Vitamin C hat u.a. eine zentrale Bedeutung beim Aufbau von Kollagen (Bindegewebe, Knorpel und Knochen), Carnitin und von Hormonen. Es fördert die Eisenaufnahme und hemmt die krebserregende Nitrosaminbildung.
Normalerweise ist eine Vitamin C-Überdosierung für gesunde Menschen nicht gefährlich. Bei Menschen, die empfindlich auf Vitamin C reagieren, kann es jedoch zu Verdauungsbeschwerden und Durchfall kommen.
Skorbut äußert sich anfangs in relativ unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit, Schwäche, Muskelschmerzen und Immunschwäche. Typische Symptome eines fortgeschrittenen Vitamin-C-Mangels sind: Blutungen. entzündetes und blutendes Zahnfleisch (dadurch oft Zahnlockerung und Zahnausfall).
In manchen Fällen treten auch Hautveränderungen auf, wenn dem Körper nicht ausreichend Ascorbinsäure zugeführt wird. Durch die tägliche Einnahme von 100 Milligramm Vitamin C kann der leichte Mangel innerhalb weniger Wochen komplett behoben werden.
Symptome eines Vitamin C Mangels können sein:
Gelenk, Glieder- und Kopfschmerzen.
Zahnfleischbluten.
schlechtere Wundheilung.
erhöhte Infektanfälligkeit.
Müdigkeit, Leistungsabfall und Depressionen.
viewtopic.php?f=482&t=753&p=902Ascorbinsäure
Ascorbinsäure ist ein farb- und geruchloser, kristalliner, gut wasserlöslicher Feststoff mit saurem Geschmack. Sie ist eine organische Säure, genauer eine vinyloge Carbonsäure; ihre Salze heißen Ascorbate.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ascorbins%C3%A4ure
In der Zeit des Nationalsozialismus (1933–45) förderten die Machthaber in Deutschland die Versorgung der Bevölkerung mit den damals gerade erst entdeckten Vitaminen sehr aktiv. Sie wollten so den „Volkskörper von innen stärken“, weil sie davon überzeugt waren, dass Deutschland den Ersten Weltkrieg auch als Folge von Mangelernährung verloren hatte. In Vitamin-Aktionen wurden Kinder, Mütter, Schwerstarbeiter und Soldaten mit Vitaminen versorgt, insbesondere mit Vitamin C. Nationalsozialistische Massenorganisationen wie die Deutsche Arbeitsfront und die Reichsarbeitsgemeinschaft für Volksernährung organisierten die Produktion und Verteilung von Vitamin-C-Präparaten. Hausfrauen wurden dazu aufgerufen, Hagebutten und Sanddorn zu sammeln, aus denen Brotaufstriche und andere Vitaminpräparate für die Wehrmacht hergestellt wurden. Noch 1944 bestellte die Wehrmacht 200 Tonnen Vitamin C, unter anderem bei Roche.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ascorbins%C3%A4ure
Vitamin C
für elastische Knochen
hält Haut und Sehnen elastisch, beugt so Faltenbildung vor und ist wichtig für die Wundheilung
ist gut für den Blutdruck, indem es die Blutgefässe elastisch erhält
für die Augen
für die Immunabwehr
für die Fettverbrennung
lässt uns Stress besser überstehen
für die Entgiftung des Körpers
gibt uns Ruhe und Gelassenheit
Vorkommen von Vitamin C
- vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln
Täglicher Bedarf an Vitamin C:
Mengenangabe in mg (Milligramm = Tausendstel Gramm)
DGE = Deutsche Gesellschaft für Ernährung
Empfehlung DGE EU
Kinder 1 - 10 Jahre 60 - 80 mg ---
Kinder 10 - 15 Jahre 100 mg ---
Jugendliche und
Erwachsene 100 mg 60 mg
Schwangerschaft 110 mg ---
Stillzeit 150 mg ---
Tagesbedarf (60 mg) an Vitamin C enthalten in:
tierischen Lebensmitteln
wenig enthalten
pflanzlichen Lebensmitteln
65 g Paprika
80 g Brokkoli, Rosenkohl
105 g Fenchel, Grünkohl
160 g Zitrusfrüchte
200 g Spinat
800 g äpfel, Kirschen, Aprikosen, Pfirsiche
Anzeichen einer Unterversorgung an Vitamin C:
Schmerzen in Gelenken und Gliedern
Schleimhautblutungen wie z.B. Zahnfleischbluten, später Zahnausfall
gestörte Wundheilung
Müdigkeit durch Carnitinmangel (reduzierte Fettverbrennung)
Reizbarkeit
häufige Erkältungen
grauer Star
Ursachen für eine Unterversorgung/gesteigerten Bedarf an Vitamin C sind:
Medikamenteneinnahme (Pille, Aspirin, Antibiotika, Schlafmittel, Cortison)
Rauchen
Alkoholabusus
körperliche Anstrengung
Stress (Bedarf kann auf 200 mg pro Tag ansteigen)
Fieber, Erkältungskrankheiten
Magen-Darm-Erkrankungen
Nierendialyse-Behandlung
Unterversorgung an Vitamin C:
Risikogruppen, die häufig Deckungslücken zeigen, sind vor allem Männer über 65 Jahre. Aber auch Frauen und Männer im Alter von 25 bis 51 Jahren liegen im Durchschnitt unter den 100 mg Vitamin C Aufnahme pro Tag.
Anzeichen einer überdosierung von Vitamin C:
Die jahrelange Einnahme von täglich 1 g Vitamin C (zehnfache Tagesverzehrmenge) wird gut vertragen. Gelegentlich tritt bei Mengen von 2 g und mehr pro Tag eine abführende Wirkung ein. Berichte, dass Vitamin C in hohen Dosen auch schaden kann, werden von Wissenschaftlern kontrovers diskutiert. Auch das Ergebnis einer Untersuchung, die ab 200 mg Vitamin C pro Tag über viele Jahre von Diabetikern eingenommen, einen Anstieg der Sterblichkeit zeigte, steht als fragwürdiges Ergebnis innerhalb der Fülle an positiven Studienergebnissen. Tatsache ist, dass zumindest 200 mg Vitamin C pro Tag, zusätzlich zur Ernährung aufgenommen, in keinem Fall bislang irgendeine Schädigung erkennen liessen. Nach wie vor gilt, dass eine Hypervitaminose C bislang nicht beobachtet werden konnte.
Partner von Vitamin C:
Vitamin E
Eisen
Vitamin C ist in der Lage in einer Art Recyclingvorgang verbrauchtes Vitamin E wieder zu erneuern. Daneben ist Vitamin C ein wichtiger Partner für Eisen, indem es dessen Aufnahme in den Körper unterstützt.
Historisches:
Ein Mangel an einem Stoff, der Zahnausfall und dergleichen mehr verursachte, wurde bereits in dem Papyrus Ebers 1.550 vor Christus beschrieben. Auch Schiffsexpeditionen, Kreuzzüge und kriegerische Auseinandersetzungen führten oft bei den Beteiligten zu Erkrankungen, die wir heute als Skorbut beschreiben: ein Mangel an Vitamin C. Trotzdem konnte die Substanz chemisch erst Anfang 1930 isoliert werden.
Interessantes:
Der Mensch gehört neben den Menschenaffen, Meerschweinchen, einigen Fisch- und Vogelarten zu den wenigen Lebewesen, die Vitamin C selber nicht herstellen können.
Hinter welchen Begriffen verbirgt sich Vitamin C:
Ascorbinsäure
Vitamin-C-Mangel – Was ist das?
Vitamin C ist lebensnotwendig für den Menschen. Ein ausgeprägter Mangel wird als Skorbut bezeichnet. Diese Krankheit gab dem Vitamin C seinen eigentlichen Namen: Ascorbinsäure. Damit ist also die „anti-skorbutische Säure“ gemeint. Skorbut ist auch als Seefahrerkrankheit bekannt, weil gerade Seefahrer, die sich monatelang nur von getrockneten Lebensmitteln und ohne frisches Obst und Gemüse ernährten, an Skorbut litten. Bis ins 18. Jahrhundert hinein war die Seefahrerkrankheit die häufigste Todesursache bei Seereisen.
Aber auch lange Winter und Kriegszeiten, in denen Lebensmittel knapp wurden, waren mit dem Auftreten von Skorbut verbunden. Symptome eines ausgeprägten Vitamin-C-Mangels haben vor allem mit einer gestörten Kollagenbildung zu tun und betreffen deshalb vor allem Bindegewebe, Blutgefäße, Knorpel und Knochen. Hierzu gehören v.a. Einblutungen in die Haut, entzündetes und blutendes Zahnfleisch - bis hin zum Zahnausfall, Gelenkergüssen, Schmerzen der Gelenke, Knochen und Muskeln sowie schlecht heilenden Wunden. Allgemeine Vitamin-C-Mangel-Symptome sind Schwäche, Müdigkeit, Infektanfälligkeit und auch psychische Beschwerden wie depressive Verstimmungen.
Eine der wichtigsten Ursachen für einen Mangel an Vitamin C ist die zu geringe Aufnahme von frischem Obst und Gemüse. Das heißt: Ein Vitamin-C-Mangel kann in den meisten Fällen durch eine optimale und gesunde Ernährung verhindert werden.
Eine besondere Risikogruppe für einen Vitamin-C-Mangel sind Raucher: Sie haben meist eine geringere Vitamin-C-Konzentration im Blutplasma, selbst wenn sie die empfohlene Menge Ascorbinsäure über die Nahrung aufnehmen. Aber auch chronische Entzündungen im Körper können zu einem Vitamin-C-Mangel führen, da Entzündungen meist mit einem Mehrbedarf an diesem Vitamin einhergehen. Ein Vitamin-C-Mangel kann deshalb so leicht auftreten, weil Vitamin C wasserlöslich ist und damit nicht im Körper gespeichert werden kann.
Eine wichtige Ursache für einen Vitamin-C-Mangel stellen auch Magen-Darm-Erkrankungen mit Entzündungen der Schleimhäute im Magen-Darm-Bereich dar: Sie können verantwortlich dafür sein, dass die Ascorbinsäure, die eventuell sogar täglich und ausreichend mit der Nahrung aufgenommen wird, gar nicht von den Darmschleimhäuten aufgenommen und damit dem Blut und den Körperzellen zur Verfügung gestellt werden kann. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, kann es daher nötig sein, die Aufnahme über die Nahrung vorbeugend zu erhöhen – zum Beispiel in Form von Nahrungsergänzungsmitteln. Möglicherweise ist es aber auch bei einem ausgeprägten Mangel nötig, den Verdauungstrakt zu umgehen und die Vitamine in Form einer Injektion oder Infusion zu geben. Anfällige Personengruppen für einen Vitamin-C-Mangel sind auch Menschen mit chronischen Erkrankungen und Senioren.
Menschen, die über Monate gar kein oder viel zu wenig des Vitamins zu sich nehmen, erkranken an Skorbut. Hierbei kommt es zu Entzündungen und Blutungen am Zahnfleisch, in der Muskulatur und am Gaumen, zur Lockerung und sogar zum Ausfall der Zähne sowie zu Schwellungen der großen Gelenke. Das ausgeprägte Krankheitsbild ist heute kaum noch bekannt, aber lange Phasen eines Mehrbedarfes an Vitamin C durch verschiedene Erkrankungen kann durchaus zu typischen Mangel-Symptomen führen. Ein beginnender Vitamin-C-Mangel kann sich durch unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Erschöpfung und eine Schwächung des Immunsystems bemerkbar machen. Typisch ist auch, dass Wunden schlechter heilen. Patienten, die diese Anzeichen an sich feststellen, können ihren Vitamin-C-Spiegel von ihrem Arzt untersuchen lassen.
Vitamin C ist auch unter dem Namen Ascorbinsäure bekannt. Es wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von dem Ungarn Albert Szent-Györgyi erstmals isoliert, das heißt: als reine Substanz dargestellt. Die chemische Struktur ist relativ einfach und der Glucose, also dem Traubenzucker, sehr ähnlich.
Vitamin C ist an zahlreichen Stoffwechsel-Prozessen im menschlichen Organismus beteiligt. Steht es dem Körper nicht in ausreichender Menge zur Verfügung, sind Mangelerscheinungen die Folge. Entsprechend des individuellen Vitamin-C-Blutspiegels kann es dann nötig sein, Infusionen mit der biologisch aktiven Form, nämlich dem Ascorbat durchzuführen, um den Mangel schnell und effektiv zu beheben. Ascorbat ist die reine, aber auf einen annähernd neutralen pH-Wert eingestellte L-(+)-Ascorbinsäure, umgangssprachlich wird diese Form oft als gepuffertes Vitamin C bzw. gepufferte Ascorbinsäure bezeichnet.
Vitamin C ist die allgemein gebräuchliche Bezeichnung für die vom Körper verwertbare biologisch aktive L-(+)-Ascorbinsäure. Unsere Körperzellen können nicht unterscheiden, ob die Ascorbinsäure, die ihnen zur Verfügung steht, direkt aus einer Frucht stammt oder aus einer Zuckerverbindung fermentiert hergestellt wurde. Untersuchungen haben gezeigt, dass der menschliche Organismus keine Unterschiede bezüglich der Aufnahme macht – Vitamin C aus Obst und Gemüse wird genauso gut aufgenommen wie aus Tabletten. Nichtsdestotrotz ist eine gesunde Ernährung immer der Einnahme von Nahrungsergänzungen vorzuziehen. Wird das Vitamin als Injektion bzw. Infusion hochdosiert verabreicht, so muss das Vitamin C dafür nach strengen Vorgaben in Reinstform hergestellt werden, weil es die reine Ascorbinsäure sein muss, die in die Venen gelangt. Verunreinigungen mit anderen Stoffen würden wir nicht vertragen. Als Rohstoff für die Herstellung von Ascorbinsäure wird meistens Mais genutzt.
Der US-amerikanische BioChemiker und Nobelpreisträger Linus Pauling gilt als Vater der hochdosierten Vitamin-C-Therapie.
Eine der wichtigsten Eigenschaften der Ascorbinsäure ist ihre Fähigkeit, im Körper gebildete, sogenannte freie Radikale zu fangen und zu neutralisieren. Auch die Spurenelemente Zink, Selen und Mangan sind Radikalfänger, also wichtige Antioxidantien, genauso wie Vitamin C. Die Wirkung kann man sich wie ein „Rostschutzmittel“ vorstellen: Antioxidantien schützen die Zellen des Körpers vor der Oxidation durch freie Radikale.
Vitamin C ist außerdem wichtig für das menschliche Immunsystem und es unterstützt die Entgiftungsfunktion der Leber.
Darüber hinaus benötigt es der Organismus für den Aufbau von Kollagen. Kollagen ist das am häufigsten vorkommende Eiweiß des menschlichen Körpers und das wichtigste Strukturprotein des Bindegewebes, der Haut der Knochen, Sehnen, Zähne und Blutgefäße.
Auch die Eisenaufnahme wird von der Ascorbinsäure unterstützt: Das Spurenelement Eisen kann im Dünndarm in Verbindung mit Vitamin C besser aufgenommen werden. Damit beugt es auch einem Eisenmangel vor.
Der menschliche Körper kann Vitamin C nicht selbst produzieren und er kann auch keine Speicher anlegen, wie beispielsweise für Vitamin B12. Deshalb muss es dem Organismus ständig durch eine gesunde Ernährung zugeführt werden. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt Männern die Aufnahme von 110 Milligramm Vitamin C pro Tag, Frauen hingegen benötigen mit 95 Milligramm etwas weniger. Kinder haben ebenfalls einen geringeren Tagesbedarf. Raucher (DGE: Männer 155 mg, Frauen 135 mg), Schwangere und stillende Mütter brauchen hingegen deutlich mehr. Ganz wichtig dabei: Diese Werte beziehen sich auf Gesunde. Bei vielen Krankheiten steigt der Vitamin-C-Bedarf enorm an.
Welche Lebensmittel enthalten Vitamin C
Vitamin C kann gut über eine ausgewogene Ernährung aufgenommen werden. Ascorbinsäure kommt insbesondere in frischem Obst und Gemüse vor. Wurden früher Zitrusfrüchte als besonders reich an Ascorbinsäure angesehen, sind mittlerweile einige Fruchtsorten bekannt, deren Vitamin-C-Gehalt noch wesentlich höher ist. Zu diesen sogenannten Superfrüchten gehören unter anderem die Acerola-Kirsche und die Frucht des hauptsächlich in Peru verbreiteten Camu-Camu-Strauchs. Dennoch bleiben Zitrusfrüchte eine wichtige Quelle von Vitamin C. Sie enthalten nämlich auch Flavonoide, die das Immunsystem stärken können und so die Abwehrmechanismen des Körpers unterstützen.
An sich schon, aber: Laut Studien nimmt jeder dritte Deutsche zu wenig Vitamin C über die Nahrung zu sich*. Rund 30% nehmen weniger als die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlene tägliche Zufuhr auf.
Außerdem hat man in gewissen Situationen und bei verschiedenen Erkrankungen einen höheren Bedarf an diesem essentiellen Vitamin. Deshalb kann es in solchen Fällen zu einem Vitamin-C-Defizit kommen, das über die Ernährung nicht ausgeglichen werden kann.
Sanddorn als Vitamin-C Quelle
Für manche Menschen kann es sinnvoll sein, die Ascorbinsäure zusätzlich in Form von Vitamintabletten und Nahrungsergänzungsmitteln aufzunehmen. Das ist etwa dann der Fall, wenn sie durch Fehlernährung über die Lebensmittel nicht genug Vitamin C aufnehmen oder die Darmschleimhaut geschädigt ist. Gute natürliche Vitaminquellen sind beispielsweise Vitaminpräparate aus der Acerola-Kirsche, Sanddornsaft und Sauerkrautsaft. Bei einem stark ausgeprägten Vitamin-C-Mangel, der ernährungsmäßig nicht behoben werden kann, sind hochdosierte Infusionen ein Weg, um den Mangel auszugleichen.
In der Nahrung kommt Vitamin C vor allem in Obst und Gemüse vor. Zitrusfrüchte wie Orangen, Zitronen und Grapefruits enthalten – in reifem Zustand unmittelbar nach der Ernte – viel Vitamin C. Grünkohl hat den höchsten Vitamin-C-Gehalt aller Kohlarten (105–120 mg/100 g verzehrbare Substanz). Rotkraut, Weißkraut und Sauerkraut sind ebenfalls Vitamin-C-Lieferanten. Sauerkraut war lange Zeit in der Seefahrt von Bedeutung, wo ein haltbares Vitamin-C-reiches Nahrungsmittel benötigt wurde. Die höchsten natürlichen Vitamin-C-Konzentrationen wurden in der Buschpflaume und im Camu-Camu gefunden. In Sauerkraut und Kohlgemüse ist Ascorbinsäure in Form von Ascorbigen A und B (C-2-Scatyl-L-ascorbinsäure) gebunden.[17] Wird das Gemüse gekocht, zerfallen die Moleküle in L-Ascorbinsäure und 3-Hydroxyindol, sodass es in gekochtem Zustand mehr Vitamin C enthalten kann als im rohen Zustand. Durch zu langes Kochen gelangt das Vitamin verstärkt in das Kochwasser. Viele Gemüsearten enthalten Ascorbinsäure-Oxidase, die insbesondere durch Zerkleinern mit dem Vitamin in Berührung kommt und dieses oxidiert. Das führt zum Beispiel bei Rohkost, die nicht sofort verzehrt wird, zu erheblichen Vitamin-C-Verlusten.
Buschpflaume 2300–3150 mg[19]Die folgenden Angaben dienen nur der Orientierung, die tatsächlichen Werte hängen stark von der Sorte der Pflanze, der Bodenbeschaffenheit, dem Klima während des Wachstums, der Lagerdauer nach der Ernte, den Lagerbedingungen und der Zubereitung ab. Das Weizenkorn enthält zum Beispiel kein Vitamin C, sondern dies entsteht erst bei der Keimung.[18]
Vitamin-C-Gehalt in Obst- und Gemüsesorten je 100 g (nach absteigendem Vitamin-C-Gehalt geordnet):
Camu-Camu 2000 mg
Acerolakirsche 1300–1700 mg
Hagebutte 1250 mg
Brennnessel 333 mg[20]
Guave 300 mg
Sanddornbeere 200–800 mg
Schwarze Johannisbeere 177 mg[17]
Petersilie 160 mg
Grünkohl 105–150 mg
Rosenkohl 90–150 mg
Brokkoli 115 mg[17]
Paprika 100 mg




















