen. Der Klassiker mit Rühr- oder Spiegelei schmeckt vielen Menschen gut, lässt die gesamte Mahlzeit aber auch sehr schwer werden. Nicht umsonst wird die Kombination auch Bauernfrühstück genannt: Wer harte körperliche Arbeit auf dem Feld verrichtet, kann eine deftige Mahlzeit gut gebrauchen.
Welche Pfanne eignet sich am besten für Bratkartoffeln?
Damit Bratkartoffeln gelingen, sollte die Pfanne keine Beschädigungen in der Oberfläche aufweisen. Mit einem gusseisernen Exemplar werden die Kartoffeln besonders leicht kross. Beschichtete Pfannen verhindern, dass die Bratkartoffeln kleben bleiben.
Kann man Bratkartoffeln auch im Airfryer zubereiten?
Werden Kartoffeln im Airfryer gegart, ist es unerheblich ob sie vorher gekocht wurden. Eine Heißluftfritteuse spart Kalorien, da für die Zubereitung der Speisen kaum oder sogar kein Fett benötigt wird. Zudem ist sie eine gute Alternative zum Backen für Haushalte ohne Ofen. Allerdings darf man nicht erwarten, dass z.B. Pommes im Vergleich exakt an den Geschmack einer klassischen Fritteuse herankommen. Roh lassen sie sich genauso gut frittieren. Sie sollten in ungefähr 0,5 cm dicke Scheiben geschnitten werden. Anschließend die Scheiben in einer mit Öl gefüllten Schüssel wälzen. Zum Öl können Salz und Gewürze nach Belieben hinzugemischt werden. Besonders beliebt ist die Kombination mit Rosmarin. Wichtig ist, dass alle Kartoffelscheiben vollständig von der Ölmischung benetzt werden. Bei 180 Grad 15 Minuten lang frittieren – fertig.
Auch im Backofen lassen sich Bratkartoffeln garen, wobei es sich dann streng genommen um Backkartoffeln handelt. Dafür Kartoffeln roh in schmale Spalten schneiden und mit Öl bepinseln. Nach persönlicher Vorliebe würzen und anschließend für ungefähr 35 Minuten bei 180 Grad Umluft backen.

🥔 In bestimmten Reifestadien können Kartoffeln giftig sein und sind dann nicht mehr zum Verzehr geeignet. Wann eine Kartoffel giftig ist und woran du das erkennst, erklären wir dir hier.
Ob als Ofenkartoffel, zu Pommes verarbeitet oder als Beilage – die Kartoffel findet auf vielerlei Weisen Verwendung. Doch beim Verzehr der leckeren Knolle gibt es einiges zu beachten – gerade grüne oder keimende Knollen können Schadstoffe enthalten, hier solltest du genauer hinschauen. Wir verraten dir, woran du erkennst, ob eine Kartoffel giftig ist oder noch essbar.
Bestimmte Gemüsesorten enthalten von Natur aus den giftigen Stoff Solanin. Solanin gehört zur Gruppe der Glykoalkaloide und kommt vor allem in grünen und unreifen Kartoffeln vor. Am höchsten konzentriert ist es in der Schale und den Keimen der Knolle.
Achtung, Vergiftungsgefahr!
Der Verzehr von Solanin kann schon bei geringen Mengen zu einer Vergiftung führen: Diese äußert sich dann durch Bauchschmerzen und -krämpfe, Durchfall und generelles Unwohlsein. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung können drei bis fünf Gramm Solanin pro Kilogramm Körpergewicht sogar tödlich enden. https://de.wikipedia.org/wiki/Solanin
Aus diesem Grund solltest du stark keimende oder grüne Kartoffeln auf keinen Fall verzehren. Ab einer gewissen Größe der Keime oder wenn sehr viele davon auf der Kartoffel sind, hilft es nicht mehr, die Keime einfach zu entfernen oder die grünen Stellen abzuschneiden, denn das Solanin breitet sich mit der Zeit in der gesamten Kartoffel aus. Auch Kochen oder Backen senkt den Solaningehalt deiner Kartoffeln nicht, denn das Gift ist bis zu einer Temperatur von 200 Grad Celsius beständig.
 🥔 Faustregel:
    Kleine Kartoffeln sollten maximal zwei bis drei kleine Keime aufweisen, große können auch mit vier bis fünf Keimen noch gegessen werden.
    Die Keime sollten aber nicht zu lang sein, und die Kartoffel noch prall wirken.
    Allerdings solltest du die Keime immer großzügig abschneiden und die Kartoffeln schälen.
Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, schmeißt du die überreifen Kartoffeln lieber weg. Da wir uns bei Utopia gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen, geben wir diesen Rat nicht gerne. Aber manchmal ist es sinnvoller, Kartoffeln nicht mehr zu essen.
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🥔 Statt wegschmeißen: Einpflanzen
Du kannst keimende Kartoffeln auch einpflanzen statt sie wegzuwerfen, und kannst so für Nachschub sorgen. Lasse sie dafür einfach noch ein paar Tage mehr an einem relativ hellen und warmen Ort liegen, bis die Keime lang und robust genug sind, um die Kartoffeln zu pflanzen.
Du hast einen Garten? Dann kannst du die gekeimten Kartoffeln bei einer Bodentemperatur von etwa zehn Grad anpflanzen – also zwischen März und Mai. Achte darauf, dass du den Boden vorher auflockerst und von Steinen und alten Wurzeln befreist. Dann gedeihen Kartoffeln auch auf eher kargen Böden recht gut. So gehst du vor:
    Ziehe 10 Zentimeter lange Furchen in den Boden.
    Machst du mehrere Reihen, lasse einen Abstand von mindestens 50 Zentimetern.
    Setze die Kartoffeln mit dem Keim nach oben in die Erde, sodass sie sich gegenseitig nicht berühren.
    Bedecke die Kartoffeln mit Erde.
 🥔 Wer keinen Garten hat, kann Kartoffeln auch im Pflanzkübel anbauen:
    Befülle den Pflanzkübel mit Kübelpflanzenerde oder humusreichem Oberboden gemischt mit Komposterde.
    Achte darauf, dass überschüssiges Wasser aus dem Kübel gut abfließen kann.
    Setze die Kartoffeln mit dem Keim nach oben in die Erde, ohne, dass sie einander berühren.
    Bedecke die Kartoffeln mit Erde und gieße sie an.
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🥔 Wenn du auf ein paar Dinge achtest, kannst du keimende Kartoffeln vermeiden:
    Kaufe keine Kartoffeln, die schon im Laden Verletzungen aufweisen. Diese enthalten aufgrund von Schnitten oder Quetschungen deutlich mehr Solanin als gesunde Kartoffeln.
    Lagere deine Kartoffeln zuhause an einem dunklen Ort. Optimal bietet sich der Keller dafür an. Licht lässt die Knollen schneller ergrünen und grüne Kartoffeln enthalten mehr Solanin.
    Ein wichtiger Faktor ist auch die Temperatur, bei der die Kartoffeln gelagert werden: Ideal sind 10 Grad Celsius. Kleine Abweichungen davon sind kein Problem, allerdings sollten die Kartoffeln nicht in direkter Sonneneinstrahlung liegen.
    Lagere deine Kartoffeln nicht zu lange, damit sich keine Keime bilden. Kaufe nur so viele Kartoffeln, wie du brauchst.

🫕 Tipp Dip: 🫕 Ohne Dip, ohne mich; erst der richtige Dip machen mich fit. 🫕 Ein Dip ist eine chremige Sauce mit Gewürzen und Kräutern.
Dips werden verwendet, um einem Lebensmittel Geschmack, Schmatz, Feuer oder Textur zu verleihen.
Basis: Sauerrahm, Joghurt, Mayonnaise, Schmand, Olivenöl, Basilikum, Apfelessig usw.; schwarzer Pfeffer aus der Mühle und bestes Salz.
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Bei Schmand handelt es sich um ein Sauermilcherzeugnis mit in der Regel 20 % Fett. Die Herstellung erfolgt aus Milch oder Sahne. Das Produkt wird fermentiert. Es entsteht ein säuerlicher Geschmack. Saure Sahne hat einen Fettgehalt von mindestens 10 Prozent und ist damit die leichteste Variante unter den dreien. Schmand meint es schon etwas ernster und bringt mindestens 20 Prozent Fett mit. Crème fraîche geht hemmungslos in die Vollen und enthält mindestens 30 Prozent Fett. https://de.wikipedia.org/wiki/Schmand
Wichtig: Standmixer, der Lebensmittel zerkleinert, mit Flüssigkeit oä. vermengen oder Öl oä. zu Cremen (Dips) macht kann.
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🫕 Schmand Knoblauch Dip
     ...   g   Knoblauch, 200 g Schmand, 200 g Frischkäse, schwarzer Pfeffer aus der Mühle und bestes Salz. Alles 10 Sekunden auf Stufe 3 vermischen.
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🧄 Knoblauch: Dank seiner vielen sekundären Pflanzenstoffe wie Polyphenolen (https://de.wikipedia.org/wiki/Oligomere_Proanthocyanidine) oder Sulfiden (Sie sollen antibiotisch wirken und das Wachstum von Bakterien und Pilzen hemmen. Sie sollen antioxidativ wirken und den Körper im Kampf gegen freie Radikale unterstützen.), wirkt sich Knoblauch besonders gesund auf unsere Blutfette aus. Das wiederum kann Herzerkrankungen vorbeugen. Außerdem kann Knoblauch blutdrucksenkend wirken. Auch dafür ist das in der Knolle enthaltene Allicin (https://de.wikipedia.org/wiki/Allicin) verantwortlich. https://de.wikipedia.org/wiki/Knoblauch
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🫕 Bruschetta-Aufstrich
100 g getrocknete Tomaten aus dem Glas, abgetropft, 1 kleine Zwiebel, 3 Knoblauchzehen, 6 Blätter Basilikum, Nadeln von einem kleinen Zweig Rosmarin, 1 Zweig Oregano, 50 g Olivenöl (oder das abgetropfte aus dem Glas, dann wird's noch würziger), schwarzer Pfeffer aus der Mühle und bestes Salz. Alles 20 Sekunden auf Stufe 8 zerkleinern, mit dem Spachtel runterschieben und weiter zerkleinern bis zur gewünschten Konsistenz.
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🫕 Parmesan Basilikum Dip
    1 Bund Basilikum, abgezupft, 180 g Parmesan in Stücken, 60 g weiche Butter, 1 EL Grappa oder alternativ Balsamico-Essig, ½ TL Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle und bestes Salz. Basilikum und Parmesan 15 Sekunden auf Stufe 10 zerkleinern, dann mit dem Rest 20 Sekunden auf Stufe 4 cremig rühren.
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🫕 Dattel Frischkäse Dip
    150 g Datteln (die soften entkernten), 1 Knoblauchzehe, 200 g Schmand, 200 g Frischkäse, 1 TL Harissa oder Chili-Paste, ½ TL Currypulver, schwarzer Pfeffer aus der Mühle und bestes Salz. Datteln und Knoblauch 5 Sekunden auf Stufe10 zerkleinern, restliche Zutaten zugeben und 15 Sekunden auf Stufe 5 verrühren.
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🫕 Honig Senf Dip
    200 g Schmand, 200 g Frischkäse, 3 EL Honig, 2 EL Senf nW, schwarzer Pfeffer aus der Mühle und bestes Salz. Alles 10 Sekunden auf Stufe 3 vermischen.
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🫕 Thunfisch Dip
    1 Dose Thunfisch, abgetropft, 150 g Frischkäse, 30 g Ketchup & 30 g Tomatenmark, Zwiebeln, Knoblauch, Cayenne-Pfeffer, schwarzer Pfeffer aus der Mühle und bestes Salz. Alles 15 Sekunden auf Stufe 4 vermischen.

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🥔 Kartoffeln zu kochen ist keine hohe Kunst – in wenigen Minuten stehen die fertigen Salz- oder Pellkartoffeln auf dem Tisch. Wir geben dir Tipps, worauf es beim Kochen ankommt und wie du die gesunden Inhaltsstoffe erhältst.
Kartoffeln bestehen zu einem Großteil aus Wasser. Sie enthalten viele Kohlenhydrate, sättigen jedoch auch nachhaltig und enthalten kaum Fett. So sind Kartoffeln verhältnismäßig kalorienarm und sie enthalten viele Nährstoffe:
    Vitamin B (B1, B2, B5 und B6) und Vitamin C
    Flavonoide
    Mineralstoffe (Kalium, Kalzium, Phosphor und Magnesium)
 🥔 Salz- und Pellkartoffeln sind ein fester Bestandteil in vielen Gerichten.
Salzkartoffeln werden vor dem Kochen geschält und anschließend in gesalzenem Wasser gegart.
 🥔 Pellkartoffeln hingegen werden mit der Schale in kochendem Wasser gegart. Die Kartoffelschale kannst du nach dem Kochen entfernen oder bei Bio-Kartoffeln mitessen. Der Vorteil von Pellkartoffeln ist, dass durch die Schale weniger Nähr- und Geschmacksstoffe ins Kochwasser übergehen. Pellkartoffeln haben daher in der Regel einen höheren Nährstoffgehalt.
Du kannst Kartoffeln in einem normalen Kochtopf oder einem Schnellkochtopf kochen. Für beide Methoden gilt: Die Kartoffeln sollten etwa gleich groß sein, damit sie gleichzeitig fertig sind. Sollten die Kartoffeln unterschiedlich groß sein, schneide sie in etwa gleich große Stücke. Je kleiner du die Kartoffeln schneidest, umso schneller sind sie fertig. Du sparst damit nicht nur Zeit, sondern auch Energie. Allerdings gehen dabei auch mehr Nährstoffe ins Kochwasser über.
So kochst du Kartoffeln in einem normalen Kochtopf mit Wasser:
    Die Kartoffeln müssen mindestens zu drei Vierteln mit Wasser bedeckt sein. Nur dann werden die Kartoffeln gleichmäßig gar, und bei weniger Wasser verbleiben auch mehr Nährstoffe in den Kartoffeln selbst.
    Wenn du Salz in das Kochwasser gibst, löst dieses die Pektin-Ketten und die Kartoffeln werden schneller gar. Pektin-Ketten sind Ballaststoffe, die in der Kartoffel vorkommen. Sie müssen gelöst werden, damit die Kartoffel weich wird.
    Verschließe den Topf mit einem Deckel. Sobald das Wasser kocht, kannst du den Herd auf eine niedrige Stufe runterschalten.
    Prüfe mit dem Messertest, ob die Kartoffeln gar sind: Stich mit einem spitzen Gemüsemesser bis in die Mitte der Kartoffel hinein. Rutscht die Kartoffel ohne Mühe wieder von der Klinge, ist die Kartoffel fertig.
    Die Garzeit hängt von der Kartoffelsorte und der Größe ab: Meist beträgt sie ungefähr 20 bis 30 Minuten. Prüfe am besten immer wieder mit dem Messer, wie weich die Kartoffeln sind.
Kochst du Kartoffeln in einem Schnellkochtopf, sparst du im Vergleich zu einem normalen Topf Energie. Denn: Du brauchst weniger Wasser und es kocht schneller. Und durch den im Topf enthaltenen Dampf kannst du die Herdplatte bereits ausschalten, bevor die Kartoffeln eigentlich gar sind. So geht’s:
    Schichte die Kartoffeln in dem Siebeinsatz.
    Gib etwa 200 bis 300 ml Wasser und etwas Salz dazu und schließe den Deckel.
    Erhitze den Schnellkochtopf auf höchster Stufe.
    Sobald der Druck aufgebaut ist, reduziere die Hitze auf etwa die Hälfte. Lasse den Kochtopf sieben bis acht Minuten auf der Herdplatte stehen.
    Nimm den Schnellkochtopf von der Herdplatte und warte, bis sich der Druck im Inneren des Topfes abgebaut hat. In dieser Zeit garen die Kartoffeln weiter.
    Öffne den Topf, sobald der Druck abgebaut ist und schrecke die Kartoffeln mit kaltem Wasser ab.
Der Unterschied zwischen fest- und mehligkochenden Kartoffeln ist ihr Stärkeanteil: Mehligkochende Kartoffeln haben einen höheren Stärkeanteil als festkochende Kartoffeln. Deshalb zerfallen mehligkochende Kartoffeln recht leicht, wenn sie gar sind. Beide eignen sich gleichermaßen für die Zubereitung von Pell- und Salzkartoffeln. Welche Sorte du verwendest, ist also Geschmackssache.

🥔 Mehligkochende Kartoffeln eignen sich besonders für:
    Kartoffelbrei
    Kartoffelklöße
Verwende festkochende Kartoffeln, wenn die Kartoffeln „in Form“ bleiben sollen, etwa für:
    Kartoffelsalat
    Bratkartoffeln – entweder Bratkartoffeln aus gekochten Kartoffeln oder Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln
Welche und wie viele Nährstoffe in deinen Salz- und Pellkartoffeln stecken, hängt von vielen Faktoren ab:
    Anbau und Kartoffelsorte: Verschiedene Sorten enthalten unterschiedliche Nährstoffmengen. Je nach Anbaubedingungen können Kartoffeln auch unerwünschte Stoffe wie chemisch-synthetische Pestizide enthalten. Wir empfehlen daher Kartoffeln in Bio-Qualität.
    Die richtige Lagerung der Kartoffeln: Die Art und Dauer der Lagerung wirkt sich stark auf die Nährstoffkonzentration in der Kartoffel aus. Kaufe möglichst regional angebaute Kartoffeln, sie haben nur kurze Transportwege.
    Zubereitungsart: Kochst du deine Kartoffeln in Wasser, geht immer auch ein Teil der Nährstoffe im Wasser verloren. Beim Dampfgaren mit Wasserdampf bleiben mehr Nährstoffe erhalten als beim Kochen in Wasser. Die Kartoffeln verlieren nahezu keine Nährstoffe, wenn du sie im Ofen garst.
    Die Schale wirkt wie eine Barriere und sorgt dafür, dass weniger Nährstoffe in das Kochwasser gelangen. In Pellkartoffeln stecken demnach mehr Nährstoffe als in Salzkartoffeln.
    Koche die Kartoffeln stets in reichlich gesalzenem Wasser. Durch die hohe Salzkonzentration im Kochwasser verbleibt das Kalium in der Kartoffel. Kochst du sie in Wasser ohne Salz, geht das Kalium in das Kochwasser über.
    Verzehre die Kartoffeln möglichst bald, nachdem du sie zubereitet hast. Hältst du die Kartoffeln noch lange warm, verlieren sie den Großteil ihrer Nährstoffe.

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Viele von uns kennen eS den Bauchspeck zu verlieren, ist am schwierigsten, wenn wir abnehmen möchten. Insbesondere das Fett am unteren Bauch hält sich hartnäckig.
Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Workout können wir die unteren Bauchmuskeln gezielt trainieren.
Die besten Übungen gegen Unterbauchfett.
Ist Bauchfett gefährlich?
Der Bauch gehört zu den "Problemzonen" vieler Menschen, eine Körperregion, an der zu viel Speck nicht nur optisch stört, sondern die auch gesundheitliche Folgen haben kann. Denn besonders das Fett um den Bauch birgt gesundheitliche Risiken, da es  stoffwechselaktiv ist und das Risiko für Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen soll.
Als Faustregel gilt: Bei Frauen und Männern sollte der Bauchumfang weniger als 80 Zentimetern betragen. Bei ältern Männern sollte der Wert möglichst unter 94 Zentimetern liegen.
Wie nimmt man am Unterbauch ab?
Doch wie verliert man nun die unliebsamen Fettpolster?
An nur einer Stelle des Körpers Fett zu verlieren ist kaum möglich. Jedoch: Man kann gezielt Muskeln aufbauen und somit zu einer Straffung beitragen.
Inhaltsverzeichnis
        1. Liegestütz
        2. Brustpresse
        3. Butterfly-Übung
        4. Dips
        5. Bankdrücken
Je, älter wir werden, desto mehr nimmt die Spannkraft unseres Bindegewebes ab – als Folge können sich vermehrt Falten auf unserer Haut zeigen oder Dellen an unseren Oberschenkeln entstehen und auch unsere Brüste sacken mit der Zeit weiter nach unten. Neben  zunehmendem Alter und genetischer Veranlagung können jedoch auch ein starker Gewichtsverlust oder eine Schwangerschaft eine hängende Brust begünstigen, die medizinisch als Mastoptose bezeichnet wird. Generell neigen große Brüste aufgrund Ihrer Schwere  eher dazu, zu hängen.
Wie kann man hängende Brüste straffen?
Unsere Brust besteht aus Fett- und Drüsengewebe, welches sich selber nicht straffen lässt – allerdings können wir die umliegende Muskulatur trainieren. Da das Brustgewebe mit Bändern vom großen Brustmuskel gehalten wird, spielt dieser eine wichtige Rolle in  Bezug auf die Straffheit unserer Brust. Trainieren wir ihn, können wir die Brust optisch anheben. Übrigens: Das Trainieren der Brustmuskulatur festigt nicht nur unsere Brust, sondern trägt auch zu einer gesunden, aufrechten Körperhaltung bei und ist wichtig für unsere  Arm- und Schulterbewegungen.
Fitness: beste Übungen für eine straffe Brust
1. Liegestütz
Eine der beliebtesten Übungen mit dem eigenen Körpergewicht ist der Liegestütz, welcher vor allem in Arm-Workouts nicht fehlen darf. Doch neben dem Trizeps und der Schulter trainiert der sogenannte Push-up auch unsere Brustmuskulatur – insbesondere der große  Brustmuskel wird dabei beansprucht. So geht's: Legen Sie sich mit dem Bauch nach unten und gestreckten Beinen auf eine Matte, die Füße stehen dicht beieinander. Nun stellen Sie Ihre Arme auf Höhe des Brustkorbs links und rechts neben sich auf, den Blick auf den  Boden gerichtet. Drücken Sie sich mit den Armen nach oben, während sich die Schultern mit nach vorne bewegen. Anschließend kontrolliert wieder ablegen.
2. Brustpresse
Genauso effektiv ist die Brustpresse für unsere Brustmuskulatur, für die Sie ebenfalls nur Ihr eigenes Körpergewicht und keinerlei Equipment benötigen. Wie der Name der Übung schon sagt, trainieren Sie dabei Ihre Brustmuskeln, allerdings auch den Trizeps sowie die  Schultern. So geht's: Stellen Sie sich aufrecht hin, die Beine hüftbreit auseinander. Spannen Sie Ihre Körpermitte an und drücken Sie Ihre Handflächen auf der Höhe Ihrer Brust kräftig zusammen. Halten Sie für rund 10 Sekunden, bevor Sie eine ebenso lange Pause  machen. Das ganze 10-mal wiederholen.
3. Butterfly-Übung
Die Butterfly-Übung kennen die meisten Menschen aus dem Fitnessstudio, schließlich handelt es sich dabei um eine beliebte Übung für die Brustmuskulatur. Aber auch ohne das entsprechende Gerät können Sie Zuhause tätig werden: Nehmen Sie hierfür zwei Hanteln  oder alternativ gefüllte Wasserflaschen zur Hand. Begeben Sie sich dann aufrecht in einen hüftbreiten Stand, die Gewichte in den Händen. Heben Sie die Arme im rechten Winkel auf Schulterhöhe an und führen Sie die Gewichte in der Mitte langsam zusammen.  Schließen und öffnen Sie Ihre Arme so zehn- bis fünfzehnmal und wiederholen Sie diesen Vorgang in drei Durchgängen.
4. Dips
Auch die Dips dürfen auf Ihrem Workout-Plan nicht fehlen. Bei dieser Übung trainieren Sie nicht nur Ihren Brustmuskel, sondern auch Schulter- und Armmuskulatur. Nehmen Sie für die Übung entweder einen Stuhl, eine Sofa- oder Bettkante zu Hilfe. Wichtig: Achten Sie  darauf, dass Ihr Möbelstück fest steht und sich nicht verschieben kann. Platzieren Sie Ihre Hände schulterbreit an der Kante, die Finger zeigen dabei nach vorne. Stellen Sie die leicht gebeugten Beine auf. Senken Sie Ihren Körper nun in Richtung Boden, indem Sie Ihre  Arme beugen. Am tiefsten Punkt kurz halten und dann wieder nach oben drücken. Pro Runde etwa zehn Dips und insgesamt 3 Durchgänge.
5. Bankdrücken
Den Namen dieser Übung hat wohl jeder von uns schon mal gehört – die Rede ist vom Bankdrücken. Klassischerweise wird die Übung im Liegen auf einer Bank mit Gewichten durchgeführt, aber lassen Sie sich davon nicht abschrecken. Wenn Sie keine Gewichte zu  Hause haben, können Sie ganz unkompliziert gefüllte Wasserflaschen nutzen. Legen Sie sich damit mit dem Rücken auf eine Bank, die Füße fest auf dem Boden. Anschließend die Arme mit den Gewichten darin nach oben über die Brust strecken. Dann kontrolliert  wieder nach unten bis kurz vor der Brust absenken. Das Ganze in drei Durchgängen, jeweils 15 Mal wiederholen.


Hula-Hoop: Kalorien verbrennen und Muskeln stärken
Inhaltsverzeichnis
    Hula-Hoop lernen: Diese Tipps müssen Anfänger beachten
        1. Der passende Hula-Hoop-Reifen
        2. Auf die Kleidung kommt es an
        3. Die Ausgangsposition 
        4. Die Position des Reifens
        5. Die richtigen Hüftbewegungen
        6. Die Drehrichtung
        7. Den Reifen nach oben bekommen
    Hula-Hoop lernen: Was tun, wenn der Hoop immer runterfällt?
    Im Video: Hula-Hoop lernen – die besten Tipps und Tricks für den Anfang!
    Hula-Hoop lernen: Das müssen ältere Menschen beachten
    Schmerzen und blaue Flecken nach dem Training?
    Hula-Hoop lernen: Die besten Reifen für Anfänger
Hula-Hoop: Kalorien verbrennen und Muskeln stärken
Es ist der Fitnesstrend schlechthin! Hula-Hoop feiert seit der Corona-Pandemie sein Comeback. Haben wir als Kinder den Reifen um unsere Hüften kreisen lassen, hullern wir nun in unseren eigenen vier Wänden und haben dabei richtig viel Spaß. Außerdem ist Hula- Hoop ein richtiger Kalorienkiller – eine halbe Stunde „Hullern“ oder auch „Hooping“ verbrennt viele Kalorien.
Zitat
Kalorie ist eine veraltete Maßeinheit der Energie, insbesondere der Wärmemenge. Eine Kalorie ist nach einer gängigen Definition die Wärmemenge, die erforderlich ist, um 1 Gramm Wasser um 1 Grad Celsius zu erwärmen. https://de.wikipedia.org/wiki/Kalorie
Zitat
Außerdem bietet das Hula-Hoop-Workout noch viele weitere Vorteile:
    Ihre Ausdauer und Kondition verbessern sich.
    Durch die Bewegungen wird Ihr Gewebe besser durchblutet und kann straffer werden. Die Taille wirkt automatisch schmaler.
    Ihre Koordination und Ihr Gleichgewichtssinn werden geschult.
    Sie trainieren Ihre Bauch-, Bein-, Arm-, Rücken- und Gesäßmuskulatur.
    Hullern kann Rücken- und Nackenschmerzen vorbeugen.
    Hula-Hoop stärkt Ihren Beckenboden und ist daher ein klasse Fitness-Tipp für frisch gebackene Mamis.
    Auch die inneren Verdauungsorgane wie der Darm werden massiert, was die Verdauung anregt.
Hula-Hoop lernen: Diese Tipps müssen Anfänger beachten
Doch gerade als Einsteiger oder Neuling bleibt der Hula-Hoop-Reifen nicht auf den Hüften und fällt schnell zu Boden! Mit diesen sieben Tipps werden Sie im Handumdrehen zur Hula-Hoop-Queen:
1. Der passende Hula-Hoop-Reifen
Die richtige Reifengröße ist entscheidend. Kaufen Sie deshalb einen Reifen, der Ihnen bis zum Bauchnabel reicht, wenn Sie neben ihm stehen. Ihr Hula-Hoop sollte etwa einen Meter Durchmesser und eine Stärke von etwas zweieinhalb Zentimetern haben. Auch das  Gewicht des Reifens spielt eine wichtige Rolle: Zu Beginn sollten Sie einen eher schwereren Hula-Hoop-Reifen nehmen, der mindestens etwas mehr als ein Kilo wiegt – dann fällt Ihnen das Hullern deutlich leichter. Achten Sie darauf, dass der Reifen stabil ist. Er sollte  nicht nachgeben oder durchhängen – denn das erschwert das Hullern.
2. Auf die Kleidung kommt es an
Bevor Sie überhaupt loslegen, sollten Sie die richtige Kleidung wählen. Störende Stofffalten können das Schwingen des Reifens beeinflussen. Am besten lässt es sich hullern, wenn der Bauch frei ist oder Sie ein enges Top tragen. Auch ein zu hoher und dicker  Hosenbund kann das Hooping erschweren.
3. Die Ausgangsposition 
Suchen Sie sich eine Stelle, an der Sie genug Platz haben, um Hüften und Ring kreisen zu lassen. Denn ganz entscheidend beim Hooping ist die richtige Körperhaltung: Stellen Sie sich hüftbreit hin und positionieren Sie einen Fuß weiter nach vorne. Bei Rechtshändern  ist es meist auch der rechte Fuß. Um einen möglichst sicheren Stand zu haben, hullern Sie am besten barfuß.
4. Die Position des Reifens
Steigen Sie in den Reifen und halten Sie ihn auf Hüfthöhe. Ihr Rücken ist dabei gerade. Wichtig: Achten Sie darauf, dass der Hula-Hoop parallel zum Boden gehalten wird. Halten Sie den Reifen hingegen schräg, wird der Reifen um Ihre Hüften eiern.
5. Die richtigen Hüftbewegungen
Geben Sie dem Reifen etwas Schwung und bewegen Sie Hüften und Bauch leicht vor und zurück. Anfänger machen meist den Fehler, dass sie ihre Hüften wild kreisen lassen. Halten Sie Ihre Hände oberhalb vom Reifen. Sie können Sie entweder vor der Brust  überkreuzen oder seitlich zur Seite ausstrecken. Wenn das alles funktioniert, sollte der Hula-Hoop in kreisrunden Bewegungen um den Bauch, zum Rücken und wieder nach vorn schwingen.
6. Die Drehrichtung
Sie werden zu Anfang direkt merken, in welche Richtung sich der Reifen besser drehen lässt. Bleiben Sie zunächst bei Ihrer „Schokoladenseite“. Sobald Sie geübter sind, können Sie sich an einen Richtungswechsel wagen. Womöglich fühlt sich dieser erst einmal  ungewohnt an und das Hullern in die andere Richtung mag auf Anhieb noch nicht funktionieren. Aber keine Sorge – mit etwas Übung oder Zeit werden Sie aber auch den Reifen in die anderen Richtung schwingen können.
7. Den Reifen nach oben bekommen
Je öfter und länger Sie hullern, desto länger werden Sie den Reifen oben behalten können. Wenn Ihr Reifen langsam runterrutscht, gehen Sie leicht in die Knie und geben Sie ihm dadurch etwas mehr Schwung nach oben.
Hula-Hoop lernen: Was tun, wenn der Hoop immer runterfällt?
Will es trotz unserer Tipps nicht so richtig klappen und statt um Ihre Hüften zu kreisen, landet der Hula-Hoop immer auf dem Boden? Probieren Sie es weiterhin aus und lassen Sie sich nicht entmutigen. Geben Sie sich genügend Zeit, um sich an die neuen Bewegungen  zu gewöhnen und alle Tipps zu verinnerlichen. Mit Hula-Hoop ist es ein bisschen so wie Fahrradfahren. Irgendwann hat man den Bogen raus und es wird von Mal zu Mal leichter.
8. Den Reifen nach oben bekommen
Je öfter und länger Sie hullern, desto länger werden Sie den Reifen oben behalten können. Wenn Ihr Reifen langsam runterrutscht, gehen Sie leicht in die Knie und geben Sie ihm dadurch etwas mehr Schwung nach oben.
Hula-Hoop lernen: Was tun, wenn der Hoop immer runterfällt?
Will es trotz unserer Tipps nicht so richtig klappen und statt um Ihre Hüften zu kreisen, landet der Hula-Hoop immer auf dem Boden? Probieren Sie es weiterhin aus und lassen Sie sich nicht entmutigen. Geben Sie sich genügend Zeit, um sich an die neuen Bewegungen  zu gewöhnen und alle Tipps zu verinnerlichen. Mit Hula-Hoop ist es ein bisschen so wie Fahrradfahren. Irgendwann hat man den Bogen raus und es wird von Mal zu Mal leichter.
Hula-Hoop lernen:
Das Schöne am Hullern?
Das Alter spielt (fast) keine Rolle – so können auch alte Menschen den Reifen um die Hüften kreisen lassen und dabei spielerisch Kondition sowie Ausdauer stärken. Allerdings sollten Sie sich bei Vorerkrankungen wie Arthrose, Knie- oder  Rückenproblemen vorher das Okay Ihres Arztes geben lassen. Zu Beginn sollten Sie erst langsam mit Hula-Hoop beginnen und dabei auf Ihren Körper achten. Treten Schmerzen auf, sollten Sie das Training nicht fortsetzen und eine Pause machen. Halten die  Beschwerden auch danach noch an, sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.
Schmerzen und blaue Flecken nach dem Training?
Anfangs kann der Hula-Hoop-Reifen schmerzhaft sein und für den ein oder anderen blauen Fleck sorgen. Mit der Zeit wird die Bindegewebsschicht am Bauch aber fester und es entstehen keine Hämatome mehr.
Ein Hula-Hoop-Workout macht Spaß und ist eine wunderbare Alternative zu Fitnessstudio und Co!

Eine wunderbare Möglichkeit, den stressigen Alltag hinter sich zu lassen, Zeit zum Nachdenken zu finden, abzuschalten oder einfach die Laufstrecke zu genießen, bietet das Laufen alleine. Das ist zwar im Allgemeinen sicher, doch es birgt auch Risiken. Gerade bei  Frauen läuft häufig ein mulmiges Gefühl mit, welches sich insbesondere in der kalten Jahreszeit, bei einbrechender Dunkelheit oder auf einer ungewohnten Laufstrecke verschlimmert. Damit Sie sich als Läuferin auf Ihrer Laufstrecke wieder sicherer fühlen, haben wir im  folgenden einige Tipps für Sie zusammengefasst.
Diese Sportarten lindern Rückenschmerzen
Bewegung ist eine effektive Maßnahme, um gezielt gegen Rückenschmerzen vorzugehen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Reifen_(Spielzeug)#Hula-Hoop

1. Du trinkst Alkohol und andere Dickmacher
Wenn du Wein, Bier, zuckerhaltige Smoothies und Sofrdrinks zu dir nimmst, kann das jeden Tag für hunderte zusätzliche Kalorien sorgen.
Experten glauben, dass besonders das Trinken von Alkohol dabei im Wege steht, Bauchfett abzubauen: „Übermäßiger Alkohol führt dazu, dass die Leber Fett und Kohlenhydrate nicht mehr metabolisiert, um sich zuerst um den Alkohol zu kümmern. Dies führe zur Speicherung von zusätzlichem Fett im Körper – und dadurch eben auch im Bauch.
2. Du guckst nicht auf die Kalorien
„Ein Kalorienüberschuss kann dazu führen, dass die Fettdepots weiter wachsen, einschließlich derer rund um den Bauch„, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Ginger Hultin.
Bei der Ernährung sollte man deshalb darauf achten, dass die Kalorienanzahl optimal auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt ist.
„Der individuelle Kalorienbedarf basiert auf zahlreichen Faktoren, aber die wichtigsten sind Geschlecht, Alter, Gewicht, Größe und Aktivität“, ergänzt Ernährungsberaterin Stephanie Ferrari.
Es kann zusätzlich sinnvoll sein, sich mit einem registrierten Ernährungsberater bzw. einer Ernährungsberaterin zusammenzusetzen, da diese deinen Lebensstil und deine Gesundheitsgeschichte genauer beurteilen können.
3. Du machst das falsche Cardio-Training
Wenn du ein Fan von Herz-Kreislauf-Workouts bist und Bauchfett verlieren willst, solltest du Laufband und Fahrrad mal links liegen lassen – und stattdessen in Zukunft hochintensives Intervalltraining (HIIT) machen.
Denn das ist die effektivste Art von Cardio, wenn es darum geht, Fett am Bauch loszuwerden, wie eine Studie gezeigt hat. Ein weiterer Vorteil: Du sparst damit eine Menge Zeit im Fitnessstudio.
4. Du isst Zucker und raffinierte Carbs
Du weißt zwar wahrscheinlich schon, dass Junkfood dir definitiv nicht dabei helfen wird, Gewicht zu verlieren – aber vielleicht hilft es dir auch zu erfahren, warum das so ist.
Verarbeitete Kohlenhydrate und zuckerhaltige Nahrungsmittel wie Eiscreme, Fertigmahlzeiten und Weißbrot treiben deinen Insulinspiegel in die Höhe, was einer Studie nach zu einer Gewichtszunahme führt.
Wenn du deinen Insulinspiegel niedrig hältst, wird dir das also dabei helfen, deinen gesamten Körperfettanteil zu reduzieren.
ErnährungKampf dem Zucker: So lässt sich Zuckerkonsum reduzieren
Abgesehen davon, dass sie reich an Kohlenhydraten sind, haben stark verarbeitete Lebensmittel in der Regel auch einen hohen Kaloriengehalt.
Das ist aber nicht mal das letzte Problem: Sie zu essen, liefert deinem Körper auch wenig bis gar keine Nährstoffe, sodass du hungrig bleibst und in Folge dessen immer mehr isst.
Es ist natürlich in Ordnung, sich ab und zu mal zuckerhaltige Leckereien und verarbeitete Kohlenhydrate zu gönnen.
Wenn du beides reduzierst, wirst du aber definitiv nicht nur einen Unterschied darin feststellen, wie du dich fühlst: Dein Bauchfett wird dadurch ebenfalls schmelzen.
5. Du machst kein Krafttraining
Kinzly betont, dass es neben der richtigen Ernährung auch auf die Wahl des Workouts ankommt, wenn der Bauch eine Problemzone ist. Viele Fitnessexperten sind sich einig, dass das Hauptaugenmerk dabei nicht auf Ausdauertraining liegen sollte.
Denn Krafttraining hilft besser dabei, deine Muskelmasse zu erhöhen. Ist das der Fall, so verbrennst du im Ruhezustand automatisch mehr Kalorien und beschleunigst deinen Stoffwechsel.
Das Ziel sollte also sein, mindestens drei Kraftworkouts pro Woche zu machen.
Achte dabei darauf, dass alle Körperregionen trainiert werden, indem du eine Vielzahl unterschiedlicher Geräte benutzt.
6. Du snackst nach dem Training zu viel
Viele haben die Mentalität: „Ich habe trainiert, damit ich essen kann, was ich will.„ Aber das ist der falsche Ansatz.
Bei der „Reduktion von Bauchfett letztlich darauf an, wie man isst.“
Wenn du nach dem Training einen Snack zu dir nimmst, der doppelt so viele Kalorien enthält wie durch das Training abgebaut wurden, ist das keine gute Vorraussetzung.
Wenn dich die Nascherei über deine tägliche Kalorienmenge katapultiert, wirst du nämlich unweigerlich an Gewicht zunehmen.
Der Tipp der Expertin: Greife nach dem Workout zu einem Snack mit nur etwa 150 Kalorien. Stelle außerdem sicher, dass Eiweiß und Kohlenhydrate zum Auftanken enthalten sind.
7. Du isst zu wenig Eiweiß
Wenn deine Mahlzeiten hauptsächlich aus Carbs bestehen, wirst du schon kurz nach dem Essen wieder hungrig sein.
Deshalb ist es sinnvoll, immer auch für eine magere Proteinquelle zu sorgen, um den Muskelaufbau zu unterstützen und den Hunger länger zu stillen.
Der Körper braucht etwa 0,4 bis 0,9 Gramm Eiweiß pro Kilo Körpergewicht benötigt. Der genaue Bedarf hänge davon ab, wie aktiv man sei.
„Das bedeutet nicht unbedingt, dass man mehr Fleisch essen sollte.
„Es gibt viele pflanzliche Lebensmittel, die Protein enthalten, zum Beispiel Getreide, Bohnen, Hülsenfrüchte, Nüsse und Gemüse.“

Die Alexander-Technik ist eine pädagogische Methode und beschäftigt sich mit dem Erkennen und Ändern von Gewohnheiten, besonders von körperlichen Fehlhaltungen, die sich durch Verspannungen, Schmerzen oder Funktionseinschränkungen äußern. https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander-Technik
Die Alexander-Technik ist ein spezielles Körpertraining, das der bewussten Lösung von Verspannungen dienen soll. Negative Gewohnheiten wie Fehlhaltungen des Körpers, die oft reflexartig eingenommen werden, sollen dabei selbstständig erkannt und verändert werden.
Alexander-Technik – Funktionsweise
Die Alexander-Technik basiert auf dem engen Zusammenspiel von Körper, Geist und Gefühlswelt und hat auf alle drei Bereiche nachhaltige Auswirkungen:
Körperlich: Die AT unterstützt den Bewegungsapparat. Mit ihrer Hilfe können funktionalen Beschwerden des Bewegungsapparates vorgebeugt werden, bereits vorhandene Beschwerden gelindert und das allgemeine Wohlbefinden und die Gesundheit gestärkt werden.
Mental: Erschöpfung wird vorgebeugt, Fokussierung verbessert und Konzentrationsfähigkeit gestärkt.
Emotional: Gelassenheit wird unterstützt, Stresssymptomen vorgebeugt und der Umgang mit Lampenfieber und allgemeiner Nervosität verbessert.
In viele unserer täglichen Bewegungen und Tätigkeiten schleichen sich schlechte (Bewegungs-)gewohnheiten ein: wir wenden zu viel Kraft auf, ziehen die Schultern hoch, spannen den Bauch an etc. Alles Überflüssige und Ungewollte führt mit der Zeit zu Bewegungseinschränkungen und Beschwerden.
Mit der Alexander-Technik lernen Sie, diese schlechten Gewohnheiten zu erkennen, zu stoppen und neue Bewegungs- und Handlungsabläufe zu entwickeln. Dies führt zu einer bewussten neuen Denkweise, mit deren Hilfe Sie die alten Gewohnheiten nach und nach durch neue Abläufe ersetzen.
Die Alexander-Technik erlernen
Alexander-Technik erlernen Sie durch eine Kombination von Unterricht und Selbststudium. Der Alexander-Technik Lehrer gibt dem Schüler im Unterricht wertvolle Impulse, durch die er seine Denk- und Bewegungsmuster entlarven und eigene Lösungswege für seine Probleme entwickeln kann. Durch alte Gewohnheiten blockiert, verläuft sich der Mensch leicht auf “Irrwegen”. Der AT-Lehrer hilft, das zu erkennen und den gewünschten Lösungsweg zu finden. Bestimmte Erfahrungen lassen sich zudem besser über die Hände des Lehrers kommunzieren, als sie durch Worte zu vermitteln wären. Der Schüler ist im Selbststudium gefragt, mit den erarbeiteten Lösungswegen zu experimentieren und sie zu gehen. Aus diesem Zusammenspiel ergeben sich stete und solide Fortschritte.
Wie die Alexander-Technik künstlerische Prozesse positiv beeinflusst
Viele Musiker*innen und Künstler*innen haben bisher von der Alexander-Technik profitiert und konnten in ihrem künstlerischen Leben wichtige Veränderungen erfahren.
Der Ursprung der Alexander-Technik
Frederick Matthias Alexander (1869 – 1955) hat die Alexander-Technik entwickelt, weil er als Schauspieler durch seine „falschen“ Angewohnheiten beim Rezitieren von Texten ständig heiser wurde und er seine berufliche Perspektive dadurch bedroht sah. Dabei hat er in einer langen und gründlichen Selbstbeobachtung experimentell eine Methode entwickelt, die ihm ein müheloses Rezitieren ermöglichte. Und sich darüberhinaus zur Verbesserung jeglicher Art von Bewegung, Tätigkeit und Handlung eignet. Die Funktionsweise seiner Methode hat er in verschiedenen Schriften niedergelegt, u. a.:
    Man’s Supreme Inheritance (Des Menschen höchstes Erbe), 1910
    Constructive Conscious Control of the Individual (Konstruktive bewusste Steuerung des Individuums), 1923
    The Use of the Self (Der Gebrauch des Selbst), 1932
    The Universal Constant in Living (Die universelle Konstante im Leben), 1940

Bodhietologie Körper Übungen
Körperliche Bewegung: Entdecken Sie den Jungbrunnen für Ihre Gesundheit
Liebe Leserin, lieber Leser, wussten Sie eigentlich, dass das Altern eigentlich schon mit etwa 30 Jahren beginnt?
Ab dann setzen in Ihrem Körper die ersten Abbauprozesse ein. Ganz allmählich verlieren Sie an Knochenmasse, Ihre Muskulatur bildet sich zurück und Ihr Körper wird langsam aber sicher ein bisschen unbeweglicher.
Grundsätzlich gilt: Sie sind dem Alterungsprozess keineswegs hilflos ausgeliefert. Die Gene bestimmen das Altern nur zu einem geringen Prozentsatz. Entscheidend ist Ihre ganz persönliche Lebensführung. Was auch im Alter nicht nachlässt, ist die Trainierbarkeit Ihres Körpers. Auch wenn Sie älter als 50, 60 oder auch 70 Jahre sind, führen Trainingsreize zum Erfolg. Durch gezielte Ausdauer- und Kraftübungen schaffen Sie es, Ihre Alterungsprozesse zu verlangsamen und Leistungsverluste hinauszuschieben.
Ihr bestes Anti-Aging-Programm lautet einfach: körperliche Bewegung!

Wer rastet, rostet
Ausdauertraining ist in jedem Alter ein guter Einstieg in aktive Bewegung, da die Belastungsintensität eher niedrig ist - dafür währt das Training ein wenig länger. Die positiven Auswirkungen des Ausdauertrainings auf Ihre Gesundheit sind enorm. Allein durch Gehen, Walking oder Laufen können Sie typischen Krankheiten vorbeugen, die mit zunehmendem Alter öfter auftreten.
Durch Bewegung bringen Sie nicht nur Ihren Stoffwechsel in Schwung, sondern tanken auch den kostenlosen Jungbrunnen Sauerstoff. Jede Ihrer Körperzellen ist auf die ständige Zufuhr von Sauerstoff angewiesen - besonders das Gehirn. Schon mit wenigen Schritten am Tag steigern Sie die Sauerstoffversorgung Ihres Körpers.

Entdecken Sie jetzt, wie Bewegung Ihren Geist erfrischt
Je älter Sie sind, desto wichtiger ist jetzt für Sie das „use it - or lose it“.
Entweder Sie nutzen Ihre Muskeln, Ihre Knochen, Ihren Körper - oder Sie verlieren vorzeitig das, was für Sie am wichtigsten ist: Ihre Vitalität und Ihre Gesundheit. Sport und Bewegung halten aber nicht nur Ihren Körper in Form, sondern stärken auch Ihre geistige Fitness.
• Sogenannte Glückshormone durchströmen Ihren Körper und sorgen für mehr Freude und entspannte Zufriedenheit.
• Ihre Selbstachtung steigt und verbessert Ihre Stimmungslage.
Eine positive Lebenseinstellung hält Sie bis ins hohe Alter jung.
• Ihr nächtlicher Schlaf wird tief und erholsam. Das fördert die Regeneration Ihres Körpers.
• Durch den Abbau von Stresshormonen werden Sie entspannt und gelassener.
• Sie können sich besser konzentrieren und erleben einen unerwarteten Ideenfluss.
• Verstimmungen und sogar Depressionen treten immer seltener auf.
• Ihr Körper erhält eine erfrischende Sauerstoffdusche. Das steigert nicht nur die Sauerstoffaufnahme in Ihren Körperzellen, sondern auch in Ihrem Gehirn.
• Ihr Liebesleben bekommt durch das neue Körpergefühl leicht wieder frischen Wind.

Warum Ausdauersport Ihre Gesundheit gleich mehrfach schützt
Und das ist einfach die wichtigste Maßnahme für ein langes und gesundes Leben.

Werden Sie körperlich aktiv, denn Ausdauersport
• beugt Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes mellitus Typ 2 vor,
• verbessert Ihre Blutfettwerte,
• senkt Ihren Blutdruck,
• stärkt Ihr Immunsystem gegen Infekte und Krebs,
• schützt Sie vor der Alzheimer-Krankheit,
• baut Ihre Stresshormone ab,
• reduziert nachhaltig Ihr Körpergewicht.

Wie sich Ihre Muskeln bei Ihnen bedanken
Auch mit wenig Bewegung stärken Sie Ihre Muskeln bereits. Sie werden überrascht sein, wie schnell Sie die Wirkung spüren und sogar sehen.
Jugendliches Aussehen: Eine starke Muskulatur unter Ihrer Haut hält Ihre Züge glatt und frisch. Die Haut bleibt länger straff und verleiht Ihnen ein jugendliches Aussehen. Sport stärkt aber nicht nur Ihre Muskulatur, sondern fördert auch die Durchblutung Ihrer Haut. So kann sie besser mit Nährstoffen versorgt werden und bleibt länger elastisch.
Straffe Figur: Mit jedem Gramm Muskelmasse, das Sie durch Bewegung aufbauen, verbrennt Ihr Körper mehr Energie. Das hält Ihre Figur in Form.
Kräftige Knochen: Starke Muskeln schützen Ihr Knochengerüst vor Fehlbelastungen, Gelenkbeschwerden und Rückenproblemen. Muskeln in Aktion fördern die Einlagerung des Mineralstoffs Calzium-Glukonat, der Ihre Knochen stärkt.
Herz: Ihr Herz wird kräftiger und bringt mehr Leistung. Ihr Ruhepuls sinkt durch Ausdauerbewegung. So kann sich Ihr Herz besser erholen und lebt länger.
Mein persönlicher Tipp: Bevor Sie jetzt loslaufen oder im Fitnesscenter aktiv werden, konsultieren Sie den Arzt Ihres Vertrauens. Er checkt Ihre Vitalwerte und Ihren derzeitigen körperlichen Zustand und kann Sie bei der Wahl Ihrer sportlichen Aktivitäten beraten. Gibt er Ihnen nach der Untersuchung grünes Licht, legen Sie los.
Stretching: So einfach pflegen Sie Ihre Muskulatur und beugen Schmerzen vor
Wenn Sie das Gefühl haben, im Laufe der Jahre immer steifer zu werden, ist es Zeit, sich um Ihre Muskeln zu kümmern. Wird Ihre Muskulatur zu wenig gefordert oder nur einseitig belastet, können sich Muskeln verkürzen, Sie spüren Verspannungen und Schmerzen. Zudem werden Sie in Ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt, die Gefahr von Verletzungen in Form von Überdehnungen, Zerrungen oder schlimmstenfalls Rissen von Muskulatur oder Sehnen steigt beträchtlich.

Warum Sie durch Stretching wieder beweglicher werden
Stretching gehört heute zum Trainingsprogramm eines jeden Sportlers - ganz egal, ob Sie Marathon laufen wollen oder nur Gelegenheitssportler sind.
Stretching ist einfach nur der aktuelle Begriff für statisches Dehnen: In stabiler Körperhaltung dehnen Sie einen Muskel oder eine Muskelgruppe langsam, bis Sie ein Spannungsgefühl verspüren. Durch dieses Dehnen werden nicht nur Ihre Muskeln geschmeidiger, sondern auch Ihre Gelenke beweglicher.
Allein durch regelmäßiges Stretching können Sie Muskelverhärtungen und Reizungen an Muskel- und Sehnenansätzen erfolgreich vorbeugen. Zudem profitiert Ihr ganzer Körper von diesem Training:
• Ihre Beweglichkeit verbessert sich deutlich.
• Wenn Sie beweglicher sind, beugen Sie Verletzungen und Stürzen vor.
• Dehnübungen sind eine optimale Ergänzung zu Ihrem Training, da sie die Regeneration Ihrer Muskeln und Sehnen fördern.

Richtiges Stretching ist viel leichter, als Sie denken
Das Stretching funktioniert am besten, wenn Ihre Muskulatur aufgewärmt ist.
Als Läufer dehnen Sie daher idealerweise nach dem Training. Stretching hat die Funktion, Ihre Muskelspannung nach Belastungsende wieder zu reduzieren sowie die Regeneration Ihrer Muskulatur und Sehnen zu fördern. Generell gilt, dass Sie bei Ausdauersportarten auf das Dehnen vor dem Training verzichten können. Bei der Vorbereitung auf Sportarten, die schnelle und schnellkräftige Leistungen von Ihrem Körper verlangen, und bei Wettkämpfen (z. B. Spielsportarten, Sprünge und Sprints) gehört das Dehnen in Ihr Aufwärmprogramm von etwa 30 bis 45 Minuten. Also: Erst wärmen Sie sich sanft auf, beispielsweise durch ein leichtes Jogging, und dann dehnen Sie Ihre Muskulatur, dann folgt das Aufwärmen in der jeweiligen Sportart, dann geht’s los.

Sieben Tipps für ein erfolgreiches Stretching
1. Führen Sie Stretchingübungen langsam und vorsichtig aus.
2. Dehnen Sie so lange, bis Sie ein Spannungsgefühl im zu dehnenden Muskel verspüren.
3. Halten Sie diese Stellung, bis das Spannungsgefühl leicht nachlässt (das dauert normalerweise 15 bis 20 Sekunden).
4. Gönnen Sie sich anschließend eine kleine Pause von 20 bis 30 Sekunden, und wiederholen Sie Ihre Übung noch ein- bis zweimal.
5. Dehnen Sie niemals so weit, dass Schmerzen auftreten.
6. Achten Sie darauf, keine heftigen ruckartigen Bewegungen auszuführen.
7. Atmen Sie während der Übungen normal ein und aus
(keine Pressatmung).

Eine persönliche Erfahrung am Rande
Wie so oft ist Vorbeugen besser als Heilen. Setzen Sie auf die angemessene Mischung von Belastung (Training und Wettkampf ) und Regeneration. Gehen Sie behutsam mit Ihrem Körper um, denn ein vernünftiger Trainingsaufbau ist für Sie der beste Schutz vor Überlastungsschäden jeder Art.

Entdecken Sie jetzt einfache 3-Minuten-Übungen mit Sofortwirkung
Ohne Schwitzen · Ohne Anstrengung · Ohne Übertreibung
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Die Treppenübung, mit der Sie Ihre wichtigste Sehne kräftigen!
Die Achillessehne ist die stärkste Sehne Ihres Körpers - sie ermöglicht es Ihnen beispielsweise auf Zehenspitzen zu gehen. Manchmal zwickt es ein wenig an Ihrer Ferse, oder bei Ihren ersten Schritten am Morgen meldet sich ein kurzer Fersenschmerz? Das könnten frühe Anzeichen für eine Achillessehnenreizung sein: Handeln Sie jetzt!

So erkennen Sie, dass Ihre Achillessehne gereizt ist
Bei einer Achillessehnen-Reizung verspüren Sie Schmerzen beim Anspannen und Dehnen Ihrer Wadenmuskeln oder im Fußgelenk nach längeren Belastungen. Dabei reagiert zunächst gar nicht Ihre Achillessehne auf die Fehlbelastung, sondern das Gleitgewebe, das Ihre Sehne umgibt: Es schwillt an, oft treten Rötungen und Überwärmung auf. Im weiteren Verlauf sind aber auch Reaktionen an Ihrer Sehne selbst nicht selten, die dann eine spindelförmige Verdickung (Auftreibung) aufweist. Als Folge verspüren Sie häufig Druck- und Belastungsschmerzen, die sehr hartnäckig sein können. Im Zentrum dieser Schwellung finden sich dann meist abgestorbene Sehnenfasern, sodass die Sehne sogar an ihrer dicksten Stelle ihren Schwachpunkt haben kann. Bei plötzlichen heftigen Bewegungen ist ein Riss Ihrer Sehne dann nicht auszuschließen.

Was können Sie für Ihre Achillessehne tun?
Hilfreich sind oft bereits einfache Behandlungen wie schmerz- und entzündungshemmende Medikamente, Salbenverbände und/oder das Kühlen mit Eis. Physiotherapeuten behandeln Ihre Beschwerden mit einer tiefen Querfriktionsmassage, Ultraschall und Eisanwendungen. Zeigen diese Maßnahmen keinen Erfolg, kann Ihr Arzt Spritzen setzen, die aber auch unerwünschte Nebenwirkungen wie eine Schwächung Ihrer Achillessehne mit sich bringen können. Falsche Behandlungen, wie die Injektion von Kortikoidpräparaten in die Sehne hinein, können sogar den Riss Ihrer Sehne nach sich ziehen.
Machen Sie täglich diese beiden Minuten-Dehnungen und „Die Treppenübung“. Sie stoppen sofort aufkommende Reizungen, immer größer werdende Schmerzen, langwierige Behandlungen und vermeiden sogar die unangenehme Operation eines gefährlichen Risses.

Dehnen der Wadenmuskulatur stärkt Ihre Achillessehne
1. Zwillingswadenmuskel
Um Ihren Zwillingswadenmuskel gezielt zu dehnen, stehen Sie in Schrittstellung. Ihre Hände drücken dabei, bei leichter Oberkörpervorlage, gegen eine Wand. Das hintere, gestreckte Bein wird gedehnt, wobei die Fußspitze nach vorne zeigt und die Ferse komplett auf dem Boden stehen bleibt. Sie können die Wirkung verstärken, indem Sie gleichzeitig Ihre Zehenspitzen leicht hochziehen.
2. Schollenmuskel
Diesen Muskel dehnen Sie ähnlich wie den Zwillingswadenmuskel. Das Bein des gedehnten Muskels ist dabei jedoch nicht gestreckt, sondern leicht gebeugt. Ihre beiden Fußspitzen zeigen bei der Übung nach vorne.

Die Treppenübung
Eine tägliche Übung, mit der Sie Ihre Achillessehne bereits stärken.
Schritt 1: Stellen Sie sich mit dem Vorfuß auf eine Treppenstufe. Drücken Sie sich jetzt so weit wie möglich nach oben und halten Sie diese Position etwa zwei Sekunden.
Schritt 2: Dann senken Sie den Fuß so weit wie möglich ab und halten die Position etwa zwei Sekunden. Anschließend drücken Sie sich wieder nach oben.
Mein Tipp: Heben und senken Sie jeden einzelnen Fuß etwa 15 Mal. Anfangs können Sie auch zweibeinig trainieren.

Die Sauerstoffdusche gegen Übergewicht und Stress!
Natürlich kennen Sie das Gefühl, unter Stress und Anspannung zu stehen.
Erste Anzeichen einer Stressbelastung können Schlafprobleme, Konzentrati- onsstörungen, Gereiztheit oder Motivationsprobleme sein. Ihr Körper braucht jetzt Entlastung, ansonsten besteht die Gefahr, dass sich Depressionen oder ein Burn-out-Syndrom (Gefühl völliger Erschöpfung) entwickeln.
Mit diesen Anzeichen signalisiert Ihnen Ihr Körper „Überforderung“:
• ständige Müdigkeit
• Kopfschmerzen
• Rückenbeschwerden
• Bluthochdruck
• Magenprobleme
• erhöhte Infektanfälligkeit
• Gewichtszunahme, vorzugsweise mit bauchbetontem Fettansatz
Ja, es ist tatsächlich so: Stress hormone fördern Übergewicht Stress bewirkt, dass das Hormon Cortisol in Ihrem Körper aktiver ist, als Ihnen lieb ist - und das hat direkte Auswirkungen auf die Entwicklung von Übergewicht: Cortisol hemmt appetithemmende Botenstoffe (z. B. Leptin), weckt Ihr Hungergefühl und fördert die Insulinausschüttung. Energie aus Ihrer Nahrung wird durch den hohen Insulinspiegel direkt verarbeitet und bei Bewegungsmangel in Ihre Fettdepots eingelagert. Die Fettpölsterchen wachsen dann besonders gerne an Ihrem Bauch, da hier die meisten Andock- stellen für Cortisol sitzen.

Eigentlich ist es ganz einfach: Mit Bewegung bauen Sie Stress ab
Jede Form von körperlicher Bewegung ist der natürlichste und wirksamste Weg, sich von Stresshormonen zu befreien. Planen Sie daher jede Woche drei Trainingseinheiten von etwa 60 Minuten fest in Ihren Terminkalender ein. Dazu brauchen Sie keine sportlichen Höchstleistungen zu erbringen. Bereits durch zügiges Spazierengehen, Wandern, Walken, Radfahren und/oder Schwimmen bauen Sie Stresshormone ab.
Mein Tipp: Ihre körperliche Aktivität muss Ihnen Spaß machen. Wenn Sie sich zum Joggen zwingen oder ins Fitnessstudio quälen, bauen Sie zusätzlichen Stress auf.

Die Kindheits-Übung, die Ihren Darm wieder fit macht - ohne Abführmittel!
Rund ein Viertel aller Deutschen hat Probleme mit dem Stuhlgang. „Zu selten“, „zu hart“ und „zu wenig“, so werden die Probleme meistens geschildert. Viele Menschen erwarten einfach, dass sich ihr Darm täglich zum Stuhlgang meldet.
Bei der Darmentleerung hat jeder Mensch seinen ganz persönlichen Rhythmus, der zwischen dreimal täglich und dreimal wöchentlich liegt. Unter einer Verstopfung leiden Sie erst, wenn bei Ihnen über einen längeren Zeitraum (etwa drei Monate) weniger als drei Darmentleerungen pro Woche erfolgen.

Die Wahrheit über die Wirkung von Abführmitteln
Darmträgheit wird bei vielen sofort mit Panik wahrgenommen. Häufig wird dann schnell zu Abführmitteln gegriffen, die das Problem sogar noch verstärken können.
Es kommen verschiedene Arten von Abführhilfen zum Einsatz:
Glaubersalz, Milchzucker, Extrakte aus Sennesblättern und Faulbaumrinde oder synthetische Produkte, die alle ganz unterschiedlich auf Ihren Darm wirken. Gemeinsam ist diesen Mitteln aber, dass sie zu einer massiven Darmentleerung führen. Anschließend dauert es eine Weile, bis sich Ihr Darm wieder mit Stuhl gefüllt hat. Erst dann kann sich der natürliche Entleerungsreiz wieder bei Ihnen melden. Oft wird diese Wartephase als erneute Verstopfung missverstanden und es erfolgt der erneute Griff zum Abführmittel.

Warum Abführmittel Darmträgheit fördern
Durch den Einsatz von Abführmitteln verliert Ihr Körper große Mengen an Flüssigkeit und Mineralstoffen. So können bei Ihnen Mangelerscheinungen auftreten, die Ihre Darmträgheit zusätzlich verstärken. Ihr Darm ist auf diese Mineralstoffe angewiesen, damit seine natürlichen Eigenbewegungen (Darmperistaltik) geregelt ablaufen können. Nur so kann der Nahrungsbrei durch Ihren gesamten Darm transportiert werden.
Fazit: Abführmittel sorgen nur für kurzfristige Linderung, machen Ihren Darm auf Dauer jedoch träge. Eine ganz einfache Selbstmassage im Liegen und eine Kindheits-Übung helfen Ihrem Darm schnell wieder auf die Sprünge - ohne Medikamente oder sonstige Abführhilfen.

Eine Dickdarm-Massage regt Ihren Darm an
Legen Sie sich auf den Boden, und stellen Sie Ihre Füße vor dem Gesäß auf.
Streichen Sie mit der flachen Hand im Uhrzeigersinn(!) über Ihre Bauchdecke.
Beginnen Sie rechts unten, und streichen Sie nach oben, über den Magen nach links und wieder hinunter. Eine Massage von zehn Minuten reicht pro Tag bereits aus. Und nicht vergessen: Auch Laufen ist direkte Darmmassage, denn dabei wird der Darmbein-Lenden-Muskel aktiviert.

Gymnastik aus der Kindheit: Mit dieser bewährten Übung helfen Sie Ihrem Darm endlich wieder auf die Sprünge
Jede Form von Bauchmuskelgymnastik wirkt wie eine sanfte Massage auf Ihren Darm. Der Wechsel zwischen Muskelanspannung und entspannung entkrampft den Darm und akti- viert Ihre Bauchmuskeltätigkeit. Eine ideale Übung ist beispielsweise das Radfahren im Liegen.

Das kleine Kniewunder - eine Übung, die Ihre Knieschmerzen vertreibt!
Schmerzen im Knie sind die häufigsten Beschwerden unter allen Fuß- und Beinleiden. Dabei können einfache Muskelverspannungen schon die Auslöser von Knieproblemen sein.
Einer der stärksten Muskeln in Ihrem Körper - der vierköpfige Oberschenkelmuskel (Musculus quadriceps femoris) auf Ihrer Oberschenkelvorderseite kann bei Ihnen Kniebeschwerden auslösen. Bei hoher Belastung (beispielsweise Fußballspielen, längeres Bergabgehen) neigt dieser Muskel zur Verkürzung - und das hat nachteilige Auswirkungen auf Ihre Kniescheibe: Erhöht sich der Anpressdruck auf Ihre Kniescheibe, können Schmerzen auftreten.
Wird das Leiden chronisch, können sich bei Ihnen sogar Gelenkveränderungen entwickeln, bis hin zu einem Gelenkverschleiß (femoropatellare Arthrose) an den Gleitlagern der Kniescheibe. Es gibt es aber auch eine gute Nachricht für Sie: Durch regelmäßiges Stretching beugen Sie den Problemen bereits vor!
Entdecken Sie hier eine einfache Übung, die Ihre Muskelspannung vermindert und Ihr Gelenk zwischen Kniescheibe und Oberschenkel entlastet.

Eine persönliche Erfahrung am Rande
Wie so oft ist vorbeugen besser als heilen. Vor Sportarten, die schnelle und maximalkräftige Leistungen von Ihrem Körper verlangen (z. B. Sprünge, Sprints und Spielsportarten), gehört das Dehnen in Ihr Aufwärmprogramm von etwa 30 bis 45 Minuten. Also: Erst wärmen Sie sich auf, dann dehnen Sie Ihre
Muskulatur und halten sich bis zum Start mit einem leichten Laufprogramm warm. Bei Ausdauersportarten, die Sie ja nicht mit maximaler Intensität beginnen, können Sie auf das Stretching vor dem Training getrost verzichten. Nach dem Sport gehört das Dehnen für Sie als Sportler zum absoluten Standardprogramm. Es fördert Ihre Regeneration und kann Verletzungen vorbeugen.
Gehen Sie behutsam mit Ihrem Körper um, denn ein vernünftiger Trainingsaufbau ist der beste Schutz vor Überlastungsschäden jeglicher Art.

So entlasten Sie Ihr Knie
Dehnen Sie öfter mal Ihren Kniestreckmuskel: den „Vierköpfigen“. Diese einfache Dehnübung kann Ihnen extrem schnell helfen und Ihre Schmerzen vertreiben - vorausgesetzt, Sie machen die Übung so, wie ich sie hier beschreibe.
1. Im Einbeinstand geht es los
Stellen Sie sich auf ein Bein (Abstützen mit der freien Hand sinnvoll). Strecken Sie anschließend zunächst Ihr Hüftgelenk:
Bewegen Sie Ihr Spielbein nach hinten bzw. schieben Sie Ihr Becken nach vorn. Dann beugen Sie das Knie Ihres Spielbeins und ziehen Ihre Ferse mit der freien Hand langsam Richtung Gesäß. Führen Sie das Kniegelenk dabei eng: Achten Sie darauf, dass Sie das Spielbein nicht abspreizen! Ihr Standbein können Sie bei der Übung leicht beugen.
2. Dehnen Sie so oft wie möglich
Führen Sie die Übung bei akuten Kniescheiben- beschwerden täglich mehrmals durch.
Nehmen Sie sich für jede Dehnung etwa 15 bis 20 Sekunden Zeit.

Zehenzange, die Ihre Fersenschmerzen lindert!
Wenn jeder Schritt schmerzt, als würden Sie in einen Nagel treten, kann die Ursache dafür ein Fersensporn sein. Der Fersensporn ist ein dornenförmiger, knöcherner Fortsatz, der sich an Ihrem Fersenknochen - dem Fersenbein - bildet.

Warum entwickelt sich ein Fersensporn?
Wird der Fuß übermäßig oder falsch belastet, versucht Ihr Körper gegenzusteuern: Er lagert Kalk an den betroffenen Sehnenansätzen ein, um für mehr Stabilität zu sorgen. Hält die Fehlbelastung weiter an, kann sich das Gewebe um den Knochenauswuchs herum entzünden und Schmerzen bereiten.
Auslöser Ihrer Beschwerden ist also weniger der zusätzliche Knochendorn, sondern vielmehr eine anhaltende Überbelastung des Fußes.

Was gegen die Beschwerden hilft
Eine wirklich gezielte Behandlung setzt an den Ursachen Ihrer Probleme an. Legen Sie dazu Trainingspausen ein, oder weichen Sie auf Sportarten wie Radfahren und Schwimmen aus, die Ihre Füße nicht belasten. Unterstützen können Sie die Entlastung durch orthopädische Hilfsmittel. Gepolsterte Fersenkissen verringern den Druck auf Ihre Ferse und vermindern so die Schmerzen beim Gehen. Das Gewebe um Ihren Fersensporn kann abschwellen und die Entzündung allmählich abklingen lassen. Einlagen, die individuell Ihrem Fuß angepasst werden, haben sich zur längerfristigen Behandlung bewährt. Sie unterstützen Ihren Fuß gezielt und verringern die Belastung im Bereich des Fersensporns durch Schaumgummi-Unterfütterung oder Hohllegung - eine Art Aussparung in der Einlagenbettung. Allerdings wirken sie nur, wenn auch tatsächlich Fußfehlstellungen vorliegen.

Das können Sie aktiv gegen Ihre Fersenschmerzen tun
• Vermeiden Sie zu langes bewegungsloses Stehen. Falls unvermeidbar, zwischendurch ein paar Schritte gehen sowie Dehnübungen zur Stärkung der Fuß- und Wadenmuskulatur durchführen.
• Laufen Sie lieber häufig kurze Strecken als selten lange.
• Kühlen Sie Fersenbein und Sehne zur Schmerzlinderung mit kaltem Wasser oder Eis.
• Massieren Sie Ihre Fußsohlen - zum Beispiel mit Hilfe eines Igelball jeden Abend.
• Erlernen Sie spezielle Übungen bei einem Physiotherapeuten, mit denen Sie die Muskeln und Sehnen an der Fußsohle kräftigen und dehnen.

Mit diesen einfachen Übungen können Sie Ihre Schmerzen lindern
Hier sind zwei einfache Minuten-Übungen im Sitzen - „Handtuchziehen“ und „Zehenzange“ –, die Ihnen bei Fersenschmerzen helfen können, wenn Sie sie zwei- bis dreimal am Tag praktizieren.

Handtuchziehen zur Wadendehnung
1. Grundstellung: Sie sitzen mit gestreckten Beinen auf einem Stuhl.
2. Wickeln Sie jetzt ein Handtuch um Ihren Vorfuß, und ziehen Sie es vorsichtig in Richtung Körper.
3. Halten Sie die Position etwa 30 Sekunden lang, bis Sie die Dehnung in der Wade deutlich spüren. Dann machen Sie eine kurze Pause und wiederholen die Übung zwei- bis dreimal.

Die Zehenzange
1. Sie sitzen auf einem Stuhl oder auf dem Boden.
2. Legen Sie ein Handtuch vor Ihre Füße auf denBoden.
3. Versuchen Sie nun, das Tuch mit den Zehen zugreifen, es aufzuheben und wieder fallen zu lassen.

Das Muskelkrämpfe-SOS-Programm
Gezielte Schmerzlinderung!
Kaum ein Sportler kennt das nicht: Plötzlich verkrampft ein Muskel und löst dabei qualvolle Schmerzen aus. Ihr betroffener Muskel ist dann hart und lässt sich kaum noch bewegen. Besonders häufig sind Krämpfe in den Waden, Oberschenkeln, Füßen oder Händen.
Typische Ursachen von Muskelkrämpfen
Muskelkrämpfe sind oft ein Anzeichen für Überlastung: Ein zu intensives Sporttraining kann zu einer übermäßigen Aktivität und zur Irritation der Nervenbahnen führen, worauf der überforderte Muskel mit Krämpfen reagiert.
Bei hohen Außentemperaturen oder wenn Sie beim Sport stark schwitzen,
sind solche Muskelkrämpfe häufig die Folge eines Mangels an Natrium
(Kochsalz) oder Magnesium-Carbonat. Treten Ihre Muskelkrämpfe im Ruhezustand auf,
also ohne körperliche Aktivität, kann ein Mangel an dem Mineralstoff Calzium-Glukonat die Ursache sein. Leiden Sie unter Wadenkrämpfen in der Nacht, ist meistens ein Magnesium-Carbonatmangel der Auslöser.

Wie Sie einen Elektrolyt-Mangel ausgleichen
Gerade bei feuchtwarmer Witterung kann Sport zu enormen Salzverlusten führen. Hierbei handelt es sich vor allem um Kochsalz (NaCl, Natriumchlorid).
Ich rate Ihnen bei solchen Belastungen zu einem natriumreichen Getränk.
Bei akuten Krämpfen werten Sie Ihre dünne Apfelsaftschorle mit einem Viertel Teelöffel Kochsalz pro Becher (200 ml) auf. Achten Sie als Sportler generell auf eine ausreichende Magnesium-Carbonatversorgung.

Ihre Magnesium-Carbonatversorgung
• Bevorzugen Sie Getreideprodukte aus Vollkorn.
• Wählen Sie öfters eine grüne Gemüseart wie Spinat, Salat, Grünkohl, Brokkoli oder Erbsen.
• Planen Sie regelmäßig Hülsenfrüchte in Ihren Speiseplan ein.
• Trinken Sie Magnesium-Carbonatreiche Mineralwässer mit mindestens 100 mg Magnesium-Carbonat pro Liter.
• Meiden Sie Alkohol, da er die Magnesium-Carbonatausscheidung fördert.

Erste Hilfe bei Muskelkrämpfen
Für jede Art von Muskelkrampf gibt es Übungen, durch die Sie die betroffenen Muskeln wieder entspannen können.

Muskelkrämpfe an der Vorderseite des Oberschenkels
Stellen Sie sich hin, oder legen Sie sich auf die Seite. Das Hüftgelenk der betroffenen Seite ist gestreckt. Umfassen Sie dann Ihr Sprunggelenk mit einer Hand, und ziehen Sie Ihr Bein von hinten in Richtig Po an sich heran. Anschließend das Bein nach vorne ausstrecken und die Übung wiederholen.

Muskelkrämpfe an der Rückseite der Oberschenkel
Greifen Sie mit einer Hand nach den Zehen oder der Wade des von Muskelkrämpfen betroffenen Beins, und strecken Sie Ihr Bein durch. Mit der anderen Hand drücken Sie ganz leicht auf das Knie dieses Beines. Wenn der Rücken dabei gerade bleibt, ist die Übung noch effektiver.

Wadenkrampf
Gegen nächtliche Wadenkrämpfe oder Wadenkrämpfe beim Sport hilft es, wenn Sie sich mit den Händen an einer Wand abstützen und in Schrittstellung jeweils eine Wade kräftig dehnen.

Muskelkrämpfe in den Zehen
Ziehen Sie Ihre Zehen kräftig zu sich hin (Richtung Fußrücken). Anschließend massieren Sie sie alle nacheinander und gehen eine Weile umher, um die Durchblutung anzuregen.

Krampf im Unterarm
Legen Sie Ihre beiden Handflächen aneinander, und drehen Sie Ihre Hände so, dass die Fingerspitzen zu Ihrer Brust zeigen. Dann drehen Sie die Hände wieder zurück und strecken die Arme weit von sich. Mehrere Male wiederholen.

Muskelkrampf im Oberarm
Ballen Sie Ihre Hände zu Fäusten, und legen Sie Ihre Handballen zusammen.
Drücken Sie Ihre Fäuste vor der Brust fest gegeneinander. Jetzt bewegen Sie Ihre zusammengedrückten Handballen mehrmals von der Brust weg und wieder zu ihr hin. Zwischendurch strecken Sie Ihre Arme weit aus.
Das Nackenschmerzen-Trio: Drei Übungen für entspannte Hals-Nacken-Muskeln!
Falsches Sitzen am Arbeitsplatz, ungünstiges Liegen im Bett, Zugluft bei Klimaanlagen, Muskelzerrungen aufgrund ruckartiger Bewegungen oder Verschleißerscheinungen können zu ziehenden und/oder bohrenden Nackenschmerzen führen.

➦ Entdecken Sie typische Ursachen für Nackenprobleme
Ihre Wirbelsäule ist im Bereich von Nacken und Hals extrem beweglich, sodass Ihre Muskulatur hier stark gefordert wird und schnell verspannt.
Häufige Auslöser sind:
• falsches Sitzen am Arbeitsplatz, mit vorgeneigtem Kopf, rundem Rücken und hochgezogenen Schultern,
• ungünstiges Liegen im Bett, wenn das Kopfkissen den Nackenbereich nicht unterstützt und zu weich oder zu hart ist,
• Zugluft durch Klimaanlagen (im Büro, Flugzeug), Autofahren mit offenem Fenster oder auch längeres Herumsitzen in nasser Kleidung nach dem Sport,
• Muskelzerrungen aufgrund einer heftigen, ruckartigen Bewegung wie das Heben eines Zementsacks,
• Verschleißerscheinungen im Bereich der Halswirbelsäule.

Sieben praktische Tipps für entspannte Hals-Nacken-Muskeln
Tipp 1: Wärmeanwendungen können hilfreich sein: Rotlicht, durchblutungsfördernde Salben oder Wärme-Pflaster (Vorsicht bei empfindlicher Haut!).
Tipp 2: Meiden Sie Zugluft und Feuchtigkeit, und tragen Sie gegebenenfalls ein Halstuch oder einen Schal.
Tipp 3: Vermeiden Sie Überlastungen durch langes Sitzen, aber auch übertriebene Schonung wie etwa Bettruhe. Legen Sie stündlich eine Bewegungspause ein!
Tipp 4: Verwenden Sie eine Nackenrolle zur Entlastung im Bett oder auf dem Sofa.
Tipp 5: Suchen Sie einen Physiotherapeuten auf, mit dem Sie Ihre Körperhaltung korrigieren sowie Übungen zur Stärkung der Rumpf- und Nackenmuskulatur erlernen.
Tipp 6: Stressbelastungen können Nackenverspannungen fördern. Versuchen Sie, Stress zeitnah abzubauen, indem Sie ein paar Schritte gehen oder sich regelmäßig mehrfach in der Woche bewegen.
Tipp 7: Unterbrechen Sie langes Sitzen im Büro: Telefonieren Sie beispielsweise nur im Stehen.

Vertreiben Sie Ihre Nackenschmerzen mit diesen drei einfachen Übungen
Übung 1: Seitliche Nackenmuskulatur dehnen
• Legen Sie Ihre linke Hand auf die rechte Kopfseite(oberhalb des Ohres).
• Ziehen Sie den Kopf jetzt sanft zu Ihrer linken Schulter, bis Sie eine Spannung im rechten Nackenmuskel verspüren.
• Drei Sekunden halten und fünfmal wiederholen.
Übung 2: Hintere Nackenmuskulatur dehnen
• Verschränken Sie Ihre Hände hinter dem Kopf.
• Ziehen Sie Ihre Ellbogen weit auseinander.
• Ziehen Sie Ihr Kinn sanft zum Brustbein.
• Zehn Sekunden halten und dreimal wiederholen.
Übung 3: Halswirbelsäule entspannen
• Setzen Sie sich aufrecht hin, und kreuzen Sie Ihre Arme vor der Brust.
• Drehen Sie Ihren Oberkörper so weit wie möglich nach rechts, und nehmen Sie den Kopf mit.
• 10 bis 20 Sekunden halten, dabei weiteratmen.
• Jede Seite im Wechsel vier-sechs mal dehnen.

Zitat
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