Axiome

Die Religionswissenschaft beschreibt und klassifiziert verschiedene Formen religiöser Aktivität, die sie als Esoterik zusammenfasst.
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Gemeinschaft (von „gemein, Gemeinsamkeit“) bezeichnet in der Soziologie und der Ethnologie (Völkerkunde) eine überschaubare soziale Gruppe (beispielsweise eine Familie, Gemeinde, Wildbeuter-Horde, einen Clan oder Freundeskreis), deren Mitglieder durch ein starkes „Wir-Gefühl“ eng miteinander verbunden sind – oftmals über Generationen.
Definition: Smalltalk
Smalltalk dient dazu, das Eis mit neuen Leuten zu brechen. Er ermöglicht es, einen ersten Kontakt zu knüpfen, sich langsam kennenzulernen, Gemeinsamkeiten zu entdecken, indem man sich austauscht sowie eine gute und vertraute Gesprächsatmosphäre zu schaffen und sich die Zeit angenehm zu vertreiben. Außerdem kann man mit Smalltalk einen positiven ersten Eindruck hinterlassen – gerade deswegen ist es sehr wichtig, sich mit dem Thema Smalltalk auseinanderzusetzen.
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Ronald Schwab
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Axiome

Beitrag von Ronald Schwab » Sa 13. Jul 2019, 20:13

Ein Axiom (von griechisch ἀξίωμα: „Wertschätzung, Urteil, als wahr angenommener Grundsatz“[1]) ist ein Grundsatz einer Theorie, einer Wissenschaft oder eines axiomatischen Systems, der innerhalb dieses Systems nicht begründet oder deduktiv abgeleitet wird.
https://de.wikipedia.org/wiki/Axiom
Axiom 1 Leben ist im Grunde ein Statik.
DEFINITION: Ein Lebensstatik besitzt keine Masse, keine Bewegung, keine Wellenlänge, keine Position im Raum oder in der Zeit. Es besitzt die Fähigkeit, zu postulieren und wahrzunehmen.
Axiom 2 Das Statik ist zu Betrachtungen, Postulaten und Meinungen fähig.
Axiom 3 Raum, Energie, Objekte, Form und Zeit sind das Ergebnis von Betrachtungen, die vom Statik gemacht wurden und/oder zu denen das Statik in einem Einverständnis steht; Raum, Energie, Objekte, Form und Zeit werden nur wahrgenommen, weil das Statik die Betrachtung hat, daß es sie wahrnehmen kann.
Axiom 4 Raum ist ein Gesichtspunkt von Dimension.
Axiom 5 Energie besteht aus postulierten Partikeln im Raum.
Axiom 6 Objekte bestehen aus gruppierten Partikeln.
Axiom 7 Zeit ist im Grunde ein Postulat, daß Raum und Partikel fortbestehen werden.
Axiom 8 Die äußere Erscheinung von Zeit ist die Veränderung der Position von Partikeln im Raum.
Axiom 9 Die grundlegende Manifestation von Zeit ist Veränderung.
Axiom 10 Das höchste Ziel im Universum ist das Schaffen einer Wirkung.
Axiom 11 Die Betrachtungen, die zu Zuständen des Daseins führen, sind vier an der Zahl:
a) As-isness ist der Zustand der unmittelbaren Erschaffung ohne Fortdauer und der Zustand des Daseins, der im Augenblick der Erschaffung und im Augenblick der Zerstörung besteht und sich von anderen Betrachtungen dadurch unterscheidet, daß er kein Überleben enthält.
b) Alter-isness ist die Betrachtung, die Veränderung und dadurch Zeit und Fortdauer in eine As-isness hineinbringt, um Fortbestehen zu erhalten.
c) Isness ist eine Erscheinungsform der Existenz, die durch die kontinuierliche Veränderung einer As-isness hervorgerufen wird. Isness wird, wenn Einverständnis darüber besteht, Realität genannt.
d) Not-isness ist die Anstrengung, mit Isness zurechtzukommen, indem man ihren Zustand durch den Einsatz von Kraft reduziert. Not-isness ist eine Erscheinungsform, und sie kann eine Isness nicht völlig bezwingen.
Axiom 12 Die primäre Bedingung eines jeden Universums ist, daß zwei Räume, Energien oder Objekte nicht denselben Raum einnehmen dürfen. Wird diese Bedingung verletzt (ein perfektes Duplikat), dann wird die Erscheinungsform jedes beliebigen Universums oder jedes Teils dieses Universums aufgehoben.
Axiom 13 Der Aktionszyklus des physikalischen Universums ist Erschaffen, Überleben (was Fortbestehen ist), Zerstören.
Axiom 14 Überleben wird durch Alter-isness und Not-isness erreicht, wodurch die Fortdauer, die wir als Zeit kennen, erreicht wird.
Axiom 15 Erschaffung wird durch das Postulieren einer As-isness erreicht.
Axiom 16 Völlige Zerstörung wird durch das Postulieren der As-isness von irgend etwas Existierendem und seinen Teilen erreicht.
Axiom 17 Nachdem das Statik As-isness postuliert hat, praktiziert es Alter-isness und erreicht damit die Erscheinungsform Isness und erhält somit Realität.
Axiom 18 Dadurch, daß das Statik Not-isness praktiziert, bewirkt es das Fortbestehen von unerwünschtem Vorhandensein und erzeugt somit Unrealität, wozu Vergeßlichkeit, Bewußtlosigkeit und andere unerwünschte Zustände gehören.
Axiom 19 Indem das Statik dazu veranlaßt wird, einen beliebigen Zustand so anzuschauen, wie er ist, wird dieser Zustand gemindert.
Axiom 20 Indem das Statik dazu veranlaßt wird, ein perfektes Duplikat zu erschaffen, wird etwas Existierendes oder ein Teil davon zum Verschwinden gebracht.
Ein perfektes Duplikat ist eine zusätzliche Erschaffung des Objektes, seiner Energie und seines Raumes in seinem eigenen Raum, in seiner eigenen Zeit und unter Verwendung seiner eigenen Energie. Dadurch wird die Bedingung, daß zwei Objekte nicht denselben Raum einnehmen dürfen, verletzt und das Verschwinden des Objektes verursacht.
Axiom 21 Verstehen setzt sich aus Affinität, Realität und Kommunikation zusammen.
Axiom 22 Das Praktizieren von Not-isness vermindert Verstehen.
Axiom 23 Das Statik ist zu vollkommenem Wissen fähig. Vollkommenes Wissen bestünde aus vollkommenem ARK.
Axiom 24 Vollkommenes ARK würde das Verschwinden aller mechanischen Daseinszustände zur Folge haben.
Axiom 25 Affinität ist eine Skala von Einstellungen, die von der Koexistenz des Statiks abwärts führt über das Dazwischensetzen von Entfernung und Energie, um Identität zu schaffen, bis hinunter zu unmittelbarer Nähe, die jedoch geheimnisvoll ist.
Durch das Ausüben von Isness (Beingness) und Not-isness (die Weigerung zu sein) schreitet Individuation [Absonderung] vorwärts – von der Knowingness vollständiger Identifikation hinunter zur Einführung von immer mehr Entfernung und immer weniger Duplikation, durch die Stadien des Schauens, der Emotion, der Anstrengung, des Denkens, des Symbolisierens, des Essens und des Sexuellen bis hinab zum Nichtwissen (Geheimnis). Solange die Stufe „Geheimnis“ noch nicht erreicht ist, kann es noch etwas Kommunikation geben, jedoch setzt sich selbst bei „Geheimnis“ ein Versuch zur Kommunikation fort. Hier haben wir im Fall eines Individuums ein graduelles Abfallen von dem Glauben, daß man eine vollständige Affinität annehmen kann, bis hinab zu der Überzeugung, daß alles ein völliges Geheimnis ist. Jedes Individuum befindet sich irgendwo auf dieser Skala von Wissen bis Geheimnis. Die ursprüngliche Tabelle der Einschätzung des Menschen umfaßte den Emotionsbereich dieser Skala.
Axiom 26 Realität ist die übereingestimmte Erscheinungsform der Existenz.
Axiom 27 Eine Wirklichkeit kann für jemanden individuell existieren, aber wenn andere damit übereinstimmen, kann man sie eine Realität nennen.
Die Struktur von Realität ist in Isness enthalten, die sich aus As-isness und Alter-isness zusammensetzt. Eine Isness ist eine Erscheinungsform und keine Wirklichkeit. Die Wirklichkeit ist As-isness, die abgeändert worden ist, um Fortbestand zu erreichen.
Unrealität ist die Folge und die Erscheinungsform des Praktizierens von Not-isness.
Axiom 28 Kommunikation ist die Betrachtung und Handlung, einen Impuls oder ein Partikel vom Ursprungspunkt über eine Entfernung zum Empfangspunkt zu schicken, mit der Absicht, am Empfangspunkt eine Duplikation und ein Verstehen dessen zu erzeugen, was vom Ursprungspunkt ausging.
Die Formel für Kommunikation ist: Ursache, Entfernung, Wirkung, mit Absicht, Aufmerksamkeit und Duplikation mit Verstehen.
Die Bestandteile von Kommunikation sind Betrachtung, Absicht, Aufmerksamkeit, Ursache, Ursprungspunkt, Entfernung, Wirkung, Empfangspunkt, Duplikation, Verstehen, die Geschwindigkeit des Impulses oder des Partikels, Nichts (nothingness) oder Etwas (somethingness).
Eine Nichtkommunikation besteht aus Barrieren. Barrieren bestehen aus Raum, etwas Dazwischengesetztem (z. B. Wände und Abschirmungen aus sich schnell bewegenden Partikeln) und Zeit. Eine Kommunikation braucht per Definition nicht in beide Richtungen zu gehen. Wenn eine Kommunikation erwidert wird, wird die Formel wiederholt, wobei der Empfangspunkt nun zu einem Ursprungspunkt und der frühere Ursprungspunkt nun zu einem Empfangspunkt wird.
Axiom 29 Um zu bewirken, daß eine As-isness bestehenbleibt, muß man die Erschaffung einem anderen Urheber zuschreiben als sich selbst. Andernfalls würde sie dadurch, daß man sie anschaut, zum Verschwinden gebracht.
Jeder Raum, jede Energie, jede Form, jedes Objekt, jedes Individuum oder jeder Zustand des physikalischen Universums kann nur existieren, wenn es eine Abänderung der ursprünglichen As-isness gegeben hat, um zu verhindern, daß sie durch ein beiläufiges Anschauen zum Verschwinden gebracht wird. Mit anderen Worten, alles, was fortbesteht, muß eine „Lüge“ enthalten, so daß die ursprüngliche Betrachtung nicht völlig dupliziert wird.
Axiom 30 Die allgemeine Regel im Auditing ist, daß etwas, das unerwünscht ist und doch bestehenbleibt, gründlich angeschaut werden muß, woraufhin es verschwinden wird.
Wenn es nur teilweise angeschaut wird, wird sich zumindest seine Intensität verringern.
Axiom 31 Gut und schlecht, Schönheit und Häßlichkeit sind gleichermaßen Betrachtungen und beruhen auf nichts anderem als auf Meinung.
Axiom 32 Alles, was nicht direkt beobachtet wird, neigt dazu, bestehenzubleiben.
Axiom 33 Jede As-isness, die durch Not-isness (durch Kraft) verändert wird, neigt dazu, bestehenzubleiben.
Axiom 34 Jede Isness, die durch Kraft verändert wird, neigt dazu, bestehenzubleiben.
Axiom 35 Die endgültige Wahrheit ist ein Statik.
Ein Statik hat keine Masse, keine Bedeutung, keine Beweglichkeit, keine Wellenlänge, keine Zeit, keine Position im Raum, keinen Raum. Der Fachausdruck dafür ist „grundlegende Wahrheit“.
Axiom 36 Eine Lüge ist ein zweites Postulat, eine zweite Behauptung oder ein zweiter Zustand mit dem Zweck, ein primäres Postulat zu verdecken, welchem gestattet wird, bestehenzubleiben.
BEISPIELE:
Weder die Wahrheit noch eine Lüge ist eine Bewegung oder eine Veränderung eines Partikels von einer Position zu einer anderen.
Eine Lüge ist eine Behauptung, daß ein Partikel, das sich bewegte, sich nicht bewegt habe, oder sie ist eine Behauptung, daß ein Partikel, das sich nicht bewegte, sich bewegt habe.
Die grundlegende Lüge ist, daß eine Betrachtung, die gemacht wurde, nicht gemacht worden sei oder anders gewesen sei.
Axiom 37 Wenn eine primäre Betrachtung abgeändert wird, aber noch besteht, wird Fortbestand für die abändernde Betrachtung erreicht.
Jedes Fortbestehen hängt von der grundlegenden Wahrheit ab, aber es ist die abändernde Betrachtung, die fortbesteht, denn die grundlegende Wahrheit hat weder Fortbestehen noch Nicht-Fortbestehen.
Axiom 38 1. Dummheit ist das Nichtkennen von Betrachtung.
2. Mechanische Definition: Dummheit ist Nichtkennen von Zeit, Ort, Form und Geschehen.
1. Wahrheit ist die exakte Betrachtung.
2. Wahrheit ist die exakte Zeit, der exakte Ort, die exakte Form und das exakte Geschehen.
Daraus ersehen wir, daß das Versäumnis, Wahrheit zu erkennen, Dummheit hervorbringt.
Somit würde das Erkennen von Wahrheit eine As-isness bewirken, wie sich tatsächlich demonstrieren läßt.
Somit sehen wir, daß eine endgültige Wahrheit keine Zeit, keinen Ort, keine Form und kein Geschehen hätte.
Somit erkennen wir, daß wir nur dann einen Fortbestand erreichen können, wenn wir eine Wahrheit verdecken.
Lügen ist eine Abänderung von Zeit, Ort, Geschehen oder Form.
Lügen wird Alter-isness und wird zu Dummheit.
(Die Schwärze von Fällen ist eine Anhäufung der eigenen Lügen des Falles oder der Lügen eines anderen.)
Alles, was fortbesteht, muß As-isness meiden. Daher muß jede Sache, um bestehenbleiben zu können, eine Lüge enthalten.
Axiom 39 Das Leben stellt Probleme, um sie selbst zu lösen.
Axiom 40 Jedes Problem muß eine Lüge enthalten, um ein Problem zu sein. Wäre es Wahrheit, würde es sich auflösen.
Ein „unlösbares Problem“ würde am längsten fortbestehen. Es enthielte auch die größte Anzahl abgeänderter Tatsachen. Um ein Problem zu schaffen, muß man Alter-isness ins Spiel bringen.
Axiom 41 Die Sache, in die Alter-isness hineingebracht wird, wird zu einem Problem.
Axiom 42 Materie, Energie, Raum und Zeit bestehen fort, weil sie ein Problem sind.
Sie sind ein Problem, weil sie Alter-isness enthalten.
Axiom 43 Zeit ist die primäre Ursache von Unwahrheit.
Zeit bringt die Unwahrheit aufeinanderfolgender Betrachtungen zum Ausdruck.
Axiom 44 Theta, das Statik, hat keine Position in Materie, Energie, Raum oder Zeit, ist aber fähig zu Betrachtungen.
Axiom 45 Theta kann die Betrachtung anstellen, daß es eine Position einnimmt, worauf es augenblicklich diese Position einnimmt und in dem Grade zu einem Problem wird.
Axiom 46 Theta kann durch seine Betrachtungen zu einem Problem werden, wird aber dann zu MEST.
MEST ist diejenige Form von Theta, die ein Problem ist.
Axiom 47 Theta kann Probleme lösen.
Axiom 48 Das Leben ist ein Spiel, in dem Theta als das Statik die Probleme von Theta als MEST löst.
Axiom 49 Um irgendein Problem zu lösen, ist es lediglich erforderlich, Theta der Löser zu werden, anstatt Theta das Problem.
Axiom 50 Theta als MEST muß Betrachtungen enthalten, die Lügen sind.
Axiom 51 Postulate und lebendige Kommunikation können, da sie nicht MEST sind und MEST übergeordnet sind, eine Veränderung in MEST erreichen, ohne ein Fortbestehen von MEST herbeizuführen. Deshalb ist Auditing möglich.
Axiom 52 MEST bleibt bestehen und verfestigt sich in dem Maße, wie ihm kein Leben gewährt wird.
Axiom 53 Ein stabiles Datum ist erforderlich, um Daten zu ordnen.
Axiom 54 Eine Toleranz gegenüber Verwirrung und ein stabiles Datum, über das Übereinstimmung besteht und anhand dessen man die Daten in einer Verwirrung ordnen kann, sind gleichermaßen für eine geistig gesunde Reaktion auf den acht Dynamiken erforderlich. (Damit ist geistige Gesundheit definiert.)
Axiom 55 Der Aktionszyklus ist eine Betrachtung. Der Aktionszyklus, der von der genetischen Entität akzeptiert wird – erschaffen, überleben, zerstören – ist nur eine Betrachtung, die vom Thetan verändert werden kann, indem er eine neue Betrachtung anstellt oder andere Aktionszyklen macht.
Axiom 56 Theta bringt Ordnung ins Chaos.
FOLGESATZ: Chaos bringt Unordnung in Theta.
Axiom 57 Ordnung tritt in Erscheinung, wenn Kommunikation, Kontrolle und Havingness für Theta verfügbar sind.
DEFINITIONEN:
Kommunikation: Der Austausch von Ideen über Raum hinweg.
Kontrolle: Positives Postulieren, was Absicht und deren Ausführung ist.
Havingness: Das, was das Erleben von Masse und Druck ermöglicht.
Axiom 58 Intelligenz und Urteilsvermögen werden an der Fähigkeit gemessen, relative Wichtigkeiten einzuschätzen.
FOLGESATZ: Die Fähigkeit, Wichtigkeiten und Unwichtigkeiten einzuschätzen, ist das höchste logische Vermögen.
FOLGESATZ: Identifikation ist eine einförmige Zuweisung von Wichtigkeit.
FOLGESATZ: Identifikation ist die Unfähigkeit, Unterschiede in Zeit, Ort, Form, Zusammensetzung oder Wichtigkeit einzuschätzen.
Das Obige ist eine Zusammenfassung von Seinszuständen, die benutzt werden können, um zu erschaffen, um Fortbestand zu erwirken oder um zu zerstören.
Nachdem der Thetan mit den mechanischen Dingen übereingestimmt hat und die Übereinstimmungen beibehält, kann er noch immer zahllose Postulate aufstellen, die mit ihrem Widerspruch und ihrer Komplexität das menschliche Verhalten erschaffen, dessen Fortbestand erwirken und es zerstören.
Vergleichende Analyse ihrer religiösen Lehre und Doktrin
Bryan Wilson, Dr. phil.
Emeritus Fellow
University of Oxford
England
i. DIE VIELFALT DER RELIGIONEN UND DIE PROBLEME EINER DEFINITION
i.i. Definitorische Elemente des Begriffs Religion
Es gibt nicht eine einzige endgültige Definition des Begriffs Religion, die von Wissenschaftlern generell akzeptiert wird. Unter den vielen vorgeschlagenen Definitionen gibt es jedoch eine Anzahl von Elementen, auf die häufig Bezug genommen wird. Diese Elemente treten in verschiedenen Kombinationen auf und umschließen:
(a) Glaubensvorstellungen, Praktiken, Beziehungen und Institutionen mit Bezug auf:
1) übernatürliche Kräfte, Wesen oder Ziele;
2) eine höhere unsichtbare Macht oder Mächte;
3) grundlegende Fragen des Menschen über seine Existenz;
4) heilige Dinge (an eigens dafür vorgesehenen Orten und tabu);
5) ein Objekt zum Zwecke der spirituellen Hingabe;
6) eine Kraft, die das Schicksal der Menschheit bestimmt;
7) den Seinsgrund;
8) eine Quelle von transzendentem Wissen und Weisheit;
(b) Praktiken, die Gehorsam, Ehrfurcht oder eine Andachtshandlung konstituieren;
(c) Kollektiv- oder Gruppencharakter der religiösen Lebensweise.
Auch wenn die jeweiligen Verursachungen oder Anlässe selten Eingang in die Definitionen der Religion finden, so wird doch manchmal auf eine „empiristische Begegnung mit dem Geistigen“ hingewiesen. Konsequenz und Funktion der Religion werden wie folgt angezeigt:
(a) Wahrung einer sittlichen Gemeinschaft;
(b) Verleihung einer Gruppen- und/oder individuellen Identität;
(c) ein Orientierungsrahmen;
(d) ein menschengerecht konstruiertes Universum mit Sinn und Zweck;
(e) Zusicherung von und Beruhigung hinsichtlich der Aussicht auf Hilfe und Erlösung.
Religion ist stets normativ. Da sich jedoch jede Religion von anderen unterscheidet, versuchen moderne Experten in Religionssoziologie und vergleichender Religionswissenschaft das Normative zu erörtern, ohne sich selbst daran zu binden.
Die Verschiedenartigkeit der Glaubensvorstellungen, Praktiken, Rituale und der Organisationsstrukturen ist jedoch so breit gefächert, daß jegliche Definition der Religion mit dem Versuch, alle bekannten religiösen Manifestationen miteinzuschließen, überfordert ist.
i.ii. Die ursprüngliche Verwendung des Begriffes
Der Begriff „Religion“ wurde in der Vergangenheit oft mit direkten Manifestationen von Glaubensvorstellungen und Praktiken der westlichen Welt gleichgestellt. Es wurde allgemein angenommen, daß – abgesehen von Christen, Juden und Muslimen – andere Menschen keine Religion im eigentlichen Sinne hätten. Sie waren „Heiden“. Theologen tendierten bei der Verwendung des Begriffs „Religion“ dazu, das Christentum zu meinen, und in England wurde unter „Christentum“ meist speziell das Glaubenbekenntnis verstanden, das von der Church of England offeriert wurde. Diese begrenzte Verwendung des Begriffs verlor sich jedoch zunehmend und in dem Maß, wie das Wissen um die östlichen Glaubenssysteme wuchs und die Religionswissenschaft die engen normativ vorgeschriebenen Schranken der traditionellen christlichen Theologie hinter sich ließ. Heute ist Religion das Studienobjekt akademischer Fachgebiete – insbesondere in den Sozialwissenschaften – die objektiv und neutral an dieses Thema herangehen, ohne daß dies in irgendeiner Weise die Anhängerschaft zu einer bestimmten Religion oder die Bevorzugung einer Religion gegenüber einer anderen implizieren würde.
i.iii. Kulturbedingte Vorurteile und die Definition von Religion
Die Schaffung einer kompromißlosen Neutralität auf dem Gebiet der Religionswissenschaft ging jedoch nur langsam vonstatten. Einige zeitgenössische Studien auf dem Gebiet der vergleichenden Religionswissenschaft offenbaren immer noch offensichtliche Vorurteile. Selbst in den Sozialwissenschaften, die der wertfreien Forschung explizit verpflichtet sind, zeigen sich in den Arbeiten zwischen den beiden Weltkriegen gewisse Vorurteile. Insbesondere wurde oft ungerechtfertigterweise angenommen, daß ein Prozeß der religiösen Evolution analog zur biologischen Evolution stattgefunden habe, und daß die Religion der technisch am weitesten fortgeschrittenen Nationen zwangsläufig „höherwertiger“ sein müsse als die anderer Völker. Einige (besonders auffallend Sir James Frazier) waren der Auffassung, daß Religion einen Evolutionsschritt zwischen Magie und Wissenschaft darstelle.
i.iv. Heutige Verwendung des Begriffes
Sozialwissenschaftler der Gegenwart und zunehmend auch Theologen verwenden den Begriff in einem neutralen Sinne, ohne a priori anzunehmen, daß eine Religion wahrhaftiger sei als eine andere. Die gegenwärtige Annahme beruht nicht darauf, daß ein Glaube an einen Gott eine höhere Form der Religion darstelle, als ein Glaube an mehrere oder keine Götter. Man akzeptiert die Tatsache, daß eine Religion einen anthropomorphen Gott, irgendeine andere Gottform, ein übermächtiges Wesen, eine Vielzahl von Geistern oder Ahnen, ein universales Prinzip oder Gesetz postulieren kann oder den grundlegenden Glauben in anderer Weise ausdrücken kann. Bestimmte christliche Theologen wie zum Beispiel Bultmann, Tillich, van Buren und Robinson verzichten auf traditionelle Gottesbeschreibungen und ziehen es vor, vom „Seinsgrund“ oder der „letzten Bedeutung“ zu sprechen.
i.v. Begriffserweiterung
Nachdem Anthropologen zu der Feststellung gelangt waren, daß es offenbar keine einzige Völkergruppe gab, die nicht irgendeine Form übernatürlicher Glaubensvorstellungen hatte sowie Institutionen, die solche Glaubensvorstellungen förderten, zogen sie die Schlußfolgerung, daß es folglich – im erweiterten Sinn des Begriffs – keine Gesellschaft ohne Religion gibt. Mit dem Begriff „Religion“ wurden schließlich Phänomene bezeichnet, die eher eine familiäre Ähnlichkeit als eine gemeinsame Gleichheit ausdrückten. Religion wurde somit nicht mehr in Begriffen definiert, die sich auf eine spezielle religiöse Tradition bezogen. Die konkreten auf das Christentum bezogenen Elemente, die ursprünglich als grundlegend für die Definition der Religion erachtet worden waren, wurden nunmehr einfach als Beispiele dafür angesehen, was eine solche Definition beinhalten könnte. Die Aufzählung dieser konkreten Elemente wurde durch abstrakte Formulierungen abgelöst, die verschiedene Arten von Glaubensvorstellungen, Praktiken und Institutionen einschlossen. Auch wenn diese weit entfernt davon waren, wirklich gleich zu sein, so konnten sie doch als funktionale Äquivalente angesehen werden. Nach diesem Verständnis wohnten jeder Gesellschaft Glaubensvorstellungen inne, die – ungeachtet ihrer Unterschiede – die bekannte empirische Wirklichkeit transzendierten; und in jeder dieser Gesellschaften fand man Praktiken, die dazu bestimmt waren, den Menschen in Kontakt oder in eine enge Beziehung mit dem Übernatürlichen zu bringen. In den meisten Gemeinschaften gab es Personen, die jene speziellen Funktionen ausübten, die mit der Erreichung dieser Zielsetzung verbunden sind. Zusammengenommen wurden diese Elemente schließlich als tragende Elemente einer Religion betrachtet.
i.vi. Religiöse Vielfalt in einfachen Gemeinschaften
Bei relativ kleinen, stammesgebundenen Gemeinschaften gibt es häufig sehr komplexe Riten und Mythen, die im allgemeinen kein einheitlich intern integriertes und zusammenhängendes System darstellen. Religion ändert sich, und es gibt Zusätze sowohl im Mythos wie auch im Ritus durch die Kontakte eines Volkes mit Nachbarn oder eindringenden Völkern. Unterschiedliche Riten und Glaubensvorstellungen können in unterschiedlichen Situationen Anwendung finden (z. B. um Regen herbeizuführen, um die Fruchtbarkeit von Feldern, Tieren und Frauen sicherzustellen; um Schutz herbeizuführen; um Bündnisse zu festigen; als Einweihungszeremonie für bestimmte Altersgruppen oder Einzelpersonen usw.). Alle Aktivitäten dieser Art sind auf übernatürliche Kräfte ausgerichtet (wie auch immer diese definiert sind) und werden von Wissenschaftlern als religiös angesehen.
i.vii. Religiöse Vielfalt in fortschrittlichen Gesellschaftsformen
Die Kodizes religiöser Glaubensvorstellungen und Praktiken in technisch weiter fortgeschrittenen Gesellschaftsformen sind in der Regel sorgfältiger ausgedrückt und zeigen größeren inneren Zusammenhang und größere Stabilität. Elemente der Ungleichheit verbleiben aber auch in fortgeschrittenen Systemen. In keiner der großen Weltreligionen sind theologische Systeme oder die Schematisierung von Glaubensvorstellungen an das Übernatürliche vollständig kohärent. Unerklärte Reste sind überall vorhanden. Des weiteren finden sich auch Überreste früherer religiöser Ausrichtungen, wie z. B. Elemente religiöser Volksgebräuche, die unter der allgemeinen Bevölkerung bestehen bleiben. Die heiligen Schriften aller Hauptreligionen zeigen innere Widersprüche und Ungereimtheiten. Diese und andere Quellen verursachen Differenzen unter Religionsspezialisten, die verschiedene und zum Teil unverträgliche Interpretationen und exegetische Prinzipien annehmen. Diese wiederum stellen den Nährboden verschiedener Ausrichtungen dar, selbst innerhalb dessen, was gängig als Orthodoxie bezeichnet wird.
i.viii. Entwicklung eines religiösen Pluralismus
In fortgeschrittenen Gesellschaftsformen muß ein absichtliches und bewußtes Abweichen von der Orthodoxie als normales Phänomen betrachtet werden. Christen, Juden und Muslime sind sich uneinig, nicht nur innerhalb der Orthodoxie, sondern auch in abweichenden Gruppen, die jegliche Form der Orthodoxie ablehnen und eine andere Form der religiösen Praxis verfolgen (oder jegliche Art Religion kategorisch ablehnen). Solche Abweichungen sind am deutlichsten sichtbar im Rahmen von Zusammenhängen, bei denen es um die Ausschließlichkeit einer Religion geht – mit anderen Worten, wenn das Individuum aufgefordert wird, daß es als Anhänger einer bestimmten Religion die Bindung zu allen anderen Religionen aufgibt. Diese Art der Anbindung kommt in den jüdisch-christlich-islamischen Traditionen rigoros zur Anwendung. Nachdem europäische Regierungen damit aufgehört hatten, bestimmte Religionsformen vorzuschreiben, wurden abweichende religiöse Gebilde geduldet, und es wurden ihnen auch bestimmte allgemeine Religionsprivilegien zugestanden. In vielen Fällen führte das dazu, daß sie die allgemeine Religionsfreiheit genossen, wie sie in den Vereinigten Staaten verfassungsrechtlich festgelegt ist. Diese Situation, die es gegenwärtig einer großen Anzahl von religiösen Bekenntnissen erlaubt, nebeneinander zu bestehen, ist allgemein als „religiöser Pluralismus“ bekannt.
i.ix. Normative und neutrale Herangehensweise im Umgang mit Religion
Mit einer Religion gehen charakteristischerweise bestimmte Erzählungen (Mythen) und Lehren über das Übernatürliche einher, von denen erwartet wird, daß man an sie glaubt. Sie schreibt rituelle Praktiken vor. Eine Religion unterhält Institutionen (in der allgemeinen Bedeutung geordneter Beziehungen, sei es auf einem elementaren, persönlichen Niveau oder als komplexes System von Verhalten, Verfahrensweisen und Besitzverwaltung). Manchmal sind auch moralische Verhaltensregeln vorgeschrieben, wobei jedoch die Strenge solcher Vorschriften und die damit verbundenen Sanktionen große Variationen aufweisen. Zumindest aber definiert Religion Verpflichtungen und verspricht – in Form von Vorteilen, die auf übernatürlichem Wege zur Verfügung gestellt werden – Belohnung für Konformismus. Religion ist ein normatives System. Religiöse Lehrer („Theologen“ im Christentum, wobei dieser Begriff für bestimmte andere Religionen unzutreffend ist) billigen und unterstützen notwendigerweise diese Normen. Im Gegensatz dazu betrachten Sozialwissenschaftler die durch eine Religion vertretenen Werte einzig als Tatsachen, wobei sie deren Wert oder deren Berechtigung weder unterstützen noch ablehnen. Diese Herangehensweise entspricht derjenigen von solchen Gesetzesformulierungen, die darlegen, daß das Gesetz einzelne Religionen nicht diskriminiert. Da Religion normativ ist und intellektuell hauptsächlich das Fachgebiet der Theologen darstellt, gibt es in allen fortschrittlichen Gesellschaftsformen ein Erbgut an gelernter Sprache im Bereich der Religion, die den normativen Stempel der jeweiligen religiösen Verpflichtung trägt. Es ist deshalb von äußerster Wichtigkeit, die durch eine solche Sprache implizierte Wertepräferenz zu vermeiden und stattdessen die neutrale Terminologie der Sozialwissenschaften anzuwenden, wobei man versucht, eine angemessene Feinfühligkeit gegenüber denjenigen aufrecht zu erhalten, die sich religiös betätigen.
Deshalb ist es notwendig – will man Religionen Gleichbehandlung zukommen lassen – abstrakte maßgebliche Begriffe zu wählen, um die Verschiedenheit religiöser Phänomene zu umfassen.
i.x. „Entliehene“ Nomenklatur
In der Vergangenheit wurden zur Definition und Beschreibung wesentlicher Religionselemente häufig Begriffe verwendet, die der religiösen Tradition derjenigen entliehen waren, die solche Definitionen und Beschreibungen formulierten. Es ist heute eine anerkannte Tatsache, daß die Verwendung von Begriffen, die einer bestimmten Religion zugeordnet sind, in jedem Fall die Darstellung anderer Religionen verzerrt und in aller Regel falsche Annahmen nach sich zieht. Vorstellungen, die sich im Rahmen einer bestimmten kulturellen und religiösen Tradition entwickelt haben, geben eine falsche Darstellung der funktionell äquivalenten aber formal verschiedenen Elemente der Religion in einer anderen religiösen Tradition. Beispiele solcher unpassender Anwendung sind Bezugnahmen auf „die buddhistische Kirche“, „das moslemische Priestertum“ oder im Falle der Dreifaltigkeit – „christliche Götter“. Obschon Handlungen der Verehrung, Huldigung, Kontemplation oder Hingabe allen fortschrittlichen Religionen zu eigen sind, haben gleichwohl Kommentatoren diese Handlungen nicht immer als „worship“ – als Andachtshandlung oder Gottesdienst – anerkannt, da dieser Begriff im westlichen Sprachgebrauch durch vorgefaßte christliche Vorstellungen und Vorschriften bezüglich angemessener Verhaltensweisen und Aktionen sehr belastet ist. So gibt es zum Beispiel im Buddhismus den funktionellen Gegenpart zur Gestaltung der göttlichen Lenkung der Gläubigen im christlichen Gottesdienst, doch findet dieser in einer anderen Form statt und wird üblicherweise mit anderen Begriffen beschrieben. Deshalb ist es notwendig – will man Religionen Gleichbehandlung zukommen lassen – abstrakte maßgebliche Begriffe zu wählen, um die Verschiedenheit religiöser Phänomene zu umfassen.
i.xi. Die innewohnende Schwäche der abstrakten oder objektiven Analyse
Dieser Gebrauch abstrakter Sprache, die als „nüchtern“ in dem Sinne betrachtet werden könnte, daß sie nicht durch die besonderen Überlieferungen einer bestimmten Religion infiziert ist, muß jedoch notwendigerweise darin versagen, all die eigentlichen Qualitäten irgendeines speziellen Glaubensgebäudes zu erfassen. Sie ist aber eine Notwendigkeit, wenn eine Beurteilung erreicht werden soll. Durch sie werden weder die kognitiven noch die emotionalen Aspekte des Glaubens, der Rituale, des Symbolismus und der Institutionen voll ausgeschöpft. Diese sozialwissenschaftliche Herangehensweise ermöglicht objektive Vergleiche und Erklärungen, vermittelt aber nicht – und erhebt auch keinen solchen Anspruch – die volle Substanz der tieferen Bedeutung oder der emotionalen Anziehungskraft, die eine Religion für ihre Anhänger darstellt.
ii. RELIGIONSMERKMALE
ii.i. Hauptsächliche Charakteristika der Religion
Im Einklang mit den vorstehenden Überlegungen können wir nun die Hauptmerkmale der Religion in abstrakten und allgemeinen Begriffen aufführen. Das Nachfolgende erhebt keinen Anspruch darauf, eine universalgültige Definition zu sein. Vielmehr stellt es eine Aufzählung von Kennzeichen und Funktionen dar, die häufig in Religionen vorgefunden und identifiziert werden.
Diese sind:
(a) der Glaube an eine wirkende Kraft (oder mehrere solche wirkende Kräfte), der die normale Sinneswahrnehmung transzendiert und sogar eine vollständig postulierte Seinsordnung einschließen kann;
(b) der Glaube, daß eine solche Kraft nicht nur die natürliche Welt und die Gesellschaftsordnung beeinflußt, sondern direkt darauf einwirkt und sie möglicherweise sogar erschaffen hat;
(c) der Glaube, daß irgendwann in der Vergangenheit ein deutlicher übernatürlicher Eingriff in menschliche Angelegenheiten stattgefunden hat;
(d) die Annahme, daß übernatürliche Kräfte die Geschichte und das Schicksal des Menschen überwacht haben. Wenn diese Kräfte anthropomorph dargestellt werden, wird ihnen gewöhnlich ein bestimmter Zweck zugeschrieben;
(e) der vorherrschende Glaube, daß das menschliche Schicksal im Leben und im Leben nach dem Tod (oder in weiteren Leben) von der Beziehung abhängt, die mit diesen transzendentalen Kräften oder in Einklang mit ihnen hergestellt wird;
(f) es wird häufig (aber nicht unbedingt) die Glaubensvorstellung vertreten, daß diese überweltlichen Kräfte willkürlich das Schicksal eines Menschen bestimmen, daß jedoch der Mensch durch sein Verhalten nach vorgeschriebener Weise seine Erfahrungen im weltlichen Leben oder im Leben nach dem Tod (oder in weiteren Leben) oder in beiden beeinflussen kann;
(g) es gibt vorgeschriebene Handlungen für einzelne Personen, Gruppen oder repräsentative Darbietungen: Rituale;
(h) Elemente günstigstimmender Handlungen bleiben bestehen (sogar in fortschrittlichen Religionen). Durch sie erbitten einzelne oder Gruppen speziellen Beistand von übernatürlichen Wesen;
(i) Hingabe, Dankbarkeit, Huldigung oder Gehorsam werden von Gläubigen zum Ausdruck gebracht oder werden in gewissen Fällen von ihnen verlangt, gewöhnlich in Gegenwart symbolischer Darstellungen der übernatürlichen Kraft (Kräfte) des jeweiligen Glaubens;
(j) Sprache, Gegenstände, Plätze, Gebäude und Jahreszeiten, die besonders mit dem Übernatürlichen in Verbindung gebracht werden, werden als heilig angesehen und können selbst zum Objekt der Verehrung werden;
(k) es gibt regelmäßige Darbietungen von Riten oder Ausführungen, Ausdrucksformen der Hingabe, Feiern, Fastenzeiten, kollektive Bußleistung, Wallfahrten und Neuinszenierungen von oder Gedenken an Episoden des weltlichen Lebens von Göttern, Propheten oder wichtigen Lehrern;
(l) Andachtshandlungen oder Gottesdienste und die Ausführung der Lehren vermitteln ein Gefühl der Gemeinschaft und Beziehungen untereinander, die auf Wohlwollen, Freundschaft und gemeinsame Identität aufgebaut sind;
(m) sittliche Regeln werden den Gläubigen häufig auferlegt, obschon das Gebiet ihrer Bedeutung verschieden sein kann: Sie können in rechtlichen und rituellen Begriffen ausgedrückt sein oder eher als Übereinstimmung mit dem Geist einer nicht so spezifischen, höheren Ethik dargeboten werden;
(n) die Ernsthaftigkeit der Zielsetzung, unterstützende Verpflichtung und lebenslange Hingabe sind normative Anforderungen;
(o) je nach ihren Handlungen häufen Gläubige Verdienst oder Schuld an, die mit einem moralischen System von Belohnung und Bestrafung verbunden sind. Der präzise Zusammenhang zwischen Tat und Folge variiert. Er reicht von automatischen Wirkungen auf vorgegebene Ursachen bis hin zu dem Glauben, daß persönliche Schuld durch hingebungsvolle und rituelle Akte, durch Beichte und Reue oder durch das besondere Einschreiten übernatürlicher Kräfte annulliert werden kann;
(p) gewöhnlich besteht eine spezielle Gruppe von religiösen Amtsträgern, die als Verwalter von heiligen Objekten, Schriften und Plätzen fungieren – Spezialisten der Doktrin, des Rituals und der Seelsorge;
(q) diese Spezialisten werden üblicherweise für ihre Dienste bezahlt, sei es durch Abgaben, Lohn für spezielle Dienste oder durch festgelegte Gehälter;
(r) wenn Spezialisten sich der Systematisierung der Doktrin widmen, wird gewöhnlich der Anspruch erhoben, daß religiöses Wissen Antworten für alle Probleme bietet und den Grund und Zweck des Lebens erklärt, wobei dies häufig auch vorgegebene Erklärungen über den Ursprung und die Funktion der physikalischen Welt und der menschlichen Psychologie miteinschließt;
(s) durch Bezugnahme auf Offenbarungen und Tradition wird Anspruch auf die Legitimität religiösen Wissens und religiöser Institutionen erhoben: Neuerung wird gewöhnlich als Restauration gerechtfertigt; und
(t) Anspruch auf Wahrheit der Lehre und Wirksamkeit der Riten werden keinen empirischen Überprüfungen unterworfen, da die Ziele schlußendlich transzendent sind und für die Ziele sowie auch die willkürlichen Maßnahmen, die zu deren Erreichen empfohlen werden, Glaube gefordert wird.
Die vorstehenden Aufzählungen sind nicht im Sinne einer Conditio sine qua non zu betrachten, sondern eher als Möglichkeiten: Es sind Phänomene, die empirisch häufig gefunden werden. Die obige Aufzählung kann als Wahrscheinlichkeitsinventar angesehen werden.
ii.ii. Unwesentliche Merkmale der Religion
Die vorstehende Bestandsaufnahme ist in Begriffen sehr abstrakter Verallgemeinerung ausgedrückt, aber tatsächliche Religionen sind historische Gebilde und nicht logische Konstruktionen. Sie umfassen sehr verschiedene Organisationsprinzipien, Verhaltensregeln und Glaubensmuster. Vielfach ist es nicht leicht, eine allgemeingültige Formel zu finden, und wenn die vorgefaßten Meinungen (oft unbewußt) der christlichen Tradition beiseite gelegt sind, wird klar, daß viele der konkreten Gebilde, die – gemessen am christlichen Modell – als Conditio sine qua non der Religion betrachtet werden könnten, sich in anderen Systemen de facto nicht auffinden lassen. In der vorstehenden Bestandsaufnahme wurde jeglicher Bezug auf ein höchstes Wesen unterlassen, da für Theravada-Buddhisten (und für viele Mahayana-Buddhisten), Jainisten und Taoisten der Begriff keine Gültigkeit hat. Gottesdienst oder Andacht, wie oben angeführt, hat im Buddhismus eine gänzlich andere Bedeutung als die für den gläubigen Christen. Die Bestandsaufnahme nimmt keinen Bezug auf Glaubenssätze, die zwar besonders in der christlichen Tradition von Bedeutung sind, jedoch in anderen Religionen keine solche Wichtigkeit aufweisen.
Die Seele wird nicht genannt, obschon dieser Begriff im orthodoxen Christentum von großer Bedeutung ist, da die Doktrin der Seele im Judentum etwas fraglich ist und von bestimmten christlichen Vereinigungen ganz abgelehnt wird (z. B. von den Siebenten-Tags-Adventisten und den Zeugen Jehovas – wobei jeder dieser Bewegungen Millionen von Gläubigen in der ganzen Welt anhängen – sowie von den Christadelphians (Urchristen) und denjenigen Puritanern, einschließlich Milton, die als Moralisten bekannt wurden).
Sie enthält keine direkte Bezugnahme auf die Hölle in irgendeiner Bedeutung der im Christentum entwickelten Idee, da diese im Judentum fehlt. Leben nach dem Tod wird im Singular und im Plural aufgeführt, um den zwei christlichen Ideen der Seelenwanderung und der Auferstehung gerecht zu werden sowie auch den etwas verschiedenen Darstellungen der Reinkarnation im Buddhismus und Hinduismus. Keiner dieser einzelnen Punkte kann als absolut notwendig für eine Definition der Religion an sich angesehen werden.
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Achten Sie beim Studieren dieses eBuch sehr, sehr sorgfältig darauf, dass Sie niemals über ein Wort hinweggehen, das Sie nicht vollständig verstehen. Der einzige Grund warum jemand ein Studium aufgibt verwirrt oder lernunfähig wird liegt darin dass er über ein nicht verstandenes Wort oder eine nicht verstandene Redewendung hinweggegangen ist. Wenn der Stoff verwirrend wird oder Sie ihn anscheinend nicht begreifen können wird es kurz davor ein Wort geben das Sie nicht verstanden haben. Gehen Sie nicht weiter sondern gehen Sie VOR den Punkt zurück wo Sie in Schwierigkeiten gerieten finden Sie das missverstandene Wort und sehen Sie zu, dass Sie seine Definition bekommen. Am Ende des eBuches finden Sie ein Verzeichnis der Ausdrücke, die Ihnen vielleicht nicht vertraut sind, mit den Definitionen, die im Rahmen dieses eBuches zutreffen. Die Fachausdrücke der Wissenschaft sind außerdem bei ihrem ersten Auftreten im Text jeweils durch Kursivschrift hervorgehoben und entweder in einer Klammer, im Kontext oder in einer Fußnote erklärt.
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