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🧹 Robert Norman „Bob“ Ross war ein US-amerikanischer Maler und Fernsehmoderator.
Bob Ross war der große Fernseh-Hypnotiseur, der still und fast flüsternd Millionen von Menschen in einen Zustand sachter Ermattung redete. Ein friedlicher Guru ohne weitere Ansprüche an seine Gefolgschaft als dem, dass die Menschen sich per Pinsel eine fröhliche kleine, friedliche Welt erschaffen würden.
Die Freude des Malens) umfasst alle vom Künstler Bob Ross moderierten Sendungen des Fernseh-Malkurses The Joy of Painting. Von 1983 bis 1994 wurden insgesamt 403 ca. 27 Minuten dauernde Folgen in 31 Staffeln (zu 13 Folgen je Staffel bei im Durchschnitt 3 Staffeln pro Jahr) produziert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bob_Ross_(Maler)
Zitat
Immerhin liegt der Wert, zu dem einzelne seiner Bilder gehandelt werden, in der Größenordnung von 9000 bis 10000 Euro pro Bild, andere Werke sind bereits für 4000 bis 5000 Euro erhältlich.. Wer ein Original des Künstlers erstehen möchte, findet im Online-Kunsthandel bisweilen einige Stücke.
Ölfarben Bob Ross
    Größe: 37ml.
    Qualität: Titanweiß 6010, Kadmiumgelb 6037, Indischgelb 6040, Ockergelb 6014, Hellrot 6035, Karmesinrot 6022, Dunkel Siena 6001, Van Dyke Braun 6012, Phtaloblau 6032, Preusischblau 6019, Bergmischung 6020, Saftgrün 6021, Phtalogrün 6033, Mitternachtsschwarz 6004.
Ihre Einzigartigkeit erhalten die Landschaftsbilder von Bob Ross durch seine Nass-in-Nass-Technik, bei der er mehrere Farbschichten übereinander auftrug.
Die Freude des Malens umfasst alle vom Künstler Bob Ross moderierten Sendungen des Fernseh-Malkurses The Joy of Painting. Von 1983 bis 1994 wurden insgesamt 403 ca. 27 Minuten dauernde Folgen in 31 Staffeln (zu 13 Folgen je Staffel bei im Durchschnitt 3 Staffeln pro Jahr) produziert.
Bob Ross hat über 30.000 Bilder gemalt, aber man kann kein einziges davon kaufen.
https://de.wikipedia.org/wiki/The_Joy_of_Painting
Mit seiner Fernsehserie "The Joy of Painting" (dt. 🧹 Die Freude des Malens) erlangte der Maler Bob Ross Berühmtheit. Sein Fernsehmalkurs begeisterte die Menschen weltweit. Hinter dem Künstler, der 1995 verstarb, steckte ein tierlieber und sozial engagierter Mann - doch diese Fakten wissen nur wenige.
Bevor Robert Norman Ross als Maler im Fernsehen durchstartete, diente er zwei Jahrzehnte lang in der United States Air Force. Er beendete seine Karriere als Master Sergeant und schwor sich, niemals wieder die Stimme zu erheben, wie er es die 20 Jahre davor getan hatte. In seinen Fernsehsendungen bestach Bob Ross mit seiner ruhigen und angenehmen Ausstrahlung.
Sein Wunsch, Landschaften zu zeichnen, wurde in Alaska geweckt, wo er einige Zeit stationiert war. Die dortige Kulisse mit den schneebedeckten Bergen faszinierte ihn.
Als Ross die Air Force verließ, um Malunterricht zu geben, konnte er sich einen Friseurbesuch nicht leisten. Deswegen begann seine Karriere mit der berühmten Dauerwellen-Frisur, die er bis zu seinem Tod beibehielt. Als er schließlich an Krebs erkrankte, trug er eine Perücke, um sein Markenzeichen zu wahren.
In Wahrheit hasste der Maler seine Frisur. Er hatte den Wunsch, seriöser aufzutreten. Allerdings wusste Ross auch, dass durch einen Haarschnitt sein unvergleichliches Markenzeichen verloren gehen würde. Aus Marketing-Gründen behielt er seine Dauerwelle.
In jungen Jahren hatte Ross den linken Zeigefinger verloren, als er mit seinem Vater Zimmerer-Arbeiten verrichtete. Da er mit seiner linken Hand immer die Farbpalette hielt, war dieser kleine Makel nur schwer zu sehen.
Die Liebe zu Tieren
Ross liebte alle Tiere und kümmerte sich rührend um sie, wenn diese in Not waren. Sogar in seiner Fernsehserie hatte er sein Haustier "Peapod" in der Tasche. Es handelte sich dabei um ein kleines Eichhörnchen, welches er liebevoll pflegte.
Seine Liebe zu Tieren ging sogar so weit, dass er in seiner Kindheit in Florida einen verwundeten Alligator gesund pflegen wollte. Seine Mutter fand das Tier in der Badewanne.
Ross' erfolgreiche Fernsehserie
🧹 Seine Fernsehserie "The Joy of Painting" wurde am 11. Januar 1983 das erste Mal ausgestrahlt. Sie umfasste 31 Staffeln mit insgesamt 403 Folgen.
Zum Vergleich: Die Serie "Two and a Half Men" hat 262 Folgen, "Friends" ist 236 Folgen lang und "How I Met Your Mother" umfasst nur 208 Folgen.
Besonders viel Zeit beanspruchte eine Staffel nicht, weshalb er neben der Serie Kunstunterricht geben konnte. Ross drehte eine Staffel mit 13 Folgen durchschnittlich innerhalb von ein bis zwei Tagen ab.
An der Serie verdiente Ross keinen Cent. Er verlangte kein Geld, da die Sendung eine geeignete Werbung für seine Malerei und seinen Kunstunterricht darstellte. Außerdem verkauften sich so seine Lern-Videos.
Kunst mit vielen Bäumen
In seinem Leben malte Ross eigenen Angaben zufolge 30.000 Bilder. Die Kunstwerke, die er in seiner Serie fertigstellte, verkaufte er nicht einfach. Die meisten davon verschenkte er an den "Public Broadcasting Service" (PBS), damit dieser mehr Geld verdiente.
Auf 91 Prozent seiner Bilder ist Statistiken zufolge mindestens ein Baum zu sehen, den er meistens mit dem Ausspruch "A happy little tree" (dt. Ein kleiner, glücklicher Baum) malte. Die deutschen Folgen wurden aus dem Englischen nicht übersetzt. Die Produzenten wollten nicht, dass die ruhige Stimmung womöglich durch eine Synchronisation verloren geht.

➦ Das Smithsonian Museum in Washington nimmt Teile des begehrten Nachlasses auf!
Obwohl der US-Fernsehmaler Bob Ross nicht davon ausgegangen sei, dass seine Kunstwerke jemals ihren Weg ins Smithsonian Museum finden würden, hat das Smithsonian National Museum of American History am 22. März vier seiner Gemälde, eine Klappleiter, Notizbücher und Fanbriefe in seine Sammlung aufgenommen.
Auf die Frage, nach welchen Kriterien die Verantwortlichen des Smithsonian Museums die Auswahl getroffen hätten, antwortete der Kurator Eric Jentzsch in der letzten Woche der "New York Times", dass diese Bilder und Materialien am besten Ross‘ Lebenswerk ausdrückten. Vor allem in den Leserbriefen würde deutlich, welchen positiven Einfluss der TV-Künstler auf Menschen und Gemeinschaften gehabt hätte.
Bob Ross stand elf Jahre als TV-Maler vor der Kamera. Seine vorabendliche Fernsehsendung "The Joy of Painting" verfolgten mehrere tausend Menschen zu Hause vor den Bildschirmen. In den insgesamt 403 Episoden malte Bob Ross über 1.000 Landschaftsbilder: eines vor der 26-minütigen Sendung, eines währenddessen und eines danach.
Seit seinem Tod im Jahr 1995 verwaltet das Unternehmen Bob Ross Inc. in Herndon, Virginia unter der Leitung von Annette und Walt Kowalski seinen Nachlass, der allerdings nicht für Besucher geöffnet ist. Einsehen kann man einige seiner Malereien in der "Bob Ross Art Workshop & Gallery" in Florida. Zum Verkauf stehen seine Arbeiten hingegen nicht, obgleich die Nachfrage groß ist: Vereinzelt gerieten seine Gemälde in Auktionen für mehrere 1000 Euro unter den Hammer.
Foto: Bob Ross Inc./dpa/Bob Ross in seiner TV-Sendung "The Joy of Painting". Der US-amerikanische Maler und Fernsehmoderator verstarb 1995 im Alter von 52 Jahren. #artpainterBobRoss
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📑 Allgemeines Board Rezepte / 🍽 Slow Food
« Letzter Beitrag von ★ Sarah Maria Schwab am November 22, 2022, 06:48:28 Nachmittag »
🥗 Slow Food (engl. slow ‚langsam‘ und food ‚Essen‘) wurde von der gleichnamigen Organisation als Begriff geprägt für genussvolles, bewusstes und regionales Essen und bezeichnet eine Gegenbewegung zum uniformen und globalisierten Fast Food. Die ursprünglich aus Italien stammende Bewegung bemüht sich um die Erhaltung der regionalen Küche mit heimischen pflanzlichen und tierischen Produkten und deren lokale Produktion.
Der Gründer und internationale Vorsitzende Carlo Petrini definierte 2006 die Grundbegriffe der „Neuen Gastronomie“ als Maßstab: Buono, pulito e giusto – gut, sauber und fair. Wenn ein Element fehle, sei das laut Petrini nicht Slow Food.
Nach Ansicht des Publizisten Matthias Horx ist „Slow Food“ einer von 18 Trends, die das Leben von morgen auf dem Gebiet der Ernährung beeinflussen werden. Slow Food steht in diesem Zusammenhang für Produkte mit authentischem Charakter (regional, saisonal), die auf traditionelle oder ursprüngliche Weise hergestellt und genossen werden. Lebensmittel, die nach Slow-Food-Kriterien angebaut, produziert, verkauft oder verzehrt werden, sollen regionale Wirtschaftskreisläufe stärken und Menschen wieder mit Auge, Ohr, Mund und Händen an ihre Region binden.


Organisation
Logo Slow Food an einem Restaurant auf Santorin
Slow Food hat den Begriff Slow Food als Wort-Bild-Marke international schützen lassen. Die Organisation wurde im Juli 1986 von Carlo Petrini aus dem piemontesischen Bra und seinen Freunden des Barolo auf Schloss Fontanafredda mitten in den Weinbergen des Barolo als „Arcigola“ gegründet. Zusätzlichen Anschub erhielt die Bewegung durch die Eröffnung einer McDonald’s-Filiale 1986 auf der von antiken und barocken Gebäuden umgebenen Piazza Navona in Rom. Daraufhin organisierten neben Petrini vor allem Redakteure der Tageszeitung Il manifesto ein öffentliches Protestessen mit traditionellen italienischen Speisen an der Spanischen Treppe in Rom. Am 9. Dezember 1989 wurde aus Arcigola bei einem Treffen von Anhängern aus aller Welt in der Komischen Oper von Paris Slow Food. Seither ist Slow Food eine internationale Vereinigung mit knapp 80.000 Mitgliedern in etwa 150 Ländern auf allen Kontinenten – dabei allerdings 75 % der Mitglieder in Europa und sogar fast 92 % unter Einbeziehung von Nordamerika – geworden. Das Logo von Slow Food ist die Weinbergschnecke als Symbol der Langsamkeit.
 ➦ Ziele
In einer programmatischen Erklärung werden die Ziele der Bewegung erläutert:
    Der Genuss steht im Mittelpunkt, weil jeder Mensch ein Recht darauf hat.
    Qualität braucht Zeit.
    Die ökologische, regionale, sinnliche und ästhetische Qualität ist Voraussetzung für Genuss.
    Geschmack ist keine Geschmackssache, sondern eine historische, kulturelle, individuelle, soziale und ökonomische Dimension, über die durchaus gestritten werden soll.
Darüber hinaus versteht sich der Verein als Lobby für Geschmack, aber auch für regional angepassten und ökologischen Anbau, für den Erhalt der Biodiversität und der kulinarischen Kulturen.
Die Ziele der Bewegung umfassen auf internationaler Ebene vor allem den Erhalt der biologischen und kulturellen Vielfalt im Lebensmittelbereich, die Förderung einer handwerklichen und umweltfreundlichen Lebensmittelerzeugung, die Förderung der Geschmacks- und Lebensmittelbildung und die Unterstützung des direkten Kontakts und der Solidarität von Produzenten, Verbrauchern (Coproduzenten), Händlern, Köchen, Wissenschaftlern und anderen Akteuren der Lebensmittelwelt. Ein wichtiges Projekt ist die Slow Food Arche des Geschmacks, ein internationales Projekt zur Bewahrung regionaler Nahrungsspezialitäten sowie Projekte zur Erhaltung regionaler Obst-, Gemüse-, Getreidesorten- und Nutztiervielfalt. Es geht ihr aber auch um den Erhalt, die Wiederbelebung und Umsetzung traditioneller Weiterverarbeitungsmethoden.
 ➦ Intensiv betrieben wird die Aufklärungsarbeit zu den Themen
    Gustatorische Wahrnehmung und Sensibilisierung für regionale Spezialitäten und die regionale Küche,
    Risiken des Fast Foods und industriell erzeugter oder veränderter Lebensmittel sowie
    Massentierhaltung, Agrarfabriken und Gefahren der monokulturisierten Agrarwirtschaft mit vermehrtem Chemikalieneinsatz und erhöhtem technologischen Aufwand.
Slow Food steht außerdem für politische Lobbyarbeit:
    für Verbraucherschutz im Lebensmittelbereich,
    gegen gentechnisch veränderte Nahrungsmittel,
    in der allgemeinen Agrarpolitik vor allem gegen die Anwendung von Pestiziden
    Engagement im Umweltschutz und in der Sammlung und Erhaltung des Wissens um lokale Anbau- und Verarbeitungsmethoden.
Slow Food Deutschland
In Deutschland wurde 1992 ein nationaler Verein gegründet. Burchard Bösche beschreibt in seinem Buch die Gründung von Slow Food 1996 in Hamburg. Slow Food Deutschland e.V. hat inzwischen über 13.500 Mitglieder in rund 85 lokalen Gruppen, den Convivien. Der Verein ist Träger der Demonstration Wir haben es satt!.
Slow Food Youth Network, die Jugendbewegung von Slow Food, ist ebenfalls in Deutschland aktiv. Junge Köche, Bauern, Künstler, Lebensmittelhandwerker, Studierende und Interessierte für die Ziele von Slow Food ein – durch Schnippeldiskos, Eat-Ins, Kochaktionen, Workshops und vieles mehr.
🥂 Veranstaltungen
Slow Food ist Veranstalterin von bedeutenden Fachmessen im Bereich Nahrungsmittel wie zum Beispiel der Cheese in Bra und des Salone del Gusto in Turin, die alle zwei Jahre stattfinden. 2004 gab es erstmals parallel zum Salone del Gusto das Treffen Terra Madre, zu dem 4600 Bauern aus aller Welt unter der Schirmherrschaft von Prinz Charles zusammenkamen. 2006 fand das zweite Treffen statt, das um Spitzenköche und Wissenschaftler erweitert wurde. 2012 wurden der bis dato unabhängig voneinander veranstaltete Salone del Gusto, die kulinarische Messe und die Terra Madre zusammengelegt und finden seitdem zur selben Zeit in den Hallen im Messegelände Lingotto statt.
Seit 2007 veranstaltet Slow Food Deutschland die jährlich im Frühjahr stattfindende deutsche Slow Food Messe Markt des guten Geschmacks in Stuttgart. Weiter ist Slow Food Deutschland auf den bedeutenden Messen für Gastronomie, Handel und Produzenten z. B. der BIOFACH aktiv.
Die weltweit erste Universität der gastronomischen Wissenschaften wurde von Slow Food in Bra (Piemont) gegründet. Heute werden folgende Kurse angeboten:
    dreijähriger Studiengang in gastronomischen Wissenschaften,
    zweijähriger Aufbaustudiengang in Neues Gastronomie-Unternehmertum und Nachhaltige Bewirtschaftung gastronomischer Bestände,
    vier einjährige Master post lauream in Food Culture and Communications (Food, Place and Identity, Human Ecology and Sustainability, High-Quality Products, Representation, Meaning and Media)
    Höhere technische Ausbildung mit verschiedenen Kursen, um die Berufsbilder mit der stärksten Nachfrage im Lebensmittelbereich vorzubereiten (Bäcker, Pizzabäcker, Bierbrauer, Schweineschlachter, Käseaffineur und Serviceleiter im Restaurant),
    Kurs in Hohe häusliche Küche, der für ein passioniertes Publikum bestimmt ist.
🍵 Arche des Geschmacks
Die Organisation Slow Food hat mit der Arche des Geschmacks eine Liste von gefährdeten Lebensmitteln, Kulturpflanzensorten und Nutztierrassen erstellt, die angesichts einer globalisierten Lebensmittelwirtschaft und einseitig an Ertragshöhe und Vermarktungsfähigkeit orientierter Zuchtauswahl und eines Kostendrucks in der Verarbeitung im Fortbestand gefährdet sind. Mit diesen Lebensmitteln und den entsprechenden Pflanzensorten und Tierrassen ginge auch ein Stück Esskultur und das traditionelle Wissen um die Produktion dieser Lebensmittel zu Ende. In vielen Fällen repräsentieren die Passagiere der Arche die lokale und traditionelle Esskultur und Landwirtschaft einer Region. Das Archemanifest legt fest, wer bzw. was als Passagier der Arche in Frage kommt. Die verschiedenen Gruppen vor Ort entscheiden jeweils selbst, was in die Arche aufgenommen wird. Die Aufnahme in die Arche des Geschmacks hilft den Erzeugern solcher Lebensmittel bei der Vermarktung und schafft eine gewisse Öffentlichkeit, was dessen Fortbestand zugutekommt.
Die Passagiere der Arche erfüllen folgende Kriterien:
    Sind in ihrer Existenz bedroht
    Einzigartige geschmackliche Qualität
    Historische Bedeutung
    Identitätsstiftender Charakter für eine Region
    Unterstützen nachhaltige Entwicklung einer Region
    Tiere stammen aus artgerechter Haltung
    Frei von gentechnischer Veränderung
    Produkte sind käuflich erwerbbar
Cittàslow
Seit 1999 gibt es die Vereinigung Cittàslow. Sie ist die Erweiterung der Slow-Food-Philosophie auf städtische Lebensqualitätsmerkmale. Diese Bewegung ist aus Slow Food hervorgegangen und wurde ebenfalls in Bra gegründet. Sie wurde als Idee von mehreren italienischen Kleinstädten aufgenommen und programmatisch umgesetzt und umfasst mittlerweile auch Städte in Deutschland, insgesamt 30 Länder.
Eine Erweiterung von Slow Food ist Slow Kids oder Jugend kocht. Das kostenlose Informationsportal beschäftigte sich von 2008 bis 2011 mit allen Themen, die mit Geschmackserziehung, essbaren Schulgärten, gesunder Jugendernährung, Kochen und Kindern zu tun haben, und förderte den Dialog zwischen Eltern, Schulen, Behörden, Köchen, Landwirten und dem Nahrungsmittelhandel. Danach wurde das Portal in die Rubrik Kinder und Jugendliche von slowfood.de übernommen.
🍷 Slow Wine
Der Weinführer „Slow Wine“ (engl. slow – langsam; wine – Wein) greift die Begrifflichkeit von Slow Food als Ausdruck für genussvolles, bewusstes und regionales Trinken auf und zeigt eine alternative Kultur zum Trend der globalisierten Weinwelt auf. Erklärtes Ziel des Autorenteams der Bewegung ist die Förderung und Erhaltung von Weingütern, deren Konzepte von Nachhaltigkeit, Ökologie und territorialer Authentizität der Weine Italiens geprägt sind. Die Vinifikation von Weinen aus alten, autochthonen Rebsorten wird hierbei besonders gewürdigt. Die Auszeichnung mit der Weinbergschnecke, dem Logo von Slow Food, schließt neben den Herstellern der großen Weine, den „Grandi Vini“, ausdrücklich auch die Macher der Alltagsweine, der „Vini Quotidiani“ der jeweiligen Weinbaugebiete ein.
Im Weinführer Slow Wine, der erstmals 2013 in deutscher Sprache erschien, wird die Nachhaltigkeit der einzelnen Weingüter hinsichtlich Düngung, integrierten Pflanzenschutzes, Herbiziden, Hefen und Rebsorten bewertet. Bestehende Zertifizierungen fließen mit ein. Für die Bewertung dieser Kriterien und der 23.000 Weine aus 1.909 Weingütern setzt die Organisation nach eigenen Angaben 200 Mitarbeiter ein. In dem Buch werden die Weingüter innerhalb ihrer Region nach Ortschaft alphabetisch sortiert. Jede Seite des zweispaltig gesetzten Werkes beschreibt zwei Produzenten. Der Weingutsführer umfasst rund 1.000 Seiten und schließt detailliertes Kartenmaterial und Informationen zu den 20 Regionen ein. Das „Taschenbuch“ wird jedes Jahr neu aufgelegt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Slow_Food Ï https://www.slow-food.at
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📑 Allgemeines Board Rezepte / 🌾 Urgetreide
« Letzter Beitrag von ★ Sarah Maria Schwab am November 03, 2022, 11:25:02 Vormittag »
🌾 Als Getreide oder Korn werden einerseits die meist einjährigen Pflanzen der Familie der Süßgräser bezeichnet, die wegen ihrer Körnerfrüchte kultiviert werden, andererseits die geernteten Körnerfrüchte. Getreide sind Weizen, Roggen, Dinkel, Buchweizen, Gerste, Hafer, Hirse, Mais, Reis und Triticale. Triticale ist eine Kreuzung aus Weizen (Triticum) und Roggen (Secale).
    Weizen.
    Roggen.
    Gerste. (Tee mit Gerstenwasser und Honig oder Gerstensuppe ohne die Hülsen)
    Hafer.
    Mais.
    Reis.
    Hirse.
Hafer und Gerste gargemacht ist das gesündeste Getreide überhaupt, weil es sehr hochwertiges Eiweiß und wichtige Fettsäuren enthält.
https://de.wikipedia.org/wiki/Getreide

🌾 Urgerste
Eines der ältesten Kulturgetreide
Die Gerste ist eine der ältesten Kulturpflanzen Europas und Asiens und gehört zu den ersten Pflanzenarten, die von Menschen angebaut wurden. Sie passt sich sehr gut an das jeweilige Klima eines Landes an und reift sogar in Norwegen oder im Himalaya. Während des Bronzezeitalters um 3.000 v. Chr. gelang es der Urgerste, die damals etablierten Urgetreide Einkorn und Emmer nahezu zu verdrängen. Eine der heute bekanntesten Arten, die Fisser Imperial Gerste, hat ihren Ursprung in höheren Lagen der Gemeinde Fiss im österreichischen Tirol.
🌾 Urdinkel
Liebling der Schwaben
Eine uralte Landsorte des heutigen Dinkels wird seit einigen Jahren wieder in Deutschland angebaut: Bauländer Spelz ist auf Feldern im nordbadischen Bauland zu finden. Bereits die Benediktineräbtissin und Naturforscherin Hildegard von Bingen (1098-1179) beschrieb die vielfältigen Vorteile von Dinkel.
🌾 Einkorn
Der widerstandsfähige Anpassungskünstler
Einkorn ist einer der Vorfahren von modernem Brotweizen, der heute weltweit in 90 Prozent der Brote und Backwaren verwendet wird. Die ersten archäologischen Funde von Einkorn datieren auf etwa 8.200 v. Chr. zurück. Heute gewinnt das robuste Getreide zunehmend an Beliebtheit.
🌾 Emmer
Der "Weizen" der römischen Kaiser
Emmer gehört zu den ältesten Getreidearten und hat in Mesopotamien, im antiken Griechenland, im alten Ägypten sowie im römsichen Kaiserreich ganze Generationen ernährt. Die proteinreiche Getreideart wächst heute noch auf größeren Flächen Äthopien, wird seit einiger Zeit aber auch vermehrt in Europa kultiviert.
🌾 Urroggen
Das Multitalent in der Backstube
Die 7.000 Jahre alte Getreideart kommt ursprünglich aus dem Vorderen Orient und ist heute in der Backstube aufgrund seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sehr beliebt: Roggenbrote, süße Backwaren, aber auch schmackhafte Sprossen profitieren von seiner feinwürzigen Geschmacksnote.
🌾 Khorasan
Zwischen Mythos und Wahrheit
Khorasan entstand vermutlich im Laufe der letzten 10.000 Jahre durch die spontane Kreuzung von Weizenarten und verbreitete sich zunächst in Ägypten. Dank seiner guten Klebereigenschaften eignet er sich gut zum Backen und verleiht Gebäcken eine köstliche nussig-buttrige Note. Heute wird die Art vor allem in Nordamerika angebaut.
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📑 Allgemeines Board Rezepte / ⚕ Pflanzenheilkunde
« Letzter Beitrag von ★ Sarah Maria Schwab am Oktober 27, 2022, 02:45:05 Vormittag »
 ⚕ Pflanzliche Heilmittel

 ➦ Die Pflanzenheilkunde oder Phytotherapie (Kräutermedizin) ist die Lehre der Verwendung von Heilpflanzen als Phytotherapeutika genannte Arzneimittel.
Mit der Erforschung und Herstellung von Phytotherapeutika befasst sich die Phytopharmazie.

Zitat
➦ Die Lehre der Verwendung von Heilpflanzen als Phytotherapeutika genannte Arzneimittel. Mit der Erforschung und Herstellung von Phytotherapeutika befasst sich die Phytopharmazie. https://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenheilkunde.
 ➦ Grundlage der Pflanzenheilkunde ist die Heilpflanzenkunde (Phytopharmakognosie (https://de.wikipedia.org/wiki/Heilpflanzenkunde)), die das Wissen um die verschiedenen Heilpflanzen bereithält. Die Pflanzenheilkunde enthält aber auch Teile der Pharmakologie (https://de.wikipedia.org/wiki/Pharmakologie), der Pharmazeutik (https://de.wikipedia.org/wiki/Pharmazie) sowie der Toxikologie (https://de.wikipedia.org/wiki/Toxikologie).

Gesund bleiben auf natürlichem Weg!
Zitat
Wussten Sie, dass Thymian nicht nur zum Würzen taugt, sondern auch bei Husten hilft? Der mediterrane Rosmarin hingegen lindert leichte Darmbeschwerden. Und die von „Marias Muttermilch“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_lactans) weiß gestreifte Mariendistel (https://de.wikipedia.org/wiki/Mariendistel) gilt seit dem Mittelalter als Heilmittel bei Lebererkrankungen!

 ➦ Ein Tröster für gereizte Augen
Ob Bindehautentzündung oder zu viel Sonne: Augentrostkraut (Euphrasiae herba) ist ein wirksamer Helfer.
Bei Husten, Schnupfen und bei Hauterkrankungen. Der Tee dient als Magenmittel. Volksmedizin: äußerliche Anwendung bei Blepharitis, Bindehautentzündung, Gerstenkorn, Ermüdungserscheinungen des Auges, funktionelle Sehstörungen mit muskulärer oder nervöser Ursache sowie Husten und Heiserkeit.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeiner_Augentrost

Ein Hanfgewächs mit klösterlichem Segen!
Der Hanf wird zur Zeit viel diskutiert, da möchten wir seinen legalen Bruder Hopfen (Humulus lupulus L.) nicht zu kurz kommen lassen.
Sie enthielten mehr als 30 Prozent pflanzliches Eiweiß sowie Mineralstoffe wie Zink und Eisen und Vitamine. Zudem seien Hanfsamen reich an essenziellen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, erklärt die Expertin. Aus Hanfsamen wird Mehl zum Backen gewonnen, das einen nussigen Geschmack hat.
Zitat
Cannabis zählt zu den Hanfgewächsen. Die berauschende Wirkung der Pflanze beruht vor allem auf den in ihr enthaltenen Cannabinoiden, besonders auf THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol), das eine starke psychoaktive (psychotrope) Wirkung besitzt – und daher Einfluss auf das zentrale Nervensystem und auf die Psyche nimmt. https://de.wikipedia.org/wiki/Cannabis_als_Rauschmittel
https://de.wikipedia.org/wiki/Hanf

 ➦ Nervenstark mit Pflanzenkraft!
Johanniskraut (Hyperici herba) als Tee oder Extraktspezialität zaubert unseren Patienten wieder ein Lächeln auf die Lippen!
Johanniskraut ist ein häufig angewandtes pflanzliches Antidepressivum, das die Stimmung aufhellen und nervöse Unruhe lindern kann. Vermutlich sind die Substanzen Hyperforin und Hypericin dafür verantwortlich. Wie genau sie Einfluss auf die Psyche nehmen, ist aber noch nicht ganz klar.
https://de.wikipedia.org/wiki/Johanniskr%C3%A4uter

 ➦ Wüstenblume im Aufwind!
Teufelskrallenwurzel (Harpagophyti radix) erleichtert schmerzgeplagten Patienten das Leben.
Die Extrakte der Teufelskralle sollen nicht nur Entzündungen lindern sondern auch bei Verdauungsproblemen und Appetitlosigkeit hilfreich sein. Besonders geeignet sei die Pflanze zur Behandlung von Schmerzen bei abgenutzten Gelenken (Arthrose) .
https://de.wikipedia.org/wiki/Afrikanische_Teufelskralle

 ➦ Himmlisch beruhigende Engelwurz!
Angelikawurzel (Angelicae radix) ist seit dem Mittelalter als Nahrungs-, Gewürz- und Heilpflanze im Einsatz.
Die Heilpflanze hilft Magen-Darm-Krämpfe zu lindern und regt den Appetit an. Vor allen Dingen unterstützt sie die Sekretion von Magen- und Gallensäure und bringt so die Verdauung auf Trab. Völlegefühl und Blähungen werden gemildert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Arznei-Engelwurz

 ➦ Ein Hausmittel als Heilmittel!
Die Wacholderbeere (Juniperi galbulus) verleiht nicht nur dem Gin eine heilsame Note.
Eine Wacholderbeere ist der weibliche Samenkegel, der von den verschiedenen Wacholderarten produziert wird. Es ist keine echte Beere, sondern ein Zapfen mit ungewöhnlich fleischigen und verschmolzenen Schuppen, was ihm ein beerenartiges Aussehen verleiht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wacholder

 ➦ Die Frühlingsbotin!
Die echte Schlüsselblume (Primula veris) kann aufgrund der belegten Wirksamkeit als traditionelles Heilmittel bestens empfohlen werden.
Die Schlüsselblume wurde bereits im Altertum und Mittelalter zu medizinischen Zwecken verwendet. Auch heute noch werden die Blüten und die Wurzel des Frühlingsblühers zur Unterstützung des Abhustens bei Bronchitis und Husten mit zähem Schleim bzw. bei Nasennebenhöhlenentzündung mit Schnupfen eingesetzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Echte_Schl%C3%BCsselblume

 ➦ Liebestrank und Muntermacher
Damiana (Turnera diffusa) wird neben seiner stärkenden und entspannenden Wirkung als natürliches Aphrodisiakum geschätzt.
Sie wirkt entspannend, steigert das sexuelle Verlangen und sorgt für intensiveres Empfinden der Erregung. Damiana beeinflusst die Botenstoffe positiv, die für das sexuelle Verlangen verantwortlich sind und kann so für stärkeres, häufigeres Verlangen sorgen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Damiana

 ➦ Für Leib und Leber
Mariendistelfrüchte (Silybi mariani fructus) sind längst als Heilmittel bei Lebererkrankungen bekannt. Auch wachstumshemmende Effekte, (Hautkrebs), wurden in Studien bestätigt.
Die Mariendistel (Carduus marianus bzw. Silybum marianum, auch „wilde Artischocke" genannt) wird traditionell in Produkten zum Schutz der Leber und zur Unterstützung der Verdauung verwendet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mariendistel

 ➦ Kleine Griechin mit großer Wirkung!
Die Zistrose (Cistus incanus) wirkt antibakteriell und leistet einen guten Beitrag zur Stabilisierung des Immunsystems.
Die Inhaltsstoffe der Zistrose wirken adstringierend (zusammenziehend), was dazu führt, dass Durchfälle schnell verschwinden, Hautwunden rascher heilen und Juckreiz gelindert wird. Die Haut wird dank der Zistrose ausserdem gestrafft, wirkt glatter und Fältchen werden gemindert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Zistrosen

 ➦ Glänzende Frauenpower!
Traubensilberkerzenwurzel (Cimicifugae racemosae rhizoma) ist als pflanzliches Arzneimittel zugelassen und ermöglicht die Behandlung menopausaler Beschwerden hormonfrei.
Im Wurzelstock der Traubensilberkerze konnte man Wirkstoffe nachweisen, die den Hormonstoffwechsel der Frau positivbeeinflussen. Diese Stoffe sind chemisch ganz anders aufgebaut als das weibliche Geschlechtshormon Östrogen, bewirken aber durch Beeinflussung von diversen Neurotransmittern eine ähnliche Wirkung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Traubensilberkerze

 ➦ Matcha in aller Munde!
Grüner Tee (Theae viridis folium) gibt nicht nur neuen Schwung, sondern hat auch positiven Einfluss auf die Gesundheit.
Das grüne Pulver enthält viel der Aminosäure L-Theanin, die einerseits für Entspannung und Stressreduktion sorgen kann, und gleichzeitig eine lang anhaltende Wachsamkeit verleiht. Zudem kann Matcha Tee die Gehirnleistung, Konzentration, die Gedächtnisleistung und die Stimmung verbessern.
https://de.wikipedia.org/wiki/Matcha

 ➦ Anregende Arznei mit göttlichem Duft!
Rosmarin (Rosmarini folium) kann Blähungen und Völlegefühl lindern, schützt die Leber und regt als Badezusatz oder Einreibung die Durchblutung der Haut an.
Der Rosmarin hat eine durchblutungsfördernde und erwärmende Wirkung. So lockert er verspannte Muskeln, hilft bei Rheuma, Muskel- und Gelenkschmerzen und kurbelt den Kreislauf an. Innerlich angewendet fördert er die Verdauung. Zudem wird Rosmarin eine kräftigende und anregende Wirkung auf die Psyche nachgesagt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Rosmarin

 ➦ So ein kleiner Tausendsassa!
Der bitter schmeckende Lippenblütler Andornkraut (Marrubii herba) wirkt anregend auf Atemwege und Verdauungsorgane.
Andornextrakte wirken leicht schleimlösend und fördern den Auswurf von Sekret aus den Bronchien. Daher kommt Andorn traditionell bei Atemwegserkrankungen zum Einsatz.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lippenbl%C3%BCtler

 ➦ Pflanzenpower gegen Erkältung!
Purpur-Sonnenhutkraut (Echinaceae purpureae herba) hilft gerade im Herbst und Winter den Abwehrkräften auf die Sprünge.
In Laborversuchen bekämpft Sonnenhut Viren, Pilze und Bakterien. Er regt Immunzellen auf vielfältige Weise an und greift regulierend in Botenstoffe des Immunsystems ein. Auch antientzündliche Effekte ließen sich nachweisen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenh%C3%BCte_(Echinacea)

 ➦ Dorniger Profit für die Blase
Hauhechelwurzel (Ononidis radix) durchspült die Blase und fördert den Stoffwechsel.
Hauhechelwurzel (Ononis spinosa, Fabaceae) ist ein pflanzliches Arzneimittel mit harntreibender Wirkung, das innerlich zur Behandlung von Harnwegsinfektionen (Blasenentzündung) verwendet wird.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dornige_Hauhechel

 ➦ Das Gold der Pharaonen!
Schwarzkümmelsamen (Nigellae semen) zeichnen sich nicht nur durch ihren ausgezeichneten Geschmack aus.
Schwarzkümmel soll ein Allheilmittel gegen nahezu jedes gesundheitliche Problem sein. Tatsächlich können die Samen und das daraus gewonnene Öl bei Heuschnupfen, Asthma, Rheuma, Diabetes und vielen weiteren Beschwerden helfen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Echter_Schwarzk%C3%BCmmel

 ➦ Delikat und leberfreundlich!
Artischockenblätter (Cynarae folium) zählen nicht nur zu den edlen Gemüsesorten, sie sind auch sehr gesund.
Artischocken bewirken auch eine vermehrte Ausscheidung von Cholesterin. Traditionell werden Artischockensaft und -tee daher auch zur Senkung des Cholesterinspiegels, bei Brechreiz und zur Behandlung von Arteriosklerose eingesetzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Artischocke

 ➦ Ein Bienenlockmittel, das Magen und Seele beruhigt
Melissae folium (Melissenblätter) wirken entblähend, verdauungsfördernd und krampflösend. Empfehlen wir sie daher unseren Patienten.
Zitronenmelisse hat zahlreiche Wirkungen im Bereich des Magen-Darm-Traktes: Zum einen wirken Extrakte aus ihren Blättern entspannend und lindern dank ihrer krampflösenden und beruhigenden Inhaltsstoffe Krämpfe. Zum anderen sind Inhaltsstoffe der Zitronen-Melisse schleimhautschützend und entzündungshemmend.
https://de.wikipedia.org/wiki/Zitronenmelisse

 ➦ Ehre, wem Ehre gebührt!
Ehrenpreiskraut (Veronicae herba) ist nicht nur optisch ein Genuss, auch seine Inhaltsstoffe können sich sehen lassen.
Im Mittelalter wurde Ehrenpreis bei Erkrankungen der Lunge und der Bronchien angewendet. Außerdem gilt er als Mittel gegen Vergiftungen. Auch äußerlich kam das Kraut zur Anwendung: gegen Ekzeme, Schuppenflechte oder Juckreiz. Ehrenpreis-Kraut wird noch heute als Tee zubereitet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenpreis

 ➦ Eine super orange Vitaminbombe!
Sanddorn (Hippophae rhamnoides) stärkt innerlich das Immunsystem, äußerlich wirkt Sanddornöl heilend und entzündungshemmend.
Sanddorn-Öl enthält viele Vitamine, unter anderem mehr Vitamin C als Zitronen und ist auch reich an Vitamin B12. Die ungesättigten Fettsäuren im Sanddorn-Öl wirken äußerlich angewendet regenerierend für Haut, Haare und Nägel und schützt innerlich angewendet Magen und Darm vor Säure
https://de.wikipedia.org/wiki/Sanddorn

 ➦ Eine echte und potente Flechte
Isländisches Moos/Isländische Flechte (Lichen islandicus) ist eine wirksame Hilfe bei Virusinfektionen im Halsbereich.
Die schleimbildenden Zuckerstoffe legen sich wie eine Schutzschicht über die Schleimhaut in Mund, Rachen und Magen. Durch den Film, den sie bilden, beruhigen sie die Schleimhaut, wenn sie gereizt ist. Dadurch kann Isländisches Moos Halsschmerzen, Heiserkeit und trockenen Reizhusten lindern.
https://de.wikipedia.org/wiki/Cetraria_islandica

 ➦ Zartblühende Röschen bevorzugt!
Weidenröschenkraut (Epilobii herba) wird besonders bei Prostatabeschwerden eingesetzt. Seine Inhaltsstoffe wirken antioxidativ, entzündungshemmend und antimikrobiell.
Der Weidenröschen-Tee wirkt effektiv bei Blasenleiden, Blasenentzündung, Blasenschwäche, Nierenerkrankungen sowie bei verschiedenen Frauenleiden. Wobei man die rückbildende Wirkung des Weidenröschens bei der vergrößerten Prostata beim Mann zunächst in Amerika entdeckte.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schmalbl%C3%A4ttriges_Weidenr%C3%B6schen

 ➦ Balsam für die Lunge!
Thymiankraut (Thymi herba) findet nicht nur in der Küche Einsatz, auch bei Husten ist es sehr gefragt.
Er hat eine krampflösende Wirkung auf die Bronchialschleimhaut. Außerdem wirkt er schleimlösend. Das heißt, Thymian erleichtert das Abhusten, indem er zähen Schleim verflüssigt. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem Mittel bei Bronchitis und Keuchhusten, aber auch bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut.
https://en.wikipedia.org/wiki/Thyme

 ➦ Löwenzahn
Es fördert Knochenaufbau besser als Kalzium, reinigt die Leber und heilt Ekzeme.
Menschen besprühen ihren Rasen mit Gift, um ihn loszuwerden, während andere ihn benutzen, um ihren Körper von zahlreichen Krankheiten zu befreien. Was könnte es sein? Nun, Löwenzahn natürlich!
Ob du nun das Blattgrün isst oder entsaftest, dich den honigartigen Blüten hingibst oder etwas Löwenzahnwurzeltee trinkst, dieses Kraut ist pure Magie!
Zu den gesundheitlichen Vorteilen des Löwenzahns gehören die Gesundheit von Knochen und Haut, Hilfe bei Leber- und Harnwegserkrankungen, Akne, Gelbsucht, Diabetes, Krebs und Anämie.
https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6wenzahn

 ➦ Kresse
Sowohl akute als auch chronische Erkrankungen der Atemwege sprechen sehr gut auf eine Behandlung mit Kresse an. Hier wirkt die Kresse schleimlösend und entzündungshemmend, zudem weitet sie die Bronchien. Gekaute Kressesamen lindern überdies Halsschmerzen, Husten und Asthmasymptome.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kressen

 ➦ Pfefferminze
Die Pfefferminze ist eine Heil- und Gewürzpflanze aus der Gattung der Minzen. Sie ist eine – vermutlich zufällig entstandene – Kreuzung von Mentha aquatica und Mentha spicata, wobei Mentha spicata wiederum eine Kreuzung von Mentha rotundifolia und Mentha longifolia ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Pfefferminze
Zitat
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Minzen
 ⚕ Pflanze
Mentha
ist eine Pflanzengattung in der Familie der Lippenblütler. Die genaue Unterscheidung zwischen den Arten ist unklar; Es wird geschätzt, dass 13 bis 24 Arten existieren. Hybridisierung tritt auf natürliche Weise dort auf, wo sich die Verbreitungsgebiete einiger Arten überschneiden.
https://en.wikipedia.org/wiki/Mentha
https://en.wikipedia.org/wiki/Mentheae
Die Pfefferminze wurde zur Arzneipflanze des Jahrehunderts gekürt.

 ➦ Baldrian
Die entspannende und schlaffördernde Wirkung beruht auf einer erhöhten Ausschüttung und geringeren Wiederaufnahme vom hemmenden Botenstoff GABA (Gamma-Aminobuttersäure). Indiziert sind Baldrian-Präparate bei Unruhezuständen und nervös bedingten Schlafstörungen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Echter_Baldrian

 ➦ Birkenblätter
Birkenblätter (Betulae folium) besitzen eine harntreibende Wirkung. Sie werden deshalb als traditionelles pflanzliches Arzneimittel meist in Form von Tee zur Durchspülungstherapie bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege sowie bei Nierengrieß eingesetzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Birken

 ➦ Brennnessel
Die Naturheilkunde (https://de.wikipedia.org/wiki/Naturheilkunde) stuft die Brennnessel als u.a. stoffwechselanregend, blutreinigend und harntreibend (entwässernd) ein. Eingesetzt wird sie z.B. bei rheumatischen Beschwerden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Brennnesseln

 ➦ Frauenmantel
Die Heilpflanze Frauenmantel gilt als entzündungshemmend und schmerzlindernd - bei Durchfallerkrankungen und anderen Magen-Darm-Problemen. Und sie eignet sich zum Gurgeln bei entzündeten Schleimhäuten.
Zitat
Frauenmantel ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Rosengewächse. Die Arten sind in der Alten Welt in Europa, Asien und Afrika verbreitet und gedeihen vorwiegend in den Gebirgen. Stark behaarte Formen werden auch als Silbermantel bezeichnet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenmantel

 ➦ Johanniskraut
Das Echte Johanniskraut, auch Echt-Johanniskraut, Gewöhnliches Johanniskraut, Durchlöchertes Johanniskraut, Tüpfel-Johanniskraut oder Tüpfel-Hartheu, meist kurz Johanniskraut oder Johanneskraut, genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Johanniskräuter innerhalb der Familie der Hypericaceae.
Zitat
Die bekannteste Anwendung von Johanniskraut ist die als pflanzliches Antidepressivum bei leichten Verstimmungen bis hin zu mittelschweren Depressionen. Dafür wird es als hochkonzentrierter Extrakt in Form von Tabletten oder Kapseln eingenommen. Johanniskraut-Tee gilt als echter Stress-Killer.
https://de.wikipedia.org/wiki/Echtes_Johanniskraut

 ➦ Kamille
Die Echte Kamille ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Korbblütler. Die ursprünglich in Süd- und Osteuropa verbreitete Art ist heute praktisch in ganz Europa heimisch. Sie ist eine Heilpflanze, die vor allem bei Magen- und Darmbeschwerden sowie bei Entzündungen Verwendung findet.
Zitat
Die Kamille ist eine sehr vielseitige Heilpflanze. Sie wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und krampflösend. Dadurch hilft Kamillentee bei Entzündungen im Mund und den Verdauungsorganen: Bei Zahnfleischentzündungen oder vereiternden Mandeln kannst du lauwarmen Kamillentee trinken oder damit gurgeln.
https://de.wikipedia.org/wiki/Echte_Kamille

 ➦ Klettenwurzel
Die Kletten bilden eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Carduoideae innerhalb der Familie der Korbblütler. Die 10 bis 14 Arten der Gattung Arctium s. str. sind in Eurasien und Nordafrika weitverbreitet. Einige Arten sind weltweit Neophyten.
Zitat
Die Klette regt den Appetit an, vermindert Blähungen und Verstopfung, fördert die Verdauung und beruhigt den nervösen Darm. Umschläge oder Tee aus Klettensamen helfen bei schmerzenden Gelenken, Gicht, Arthritis und Rheuma.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kletten


https://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenheilkunde
Zitat
Grundlage der Pflanzenheilkunde ist die Heilpflanzenkunde (Phytopharmakognosie (https://de.wikipedia.org/wiki/Heilpflanzenkunde)), die das Wissen um die verschiedenen Heilpflanzen bereithält. Die Pflanzenheilkunde enthält aber auch Teile der Pharmakologie (https://de.wikipedia.org/wiki/Pharmakologie), der Pharmazeutik (https://de.wikipedia.org/wiki/Pharmazie) sowie der Toxikologie (https://de.wikipedia.org/wiki/Toxikologie).

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Flohsamen
Die Schalen der Körnchen enthalten Schleimstoffe, die große Mengen Wasser binden können. Im Darm quellen sie auf, vergrößern das Stuhlvolumen und wirken so gegen Verstopfung. Flohsamenschalen besitzen dabei eine stärkere Quellwirkung als ganze Flohsamen, wodurch sie die Verdauung noch schneller anregen.
 ☠ Psyllium
Flohsamenschalen sind die Samenhülsen der Wegericharten Plantago indica, Plantago afra, daher auch der Name Psyllium. Die Frucht reift zu einer zweifächrigen Deckelkapsel heran mit je zwei kleinen elliptischen, rotbraunen, glänzenden Samen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Flohsamenschalen
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📑 Allgemeines Board Rezepte / 🍄 Pilze ➦ Fungi
« Letzter Beitrag von ★ Sarah Maria Schwab am Oktober 23, 2022, 03:35:26 Nachmittag »
Im Herbst sprießen sie wieder: Auf Wiesen, im Wald, auf verrottenden Baumstämmen oder im stinkenden Kuhmist strecken die Pilze ihre Köpfe empor. Und an vielen Orten streifen Menschen mit Körben umher auf der Suche nach essbaren Exemplaren. Die Orte, wo sie zu finden sind, halten sie möglichst vor der Konkurrenz geheim. Doch Pilze sind weit mehr als ein Gaumenschmaus. Seit Jahrtausenden beflügeln sie die Fantasie der Menschen.
 ➦ Pilze als Speise der Götter
Einige Pilze schmecken einfach nur köstlich, andere wiederum sorgen nach dem Genuss für spirituell entrückte Zustände. Schon in grauer Vorzeit haben die Frühmenschen offenbar die bewusstseinserweiternde Wirksamkeit von Pilzen entdeckt, auf Fels- und Höhlenmalereien finden sich immer wieder Pilzdarstellungen.
🍄 Pilze: die geheimnisvolle Wesen
Für die Ägypter waren Pilze die "Speise der Götter". Sie glaubten, der Genuss würde das Leben verlängern - oder sogar unsterblich machen. Die Griechen nahmen bei bestimmten Zeremonien einen Trunk aus Mutterkornpilz zu sich und berichteten später von Visionen und geisterhaften Erscheinungen.
Der Pilzkult der Maya und Azteken
 ➦ Pilzstein
Die Maya und Azteken meißelten ihren Vision in Pilzsteine - mit menschlichen oder mit TierGesichtern
Auch die Maya und Azteken versetzen sich mit halluzinogenen Pilzen in Trance. Montezuma II., der letzte Herrscher der Azteken, soll bei seiner Krönungszeremonie reichlich vom "Teonanacatl" (Fleisch der Götter) zu sich genommen haben. Der spanische Missionar Bernardino de Sahagún beobachtete ein Treffen von Indigenen und notierte: "Sie aßen die Pilze zusammen mit Honig. Als die Pilze zu wirken begannen, wurde getanzt und geweint…einige sahen in ihren Visionen, wie sie im Krieg starben, einige, wie sie wohlhabend wurden, einige, wie sie Ehebruch begingen und wie sie dann gesteinigt und ihre Schädel eingeschlagen wurden."
Während Sahagún die Bräuche der Einheimischen akribisch festhielt - sein zeitgenössisches Werk über das Leben und die Kultur der Azteken wurde 2015 von der UNESCO zu Weltkulturerbe erklärt -, sahen andere Missionare durch den Pilzkult die christliche Heilslehre bedroht. Für sie sprach der Teufel aus den Pilzen, die Rituale wurden verboten. Zuwiderhandlung wurde von den Eroberern streng bestraft.
 ➦ Der Pilz im Mittelalter
Auch in der alten Welt, in Europa, war man den Pilzen nicht wohlgesonnen. Sie hatten absonderliche Formen und Farben und wuchsen im Verborgenen. Kurzum: Sie waren den Menschen unheimlich, wovon auch ihre Namen zeugen - Teufelspilz, Hexenpilz oder Satanspilz. So ist es kein Wunder, dass Pilze im Mittelalter in Verdacht standen, Werkzeuge von Hexen und Zauberern zu sein.
 ➦ "Hexenring"
Sogenannte Hexenringe - eine kreisförmige Ausbreitung von Pilzen - machten den Menschen besonders viel Angst. Man glaubte, dass sich hier in der Walpurgisnacht die Hexen zum Tanz versammelten und hielt sie für ein Werk des Teufels. Daher vermied man es auch, einen Fuß in den Ring zu setzen, um sich nicht dem Zauber der bösen Geister auszuliefern. Auch eine Kuh sollte nicht an einem derartigen Ort weiden, denn sie würde bestimmt keine gute Milch geben. Heute weiß man, dass ein Hexenring aus einer Gruppe Pilze von einem Schwammgewebe besteht, die zusammen einen Kreis bilden.
 ➦ Der Pilz im Märchen
In Sagen und Märchen späterer Jahrhunderte dienen Pilze oft als Behausung für Zwerge oder Feen. Es gibt das Märchen vom Pilzkönig, der einem Königssohn seine jüngste Tochter zur Frau gibt, von Pilzwichteln, die im Wald hausen oder vom kleinen Fliegenpilz, der sich mit einem Baum anfreundet und alles brüderlich mit ihm teilt.
 ➦ Im Volksglauben lebten Wichtel in Pilzhäusern.
Das älteste bekannteste deutsche Märchen, das von Pilzen handelt stammt aus dem Jahr 1870 - und gibt den jungen Leserinnen und Lesern einen wichtigen Rat mit auf den Weg. "Also bedenkt Euch wohl, ihr lieben kleinen Mädchen, und auch ihr Buben, wenn ihr den netten, zerbrechlichen Dingern im Walde begegnet, und zerschlagt nicht gleich aus bloßer Zerstörungslust die schönen Pilze… Auch sie haben Leben von ihm (Gott) empfangen und Freude an ihrem kurzen Dasein."
Wie Pilze aus Wikingern Berserker machen
Dass die Wikinger gefürchtete Krieger waren, ist bekannt. Doch besonders berüchtigt unter ihnen waren die Berserker, die sich im Kampf in einen wahren Blutrausch steigerten. Weder Freund noch Feind waren vor ihnen sicher. Manchmal heulten sie wie Wölfe, ihre Körper durchliefen Schauer. "Sie bissen in ihre Schilde, aßen Glut und gingen durchs Feuer", ist im norwegischen Standardwerk "norske lexikon" nachzulesen.
🍄 Fliegenpilz
Lange glaubte man, der Konsum von Fliegenpilzen habe die Männer in diesen Zustand versetzt. In mittelalterlichen Chroniken allerdings ist nachzulesen, dass sie vor dem Kampf wohl eher zum spitzkegeligen Kahlkopf gegriffen haben, dem halluzinogenen "fleinsopp". Hätten sie massenhaft Fliegenpilze gegessen, wären sie wahrscheinlich tot vor dem Feind zusammengebrochen. Der Fliegenpilz spielte bei den Nordmännern trotzdem eine wichtige Rolle: Folgt man den germanischen Überlieferungen, reicherten die Wikinger ihren Met (Honigwein) mit Fliegenpilz an.
 ➦ Pilztourismus nach Mexiko
Ab den späten 1950er-Jahren erlebten die halluzinogenen Pilze eine Renaissance. Denn allen Verboten der Konquistadoren zum Trotz hatte die Nachfahren der Azteken und Maya den Pilzkult am Leben gehalten. 1955 durfte der US-amerikanische Pilzforscher Gordon Wasson als erster Außenstehender an einer heiligen Zeremonie in den Mixeteco-Bergen Mexikos teilnehmen. Die Schamanin María Sabina aus dem Volk der Mazateken leitete die heilige "Velada" (Nachtwache). Als Wasson 1957 im Life-Magazins den Artikel "Seeking the Magic Mushroom" ("Auf der Suche nach den magischen Pilzen") veröffentlichte, in dem er die magische Wirkung des "Teonanacatl" beschrieb, löste er einen wahren Run auf Sabinas Heimatdorf Huautla aus.
Nicht nur Wissenschaftler kamen, auch Hippies pilgerten nach Mexiko. Stars wie Bob Dylan, John Lennon und Mick Jagger sollen darunter gewesen sein - und sie alle waren weniger an den Gesängen der Heilerin interessiert als an den "magic mushrooms".
Illustration eines magischen Pilzes in leuchtenden Farben
🍄 Magic Mushrooms
Der anhaltende Pilztourismus brachte der Schamanin kein Glück. Viele der Fremden verloren im Rausch die Kontrolle und den Respekt vor den Einheimischen. Die Indigenen waren verärgert, dass ein heiliges Ritual zur Touristenattraktion verkam, verstießen María Sabina schließlich aus ihrer Gemeinschaft und brannten ihr Haus nieder. Zu allem Überfluss warf ihr die Polizei auch noch Drogenhandel vor und sie wurde kurzzeitig eingesperrt. Später verdiente sie sich ihr Geld mit Vorträgen über das Pilzritual.
 ➦ Pilze in der Gegenwart
In den USA wurde der Pilzkonsum 1969 verboten, andere Länder folgten. Auch für medizinische Zwecke durften sie nicht mehr erforscht werden. Und heute? In manchen Ländern - wie in den Niederlanden - kann man die Magic Mushrooms ganz legal im Geschäft kaufen, auch im Internet blüht der Handel. Der Pilz, der einst das Tor zu den Göttern aufstoßen sollte, ist längst zur Partydroge geworden.
Aber viele Pilzarten sind einfach nur eine kulinarische Delikatesse, die genauso verzücken kann wie ihr berauschender Verwandter - nicht nur auf der Pizza Funghi.
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Die Pilze bilden das dritte große Reich eukaryotischer (https://de.wikipedia.org/wiki/Eukaryoten) Lebewesen neben den Tieren und den Pflanzen. Sie sind wie die Pflanzen, zu denen sie lange gerechnet wurden, sesshaft, können jedoch keine Photosynthese betreiben.

Es gibt mit über 4.450 Großpilzarten eine beachtliche Vielfalt. Vom Stiel bis zum Hut gelten etwa 200 Exemplare als Speisepilze.
Aus dem Körberl verbannt werden sollten sowohl ungenießbare als auch giftige Arten. Bei etwa einem Dutzend Arten ist besondere Vorsicht geboten, da sie so giftig sind, dass ihr Verzehr zum Tod führen kann. Aber auch überalterte Exemplare von Speisepilzen können durch Verwesungsprozesse gefährliche Giftstoffe entwickeln.
Damit bei dir Zuhause auch wirklich nur Delikatessen im Topf landen und du Bescheid weißt, wann und wo diese zu finden sind, präsentiert dieser Beitrag 10 heimische Pilze für Feinschmecker und ihre giftigen Doppelgänger. Dazu servieren wir kompaktes Pilzwissen.
 ➦ Der Steinpilz (September bis Oktober)
Der Steinpilz oder Herrenpilz (Boletus edulis) ist vor allem in Mitteleuropa verbreitet. Auf dem am Ansatz bauchigen und sich nach oben hin verdünnenden, bis zu 20 cm langen Stiel, sitzt ein dicker Hut, dessen Farbton zwischen hell- und dunkelbraun variiert und zum Hutrand hin heller wird. Die Poren werden mit dem Alter gelb/grün statt weiß. Bei älteren Exemplaren ist der Hut zur Gänze ausgeklappt, sodass die Oberfläche glatt ist. Als Delikatesse der europäischen Küche ist dieser Dickröhrling für seinen einzigartigen nussigen, milden Geschmack bekannt.
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Vorsicht sind bei ungenießbaren Doppelgängern wie Schönfuß-Röhrling (Caloboletus calopus), Wurzelnder Bitterröhrling (Caloboletus radicans) und Gemeiner Gallenröhrling (Tylopilus felleus) gegeben. Weitere Dickröhrlinge sind zwar zum Teil essbar, aber so selten, dass sie zu schonen sind.
Eierschwammerl (Juni bis Oktober)
Eierschwammerl (Cantharellus cibarius) sind in ganz Europa weit verbreitet und wachsen sowohl in Nadel- als auch in Laubwäldern. Am wohlsten fühlen sie sich dort wo es etwas feuchter ist, im dichten Moos oder im Gras unter Fichten.
Je nach der Art des Waldes hat der Fruchtkörper des Eierschwammerls eine weißgelbe bis dottergelbe Färbung. Das feste, würzige Fleisch mit feiner Schärfe wird aufgrund seines unverkennbaren Geschmacks geschätzt und verfeinert Semmelknödel, Eierspeisen, Risotti und Salate mit ihrem pfefferähnlichen Geschmack.
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Achtung: Der Falsche Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca) macht seinem Namen alle Ehre und ist der ungenießbare Zwilling des Eierschwammerls. Die Färbung des Hutes ist oranger als der gelbe Pfifferling, an der Unterseite des Hutes zeigt er kräftig orangerote lamellenähnliche Blätter, die man vom Hutfleisch abziehen kann. Beim Echten Eierschwammerl sind die Lamellen hingegen fest verwachsen. Auch der typische Eierschwammerl-Geruch identifiziert einen Genießbaren von einem Unbekömmlichen kinderleicht. Ebenfalls an der Hut-Unterseite kann man den – jung genießbaren - blasser gefärbten Semmelstoppelpilz identifizieren, der hier dichte Stacheln trägt.
Krause Glucke (August bis Oktober)
Die Krause Glucke (Sparassis crispa) ist der Beweis, das auch Parasiten wunderbar schmecken können. Sie befällt im Flachland und niedrigen Berglagen die Stämme von alten Kiefern. Ihr Fruchtkörper ähnelt in seinem Aussehen stark einem Badeschwamm und kann einen Durchmesser von bis zu 40 cm und ein Gewicht von über einem Kilogramm erreichen.
Damit sie ihren unverkennbaren pilzig, nussigen und waldigen Geschmack nicht verlieren, sollten sie nicht gewaschen werden, sondern wie ein Blumenkohl zerlegt, den Strunk entfernen, und mit einem Pinsel sorgfältig putzen. Die etwas aufwendigere Reinigung während der Verarbeitung macht die Krause Glucke durch ihren Geschmack in verschiedensten Gerichten aber allemal wett.
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Vorsicht: Verwechslungsgefahr ist mit der Bauchweh-Koralle, auch Blasse Koralle genannt, gegeben. Die ungenießbare Breitblättrige Glucke wächst vereinzelt im Gebirge, an der Basis von alten Tannen.
Herbsttrompete (September bis November)
Die Herbsttrompete (Craterellus cornucopioides) findet man, wenig überraschend, erst im Spätsommer und Herbst. Sie wächst in Laubwäldern und bevorzugt Kalkböden mit hoher Feuchtigkeit.
Der Fruchtkörper wächst in einer nach unten gerichteten Trichterform und kann bis zu 10 cm breit werden. Trotz der erdigen, gräulichen Farbe erinnert der Pilz ein wenig an eine exotische Blume. Die Herbsttrompete findet als außerordentlich aromatischer Speisepilz aufgrund seiner großen Würzkraft häufig in getrockneter Form Anwendung in der Küche.
 ➦ Schopftintling (Mai bis November)
Die Gattung der Tintlinge umfasst, mit wenigen Ausnahmen, hauptsächlich ungenießbare Pilzarten. Eine dieser Ausnahmen, der Schopftintling (Coprinus comatus), sprießt aus grasigen Standorten und ist somit an Wald- und Wegrändern sowie auf Wiesen und in Gärten anzutreffen. Der hochstielige Bruder der Champignons steht häufig in großen Gruppen, kann aber auch einzeln auftreten.
Der sehr weiche, pelzige Hut von weißer Farbe fällt seitlich vom Stamm flach ab. Das Fleisch junger Schopftintlinge hat einen leicht würzigen Geschmack und weist ein sehr mildes Aroma auf, welches ein wenig an Spargel erinnert.
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Achtung: Als Speisepilz nur nutzen, wenn der Fruchtkörper noch jung ist, die Lamellen also weiß bis leicht rosa gefärbt sind. Die älteren Exemplare mit dunklem ausgefranstem Hutrand (siehe Bild) sollte man besser stehen lassen. Dazu sollte er so schnell wie möglich verarbeitet und am gleichen Tag noch serviert werden, sonst beginnt er zu zerfließen und wird ungenießbar. In Verbindung mit Alkohol kann der Schopftintling schwach giftig wirken.
Morchel (April bis Mai)
Die Speise-Morchel (Morchella esculenta) wächst von April bis Mai in Auwäldern, in Hecken und Gebüschen, im offenen Gras oder unter Eschen.
Sie ist ebenso häufig einzeln wie in kleineren Gruppen anzutreffen.
Speise-Morcheln werden bis zu 12 cm hoch. Der dunkle, brüchige Hut mit seinen kleinen Kammern ist fest mit dem kurzen weißen Stiel verwachsen.
Diese Morchel sticht unter den Speisepilzen durch ihren unverwechselbaren Geschmack hervor. Ihr starkes Aroma verleiht jedem Gericht, in dem sie verwendet wird, eine feine würzige Note.
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Achtung: Nur eine junge Morchel ist eine genießbare Morchel! Alte Exemplare, die muffig riechen und nicht mehr frisch aussehen, sind giftig. Auch die junge Morchel will erst nach dem Kochen verzehrt werden. Giftige Doppelgänger der genießbaren Morcheln sind die Lorcheln. Während der Hut der meisten Morchelarten wie Bienenwaben aussehen, erinnern die nach außen gewölbten Windungen der Frühlings-Lorchel an Würmer.
Birken-Rotkappe (Juni bis Oktober)
Die Birken-Rotkappe (Leccinum versipelle) tritt immer in Kombination mit Birken, am liebsten in heideartiger Umgebung, aber auch in Nadel- und Kiefernwäldern mit eingestreuten Birken, auf saurem Boden auf. In warmen Sommern mit ausreichend Regen sprießt sie oft in großen Mengen.
Der weiße Stiel ist mit schwarzen Schüppchen gesprenkelt und trägt einen, zunächst kugeligen, dann bis zu 20 cm breiten Hut mit glatter Haut die unterschiedliche Orange- und Rottöne aufweisen kann.
Aufgrund ihres milden und angenehmen Pilzgeschmacks, der nicht zu stark hervorsticht, und der vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten des festen Fleisches, bietet sich die Rotkappe ideal als Mischpilz in einer Pilzpfanne an. Beim Anschneiden und Kochen verfärbt sich der Pilz grau bis schwarz.
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VORSICHT: Die Birken-Rotkappe ist roh, wie viele andere Pilzarten, giftig! Erst gekocht, nachdem sie ihre Bissfestigkeit verliert, wird sie genießbar!
Parasol (Juli bis November)
Der Parasol (Macrolepiota procera) liebt helle mit Gras bewachsene Flächen. Man trifft auf ihn auf Wiesen und Weiden, auf hellen Lichtungen in Wäldern sowie an Wegrändern.
Der Stiel mit dem verschiebbaren Ring wird bis zu 40 cm hoch und trägt einen zu Beginn kugelförmigen, zum Höhepunkt bis zu 25 cm weit aufgespannten Hut. Dieser schuppige Hut enthält das ergiebige Fleisch mit seinem angenehmen, nussigen Geschmack. In der Küche landet meist nur der Hut. Beliebt ist das panierte Schnitzel aus dem Riesenschirmling. Der Parasol ist roh ungenießbar.
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Achtung: Es besteht große Verwechslungsgefahr mit tödlich giftigen Pilzarten wie Pantherpilz und Knollenblätterpilzen sowie Gift-Riesenschirmling.
Wiesen-Champignon (Juli bis November)
Die kleinen drolligen Pilze, auch Wiesen-Champignons (Agaricus campestris) genannt, fühlen sich auf Wiesen und Viehweiden besonders wohl, besonders in größeren Gruppen.
Länger andauernde heiße und trockene Phasen, auf die starker Regen folgt, begünstigen das Wachstum des Fruchtkörpers. Da Wiesen-Champignons im Gegensatz zu vielen anderen Waldpilzen auch roh verzehrt werden können, eignen sie sich für viele verschiedene Verarbeitungsarten. So können sie geschnitten mit frischem Salat ebenso genossen werden wie gegrillt, überbacken oder püriert in Soßen und Suppen.
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Vorsicht: Der unschuldige Wiesen-Champignon kann mit dem hochgiftigen Knollenblätterpilz verwechselt werden. Ein Blick auf die Lamellen hilft bei der Unterscheidung. Die Lamellen des Wiesenchampignons sind rosa bis schokoladenbraun, die des Knollenblätterpilzes sind weiß.
Ebenfalls giftig ist der Karbol-Champignon, dessen Huthaut sich aber auf Druck oder bei Verletzung gelb verfärbt.
Flockenstieliger Hexenröhrling (Juli bis Oktober)
Der Flockenstielige Hexen-Röhrling (Neoboletus erythropus) ist am besten in Rotbuchenwäldern anzutreffen. Der feste Fruchtkörper mit bauchigem Stamm hat einen halbkugelig geformten Hut zwischen 6 und 20 cm ähnlich dem des Steinpilzes.
Die dunkelbraune Oberseite des ist dagegen mit einer samtig-filzigen Haut überzogen. Unverkennbar als Hexen-Röhrling kennzeichnen ihn aber die rötlichen Röhren an der Unterseite des Hutes, die sich bei Berührung dunkelblau bis schwarz verfärben. Der Geschmack des gekochten, festen Fleisches ist dezent und so macht er sich besonders gut in Mischgerichten. Roh ist der Großröhrling ungenießbar.
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Vorsicht ist bei einem näheren Verwandten geboten: Der Netzstielige Hexenröhrling (Suillellus luridus) ist zwar essbar, doch in Kombination mit Alkohol giftig. Sein Hut ist im Vergleich zum Flockenstieligen Hexen-Röhrling eher dunkelbraun. Der giftige Satanspilz unterscheidet sich durch die Hutfarbe, zudem verfärbt sich sein Fleisch bei Verletzung oder Bruch nur schwach bläulich.

Pilzwissen kompakt
Auch unsere Schwammerl bleiben vom Artensterben nicht verschont. Von den 4.450 Großpilzarten gelten etwa 1.300 Arten als gefährdet (30 %) und 780 Arten als potentiell gefährdet. Die aktuelle Rote Liste umfasst daher insgesamt 2.080 Arten (= 46 %).
 ➦ Knapp jede zweite Pilzart ist ein trauriger Roter Liste Kandidat.
Gründe des Negativtrends sind der Klimawandel (Temperaturerhöhung und Niederschlagsverringerung in vielen Gebieten Österreichs), der Verlust oder die Veränderung der Bewirtschaftung ihrer natürlichen Lebensräume, naturnaher Wälder und Wiesen.
Pilze bilden neben den Tieren und den Pflanzen die dritte große Gruppe eukaryotischer Lebewesen, deren Zellen über einen echten Kern und verschiedene Zellkompartimente verfügen. Sie sind wie Pflanzen sesshaft und wurden deshalb seit der Antike bis in das späte 20. Jahrhundert fälschlicherweise dem Reich der Pflanzen zugeordnet.
Da Pilze aber keine Fotosynthese betreiben können, müssen sie sich wie Tiere durch die Aufnahme organischer Substanzen ernähren, die sie in gelöster Form aus der Umgebung aufnehmen. Pilze können dafür auf eine sehr große Bandbreite an Nahrungsquellen zurückgreifen. Sie wirken als Zersetzer von totem, organischem Material (Stichwort Totholz), ernähren sich als Parasiten von anderen Lebewesen oder leben in einer wechselseitigen Symbiose mit Pflanzen und Flechten. Deshalb gelten Pilze heute als enger mit Tieren verwandt als mit Pflanzen.
In der Regel lassen sich Pilze mit bloßem Auge nicht erkennen. Zu fein sind die Hyphen, die fadenförmigen Zellen des Pilzes, die in ihrer Gesamtheit ein weitverzweigtes Netzwerk bilden. Dieses als Myzel bezeichnete Netz breitet sich in oder auf einem festen Substrat, beispielsweise Erdboden, Holz oder anderem lebendem oder abgestorbenem organischem Gewebe aus.
Der im Substrat verborgene Vegetationskörper des Pilzes wird erst dann für unser Auge erkennbar, wenn sich aus fädigen Hyphen ein Fruchtkörper entwickelt. Das passiert, wenn sich an den Enden der Hyphen Sporenbehälter, so genannte Sporangien, bilden. Diese setzen Sporen frei, die sich verbreiten und schließlich zu neuen Myzelien auskeimen. Wenn die Umweltbedingungen günstig sind – besonders Temperatur, Feuchtigkeit und Nährstoffangebot – können sie heranwachsen und wieder Fruchtkörper – unsere Schwammerl – ausbilden.
Diese Fruchtkörper der Großpilze, die hut-, keulen-, knollen- oder krustenförmig sein können, bezeichnen wir im allgemeinen Sprachgebrauch als „Schwammerl“. Um das darunterliegende Myzel und das Zellnetzwerk des Pilzes nicht zu zerstören, sollte man deshalb beim Schwammerl brocken mit einem Messer arbeiten!
 ➦ Grundsätzlich gilt: Mitnehmen sollte man nur Pilze, die man auch 100%ig (am besten anhand verschiedener Pilzbestimmungsbücher) identifizieren kann.

Um Pilze zu züchten, benötigt man eine Pilzbrut und einen geeigneten Nährboden, zum Beispiel auf der Basis von Holz oder Stroh. Kaffeesatz eignet sich für Kräuterseitlinge, Limonenpilze oder Pioppino. Austern- und Shiitake-Pilze lassen sich gut auf Hochstämmen anbauen. Beste Wachstumsbedingungen um Pilze zu züchten, bietet ein feuchter und unbeheizter Kellerraum, welcher ganzjährig stabile Temperaturen von 10-15°C und eine hohe Luftfeuchte für die Pilzzucht gewährleistet. Auf diese Weise kann man das ganze Jahr über frische Pilze genießen – und das schadstofffrei. Denn in Wildpilzen lagern sich oft Schwermetalle wie Cadmium oder Quecksilber ab. Auch sind immer noch viele Pilze, vor allem im Süden Deutschlands, mit dem radioaktiven Isotop Cäsium 137 belastet. Zwar ist der Verzehr von strahlenbelasteten Pilzen in geringen Mengen vergleichsweise harmlos, trotzdem der Rat: Besonders Risikogruppen wie Kindern, Schwangeren und stillenden Müttern raten wir ab wild gesammelte Pilze zu essen. Um auf Nummer sicher zu gehen, lohnt es sich also, seine Pilze in einer Kultur einfach selber zu züchten.

Pilze sind keine Pflanzen im herkömmlichen Sinne, da sie aufgrund des fehlenden Chlorophylls keine Photosynthese betreiben können. Sie leben von absterbenden organischen Substanzen und werden daher als Saprophyten bezeichnet. Viele Pilz-Gruppen leben auch in Symbiose, einer Art Lebensgemeinschaft, mit Bäumen. Ein stetes Geben und Nehmen bestimmt diese Lebensweise und wird Mykorrhiza genannt. Zu dieser Gruppe gehört beispielsweise der Steinpilz.
Bei Sammlern gelten Pilze längst als Delikatesse, in China und Japan sogar als Heilmittel. Der Shiitake (Lentinus edodes) beispielsweise besitzt das so genannte Ergosterin (ein Vitamin D), das häufig in Fleisch, aber selten in Pflanzen enthalten ist. Daher ist der Shiitake ein wichtiger Vitamin D-Lieferant – besonders für Vegetarier. Weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften, die dem Shiitake nachgesagt werden: Er soll den Cholesterinspiegel senken und vorbeugend gegen Grippe wirken. Allen Pilzsorten gemeinsam ist die Reichhaltigkeit an Vitaminen, Spurenelementen und essenziellen Fettsäuren.
Pilze selber anbauen: Wichtiges in Kürze
Um Pilze zu züchten, benötigt man eine Pilzbrut und einen geeigneten Nährboden, zum Beispiel auf der Basis von Holz oder Stroh. Kaffeesatz eignet sich für Kräuterseitlinge, Limonenpilze oder Pioppino. Austern- und Shiitake-Pilze lassen sich gut auf Hochstämmen anbauen. Wichtig ist, die Kultur stets gut feucht zu halten.
Pilzanbau: So züchten Sie Pilze selber
Viele Pilz-Arten können Sie problemlos zu Hause anbauen. Grundsätzlich sind eigene Pilzkulturen auf Stroh, Holz oder vorgefertigtem Pilzsubstrat möglich. Doch am Anfang steht die Pilz-Brut – Pilzsporen beziehungsweise die lebende Pilzkultur, die sich auf einem Trägermaterial befindet. Pilz-Brut gibt es in verschiedenen Formen. Bei der Körner-Brut hat das Myzel, also das Pilzgeflecht, seine Fäden um und in Getreide- oder Hirsekörner gesponnen. Die organischen Nährstoffe der Körner dienen dem Myzel als Nahrungsgrundlage. Körner-Brut lässt sich sehr gut unter Substrat mischen und in dieser Form einfach in Dosen oder Beuteln verpacken. Sehr beliebt ist Körner-Brut für die Profi-Champignon-Kultur und das Impfen von Stämmen.
Als Basis für die Substrat-Brut dienen fermentiertes, durchwachsenes Strohmehl, Strohhäcksel oder auch Sägespäne. Diese Brut eignet sich hervorragend, um Strohballen oder eingeweichte Strohpellets zu spicken. Dafür wird die Masse einfach in nussgroße Stücke gebrochen. Als Stäbchen- oder Dübel-Brut bezeichnet man herkömmliche Buchenholz-Dübel aus dem Baumarkt, die jedoch vollständig vom Pilz-Myzel durchzogen sind. Die Stäbchen-Brut eignet sich beispielsweise hervorragend für das Spicken von Stämmen oder Strohballen.
Eine Pilz-Brut kann bei Temperaturen zwischen zwei und zwölf Grad Celsius bis zu zwölf Monate aufbewahrt werden, bevor man sie verarbeiten muss. Je niedriger die Temperatur, desto höher ist die Haltbarkeit. Vor dem Kontakt mit der Pilz-Brut sollten Sie entweder die Hände gründlich waschen oder sterile Einmal-Handschuhe tragen, damit keine Bakterien oder Schimmelpilzsporen an Ihren Händen haften bleiben. Infiziert man die Brut mit den anhaftenden Schaderregern, kann die ganze Kultur absterben.
Nach erfolgreicher Impfung des Trägermaterials ist zunächst ein weißer Flaum an der Oberfläche erkennbar. Das ist das Zeichen dafür, dass das Myzel die Erde oder den Stamm bereits vollständig durchwachsen hat. Im nächsten Stadium erscheinen kleine weiße Knötchen, so genannte Primordien – also Pilze im absoluten Miniformat. Doch schon innerhalb weniger Tage reifen die Primordien zu richtigen Pilzen heran. Diesen Vorgang bezeichnet man als Fruktifikation (Fruchtbildung): Die sichtbaren Pilze, die später auch gegessen werden können, sind eigentlich nur die Fruchtkörper des Pilzgeflechts. Sie tragen die Sporen, über die sich die Pilze aussäen.
Wie kann man Pilze mit Kaffeesatz anbauen?
Als Nährboden wird bei der Pilzzucht meist ein Spezialsubstrat auf der Basis von Stroh, Rindenmulch oder Getreide verwendet. Kräuterseitlinge, Limonenpilze oder Pioppino lassen sich aber auch auf selbst gesammeltem Kaffeesatz ziehen. Die Pilz-Brut wird zunächst in millimetergroße Stücke zerbröselt und mit getrocknetem Kaffeepulver vermischt. Anschließend gibt man alles in den Anzuchttopf, deckt ihn ab und hält das Pilzsubstrat feucht. Nach zwei bis vier Wochen, wenn die weißgrauen Pilzfäden (Myzel) das Substrat vollkommen durchwachsen haben, nimmt man den Deckel ab. Die Pilze erscheinen in mehreren Schüben. Nach etwa sechs Erntewellen sind die im Kaffeesatz enthaltenen Nährstoffe aufgebraucht. Tipp: Sobald die Temperaturen draußen über zehn Grad Celsius steigen, kann man die Pilzkultur aus dem Topf nehmen und im Garten an einem schattigen Platz in die Erde einsenken.
Pilze
Pioppino, ein besonders in Italien beliebter Edelpilz mit samtiger Haube, kann auf Kaffeesatz gezogen werden
Austernpilze sollten als Fertigkulturen immer nach der beigefügten Anleitung angebaut werden. Geliefert wird in der Regel ein bereits voll durchwachsener Substratblock. Ohne jegliches Zutun ist oft schon nach einigen Tagen die erste Ernte möglich. Grund: Durch den Transport wurde der Block Erschütterungen ausgesetzt, die das Pilzwachstum angeregt haben.
Nun gilt es, den Substratballen in einem luftfeuchten Raum zu lagern oder mittels einer Folie die richtige Luftfeuchtigkeit herbeizuführen. Der Block sollte stets feucht gehalten werden. In eine Schale gestellt, kann das überschüssige Wasser aufgefangen werden. Die Luftlöcher nicht vergessen, denn sie begünstigen zusätzlich das Wachstum. Die optimale Temperatur liegt bei 18 bis 25 Grad Celsius.
Auch professionelle Pilzzüchter verwenden Substrate
Fühlt sich die Pilzkultur wohl, beginnen sich an den Luftlöchern die ersten Fruchtkörper zu bilden. Je nach Pilzart wird der Beutel bis hin zum Substrat heruntergeschnitten. Sobald die Pilze eine Größe von acht bis zwölf Zentimetern erreicht haben, können sie vorsichtig herausgedreht oder mit einem Messer abgeschnitten werden. Wenn möglich, ohne dass ein Stumpf übrig bleibt, denn sonst können an dieser Stelle Fäulnisbakterien eindringen. Nach der Ernte folgt eine Ruhephase von bis zu 20 Tagen. Nach vier bis fünf Erntephasen ist das Substrat erschöpft und kann dem Bio-Müll oder Kompost zugeführt werden.
Champignonaufzucht in Substrat
In Reih und Glied stehen die weißen Fruchtkörper des wohl beliebtesten Kulturpilzes. In der Anzuchtschale ist das Champignonsubstrat hervorragend herangewachsen. Champignons werden als Fertigkulturen als durchwachsenes Substrat geliefert. Ein zusätzlicher Beutel enthält die Deckerde. Das Substrat wird in einer Anzuchtschale ausgebreitet und mit der mitgelieferten Erde bedeckt. Anschließend wird das Gefäß mit einer transparenten Kunststoffhaube abgedeckt. Falls Sie keine Anzuchtschale haben, können Sie auch eine kleine Holzkiste oder ein anderes beliebiges Gefäß mit Folie auskleiden und darauf das Substrat und die Deckerde geben. Nun gilt es, alles gut feucht zuhalten. Die Champignon-Kultur benötigt Temperaturen zwischen 12 bis 20 Grad Celsius. Die Holzkisten werden zunächst am besten mit einer Folie abgedeckt. Sobald sich die Primordien zeigen, muss die Abdeckung entfernt werden, denn jetzt benötigen die Champignons frische Luft, um gut gedeihen zu können. Geerntet wird anschließend etwa im zweiwöchentlichen Rhythmus, bis sich nach circa fünf Monaten das Pilzsubstrat erschöpft hat.
Wie kann man Pilze im Freien anbauen?
Für die Pilzzucht im Freien gibt es verschiedene Kulturmethoden, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Welche die richtige ist, hängt vor allem von der jeweiligen Pilz-Art ab.
Hochdruckgepresste Strohballen sind besonders gut geeignet für Austernpilze und Braunkappen. Die Ballen werden im April oder Mai zwei Tage lang in einer Regentonne oder einer alten Badewanne mit klarem Leitungswasser vollständig durchtränkt, danach lassen Sie sie einen Tag lang abtropfen. Anschließend wird eine Stäbchen- oder Körner-Brut ausgebracht: Bohren Sie mit einem Pflanzholz im Abstand von 20 Zentimetern Löcher in den Strohballen und stecken Sie die Brut hinein. Nachdem der Strohballen komplett gespickt wurde, wird er mit einer Folie abgedeckt. Sie erhöht die Luftfeuchtigkeit und bietet dem Myzel optimale Wachstumsbedingungen. Nach circa fünf bis sechs Wochen zwischen 20 und 25 Grad Celsius hat das Myzel den Ballen vollständig durchdrungen. Wichtig für die kommenden Wochen: Das Stroh muss stets feucht gehalten werden, darf aber nicht nass sein. Bei guter Pflege zeigt sich nach drei Wochen ein feines Gespinst. Weitere drei Wochen später erfolgt bereits die erste Pilzernte. Je nach Witterung können mit dieser Methode bis zu sechs Kilogramm Pilze geerntet werden – immer in Zyklen im Abstand von drei bis vier Wochen. Danach ist das Stroh als Nahrungsgeber für das Myzel erschöpft und wandert auf den Kompost.
Statt eines Strohballens können Sie auch Strohpellets verwenden. Für diese Art der Pilzkultur sind Austernpilz, Braunkappe, Kräuterseitling, Limonenpilz, Rosa Seitling und Schopftintling sehr gut geeignet. Feuchten Sie die Strohpellets in dem Eimer mit Wasser an, damit sie aufquellen können. Anschließend müssen Sie eine Körner- oder Substrat-Brut untermischen, die Masse in Kunststoffsäcke füllen und zubinden. Stechen Sie einige Luftlöcher hinein, damit die Kultur atmen kann. Das Ganze wird an einem schattigen Ort bei circa 15 Grad Celsius gelagert. Bereits drei Wochen später zeigt sich das weiße Myzel und die Plastikfolie kann entfernt werden. Die Kultur benötigt für das weitere Wachstum einen hellen aber nicht vollsonnigen Ort.
Austernpilze mit Stroh kultiviert
Austernpilze und Rosa Seitling können Sie auch in mit Strohpellets gefüllten Töpfen kultivieren, zum Beispiel auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Feuchten Sie die Strohpellets in einem Gefäß mit warmem Wasser an und lassen Sie sie drei bis vier Stunden quellen, bis die Pellets auseinanderfallen. Geben Sie dann erneut Wasser hinzu, bis ein Brei entsteht. Verteilen Sie eine Substrat-Brut gleichmäßig auf dem Brei und mischen Sie sie unter. Die Masse wird anschließend in die Töpfe gefüllt, mit Folie bedeckt und für circa sechs bis zehn Tage stehengelassen, damit das Gemisch gären (fermentieren) kann. Durch die Löcher in den Blumentöpfen kann das Wasser gut in die Untersetzer abfließen. Achten Sie darauf, dass letzterer regelmäßig geleert wird, damit keine Staunässe entsteht. Nach vier bis sechs Wochen beginnt der erste von insgesamt drei bis vier Erntezyklen.
Pilze auf Holzstämmen anbauen
Die Pilzzucht auf Holz ist besonders ergiebig, denn Sie können bei dieser Kulturmethode nach einer Impfung bis zu sieben Jahre lang Pilze ernten. Austern- und Shiitake-Pilze sind für diese Methode hervorragend geeignet. Sie entziehen dem faulenden Holz die benötigten Nährstoffe so lange, bis das Holz komplett ausgelaugt ist. Das Holz sollte in einem Zeitraum von vier Wochen bis fünf Monaten vor der Impfung geschlagen worden sein. Im Gegensatz zum Shiitake benötigt der Austernpilz über den Holzstamm Erdkontakt, daher wird das untere Stammende nach der Beimpfung an einem schattigen, möglichst schneckenfreien Platz rund 20 Zentimeter tief eingegraben. Stäbchen- oder Körner-Brut ist für die Beimpfung am besten geeignet. Zuvor muss das etwa einen Meter lange Stamm- oder Aststück in einer Regentonne oder einer Wanne gut gewässert werden. Beschweren Sie es am bestem mit Betonplatten, damit es vollständig untertaucht.
Austernpilze im Baumstamm
Für die Impfung von Holzstämmen gibt es verschiedene Methoden. Bei der Kopf-Impfung stellt man das Stämmchen senkrecht hin und trennt oben eine Scheibe (circa fünf bis zehn Millimeter dick) mit der Säge ab. Die entstandene Schnittfläche wird mit Körner-Brut belegt und die zuvor abgetrennte Scheibe wieder aufgesetzt und mittig mit einem Nagel fixiert. Anschließend versiegelt man die Schnittstelle seitlich mit einem Klebestreifen. Damit dieser sich auch bei Feuchtigkeit nicht lösen kann, steckt man ihn zusätzlich mit Reißzwecken fest. Zur Schnitt-Impfung schneidet man mit der Spitze der Motorsäge im Abstand von 15 bis 20 Zentimetern rundum mehrere etwa fünf Zentimeter tiefe Kerben in den Stamm. Sie werden ebenfalls mit Körner-Brut aufgefüllt, kurz angedrückt und wie oben beschrieben mit Klebeband und Reißzwecken fixiert.
Die Bohrloch-Impfung ist ebenfalls eine sehr beliebte Methode. Dazu bohrt man im Abstand von etwa 20 Zentimetern in spiralförmiger Anordnung rund um den Stamm etwa drei Zentimeter tiefe Löcher in Holzdübel-Stärke hinein. Anschließend drückt man in jedes Bohrloch eine Stäbchen-Brut und versiegelt das Loch mit Klebeband oder Kerzenwachs. Stattdessen kann man auch einfach den gesamten Stamm in Kunststofffolie einwickeln. An einen schattigen Platz bei bis zu 25 Grad Celsius ist Weichholz wie zum Beispiel Pappel oder Birke nach etwa sechs Monaten vom Myzel durchdrungen. Bei Hartholz dauert das etwa zehn bis zwölf Monate. Zeigt sich schwarzer oder brauner Schimmel, ist die Impfung fehlgeschlagen.
Eine besonders schnelle und einfache Methode ist die Pilzkultur auf Sperrholzplatten. Lassen Sie zwei Sperrholzplatten aus Pappelholz in Wasser quellen und bestreichen Sie eine Platte mit Körner-Brut. Legen Sie die zweite Platte darauf und fixieren Sie beide an allen vier Ecken mit Holzschrauben. Bereits nach kurzer Lagerung im Folienbeutel sind die Platten vollkommen vom Myzel durchwachsen und einer baldigen Ernte steht nichts mehr Wege.
Weitere Anbaumethoden und Aufbewahrung
Wenn Sie ein kleines Waldgrundstück oder einen schattigen Gehölzrand mit humusreichem Boden besitzen, können Sie Ihre Pilze auch direkt im Boden kultivieren. Diese Methode eignet sich für Austernpilz, Braunkappe, Kräuterseitling, Stockschwämmchen und Toskanapilz. Lassen Sie wie bei der Kultur im Topf Strohpellets mit warmem Wasser aufquellen. Heben Sie anschließend an der vorgesehenen Stelle im Garten ein 50 mal 50 Zentimeter großes und 15 Zentimeter tiefes Loch aus und geben Sie die Hälfte der aufgequollenen Masse hinein. Darauf verteilen Sie die Brut (Substrat-, Körner- oder Stäbchen-Brut) gleichmäßig und geben die andere Hälfte des Strohpellet-Breis darüber. Drücken Sie die Mischung vorsichtig an und decken Sie sie mit einer zwei Finger breiten Erdschicht ab. Nach etwa vier bis zwölf Wochen (je nach Jahreszeit und Witterung) erscheinen die ersten erntefähigen Pilze.
Austernpilze Ernte
Als Fertigkulturen für das Freiland sind Austern-, Limonenpilz und Shiitake erhältlich. Die Anzucht einer Fertigkultur im Freien funktioniert ähnlich wie im Haus. Meist wird die Fertigkultur in einem Plastikbeutel geliefert. Diesen müssen Sie einfach nach Anleitung an einem schattigen Platz im Garten aufstellen und stets feucht halten. Bereits nach zwei bis vier Wochen erfolgt die erste Erntewelle mit anschließender Ruhephase von bis zu vier Wochen. Insgesamt sind bis zu fünf Ernteschübe möglich.
Pilze richtig lagern
Frische Pilze können vier bis fünf Tage problemlos im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sollten sie in dieser Zeit etwas trocken geworden sein, kein Problem: Mit etwas lauwarmem Wasser besprüht sind sie schnell wieder prall und frisch. Bei Pilz-Überschuss haben Sie die Möglichkeit, Pilze einzufrieren oder zu trocknen. Für das Einfrieren können Sie zwischen der Variante "am Stück" oder "in Scheiben geschnitten" wählen.
Frisch aus dem Ofen: getrocknete Champignons
Für die Trocknung legen Sie die Pilze in Scheiben geschnitten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Den Ofen auf 50 °C vorheizen und die Pilze bei geöffneter Ofenklappe so lange trocknen lassen, bis jegliche Flüssigkeit entwichen ist. Das gleiche Ergebnis können Sie auch mit einem herkömmlichen Dörrapparat erzielen. Für den anschließenden Gebrauch werden die Pilze einfach in etwas Wasser eingeweicht, bis sie ihre typische Konsistenz zurückerlangt haben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pilze 🍄 https://www.pilzfinder.de/pilze.html
 ➦ Das größte Lebewesen unserer Erde ist ein Pilz. Im Jahr 2000 entdeckte man in Oregon (USA) das gigantische Myzel der Hallimaschart Armillaria ostoyae (Dunkler Hallimasch), welches sich über neuen Quadratmeter Fläche erstreckt und geschätzt 600 Tonnen wiegt. Das Alter des Pilzes wird auf 2.400 Jahre datiert.
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📑 Allgemeines Board Rezepte / 🍏 Der Apfel
« Letzter Beitrag von ★ Sarah Maria Schwab am Oktober 22, 2022, 12:48:33 Vormittag »
🍎 Apfel bezeichnet eine Frucht bzw. einen Baum: Kulturapfel, die Frucht der Art Malus domestica, (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Apfelsorten). Äpfel, allgemein eine Pflanzengattung (Malus) von Kernobstgewächsen innerhalb der Familie der Rosengewächse. Es ist leicht, Äpfel zugunsten exotischerer Früchte zu übersehen, aber es gibt viele Sorten, in die man sich verbeißen kann, wenn man Lust auf eine neue Variante einer der beliebtesten Früchte der Welt hat. Ob grün, rot oder gelb - es gibt mehr als 7.500 Apfelsorten, davon allein rund 2.000 in Österreich. Ganz gleich, ob Sie es lieber knackig oder saftig mögen, diese äußerst vielseitige Frucht eignet sich perfekt als Snack zum Mitnehmen, als Dessertstar oder als Beilage zu herzhaften Gerichten. Apfelkuchen werden nie aus der Mode kommen, aber erweitern Sie Ihr süßes Repertoire mit gebratenen Apfelspalten oder klassischem Strudel. Und nicht nur der Geschmack ist ein Grund, in der Küche zu Äpfeln zu greifen; nicht umsonst heißt es: » 🍏 An apple a day, keeps the doctor away!«. Die Frucht ist reich an Vitaminen und dem Ballaststoff Pektin, der die Darmgesundheit fördern und den Cholesterinspiegel senken kann. In 100 Gramm Apfel stecken rund 61 Kilokalorien, 13 Gramm Zucker und 2 Gramm Ballaststoffe. Mit 0 Gramm Fett macht der Apfel eine rundum schlanke Figur. Der Apfel wirkt sowohl bei Gesunden als auch bei Kranken regulierend auf die Darmtätigkeit. Ein geriebener Apfel ist für Säuglinge und Kleinkinder ein altbewährtes Mittel bei Durchfall. Durch den Gehalt an Vitamin B und C, Eisen, Magnesium, Mangan, Phosphat, Kalium und Schwefel ist er die gesunde Frucht schlechthin.
Der regelmäßige Verzehr der vitalstoffreichen Früchte stärkt das Immunsystem und reduziert das Risiko an Herz- und Gefäßerkrankungen, Diabetes mellitus und Krebs zu erkranken. Äpfel sind ein altes Hausmittel bei entzündlichen Gelenkschmerzen und sowohl gegen Verstopfung als auch gegen Durchfall. Es sind in erster Linie die Polyphenole im Apfel (die oligomeren Procyanidine), die eine starke chemopräventive Wirkung haben und somit vor lebertoxischen Chemikalien schützen können.
🍏 Äpfel sind gut für den Darm: Äpfel liefern nicht nur eine Vielzahl an wichtigen Vitaminen; der Verzehr eines Apfels befördert Studien zufolge bis zu 100 Millionen Bakterien in deinen Körper. Klingt nicht sonderlich appetitlich? Deinem Darm gefällt es aber – er wird nämlich durch Obst gestärkt! Der Ballaststoff Pektin ist dabei eine gute Unterstützung. Bei diesem handelt es sich um einen löslichen Ballaststoff, der vielen nützlichen Darmbakterien als Nahrung dienen kann – er ist also präbiotisch. Die Bakterien verstoffwechseln diesen und gewinnen daraus Energie. Das kommt deiner Verdauung auf jeden Fall zugute.
🍏 Äpfel strotzen vor guter Nährstoffe: Äpfel sind reich an Vitamin A und C sowie B-Vitaminen und Folsäure. Sie alle kommen nicht nur der allgemeinen Gesundheit zugute, sondern stärken vor allem auch deinen Darm sowie dein Immunsystem! Es heißt schließlich nicht umsonst „An apple a day keeps the doctor away“. Besonders reich sind Äpfel an Vitamin C –  welches das Immunsystem tatkräftig unterstützt.
🍏 Äpfel senken den Cholesterinspiegel: Der gesunde Ballaststoff Pektin, ist bekannt dafür, das „böse“ LDL-Cholesterin im Darm zu binden, aus dem Körper zu schwemmen und so den Cholesterinspiegel zu senken. Mehrere Studien konnten diese gesunde Wirkung bereits bestätigen.
🍏 Äpfel können das Krebsrisiko senken: Das Fruchtfleisch von Äpfeln enthält reichlich Flavonoide und Carotinoide, die mit ihrer antioxidativen Wirkung punkten. Eine Studie des Max-Rubner-Instituts zeigte, dass die gesunden Inhaltsstoffe der Frucht sogar im naturtrüben Apfelsaft ausreichten, um die weißen Blutkörperchen vor Genschäden zu schützen. „Ein erster Hinweis auf ein krebsvorbeugendes Potenzial“, resümieren die Forschenden.
🍏 Äpfel stärken die Lunge: Mit zunehmendem Alter lässt auch langsam die Lungenfunktion nach, da die Zahl der Lungenbläschen und kleinen Blutgefäße weniger wird. Der Konsum von frischem Obst, insbesondere der von Äpfeln und Tomaten, kann diesen Prozess entschleunigen. Laut einer Studie der John-Hopkins-Universität kann der tägliche Verzehr von drei Äpfeln die Lungenfunktion nachhaltig unterstützen. Neben Personen mit einer chronischen Lungenkrankheit können vor allem (Ex-)Rauchende durch den Konsum von Äpfeln profitieren.
🍏 Äpfel halten das Gehirn auf Trab: Naturtrüber Apfelsaft ist nicht nur lecker, er unterstützt auch das Gehirn und kann sogar das Alzheimerrisiko reduzieren. Forschende haben herausgefunden, dass der Apfelsaft die Bildung sogenannter Beta-Amyloide im Gehirn hemmt. Bei diesen handelt es sich um die Ablagerungen, die als „senile Plaque“ im Zusammenhang mit Demenzerkrankungen stehen. Wurde bereits eine solche Erkrankung diagnostiziert, sollte trotzdem fleißig zu Äpfeln sowie dem Saft gegriffen werden. Denn der regelmäßige Apfelverzehr kann laut Studien zu einer Verbesserung des Verhaltens der Erkrankten führen.
Besonders Nervosität, Ängste, Wahnvorstellungen, geistiges und körperliches Wohlbefinden sollen sich dadurch ehrheblich verbessern.

🍎 Abnehmwunder Apfel
Äpfel bestehen durchschnittlich zu 85 Prozent aus Wasser. Zudem weisen sie pro 100 Gramm um die 50 bis 55 Kalorien auf.
Die Früchte sind zwar sehr fettarm, dafür kommen sie mit 10,4 Gramm schon auf eine beachtliche Menge Fruchtzucker. Dennoch sollten Äpfel innerhalb einer gesunden Ernährung oder Diät auf dem Speiseplan stehen.
Aufgrund der reichlich vorhandenen Ballaststoffe, die im Darm aufquellen, sättigen die Früchte nämlich angenehm – und bezwingen ganz nebenbei noch den Durst ein wenig. Auch Studien konnten bereits feststellen, dass der vermehrte Verzehr von Äpfeln, den Abnehmprozess beschleunigen kann – ganz besonders dann, wenn der Apfel ungesunde Naschereien ersetzt.
Bei Heißhunger also lieber einmal mehr zum Apfel greifen und die saftige Süße genießen.
Besonders dienen können sie mit Vitamin C. Aber auch die Menge an B-Vitaminen und Vitamin A ist keinesfalls zu verachten. Zudem enthalten sie andere, für Körperfunktionen wichtige Mineralien.
Zitat
🍎 Die Tabelle zeigt die Kalorien und die wichtigsten Nähr- sowie Inhaltsstoffe von Äpfeln: (in100g): Kalorien   54 I Fett   < 1 g I Proteine   < 1 g I Kohlenhydrate   11,4 g I Ballaststoffe   2,4 g I Kalium   122 mg I Phosphor   11 mg I Magnesium   5,7 mg I Eisen   0,3 mg I Folsäure    7,5 µg I Vitamin C   12 mg
Die Haupterntezeit von Äpfeln ist von September bis November. Da man die knackigen Früchte aber perfekt lagern kann, landen die Äpfel das gesamte Jahr über in den Regalen auf Märkten und in Supermärkten. Wer immer zur gleichen Lieblingssorte greift, wird jedoch bald feststellen, dass nicht alle Sorten zu jeder Zeit erhältlich sind. Tatsächlich wird zwischen Sommer- und Winteräpfeln unterschieden. Der Vorteil der sogenannten Winteräpfel: Sie behalten auch nach der Ernte monatelang ihre leckere Genussreife.
Zu diesen „Lageräpfeln“ zählen Sorten wie Cox Orange, Boskoop und Gloster.
Sommeräpfel haben hingegen einen höheren Wassergehalt und lassen sich deshalb nicht so lange lagern. Wenn sie Ende Juli geerntet werden, kommen sie direkt in den Handel, um schnell verzehrt zu werden, da sonst der Reifeprozess zu schnell fortschreitet.
 🍎 Zucht
Weltweit gibt es über 30.000 Sorten. Diese unterscheiden sich in vielen Punkten: Die Farbe sowie Form und Bissfestigkeit, aber auch der Geschmack und die Erntezeit fallen anders aus. Je nach Apfelsorte kann sogar die Verwendungsmöglichkeit in der Küche variieren. 
 ➦ Lust auf kühlen, frischen Apfelsaft? Dann solltest du auf jeden Fall eine der fruchtig-süßen Sorten mit hohem Wassergehalt greifen – der Jonagold eignet sich besonders gut zum Entsaften. Kindern schmeckt vor allem der Royal Gala gut, denn diese Sorte punktet mit einem geringen Säureanteil und reichlich Süße. Andere verbreitete Sorten sind Fuji, Golden Delicious, Pink Lady, Red Delicious, Red Prince sowie Wellant.
    Es darf ruhig etwas kräftiger sein? Dann schmecken dir die Sorten Elstar, Gravensteiner, Cox Orange, James Grieve, Jazz Pinova Ingrid Marie oder Rubinette. Super zum Kochen und Backen eignen sich Elstar und Cox Orange.
    Wer Fan einer eher säuerlichen Note ist, wird die Sorten Boskoop, Granny Smith, Braeburn, Idared, Kanzi, Ontario oder Topaz mögen. Der Boskoop eignet sich bestens für Kuchen oder erfrischende Desserts. Du ärgerst dich beim Kochen darüber, dass die Äpfel die Hitze nicht unbeschadet überstehen? Versuch’ es nächstes Mal mit dem Braeburn – der hat ein festes Fleisch und zerfällt deshalb nicht so schnell wie andere Sorten.
Schon gewusst? „Alte Sorten“ sind anscheinend verträglicher!
Viele Äpfel, die im Supermarkt erhältlich sind, lösen bei Menschen eine allergische Reaktion aus. Diese macht sich meist durch ein lästiges Jucken in Mund und Rachen sowie einen leichten Ausschlag bemerkbar.
Wer selbst unter einer solchen Reaktion leidet, aber nicht die Finger von Äpfeln lassen kann, sollte sich mal an den „alten Sorten“ versuchen, die ohne jahrelange Züchtung daherkommen. Dazu gehören beispielsweise Boskop oder Gravensteiner.
Doch warum werden diese Sorten überhaupt besser vertragen? Es wird vermutet, dass sogenannte Polyphenole – dabei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe – die allergenen Stoffe in den Äpfeln unschädlich machen.
Bei den neueren Sorten, die größtenteils in den Supermärkten angeboten werden, sind diese Stoffe jedoch weg gezüchtet. Denn durch diese werden die Früchte unförmiger und auch das Fruchtfleisch verfärbt sich nach dem Aufschneiden deutlich schneller.
 🍎 Worauf du beim Kauf achten solltest
Beim Kauf eines Apfels kann man nicht viel falsch machen? Das stimmt nur bedingt. Zuallererst solltest du natürlich darauf achten, welchen Geschmack du bei der Frucht gerne hast.  Prinzipiell kannst du Äpfel das ganze Jahr über im Supermarkt erwerben. Denn nach der Saison werden sie entweder im Kühlhaus gelagert oder zu uns verschifft. Wenn dir die Umwelt am Herzen liegt, solltest du natürlich bevorzugt zu den regionalen Produkten greifen, sofern diese gerade hierzulande geerntet wurden. Etwas tricky wird es außerhalb der Saison. Denn um die Apfelsaison zu verlängern, werden die Früchte tonnenweise in Kühlhäusern gelagert. Je länger sie dort liegen, umso mehr belasten sie aufgrund des benötigten Stroms die Umwelt.
Tatsächlich wird es deshalb im Frühjahr sogar für die Klimabilanz „besser“, die Früchte zu nehmen, welche zuvor aus Neuseeland und Co. eingeschifft wurden.
Zur Orientierung kannst du dir merken: Bis Anfang November wird in der Regel noch geerntet und bis zum Jahresanfang können diese Äpfel ohne schlechtes Gewissen gegessen werden.
🍏 Die richtige Lagerung von Äpfel
Während sie reifen, geben Äpfel das Gas Ethylen ab. Aus diesem Grund sollten die Früchte nicht neben anderen empfindlichen Obst- und Gemüsesorten gelagert werden. Dazu zählen beispielsweise Tomaten, Bananen und auch Gurken.
Äpfel essen: Darum lassen wir die Schale dran!
Wie bei vielen anderen Obst- und Gemüsesorten, sitzt auch beim Apfel ein Großteil der gesunden Inhaltsstoffe in der Schale.
So steckt knapp die Hälfte der überaus gesunden Polyphenole in der Haut der Frucht – diese zu verlieren, wäre wirklich schade.
Auch bis zu 70 Prozent der Vitamine befinden sich in der Haut des Kernobstes oder zumindest unmittelbar darunter – Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium sowie ungesättigte Fette. Eine Ausnahme stellt das Backen eines Apfelkuchens oder eine ähnliche Weiterverarbeitung dar – in diesem Fall sollte die Schale entfernt werden.
🍏 Das perfekte Hausmittel für alle Fälle
Egal wo der Schuh drückt, Äpfel können fast immer bei kleinen, akuten gesundheitlichen Problemen helfen.
 ➦ Besonders gesund und daher ein absolutes Muss auf dem Speiseplan: Apfelessig!
Dieser lindert beispielsweise Halsschmerzen und Rachenentzündungen. Dazu einfach ein Glas warmes Wasser mit einem Esslöffel Honig sowie einem Teelöffel Apfelessig langsam trinken. Ein gebratener Apfel mit Honig kann wiederum bei Heiserkeit helfen.  Leidet Frau während der Schwangerschaft unter morgendlicher Übelkeit, kann auch hier der Verzehr eines Apfels am Morgen Abhilfe schaffen. Wer unter Nervosität leidet, kann seinen unruhigen Geist mit einer leckeren Tasse Apfeltee beruhigen. Dazu einfach den Apfel samt Schale aufschneiden und mit heißen Wasser übergießen nach belieben Teebeutel und Zitronensaft.

🍏 https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84pfel 🍎 https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Apfelsorten 🍎 https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturapfel
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📑 Allgemeines Board Rezepte / 🧂 Gewürze
« Letzter Beitrag von ★ Sarah Maria Schwab am Oktober 16, 2022, 01:56:17 Nachmittag »
 🧂 Gewürze und Kräuter werden oft als Nebendarsteller abgetan, wenn es um gesunde Ernährung geht, aber viele verdienen viel mehr Anerkennung für die Nährstoffe, die sie liefern. Obwohl sie nur in kleinen Mengen konsumiert werden, enthalten sie nämlich mehr Antioxidantien und andere gesunde Substanzen, als man auf den ersten Blick sieht. Tatsache ist sogar so, dass es keine Lebensmittel gibt, die mehr Antioxidantien enthalten als Gewürze.
 🥗 Wenn Sie Ihren gesunden Lebensstil abrunden wollen, sollten Sie sich mit den folgenden Kräutern und Gewürzen eindecken und sie großzügig beim Kochen verwenden.

🧂 Folgende Gewürze können bei allem helfen, von der Reduzierung von Entzündungen über die Vorbeugung von Krebs bis hin zur Senkung Ihres Blutdrucks uvm..
1. Kurkuma
Kurkuma hat einen unverwechselbaren Geschmack und ist das Hauptgewürz, das in vielen Currys nach indischer Art verwendet wird. Alleine gegessen hat es einen herben, leicht bitteren Geschmack, weshalb man es oft mit Kreuzkümmel, Kardamom und anderen Gewürzen verwendet, um den Geschmack abzurunden.
Kurkuma hat entzündungshemmende Eigenschaften, weshalb es bei einer langen Liste von Zuständen und Störungen, die durch übermäßige Entzündungen hervorgerufen werden, hilfreich sein kann. Kurkuma kann auf ganz natürliche Weise bei der Behandlung der Symptome von Arthritis helfen und bei der Beruhigung des Verdauungssystems unterstützend wirken.
Dazu kommt, dass Kurkuma nach neuesten Erkenntnissen die Entstehung von Krebs hemmen dürfte bzw. auch das Fortschreiten verlangsamen könnte.
Kurkuma wird am häufigsten in Currys und Chutneys verwendet und kann auch mit anderen Gewürzen kombiniert werden. Wichtig: Essen Sie Kurkuma immer in Kombination mit schwarzem Pfeffer. Die im Pfeffer enthaltenen Stoffe erhöhen die Aufnahme der Wirkstoffe des Kurkumas im Darm um ein Vielfaches!
2. Rosmarin
Rosmarin lässt Sie vielleicht an Kiefern denken, denn das ist es, was ihm sowohl im Aroma als auch im Geschmack am meisten ähnelt. Dazu kommt noch ein Hauch von Minzgeschmack. Sie werden oft sehen, dass Rosmarin verwendet wird, um den Geschmack von Hühnchen und Kartoffeln zu verbessern.
Rosmarin ist ein Segen für das Immunsystem und hilft, es widerstandsfähig zu halten und sorgt dafür, dass es richtig funktioniert. Rosmarin kann auch dabei helfen, die Durchblutung des Körpers sowie die Gehirnfunktion zu verbessern, indem mehr Blut zum Gehirn gelangt.
Wenn Sie Magenprobleme haben, können Sie auch versuchen, Rosmarin zu verwenden, um Ihr Verdauungssystem zu beruhigen.
3. Basilikum
Der pfeffrige Geschmack von frischem Basilikum ist in der Welt der Kräuter und Gewürze schwer zu übertreffen. Die Nummer eins unter den Gerichten, die den erstaunlichen Geschmack von Basilikum zur Geltung bringen, ist Pesto, da Basilikum die Hauptzutat ist. Pesto ist eine großartige Möglichkeit, den köstlichen Geschmack des Basilikums zu einer Vielzahl von Gerichten hinzuzufügen.
Basilikum ist vielleicht nicht auf Ihrem Gesundheitsradar, weil es als Kraut klassifiziert ist und als Nebenzutat verwendet wird, aber es ist an der Zeit, dass Sie es vermehrt zu sich nehmen. Das liegt daran, dass es unter anderem die DNS schützt, antientzündlich wirkt und bei der Förderung Ihrer kardiovaskulären Gesundheit hilft.
Als ob das noch nicht genug wäre, wirkt Basilikum auch antibakteriell. Ziehen Sie in Erwägung, Ihr eigenes Basilikum anzubauen, damit Sie es so frisch wie möglich verwenden können und wissen, wo es herkommt.
4. Kreuzkümmel
Die meisten Menschen assoziieren Kreuzkümmel mit Tacos, da er die Hauptzutat in vielen Tacogewürzen ist. Probieren Sie ihn auf gebratenen Kartoffeln oder jedem anderen Gericht, dem Sie einen herzhaften Geschmack verleihen wollen.
Gemahlener Kreuzkümmel verdient einen Platz in Ihrem Gewürzregal, nicht nur wegen seines Geschmacks, sondern auch wegen seiner gesundheitlichen Vorteile. Dazu gehören positive Wirkungen auf die Verdauung, die Bereitstellung dringend benötigter Nährstoffe und er soll sogar helfen, Diabetes vorzubeugen.
Diabetiker sollten sich mit Kreuzkümmel also vertraut machen, denn es hat sich gezeigt, dass er positiv bei vielen Erkrankungen wirken kann, die Menschen mit Diabetes betreffen. Natürlich sollten Sie immer mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie ein Lebensmittel oder Gewürz vermehrt zu sich nehmen, und ihn fragen, was die beste Diät für Ihre spezielle Situation ist.
Kreuzkümmel kann auch Ihre Verdauung unterstützen und liefert essentielle Mineralien wie Phosphor, Thiamin und Kalium, die Ihr Körper jeden Tag braucht.
5. Muskatnuss
Nussigkeit ist das Wort, das am häufigsten verwendet wird, um zu beschreiben, wie Muskatnuss schmeckt. Aber es gibt kein Gewürz, das genau wie Muskatnuss schmeckt.
Sie haben wahrscheinlich schon Muskatnuss kennengelernt, wenn Sie gerne backen oder Desserts machen. Es ist ein Gewürz, das auf den meisten Listen der am häufigsten verwendeten Gewürze auftaucht, aber nur wenige wissen, dass es auch gesund ist.
Muskatnuss hat entgiftende Eigenschaften, weshalb sie als Zutat in vielen Entgiftungsgetränken verwendet wird. Es kann die Leber anspornen, Giftstoffe auszuscheiden und hilft, die Nieren von Verunreinigungen zu befreien.
Muskatnuss kann auch als Einschlafhilfe und als natürliches Heilmittel für viele alltägliche Verdauungsprobleme verwendet werden, die normalerweise mit einem rezeptfreien Medikament behandelt werden.
Wichtig: Übertreiben Sie es nicht mit der Muskatnuss beim Würzen und verwenden Sie immer nur eine kleine Menge. Wenn Sie zu viel Muskatnuss erwischen, kann es nämlich zu Vergiftungserscheinungen kommen.
6. Safran
Safran hat einen schwer zu bestimmenden Geschmack, aber in den meisten Gerichten verleiht er der Mahlzeit einen leicht honigartige Note. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel davon verwenden, da dies dazu führen kann, dass Gerichte bitter schmecken.
Die meisten Vorteile von Safran zeigen sich, wenn man Safranextrakt verwendet, und nicht den Safran, den man in Gewürzgeschäften sieht. Dennoch kann es sich lohnen, Safran zum Würzen zu verwenden, weil er auch so immer noch gesund ist.
Zum Beispiel hat sich gezeigt, dass Safran bei Depressionen sowie Menstruationsbeschwerden positiv wirken kann. Es hat sich sogar gezeigt, dass er dabei helfen kann, gegen neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer vorzubeugen.
7. Ginseng
Ginseng wird oft pur wegen seiner gesundheitlichen Vorteile konsumiert und ist nicht für seine Fähigkeit bekannt, ein Gericht besser schmecken zu lassen. Sie finden es oft in Form von Nahrungsergänzungsmitteln.
Ginseng wird in vielen Teilen Asiens als Wunderkraut angesehen und es gibt klinische Forschungen, die diese Annahme unterstützen. Der am meisten erforschte Nutzen ist seine Fähigkeit, das Immunsystem zu stärken. Ginseng soll auch helfen, Ihren geistigen Fokus zu halten und Ihre Konzentration zu verbessern.
8. Kardamom
Es gibt nichts, das so schmeckt wie Kardamom, und wenn Sie ein Fan von indischem Essen sind, sind Sie wahrscheinlich ein Fan von Kardamom. Er ist ein bisschen scharf, aber nicht übermäßig, und man schmeckt ihn heraus, egal zu welchem Gericht man ihn auch hinzufügt.
Der vielleicht wichtigste Grund, mehr Kardamom zu essen, ist seine positive Wirkung auf die Verdauung; so kann er bei Symptomen wie Verdauungsstörungen, Magenverstimmungen und Sodbrennen helfen. Kardamom hat zudem antioxidative Eigenschaften, die Ihrem Körper helfen, freie Radikale zu bekämpfen.
Kardamom soll sich sogar positiv auf den Blutdruck auswirken. Das liegt daran, dass er reich an Ballaststoffen ist und harntreibend wirkt, zwei Faktoren, die zur Senkung des Blutdrucks beitragen können.
9. Curry
Das Gericht Curry hat seinen Namen von Curry, dem Gewürz, und es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, es zuzubereiten, mit verschiedenen Gewürzen und daher mit jeweils einem anderen Geschmack.
Es mag Sie überraschen zu erfahren, dass Curry nicht nur eine schmackhafte Gewürzmischung ist, sondern auch eine Quelle vieler gesunder Nährstoffe und Antioxidantien. Kein Wunder, ist Curry doch eine Mischung aus vielen verschiedenen Gewürzen, die alle positive Eigenschaften haben und viele davon kommen auch in dieser Liste vor. Das Ganze ist so gesehen also größer als die Summe seiner Teile. Wählen Sie einfach Ihre Lieblingsmischung. Sie können dabei eigentlich nichts falsch machen, da fast alle Currypulver aus gesunden Gewürzen bestehen.
Currypulver werden entzündungshemmende und sogar krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben. Sie müssen Currypulver nicht nur für die Zubereitung eines Currys verwenden, Sie können damit experimentieren und es in einer Reihe von verschiedenen Gerichten einsetzen. Versuchen Sie es bei Gemüsegerichten und lassen Sie sich überraschen.
10. Thymian
Thymian verleiht Speisen einen erdigen Geschmack, ohne dabei geschmacklich die ganze Aufmerksamkeit an sich zu reißen (außer man erwischt zu viel). In vielen Rezepten für Hackbraten und Faschiertes wird Thymian verwendet und Sie werden ihn in Suppen, Eintöpfen und als Teil von Gewürzmischungen für Fleisch sehen.
Thymian hat stark antioxidative Eigenschaften. Es ist wichtig, jeden Tag eine gute Menge an Antioxidantien aus einer Vielzahl von Lebensmitteln zu sich zu nehmen, denn es gibt unzählige unterschiedliche Antioxidantien und je mehr verschiedene Arten man konsumiert, desto besser. Hier kann Thymian helfen. Außerdem soll er positiv auf die Herzgesundheit wirken und gegen Krebs vorbeugen. Thymian hat auch antimikrobielle Eigenschaften.
Das waren zehn der gesündesten Gewürze der Welt. Wie Sie jetzt gesehen haben, tun Sie nicht nur Ihrem Gaumen, sondern auch Ihrer Gesundheit einen Gefallen, verwenden Sie diese ab sofort öfter beim Kochen. Die nächsten zehn Gewürze gibt es im nächsten Artikel.
11. Cayennepfeffer
Cayennepfeffer bringt Schärfe in viele pikante Gerichte. Die pulverisierte Form des Gewürzes hat einen scharfen Pfeffergeschmack und enthält Capsaicin, die Substanz, die Chilis ihre Schärfe verleiht.
Cayennepfeffer wird in vielen Rezepten verwendet, weil er ihnen Schärfe und einen pfeffrigen Geschmack verleiht. Aber er hat auch eine lange Liste von möglichen gesundheitlichen Vorteilen.
Cayennepfeffer hat eine reinigende Wirkung auf den Körper und er beruhigt, obwohl er scharf ist, die Verdauung. Er wird dank seiner reinigenden Eigenschaften auch oft in Entgiftungsprogrammen verwendet.
12. Süßholzwurzel
In einer Mahlzeit verwendet, fügt Süßholzwurzel dem Gericht eine gute Portion „Würzigkeit“ hinzu, aber seien Sie vorsichtig, nicht zu viel zu verwenden, sonst könnten Sie die anderen Aromen überdecken.
Süßholzwurzel hat einen eigenen Geschmack, den viele vielleicht nicht gewohnt sind. Aber dafür bringt sie viele Vorteile mit, wenn man sich erst an den Geschmack gewöhnt hat. Der größte davon ist die Fähigkeit zu helfen, Körper und Geist zu beruhigen und Stress und Angst zu vermindern.
Es gibt auch einige Beweise dafür, dass Süßholzwurzel in einer ganzen Reihe von Bereichen helfen kann, von kardiovaskulärer Gesundheit bis hin zur Linderung von Problemen in den Wechseljahren.
Eine beliebte Art, Süßholzwurzel zu verwenden, ist, einen Tee daraus zu machen. Dazu kocht man einfach Wasser mit Süßholzwurzel und trinkt es dann wie jeden anderen Tee. Es ist ein schneller und effektiver Weg, um sich zu beruhigen und die Stimmung zu verbessern, wenn die Dinge überwältigend scheinen.
13. Oregano
Es gibt viele Versionen von Oregano. Einige haben einen eher bitteren Geschmack, während andere mehr nach Minze schmecken. Die in Italien am häufigsten genutzte Sorte von Oregano ist vielleicht die beliebteste und wird oft in Soßen und Nudelgerichten verwendet.
Bei Oregano ist es einfach, ihn oft zu verwenden, weil es so gut zu einer großen Anzahl von Lebensmitteln passt. Die Menge an Vitaminen, die er enthält, ist ziemlich beeindruckend, und mit ihm kommt eine große Portion Antioxidantien.
Oregano enthält auch Mineralien, Ballaststoffe und sogar Omega-3-Fettsäuren, aber um den größten Nutzen daraus zu ziehen, sollten Sie ihn frisch anbauen.
Sie sollten sich nicht auf ein einzelnes Gewürz wie Oregano verlassen, um Ihren gesamten Bedarf an Antioxidantien zu decken. Aber er kann leicht zu Gemüse hinzugefügt werden, das seine eigenen Vitamine und Mineralien enthält, und dann bekommen Sie ein vollständigeres Spektrum an Nährstoffen.
14. Koriander
Frischer Koriander findet seinen Weg in viele Salsa-Rezepte und ist der Grund, warum sie diesen typischen Salsa-Geschmack haben. Er wird auch häufig in Soßen und als Beilage verwendet, weil er geschmacklich ergänzt, ohne überwältigend zu sein.
Die meisten Köche verwenden Koriander wegen seines erstaunlichen Geschmacks und der Art und Weise, wie er ein einfaches Gericht aufwertet. Aber Sie können Koriander nicht nur verwenden, weil er fantastisch schmeckt, sondern, weil er auch andere fantastische Eigenschaften hat.
Koriander soll dabei helfen, den Körper zu entgiften. Ihm wird auch eine gute Wirkung nachgesagt, wenn es darum geht, nervliche Anspannung zu mindern. Versuchen Sie also, zuerst Koriander zu verwenden, bevor Sie auf medizinische Mittel zur Beruhigung zurückgreifen.
15. Lavendel
Lavendel hat einen blumigen Geschmack, was man auch erwarten würde, da es eine Blume ist. Es wird auch beschrieben, dass er eine gewisse Süße hat, die bei übermäßigem Gebrauch bitter werden kann.
Lavendel hat nicht nur eine schöne Farbe, diese Blume sollte auch dank ihrer vielen gesunden Eigenschaften auf Ihrem Radar sein. Vielleicht wussten Sie schon, dass er eine beruhigende Wirkung hat und oft in der Aromatherapie verwendet wird, um den Geist zu entspannen und die Stimmung zu verändern. Lavendel enthält zudem viele Phytonährstoffe.
Wenn Ihnen keine Möglichkeiten einfallen, Lavendel in Ihre Küche zu bringen, können Sie ihn auch einfach als Tee trinken.
16. Salbei
Salbei hat einen bitteren, adstringierenden Geschmack und wird oft zum Würzen von Füllungen verwendet. Er hat ein unverwechselbares Aroma, wenn er gekocht wird, und sein Geschmack kann andere übertönen, weshalb man nicht zu viel davon verwenden sollte.
Salbei ist dem Rosmarin sehr ähnlich, da sie beide aus der gleichen Pflanzenfamilie stammen. So sind auch die positiven Wirkungen, vor allem durch den hohen Gehalt an Antioxidantien, sehr ähnlich.
Antioxidantien gehören zu den Stoffen, die dem Körper Gutes tun, indem sie z. B. freie Radikale neutralisieren. Dazu kommt die entzündungshemmende Wirkung von Salbei, die Erleichterung bei Erkrankungen wie Arthritis oder allem anderen, das durch übermäßige Entzündungen im Körper hervorgerufen wird, bringen kann.
17. Ingwer
Ingwer kann ziemlich scharf sein, wenn er direkt verzehrt wird. Wenn er in Verbindung mit anderen Lebensmitteln beim Kochen verwendet wird, fügt er der Mahlzeit in der Regel ein wenig Bitterkeit und gleichzeitig ein wenig Süße hinzu.
Ingwer ist im Laufe der Jahre immer beliebter geworden und man findet ihn heute in mehr Rezepten als je zuvor. Das ist eine gute Sache, denn Ingwer enthält sehr viele ätherische Öle, die eine Reihe an positiven gesundheitlichen Wirkungen entfalten können. Am faszinierendsten ist dabei, dass Ingwer effektiv gegen Krebs vorzubeugen scheint. Darauf deuten zumindest Untersuchungen hin. Teilweise sollen bestimmte, im Ingwer enthaltene Stoffe, sogar Krebszellen abtöten können – ob das tatsächlich der Fall ist, bedarf jedoch weiterer Untersuchungen.
Erwägen Sie die Zugabe von frischem Ingwer zu Suppen und Eintöpfen oder die Zugabe von Ingwerpulver zu Huhn und Fisch, um deren Geschmack zu verbessern und die gesundheitlichen Vorteile zu nutzen, die er bietet. Verwenden Sie nach Möglichkeit immer Bio-Ingwer, um den vollen Nutzen zu erhalten.
18. Zimt
Zimt schmeckt wie Zimt, es gibt nichts anderes, was ihm gleicht, und keine andere Möglichkeit, ihn zu beschreiben, als dass er eben so schmeckt, wie er schmeckt. Sie finden Zimt oft als eigenständige Komponente in Gerichten wie Zimtschnecken oder Apfelmus.
Zimt wird am häufigsten beim Backen und bei der Zubereitung von Desserts verwendet, aber er hat auch viele gesundheitliche Vorteile.
Sie können Zimt wegen seiner antiseptischen Eigenschaften verwenden, die helfen, den Körper von Bakterien zu reinigen, oder als eine Möglichkeit, Ihren Cholesterinspiegel zu verbessern. Er hat auch entzündungshemmende Eigenschaften und soll die Entstehung von Krebs verhindern. Zimt soll auch bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels unterstützend helfen können und den Stoffwechsel ankurbeln.
Es gibt zwei Arten von Zimt: den häufiger vorkommenden Cassia-Zimt und den selteneren und teureren Ceylon-Zimt. Da Cassia-Zimt relativ viel Coumarin enthält, ein Stoff, der bei übermäßigem Verzehr gesundheitsschädliche Wirkungen haben kann, sollten Sie immer Ceylon-Zimt wählen. Diese Zimtart enthält zwar auch Coumarin, jedoch in so geringen Ausmaß, dass er als unbedenklich gilt.
19. Petersilie
Petersilie hat einen frischen, säuerlichen Geschmack und obwohl sie normalerweise als Garnierung für einen Teller verwendet wird, kann sie helfen, Ihren Atem nach einer Mahlzeit zu erfrischen. Wird sie in einem Gericht verwendet, tritt ihr Geschmack gegenüber den anderen Zutaten in den Hintergrund.
Petersilie ist eine Quelle für Antioxidantien. Sie enthält eine beeindruckende Menge an Vitamin K und Vitamin C. Das Vitamin C wird helfen, Ihr Immunsystem zu stärken und Schmerzen zu lindern, die durch entzündliche Zustände verursacht werden. Wenn Sie versuchen, sich mit Vitamin C zu versorgen, verlassen Sie sich nicht auf eine einzelne Frucht oder ein einzelnes Lebensmittel, sondern betrachten Sie es als eine Gruppenleistung und verwenden Sie am besten immer eine Kombination von Lebensmitteln, um das Ziel zu erreichen.
Petersilie kann auch bei der Gesundheit Ihres Herzens helfen, indem sie Sie mit B-Vitaminen versorgt, die gut für das Herz-Kreislauf-System sind.
20. Fenchel
Fenchel erinnert viele an den Geschmack von schwarzem Süßholz oder Süßholzwurzel. Fenchel hat jedoch eine gewisse Sanftheit im Geschmack, die ihn zu einer subtilen Ergänzung jeder Mahlzeit macht.
Fenchel ist ein Kraut, mit dem Sie sich vertraut machen sollten. Das liegt daran, dass er eine Kombination von Nährstoffen enthält, die es nur im Fenchel gibt. Die antioxidativen Vorteile sind das, woran wir am meisten interessiert sind, wenn es um Fenchel geht. Diese Stoffe helfen, den Körper vor Schäden durch freie Radikale zu schützen. Er enthält auch Vitamin C, das dem Körper nicht nur beim Immunsystem hilft.
Das Schöne an Fenchel ist, dass Sie eine große Knolle davon im Laden kaufen und sie auf vielfältige Weise verwenden können, z. B. in Suppen, Eintöpfen und Aufläufen.

Früher waren die Preise für Gewürze astronomisch. Im 19. Jahrhundert konnten sich aber schon viele Menschen Gewürze leisten, weil die Gewürzmonopole zusammengebrochen waren. Doch selbst heute gibt es noch viele Gewürze, bei denen ein Kilo den Preis eines Kleinwagens erreicht.
Gewürze sind Pflanzen oder Teile davon, die sich durch besonders viele Geruchs- und Geschmacksstoffe auszeichnen. Diese würzenden Zutaten sind unverzichtbar in jeder Küche, sollen die Gerichte nicht fad schmecken.
🪙 Safran
Das mit Abstand wertvollste Gewürz der Welt ist heute Safran. Die getrockneten Blütennarben des Safrankrokus können als Safranfäden gekauft werden. Ein Kilo davon kostet, je nach Qualität, zwischen 3.000 und 14.000 Euro.
Safrankrokus gehört zur Gruppe der Schwertliliengewächse. Diese Pflanze war ursprünglich in Kleinasien sowie im Mittelmeerraum beheimatet und wird heute vor allem in Südfrankreich, im Iran, in Spanien, in Italien, in Marokko und in Griechenland angebaut. Der Grund für die sehr hohen Preise liegt in der aufwendigen Ernte. Der Safrankrokus blüht einmal jährlich für nur zwei Wochen. Die Blütennarben, von denen jede Blüte drei besitzt, müssen mühsam von Hand geerntet werden und das früh morgens gleich nach dem Öffnen der Blüte, weil sonst das wertvolle Aroma verfliegt. Für ein Kilogramm müssen mindestens 150.000 Blüten geerntet werden bzw. benötigt man dafür eine Anbaufläche von rund 1.000 Quadratmetern.
Safran wird nebem dem Würzen auch zum Färben von Speisen eingesetzt. Das sehr ergiebige Gewürz wird vor allem zum Würzen von Reisgerichten verwendet.
🍪 Vanille
Auf dem zweiten Platz liegt die Vanille. Eine Schote kostet zwischen drei und fünf Euro, wobei es starke Qualitätsunterschiede gibt. Der Preis ergibt sich wiederum aufgrund des arbeitsintensiven Herstellungsprozesses. In den Handel kommen nämlich nur die fermentierten Schoten der Vanillepflanzen. Diese werden bis zu 30 Zentimeter lang. Kurz, bevor sie reif sind, werden sie händisch geerntet, mit Wasserdampf behandelt und in einem luftdichten Behälter vier Wochen lang gelagert, wo sie langsam fermentieren. Die Herstellung ist also sehr zeit- und arbeitsaufwendig.
Die Vanille stammt ursprünglich aus Mexiko, wird aber heute hauptsächlich auf den Inseln des indischen Ozeans und auf Madagaskar auf riesigen Plantagen angebaut. Von den weltweit über 100 Arten können nur 15 zum Verfeinern von Süßspeisen verwendet werden.
Vanilleschoten sind die getrockneten, reifen Früchte der Vanilleorchidee
In ihrer Heimat Mexiko wird die Vanilleorchidee von einer Sorte stachelloser Bienen bestäubt. Aus diesem Grund konnte Vanille außerhalb von Mexiko nicht kultiviert werden. Erst als der Sklave Edmond Albius, der auf der Insel Réunion lebte, im Jahre 1841 entdeckte, dass man Vanille auch von Hand an dem Tag bestäuben kann, an dem die Blume blüht, konnte die Pflanze auch in anderen Ländern angebaut werden. Diese arbeitsintensive händische Bestäubung wird auch heute noch angewandt, was auch ein Grund dafür ist, dass die Vanille heute noch eines der teuersten Gewürze der Erde ist.
Kardamom
Verhältnismäßig billig im Vergleich zu Safran und Vanille ist Kardamom mit einem Preis von ungefähr 60 Euro pro Kilogramm. Dennoch ist dieser Preis weit über dem durchschnittlichen Gewürzpreis. Damit liegt Kardamom unangefochten auf Platz drei.
Es handelt sich bei dieser Pflanze um ein Ingwergewächs mit feurig-pikantem Geschmack. Seine Hauptanbaugebiete sind Indien und Madagaskar. Es gibt zwei Arten: schwarzen und grünen Kardamom. Der schwarze hat einen rauchigen, erdigen und herben Geschmack und wird vor allem zum Würzen von herzhaften Gerichten verwendet. Grüner Kardamom wird oft bei Süßspeisen eingesetzt.


🪙 Nun zu Gewürzen, die früher sehr teuer waren und heute auch immer noch zu den teuersten Gewürzen gehören, obwohl sie nur mehr einen Bruchteil ihres früheren Preises kosten.
🍪 Zimt
Was Sie als Zimt kennen ist vielleicht gar kein Zimt
Der Zimt, den man gewöhnlich im Supermarkt vorfindet, ist die Rinde von Bäumen der Cassia-Familie; er sieht ein wenig aus wie kleine, harte Stöcke. Die Bäume der Cassia-Familie sind verwandt mit echtem Zimt, Cinnamomum verum, der auch Ceylon-Zimt genannt wird. Dieser ist brüchiger und delikater, hat er doch ein feineres Aroma. Ceylon-Zimt ist für gewöhnlich teurer als Cassia-Zimt, weil es ihn seltener gibt.
Hier muss zunächst einmal unterschieden werden. Für Europa sind nämlich zwei Arten von den vielen Zimtgewächsen als Gewürz relevant: der Chinesische oder Cassia-Zimt und der Echte Zimt, auch Ceylon-Zimt genannt. Hier geht es um letzteren. Da er seltener ist als der Chinesische Zimt, ist er auch teurer.
Bei Zimt handelt es sich um die getrocknete Rinde von Zimtbäumen. Es ist eines der ältesten Gewürze der Welt und wird vor allem zum Würzen von Süßspeisen verwendet. Ursprünglich war der Ceylon-Zimtbaum in Sri Lanka beheimatet, wird heute aber in vielen tropischen Ländern angebaut. Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert galt Zimt als besonders wertvoll und war eines der teuersten Gewürze der Welt. 1530 verbrannte der Kaufmann Anton Fugger zum Beispiel die Schuldscheine von Karl V., dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, in einem Feuer aus Zimtstangen, um seinen enormen Reichtum zu demonstrieren.

🏺 Pfeffer
Unangefochten auf Platz eins der Liste der historisch teuersten Gewürze steht der Pfeffer. Das heute am öftesten verwendete Gewürz der Welt war jahrhundertelang auch das teuerste. Pfeffer war einmal so wertvoll, dass es bewaffnete Konflikte um seine Anbaugebiete gab und viele Entdecker und Seefahrer aufbrachen, um einen Seeweg nach Indien zu finden, damit er billiger nach Europa gebracht werden konnte. Eigentlich eine Ironie der Geschichte: Kolumbus brach auf, um für den Pfeffer- und Gewürzhandel einen Seeweg nach Indien zu finden, und entdeckte dabei einen neuen Kontinent mit unzähligen neuen Gewürzen. Das führte schließlich dazu, dass Pfeffer seine Bedeutung verlor. Mit Chili gab es nämlich plötzlich ein weiteres Gewürz, das Schärfe in die Speisen brachte.
Ursprünglich stammt Pfeffer aus Indien, heute wird er aber in vielen Ländern Südostasiens und auch in Brasilien angebaut. Die Pfefferpflanze ist eine Kletterpflanze, von der pro Jahr zweimal Pfefferkörner geerntet werden können.
🏺 Weißer, grüner und schwarzer Pfeffer stammt von derselben Pflanze: Piper nigrum
Es stimmt, unser Pfeffer kommt nicht von verschiedenen, sondern nur von einer Pflanze. Es kommt auf den Erntezeitpunkt an bzw. welchen Teil der Pflanze man verwendet. Grüne Pfefferkörner werden unreif geerntet und verarbeitet, damit sie ihre Farbe behalten. Sie haben ein helleres, frischeres Aroma als schwarze Pfefferkörner. Diese werden geerntet, wenn sie beinahe reif sind und dann in der Sonne getrocknet, wodurch sie schwarz werden. Weißer Pfeffer dagegen ist der innere Samen des Pfefferkorns. Diese werden ein paar Tage in Wasser eingeweicht und dann wird die schwarze Schale weggerieben.

🌶 Chilischärfe betont das Aroma von Speisen
Verleiht man einem Gericht ein wenig Schärfe, stimuliert das die Geschmacksknospen. Das Essen schmeckt dann süßer und aromatischer, als es das ohne Chili tun würde. Diesen Trick kann man also nutzen, um die Menge an verwendetem Zucker zu reduzieren. Statt Chili kann man auch Szechuanpfeffer (https://de.wikipedia.org/wiki/Szechuanpfeffer) nutzen.

🌶 Chilis
Das Rätsel, warum Chilis scharf schmecken, konnte erst im Jahr 1997 gelöst werden. Dort entdeckten Wissenschaftler im Gehirn Capsaicin-Rezeptoren. Da Chilis viel Capsaicin enthalten, ist es also dieser Stoff, der beim Verzehr von Chilis das Hitzegefühl auslöst. Die gleichen Rezeptoren sind nämlich auch bei heißen Temperaturen aktiv.
Isst nun jemand ein Gericht mit Chili, dann kommt im Gehirn das Signal an, dass diese Person sich gerade die Zunge verbrennt. Kein Wunder also, dass einem heiß wird.
🌶 Wie scharf ist Chili?
Die Schärfe von Chili wird in sogenannten “Scoville” gemessen. Die höchste Stufe beträgt 16 Millionen Scoville, was reines Capsaicin wäre. In der Natur kommt diese hohe Stufe aber nicht einmal annähernd vor. Die schärfsten Chilisorten der Welt haben rund 100.000 Scoville. Zu diesen Sorten zählen z. B. die karibischen Scotch-Bonnet-Chilis oder die mexikanischen Habaneros. Ein normales Chili-Gericht kommt da maximal auf 30.000 Scoville, dann ist es aber schon sehr scharf.
Chilis und das daraus gewonnene Gewürz Cayennepfeffer sind nicht nur aufgrund ihrer Schärfe belebend, sie tun dem Körper auch gut. So regen sie den Appetit an, aber nicht nur das. Auch der Kreislauf wird angekurbelt und die Durchblutung verstärkt. Außerdem soll Chili gegen Verdauungsschwäche und Blähungen sowie bei Muskelschmerzen und Verspannungen helfen und hat zudem antibakterielle Eigenschaften.
Außerdem enthalten die knallig bunten Schoten - von rot über orange bis hin zu gelb - die Vitamine A, B1, B2, B3, C und E sowie die Mineralstoffe Eisen und Calcium. Der Vitamin-C-Gehalt einiger Chilisorten ist sogar doppelt so hoch wie der von Zitronen. Das Capsaicin schützt des Weiteren die Magenschleimhaut und soll die Blutfettwerte positiv beeinflussen können.
Warum scharfe Lebensmittel glücklich machen
Scharfe Lebensmittel machen glücklich, weil sie so etwas Ähnliches sind wie eine natürliche, vollkommen harmlose, sogar gesunde Droge. Die Erklärung dafür ist einfach: Schärfe wird von vielen Menschen oft mit Schmerz gleichgesetzt. Das ist nicht nur eine subjektive Wahrnehmung im Gehirn, sondern es scheint, als könne der menschliche Körper tatsächlich nicht zwischen Schärfe und Schmerz unterscheiden. Die Reaktion des Körpers auf Schärfe ist also dieselbe wie auf Schmerz - es werden Endorphine ausgeschüttet, damit der Schmerz nachlässt. Diese Endorphine dämpfen nicht nur den Schmerz, sondern lösen auch ein Glücksgefühl aus. Es gibt sogar einen eigenen Namen für dieses Phänomen, da es beim Verzehr von Chilis regelmäßig vorkommt: Pepper-High-Effekt.
Was, wenn ich keinen Chili vertrage?
Wie bereits erwähnt, gibt es viele Menschen, die mit scharfem Essen ihre Probleme haben. Hier heißt es nicht verzagen. Sollten Sie bei scharfem Essen nur tränende Augen und brennende Schleimhäute sowie übermäßigen Schweiß davontragen, können Sie etwas dagegen tun. Der Körper gewöhnt sich nämlich gegen alles und damit auch gegen Chilischärfe - regelmäßiges Training vorausgesetzt. Je öfter jemand Chili konsumiert, desto mehr gewöhnen sich die Geschmacksknospen daran. Mit der Zeit steigt also die Schärfetoleranz. Will man diese verbessern, sollte man einfach regelmäßig scharf essen. Und zwar so scharf, dass es gerade noch in Ordnung ist oder sogar schon ein wenig über der Grenze. Mit der Zeit erhöht sich die Toleranz so ganz automatisch.
Wenn wir beim Training einmal zu viel erwischen, sollten wir übrigens als kurzfristige “Löschmethode” Reis, Milch oder Gurkensalat nutzen.
 🍻 Wasser oder Bier macht es dagegen nur noch schlimmer.

Zitat
Gewürznelken stammen vom Gewürznelkenbaum. Das ist eine Pflanzenart, die aus Südostasien kommt. Die getrockneten Blütenknospen duften stark und schmecken brennend scharf, süß und würzig. Durch den sehr hohen Anteil an ätherischen Ölen wirken Gewürznelken stark entzündungshemmend und antiseptisch. Sie werden deshalb aufgrund ihrer schmerzstillenden Wirkung gerne bei Zahn- und Zahnfleischproblemen eingesetzt. Außerdem unterstützen sie den Körper bei Verdauungsproblemen.
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📑 Allgemeines Board Rezepte / 🥔 Die Kartoffel
« Letzter Beitrag von ★ Ronald Johannes deClaire Schwab am Oktober 05, 2022, 01:44:22 Nachmittag »
🥔 Herkunft
Die Kartoffel (Solanum tuberosum) ist eine Nutzpflanze und stammt aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Wenn man Kartoffel sagt, wird meist die essbare unterirdische Wurzelknolle der Pflanze gemeint. So zahlreich die Sorten der Kartoffel, so regional und dialektal unterschiedlich sind ihre Bezeichnungen: Im Französischen ("pomme de terre") wie auch in einigen Regionen in Deutschland wird sie Erdapfel genannt. Zudem sind die Bezeichnungen Erdbirne, Grumbeer, Schockern oder Mäusle geläufig. In der Heimat der Kartoffel – dem Andenhochland – heißt sie "papa". Bei den Inkas in Peru und Bolivien war die Kartoffel früher das Hauptnahrungsmittel.
Die Erfolgsgeschichte der beliebten Knolle ist eng mit der Kolonialgeschichte verknüpft, da spanische Eroberer die Kartoffel in die "Alte Welt" importierten. Da die Spanier sie mit der Süßkartoffel, der "batate", verwechselten, wurde das spanische Wort "patata" stellvertretend für beide Nutzpflanzen verwendet und erst später wieder zwischen "patata", der Kartoffel, und "batata", der Süßkartoffel, unterschieden. Über die Kanarischen Inseln brachten die Kolonialisten die Pflanze mit aufs spanische Festland – dort wurde sie 1573 das erste Mal nachgewiesen. Von dort breitete sich die Kartoffel langsam in Europa aus, wo sie zunächst aufgrund ihrer Blüte als Zierpflanze gepflanzt wurde.
Wegen ihrer zarten Blüten wurde die Kartoffel in Europa zunächst nur als Zierpflanze angebaut. Der großflächige Anbau in Deutschland erfolgte erst ab dem 18. Jahrhundert. Zu ihrer Popularität trug unter anderem Friedrich der Große bei, der ihren Wert als Grundnahrungsmittel für seine Soldaten erkannte. Da sie im 19. Jahrhundert mit beginnender Industrialisierung immer beliebter wurde, verdrängte sie nach und nach Getreide. Das Fehlen alternativer Nutzpflanzen führte zu einer der schlimmsten Hungersnöte: 1845 verhungerten zwei Millionen Menschen in Irland, da über Jahre nur Kartoffeln angebaut wurden und die Kartoffelfäule große Teile der Ernte vernichtet hatte. Zwar ist der Verzehr von Kartoffeln im Vergleich zum Beginn des 19. Jahrhunderts zurückgegangen, aber noch heute gibt es in Deutschland einen jährlichen Durchschnittsverzehr von 50 Kilogramm Kartoffeln – die Hälfte davon wird in verarbeiteter Form gegessen.
🥔 Sie wollen in diesem Jahr Kartoffeln anbauen?
In dieser Folge unseres Podcasts "Grünstadtmenschen" verraten Ihnen die MEIN SCHÖNER GARTEN-Redakteure Nicole Edler und Folkert Siemens ihre Tipps und Tricks für den Kartoffelanbau und empfehlen Ihnen besonders leckere Sorten.
🥔 Aussehen und Wuchs
Botanisch gesehen ist die Kartoffel eine aufrecht und bis zu einem Meter hoch wachsende krautige Pflanze. An den oberirdischen Laubtrieben mit gefiederten Blättern erscheinen von Juni bis August ihre weißen, rosafarbenen oder violetten fünfzähligen Blüten mit gelben Staubbeuteln, aus denen sich kirschgroße, grüne und ungenießbare Beeren bilden. Unterirdisch entstehen neue Knöllchen, die durch Tragfäden, sogenannte Stolonen, mit den Wurzelsprossen verbunden sind. Die Knollen dienen als Nährstoffspeicher. Je nach Sorte ist die Knollenform rund, oval oder länglich. Die Farbe des Fruchtfleisches variiert von Weiß über Gelb bis hin zu Blau und Violett.
🥔 Standort und Boden
Kartoffeln gedeihen auf leichten bis mittelschweren, tiefgründigen Böden ohne Staunässe. Sie kommen zwar auch auf kargen Böden zurecht, bevorzugen aber nährstoffreiche Beete, die mit reifem Mist und Kompost angereichert sind. Die Erträge auf kargen Böden sind aber geringer. Optimalerweise liegt das Gemüsebeet sonnig.
🥔 Fruchtfolge und Mischkultur
Da Kartoffeln einen guten Boden hinterlassen, sind sie eine optimale Vorkultur für alle Gemüsesorten. Auf der gleichen Parzelle sollten Kartoffeln nur alle vier Jahre angebaut werden. Wichtig sind ein regelmäßiger Fruchtwechsel und eine vielseitige Mischkultur bei Kartoffeln, zum Beispiel mit Möhren, Dicken Bohnen oder Pastinaken. Kartoffeln und Tomaten sollten nicht in unmittelbarer Nähe angebaut werden, um die Übertragung von Krankheiten, vor allem der Krautfäule, zu vermeiden. Als Nachkultur eignen sich Senf und Ölrettich als Gründünger.
🌱 Kartoffeln pflanzen
Kartoffeln können ausgesät und gepflanzt werden. Beim Aussäen der Kartoffeln ist zu bedenken, dass die Sämlinge nicht mehr identisch mit der Mutterpflanze sind und daher neue Formen und Farben auftreten können. Der Vorteil des Aussäens: So lassen sich die sonst häufigen Viruskrankheiten eindämmen. Die Samen können Sie aus den Beeren ernten, sobald sie weich sind. Nachdem diese zwei Monate nachgereift sind, können sie herausgeholt, gereinigt und getrocknet werden. Ab Februar können die Samen auf dem Fensterbrett bei 18 bis 20 Grad Celsius ausgesät werden. Pikieren Sie die Jungpflanzen anschließend in kleine Töpfe. Nach den Eisheiligen können diese ins Beet – und zwar so, dass der Wurzelballen etwa 20 Zentimeter unter der Erde liegt.
Das Pflanzen von Kartoffeln ist die weit gängigere Methode. Von Region zu Region und je nach Sorte ist der Zeitpunkt des Kartoffellegens unterschiedlich. Während in milden Regionen frühe Sorten bereits ab Anfang April gesetzt werden, wird in Bergregionen damit bis Anfang Mai gewartet. In jedem Fall sollte sich der Boden auf neun Grad Celsius erwärmt haben. Als Starkzehrer können Kartoffeln gut als erste Kultur auf Flächen angebaut werden, da sie bodenverbessernd wirken. Wurde die Fläche gerade erst gerodet, kann man durch häufiges Hacken und Anhäufeln aufkommendes Unkraut gut in Schach halten.
🌱 Vorgekeimte Setzkartoffeln in Gräben legen
Legen Sie die vorgekeimten Setzkartoffeln in Gräben (links). Häufeln Sie die Kartoffeln während des Wachstums immer wieder an (rechts)
Wer frühzeitig ernten möchte, kann bereits ab März seine Kartoffeln vorkeimen. Dazu legen Sie mittelgroße Knollen bis zur Hälfte in flache, mit Pflanzerde gefüllte Kisten und stellen diese an einem rund 15 Grad warmen Platz – am besten ins helle Gewächshaus oder in den Wintergarten, damit sich kurze, kräftige Triebe bilden. Nach etwa sechs Wochen werden die Kartoffeln circa zehn Zentimeter tief vorsichtig ins Freilandbeet gepflanzt.
Wer seine Frühkartoffeln besonders früh ernten will, sollte die Knollen schon im März vorkeimen.
Neben dem frühen Erntetermin ab Ende Juni haben vorgekeimte Kartoffeln weitere Vorteile: Die Pflanzen wachsen auch bei kühler Witterung weiter und reifen, bevor die Kraut- und Knollenfäule sich ausbreitet. Der Ertrag fällt somit etwa 20 Prozent höher aus.
Vor dem Auspflanzen gräbt man den Boden mit einer Grabgabel oder dem Spaten um. Ein gut vorbereiteter Boden sollte feucht, locker und frei von Unkraut sein. Spannen Sie dann eine Pflanzschnur, damit die Kartoffelreihen möglichst gerade werden und alle Pflanzen die gleiche Fläche zur Verfügung haben. Ziehen Sie mit einer Hacke eine 10 bis 20 Zentimeter tiefe Pflanzrille.
Der Abstand zwischen den Reihen sollte mindestens 50 Zentimeter betragen. Geben Sie den Starkzehrern eine gute Schicht Kompost, Hornmehl oder Hornspäne in die Pflanzgrube, drücken Sie die vorgekeimten Knollen mit 30 bis 35 Zentimeter Abstand leicht in die Erde und ziehen Sie die Pflanzgräben mit der Harke zu.
Beim Pflanzen von Kartoffeln kann man einiges falsch machen.
In kleinteiligen Beeten rechnet man vier bis fünf Knollen auf den Quadratmeter. Geeignet ist jeder gelockerte, unkrautfreie Gartenboden. Als Starkzehrer freuen sich Kartoffeln über eine Gabe Extra-Kompost oder eine Handvoll Hornmehl oder Hornspäne im Pflanzloch. Nach zwei bis drei Wochen zeigt sich das erste Grün. Jetzt müssen Sie die Pflanzen feucht halten.
Wenn Sie keinen Garten haben, können Sie Kartoffeln in einem Pflanzsack oder Kübel auf dem Balkon anbauen. Tipp: Setzen Sie nur eine Knolle pro Gefäß, das bringt einen besseren Ertrag. Kartoffeln lieben feuchte Böden, aber keine Staunässe. Abzugslöcher sowie eine Drainage aus Kies sind daher ein Muss.
🪴 Kartoffeln pflegen
Da Kartoffeln Hackfrüchte sind, müssen Sie regelmäßig gehackt und angehäufelt werden, spätestens wenn sich nach zwei bis drei Wochen das erste Grün im Beet zeigt. So wird sichergestellt, dass der Boden locker und unkrautfrei ist, damit die Pflanzen viele dicke Knollen entwickeln. Alternativ können die Knollen mit einer 20 Zentimeter dicken Mulchschicht bedeckt werden – das fördert die Bildung von Mikroorganismen.
Auch das Gießen der Kartoffeln ist ein wichtiger Teil der Pflege: Mit Beginn der Knollenbildung, vor allem die ersten drei Wochen nach der Blüte, sollten Sie die Knollen möglichst morgens reichlich wässern, damit das Risiko für Krautfäule gering bleibt. Insgesamt sind Kartoffeln bescheiden, was die Düngung angeht. Mist kann bereits im Herbst auf das Beet ausgebracht werden, allerdings sollten Sie beim Düngen von Kartoffeln lieber sparsam sein, da zu viel Stickstoff dazu führt, dass die Pflanzen krankheitsanfälliger sind.
🥔 Ernte und Verwertung
Tradtionell werden Kartoffeln geerntet, wenn die Pflanzen ihre natürliche Ruhepause einlegen. Das ist etwa drei Monate nach dem Pflanzen. Frühe Sorten sind schon zwischen Juni und Anfang Juli erntereif. Das Kraut wird erst gelb, verbräunt dann und verdorrt. Bei Anzeichen eines Befalls durch die Krautfäule müssen die Kartoffeln aus der Erde, bevor der Pilz auf die Knollen übergreift.
Warten Sie einen sonnigen, trockenen Tag ab und graben Sie zum Test eine Staude aus. Ist die Kartoffelschale abriebfest und ausgereift und lösen sich die Knollen leicht von den Sprossen des Krauts, sollten Sie nicht länger warten. Eine Grabgabel eignet sich am besten für die Ernte, doch auch damit lassen sich Verletzungen der Knollen nicht immer vermeiden.
Heben Sie die oberirdischen Pflanzenteile mit der Grabegabel an, ziehen Sie sie mit den anhängenden Knollen aus der Erde und verwerten Sie die Kartoffeln zügig. Lagerfähige Spätsorten dürfen hingegen erst dann geerntet werden, wenn sie von einer Korkschicht umgeben sind.
🥔 Kartoffeln lagern
Gut 35 Knollen kann jede Kartoffelpflanze ausbilden. Doch wohin mit der ganzen Ernte? Im Kühlschrank lagern die Kartoffeln jedenfalls nicht richtig
Statt die ganzen Stauden auszugraben, können Sie die Wurzeln auch vorsichtig freilegen, die größten Knollen entnehmen und die Reihen wieder mit Erde anhäufeln. So wachsen die restlichen Kartoffeln noch weiter. Diese Methode lohnt sich vor allem in kleinen Gärten oder bei der Kultur in Pflanzsäcken. Geerntete Knollen bewahrt man am besten in einem Keller dunkel, kühl und frostfrei auf – so bleiben sie je nach Sorte bis zum nächsten Frühjahr genießbar. Sortieren Sie beschädigte, zu kleine oder fleckige Exemplare gleich aus. Gesunde Knollen lässt man auf dem Beet nachtrocknen. Dabei sollten die Kartoffeln innerhalb eines Tages soweit abtrocknen, dass die noch anhaftende Erde beinahe von selbst abbröckelt.
Ob selbst geerntet oder gekauft: Wenn Sie Kartoffeln lagern, sollten Sie darauf achten, dass nur äußerlich einwandfreie Knollen ohne Verfärbungen oder auffällig eingesunkene Stellen eingelagert werden. Sichtbar erkrankte Knollen sollten Sie konsequent aussortieren. Damit die Knollen keine grünen Stellen mit gesundheitsschädlichem Solanin bilden, bewahrt man Kartoffeln möglichst dunkel auf. Die optimale Lagertemperatur liegt bei vier bis sechs Grad Celsius. Eine wärmere Lagerung beschleunigt den Abbau von Vitamin C und begünstigt die Keimbildung. Bei Temperaturen unter null Grad Celsius wandelt sich die enthaltene Stärke in Zucker um und der Geschmack wird unangenehm süßlich. Auch bei optimalen Bedingungen kommt es immer wieder vor, dass Knollen faulen. Sortieren Sie diese möglichst rasch aus.
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🥔 Tipp: Mehrere Kisten statt einer hohen Kartoffelhorde erleichtern die Kontrolle. Gut geeignet sind luftige Lattenkisten in entsprechenden Keller- oder Vorratsräumen. Eine Lagerung in Plastikgefäßen oder in dichten Behältern fördert hingegen die Schimmelbildung. Gegen ein Schrumpfen der Kartoffeln durch den Verlust von Feuchtigkeit hilft das Abdecken der Knollen im Lager mit Zeitungspapier.
Es gibt auch eine Möglichkeiten, die Knollen haltbar zu machen: Zwar nicht roh, aber gekocht oder auch direkt zu Suppe verarbeitet lassen sich Kartoffeln einfrieren. Vom Gratin bis zum Kartoffelsalat kann man außerdem viele leckere Rezepte schneller realisieren, wenn man die Kartoffeln einkocht und so immer schon vorgegart parat hat. Eine schmackhafte Möglichkeit, die gesunden Knollen zu servieren, ist auch das Grillen von Kartoffeln. Roh sollten Sie Kartoffeln besser nicht essen, da sie dann nur schwer verdaulich sind.
🥔 Sortentipps
Kartoffeln zeichnen sich wie kaum eine andere Nutzpflanze durch ihre Sortenvielfalt aus. Schätzungen gehen von über 2000 Sorten weltweit aus. Ob gelbe, braune, rosafarbene oder blaue Schalenfarben mit weißem, gelbem oder rot-violettem Fleisch – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Nicht zu vergessen sind die unterschiedlichen Wuchshöhen, Blütenfarben sowie die wichtige Fleischkonsistenz. So gibt es stark mehlige Kartoffeln bis festkochende Kartoffeln. Auf dem Markt sind dagegen nur wenige, da nur solche als Saatgut vertrieben werden, die in der Bundessortenliste stehen. In Deutschland sind etwa 120 Kartoffelsorten zugelassen – darunter die bekannten mittelfrühen Sorten ‘Agria’ (mehligkochend) und ‘Nicola’ (festkochend) oder auch ‘Sieglinde’, eine frühe, festkochende Sorte mit glatter, gelber Schale und gelbem Fleisch. Sie ist die älteste Zuchtsorte in der Deutschen Sortenliste und seit 1954 zugelassen. Eine Liebhabersorte ist ‘Highland Burgundy Red’. Die späte Sorte hat kräftig marmoriertes rosafarbenes Fleisch, das sich gut für Püree eignet.
Alte Kartoffelsorten haben meist einen feinen Geschmack: ‘Rosa Tannenzapfen’ ist eine der ältesten Sorten und bringt 30 bis 35 Knollen pro Pflanzkartoffel. Zu den blauen Kartoffeln zählt zum Beispiel ‘Blauer Schwede’. Die Sorte liefert einen sicheren Ertrag, hat eine hübsche Blüte und blau überlaufene Blätter. Unter den Frühkartoffeln bringt ‘Rosara’ viel Ertrag und hat ein gutes Kartoffelaroma. Zu den frühesten Knollen gehören ‘Annabelle’, ‘Christa’ und die rote Kartoffel ‘Rosara’. Als resistent gegenüber der gefürchteten Krautfäule hat sich ‘Sarpo Mira’ gezeigt, eine gesunde Neuzüchtung aus Ungarn.
Schlanke Knollen werden auch als Mäuslekartoffeln bezeichnet. Zu diesen gehört die Sorte ‘Bamberger Hörnla’, die vor allem im Raum Bamberg angebaut wird und sehr bekannt ist. Sie ist festkochend, mittelgroß und hat eine gelbe bis rosafarbene Schale und helles Fleisch.
Das Hauptproblem beim Anbau von Kartoffeln ist die Kraut- und Knollenfäule. Wenn die Pflanze befallen ist, wird das Kraut ab Mitte Juni braun und auf der Blattunterseite zeigt sich ein silberweißer Pilz, wodurch die Pflanze abstirbt. Vorbeugend sollte man nicht zu dicht pflanzen und nicht neben Tomaten anbauen. Bei Befall sollten Sie das Kraut entfernen und im Bio-Müll entsorgen oder verbrennen. Auch helfen können ein früher Pflanztermin und das Vorkeimen der Kartoffeln.
Wenn die Pflanzen klein bleiben und die Blätter welken, kann dies ein Anzeichen für Nematoden sein. Zur Vorbeugung gilt es, drei bis vier Jahre eine Anbaupause einzuhalten und in dieser Zeit keine anderen Nachtschattengewächse zu pflanzen. Blattläuse übertragen Virosen, die die Pflanze derart schwächen, dass sie von Jahr zu Jahr weniger Ertrag bringt. Einen Befall erkennt man an vergilbten und eingerollten Blättern. Feldresistente Sorten können damit umgehen. Es hat sich zudem bewährt, die Pflanzen mit gehäckseltem Stroh zu mulchen, um den Blattlaus-Befall einzudämmen.
Ein weiterer Schädling ist der Kartoffelkäfer. Er frisst an den Pflanzen und legt auf der Blattunterseite orangefarbene Eier ab. Die Larven richten weiteren Fraßschaden an. Wer den Kartoffelkäfer im Frühstadium erkennt und absammelt, bekommt das Problem mit dem Schädling in den Griff. Außerdem gibt es spezielle Präparate, die kurzzeitig eingesetzt werden können und sich auch im biologischen Anbau bewährt haben.
In Deutschland gibt es etwa 200 Kartoffelsorten, weltweit über 5.000.
Kartoffeln werden in unterschiedlichsten Sorten angeboten. Über 5.000 Kartoffelsorten gibt es weltweit; allein rund 200 werden im Ursprungsland Deutschland angebaut. Das war nicht immer so: Vor allem im 19. Jahrhundert, als die Kartoffel Grundnahrungsmittel war und eine starke Abhängigkeit der Pflanze gegenüber herrschte, führten Monokulturen und die Anfälligkeit der wenigen angebauten Sorten für Pflanzenkrankheiten wie der Krautfäule dazu, dass es in den Jahren von 1845 bis 1852 in Irland zu immensen Ernteausfällen und in der Folge zu einer großen Hungersnot kam. Das hiesige Sortenspektrum kann nicht mit den etwa 3.000 ansässigen Sorten in Peru mithalten – einem Teil der Heimat der Kartoffel. Es ist aber begrüßenswert, dass seit einigen Jahren auch alte und rare Kartoffelsorten von Hobbygärtnern und Bio-Bauern wieder vermehrt kultiviert werden.
🥔 Gelb, rötlich, blau, mehlig, festkochend oder früh, spät: Die Unterschiede in der Klassifikation
Kartoffeln unterscheiden sich optisch in ihrer Größe, Knollenform und -farbe sowie ihrer Fleischfarbe. Zudem reicht die Konsistenz des Fleisches von stark mehlig bis festkochend und somit unterscheiden sich die Knollen auch in der Kochzeit. Des Weiteren sind Unterschiede in der Kulturdauer und dem Erntezeitpunkt, der Wuchshöhe, der Blühfreudigkeit, der Lagerfähigkeit und in der Anfälligkeit gegenüber Pflanzenkrankheiten und Schädlingen auszumachen.
Auch im Ertrag und Verwendungszweck sind die Sorten sehr unterschiedlich: Während ältere und bewährte Sorten eher geringere Erträge aufweisen, können Sie von neuen Sorten reichlich und lange Kartoffeln ernten. Neben den Speisekartoffeln gibt es auch Wirtschaftssorten, die ausschließlich für die Stärke-Erzeugung angebaut werden. Diese werden zum Teil industriell zu Speisestärke und Glukosesirup verarbeitet, sind aber auch ein wichtiger Grundstoff für die chemische Industrie sowie für die Papierindustrie. Für Hobbygärtner sind diese speziellen, auf hohen Stärkeertrag gezüchteten Wirtschaftssorten hingegen nicht interessant, da sie mit den zahlreichen Sorten der Speisekartoffeln geschmacklich nicht mithalten können.

🥔 Die wichtigsten Speisesorten für den Garten und die Küche haben wir in den folgenden Abschnitten hinsichtlich ausgewählter Kriterien für Sie zusammengefasst:
Bewährte Kartoffelsorten nach Schalenfarbe
Helle und rote Kartoffelsorten

Viele blaue und violette Sorten verlieren ihre Farbe beim Kochen etwas.
Die Schalenfarbe hängt bei Kartoffeln vor allem vom Anteil der Anthocyane ab, einer roten Farbstoffgruppe, die zum Beispiel auch in Blütenblättern und im Herbstlaub vieler Pflanzen sichtbar werden. Anthocyane zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und haben als Radikalfänger eine gesundheitsfördernde Wirkung.
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🥔 Gelbschalige Kartoffelsorten
    ‘Juliperle’ ist eine frühe Sorte mit cremefarbenen Fleisch
    ‘Sieglinde’ ist eine Frühsorte mit langovalen bis nierenförmigen Knollen und einer gelben, glatten Schale. Das gelbe und würzige Fleisch ist festkochend. Es handelt sich um die älteste in der Deutschen Sortenliste zugelassene Sorte
    ‘Allerfrüheste Gelbe’ ist eine Sorte mit rundovalen Knollen, die mittelgroß werden. Die Schale ist ockergelb, das Fleisch fein und festkochend
    ‘Goldsegen’ ist eine ertragreiche, extrem großknollige und lagerfähige Sorte mit ovalen Knollen, gelber Schale und gelbem Fleisch. Sie liefert einen hohen Ertrag. ‘Goldsegen’ eignet sich gut für Ofenkartoffeln, Kartoffelsalat und Pommes frites
    ‘Linzer Delikatess’ liefert langovale Knollen mit einer ockerfarbenen und glatten Schale. Das fast gelbe Fleisch ist festkochend
Kartoffelsorte ‘Sieglinde’
    ‘Mehlige Mühlviertel’ bildet rundovale, mittlere bis große Knollen, die Sorte ist, wie der Name verrät, mehlig kochend und reift spät
    ‘Ackersegen’ kam 1929 auf den Markt. Sie zeichnet sich durch rundovale bis ovale Knollen aus, die mittelgroß werden. Das gelbe Fleisch ist vorwiegend festkochend und die Knollen reifen sehr spät. Die Sorte ist ertragssicher und widerstandsfähig gegen Schorf
    ‘Barbara’ ist eine moderne Züchtung mit ovalen Knollen, die am Ende etwas schmäler werden und oft violette Flecken aufweisen. Es handelt sich um eine mehlig kochende Sorte
    ‘Bamberger Hörnchen’ liefert lange und dünne Knollen mit gelber bis hellrosafarbener Schale. Das nussige Fleisch ist hellgelb und festkochend. Die Landsorte aus dem Raum Bamberg in Franken eignet sich hervorragend für Kartoffelsalat
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🥔 Rosa- und rotschalige Kartoffelsorten
    ‘Parli’ ist eine Sorte mit tiefen Augen, rötlicher Schale und gutem Geschmack. Die Knollen sollte man erst nach dem Kochen schälen
    ‘Désirée’ bildet ovalrunde, große Knollen, die eine kräftig rote und glatte Schale besitzen. Das hellgelbe Fleisch der roten Kartoffeln ist vorwiegend festkochend und die Sorte ist mittelfrüh reif. Sie eignet sich für Rösti und Kartoffelsalat
    ‘Rossevelt’, aus dem Ursprungsland Frankreich, ist eine Sorte mit länglichen roten Knollen
    ‘Linzer Rose’ bildet langovale, gleichmäßige rotschalige Knollen. Die Sorte blüht rosa. Ihr gelbes Fleisch ist vorwiegend festkochend und eignet sich für Pommes frites und Chips
    ‘Spätrot’ liefert runde Knollen mit lachsroter Schale. Die robuste Sorte ist gut lagerfähig
    ‘Ciclamen’ mit leuchtend roten Knollen und cremefarbenen Fleisch ist ertragreich und widerstandsfähig. Sie ist eine der bevorzugten Sorten im biologischen Landbau und auch für den Garten aufgrund ihrer robusten Gesundheit empfehlenswert
    ‘Highland Burgundy Red’ ist eine kleinknollige Sorte mit weinroter Schale aus Schottland. Sie wird trotz ihrer Robustheit bei uns nur selten angebaut
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🥔 Blauschalige Kartoffelsorten
    ‘Blauer Schwede’ liefert lang-ovale mittelgroße Knollen. Die Sorte hat eine blaue Schale und hellviolettes Fleisch. Sie gilt als ertragreichste Sorte unter den blauen Kartoffeln. Die Blaufärbung verschwindet etwas beim Kochen. ‘Blaue Schweden’ ist leicht mehlig kochend und vielseitig verwendbar
    ‘Viola’ zeichnet sich durch violettes Fleisch und eine dunkel-blauviolette Schale aus. Das Fleisch schmeckt zart
    ‘Blaue St. Galler’ ist eine Kreuzung aus der alten Sorte ‘Congo’ und ‘Blaue Schweden’. Die Kartoffelknollen haben eine dunkelviolette Marmorierung und eignen sich für Gemüsechips, Pellkartoffeln und Pommes frites
    ‘Vitelotte noire’ bildet kleine längliche Knollen aus, die glatte Schale ist schwarzblau, das Fleisch blauweiß marmoriert. Die Sorte ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Kultur
    ‘Blaugelbe Stein’ zeichnet sich durch kleine runde Knollen mit blauer Schale und gelbem Fleisch aus. Die nussig schmeckende Sorte eignet sich für Bratkartoffeln, Kartoffelsalat und Gratin
🥔 Empfehlenswerte Kartoffelsorten nach Kocheigenschaften
Man kann Speisesorten auch hinsichtlich ihrer Kocheigenschaften einteilen. Ob eine Kartoffelsorte als mehlig (als Kategorie C), vorwiegend festkochend (Kategorie B), festkochend (Kategorie A) oder als Zwischenstufe zwischen den drei Kategorien eingeordnet wird, hängt vor allem vom Stärkegehalt der Knollen ab: Sorten mit niedrigem Stärkegehalt sind eher festkochend, Sorten mit hohem Gehalt eher mehlig. Der Stärkegehalt ist jedoch kein fester Wert, sondern hängt auch vom Anbau ab. Das Vorkeimen der Kartoffeln begünstigt frühes Abreifen und ein hoher Stärkegehalt wird früh erreicht.
Generell eignen sich die stärkearmen, festkochenden Kartoffeln der Kategorie A ideal für Salat oder Bratkartoffeln, da sie beim Kochen und Schneiden ihre Form behalten. Die vorwiegend festkochenden Sorten können sowohl für Püree und Suppen als auch für Pellkartoffeln verwendet werden. Eine mehlig kochende Kartoffelsorte eignet sich für Püree, Gnocchi, Knödel und Kroketten sowie für sämige Kartoffelsuppe.
Mehlig kochende Sorten:
    ‘Alma’ ist eine mehlige Kartoffelsorte mit weißem Fleisch. Sie liefert einen guten Ertrag
    ‘Augusta’ fällt durch ihre raue Schale und die runden dunkelgelben Knollen auf. Sie lässt sich gut lagern
    ‘Bodenkraft’ ist eine Kartoffelsorte mit gelber Farbe, die sehr resistent gegenüber Schorf und Krautfäule ist
    ‘Cosima’ ist sehr mehlig und bildet große Knollen
    ‘Annabelle’ ist eine sehr frühe Sorte, die sich durch einen feinen Geschmack der Knollen auszeichnet
Vorwiegend festkochende Sorten:
    ‘Eigenheimer’ ist eine holländische Züchtung mit gutem nussigem Geschmack
    ‘Hilta’ gilt als Allrounder in der Küche. Die deutsche Sorte aus den 1980er-Jahren hat eine eher raue gelblich-weiße Schale
    ‘Laura’ ist eine vorwiegend festkochende, rotschalige Sorte, die sich unter anderem als Ofenkartoffel eignet
    ‘Ostara’ bildet große, rund-ovale Knollen mit flachen Augen und hellgelbem Fleisch. Die Sorte ist eine breit verwertbare Speisekartoffel
‘La Ratte’ ist eine festkochende Kartoffelsorte, die ursprünglich aus Frankreich stammt
    ‘Bamberger Hörnchen’ sind dünnknollig und fingerlang. Sie eignen sich vor allem für Kartoffelsalate und Bratkartoffeln
    ‘La Ratte’ ist eine französische Sorte, die mit ihrem nussigen Aroma für Gratin und Aufläufe verwendet wird. Auch bereits erkaltet entfalten die Knollen ihr Aroma
    ‘Centifolia’ bildet rund-ovale Knollen mit hellroter Schale. Das weiße Knollenfleisch schmeckt leicht nach Maronen
    ‘Nicola’ ist eine weit verbreitete gelbfleischige Karteoffelsorte, die gern für Kartoffelsalat verwendet wird
    ‘Rosa Tannenzäpfle’ stammt aus England. Ihre Schale ist zartrosa, das Fleisch sattgelb
Frühe, mittelfrühe, mittelspäte und späte Kartoffelsorten
Während man Frühkartoffeln noch zur Spargelsaison ernten kann, wenn das Kraut grün ist (nach etwa 90 bis 110 Tagen), wartet man bei den späten Sorten mit der Ernte, bis die Kartoffelpflanzen oberirdisch komplett abgestorben sind. Wer sichergehen möchte, wartet noch weitere zwei Wochen, um dann mit der Grabegabel die Knollen aus der Erde zu holen.
Der richtige Reifegrad der Früchte lässt sich einfach ermitteln: Kann man die Schale der Kartoffeln nicht mehr mit den Fingern ablösen, ist es Zeit für die Ernte. Achten Sie darauf, die Knollen, die Sie einlagern möchten, nicht zu verletzen. Beschädigte Exemplare sollten Sie gleich verzehren.
Früh reife Kartoffeln sind bereits im Juni reif!
Schütteln Sie von gesunden Knollen die Erde ab und lagern Sie die Kartoffeln in Holzkisten dunkel und kühl. Bewährt haben sich Kellerräume, die gut durchlüftet werden können und eine Temperatur von vier bis acht Grad Celsius aufweisen. Ebenso können Sie die Kartoffelkisten im Schuppen oder im kühlen Dachboden einlagern. Schauen Sie den Winter über regelmäßig nach den Knollen und entfernen Sie unverzüglich Exemplare mit Faulstelle.
Spaten rein und raus mit den Kartoffeln? Besser nicht! MEIN SCHÖNER GARTEN-Redakteur Dieke van Dieken zeigt Ihnen in diesem Video, wie Sie die Knollen unbeschadet aus der Erde bekommen.
In jeder der unterschiedlichen Reifekategorien gibt es Kartoffelsorten, die eher mehlig, vorwiegend festkochend oder festkochend sind. Auch in der Schalenfarbe, der Form und im Geschmack unterscheiden sich diese Sorten zum Teil erheblich.
🥔 Frühe Kartoffelsorten
    ‘Saskia’ mit großen Knollen und nussigem Geschmack ist eine der ersten Kartoffeln im Jahr
    ‘Allerfrüheste Gelbe’ bildet runde Knollen mit dunkelgelbem Fruchtfleisch
    ‘Christa’ liefert längliche gelbe Knollen und ist vorwiegend festkochend
    ‘Carla’ ist eine ertragreiche deutsche Züchtung.
    ‘Early Rose’ hat eine hellrosafarbene Schale und gelbes Fleisch
🥔 Mittelfrühe Sorten
    ‘Pinki’ bildet ovale Knollen und eine gelbliche Schale
    ‘Prima’ hat hellgelbes Knollenfleisch und ist relativ widerstandsfähig gegenüber Krankheiten
    ‘Clivia’ ist eine deutsche Sorte, die mittelfrüh reif ist und ovale Knollen mit gelber Farbe ausbildet. Sie ist vorwiegend festkochend
    ‘Grandifolia’ hat längliche bis ovale Knollen und einen aromatischen Geschmack. Sie ist vorwiegend festkochend und gut lagerfähig
    ‘Quarta’ ist eine rund-ovale Sorte mit gelbem Knollenfleisch. Sie wird meist im Süden Deutschlands angebaut, wo sie aufgrund ihrer mehligen Konsistenz gern für Knödel verwendet wird
    ‘Selma’ hat lang-ovale Knollen, eine helle Schale und helles Fleisch. Sie ist festkochend und eignet sich für Kartoffelsalat und Bratkartoffeln
🥔 Mittelspäte Sorten
    ‘Granola’ ist vorwiegend festkochend. Sie reift erst im September und kann gut eingelagert werden
    ‘Cilena’ bildet birnenartige Knollen mit gelbem Fleisch. Sie hat eine sämige Konsistenz und bliebt auch beim Kochen gelb
    ‘Désirée’, eine rotschalige Sorte (siehe oben), reift ebenfalls mittelspät
🥔 Späte Kartoffelsorten
Vor allem die spätreifenden Kartoffelsorten eignen sich gut zum Einlagern. Zu den späten Sorten zählt auch das ‘Bamberger Hörnchen’; eine weitere spät reife Kartoffelsorte ist die alte, bereits oben beschriebene ‘Ackersegen’.
    ‘Raja’ mit roter Schale und gelbem Fleisch ist vorwiegend festkochend
    ‘Cara’ ist eine gute Lagersorte und weitestgehend resistent gegen die Krautfäule
    ‘Fontane’ liefert hohe Erträge und ist eine noch relativ neue Sorte
    ‘Aula’ lässt sich gut lagern und bildet rundovale Knollen mit dunkelgelbem Fleisch. Sie ist eher mehlig kochend und kann für Klöße, Kartoffelbrei oder Eintöpfe verwendet werden

🥔 Zusammenfassung: In den Anden werden über 400 Sorten angebaut
Vor gut 70 Jahren haben Wissenschaftler begonnen, Wildformen und traditionelle Züchtungen in Genbanken zu sichern. Im Andenhochland, der ursprünglichen Heimat der Kartoffeln, kultivieren Bauern noch heute über 400 Sorten, die sich in der Farbe von Blüten und Knollen ebenso unterscheiden wie im Geschmack. Eine kunterbunte Vielfalt aus früh, mittelfrüh und spät reifenden Auslesen sorgt auch im Garten für Abwechslung und mindert das Risiko von Missernten durch Schädlings- oder Krankheitsbefall – wie Kartoffelkäfer oder Kartoffelschorf. Der häufig auftretenden Krautfäule beugt man dagegen vor allem mit einem möglichst frühen Pflanztermin vor.
🥔 Kartoffeln pflanzen
Bei der Pflanzung legt man vorgekeimte Kartoffeln mit kurzen, kräftigen Keimlingen im Abstand von 35 Zentimetern in 10 bis 20 Zentimeter tiefe Rinnen aus und bedeckt sie anschließend mit feinkrümeliger Erde
Durch Vorkeimen erzielen Sie besonders widerstandsfähige Pflanzen. Legen Sie gesunde, fleckenfreie Pflanzkartoffeln an einem hellen, aber nicht sonnigen, zehn bis 15 °C kühlen Platz in flachen Kisten aus. Dadurch bilden sie kurze, kräftige Sprosse. Finger weg von Knollen aus dem Keller mit dünnen, blassen Trieben! Ausgepflanzt wird ab April in ein Beet mit humus- und nährstoffreicher, krümeliger Erde. Am besten erfolgt die Beetvorbereitung schon zwei Wochen vorher. Das ist jetzt auch der richtige Zeitpunkt, um Kartoffeln zu düngen.
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Tipp: Bei in Ost-West-Richtung angelegten Reihen – noch besser Dämmen (Abstand 60 bis 70 Zentimeter) – erwärmt sich die Oberfläche rascher und der Boden trocknet schneller ab. Mit Beginn der Knollenbildung muss man Kartoffeln gut gießen. Bei Trockenheit also großzügig wässern, möglichst morgens, damit die Erdoberfläche bis abends wieder trocken ist, und nie die Blätter überbrausen, sonst droht Pilzbefall.
Frühkartoffeln sind schon in der ersten Junihälfte erntereif – wegen ihrer kurzen Kulturzeit ist das Anbauen dieser Kartoffeln für den Frischverzehr besonders zu empfehlen. Warten Sie ab, bis die Knollen eine küchentaugliche Größe erreicht haben und ernten Sie nach Bedarf. Dabei die Stauden mit der Grabegabel anheben, mit den anhängenden Knollen aus der Erde ziehen und diese möglichst bald verwerten. Anders als bei den lagerfähigen Spätsorten, die erst gerodet werden, wenn sie von einer schützenden Korkschicht umgeben sind, wird die dünne Schale der Frühkartoffeln rasch runzlig und sie verlieren ihr mandelartiges Aroma.
Übrigens: Haben Sie mal zu viele leckere Knollen auf einmal geerntet, können Sie die Kartoffeln einfrieren. Allerdings nicht roh, sondern nur gekocht. Festkochende Kartoffeln eignen sich außerdem am besten dafür.


🥔 Kartoffeln richtig lagern: vor Wärme und Licht schützen
Kartoffeln beginnen bei Wärme und Licht schnell zu keimen. Die giftigen Keime kann man nicht essen und sie entziehen der Kartoffel wichtige Nährstoffe. Deshalb schrumpft sie und verliert an Geschmack und Festigkeit. Gekeimte Kartoffeln können eine hohe Konzentration von giftigen Glykoalkaloiden aufweisen. Dieser Stoff ist ebenfalls in grünen Kartoffeln enthalten und macht sie unverträglich. Dass die Kartoffeln keimen und grün werden, kannst du durch die richtige Lagerung vermeiden oder zumindest hinauszögern.
Außerdem können Kartoffeln leicht schimmeln – bereits eine betroffene Knolle kann die Fäulnis auf viele andere Kartoffeln übertragen und unter Umständen die ganze Ernte unbrauchbar machen.
Mit ein bisschen Erfahrung kannst du Kartoffeln sogar viele Monate lagern, bis zur nächsten Saison. Das ist praktisch, denn so kannst du heimische Kartoffeln ohne lange Transportwege auf Vorrat kaufen. Die Spätkartoffeln sind im September und Oktober reif, die Frühkartoffeln bereits ab Juni.
🥔 Tipps zur richtigen Lagerung von Kartoffeln
    Wähle einen dunklen Ort zur Aufbewahrung: zum Beispiel deine Speisekammer, den Keller oder einen Schuppen im Garten. Wer all das nicht zur Verfügung hat, kann die Kartoffeln auch in einem Leinenbeutel (zum Beispiel von** Avocadostore) in der Küche aufbewahren und sie so vor Licht schützen.
    Achte auf niedrige Temperaturen, denn ab etwa 10° C beginnen die Kartoffeln zu keimen. Gleichzeitig darf es nicht kälter als 4° C werden, denn sonst wandelt sich die Stärke in den Knollen in Zucker um, worunter der Geschmack leidet. Ideal, um Kartoffeln zu lagern, sind 4° C bis 8° C.
    Schütze die Kartoffeln vor Frost (zum Beispiel bei der Lagerung im Garten oder in kalten Kellern) und lege sie auf keinen Fall ins Tiefkühlfach.
    Lagere sie trocken und luftig, damit die Kartoffeln nicht schimmeln oder faulen. Zur Aufbewahrung eignet sich etwa ein Leinensack oder eine Holzkiste, in der die Kartoffeln lose aufeinander geschichtet werden. Plastikbeutel sind ungeeignet zur Lagerung von Kartoffeln. Wenn du genügend Platz im Garten hast, kannst du dir auch einen Kartoffelturm bauen.
    Sieh von Zeit zu Zeit nach deinen Kartoffeln: Haben sich doch vereinzelt kleine Triebe gebildet, müssen die betroffenen Knollen möglichst schnell gegessen werden. Faulige Kartoffeln müssen sofort entfernt und im Biomüll entsorgt werden. Durch regelmäßiges Umschichten sorgst du außerdem für ausreichend Belüftung.
    Lagere die Kartoffeln getrennt von Obst, insbesondere von Äpfeln. Das Reifungsgas Ethylen, das viele Früchte abgeben, lässt die Kartoffeln sonst schnell verderben.
    Für die langfristige Lagerung über mehrere Monate eignen sich nur unbeschadete Kartoffeln mit intakter Schale und ohne Druck- oder Keimstellen. Leicht beschädigte Kartoffeln sollten schnell gegessen werden. Wenn die Kartoffeln etwa gut verteilt auf Lattenrosten lagern, halten sie sich monatelang.


🥔 Die Kartoffel ist nur so lange ein langweiliges Gemüse, bis sie mit Fett in Berührung kommt. Und davon benötigt es für die perfekte Rösti eine ganze Menge.
Die viel beschworene, schweizerische Einigkeit und Solidarität wurde am letzten Abstimmungs-Sonntag gerade auf eine Unspunnenstein-harte Probe gestellt. Wenn sie nicht sogar im Grab landete. Meine Nachbarin sagte Nein zum höheren Frauen-Rentenalter, ich dagegen Ja. Bei einem Käsefondue wollte sie Differenzen begraben und sich mir annähern. Ich sagte Nein. Weil mich das gemeinsame Stochern in flüssigem Käse kulinarisch zutiefst befremdet, ich möchte auch nicht zwei Tage lang riechen wie gammeliger, mit Knoblauch eingeriebener Alpkäse. Und vor allem – ich freute mich schon den ganzen Tag auf die andere nationale Speise Helvetiens.
Rösti.
Erfunden im ländlichen Umfeld – mit dem Aufkommen der Kartoffeln Ende 17. Jahrhundert hatten die Bauern damit die ideale Ergänzung zum Speck der Schweine gefunden –, ist sie noch heute Gradmesser einer jeden Köchin. Hier sollen jetzt bitte Fett- und Kalorienverweigerer sowie alle anderen mürrischen, kulinarischen Kleingeister aufhören zu lesen.
Kartoffeln und Butter
Ich hatte noch das Glück, bei Hans Stucki selig im Restaurant Bruderholz in Basel zu essen, Stucki, neben Fredy Girardet der zweite Titane der Schweizer Küche im letzten Jahrhundert, kochte nie modisch. Und war gerade darum modern. Ich durfte ihm einmal in seiner Küche zusehen, wie er eine Rösti zubereitete. Eine aus frischen Kartoffeln. Und mit Butter. Mit sehr viel Butter.
Die Kartoffel ist so lange ein höchst langweiliges Gewächs, bis sie mit Fett in Berührung kommt. Ohne wäre sie für immer ein Arme-Leute-Produkt geblieben, ohne Präsenz in der wahren und guten Küche. Pommes schwimmen im Öl, zum gelungenen Püree schwingen wir im besten Fall dieselbe Menge Butter zu den Kartoffeln, und was wäre der Gratin Dauphinoise ohne eine gehörige Kelle Doppelrahm? Und warum sind wir alle Chips-Junkies? Dasselbe gilt eben auch für die Rösti. Ob Butter, Schweineschmalz oder das ausgelassen Fett der Schweinebacke, ist nur dem persönlichen Geschmack geschuldet. Hauptsache genug.
Tierisches Fett
Eine Ode an die Butter

Genauso bedeutend ist der Faktor Zeit. Und zwar für beide Rösti-Philosophien, ob aus vorgekochten oder rohen Knollen. Stucki hatte während des Service ständig etwa 8 kleine Eisenpfannen auf dem Herd, für jeweils eine Rösti-Portion. Bei frischen Kartoffeln darf nur sehr dünn in die Pfanne geschichtet werden, und sie müssen auf kleinstem Feuer garen. Nur so braten sie innen durch und verbrennen aussen nicht. Durch die zuckerhaltige Stärke (und das Bratfett) erhalten sie auch die köstlich duftende goldgelbe Kruste.
Die richtige Kartoffelsorte muss es sein
Ganz anders die Rösti aus vorgekochten Kartoffeln. Spontanität ist hier fehl am Platz. Ich koche sie sehr bissfest, lasse sie auskühlen und vergesse sie für mindestens 48 Stunden im gekühlten Gemüsefach. Besser noch für drei Tage. Dort trocknen sie zur perfekten Konsistenz.
Doch wie immer bei den einfachsten Speisen, der Teufel steckt im Detail. Helvetiens Nationalgericht zeigt sich von der sensiblen Seite: Die richtigen Knollen müssen es sein. Leicht mehlig kochend für die Version aus vorher in der Schale al dente gegarten. Festkochend für die populärere Rösti aus rohen.
Dem Kochgefäss wird eine überhöhte Bedeutung zugeschanzt. Je feiner der Belag darin, je weniger bleiben die Kartoffelspäne darauf kleben. Moderne, beschichtete Pfannen eignen sich genauso wie klassische Eisenpfannen. Bei Gusseisen-Brätern, mit ihren porösen Oberflächen, da wird es anspruchsvoll beim Wenden. Es klebt.
Ich esse die Rösti nie als Beilage, sie verdient es, im Mittelpunkt zu glänzen. Von der vielen Butter natürlich.
So wird die Rösti zubereitet:
Die Erdäpfel, zum Beispiel Granola, Sirtema oder Urgenta, mit der Schale in daumenlange Späne hobeln, kräftig mit Salz, weissem Pfeffer und Thymianblättchen würzen. Auch etwas Muskat ist nie verkehrt. Ich schneide Guanciale oder Bauchspeck in Streifen und lasse auf kleiner Flamme das Fett aus. Die knusprigen Streifen mische ich mit den Kartoffeln, zum ausgelassenen Schweinefett lasse ich noch ein mächtiges Stück geklärte Butter gleiten. Ist sie geschmolzen, kippe ich die gehobelten Knollen auf einmal hinein.
Nur jetzt auf keinen Fall umrühren, sondern mit dem Spatel leicht drückend einen Kuchen formen, ringsum vom Pfannenrand separieren, es erleichtert das Wenden. Der Fladen darf gerne etwa vier Zentimeter hoch sein. Nun den Deckel darauf und etwa 20 Minuten auf schwacher Hitze braten lassen. Die Wendetechnik ist abhängig von der Buttermenge. Wer seine Rösti mittels In-die-Luft-Schwingens umdrehen kann, ohne seine ganze Küche zu versauen, nahm zu wenig und fängt nochmals von vorne an.
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🔖 Meine Methode klappt wirklich immer: Zwei Butterstücke, ein richtig grosses und ein grosses, zurechtschneiden. Den Deckel abnehmen, das grosse Butterstück darauf schmelzen lassen, wieder aufsetzen und Pfanne umdrehen. Das sehr grosse Butterteil in die nun leere Pfanne geben und den Fladen vom Deckel hineingleiten lassen. Ohne Deckel etwa 10 Minuten knusprig braten, heiss ist sie innen schon, was wir noch wollen, ist eine goldgelbe Kruste.
Der Duft, der sich in Ihrer Küche ausbreitet, lockt spätestens dann alle an Herd. Selbst meine Nachbarin, eine Waadtländerin. Den durch die Abstimmung über die AHV-Reform einmal mehr aufgerissenen Röstigraben füllten wir so wieder auf.
Tipp: https://de.wikipedia.org/wiki/Muskatnussbaum
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Viele von uns kennen eS den Bauchspeck zu verlieren, ist am schwierigsten, wenn wir abnehmen möchten. Insbesondere das Fett am unteren Bauch hält sich hartnäckig.
Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Workout können wir die unteren Bauchmuskeln gezielt  trainieren.
Die besten Übungen gegen Unterbauchfett.
Ist Bauchfett gefährlich?
Der Bauch gehört zu den "Problemzonen" vieler Menschen, eine Körperregion, an der zu viel Speck nicht nur optisch stört, sondern die auch gesundheitliche Folgen haben kann. Denn besonders das Fett um den Bauch birgt gesundheitliche Risiken, da es  stoffwechselaktiv ist und das Risiko für Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen soll.
Als Faustregel gilt: Bei Frauen und Männern sollte der Bauchumfang weniger als 80 Zentimetern betragen. Bei ältern Männern sollte der Wert möglichst unter 94 Zentimetern liegen.
Wie nimmt man am Unterbauch ab?
Doch wie verliert man nun die unliebsamen Fettpolster?
An nur einer Stelle des Körpers Fett zu verlieren ist kaum möglich. Jedoch: Man kann gezielt Muskeln aufbauen und somit zu einer Straffung beitragen.
Inhaltsverzeichnis
        1. Liegestütz
        2. Brustpresse
        3. Butterfly-Übung
        4. Dips
        5. Bankdrücken
Je, älter wir werden, desto mehr nimmt die Spannkraft unseres Bindegewebes ab – als Folge können sich vermehrt Falten auf unserer Haut zeigen oder Dellen an unseren Oberschenkeln entstehen und auch unsere Brüste sacken mit der Zeit weiter nach unten. Neben  zunehmendem Alter und genetischer Veranlagung können jedoch auch ein starker Gewichtsverlust oder eine Schwangerschaft eine hängende Brust begünstigen, die medizinisch als Mastoptose bezeichnet wird. Generell neigen große Brüste aufgrund Ihrer Schwere  eher dazu, zu hängen.
Wie kann man hängende Brüste straffen?
Unsere Brust besteht aus Fett- und Drüsengewebe, welches sich selber nicht straffen lässt – allerdings können wir die umliegende Muskulatur trainieren. Da das Brustgewebe mit Bändern vom großen Brustmuskel gehalten wird, spielt dieser eine wichtige Rolle in  Bezug auf die Straffheit unserer Brust. Trainieren wir ihn, können wir die Brust optisch anheben. Übrigens: Das Trainieren der Brustmuskulatur festigt nicht nur unsere Brust, sondern trägt auch zu einer gesunden, aufrechten Körperhaltung bei und ist wichtig für unsere  Arm- und Schulterbewegungen.
Fitness 2022: 5 beste Übungen für eine straffe Brust
1. Liegestütz
Eine der beliebtesten Übungen mit dem eigenen Körpergewicht ist der Liegestütz, welcher vor allem in Arm-Workouts nicht fehlen darf. Doch neben dem Trizeps und der Schulter trainiert der sogenannte Push-up auch unsere Brustmuskulatur – insbesondere der große  Brustmuskel wird dabei beansprucht. So geht's: Legen Sie sich mit dem Bauch nach unten und gestreckten Beinen auf eine Matte, die Füße stehen dicht beieinander. Nun stellen Sie Ihre Arme auf Höhe des Brustkorbs links und rechts neben sich auf, den Blick auf den  Boden gerichtet. Drücken Sie sich mit den Armen nach oben, während sich die Schultern mit nach vorne bewegen. Anschließend kontrolliert wieder ablegen.
2. Brustpresse
Genauso effektiv ist die Brustpresse für unsere Brustmuskulatur, für die Sie ebenfalls nur Ihr eigenes Körpergewicht und keinerlei Equipment benötigen. Wie der Name der Übung schon sagt, trainieren Sie dabei Ihre Brustmuskeln, allerdings auch den Trizeps sowie die  Schultern. So geht's: Stellen Sie sich aufrecht hin, die Beine hüftbreit auseinander. Spannen Sie Ihre Körpermitte an und drücken Sie Ihre Handflächen auf der Höhe Ihrer Brust kräftig zusammen. Halten Sie für rund 10 Sekunden, bevor Sie eine ebenso lange Pause  machen. Das ganze 10-mal wiederholen.
3. Butterfly-Übung
Die Butterfly-Übung kennen die meisten Menschen aus dem Fitnessstudio, schließlich handelt es sich dabei um eine beliebte Übung für die Brustmuskulatur. Aber auch ohne das entsprechende Gerät können Sie Zuhause tätig werden: Nehmen Sie hierfür zwei Hanteln  oder alternativ gefüllte Wasserflaschen zur Hand. Begeben Sie sich dann aufrecht in einen hüftbreiten Stand, die Gewichte in den Händen. Heben Sie die Arme im rechten Winkel auf Schulterhöhe an und führen Sie die Gewichte in der Mitte langsam zusammen.  Schließen und öffnen Sie Ihre Arme so zehn- bis fünfzehnmal und wiederholen Sie diesen Vorgang in drei Durchgängen.
4. Dips
Auch die Dips dürfen auf Ihrem Workout-Plan nicht fehlen. Bei dieser Übung trainieren Sie nicht nur Ihren Brustmuskel, sondern auch Schulter- und Armmuskulatur. Nehmen Sie für die Übung entweder einen Stuhl, eine Sofa- oder Bettkante zu Hilfe. Wichtig: Achten Sie  darauf, dass Ihr Möbelstück fest steht und sich nicht verschieben kann. Platzieren Sie Ihre Hände schulterbreit an der Kante, die Finger zeigen dabei nach vorne. Stellen Sie die leicht gebeugten Beine auf. Senken Sie Ihren Körper nun in Richtung Boden, indem Sie Ihre  Arme beugen. Am tiefsten Punkt kurz halten und dann wieder nach oben drücken. Pro Runde etwa zehn Dips und insgesamt 3 Durchgänge.
5. Bankdrücken
Den Namen dieser Übung hat wohl jeder von uns schon mal gehört – die Rede ist vom Bankdrücken. Klassischerweise wird die Übung im Liegen auf einer Bank mit Gewichten durchgeführt, aber lassen Sie sich davon nicht abschrecken. Wenn Sie keine Gewichte zu  Hause haben, können Sie ganz unkompliziert gefüllte Wasserflaschen nutzen. Legen Sie sich damit mit dem Rücken auf eine Bank, die Füße fest auf dem Boden. Anschließend die Arme mit den Gewichten darin nach oben über die Brust strecken. Dann kontrolliert  wieder nach unten bis kurz vor der Brust absenken. Das Ganze in drei Durchgängen, jeweils 15 Mal wiederholen.


Hula-Hoop: Kalorien verbrennen und Muskeln stärken
Inhaltsverzeichnis
    Hula-Hoop lernen: Diese Tipps müssen Anfänger beachten
        1. Der passende Hula-Hoop-Reifen
        2. Auf die Kleidung kommt es an
        3. Die Ausgangsposition 
        4. Die Position des Reifens
        5. Die richtigen Hüftbewegungen
        6. Die Drehrichtung
        7. Den Reifen nach oben bekommen
    Hula-Hoop lernen: Was tun, wenn der Hoop immer runterfällt?
    Im Video: Hula-Hoop lernen – die besten Tipps und Tricks für den Anfang!
    Hula-Hoop lernen: Das müssen ältere Menschen beachten
    Schmerzen und blaue Flecken nach dem Training?
    Hula-Hoop lernen: Die besten Reifen für Anfänger
Hula-Hoop: Kalorien verbrennen und Muskeln stärken
Es ist der Fitnesstrend schlechthin! Hula-Hoop feiert seit der Corona-Pandemie sein Comeback. Haben wir als Kinder den Reifen um unsere Hüften kreisen lassen, hullern wir nun in unseren eigenen vier Wänden und haben dabei richtig viel Spaß. Außerdem ist Hula- Hoop ein richtiger Kalorienkiller – eine halbe Stunde „Hullern“ oder auch „Hooping“ verbrennt viele Kalorien.
Zitat
Kalorie ist eine veraltete Maßeinheit der Energie, insbesondere der Wärmemenge. Eine Kalorie ist nach einer gängigen Definition die Wärmemenge, die erforderlich ist, um 1 Gramm Wasser um 1 Grad Celsius zu erwärmen. https://de.wikipedia.org/wiki/Kalorie
Zitat
Außerdem bietet das Hula-Hoop-Workout noch viele weitere Vorteile:
    Ihre Ausdauer und Kondition verbessern sich.
    Durch die Bewegungen wird Ihr Gewebe besser durchblutet und kann straffer werden. Die Taille wirkt automatisch schmaler.
    Ihre Koordination und Ihr Gleichgewichtssinn werden geschult.
    Sie trainieren Ihre Bauch-, Bein-, Arm-, Rücken- und Gesäßmuskulatur.
    Hullern kann Rücken- und Nackenschmerzen vorbeugen.
    Hula-Hoop stärkt Ihren Beckenboden und ist daher ein klasse Fitness-Tipp für frisch gebackene Mamis.
    Auch die inneren Verdauungsorgane wie der Darm werden massiert, was die Verdauung anregt.
Hula-Hoop lernen: Diese Tipps müssen Anfänger beachten
Doch gerade als Einsteiger oder Neuling bleibt der Hula-Hoop-Reifen nicht auf den Hüften und fällt schnell zu Boden! Mit diesen sieben Tipps werden Sie im Handumdrehen zur Hula-Hoop-Queen:
1. Der passende Hula-Hoop-Reifen
Die richtige Reifengröße ist entscheidend. Kaufen Sie deshalb einen Reifen, der Ihnen bis zum Bauchnabel reicht, wenn Sie neben ihm stehen. Ihr Hula-Hoop sollte etwa einen Meter Durchmesser und eine Stärke von etwas zweieinhalb Zentimetern haben. Auch das  Gewicht des Reifens spielt eine wichtige Rolle: Zu Beginn sollten Sie einen eher schwereren Hula-Hoop-Reifen nehmen, der mindestens etwas mehr als ein Kilo wiegt – dann fällt Ihnen das Hullern deutlich leichter. Achten Sie darauf, dass der Reifen stabil ist. Er sollte  nicht nachgeben oder durchhängen – denn das erschwert das Hullern.
2. Auf die Kleidung kommt es an
Bevor Sie überhaupt loslegen, sollten Sie die richtige Kleidung wählen. Störende Stofffalten können das Schwingen des Reifens beeinflussen. Am besten lässt es sich hullern, wenn der Bauch frei ist oder Sie ein enges Top tragen. Auch ein zu hoher und dicker  Hosenbund kann das Hooping erschweren.
3. Die Ausgangsposition 
Suchen Sie sich eine Stelle, an der Sie genug Platz haben, um Hüften und Ring kreisen zu lassen. Denn ganz entscheidend beim Hooping ist die richtige Körperhaltung: Stellen Sie sich hüftbreit hin und positionieren Sie einen Fuß weiter nach vorne. Bei Rechtshändern  ist es meist auch der rechte Fuß. Um einen möglichst sicheren Stand zu haben, hullern Sie am besten barfuß.
4. Die Position des Reifens
Steigen Sie in den Reifen und halten Sie ihn auf Hüfthöhe. Ihr Rücken ist dabei gerade. Wichtig: Achten Sie darauf, dass der Hula-Hoop parallel zum Boden gehalten wird. Halten Sie den Reifen hingegen schräg, wird der Reifen um Ihre Hüften eiern.
5. Die richtigen Hüftbewegungen
Geben Sie dem Reifen etwas Schwung und bewegen Sie Hüften und Bauch leicht vor und zurück. Anfänger machen meist den Fehler, dass sie ihre Hüften wild kreisen lassen. Halten Sie Ihre Hände oberhalb vom Reifen. Sie können Sie entweder vor der Brust  überkreuzen oder seitlich zur Seite ausstrecken. Wenn das alles funktioniert, sollte der Hula-Hoop in kreisrunden Bewegungen um den Bauch, zum Rücken und wieder nach vorn schwingen.
6. Die Drehrichtung
Sie werden zu Anfang direkt merken, in welche Richtung sich der Reifen besser drehen lässt. Bleiben Sie zunächst bei Ihrer „Schokoladenseite“. Sobald Sie geübter sind, können Sie sich an einen Richtungswechsel wagen. Womöglich fühlt sich dieser erst einmal  ungewohnt an und das Hullern in die andere Richtung mag auf Anhieb noch nicht funktionieren. Aber keine Sorge – mit etwas Übung oder Zeit werden Sie aber auch den Reifen in die anderen Richtung schwingen können.
7. Den Reifen nach oben bekommen
Je öfter und länger Sie hullern, desto länger werden Sie den Reifen oben behalten können. Wenn Ihr Reifen langsam runterrutscht, gehen Sie leicht in die Knie und geben Sie ihm dadurch etwas mehr Schwung nach oben.
Hula-Hoop lernen: Was tun, wenn der Hoop immer runterfällt?
Will es trotz unserer Tipps nicht so richtig klappen und statt um Ihre Hüften zu kreisen, landet der Hula-Hoop immer auf dem Boden? Probieren Sie es weiterhin aus und lassen Sie sich nicht entmutigen. Geben Sie sich genügend Zeit, um sich an die neuen Bewegungen  zu gewöhnen und alle Tipps zu verinnerlichen. Mit Hula-Hoop ist es ein bisschen so wie Fahrradfahren. Irgendwann hat man den Bogen raus und es wird von Mal zu Mal leichter.
8. Den Reifen nach oben bekommen
Je öfter und länger Sie hullern, desto länger werden Sie den Reifen oben behalten können. Wenn Ihr Reifen langsam runterrutscht, gehen Sie leicht in die Knie und geben Sie ihm dadurch etwas mehr Schwung nach oben.
Hula-Hoop lernen: Was tun, wenn der Hoop immer runterfällt?
Will es trotz unserer Tipps nicht so richtig klappen und statt um Ihre Hüften zu kreisen, landet der Hula-Hoop immer auf dem Boden? Probieren Sie es weiterhin aus und lassen Sie sich nicht entmutigen. Geben Sie sich genügend Zeit, um sich an die neuen Bewegungen  zu gewöhnen und alle Tipps zu verinnerlichen. Mit Hula-Hoop ist es ein bisschen so wie Fahrradfahren. Irgendwann hat man den Bogen raus und es wird von Mal zu Mal leichter.
Hula-Hoop lernen:
Das Schöne am Hullern?
Das Alter spielt (fast) keine Rolle – so können auch alte Menschen den Reifen um die Hüften kreisen lassen und dabei spielerisch Kondition sowie Ausdauer stärken. Allerdings sollten Sie sich bei Vorerkrankungen wie Arthrose, Knie- oder  Rückenproblemen vorher das Okay Ihres Arztes geben lassen. Zu Beginn sollten Sie erst langsam mit Hula-Hoop beginnen und dabei auf Ihren Körper achten. Treten Schmerzen auf, sollten Sie das Training nicht fortsetzen und eine Pause machen. Halten die  Beschwerden auch danach noch an, sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.
Schmerzen und blaue Flecken nach dem Training?
Anfangs kann der Hula-Hoop-Reifen schmerzhaft sein und für den ein oder anderen blauen Fleck sorgen. Mit der Zeit wird die Bindegewebsschicht am Bauch aber fester und es entstehen keine Hämatome mehr.
Ein Hula-Hoop-Workout macht Spaß und ist eine wunderbare Alternative zu Fitnessstudio und Co!

Eine wunderbare Möglichkeit, den stressigen Alltag hinter sich zu lassen, Zeit zum Nachdenken zu finden, abzuschalten oder einfach die Laufstrecke zu genießen, bietet das Laufen alleine. Das ist zwar im Allgemeinen sicher, doch es birgt auch Risiken. Gerade bei  Frauen läuft häufig ein mulmiges Gefühl mit, welches sich insbesondere in der kalten Jahreszeit, bei einbrechender Dunkelheit oder auf einer ungewohnten Laufstrecke verschlimmert. Damit Sie sich als Läuferin auf Ihrer Laufstrecke wieder sicherer fühlen, haben wir im  folgenden einige Tipps für Sie zusammengefasst.
Diese Sportarten lindern Rückenschmerzen
Bewegung ist eine effektive Maßnahme, um gezielt gegen Rückenschmerzen vorzugehen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Reifen_(Spielzeug)#Hula-Hoop

1. Du trinkst Alkohol und andere Dickmacher
Wenn du Wein, Bier, zuckerhaltige Smoothies und Sofrdrinks zu dir nimmst, kann das jeden Tag für hunderte zusätzliche Kalorien sorgen.
Experten glauben, dass besonders das Trinken von Alkohol dabei im Wege steht, Bauchfett abzubauen: „Übermäßiger Alkohol führt dazu, dass die Leber Fett und Kohlenhydrate nicht mehr metabolisiert, um sich zuerst um den Alkohol zu kümmern. Dies führe zur Speicherung von zusätzlichem Fett im Körper – und dadurch eben auch im Bauch.
2. Du guckst nicht auf die Kalorien
„Ein Kalorienüberschuss kann dazu führen, dass die Fettdepots weiter wachsen, einschließlich derer rund um den Bauch„, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Ginger Hultin.
Bei der Ernährung sollte man deshalb darauf achten, dass die Kalorienanzahl optimal auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt ist.
„Der individuelle Kalorienbedarf basiert auf zahlreichen Faktoren, aber die wichtigsten sind Geschlecht, Alter, Gewicht, Größe und Aktivität“, ergänzt Ernährungsberaterin Stephanie Ferrari.
Es kann zusätzlich sinnvoll sein, sich mit einem registrierten Ernährungsberater bzw. einer Ernährungsberaterin zusammenzusetzen, da diese deinen Lebensstil und deine Gesundheitsgeschichte genauer beurteilen können.
3. Du machst das falsche Cardio-Training
Wenn du ein Fan von Herz-Kreislauf-Workouts bist und Bauchfett verlieren willst, solltest du Laufband und Fahrrad mal links liegen lassen – und stattdessen in Zukunft hochintensives Intervalltraining (HIIT) machen.
Denn das ist die effektivste Art von Cardio, wenn es darum geht, Fett am Bauch loszuwerden, wie eine Studie gezeigt hat. Ein weiterer Vorteil: Du sparst damit eine Menge Zeit im Fitnessstudio.
4. Du isst Zucker und raffinierte Carbs
Du weißt zwar wahrscheinlich schon, dass Junkfood dir definitiv nicht dabei helfen wird, Gewicht zu verlieren – aber vielleicht hilft es dir auch zu erfahren, warum das so ist.
Verarbeitete Kohlenhydrate und zuckerhaltige Nahrungsmittel wie Eiscreme, Fertigmahlzeiten und Weißbrot treiben deinen Insulinspiegel in die Höhe, was einer Studie nach zu einer Gewichtszunahme führt.
Wenn du deinen Insulinspiegel niedrig hältst, wird dir das also dabei helfen, deinen gesamten Körperfettanteil zu reduzieren.
ErnährungKampf dem Zucker: So lässt sich Zuckerkonsum reduzieren
Abgesehen davon, dass sie reich an Kohlenhydraten sind, haben stark verarbeitete Lebensmittel in der Regel auch einen hohen Kaloriengehalt.
Das ist aber nicht mal das letzte Problem: Sie zu essen, liefert deinem Körper auch wenig bis gar keine Nährstoffe, sodass du hungrig bleibst und in Folge dessen immer mehr isst.
Es ist natürlich in Ordnung, sich ab und zu mal zuckerhaltige Leckereien und verarbeitete Kohlenhydrate zu gönnen.
Wenn du beides reduzierst, wirst du aber definitiv nicht nur einen Unterschied darin feststellen, wie du dich fühlst: Dein Bauchfett wird dadurch ebenfalls schmelzen.
5. Du machst kein Krafttraining
Kinzly betont, dass es neben der richtigen Ernährung auch auf die Wahl des Workouts ankommt, wenn der Bauch eine Problemzone ist. Viele Fitnessexperten sind sich einig, dass das Hauptaugenmerk dabei nicht auf Ausdauertraining liegen sollte.
Denn Krafttraining hilft besser dabei, deine Muskelmasse zu erhöhen. Ist das der Fall, so verbrennst du im Ruhezustand automatisch mehr Kalorien und beschleunigst deinen Stoffwechsel.
Das Ziel sollte also sein, mindestens drei Kraftworkouts pro Woche zu machen.
Achte dabei darauf, dass alle Körperregionen trainiert werden, indem du eine Vielzahl unterschiedlicher Geräte benutzt.
6. Du snackst nach dem Training zu viel
Viele haben die Mentalität: „Ich habe trainiert, damit ich essen kann, was ich will.„ Aber das ist der falsche Ansatz.
Bei der „Reduktion von Bauchfett letztlich darauf an, wie man isst.“
Wenn du nach dem Training einen Snack zu dir nimmst, der doppelt so viele Kalorien enthält wie durch das Training abgebaut wurden, ist das keine gute Vorraussetzung.
Wenn dich die Nascherei über deine tägliche Kalorienmenge katapultiert, wirst du nämlich unweigerlich an Gewicht zunehmen.
Der Tipp der Expertin: Greife nach dem Workout zu einem Snack mit nur etwa 150 Kalorien. Stelle außerdem sicher, dass Eiweiß und Kohlenhydrate zum Auftanken enthalten sind.
7. Du isst zu wenig Eiweiß
Wenn deine Mahlzeiten hauptsächlich aus Carbs bestehen, wirst du schon kurz nach dem Essen wieder hungrig sein.
Deshalb ist es sinnvoll, immer auch für eine magere Proteinquelle zu sorgen, um den Muskelaufbau zu unterstützen und den Hunger länger zu stillen.
Der Körper braucht etwa 0,4 bis 0,9 Gramm Eiweiß pro Kilo Körpergewicht benötigt. Der genaue Bedarf hänge davon ab, wie aktiv man sei.
„Das bedeutet nicht unbedingt, dass man mehr Fleisch essen sollte.
„Es gibt viele pflanzliche Lebensmittel, die Protein enthalten, zum Beispiel Getreide, Bohnen, Hülsenfrüchte, Nüsse und Gemüse.“

Die Alexander-Technik ist eine pädagogische Methode und beschäftigt sich mit dem Erkennen und Ändern von Gewohnheiten, besonders von körperlichen Fehlhaltungen, die sich durch Verspannungen, Schmerzen oder Funktionseinschränkungen äußern. https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander-Technik
Die Alexander-Technik ist ein spezielles Körpertraining, das der bewussten Lösung von Verspannungen dienen soll. Negative Gewohnheiten wie Fehlhaltungen des Körpers, die oft reflexartig eingenommen werden, sollen dabei selbstständig erkannt und verändert werden.
Alexander-Technik – Funktionsweise
Die Alexander-Technik basiert auf dem engen Zusammenspiel von Körper, Geist und Gefühlswelt und hat auf alle drei Bereiche nachhaltige Auswirkungen:
Körperlich: Die AT unterstützt den Bewegungsapparat. Mit ihrer Hilfe können funktionalen Beschwerden des Bewegungsapparates vorgebeugt werden, bereits vorhandene Beschwerden gelindert und das allgemeine Wohlbefinden und die Gesundheit gestärkt werden.
Mental: Erschöpfung wird vorgebeugt, Fokussierung verbessert und Konzentrationsfähigkeit gestärkt.
Emotional: Gelassenheit wird unterstützt, Stresssymptomen vorgebeugt und der Umgang mit Lampenfieber und allgemeiner Nervosität verbessert.
In viele unserer täglichen Bewegungen und Tätigkeiten schleichen sich schlechte (Bewegungs-)gewohnheiten ein: wir wenden zu viel Kraft auf, ziehen die Schultern hoch, spannen den Bauch an etc. Alles Überflüssige und Ungewollte führt mit der Zeit zu Bewegungseinschränkungen und Beschwerden.
Mit der Alexander-Technik lernen Sie, diese schlechten Gewohnheiten zu erkennen, zu stoppen und neue Bewegungs- und Handlungsabläufe zu entwickeln. Dies führt zu einer bewussten neuen Denkweise, mit deren Hilfe Sie die alten Gewohnheiten nach und nach durch neue Abläufe ersetzen.
Die Alexander-Technik erlernen
Alexander-Technik erlernen Sie durch eine Kombination von Unterricht und Selbststudium. Der Alexander-Technik Lehrer gibt dem Schüler im Unterricht wertvolle Impulse, durch die er seine Denk- und Bewegungsmuster entlarven und eigene Lösungswege für seine Probleme entwickeln kann. Durch alte Gewohnheiten blockiert, verläuft sich der Mensch leicht auf “Irrwegen”. Der AT-Lehrer hilft, das zu erkennen und den gewünschten Lösungsweg zu finden. Bestimmte Erfahrungen lassen sich zudem besser über die Hände des Lehrers kommunzieren, als sie durch Worte zu vermitteln wären. Der Schüler ist im Selbststudium gefragt, mit den erarbeiteten Lösungswegen zu experimentieren und sie zu gehen. Aus diesem Zusammenspiel ergeben sich stete und solide Fortschritte.
Wie die Alexander-Technik künstlerische Prozesse positiv beeinflusst
Viele Musiker*innen und Künstler*innen haben bisher von der Alexander-Technik profitiert und konnten in ihrem künstlerischen Leben wichtige Veränderungen erfahren.
Der Ursprung der Alexander-Technik
Frederick Matthias Alexander (1869 – 1955) hat die Alexander-Technik entwickelt, weil er als Schauspieler durch seine „falschen“ Angewohnheiten beim Rezitieren von Texten ständig heiser wurde und er seine berufliche Perspektive dadurch bedroht sah. Dabei hat er in einer langen und gründlichen Selbstbeobachtung experimentell eine Methode entwickelt, die ihm ein müheloses Rezitieren ermöglichte. Und sich darüberhinaus zur Verbesserung jeglicher Art von Bewegung, Tätigkeit und Handlung eignet. Die Funktionsweise seiner Methode hat er in verschiedenen Schriften niedergelegt, u. a.:
    Man’s Supreme Inheritance (Des Menschen höchstes Erbe), 1910
    Constructive Conscious Control of the Individual (Konstruktive bewusste Steuerung des Individuums), 1923
    The Use of the Self (Der Gebrauch des Selbst), 1932
    The Universal Constant in Living (Die universelle Konstante im Leben), 1940
Zitat
⚠️ Tip: Mein SMF Forum ★ Ronald "ronnie" Johannes deClaire Schwab ● Eine Biografie oder Biographie ⚔ Bodhietologie »
    Forum » ● Narconon Wien/Vienna ★ ULC e.V. IV-Vr 442/b/VVW/1996-Wien/Vienna-Österreich/Austria-EU (Moderator: ★ Ronald Johannes deClaire Schwab)
➡️ https://bodhie.eu/simple/index.php/board,25.0.html
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Zitat
Das Fragenspiel

Unsere Persönlichkeit ist im ständigen Veränderungsprozess. Umso schwerer fällt es uns manchmal, unser Handeln und Denken nachzuvollziehen. Dabei ist Selbstreflexion ein echter Gamechanger.
Was will ich wirklich?
Eine Frage, die sich bestimmt jeder und jede von uns schon einmal gestellt hat. Nur ist es alles andere als einfach, eine Antwort auf diese Frage zu finden. Das liegt auf der einen Seite daran, dass wir uns im Laufe unseres Lebens ständig verändern – und damit eben auch das, was wir vom Leben wollen. Und dann fällt es uns dank Dauerbeschäftigung durch Arbeitsalltag, Internet und Freizeitstress oftmals schwer, uns wirklich selbst zu hinterfragen.
Dabei kann regelmäßige Selbstreflexion unser Leben nachweislich bereichern. Wer sich selbst, seine Gedanken und Gefühle und sein Handeln regelmäßig hinterfragt, der trifft nicht nur bessere Entscheidungen, sondern kann seine Werte, Grenzen und Bedürfnisse auch klarer kommunizieren und durchsetzen und verfolgt seine Ziele und Träume gezielter – weil er sie kennt.
Stress macht offensichtlich schlechte Laune
Test
Psychologie Sind Sie zu gestresst? Testen Sie Ihren Stress-Level
Selbstreflexion kann unsere Produktivität steigern!

"Man sollte vor allem in sich selbst investieren. Das ist die einzige Investition, die sich tausendfach auszahlt", sagte der Milliardär Warren Buffett vor einigen Jahren. Er sprach damals vor allem von einer Investition in Erfolg. Eine Wirkung von Selbstreflexion, die mittlerweile sogar wissenschaftlich belegt ist.
So konnten die Forschenden Francesca Gino und Gary Pisano an der Harvard Universität mit einer Studie beweisen, dass tägliche Reflexion über den beruflichen und persönlichen Erfolg unsere Produktivität steigern kann. Uns regelmäßig selbst zu hinterfragen kann also dazu führen, dass wir unser Verhalten ändern – und zwar zum Positiven.
Selbstreflexion braucht vor allem eins: Zeit
Eine ähnliche Wirkung ist auch bei negativen Gefühlen möglich: Wenn wir es gewohnt sind, uns selbst zu reflektieren, dann nehmen wir auch Ängste und Sorgen nicht so einfach hin und können besser damit umgehen. Langfristig macht Selbstreflexion es uns möglich, unsere Impulse besser zu kontrollieren und aus unseren Fehlern auch wirklich zu lernen, statt sie wieder und wieder zu wiederholen.
Sinnkrise? Was wirklich zählt: 26 Wege zu mehr Sinn im eigenen Leben
Liebe
Erleben Sie romantische Abenteuer, verlieben Sie sich und trauen Sie sich, Menschen in Ihr Herz zu schließen. Echte Verbindung zu anderen Menschen und gelebte Intimität machen unser Leben wertvoller.
Macht
Zugegeben, es ist nichts, mit dem man hausieren geht, aber: Auch das Streben nach Macht gehört zu den Dingen, die manchen Menschen Sinn geben. In dem Zusammenhang wird auch oft großer Wert auf Dominanz und den eigenen Kampfgeist gelegt.
Entwicklung
Immer nach neuen Herausforderungen suchen, seine Ziele verfolgen und an persönlichem Wachstum interessiert sein – das kann unserem Leben einen Sinn verleihen.
Bewusstes Erleben
Achtsamkeit ist heute ein regelrechter Trend. Meditation, Yoga und das Leben im Hier und Jetzt sind also für viele Menschen nichts Neues mehr. Trotzdem kommt es hier auf die Überzeugung dahinter an. Sobald Achtsamkeit nichtmehr Mittel zum Zweck ist, sondern aus dem echten Bedürfnis heraus gemacht wird, den Moment wirklich zu erleben, kann es zum Lebenssinn werden.
Wellness
Wann haben Sie das letzte Mal richtig die Seele baumeln lassen? Fällt Ihnen nicht ein? Dann wird es höchste Zeit! Denn auch Genussmomente und Phasen, in denen Sie sich nur darum kümmern, dass es Ihnen gut geht, sind sehr wertvoll.
Naturverbundenheit
Nicht nur für die Klimakrise, auch für das eigene Leben macht es sehr viel Sinn, sich mit der Natur auseinanderzusetzen und sich respektvoll ihr gegenüber zu verhalten. Auch regelmäßige Ausflüge in den Wald, ans Meer oder zu den Bergen steigern die Naturverbundenheit.
Gesundheit
Wir haben zwar nur in Maßen in der Hand, ob wir irgendwann an Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Depressionen leiden werden, aber ein gesunder Lebensstil mit bewusster Ernährung und regelmäßiger Bewegung kann uns eine Richtung geben. Und im besten Fall beugen wir so noch der ein oder anderen Krankheit vor.
Generativität
Genera...was? Der etwas umständliche Begriff beschreibt das Bedürfnis vieler Menschen, Dinge zu tun und zu erschaffen, die bestehen bleiben. Wenn ich mit meinem Handeln also nachhaltige Auswirkungen auf mein Umfeld oder sogar die Welt haben kann, dann gibt das meinem Leben einen Sinn.
Mit sich selbst im Reinen sein – das ist häufig leichter gesagt, als getan. Trotzdem kann ein harmonisches Leben mit sich selbst und seinem Umfeld der eigenen Existenz durchaus Sinn verleihen.
Kreativität
Seine Phantasie schweifen lassen, sich in fremde Welten träumen und sich kreativ ausleben, zum Beispiel beim Malen, Tanzen oder Singen – das macht auch Sinn.
Der Einsatz für Menschenrechte und das Gemeinwohl macht nicht nur gesellschaftlich total Sinn, sondern kann auch dem eigenen Leben mehr Wert verleihen.
Vielleicht kennen Sie auch Menschen, die sich nicht gerne festlegen. Dann ist es gut möglich, dass diese Leute Freiheit, Ungebundenheit und Selbstbestimmung als sehr sinnvoll ansehen.
Wichtig für die Selbstreflexion ist allerdings, sich die richtigen Fragen zu stellen und sich wirklich Zeit zu nehmen, um intensiv darüber nachzudenken. Und es gibt Fragen, die sich wirklich jeder von uns einmal stellen sollte, um sich selbst besser kennenzulernen. Die folgenden 15 Stück gehören auf jeden Fall dazu.
15 Fragen, die sich jeder von uns stellen sollte:
    Wer bin ich, wenn niemand zusieht?
    Was für ein Mensch will ich gewesen sein?
    Welche Menschen sind mir im Leben wirklich wichtig?
    Wofür stehe ich jeden Morgen auf?
    Was bedeutet Erfolg für mich?
    Was ist mein größter Traum?
    Was hält mich davon ab, ihn mir zu erfüllen?
    Welche Werte sind mir wichtig – und warum?
    Was kann ich gut und was nicht?
    Bin ich ein gute:r Freund:in?
    Wie finde ich mich eigentlich selbst?
    Habe ich Angst vor dem Tod?
    Welchen Stellenwert hat Geld, Liebe und Freundschaft in meinem Leben?
    Was war der schönste Moment meines Lebens?
    Könnte ich von vorne beginnen – was würde ich anders machen?
EMDR-Methode
Psychologie EMDR-Therapie: So können Aufmerksamkeitsübungen helfen, chronischen Schmerz zu lindern
Das Idealbild der Persönlichkeit vergessen
Natürlich ist das nur eine Inspiration an Fragen, die wir uns selbst stellen können, um uns etwas besser zu verstehen. Wichtig ist es, mit einer offenen Haltung an Selbstreflexion heranzugehen und zu versuchen, ehrlich mit sich selbst zu sein. Häufig beantworten wir die entsprechenden Fragen so, wie wir gerne wären, statt so, wie wir wirklich denken.
Versuchen Sie also, Ihr Idealbild Ihrer Persönlichkeit bei Seite zu schieben und sich darauf einzulassen, wer Sie wirklich sind. Nur so können Sie auch herausfinden, was Ihnen wirklich gut tut und was Sie vom Leben wollen. Denn es ist so, wie schon der große Philosoph Seneca einst sagte: "Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige."
Spiel ist eine Tätigkeitsform. Spielen ist eine Tätigkeit, die zum Vergnügen, zur Entspannung, allein aus Freude an ihrer Ausübung, aber auch als Beruf ausgeführt werden kann um seine Zeit sinnvoll zu investieren.
Es ist eine Beschäftigung, die oft als spielerische Auseinandersetzung in Gemeinschaft mit anderen vorgenommen wird oder alleine in Meditation.
https://de.wikipedia.org/wiki/Spiel

Kommunikation ist elementar für Beziehung und Freundschaft. Trotzdem reden wir viel zu oft aneinander vorbei – oder über Banales. Dabei hilft es manchmal schon, die richtigen Fragen zu stellen.
Wir haben da ein paar Ideen.

Wie geht es Ihnen? Eine Frage, die Ihnen bestimmt schon häufiger gestellt worden ist. Und weil wir sie so häufig hören, oft im beruflichen Kontext oder bei der Zufallsbegegnung im Supermarkt, verliert sie nach und nach an Wert. Die Antwort lautet meistens “Alles gut und selbst?“ – oder so ähnlich. Und das Gegenüber erwidert mit ähnlichen Worten der gleichen Bedeutung.
Ein Gespräch, das an Banalität kaum zu übertreffen ist. Aber wer würde schon einem Bekannten sein Leid im Supermarkt klagen? Kaum jemand. Das Problem ist: Wir gewöhnen uns irgendwann an oberflächlichen Smalltalk.
Warum Smalltalk manchmal nicht reicht
Studien konnten zeigen, dass die Menschen in den Vereinigten Staaten vor 100 Jahren noch rund vier Stunden am Tag wirklich miteinander gesprochen haben. Heute bleiben davon durchschnittlich 90 Minuten – und da sind Smalltalk und der reine Informationsaustausch bereits involviert.
Geschwister Paar, Daria Kathrin Linzbach, Marcus Linzbach
Psychologie Wie Geschwister uns fürs Leben prägen
Schuld daran sind auch Soziale Netzwerke und die ständige Erreichbarkeit über das Smartphone. Wir haben uns in den letzten Jahren an einen Kommunikationsstil angepasst, der vor allem eines ist: “Quick and Dirty“.
Wir antworten schnell auf Nachrichten, sammeln Gespräche über das Wetter und verlernen dadurch, wirklich zuzuhören. Wir "vergegnen" statt begegnen uns, wie es der Philosoph Martin Buber bereits vor mehr als 50 Jahren zutreffend beschrieb.
Natürlich gibt es auch heute noch viele Menschen, die wirklich Interesse an ihren Mitmenschen haben, keine Frage. Aber oft versäumen wir es eben trotzdem – aus Zeitdruck, Stress oder Erschöpfung – wirklich auf unser Gegenüber einzugehen.
Sinnkrise?
Was wirklich zählt: Wege zu mehr Sinn im eigenen Leben.
Vielleicht kennen Sie auch Menschen, die sich nicht gerne festlegen. Dann ist es gut möglich, dass diese Leute Freiheit, Ungebundenheit und Selbstbestimmung als sehr sinnvoll ansehen.
Stattdessen sind wir gedanklich ganz woanders, werfen mit leeren Worthülsen um uns oder warten nur darauf, bis wir endlich unseren Ballast abwerfen können. Die Folge: Wir stranden am Beckenrand, statt wirklich in die Gedankenwelt unseres Gesprächspartners einzutauchen.
Freundschaft vertiefen: Was ein gutes Gespräch ausmacht.
Dabei kann uns ein gutes Gespräch sogar nachweislich glücklicher machen. Ein Forschungsteam der Universität von Arizona hat untersucht, wie unterschiedlich sich Smalltalk und tiefgründige Gespräche auf unser Wohlbefinden auswirken. Das Ergebnis: Der glücklichste Studienteilnehmer hatte doppelt so viele bedeutende Gespräche wie der unglücklichste.
Aber was macht nun ein gutes Gespräch aus? Es geht dabei vor allem um eine offene Haltung gegenüber dem Gesprächspartner. Wer ehrliches Interesse zeigt und auf die Aussagen eingeht, der kann auch viel Neues erfahren.
Gemeinsamkeiten und Hormone für mehr Nähe.
Wer eine tiefere Verbindung aufbauen möchte, der sollte außerdem bereit sein, auch etwas von sich selbst preiszugeben. Sobald wir unsere Sorgen, Sehnsüchte und Geheimnisse mit jemandem teilen, wird das Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet – und zwar auf beiden Seiten.
Eine ähnliche Wirkung hat es, sich an gemeinsame Erlebnisse zu erinnern und sich darüber auszutauschen. Sobald wir in Erinnerungen schwelgen, stärken wir damit laut einer Studie des amerikanischen Psychologen Clay Routhledge unsere soziale Verbundenheit. Wer gemeinsame Abenteuer erlebt und sich darüber austauscht, der verhält sich außerdem rücksichtsvoller und hilfsbereiter.
Und das Wichtigste zum Schluss: Ehrliche, offene Gespräche geben uns die Möglichkeit, Gemeinsamkeiten zu entdecken. Und das ist laut zahlreichen Studien etwas, das uns sehr eng mit anderen Menschen verbinden kann.
Wenn wir herausfinden, dass unser Gegenüber ähnliche Werte vertritt, das gleiche Hobby betreibt oder ein riesiger Fan unseres Fußballvereins ist – dann mögen wir ihn automatisch ein bisschen mehr als vorher.
Fragen für tiefgründige Gespräche
Der Zauber eines guten Gesprächs liegt vor allem darin, dass es nicht erzwungen ist. Aber es ist doch so: Manchmal fehlen uns einfach die richtigen Worte, um einander näherzukommen.
Die folgenden Fragen können Ihnen dabei helfen, Freunde, Bekannte oder Familienmitglieder etwas besser kennenzulernen – und ganz nebenbei vielleicht auch neue Facetten an sich selbst zu entdecken.
    Wie geht es dir wirklich?
    Wie sieht dein perfekter Tag aus?
    Wofür bist du in deinem Leben dankbar?
    Welche Erfahrung hat dich am meisten geprägt?
    Auf welche deiner Eigenschaften bist du stolz?
    Was bedeutet Erfolg für dich?
    Was würdest du tun, wenn du nicht Scheitern könntest?
    Was schätzt du an einer Freundschaft am meisten?
    Was ist deine schönste Erinnerung?
    Was ist deine schlimmste Erinnerung?
    Was vermisst du daran, ein Kind zu sein?
    Welchen Rat würdest du deinem jüngeren Ich geben?
    Wann hast du das letzte Mal Tränen gelacht?
    Wie lautet der beste Ratschlag, den du je bekommen hast?
    Auf welchen Ratschlag hättest du lieber verzichtet?
    Was für ein Mensch willst du gewesen sein?
    Was ist deine frühste Erinnerung?
    Über welche Themen denkst du am meisten nach?
    Was denken andere Menschen über dich, was aber gar nicht stimmt?
    Was schätzt du an anderen Menschen am meisten?
    Woran merkst du, dass du langsam älter wirst?
    In welcher Situation hast du in letzter Zeit Mut benötigt?
    Worüber hast du deine Meinung geändert?
    Welche Frage würdest du gerne mal beantworten?
    Wofür stehst du jeden Morgen auf?

KommunikationsÜbungen: https://bodhie.eu/akademie/kommunikation

Mache Notizen und beantworte die Fragen!

1. Machen Sie manchmal gedankenlose Bemerkungen oder Anschuldigungen, die Ihnen später leid tun?
2. Wenn andere aus der Fassung geraten, bleiben Sie dann ziemlich ruhig?
3. Blättern Sie einfach zum Vergnügen in Eisenbahnfahrplänen, Telefonbüchern oder Wörterbüchern?
4. Wenn Sie gebeten würden, eine Entscheidung zu treffen, würden Sie durch Ihre Zuneigung zu der davon betroffenen Person - bzw. Ihre Abneigung gegen sie -, beeinflusst werden?
5. Beabsichtigen Sie, zwei oder weniger Kinder in Ihrer Familie zu haben, obwohl Ihre Gesundheit und Ihr Einkommen mehr erlauben?
6. Bekommen Sie manchmal ein Zucken in Ihren Muskeln, auch wenn es keinen ersichtlichen Grund dafür gibt?
7. Wären Sie lieber in einer Stellung, in der Sie nicht die Verantwortung tragen, Entscheidungen fällen zu müssen?
8. Werden Ihre Handlungen von anderen als unberechenbar angesehen?
9. Denken Sie, dass mehr Geld für soziale Sicherheit ausgegeben werden sollte?
10. Sind Sie an anderen Leuten stark interessiert?
11. Ist Ihre Stimme eher gleichbleibend als abwechslungsreich im Tonfall?
12. Überlassen Sie es normalerweise der anderen Person, die Unterhaltung zu beginnen?
13. Sind Sie ohne weiteres an der Unterhaltung anderer Leute interessiert?
14. Würde Sie der Gedanke, Wild, kleinen Tieren oder Fischen Schmerz zuzufügen, vom Jagen oder Fischen abhalten?
15. Verhalten Sie sich oft impulsiv?
16. Sprechen Sie langsam?
17. Sind Sie normalerweise über die Notwendigkeit besorgt, Ihre Gesundheit zu schützen?
18. Bringt eine unerwartete Handlung Ihre Muskeln zum Zucken?
19. Sind Sie normalerweise rücksichtsvoll in den Anforderungen, die Sie an Ihre Angestellten, Verwandten oder Schüler stellen?
20. Glauben Sie, dass Sie ein gültiges „Spontanurteil“ abgeben können?
21. Sorgen Sie sich immer noch über Ihre vergangenen Fehlschläge?
22. Sind Sie manchmal mehrere Tage lang besonders aktiv?
23. Nehmen Sie es anderen übel, wenn sie versuchen, Ihnen zu sagen, was Sie tun sollen?
24. Ist es normalerweise hart für Sie, etwas einzugestehen und die Verantwortung dafür zu tragen?
25. Haben Sie eher einen kleinen Kreis von engen Freunden – nicht viele Freunde und flüchtige Bekannte?
26. Ist Ihr Leben ein ständiger Kampf ums Überleben?
27. Singen oder pfeifen Sie oft einfach so zum Spaß?
28. Werden Sie von Ihren Freunden für warmherzig gehalten?
29. Würden Sie lieber Befehle geben als empfangen?
30. Macht es Ihnen Spaß, Leuten die neusten Skandalgeschichten über Ihre Kollegen zu erzählen?
31. Könnten Sie strikter Disziplin zustimmen?
32. Würde Sie die Idee sehr beunruhigen, nochmals ganz neu zu beginnen?
33. Bemühen Sie sich, andere zum Lachen oder zum Lächeln zu bringen?
34. Fällt es Ihnen leicht, Ihre Gefühle auszudrücken?
35. Halten Sie mit Ihren Vorwürfen zurück, wenn jemand zu spät zu einer Verabredung kommt?
36. Werden Sie manchmal von anderen als Spielverderber angesehen?
37. Glauben Sie, dass es Leute gibt, die Ihnen ganz sicher unfreundlich gesinnt sind und gegen Sie arbeiten?
38. Würden Sie „nur um des lieben Friedens willen“ eingestehen, im Unrecht zu sein?
39. Gibt es nur wenige Leute, für die Sie wirklich Zuneigung empfinden?
40. Sind Sie selten glücklich, es sei denn, Sie haben einen besonderen Grund dafür?
41. Gehen Sie bei einem gesellschaftlichen Anlass von einem zum anderen?
42. Treffen Sie vernünftige Vorsichtsmaßnahmen, um Unfälle zu vermeiden?
43. Macht Sie die Vorstellung nervös, vor Leuten zu sprechen?
44. Wenn Sie in einem Geschäft einen Artikel sehen würden, der offensichtlich mit einem falschen, zu niedrigen Preis ausgezeichnet ist, würden Sie dann versuchen, ihn zu diesem Preis zu bekommen?
45. Haben Sie oft das Gefühl, dass Leute Sie beobachten oder hinter Ihrem Rücken über Sie sprechen?
46. Geraten Sie „ständig in Schwierigkeiten“?
47. Haben Sie einen bestimmten Hass oder eine bestimmte Angst?
48. Ziehen Sie beim Sport die Rolle des Zuschauers der aktiven Teilnahme vor?
49. Fällt es Ihnen leicht unparteiisch zu sein?
50. Haben Sie vor anderen Familienmitgliedern einen klar bestimmten Standard höflichen Verhaltens?
51. Können Sie eine Gesellschaft richtig in Schwung bringen?
52. Würden Sie, mit der Hoffnung, die Raten einhalten zu können, etwas auf Kredit kaufen?
53. Bekommen Sie nach einem Unfall oder einem anderen unvorhergesehenen Geschehnis, das Sie aufregt, nachträgliche Reaktionen?
54. Ziehen Sie eher das Wohl aller in Betracht, als Ihre eigenen persönlichen Vorteile?
55. Wenn Sie einem Vortragenden zuhören, haben Sie manchmal das Gefühl, dass sich der Redner ausschließlich an Sie richtet?
56. Stört „Lärm von außen“ Sie nur selten in Ihrer Konzentration?
57. Sind Sie normalerweise über alltägliche Angelegenheiten auf dem Laufenden?
58. Können Sie zuversichtlich eine Veranstaltung in sechs Monaten planen und auf Ihrer Durchführung hinarbeiten?
59. Glauben Sie, dass der moderne Strafvollzug mit „Gefängnissen ohne Gitter“ zum Scheitern verurteilt ist?
60. Neigen Sie dazu, nachlässig zu sein?
61. Bekommen Sie dem Leben gegenüber jemals ein „traumähnliches“ Gefühl, so dass alles unwirklich erscheint?
62. Erholen Sie sich schnell von den Auswirkungen schlechter Neuigkeiten?
63. Wenn Sie kritisieren, versuchen Sie gleichzeitig zu ermutigen?
64. Werden Sie normalerweise für „kalt“ gehalten?
65. Sind Ihre Meinungen nicht wichtig genug, um sie anderen mitzuteilen?
66. Sind Sie so selbstsicher, dass es andere manchmal verärgert?
67. „Behalten Sie Dinge genau im Auge“, die Sie an Freunde ausgeliehen haben?
68. Machen Ihnen Aktivitäten Spaß, die Sie sich selbst ausgesucht haben?
69. Hat gefühlvolle Musik eine ziemlich starke Wirkung auf Sie?
70. Verurteilen Sie jemanden voll und ganz, weil er in irgendeiner Hinsicht ein Rivale oder ein Gegner von Ihnen ist?
71. Grübeln Sie oft über Tod, Krankheit, Schmerz und Kummer nach?
72. Beunruhigt Sie der Gedanke, Ihre Würde zu verlieren?
73. Sammeln Sie immer Dinge, die „von Nutzen sein könnten“?
74. Würden Sie Fehler kritisieren und die schlechten Seiten am Charakter oder an der Arbeit eines anderen hervorheben?
75. Zeigen Sie offen Bewunderung für schöne Dinge?
76. Geben Sie manchmal Dinge weg, die strenggenommen nicht Ihnen gehören?
77. Begrüßen Sie Leute überschwänglich?
78. Grübeln Sie oft über vergangene Missgeschicke nach?
79. Werden Sie manchmal aufgrund Ihrer Handlungen oder Meinungen als energisch angesehen?
80. Akzeptieren Sie Kritik leicht und ohne Verstimmung?
81. Lassen Sie sich üblicherweise nicht durch eine Geräuschkulisse stören, wenn Sie sich ausruhen wollen?
82. Neigen Sie dazu, eifersüchtig zu sein?
83. Neigen Sie dazu, Dinge aufzuschieben, und dann zu entdecken, dass es nun zu spät dafür ist?
84. Geben Sie lieber den Wünschen anderer nach, als zu versuchen, Ihren eigenen Willen durchzusetzen?
85. Ist es für Sie leicht, ein Projekt zu beginnen?
86. Kauen Sie an Ihren Fingernägeln oder auf Ihrem Stift herum?
87. „Verstärken Sie Ihre Emotionen“, nur um eine Wirkung zu erzielen?
88. Wenn wir in ein anderes Land einfallen würden, würden Sie dann den Kriegsdienstverweigerern in jenem Land wohlwollend gegenüberstehen?
89. Reagieren Sie empfindlich bezüglich einiger Dinge, die Ihre Person betreffen?
90. Haben Sie wenig Interessen und Aktivitäten, die Sie sich selbst ausgesucht haben?
91. Geht Ihnen manchmal ein einzelner Gedanke tagelang nicht aus dem Kopf?
92. Sind Sie ein langsamer Esser?
93. Können Sie einen stabilisierenden Einfluss ausüben, wenn andere in Panik geraten?
94. Würden Sie anhalten und herausfinden, ob jemand Hilfe braucht, auch wenn er Sie nicht direkt darum gebeten hat?
95. Sind Sie zugunsten Ihrer eigenen Schule, Ihrer Universität, Ihres Vereins, Ihrer Mannschaft usw. voreingenommen?
96. Bezahlen Sie Ihre Schulden und halten Sie Ihre Versprechen, wenn dies möglich ist?
97. Schlafen Sie gut?
98. Würden Sie ein zehn Jahre altes Kind körperlich züchtigen, wenn es sich weigerte, Ihnen zu gehorchen?
99. Ziehen Sie in einem Club oder einer Organisation, der Sie angehören, eine passive Rolle vor?
100. Gehen Sie in Ihrem Denken logisch und wissenschaftlich vor?
101. Hat die Jugend heutzutage mehr Möglichkeiten als vor einer Generation?
102. Werfen Sie Dinge fort und stellen dann später fest, dass Sie sie nötig hätten?
103. Würden Sie einen einmal eingeschlagenen Weg ohne weiteres aufgeben, wenn er Ihnen beträchtliche Unannehmlichkeiten bereiten würde?
104. Begeistern Sie sich nur für wenige Dinge?
105. Misstrauen Sie den Handlungen anderer selten?
106.Fragen Sie sich manchmal, ob irgendjemandem wirklich etwas an Ihnen gelegen ist?
107. Lehnen Sie Verantwortung ab, weil Sie Ihre Fähigkeit anzweifeln, damit zu Rande zu kommen?
108. Fühlen Sie sich manchmal gezwungen, eine interessante Sache oder Neuigkeit zu wiederholen?
109. Neigen Sie dazu, eine gerechtfertigte Beschwerde zu übertreiben?
110. Ist Ihr Gesichtsausdruck eher abwechslungsreich als gleichbleibend?
111. Müssen Sie normalerweise eine Meinung rechtfertigen oder begründen, nachdem Sie sie geäußert haben?
112. Bewundern Sie offen und ehrlich die Schönheit in anderen Leuten?
113. Würde es Ihnen eine eindeutige Anstrengung kosten, Selbstmord in Erwägung zu ziehen?
114. Würden Sie sich selbst in Ihrer Einstellung dem Leben gegenüber als energisch betrachten?
115. Würde eine Nichtübereinstimmung Ihre allgemeine Beziehung zu einer anderen Person beeinflussen?
116. Macht Ihnen ein geringfügiges Versagen Ihrerseits nur wenig Sorgen?
117. Haben Sie manchmal das Gefühl, dass Sie zuviel reden?
118. Lächeln Sie oft?
119. Kann man Sie leicht zufrieden stellen?
120. Wenn Sie auf direkte Opposition treffen würden, würden Sie immer noch darauf bestehen, Ihren eigenen Willen durchzusetzen, und nicht aufzugeben?
121. Vorausgesetzt, die Entfernung ist nicht zu groß, würden Sie es immer noch vorziehen zu fahren, anstatt zu Fuß zu gehen?
122. Werden Sie je durch das Geräusch des Windes oder die knackenden Geräusche in einem Haus gestört?
123. Wird Ihre Meinung dadurch beeinflusst, dass Sie Dinge vom Standpunkt Ihrer Erfahrungen, Ihrer Beschäftigung oder Ausbildung betrachten?
124. Unterlaufen Ihnen oft Taktlosigkeiten?
125. Sind Sie misstrauisch gegenüber Leuten, von denen Sie gebeten werden, ihnen Geld zu leihen?
126. Werden Ihre Entscheidungen von persönlichen Interessen beeinflusst?
127. Können Sie über „eine kleine, einfache Sache“ in Begeisterung geraten?
128. Unternehmen Sie oft Handlungen, obwohl Ihr gesunder Menschenverstand davon abraten würde?
129. Sind Sie für Rassentrennung und Klassenunterschiede?
130. Sind Sie sich irgendwelcher andauernden körperlichen Angewohnheiten bewusst, wie sich an den Haaren, an der Nase, an den Ohren zu zupfen oder so etwas Ähnliches?
131. Können Sie sich schnell an neue Zustände und Situationen anpassen und davon Gebrauch machen, auch wenn sie vielleicht schwierig sind?
132. Gehen Ihnen manche Geräusche durch Mark und Bein?
133. Können Sie den Standpunkt eines anderen verstehen, wenn Sie wollen?
134. Gehen Sie eher zu Bett, wann Sie wollen, als zu einer bestimmten Uhrzeit?
135. Machen die „kleinen Schwächen“ anderer Sie ungeduldig?
136. Lassen Sie sich durch Kinder irritieren?
137. Sind Sie weniger gesprächig als Ihre Bekannten?
138. Führen Sie zugewiesene Aufgaben normalerweise prompt und systematisch aus?
139. Würden Sie einem Mitreisenden eher selbst helfen, als es den Beamten zu überlassen?
140. Wenn Sie an einer Abstimmung teilnehmen, wählen Sie einfach dieselbe Partei, anstatt sich eingehend mit den Kandidaten und Sachfragen zu befassen?
141. Denken Sie oft über vergangene Krankheiten oder schmerzhafte Erfahrungen nach?
142. Fühlen Sie sich in einer unordentlichen Umgebung sehr unbehaglich?
143. Äußern Sie sich gewöhnlich kritisierend über einen Film oder ein Schauspiel, das Sie gesehen haben, oder ein Buch, das Sie gelesen haben?
144. Wenn Sie einen amüsanten Vorfall wiedererzählen, können Sie die Eigenheiten oder den Dialekt der ursprünglichen Situation leicht nachahmen?
145. Sind Ihre eigenen Ideen auch in Bereichen, in denen Sie kein Experte sind, wichtig genug, um sie anderen mitzuteilen?
146. Neigen Sie dazu, Unordnung im Haushalt eines anderen zu beseitigen?
147. Können Sie eine Niederlage leicht hinnehmen, ohne „Ihre Enttäuschung hinunterschlucken zu müssen“?
148. Fühlen Sie sich oft deprimiert?
149. Fühlen Sie sich jemals in der Gesellschaft von Kindern unbehaglich?
150. Wenn Sie etwas nicht tun können, werden Sie dann frustriert, anstatt einfach etwas anderes zu tun oder die Sache anders anzupacken?
151. Ist es Ihnen manchmal völlig unmöglich, eine Sache zu erfassen?
152. Bringen Sie Ihre Beschwerden nur selten zum Ausdruck?
153. Arbeiten Sie eher stoßweise, d.h. sind Sie relativ inaktiv und dann für einen oder zwei Tage extrem aktiv?
154. Stört Sie die Anzahl unerledigter Arbeiten, um die Sie sich kümmern müssen?
155. Sind Leute gerne mit Ihnen zusammen?
156. Könnten Sie eine Person „die letzten zwei Wörter“ eines Kreuzworträtsels lösen lassen, ohne sich dabei einzumischen?
157. Ziehen Sie die besten Seiten der meisten Menschen in Betracht und reden nur selten geringschätzig über sie?
158. Lachen oder lächeln Sie recht leicht?
159. Sind Sie in Stimme und Benehmen klar und bestimmt?
160. Sind Sie, wenn überhaupt, nur engen Freunden gegenüber überschwänglich?
161. Sind Ihre Interessen und Wissensbereiche so wichtig, dass Sie nur wenig Zeit für etwas anderes haben?
162. Möchten Sie gerne eine neue Aktivität in der Umgebung beginnen, in der Sie leben?
163. Würden Sie das Notwendige unternehmen, um ein Tier zu töten, um es von Schmerz zu befreien?
164. Fällt es Ihnen leicht, sich zu entspannen?
165. Bedauern Sie vergangene Missgeschicke und Fehlschläge nur wenig?
166. Bekommen Sie bei Gedanken der Furcht oder Besorgnis eine körperliche Reaktion?
167. Können Sie sich in einer mit Emotionen behafteten Situation, in die Sie verwickelt sind, auf Ihr Urteilsvermögen verlassen?
168. Könnte Sie jemand anders für wirklich aktiv halten?
169. Fällt es Ihnen schwer, eine Sache in Angriff zu nehmen, die getan werden muss?
170. Sind Sie gegen „Freiheitsstrafe auf Bewährung“ für Verbrecher?
171. Verbringen Sie viel Zeit mit „unnötigen Sorgen“?
172. Fällt es Ihnen bei einer Auseinandersetzung schwer, zu verstehen, warum die andere Person Ihren Standpunkt nicht versteht und daher nicht mit Ihnen übereinstimmt?
173. Werden Sie mit den alltäglichen Problemen des Lebens ziemlich leicht fertig?
174. Sind Sie normalerweise anderen gegenüber aufrichtig?
175. Würden Sie eher „warten, bis etwas geschieht“, anstatt es selbst zu verursachen?
176. Geben Sie Geld im Verhältnis zu Ihren Einnahmen zu freizügig aus?
177. Können Sie ein „kalkuliertes Risiko“ auf sich nehmen, ohne sich allzu große Sorgen darüber zu machen?
178. Wenn Sie in einen kleinen Autounfall verwickelt wären, würden Sie sich wirklich die Mühe machen, dafür zu sorgen, dass jeglicher angerichtete Schaden in Ordnung gebracht wird?
179. Werden Sie von anderen herumgestoßen?
180. Drücken Sie bei gewissen Dingen, wo Sie anderen gegenüber härter urteilen würden, bei Ihren Freunden ein Auge zu?
181. Denken Sie oft über Ihre eigene Unterlegenheit nach?
182. Kritisieren Leute Sie gegenüber anderen?
183. Macht Sie eine herzhaften Begrüßung, wie zum Beispiel ein Kuss, eine Umarmung oder ein Klopfen auf den Rücken verlegen, wenn sie in der Öffentlichkeit geschieht?
184. Machen Sie häufig der Wünsche anderer Leute wegen nicht das, was Sie möchten?
185. Sind Sie manchmal von der Richtigkeit Ihrer Meinungen über eine Sache überzeugt, selbst wenn Sie diesbezüglich kein Experte sind?
186. Stellen Sie oft fest, dass Sie „in alle Richtungen gleichzeitig loslegen“?
187. Scheinen Ihre Bekannten mehr von Ihren Fähigkeiten zu halten als Sie selbst?
188. Ist Ihnen der Gedanke an den Tod - oder bereits die Tatsache, daran erinnert zu werden - zuwider?
189. Fühlen Sie sich noch eine Weile lang verstimmt, nachdem ein Streit beigelegt wurde?
190. Sind Sie freundlich in Stimme, Haltung und Ausdruck?
191. Erscheint Ihnen das Leben eher vage und unreal?
192. Geht Ihnen öfters das Schicksal der Kriegsopfer und politischen Flüchtlinge nahe?
193. Bitten flüchtige Bekannte Sie bei persönlichen Schwierigkeiten um Hilfe oder Rat?
194. Wenn Sie einen Gegenstand verlieren, kommt Ihnen der Gedanke, dass „jemand ihn gestohlen oder verlegt haben muss“?
195. Wenn Sie glauben, dass jemand Ihnen und Ihren Handlungen misstraut, würden Sie ihn eher selber zur Rede stellen, anstatt es ihm zu überlassen, die Sache zu klären?
196. Glauben Sie manchmal, dass Ihr Alter gegen Sie spricht (zu jung oder zu alt)?
197. Sind Sie zeitweilig ohne einen offensichtlichen Grund traurig und deprimiert?
198. Beklagen Sie sich oft über Zustände, mit denen Sie im Leben konfrontiert werden?
199. Neigen Sie dazu, Ihre Gefühle zu verbergen?
200. Glauben Sie, dass Sie viele gute Freunde haben?

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