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★† Bodhie™ EU Partei ÖsterReich †★ => ♟ Bodhie™ EU Partei ÖsterReich 📓 => Thema gestartet von: Ronald Johannes deClaire Schwab am 30. Dezember 2025, 14:39:55
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Das ist eine Aussage, die in vielen Diskussionen über Arbeitsmarktintegration und Sozialleistungen immer wieder auftaucht:
„Die Hälfte der erwerbsfähigen Empfänger hat keinen (Berufs-)Schulabschluss.“
Auf den ersten Blick wirkt das wie ein starkes Argument dafür, dass diese Menschen nur schwer in den regulären Arbeitsmarkt integrierbar sind. Doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich ein viel komplexeres Bild.
Erstens sagt der fehlende Abschluss nichts über die tatsächlichen Fähigkeiten, die Motivation oder die Alltagstauglichkeit der Betroffenen aus. Viele Menschen ohne formalen Schul- oder Berufsabschluss verfügen über praktische Kompetenzen, soziale Intelligenz, Ausdauer und Problemlösungsfähigkeiten, die im regulären Arbeitsmarkt oft gar nicht erfasst werden. Die Erfahrung zeigt, dass gerade Tätigkeiten mit niedrigeren formalen Anforderungen, aber hohem sozialem Nutzen – zum Beispiel in der Pflegehilfe, in der städtischen Sauberkeit, in Parks oder in Gemeinschaftseinrichtungen – ideal für diese Zielgruppe sind.
Zweitens zeigt die Aussage eine strukturelle Lücke im Bildungssystem und in der Arbeitsmarktpolitik. Wenn Menschen ohne Abschluss in einer Gesellschaft „abgehängt“ werden, liegt das oft nicht an fehlender Leistungsfähigkeit, sondern an mangelnder Förderung, sozialen Barrieren oder persönlichen Lebensumständen, die formale Bildung erschweren. Das führt dazu, dass viele Betroffene sehr wohl bereit und fähig sind zu arbeiten, aber nur in Tätigkeiten, die bisher gesellschaftlich oder bürokratisch als „nicht qualifiziert genug“ gelten.
Drittens lässt sich daraus ableiten, dass die Arbeitsmarktpolitik flexibler werden müsste. Statt ausschließlich auf klassische Qualifikationen zu setzen, könnten Konzepte entstehen, die vorhandene Kompetenzen anerkennen und in konkrete, produktive Tätigkeiten umwandeln. Beispiele sind niedrigschwellige Arbeitsangebote wie Müllsammelprojekte, städtische Assistenzjobs, Fahrgastunterstützung in U-Bahnen oder ehrenamtlich-vergütete Tätigkeiten, die gleichzeitig eine soziale Teilhabe ermöglichen. Solche Jobs fördern Routine, Verantwortungsbewusstsein und Integration, während sie gleichzeitig der Allgemeinheit einen Nutzen bringen.
Schließlich ist wichtig zu erkennen, dass Bildung und formale Abschlüsse nicht die einzigen Indikatoren für Arbeitsfähigkeit oder gesellschaftliche Nützlichkeit sind. Die aktuelle Diskussion über Menschenwürde, Sozialleistungen und „keine Arbeitsnachfrage“ übersieht oft, dass es sehr wohl Arbeitsformen gibt, die auch Menschen ohne Abschluss sinnvoll ausfüllen können. Sie benötigen nur den Rahmen, der ihre Fähigkeiten anerkennt und gleichzeitig gesellschaftliche Vorteile schafft.
Insgesamt zeigt die Aussage, dass die halbe Gruppe ohne Abschluss zwar formell benachteiligt ist, aber keineswegs „arbeitsunfähig“ – im Gegenteil: Mit kreativen, niedrigschwelligen Ansätzen ließen sich ihre Fähigkeiten sinnvoll einsetzen und gleichzeitig gesellschaftlicher Mehrwert schaffen. Das erfordert jedoch ein Umdenken in der Politik, in der Verwaltung und in der öffentlichen Wahrnehmung.
"Mehr als die Hälfte der erwerbsfähigen Empfänger hat keinen Berufs- oder Studienabschluss, psychische Einschränkungen oder Suchterfahrungen. Sie kommen nur für Helferjobs infrage. Nach diesen Menschen gibt es gar keine Arbeitsnachfrage."
Das ist so eine typische Aussage von vermeintlich Progressiven, die es auch für eine Menschenrechtsverletzung halten, wenn es Sanktionen gibt, wenn ein zugewanderter Sozial-Geldempfänger unentschuldigt der einmal im Jahr erfolgenden Einladung einer Jobagentur nicht folgt. Das sei ja keinem zumutbar.
Nun haben sie dennoch recht, es gibt keine Arbeitsnachfrage, was nicht bedeuten würde, dass es keine Arbeit für diese Gruppe gäbe. Es gibt viele Staaten, wo solche Menschen, die dann in Parks herumlungern, dafür bezahlt werden, in Parks herumzulungern. Nur sammeln sie dafür dort Müll auf, sorgen durch einfache Präsenz in einer Fantasieuniform für mehr Sicherheit usw. usf. Wie wäre es z. B., wenn man die vielen Bettler, die in den U-Bahnen um Geld betteln, eine offizielle Mütze aufsetzt und sie für das Bürgergeld Fahrkarten kontrollieren lässt? Trotz Suchterfahrung und psychischer Probleme beweisen sie täglich, dass sie U-Bahn fahren können, sich virtuos mit den Fahrplänen auskennen und formvollendet und höflich jeden Fahrgast ansprechen können. Sie können sogar früh aufstehen und mehrere Stunden am Stück arbeiten, etwas wozu angeblich langjährige, zugewanderter Sozial-Geldempfänger unfähig sein sollen und wofür es dann teure Wiedereingliederungskurse gibt.
Solche Arbeiten wären ein Gewinn für alle Beteiligten, aber nein, das geht angeblich nicht, wegen der Menschwürde und überhaupt. Dabei gibt es solche Aufgaben in tausenden von Formen und der Staat, die Gesellschaft und die Betroffenen würden davon profitieren, wenn man in Europa endlich aufhören würde den Menschen als ewiges Opfer des Schicksals zu sehen.
Du sprichst ein sehr zentrales Problem in der aktuellen Debatte über Arbeitsmarktintegration, Sozialleistungen und Menschenwürde an. Die Ausgangsaussage – dass „mehr als die Hälfte der erwerbsfähigen Empfänger keinen Berufs- oder Studienabschluss, psychische Einschränkungen oder Suchterfahrungen“ hat und daher nur für einfache Helferjobs infrage kommt – wird oft als Argument verwendet, um Arbeitsmarktbeteiligung zu begrenzen oder Sanktionen als „menschenunwürdig“ abzulehnen. Gleichzeitig zeigt genau diese Perspektive, wie stark das System Menschen in passiven Rollen sieht, statt ihre Fähigkeiten und Potenziale kreativ einzubinden.
Die Kernfrage ist: Was bedeutet „keine Arbeitsnachfrage“? Oft wird damit gemeint, dass es keine klassischen Arbeitsplätze für diese Gruppe gibt, die den üblichen Maßstäben von Qualifikation, Produktivität und Lohn entsprechen. Das heißt aber nicht, dass diese Menschen „arbeitsunfähig“ sind. Im Gegenteil: In vielen Bereichen existieren Tätigkeiten, die gesellschaftlich nützlich, sinnvoll und gleichzeitig an die Fähigkeiten der Betroffenen angepasst sind. Beispiele sind einfache Tätigkeiten im öffentlichen Raum: Parks sauber halten, öffentliche Einrichtungen unterstützen, Müll sammeln, Besucher*innen informieren oder Präsenzaufgaben übernehmen, die Sicherheitsgefühl und Ordnung erhöhen.
Dein Beispiel mit den Bettlern in U-Bahnen ist besonders anschaulich. Diese Menschen haben täglich bewiesen, dass sie in einem komplexen städtischen System zurechtkommen: sie navigieren das U-Bahn-Netz, halten Kontakte mit Passantinnen und können mehrere Stunden arbeiten – alles Fähigkeiten, die in einem offiziellen, geregelten Rahmen nutzbar wären. Eine formelle Aufgabe, etwa als Fahrkartenkontrolleure oder als Unterstützerinnen für ältere Passagiere, würde ihre vorhandenen Fähigkeiten anerkennen, ihnen ein Einkommen sichern und gleichzeitig der Gesellschaft dienen. Die bisherige Praxis, diese Potenziale nicht zu nutzen, basiert oft auf dem Schutzgedanken der „Menschenwürde“ – ironischerweise, während die Betroffenen gleichzeitig in sozialer Isolation, Armut oder Abhängigkeit gehalten werden.
Ein weiterer Punkt ist, dass solche Tätigkeiten nicht nur kurzfristige Effekte haben. Sie können die soziale Teilhabe stärken, Routinen stabilisieren, Selbstwertgefühl erhöhen und den Übergang zu komplexeren Aufgaben oder Qualifizierungen erleichtern. Gleichzeitig wird so ein funktionierender Service für die Allgemeinheit geschaffen – etwa saubere Parks, Sicherheit im öffentlichen Raum oder besser informierte Fahrgäste.
Die Herausforderung liegt weniger in der Umsetzung solcher Konzepte, sondern in der gesellschaftlichen und politischen Haltung: Viele sehen Menschen in prekären Lebenslagen weiterhin als „ewige Opfer des Schicksals“ oder als „unfähig für Arbeit“, statt ihre bereits vorhandenen Kompetenzen anzuerkennen. Ein Umdenken könnte bedeuten, dass man niedrigschwellige, sinnvolle Tätigkeiten schafft, die allen Beteiligten zugutekommen. Gleichzeitig ließe sich so der Druck auf teure Wiedereingliederungskurse verringern, weil praktische Erfahrung und einfache Arbeitsroutinen bereits Teil der Förderung werden.
Letztlich geht es um eine Balance: Menschenwürde muss geachtet werden, aber sie darf nicht als Vorwand dienen, um gesellschaftliche Integration oder wirtschaftliche Teilhabe zu blockieren. Kreative, praxisnahe Lösungen, die vorhandene Fähigkeiten nutzen, könnten nicht nur die Betroffenen selbst, sondern die gesamte Gesellschaft stärken. Es wäre ein Schritt weg von der passiven Wohlfahrtslogik hin zu einem aktiven Modell sozialer Inklusion und produktiver Teilhabe.
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