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🧊 Lebensmittel, die du besser nicht einfrieren solltest
Einfrieren ist eine praktische Methode, um Lebensmittel haltbar zu machen. Aber nicht allen Nahrungsmitteln bekommt das Tiefkühlen. Salat, Frischkäse und Co.:
Tiefkühlkost muss nicht aus dem Supermarkt stammen: Frisches Gemüse und Obst, Brot und fertig gekochte Gerichte kannst du auch selbst portionieren und im Gefrierfach eine relativ lange Zeit lagern. Um zu vermeiden, dass dabei Energie verschwendet wird und Essen unnötigerweise im Müll landet, solltest du allerdings beachten: Es gibt ein paar Lebensmittel, die sich zum Einfrieren nicht wirklich gut eignen – zum Beispiel Salat, Milchprodukte oder Melone. Kennst du schon alle acht Produkte?
🥬 1. Salat niemals einfrieren
Salate wie Kopfsalat werden durch das Einfrieren und wieder Auftauen matschig.
Salate wie zum Beispiel Kopfsalat, Eichblatt oder Eisberg werden aufgrund ihres hohen Wassergehalts durchs Einfrieren matschig und sind nach dem Auftauen nicht mehr roh genießbar. Dasselbe passiert mit Blattspinat – nur dass es da nichts ausmacht, weil wir ihn sowieso kochen. Salat solltest du deshalb nicht einfrieren, sondern besser frisch verzehren. Auch welken Salat bekommst du durch Einlegen in Wasser recht einfach wieder knackig.
🥔 2. Kartoffeln schmecken gefroren nicht mehr
Neben Salat gibt es noch weitere Gemüse, die man lieber nicht einfrieren sollte – zum Beispiel Kartoffeln. Sie verlieren nach dem Auftauen ihre Konsistenz und werden matschig. Zudem ändert sich ihr Geschmack, die Kartoffeln schmecken nach dem Auftauen ungewohnt süßlich. Verarbeitete Kartoffelgerichte wie Kroketten oder Pommes dagegen kann man problemlos einfrieren.
Kartoffeln enthalten komplexe Kohlenhydrate
Kartoffeln: besser kühl, dunkel und trocken lagern als einfrieren. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay.de)
Übrigens: Rohe Kartoffeln halten sich bei richtiger Lagerung auch ganz ohne Gefrierfach viele Monate lang. Mehr Tipps: Kartoffeln lagern: So geht’s richtig:
🥔 Kartoffeln lagern
Kartoffeln richtig zu lagern, ist gar nicht schwer. Wichtig ist vor allem, dass du sie vor Licht zu schützt. Sonst fangen sie schnell an zu keimen oder bekommen grüne Stellen. Hier erfährst du, worauf du noch achten solltest.
Kartoffeln beginnen bei Wärme und Licht schnell zu keimen. Die giftigen Keime kann man nicht essen und sie entziehen der Kartoffel wichtige Nährstoffe. Deshalb schrumpft sie und verliert an Geschmack und Festigkeit. Gekeimte Kartoffeln können eine hohe Konzentration von giftigen Glykoalkaloiden aufweisen. Dieser Stoff ist ebenfalls in grünen Kartoffeln enthalten und macht sie unverträglich. Dass die Kartoffeln keimen und grün werden, kannst du durch die richtige Lagerung vermeiden oder zumindest hinauszögern.
Außerdem können Kartoffeln leicht schimmeln – bereits eine betroffene Knolle kann die Fäulnis auf viele andere Kartoffeln übertragen und unter Umständen die ganze Ernte unbrauchbar machen.
Mit ein bisschen Erfahrung kannst du Kartoffeln sogar viele Monate lagern, bis zur nächsten Saison. Das ist praktisch, denn so kannst du heimische Kartoffeln ohne lange Transportwege auf Vorrat kaufen. Die Spätkartoffeln sind im September und Oktober reif, die Frühkartoffeln bereits ab Juni.
🥔 Tipps zur richtigen Lagerung von Kartoffeln
Kartoffeln kannst du gut im Leinbeutel lagern.
    🥔 Wähle einen dunklen Ort zur Aufbewahrung: zum Beispiel deine Speisekammer, den Keller oder einen Schuppen im Garten. Wer all das nicht zur Verfügung hat, kann die Kartoffeln auch in einem Leinenbeutel (zum Beispiel von** Avocadostore) in der Küche aufbewahren und sie so vor Licht schützen.
    🥔 Achte auf niedrige Temperaturen, denn ab etwa 10° C beginnen die Kartoffeln zu keimen. Gleichzeitig darf es nicht kälter als 4° C werden, denn sonst wandelt sich die Stärke in den Knollen in Zucker um, worunter der Geschmack leidet. Ideal, um Kartoffeln zu lagern, sind 4° C bis 8° C.
    🥔 Schütze die Kartoffeln vor Frost (zum Beispiel bei der Lagerung im Garten oder in kalten Kellern) und lege sie auf keinen Fall ins Tiefkühlfach.
    🥔 Lagere sie trocken und luftig, damit die Kartoffeln nicht schimmeln oder faulen. Zur Aufbewahrung eignet sich etwa ein Leinensack oder eine Holzkiste, in der die Kartoffeln lose aufeinander geschichtet werden. Plastikbeutel sind ungeeignet zur Lagerung von Kartoffeln. Wenn du genügend Platz im Garten hast, kannst du dir auch einen Kartoffelturm bauen.
    🥔 Sieh von Zeit zu Zeit nach deinen Kartoffeln: Haben sich doch vereinzelt kleine Triebe gebildet, müssen die betroffenen Knollen möglichst schnell gegessen werden. Faulige Kartoffeln müssen sofort entfernt und im Biomüll entsorgt werden. Durch regelmäßiges Umschichten sorgst du außerdem für ausreichend Belüftung.
    🥔 Lagere die Kartoffeln getrennt von Obst, insbesondere von Äpfeln. Das Reifungsgas Ethylen, das viele Früchte abgeben, lässt die Kartoffeln sonst schnell verderben.
    🥔 Für die langfristige Lagerung über mehrere Monate eignen sich nur unbeschadete Kartoffeln mit intakter Schale und ohne Druck- oder Keimstellen. Leicht beschädigte Kartoffeln sollten schnell gegessen werden. Wenn die Kartoffeln etwa gut verteilt auf Lattenrosten lagern, halten sie sich monatelang.
🧀 3. Frischkäse einfrieren? Keine gute Idee
Nicht alle Käsesorten eignen sich zum Einfrieren: Frischkäse flockt nach dem Auftauen leicht aus und Weichkäse wird matschig.
Hartkäse kann man zwar ohne Probleme im Gefrierfach lagern und wieder auftauen – praktisch zum Beispiel, wenn beim Raclette zu viel übrig geblieben ist. Allerdings verliert der Käse an Geschmack und wird manchmal auch etwas bröckelig, deshalb eignet er sich nach dem Auftauen nur noch zum Kochen oder Überbacken. Wenn du Käse dennoch einfrieren möchtest, erfährst du hier, wie es funktioniert.
Kennst du schon veganen Käse? Du kannst veganen Frischkäse auch selber machen, genauso wie Parmesan oder veganen Mozzarella.
🧊 4. Nichts fürs Gefrierfach: 🍉 Wasserreiches Obst und 🍅 Gemüse
Obst und Gemüse mit einem hohen Wassergehalt, zum Beispiel Tomaten, Gurken, Rettich, Salat, Trauben, Melonen, viele Beeren und Südfrüchte friert man besser nicht ein: Nach dem Auftauen bekommen sie meist eine matschige Konsistenz.
🥚5. 🍳 Eier können im Gefrierfach platzen
Eier sollte man nie roh einfrieren: Im Gefrierfach kann die Schale platzen. Bereits gekochte Eier werden gummiartig. Lediglich aufgeschlagene Eier kann man bei Bedarf einige Wochen lang tiefkühlen, um sie hinterher zum Backen oder Kochen zu verwenden.
🧊 6. Milchprodukte flocken aus
Viele Milchprodukte, vor allem solche mit hohem Fettgehalt wie etwa Vollmilch, Sahne, Sauerrahm, Joghurt oder Quark flocken beim Auftauen aus und bekommen eine grießige Konsistenz. Deshalb eignen sich auch Frisch- und Weichkäse nicht zum Einfrieren.
nicht einfrieren: fetthaltige Milchprodukte wie Sahne, Sauerrahm, Joghurt
🧊 7. 🧄 Knoblauch (🧅Zwiebeln)
Knoblauch kann man theoretisch einfrieren – meist verliert er dadurch aber stark an Geschmack und Aroma.
Knoblauch enthält viele gesunde Inhaltsstoffe
Frischer Knoblauch ist gesund und lecker, aber nicht für das Gefrierfach geeignet. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay.de)
Übrigens: Zuhause kannst du Knoblauch auch selbst anpflanzen.
🧊 8. Gelatine wird flüssig
Gelatinehaltige Speisen wie zum Beispiel Pudding, Torten und andere Süßspeisen einzufrieren, ist meist keine gute Idee: Die Bindung geht beim Auftauen verloren und die Creme wird flüssig. https://de.wikipedia.org/wiki/Gelatine

🥖 Brot einfrieren
Zu viel Brot einkauft oder du möchtest einen kleinen Vorrat anlegen? Dann kannst du das Brot auch einfrieren. Wie das auch ohne Plastik funktioniert, erfährst du in unseren praktischen Tipps.
🧷 Der richtige Behälter zum Einfrieren
Um Brot aufzubewahren sind Behälter aus Kunststoff nicht zu empfehlen. Plastikdosen enthalten im schlimmsten Fall gesundheitsschädliche Weichmacher und sind nur schwer umweltgerecht zu entsorgen. Stattdessen ist es besser, wenn du Brot und andere Lebensmittel in Behältnissen aus Glas oder Edelstahl einfrierst.
Geschnittenes Brot kannst du darin problemlos für einige Wochen einfrieren und dir dann immer nur so viele Scheiben herausnehmen, wie du gerade brauchst. Je frischer das Brot beim Einfrieren ist, desto länger hält es sich im Gefrierfach. Allerdings verliert es auch hier mit der Zeit an Frische und Geschmack, weshalb du Backwaren grundsätzlich nicht länger als einen oder zwei Monate einfrieren solltest.
Brot einfrieren im Stoffbeutel
In einem herkömmlichen Beutel aus Baumwolle; Hanf oder Leinen kannst du dein Brot problemlos einfrieren.
Neben Plastikdosen lassen sich in vielen Haushalten auch immer noch Gefrierbeutel aus Kunststoff finden. Zwar kannst du sie mehrfach verwenden, doch landen auch sie früher oder später im Müll. Eine gute Alternative dazu sind beispielsweise einfache Stoffbeutel. Darin kannst du das Brot im ganzen Laib oder in Scheiben einfrieren. Ein Beutel aus Baumwolle eignet sich auch gut, um überschüssige Flüssigkeit aufzunehmen, wenn du das Brot darin auftauen lässt.
Tipp: Frierst du dein Brot nur für wenige Tage ein, zum Beispiel übers Wochenende, kannst du es dafür sogar direkt in der Papiertüte lassen. Gut eingewickelt lässt sich das Brot auch darin problemlos einfrieren. Nur zum Auftauen solltest du es aus der Papiertüte herausnehmen.

🧷 Besser als Hamstern: Sinnvoll Vorräte anlegen
Im Moment legen viele Menschen Vorräte an – doch wie geht man dabei am besten vor ohne zuhamstern? Wir zeigen…
🥖 Nach dem Einfrieren – das Brot richtig auftauen
Dein Brot kannst du im Ganzen einfrieren oder geschnitten in kleinen Portionen
    Gib dem gefrorenen Brot etwas Zeit zum Auftauen. Dafür genügen in der Regel eine bis drei Stunden bei Zimmertemperatur.
    Abgedeckt im Baumwollbeutel oder unter einem sauberen Tuch kannst du dein Brot auch über Nacht auftauen lassen.
    Taust du das Brot im Backofen auf, dann solltest du es nicht zu lange erwärmen. Dadurch kann es hart und trocken werden. Allerdings ist es möglich, das aufgetaute Brot noch einmal kurz im Backofen aufzubacken. Dann schmeckt es auch nach der Zeit im Gefrierfach wieder frisch.
    Wenn du dein Brot in Scheiben eingefroren hast, kannst du es auch im Toaster auftauen. Toaste einfach die gefrorene Scheibe ein paar Sekunden länger als frisches Brot.

🧼 Foodwaste: So viele Lebensmittel landen jedes Jahr im Müll
Vom Feld oder Teller direkt in die Tonne: Foodwaste ist ein großes Problem. Um die Verschwendung endlich einzudämmen, müssen wir verschiedene Stellschrauben im Blick haben – und auch selbst unser Verhalten ändern.
Wir leben im Überfluss. Wir essen, was wir wollen und wann wir wollen. Die Regale in den Supermärkten sind immer voll, fast alle Lebensmittel sind jederzeit und überall zu bekommen. Was verdirbt, abgelaufen ist oder übrig bleibt, landet im Müll – im Schnitt sind das laut Statistischem Bundesamt satte 78 kg Lebensmittel pro Person im Jahr. Eine Berechnung der Universität Stuttgart kommt sogar auf 85,2 kg. Etwa die Hälfte davon wäre vermeidbar.
🧷 Was ist Foodwaste genau?
Unter Foodwaste versteht mal alle Lebensmittel, die weggeworfen werden oder auf dem Weg vom Feld, bei der Verarbeitung oder im Handel aussortiert werden. Das können Essensreste, krummes Gemüse oder Nebenprodukte zum Beispiel bei der Fleischverarbeitung sein.
Foodwaste ist ein ökologisches, ökonomisches und ethisches Problem, gegen das wir schleunigst etwas unternehmen sollten. Und zwar wir alle, die wir scheinbar verlernt haben, dass Nahrungsmittel eine der wichtigsten und wertvollsten Ressourcen unseres Lebens sind.
Problem Foodwaste: Millionen Tonnen Nahrungsmittel für die Tonne
Hochgerechnet auf Deutschland entstehen nach Schätzungen des WWF (2018) durch Foodwaste bis zu 18 Millionen Tonnen weggeworfener Lebensmittel im Jahr. Der Verlust fällt entlang der gesamten Wertschöpfungskette an, von der Produktion bis zu den Endverbraucher:innen.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) rechnet aktuell mit jährlich 11 Millionen Tonnen Lebensmittelabfällen. Die Deutsche Umwelthilfe geht davon aus, dass diese Berechnung zu gering ausfällt und wir im Jahr mehr Millionen Tonnen an Lebensmitteln verschwenden.
Auch wenn die Zahlen nicht einheitlich sind, zeigen sie, dass sich in den letzten Jahren kaum etwas geändert hat. Noch immer landen viel zu viele genießbare Nahrungsmittel im Abfall. Das Ausmaß des Foodwaste ist uns oft gar nicht richtig bewusst:  Das Problem als solches sogar überhaupt nicht.
Foodwaste: Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung zeigt, welche Bereiche wie viele Lebensmittel kannten die Menschen noch nicht!
Dabei sind wir für den größten Teil der Lebensmittelverschwendung direkt verantwortlich, indirekt auch für die Lebensmittelabfälle in der Gastronomie und im Einzelhandel: Laut BMEL werden je rund 25 Prozent von Industrie und Handel verursacht, fast 60 Prozent von privaten Haushalten. Restaurants, Kantinen, Imbisse und Co. sind für rund 17 Prozent der weggeworfenen Lebensmittel verantwortlich.
🧷 Mehr als die Hälfte ist vermeidbarer Foodwaste
Natürlich musst du auch in Zukunft keine Schalen von Bananen oder Eiern essen, nur damit weniger Nahrungsmittel im Müll landen. Solche Abfälle sind unvermeidbar, weil sie nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sind.
Aber der Apfel, der am Baum (oder in deiner Obstschale) verfault, die Gurke, die als „zu klein“ aussortiert wird, das Brot, das schimmelt oder hart wird, weil du zu viel gekauft hast und der Joghurt, den jemand wegwirft, nur weil er abgelaufen ist – obwohl er längst noch genießbar wäre: Das alles ist vermeidbarer Foodwaste und macht mit den größten Teil der Lebensmittelverluste aus.
🧷 Ursachen für den Foodwaste
Die Hauptursache für unseren viel zu verschwenderischen Umgang mit Lebensmitteln ist wohl, dass wir es uns „leisten“ können. Nahrungsmittel sind im Vergleich immer noch zu billig, denn sie machen nur knapp ein Sechstel unserer Ausgaben aus. Entsprechend leichtfertig wird Essen eingekauft und weggeworfen, wenn es doch nicht verzehrt wird.
Gleichzeitig können wir als Konsument:innen auch hohe ästhetische und qualitative Ansprüche an die Ware stellen, die wir kaufen wollen. Was bei Obst und Gemüse zu groß, zu klein, zu krumm oder nicht makellos ist, wird im besten Fall zu Säften oder Salaten verarbeitet, im schlechtesten Fall gelangt es direkt vom Feld in den Müll. Zugleich erwarten wir Verbraucher:innen durch den vorhandenen Überfluss an Nahrung auch noch zehn Minuten vor Ladenschluss volle Regale, eine große Auswahl und möglichst frische Speisen oder Backwaren. Das erzwingt eine Überproduktion, die logischerweise Lebensmittelverluste verursacht.
Was nicht verkauft werden kann, kommt häufig in die Mülltonne, dessen sollten wir uns bewusst sein. Das gilt übrigens nicht nur für die Supermärkte und Discounter, sondern auch für die Gastronomie und entlang der gesamten Lieferkette.
🧷 Was tut die Politik gegen Foodwaste?
Können wir die Forderungen der Vereinten Nationen, Foodwaste bis 2030 auf die Hälfte zu reduzieren, überhaupt erfüllen?
Nun, einerseits ist die Politik in der Pflicht, geeignete Maßnahmen zu treffen, um den Foodwaste entlang der Wertschöpfungskette einzudämmen. Einige Länder in Europa gehen bereits mit einem Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung in Supermärkten vor:
    Die tschechische Regierung hat den Handel gesetzlich verpflichtet, unverkäufliche Artikel nach Ladenschluss an Tafeln oder andere soziale Einrichtungen zu spenden.
    In Frankreich ist die Regelung noch strenger, schon 2013 trat dort ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung in Kraft: Händler müssen alle nicht verkauften und unverkäuflichen Lebensmittel entweder für wohltätige Zwecke hergeben – oder als Kompost bzw. Tierfutter der Landwirtschaft zur Verfügung stellen.
    In Italien dagegen gibt es einen anderen Kurs: Statt Sanktionen zu verhängen, schafft man dort positive Anreize wie Steuererleichterungen.
Nach einem dieser Vorbilder könnte auch in Deutschland ein Gesetz auf den Weg gebracht werden. Doch die Bundesregierung setzt derzeit auf eine „Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung“. Dabei sollen die größten Reduzierungspotenziale identifiziert und geeignete Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt werden. Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft sollen sich hier einzubringen, etwa in Dialogforen.
Die Vernetzung der Akteure, „Runde Tische“ und Sensibilisierung der Konsument:innen – vieles davon klingt bislang noch nicht allzu konkret. Doch bereits seit 2012 gibt es die Initiative „Zu gut für die Tonne!“, die informieren und für mehr Lebensmittelwertschätzung sorgen soll. In diesem Jahr findet beispielsweise vom 29. September bis 6. Oktober die Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel!“ statt: Zahlreiche Workshops und Aktionen setzen sich für weniger Foodwaste ein, so etwa die Lebensmittel-Retterboxen in Bayern und ein Hochbeet-Vortrag in der Nähe von Osnabrück.
Zudem prüft das BMEL nach eigenen Angaben haftungs- und steuerrechtliche Erleichterungen, um Lebensmittelspenden zu erleichtern.
🧷 Was können Verbraucher:innen gegen Foodwaste tun?
Doch das Problem „Foodwaste“ ist noch lange nicht gelöst, wenn allein der Gesetzgeber aktiv wird. Wir müssen uns selbst an die Nase fassen und ebenfalls unseren Beitrag leisten: Indem wir dafür sorgen, dass Lebensmittel erst gar nicht unverkäuflich werden und uns kreativ bemühen, dass wir weniger Foodwaste produzieren
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 ⛑ Kleopatra bestieg den Thron im Alter von 17 Jahren und starb im Alter von 39 Jahren. Sie sprach 9 Sprachen. Sie kannte die Sprache des alten Ägypten und hatte gelernt, Hieroglyphen zu lesen, ein einzigartiger Fall in ihrer Dynastie. Darüber hinaus beherrschte sie Griechisch und die Sprachen der Parther, Hebräer, Meder, Höhlenbewohner, Syrer, Äthiopier und Araber.
Mit diesem Wissen stand ihr jedes Buch der Welt offen. Neben Sprachen studierte sie Geographie, Geschichte, Astronomie, internationale Diplomatie, Mathematik, Alchemie, Medizin, Zoologie, Wirtschaftswissenschaften und andere Disziplinen. Sie versuchte, auf das gesamte Wissen ihrer Zeit zuzugreifen.
Kleopatra verbrachte viel Zeit in einer Art antikem Labor. Sie schrieb einige Werke zum Thema Kräuter und Kosmetik. Leider wurden alle ihre Bücher beim Brand der großen Bibliothek von Alexandria im Jahr 391 n. Chr. zerstört.
Eines dieser Mittel war eine spezielle Creme, die Männern mit Glatze helfen konnte, ihre Haare wiederzugewinnen. Auch in Kleopatras Büchern gab es Beauty-Tipps, von denen uns aber keiner überliefert ist.
Auch die Königin von Ägypten interessierte sich für Kräuterheilkunde und hatte dank ihrer Sprachkenntnisse Zugang zu zahlreichen Papyri, die heute verloren gehen. Ihr Einfluss auf die Wissenschaften und die Medizin war in den frühen Jahrhunderten des Christentums wohlbekannt. Sie ist zweifellos eine einzigartige Figur in der Geschichte der Menschheit
Kleopatra VII. von Ägypten ist in der Tat eine faszinierende Figur der Geschichte. Ihre Intelligenz und Bildung machten sie zu einer herausragenden Persönlichkeit der antiken Welt. Hier sind einige weitere interessante Aspekte und Details zu Kleopatra und ihren vielfältigen Interessen:
    Politische und Diplomatische Fähigkeiten: Kleopatra war nicht nur eine gebildete Herrscherin, sondern auch eine geschickte Politikerin und Diplomatin. Ihre Allianzen mit Julius Caesar und später mit Mark Anton wurden durch ihre Intelligenz und ihren Charme verstärkt, was ihr ermöglichte, Ägypten in einer schwierigen politischen Lage zu stabilisieren.
    Bildung und Wissenschaft: Ihre umfangreiche Bildung ist bemerkenswert. Die Tatsache, dass sie so viele Sprachen sprach und so viele Disziplinen studierte, zeugt von ihrem Drang, Wissen zu erlangen und anzuwenden. Die Wissenschaften, die sie studierte, spiegeln sich in den antiken Texten wider, die oft über ihre Bemühungen berichten, die medizinische und wissenschaftliche Praxis ihrer Zeit zu verbessern.
    Medizinische und kosmetische Praktiken: Die Zerstörung der Bibliothek von Alexandria bedeutet, dass viele von Kleopatras Arbeiten und deren Inhalt für uns verloren sind. Dennoch wissen wir, dass die ägyptische Medizin und Kosmetik in ihrer Zeit sehr fortschrittlich waren. Es gibt Hinweise darauf, dass Kleopatra verschiedene Kräuter und natürliche Zutaten für kosmetische Zwecke nutzte, wie zum Beispiel Milchbäder für die Hautpflege.
    Einfluss und Vermächtnis: Obwohl viel von Kleopatras Werk und Wissen verloren gegangen ist, bleibt ihr Einfluss auf die westliche Kultur und Geschichte stark. Sie wird oft als Symbol für Macht, Schönheit und Intelligenz dargestellt. Ihr Name ist eng mit dem alten Ägypten verbunden und inspiriert viele Geschichten, Filme und literarische Werke.
    Der Brand der Bibliothek von Alexandria: Der Brand der Bibliothek war ein katastrophales Ereignis, das nicht nur das Wissen jener Zeit vernichtete, sondern auch viele der Werke von Kleopatra zerstörte. Die Bibliothek war ein Zentrum des Wissens und ihrer Zerstörung bedeutete den Verlust eines großen Teils des antiken Wissens.
Kleopatra bleibt eine der faszinierendsten und am meisten diskutierten historischen Persönlichkeiten, deren Erbe trotz der vielen verlorenen Schriften und Artefakte weiterlebt.

Von Kleopatra entwickelten Rezepte (transkribieren)?
Die spezifischen Rezepte und Formulierungen, die Kleopatra entwickelt hat, sind leider nicht erhalten geblieben, vor allem aufgrund des Brandes der Bibliothek von Alexandria und der anderen Zerstörungen antiker Texte. Wir wissen jedoch aus verschiedenen historischen Quellen, dass Kleopatra sich intensiv mit Kosmetik und Kräuterheilkunde beschäftigte. Hier sind einige allgemeine Informationen und Rezepte, die sich aus dem Wissen jener Zeit ableiten lassen und mit der Art von Behandlungen übereinstimmen könnten, die sie möglicherweise verwendet hat:
1. Milch- und Honigbad
Ein Klassiker in der antiken Kosmetik, der oft mit Kleopatra in Verbindung gebracht wird, ist das Milchbad. Man sagt, dass Kleopatra Milchbäder zur Hautpflege verwendet hat.
Zutaten:
    1 Tasse frische Milch (idealerweise Ziegenmilch)
    2-3 Esslöffel Honig
Zubereitung:
    Mische die Milch mit dem Honig, bis er sich vollständig aufgelöst hat.
    Fülle die Mischung in dein Badewasser und genieße ein entspannendes Bad.
2. Hautpflegeroutine mit Olivenöl
Olivenöl war ein häufiger Bestandteil antiker Hautpflegeprodukte und wurde wegen seiner feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften geschätzt.
Zutaten:
    2 Esslöffel Olivenöl
    1 Teelöffel frisch gepresster Zitronensaft
Zubereitung:
    Mische das Olivenöl mit dem Zitronensaft.
    Trage die Mischung auf deine Haut auf und massiere sie sanft ein.
    Lasse sie für etwa 15-20 Minuten einwirken, bevor du sie mit warmem Wasser abwäschst.
3. Kräuter-Salbe zur Hautpflege
In der Antike wurden verschiedene Kräuter zur Hautpflege verwendet. Eine typische Salbe könnte aus Heilkräutern und Fetten bestehen.
Zutaten:
    2 Esslöffel getrocknete Kamillenblüten
    2 Esslöffel getrocknete Ringelblumenblüten
    1/2 Tasse Kokosöl oder Bienenwachs
Zubereitung:
    Erhitze das Kokosöl oder Bienenwachs sanft in einem Wasserbad, bis es flüssig ist.
    Füge die getrockneten Kräuter hinzu und lasse die Mischung 10-15 Minuten sanft ziehen.
    Siebe die Kräuter aus und lasse das Öl abkühlen, bis es fest wird.
    Bewahre die Salbe in einem luftdichten Behälter auf.
4. Erfrischende Gesichtsmaske
Diese Maske könnte erfrischende Zutaten enthalten, die Kleopatra möglicherweise verwendet hat.
Zutaten:
    1/4 Tasse Joghurt
    1 Esslöffel Honig
    1 Teelöffel frisch gepresster Zitronensaft
Zubereitung:
    Mische den Joghurt mit dem Honig und dem Zitronensaft.
    Trage die Mischung auf dein Gesicht auf und lasse sie 10-15 Minuten einwirken.
    Spüle dein Gesicht mit warmem Wasser ab.
Historische Quellen und Hinweise
Die antiken Texte und Schriften, die über Kleopatra und ihre Kosmetikpraktiken berichten, sind oft fragmentarisch. Historische Aufzeichnungen und Berichte über die ägyptische Kosmetik und Medizin stammen von verschiedenen Autoren und Historikern, die über die Verwendung von Kräutern und natürlichen Zutaten berichten. Kleopatras berühmte Schönheit und ihre Bekanntschaft mit verschiedenen Heilmitteln sind durch historische Figuren und Schriftsteller wie Plutarch und Dio Chrysostom dokumentiert.
Obwohl die genauen Formulierungen von Kleopatra nicht überliefert sind, sind diese Rezepte und Praktiken gut dokumentierte Beispiele für die Arten von kosmetischen und medizinischen Behandlungen, die in ihrer Zeit geschätzt wurden und die ihr Interesse widerspiegeln.

Die große Bibliothek von Alexandria war eine der bedeutendsten Bibliotheken der Antike und beherbergte eine riesige Sammlung von Schriften aus der ganzen bekannten Welt. Sie wurde über mehrere Jahrhunderte hinweg zu verschiedenen Zeiten durch Feuer und andere Zerstörungen geschädigt. Die Zerstörung der Bibliothek von Alexandria ist ein komplexes Thema, da es nicht nur einen einzelnen Vorfall gab, sondern mehrere Ereignisse, die über Jahrhunderte hinweg zur Zerstörung der Bibliothek führten.
Hier sind einige wichtige Aspekte zu den Büchern und Schriften, die in der Bibliothek enthalten waren, und zu den Zerstörungen:
1. Inhalte der Bibliothek
Die Bibliothek von Alexandria sammelte eine Vielzahl von Schriften, darunter:
    Griechische und römische Literatur: Werke von Homer, Hesiod, Sophokles, Aristoteles und anderen.
    Wissenschaftliche Texte: Werke über Mathematik, Astronomie, Medizin, Physik und Ingenieurwesen.
    Philosophische und historische Schriften: Texte von Philosophen wie Platon und Historikern wie Herodot.
    Ägyptische und orientalische Schriften: Werke aus Ägypten, Mesopotamien, Persien und anderen Regionen.
2. Ereignisse der Zerstörung
Die genauen Details der Zerstörung der Bibliothek sind nicht vollständig geklärt, aber es gibt mehrere Schlüsselereignisse:
    Caesar's Brand (48 v. Chr.): Während des Alexandrinischen Krieges wurde ein Teil der Bibliothek durch ein Feuer zerstört, das während eines Kampfes zwischen den Truppen von Julius Caesar und den Ägyptischen Streitkräften entstand. Dieser Brand beschädigte Teile der Bibliothek und möglicherweise auch die darin enthaltenen Schriften.
    Zerstörung durch die Christen (391 n. Chr.): Unter der Herrschaft des christlichen Bischofs Theophilus von Alexandria kam es zu einem weiteren schweren Brand, der große Teile der Bibliothek zerstörte. Dies geschah im Kontext von religiösen Auseinandersetzungen und der Verdrängung von heidnischen Kulturen.
    Zerstörung durch die Araber (642 n. Chr.): Eine spätere Zerstörung wird den arabischen Eroberern von Alexandria zugeschrieben. Der Historiker al-Maqrizi beschrieb, dass die Bibliothek auf Befehl des Kalifen Umar verbrannt wurde, obwohl es keine ausreichenden historischen Beweise gibt, um dieses Ereignis zu bestätigen.
3. Verlorene Werke
Die genaue Anzahl der verlorenen Werke ist unbekannt, aber die Bibliothek soll Schriften von vielen bedeutenden antiken Autoren und Wissenschaftlern enthalten haben. Einige Werke, die verloren gingen, könnten die folgenden enthalten haben:
    Philosophische Werke von Aristoteles und seinen Schülern
    Mathematische Abhandlungen von Euklid und Archimedes
    Historische Schriften von Herodot und Thukydides
    Ägyptische religiöse und literarische Texte
4. Überlieferte Informationen
Während die genauen Inhalte und viele spezifische Werke der Bibliothek verloren gingen, sind einige Informationen und Fragmente in anderen antiken Texten und späteren Überlieferungen erhalten geblieben. Viele antike Autoren und Historiker, wie Plutarch und Strabo, erwähnten die Bibliothek und ihre Bedeutung, was uns einige Hinweise auf den Inhalt gibt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die große Bibliothek von Alexandria eine enorme Sammlung von Wissen beherbergte, deren Zerstörung einen irreparablen Verlust für die Menschheit darstellt. Die genauen Details der verlorenen Werke sind leider nicht vollständig dokumentiert, und viele wertvolle Texte sind für immer verloren.

Philosophische Werke von Aristoteles und seinen Schülern
Hier ist ein Überblick über die philosophischen Werke von Aristoteles und seinen Schülern für ein Referat:
Philosophische Werke von Aristoteles und seinen Schülern
1. Einführung
Aristoteles, ein Schüler Platons und Lehrer von Alexander dem Großen, ist einer der bedeutendsten Philosophen der antiken Welt. Seine Schriften umfassen eine Vielzahl von Themen, darunter Metaphysik, Ethik, Logik und Naturphilosophie. Aristoteles' Werke und die seiner Schüler prägten die westliche Philosophie und Wissenschaft maßgeblich.
2. Aristoteles' Hauptwerke
2.1. Logik (Organon)
    "Kategorien": Dieses Werk behandelt die verschiedenen Arten von Begriffen und deren Beziehungen. Es ist eine Einführung in die Logik und die verschiedenen Kategorien, die verwendet werden, um Dinge zu beschreiben.
    "Analytica Priora" (Erste Analytik): Hier entwickelt Aristoteles seine Theorie des syllogistischen Denkens. Er beschreibt, wie aus allgemeinen Prämissen spezifische Schlussfolgerungen gezogen werden können.
    "Analytica Posteriora" (Zweite Analytik): Dieses Werk behandelt die Theorie des Wissens und der Wissenschaft, einschließlich der Prinzipien des Beweises und der Wissenschaftstheorie.
    "Topica": Aristoteles analysiert verschiedene Arten von Argumenten und Diskursen, insbesondere die rhetorischen und dialektischen Techniken, die in der Philosophie und im alltäglichen Leben verwendet werden.
    "Sophistische Widerlegungen": Aristoteles untersucht und widerlegt fehlerhafte Argumente und sophistisches Denken.
2.2. Naturphilosophie
    "Physik": Aristoteles untersucht die Prinzipien der natürlichen Welt, die Ursachen und die Bewegung von Körpern. Er legt den Grundstein für die klassische Physik und Naturphilosophie.
    "Metaphysik": In diesem Werk behandelt Aristoteles die Grundfragen des Seins und der Realität. Er entwickelt die Konzepte von Substanz, Essenz und Kausalität und untersucht die erste Philosophie.
    "De anima" (Über die Seele): Aristoteles untersucht die Natur der Seele, ihre Fähigkeiten und Funktionen, und wie sie den Körper beeinflusst.
2.3. Ethik und Politik
    "Nikomachische Ethik": Dieses Werk ist eine umfassende Untersuchung der Tugendethik. Aristoteles entwickelt die Theorie des "goldenen Mittelwegs" und untersucht, wie Menschen ein gutes und erfülltes Leben führen können.
    "Eudemische Ethik": Ähnlich der Nikomachischen Ethik, aber weniger vollständig erhalten. Sie enthält zusätzliche Gedanken und Variationen in Aristoteles' ethischen Theorien.
    "Politik": Aristoteles analysiert verschiedene Regierungsformen und die beste Art der Regierung. Er untersucht die Struktur der Stadtstaaten und die Rolle der Bürger in der politischen Gemeinschaft.
3. Werke der Schüler von Aristoteles
3.1. Theophrastus
    "Charaktere": Theophrastus, ein enger Schüler von Aristoteles, verfasste dieses Werk, das eine Sammlung von Porträts menschlicher Charaktere bietet. Es gilt als bedeutendes Werk der Psychologie und Ethik.
    "Historia Plantarum": Theophrastus’ Arbeit über Pflanzenkunde war ein grundlegendes Werk für die botanische Wissenschaft. Es behandelt verschiedene Pflanzenarten und deren Eigenschaften.
3.2. Straton von Lampsakos
    "Über die Natur": Straton, ein weiterer Schüler, befasste sich mit Naturphilosophie und der Theorie der Elemente. Seine Arbeit beeinflusste spätere wissenschaftliche und philosophische Überlegungen.
4. Bedeutung und Einfluss
Aristoteles' Werke und die seiner Schüler bildeten die Grundlage für viele wissenschaftliche und philosophische Entwicklungen im Mittelalter und der Neuzeit. Seine logischen und ethischen Theorien wurden von den Scholastikern aufgegriffen und weiterentwickelt. Die Prinzipien der Aristotelischen Logik und Metaphysik beeinflussten maßgeblich die westliche Philosophie und Wissenschaft bis in die Neuzeit.
5. Schlussfolgerung
Die Philosophie von Aristoteles und seinen Schülern bietet umfassende Einsichten in nahezu alle Bereiche der menschlichen Erkenntnis und Erfahrung. Ihre Werke sind nicht nur bedeutende historische Texte, sondern auch zeitlose Quellen für das Verständnis von Logik, Ethik, Naturphilosophie und politischer Theorie.
Zitat
Dieses Referat bietet einen Überblick über Aristoteles' philosophische Arbeiten und die Beiträge seiner Schüler, deren Ideen und Schriften die Entwicklung der westlichen Philosophie tiefgreifend beeinflussten.

Historische Schriften von Herodot und Thukydides
Hier ist ein Überblick über die historischen Schriften von Herodot und Thukydides für ein Referat:
Historische Schriften von Herodot und Thukydides
1. Einführung
Herodot und Thukydides gehören zu den frühesten Historikern der westlichen Tradition und legten den Grundstein für die Geschichtsschreibung. Ihre Werke bieten uns wertvolle Einblicke in die antiken Gesellschaften und Konflikte, die die Geschichte der griechischen Welt prägten.
2. Herodot (ca. 484–425 v. Chr.)
2.1. Leben und Hintergrund
Herodot, oft als „Vater der Geschichte“ bezeichnet, stammte aus Halikarnassos (dem heutigen Bodrum in der Türkei). Er reiste durch viele Teile der antiken Welt und sammelte Informationen über verschiedene Kulturen und Ereignisse.
2.2. Werk: „Historien“
    Inhalt und Struktur: Herodots Hauptwerk, „Historien“ (auch „Historien“ oder „Die Geschichte“ genannt), ist in neun Bücher unterteilt und umfasst eine breite Palette von Themen, einschließlich der Geschichte und Kultur der Ägypter, Perser, Griechen und vieler anderer Völker. Das Werk beginnt mit der Vorgeschichte der Perserkriege und beschreibt ausführlich die Konflikte zwischen Griechen und Persern.
    Methodik: Herodot ist bekannt für seine umfassenden Recherchen und seine Methode, Informationen aus verschiedenen Quellen zu sammeln. Er ist auch bekannt für seine narrativen Techniken und Anekdoten. Sein Werk ist eine Mischung aus Fakten, Berichten, Mythen und persönlichen Erlebnissen. Herodot legt besonderen Wert auf die Ursachen und Auswirkungen der Kriege und die charakterlichen Eigenschaften der Führer.
    Einfluss und Bedeutung: Herodots „Historien“ bietet eine wertvolle Quelle für die frühe griechische Geschichte und die politischen und sozialen Verhältnisse seiner Zeit. Trotz seiner methodischen Schwächen, wie zum Beispiel der unkritischen Aufnahme von Mythen und Legenden, hat sein Werk einen großen Einfluss auf die historische und literarische Tradition hinterlassen.
3. Thukydides (ca. 460–c. 400 v. Chr.)
3.1. Leben und Hintergrund
Thukydides war ein Athenischer Historiker und Stratege, der während des Peloponnesischen Krieges aktiv war. Er stammt aus Athen und war ein Zeitgenosse von Perikles und anderen bedeutenden Figuren dieser Epoche.
3.2. Werk: „Der Peloponnesische Krieg“
    Inhalt und Struktur: Thukydides' Hauptwerk, „Der Peloponnesische Krieg“, beschreibt detailliert die Ereignisse des Krieges zwischen Athen und Sparta (431–404 v. Chr.) sowie die politischen und militärischen Entwicklungen der Zeit. Das Werk ist in acht Bücher unterteilt und bietet eine tiefgreifende Analyse der politischen und sozialen Dynamik dieser Periode.
    Methodik: Thukydides wird oft für seine kritische und analytische Herangehensweise an die Geschichtsschreibung gelobt. Er legt großen Wert auf Faktentreue und verifiziert seine Informationen nach Möglichkeit. Thukydides strebt nach objektiver Wahrheit und konzentriert sich auf die menschlichen und politischen Faktoren, die zum Krieg führten. Seine Analyse umfasst sowohl die unmittelbaren Ursachen als auch die langfristigen Auswirkungen des Konflikts.
    Einfluss und Bedeutung: Thukydides gilt als einer der ersten Historiker, die eine systematische und methodische Herangehensweise an die Geschichtsschreibung entwickelten. Seine Arbeit beeinflusste späteren Historiker, besonders im Hinblick auf die politische Analyse und die Betrachtung von Macht und Krieg. Sein Werk bietet eine detaillierte und oft düstere Sicht auf menschliches Verhalten und politische Intrigen.
4. Vergleich der beiden Historiker
    Herodot: Herodot ist eher narrativ und umfassend in seinem Ansatz. Er bietet eine breitere Perspektive auf verschiedene Kulturen und Ereignisse, ist aber oft weniger kritisch gegenüber seinen Quellen und mischt Geschichte mit Mythos.
    Thukydides: Thukydides verfolgt einen analytischen Ansatz und fokussiert sich auf eine detaillierte und kritische Darstellung der Ereignisse des Peloponnesischen Krieges. Sein Werk ist präziser und wissenschaftlicher in der Methodik, konzentriert sich jedoch stärker auf die politische und militärische Dimension.
5. Schlussfolgerung
Die Werke von Herodot und Thukydides sind von unschätzbarem Wert für das Verständnis der antiken Geschichte und der Entwicklung der Geschichtsschreibung. Während Herodot uns einen breiten Überblick über die Welt seiner Zeit gibt und die kulturelle Vielfalt hervorhebt, bietet Thukydides eine tiefere und analytische Betrachtung der politischen und militärischen Dynamiken. Beide Historiker haben durch ihre unterschiedlichen Ansätze zur Geschichtsschreibung wesentliche Beiträge zur antiken und modernen Geschichtswissenschaft geleistet.
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Dieses Referat bietet einen Überblick über die historischen Schriften von Herodot und Thukydides, ihre Methoden und ihren Einfluss auf die Geschichtsschreibung.

Ägyptische religiöse und literarische Texte
Hier ist ein Überblick über ägyptische religiöse und literarische Texte für ein Referat:
Ägyptische Religiöse und Literarische Texte
1. Einführung
Die altägyptische Literatur und Religion gehören zu den bedeutendsten kulturellen Erbschaften des antiken Ägyptens. Sie bieten wertvolle Einblicke in die Weltanschauung, die religiösen Überzeugungen und die alltäglichen Praktiken der ägyptischen Zivilisation. Die ägyptischen Texte umfassen eine Vielzahl von Genres, darunter religiöse Schriften, mythologische Erzählungen, Weisheitsliteratur und Poesie.
2. Religiöse Texte
2.1. Die Pyramidentexte
    Beschreibung: Die Pyramidentexte sind die ältesten bekannten religiösen Texte des alten Ägyptens, die in die Wände der Pyramiden von Königen des Alten Reiches (ca. 2300–2100 v. Chr.) eingraviert wurden. Sie enthalten eine Sammlung von Zaubersprüchen, Hymnen und Ritualen, die darauf abzielen, den Verstorbenen im Jenseits zu helfen.
    Inhalte: Die Texte bieten Anweisungen zur Verehrung der Götter und zur Bewältigung der Herausforderungen im Jenseits. Sie reflektieren die Vorstellung, dass der König in das göttliche Leben eingehen soll und nach dem Tod mit den Göttern vereint wird.
2.2. Die Sargtexte
    Beschreibung: Die Sargtexte sind eine Weiterentwicklung der Pyramidentexte und wurden während des Mittleren Reiches (ca. 2050–1750 v. Chr.) populär. Sie wurden in Särge graviert und sind in der Regel auf den Wänden der Särge der wohlhabenderen Bürger zu finden.
    Inhalte: Die Sargtexte erweitern die Konzepte der Pyramidentexte und enthalten eine Vielzahl von Zaubersprüchen und Gebeten. Sie reflektieren die steigende Bedeutung des persönlichen Glaubens und der individuellen Rettung im Jenseits.
2.3. Das Totenbuch
    Beschreibung: Das Totenbuch, auch als „Das Buch der Toten“ bekannt, ist eine Sammlung von Zaubersprüchen und Ritualen, die auf Papyrusrollen geschrieben und im Neuen Reich (ca. 1550–1070 v. Chr.) populär wurden. Es wurde in den Gräbern der Verstorbenen platziert, um ihnen den Zugang zum Jenseits zu erleichtern.
    Inhalte: Die Texte umfassen Anleitungen und Zaubersprüche für die Navigation im Jenseits, das Überstehen von Prüfungen und das Erlangen einer glückseligen Existenz bei den Göttern. Es enthält auch die berühmten „Weisen Sprüche“ und das „Gerichtsverfahren im Jenseits“, bei dem das Herz des Verstorbenen gegen die Feder der Wahrheit gewogen wird.
2.4. Der Mythos von Osiris
    Beschreibung: Der Mythos von Osiris ist eine zentrale religiöse Erzählung im alten Ägypten, die sich um die Götter Osiris, Isis, Seth und Horus dreht. Diese Geschichte erklärt den Tod und die Wiederauferstehung von Osiris und die ständige Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse.
    Inhalte: Der Mythos behandelt die Themen Tod, Wiedergeburt und die ständige Erneuerung des Lebens. Osiris wird als Gott des Jenseits verehrt, und seine Wiederauferstehung symbolisiert die Hoffnung auf das Leben nach dem Tod.
3. Literarische Texte
3.1. Weisheitsliteratur
    Beschreibung: Die Weisheitsliteratur des alten Ägypten umfasst eine Reihe von Texten, die praktische und moralische Ratschläge für das tägliche Leben bieten. Sie reflektiert die ethischen und philosophischen Überzeugungen der ägyptischen Gesellschaft.
    Wichtige Werke:
        „Die Lehren des Amenemope“: Ein bedeutendes Beispiel für ägyptische Weisheitsliteratur, das Ratschläge zu Ethik, Tugend und sozialen Beziehungen bietet.
        „Der Lehrtext des Ptahhotep“: Dieser Text enthält eine Sammlung von Maximen und moralischen Lehren, die von einem ägyptischen Beamten verfasst wurden.
3.2. Ägyptische Poesie
    Beschreibung: Die ägyptische Poesie umfasst sowohl religiöse als auch weltliche Themen. Sie wurde oft in Liedern, Hymnen und lyrischen Gedichten verfasst und reflektiert die ägyptische Ästhetik und die emotionale Tiefe ihrer literarischen Tradition.
    Wichtige Werke:
        „Lieder von der Liebe“: Diese Gedichte beschreiben romantische und erotische Themen und sind ein Beispiel für die emotionalen und kulturellen Ausdrucksformen im alten Ägypten.
        „Die Hymnen an die Sonne“: Religiöse Gedichte, die den Sonnengott Ra verehren und seine Bedeutung für das Leben und die Ordnung im Kosmos hervorheben.
4. Einfluss und Bedeutung
    Kulturelle Bedeutung: Die ägyptischen religiösen und literarischen Texte bieten einen tiefen Einblick in die Glaubensvorstellungen, sozialen Strukturen und kulturellen Praktiken des antiken Ägypten. Sie beeinflussten nicht nur die ägyptische Zivilisation, sondern auch die nachfolgenden Kulturen und Zivilisationen des Mittelmeerraums.
    Historische Bedeutung: Diese Texte sind von unschätzbarem Wert für die Erforschung der antiken Geschichte und der religiösen Praxis. Sie liefern wichtige Informationen über die Entwicklung der ägyptischen Religion, Philosophie und Literatur und sind zentrale Quellen für das Verständnis der ägyptischen Weltanschauung.
5. Schlussfolgerung
Die ägyptischen religiösen und literarischen Texte sind ein bedeutender Bestandteil des kulturellen Erbes des alten Ägyptens. Sie bieten uns wertvolle Einblicke in die religiösen Überzeugungen, sozialen Werte und literarischen Traditionen der ägyptischen Zivilisation. Durch die Untersuchung dieser Texte können wir ein besseres Verständnis für die komplexe und facettenreiche Welt des antiken Ägyptens gewinnen.
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Dieses Referat bietet einen Überblick über die wichtigsten ägyptischen religiösen und literarischen Texte, ihre Inhalte, Bedeutung und ihren Einfluss auf die Kultur und Geschichte des antiken Ägyptens.

Mathematische Abhandlungen von Euklid und Archimedes
Hier ist ein Überblick über die mathematischen Abhandlungen von Euklid und Archimedes für ein Referat:
Mathematische Abhandlungen von Euklid und Archimedes
1. Einführung
Euklid und Archimedes gehören zu den bedeutendsten Mathematikern des antiken Griechenlands. Ihre Arbeiten legten den Grundstein für viele mathematische Konzepte und Methoden, die bis heute in der Mathematik und in den Naturwissenschaften von großer Bedeutung sind.
2. Euklid (ca. 300 v. Chr.)
2.1. Leben und Hintergrund
Euklid war ein griechischer Mathematiker, der in Alexandria wirkte. Er ist vor allem für seine Beiträge zur Geometrie bekannt und verfasste mehrere bedeutende Werke, die die Grundlage der geometrischen Wissenschaft bildeten.
2.2. Werk: „Die Elemente“
    Beschreibung: „Die Elemente“ (griechisch: Στοιχεῖα, „Stoicheia“) ist Euklids bekanntestes Werk und besteht aus 13 Büchern, die eine systematische und umfassende Darstellung der Geometrie und der mathematischen Prinzipien seiner Zeit bieten. Es wurde als das umfassendste mathematische Lehrbuch der Antike angesehen und hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf die Entwicklung der Mathematik.
    Inhalte:
        Buch I bis IV: Geometrische Grundlagen, einschließlich der Definitionen, Postulate (Axiome) und der Theorie der geometrischen Figuren, wie Punkte, Linien, Winkel und Formen.
        Buch V: Die Theorie der Proportionalität, die für die Mathematik der Größen und Verhältnisse von großer Bedeutung ist.
        Buch VI: Die Anwendung der Proportionalität auf geometrische Figuren und die Einführung in die Ähnlichkeit von Figuren.
        Buch VII bis IX: Arithmetik und Zahlentheorie, einschließlich der Eigenschaften von Primzahlen und der Anwendung des Euklidischen Algorithmus zur Bestimmung des größten gemeinsamen Teilers.
        Buch X: Die Theorie der irrationalen Zahlen.
        Buch XI bis XIII: Die Geometrie von Körpern, einschließlich der Berechnung von Volumen und Flächen von regelmäßigen Polyedern.
    Einfluss und Bedeutung: „Die Elemente“ ist eines der einflussreichsten Bücher in der Geschichte der Mathematik. Euklids methodischer Ansatz und seine rigorose Logik beeinflussten die Mathematik bis in die moderne Zeit. Seine Prinzipien und Methoden wurden über Jahrhunderte hinweg gelehrt und weiterentwickelt.
3. Archimedes (ca. 287–212 v. Chr.)
3.1. Leben und Hintergrund
Archimedes war ein Mathematiker, Physiker und Ingenieur aus Syrakus auf Sizilien. Er ist bekannt für seine bahnbrechenden Arbeiten in der Geometrie, Arithmetik und Mechanik sowie für seine Erfindungen und mathematischen Methoden.
3.2. Wichtige Werke
    „Über die Kugel und das Zylindervolumen“: In diesem Werk beschreibt Archimedes die Berechnung des Volumens und der Oberfläche von Kugeln und Zylindern. Er zeigt, dass das Volumen einer Kugel zwei Drittel des Volumens eines Zylinders mit demselben Durchmesser und derselben Höhe beträgt und dass die Oberfläche der Kugel viermal die Fläche eines Zirkels mit demselben Durchmesser ist.
    „Über die Spirale“: Archimedes untersucht die Eigenschaften der Spirale und berechnet Flächen und Längen von Bögen der Spirale. Er entwickelt Methoden zur Berechnung von Flächen unter Kurven, die später zu den Grundlagen der Integralrechnung werden.
    „Über das Gleichgewicht der Ebenen“: Dieses Werk befasst sich mit der Statik und dem Prinzip des Hebels. Archimedes formuliert die Grundlagen des Hebelgesetzes und untersucht das Gleichgewicht von Ebenen.
    „Methoden der Erfindungen“: In diesem Werk beschreibt Archimedes seine Entdeckung von Methoden zur Berechnung von Flächen und Volumen. Es enthält auch seine Ansätze zur mathematischen Approximation und zur Lösung komplizierter Probleme.
    „Über die Sandkörner“: Archimedes diskutiert die Idee, die Anzahl der Sandkörner im Universum zu schätzen und entwickelt ein System zur Berechnung großer Zahlen.
3.3. Einfluss und Bedeutung
Archimedes' Arbeiten beeinflussten sowohl die Mathematik als auch die Physik nachhaltig. Seine Methoden und Konzepte, wie das Prinzip von Archimedes und die Berechnungen von Flächen und Volumen, sind bis heute von großer Bedeutung. Er ist bekannt für seine innovative Herangehensweise und seine Fähigkeit, komplexe Probleme mit mathematischen Techniken zu lösen.
4. Vergleich der beiden Mathematiker
    Euklid: Euklid ist vor allem für seine systematische und axiomatische Herangehensweise bekannt. Sein Werk „Die Elemente“ ist eine umfassende Sammlung von geometrischen und arithmetischen Prinzipien, die in einer klaren und logischen Struktur präsentiert werden.
    Archimedes: Archimedes ist bekannt für seine innovativen Methoden und Anwendungen in der Geometrie und Mechanik. Seine Arbeiten sind oft praktischer und experimenteller in ihrer Natur und umfassen eine Vielzahl von mathematischen Techniken zur Lösung konkreter Probleme.
5. Schlussfolgerung
Euklid und Archimedes gehören zu den herausragendsten Mathematikern des antiken Griechenlands. Euklid legte die Grundlagen der Geometrie und Arithmetik, während Archimedes bahnbrechende Fortschritte in der Geometrie, Mechanik und Mathematik machte. Ihre Werke haben nicht nur die Mathematik ihrer Zeit geprägt, sondern auch die Entwicklung der Mathematik und Naturwissenschaften bis in die Moderne beeinflusst.
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Dieses Referat bietet einen Überblick über die mathematischen Abhandlungen von Euklid und Archimedes, ihre wichtigsten Werke, ihre Methoden und ihren Einfluss auf die Mathematik und Naturwissenschaften.

Transkribieren ist ein Verb, das „übertragen“ oder „umwandeln“ bedeutet. Das heißt, das gesprochene Wort wird in geschriebenen Text umgewandelt. Der Prozess des Transkribierens ist dabei langwierig. Die Aufnahme muss Stück für Stück angehört und niedergeschrieben werden.
Hier ist eine detaillierte Erklärung des Transkriptionsprozesses:
Transkribieren: Definition und Prozess
1. Definition von Transkribieren
Transkribieren ist der Prozess der Umwandlung von gesprochenem Wort in geschriebenen Text. Es handelt sich dabei um die schriftliche Wiedergabe von gesprochenen Inhalten, wie sie in Aufnahmen, Interviews, Reden oder anderen mündlichen Kommunikationen vorkommen. Der Begriff „transkribieren“ leitet sich vom lateinischen „transcribere“ ab, was so viel wie „übertragen“ oder „abschreiben“ bedeutet.
2. Der Transkriptionsprozess
2.1. Aufnahme der Audiodaten
Bevor der Transkriptionsprozess beginnen kann, muss zunächst eine Audiodatei erstellt werden. Dies kann ein Gespräch, Interview, Vortrag oder jede andere Art von gesprochener Kommunikation sein, die später schriftlich festgehalten werden soll.
2.2. Vorbereitung des Transkriptionswerkzeugs
Um die Transkription durchzuführen, benötigt man oft spezielle Software oder Werkzeuge, die es ermöglichen, die Audioaufnahme abzuspielen und gleichzeitig Notizen zu machen. Es gibt Programme, die das Zurückspulen und Verlangsamen der Wiedergabe erleichtern, um die Genauigkeit zu verbessern.
2.3. Zuhören und Niederschreiben
Der Hauptteil des Transkriptionsprozesses besteht darin, die Aufnahme Stück für Stück anzuhören und das Gesagte niederzuschreiben. Dies umfasst:
    Korrektur und Überprüfung: Der Transkripteur muss sorgfältig zuhören, um sicherzustellen, dass alle Wörter korrekt wiedergegeben werden. Hintergrundgeräusche, verschiedene Akzente und schnell gesprochene Passagen können die Genauigkeit der Transkription beeinflussen.
    Zeitmarken und Formatierung: In einigen Fällen ist es erforderlich, Zeitmarken zu setzen, um bestimmte Passagen der Aufnahme leicht wiederzufinden. Auch die Formatierung des Textes kann variieren, je nachdem, ob eine formelle Abschrift oder eine informelle Notiz benötigt wird.
2. Überarbeitung und Fertigstellung
Nach der ersten Transkription wird der Text oft überarbeitet, um Fehler zu korrigieren und die Lesbarkeit zu verbessern. Dies kann auch das Hinzufügen von Absätzen, Satzzeichen und anderen typografischen Details umfassen, um den Text klar und verständlich zu machen.
3. Herausforderungen beim Transkribieren
    Verstehen des Akzents und der Aussprache: Unterschiedliche Akzente und die Aussprache können es schwierig machen, das Gesagte genau zu erfassen.
    Hintergrundgeräusche und Störungen: Geräusche im Hintergrund können das Zuhören erschweren und die Genauigkeit der Transkription beeinträchtigen.
    Schnelligkeit und Klarheit: Schnelles Sprechen oder undeutliche Aussprache können es schwierig machen, alles korrekt zu transkribieren.
4. Anwendungsgebiete
    Juristische und medizinische Transkriptionen: In rechtlichen und medizinischen Kontexten sind präzise Transkriptionen von besonderer Bedeutung, da sie als Dokumentation wichtiger Gespräche und Behandlungen dienen.
    Wissenschaftliche Forschung: Forscher nutzen Transkriptionen für die Analyse von Interviews und Gesprächen.
    Medien und Unterhaltung: Transkriptionen von Fernsehsendungen, Podcasts und Interviews werden oft erstellt, um die Zugänglichkeit und Archivierung zu verbessern.
5. Schlussfolgerung
Transkribieren ist ein wesentlicher Prozess zur Dokumentation und Analyse gesprochener Kommunikation. Obwohl der Prozess langwierig und anspruchsvoll sein kann, ist er entscheidend für die genaue und präzise Umwandlung von Sprache in schriftlichen Text. Durch sorgfältiges Zuhören, genaue Notierung und Überarbeitung kann eine hochwertige Transkription erreicht werden.
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Dieses Referat bietet eine umfassende Erklärung des Transkriptionsprozesses, seiner Bedeutung und der Herausforderungen, die damit verbunden sind.

Klassiker in der antiken Kosmetik
Hier ist ein Überblick über klassische kosmetische Praktiken und Produkte in der Antike:
Klassiker in der antiken Kosmetik
1. Einführung
Kosmetik spielte in der Antike eine bedeutende Rolle, sowohl für die Pflege des Körpers als auch für religiöse und soziale Rituale. Die Schönheitspflege war tief in den Kulturen des alten Ägyptens, Griechenlands und Roms verwurzelt. Zahlreiche klassische Texte und archäologische Funde geben uns heute Einblicke in die antiken Schönheitsideale und die Kosmetikrezepte, die vor Tausenden von Jahren verwendet wurden.
2. Kosmetik im alten Ägypten
2.1. Gesichtspflege und Schminke
    Kajal (Kohl): Eines der bekanntesten kosmetischen Produkte aus dem alten Ägypten war der Kajal, auch Kohl genannt. Dieser schwarze Eyeliner, hergestellt aus pulverisierten Mineralien wie Bleiglanz (Galenit) oder Malachit, wurde um die Augen aufgetragen, um die Augen zu betonen und vor der grellen Sonne und Augeninfektionen zu schützen.
    Lippen- und Wangenrot: Ägypterinnen verwendeten rotes Ocker oder farbige Pigmente aus zerstoßenen Halbedelsteinen, um ihre Lippen und Wangen zu färben.
    Gesichtscremes: Zur Pflege der Haut nutzten die Ägypter verschiedene Cremes und Öle, die auf pflanzlichen und tierischen Fetten basierten, gemischt mit Duftstoffen wie Myrrhe und Weihrauch.
2.2. Haarpflege
    Haaröle und -pomaden: Haarpflege war ein wichtiger Bestandteil der ägyptischen Kosmetik. Man verwendete Öle wie Mandelöl, um das Haar zu pflegen und zu stylen. Auch Perücken waren weit verbreitet, besonders bei den Reichen, die kunstvolle, geflochtene Perücken trugen.
    Henna: Henna wurde verwendet, um das Haar zu färben und auch um die Hände und Füße mit kunstvollen Mustern zu schmücken.
3. Kosmetik im antiken Griechenland
3.1. Gesichtspflege und Schönheitsmasken
    Bleiweiß: Griechische Frauen verwendeten Bleiweiß, eine Mischung aus Blei und Essig, als Hautaufheller, um einen blassen Teint zu erzielen, der als Schönheitsideal galt.
    Schönheitsmasken: Aus Honig, Milch und Olivenöl hergestellte Masken wurden verwendet, um die Haut zu reinigen und zu erweichen. Diese Zutaten hatten antioxidative und feuchtigkeitsspendende Eigenschaften.
3.2. Parfums und Öle
    Parfums: Griechen liebten Parfums und verwendeten sie in großen Mengen. Diese Parfums wurden durch das Einlegen von Blumen, Kräutern und Gewürzen in Öl hergestellt. Rosmarin, Myrte und Zimt waren besonders beliebte Zutaten.
    Olivenöl: Olivenöl diente als Basis für viele kosmetische Produkte, insbesondere für Feuchtigkeitscremes und Parfums.
4. Kosmetik im antiken Rom
4.1. Dekorative Kosmetik
    Rouge und Lippenfarbe: Römische Frauen nutzten Produkte wie rote Kreide und Safran, um ihre Wangen und Lippen zu färben.
    Augenschminke: Wie in Ägypten war auch in Rom Kajal oder Kohl ein beliebtes Produkt, um die Augen zu betonen. Dazu kamen Lidschatten in Farben wie Blau und Grün, die aus Mineralien gewonnen wurden.
4.2. Bade- und Körperpflege
    Bäder: Römische Bäder waren Zentren der Körperpflege und des sozialen Lebens. Sie nutzten Seifen aus tierischen Fetten und Asche, und parfümiertes Öl für die Hautpflege.
    Depilation: Die Haarentfernung war bei römischen Frauen und Männern üblich. Sie verwendeten Bimssteine, Rasiermesser und auch Enthaarungsmittel auf Basis von Harzen und Honig.
5. Einfluss und Bedeutung der antiken Kosmetik
    Gesellschaftlicher Status: Kosmetika und Parfums waren oft ein Zeichen von Reichtum und Status. Aufwendige Produkte und Praktiken waren in den höheren Schichten verbreitet, während einfache und natürliche Mittel im Alltag der ärmeren Bevölkerung genutzt wurden.
    Religiöse und spirituelle Bedeutung: In vielen Kulturen hatte Kosmetik auch eine spirituelle Dimension. In Ägypten beispielsweise war die Anwendung von Kajal nicht nur ästhetisch, sondern auch ein Schutzritual.
6. Schlussfolgerung
Kosmetik in der Antike war weit mehr als nur Schönheitspflege; sie spiegelte die kulturellen und sozialen Werte der Zeit wider. Von den ägyptischen Kajalstiften bis zu den griechischen Parfums und römischen Bädern, die antiken Zivilisationen legten großen Wert auf Körperpflege und Schönheit. Viele der damaligen Praktiken und Produkte haben bis heute überlebt und beeinflussen die moderne Kosmetikindustrie.
Zitat
Dieses Referat bietet einen umfassenden Überblick über die klassischen kosmetischen Praktiken und Produkte der Antike, ihre kulturelle Bedeutung und ihren Einfluss auf spätere Schönheitsideale.

Die modernen Kosmetik
Hier ist ein Überblick über die moderne Kosmetik für ein Referat:
Moderne Kosmetik: Entwicklung, Trends und Einfluss
1. Einführung
Die moderne Kosmetik hat sich zu einer vielseitigen und globalen Industrie entwickelt, die weit über die traditionelle Schönheitspflege hinausgeht. Sie umfasst eine Vielzahl von Produkten und Behandlungen, die sowohl ästhetischen als auch gesundheitlichen Zwecken dienen. Diese Industrie spiegelt nicht nur Schönheitsideale wider, sondern beeinflusst auch soziale, kulturelle und ökologische Aspekte der Gesellschaft.
2. Entwicklung der modernen Kosmetik
2.1. Historischer Hintergrund
    19. Jahrhundert: Die moderne Kosmetik begann sich im 19. Jahrhundert zu entwickeln, als chemische und industrielle Fortschritte die Herstellung und Verbreitung von Kosmetika in großem Maßstab ermöglichten. Marken wie L'Oréal und Shiseido wurden gegründet, die bis heute eine zentrale Rolle in der Kosmetikindustrie spielen.
    20. Jahrhundert: Die Kosmetikindustrie erlebte im 20. Jahrhundert einen Boom, besonders nach dem Zweiten Weltkrieg, als neue Technologien und Materialien die Produktion von Make-up, Hautpflege und Parfums revolutionierten. Werbung und Filmindustrie trugen wesentlich zur Popularisierung von Schönheitsprodukten bei.
    21. Jahrhundert: Heute steht die Kosmetikindustrie vor neuen Herausforderungen und Chancen, wie der Nachfrage nach natürlichen und biologischen Produkten, Nachhaltigkeit, ethischen Praktiken und der Integration von Technologie in Schönheitsprodukte.
3. Arten von Kosmetika
3.1. Hautpflegeprodukte
    Feuchtigkeitscremes: Diese Produkte zielen darauf ab, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und sie vor dem Austrocknen zu schützen. Moderne Feuchtigkeitscremes enthalten oft Wirkstoffe wie Hyaluronsäure, Ceramide und Antioxidantien.
    Anti-Aging-Produkte: Sie sind entwickelt worden, um Zeichen des Alterns wie Falten, schlaffe Haut und Pigmentflecken zu reduzieren. Retinol, Peptide und Vitamin C sind häufig verwendete Inhaltsstoffe.
    Sonnenschutzmittel: Sie sind unerlässlich zum Schutz der Haut vor schädlichen UV-Strahlen. Moderne Produkte kombinieren hohen Sonnenschutz mit zusätzlichen Pflegevorteilen.
3.2. Make-up
    Grundierungen und Concealer: Diese Produkte dienen zur Abdeckung von Unreinheiten, Hautverfärbungen und zur Schaffung eines gleichmäßigen Teints.
    Augen- und Lippen-Make-up: Von Mascaras über Lidschatten bis zu Lippenstiften bietet die moderne Kosmetik eine immense Vielfalt an Farben und Texturen, die individuelle Schönheit und Stil betonen.
    Highlighter und Contouring: Diese Techniken und Produkte wurden populär, um bestimmte Gesichtszüge hervorzuheben und zu formen.
3.3. Haarpflege
    Shampoos und Conditioner: Moderne Haarpflegeprodukte sind darauf ausgerichtet, verschiedene Haartypen und -bedürfnisse zu pflegen, von Volumen über Feuchtigkeit bis hin zu Farbschutz.
    Stylingprodukte: Gels, Mousse, Sprays und Öle werden verwendet, um das Haar in verschiedene Stile zu bringen und es den ganzen Tag in Form zu halten.
3.4. Parfümerie
    Eau de Parfum und Eau de Toilette: Diese Duftprodukte sind nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil der Kosmetik, wobei moderne Düfte oft komplexe und vielfältige Duftprofile aufweisen.
    Natur- und Nischendüfte: Es gibt einen wachsenden Trend hin zu natürlichen und individuell angefertigten Düften, die eine persönliche und nachhaltige Wahl darstellen.
4. Trends in der modernen Kosmetik
4.1. Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein
    Verpackung: Immer mehr Marken setzen auf nachhaltige und recycelbare Verpackungen, um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.
    Natürliche und biologische Inhaltsstoffe: Verbraucher bevorzugen zunehmend Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen, die frei von synthetischen Chemikalien, Parabenen und Sulfaten sind.
4.2. Personalisierte Kosmetik
    Individuelle Hautpflege: Marken bieten personalisierte Hautpflegeprodukte an, die auf den individuellen Hauttyp und die Bedürfnisse abgestimmt sind, oft unterstützt durch Technologie wie Hautscanner oder Online-Befragungen.
    Custom-Made Make-up: Auch im Bereich Make-up gibt es Trends hin zu personalisierten Produkten, die speziell auf die Hautfarbe und den Teint abgestimmt sind.
4.3. Technologische Innovationen
    Smart Beauty Devices: Geräte wie Hautscanner, Gesichtsbürsten und Lichttherapiegeräte sind zunehmend in der Hautpflege integriert und ermöglichen eine professionellere Pflege zu Hause.
    Virtuelle Try-Ons: Dank Augmented Reality (AR) können Verbraucher Make-up und Frisuren virtuell ausprobieren, bevor sie Produkte kaufen.
5. Soziale und kulturelle Einflüsse
    Diversity und Inklusivität: Die moderne Kosmetikindustrie bewegt sich hin zu mehr Vielfalt, indem sie Produkte für alle Hauttypen und -farben anbietet und inklusive Werbung macht.
    Social Media und Influencer: Plattformen wie Instagram, YouTube und TikTok haben die Art und Weise verändert, wie Kosmetik vermarktet und konsumiert wird, wobei Influencer eine Schlüsselrolle spielen.
6. Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden
    Ganzheitliche Schönheit: Moderne Kosmetik geht über das bloße äußere Erscheinungsbild hinaus und fördert ein ganzheitliches Wohlbefinden, einschließlich mentaler Gesundheit und Selbstpflege.
    Regulierung und Sicherheit: Strenge Vorschriften und Sicherheitsstandards sind entscheidend, um sicherzustellen, dass Kosmetikprodukte sicher und für den täglichen Gebrauch geeignet sind.
7. Schlussfolgerung
Die moderne Kosmetik ist eine facettenreiche und dynamische Industrie, die traditionelle Schönheitspflege mit innovativen Technologien und nachhaltigen Praktiken verbindet. Sie spiegelt die sich verändernden Schönheitsideale und Werte der Gesellschaft wider und bietet Produkte, die weit über die Ästhetik hinausgehen, um Gesundheit, Wohlbefinden und individuelle Ausdruckskraft zu fördern.
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Dieses Referat bietet einen umfassenden Überblick über die moderne Kosmetik, ihre Entwicklung, Trends und ihren sozialen und kulturellen Einfluss.

Die modernen Bio Kosmetik
Moderne Bio-Kosmetik: Prinzipien, Trends und Zukunft
1. Einführung
Bio-Kosmetik, auch als natürliche oder organische Kosmetik bekannt, ist ein Bereich der Kosmetikindustrie, der sich auf die Verwendung von Inhaltsstoffen aus natürlichen, oft biologisch zertifizierten Quellen konzentriert. Die moderne Bio-Kosmetik zielt darauf ab, Schönheits- und Hautpflegeprodukte anzubieten, die umweltfreundlich sind und auf der Basis von natürlichen Inhaltsstoffen formuliert werden, um sowohl der Haut als auch dem Planeten zugutekommen.
2. Grundprinzipien der Bio-Kosmetik
2.1. Natürliche Inhaltsstoffe
    Definition: Bio-Kosmetik verwendet Inhaltsstoffe, die natürlichen Ursprungs sind und ohne synthetische Chemikalien, Parabene, Sulfate oder andere potenziell schädliche Substanzen auskommen.
    Beispiele: Pflanzenextrakte, ätherische Öle, natürliche Wachse, und organische Fette.
2.2. Biologische Herkunft
    Zertifizierungen: Produkte sind oft durch Zertifizierungen wie „Bio“, „EcoCert“ oder „COSMOS“ gekennzeichnet, die garantieren, dass die Inhaltsstoffe aus biologischem Anbau stammen und nach umweltfreundlichen Methoden produziert wurden.
    Anbaupraktiken: Bio-Kosmetik verwendet Rohstoffe aus zertifizierten biologischen Landwirtschaftsprozessen, die ohne synthetische Pestizide oder Gentechnik angebaut werden.
2.3. Nachhaltigkeit
    Verpackung: Bio-Kosmetikmarken setzen auf umweltfreundliche, recycelbare oder kompostierbare Verpackungen, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren.
    Kreislaufwirtschaft: Einige Marken integrieren Prinzipien der Kreislaufwirtschaft, indem sie Rücknahmesysteme oder nachfüllbare Verpackungen anbieten.
3. Vorteile der Bio-Kosmetik
3.1. Hautfreundlichkeit
    Weniger Allergene: Bio-Kosmetik vermeidet häufige Allergene und Reizstoffe, die in konventionellen Kosmetikprodukten vorkommen können.
    Sanfte Pflege: Natürliche Inhaltsstoffe wie Aloe Vera, Kamille und Sheabutter sind oft sanfter zur Haut und unterstützen die natürliche Hautregeneration.
3.2. Umweltfreundlichkeit
    Reduzierte Umweltbelastung: Der Verzicht auf synthetische Chemikalien und der Einsatz biologisch abbaubarer Verpackungen tragen zur Verringerung der Umweltverschmutzung bei.
    Erhalt der Biodiversität: Bio-Kosmetik fördert den Anbau von Pflanzen ohne den Einsatz von Gentechnik und schädlichen Chemikalien, was die biologische Vielfalt unterstützt.
4. Trends in der modernen Bio-Kosmetik
4.1. Transparenz und Rückverfolgbarkeit
    Zutatenlisten: Verbraucher verlangen zunehmend transparente Angaben zu den Inhaltsstoffen und deren Herkunft.
    Rückverfolgbarkeit: Marken bieten Informationen darüber, wie und wo ihre Zutaten angebaut und verarbeitet werden.
4.2. Innovation und Technologie
    Bio-Technologie: Die Integration von fortschrittlichen biotechnologischen Methoden zur Gewinnung von Wirkstoffen aus Pflanzen und Mikroorganismen.
    Natürliche Wirkstoffe: Innovative Formulierungen nutzen neu entdeckte natürliche Inhaltsstoffe wie Adaptogene und Algenextrakte, die spezifische Hautbedürfnisse adressieren.
4.3. Personalisierung
    Individuelle Produkte: Personalisierte Bio-Kosmetikprodukte werden zunehmend angeboten, die auf den spezifischen Hauttyp und die Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmt sind.
    Individualisierte Pflege: Marken bieten maßgeschneiderte Hautpflegeroutinen und -produkte, die auf individuelle Hautanalysen basieren.
5. Herausforderungen der Bio-Kosmetik
5.1. Kosten
    Preisgestaltung: Bio-Kosmetikprodukte sind häufig teurer als konventionelle Produkte, da biologische Inhaltsstoffe und umweltfreundliche Herstellungsprozesse höhere Kosten verursachen.
5.2. Haltbarkeit
    Produktstabilität: Naturkosmetik kann oft eine kürzere Haltbarkeit haben als synthetische Kosmetikprodukte, da sie keine künstlichen Konservierungsstoffe enthalten.
5.3. Markenzertifizierungen
    Echtheit der Zertifizierungen: Es gibt eine Vielzahl von Zertifizierungen, und nicht alle sind gleich streng. Verbraucher müssen darauf achten, authentische Bio-Zertifikate zu erkennen.
6. Zukunft der Bio-Kosmetik
6.1. Weiterentwicklung von Standards
    Strengere Vorschriften: Die Entwicklung und Einführung strengerer Standards und Zertifizierungen könnte die Glaubwürdigkeit der Bio-Kosmetikbranche stärken.
    Forschung und Innovation: Fortlaufende Forschung wird dazu beitragen, neue natürliche Wirkstoffe zu entdecken und die Wirksamkeit von Bio-Kosmetik weiter zu verbessern.
6.2. Breitere Akzeptanz
    Mainstream-Verbreitung: Bio-Kosmetik wird zunehmend im Mainstream akzeptiert, da Verbraucher immer mehr auf Nachhaltigkeit und Gesundheit achten.
    Globalisierung: Der Markt für Bio-Kosmetik wächst global, da immer mehr Länder Interesse an nachhaltigen und umweltfreundlichen Produkten zeigen.
7. Schlussfolgerung
Moderne Bio-Kosmetik repräsentiert einen bedeutenden Fortschritt in der Schönheits- und Hautpflegebranche, der auf Nachhaltigkeit, natürliche Inhaltsstoffe und ethische Praktiken setzt. Trotz Herausforderungen wie höheren Kosten und Haltbarkeit bietet die Bio-Kosmetik zahlreiche Vorteile für Hautgesundheit und Umwelt. Die Zukunft der Branche sieht vielversprechend aus, mit kontinuierlicher Innovation und wachsender Akzeptanz bei Verbrauchern weltweit.
Zitat
Dieses Referat gibt einen umfassenden Überblick über die moderne Bio-Kosmetik, einschließlich ihrer Prinzipien, Vorteile, aktuellen Trends und Herausforderungen sowie einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Branche.

Hier ist eine detaillierte Anleitung, wie man Cremen herstellt, einschließlich der grundlegenden Prinzipien, der benötigten Zutaten und eines praktischen Beispiels für eine einfache Creme:
Herstellung von Cremen: Ein Leitfaden
1. Einführung
Cremen sind kosmetische Produkte, die zur Pflege der Haut entwickelt wurden und verschiedene Funktionen erfüllen, wie Feuchtigkeitsspenden, Schutz und Anti-Aging. Die Herstellung von Cremen umfasst das Mischen von verschiedenen Zutaten in bestimmten Proportionen, um eine homogene und effektive Formulierung zu erzielen.
2. Grundlegende Prinzipien der Cremeherstellung
2.1. Zutaten
    Wasser: Der Hauptbestandteil vieler Cremes, der als Basis dient und die Haut mit Feuchtigkeit versorgt.
    Fette und Öle: Sie pflegen und schützen die Haut, indem sie Feuchtigkeit einschließen und eine Schutzbarriere bilden. Beispiele sind Sheabutter, Kakaobutter, Jojobaöl und Mandelöl.
    Emulgatoren: Diese Stoffe helfen dabei, Wasser und Öle zu mischen und eine stabile Creme zu bilden. Beispiele sind Bienenwachs, Emulsionswachs oder Lecithin.
    Wirkstoffe: Zutaten wie Vitamine, Pflanzenextrakte und ätherische Öle, die spezifische Hautbedürfnisse ansprechen, wie Anti-Aging, Beruhigung oder Aufhellung.
    Konservierungsmittel: Verhindern das Wachstum von Mikroben und verlängern die Haltbarkeit der Creme. Beispiele sind ätherische Öle mit antimikrobiellen Eigenschaften oder synthetische Konservierungsstoffe.
    Säuren und Basen: Sie helfen, den pH-Wert der Creme anzupassen, um die Hautverträglichkeit zu gewährleisten.
2.2. Schritte zur Herstellung
    Vorbereitung: Stellen Sie sicher, dass alle Werkzeuge und Zutaten sauber sind. Dazu gehören Rührschüsseln, Löffel, Messbecher und ein Handmixer.
    Wasser- und Ölphase trennen: Viele Cremen bestehen aus einer Wasserphase und einer Ölphase. Jede Phase wird separat erhitzt und gemischt, bevor sie kombiniert wird.
    Erhitzen: Erhitzen Sie die Wasser- und Ölphasen auf etwa 70–75°C, bis alle festen Bestandteile geschmolzen und vollständig aufgelöst sind.
    Emulgieren: Mischen Sie die Wasser- und Ölphasen zusammen, während Sie kontinuierlich rühren, um eine Emulsion zu bilden. Dies kann mit einem Handmixer oder Rührgerät erfolgen.
    Abkühlen: Lassen Sie die Mischung auf etwa 40°C abkühlen. Während des Abkühlens können Sie empfindliche Inhaltsstoffe wie ätherische Öle oder Vitamine hinzufügen.
    Konservierung: Fügen Sie Konservierungsmittel hinzu, wenn Ihre Rezeptur dies erfordert.
    Abfüllen: Füllen Sie die Creme in saubere, sterilisierte Behälter ab und verschließen Sie sie gut, um die Frische zu erhalten.
3. Beispielrezept: Einfache Feuchtigkeitscreme
Zutaten
    Wasserphase:
        70 ml destilliertes Wasser
        10 ml Aloe Vera Gel
    Ölphase:
        15 ml Jojobaöl
        10 ml Sheabutter
        5 g Bienenwachs
    Emulgator:
        5 g Emulsionswachs
    Wirkstoffe:
        5 Tropfen Vitamin E-Öl (Antioxidans)
        5 Tropfen ätherisches Lavendelöl (duftend und beruhigend)
    Konservierungsmittel (optional, je nach Haltbarkeit):
        0,5 g optische Konservierung oder ein ätherisches Öl mit antimikrobiellen Eigenschaften
Anleitung
    Vorbereitung: Sterilisieren Sie alle Utensilien und Behälter.
    Wasserphase: Mischen Sie das destillierte Wasser und das Aloe Vera Gel in einer hitzebeständigen Schüssel.
    Ölphase: Schmelzen Sie die Sheabutter und das Bienenwachs in einer anderen hitzebeständigen Schüssel im Wasserbad. Fügen Sie das Jojobaöl hinzu und rühren Sie gut um.
    Emulgator: Fügen Sie das Emulsionswachs zur Ölphase hinzu und rühren Sie, bis es vollständig geschmolzen ist.
    Erhitzen: Erhitzen Sie beide Phasen (Wasser und Öl) auf etwa 70–75°C.
    Mischen: Gießen Sie die Wasserphase langsam in die Ölphase, während Sie kontinuierlich rühren, bis eine homogene Emulsion entsteht.
    Abkühlen und Hinzufügen der Wirkstoffe: Lassen Sie die Mischung auf etwa 40°C abkühlen. Fügen Sie dann das Vitamin E-Öl und das ätherische Lavendelöl hinzu. Rühren Sie gut um.
    Konservierung: Falls gewünscht, fügen Sie das Konservierungsmittel hinzu.
    Abfüllen: Füllen Sie die Creme in saubere, sterilisierte Behälter ab und verschließen Sie diese gut.
4. Tipps für die Herstellung
    Hygiene: Achten Sie darauf, dass alle Utensilien und Behälter gründlich gereinigt und sterilisiert sind, um Verunreinigungen zu vermeiden.
    Messen und Rühren: Präzises Messen der Zutaten und gründliches Rühren sind entscheidend für eine gute Konsistenz und Stabilität der Creme.
    Testen: Testen Sie die Creme auf einer kleinen Hautfläche, um sicherzustellen, dass keine allergischen Reaktionen auftreten.
5. Schlussfolgerung
Die Herstellung von Cremen ist eine Kombination aus Wissenschaft und Kunst, bei der es darum geht, die richtigen Zutaten in den richtigen Proportionen zu kombinieren, um ein effektives und angenehmes Produkt zu schaffen. Durch das Verständnis der grundlegenden Prinzipien und sorgfältiges Arbeiten können Sie Ihre eigenen Hautpflegeprodukte herstellen, die auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Vorlieben abgestimmt sind.
Zitat
Dieses Referat bietet eine umfassende Einführung in die Herstellung von Cremen, einschließlich der grundlegenden Prinzipien, einer detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitung und praktischer Tipps für die Cremeherstellung.

Unter Hydrierung versteht man in der Chemie die Addition von Wasserstoff an andere chemische Elemente oder Verbindungen. Eine in der organischen Chemie sehr häufig durchgeführte chemische Reaktion ist die addierende Hydrierung von C=C-Doppelbindungen.
Das ist eine präzise Erklärung zur Hydrierung in der Chemie. Um den Begriff und die Reaktion weiter zu erläutern, hier ein detaillierter Überblick über die Hydrierung, insbesondere die addierende Hydrierung von C=C-Doppelbindungen:
Hydrierung in der Chemie: Ein Überblick
1. Einführung
In der Chemie bezeichnet der Begriff „Hydrierung“ die Addition von Wasserstoff (H₂) zu chemischen Verbindungen. Dies geschieht häufig in der organischen Chemie, besonders bei der Umwandlung von Doppel- und Dreifachbindungen in Einfachbindungen. Diese Reaktion ist besonders wichtig in der industriellen Chemie zur Herstellung von gesättigten Verbindungen aus ungesättigten.
2. Grundlagen der Hydrierung
2.1. Definition
    Hydrierung: Eine chemische Reaktion, bei der Wasserstoffatome zu einer organischen Verbindung hinzugefügt werden. Dies führt in der Regel zu einer Erhöhung der Anzahl der Wasserstoffatome und einer Reduktion der Anzahl der Doppel- oder Dreifachbindungen in der Verbindung.
2.2. Reaktionsart
    Addierende Hydrierung: Diese spezifische Art der Hydrierung bezieht sich auf die Addition von Wasserstoff an Doppelbindungen (C=C) oder Dreifachbindungen (C≡C) in organischen Molekülen.
3. Addierende Hydrierung von C=C-Doppelbindungen
3.1. Reaktionsmechanismus
    Katalysator: Die Hydrierung erfolgt in der Regel in Gegenwart eines Katalysators wie Platin (Pt), Palladium (Pd) oder Nickel (Ni). Diese Katalysatoren helfen, die Reaktion zu beschleunigen, indem sie den Wasserstoff aktivieren und die Doppelbindung der organischen Verbindung an der Oberfläche des Katalysators binden.
    Addition von Wasserstoff: Der Wasserstoffmolekül (H₂) wird auf die Doppelbindung (C=C) der organischen Verbindung übertragen. Der Katalysator zerlegt das Wasserstoffmolekül in zwei Wasserstoffatome, die dann an die Kohlenstoffatome der Doppelbindung addiert werden.
    Sättigung: Die Doppelbindung wird durch die Addition von Wasserstoff in eine Einfachbindung umgewandelt, was zu einem gesättigten Produkt führt.
3.2. Beispielreaktion
    Reaktion von Ethen (Ethylen) mit Wasserstoff:
        Ausgangsstoff: Ethen (C₂H₄), eine ungesättigte Verbindung mit einer Doppelbindung.
        Produkt: Ethan (C₂H₆), eine gesättigte Verbindung nach der Hydrierung.
    Chemische Gleichung:
    C2H4+H2→KatalysatorC2H6
    C2H4+H2Katalysator
    C2H6
4. Anwendungen der Hydrierung
4.1. Industrie
    Fetthärtung: In der Lebensmittelindustrie wird die Hydrierung verwendet, um ungesättigte Fettsäuren in gesättigte Fettsäuren umzuwandeln. Dies wird häufig bei der Herstellung von Margarine und anderen festen Fetten verwendet.
    Kraftstoffproduktion: Hydrierung wird auch zur Herstellung von verschiedenen Kraftstoffen und petrochemischen Produkten verwendet, z.B. bei der Herstellung von Benzin und Diesel aus ungesättigten Verbindungen.
4.2. Pharmazeutische Industrie
    Medikamentenherstellung: In der pharmazeutischen Industrie wird Hydrierung genutzt, um spezifische gesättigte Verbindungen zu erzeugen, die für Medikamente wichtig sind.
5. Vorteile und Nachteile der Hydrierung
5.1. Vorteile
    Veränderung der Eigenschaften: Durch die Sättigung von Doppel- oder Dreifachbindungen können die chemischen und physikalischen Eigenschaften der Verbindungen gezielt verändert werden, z.B. Stabilität und Haltbarkeit.
    Industrielle Effizienz: Die Verwendung von Katalysatoren und kontrollierten Reaktionsbedingungen ermöglicht eine effiziente und skalierbare Produktion von gesättigten Verbindungen.
5.2. Nachteile
    Nebenprodukte: In einigen Fällen können Nebenprodukte entstehen, die entfernt werden müssen, um die Reinheit des gewünschten Produkts sicherzustellen.
    Energieverbrauch: Die Hydrierung kann energieintensiv sein, insbesondere bei der Erzeugung und Handhabung von Katalysatoren und Reaktionsbedingungen.
6. Fazit
Die Hydrierung ist eine wesentliche Reaktion in der organischen Chemie, die es ermöglicht, ungesättigte Verbindungen in gesättigte Verbindungen umzuwandeln. Dies hat weitreichende Anwendungen in der Industrie, insbesondere bei der Herstellung von Lebensmitteln, Kraftstoffen und pharmazeutischen Produkten. Das Verständnis dieser Reaktion und ihrer Mechanismen ist entscheidend für die Entwicklung und Verbesserung von chemischen Prozessen und Produkten.
Zitat
Dieses Referat bietet eine umfassende Erklärung der Hydrierung, insbesondere der addierenden Hydrierung von C=C-Doppelbindungen, einschließlich ihrer Prinzipien, Mechanismen, Anwendungen und der Vor- und Nachteile.
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🍋 Zitronen wirkt leicht diuretisch (entwässernd) und beschleunigt daher die Ausscheidung von überflüssigem Wasser sowie von Schad- und Giftstoffen mit dem Urin. Von den entgiftenden Fähigkeiten der Zitronen kann man schon allein dann profitieren, wenn man täglich ein Glas Zitronenwasser trinkt.
Der Saft der Zitrone enthält reichlich Vitamin C. So wirkt Zitronenwasser antibakteriell und entzündungshemmend und stärkt die Abwehrkräfte des Körpers. Allerdings ist Vitamin C sehr hitzeempfindlich, deshalb lohnt es sich, auch kaltes Zitronenwasser zu trinken.
Zu viel Vitamin C, sodass es dem Körper schadet, kann man über normale Lebensmittel nicht zu sich nehmen.
Auch bei Erkältung oder anderen Erkrankungen der Atemwege soll die Zitrone neben dem Bett helfen. Hier spielen die ätherischen Öle der Zitronenscheiben ebenfalls eine entscheidende Rolle. Sie beruhigen die Atemwege und sorgen so für einen ruhigeren Schlaf. Zudem hat die Zitrusfrucht eine antibakterielle Wirkung.
Außerdem schont Zitronenwasser die Leber, indem es ihr die Verdauung von Zucker und Fett erleichtert!
Zitronenwasser ist unglaublich einfach selbst herzustellen! Du nimmst einfach den Saft einer halben Zitrone (wenn Du es gerne sehr sauer magst, kannst Du auch eine ganze Zitrone nehmen) und mischt den Saft dann mit ca. 250 ml kaltem oder warmen/heißem Wasser, je nach Belieben.
🍋 Am besten trinkst Du dieses Wunderwasser dann gleich zu Beginn des Tages, noch vor dem Frühstück, um all seine unglaublichen gesundheitlichen Vorteile, wie zum Beispiel die folgenden Info, voll auszunutzen!
1. Boost für Dein Immunsystem!
Durch den hohen Vitamin-C-Gehalt der Zitrone (50 mg/100 g) wird Dein Immunsystem bestens unterstützt! Die schleimlösenden und antibakteriellen Eigenschaften der Zitrone helfen Dir wiederum bei Erkältungen und Entzündungen!
2. Gut für den pH-Wert!
Auch wenn Zitronen sauer schmecken, in Form von Zitronenwasser wirken sie alkalisch, also basenbildend, im Körper und können so vor Übersäuerung schützen!
3. Regt Gallenflüssigkeit an!
Zitronenwasser regt die Produktion von Gallenflüssigkeit an und unterstützt somit den Verdauungsprozess!
4. Gegen Entzündungen!
Zitronenwasser reduziert Entzündungen und trägt somit vor allem zur Heilung von davon betroffenen Gelenken bei und lindert dadurch auch entzündungsbedingte Schmerzen.
5. Unterstützt den Detox-Prozess!
Auch beim Entgiften ist ein tägliches Glas Zitronenwasser enorm hilfreich! Die darin enthaltene Zitronensäure unterstützt den Körper bei der Ausscheidung von Giftstoffen, wodurch sich Zitronenwasser auch bestens als zusätzliche Maßnahme bei einer Detox-Kur eignet!
6. Stärkt Deine Leber!
Vor allem warmes Zitronenwasser die Leber und fördert sogar ihren Regenerationsprozess sowie die Erneuerung ihrer Zellen! Außerdem schont Zitronenwasser die Leber, indem es ihr die Verdauung von Zucker und Fett erleichtert!
7. Verbessert Dein Hautbild!

Die Vorteile von Zitronenwasser wirken sich nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich auf Deinen Körper aus! Denn jede Menge Antioxidantien lassen Deine Haut strahlen und wehren Freie Radikale ab! Stärkt Dein Zahnfleisch!
Die im Zitronenwasser enthaltenen ätherischen Öle der Zitrone kräftigen Dein Zahnfleisch, helfen bei Entzündungen in der Mundhöhle und wirken Parodontose entgegen. Mehr Infos zu den heilenden Eigenschaften von Zitronenöl findest Du hier!
Noch mehr Gründe, warum Du unbedingt täglich Zitronenwasser trinken solltest, findest
Die Zitrone ist die saure Frucht schlechthin.
Sie wird immer dann genutzt, wenn ein Getränk oder eine Speise saure Frische braucht.
Diese Säure belebt, regt den Appetit an und bringt die Verdauung in Schwung.
Durch ihren Vitamin-C Gehalt hilft die Zitrone auch gegen Frühjahrsmüdigkeit und Abwehrschwäche.
Das erklärt auch die kräftige wirkung einer heissen Zitrone, wenn man eine Erkältung verhindern oder lindern will.
Doch nicht nur der Zitronensaft kommt im Alltag und in der Heilkunde zum Einsatz. Die würzige Schale der Zitrone ergibt einen schmackhaften Tee und das ätherische Öl wird überall dort eingesetzt, wo es auf ein frisches Aroma ankommt.
🍋 Anwendung
Die Zitrone wird vor allem als Frucht und als Zitronensaft angwendet.
Man kann jedoch auch die würzige Schale und das ätherische Öl verwendet.
Sehr köstlich ist auch Zitronenblütenhonig, der das zarte, blumige Aroma der Zitronenblüten als Brotaufstrich verfügbar macht.
🍋 Zitrone als Frucht
Als Frucht hat die Zitrone eine ausgeprägte Heilwirkung.
Diese Wirkung hat die Zitrone in erster Linie aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehaltes.
Durch das Vitamin C kann die Zitrone das Immunsystem stärken und Infektionskrankheiten verhindern oder lindern.
Die Zitronensäure im Zitronensaft wirkt nicht nur belebend, sondern hat erstaunlicherweise eine lindernde Wirkung auf Sodbrennen. Das liegt an der puffernden Wirkung der anderen Bestandteile im Zitronensaft.
Doch nicht nur der reine Saft hat eine günstige Wirkung auf die Gesundheit.
Die ganze (geschälte) Frucht enthält noch einige andere Wirkstoffe, die die Heilkraft noch stärker und vielseitiger machen als die Wirkung des reinen Saftes.
Wie viele Früchte ist im Fruchtfleisch reichlich Pektin enthalten und in den Zwischenhäuten befinden sich Flavonoide.
Das Pektin stärkt die Bauchspeicheldrüse.
Die Flavonoide haben zahlreiche Wirkungen, u.a. beugen sie Krebs und Herzinfarkt vor.
Der Zustand der Arterien wird verbessert und die Blutfettwerte werden gesenkt. Auch die Venen profitieren von den Wirkstoffen der Zitrone, sie werden gestärkt und abgedichtet, sodass Krampfadern verringert werden.
➦ Sogar der Augeninnendruck bei grünem Star soll etwas gemildert werden.
Ferner sollen Zitronen auch gegen Rheuma, Gicht und andere Gelenkbeschwerden helfen.
Eine besonders wirksame Massnahme zur Verbesserung der Gesundheit ist es also, wenn man täglich eine Zitrone isst.
Das schmeckt zwar sauer, aber man kann sich an den Geschmack durchaus gewöhnen und profitiert dann vom gesteigerten Wohlbefinden.
🍋 Heisse Zitrone
Heisse Zitrone Ein Klassiker zur Behandlung von Erkältungen ist die heisse Zitrone.
Man kann sie trinken, wenn man von der Erkältung geplagt wird. Viel besser wirkt sie jedoch, wenn man sie schon im Vorfeld trinkt, sobald man die Erkältung herannahen spürt oder wenn man sich verkühlt hat. Dann gelingt es der heissen Zitrone oftmals, den vollen Ausbruch der Erkältung zu verhindern.
🍋 So bereitet man eine heisse Zitrone zu:
    Heisses Wasser in eine Tasse giessen. Dabei sollte noch Platz für den Zitronensaft bleiben.
    Eine halbe bis ganze Zitrone auspressen und zu dem heissen Wasser geben.
    Wer kräftige Hände hat, kann die Zitrone auch direkt über der Tasse ausdrücken.
    Auf Wunsch kann man die heisse Zitrone mit etwas Honig süssen.
    In kleinen Schlucken trinken.
🍋 Zitronenwasser
Die desinfizierende und puffernde Wirkung der Zitrone kann man sich auch als Kaltgetränk zunutze machen.
Dazu gibt man einige Spritzer Zitronensaft in kaltes Wasser.
Schon etwa 2% Zitronensaft reichen aus, um bakterienhaltiges Wasser zu reinigen. Das ist vor allem in tropischen Ländern von Interesse, wenn man keine Gelegenheit hat, sauberes oder abgekochtes Wasser zu erhalten oder als Ergänzung zum Abkochen.
Mit Zitronenwasser als Getränk kann man zudem die Verdauung anregen und die Abwehrkräft stärken.
🍋 Zitronenschalentee
Getrocknete Stücke der unbehandelten Zitronenschale kann man als Zitronenschalen-Tee verweden.
Er wirkt leicht verdauungsfördernd. Daher kann man ihn beispielsweise gegen Appetitlosigkeit und Verstopfung einsetzen.
Meistens werden Zitronenschalenstücke jedoch vor allem wegen ihres angenehmen Geschmackes in Teemischungen verwendet.
Als Bestandteil der Mischtees kann man das frisch-würzige Aroma mit der Heilwirkung verbinden.
🍋 Zitronenschale als Gewürz
In Kuchen und Gebäck, aber auch in der exotischen Küche, wird die äussere, gelbe Schicht der Zitronenschale gerne als Gewürz verwendet.
Diese gelbe Schalenschicht ist besonders aromatisch, denn sie enthält die meisten ätherischen Öle.
Meistens wird die unbehandelte Zitronenschale fein abgerieben, um das Aroma voll nutzen zu können.
Hierbei ist es sehr wichtig, dass es sich um ungespritze Zitronen handelt, denn gespritze Zitronenschale ist schädlich für die Gesundheit. Auch sollte die Zitrone nicht mit irgendwelchen Wachsen behandelt worden sein, um sie länger frisch zu halten.
Am besten verwendet man zur Nutzung der Zitronenschale Bio-Zitronen.
Geriebene Zitrone schmeckt nicht nur aromatisch, sondern sie regt auch die Verdauungsorgane an.
Äusserliche Anwendung
Die Zitrone bietet zahlreiche Möglichkeiten der äusserlichen Anwendung.
🍋 Ätherisches Zitronenöl
Das ätherische Zitronenöl ist relativ preiswert, weil es im Vergleich zu anderen ätherischen Ölen einfach zu gewinnen ist.
Weil Zitronenöl angenehm frisch wirkt, wird es in vielen Produkten des Alltags reichlich eingesetzt, beispielsweise in Duschgels und Putzmitteln.
Der Einsatz in Putzmitteln hat sogar einen sinnvollen Hintergrund, denn Zitronenaroma stärkt die Freude am Putzen. Wenn man ätherisches Zitronenöl riecht, entsteht ein Drang, um sich herum alles sauber zu machen. Ausserdem wirkt ätherisches Zitronenöl mild desinfizierend, was auch ein sinnvoller Effekt beim Putzen ist. Auch in Duschgels und Deos macht man sich die antibakterielle und erfrischende Wirkung des Zitronenöls zunutze.
🍋 Massageöl
In Massageölen wirkt ätherisches Zitronenöl belebend und durchblutungsfördernd. Daher kann eine solche Massage gegen Muskelkater und Verspannungen helfen.
Für ein Massageöl gibt man etwa 5-20 Tropfen ätherisches Zitronenöl auf 100 ml gutes, fettes Öl, z.B.Mandelöl oder Jojobaöl. Die Menge des Zitronenöls hängt vom persönlichen Geschmack ab und wie man das Massageöl verwenden will.
Einreibungen mit Zitronensaft
Zitronensaft hat eine günstige Wirkung auf die Haut und das darunterliegende Gewebe. Diese Wirkung kann man einerseits durch die antibakerielle und entzündungshemmende Wirkung des Zitronensaftes erklären. Ausserdem hilft die Zitronensäure beim Erhalt des Säureschutzmantels der Haut.
Die Haut wird durch verdünnten Zitronensaft gereinigt und geschmeidig.
Daher eignet sich Zitronensaft sowohl zur Behandlung von jugendlicher Aknehaut als auch zur Straffung alternder Faltenhaut.
Man kann verdünnten Zitronensaft anstelle eines Gesichtswassers einsetzen.
Auch zur Handpflege ist die Zitrone gut geeignet. Dazu kann man ein Stück Zitrone ans Waschbecken legen und sich nach dem Händewaschen die Hände damit einreiben. Die Haut der Hände wird durch den Zitronensaft erstaunlich sanft und glatt.
Da Zitronensaft ansonsten jedoch leicht hautreizend wirkt, sollte man ihn zu anderen Zwecken besser verdünnt anwenden.
So verdünnt kann Zitronensaft unter anderem auch Sonnenbrand lindern.
🍋 Zitronensaft-Bäder
Als Bad angewendet kann Zitronensaft gegen Krampfadern, Cellulite und Besenreiser helfen.
Auf ein Vollbad gibt man etwa fünf ausgepresste Zitronen.
Alternativ zum Vollbad kann man die Beine auch mit Zitronenwasser einreiben oder eine Zitronenwasser-Kompresse auf die betroffenen Stellen legen.
🍋 Duftlampe
In der Duftlampe verströmt das ätherische Zitronenöl sein klärendes Aroma.
Daher eignet es sich gut, um neue Frische in Räume zu bringen.
Auf des Menschen wirkt der Duft der Zitrone einerseits belebend, andererseits aber auch beruhigend aufgrund der entkrampfenden Wirkung.
So kann Zitronenaroma sowohl beim Munterwerden als auch beim Entspannen und Einschlafen helfen, auch wenn das paradox klingt.
📖 Geschichte
Wo die Zitrone zuerst entstand, ist nicht vollständig geklärt. Man vermutet jedoch, dass sie vor über tausend Jahren in Nordindien entstand.
Die Zitrone ist eine Kreuzung aus mehreren anderen Zitrusfrüchten, vermutlich aus der dickschaligen Zitronatzitrone und der Bitterorange.
Gegen 1000 n.Chr. wird die Zitrone erstmals eindeutig erwähnt. Man kannte sie damals im Mittelmeerraum als auch in China.
Ab dem 13. Jahrhundert wurde die Zitrone in Spanien und Süditalien angebaut.
Der saure Zitronensaft spielte schon in der Küche des Mittelalters eine gewisse Rolle.
Im 16. Jahrhundert wurde der Anbau von Zitruspflanzen aller Art auch in Deutschland sehr beliebt. In vielen Städten entstanden sogenannte Orangerien, das sind Gärten, in denen Zitruspflanzen kultiviert wurden. Im Winter wurden die empfindlichen Pflanzen in extra dafür gebaute Häuser gebracht.
Heutzutage stellen die Orangerien häufig Räumlichkeiten für kulturelle Ereignisse dar.
Inzwischen wird die Zitrone in vielen warmen Gegenden der Welt angebaut und stellt aufgrund ihrer fruchtigen Säure eine wichtige Frucht im Welthandel dar.
🍋 Pflanzenbeschreibung
Zitronenblüte Die Zitrone ist vermutlich ursprünglich in Nordindien heimisch, man findet sie heutzutage jedoch in vielen warmen Gegenden der Welt.
Der kleine Baum wird bis zu 5 Meter hoch, in seltenen Fällen sogar bis zu zehn Meter.
An seinen Zweigen trägt der Zitronenbaum einige Stacheln.
Die immergrünen Blätter sind ledrig und glänzen. Sie sind eiförmig und haben Spitzen.
Das ganze Jahr über entstehen die anmutigen, weissen Blüten, die zart duften.
Aus den Blüten entwickeln sich innerhalb eines Jahres die bekannten gelben Früchte. Bevor die Früchte reif und gelb sind, sind sie zunächst über einen längeren Zeitraum hinweg grünfarbig.
Die ovalen Früchte haben eine relativ dicke Schale, die innen weisslich ist. Die Schalen riechen stark aromatisch.
Im Innern bestehen die Zitronen aus den für Zitrusfrüchten typischen Fruchtspalten, bei denen das Fruchtfleisch von einer weiteren Haut umgeben ist.
🪴 Anbau
Die Zitrone mag zwar keinen Frost, hält aber kurzzeitige Frostperioden bis -5°C aus.
Daher findet man die Zitrone inzwischen auch häufig als Kübelpflanze in mitteleuropäischen Gärten, wo sie im Wintergarten oder Treppenhaus überwintert.
Man kann Zitronenbäumchen aus Zitronenkernen anziehen, dann dauert es aber einige Jahre, bis das Bäumchen erstmals Früchte trägt, wenn überhaupt.
Deutlich schneller geht es, wenn man aus einem vorhandenen Zitronenbaum Stecklinge schneidet und Wurzeln bilden lässt. Die sauber abgeschnittenen Zitronen-Stecklinge bilden bei warmer Zimmertemperatur innerhalb von vier bis sechs Wochen reichlich Wurzeln aus.
Als Standort sollte man einen sonnigen, warmen Platz wählen, an dem jedoch auch ab und zu ein Lüftchen weht. Man kann die Zitronenbäume wahlweise als Kübelpflanze im Garten oder Balkon kultivieren oder sogar als reine Zimmerpflanze.
Zitronen mögen einen neutralen Boden. Kalk mögen Zitronenbäume gar nicht, weder im Boden noch im Giesswasser.
Sie brauchen ausreichend Wasser, vor allem im Sommer, dürfen aber keinesfalls zu nass stehen, denn Staunässe vertragen die Bäumchen nicht.
Damit die Zitronenbäume reichlich tragen, sollte man sie etwa einmal in der Woche ein wenig düngen.
Die Zweige des Zitronenbaumes sollten hin und wieder zurückgeschnitten werden. Starkes Zurückschneiden bewirkt ein besonders starkes Wachstum der Pflanze, geringes Wachstum fördert eher die Bildung von Blüten und anschliessenden Früchten.
🍋 Sammeltipps
Zitronen sind reif, wenn sie warm sonnengelb sind.
Bei selbst angebauten Zitronen wartet man, bis sich die Früchte leicht vom Stiel ablösen oder gar von selbst herunterfallen.
Bei eingekauften Zitronen sollte man auf eine satte Farbe achten und dass die Früchte prall wirken, also nicht etwa verschrumpelt.
Wenn man die Schale nutzen will, sollte man unbedingt Biozitronen kaufen.
Die Schalen von Zitrusfrüchten beinhalten viele wertvolle Inhaltsstoffe, besonders Vitamin C. Doch auch weitere Vitamine, Mineralien wie Kalium und Kalzium sowie gesunde Aminosäuren stecken in den Schalen.
Darum werden getrocknete oder geriebene Zitrusschalen oder auch Fruchtöl in der Medizin und bei der Herstellung von Naturprodukten verwendet, zum Beispiel bei Verdauungsbeschwerden oder in Körperlotionen.
In diesem Beitrag geben wir Ihnen Tipps, wie Sie die Schalen von Zitronen, Orangen & Co. weiterverwenden können. So müssen Sie kein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie die Schalen achtlos in den Mülleimer werfen. Natürlich sollten Sie dazu nur Bio-Zitrusfrüchte verwenden!
Sirup oder Tee aus Orangenschalen
Die hellgelbe Zitrusfrucht zeichnet sich durch eine besonders dicke und runzelige Schale aus. Schneidet man die Zitrone auf, stellt man fest, dass sie nur wenig Fruchtfleisch, dafür aber umso mehr Schale besitzt. Das kann man sich für das Zitronat wunderbar zunutze machen.
Wer Zitronat mit Zucker herstellen möchte, geht exakt vor wie in dem obigen Rezept für das Orangeat. Lediglich die Bitterorangen müssen durch die Zitronatzitronen ersetzt werden. Wer hingegen lieber die zuckerfreie Variante wählt, nimmt das nun folgende Rezept.
🍋 Folgende Zutaten braucht man für zuckerfreies Zitronat:
    Bio-Zitronen (am besten Zitronatzitronen)
    Honig (am besten Akazienhonig)
    außerdem: Schraubgläser
Wer keine Möglichkeit hat, Zitronatzitronen für die Zubereitung von Zitronat zu bekommen, kann auch auf herkömmliche Zitronen zurückgreifen.
So wird das zuckerfreie Zitronat gemacht:
1: Die Bio-Zitronen werden heiß abgewaschen. Früchte gut abtropfen lassen. Dann wird die Schale vom Fruchtfleisch der Zitronen gelöst.
2: Zitronenschalen nun in Streifen schneiden und würfeln. Dann mit dem Honig vermischen und in die zuvor heiß ausgewaschenen Schraubgläser füllen. Die Fruchtschalen-Stückchen sollten dabei so gerade eben mit Honig bedeckt sein, also nicht darin schwimmen.
3: Die fertige Mischung in den Kühlschrank stellen und einige Tage lang durchziehen lassen. Fertig ist das Zitronat!
🍋 Zitrone-Tee
Zutaten: Zitrone, 1 L heißes Wasser (Honig)
    Waschen Sie die Zitronen vor dem Schälen gründlich ab und schälen Sie dann die Früchte.
    Reissen Sie die Zitronenschalen in kleine Stücke und lassen Sie diese ein paar Tage lang trocknen, bis die gesamte Feuchtigkeit verdunstet ist.
    Brühen Sie die Schalen mit kochendem Wasser auf und lassen Sie den Zitronentee etwa zehn Minuten lang abgedeckt ziehen.
🍋 Zitronen-Sirup
Zutaten: Zitronen, 2 kg Zucker, 1,5 Liter Wasser und 35 g Zitronensäure (https://de.wikipedia.org/wiki/Citronens%C3%A4ure) oder ➦ Ascorbinsäure (https://de.wikipedia.org/wiki/Ascorbins%C3%A4ure).
    Schälen Sie die Zitronen und achten Sie währenddessen darauf, möglichst wenig Fasern von der weißen Schicht an der Innenseite der Schale zu haben.
    Schneiden Sie die Schalen nun in schmale Streifen und geben Sie diese in einen großen Topf.
    Fügen Sie auch den Zucker, Wasser und Zitronensäure hinzu und bringen Sie die Zutaten zum Kochen.
    Lassen Sie die Mischung drei Stunden lang bei niedriger Temperatur köcheln. Zwischendurch immer wieder umrühren, damit sich nichts am Boden absetzt.
    Lassen Sie den nun andickenden Sirup etwa drei Tage lang ruhen.
    Geben Sie den Sirup nun durch ein Sieb, um die Zitronenschalen vom Rest des Sirups zu trennen. Nun können Sie den Stückchenfreien Sirup in Gläser füllen.
    Lagern Sie den Zitronen-Sirup im Kühlschrank.
🍋 Sommerliche Eiswürfel
Eine schöne Idee für den Sommer sind fruchtige Eiswürfel. Legen Sie dazu vorsichtig in jede Eiswürfel-Vertiefung ein kleines Stück Zitrusschale, giessen Sie kaltes Wasser darüber und frieren Sie die Würfel im Tiefkühlfach ein.
🍋 Zitrusaroma zum Backen
Eine weitere Möglichkeit, um Zitrusschalen wieder zu verwenden, ist der Abrieb. Sind die Zitrusfrüchte unbehandelt, können Sie die Schalen abreiben und trocknen lassen. Die getrockneten Raspeln können Sie zum Backen verwenden, indem Sie einen Teil des Abriebs unter den Teig heben. So haben Sie Ihr eigenes Aroma und müssen nicht auf teures Backaroma aus dem Supermarkt zurückgreifen.
Lagern Sie die geriebene Schale in einer Dose. So können Sie das Aroma mehrere Monate lang aufheben und für Gebäck, Soßen oder auch für Marmelade nutzen. Auch als Deko auf Gerichten eignen sich geraspelte Zitrusschalen prima!
🍋 Zitrusschalen als Kalklöser
Nicht nur die Schalen von Zitronen, auch die Schalen anderer Zitrusfrüchte beinhalten Zitronensäure, den besten natürlichen Kalklöser. Um Oberflächen oder Armaturen von Kalk zu befreien, nutzen Sie die Schalen wie einen Schwamm.
Reiben Sie die betroffenen Stellen mit den Schalen der ausgepressten Zitrusfrüchte ab und wischen Sie mit klarem Wasser nach. Durch die Säure in den Schalen lösen sich so die Kalkablagerungen.
🍋 Orangenschalen als Klarspüler
Anstatt teuren Klarspüler in der Drogerie zu kaufen, der meist auch noch voller Chemie und umweltschädlich ist, können Sie sich auch die natürliche Kraft der Zitrusschalen zu Nutze machen.
Legen Sie dazu vor dem Waschgang größere Schalenstücke in das Besteckkörbchen Ihrer Spülmaschine. Wenn Sie mögen, können Sie die Schalen vorher noch in ein kleines Säckchen geben und zuknoten. Die Zitrusschalen helfen beim Enthärten des Wassers und verbreiten gleichzeitig einen fruchtigen Duft in der Maschine.
🍋 Vitamin C gegen Hautunreinheiten
Hautunreinheiten können Sie mit Hilfe von Zitrusschalen behandeln. Das in den Schalen enthaltene Vitamin C hilft gegen Mitesser und Altersflecken. Reiben Sie mit der Innenseite der frisch gepellten Zitruschale über die betroffenen Hautstellen. Regelmäßig angewendet können Pickel schon nach kurzer Zeit abgemildert werden.
🍋 Zitrusschalen gegen unangenehme Gerüche
Der aromatische Duft von Zitrusfrüchten hilft gut gegen unangehme Gerüche. Eingesetzt wie Kaugummi, können Zitronenschalen beispielsweise Mundgeruch vertreiben. Da die Schalen jedoch Zitronensäure enthalten, sollten Sie diese Methode nicht zu oft anwenden - sonst greift die Säure Ihren Zahnschmelz an!
Kurz erhitzt im Backofen, verströmen Zitrusfrüchte den Duft ihrer ätherischen Öle und vertreiben so Gerüche aus der Backröhre. Auch Tupperdosen und Plastikschüsseln nehmen mit der Zeit den Geruch von Lebensmitteln an. Reiben Sie das Geschirr einfach mit den Schalen der Zitrusfrüchte ab und waschen Sie die Behälter danach aus - unerwünschten Gerüche sind nun verschwunden.
Zitat
Wissenschaftlicher Name:    Citrus limon
Pflanzenfamilie:    Rautengewächse = Rutaceae
englischer Name:    Lemon
Verwendete Pflanzenteile:    Fruchtschale, Frucht Und Saft
Inhaltsstoffe:    Vitamin C, Zitronensäure, Ätherische Öle, Limonen, Citral, Flavonoide, Rutin, Pektion, Phosphor, Beta-Sitosterol, Stigmasterol
Sammelzeit:    Frühjahr
🍋 https://de.wikipedia.org/wiki/Zitrone

🍋 Vitamin C (https://de.wikipedia.org/wiki/Ascorbins%C3%A4ure) ist ein wasserlösliches Vitamin.
Chemisch gesehen handelt es sich beim Vitamin C um die L-(+)-Ascorbinsäure (https://de.wikipedia.org/wiki/Ascorbins%C3%A4ure). Der Name wurde abgeleitet von dem Ausdruck „Anti-Skorbut-Säure”.
Beim Vitamin C haben wir es chemisch betrachtet sowohl bei den natürlichen als auch bei den synthetischen Quellen stets mit L-Ascorbinsäure zu tun.
Es gibt absolut keinen Unterschied zwischen diesen Formen.
Ihre Gemeinsamkeit ist, dass sie zwar für den menschlichen Organismus lebenswichtig, also essenziell sind, er sie aber nicht selbst herstellen kann.
Wir müssen sie also mit der Nahrung aufnehmen, um überhaupt lebensfähig zu sein.

Darauf ist auch der Name zurückzuführen: Vita bedeutet Leben. Man unterscheidet fettlösliche und wasserlösliche Vitamine. Fettlösliche Vitamine können im Körper gespeichert werden. Wasserlösliche Vitamine sind dagegen kaum speicherbar und müssen regelmäßig, möglichst täglich, zugeführt werden. Vitamin C ist ein wasserlösliches Vitamin.
 ➦ Chemisch gesehen handelt es sich beim Vitamin C um die L-(+)-Ascorbinsäure. (https://de.wikipedia.org/wiki/Ascorbins%C3%A4ure)
Der Name wurde abgeleitet von dem Ausdruck „Anti-Skorbut-Säure”. Das hängt damit zusammen, dass man feststellte, dass man die typische Seefahrer-Krankheit Skorbut mit bestimmten sauren Lebensmitteln verhindern konnte. Beste Beispiele waren Sauerkraut und Zitronen. Heute nennt man diesen lebenswichtigen Stoff, der den Seefahrern fehlte, und der in vielen sauren Früchten und Lebensmitteln enthalten ist, Vitamin C oder eben Ascorbinsäure.
Es gibt aber noch weitere Formen dieser Ascorbinsäure. Chemisch gesehen unterschieden sie sich nur minimal, aber für unseren Körper sind die Unterschiede gravierend: Er kann nur die L-Ascorbinsäure selbst und einige wenige andere biologisch aktive Formen als Vitamin C nutzen, wenn sie zur L-Ascorbinsäure umgebaut werden können. Ein Beispiel ist die biologisch auch aktive Dehydroascorbinsäure (DHA). Andere Formen, wie die D-Ascorbinsäure oder die Isoascorbinsäuren können wir nicht als Vitamin C nutzen. Das ist aber für uns kein Problem, denn der angegebene Wert in Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und Arzneimitteln bezieht sich immer auf die biologisch aktive L-Ascorbinsäure.
🍋 Vitamin-C-Infusionstherapie
Vitamin C ist ein für den Menschen lebenswichtiges Molekül. Es ist in vielen Nahrungsmitteln enthalten und manch einer nimmt es zusätzlich in Form von Nahrungsergänzungsmitteln ein. Wozu gibt es dann aber auch noch Vitamin-C-Infusionen? Welchen Vorteil soll es haben, sich pieken zu lassen, damit dieser Naturstoff, der fast überall enthalten ist, direkt in die Vene gelangen kann? Warum wird diese Therapie ausgerechnet in Naturheilpraxen angewandt? Um diese Fragen zu beantworten, muss man etwas weiter ausholen:
Vitamin C chemische Formel
Vitamin-C-Infusion

Vitamine (https://de.wikipedia.org/wiki/Vitamin) sind organische Verbindungen, also Vitalstoffe, die für uns lebenswichtig sind.
Der menschliche Körper kann sie aber nicht selbst herstellen bzw. nicht in ausreichendem Maße.

Man spricht daher von essenziellen (https://de.wikipedia.org/wiki/Essentieller_Stoff) Stoffen.
Vitamin C ist die Bezeichnung für L-Ascorbinsäure (https://de.wikipedia.org/wiki/Ascorbins%C3%A4ure). Das ist ein Molekül, welches chemisch und strukturell gesehen der Glucose, also dem Traubenzucker (https://de.wikipedia.org/wiki/Glucose) sehr ähnlich ist. Es gibt verschiedene Ascorbinsäuren, aber nur die biologisch aktive L-(+)-Ascorbinsäure wird als Vitamin C bezeichnet. (https://de.wikipedia.org/wiki/Ascorbins%C3%A4ure)
Der Mensch ist auf die Zufuhr von Vitamin C über die Nahrung angewiesen. L-Ascorbinsäure ist zwar für alle Lebewesen essenziell, aber es ist nicht für alle ein Vitamin, weil die meisten Tiere es selbst produzieren können. Lediglich die Primaten - und damit auch wir Menschen - das Meerschweinchen und einige andere Arten haben diese Fähigkeit nicht. Bemerkenswert ist, dass die Nahrung dieser Tierarten wohl genau aus diesem Grund naturgemäß sehr Vitamin-C-reich ist. Möglicherweise hat sich das Verlorengehen dieser Fähigkeit zur Eigensynthese deshalb nicht nachteilig in der Evolution ausgewirkt.
Wir Menschen sind damit prinzipiell die einzigen Lebewesen, bei denen ein Vitamin-C-Mangel relativ häufig auftritt, weil der Vitamin-C-Gehalt unserer Ernährung oft einiges zu wünschen übrig lässt. Eine Ausnahme sind natürlich die Tiere, die als Haustiere oder in Gefangenschaft leben und ein Vitamin-C-armes Futter bekommen.
🍋 Ohne den wasserlöslichen Mikronährstoff kann der Mensch nicht leben. Manche Organe haben einen besonders großen Verbrauch.
Deshalb ist die Vitamin-C-Konzentration besonders hoch in:
 ▪ Gehirn und Nervenzellen
 ▪ den Strukturen des Immunsystems (Immunzellen, Leukozyten)
 ▪ Augenlinsen
 ▪ Leber
 ▪ Nieren, Nebennieren ua..
🍋 Eine ausreichende Vitamin-C-Versorgung ist Voraussetzung für viele Stoffwechselprozesse. So ist das Vitamin unter anderem an Stoffwechselvorgängen des Hormon- und Nervensystems und an der Regulation des Fettstoffwechsels beteiligt. Es dient der Bildung und dem Funktionserhalt von Knochen und Bindegewebe. Ebenso kommt dem Vitamin viel Bedeutung in der körpereigenen Abwehr zu. Immunzellen brauchen für Ihre Abwehr-Tätigkeit viel Vitamin C. Außerdem wirkt Vitamin C als Radikalfänger. Das heißt: Es fängt zellschädigende oder krankheitsfördernde freie Radikale und schützt so die Körperzellen. Bei entzündlichen Erkrankungen sowie nach schweren Verletzungen kann der Vitamin-C-Bedarf erhöht sein. Auch Raucher, Leistungssportler und andere Menschen, die häufig physischen oder psychischen Stresssituationen ausgesetzt sind, benötigen mehr Vitamin C.
 ▪ Was machen die Tiere in stressigen Situationen?
Sie produzieren einfach mehr Vitamin C, um den gestiegenen Verbrauch zu decken. Wenn man die Mehrproduktion der Tiere an Ascorbinsäure auf den Menschen hochrechnen würde, dann müsste ein 75-kg-Mensch etwa 7.500 mg Vitamin C am Tag mehr produzieren als ohne Stress - das wäre also das 75-fache der von der DGE geforderten Menge. Doch was tun wir in Stress-Situationen? Wir erhöhen meist eher die Zuckerzufuhr statt der Vitamin-Zufuhr. Leider nehmen wir uns gerade in stressigen Situationen, wo es so nötig wäre, nicht die Zeit für ein Vitamin-C-reichen Smoothie oder Salat.
 ▪ Wann ist der Vitamin-C-Bedarf erhöht?
Stress ist nicht die einzige Ursache, die den Vitamin-C-Bedarf steigen lässt. Auch Infektionen, chronische Entzündungen, körperliche Anstrengungen und viele Erkrankungen sind mit einem erhöhten Bedarf an Vitamin C verbunden.
Wussten Sie beispielsweise, dass innerhalb der ersten Stunden einer Infektion der Vitamin-C-Gehalt in den Immunzellen rapide abnimmt. Der Grund: Die Abwehrzellen verbrauchen Vitamin C, um erfolgreich gegen Krankheitserreger ankämpfen zu können. Werden die Vitamin-C-Vorräte dann nicht schnell wieder aufgefüllt, kann unser Immunsystem unter Umständen nicht mehr wie erforderlich funktionieren. So kann eine höhere Anfälligkeit für Infekte entstehen und die Symptome könnten sich noch verschlechtern. Aus all den genannten Gründen leiden heutzutage mehr Menschen als man denkt unter einem Vitamin-C-Mangel, obwohl – zumindest theoretisch – gar kein Mangel an diesem Vitamin herrschen müsste.
 ➦ Der zweifache Nobelpreisträger Linus Pauling (Nobelpreis für Chemie und Friedensnobelpreis) gilt als Pionier der Vitamin-C-Therapie und der orthomolekularen Medizin. Er selbst nahm viele Jahrzehnte lang Vitamin C in hohen Dosen oral ein. https://de.wikipedia.org/wiki/Orthomolekulare_Medizin
Eine zu geringe Zufuhr an Vitamin C kann sich negativ auf den gesamten Körper auswirken. Viele Erkrankungen, v.a. Entzündungen gehen mit einem Vitamin-C-Mangel einher. Anfänglich äußert sich ein Vitamin-C-Mangel vor allem durch Müdigkeit, eine verminderte Leistungsfähigkeit, verlangsamte Erholung nach Krankheiten und Reizbarkeit. Bei einem schweren Mangel verlieren die Blutgefäße an Elastizität und werden spröde, sodass es zu Blutungen kommt. Diese treten insbesondere im Bereich der Schleimhäute und der Muskulatur auf. Das Zahnfleisch kann sich entzünden.
 ➦ Die Vitamin-C-Dosis-Infusionstherapie wird in naturheilkundlichen Praxen bei Erkrankungen bzw. Beschwerden, die mit einem Mangel an Vitamin C einhergehen, eingesetzt.
Das sind unter anderem:
 ▪ verminderte Leistungsfähigkeit und ausgeprägte Müdigkeit
 ▪ Durchblutungsstörungen
 ▪ chronisch entzündliche Erkrankungen
 ▪ Aufnahmestörungen
 ▪ Operationen
 ▪ oxidativer Stress bei Rauchern
 ▪ zB. Herpes zoster
🍋 Vorteile der Vitamin-C-Infusion
Um ihr Immunsystem zu stärken, nehmen viele Menschen Vitamin C in Form von Pulver oder Tabletten ein. Doch die Menge, die dem Körper über den Verdauungstrakt zugeführt werden kann, ist begrenzt. Eine zu hohe Dosis Vitamin C wird unverdaut wieder ausgeschieden, was sich meist in Form von Durchfall bemerkbar macht. Ist aus therapeutischen Gründen eine höhere Vitamindosis erforderlich, kann eine Infusionstherapie sinnvoll sein. Hierbei gelangt das Vitamin C direkt ins Blut und muss nicht erst von den Darmschleimhäuten aufgenommen werden. So können auch Menschen mit einer verminderten Resorptionsfähigkeit des Darms von einer Infusion mit Vitamin C profitieren.
Zitat
🍋 Wissenschaftlicher Name: - Citrus limon
Höhere Klassifizierung: Zitruspflanzen
Rang: Art
Nährwertangaben
Zitronen, geschält
Quellen: USDA
Menge pro 100 Gramm
Kalorien (kcal) 29
Fettgehalt 0,3 g   
Gesättigte Fettsäuren 0 g   
Cholesterin 0 mg   
Natrium 2 mg   
Kalium 138 mg   
Kohlenhydrate 9 g   
Ballaststoff 2,8 g   
Zucker 2,5 g   
Protein 1,1 g   
Vitamin C   53 mg   Kalzium   26 mg
Eisen   0,6 mg   Vitamin D   0 IU
Vitamin B6   0,1 mg   Vitamin B12   0 µg
Magnesium   8 mg   

➦ 🍋 https://de.wikipedia.org/wiki/Zitrone vs➦ Ascorbinsäure: https://de.wikipedia.org/wiki/Ascorbins%C3%A4ure

🍋 ➦ Zitronensorten
Kauft man eine Zitrone im Supermarkt, denkt man, alle Zitronen seien gleich. Aber das stimmt nicht: Genau so wie beim Apfel gibt es auch bei den Zitronen verschiedene Zitronenarten. Manche sind selten und manche ganz schrumpelig. Es gibt aber auch süße Zitronensorten.
    1 Zitronensorten im Überblick
        1.1 Die Meyer-Zitrone
        1.2 Citrus limon „Amalphitanum“
        1.3 Primofiori
        1.4 Eureka
        1.5 Citrus Limetta
        1.6 Zitrone Lisbon
        1.7 Feminello
        1.8 Citrus Volkameriana
Wichtige Zitronenarten sind die Meyer-Zitrone, Feminello und Lisbon. Die Zitrone wächst als immergüner Baum. Die Arten sind aber unterschiedlich. Manche haben nur wenige Blätter, manche einen üppigen Wuchs. Viele Arten blühen und fruchten zugleich. Der Duft der Blüten ist betörend.
🍋 ➦ Die Meyer-Zitrone
Die Meyer-Zitrone stammt aus China. Sie ist ein natürliches Hybrid zwischen einer Zitrone und Orange oder einer Zitrone und einer Mandarine. Man weiß es nicht so genau. Sie hat saftige Früchte, die zudem elegant aussehen. Sie hat einen gedrungenen Wuchs, die Bäume werden 2 Meter bis 4 Meter hoch. Die Laubblätter der Sorte sind länglich-oval und leicht zugespitzt. Diese Zitronensorte ist vor allem in den USA beliebt. Häufig wird die Meyer-Zitrone als die beste Zitronensorte bezeichnet, da sie nicht so sauer und sehr saftig ist. Allerdings ist ihre Haut dünn. Sie kommt in Australien und den USA in Gärten vor, verträgt leichten Frost, und wird bei uns manchmal als Kübelpflanze gezogen.
🍋 ➦ Citrus limon „Amalphitanum“
Diese Zitronenart wird vor allem um Amalfi angebaut und für die Herstellung von Zitronenlikör verwendet. Der Zitronenlokör Limoncello ist weltberühmt. 60 % der Amalfitano Ernte wird für die Herstellung von Likör verwendet. Der Grund ist der Fruchtsaftanteil der Zitrone. 25% der Frucht kann als Fruchtsaft gewonnen werden. Die Frucht kommt aber auch dünn aufgeschnitten in Salate. Die Sorte ist säurearm. Die Form langgestreckt. Seit dem 12. Jahrhundert wird diese Sorte nachweislich um die Amalfiregion angebaut. Dieses Gebiet zeichnet sich durch vulkanische Erde, subtropisches Klima und Regen aus. Es gibt Mosaike in Pompei, die Zitronenbäume sehr ähnlich denen des Amalfitano zeigen, was darauf hinweist, dass schon zu Zeiten Roms diese Sorte bekannt war. Die Zitrone fällt unter die Citrus-Limon Sorten.
🍋 ➦ Primofiori
Diese Zitronenart, die in Sizilien angebaut wird, hat viel Zitronensäureanteil, viel Saft, wenig Kerne und einen intensiven Geschmack.
🍋 ➦ Eureka wird vor allem in Kalifornien angebaut. Sie ist weit verbreitet. Ihre Blätter sind dunkelgrün und rundlich. Beliebt ist sie, da sie kaum Kerne hat, nahezu keine Dornen besitzt, und frühreif ist.
🍋 ➦ Citrus Limetta ist die Saftzitrone. Sie wird im Mittelmeergebiet und Kalifornien angebaut, aber auch im Iran und Indien. Der Wuchs der Pflanze ist sparrig. Die Sorte wird hauptsächlich für Getränke verwendet. Ihr Geschmack ist süßlich.
🍋 ➦ Zitrone Lisbon
Diese Art hat ihren Ursprung in Portugal und ist eine häufig angebotene Zitrone. Sie hat eine zitzenförmige Ausstülpung am unteren Ende der Frucht.
🍋 ➦ Feminello
Italienische Zitronensorten sind sehr beliebt. Feminello gehört zu dieser Kategorie. Die Frucht ist wesentlich größer, als Eureka oder Lisbon, und sieht auch etwas verschrumpelt aus. Feminello Sorten machen 75% der Zitronensorten aus Italien aus.
🍋 ➦ Citrus Volkameriana
Seltene Zitronensorten sind natürlich besonders spannend vom Geschmack. Dazu zählt auch die Volkamer-Zitrone, die von einem Nürnberger Botaniker, Johann Volkamer, in seinem Buch über die Orangen- und Citruskultur besprochen wurde. Sie ist runder und dunkler, als die normale Zitrone. Im Fachkreisen fällt sie unter die Citrushybriden.
🍋 ➦ Citrus Medica
Diese Zitrone wird auch als Zitronatzitrone bezeichnet, da aus ihrer Schale das Gewürz Zitronat hergestellt wird. Sie ist eine der zuerst nach Europa eingeführten Citrusgewächse. Ihr Ursprungsland ist wahrscheinlich Indien. Über Wanderungen verbreitete sich die Frucht ab dem 6. Jahrhundert über den Iran nach Europa aus. Die Pflanze ist schwach-wachsend und hat eine dornige Krone. Sie ist sehr kälteempfindlich und wirft gerne im Winter die Blätter ab.


🍋 ➦ Der Zitronenbaum
Vor dem Kauf eines Zitronenbaumes sollte man sich definitv auch die Frage der richtigen Pflege stellen. Zitronenbäume sind hierzulande beliebte Kübel- und Balkonpflanzen. Sie sind im Mittelmeerraum weit verbreitet und verströmen in unseren Breiten einen Hauch von mediterranem Flair. Zitronenbäume sind frostempfindlich, davon abgesehen sind sie jedoch anspruchslos und robust und können bei richtiger Pflege viele Jahrzehnte lang Freude bereiten und auch bei uns Früchte tragen. Einen Zitronenbaum pflegen ist dabei gar nicht schwer, wenn einige grundlegende Regeln beachtet werden.
🍋 ➦ Inhaltsverzeichnis
    1. Welches Substrat ist optimal für einen Zitronenbaum?
    2. Was ist beim Umtopfen zu beachten?
    3. Wie gieße ich meinen Zitronenbaum richtig?
    4. Wieviel und welchen Dünger braucht ein Zitronenbaum?
    5. Der beste Standort für den Zitronenbaum
    6. Allgemeine Pflege-Tipps
    7. Der Zitronenbaum im Winter
🍋 ➦ Welches Substrat ist optimal für einen Zitronenbaum?
Die Erde muss für den Zitronenbaum gut wasserdurchlässig sein und ihm einen festen Halt verschaffen. Garten- oder Komposterde ist hierfür geeignet, sollte bei Bedarf aber mit Sand durchmischt werden. Nicht geeignet sind stark lehmhaltige Erden, grobes Rindensubstrat und Ähnliches. Saure Erde ist zu bevorzugen. Zitronenbaumerde bietet hier die optimale Lösung.
🍋 ➦ Was ist beim Umtopfen zu beachten?
Den Zitronenbaum umtopfen sollte man im Regelfall nur alle 5-10 Jahre, ältere Exemplare sogar noch weniger. Der Zitronenbaum wurzelt schlecht an, daher beeinträchtigt häufiges Umtopfen das Wachstum. Nur wenn der Verdacht besteht, dass die Wurzeln faulen könnte, sollte ein vorzeitiges Umtopfen in Betracht gezogen werden. Es ist wichtig, dass beim Umtopfen der Wurzelballen nicht zu sehr beschädigt wird, zumindest solange er gesund ist. Es können aber die äußersten Wurzeln am Ballen entfernt werden, um das neue Wurzelwachstum anzuregen. Radikalschnitte am Wurzelballen übersteht die Pflanzen jedoch unter Umständen nicht.
🍋 ➦ Wie gieße ich meinen Zitronenbaum richtig?
Die richtige Wässerung ist entscheidend für den Zitronenbaum. Die Pflanzen benötigen regelmäßig ausreichend Wasser und sind im Sommer sehr durstig. Allerdings darf das Substrat nicht permanent feucht sein. In diesem Fall kann es sehr schnell zur Fäulnis des empfindlichen Wurzelwerkes kommen.
Zwischen den Wassergaben muss die Erde daher immer wieder gut abtrocknen.
An heißen Sommertagen genügt es völlig, wenn dem Zitronenbaum am Abend eine durchdringende Wassergabe verabreicht wird. An kühlen und bedeckten Tagen genügt es auch, den Zitronenbaum nur alle zwei Tage zu gießen. Im Winter wenn der Zitronenbaum bei Temperaturen unter 10°C ein bis zwei Mal in der Woche etwas Wasser verabreicht bekommt. Niemals sollte das Wasser längere Zeit im Untersetzer stehen bleiben, da auch dies zur Fäulnis führen kann.
🍋 ➦ Wieviel und welchen Dünger braucht ein Zitronenbaum?
Für ein optimales Wachstum sollte man den Zitronenbaum düngen. Dies geschieht am besten mit einem speziellen Zitrusgewächs-Dünger oder Kübelpflanzen-Dünger. Aber auch normaler Blumendünger oder Balkonpflanzendünger kann verwendet werden. Der Zitronenbaum kann entweder mit Langzeitdünger oder Flüssigdünger gedüngt werden. Beim Zitronenbaum genügt es, wenn er während der Wachstumsperiode alle zwei Wochen mit Flüssigdünger gedüngt wird. Dieser darf ruhig auch etwas schwächer als vorgegeben dosiert werden. Ein Zuviel an Dünger verträgt der Zitronenbaum schlecht.
🍋 ➦ Der beste Standort für den Zitronenbaum
Der Zitronenbaum ist eine ausgezeichnete Kübelpflanze für den Balkongarten oder Hausgarten. Auf dem Balkon ist er vor jeder Witterung geschützt. Er kann im Sommer an einem vollsonnigen oder halbsonnigen Standort stehen.
Allerdings sollte man ihn nicht gleich vom Zitronenbaum Winterquartier in die pralle Sonne stellen, da sonst Verbrennungen an den Blättern auftreten können.
Außerdem sollte er halbwegs windgeschützt stehen. Somit kann man sagen auch der richtige Standort schützt den Zitronenbaum vor Krankheiten oder Schädlingen.
🍋 ➦ Allgemeine Pflege-Tipps
Der Zitronenbaum ist nur am Topf zu tragen. Oftmals wird der Fehler gemacht, die Pflanze am Stamm anzupacken. Dies kann jedoch die feinen Wurzeln beschädigen. Die Früchte können, wenn sie zu schwer werden, die Zweige nach unten ziehen oder sogar abbrechen. Daher ist darauf zu achten, dass die Früchte nur an kräftigen Zweigen zur Reife kommen. Gegebenenfalls sollten sie unterstützt werden. Im Frühjahr sollte ein Zitronenbaum Schnitt erfolgen.
🍋 ➦ Der Zitronenbaum im Winter
Um einen Zitronenbaum pflegen zu können braucht man einen guten Platz für den Winter. Im Herbst, wenn die ersten Fröste drohen, muss der Zitronenbaum wieder ins Warme. Der Zitronenbaum kann leichte Herbstfröste sogar überstehen, jedoch keine dauerhaften Minusgrade. Die Wässerung ist im Herbst bereits einzuschränken, um die Gefahr von Frostschäden zu minimieren. Ein trockener Wurzelballen macht den Zitronenbaum zudem leichter für den Rücktransport ins Haus.
🍋 ➦ Zitronenbaum schneiden
Ein Zitronenbaumschnitt sollte erst kurz vor der Überwinterung erfolgen. Hierzu eignet sich ein gründlicher Formschnitt. Beim Zurückschneiden ist der Blattverlust nicht zu verhindern, da es sich um einen immergrünen Baum handelt. Falls Zitronenbäume viele Jahre gar nicht beschnitten wurden, sollte ein Verjüngungsschnitt erfolgen, da nicht beschnittene Bäume sehr stark verkahlen. Dieser Schnitt ist sehr radikal und der Baum wird dabei deutlich kleiner.
Wie und wann wird ein Zitronenbaum beschnitten?
Zunächst einmal muss unterschieden werden, ob ein Formschnitt oder ein Verjüngungsschnitt durchgeführt wird. Wenn ein Zitronenbaum vom Sommerstandort ins Winterquartier umgesiedelt wird, sollte vorausgehend ein herbstlicher Formschnitt erfolgen.
🍋 ➦ Der Formschnitt
Alle Neutriebe, die länger als 40 Zentimeter lang sind, werden abgeschnitten. Ältere Triebe, welche zu weit aus der Krone ragen, werden auf die halbe Länge gekürzt. Ziel ist eine vermehrte Verzweigung des Baumes. Das Verschneiden kann folgendermaßen durchgeführt werden:
 ▪ Entfernen der Zweige, die nicht zur gewünschten Form passen
 ▪ Schneiden der nach innen wachsenden Zweige
 ▪ Zweige schneiden, die zu dicht wachsen
 ▪ Totes Holz herausschneiden
 ▪ Die Krone auslichten
Beim Formschnitt ist darauf zu achten, dass keine Stümpfe verbleiben. Wenn ein Ast entfernt wird, muss der Ast bis am entspringenden Stamm oder Nebenast weggeschnitten werden. Somit kann eine Pilzinfektion (Botrytis-Pilz) vermieden werden. Bei größeren Schnittstellen kann auch zusätzlich ein Wundmittel verwendet werden, was weiteren Schutz bietet.
Ein weiterer Formschnitt im Frühjahr lässt sich auch sehr gut mit einer Anzucht der Stecklinge verbinden. Die Anzucht zu dieser Jahreszeit klappt meist sehr gut, da sich die Pflanzen aufs Wachsen einstellen.
Die wohl beste Erde für Zitruspflanzen stammt au der Hause COMPO SANA. Die Resulate und Bewertungen der Community sprechen für sich und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist einwandfrei. Wer in nächster Zeit seinen Zitronenbaum umtopfen möchte, sollte an der Erde nicht sparen. Letzendlich entscheided sie darüber, wie gut die Zitrusbäume gedeihen.
🍋 ➦ Der Verjüngungsschnitt
Der geeignete Zeitpunkt für einen Verjüngungsschnitt liegt im Herbst. Die ganze Baumkrone wird stark zurückgeschnitten, wodurch alten Zitronenbäumen zurück zu einer buschigen Krone verholfen wird. Es werden alle Stümpfe auf unter fünfzehn Zentimeter zurückgeschnitten. Dabei werden auch Knospen, Blätter oder Früchte rigoros entfernt. Ein radikaler Verjüngungsschnitt führt meist dazu, dass kein Blatt mehr an der Pflanze ist. Nach etwa drei Wochen Schlaf erscheinen zahlreiche Neutriebe und je stärker der Verjüngungsschnitt war, desto kräftiger erscheint der Neuaustrieb. Der Baum wird mindestens ein Jahr keine Früchte ausbilden, aber entwickelt eine sehr schöne buschige Krone. Im zweiten Jahr erscheinen erste Blüten und Früchte entwickeln sich.
Um zukünftige Verkahlungen zu verhindern, sollten neu sprießende Jungtriebe, solange diese krautig sind, so schnell wie möglich auf unter maximal 40 Zentimeter eingekürzt werden. So werden eine bessere Verzweigung und eine platzsparende und kompakte Form der Krone erreicht.
Fazit: Bei der Zitronenbaumpflege ist der Schnitt somit eine elementare Maßname damit die Pflanze gesund bleibt. So sollte er vor jeder Einquartierung in den Winterstandort beschnitten werden. Nur wenn Neutriebe unter 40 Zentimeter und ältere Triebe gekürzt werden, kann die Pflanze eine buschige Form und kräftiges Laub entwickeln. Viele üppige Früchte, erscheinen dann in der Blütezeit
🍋 ➦ Zitronenbaum richtig überwintern
Der Zitronenbaum ist eine mediterrane Pflanze, die das ganze Jahr über Freude bereitet. Wer einen Zitronenbaum überwintern möchte, sollte einige einfache Regeln beachten. Auch in der kalten Jahreszeit kann der Zitronenbaum Früchte tragen oder blühen, wenn die Pflanze richtig gepflegt wird. In einem idealen Überwinterungsquartier fühlt sich der Baum auch im Winter wohl. Frost verträgt die Pflanze nicht, aber an einem sonnigen Platz blüht sie buchstäblich auf. Nach den ersten Sonnenstrahlen im Frühling kann der Zitronenbaum wieder seinen Platz im Freien einnehmen.
    1. Welches ist der richtige Standort für den Winter?
    2. Welche Pflege benötigt der Zitronenbaum in der kalten Jahreszeit?
    3. Wann darf der Zitronenbaum wieder ins Freie?
    4. Winterharte Zitronenbäume für Deutschland
🍋 ➦ Zitronenbaum überwintern
Als Mittelmeerpflanze sollten Minusgrade beim Zitronenbaum vermieden werden
Welches ist der richtige Standort für den Winter
Bei der Überwinterung ist der richtige Standort von entscheidender Bedeutung. Zitronenbäume stehen an einem hellen und freundlichen Ort am besten. Ideal dafür geeignet sind Gartenhäuser oder Wintergärten mit Lichteinfall, Treppenhäuser oder frostfreie Garagen. Während der Wintermonate sollte der Zitronenbaum möglichst nicht gedreht werden. Häufige Standortwechsel mag die Pflanze nicht. In der kalten Jahreszeit benötigt sie mindestens sechs Stunden Helligkeit am Tag.
🍋 ➦ Zitronenbaum im Haus
Idealer Platz zum Übewintern. Viel Licht und frostfrei.
Welche Pflege benötigt der Zitronenbaum in der kalten Jahreszeit?
Wenn der Zitronenbaum die Winterpflege bekommt die er benötigt, können sich auch in der kalten Jahreszeit Blüten ausbilden. In den Wintermonaten braucht er nur wenig Wasser. Wird die Pflanze zu häufig gegossen, verliert sie Blätter. Wer vor dem Gießen mit den Fingern überprüft, ob die Erde im Topf ausgetrocknet ist, macht alles richtig. Trockenheit zeigt die Pflanze durch Einrollen der Blätter an.
Zum Gießen eignet sich kalkhaltiges Wasser, da Zitruspflanzen für ein gesundes Wachstum Kalzium aus dem Wasser benötigen.
Die Pflanze benötigt nur einmal im Monat frischen Dünger, wobei ein Präparat, dass neben Stickstoff auch Phosphor und Spurenelemente enthält, am besten geeignet ist. Pilzinfektionen lassen sich vermeiden, wenn an die optimale Belüftung gedacht wird. Ein geringer oder gar kein Luftaustausch im Raum begünstigt einen Pilzbefall, der häufig als grauer Schimmelbelag sichtbar wird und sich ausbreitet, wenn er nicht rechtzeitig erkannt wird.
Gegen Schildläuse, die vor allem in den Blattachseln oder den großen Blattnerven sitzen, hilft ein Blattglanzspray*, das einfach aufgesprüht wird. Auch Neemöl* hilft gegen die Läuse.
🍋 ➦ Schädlinge an Zitronenbaum
Schildläuse und andere Schädlinge am Zitronenbaum können mit Blatt-Glanzspray oder Neemöl bekämpft werden
Wann darf der Zitronenbaum wieder ins Freie?
Die ideale Überwinterungstemperatur für einen Zitronenbaum liegt zwischen 1-8 Grad Celcius. Dabei ist es wichtig, dass die Wurzeln der Pflanze nicht zu kalt werden, Um dies zu vermeiden, kann eine Matte oder isolierende Styroporplatte unter den Topf gelegt werden.
An wärmeren Tagen muss für eine ausreichende Belüftung gesorgt werden, sonst wird es dem Baum schnell zu warm. Wenn nach den ersten Sonnenstrahlen draußen ein lauer Wind weht und die Zeit des Bodenfrostes vorbei ist, zieht der Baum wieder ins Freie um.
🍋 ➦ Zitronenbaum auf dem Balkon
An einem halb schattigen Platz, kann sich der Zitronenbaum nach dem Winter wieder an die Wärme gewöhnen.
An einem schattigen Platz kann sich der Zitronenbaum langsam umgewöhnen und die Übergangszeit nutzen, um sich an die Sonneneinstrahlung zu gewöhnen.
🍋 ➦ Winterharte Zitronenbäume
Fall Sie keinen geeigneten Standort für Ihren Zitronenbaum haben, gibt es eine ganze Reihe an Citrusbaum-Arten, die auch im Winter draußen bleiben können.  Einige davon sind reine Zierpflanzen oder spezielle Züchtungen. Die dreiblättrige Orange, oder Ichang Papadea halten bis zu -20 oder -30 Grad aus. Manche asiatischen Bäume können mit etwas Hilfe wie einer Bastmatte winterfest gemacht werden.

🍂 Krankheiten bei Zitronenbäumen
Zitronenbäume sind zwar schön anzuschauen, aber auch leicht anfällig für Krankheiten und Schädlingsbefall. Diese sind meistens auf eine falsche Zitronenbaumpflege oder Überwinterung zurückzuführen. Die richtige Pflege wirkt also präventiv. Sind die Pflanzen bereits betroffen, sollte man nach Möglichkeit eine pestizidfreie Behandlung vorziehen und erst im Notfall auf die Gifte zurückgreifen.
    1. Welche Krankheiten und Schädlinge gibt es?
        1.1 Vergilbungskrankheit beim Zitronenbaum
        1.2 Zitronenbaum Wurzelfäule
        1.3 Fusarium hat Zitronenbaum befallen
        1.4 Schildläuse am Zitronenbaum
        1.5 Schädlinge am Zitronenbaum vorbeugen & loswerden
        1.6 Die Minierfliege
        1.7 Dickmaulrüsseler
🦠 Vergilbungskrankheit beim Zitronenbaum
Hierbei weist die Pflanze übermäßig viele gelbe Blätter auf. Diese darf man nicht mit wenigen gelben Blättern, die einfach entfernt werden können, verwechseln. Der Auslöser für die Vergilbungskrankheit liegt meist im Boden. Ist dieser zu feucht, trocken oder zu alkalisch, wirkt es sich auf die Blätter aus. Die Bewässerung muss also reguliert werden und man kann den Boden durch Nadelholz, Eichenlaub oder Kaffeesatz saurer machen. Optimalerweise wird der Zitronenbaum mit Regenwasser gegossen.
🍂 Zitronenbaum Wurzelfäule
Staut sich das Wasser im Pflanzenkübel, kann es zur Wurzelfäule kommen. Der Baum verliert dadurch seine Blüten und Früchte, da sie absterben. Es ist wichtig, vor dem Gießen die Feuchtigkeit der Erde zu überprüfen und einen Nährboden aus Kompost, Torf und Gartenerde zu verwenden.
Bei Fusarium vertrocknen Pflanzenteile auf einmal. Die Blätter werden heller und die Zweige sterben ab. Es handelt sich um eine Pilzerkrankung, bei der man am besten die betroffenen Partien entfernt. Zudem sollte die Erde vorsorglich sterilisiert werden.
🪳 Schildläuse am Zitronenbaum
Eine niedrige Luftfeuchtigkeit begünstigt den Befall durch diese Parasiten. Daher wirkt ein Einsprühen des Baumes mit Wasser als Vorsorge.
🦠 Schädlinge an Zitronenbaum
Ist trotzdem der Baum befallen, befinden sich auf Blättern, Stielen und Zweigen kleine, rundliche, braune Schilde, unter denen die Weibchen mit den Larven sind. Beim Saugen des Pflanzensaftes töten sie das umliegende Zellgewebe. Bei geringem Befall lassen sie sich manuell entfernen, aber es empfiehlt sich die Tiere mehrmals mit Öl zu bestreichen, wodurch sie ersticken. Im folgenden Video wird die mechanische Methode beschrieben, wie man Schildläuse mit einer Zahnbürste am Zitronenbaum entfernen kann.
🪰 Die Minierfliege
Die Larven dieser Fliegenart sind in den Blättern und bauen eine Art Tunnelsystem. Hält man ein befallenes Blatt gegen das Licht, kann man dieses System auch sehen. Es hilft die Maden in den Blättern zu zerdrücken, aber die betroffenen Blätter ganz zu entfernen ist die sicherste Methode.
🐛 Dickmaulrüsseler
Dieser nachtaktive Käfer frisst die Blattränder buchtenförmig auf. Gegen die ausgewachsenen Tiere helfen spezielle Fallen und gegen die Larven helfen Nematoden. Dabei handelt es sich um Nützlinge, die, wie die Larven, in der Erde leben.
Zitat
Fazit: Vor dem Kauf eines Zitronenbaums sollte man sich sehr wohl klar sein das dieser auch einer Pflege bedarf. Da Zitronenbäume recht anfällig sind, sollte man sie sorgsam pflegen. Dazu gehören die richtige Menge an Wasser und ein sonniger Platz. Der Überwinterungsplatz sollte nicht zu warm gewählt werden, da sich sonst Schädlingen ausbreiten können. Auch muss man auf regelmäßiges Schneiden achten.
Wer einige einfach Regeln beachtet, hat das ganze Jahr über Freude am Zitronenbaum. In den Wintermonaten benötigt die Pflanze einen Platz mit mindestens sechs Stunden Licht am Tag und erweist sich als pflegeleicht. Wird sie bei Bedarf gegossen, bilden sich auch im Winterhalbjahr Blüten aus.
🍋 ➦ Der Zitronenbaum und seine Herkunft
Der Zitronenbaum ist ein mediterranes Zitrusgewächs. Von der Costa del Sol bis zum griechischen Archipel gedeihen sie im warmen Mittelmeerklima. Doch der Zitronenbaum war nicht immer hier ansässig.
    1. Welche Arten von Zitronenbäumen gibt es?
    2. Wie alt werden Zitronenbäume?
    3. Wie groß wird ein Zitronenbaum?
    4. Wann trägt der Zitronenbaum die ersten Früchte?
Den Ursprung findet das Rautengewächs im Süden Asiens. Die Früchte, die vom Zitrusbaum hervorgebracht werden, darf man auch als Beeren bezeichnen. Ca. 1000 nach Christi gelangten die ersten Zitronensamen über den Schiffsweg nach Spanien.
Die Europäische Eroberung des Zitronenbaums durfte beginnen.
Aber nicht nur die Menschen des Okzidents fanden gefallen an dem Baum mit der sauren Frucht, sondern Seefahrer brachten die Pflanze bis nach Amerika und Südafrika, wo noch heute bedeutsame Anbaugebiete existieren.
Viele passionierte Hobbygärtner aus dem mitteleuropäischen Raum kamen allmählich, auf die Idee, Zitronenbäume zu kultivieren. Am besten gedeiht der Baum aber in unseren eher kalten Breitengraden nur im Gewächshaus oder Wintergarten. Da der Zitronenbaum als Topfkultur anspruchslos ist, kann dies mühelos gelingen.
🍋 ➦ Welche Arten von Zitronenbäumen gibt es?
Zitronen am BaumEs gibt zahlreiche Zitronenarten, von stark sauer bis eher süßlicher. Die Meyer Zitrone gehört zu den weniger säuerlichen Sorten, wobei die typische „Citrus Limon“ der saure Gegenspieler ist. Dieser Zitronenbaum wird bis zu 5 Meter und braucht eine zusätzliche Stütze. Sehr bekannt ist, dass in Sizilien dazu Kastanienholz verwendet wird. Tiefgrün sind die Blätter vom Citrus Limon, welche eine gute Widerstandsfähigkeit gegen Schädlingsbefall aufweisen.
Aber umso mehr man den Zitronenbaum pflegt umso besser wird das Ergebnis sein. Es gibt Sorten die sind mehr winterhart wie andere, daher lohnt sich auch ein
🍋 ➦ Wie alt werden Zitronenbäume?
Die durchschnittliche Lebendauer eines Zitronenbaums im Topf beträgt zwischen 50 und 100 Jahren. Wenn das Bäumchen gut gepflegt und regelmässig der Grösse entsprechend umgetopft wird, kann es sogar über 100 Jahre alt werden. Dies entspricht auch dem Alter eines „wilden“ Zitrusbaums.
Voraussetzungen um seine Zitronenbaum an die nächste Generation weiterzugeben sind viel Aufmerksamkeit, ein guter Standort und der Schutz vor Krankheiten und Schädlingen:
 ▪ Standort mit minium 8 Stunden Sonnenlicht pro Tag
 ▪ Gute und regelmässig gewässerte Erde für Zitrusbäume
 ▪ Schutz vor Krankheiten und vorsorgliche Behandlung der Blätter
 ▪ Ein Dünger für Zitruspflanzen mit den notwendigen Mikronährstoffen
 ▪ Regelmässiges Umtopfen wenn das maximale Wachstum erreicht ist (ca. 2.5 – 5 Jahre)
 ▪ Wasser checken
Ein gesunder Zitronenbaum hat stets klare, glänzende Blätter. Damit das auch so bleibt, schauen Sie auf unserer Zitronenbaum Pflegeseite vorbei.
🍋 ➦ Wie groß wird ein Zitronenbaum?
Der „echte“ Zitronenbaum (Citrus Limon) wird in freier Wildbahn zwischen 3 – 6 Meter hoch.
Wenn er in einem Topf aufgezogen wird, hängt es von der Häufigkeit des Umtopfen und der Größe des Gefäßes ab. Sollte der verwendete Topf das Wurzelwachstum hemmen, bleibt er natürlich entsprechend kleiner.
Die beliebte Meyer-Zitrone kann sowohl im Garten als auch im Haus eine Höhe von 2 – 4 Metern erreichen.
Wann trägt der Zitronenbaum die ersten Früchte?
Wenn er aus Samen gezogen wird, trägt der „Citrus Limon“ nach ungefähr 3 – 5 Jahren das erste mal Früchte.
Wenn Veredelungen vorgenommen wurden, können die Erträge deutlich gesteigert werden. Sie sind wuchs-stärker und Stecklinge blühen bereits im ersten Jahr nach der Bewurzelung. Dies ist auch der Grund weshalb veredelte Bäume beim Kauf oft vorgezogen werden. Eine reiche Ernte der erste Frücht kann schon nach 3 Jahren erwartet werden.
 ≡ https://de.wikipedia.org/wiki/Rautengew%C3%A4chse

🪴 Interessant (https://de.wikipedia.org/wiki/Hanf) vs (https://de.wikipedia.org/wiki/Hanf): Selbst im CBD (https://de.wikipedia.org/wiki/Cannabidiol) & THC (https://de.wikipedia.org/wiki/Tetrahydrocannabinol) Bereich ist man mit verschiedenen Produkten auf die Zitrone gekommen. Geschmacksrichtungen wie Lemon sind äusserst beliebt und werden in der Produktion von CBD-Ölen und Blüten immer häufiger eingesetzt. Wer online CBD Öl kaufen möchte, sollte auf Qualität und namhafte Hersteller achten. Purple Lemon von Qualicann oder auch Lemon Pop von Swiss Hempcare sind Produkte für echte Zitronenliebhaber.


Ascorbinsäure gehört zur Gruppe der wasserlöslichen Vitamine und ist als Vitamin C bekannt. Es ist daran beteiligt, das körpereigene Abwehrsystem gegen Krankheitserreger zu schützen und somit das Immunsystem zu stärken.
Die Ascorbinsäure, d.h. das Vitamin C (aus Acerola-Extrakt oder aus gegessenen Zitronen, Peperoni, etc.) ist chemisch betrachtet 100 % genau dasselbe Molekül wie synthetisch (d.h. aus Traubenzucker) hergestelltes Vitamin C und entfaltet im Körper 100 % dieselbe physiologische Wirkung. Das Molekül ist exakt dasselbe.
Das wasserlösliche Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt, ist lebenswichtig und hat viele verschiedene Aufgaben. Es gibt Elektronen ab und fängt freie Radikale wie reaktive Sauerstoffmoleküle auf, es hat somit antioxidative Wirkungen, d.h. es vermindert oxidative Schäden im Körper.
Synonym: Vitamin C
Englisch: ascorbic acid
    1. Definition
    2. Struktur
    3. Chemie
    4. Physiologie
    5. Funktion
    6. Bedarf
    7. Vorkommen
    8. Labormedizin
        8.1 Material
        8.2 Referenzbereich
        8.3 Interpretation
    9. Pathophysiologie
    10. Pharmakologie

➦ 1. Definition
Ascorbinsäure ist ein wasserlösliches Vitamin, das vom Menschen kontinuierlich mit der Nahrung aufgenommen werden muss.
 ➦ 2. Struktur
Die chemische Bezeichnung für die Ascorbinsäure ist L-Threo-3-oxohexonsäure-enol-lacton. Ascorbinsäure wirkt als Antioxidans stark reduzierend. Der Mensch, Primaten und Meerschweinchen können keine Ascorbinsäure synthetisieren. Andere Tiere sind mithilfe des Enzyms L-Gulonolactonoxidase zur Synthese der Ascorbinsäure aus Glucose befähigt.
 ➦ 3. Chemie
Die Summenformel von Ascorbinsäure lautet: C6H8O6 (https://en.wikipedia.org/wiki/Vitamin_C)
Vitamin C bzw. L-Ascorbinsäure enthält alle sechs C-Atome der Glucose. Der Unterschied liegt jedoch darin, dass hier nur noch zwei Chiralitätszentren (C-4 und C-5, die C-2/C-3) der D-Glucose entsprechen) vorhanden sind. Der γ-Lacton-Ring weist chemisch betrachtet eine Endiol-Gruppe auf. Diese ist für die Azidität (pKs = 4,2) und die reduzierenden Eigenschaften verantwortlich. Bei der sog. milden Oxidation (Dehydrierung (Chemie)) entsteht Dehydroascorbinsäure. Dieser Reaktionsschritt ist reversibel. Zwar löst sich Vitamin C gut in Wasser, wird jedoch beim Kochen durch Hydrolyse des Lactons zerstört.
 ➦ 4. Physiologie
Vitamin C wird im Jejunum und Ileum resorbiert. Bei geringer Konzentration liegt ein Na-abhängiger, aktiver Transport vor, bei höheren Konzentrationen kommt es zur passiven Diffusion. Der Mensch kann Vitamin C speichern, sodass die körpereigenen Reserven für etwa 2-6 Wochen ausreichen. Im Blut wird Vitamin C zu ca. 24% an Eiweiß gebunden transportiert. Die Hauptausscheidung erfolgt über den Urin, wodurch sich die Möglichkeit des Ansäuerns des Urins ergibt, z.B. zur Harnwegsinfektprophylaxe.
 ➦ 5. Funktion
Ascorbinsäure ist für die Biosynthese des Kollagens von sehr großer Bedeutung. Die Hydroxylierung von Prolin zu Hydroxyprolin (Bestandteil des Kollagens) ist ohne Ascorbinsäure nicht möglich. Ascorbinsäure wirkt in diesem Fall als Redoxpartner und geht bei der Hydroxylierung in Dehydroascorbinsäure über.
Die oxidative Anfälligkeit von Ascorbinsäure macht es gleichzeitig zu einer potenten Auffangsubstanz für Radikale. Aus der Lebensmittelchemie weiß man, dass Vitamin C - je nach chemischem Milieu und Konzentration - auch prooxidative Effekte haben kann.
Es muss jedoch davon ausgegangen werden, dass die meisten der Funktionen der Ascorbinsäure noch nicht vollständig verstanden sind. Ascorbinsäure ist erwiesenermaßen an verschiedenen Stoffwechselabläufen beteiligt, dazu zählen:
 ▪ Synthese der Steroidhormone
 ▪ Stoffwechsel der Gallensäuren
 ▪ Stoffwechsel der Aminosäuren
Außerdem fördert Vitamin C die Aufnahme von Zink und Eisen und spielt eine Rolle beim Einbau von Eisen in das Ferritin. Bei Personengruppen mit einem Risiko für Eisenmangel (z.B. menstruierende oder schwangere Frauen) kann durch eine gute Vitamin-C-Zufuhr die Eisenaufnahme verbessert werden. Zudem hemmt Vitamin C die Kupferresorption und hilft bei der Bildung aktiver Verbindungen aus Tetrahydrofolsäure.
 ➦ 6. Bedarf
Der tägliche Bedarf an Vitamin C wird mit rund 75 mg angegeben. Das Vitamin kann vom Körper nicht in nennenswerten Mengen gespeichert werden.
Die meisten Säugetiere haben die Fähigkeit, Vitamin C selber zu synthetisieren, einige stellen es täglich im Grammbereich her. Der Mensch hat diese Fähigkeit nicht. Daher werden die oft als RDA empfohlenen 75 oder 100 mg in Fachkreisen teilweise angezweifelt. Es wird diskutiert, ob es nicht subklinische Vitamin-C-Mangelzustände gibt, die auf lange Sicht die Entstehung ernste Krankheiten wie Krebs oder Herzkreislauferkrankungen begünstigen können.
 ➦ 7. Vorkommen
Ascorbinsäure kommt vor allem in frischen Früchten und Gemüsen vor. Als besonders reich an Vitamin C wurden früher Zitrusfrüchte angesehen. Heute bezeichnet man besonders Vitamin-C-reiche Früchte als so genannte "Superfrüchte". Eine der Vitamin-C-reichsten Früchte ist die Acerola-Kirsche. Die Vitamin-C-reichste Frucht ist jedoch Camu Camu. Trotzdem bleiben Citrusfrüchte eine interessante Quelle von Vitamin C - auch weil sie ebenfalls Flavonoide enthalten.
Vitamin C ist empfindlich gegenüber Erhitzen und Sauerstoff. Vitamin C wird vielen Erfrischungsgetränken und Fruchtsaftzubereitungen zugesetzt.
 ➦ 8. Labormedizin
 ≡ 8.1 Material
Für die Untersuchung werden 5 ml EDTA-Blut benötigt.
 ≡ 8.2 Referenzbereich
Der Serumspiegel für Ascorbinsäure kann bei Verdacht auf einen Mangel gemessen werden. Der Referenzbereich liegt bei 5 - 15 mg/l.
 ≡ 8.3 Interpretation
 ▪ Erniedrigte Werte können durch eine alimentäre Minderversorgung entstehen. Falsche Behandlung, Lagerung und Zubereitung von Nahrungsmitteln zerstören das Vitamin, meist ist aber eine einseitige Ernährung auslösend.
 ▪ Magen-Darm-Erkrankungen behindern die Resorption von Vitamin C.
 ▪ Ein erhöhter Vitamin-C-Bedarf besteht bei körperlicher Arbeit, in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Infektionen, Stress und Rauchen.
 ➦ 9. Pathophysiologie
Ein über mehrere Monate bestehender Mangel an Vitamin C führt zum Skorbut. Bindegewebe, Knochen, Knorpel und Blutgefäße sind besonders schwer betroffen. Es kommt mit zunehmender Krankheitsdauer zu Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnhalteapparats mit Lockerung der Zähne. Schwellungen großer Gelenke sind ebenfalls beschrieben. Begleitet sind diese Krankheitserscheinungen von einer schwerwiegenden hämorrhagischen Diathese.
Die schwere Form des Skorbuts war früher unter Seefahrern verbreitet, da die Versorgung mit frischen Früchten und Gemüse nicht gewährleistet war. In heutiger Zeit ist ein Ascorbinsäuremangel zumindest in Industrieländern zur Rarität geworden. Er kommt bei verwahrlosten alten Menschen und anderweitig unterversorgten Menschen vor.Eine Überdosierung ist in der Regel nicht zu befürchten. Überschüssiges Vitamin C wird mit dem Urin ausgeschieden. Da Vitamin C aber auch zu Oxalat abgebaut wird, wird diskutiert, ob höhere Dosen zur Bildung von Nierensteinen beitragen können. Eine zu hohe alimentäre Zufuhr von Ascorbinsäure kann die Verwertung von Cobalamin (Vitamin B12) beeinträchtigen.
 ➦ 10. Pharmakologie
Hohe Vitamin-C-Blutspiegel lassen sich durch Infusionen erreichen. Es wird diskutiert, ob solche Infusionen positive Effekte in der (begleitenden) Tumortherapie haben. Einige Autoren meinen, dass es bei sehr hohen Vitamin-C-Spiegeln zu prooxidativen Effekten kommt und über die indirekte Bildung von Peroxidradikalen die Tumore geschädigt werden. Dieser Mechanismus ist jedoch umstritten, da er außer Acht lässt, dass Tumorzellen sehr flexibel auf metabolische Veränderungen reagieren können.
Die oft beschworene prophylaktische Wirkung von Ascorbinsäure bei Erkältungen wird in der Wissenschaft kontrovers diskutiert. Eine Schutzwirkung der Ascorbinsäure ist bisher nicht belegt worden. Lediglich konnte bei Menschen, die regelmäßig Ascorbinsäure zu sich nahmen, eine Reduktion der Krankheitsdauer und des Schweregrads der Erkältung beobachtet werden
 ▪ Symptome eines Vitamin (C) Mangels können sein: Zahnfleischblute, schlechtere Wundheilung, erhöhte Infektanfälligkeit, Müdigkeit, Leistungsabfall und Depressionen.

  🍶 TeeTipp+
 ➦ 🍋 https://de.wikipedia.org/wiki/Zitrone vs➦ Ascorbinsäure: https://de.wikipedia.org/wiki/Ascorbins%C3%A4ure
 ➦ https://de.wikipedia.org/wiki/Teehttps://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCner_Tee
 ➦ https://de.wikipedia.org/wiki/Glucose (Traubenzucker)
 🐝 https://de.wikipedia.org/wiki/Honig (https://de.wikipedia.org/wiki/Akazien)
 💊 https://de.wikipedia.org/wiki/Vitamin (https://de.wikipedia.org/wiki/Nahrungserg%C3%A4nzungsmittel)
 🥃 https://de.wikipedia.org/wiki/Alkohole
 🍪 https://de.wikipedia.org/wiki/Keks (ohne Zucker und Vollkornmehl)


Salzzitrone - das perfekte Gewürz für fast alles
Wer Speisezitronen in Salz einlegt und vier Wochen reifen lässt, kriegt eine Ahnung von ihrer wahren geschmacklichen Bandbreite.
🍋 Im Januar ist Hochsaison für Zitrusfrüchte. Wer Zitronen in Meersalz einlegt und vier Wochen wartet, hat ein Wundermittel für Eintöpfe, Suppen, (Pasta-)Soßen, Salate, Fleisch oder Fisch.
➦ In keine andere Küchentechnik wurde in den letzten Jahren derart viel hineingeheimnisst wie in das Fermentieren. Vielleicht sollte man lieber vom "Haltbarmachen" sprechen. Einfach, um die Schwellenangst zu senken. Klar, es mag da um hochkomplexe Prozesse gehen, bei denen Bakterienstämme, Pilzkulturen oder Enzyme organische Stoffe umwandeln, etwa in Säure oder Alkohol, und so die Verderblichkeit aufhalten.
Aber noch wichtiger, als die Biochemie hinter jedem Vorgang zu verstehen, ist es, überhaupt mal anzufangen, schließlich geht es nicht um Raketentechnologie, sondern um eine Kulturtechnik, die bald so alt ist wie die Küche selbst. Nur weil Gläser mit eingelegtem Gemüse heute nicht mehr bei Oma im Regal stehen, sondern vor allem in den angesagteren Restaurants (oft übrigens als Deko), sollte man sich nicht einschüchtern lassen.
Eine gute Einstiegsdroge ins Fermentieren sind Salzzitronen. Auch weil sie einfach zu machen sind und selbst im grauesten Januar etwas Sommer auf fast jeden Teller zaubern. Der deutsche Winter - das ist eine tröstliche Regelung - ist Hochsaison für Zitrusfrüchte.
Interessant ist ja, dass Zitronen zu den beliebtesten Speisefrüchten der Weltküche zählen, uns ihre Vielseitigkeit und Vielfalt aber fast unbekannt ist. Ob bei Limonade, im Ceviche, im Salatdressing oder dem Schnitz, den wir über dem Wiener Schnitzel ausdrücken, stets ist immer nur die Rede von "Zitrone", so als gäbe es nur eine Sorte. Zwar existieren in der Gattung "Citrus" nur drei anerkannte Arten (Zitronatzitrone, Pampelmuse, Mandarine), die anderen sind alle Hybride oder Mutanten. Doch gibt es enorm viele, höchst unterschiedlich schmeckende Zitronenvarietäten (wie viele, ist umstritten).
Gängige Speisezitronen etwa sind eine Kreuzung aus Zitronatzitrone und Bitterorange. Mit Glück erwischt man Anfang Januar im Biomarkt noch eine rare Meyerzitrone, benannt nach dem Pflanzenpionier Frank Nicholas Meyer, der diese sehr mildaromatische Kreuzung aus Speisezitrone und Orange 1908 aus China in die USA mitbrachte. Wieder völlig anders sind süditalienischen Zitronatzitronen (im gut sortierten Delikatesshandel), die man mit Schale und dicker weißer Unterschale hauchdünn geschnitten als Salat essen kann.
Ihre wahre geschmackliche Bandbreite entfaltet die Zitrone in der Salzlake
Doch schon wer übliche Speisezitronen in Salz einlegt und vier Wochen reifen lässt, kriegt eine Ahnung von ihrer wahren geschmacklichen Bandbreite. Von ihren floralen Noten, ihren zarten Bitteraromen, ihrer Süße und ihrer milden bis scharfen Säure (je mehr Salz, desto saurer, weil Salz säurebildende Bakterien fördert). Ein Stück Salzzitrone aromatisiert Suppen, Eintöpfe, Soßen, Salate, Fisch oder Fleisch.
Die deutsch-mallorquinische Köchin Caroline Fabian, deren Kochbuch "Mallorca" unter den vielen Werken über die Inselküche zu den wenigen wirklich lesenswerten zählt, stopft Salzzitronenschnitze unter die Haut ihres Brathuhns und aromatisiert später noch den Hühnerfond damit. Von Fabian stammt auch ein gutes Einsteigerrezept für fermentierte Zitronen.

Prävention
Zitat
So lässt sich das Krebsrisiko senken
Dafür ein Einmachglas (500-750 ml) kurz in kochendem Wasser sterilisieren. Dann vier unbehandelte Zitronen für 30 Sekunden in kochendem Wasser überbrühen. Die Spitzen abschneiden und kreuzweise aufschneiden, dabei unten 2 Zentimeter stehen lassen, damit die Viertel zusammenhalten. Dann die Früchte kräftig mit grobem Meersalz einsalzen (1-2 EL in jede Spalte), ins Glas drücken. Die Zwischenräume mit Meersalz auffüllen (insgesamt etwa 300 g), Glas verschließen und für eine Woche im Kühlschrank lagern, gelegentlich schütteln, damit Salz und Saft sich verteilen.
Nach 1 Woche Glas mit 150 ml kochendem Wasser auffüllen, wieder verschließen, gut schütteln und 1 Tag ruhen lassen. Dann zum Schutz mit 20 ml neutralem Speiseöl auffüllen, verschließen und weitere 3 Wochen kühl und dunkel lagern. Am Ende Zitronen und Salzlake auf vier sterile Schraubgläser verteilen und im Kühlschrank aufbewahren.
Das braucht man für Salzzitronen
- 4 absolut unbehandelte Zitronen
+ Ascorbinsäure
- 300 g grobes Meersalz
- 20 ml Pflanzenöl
- 1 Einmachglas (500-750 ml)
- 4 kleinere Schraubgläser



🍋 Zitronensäure-Hacks für den Alltag 🪄 🪣 🧼 🚽 🛁 🧽
Mit diesen Zitronensäure-Hacks zeigen wir dir, wie du das Hausmittel im Alltag benutzen kannst. Die Anwendung ist vielseitig, einfach, und beschränkt sich nicht nur aufs Putzen.
Zitronensäure kannst du in Pulverform oder flüssig kaufen. Im Supermarkt oder der Drogerie findest du sie meist bei den Backzutaten oder den Putzmitteln. Neben dem Reinigen kannst du die Zitronensäure aber auch für andere Zwecke im Haushalt einsetzen. Wie vielseitig das Hausmittel ist, erfährst du hier.
Zitronensäure als Reiniger
Zitronensäure kannst du auf verschiedene Arten zum Reinigen verwenden und damit Putzmittel selber machen. So kannst du viele Putzmittel mit nur einem Produkt ersetzen und sparst Verpackungsmüll sowie Platz in deinem Putzschrank:
🧼 Allzweckreiniger: Vermische in einer Sprühflasche 50 Gramm Zitronensäure mit 500 Milliliter lauwarmem Wasser und schüttle es gut. Gib dann einen Tropfen Spülmittel dazu. Wenn du möchtest, kannst du noch ein paar Tropfen ätherisches Öl für den Duft hinzufügen. Der Reiniger eignet sich für Oberflächen oder als Zusatz im Putzwasser. Schüttle ihn vor jedem Gebrauch gut.
 🚽 WC-Reiniger: Verteile drei Esslöffel Zitronensäure-Pulver in der Toilettenschüssel und lasse sie einige Stunden einwirken. Dann musst du nur noch bürsten und spülen.
 🍽 Auch dein Geschirr bekommst du mit Zitronensäure sauber. Wie das funktioniert, erfährst du in diesem Artikel: Spülmaschinentabs selber machen: Einfache DIY-Anleitung
 🪣 Außerdem kannst du mit einer Wasser-Zitronensäure-Mischung auch hartnäckige Rückstände entfernen und damit deine Mikrowelle reinigen, deinen Backofen reinigen oder Eingebranntes in Kochtöpfen entfernen.

🍋 Entkalken mit Zitronensäure 🧽
Zitronensäure ist weniger aggressiv als die üblichen Entkalker mit ätzenden Säuren, die du im Handel findest. Noch dazu sparst du so Plastikmüll und entkalkst mit dem Hausmittel dennoch genauso effizient. Für folgende Küchengeräte eignet sich Zitronensäure als Entkalker:
    Wasserkocher: Mehr dazu hier: Wasserkocher entkalken mit Hausmitteln – so geht’s
    Kaffeemaschine: Achte beim Kaffeemaschine entkalken darauf, die Zitronensäure nicht zu erhitzen, da sich sonst Ablagerungen bilden können!
    Spülmaschine: Mehr dazu hier: Spülmaschine reinigen: 3 effektive Hausmittel, die du immer zuhause hast
Außerdem kannst du damit auch Wasserhähne, Duschköpfe und deine Waschmaschine entkalken.
 🛁 Wasserhahn und Perlator: Entkalken und reinigen
 🚿 Duschkopf entkalken
    Waschmaschine entkalken

🍋 Zitronensäure für die Wäsche 🧽
Außerdem kannst du Zitronensäure auch fürs Wäsche waschen benutzen:
    Statt Weichspüler, der oft umweltschädliche Tenside enthält, kannst du auch 5 bis 6 Esslöffel Zitronensäure in einem Liter Wasser auflösen und pro Waschgang 50 Milliliter der Mischung ins Weichspülerfach geben. Du solltest Zitronensäure aber nicht bei bunter Wäsche verwenden, da sie bleichend wirken kann. Und: Nur bei niedrigen Temperaturen verwenden!
    Auch Waschmittel kannst du mit Zitronensäure einfach herstellen: DIY: Waschmittel selber machen aus nur 6 Zutaten
    Schweißflecken entfernen: Zitronensäure kann außerdem gelbliche Flecken aus weißer Kleidung entfernen, die oft von Schweiß oder Deo kommen. Mische dafür zwei Liter Wasser mit 30 Gramm Zitronensäure und weiche das Kleidungsstück einige Stunden oder über Nacht darin ein. Danach kannst du es ausspülen und ganz normal waschen. Empfindliche Textilien solltest du auf diese Weise jedoch besser nicht behandeln!

🍋 Pflegeprodukte selber machen mit Zitronensäure 🧽
Im Badezimmer kannst du Zitronensäure nicht nur zum Reinigen verwenden. Du kannst damit auch Pflegeprodukte selber machen.
    Wie du sprudelnde Badekugeln mit Zitronensäure selber machen kannst, zeigen wir dir hier: Badekugeln selber machen: Rezept mit natürlichen Zutaten
    Mit Zitronensäure kannst du auch eine saure Rinse für die Haare herstellen. Dazu brauchst du einen halben Teelöffel Zitronensäure und einen Liter Wasser.

🍋 Zitronensäure für den Garten 🧽
Auch im Gartenbereich kann Zitronensäure ein hilfreicher Reiniger sein:
    Mit Zitronensäure bekommst du zum Beispiel weiße Kunststoffstühle wieder sauber. Mehr dazu findest du in unserem Artikel: Gartenmöbel reinigen: Die besten Hausmittel
    Außerdem kannst du mit Zitronensäure deinen Grillrost reinigen.
    Auch kannst du mit Zitronensäure deinen Pool von Kalk und Schmutz befreien: Pool reinigen ohne Chemiekeule

🍋 Rezepte mit Zitronensäure 🧽
Zitronensäure kannst du auch in der Küche für Gelees und Sirupe verwenden. So kommt sie etwa in folgenden Rezepten zum Einsatz:
    Rhabarbergelee kochen
    Zitronenmelissensirup
    Holunderblütensirup selber machen

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📑 Allgemeines Board Tipps und Informationen / 🍊 Orange
« Letzter Beitrag von ★ Sarah Maria Schwab am Dezember 17, 2022, 09:17:56 Nachmittag »
🍊 Orangen gehören weltweit zu den fünf populärsten Früchten. Dass man sie auch Apfelsinen nennt, hat natürlich einen Grund.
Orangen werden in Teilen Deutschlands Apfelsinen und in den Niederlanden Sinaasappelen genannt – also Äpfel aus China. Äpfel sind die ­Zitrusfrüchte zwar nicht, aber ihre ­ursprüngliche Herkunft liegt tatsächlich in China. Noch heute werden dort – nach Brasilien und Indien – weltweit am meisten Orangen angebaut.
Nach Europa gekommen ist die Frucht mit den Seefahrern zu Beginn der Neuzeit. Seither blühen Orangenbäume von Griechenland über Italien bis nach Portugal in ganz Südeuropa, hauptsächlich jedoch in Spanien. Unterschieden wird zwischen Bitter- und Süssorangen, wobei die Bitterorangen (Pomeranzen) im botanischen Sinne keine Orangen sind.
Wegen ihrer süssen Saftigkeit besonders beliebt sind die Orangensorten Valencia Late, Shamouti und Navel. Bekannt sind die Früchte auch als Vitamin-C-Spender: Zwei Orangen decken bereits den Tagesbedarf einer erwachsenen Person, wobei es andere Früchte gibt, die wesentlich mehr Vitamin C enthalten – Sanddorn zum Beispiel oder Acerola.
Die Schale der Orange enthält ätherische Öle und eignet sich nicht nur als Duftkomponente bei der Parfumherstellung, sondern auch zum Aromatisieren von Speisen. Man sollte aber nur Schalen von Bio-Orangen konsumieren und diese dann mit einem Zestenreisser hauchdünn abziehen, um Bitternoten zu vermeiden.
Orangen sind vor allem aufgrund ihres hohen Gehalts an Vitamin C beliebt. Bereits in einer mittelgroßen Frucht stecken circa 130 Milligramm des Vitamins. Nur eine Orange deckt also den Tagesbedarf von 90 Milligramm bei Frauen, 125 Milligramm bei stillenden Müttern und 110 Milligramm bei Männern.
Mit zwei bis drei Orangen am Tag könntest du bereits den empfohlenen Tagesbedarf an Vitamin C decken. Vitamin C ist nicht nur wichtig, um dein Immunsystem zu stärken, sondern trägt auch zum Erhalt gesunder Knochen und des Bindegewebes bei. Auch eine gute Portion Magnesium steckt in Orangen, sowie etwas Calcium.
Orangen helfen bei Verstopfung. Naringenin ist ein Flavonoid, das eigentlich für den bitteren Geschmack von Zitrusfrüchten verantwortlich ist. Doch Forscher haben eine weitere Wirkung gefunden – als natürliches Abführmittel bei Verstopfung.
🍊 Warum Orangen so gesund sind
Ursprünglich stammen Orangen aus China. Ihr Zweitname verrät es: Denn Apfelsine bedeutet „Apfel aus China“. Im Reich der Mitte gibt es die gesunden Zitrusfrüchte schon seit mehr als 3000 Jahren. Heutzutage sind jedoch Brasilien und die USA die größten Orangenproduzenten und versorgen die Fans weltweit mit ihrer Lieblingsfrucht. Und die schwärmen nicht nur von dem süßlichen Geschmack der exotischen Obstsorte, sondern auch von ihren wertvollen Inhaltsstoffen. Dass Orangen regelrechte Vitamin-C-Bomben sind, ist bekannt. Doch in der Frucht stecken noch mehr gesundheitsfördernde Substanzen, die zahlreichen Krankheiten vorbeugen können.
Es gibt kaum etwas Natürlicheres in unserer Ernährung als frisch gepressten Saft. Für Deine tägliche Dosis Vitamine, direkt aus der Frucht, gibt es daher die Orangen- beziehungsweise Zitruspresse von RIG-TIG by Stelton. Die einfache und stilechte Fruchtpresse erklärt ihre Handhabung von selbst. Einfach eine halbierte Orange nehmen, auf die Presse drücken und drehen, schon haben Sie Ihren eigenen Fruchtsaft. Das Besondere an diesem Küchenhelfer ist der Becher, welcher als Auffangbehälter dient und Ihnen somit immer die ideale Portion für ein Glas bereithält. So natürlich wie die Früchte für Ihren Durst, so ist auch dieses Küchenaccessoire ohne schädliche Stoffe hergestellt. Damit natürlich auch natürlich bleibt. Genießen Sie Ihren Morgen also mit einem frisch gepressten Orangensaft und lassen Sie den Tag gesund beginnen.
🍊 Die Nährwerte von Orangen
Hier finden Sie in einer Übersicht die wichtigsten Nährwerte von Orangen (1):
Nährwerte von Orangen pro 100 Gramm (roh)     
Kalorien    47 kcal
Eiweiß    1 g
Fett    0,2 g
Kohlenhydrate    8,25 g
Ballaststoffe    2,2 g
Wie viel Kalorien hat eine Orange? Eine kleine Orange mit etwa 130 Gramm hat 61 Kalorien, eine Orange mit 100 Gramm 47 Kalorien und eine große Orange mit 250 Gramm 118 Kalorien.
1. Orangen unterstützen das Immunsystem
Orangen enthalten sogenannte Polyphenole. Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken entzündungshemmend und antioxidativ (das heißt, sie fangen freie Radikale, die sonst die Zellen schädigen). Außerdem stärken sie das Immunsystem, sodass Viren und Bakterien vom Organismus besser abgewehrt werden können.
2. Orangen helfen bei Verstopfung
Naringenin ist ein Flavonoid, das eigentlich für den bitteren Geschmack von Zitrusfrüchten verantwortlich ist. Doch Forscher haben eine weitere Wirkung gefunden – als natürliches Abführmittel bei Verstopfung. Allerdings: Bis jetzt konnte dieser Effekt nur im Tierversuch gezeigt werden.
3. Orangen machen gute Laune
Die Zitrusfrüchte liefern auch Vitamin B. Das hilft dem Gehirn, das Glückshormon Serotonin herzustellen. Es sorgt dafür, dass wir gelassen und zufrieden sind und dämpft gleichzeitig Gefühle wie Angst und Kummer.
4. Orangen können Arteriosklerose verhindern
Arteriosklerose entsteht, wenn sich Blutfette oder Thromben an den Gefäßwänden ablagern und diese so verstopfen. Herzinfarkte oder Schlaganfälle können die Folge sein. Das in Orangen enthaltene Vitamin C kann diese Entwicklung aufhalten, indem es oxidativen Stress, einen entscheidenden Risikofaktor für Arteriosklerose, verringert.
5. Orangen stärken Knochen und Zähne
Knochen
Orangen punkten mit einem ordentlichen Magnesiumgehalt. Das Mineral ist entscheidend für die Dichte und Stabilität der Knochen und Zähne. Dieser Zusammenhang wird häufig unterschätzt. Dabei gibt es mittlerweile Untersuchungen, die zeigen, dass Magnesium genauso wichtig wie Calcium ist.
6. Orangen beugen Bluthochdruck vor
Der tägliche Bedarf an Kalium beträgt 2 g. Wer aber an Hypertonie leidet, sollte mehr aufnehmen: Der Mineralstoff kann den Blutdruck senken. Orangen sind eine gute Kaliumquelle. Eine Frucht enthält 300 mg.
7. Orangen können Krebs bekämpfen
Krebs
Die sogenannten Limonoide gehören ebenfalls zu den Bitterstoffen, denen eine besondere Wirkung nachgesagt wird: Studien deuten darauf hin, dass die sekundären Pflanzenstoffe das Wachstum von Brustkrebszellen hemmen.
🍊 https://de.wikipedia.org/wiki/Orange_(Frucht)
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📑 Allgemeines Board Tipps und Informationen / 🌾 Mehl
« Letzter Beitrag von ★ Sarah Maria Schwab am Dezember 03, 2022, 02:58:58 Vormittag »
Mehl Type 405 eignet sich wegen seiner guten Bindefähigkeit gut zum Andicken von Soßen und zum Backen von Kuchen und Keksen. Mehl Type 550 wird häufig in Bäckereien zum Backen von Brötchen eingesetzt. Mehl Type 1050 ist optimal für Mischbrote. Mehl Type 1370 eignet sich für rustikale, dunkle Brote.
Mehl mit der Typenbezeichnung „405“ hat demnach ca. 405 mg Mineralstoffe je 100 g Mehl, Mehl mit der Typenbezeichnung „1050“ hat demnach ca. 1050 mg Mineralstoffe je 100 g Mehl usw. … Im Umkehrschluss bedeutet dies: Je kleiner die Typennummer, desto niedriger ist der Mineralstoffgehalt des Mehls.
Vollkornmehl macht uns wegen der vielen Ballaststoffe länger satt, du hast weniger Heißhunger. Zudem regt Vollkornmehl die Darmtätigkeit an und verhindert Verstopfungen. Damit gilt Vollkornmehl als das gesündeste Mehl – vor allem wenn es frisch gemahlen ist und gleich verarbeitet wird.
Für die meisten Kuchen und Plätzchen ist das helle Weizenmehl 405 ideal. Es ist das hellste Mehl mit den besten Klebeeigenschaften. Für Brötchen, Gebäck und helles Brot: Wenn der Teig gut aufgehen soll, sollte zum Backen das Mehl mit der Type 550 (Weizenmehl und Dinkelmehl) verarbeitet werden.
Mehltypen informieren über den Mineralstoffgehalt
Entgegen der verbreiteten Annahme, die Zahlen auf den Mehlverpackungen sollten Aufschluss über die Feinheit des Mehls geben, verraten sie etwas ganz anderes: Die Ziffern geben den Mineralstoffgehalt (mg/100 g) des Mehls an, also die Menge von Kalium und Magnesium ebenso wie die Menge der Ballaststoffe, B-Vitamine und pflanzlichen Eiweiße, die pro 100 Gramm Mehl enthalten sind.
Ein Roggenmehl Type 1370 enthält beispielsweise pro 100 Gramm Mehl insgesamt 1370 Milligramm Mineralstoffe und hat damit einen wesentlich höheren Mineralstoffgehalt als das gewöhnliche Weizenmehl 405.
Vollkornmehl besteht aus dem Mehlkörper sowie dem Keimling und der Schale. Es hat deshalb keine Typenbezeichnung, da alle Bestandteile der gereinigten Körper im Vollkornmehl enthalten sind. Zur Orientierung: Vollkornmehle würden in etwa der Type 1800 entsprechen.
Ist Dinkel wirklich gesünder als Weizen?
Die meisten Mineralstoffe eines Getreides stecken in der äußeren Schale eines Korns. Wird für die Mehlproduktion also nur das Innere des Korns vermahlen, fällt der Mehltyp geringer aus, als wenn das ganze Getreidekorn samt Schale und Keim verarbeitet wurde. Höhere Mehltypen enthalten deshalb mehr Mineralstoffe und sind damit gesünder als Mehltypen mit niedrigeren Zahlen.
Besonders gesund ist das Vollkornmehl, denn dieses enthält besonders viele gesunde Kohlenhydrate, die im Magen nur langsam verarbeitet werden. Dies führt dazu, dass der Blutzuckerspiegel nicht stark ansteigt und regt die Darmtätigkeit an, wodurch Verstopfhung verhindert wird. Außerdem sorgt der hohe Ballaststoffgehalt dafür, dass uns Vollkornmehl länger satt hält.
Brot backen mit Mehl
Zum Backen eignen sich jedoch meist die Mehltypen mit niedrigeren Ziffern besser, da diese sich leichter verarbeiten lassen und schneller Flüssigkeit aufnehmen können. Nicht umsonst ist das Weizenmehl 405 das Mehl, das in den deutschen Küchen am häufigsten verwendet wird.
    Für Kekse und Kuchen: Für die meisten Kuchen und Plätzchen ist das helle Weizenmehl 405 ideal. Es ist das hellste Mehl mit den besten Klebeeigenschaften.
    Für Brötchen, Gebäck und helles Brot: Wenn der Teig gut aufgehen soll, sollte zum Backen das Mehl mit der Type 550 (Weizenmehl und Dinkelmehl) verarbeitet werden.
    Für Nudeln & Hefegebäck: Mit dem Weizelnmehl 550 gelingen Nudeln und Hefebackwaren am besten.
    Für Pizza: Der Dinkelmehl-Typ 630 eignet sich hervorragend für Pizzateig.
    Für Mischbrot: Das Weizenmehl Type 1050, das Roggenmehl Type 1150 und das Dinkelmehl Type 1050 sind optimal geeignet. Beim Zubereiten etwa 10 Prozent mehr Flüssigkeit als gewohnt zugeben!
Tipp: Besonders reich an Ballaststoffen sind natürlich Backwaren aus Vollkornmehl. Wenn Sie dieses Mehl zum Backen verwenden möchten, sollten Sie etwa 20 Prozent mehr Flüssigkeit hinzugeben.

Das Österreichische Lebensmittelbuch besagt, dass alles, was vermahlen wird, zum Beispiel Getreide, Hülsenfrüchte oder Fisch, Mehl ist. So wie wir Österreicher das Wort Mehl verwenden, beschränkt es sich jedoch auf Erzeugnisse aus Getreide – darunter fallen Weizen, Roggen, Dinkel, Triticale, Hafer, Hirse, Reis und Wildreis, aber auch Pseudogetreide wie Buchweizen, Amarant und Quinoa. Unterschieden wird Mehl aber nicht nur nach der Getreidesorte, sondern auch durch die Type und den Mahlgrad. Die Bezeichnung Mehl stammt aus dem Althochdeutschen "melo", was zerriebenes oder gemahlenes Pulver heißt.

🌾 Was ist Biomehl?
Bio-Mehl kann aus jedem Getreide hergestellt werden. Der Mahlprozess selbst unterscheidet sich bei Bio-Mehlen nicht von konventionellen Mehlen, aber der Getreideanbau. Bio-Getreide-Bauern verzichten auf den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel sowie auf leicht lösliche Düngemittel. Dennoch sind für den Biolandbau eigene Pflanzenschutzmittel zugelassen, die jedoch in der praktischen Anwendung nur wenig Bedeutung haben. Daher legt der Bio-Bauer seinen Fokus schon bei der Auswahl der Saat auf Gesundheit, Widerstandsfähigkeit und Standortanpassung. Wie beim Anbau und der Feldbearbeitung sind auch in der Mühle im Rahmen der Mehlbehandlung weniger bzw. andere Mehlbehandlungsmittel zugelassen. Der Bio-Anteil im Supermarkt liegt aktuell bei 20 Prozent.

🌾 Mehlsorten
Grundsätzlich kann man Mehl nach der Getreideart, der Mehltype und dem Körnungsgrad einteilen. Weizen, Roggen, Dinkel, Ur- und Pseudogetreide stellen die Art des verwendeten Rohstoffes dar, Bezeichnungen wie W480 oder W1600 die Type und griffig, glatt oder universal den Körnungsgrad. Die Auswahl des richtigen Mehls ist für das Gelingen des Rezepts sowie für den Geschmack mitverantwortlich.
🌾 Vollkorn- oder Weißmehl?
Generell unterscheidet man bei Mehlen zwischen Vollkorn- und Weißmehl. Da bei Weißmehl nur der Innere Teil des Korns beim Mahlen „herausgezogen“ wird, wird Weißmehl auch als Auszugsmehl bezeichnet. Weißmehl ist entweder glatt oder griffig. Es kann aus allen Getreidearten hergestellt werden und beinhaltet weniger Mineralstoffe und Ballaststoffe als Vollkornmehl. Beim Weißmehl wird das Korn von der Schale und dem Keimling getrennt, wodurch der Mehlkörper übrigbleibt. Nur dieser wird dann vermahlen. Die Schale wird als Kleie für Tierfutter verwertet, oder Teile davon wie der Keimling als wertvolle Ergänzung in der menschlichen Ernährung. Aus einem Kilogramm Getreide gewinnt man je nach Mehltype zwischen 0,65 und 0,8 Kilogramm Mehl. Der Vollkornanteil im Lebensmitteleinzelhandel liegt bei knapp unter neun Prozent,
🌾 Ausmahlungsgrad
Der Ausmahlungsgrad gibt den Anteil des Korns an, das zu Mehl vermahlen wurde. Für Vollkornmehl vermahlen Mühlen durchschnittlich 98 Prozent und damit fast das ganze Korn. Zum Vergleich: Für Weizenmehl Typ 700 werden hingegen nur etwa drei Viertel des Korns vermahlen. Der Ausmahlungsgrad liegt hier also bei 75 Prozent.
Anders als auf der Grafik unten vereinfacht dargestellt, müssen die Typen W700 und W1600 nicht zwingend das Innere des Korns enthalten. Somit haben Mühlen die Möglichkeit, mehrere Mehltypen gleichzeitig herzustellen. Sie verwenden etwa das Innere des Korns für die Type W480 und die übrigen Bestandteile für die Typen W700 und W1600.
🌾 Mehltypen
Die Farbe des Mehls hängt einerseits von der Getreideart ab. Weizenmehl ist zum Beispiel heller als Roggenmehl. Andererseits wirkt sich der Ausmahlungsgrad auf die Mehlfarbe aus. Die Mehltype oder einfach nur „die Type“ gibt den Mineralstoffgehalt des Mehls an, das heißt wie viel Milligramm Mineralstoffe pro 100 Gramm im Mehl enthalten sind. Die Bestimmung erfolgt durch die Festlegung des Mineralstoffgehalts (Aschegehalts), der vom Anteil an mineralstoffreichen Schalenteilchen abhängt.
🌾 Mehltypen international
Die Mehltypenbezeichnung ist international unterschiedlich. Die Unterschiede ergeben sich aus unterschiedlichen länderspezifischen Definitionen. Ist in einem Rezept eine Mehltype aus einem anderen Land angegeben, muss aber nicht auf Mehl aus diesem Land zurückgegriffen werden. Im österreichischen Lebensmittelhandel findet man unter anderem auch deutsche oder italienische Mehle. Vergleichstabellen helfen dabei, heimische Mehle mit vergleichbarem Mineralstoffgehalt zu ermitteln. Die deutsche Typenbezeichnung W 405 oder die italienische Typenbezeichnung „tipo 00“ ist zum Beispiel mit der österreichischen Mehltype W 480 zu vergleichen.
🌾 Weizenmehl
Weizen ist das am meisten verwendete und konsumierte Getreide in Österreich. Es eignet sich für viele Anwendungen und lässt sich gut mit anderen Getreidearten mischen.
Zitat
Weizenmehl Type 480, glatt:    Helles Weizenmehl    Es handelt sich dabei um die beliebteste Mehltype bei österreichischen Haushaltsmehlen. Aufgrund seiner feinen Körnung und seines hohen Klebergehalts eignet es sich besonders für Kuchen, Torten, Feingebäck, Teige wie Germ-, Brand-, Biskuit- oder Mürbteig.
Zitat
Weizenmehl Type 480, griffig    Helles Weizenmehl    Durch die gröbere Körnung des Mehls werden Flüssigkeiten langsamer aufgenommen, wodurch es sich sehr gut für Teige eignet, die „quellen“ sollen. Dazu zählen Spätzle, Knödel, Nockerl, Nudeln oder Germteig. Auch zum Bemehlen von Arbeitsflächen ist griffiges Mehl ideal.
Zitat
Weizenmehl Type 700:    Helles Weizenmehl.    Da diese Type den tendenziell höchsten Klebergehalt aufweist, eignet es sich besonders als Backmehl für Gebäck und helles Brot. Es handelt sich um das typische Semmelmehl. Das Mehl von dieser Type wird ohne Keimling vermahlen.
Zitat
Weizenmehl Type 1600    Dunkles Weizenmehl    Auch dieser Mehltyp wird ohne Keimling vermahlen und eignet sich sehr gut für Mischbrote, das die Vorteile von geschmacksintensivem Roggen- und backfähigem Weizenmehl vereint.
Weizenvollkornmehl    Dunkles Weizenmehl    Während der Ausmahlungsgrad des Korns bei der Type 480 bei 65 Prozent liegt, werden bei Vollkornmehlen knapp 100 Prozent des Korns vermahlen. Ein minimaler Teil der Schale geht im Zuge der Reinigung verloren. Weizenvollkornmehl eignet sich für Vollkornbackwaren wie Vollkornbrot und Vollkornteige.
🌾 Roggenmehl
Roggenmehl ist aufgrund der Widerstandsfähigkeit des Roggens gegen Kälte besonders im alpinen Raum sowie in kühlen Regionen verbreitet und somit auch in Österreich Bestandteil vieler traditioneller Rezepte. Roggen enthält weniger vom Klebereiweiß (Gluten) als Weizen, vielmehr aber von sogenannten Pentosanen, die zur Gruppe der pflanzlichen Schleimstoffe zählen. Durch den geringeren Glutengehalt verkleistert die Roggenstärke weniger gut, sodass erst eine Teigsäuerung mit Sauerteig zu einer optimalen Backfähigkeit führt. Roggenmehl findet vor allem beim Brotbacken und zur Herstellung von Lebkuchen Anwendung und lässt sich gut mit anderen Getreidesorten mischen.
🌾 Helles Roggenmehl
   Es wird auch als Vorschussmehl oder Weißroggenmehl bezeichnet und eignet sich für helles Roggenbrot oder Mischbrot.
Zitat
Roggenmehl Type 960    Dunkles Roggenmehl    Es handelt sich dabei um das klassische Brotmehl für Roggenbrot und Mischbrot. Roggensauerteig wird in der Regel mit dieser Mehltype hergestellt. Lebkuchen wird ebenfalls traditionell aus diesem Mehl gebacken.
Zitat
Roggenmehl Type 2500    Dunkles Roggenmehl    Dieses Mehl wird auch als Schwarzroggenmehl bezeichnet. Bei Brotrezepten sollte man dieses Mehl auf maximal 20 Prozent der Gesamtmenge dosieren. Dies sorgt für eine bessere Frischhaltung bei Roggen- und Roggenmischbroten.
Roggenvollkornmehl    Sehr dunkles Roggenmehl    Während der Ausmahlungsgrad des Korns bei der Type 960 bei ca. 80 Prozent liegt, werden bei Vollkornmehl nahezu 100 Prozent des Korns vermahlen. Ein minimaler Teil der Schale geht im Zuge der Reinigung verloren. Roggenvollkornmehl eignet sich für Vollkornbrot.
🌾 Dinkelmehl
Teige aus Dinkel schmecken etwas nussig bis süßlich. Dinkelmehl eignet sich für viele Anwendungen und lässt sich gut mit anderen Getreidearten mischen.
Zitat
Type    Farbe    Anwendungsmöglichkeiten
Dinkelmehl Type 700    Helles Dinkelmehl     Es eignet sich besonders für Kuchen, Torten, Feingebäck und Teige wie Germ-, Brand-, Biskuit- oder Mürbteig.
Dinkelvollkornmehl    Dunkles Dinkelmehl    Während der Ausmahlungsgrad des Korns der Type 700 bei 70 Prozent liegt, werden bei Vollkornmehl nahezu 100 Prozent des Korns vermahlen. Ein minimaler Teil der Schale geht im Zuge der Reinigung verloren. Dinkelvollkornmehl eignet sich für Vollkornbackwaren wie Vollkornbrot und Vollkornteige.
🌾 Mehl aus Urgetreide
Der Begriff Urgetreide ist lebensmittelrechtlich nicht definiert und geschützt. Im allgemeinen Sprachegebrauch spricht man bei Urgetreide von Emmer, Einkorn und Waldstaudenroggen. Die Renaissance von diesen Getreidesorten kann eine Bereicherung und Abwechslung für den Speisenplan sein. Brot und Backwaren, die unter ausschließlicher Verwendung von Mehl aus Urgetreide bestehen, findet man selten, da die Backeigenschaften dieser Getreidesorten weniger gut sind. Erst durch eine Mischung mit Weizen- oder Dinkelmehl lässt sich ein gutes Backergebnis erzielen. Da Teige mit Einkorn- oder Emmermehl sehr weich sind, benötigt man in der Regel Backformen zum Brot backen. Das Formen von Brotlaiben ist sehr schwierig. Das Volumen von Brot und Backwaren ist ebenfalls kleiner als das von Weizenbroten. Urgetreide kann genauso wie andere Getreidesorten unvermahlen verwendet werden. So kann Einkorn oder Emmer als heimische Alternative zu Reis als Grundlage für Gemüsegerichte, als Beilage oder als Art Risotto zubereitet werden.
🧃 Mehl aus Pseudogetreide
Neben „echten“ Getreidesorten wie Weizen, Roggen oder Dinkel, die zur Familie der Süßgräser zählen und das Klebereiweiß (Gluten) enthalten, gibt es sogenanntes Pseudogetreide. Es wird verarbeitet und verwendet wie „echtes“ Getreide, verfügt aber über kein Gluten. Somit ist Pseudogetreide für Personen mit Zöliakie geeignet. Die relevantesten sind Buchweizen, auch als Heiden bezeichnet, Mais, Hirse, Quinoa und Amarant. Die Vermahlung von Pseudogetreide ist vergleichbar mit der von „echtem“ Getreide. Da das Klebereiweiß (Gluten) fehlt, ist allerdings die Backfähigkeit von Mehlen aus Pseudogetreide stark reduziert. Mehl aus Pseudogetreide wird daher oft mit glutenhaltigem Mehl vermischt, um daraus Brot oder Gebäck backen zu können. Für eine glutenfreie Ernährung sind diese Produkte dann nicht mehr geeignet. Pseudogetreide wird auch häufig als Korn verwendet. Buchweizen bietet sich für Salate, als Beilage oder Suppeneinlage an. Quinoa lässt sich gut als Beilage, Brei oder für Salate zubereiten, Amarant wird in gepuffter Form oft Müslis zugesetzt. Somit kann Pseudogetreide durchaus Abwechslung in den Speiseplan bringen. Obwohl viele Pseudogetreide ihren Ursprung im Ausland haben und importiert werden, gibt es immer mehr heimische Anbau-Versuche. Buchweizen, Quinoa, Hirse und Amarant sind mittlerweile aus Österreich erhältlich. Mengenmäßig kommt es allerdings nicht aus der Nische.
🌾 Spezialmehle
Spezialmehle sind Mischungen verschiedener Mehle für spezielle Anwendungsmöglichkeiten. Sie unterscheiden sich von klassischen Mehlen in ihrer Zusammensetzung oder den Verwendungszwecken. Die Auswahl im Regal ist groß. So besteht Spätzlemehl aus Weizenmehl und Hartweizengrieß, damit Spätzle beim Kochen nicht weich werden, sondern eine feste, kernige Konsistenz nach dem Kochen behalten. Ein anderes Spezialmehl ist Pizzamehl. Es handelt sich um eine Mischung von Mehlen aus verschiedenen Mahldurchgängen, also aus sogenannten Passagenmehlen, sodass Pizzateige gut gedehnt werden können, ohne sich nach dem Formen wieder  zusammenzuziehen. Spezialmehle sind nicht zu verwechseln mit Fertigmehlen oder Backmischungen.
🌾Glutenfreies Mehl
Ein Getreidekorn enthält verschiedene Eiweiße. Einen Großteil macht das Gluten aus, das auch als Klebereiweiß bezeichnet wird. Bei Weizen nennt man die Klebereiweiße Gliadin und Glutenin, bei Roggen Secalin und bei Gerste Hordenin. Die Menge und die Qualität des Eiweißes im Getreidekorn entscheiden über die Backqualität eines Mehls. Gluten sorgt dafür, dass der Teig sozusagen zusammenklebt und es macht Teige elastisch.
🍰 Backmischungen
Backmischungen sind wie Mehl pulverförmig und enthalten viele verschiedene Zutaten, die zur Herstellung eines Brotes, Gebäcks oder Kuchens benötigt werden. In der Regel muss nur noch Flüssigkeit wie Wasser oder Öl und ein Triebmittel wie Hefe oder Sauerteig dazugegeben werden. Die Zutaten von Backmischungen variieren stark.
Speisestärke
Stärke ist ein weltweit gefragtes Produkt, nicht nur in der Lebensmittelindustrie, sondern zum Beispiel auch in der Textil- oder Papierindustrie. Bei der Herstellung von Speisestärke wird die im Lebensmittel natürlich vorkommende Stärke herausgewaschen, gereinigt und getrocknet. Der Großteil der weltweiten Stärkeproduktion stammt aus Mais, gefolgt von Tapioka, Kartoffeln und Weizen. Bei glutenfreier Weizenstärke wird das Klebereiweiß Gluten ebenfalls „ausgewaschen“. Liest man in der Zutatenliste den Begriff Stärke, native Stärke oder modifizierte Stärke, ist diese glutenfrei. Stammt die Stärke aus Weizen, so ist dies zu kennzeichnen. Speisestärke bindet Suppen und Saucen und verfeinert Kuchen und Gebäck. Sie ist eine häufige Zutat von Fertiggerichten, Süßigkeiten, Backwaren, Brotaufstrichen, Dressings oder Fleischersatzprodukten.
🌾 Körnungsgrade
Auf der Mehlpackung findet man die Begriffe glatt, griffig, doppelgriffig und universal. Sie sagen etwas über die Feinheit des Mehls, also den Vermahlungsgrad, aus. In manchen Regionen Österreichs wird glattes Mehl am häufigsten gekauft, anderswo ist Universalmehl am beliebtesten. Griffiges Mehl wird immer weniger im Handel verkauft. Viele greifen im Zweifel, welches Mehl für die Speise verwendet werden soll, zu Universalmehl.

🌾 Mehlarten
 ➦ Glattes Mehl    
Es ist das am feinsten vermahlene Mehl. Es fühlt sich zwischen den Fingern weich und staubig an und bindet sehr schnell und stark Wasser. Es bietet sich vor allem für feinporige und geschmeidige Teige sowie zum Binden von Flüssigkeiten wie Suppen oder Saucen an.
 ➦ Griffiges Mehl    
Es wird auch als Dunst bezeichnet, ist etwas gröber vermahlen als glattes Mehl. Es fühlt sich zwischen den Fingern gröber und rieselfähig an. Da es dadurch langsamer Wasser aufnimmt. eignet es sich für Teige, die nach der Zubereitung „quellen“ und rasten sollen. Dazu zählen Spätzle, Knödel, Nockerl, Nudeln oder Kartoffelteig. Auch zum Bemehlen der Arbeitsfläche ist griffiges Mehl ideal.
Doppelgriffiges Mehl    Die Mehlpartikel sind noch gröber als bei griffigem Mehl. Es wird gleich wie griffiges Mehl verwendet. Allerdings wird dieses Mehl kaum noch angeboten.
 ➦ Universalmehl    
Mischt man glattes mit griffigem Mehl, erhält man Universalmehl, das, wie der Name sagt, nahezu universell einsetzbar ist und die Vorteile, aber auch Nachteile beider Feinheitsgrade vereinen soll. Das Mischungsverhältnis ist nicht geregelt, das Verhältnis zu gleichen Teilen ist üblich.

🌾 Grieß
Für Grieß wird in der Regel nur der Mehlkörper vermahlen. Es gibt auch Vollkorngrieß aus dem ganzen Korn bzw. mit groben Schalenteilen. Grieß ist gröber als Mehl, fühlt sich in der Hand sandig an und ist weiß bis gelblich-braun. Es gibt verschiedene Korngrößen, man unterscheidet zwischen grobem, mittlerem und feinem Grieß. Hartweizengrieß wird aus Hartweizen, auch als Durumweizen bezeichnet, erzeugt und findet vor allem in der Nudelproduktion Anwendung, da er beim Kochen recht fest bleibt. Weichweizengrieß wird aus Weichweizen erzeugt und wird beim Kochen weich. Er verleiht Speisen dadurch eine gewisse Sämigkeit, sodass er für Suppen, Babynahrung, Grießbrei oder süße Grießspeisen eingesetzt wird. Daneben gibt es sogenannten extrudierten Weizengrieß, der bereits bei der Produktion gedämpft wird, um ihn auch ohne Kochvorgang verdaulich zu machen. Grieß ist auch aus anderen Getreidesorten wie Dinkel als Dinkelgrieß erhältlich. Grieß aus Mais wird als Polenta bezeichnet.
🌾 Schrot
Bei Schrot handelt es sich um grob zerkleinertes Getreide in verschiedenen Feinheitsgraden. Backschrot wird teilweise ohne Keimling geschrotet, Vollkornschrot enthält das ganze Getreidekorn. Schrot findet heute Anwendung als Backzutat in der Bäckerei sowie als Futtermittel. Verwendet man Backschrot zum Brot backen, muss das Schrot erst in Wasser aufquellen, um es verwenden zu können. Das sorgt bei Brot für eine lockere und saftige Krume.
🌾 Kleie
Unter Kleie versteht man die Schalenteile des Getreidekorns, die bei der Vermahlung nach Absieben des Mehls zurückbleiben. Man unterscheidet zwischen Speise- und Futterkleie. Futterkleie findet vorwiegend als hochwertiges Futtermittel Anwendung, Speisekleie gewinnt in der menschlichen Ernährung als wertvoller Ballaststofflieferant in Frühstückscerealien oder Backwaren zunehmend an Bedeutung. Der Kleieanteil beträgt, je nach Getreidesorte und erzeugtem Produkt, zwischen 15 und 25 Prozent. Bei Vollkornmehl fällt keine Kleie an. Aufgrund der hohen Nährstoffdichte eignet sich der Keimling als Zutat für Müslis, Smoothies sowie zur Produktion von Speiseölen wie Mais- oder Weizenkeimöl.
🌾 Couscous
Für Couscous wird Hartweizen gemahlen und anschließend befeuchtet, sodass sich Klumpen bilden, die wiederum zu kleinen Kügelchen zerrieben und getrocknet werden. Couscous wird vor der Abfüllung vorgegart, sodass man ihn für den Verzehr nicht mehr lange kochen, sondern nur mehr wenige Minuten in heißem Wasser quellen lassen muss. Er schmeckt als Getreidegrundlage für Gemüsegerichte sehr gut, bietet sich als Getreidebeilage für Fleisch und Fisch an, eignet sich für Suppen, Eintöpfe, Salate und lässt sich auch als warmes Frühstück zubereiten.
🌾 Bulgur
Bulgur besteht wie Couscous aus Hartweizengrieß. Der Grieß wird in Wasser eingeweicht, dampfgegart und getrocknet. Durch diesen Vorgang ist er vorgekocht und muss vor dem Verzehr nicht mehr kochen, sondern nur mehr in heißem Wasser wenige Minuten quellen. Wie Couscous eignet er sich für Gemüsegerichte, als Beilage für Fleisch und Fisch, für Salate, Suppen und Eintöpfe. Ein traditionelles Gericht aus Bulgur ist Tabouleh, ein Getreidesalat mit Tomaten, Pfefferminze und Petersilie.
🌾 Flocken
Die Herstellung von Flocken hat nichts mit einem Mahlprozess zu tun. Das Korn wird lediglich gequetscht, also platt gedrückt. Es wird nichts gemahlen, gesiebt oder getrennt, somit handelt es sich bei Flocken immer um ein Vollkornprodukt. Vor dem Flockier-Vorgang werden die Getreidekörner meist mit heißem Dampf behandelt, sozusagen vorgekocht, damit die Körner nicht auseinanderbrechen und die daraus erzeugten Flocken auch besser verdaulich sind. Die Hitzebehandlung vor der Abfüllung vermeidet das Ranzig-werden der Flocken, sodass sie länger gelagert werden können. Quetscht man Flocken selbst zu Hause, sollten sie bald verzehrt werden. Flocken werden zum Beispiel aus Hafer, Dinkel oder Weizen hergestellt. Man unterscheidet dabei unterschiedliche Arten. Großblatt-Flocken werden aus ganzen Getreidekörnern hergestellt. Sie sind bissfest und quellen beim Einweichen und Aufkochen eher langsam auf. Kleinblatt-Flocken sind hingegen kleingeschnittene Getreidekörner und quellen schneller auf. Schmelzflocken werden aus Mehl gewalzt und lösen sich unmittelbar beim Einrühren in eine Flüssigkeit auf. Die Anwendungsmöglichkeiten von Flocken sind vielfältig: Sie sind Grundlage von Müslis, Granola und Porridge, es gibt Haferflockensuppe und Haferbrei. Auch als Basis für Getreidelaibchen bieten sie sich an.
🌾 Ganze Getreidekörner
Das meiste Getreide wird gemahlen und in Form von Mehl und Grieß gegessen. Getreide kann aber auch unzerkleinert und unvermahlen zubereitet werden. Da man dafür das ganze Getreidekorn kochen muss, damit es verdaulich wird, handelt es sich automatisch um Vollkornprodukte. Besonders gut geeignet sind dafür Weizen, Dinkel, Grünkern, Hafer, Kamut, Gerste, Roggen, Emmer, Einkorn und Pseudogetreide wie Hirse, Amarant, Quinoa und Buchweizen. Auf dem Teller können sie so eine heimische Alternative zu Reis darstellen. Als Grundlage für Gemüsegerichte, für Salate, Suppen und Eintöpfe bieten sie sich zudem an. Zubereitet wird Getreide in kochendem Wasser oder Suppe. Die Flüssigkeitsmenge ist abhängig von der Getreidesorte und der Garzeit.
🌾 Graupen
Graupen, auch Rollgerste genannt, sind geschälte und polierte Gersten- oder Weizenkörner. Dabei werden die Randschichten und der Keimling des Korns entfernt, wodurch das Produkt nicht mehr als Vollkornprodukt bezeichnet werden kann. Genauso wie ganzes Getreide können Graupen eine gute Sättigungsbeilage zu Fleisch und Fisch sein, die Hauptrolle bei Gemüsegerichten einnehmen und als Einlage für Suppen und Eintöpfe dienen.
🌾 Gepufftes Getreide
Wenn Getreidekörner hohem Druck und zugleich Hitze ausgesetzt werden, blähen sich die Körner auf und die Stärke im Inneren tritt nach außen. Die Stärke schäumt auf und verkleistert, sodass das Getreidekorn ein Vielfaches seines ursprünglichen Volumens annimmt. Genau dieser Effekt passiert bei der Produktion von Popcorn aus Mais. Gepuffter Quinoa, Amarant und Dinkel sind häufiger Bestandteiler von Müslimischungen und Süßwaren.
🌾 Getreidekeime und Getreidesprossen
Im Inneren jedes Getreidekorns befindet sich ein Keimling, der wiederum alle Anlagen für eine neue Pflanze, also für die Wurzel, Blätter und den Stängel, enthält. Werden Getreidekörner mehrmals über mehrere Tage bewässert und befeuchtet, beginnen sie zu keimen. Dabei nimmt das Korn so viel Wasser auf, dass die Schale aufspringt und diese inneren Teile zum Vorschein kommen. Die frischen Sprossen können nun „geerntet“ und sofort, also ohne weiteres Kochen, verzehrt werden, da sie weich und bekömmlich sind. Folgende Getreidearten bieten sich zum Keimen an: Weizen, Roggen, Hafer, Kamut, Dinkel, Amarant, Buchweizen und Hirse. Neben Getreide sind auch Samen wie Alfalfa, Rot-Klee und Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Linsen zum Keimen geeignet. Sprossen können als Zutat für Salate verwendet werden, schmecken als Einlage für Suppen und Eintöpfe, können auch direkt als Brotbelag verwendet oder in einen pikanten Aufstrich integriert werden. Durch den Prozess des Keimens wird das Getreide noch nährstoffreicher. Es vervielfacht sich der Gehalt vieler Vitamine wie Vitamin C, Folsäure und B-Vitamine, aus Eiweiß und Fett im Korn werden wertvolle Aminosäuren und Omega-3-Fettsäuren freigesetzt, blähende Inhaltsstoffe bauen sich ab und der Ballaststoffgehalt erhöht sich. Besonders im Winter, wo das heimische Obst- und Gemüseangebot rar ist, bieten Getreidekeime eine gute Vitamin- und Mineralstoffquelle.
🌾 Weizenkeimöl
Ein Weizenkorn enthält zwei Prozent Fett. Dieses Fett sitzt hauptsächlich im Keimling, der beim Vermahlen von Weißmehl großteils entfernt wird. Aus diesem Weizenkeim entsteht durch Pressung das Weizenkeimöl. Da das Weizenkorn fettarm ist, wird sehr viel Weizen für die Produktion des Öls benötigt, was es aufwändig in der Herstellung und teuer im Einkauf macht. Es zeichnet sich durch eine dunkelgelbe Farbe aus. Es enthält viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren und weist den höchsten Vitamin E-Gehalt von Pflanzenölen auf. Die Inhaltsstoffe sind empfindlich gegenüber Hitze, Licht und Zeit. Es sollte daher kühl und dunkel gelagert, nach dem Öffnen schnell verbraucht und nicht erhitzt werden. Daher bietet es sich vor allem für kalte Speisen wie Salat an. Weizenkeimöl ist auch Bestandteil vieler kosmetischer Produkte wie Haar- und Hautpflegeprodukte.
🌾 Rot-Weisses AMA-Gütesiegel
Mehle können mit dem Rot-Weißen AMA-Gütesiegel ausgezeichnet werden. Dann müssen sie den Regelungen des Österreichischen Lebensmittelbuches entsprechen. Das Getreide für das Mehl muss zur Gänze in Österreich angebaut, geerntet und gemahlen worden sein.
🌾 AMA-Biosiegel
Mehle können mit dem Rot-Weißen AMA-Bio-Siegel ausgezeichnet werden. Das Biosiegel baut auf die EU-Bioverordnung auf und es gelten dieselben Regelungen wie für Mehle mit dem AMA-Gütesiegel. Darüber hinaus muss mehr als die Hälfte des Getreides aus einem anerkannten landwirtschaftlichen Qualitätssicherungssystem stammen, wie zum Beispiel dem Bio Austria Standard. Der Verarbeitungsbetrieb muss ein risikobasiertes Monitoringsystem für Pflanzenschutzmittel einrichten. Zwei Mal im Jahr werden Endproduktproben bei akkreditierten Labors auf problematische Pilzgifte oder andere gesundheitlich bedenkliche Stoffe wie Keime und Bakterien untersucht.
🌾 EU-Bio-Siegel
Die Rohstoffe für Bio-Mehl müssen in jedem Fall die EU-Bio-Richtlinie erfüllen und erhalten dann das grün-weiße EU-Bio-Logo. Wenn verfügbar muss Bio-Saatgut verwendet werden. Chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leicht lösliche Mineraldünger sind verboten.
🌾 https://de.wikipedia.org/wiki/Mehl
Zitat
https://en.wikipedia.org/wiki/Palatschinke
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📑 Allgemeines Board Tipps und Informationen / 🥗 Trennkost
« Letzter Beitrag von ★ Sarah Maria Schwab am Dezember 02, 2022, 10:24:12 Vormittag »
Entwickelt wurde das Prinzip der Trennkost von William Howard Hay (1866–1940 (https://de.wikipedia.org/wiki/Howard_Hay)), einem New Yorker Arzt, im Jahr 1907. Hay wurde auch durch seine radikale Kritik am Prinzip der Impfung bekannt.
Laut Trennkost-Plan sollen Mahlzeiten zu 70 Prozent aus basenbildenden Lebensmitteln bestehen. Dazu gehören Salat, Gemüse und Obst. Die restlichen 30 Prozent sollen entweder proteinreiche oder kohlenhydratreiche Nahrung sein. Fette gehören zur neutralen Gruppe und dürfen mit allen Lebensmitteln kombiniert werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Trennkost
Die klassische Trennkost nach Dr. Hay geht auf den amerikanischen Arzt, Dr. Howard Hay, zurück. Er entwickelte diese Diätform zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie basiert auf dem Verbot, eiweiß- und kohlenhydratreiche Lebensmittel zusammen in einer Mahlzeit zu essen.
Die Theorie dahinter: Die menschlichen Verdauungsorgane könnten diese Nährstoffe nicht optimal verwerten, wenn sie dem Körper gleichzeitig, also in einer Mahlzeit, zugeführt werden. Durch diese Trennung von eiweißreichen und kohlenhydratreichen Lebensmitteln sollen überschüssige Säuren im Körper abgepuffert werden, die zu Übergewicht und Beschwerden wie Diabetes-Typ-2 oder Bluthochdruck führen.
In Deutschland wurde die Trennkost-Diät durch den Arzt Ludwig Walb bekannt. Es gibt inzwischen verschiedene Formen, etwa eine vegetarische Variante oder die Insulin-Trennkost. Anders als herkömmliche Diäten soll die Trennkost als lebenslange Ernährungsumstellung beibehalten werden.
Laut Hay ist es optimal, sich morgens und abends kohlenhydratreich zu ernähren; mittags soll vor allem Eiweiß gegessen werden. Generell verboten sind Hülsenfrüchte, da sie viel Eiweiß, aber auch Kohlenhydrate enthalten. Schweinefleisch ist ebenfalls tabu.
Laut Trennkost-Plan sollen Mahlzeiten zu 70 Prozent aus basenbildenden Lebensmitteln bestehen. Dazu gehören Salat, Gemüse und Obst. Die restlichen 30 Prozent sollen entweder proteinreiche oder kohlenhydratreiche Nahrung sein. Fette gehören zur neutralen Gruppe und dürfen mit allen Lebensmitteln kombiniert werden.
Ein weiteres Trennkost-Prinzp: Es sollte ballaststoffreich gegessen werden (Vollkorn), damit der Speisebrei nicht so lange im Darm verweilt und zu gären beginnt. Ein Trennkost-Frühstück könnte also beispielsweise ein Vollkornbrot mit Honig sein. Gerichte wie Spaghetti Bolognese (Kohlenhydrate und Protein) zum Abendessen sind dagegen vom Speiseplan gestrichen.
🥗 Laut Trennkost-Tabelle sind unter anderem folgende Lebensmittel erlaubt:
    Vollkorn
    Naturreis
    Kartoffeln
    Honig, unraffinierter Zucker
    kalt gepresstes Lein-, Oliven- und Weizenkeimöl
    Gemüse
    Nüsse
    Kräuter
    Fleisch, Fisch, Milch, Käse, Eier
    (Trocken-)Obst
Welche Lebensmittel sind bei Trennkost zu vermeiden?
Nicht empfohlen werden hingegen:
    Weißmehl
    polierter Reis
    weißer Zucker
    Hülsenfrüchte (getrocknet)
    gehärtete Fette
    Fertigprodukte
    Schwarzer Tee, Kaffee, Kakao
    Essigessenz, Pfeffer, Senf
🥗 Trennkost
Eine wissenschaftliche Grundlage für die Trennkost nach Hay gibt es nicht. Niemand bestreitet heute mehr ernsthaft, dass die Verdauungsorgane Eiweiß und Kohlenhydrate gleichzeitig gut abbauen und verwerten können. Ohnehin findet sich in den meisten Lebensmitteln beides, begonnen mit der Muttermilch.
Auch eine Übersäuerung des Organismus ist nicht möglich, da der Säure-Basen-Haushalt im Körper durch Puffersysteme im Gleichgewicht gehalten wird.
Die Pluspunkte: Tatsächlich kann die Haysche Trennkost beim Abnehmen helfen, da sie viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte empfiehlt und den Fleischkonsum einschränkt. Es werden genügend Ballaststoffe sowie Mikro- und Makronährstoffe aufgenommen, was insgesamt gesund ist.
Außerdem müssen sich die Abnehmwilligen bewusst mit der Ernährung auseinandersetzen - dank der Vorgaben der Trennkost wie der Differenzierung zwischen erlaubten, neutralen und verbotenen Lebensmitteln.
Da stets frische Lebensmittel eingekauft und zubereitet werden sollen, ist mit einem höheren Zeit- und Kostenaufwand zu rechnen.
Ob eine überwiegend basenreiche Kost die Ansammlung von Säuren im Bindegewebe verhindert und dadurch Zivilisationskrankheiten vorbeugen kann, ist nach aktuellem Kenntnisstand offen. Auch für ein Verkleben der Darmschleimhaut durch Milchprodukte gibt es keine wissenschaftlichen Belege.
Trennkost: Fazit Die Trennkost ist nur etwas für Menschen, die gern und diszipliniert Regeln befolgen und gesund überleben wollen!

🥗 Fit for Life ist eine Ernährungsform, die auf das gleichnamige Buch von Harvey und Marilyn Diamond aus dem Jahr 1985 zurückgeht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fit_for_Life
 ☠ https://de.wikipedia.org/wiki/Zivilisationskrankheit
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📑 Allgemeines Board Tipps und Informationen / 🍚 Reis - Ingo Potrykus
« Letzter Beitrag von ★ Sarah Maria Schwab am Dezember 01, 2022, 05:15:09 Vormittag »
Zitat
Dunkle Getreidekörner, die im Handel und in der Gastronomie als „Wildreis“ bezeichnet werden, gehören botanisch nicht zur Gattung Reis (Oryza (https://de.wikipedia.org/wiki/Reis_(Gattung))), sondern zur Gattung Wasserreis (Zizania (https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserreis)).
Sie werden in diesem Artikel nicht behandelt oder diskutiert.

🍚 Reis richtig kochen – auf die Sorte kommt es an!
Wer klebrigen Reis oder angebrannte Kochtöpfe fürchtet oder sich nicht sicher ist, welche Menge Reis pro Person gekocht werden muss, greift gerne zum Reis im Kochbeutel. Wirklich nachhaltig ist der in Plastiktütchen abgepackte Reis allerdings nicht. Und aromatischere Sorten gibt es auch. Wer Reis richtig kochen will, muss lediglich ein paar essenzielle Punkte beachten, denn die empfohlene Zubereitungsart richtet sich nach der jeweiligen Sorte.
Zum einen wird unterschieden in Langkornreis und Rundkornreis. Langkornsorten wie Basmatireis, Jasminreis und brauner Reis sind besonders locker nach dem Kochen. Sie eignen sich besonders gut als Beilage oder als Grundlage für eine leichte Gemüsepfanne. Rundkornreissorten sind klebriger und cremiger und werden für Sushi, Milchreis oder Risotto verwendet.
Reis enthält äußerst wenig Fett, aber wertvolle komplexe Kohlenhydrate, die vom Körper langsamer verarbeitet werden und deshalb länger satt machen. Außerdem macht Reis nicht nur schlank, sondern auch gesund und schön, denn Reis enthält viele wichtige B-Vitamine, die für Haut, Nerven und Stoffwechsel wichtig sind. https://de.wikipedia.org/wiki/Reis
🍚 Reissorten und die gesundheitliche Wirkung von Reis, Naturreis
In vielen asiatischen Ländern wird sehr viel Reis verzehrt. Die ganze Kultur dieser Region ist von dem Anbau geprägt, der eine 7.000 Jahre alte Geschichte vorweisen kann. Weltweit soll es um die 8.000 unterschiedlichen Reissorten geben, die mit der Zeit an die verschiedenen Klimazonen angepasst wurden. Die Pflanze wird circa zwei Meter hoch und muss jedes Jahr neu gepflanzt werden. Mit der Zeit entstehen sogenannte Ährenrispen, in denen sich die weißen Körner als Samen bilden. Der folgende Text beschreibt verschiedene Aspekte von Reis wie z.B., welche unterschiedlichen Reissorten es gibt, ob er gesund ist oder ob er vielleicht sogar beim Abnehmen helfen kann.
 🍚 Die unterschiedlichen Reissorten
🍚 1. Naturreis/Vollkornreis
Naturreis, auch Vollkornreis oder Brauner Reis genannt, ist sehr gesund und enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe. Er hat ein spezielles Aroma und hält auch länger satt als andere Sorten. In der asiatischen Küche wird Naturreis zu unterschiedlichen Gerichten verwendet. Im Gegensatz zu anderen Sorten ist er unbehandelt und zumeist auch unpoliert. In dem Reiskorn befinden sich ein Keimling und ein Silberhäutchen, wobei Letzteres die meisten der gesunden Nährstoffe enthält, wie zum Beispiel viele Vitamine und Mineralien. Naturreis enthält ungegart pro 100 Gramm 357,0 kcal und 2,9 Gramm Fett.
🍚 2. Basmati Reis
Auch Basmati Reis ist sehr weit verbreitet. Er wird vorwiegend in Indien und Pakistan angebaut und ist auf der ganzen Welt sehr beliebt. Die Körner des Langkornreis sind nach dem Kochen weiterhin körnig, trocken und recht locker. Basmati Reis enthält ungegart pro 100 Gramm 351,0 Kilokalorien und 0,9 Gramm Fett. ? Hier finden sie Tipps zum Reis kochen.
🍚 3. Jasmin Reis
Der Jasmin Reis erhielt seinen Namen durch seinen süßen und leicht blumigen Geruch und wird daher teilweise auch Duftreis genannt. Pro 100 Gramm hat in ungegartem Zustand 350,0 Kilokalorien und 0,8 Gramm Fett.
🍚 4. Risotto Reis
Beim Risotto Reis handelt es sich um einen Rundkornreis, der sehr viel Stärke enthält. Daher kleben die einzelnen Körner nach der Zubereitung auch sehr stark aneinander. Besonders hochwertiger Risotto Reis wird dagegen beim Kochen etwas cremig, verliert aber trotzdem nicht seinen einzigartigen Biss. Diese Sorte wird vorwiegend in Italien angebaut. Sie enthält ungegart pro 100 Gramm 399,0 Kilokalorien und 0,6 Gramm Fett.
🍚 5. Wildreis
Bei sogenanntem Wildreis handelt es sich eigentlich nicht um Reis, sondern um eine spezielle Grasart. Sie wächst vor allem an den kanadischen Ufern und der Geschmack der Körner erinnert an Tee. Durch einen recht schwierigen Anbau ist diese Reissorte auch vergleichsweise teuer und zudem auch nur schwer erhältlich. Sie enthält in ungegartem Zustand pro 100 Gramm 360,0 Kilokalorien und 0,9 Gramm Fett.
🍚 6. Sushi Reis
Sushi Reis kommt aus Japan, wird heute aber auch in vielen anderen Ländern angebaut, wie zum Beispiel in Amerika. Die Körner kleben nach der Zubereitung recht stark zusammen. Aus diesem Grund wird diese Reissorte auch sehr oft für Sushi und diverse andere Reisgerichte genutzt. In 100 Gramm stecken 345,0 Kilokalorien und 0,5 Gramm Fett.
🍚 7. Klebereis
Dieser Reis stammt ursprünglich aus Thailand und ist für seine einzigartige Klebe-Fähigkeit bekannt. Er wird gedämpft und dann für diverse süße Speisen wie auch einige deftige Speisen verwendet. Teilweise wird er auch als sogenannte Glutenreis bezeichnet, auch wenn er gar kein Gluten enthält. Das Besondere ist, dass es ihn auch in schwarz gibt. In 100 Gramm ungegartem Klebereis befinden sich 349,0 Kilokalorien und 0,5 Gramm Fett.
Was ist der Unterschied zwischen Naturreis und weißem Reis?
Alle Reissorten bestehen zum Großteil aus Kohlenhydraten, enthalten dagegen aber relativ wenig Eiweiß und noch weniger Fett. Allerdings können die Werte von Sorte zu Sorte (siehe oben) recht stark schwanken. Weißer Reis wird auch polierter Reis bezeichnet. Denn die besonders nährstoffreiche Silberhaut und auch die Samenschale sind bei dieser Sorte werden in der Verarbeitung entfernt. Dadurch ist weißer zumeist deutlich länger lagerfähig als zum Beispiel Naturreis und muss zudem auch nicht so lange gekocht werden. Dafür ist er aber auch längst nicht so nahrhaft. Naturreis kommt dagegen zumeist komplett unbehandelt in den Supermarkt. Das bedeutet, er wurde im Vorfeld nicht gewaschen und auch nicht poliert. Dadurch bleiben viele Nährstoffe erhalten, die beim weißen Reis durch die Verarbeitung entfernt wurde. Zudem hat die Natur-Variante auch mehr Eiweiß und Fett. Das bewirkt, dass er länger satt macht. Die enthaltenen Kohlenhydrate werden deutlich langsamer vom Körper gespalten, sodass der Blutzuckerspiegel stets auf einem konstanten Stand bleibt und keine gefürchteten Heißhungerattacken entstehen.
Hat Reis Gluten?
Nein, Reis enthält kein Gluten und kann daher auch problemlos von Menschen verzehrt werden, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden.
Ist Reis gesund oder nicht?
Nicht ohne Grund sind die kleinen Körner für rund die Hälfte aller Menschen das Nahrungsmittel Nummer Eins. Sie enthalten sehr wenig Fett, dafür aber sogenannte komplexe Kohlenhydrate. Letztere kann der Körper nur sehr langsam verwerten und machen daher auch recht lange satt. Zudem enthält Reis auch viele gesunde B-Vitamine. Diese sind unter anderem für die Haut, für die Nerven und auch für den Stoffwechsel sehr wertvoll. Reis liefert auch hochwertiges Magnesium, das für die Muskeln und den Stressabbau sehr wichtig ist. Somit kann die Frage ganz klar mit Ja beantwortet werden: Reis ist gesund.
In jeder Reissorte befinden sich gewissen Mengen an Arsen. Diese lassen laut BFR (Bundesinstitut für Risikobewertung) leider nicht komplett vermeiden. Allerdings befindet sich der Stoff vorwiegend in der Randschicht des Korns. Somit enthält gründlich geschälter Reis zumeist weniger Arsen als Naturreis, der ja vor dem Verkauf nicht verarbeitet wird.
Hilft Reis beim Abnehmen? Hierbei kommt es darauf an, welche Reissorte gewählt wird. Naturreis enthält zum Beispiel recht viel Fett und eignet sich daher nicht so gut für eine Diät, andere Sorten dagegen schon. Bevor Reis gekauft wird, sollte daher genau geschaut werden, wie viele Kalorien dieser hat. Am besten werden im Supermarkt oder Bioladen mehrere Sorten miteinander verglichen.
🍚 Gesundheitliche Wirkung von Reis
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird davon ausgegangen, dass Reis dem Körper überschüssige Feuchtigkeit und Hitze entziehen kann. Das heißt, dass Menschen, die schnell frieren, ihn besser nur selten essen sollten. Wer dagegen viel schwitzt und sehr oft Hitzewallungen oder Entzündungen in seinem Körper hat, sollte regelmäßig Reis zu sich nehmen. Eine gezielte Reiskur kann zudem auch bei folgenden Beschwerden helfen:
    Beschwerden im Bereich des Magen-Darm-Trakts
    Hautproblemen
    Kopfschmerzen
    Migräne
    Harnwegsinfekten
    Übergewicht
    Menstruationsbeschwerden
    Myomen
    Endometriose
    Ödemen
    Verschleimung im Atemwegstrakt
    Zysten
    Gicht
    Gastritis (Aktiv gegen die Übersäuerung des Körpers)
    Diabetes
Zudem kann die Reiskur auch unterschiedliche schulmedizinische Therapien und in einigen Fällen auch naturheilkundliche Therapien unterstützen.

🍚 Das müssen Sie vor dem Reiskochen beachten!
    Reismenge pro Person: Wenn der Reis als Beilage dient, werden pro Person etwa 60 bis 80 Gramm benötigt. Als Hauptspeise, etwa in einem cremigen Risotto, werden pro Person gut 100 bis 120 Gramm Reis gekocht.
    Reis waschen: Bevor Langkornreis gekocht wird, werden die Körner gewaschen. Dadurch wird überschüssige Stärke abgespült, die den Reis klebriger machen würde. Darüber, ob Rundkornreissorten gewaschen werden, gibt es unterschiedliche Meinungen, denn die klebrigere Konsistenz ist bei den meisten Gerichten erwünscht. Wer Sushireis richtig kochen will, muss weitere Besonderheiten beachten.
    Salz ins Wasser: Wer Reis richtig kochen will, gibt eine Prise Salz ins Wasser. Alternativ kann man auch etwas Zucker dazu geben.
    Kochdauer: Wie lange der Reis kochen oder quellen muss, hängt von der Sorte ab. Geschälte Reissorten brauchen etwa 15 bis 25 Minuten, bis sie gar sind, Rundkornreis und brauner Reis circa 30 bis 35 Minuten und Wildreis bis zu 45 Minuten. Auf der Verpackung finden Sie die Empfehlungen für die jeweilige Reissorte.
🍚 Reis richtig kochen ohne Kleben
Sie benötigen kein spezielles Equipment. Reis richtig zu kochen gelingt auch ohne Reiskocher: mit der Wassermethode oder der Quellmethode. Die Wassermethode eignet sich besonders für diejenigen, die auf Nummer sicher gehen möchten, denn bei der Wassermethode kann nicht viel schiefgehen. Wer seine Koch-Skills aber aufs nächste Level heben möchte, entscheidet sich für die Quellmethode.
Wassermethode
Sie möchten Langkornreis wie Basmatireis richtig kochen und setzen lieber auf die Wassermethode? Bei dieser wird Wasser mit einer Prise Salz zum Kochen gebracht und der gewaschene Reis ins sprudelnde Wasser gegeben. Bei schwacher Hitze köcheln lassen und nach Ablauf der empfohlenen Zeit durch ein Sieb abgießen. Da beim Abgießen Aroma und Nährstoffe verloren gehen, entscheiden sich viele für die etwas anspruchsvollere Quellmethode.
Quellmethode
Bei der Quellmethode bleiben Nährstoffe und Aromen erhalten, da der Reis die Flüssigkeit vollkommen aufsaugt. Zudem wird weniger Wasser und Energie benötigt. Die Quellmethode eignet sich für alle Reissorten. Wer Rundkornreis richtig kochen will, wählt in jedem Fall diese Zubereitungsart. Das Verhältnis bei den meisten Reissorten ist 1:1,5 oder 1:2, also eine Tasse Reis auf zwei Tassen Wasser. Vollkornreis braucht etwas mehr Wasser.
🍚 Reis richtig kochen
Wer Reis richtig kochen will, muss das Reis-Wasser-Verhältnis auf der Packung beachten. Nach dem Kochen mit der Quellmethode den Topf vom Herd nehmen, Deckel aufsetzen, in eine Decke ins Bett geben und ziehen lassen. Die entsprechende Menge Reisessig (Apfelessig (https://de.wikipedia.org/wiki/Apfelessig)), eine Prise Zucker und Salz vorher dazugeben und verrühren. Zum Auskühlen wird der Reis dann auf ein HolzBlech gegeben und anschließend verarbeitet. So geht’s: Wasser, Reis und etwas Salz in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Hitze reduzieren und den Reis bei niedriger Temperatur im geschlossenen Topf quellen lassen, bis die gesamte Flüssigkeit aufgenommen und der Reis gar ist. Tipp: Um die Kochzeit zu verkürzen, kann der Reis zuvor in kaltem Wasser eingeweicht werden.
🍚 https://de.wikipedia.org/wiki/Reis

Ingo Potrykus (https://de.wikipedia.org/wiki/Ingo_Potrykus) erfand vor über 20 Jahren einen Gen-Reis, der Millionen Kinder retten sollte. Jetzt wird der Reis endlich angebaut. Aber auf dem Weg dazu hat der frühere ETH-Professor den Glauben an das Gute im Menschen verloren.
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Im Arbeitszimmer in einer Schublade, zwischen einer alten Fern­bedienung, einem Foto und anderem Kram, dort bewahrt Ingo Potrykus den Reis auf, mit dem er die Welt verändern wollte.
Er sucht das Schälchen hervor, es sind nur wenige Gramm Reis. Früher waren die Körner gelb, jetzt sind sie wie vergilbt. «Das isser», sagt Potrykus, «schon etwas verblasst.» Dabei hatte alles so glänzend begonnen.
Im Jahr 2000 prangte Ingo Potrykus aus Magden im Aargau auf dem Cover des «Time Magazine». Die Story verkündete ein Wunder der Wissenschaft: Potrykus hatte einen Reis erfunden, der «eine Million Kinder pro Jahr retten könnte». Selbst­bewusst und optimistisch schaute er von der Titelseite des Magazins, und damals auch in die Zukunft.
Potrykus glaubte, sein Reis würde bald ausgesät und geerntet. Ungefähr 10 Jahre später begann er sich zu fragen, ob er die erste Ernte noch erleben würde. Mehr als 20 Jahre später, diesen Herbst, wird sein Reis zum ersten Mal geerntet.
Dies könnte eine Erfolgs­geschichte sein und Potrykus ihr Held, aber er selbst erzählt die Geschichte als Tragödie.
Im Dezember wird Potrykus 89 Jahre alt, «dass ich überhaupt noch da bin», sagt er, «das war ja nicht vorhersehbar». Er trägt Manchester­hosen und englische Hemden. Der Bart ist weiss geworden, und die paar Schritte, die er noch geht, rauben ihm den Schnauf. Aber den Rollstuhl faltet sich Potrykus selber auf. Er wehrt sich schon noch gegen den Lauf der Dinge.
Das halbe Leben als Pensionierter hat er investiert, um seine Erfindung in die Welt zu bringen. Er wollte den Reis verschenken, nach Indien, Bangladesh, auf die Philippinen – an die kleinen Reisbauern dieser Welt. Goldener Reis wurde seine Erfindung benannt. Ein Name wie ein Versprechen.
Der Reis ist golden oder gelb, weil er Beta-Carotin enthält. Das wird im Körper zu Vitamin A, einem Nährstoff, an dem es vielen armen Menschen mangelt. Die Weltgesundheits­organisation schätzt, dass Vitamin-A-Mangel jedes Jahr zwischen 250’000 und 500’000 Kinder erblinden lässt. Die Hälfte von ihnen stirbt im Jahr nach dem Erblinden.
Der Mangel an Vitamin A macht die Menschen anfällig für Infektionen. Jean Ziegler, der frühere Uno-Sonder­berichterstatter für das Recht auf Nahrung, sprach von «unsichtbarem Hunger». Potrykus’ Plan war, das Vitamin mit der Grund­nahrung mitzuliefern. Er fügte fremde Gene ein in einen Reis, damit der Reis den Nährstoff produzierte.
Es war der Beginn einer langen Reise, die Potrykus mehr als einmal vor den Papst führte und an den Pranger von Greenpeace brachte. Sie führte ihn in die höchsten Kreise der Wissenschaft, aber sie stellte ihn vor die Frage, was denn nun in dieser Welt schlimmer sei: der gentechnisch veränderte Reis oder der Mensch.Hunger
Ingo Potrykus war als Menschen­freund gestartet. «Von der Mutter her», sagt er, habe er an das Gute im Menschen geglaubt.
Potrykus wurde im Jahr 1933 geboren, da kam Hitler an die Macht. Die Familie lebte in einer Stadt in Schlesien, das nach dem Kriegsende polnisch wurde. Mit drei Koffern flüchteten sie vor den heran­nahenden Russen: Ingo, ein jüngerer Bruder, die Mutter mit einer neugeborenen Schwester. Sie war am Todestag des Vaters auf die Welt gekommen.
Ingo Potrykus war 11 Jahre alt. «Hunger», sagt er, «tut weh.»
Zuerst im Magen, dann im Kopf. Dann werde man apathisch und verliere alle Initiative. Zwei Jahre lang klaute er von den Feldern der Bauern, um zu überleben. Als die Mutter eine Stelle bekam als Köchin bei der Schul­speisung, blieb in den grossen Kesseln immer etwas übrig.
«Meine Mutter war eine Heldin», würde Potrykus Jahre später in einem Artikel in der «Annual Review of Plant Biology» schreiben, der sonst von Wissenschaft erzählte, von pflanzlicher Toti­potenz, Proto­plasten, DNA. Den Satz über die Mutter setzte er ganz an den Anfang des Artikels. Die Mutter stand über allem.
Potrykus war zuerst Biologie­lehrer, Nebenfach Sport. Er hatte eine Frau, drei Kinder und einen VW-Bus zum Campen. Dann bekam er durch Zufall eine Stelle in der Wissenschaft angeboten und nahm an. Er forschte viele Jahre zur Pflanzen­zucht, als er im Jahr 1986 an die ETH Zürich berufen wurde, kam Gen­technik gerade auf. Das war das Ende seines spiessigen Lebens.
«Für meine Frau war die ganze Zeit, in der ich mit der Technologie gearbeitet habe, eine Leidens­zeit», sagt Potrykus. Er arbeitete das halbe Leben damit, trotzdem haben sie diamantene Hochzeit gefeiert.
Inge will eigentlich keine Medien mehr im Haus, aber einmal da, ist Inge überall. Potrykus hat sie in Bleistift gezeichnet und aus Lehm geformt, und vor der Tür zum Arbeitszimmer hängt Inge in jüngeren Jahren in Öl. «Sie denkt wahrscheinlich immer noch, ich wäre besser Lehrer geblieben», sagt er. Er selber denkt, er wäre todunglücklich geworden.
Die «Neue Zürcher Zeitung» schrieb zu Potrykus’ Berufung an die ETH, man hoffe, er werde die Erfolge im «Genetic Engineering» weiterführen. Das Englische bezeichnet treffender als das Deutsche, wie Potrykus die Gen­technologie verstand.
Er sah sie als ein neues Werkzeug, um Kultur­pflanzen zu verbessern: mehr Ertrag zum Beispiel, weniger Krankheiten. Potrykus versteht sich als Ingenieur, nicht als Wissenschaftler. Er wirft der Wissenschaft auch vor, die Nase so tief in die Grund­lagen zu stecken, dass die Sicht auf die Realität verloren gehe.
Er habe einmal einen Nobelpreis­träger kennengelernt, erzählt er, der habe heraus­gefunden, «dass wenn man von einem Bleistift etwas abschilfert beim Bewegen auf dem Papier, dann entstehen Platten von Grafit, und die sind zweidimensional». Mit dieser Erkenntnis könne man alles Mögliche machen, habe es geheissen. «Aber es ist dabei geblieben, dass man jetzt weiss: Wenn man von einem Bleistift etwas abschilfert beim Bewegen auf dem Papier, dann entstehen Platten von Grafit, und die sind zweidimensional.»
Zu den traurigen Kapiteln von Potrykus’ Geschichte gehört, dass er als Ingenieur die grossen Ziele verfehlt hat. Aber als Wissenschaftler wurde er weltberühmt.
Unter Panzerglas
Der Goldene Reis war eine Bieridee.
Im Jahr 1984 trafen sich Reis­züchter auf den Philippinen zu einem Seminar. Organisatorin war die Rockefeller Foundation, die in jenen Jahren Millionen in Reis­züchtung investierte. An einem Abend nach den Vorträgen sass eine Gruppe zusammen und trank Bier. Man diskutierte die Gen­technik und war skeptisch, ob sie ihre Versprechen halten würde.
Dann fragte ein Vertreter der Rockefeller Foundation in die Runde: «Angenommen, es wäre wirklich möglich, ein fremdes Gen in den Reis einzufügen: Welches Gen würdet ihr wählen?»
Ein Gen, das den Reis gelb färbe, antwortete einer der Züchter. Weil der Reis dann Beta-Carotin enthalte, nach so einem Reis suche man schon lange.
So erzählt es der amerikanische Wissenschafts­autor Ed Regis, einer der profundesten Kenner der Geschichte vom Goldenen Reis. Die Rockefeller Foundation entschied, Forschungs­geld für einen Vitamin-A-Reis auszuschreiben.
«Da hat sich dann keiner rangetraut», sagt Potrykus, selbstzufrieden. Dann fügt er an: «Zu Recht.»
Er war einfach naiv genug, es zu versuchen, denkt er rückblickend. «Ich glaube, hätte ich damals begriffen, wie kompliziert es ist, hätte ich auch nicht dran geglaubt, dass es klappen kann.»
Im Sommer 1992 flog Potrykus nach New York. Er sollte vor der Rockefeller Foundation präsentieren, wie er den Vitamin-A-Reis bauen wollte. Begleitet wurde er von Peter Beyer, einem Zell­biologen der Universität Freiburg im Breisgau. Beyer würde den Goldenen Reis mitentwickeln, aber Potrykus wurde zu seinem Gesicht.
Der Peter sei ein Glück gewesen, sagt Potrykus, «das war ein richtiger Wissenschaftler, nicht wie ich».
Zusammen skizzierten sie in New York ihren Plan:
Vier Gene in den Reis einfügen, die vier Enzyme codieren. Die Enzyme sollten einen biochemischen Stoffwechsel auslösen, aus dem Beta-Carotin entsteht. Im menschlichen Körper würde das Beta-Carotin dann zu Vitamin A.
Potrykus war es zuvor gelungen, ein einziges Fremd­gen in einen Reis einzufügen. Vier davon, zusammen funktionierend – das hatte niemand zuvor gemacht. Die Rockefeller Foundation sprach das kleinstmögliche Budget: zwei Post­doktoranden. So, als kleine Forschungs­gruppe, begannen sie die Arbeit an ihrem Reis.
Peter Beyer war Spezialist für Narzissen, eine gelbe Blume, die Beta-Carotin produziert. Von der Narzisse wählten sie das erste Gen. Weil Pflanzen­zellen dicke Wände haben, brauchten sie ein Instrument, um das Gen durch die Reiswände zu bringen. Sie nutzten, es klingt lächerlich: eine Kanone.
Die Genkanone war wenige Jahre zuvor entwickelt worden. Amerikanische Forscher hatten realisiert, dass man DNA mit einem Luftgewehr in Zwiebel­zellen schiessen kann. Sie entwickelten darauf ausgefeiltere Geräte, tauglich für das Labor. So eines nutzten Potrykus und Beyer, um das Narzissen­gen in den Reis zu schiessen. Es war ein erster Erfolg. Und auch der letzte für viele Jahre.
Ein ganzes Jahr lang versuchten sie, das zweite Gen einzuschiessen. Nach sechs Jahren hatten sie zwar alle Gene eingeschossen, aber die Gene lagen in vier separaten Reispflanzen, die sie nun hätten kreuzen müssen, um sie in einer Pflanze zu vereinen. Aber die Pflanzen waren kaum mehr fruchtbar. Die Rockefeller Foundation hatte die Finanzierung schon aufgegeben, auch Peter Beyer fand, es ergebe keinen Sinn mehr.
Warum glaubte Potrykus noch daran? (https://de.wikipedia.org/wiki/Ingo_Potrykus)
«Die Engländer würden sagen, ich sei stubborn», sagt er – stur.
Er hat kürzlich recherchiert, woher der Name «Potrykus» kommt. Die im Augenblick einleuchtendste Hypothese sei, dass der Name so viel bedeutet wie: «der Peter aus dem Baltikum». Aber es gebe eine zweite Hypothese, erzählt Potrykus, die die Herkunft im Altpolnischen sieht. Dann bedeute der Name: mit den Hörnern stossen, wie zwei Böcke.
Die zweite Hypothese gefällt ihm.
Die Forschungs­gruppe entschied, es noch einmal anders zu versuchen. Sie gaben die Gen­kanone auf und versuchten stattdessen, die Gene über ein Boden­bakterium in den Reis zu schleusen. Das Bakterium war fähig, eigene Gene in fremde Pflanzen zu übertragen. Wenn man das Bakterium also so präparierte, dass es Gene für Beta-Carotin übertragen würde: Was käme dabei raus?
In seinem Arbeitszimmer sucht Potrykus das Foto auf dem Computer hervor. Es zeigt Reis­körner unter dem Mikroskop, viele davon weiss, aber darunter: einige gelbe. Das Bild datiert vom Februar 1999, Potrykus lehnt sich in seinem Stuhl zurück, schaut auf den Bildschirm und sagt:
«Wie Edelsteine, aber kostbarer. Wunderschön.» In diesem Moment wirkt er nicht wie ein Ingenieur, der Dinge entwickelt, sondern wie jemand, der etwas erschaffen hat.
Einen Monat nach dem wissenschaftlichen Durchbruch wurde Potrykus emeritiert. Am Symposium zu seinem Abschied stellte das Forscher­team den Reis vor. Rätselhaft bleibt, warum Potrykus damals nicht sah, was folgen würde.
Sein transgener Reis wuchs an der ETH in einem Gewächs­haus heran, das aus Panzer­glas gebaut worden war. Das Glas sollte Potrykus’ Reis vor gewalt­bereiten Aktivistinnen oder Studenten schützen – vor «grünen Klug­scheissern», so nennt er sie. Aber das Panzer­glas schützte auch in die andere Richtung: die Umwelt vor dem Reis. Es gab im Gewächs­haus Luft­schleusen, Luftfilter­systeme, Biosicherheits­schränke und ein teures, komplexes System der Entsorgung – nur dazu da, alles gentechnisch Veränderte unter Verschluss zu halten.
Wie konnte Potrykus da glauben, er werde den Reis so einfach in die Welt entlassen?
Am Pranger
Der Widerstand kündigte sich schon auf dem Cover des «Time Magazine» an. Unter der hochtrabenden Schlagzeile, der Reis könne eine Million Kinder retten, stand ein kleines «Aber», das sich als mächtig erweisen würde:
«… aber Demonstranten glauben, gentechnisch veränderte Pflanzen sind schlecht für uns und unseren Planeten.»
Potrykus hat den Artikel kürzlich wieder gelesen. «Erstaunlich, wie die das haben kommen sehen», sagt er. Er sagt auch, er sei Wissenschaftler gewesen, naiv. «Wir glaubten, wenn das wissenschaftliche Problem gelöst sei, sei das Problem gelöst.»
Unter Umwelt­aktivistinnen war Gen­technik Anfang der Nuller­jahre gleichbedeutend mit Monokultur, Chemie, Konzern­macht. Die bekannteste Gentech­pflanze war eine Soja, gentechnisch so verändert, dass Bauern ganze Felder mit Herbizid bespritzen konnten, ohne dass die Soja Schaden nahm. Aktivisten fürchteten, Firmen wie Monsanto erhielten mit Patenten auf Gentech-Saatgut zu viel Kontrolle über die Nahrung, sie sahen die Bauern in eine gefährliche Abhängigkeit rutschen. Das Besondere am Goldenen Reis von Potrykus war: Er entzog sich dieser Kritik.
Er war aus einem humanitären Gedanken entstanden, Potrykus und Beyer wollten ihn verschenken. Und das Saatgut sollte vor Ort vermehrt werden, ganz lokal, auch von den Bauern selbst.
Potrykus’ Traum: Der Goldene Reis sollte an die kleinen Reisbauern verschenkt werden. Elisabeth Moch
Greenpeace war in jenen Jahren Meinungs­führerin im Kampf gegen Gen­technik. Ihr langjähriger Kampagnen­chef gab Anfang 2001 zu, der Goldene Reis sei «eine moralische Herausforderung» für die gentech­kritische Position. Kurz darauf entschied Greenpeace, den Reis trotzdem zu bekämpfen. Es war der Beginn einer jahrelangen Kampagne, und wenn Potrykus jetzt, im Alter, davon erzählt, verjüngt er sich um Jahre.
Er sagt, was er gerne mit einem «Greenpeace-Kämpfer» anstellen würde, bildlich, den Satz nimmt er sogleich zurück. Er kann sehr unverblümt sein, das sagt auch ein langjähriger Weg­begleiter, aber er muss auch Diplomat sein für den Goldenen Reis. Noch immer.
Greenpeace griff den Reis von jeder erdenklichen Seite an. Die erste Variante des Reises enthielt noch wenig Beta-Carotin, also verkündete Greenpeace, er nütze nichts. Als der Reis dann viel Beta-Carotin produzierte, warnte Greenpeace vor einer Überdosis. Einmal kritisierte der Umwelt­verband den Reis als Propaganda­instrument – nur dazu da, Akzeptanz für Gentechnik zu schaffen. Ein andermal warnte Greenpeace, der Reis könne anderen Reis für immer «kontaminieren».
Greenpeace plädierte dafür, das Vitamin-A-Problem anders zu lösen, etwa durch die Abgabe von Vitamin-A-Kapseln. Es brauche mehr Vielfalt im Menü, sagte Greenpeace, und ganz grundsätzlich: ein Ende des Hungers.
Es gab über die Jahre viele gute Gründe, Mangel an Vitamin A anders zu bekämpfen, das versucht auch die Weltgesundheits­organisation. Aber gab es denn auch Gründe, es nicht auch so zu versuchen, mit dem Reis?
Im Jahr 2016 publizierten Wissenschaftler einen öffentlichen Brief und riefen Greenpeace dazu auf, die Kampagne gegen den Goldenen Reis zu stoppen. Sie fragten: «Wie viele arme Menschen in der Welt müssen sterben, bevor wir das als Verbrechen gegen die Menschlichkeit betrachten?»
Der Brief war von Grössen der Wissenschaft unterzeichnet, darunter waren über 120 Nobelpreis­träger. Die Sprache war ungewöhnlich moralisierend, speziell für Leute, die sich sonst bei jeder Gelegenheit auf Rationalität beriefen. Denn Gen­technik war nie nur eine Frage von Wissenschaft, sie war auch eine Frage des Gefühls.
Die Angst
Als Potrykus das Gewächs­haus an der ETH bezog, fragten Studenten bei der Hochschul­leitung nach, ob man gerüstet sei für den Fall, dass ein Flugzeug in das Gewächs­haus krache. Potrykus erzählt das wie einen schlechten Witz, seine Pointe lautet: «Weil transgene Pflanzen ja so unglaublich gefährliche Wesen sind.»
Die Karotte war früher weiss. Heute denkt jeder, Karotten seien orange – und die Voraussetzung für die orange Farbe war: verändertes Erbgut. Jede neue Pflanze, die auf die Felder kommt, ist genetisch stark verändert. Aber seit ihren Anfängen ist der grösste Feind der Gen­technologie die Angst. Die wissenschaftliche Basis dafür wurde mit den Jahren immer dünner. Heute gilt in der Wissenschaft als Konsens: Die Pflanzen sind so sicher oder unsicher wie Pflanzen, die auf anderem Weg gezüchtet werden.
Was die Wissenschaft nie beseitigen konnte, war das Unbehagen. Eine Besorgnis, bei der Gen­technik würden Grenzen überschritten. Ein Gefühl, so direkt in etwas Natürliches einzugreifen, sei falsch. Das Unbehagen baut auf eine Vorstellung der Natur, die harmonisch ist, schön und gut – besser als der Mensch. «Die Menschen malen sich die Natur, wie sie sie sich wünschen», sagt Potrykus.
Er weiss, wovon er spricht, denn er war ja nie nur Wissenschaftler, sondern auch Mensch. Als Mensch hat er einen sehr besonderen Sinn für die unerklärliche Schönheit der Natur.
Wenn Potrykus in seinem Arbeits­zimmer zum Goldenen Reis arbeitet, schaut ihm eine ganze Reihe von Tieren zu. Eine ausgestopfte Schleier­eule auf der Kommode. Walross, Eisbär und Eule als Figuren auf dem Tisch. Dann Tiere an der Wand, von links bis rechts und von oben nach unten: Wölfe, Hirsche, Gänse, Adler. Sein Arbeits­zimmer ist ein grosser Rahmen für die Schönheiten der Natur.
Er war schon als Bub fasziniert von den Tieren. Mit dem Bruder fing er Kreuz­ottern, «aber Vögel sind für mich das Allerwichtigste», sagt er.
Er war viele Jahre Vogel­fotograf, nahm sich vor, sämtliche Vögel der westlichen Nord­halbkugel zu fotografieren, und er ist stolz, einen «sehr beachtlichen Teil» geschafft zu haben. Er nutzte auch wissenschaftliche Reisen für die Vogel­fotografie. Dann sprach er auf Konferenzen über seinen transgenen Reis, und danach suchte er die Vögel. Ingo Potrykus ist wie der Goldene Reis, ein Produkt von mehr als einer Art.

Als Wissenschaftler hat er die Natur entziffert und dekonstruiert. Als Romantiker kann er gar nicht genau erklären, warum ausgerechnet die Vögel ihn faszinieren. Er spricht von Liebe und Schönheit, nichts, was sich rationalisieren liesse. Die Romantik, sagt er, sei «eine sehr, sehr dumme deutsche Eigenschaft. Ich bin selber ein Romantiker, ich weiss, wie das ist! Es ist wie ein Fluch.»
Er sagt das im Rollstuhl am Rhein, dort sitzt er gern. Dann zitiert er ein Gedicht von Eichendorff zum Wald, «Wer hat dich, du schöner Wald / Aufgebaut so hoch da droben? Wohl den Meister will ich loben». Den Eichendorff, sagt er, habe er als Jugendlicher geliebt.
Potrykus weiss, dass Menschen eine Beziehung führen zur Natur, die über die reine Vernunft hinausgeht. Aber er ist alt geworden in der Überzeugung, im richtigen Moment auf der richtigen Seite zu stehen.

Auf der Seite der Wissenschaft und der Vernunft, auch auf der Seite der Solidarität. «Kein Mensch nimmt das ernst, dass Millionen Kinder erblinden und sterben!», empört er sich.
Auf dem Feld
Als Potrykus und Beyer im Jahr 1999 die ersten gelben Reis­körner unter dem Mikroskop sahen, enthielt ihr Reis noch wenig Beta-Carotin. Sie mussten den Reis weiterentwickeln, aber Potrykus war emeritiert: Ihm fehlten ein Labor und ein Gewächs­haus. Ihm fehlte auch das Geld.
Potrykus und Beyer liessen den Reis patentieren. Sie schlossen einen Deal mit einer Firma, die später zu Syngenta wurde. Potrykus und Beyer behielten das Recht, den Reis an Kleinbauern zu verschenken. Syngenta erhielt das Recht, den Reis kommerziell zu verkaufen.
Syngenta zog sich bereits im Jahr 2004 aus dem Projekt zurück, wohl auch, weil der Konzern realisierte, dass mit dem Goldenen Reis kein Geld zu verdienen war. Aber in den Laboren von Syngenta waren mehrere Varianten vom Goldenen Reis entstanden, die genug Beta-Carotin aufwiesen, und Potrykus durfte sie nutzen.
Es kam der Moment, als er eine Wette eingehen musste. Er würde sie teuer bezahlen.
Der Goldene Reis war noch eine Pflanze im Gewächs­haus. Er wuchs unter kontrollierten Bedingungen. Niemand wusste: Wie würde er sich auf dem Feld verhalten? Die Aufgabe war, die neue Eigenschaft in Reis­sorten einzuzüchten, die vor Ort angebaut wurden. Nur so würde der Reis dieselben Erträge liefern und gut schmecken. Nur so würden die Bauern ihn pflanzen.
Potrykus hatte mehrere Varianten im Gewächs­haus. Jede Variante enthielt die nötigen Gene, um Beta-Carotin zu produzieren. Ansonsten unterschieden sich die Varianten, zum Beispiel darin, wo genau die neuen Gene im Erbgut lagen.
Wäre der Goldene Reis eine normale Pflanze gewesen, man hätte viele Varianten eingezüchtet in den Ländern, für die er bestimmt war, sie ausgesät auf dem Feld und geschaut: Welche Pflanzen wachsen gut?
Aber gentechnisch veränderte Pflanzen brauchen eine Bewilligung, bevor sie auf das Feld dürfen. Die Bewilligung muss für jede Variante einzeln eingeholt werden, das verlangt molekulare Daten, sehr viele Tests – eine zeitaufwendige und Millionen Franken teure Dokumentation. Potrykus musste auf eine einzige Variante setzen.
Er wählte die Variante, die im Gewächs­haus am besten gedieh: gutes Wachstum, stabiles Vitamin A, guter Ertrag. Er arbeitete auf den Philippinen mit dem Institut zusammen, in dem die Idee zum Goldenen Reis als Bieridee geboren worden war, dem International Rice Research Institute, kurz IRRI. Züchterinnen vom IRRI begannen, die ausgewählte Variante vom Goldenen Reis in lokale Sorten einzukreuzen. Nach drei Jahren säten sie den Reis aus. Aber die Pflanzen bildeten auf dem Feld keine vernünftigen Wurzeln.
Potrykus (https://de.wikipedia.org/wiki/Ingo_Potrykus) hatte auf die falsche Variante gesetzt. In dem Jahr, als er das realisierte, wurde er 80 Jahre alt.
Wenige Wochen vor dem Geburtstag war Potrykus noch nach Rom gereist. Er holte von Papst Franziskus den Segen für den Goldenen Reis. Weil die Philippinen ja ein katholisches Land sind, dachte er.
Potrykus war mit dem Goldenen Reis schon vor dem Vorgänger von Franziskus gestanden, Benedikt. Und vor dem Vorvor­gänger auch. Beim Vorvor­gänger, Papst Johannes Paul II., stellte er sich auf dem Peters­platz an und tat so, als wollte er dem Papst den Ring küssen. Er verzichtete auf den Kuss, stattdessen steckte er dem Papst ein Papier zum Goldenen Reis zu.
«Eine ziemliche Flüchtlings­aktion war das», erzählt er. «Als Flüchtling lernt man zu überleben.»
Die Aktion hatte Erfolg: Potrykus wurde eingeladen in die Päpstliche Akademie der Wissenschaften, einen sehr exklusiven Kreis. Er sass dort mit Stephen Hawking, vielen Nobelpreis­trägern und einigem Stolz. Das Ansehen in der Wissenschaft entschädigt ihn für die vielen Miss­erfolge beim Versuch, seine Entwicklung in die Welt zu bringen.
Aber eigentlich wollte er ja nie Wissenschaftler sein, sondern Ingenieur. Als Ingenieur stand er mit 80 Jahren vor einem Reis mit schlechten Wurzeln. Es war ein Bauwerk ohne Fundament.
In der Welt
Zu jener Zeit übernahm das IRRI die Führung. Gemeinsam mit Phil­rice, einer Organisation, die zum philippinischen Landwirtschafts­departement gehört. Sie wählten eine neue Variante vom Reis, züchteten ein, säten die Pflanzen auf dem Versuchsfeld aus. Diesmal wuchsen sie mit gesunden Wurzeln.
Vier Jahre später, im Jahr 2021, gaben die Philippinen den Goldenen Reis für den kommerziellen Anbau frei. Fast 30 Jahre nach Beginn der Arbeiten im Labor: ein Durchbruch! Aber Potrykus erinnert sich kaum an den Tag. Er glaubt, Peter Beyer angerufen zu haben, eine Feier? Gab es nicht.
Er zählt all die Probleme auf, die er noch sieht: ein sturer Umwelt­minister in Bangladesh, China sitzt auf dem Zaun, für Burma, Kambodscha und Laos fehlt die Finanzierung. Und die Welt­gesundheits­organisation? Verteilt Vitamin-A-Kapseln, obwohl Kapseln das Problem nicht nachhaltig lösen, und viel teurer seien sie auch, jetzt regt er sich wieder furchtbar auf.
Er hat 30 Jahre investiert in einen Reis, der Menschen helfen sollte. Aber der lange Kampf hat ihm geraubt, was ihn überhaupt erst dazu brachte, den Goldenen Reis zu entwickeln. Die Zuversicht und den Glauben an das scheinbar Unmögliche. Den Glauben an das Gute im Menschen, die Empathie.
«Meine Lebens­erfahrung ist, dass Menschen eine problematische biologische Kategorie darstellen», sagt er. «Furchtbar leicht verführbar. Furchtbar leicht zu beeinflussen.»
Noch am Tag, als Potrykus das erzählt, zirkulieren in den sozialen Netzwerken Berichte aus den Philippinen von der ersten Ernte. Dort wird der Reis nun angebaut, um das Saatgut zu vermehren. In ein, zwei Jahren soll der Reis dann in der Masse auf den Feldern wachsen. Potrykus hat sich von der ersten Ernte ein Kilogramm bestellt. Vergangene Woche ist das Paket aus den Philippinen angekommen.
Er hat die Körner in ein Konserven­glas gefüllt und im Arbeits­zimmer auf das Pult gestellt. Das Glas ist zu gross, als dass es in der Kram­schublade verschwinden könnte, zwischen der alten Fern­bedienung und einem Foto.
Das ist vielleicht noch keine Erfolgs­geschichte, aber immerhin: ein Fortschritt.
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🧹 Robert Norman „Bob“ Ross war ein US-amerikanischer Maler und Fernsehmoderator.
Bob Ross war der große Fernseh-Hypnotiseur, der still und fast flüsternd Millionen von Menschen in einen Zustand sachter Ermattung redete. Ein friedlicher Guru ohne weitere Ansprüche an seine Gefolgschaft als dem, dass die Menschen sich per Pinsel eine fröhliche kleine, friedliche Welt erschaffen würden.
Die Freude des Malens) umfasst alle vom Künstler Bob Ross moderierten Sendungen des Fernseh-Malkurses The Joy of Painting. Von 1983 bis 1994 wurden insgesamt 403 ca. 27 Minuten dauernde Folgen in 31 Staffeln (zu 13 Folgen je Staffel bei im Durchschnitt 3 Staffeln pro Jahr) produziert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bob_Ross_(Maler)
Zitat
Immerhin liegt der Wert, zu dem einzelne seiner Bilder gehandelt werden, in der Größenordnung von 9000 bis 10000 Euro pro Bild, andere Werke sind bereits für 4000 bis 5000 Euro erhältlich.. Wer ein Original des Künstlers erstehen möchte, findet im Online-Kunsthandel bisweilen einige Stücke.
Ölfarben Bob Ross
    Größe: 37ml.
    Qualität: Titanweiß 6010, Kadmiumgelb 6037, Indischgelb 6040, Ockergelb 6014, Hellrot 6035, Karmesinrot 6022, Dunkel Siena 6001, Van Dyke Braun 6012, Phtaloblau 6032, Preusischblau 6019, Bergmischung 6020, Saftgrün 6021, Phtalogrün 6033, Mitternachtsschwarz 6004.
Ihre Einzigartigkeit erhalten die Landschaftsbilder von Bob Ross durch seine Nass-in-Nass-Technik, bei der er mehrere Farbschichten übereinander auftrug.
Die Freude des Malens umfasst alle vom Künstler Bob Ross moderierten Sendungen des Fernseh-Malkurses The Joy of Painting. Von 1983 bis 1994 wurden insgesamt 403 ca. 27 Minuten dauernde Folgen in 31 Staffeln (zu 13 Folgen je Staffel bei im Durchschnitt 3 Staffeln pro Jahr) produziert.
Bob Ross hat über 30.000 Bilder gemalt, aber man kann kein einziges davon kaufen.
https://de.wikipedia.org/wiki/The_Joy_of_Painting
Mit seiner Fernsehserie "The Joy of Painting" (dt. 🧹 Die Freude des Malens) erlangte der Maler Bob Ross Berühmtheit. Sein Fernsehmalkurs begeisterte die Menschen weltweit. Hinter dem Künstler, der 1995 verstarb, steckte ein tierlieber und sozial engagierter Mann - doch diese Fakten wissen nur wenige.
Bevor Robert Norman Ross als Maler im Fernsehen durchstartete, diente er zwei Jahrzehnte lang in der United States Air Force. Er beendete seine Karriere als Master Sergeant und schwor sich, niemals wieder die Stimme zu erheben, wie er es die 20 Jahre davor getan hatte. In seinen Fernsehsendungen bestach Bob Ross mit seiner ruhigen und angenehmen Ausstrahlung.
Sein Wunsch, Landschaften zu zeichnen, wurde in Alaska geweckt, wo er einige Zeit stationiert war. Die dortige Kulisse mit den schneebedeckten Bergen faszinierte ihn.
Als Ross die Air Force verließ, um Malunterricht zu geben, konnte er sich einen Friseurbesuch nicht leisten. Deswegen begann seine Karriere mit der berühmten Dauerwellen-Frisur, die er bis zu seinem Tod beibehielt. Als er schließlich an Krebs erkrankte, trug er eine Perücke, um sein Markenzeichen zu wahren.
In Wahrheit hasste der Maler seine Frisur. Er hatte den Wunsch, seriöser aufzutreten. Allerdings wusste Ross auch, dass durch einen Haarschnitt sein unvergleichliches Markenzeichen verloren gehen würde. Aus Marketing-Gründen behielt er seine Dauerwelle.
In jungen Jahren hatte Ross den linken Zeigefinger verloren, als er mit seinem Vater Zimmerer-Arbeiten verrichtete. Da er mit seiner linken Hand immer die Farbpalette hielt, war dieser kleine Makel nur schwer zu sehen.
Die Liebe zu Tieren
Ross liebte alle Tiere und kümmerte sich rührend um sie, wenn diese in Not waren. Sogar in seiner Fernsehserie hatte er sein Haustier "Peapod" in der Tasche. Es handelte sich dabei um ein kleines Eichhörnchen, welches er liebevoll pflegte.
Seine Liebe zu Tieren ging sogar so weit, dass er in seiner Kindheit in Florida einen verwundeten Alligator gesund pflegen wollte. Seine Mutter fand das Tier in der Badewanne.
Ross' erfolgreiche Fernsehserie
🧹 Seine Fernsehserie "The Joy of Painting" wurde am 11. Januar 1983 das erste Mal ausgestrahlt. Sie umfasste 31 Staffeln mit insgesamt 403 Folgen.
Zum Vergleich: Die Serie "Two and a Half Men" hat 262 Folgen, "Friends" ist 236 Folgen lang und "How I Met Your Mother" umfasst nur 208 Folgen.
Besonders viel Zeit beanspruchte eine Staffel nicht, weshalb er neben der Serie Kunstunterricht geben konnte. Ross drehte eine Staffel mit 13 Folgen durchschnittlich innerhalb von ein bis zwei Tagen ab.
An der Serie verdiente Ross keinen Cent. Er verlangte kein Geld, da die Sendung eine geeignete Werbung für seine Malerei und seinen Kunstunterricht darstellte. Außerdem verkauften sich so seine Lern-Videos.
Kunst mit vielen Bäumen
In seinem Leben malte Ross eigenen Angaben zufolge 30.000 Bilder. Die Kunstwerke, die er in seiner Serie fertigstellte, verkaufte er nicht einfach. Die meisten davon verschenkte er an den "Public Broadcasting Service" (PBS), damit dieser mehr Geld verdiente.
Auf 91 Prozent seiner Bilder ist Statistiken zufolge mindestens ein Baum zu sehen, den er meistens mit dem Ausspruch "A happy little tree" (dt. Ein kleiner, glücklicher Baum) malte. Die deutschen Folgen wurden aus dem Englischen nicht übersetzt. Die Produzenten wollten nicht, dass die ruhige Stimmung womöglich durch eine Synchronisation verloren geht.

➦ Das Smithsonian Museum in Washington nimmt Teile des begehrten Nachlasses auf!
Obwohl der US-Fernsehmaler Bob Ross nicht davon ausgegangen sei, dass seine Kunstwerke jemals ihren Weg ins Smithsonian Museum finden würden, hat das Smithsonian National Museum of American History am 22. März vier seiner Gemälde, eine Klappleiter, Notizbücher und Fanbriefe in seine Sammlung aufgenommen.
Auf die Frage, nach welchen Kriterien die Verantwortlichen des Smithsonian Museums die Auswahl getroffen hätten, antwortete der Kurator Eric Jentzsch in der letzten Woche der "New York Times", dass diese Bilder und Materialien am besten Ross‘ Lebenswerk ausdrückten. Vor allem in den Leserbriefen würde deutlich, welchen positiven Einfluss der TV-Künstler auf Menschen und Gemeinschaften gehabt hätte.
Bob Ross stand elf Jahre als TV-Maler vor der Kamera. Seine vorabendliche Fernsehsendung "The Joy of Painting" verfolgten mehrere tausend Menschen zu Hause vor den Bildschirmen. In den insgesamt 403 Episoden malte Bob Ross über 1.000 Landschaftsbilder: eines vor der 26-minütigen Sendung, eines währenddessen und eines danach.
Seit seinem Tod im Jahr 1995 verwaltet das Unternehmen Bob Ross Inc. in Herndon, Virginia unter der Leitung von Annette und Walt Kowalski seinen Nachlass, der allerdings nicht für Besucher geöffnet ist. Einsehen kann man einige seiner Malereien in der "Bob Ross Art Workshop & Gallery" in Florida. Zum Verkauf stehen seine Arbeiten hingegen nicht, obgleich die Nachfrage groß ist: Vereinzelt gerieten seine Gemälde in Auktionen für mehrere 1000 Euro unter den Hammer.
Foto: Bob Ross Inc./dpa/Bob Ross in seiner TV-Sendung "The Joy of Painting". Der US-amerikanische Maler und Fernsehmoderator verstarb 1995 im Alter von 52 Jahren. #artpainterBobRoss

🧹 Bob Ross & The Joy of Painting
Das Geheimnis hinter Bob Ross und seinen Bildern
Mit seinem TV-Malkurs "The Joy of Painting" fasziniert Bob Ross sein Publikum - jedes Gemälde eine Welt der Lebensfreude voller "happy little trees". Aus der Sendung des US-Amerikaners ist mittlerweile ein florierendes Unternehmen entstanden, das Millionen Lernwillige weltweit mit Pinseln, Farben und Malbüchern versorgt. Was aber macht es so reizvoll, einem sympathischen Mann dabei zuzusehen, wie er Bäume, Wolken und Berge in Öl malt? Wir lüften das Geheimnis von Bob Ross.
Der Schöpfer dunkler Wälder und unberührter Schneelandschaften in Öl wird unter Palmen geboren. Robert Norman Ross erblickt am 29. Oktober 1942 in Daytona im US-Staat Florida das Licht der Welt und wächst in Orlando in einfachen Verhältnissen auf. Seine Eltern, der Zimmermann Jack und die Kellnerin Ollie Ross, kümmern sich fürsorglich um den kleinen Bob, lassen sich aber bald scheiden, um Jahre später einander ein zweites Mal zu heiraten. Da Lernen nicht seine Sache ist, verlässt Bob die High-School nach der neunten Klasse und arbeitet zunächst in der Werkstatt seines Vaters. Als der überraschend stirbt, verpflichtet sich der 18-Jährige bei der US-Luftwaffe, die den jungen Soldaten schon bald nach Alaska versetzt. 1965 heiratet Bob Ross Vivian Ridge, Sohn Steve kommt zur Welt, doch die Ehe hält nicht lange. Kurze Zeit später findet Bob seine große Liebe: 1977 heiratet er Jane Lee Zanardelli, wie Bob Angestellte der Luftwaffe, die bis zu ihrem Tod 17 Jahre später an seiner Seite bleibt.

In Anchorage besucht Bob seinen ersten Malkurs. Fasziniert von der unberührten Natur Alaskas bannt er fortan stolze Tannen, dunkle Bergseen und luftige Wolken in seinen Bildern. Bald verkauft er in einer Bar Landschaftsbilder, die er auf Goldschürfpfannen pinselt, an Touristen. Als Bob eines Abends die Fernsehsendung "The Magic of Oil Painting" (dt. etwa: "Die Magie der Ölmalerei") des deutschstämmigen TV-Malers William "Bill" Alexander sieht, ist es um ihn geschehen. Fasziniert von dessen Nass-in-Nass-Maltechnik belegt er Workshops bei Alexander und ist begeistert: "Ich nahm an einem Kurs teil und wurde verrückt", sagte Bob Ross der New York Times Jahre später. "Ich wusste, das war es, was ich tun wollte."
Da er mit seinen Gemälden und Malunterricht bald mehr verdient als bei der Airforce, quittiert Bob Ross Anfang der 1980er-Jahre den Dienst und beginnt Bill Alexanders Maltechnik zu unterrichten. Bei einem seiner Malworkshops, für die er kreuz und quer durch die USA reist, trifft er die Kursteilnehmerin Annette Kowalski, die sein Potenzial erkennt. Sie investierte ihr Geld, um Bob Ross zu einer eigenen TV-Malsendung bei einem der in den USA zahlreichen lokalen, öffentlich-rechtlichen PBS-Sender zu verhelfen.

Das Fernsehformat, das zunächst nur mühsam Zuschauer findet, entwickelt sich zu einem ungeahnten Erfolg. Zwischen 1983 und 1994 entstehen 31 Staffeln mit insgesamt 403 Folgen von "The Joy of Painting". Als Bob Ross am 4. Juli 1995 mit nur 52 Jahren an Lymphdrüsenkrebs stirbt, bedeutet dies zwar das Ende der TV-Serie - aber noch lange nicht das Ende der Erfolgsgeschichte von "The Joy of Painting". Im Laufe der Jahre strahlen weltweit mehr als 275 Sender den TV-Malkurs aus. Nach Berechnungen des "Wall Street Journal" erreicht die Sendung im Jahr 2004 noch bis zu 400 Millionen Haushalte in 20 Ländern, darunter die Niederlande, die Türkei, Iran und Japan. In Deutschland sendet ARD alpha (früher BR alpha) seit 2001 bis auf wenige Ausnahmen jeden Tag mindestens eine Folge von "The Joy of Painting".

Wie viele Bilder Bob Ross im Laufe seines Lebens malte, ist nicht bekannt. Er selbst sagte einmal in einem Interview, er habe fast 30.000 Bilder produziert. Niemand weiß, ob das stimmt. Verbürgt sind über 1.200 Gemälde. Allein für jede der 403 Folgen von "The Joy of Painting" malte er drei Versionen: eine vor der Sendung, eine während der Sendung und eine, die, besonders sorgfältig gemalt, in den Malbüchern zur Sendereihe veröffentlicht wurde. Zudem entstanden ungezählte Bilder in den vielen Jahren, in denen Bob Ross Präsenzkurse gab, um seinen Schülern vor Ort die Freude am Malen zu vermitteln.

🧹 Heute lagern rund 1.100 Bilder von Bob Ross in einer Lagerhalle der Bob Ross Inc. in Herndon, Virginia - der Firma von Annette und Walt Kowalski, die Bob Ross' Bücher, Malzubehör und Memorabilia vertreibt. Eine Reihe von Gemälde sind in der "Bob Ross Art Workshop & Gallery" in New Smyrna, Florida, ausgestellt. Diverse weitere Bilder wurden zu wohltätigen Zwecken verkauft oder versteigert. Auf einschlägigen Online-Marktplätzen werden hin und wieder Bob Ross-Bilder für mehrere Tausend Euro angeboten. So findet sich beispielsweise eine von Bob Ross bemalte Souvenir-Schürfpfanne aus dem Jahr 1971, deren Echtheit durch ein Zertifikat von Annette Kowalski bestätigt wird. Kaufpreis: gut 65.000 Euro. Ob das Werk tatsächlich sein Geld Wert ist, müssen Sammler entscheiden.
Heute, fast dreißig Jahre nach seinem Tod, ist Bob Ross eine Kultfigur. Dem Internet verdankt der TV-Maler von einst ein sagenhaftes Revival in Dauerschleife. Tausende von Hommagen und auch Parodien auf Social-Media-Kanälen und Millionen Abonnenten des offiziellen Bob Ross-YouTube-Kanals zeugen von der ungebrochenen Begeisterung für "happy little accidents". Auf TikTok wird der Hashtag #BobRoss milliardenfach gesucht. Computerspiele, Theaterstücke und ein Spielfilm mit Hollywoodstar Owen Wilson zitieren Bob Ross und seine Arbeit. Eine Netflix-Doku erzählt vom Streit um das Millionenerbe des Malers zwischen der Familie Kowalski und Bob Ross' Sohn Steve. Virtual Reality-Simulationen überführen das Malvergnügen mit Bob Ross in eine digitale Welt ganz ohne schmuddelige Öltuben. Aus dem analogen Landschaftsmaler Bob Ross ist ein digitaler Superstar geworden - und seine Sendung ist immer noch erfolgreich. ",The Joy of Painting‘ ist wahrscheinlich der beliebteste Malkurs, den die Welt je gesehen hat, und das aus gutem Grund", schreibt die US-amerikanische Autorin Michelle Witte. "Bobs Bilder - und seine Weisheiten - sind genauso zeitlos wie der Mann selbst."
Inspiriert von der Malerei seines Lehrers Bill Alexander entwickelte Bob Ross für seine Landschaftsbilder eine eigene Maltechnik, basierend auf der "Nass-in-Nass"-Methode, auch "Alla-Prima"-Malerei (alla prima, ital. = aufs Erste) genannt. Bei der "Nass-in-Nass"-Technik wird in die noch feuchte Farbe hineingemalt. Das gelingt bei der nur langsam trocknenden Ölfarbe mit ihrer festen Konsistenz besonders gut, da hier kaum Farbverläufe entstehen. Zugleich wird die Farbe direkt und deckend mit breitem Pinsel aufgetragen, sodass das Gemälde einen spontanen Charakter erhält und zügig fertiggestellt werden kann.

Als einer der ersten entwickelte der flämische Maler Frans Hals (1582-1666) die "Alla-Prima"-Malerei. Später griffen die Impressionisten des 19. Jahrhunderts die Technik für ihre flüchtige Freiluftmalerei auf. Auch der deutsche Impressionist Lovis Corinth (1858-1925) empfahl in seinem Lehrbuch "Das Erlernen der Malerei" die "Nass-in-Nass"-Technik. Auf diese Weise könne man "so oft wieder rübergehen und korrigieren, wie man es für notwendig hält". In der traditionellen Ölmalerei kann es hingegen Tage dauern, bis ein Bild fertig wird, da jede Farbschicht trocknen muss, bevor die nächste aufgetragen wird. Für Bob Ross, der in den 27 Minuten einer TV-Folge von "The Joy of Paining" ein ganzes Gemälde fertigstellen wollte, war die direkte Form der "Alla Prima"-Malerei die denkbar geeignetste Methode.
Sieht man auf die Statistik, scheint es ganz einfach: 91 Prozent der Bilder, die Bob Ross in mehr als einem Jahrzehnt im Fernsehen malte, enthalten mindestens einen Baum. In 39 Prozent findet sich mindestens ein Berg, in 20 Prozent die Sonne, in neun Prozent Strand, aber nur zwei Prozent zeigen Palmen oder Blumen. Das haben Datenjournalisten der US-amerikanischen Nachrichtenwebsite FiveThirtyEight herausgefunden. Malte Bob Ross einen Baum, pinselte er demnach in 85 Prozent der Bilder einen zweiten "happy little tree" daneben.
Interessant ist allerdings auch, was nicht in den Bildern zu sehen ist. In Ross' Gemälde verirrt sich zwar manchmal eine einsame Blockhütte oder ein wackeliger Steg. Menschen oder auch komplexere von Menschenhand geschaffene Strukturen wie Häuser oder gar Siedlungen sind jedoch bemerkenswert selten. Dafür gibt es jede Menge kraftvolle Farben und magische Idylle, manche sagen auch: Kitsch. In der Kunstwelt stieß Bob Ross deshalb auf wenig Gegenliebe. Zu süßlich, zu bunt, zu simpel - Bob Ross' Kunst sei gar keine, kritisierten manche Experten und waren damit einer Meinung mit - Bob Ross! Denn der Mallehrer verstand sich selbst - bei aller technischer Expertise - gar nicht als Künstler im klassischen Sinne.
Für Bob Ross stand nicht der künstlerische Anspruch, sondern die Freude am Erschaffen einer malerischen Welt im Mittelpunkt seiner Arbeit. Er war der Meinung, dass jeder "tief im Herzen" ein Künstler sei. Er habe keine Lust auf eine große Ausstellung, sagte er Anfang der 1990er-Jahre der New York Times. Nicht malerische Perfektion sei ihm wichtig, sondern die Zuversicht, mit wenigen Farben und Hilfsmitteln eine Landschaft in Öl zu kreieren: "Dieses Stück Leinwand ist deine Welt und hier kannst du alles tun, was dein Herz begehrt," erklärte er seinen Zuschauern. Bob Ross sah seine Malerei daher auch nicht als Kunst, sondern als Methode, sich mittels Farbe der Welt zu bemächtigen. Denn zum Glück gebe es beim Malen, so Bob Ross, eben "keine Fehler", sondern nur "glückliche Zufälle".

Kein Wunder also, dass das Hantieren mit Farbe und Pinsel in "The Joy of Painting" weniger wie ein künstlerischer Prozess, sondern eher wie eine therapeutische Methode wirkt. "Malen soll euch glücklich machen, das ist das Wichtigste", ist eine Weisheit, die Bob Ross in vielen Variationen immer wieder in seiner Sendung platzierte. Als Meister des "Self Empowerment" spricht er von Achtsamkeit und dem Leben im Augenblick, lange bevor Kunsttherapeuten darauf kamen. Auf der Leinwand, sagt der sympathische Mann vor der Staffelei, ist nichts unmöglich - alles darf, nichts muss. Gegenüber der New York Times erklärte Bob Ross: "Die meisten Maler wollten Anerkennung, vor allem von ihresgleichen. Das habe ich vor langer Zeit mit dem Fernsehen erreicht. Mehr brauche ich nicht."
Manchen Menschen bringt es gar nichts, aber viele Menschen, die gestresst sind oder Einschlafprobleme haben, schwören darauf: ASMR (Autonomous Sensory Meridian Response, zu deutsch: "Autonome sensorische Meridianreaktion"). Damit gemeint ist das kribbelnde, als angenehm empfundene Gefühl auf der Haut, das durch sanfte Geräusche wie Wispern, Tappen und Rascheln ausgelöst werden kann. Viele Ruhebedürftige entspannen, wenn sie hören oder sehen, wie Menschen flüstern oder über raue Materialien streichen. Auch das Wischen des Pinsels über eine Leinwand, schwören ASMR-Anhänger, habe beruhigende Eigenschaften. Und hier kommt Bob Ross ins Spiel: Der TV-Maler gilt der Fangemeinde als König oder auch Vater der ASMR. Kaum etwas sei so einschläfernd, wie eine Folge von "The Joy of Painting" anzusehen, versichern die Fans. Bobs ruhige, sonore Stimme, mit der er glückliche Bäume beschreibt, bevor er sie mit vorsichtigen Pinselstrichen auf die Leinwand tupft, lässt viele Zuschauer zur Ruhe kommen.

Wissenschaftliche Studien zu ASMR deuten tatsächlich darauf hin, dass leise Geräusche beruhigen, als Einschlafhilfe dienen und das Stressempfinden senken können - auch wenn die Forschung zu dem Phänomen noch am Anfang steht. Craig Richard, ASMR-Experte und Professor für Physiologie an der US-amerikanischen Shenandoah University, attestiert Bob Ross, dass er mit seinen sanften Sprüchen beruhigend wie ein Sedativum wirkt. So ist es nur folgerichtig, dass eine beliebte Meditations-App Bob Ross’ "The Joy of Painting" bereits 2018 in seine "Schlafgeschichten" aufgenommen hat. Bob Ross selbst war sich der beruhigenden Wirkung seiner Sendung durchaus bewusst: "Ich möchte eine Atmosphäre der Ruhe und des Friedens schaffen, in der Menschen ihren alltäglichen Sorgen und Problemen entfliehen können."
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1. Bob Ross' Lockenkopf: ein Fake
Bob Ross' Markenzeichen war sein voluminöser Lockenkopf. Ein Blick auf Jugendbilder verrät allerdings: Die Krause war nicht echt. Als Bob Ross die Airforce verließ, hatte er kein geregeltes Einkommen. Bevor er quer durchs Land reist, um Malkurse zu geben, ließ er sich eine Dauerwelle verpassen, um das Geld für ständige Friseurtermine zu sparen. Daraus wurde sein Markenzeichen.
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2. Bob Ross war ein Autornarr
Obwohl Bob Ross ein großer Naturliebhaber war, liebte er auch schnelle Autors. Zwei parallele Leidenschaften, die sich in den 1980er-Jahren, als von Klimawandel noch keine Rede war, durchaus nicht ausschlossen. Mit seiner 69er Corvette übertrat der sanfte Bob, so heißt es, durchaus die eine oder andere Geschwindigkeitsbegrenzung.
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3. Bob Ross fehlte ein Finger
Nachdem Bob Ross von der Schule abging, arbeitete er zunächst im Schreinerbetrieb seines Vaters. Dort verlor er bei der Arbeit an einem Werkstück ein Glied seines linken Zeigefingers. Da er Rechtshänder war, beeinträchtigte ihn das Handicap nicht beim Malen. Allerdings achtete er in seinen TV-Sendungen stets sorgfältig darauf, dass die Palette, die er mit der linken Hand hielt, den betroffenen Zeigefinger verbarg.
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4. Bob Ross' Bilder hängen heute im Museum
Auch wenn Bob Ross zu Lebzeiten bezweifelte (und auch nicht wirklich daran interessiert war), jemals ausgestellt zu werden, haben einige seiner Gemälde inzwischen den Weg ins Museum gefunden. Nachdem zahlreiche begeisterte Fans das Smithsonian National Museum of American History auf Bob Ross und seine Verdienste hinwiesen, nahm das renommierte Museum in Washington D.C. 2019 vier seiner Bilder in seine Sammlung auf, darunter eine Berglandschaft (On a Clear Day, 1988) und ein Wasserfallbild (Blue Ridge Falls, 1994). Zusätzlich übernahm das Museum die Staffelei (eigentlich eine umgebaute Leiter) mit Palette und Pinseln, die Bob Ross in "The Joy of Painting" benutzte, und zwei seiner Notizbücher, die er für die zweite und dritte Staffel des TV-Malkurses aufbewahrte.
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5. Bob Ross hatte Vögel und Eichhörnchen als Haustiere
Bob Ross liebte Tiere und päppelte aus dem Nest gefallene Vögel oder auch Eichhörnchen auf. Zu diesem Zweck errichtete er einen großen Käfig vor seinem Haus in Orlando, Florida, wo er verwaiste Jungtiere gesund pflegte. Eine ganze Reihe der Tierbabys präsentierte er auch in "The Joy Of Painting", darunter Pep (ein Rotkehlchen), Hoot (eine Eule) sowie Bobette und Peapod (zwei Eichhörnchen).

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🧹  "Das Geheimnis ist, dass man es schaffen kann. Ihr könnt alles tun, wenn ihr nur fest genug daran glaubt. Egal was. Solange ihr an euch glaubt."
Bob Ross in ,The Joy of Painting'
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📑 Allgemeines Board Tipps und Informationen / 🍽 Slow Food
« Letzter Beitrag von ★ Sarah Maria Schwab am November 22, 2022, 06:48:28 Nachmittag »
🥗 Slow Food (engl. slow ‚langsam‘ und food ‚Essen‘) wurde von der gleichnamigen Organisation als Begriff geprägt für genussvolles, bewusstes und regionales Essen und bezeichnet eine Gegenbewegung zum uniformen und globalisierten Fast Food. Die ursprünglich aus Italien stammende Bewegung bemüht sich um die Erhaltung der regionalen Küche mit heimischen pflanzlichen und tierischen Produkten und deren lokale Produktion.
Der Gründer und internationale Vorsitzende Carlo Petrini definierte 2006 die Grundbegriffe der „Neuen Gastronomie“ als Maßstab: Buono, pulito e giusto – gut, sauber und fair. Wenn ein Element fehle, sei das laut Petrini nicht Slow Food.
Nach Ansicht des Publizisten Matthias Horx ist „Slow Food“ einer von 18 Trends, die das Leben von morgen auf dem Gebiet der Ernährung beeinflussen werden. Slow Food steht in diesem Zusammenhang für Produkte mit authentischem Charakter (regional, saisonal), die auf traditionelle oder ursprüngliche Weise hergestellt und genossen werden. Lebensmittel, die nach Slow-Food-Kriterien angebaut, produziert, verkauft oder verzehrt werden, sollen regionale Wirtschaftskreisläufe stärken und Menschen wieder mit Auge, Ohr, Mund und Händen an ihre Region binden.


Organisation
Logo Slow Food an einem Restaurant auf Santorin
Slow Food hat den Begriff Slow Food als Wort-Bild-Marke international schützen lassen. Die Organisation wurde im Juli 1986 von Carlo Petrini aus dem piemontesischen Bra und seinen Freunden des Barolo auf Schloss Fontanafredda mitten in den Weinbergen des Barolo als „Arcigola“ gegründet. Zusätzlichen Anschub erhielt die Bewegung durch die Eröffnung einer McDonald’s-Filiale 1986 auf der von antiken und barocken Gebäuden umgebenen Piazza Navona in Rom. Daraufhin organisierten neben Petrini vor allem Redakteure der Tageszeitung Il manifesto ein öffentliches Protestessen mit traditionellen italienischen Speisen an der Spanischen Treppe in Rom. Am 9. Dezember 1989 wurde aus Arcigola bei einem Treffen von Anhängern aus aller Welt in der Komischen Oper von Paris Slow Food. Seither ist Slow Food eine internationale Vereinigung mit knapp 80.000 Mitgliedern in etwa 150 Ländern auf allen Kontinenten – dabei allerdings 75 % der Mitglieder in Europa und sogar fast 92 % unter Einbeziehung von Nordamerika – geworden. Das Logo von Slow Food ist die Weinbergschnecke als Symbol der Langsamkeit.
 ➦ Ziele
In einer programmatischen Erklärung werden die Ziele der Bewegung erläutert:
    Der Genuss steht im Mittelpunkt, weil jeder Mensch ein Recht darauf hat.
    Qualität braucht Zeit.
    Die ökologische, regionale, sinnliche und ästhetische Qualität ist Voraussetzung für Genuss.
    Geschmack ist keine Geschmackssache, sondern eine historische, kulturelle, individuelle, soziale und ökonomische Dimension, über die durchaus gestritten werden soll.
Darüber hinaus versteht sich der Verein als Lobby für Geschmack, aber auch für regional angepassten und ökologischen Anbau, für den Erhalt der Biodiversität und der kulinarischen Kulturen.
Die Ziele der Bewegung umfassen auf internationaler Ebene vor allem den Erhalt der biologischen und kulturellen Vielfalt im Lebensmittelbereich, die Förderung einer handwerklichen und umweltfreundlichen Lebensmittelerzeugung, die Förderung der Geschmacks- und Lebensmittelbildung und die Unterstützung des direkten Kontakts und der Solidarität von Produzenten, Verbrauchern (Coproduzenten), Händlern, Köchen, Wissenschaftlern und anderen Akteuren der Lebensmittelwelt. Ein wichtiges Projekt ist die Slow Food Arche des Geschmacks, ein internationales Projekt zur Bewahrung regionaler Nahrungsspezialitäten sowie Projekte zur Erhaltung regionaler Obst-, Gemüse-, Getreidesorten- und Nutztiervielfalt. Es geht ihr aber auch um den Erhalt, die Wiederbelebung und Umsetzung traditioneller Weiterverarbeitungsmethoden.
 ➦ Intensiv betrieben wird die Aufklärungsarbeit zu den Themen
    Gustatorische Wahrnehmung und Sensibilisierung für regionale Spezialitäten und die regionale Küche,
    Risiken des Fast Foods und industriell erzeugter oder veränderter Lebensmittel sowie
    Massentierhaltung, Agrarfabriken und Gefahren der monokulturisierten Agrarwirtschaft mit vermehrtem Chemikalieneinsatz und erhöhtem technologischen Aufwand.
Slow Food steht außerdem für politische Lobbyarbeit:
    für Verbraucherschutz im Lebensmittelbereich,
    gegen gentechnisch veränderte Nahrungsmittel,
    in der allgemeinen Agrarpolitik vor allem gegen die Anwendung von Pestiziden
    Engagement im Umweltschutz und in der Sammlung und Erhaltung des Wissens um lokale Anbau- und Verarbeitungsmethoden.
Slow Food Deutschland
In Deutschland wurde 1992 ein nationaler Verein gegründet. Burchard Bösche beschreibt in seinem Buch die Gründung von Slow Food 1996 in Hamburg. Slow Food Deutschland e.V. hat inzwischen über 13.500 Mitglieder in rund 85 lokalen Gruppen, den Convivien. Der Verein ist Träger der Demonstration Wir haben es satt!.
Slow Food Youth Network, die Jugendbewegung von Slow Food, ist ebenfalls in Deutschland aktiv. Junge Köche, Bauern, Künstler, Lebensmittelhandwerker, Studierende und Interessierte für die Ziele von Slow Food ein – durch Schnippeldiskos, Eat-Ins, Kochaktionen, Workshops und vieles mehr.
🥂 Veranstaltungen
Slow Food ist Veranstalterin von bedeutenden Fachmessen im Bereich Nahrungsmittel wie zum Beispiel der Cheese in Bra und des Salone del Gusto in Turin, die alle zwei Jahre stattfinden. 2004 gab es erstmals parallel zum Salone del Gusto das Treffen Terra Madre, zu dem 4600 Bauern aus aller Welt unter der Schirmherrschaft von Prinz Charles zusammenkamen. 2006 fand das zweite Treffen statt, das um Spitzenköche und Wissenschaftler erweitert wurde. 2012 wurden der bis dato unabhängig voneinander veranstaltete Salone del Gusto, die kulinarische Messe und die Terra Madre zusammengelegt und finden seitdem zur selben Zeit in den Hallen im Messegelände Lingotto statt.
Seit 2007 veranstaltet Slow Food Deutschland die jährlich im Frühjahr stattfindende deutsche Slow Food Messe Markt des guten Geschmacks in Stuttgart. Weiter ist Slow Food Deutschland auf den bedeutenden Messen für Gastronomie, Handel und Produzenten z. B. der BIOFACH aktiv.
Die weltweit erste Universität der gastronomischen Wissenschaften wurde von Slow Food in Bra (Piemont) gegründet. Heute werden folgende Kurse angeboten:
    dreijähriger Studiengang in gastronomischen Wissenschaften,
    zweijähriger Aufbaustudiengang in Neues Gastronomie-Unternehmertum und Nachhaltige Bewirtschaftung gastronomischer Bestände,
    vier einjährige Master post lauream in Food Culture and Communications (Food, Place and Identity, Human Ecology and Sustainability, High-Quality Products, Representation, Meaning and Media)
    Höhere technische Ausbildung mit verschiedenen Kursen, um die Berufsbilder mit der stärksten Nachfrage im Lebensmittelbereich vorzubereiten (Bäcker, Pizzabäcker, Bierbrauer, Schweineschlachter, Käseaffineur und Serviceleiter im Restaurant),
    Kurs in Hohe häusliche Küche, der für ein passioniertes Publikum bestimmt ist.
🍵 Arche des Geschmacks
Die Organisation Slow Food hat mit der Arche des Geschmacks eine Liste von gefährdeten Lebensmitteln, Kulturpflanzensorten und Nutztierrassen erstellt, die angesichts einer globalisierten Lebensmittelwirtschaft und einseitig an Ertragshöhe und Vermarktungsfähigkeit orientierter Zuchtauswahl und eines Kostendrucks in der Verarbeitung im Fortbestand gefährdet sind. Mit diesen Lebensmitteln und den entsprechenden Pflanzensorten und Tierrassen ginge auch ein Stück Esskultur und das traditionelle Wissen um die Produktion dieser Lebensmittel zu Ende. In vielen Fällen repräsentieren die Passagiere der Arche die lokale und traditionelle Esskultur und Landwirtschaft einer Region. Das Archemanifest legt fest, wer bzw. was als Passagier der Arche in Frage kommt. Die verschiedenen Gruppen vor Ort entscheiden jeweils selbst, was in die Arche aufgenommen wird. Die Aufnahme in die Arche des Geschmacks hilft den Erzeugern solcher Lebensmittel bei der Vermarktung und schafft eine gewisse Öffentlichkeit, was dessen Fortbestand zugutekommt.
Die Passagiere der Arche erfüllen folgende Kriterien:
    Sind in ihrer Existenz bedroht
    Einzigartige geschmackliche Qualität
    Historische Bedeutung
    Identitätsstiftender Charakter für eine Region
    Unterstützen nachhaltige Entwicklung einer Region
    Tiere stammen aus artgerechter Haltung
    Frei von gentechnischer Veränderung
    Produkte sind käuflich erwerbbar
Cittàslow
Seit 1999 gibt es die Vereinigung Cittàslow. Sie ist die Erweiterung der Slow-Food-Philosophie auf städtische Lebensqualitätsmerkmale. Diese Bewegung ist aus Slow Food hervorgegangen und wurde ebenfalls in Bra gegründet. Sie wurde als Idee von mehreren italienischen Kleinstädten aufgenommen und programmatisch umgesetzt und umfasst mittlerweile auch Städte in Deutschland, insgesamt 30 Länder.
Eine Erweiterung von Slow Food ist Slow Kids oder Jugend kocht. Das kostenlose Informationsportal beschäftigte sich von 2008 bis 2011 mit allen Themen, die mit Geschmackserziehung, essbaren Schulgärten, gesunder Jugendernährung, Kochen und Kindern zu tun haben, und förderte den Dialog zwischen Eltern, Schulen, Behörden, Köchen, Landwirten und dem Nahrungsmittelhandel. Danach wurde das Portal in die Rubrik Kinder und Jugendliche von slowfood.de übernommen.
🍷 Slow Wine
Der Weinführer „Slow Wine“ (engl. slow – langsam; wine – Wein) greift die Begrifflichkeit von Slow Food als Ausdruck für genussvolles, bewusstes und regionales Trinken auf und zeigt eine alternative Kultur zum Trend der globalisierten Weinwelt auf. Erklärtes Ziel des Autorenteams der Bewegung ist die Förderung und Erhaltung von Weingütern, deren Konzepte von Nachhaltigkeit, Ökologie und territorialer Authentizität der Weine Italiens geprägt sind. Die Vinifikation von Weinen aus alten, autochthonen Rebsorten wird hierbei besonders gewürdigt. Die Auszeichnung mit der Weinbergschnecke, dem Logo von Slow Food, schließt neben den Herstellern der großen Weine, den „Grandi Vini“, ausdrücklich auch die Macher der Alltagsweine, der „Vini Quotidiani“ der jeweiligen Weinbaugebiete ein.
Im Weinführer Slow Wine, der erstmals 2013 in deutscher Sprache erschien, wird die Nachhaltigkeit der einzelnen Weingüter hinsichtlich Düngung, integrierten Pflanzenschutzes, Herbiziden, Hefen und Rebsorten bewertet. Bestehende Zertifizierungen fließen mit ein. Für die Bewertung dieser Kriterien und der 23.000 Weine aus 1.909 Weingütern setzt die Organisation nach eigenen Angaben 200 Mitarbeiter ein. In dem Buch werden die Weingüter innerhalb ihrer Region nach Ortschaft alphabetisch sortiert. Jede Seite des zweispaltig gesetzten Werkes beschreibt zwei Produzenten. Der Weingutsführer umfasst rund 1.000 Seiten und schließt detailliertes Kartenmaterial und Informationen zu den 20 Regionen ein. Das „Taschenbuch“ wird jedes Jahr neu aufgelegt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Slow_Food Ï https://www.slow-food.at
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📑 Allgemeines Board Tipps und Informationen / 🌾 Urgetreide
« Letzter Beitrag von ★ Sarah Maria Schwab am November 03, 2022, 11:25:02 Vormittag »
🌾 Als Getreide oder Korn werden einerseits die meist einjährigen Pflanzen der Familie der Süßgräser bezeichnet, die wegen ihrer Körnerfrüchte kultiviert werden, andererseits die geernteten Körnerfrüchte. Getreide sind Weizen, Roggen, Dinkel, Buchweizen, Gerste, Hafer, Hirse, Mais, Reis und Triticale. Triticale ist eine Kreuzung aus Weizen (Triticum) und Roggen (Secale).
    Weizen.
    Roggen.
    Gerste. (Tee mit Gerstenwasser und Honig oder Gerstensuppe ohne die Hülsen)
    Hafer.
    Mais.
    Reis.
    Hirse.
Hafer und Gerste gargemacht ist das gesündeste Getreide überhaupt, weil es sehr hochwertiges Eiweiß und wichtige Fettsäuren enthält.
https://de.wikipedia.org/wiki/Getreide

🌾 Urgerste
Eines der ältesten Kulturgetreide
Die Gerste ist eine der ältesten Kulturpflanzen Europas und Asiens und gehört zu den ersten Pflanzenarten, die von Menschen angebaut wurden. Sie passt sich sehr gut an das jeweilige Klima eines Landes an und reift sogar in Norwegen oder im Himalaya. Während des Bronzezeitalters um 3.000 v. Chr. gelang es der Urgerste, die damals etablierten Urgetreide Einkorn und Emmer nahezu zu verdrängen. Eine der heute bekanntesten Arten, die Fisser Imperial Gerste, hat ihren Ursprung in höheren Lagen der Gemeinde Fiss im österreichischen Tirol.
🌾 Urdinkel
Liebling der Schwaben
Eine uralte Landsorte des heutigen Dinkels wird seit einigen Jahren wieder in Deutschland angebaut: Bauländer Spelz ist auf Feldern im nordbadischen Bauland zu finden. Bereits die Benediktineräbtissin und Naturforscherin Hildegard von Bingen (1098-1179) beschrieb die vielfältigen Vorteile von Dinkel.
🌾 Einkorn
Der widerstandsfähige Anpassungskünstler
Einkorn ist einer der Vorfahren von modernem Brotweizen, der heute weltweit in 90 Prozent der Brote und Backwaren verwendet wird. Die ersten archäologischen Funde von Einkorn datieren auf etwa 8.200 v. Chr. zurück. Heute gewinnt das robuste Getreide zunehmend an Beliebtheit.
🌾 Emmer
Der "Weizen" der römischen Kaiser
Emmer gehört zu den ältesten Getreidearten und hat in Mesopotamien, im antiken Griechenland, im alten Ägypten sowie im römsichen Kaiserreich ganze Generationen ernährt. Die proteinreiche Getreideart wächst heute noch auf größeren Flächen Äthopien, wird seit einiger Zeit aber auch vermehrt in Europa kultiviert.
🌾 Urroggen
Das Multitalent in der Backstube
Die 7.000 Jahre alte Getreideart kommt ursprünglich aus dem Vorderen Orient und ist heute in der Backstube aufgrund seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sehr beliebt: Roggenbrote, süße Backwaren, aber auch schmackhafte Sprossen profitieren von seiner feinwürzigen Geschmacksnote.
🌾 Khorasan
Zwischen Mythos und Wahrheit
Khorasan entstand vermutlich im Laufe der letzten 10.000 Jahre durch die spontane Kreuzung von Weizenarten und verbreitete sich zunächst in Ägypten. Dank seiner guten Klebereigenschaften eignet er sich gut zum Backen und verleiht Gebäcken eine köstliche nussig-buttrige Note. Heute wird die Art vor allem in Nordamerika angebaut.
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