Vitamin B9

Vitamine sind organische Verbindungen, die der Organismus nicht als Energieträger, sondern für andere lebenswichtige Funktionen benötigt, die jedoch der Stoffwechsel nicht bedarfsdeckend synthetisieren kann.
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Ronald Schwab
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Vitamin B9

Beitrag von Ronald Schwab » Do 2. Mai 2019, 15:17

Vitamin B9 (Folsäure)
für die Gesundheit von Herz und Kreislauf
für die Zellerneuerung und damit Regeneration
für eine gesunde Immunabwehr
fördert die Sauerstoffversorgung
hält unsere Gehirnzellen fit
hilft, dass unsere Knochen elastisch bleiben
für die Gesundheit von Brust und Darm
für einen guten Schlaf
Vorkommen von Vitamin B9
- vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln
Täglicher Bedarf an Vitamin B9:
Mengenangabe in ug (Mikrogramm = Millionstel Gramm)
Wegen der unterschiedlich guten Aufnahme der verschiedenen Vitamin B9-Varianten wird dieser Tatsache Rechnung getragen, indem man äquivalenzmengen angibt:
1 ug Nahrungsfolat = 1 ug Folat-äquivalent = 0,5 ug synthetische Folsäure
DGE = Deutsche Gesellschaft für Ernährung
Empfehlung DGE EU
Kinder 1 - 10 Jahre 200 - 300 ug ---
Kinder 10 - 15 Jahre 400 ug ---
Jugendliche und
Erwachsene 400 ug 200 ug
Schwangerschaft 600 ug ---
Stillzeit 600 ug ---
Tagesbedarf(400 ug ) an Vitamin B9 enthalten in:
tierischen Lebensmitteln
80 g Rinderleber
4.000 g Fisch
pflanzlichen Lebensmitteln
400 g rote Bete
500 g Spinat
550 g Spargel
650 g Brokkoli
4.000 g Obst
Cerealien
140 g Weizenkeime
1.400 g Vollkornmehl
Meistens gilt: Folsäuredefizit = Gemüsedefizit
Anzeichen einer Unterversorgung an Vitamin B9 (Folsäure):
Anstieg der giftigen Aminosäure Homocystein im Blut
Abfall der roten (makrocytäre, hyperchrome Anämie)
und weissen Blutkörperchen sowie der Blutplättchen
Schwäche, Müdigkeit, Gereiztheit
Schleimhautveränderungen in der Mundhöhle (rote Zunge)
Wachstumsstörungen
Kopfschmerzen
Störung der Immunabwehr
Störung der Fortpflanzung
Erhöhung des Risikos für Demenzerkrankungen
Erhöhung des Risiko für Kindsmissbildungen
Folsäuremangel gehört weltweit, die reichen Industrienationen eingeschlossen, zu den häufigsten Vitamindefiziten. In Deutschland gilt die Versorgung mit Folsäure in allen Bevölkerungsgruppen als kritisch, vor allem bei Schwangeren, Säuglingen und älteren Menschen. Alkoholismus und chronische Medikamenteneinnahme führen ebenfalls zu einem zu niedrigen Folsäurespiegel.
Weil in Amerika und Kanada die Situation vergleichbar ist, wird dort das Mehl als Grundnahrungsmitteln mit Folsäure angereichert. Seitdem sind die Blutspiegel an Folsäure in der Bevölkerung angestiegen und es ist ein Rückgang der Missbildung bei Kindern (Spina bifida und Anencephalus) zu verzeichnen.
Achtung: Frauen, die nach Absetzen der Pille schwanger werden wollen, sollen unbedingt Folsäure einnehmen, um das gegebenenfalls vorhandene Defizit, ausgelöst durch die Pilleneinnahme, vor einer Schwangerschaft auszugleichen. Das ist deshalb wichtig, weil die Störungen der Nervenzellentwicklung sehr früh zwischen dem 22. und 28. Tag nach der Eibefruchtung stattfindet. Durch ausreichende Folsäure kann das Risiko der Missbildung deutlich reduziert werden.
Ursachen für eine Unterversorgung an Vitamin B9 (Folsäure):
Anstieg des Folsäurebedarfs durch die regelmässige Einnahme folgender Arzneimittel:
orale Kontrazeptiva: Pille
Aspirin
Barbiturate [Schlafmittel]
Zytostatika [Krebsmittel] Methotrexat
Antiemetika [gegen Erbrechen]
Laxanzien [gegen Durchfall]
Analgetika [gegen Schmerzen]
Tranquillanzien [zur Beruhigung]
Antikonvulsiva [gegen Epilepsie]
Tuberkulostatika [gegen Tuberkulose]
Sulfalazin [bei entzündlichen Darmerkrankungen und rheumatoider Arthritis]
Zwischen diesen Arzneimitteln und Folsäure treten Wechselwirkungen auf, die den Bedarf an Folsäure deutlich steigern. Dies gilt auch für zu hohen Alkoholkonsum und für Lebererkrankungen.
Wichtig für Krebspatienten die mit Methotrexat behandelt werden:
Bei dem Krebsmittel Methotrexat wird die Tatsache ausgenützt, dass
neue Zellen nur mit Hilfe von Folsäure gebildet werden können. Mit diesem Medikament wird die Wirkung von Folsäure gehemmt, so dass die schnell wachsenden Krebszellen sich nicht weiter vermehren können, und damit deren Wachstum beeinflusst wird. Gleichermassen wird auch das Wachstum von gesunden Zellen gehemmt, was aber weniger deutlich ausfällt, dadurch dass sich diese Zellen nicht so häufig teilen. Methotrexat-Patienten dürfen während der Therapie keine Folsäureprodukte nehmen, weil ansonsten die Wirkung des Krebsmittels gehemmt wird.
überdosierung von Vitamin B9 (Folsäure):
Vitamin B9 (Folsäure) hat wie alle die Vitamine der B-Gruppe eine geringe Giftigkeit. Als absolut sicher gilt eine Menge von 1.000 ug (Mikrogramm) pro Tag. Bei älteren Menschen kann die Gabe von mehr als 5.000 ug pro Tag (25 facher Tagesbedarf) einen Vitamin B12 Mangel überdecken (perniciöse Anämie), so dass dieser Mangel nicht erkannt werden kann.
Partner von Vitamin B9 (Folsäure):
Vitamin B6
Vitamin B12
Zusammen mit diesen beiden Vitaminen wird der Abbau der giftigen Aminosäure Homocystein gesteuert, die unvermeidbar im Stoffwechsel entsteht. Es genügt bereits, dass eines der drei Vitamine zu wenig vorhanden ist, dass im Blut die Homocysteinspiegel ansteigen. Weil dadurch auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht wird, wurde von der DACH-Liga der normale Wert für Homocystein auf 10 mol/l im Blut festgelegt. Steigt der Wert darüber hinaus an, dann sollen die 3 Vitamine ergänzend eingenommen werden (1) . Neuere Erkenntnisse deuten auch darauf hin, dass Patienten, die an Zuckerkrankheit leiden (Diabetes mellitus Typ II) oft erhöhte Homocysteinspiegel im Blut haben, vermutlich wegen einer Folsäuremangelernährung.
Folsäuredefizite weisen in der Regel auf einen zu geringen Gemüseverzehr hin. Ein Defizit an Vitamin B12 liegt hingegen meist an einer Magenerkrankung oder an einer strengen veganischen Ernährung (2) .Wird die Magenerkrankung therapiert, dann sinken normalerweise auch die Homocysteinspiegel (3) . Auffallend häufig werden hohe Homocysteinspiegel auch bei Alzheimer-Patienten im Blut festgestellt. Des weiteren stehen Unterversorgungen an Folsäure und Vitamin B12 im Zusammenhang mit Depressionen, einem erhöhten Risiko für Darmkrebs und einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche durch Störung der Knochenelastizität (4).
(1) Pietrzik,K. in clin res cardiol, 95 suppl. 6:vi28 - vi33, (2006).
(2) Majchrzak D, Ann Nutr Metab 19; 50(6):485-491, (Sep 2006).
(3) Marino M.C. Gut, 27, (Sep 2006).
(4) Bruno E.J., Curr Sports Med Rep 4:207-213, (2005).
Hinter welchen Begriffen verbirgt sich Vitamin B9:
Folsäure, Folat
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